Micher TMatt. Ncdaction und Expedition: Babnkosgasse Nr. Ib. örLnumeratiou-vreile: 133 Laibachs «-n,^fl. S40; Jul »rti o » »preise : Lin- ustellung in« Han» vrtlj. rskr. Al der Post: San,Mr. fl.ir. Montag, 14.Juni 1880.—Morgen: Vitus. LS,LKV.'^ 13.Jahrg. Aus dem Landtage. (Zweite Sitzung vom 14. Juni.) Der Vorsitzende, Landeshauptmann Ritter v. Kaltenegger, eröffnet die Sitzung in Anwesenheit von 32 Abgeordneten und des Landespi äsidenten als Regierungsvertreter mit Verlesung des Protokolls der Sitzung vom 8. d. M. und theilt dem Landtage das Ergebnis der Constituierung der einzelnen Ausschüsse mit, von welchen der Finanzausschuss die Abgeordneten Deschmann und Gra-selli, der Verwaltungsausschuss die Abgeordneten Ganboldi und Potocnik, der Rechenschastsberichts-auLschuss die Abgeordneten Apsaltrern und Robii! und der Petitionsausschuss die Abgeordneten Zar« nik und Potocnik zu Obmännern, beziehungsweise Obmann-Stellvertretern wählte. Sodann bringt der Landeshauptmann weitere 18 Vorlagen des Landsausschusses zur Kenntnis des Landtages. Herr Landespräsident Winkler legt einen Gesetzentwurf betreffs Tragung der Kosten der Amtshandlungen über verspätet eingebrachte Anmeldungen der nach dem kaiserlichen Patente vom 5. Juli 1853 von Amtswegen der Ablösung oder Regulierung unterliegenden Rechte vor. Der nächste Punkt der Tagesordnung betrifft die Berichte des Landesausschusses über die im Landgemeinden-Wahlbezirke Treffen und in der Großgrundbesitzer--curie vorgenommenen Neuwahlen, welche vom Landtage ohne Debatte verificiert werden. — Die einzelnen Materien des vom Landeshauptmann vorgelegten Rechenschaftsberichtes des Landesausschusses werden den betreffenden Ausschüssen zur Vorberathung und Antragstellung im Hause zugewiesen. Von den weiteren Berichten des Landesausschusses wird der Bericht wegen Uebergabe unheilbarer chronischer Kranker aus der Spitals- in die Siechenpflege über Antrag des Abgeordneten Dr. Schaffer nicht, wie in der Vorlage gewünscht wird, dem Finanzausschüsse, sondern dem Ver-waltungsansschufse zur Vorberathung zugewiesen. Der Antrag des Landesausschusses, betreffend die Regie und Besorgung des ärztlichen Dienstes in der Jrrenhausfiliale zu Studenz, dahin gehend, dass der von dem Landesausschusse mit dem Orden der barmherzigen Schwestern abgeschlossene Regievertrag genehmigt und der Landesausschuss ermächtigt werde, die nöthigen Vorkehrungen betreffs Anstellung eines Assistenzarztes und bezüglich der Remuneration für den Primararzt der medicini-fchen Abtheilung und die Verwaltungsbeamten zu treffen, wird dem Finanzausschüsse zur Berathung zugewiesen. Zu Punkt 8 der Tagesordnung, Bericht des Landesausschusses über das Gesuch des Glavar'schen Beneficiates und Spitalsverwalters in Commenda St. Peter um Erhöhung seiner Remuneration aus dem Glavar'schen Fonde, beantragt Dr. v. Schrey, denselben dem Finanzausschüsse zur Berichterstattung zuzutheilen. Wird genehmigt; ebenso ein weiterer Antrag desselben Abgeordneten, den Bericht wegen Gewährung einer Subvention für Herstellung von Gemeindebrücken in Ossiunitz und Verbovo durch den Verwaltungsausschuss in vorberathende Erwägung ziehen zu lassen. Der Bericht über die Petition der Gemeinde von Haidowiz, Bezirk Treffen, um Zuweisung zum Gerichtsbezirke Seisenberg wird über Antrag des Abg. Dr. Schaffer sofort der meritorifchen Behandlung zugeführt. Der vom Abg. Deschmann als Referent des Landesausfchuffes vorgetrageue Bericht wegen Einholung des Gutachtens des Landtages über die in Rede stehende Petition erwähnt, dafs für die Zuweisung der Gemeinde Haidowiz an den Bezirk Seisenberg die Ortschaften Oberund Unter-Haidowiz, Groß-, Klein- und Mittel-Lipvwiz einstehen, während gegen diese Zuweisung ,eigen bi» b Zeile» « Ir. nur die Insassen von Podlipa und dem aus bloß zwei Häusern bestehenden Morava, ferner alle Besitzer aus den Gemeinden deS Treffener Bezirkes, die in dieser Gemeinde durch die ServitutS-ablösung Besitzantheile zugewiesen erhielten, protestieren. Unter Berücksichtigung der Gründe, welche von beiden Parteien für und gegen die Ausscheidung der Gemeinde Haidowiz aus dem Bezirke Treffen und deren Zutheilung zum Gerichtsbezirke Seisenberg vorgebracht werden können, wird vom Landtage im Sinne des Antrages des Berichterstatters beschlossen, sich zugunsten der angesuchten Excindierung auszusprechen. Zum Berichte wegen Ablösung der auf Grund und Boden haftenden Geldgiebigkeiten und Naturalleistungen für Kirchen, Pfarren und deren Organe beantragt Dr. v. Schrey die Zuweisung des Berichtes an den Verwaltungsausschuss. Abg. Pater Klun ist gegen die Zuweisung und glaubt in Anbetracht der Natur des Gegenstandes die Bor-berathung der in Rede stehenden Frage einem besonderen, aus dem ganzen Hause zu wählenden Ausschüsse von 7 Mitgliedern überlassen zu sollen. Dagegen spricht sich Baron v. Apsaltrern aus. indem er erklärt, dass die unleugbare wirtschaftliche Tragweite der betreffenden Angelegenheit von selbst auf deren Zuweisung an den Verwaltungsausschuss zur Vorberathung Hinweise. Der Antrag des Abg. Pater Klun wird abgelehnt und der Bericht des Landesausschusses dem VerwaltungS-ausschusse des Landtags zur Vorberathung abgetreten. Der Bericht des Landesausschusses betreffs verschiedener zweifelhafter Findlings - VerpslegS-kostenvergütungen, ferner die Berichte über die künftige äußere Bewachung des ZwangSarbeitS-hauses, über den Jrrenhausbau und über die Organisierung der LandeSämter werden dem Finanzausschüsse, der Bericht wegen Bewilligung von Umlagen auf die direkten Steuern für Straßen- JeuMon. „Schwester Freudenreich." Aus den Mitteilungen eines Arztes. Von Harriet. (Fortsetzung und Schluss.) Die Nonne wandte ihr Auge, das gegen den sternenklaren Himmel gerichtet war, mir zu. Ich erschrak über den Ausdruck ihres Blickes, der so starr, völlig versteinert in meinem Gesichte haften blieb: „Ruhe, Ruhe soll ich suchen — wo es hier so furchtbar stürmt! O, diese ewigen Todeskämpfe machen mich innerlich sterbensmüde." sie legte die Hände vor die Brust: „In der That, Sie verlangen viel — Sie sind ebenso gleichgiltig gegen das Leid — wie der Himmel mit seinen fernen, kalten Lichtflammen — seinem Märchen von ewiger Seligkeit, ewigen Freuden! Wozu wird die grausame Sage in die warme, empfängliche Menschenbrust gelegt? Kann ein gütiger Gott," sie deutete nach dem Todtenlager, „so mit seinen Gebilden Verfahren? Warum tödtet er grausam, wo das zuckende Herz leben will? Uns presst Mitleid die Seele zusammen — er aber, dieser von der Menschheit angebetete Gott, hat kein Erbarmen, o kein Erbarmen." „Schwester Freudenreich!" ich stieß die Worte leise hervor und wich zurück. „Ja. Sie haben recht, mahnen Sie mich nur an mein Amt; an das stumpfsinnige Dulden einer barmherzigen Schwester, die nach jedem Abscheiden einer Seele den Rosenkranz für ihr ewiges Heil beten muss. Ich, ich kann das nicht, werde es nie lernen, es widerstrebt meiner Natur. — Gestern der schwere Tod des kleinen Knaben, heute das furchtbare Sterben des jungen Mädchens. — Was soll ich für beide erflehen? Das Heil ihrer Seelen? Es lag noch verschlossen, wie die keusche Knospe, in den jungen Herzen und träumte dem Lichte zu. Dem Lichte des Lebens, nimmermehr der Dunkelheit des Grabes." Die Nonne legte plötzlich die Hand auf meinen Arm: „Erschrecken Sie nicht vor dem Freigeist in der Nonnenhülle? Einsam wandelt er freilich in diesen Räumen, wie einst draußen unter den Menschen, in der Gesellschaft. Nie wurde fein Fühlen und Empfinden verstanden. Einmal glaubte er sich erkannt, sowohl in der Freundschaft als Liebe! — Ach, es war die grausamste Selbsttäuschung, in ihr gieng aber mein Vertrauen, mein Glück unter!" Schwester Freudenreich wandte das Haupt von mir, indem sie eine Thräne zwischen den Wimpern zer- drückte. „Freudenreich" nennen mich alle Kranken-Ach arni, — bettelarm bin ich in meinem Innersten, so arm, wie vielleicht kein zweites Menschenkind. Die höchsten und tiefsten Gefühle trug ich einst in der Brust; ich wähnte, die Erde sei ein Paradies, voll Glückseligkeit! — Thörichter Glaube, ich musste ihn unter tausend Qualen opfern!" Wieder sah die Nonne mit jenem starren, versteinerten Gesichtsausdrucke, der mich vorhin so sehr erschreckte, zu den Sternen empor. „Kalte Lichter, mir schneidet euer Anblick in die Seele. Ich denke an des Dichters Worte: Geh'n doch die ewigen Sterne Dort oben mit goldenem Licht, Und lächeln so sreundlich von ferne, Und denken doch unser nicht. Ja, so wenig, als die eingebildete Gottheit! Wie aus weiter Ferne drangen die Worte der barmherzigen Schwester an mein Ohr — wie im Traume senkten sie sich in meine Seele und weckten ein banges Wehgefühl, das Bewusstsein, dass die Ruhe und der Friede, welchen ich stets in diesem Frauenantlitze bewunderte, nur ein durch Selbstbeherrschung erkauftes, herb empfundenes Entsagen war. In jener Stunde wurde der Heiligenschein, den ich stets um die bleichen, ernsten Züge wob, zum Strahlenmeer für Schwester Freudenreich! bauten in den Bezirken Jdria, Ratschach, Groß-laschiz und Gurkfeld dem Berwaltungsausschusse überwiesen. Ueber den Bericht des Landesausschusses wegen Erhöhug der bei den Gemeinden des Wip-pacher Thales bestehenden Weinmessgebüren auf 10 kr. per Hektoliter referiert Abgeordneter Doktor Schaffer unter Hinweis darauf, dass es sich bei dieser Abgabe lediglich um die Bedeckung des Aufwandes für eine gemeinde-polizeiliche Aufsicht und Amtshandlung handle, für welche alte Abgabe die Erhöhung auf 10 kr. per Hektoliter nur durch ein Landesgesetz wirksam gemacht werden kann. Abgeordneter Lavrencik gibt eine Aufklärung darüber, warum die Gemeinden des Wip-pacher Thales um die Erhöhung der Weinmessgebühren ansuchten, worauf dem Antrage des Referenten gemäß der Bericht des Landesausschusses sofort in dritter Lesung und im Sinne einer Ge-wärung der Petition erledigt wird. Als letzter Punkt der Tagesordnung kommen mehrere Petitionen an den Landtag auf Grund mündlicher Berichte des Finanzausschusses zur Behandlung. Gesterreich-Vlngarn. Gegenüber der Nachricht, dass es dem Ministerium Taaffe mit der Wahlreformvorlage gar nicht Ernst sei, wird vom Prager .Pokrok" behauptet, dass die Regierung an der Durchdringung dieser Vorlage ein wesentliches Interesse habe. Die „Politik" bezeichnet die Annahme als durchaus falsch, dass die Regierung die Wahlreform nur eingebracht habe, um ein den czechischen Abgeordneten gegebenes Versprechen zu erfüllen, dass sie sich aber im übrigen um das Schicksal der Vorlage nicht kümmere. Eine Regierung, welche die Verständigung und Versöhnung der Völker anstrebe, treibe mit den Völkern kein leichtfertiges Spiel. Eine solche Regierung verspricht und thut nichts, was sie nicht verantworten kann, und darum werde auch das Ministerium Taaffe, falls Herrschsucht > feindselige Opposition seine Vorlage zum Falle bringt, sicherlich wissen, was es einem solchen Gebaren gegenüber zu thun hat. Ob diese Vertrauensseligkeit wirklich vom Herzen kommt, oder ob die czechische Presse die Durchführung der Wahlreform bloß deshalb als nahe bevorstehend bezeichnet, weil sie eben deren Ablehnung fürchtet, wird erst die Zukunft lehren. Zur Sprachenzwangsfrage liegt eine Meldung vor, der zufolge das Prager Oberlandesgericht den Bescheid des Egerer Bezirksgerichtes aufhob, in welchem einer czechischen Eingabe die Annahme verweigert wurde. Selbstverständlich ist mit dieser Meiner Bewegung nicht mehr Herr, fasste ich die herabhängende Hand der Nonne und drückte sie an die Lippen: „Was thun Sie?" sagte sie, rasch mir ihre Hand entziehend. „Flößt Ihnen der Freigeist mit seiner Verbitterung, seinem, meinem Amte nach unwürdigen Weltschmerze nicht Widerwillen ein?" „Bewunderung, tiefempfundene Bewunderung!" sagte ich rasch. „O, warum gab Ihnen das Leben nicht Glück, ein Herz so gut und edel, als das Ihrige es ist!" Ein düsteres Aufflammen streifte mich auS den tiefblauen Augen, die stets ernst, mild vor sich hinblickten. „Was verstehen sie unter Glück?" „Den ausschließlichen Besitz eines Herzens, das nur für mich lebt und denkt, für mich schlägt und empfindet!" „O, Sie verlangen Unmögliches !" In rauhem Tone stieß die Nonne diese Worte hervor. „Kein Herz weiht sich ganz dem Gegenstände seiner Liebe oder Leidenschaft." „Liebe und Leidenschaft ist ja die gleiche Empfindung," entgegnete ich unwillkürlich. „Nimmermehr!" sie legte die Hände vor die Brust. „Eine ruhige, innige Liebe trägt allezeit Aufhebung die fragliche Angelegenheit noch durchaus nicht endgiltig entschieden, sondern eben nur im Jnstanzenzuge einen Schritt weiter geführt worden. Auch den Ländern der St. Stefanskrone ist ein Sprachenstreit beschicken. Anlass hiezu gab ein Circular des Agramer Finanzlandesdirectors David, das sich auf die Errichtung eines Lehr-curfes der ungarischen Sprache für Finanzbeamte bezieht, durch welchen den kroatischen Beamten die Möglichkeit geboten werden soll, sich in ihrem eigensten Interesse die ungarische Sprache anzueignen. Obwohl nun die Beamten selbst diese Gelegenheit willig ergriffen und obwohl in Fünfkirchen analog ein Curs in kroatischer Sprache für ungarische Beamte errichtet werden soll, so fand doch die Agramer Landtagsconferenz, d. H. der Club der Majorität, ein Attentat in jenem Circular, und nachdem sie durch drei Tage die Köpfe zilsammengesteckt, beschlossen sie vorgestern, an den Banus eine Deputation zu senden, „welche die Ungesetzlichkeit des Circulars und dessen schädliche Folgen darzulegen und ihn zu bitten haben w d, diesfalls die nöthigen Schritte zu ih:Ob dieser Protest sich nur auf das Circular oder auch auf den Unterricht im allgemeinen bezieht, ist den diesbezüglichen Berichten der Agramer Blätter nicht zu entnehmen. Vorgestern hat die clericale Majorität des Salzburger Landtags den bekannten famosen Antrag Lienbachers angenommen, nach welchem der Landeshauptmann selbst für den Fall einer zeitweiligen Uebergabe des Vorsitzes an den Landeshauptmann-Stellvertreter kein Stimmrecht besitzen soll. Worauf dieser Beschluss hinzielt, haben wir bereits erörtert. Es soll dadurch dem liberalen Landeshauptmann Grafen Lamberg die Gelegenheit genommen werden, gegen die von de» Cleri-calen angestrebte Abänderung der Wahlordnung zu stimmen. Letzterer wies denn auch in seiner ^ -wn die Annahme des Lienbacher'schen Antrages gehaltenen Rede darauf hin, dass für den Fall der Durchführung eines diesbezüglichen Beschlusses jeder Wahlkreis seinem Vertrauensmanne die Bedingung setzen müsste, die Stelle eines Vorsitzenden ausschlagen zu müssen. Auf das Bedauern des Referenten, Reichsrathsabgeordneten Lienbacher, dass heute abermals sowohl Regierung als Landeshauptmann für die liberale Minorität Partei nähmen, erwiderte Graf Lamberg, er habe eben ausschließlich von dem Gesichtspunkte des Landtagspräsidenten und der Ungesetzlichkeit, einen Wahlkreis durch einen Landtagsbeschluss seines Stimmrechtes zu berauben, gesprochen, und be- die Bürgschaft der Lebensdauer in sich. — Leidenschaft ist Strohfeuer Leidenschaft, ist die wilde Zerstörerin jeden Glückes! In keinem Falle aber besitzen wir ein Herz ganz allein. Der Wellenschlag des Lebens berührt es doch stets nach außen hin. Soll es sich nicht mehr an der Sonne, den Blumen und mildem Frühlingswehen erfreuen — weil es liebt? Soll es keine Theilnahme für andere Menschen in der Seele tragen — weil es liebt? In solch' einer Neigung liegt hässlicher Egoismus !" Wieder drangen Schwester Freudenreichs Worte wie im Traume an mein Ohr; diesmal machten sie mein Herz erbeben, trieben heiße Röthe in mein Antlitz. — Ich war solch' ein Egoist in meiner Neigung zu einem jungen, schönen Mädchen, ich quälte es mit so thörichter Eifersucht. O, du heilige, reine, große Seele, du hast in jener Nacht heilsamen Balsam in meine Brust gelegt! — Dir danke ich mein späteres, reines, ideales Glück; ohne jene, sich tief in mein Innerstes prägenden Worte würde ich elend geworden sein. — Einige Minuten herrschte lautloses Schweigen zwischen uns. Mir war es, als fühlte sie, was sich in mir regte, und als wolle sie mich einer kleinen Beschämung unterziehen, aus der sich dann mit freiem Flügelschlag — eine freie Seele empor zu Lichte rang! tonte ferner, dass er seine Pflichten als Vorsitzender und Abgeordneter genau zu unterscheiden wisse, als letzterer aber allerdings auch zur Stunde so frei und fortschrittlich gesinnt sei und lieber sein Leben lasse, als einen Makel an seinem unentweihten politischen Charakter zu dulden. Schließlich legte derselbe gegen die Beschlussfassung erneuert Verwahrung ein, bezeichnete den eventuellen Beschluss abermals als verfassungswidrig und daher ungiltig und behielt sich vor, von seiner Meinung, dass diese beantragte Landes-ordnungs - Abänderung nur in Gestalt einer Gesetzesvorlage eingebracht werden könne, nicht abzugehen und diesen Gegenstand zu einer zweiten Lesung auf eine nächste Tagesordnung zu setzen. Bis dahin werde die voraussichtliche Beschlussfassung des Landtags jedweder Rechtskraft entbehren. Deutschland. Die Verhandlungen mit dem Vatican sind als vollständig abgebrochen zu betrachten. Der römische Unterhändler Jacobini wird Wien unverrichteter Dinge verlassen, und die ultra-montane „Germania" nimmt das Scheitern des Ausgleiches bereits zur Grundlage ihrer Betrachtungen , indem sie unter anderem sagt: „Wenn auch die Verhandlungen in der Commission ein positives Resultat nicht ergeben haben, so haben sie den Katholiken doch durch Klärung der Situation einen unschätzbaren Vortheil gebracht. Den Zwecken, welche die Regierung mit der Vorlage verband, wird diese Klärung freilich keinen Vorschub leisten; denn wenn es schon früher der Regierung unmöglich war, den Katholiken glauben zu machen, dass nicht der Staat, sondern die Kirche durch ihre Unversöhnlichkeit den Frieden hindere, so wird nach den Verhandlungen in der Commission jeder derartige Versuch der Regierung auf noch ungläubigere Gemüther und noch herberen Spott stoßen. Der Drohung aber, mit noch schärferen Waffen den Kampf zu führen, welche in feinerer und plumperer Form wiederholt gegen die Katholiken ausgesprochen wurde, sieht das schwergeprüfte, treue katholische Volk mit der Ruhe und Entschlossenheit und mit dem Muthe entgegen, welchen die Unbesiegbarkeit seiner heiligen Sache einflößt." Vermischtes. — Großes Grubenunglück. Aus Dortmund wird vom 8. d. gemeldet: „Heute ereignete sich auf der benachbarten Zeche Neu-Jserlohn, welche in früher« Jahren so häufig von schweren Unglücksfällen heimgesucht wurde, abermals ein beklagens- „Sie haben mir einen thaufrifchen Sonnenstrahl in das Herz gesenkt," flüsterte ich und suchte den Blick der Nonne. Da brach sich wieder das milde, unbeschreiblich sanfte Lächeln um ihre Lippen Bahn. Sie streckte mir die Hand entgegen: „Also hat „Schwester Freudenreich" einmal einen Gesunden innerlich gesund gemacht, weil sie ihm in einem Momente tiefster Erschütterung ihr stets verschleiertes Seelenleben erschloss?" „Ja." entgegnete ich laut. Ich schämte mich in jenem Augenblicke nicht der Thränen, die meinen Blick verdunkelten. „Ewig bleibt mir stille Begeisterung, zugleich aber auch tiefes Weh' für Sie im Herzen!" „Der Sturm ist vorüber! Ich habe die alte Klarheit in mein Herz gezwungen." „Die größte Selbstbeherrschung!" „Nun, wie Sie wollen, mein junger Freund. Lassen Sie uns jetzt die Ruhe suchen."--------------------- Ich fand keinen Schlaf, keine Ruhe in jener Nacht. Immer und immer wieder tauchte daS Nonnenantlitz vor mir auf. Ich konnte nicht begreifen, wie man so herbe, schwere Kämpfe in der Seele tragen kann bei einem stets milden, herz-bezwingenden Lächeln! wertheS Grubenunglück. Auf der Tiefbausohle im Schacht II fand vormittags um 11 Uhr in einem Bremsberg in Flöh 12, wo etwa 45 Mann der Belegschaft beschäftigt waren, eine Explosion schlagender Wetter statt, durch welche 19 wackere Bergleute das Leben einbüssten und 7 schwer verwundet wurden. Der Schacht II, welcher erst vor sechs oder sieben Jahren abgeteuft wurde, galt bisher im Gegensatz zu dem alten Schacht, in welchem sich seinerzeit das große Grubenunglück ereignete, für ziemlich wetterfrei, und die Wetterführung in demselben ist eine vortreffliche. Auch am Morgen des 8. d., vor Anfahrung der Schicht, war die Strecke von den Grubenbeamten befahren und wetterfrei befunden worden. Aller '^,-hrscheinlichkeit nach ist eines jener heimtückischen Wetter, welche plötzlich so heftig daherziehen, ein sogenannter Bläser, zur Explosion gekommen und hat das entsetzliche Unglück verursacht. Als dasselbe sich ereignet hatte, wurde sofort angefahren, und es gelang bald, die Verunglückten zutage zu fördern. Die Wetter, fühcung ist trotz der Gewalt der Explosion intact geblieben. Die sieben Verwundeten wurden sofort in das Krankenhaus zu Kirchlinde überführt, doch sind zwei derselben so schwer verletzt, dass wenig Aussicht vorhanden ist, sie am Leben zu erhalten. Von den Gebliebenen haben nur etwa sieben den Tod durch Brandwunden erlitten; die übrigen sind, wie das meistens zu geschehen pflegt, am Nachschwaden erstickt. Sie waren nachmittags bis auf E>nen agnosciert, 19 jugendkräftige, zum größten Theil verheiratete Männer. Begreiflicherweise hatte der entsetzliche Unglücksfall überall in der Umgegend große Bestürzung hervorgerufen. Die Frauen der Verunglückten waren von der Todesstätte ferngehalten worden, aber auch ohne ihre Klagerufe war das Bild, welches sich dort darbot. herzzerreißend genug. In der kleinen Lampenstube lagen die 19 Braven auf Stroh gebettet, welche der jähe Tod in der Blütezeit ihres Lebens hinweggerafft hatte. Zum Theil waren die Gesichter frisch und unentstellt, als ob sie Schlafenden nnd nicht Todten angehörten, zum Theil aber auch von entsetzlichen Brandwunden entstellt." — Mordattentat im Eisenbahncoupe. Wie der Antwerpener „Precurseur" berichtet , hat am 6. d. in einem Eisenbahnzuge von Antwerpen nach Tarnhout eine schreckliche Mordscene stattgefunden. Drei Einwohner von Tarnhout, der Schneider van Eyck, der Schuhmacher Volder und der Weber Borch, hatten in Antwerpen Zahlungen empfangen und fuhren mit dem Zuge um 5 Uhr in einem Wagen dritter Klasse heim. Einige Augenblicke vor der Abfahrt stieg noch ein Mensch von wildem Aussehen zu ihnen ein, den sie für Als ich den folgenden Tag in Schwester Freudenreichs Antlitz sah, war es bleich und still, ernst mild wie immer. Nichts verrieth den Sturm, der in o. r "?r"cingenen Nacht durch diese starke, -kraftvolle Kl..icnjcele gebraust. Nie wieder erschloss sie mir einen liefern Blick in ihr Seelenleben; aber jene Eine Nacht hatte ein festes Band um unsere Herzen geschlungen. Wir verstanden uns ohne Worte. Ich wusste, was sie stets an Sterbebetten litt — und mein Blick, der oft hilfeverlangend die blaue, klare Tiefe ihres Auges suchte, verrieth ihr heiße Stürme in der Brust des jungen Arztes. Sie drückte mir immer stumm die Hand und der Ausdruck ihres Blickes sagte mir: „Uebe Selbstbeherrschung." Ich übte sie; auch in jener Zeit, da meine erste Jugendliebe untergieng in den Stürmen des Lebens, mein Herz die herbe Enttäuschung einer wankelmüthigen Frauennatur zu bestehen hatte. Ich weiß nicht, was aus mir geworden wäre ohne meine geistige Freundin! Damals kamen oft schneidig bittere Worte über meine Lippen — senkte sich der ganze Jammerschrei meiner an rauhen Klippen gescheiterten Liebe in ihr menschennmfasiendes Herz. — Sie wurde nicht einen Deutschen oder Italiener hielten, indessen nkcht weiter beachteten. Auf halbem Wege etwa sprang der Fremde plötzlich auf. zog einen Dolch und stieß ihn dem Borch dermaßen in den Hals, dass er plötzlich zu Boden stürzte; dann warf er sich auf die beiden anderen, die sich wehrten, so gut sie konnten, aber viele Wunden erhielten. Endlich gelang es ihnen, den Mörder zu entwaffnen und festzuhalten, als der Zug gerade zu Bouchout anhielt. Der Mörder ist in sichern Gewahrsam nach Antwerpen gebracht worden. Der unglückliche Borch starb bald darauf an den erlittenen Wunden. Die beiden anderen sind nicht tödtlich verletzt. Local- und proviNMl-^ilgetrgeuheiten. — (Aus den Schienen verunglückt.) Wie man uns berichtet, ist vorgestern durch den Personenzug Nr. 704 auf der Strecke Lack-Zwischen-wässern nächst der Ortschaft Retike ein bis jetzt unbekannter Mann nberfahren und sofort getödtet worden. Dem Vernehmen nach soll der Verunglückte irrsinnig gewesen sein. — (DaS Fe st am grünenBerg) ist gestern leider der ungünstigen Witterung zum Opfer gefalle»; es wird dasselbe jedoch, wie wir mit-zutheilen ersucht werden, demnächst stattfinden. — (Zum österreichischen Sprachenstreit.) Es ist immerhin interessant und belehrend, aus dem Auslande und besonders aus der Schweiz, wo die verschiedenen Nationalitäten und Sprachen in tiefstem Frieden unter einander leben, Urtheile über unsere österreichischen Zustände, die sich in neuester Zeit unter dem gegenwärtigen Ministerium wieder schärfer zugespitzt haben, aus gewiss unparteiischer und sachkundiger Feder zu vernehmen. Die neue „Züricher Zeitung", eines der angesehensten und verbreitetsten Schweizer Blätter von gemäßigt liberaler Tendenz, drückt sich im redaktionellen Theile ihrer Nummer vom 6. d. darüber folgendermaßen aus: „In Oesterreich ist alles mit der Reise deS Kaisers nach Prag und mit den kindischen Demonstrationen der Czechen beschäftigt, welche sich nun sämmtlich stellen, als verständen sie nicht deutsch, und sich einbilden, die Reise habe nur den Zweck, ihren Prätensionen zu dienen. Recht interessant ist die Stellung, welche die Magyaren den Czechen gegenüber eingenommen haben. — Nicht aus Liebe zu den Deutschen (wovon bei ihnen das gerade Gegentheil der Fall ist), sondern um ihren eigenen Bestrebungen Vorschub zu leisten, sprachen sie sich dahin aus, wie in Ungarn die magyarische, so solle in Oesterreich die deutsche die allgemeine Staatssprache sein. — So gerathen sich die kleinen Nationalitäten des Ostens, die sich in frechem Eigen- müde, mir eine kraftvolle Stütze zu sein. Sie legte stets linden Balsam aus meine Herzenswunde, bis sie vernarbte. Als ich ein halbes Jahr später Po verließ, um einem ehrenvollen Nnse in der Fremde genüge zu leisten, hielt sie meine Hand lange fest und sagte mit ihrer klangvollen Stimme, die stets in mein Gemüth drang: „Vielleicht finden Sie in der Fremde ein treues Herz — und mit ihm das Glück! Kämpfen muss jeder, der da aus Erden wandelt. Mancher erringt sich, wenn auch spät, reine Freuden! Mancher die Selbstbeherrschung, die unbeugsame Willenskraft — ein lichtloses Leben muthig zu tragen."---------------- Schwester Freudenreich war eine gute Prophetin ! Ich gewann in der Fremde ein Mädchenherz, treu wie Gold. Es wurde mein Lebenslicht, mein Sonnenstrahl! Die höchste Poesie meines Daseins. An dem Tage unserer Bereinigung sandte mir die Nonne, der ich mein Glück in einem nicht endenwollenden Briefe mitgetheilt, zwei in feuchtes Moos gebettete Rosenknospen mit dem Gruße: „Wahrt euch stets den Zauber des ehelichen Lebens. DaS Glück der Liebe ruhe süß und verschlossen nur in dünkel gegen die deutsche Eultur auflehnen, selbst in die Haare, und so muss es sein, wenn Fch die traurige Lächerlichkeit, Winkelsprachen zu Weltsprachen emporzuschwindeln, selbst richten soll. — WaS würde man bei uns sageu, wenn die Romanischen das Ladin zur alleinigen Graubündtner Amtssprache machen wollten? Unsere braven Landsleute müssten über diesen Gedanken selbst lachen!" — (Sicherheitszustände in Steiermark.) Aus Gonobiz wird der Grazer „Tages» post" geschrieben: „Diebstahl. Raub und Todt» schlag sind die drei Losungsworte, vor welchen die Bewohner gewisser Gegenden zittern. Kaum dass eine Nachricht über die Unsicherheit des Lebens und EigenthnmS verschollen, stehen schon wieder grauenhafte Thatfachen vor uns. Es wurde nämlich neuerdings bei dem Gastwirte und Krämer Maresch zu Kleinlipoglau (Gemeinde Ponigl, St. Mareiner Bezirksgericht), seit kurzem zum drittenmale, eingebrochen und alles, was zum Mitnehmen war, gestohlen, ja sogar die Waffen, welche Maresch neben seinem Bette bereit hielt, wie es heißt ein Doppelgewehr und ein sechsläusiger Revolver, wurden als willkommene Beute mitgenommen, ohne das Maresch etwas gehört hätte. Es drängt sich die Vermuthung auf. dass wahrscheinlich die Diebe bei Maresch vor dem Einbru's'e einkehrten und diesem beim gewöhnlichen Zutrinken ein Schlafmittel beibrachten. Nicht weit von der Wohnung des Maresch fand man den Grundbesitzer Georg SlatinKek aus Ostrojno ermordet. Man vermnthet allgemein, dass er den Dieben begegnet sei nnd dass ihn diese aus Furcht vor Verrath ermordeten. Slatinsek war in seinem Weingarten und soll erst nach 10 Uhr von dort zur Heimkehr aufgebrochen fein. Die gerichtliche Untersuchung wird jedenfalls den Thatfachen auf die Spur kommen. Es ist in kurzer Zeit der zweite Mord, der in dieser übel berüchtigten Gegend vorkam, und es wird auch nicht der letzte sein, wenn man die Gendarmerieposten nicht wenig» nigstens um zwei vermeh v. oon welchen einer zu Hl.-Geist in Loee und der andere in der Gemeinde Ponigl selbst ausgestellt werden müsste." — (Von der Südbahn.) Von morgen werden zwischen Pest und Pragerhof Eilzüge verkehren, welche an die Wien-Triester Nacht-Eilzüge im Anschlüsse stehen. Der von Pest um 5 Uhr nachmittags abgehende Eilzug bietet in Kanischa Anschluss nach Agram und Fiume, kommt um 1 Uhr 18 Minuten nachts in Pragerhof an und steht im Anschlüsse an den um 2 Uhr 19 Minuten nachtS nach Triest und an den um 1 Uhr 30 Minuten nachts nach Wien verkehrenden Nacht-Eilzug. Der von Pragerhof in der Richtung nach Pest um 2 Uhr 30 Minuten nachts abgehende Eilzug schließt sich euch, so zart wie Blumenduft, so keusch verschleiert' wie der Rosenkelch!" — — Mehr als zwanzig Jahre sind seit meinem Hochzeitsmorgen vergangen. Schwester Freudenreich hat längst ihr edles Wirken beschlossen. Aber ich und viele Tausende mit mir bewahren ihrem Bilde eine heilige Erinnerung. — Große Menschen gehen nicht spurlos von der Erde. Sie hauchen ihr Fühlen und Denken in empfängliche Seelen; ja die ganze Kraft ihres, ich möchte sagen FlammengeisteS senken sie in unsere Brust, — ein Feuer, das nie verlischt — das lautlos fortbrennt und wie ein stiller Segen in uns wirkt. Der stille Segen deines Hochzeitsgrußes, Schwester Freudenreich, waltete allezeit über unserem Hause.------------ Es ist, als ob dem Ausspruche großer, edler Menschen die Macht der Erfüllung zuertheilt sei. Meine Ehe war ein Paradies reinsten GlückeS, als ich den Bund mit meinem Weibe schloss, und sie ist es heute, wo mir der erste Enkel geboren wurde. Das junge Knösplein an dem grünenden Strauche, der sech? Rosen trägt! -------------- an den um 1 Uhr 27 Minuten nachts ans Triest und an den um 2 Uhr 16 Minuten «achts aus Wien ankommenden Nacht-Eilzug an und nimmt in Kanischa die von Fiume und Agram Kommenden auf. Die gleichzeitig in den übrigen Zügen der Linie Pragerhof-Pest sowie in jenen der Linie Neustadt-Kanischa-Barcs, Steinbruck Sissek, AgraimKarlsladt und Uj-Szö»y-Stuhlweißenburg eintrctenden Aende-rungen sind aus der veröffentlichten Kundmachung und aus dem Fahrplau zu ersehen. Witterung. Laibach, 14. Juni. Wechselnde Bewölkung, schwacher Südost. Wärme: morgens 7 Uhr -j- 13 4°, nachmittags 2 Uhr -s- 22 7° 6. (1879 ->- 23 8°. 1878 ->- 21 2° 6.) Barometer im Fallen, 73410 Millimeter. DaS vorgestrige Tagesmittel der Wärme -s- 18 3», das gestrige -4- 15 9, beziehungsweise um 01° und 2 5° unter dem Normale; der vorgestrige Niederschlag 2 30 Millimeter, der gestrige 5 20 Millimeter Regen. Lebensmittel-Preise in Laibach am 12. Juni. Weizen 10 fl. 41 tr., Korn 7 fl. 15 kr., Gerste 5 fl. bl kr., Haser 3 fl. 71 kr., Buchweizen b fl. bl kr., Hirse b ft. 51 kr., Kukuruz 6 fl. 50 kr. Per Hektoliter; Erdäpfel 3 fl- 75 kr. per 100 Kilogramm : Fisolen 9 fl. — kr. per Hektoliter; Rindschmalz 78 kr., Schweinsett 74 kr., Speck, Mischer 68 kr., geselchter 70 kr., Butter 70 kr. per Kilo oramm; Eier 1"/, kr. per Stück ; Milch 8 kr. per Liter; Rindfleisch 56 kr., Kalbfleisch 50 tr., Schweinfleisch 62 kr., Schöpsenfleisch 36 kr. per Kilogramm; Heu 1 fl. 87 kr, Stroh 1 fl. 78 kr. per 100 Kilogramm; hartes Holz 6 ft. 20 kr., weiches Holz 5 fl. — kr. per vier C.-Meter; Wein, rother 20 fl., weißer 16 fl. per 100 Liter. Telegraphischer Kursbericht am 15. Juni. pier-Rentc 74'--. — Silber-Rente 74 35. — Gold-Rente 89 85.— 1860er Staats-Anlehen 133 —. — Bankaktien 833. — Creditaetien 283 --. — London 117 30. — Silber —'—. — K. k. Münzducaten 5 53. — 20-Francs-Glücke 9'34, — 100 Reichsmark 57 55. Angekommene Fremde . am 13. Juni. Hotel Stadt Wie». Pfeiffer, Landtagsabgeordneter, Gurk-seld. — Kuudegraber, Kfm., Graz. — Baro» Mcidota Franz und Adalbert, Linz — Mauerhojer Theresia, Pnflawa.— Plant, Jnspector; Audruäek, k. k Concipijt, und Friedmann, Ä6icu. — Deutsch, Reis., Budupest Holet Etephant. Schlicker, Selzach — DonnemiUo, Pro-sessor, Ruüolsswc, t, — Doppler, Säuger, Lmz. — Lippen Luise, RealitätenbesitzerSgaitin, Leoben. Kaiser von Oesterreich. Schwarz und Lvwy, Graz. Verstorbene. Den 11. Juni. Franz Feigel, Verzehrungssteuer-Bejtcllter, 49 I., Wienerstrabc Nr. 7, Lungenödem. — Johanna Stöckl, Modewaren-Händlers-Witwe, 68 I, Con-gressplatz Nr. 7, Altersschwäche. — Maria Habian, Bedienerin, 70 I., Baynhof-gasse Nr. 4, Herzsehler. Den 12. Iuni. Franz Katar, Hausbesitzer, 74 I, Petersstraße Nr. 7l, Alters-schwäche. — Maria Habian, Dienstbotenstochler, 2>/, M., Kolesiagasse Nr. 12, Fraisen. Vijitkarten in hübscher Ausstattung empfehlen Gedenktafel über dle am 16. Juni 1880 staltfiiidenden Lici-tationen. 3. Feilb, Klemene'sche Real., Ratitnik, BG. Adels-berg. — 3. Feilb.,Praznik'sche Real., Obergamling, BG. Laibach. - 3. Feilb., Poz-lep'fche Real., Plesivee, BG. Laibach. — Relie.Drenik'scher Real.,Niederdvrs,BG.Loilfch. — 3. geilb., Ulaga'jche Real, sä Freudenthal, BG. Oberlaibach. — 3. Feilb., Meze'sche Real., Brod, BG. Loitsch. — 3.Feilb., Dermastje'sche Real., Jejiea, BG. Laibach. — I. Feilb., Ankele'sche Real., St. Katharina, BG. Neu-marktl. — 1. Feilb., Kun-ik'jche Real., SteniLne, BG. Neumarkll. — 2. Feilb., Rav-nihar'fche Real., Lerhovska-vas, BG. Laudslraß. Danksagung. Für die innige Theilnahme während der Krankheit und die zahlreiche Begleitung zur letzten Ruhestätte der Frau Agnes Bobin, Tabaklrafikantens-Gattin, insbesondere für die vielen schönen Kranzspenden, spricht seinen innigsten Dank aus der trauernde Gatte Iriedrich Wobin. Für die beim Ableben der unvergesslichen Frau JokailM UM gek. Mierer, Handelsmannswitwe, uns so vielseitig erwiesene herzliche Theilnahme für die zahlreiche Betheiligung am Leichenbegängnisse und für die der theuern Verstorbenen gewidmeten schönen Kränze sagen allen Betreffenden den aufrichtigsten Dank die trauernden Angehörigen. Laibach, 14. Juni 1880. MMlÜlMlsuMg. Die^ gefertigte Direktion veranstaltet Dienstag, den 15. d. M., in den oberen Vereinslocalitäten einen wozu die P. T. Vereinsmitglieder hiemit eingeladen werden. Programm: Production der eben hier anwesenden ungarischen Nationalkapelle während des Soupers, hierauf Kränzchen. Beginn halb 9 Uhr abends. Laibach am 13. Juni 1880. Casinovereins-Direction. Im Schweizerhause (Tivoli): Dienstag, den 15. Juni, von nachmittags halb 5 Uhr bis halb 9 Uhr Ä^dneäs-Coneert ungarischen Nationalkapette. Eintritt 20 kr., für Kinder bis 10 Jahren 5 kr. Zu zahlreichem Besuch ladet höflichst ein (211) Johann Eder. ^«8 werden Commissionen, Geschäfte aller Art und Auskünfte coulant ausgeführt (30 kr. Markeubeischluss). Intervention Lichtenstcinstraße Nr. 40, Wien. (214 2 1 Oeuvre Urtkelle!lr/tl. ^utoritllten über «Ue > ?rok. vr. VLlsuta., virsctor äsr kön-. Irrsu- u. ösdantaltön, t«r>tllelle devLIirt sirll, i» iler von 1SU-200 Kr»min xenoiume». »Ix «in «uiLenellm ui»I uietit x» rskei, ankl»s«na«I>, l. .1»»i 1880. ? r L x. 8ittvrv»«ssr nimmt (lurcii tlUI, Sio Luveilüssigi-sit somsr ^Virkuox in i-Isinso Dosen Ii«i ILiixsr ä: nora«!«,» (isbraueiis sino» dorvorr^xonLoll ItLux uutsr äon Uitlsr-vLsssrn sin. 19. ^vAUkt 1879." L. k. LranksudLus, Wien. u. 1^. ä. 8. Üraselrv. — „vsi ^laxsn- unä vLrmka>tr«.rrd, kab. staklvvrgtopküux, ^ppstitlosi^sit, LIvtLnsodoppuvx, Hämorrkoiäsn, I^sdsrlöiäsv unä krausQlcrLlllcksjtsu vuräsn vorrüelioks Lrtoles errjelt. _________^Vlsn. 1878.-______________________________________________________________________________ VorrÄdiA doi kstvr I^ussnIK unä in äon ^.xotliolcon »tlkelm Auxr unä k. klvvoll in uvä in Lllsn unä AIiasraIvL886r-I)6pot8. LruuvvvkLdriktsv -te. gratis äurek äiv Ver«on<1mi^8v Auflage jetzt schon 50,OM Exemplare! Druck von Jg. v. Kleinmayr L Fed. Bamberg. Verleger: Oitomar Bamberg. Für die Redaction verantwortlich: Dr. Hans Kraus.