LmlmchcrMMtlmg. «UK, 1 ^sL^ Präinimeralionspiei«: Im Comptoir ganzj. Vl I* > « !ß N. l,. halt», ss. N.5N. Für die Zustellung in« Hau« Ml».! « » » » . haldi.5.»lr. 'Mt dclPost ganzj.fi. >5,halbj.fl.?.5l». Dicostast, 7. August Insert« onsncbühr bis u> Zcilcn: ,mal«0lr., 1^^3^3 üm.8Nlr., 3m. i fl.;sc,nst pv.^cile lm. rocla »u. Um die Armrc vor der im großen Maßstabe betriebenen Ausspähnng im eigenen Bereiche zu schützen, wird auf Grund dcS holien Armeebefehls ddo. Wien, 14. Juli 18Nl», )ir. 2, zu jedermanns Kenntnis; gebracht, daß vom Tage dieser Kundmachung an das standrechtliche Verfahren eintreten werde' u) gegen alle jene Individuen, welche der Ausspähuug dringend verdächtig sind: l>) gegen jene Individuen, welche in laiscllich österreichischer Uniform, sci es als Tsficierc oder als Mannschaft, uertlcidet angetroffen werden. Im Falle als bei solchen Personen sich erwciöt, das; sie nicht Mitglieder der t. k. Armee seien, werden dieselben nach Conslalinmg dieser Thatsache unverzüglich erschossen. Bom l. l. Truppencommando für Islrien, Küslenland, Kärnten, Krain, T'.icst, Fiume und 7. ArmcecorpS' Commando. Maroicic >». p., FML. Kundmachung. Fllr die in Ausrüstung begriffenen LandeSschützcn-Compagnien werden auch Aerzte und Wnndärzle in Aussicht genommen. Die Gage dcs Fcldarztes, der zugleich Doctor der Medicin oder Chirurgie ist, wird mit 00 ft., jene des Wundarztes mit 5)0 si. bestimmt. AlS Adjustirungsbeitrag wird ein Pauschale von 150 ft. für den ersteren, von 100 ft. fiir letzteren bewilligt. Hierauf Neflcctircndc werden aufgefordert, ihre gehörig belegten Gesuche schleunigst dem k. f. Landes-, Präsidium vorzulegen. Laibach, am 6. August I860. Vom l. l. Laudespriisidium. Der l. k. Statthalter: Areiberr v. Vach. Nichtamtlicher Theil. Herr Dr. Oscar Pongratz, Aduocat iu Laibach, hat zehn Centner Selchfleisch, zehn Eimer Wcin und zehn Eimer Branntwein zur Abspeisuug und Labung der ourchftussirendcn Truppen gespendet. Dicscr patriotische Act wird hicmit unter dem AuS" drucke des wärmsten Dankcö zur öffentlichen Kenntniß gebracht. Laibach, 7. August. Die in unserem gestrigen Blallc gebrachte Nach« llcht, daß der Waffenstillstand mit Italien noch keineswegs zu den feststehenden Thatsachen gehöre, swdet ihre Bestätigung in einer offieiöscn Erklärnna der " .Dest. Ztg.," worin eS heißt: „Der Mcldnng der Etlichen Florentiner Zeitnng, Italien habe „dem Ab-l^luß dcs Waffenstillstandes zugestimmt," dürfte eine "lgc Deutung geworden fein. Allerdings hat Italien, ^ wir hören, diesem Abschluß zugestimmt, aber das sta,!. ""^' ^^' ^ Verhandlungen über den Waffenstill» ist 'lv ^ ^l^'en eingewilligt hat. A bgcschlossen aber bleili! Waffenstillstand noch nicht, sondern zunächst den M^ ^ Wafscn r u h c aufrechterhalten , und über eben ' ^"' stillstand wird während derselben in Paris . " ^^ t, erhandel t." Die Waffenruhe aber, von ^elchcr hier die Ncdc ist, erreicht bekanntlich am lOten der yl'^ ^"^' ^" Uebereinstimmung hicmit wird ts /' '^'Z^-" "o" der italienischen Grenze berichtet, samni? "' ^"' italienischen Städten imposante Ver-^mmiungen abgehalten, welche jeden Frieden ohne dll^ ""werfen. Als Illustration hiczu meldet man,! °^ .6""»e (>orps Cialdiui'S am Isonzo stehe, die ^'-^ ^ ^^ll° '"^cll Tirol« allein ist cS, welche ^ ""edensfragc verzögert, nnd es scheint vielmehr die - der ^l!"^"' Venedig, beziehungsweise die Art und Weise riakeit "^ ^i^ Gebietes, nunmehr die Hauptschwic-denz de^" q'l""'' '"'^ lvir dies einer Wiener Correspon. betreffe»^" Q..^^^" entnehmen, aus der wir hier die K« s? "° folgen lassen: l.eticn olm «tt" ^"l; die Italiener darauf bestehen, Vc-Die dir te ^ ."^"'6uug abgetreten zu erhallen, siel, nn,!', ,°. -"""« drS Lande« an Italien würdc lassen, aber es kann die Ab-'«lung n.cht ohne Entschädigung geschehen. Wurde schon dem Kaiser der Franzosen das Land nur unter der Bor« uuSsctzung zu Verfügung gestellt daß fiir das Fcstungs' Viereck, welches Milliarden getestet, eine billige Com. pensation geleistet uud außetdem eine der Größe und der Bevölkerung dcs LandcS entsprechende Quote der österreichischen Staatsschuld von dem Königreich Italien übernommen werde, so kann jetzt, znmal nach der entscheidenden Niederlage der italienischen Flotte, um so wcnigcr davon dic Rede sein, diese Bedingnngcn aufzugeben." Inzwischen tauchen bereits Gerüchte von französi-scheu Compcnsali onSforocrun gcn auf, als deren Einleitung man die Acrufuug der Gcsaudtcn ^tigra und Goltz nach Vichy ansieht. In Verbindung damit schreibt man der „AUg. Ztg." aus Luxemburg, .W. Juli: „Trotz der Siege Preußens ist die von Seiten Pant-reichs dem deutschen Boden drohende Gefahr keineswegs gering anzuschlagen. Die Acqnisilion von Cavalcrie-Pfcrdcn wird im Großherzogthnm massenhaft betrieben; fo hat ein einziger Händler hiesiger Stadt die Lieferung von 1500 Stück übernommen, dic er dem Hauptlieferanten nach Pont ü Mousfon zuzuführen hat. Im Lager zu Chülcms übt man ein Manöver ein, welches das preußische Schnellfeuer unwirksam macheu soll." Soll wohl dieses „Manöver" schon in der nächsten Zeit seine TüchtigkcitSprobc bestehen? Es trifft dies gan; sonderbar zusammen, da gleichzeitig die preußischen Officiöscn m nicht eben zweideutiger Sprache erklären, daß Preußen nicht geneigt sei, Flautreich territoriale Compcnsaliouen zn gewähren, nnd dem noch hinzufügen, es fühle sich stark genug, seine Errungenschaften gegen eine einzelne Macht mit den Waffen in der Hand zu vertheidigen. Sollleu wir denn wirklich schon jener zweiten Epoche in dem gegenwärtigen europäischen Conflicte näher rücken, von der vor kurzem ein Wiener Glatt schrieb? Wir können dies vorderhand nicht glauben! Die heimische Industrie und die Flotte. Dem Schreiben cincS Fachmannes in Pola über die Belheiligung der heimischen Industrie an der Seeschlacht bei Lissa entnimmt die „Marb. Ztg." Folgendes: „Der in allen maritimen Kreisen noch fortwährend allgemeine Bewunderung erregende Secsicg Tcgctthoffs in den Gewässern von Lissa über die italienische „Ar« mada," die sich als unüberwindlich und alles zerstörend angekündigt, und welche ihre Panzerschiffe, Armstrong. Kanonen aus England und Amerika mit schweren Geld« opfern bezogen, hat außer seiner militärischen und poli« tlschen Acdentnng auch noch eine dritte, welche nicht unterschätzt werden darf. Er hat nämlich dcn Beweis geliefert, daß dic. selbst im Innern der Monarchie nicht immer vollständig gewürdigte Leiftnugöfühigkeit der hei» mischen Industrie ebenfalls siegreich gegen dic Erzeug» nisse dcs Auslandes aus diesem weltgeschichtlichen See» lampfc hervorgegangen ist. Die Vorzüglichlcit der auf heimischen Wersten nnd in Maschinenwerkställen erzeugten Kriegsschiffe hat sich ausgezeichnet bewährt, und alle Sachkundigen sind voll deS Lobes über die Tüchtigkeit der inländischen Etablisse» mcntS, denen es gelungen war, das vorzügliche Ma» tcrial zu schaffcu, mit dem cS dcr^tühncu Marine mög» llch wurde, cmcn so glänzenden Sieg zu erfechten. Es müßte immerhin fchon als ein großes, sowohl national» ötonomifchcS alö patriotisches Verdienst angesehen werden, wenn die vaterländische GewerbSthätigkcit im Stande ist, daö Gleiche zn leisten, was man bisher,nur von England, Frankreich nnd Amerika zu erwarten sich berechtigt glaubte. In der That aber ist das in unserem eigenen Lande im Schiffbau, im Maschinenwesen und in der Panzerung Geschaffene uoch besser und hat sich als tüchtiger bewahrt, denn das im Ausland von dcn Italienern Gekaufte. Die Erzeugnisse der heimischen In-dustric sind nicht nur gediegener, sondern stellen sich in dcn Crzcuguugülostcn unter den Preisen, welche die cuglischc Kriegsmarine ihrcn ersten Etablissements, als William Penn und Sonö, Maudslcy u. s. w. zahlt, welche Kosten natürlich durch unser hohcö Silberagio noch mehr zu unseren Gunsten^ sind. Erwähnt mag noch werden, daß die Provinz Stciermarl, dic Heimat dcs Vicc-AdmiralS v. Tegctthoff, lhcilweisc das Holz zn den Kriegsschiffen liescrlc, vorzüglich aber oaS un« übcrtroffcnc Eifcn für die Kessel u. s. w. Ganz besonders ist die Nesistcuzfähigteit dcr von Slor<> gelieferten Panzerplatten hervorzuheben, welche üdev die englischen ebenfalls einen Sieg davontrüge»." VNmelle preußische Relation über die Schlacht von AöniMlitz am 3. Juli 1866. (Schluß.) Während von der ersten Armcc rechts nnd links der Chaussee zwischen Bcnatck und Trcsowitz gckämpft wurde, stellte die Avantgarde der Elbe«Armcc unter dem Schutz der Artillerie auf dem diesseitigen Ufer die Brücke über die Bistritz her und begann den Bach zu über-fchreitcn. Das Dorf Lnbno und die Höhe wurde von derselben besetzt. Die Sachsen entwickelten dagegen ihre Artillerie in guter Stellung. Um dieselbe zu dclogircn, wurde dic Division Canstcin auf Hradcck dirigirt. Vo« hier folllc sie gegen dcn linken Flügel in Prim vorrücken. Zur Unterstützung dieses Angriffs ging die Division Münster gegen Problus vor. Die Division Etzcl verblieb noch in Reserve. Während hier um den Besitz dcr Dörfer Problus und Prim gckämpst Ivurdc, behaupteten die Divisionen Fransccky und Horn ihre Stellung in dem Wäldchen standhaft, wenn auch unter sehr großem Verluste. Dic 5. und 6. Division, sowie eine Division des Cavalcriecorps und die Reserve-Artillerie verblieben noch immer verfügbar in Reserve. Die Armcc des Kronprinzen halte den Marsch in der Weise angetreten, daß das l. Corps, gefolgt von der Caualerie-Division, von Ober-Prausnitz, östlich Milctin auf Groß.Bnrglitz, die Garde von Königinhof auf Ier-cirt uud Lhota, das 0. Corps, nach Dclachirung einer Brigade gcgcn Iosephstadt, von Gradlitz auf Hustinow und Ncckasow und das 0. Corps in Reserve auf Chotc-vorct vorgiug. Im Allgemeinen nahm man dic Direction auf HorcuowcS. Um 1l Uhr 15 Minuten traf die Tüte dcS GardccorpS auf der Höhe von Choicborek cm. Aus dem Gefchützfeucr deS Feindes konnte man erkennen, daß derselbe mit seinem rechten Flügel bei Horcnowcö stand. Gcgcn denselben traf der Stoß dcr zweiten Armee. OesterrcichischerseitS halte man eine sehr unögo dehntc Stellung hinter der Bistritz mit dcr ganzen Armee genommen. In dieser Linie standen l> CorpS und die Sachsen, während zwei Corps, nämlich dc?S 1. und 6., in Reserve bei Rosberitz ü olu'v«! der Chaussee von Sadoiva nach Königgrätz verblieben. So weit es sich durch österreichische Gefangene feststellen ließ, stand rechts uud links dcr Chansfcc bci Sadowa daS 4. CorpS, rechts von dcmfclben bis Horcnowes das 3. nnd 2. Corps und links von dcmsclvcn nach Ncchanitz hin daS 8. und 10. CorpS und dic Sachsen. DaS preußische GardccorpS entwickelte sich sofort und zog seine ganze Artillerie vor. Diese wnrdc von uicr Batterien dcs 0. Corps unterstützt, hinter welchem 17 Bataillone zum Gefecht anSeinandergezogcn wurden. DaS 1. CorpS war noch znrück und tonnte uoch nicht in dic erste Linie einrücken. Es halte die Bestimmung, die Verbindnng zwischen dcr 1. und 2. Armcc herzustellen. Das 5. Corps solltc in Reserve verbleiben.. DiescS Vollückcn zwang dcn Feind, seine Stellung zu verändern. Dic Artillerie, welche den linken Flügel dcr 1. Armcc beschoß, gab die innegehabte Position auf und stellte sich auf die Höhen östlich HorcnowcS, von wo sie um 11 Uhr 40 Mmutcn das Fcucr gcgcn die Garde und daS 6. CorpS bcgann. Inzwischen gelang cS dcr Division Fransccki, nach blutigem Kampf daö Wäldchen bci Maolowcd gegen bedeutende Uebcrlcgenheit in Besitz zu nchmcn. Hicr-durch wurde cS möglich, um halb 1 Uhr die Reserve-Artillci-ic dcr l. Armee zwischcu Sadowa und Maslo« wed zu entwickeln, nachdem die Artillerie dcS 2. CorpS bci Dohalicka bcrcitS wirksam war. Man kanu an-nchmcn, daß preußischcrscitS um 1 Uhr Mittags un< gcfahr 500 Geschütze in Thätigkeit waren und daß der Gegner mindestens die gleiche Zahl in seiner verschanzten Stellung entwickelt hattc. Während des Nrtil-lcrietampfcö blieb die Colonuc dcr Armee dcS Kronprinzen im Avancircn, und bald nach 1 Uhr begann die österrcichische Artillerie die Stellung von Horcnowcö zu verlassen. Die Infanterie dcr Garde und des (i. Corps griffcu nunmehr die Dörfcr Maslowcd und CistowcS an und «ahmen dieselben nach hartuäckiacr Gegenwehr. Wiederholte Versuche dcr Ocsterrcichcr, das verlorene Terrain zurück zu gcwiuucu, scheiterten au dcr festen Haltung dcr preußifchcu Uhlaucn. Dcr Kampf wurde hicr immer lebhafter und entscheidender. Man näherte sich dcr stark verschanzten und besetzten Höhe vor Chlum. Während die Infanterie, untcrstützt von dcr Artillerie, gcgcn dicsc Stcllm'g vorgeführt wurde, kämpfte Uni» in dcr Front noch "umcr um dcn Besitz 1202 des Wäldchens von Sadowa, in dcr linken Flanke aber nin dic Dörfer Problnö nnd Od..Prim. General v. Henuarth wnidc benachrichtigt, daß dcr Kronprinz dcn Oesterrcichern dcn Rnck^uci auf Joscfthstadt verlegt habe nnd es nun darauf ankam»,', dcn linken feindlichen Flügel z^n nmfasscn, Sobald die Avantgarde dci) 1. Corps zwischen der Armee dcS jtronprillzcn nnd dcr des Prinzen Friedrich Karl eingetroffen war, wnrdc sie znr Un-lcrstichnng dcö Gardccorpö grgcn Chlnm vorgeführt und die Höhe trotz der tapfersten Gcgcnnxchr genommen. Dieser Erfolg war snr den An^gang dcr Schlacht entscheidend. Mit dcr Höhe von (5hlnm verloren die Oestcr-reicher ihren Hanplstntzpnnll, dcn eigentlichen Schlnsscl-pnillt der Ttclluii^, Daö Fcner dcr Ocstcrreichcr erlosch mehr nnd mehr in der Front. Se. Majestät dcr König ging an der Spitzc der R^luc Cavalcric dcr 1. Alnicc zwischen Sadowa nnd Maölowcc, in dcr Nichlnng >il>f Slrcsctitz znr Vcrfolgnng vor. (5'S war halb 4 llhr. DicscS Vorgehen war das Signal fnr die allgemeine Ocrfolgnng, welche in der Front hanptsächlich vun der 5). nnd s>. Division gcfnhlt wnrdc, Anf dem rechten Flügel waren inzwischen von der 14. und 15. Division, wie einer Brigade der Ili. Division dic Dörfer Prob-In5, Prim nnd Chnrbnsitz gcnommcn, so daß die dort befindliche Division des Cavalcriccorpö in der Richtnl'a. ans Etrcsctitz znr Vclfolgnng vorgchcn lonntc. Die öfter» rcichisch-sächsische Arme suchte iibcr Königgrätz zn ent-fvmmen. l^in Theil dcr Cavalcric nahm die Richtung anf Pardnbitz. Setzten anch einzelne Abtheilungen derselben an giinstigcn Tcrrainabschnittcn dcn verfolgeoden Truppen zcitwciscn Widerstand entgegen, so war doch dic tactischc Ordnung der österreichischen Armcc vollständig gekrochen und dic Pcrfolgnng wurde bis ;um Einbrüche dcr Dnnrelhcit fortgesetzt. 174 Geschütze, etwa 18W0 Gefangene nnd 11 Fahnen fielen in die Händc dcr Prcnßcn. Oestcrrcichischclseits wird dcr Gcsannnl-vcrlnst anf 4().iX)() Mann berechnet, während derselbe plenßischclseits die Zahl von W.OM nicht übersteigt. Ausland. München, 1. Angnst. Der bewährte Wohlthätig« teilssinn dcr Münchener zeigt sich nnn neben dcr Sorgfalt für die Verwundeten nicht uiindcr in der Theilnahme an dem Schicksale drr dnrch dcn Krieg darnic-dergcschlagcnen Bewohner von Nntcrfrankcn. Von Münchenern gingen schon Sendungen aller Art dahin ab. Nebenbei wnrdcn dem Fraucnucrcin fnr dic Acischaffnng an Verbandmaterial — an dessen Spitze die nncrmndlichc Mildthätigkeit der Königin - Mnttcr steht Beiträge in Geld nnd Naturalgabcn für die armen Untcrfranten eingesendet, fo daß ein üomit«' bestimmt wnrdc, niclchcs in den Rcsidcnzstcinzimmern die fernern Gaben in Empfang zu nehmen hat. Anch zn dicfcm Zweck war die Königin dic crsle, ein Gescheut von 1000 fl zu spenden. Ans München meldet man neue Anzeichen einer Sprengung dcö Zollvereines. Dcr frühere Bevollmächtigte Preußens bei dcr baicrischen Gcncral-Zolldircclion, Geheime Ober-Negicrungsrath u. Motz, befindet sich bereits in Frankfurt am Main, um die neue Zollucr-cinsgrcnze zwischen Nord« und Snddcntschland zn orga-nisiren; sie soll von Frankfurt aus längs dcr nordbaicri-schcn Landeögrcnzc nach Sachsen sich ziehen, mithin scheinen — vorläufig wenigstens — dic politischen Mar-trn Baicrns noch rcspcctirt zn werden. In Sachse» cnrsirt eine angebliche Proclamation des Königs Johann, welche dcn Vcrlnst der Sachsen bei zlöniM'ütz anf 2000 Mann beziffert, ihrc Haltung in jener Schlacht lobt nnd dic Hoffnung anösprichl: ..Wenn Golt dcr Allmächtige unsere Waffen wie scilhcr, nach dcr Schlacht bei Königgrätz, anch ferner segnet, so werde ich, der König, bald wieder an dcr Spitze nnscrcr Kinder in unser geliebtes Vaterland ciuzichcn." DicscS Schriftstück, daS aus Wien vom i'.». Inli dalut ist, erklärt die sächsische Landcscommission im amtlichen Theil des „Dresdener Journals" für apokryph. Berlin, 4. Angnst. Morgen soll dcr preußische Landtag cröfsnct werden, König Wilhelm und Graf Vismarck werden hcutc in Berlin erwartet. Man glaubt, daß dic Tronrcdc dnrch ciuc Adrcssc beantwortet wcrdcn wird. Die Ncchlc wird, wic nun nbcrcinstimmcnd von inehrercu Scitcn gemeldet wird, fnr das Präsidium dcn Grafen Schwerin, dic Linke Grabow aufstellen. Die „Verl. B.'Ztg." schreibt über diesen Gegenstand: Mit Spannung sieht man dcr bcschlosscncrmaßcn sehr lnrzcn Session dcs Landtages entgegen. Im 'Abgcurdlictcnhause sitzen dic Koryphäen aller Parteien und daö Verhältniß der letzteren zn einander ist so gestaltet, daß die Minoritäten, nnd zwar dic Altlibcralen (20 Stinnmn) oder dic Katholiken (17 Stimmen) dcn Ansschlag neben. Es wird sich ras schon bei dcr Präsidentenwahl zeigen. Dic beiden liberalen Fractionm sind natürlich principalitcr für dic Wiederwahl Giabows. Die Altlibcralcn wün^ schcu den Grafen Schwerin anf dem Präsidentcnstuhlc zu schcn, und von den konservativen wird jetzt anögc^ sprengt, daß sie dic Wahl Schwerins unterstützen wür< den Dic Katholiken wcrdcu voraussichtlich als Bcding-niß sür ihre Unterstützung nach irgend einer Seite die Wahl eines Vicepräsidcuten aus ihrer Mitte aufslcllcu. Jedenfalls haben sich alle liberalen Mitglieder des Ab. geordnetcnhauses gegenwärtig zu halten, daß dic Conservative» 144 Mitglicdcr stark si„d und daß dieselben darauf lauern, mit Hilfe dcr Uneinigkeit dcr Gegner einen ans ihrer Mitlc zum Präsidenten zu machen. Die Gewinnung dcr Katholiken ist den Coiiscrvatiucn jeden^ falls jetzt uugleich schwerer, wic iu früheren Jahren. Unseres Trachtens empfiehlt es sich für die Fortschrittspartei und das linic Centrum, wcun sic keine Anssicht haben, ihren eigenen Candidatcn durchzusetzen, weit mehr, für dcn Grafen Schwerin zn stimmen nnd um diesen Prcis dic Unterstützung dcr Alllibcralcn für einen Vicc-präsidcntcn ans ihrcr Autle zu cilangcn, als die Unterstützung dcr Katholiken clwa dadurch zu gewinnen, daß man dcm Herrn Ncichcnsperger oder einem seiner Genossen als stellvertretenden Präsidenten die Stimmen znsagt. In Berlin iräat man sich mit sehr weitgehenden VoraussctznlM'ii rücksichtlich dcr territorialen Vcrgröße-rnng Preußens. Dic (^inr>crleibnng Hannovers, Knr-hcssenö und der Heimfall Vrcumschwcigs werden als die nächsten (N'wcrbnngcn bezeichnet, Anch daß Franlfnrt prcußisch werden solle lind daß deshalb dcr Ncst der itlicgscontribution crlassm wordcu sci, verlautet nnn mit größerer Bestimmtheit Bezüglich Sachscu-Meiim!» gcns soll ein ähnliches Verhältniß geschaffen werden, wic bezüglich deo .Königreiches Sachsen. Vom nördlichen Kricgllschauplllhc. Aus Bcncf ch u l>, 4. August, wird der „Presse" telcgraphirt.- Für den Eisenbahnverkehr mit Brunn ist in Prag bcdingtc Ansnahmc seit hcutc fiiih crmöalichl. Officiclc des königlichen Hauptquartiers sind in Prag angekommen. Dic Requisitionen daselbst bc-lresfcn nnr noch Hospilals-Gcgenslündc. Der Bürger-mclster forderte deshald daft Hilfscomit«! anf, scinc Vor» läihc, sowie seill Barvermögen dein Stadttathc zu überlasse». Viit Pilsen, Schlan, Iglan, Slralonitz ist dcr Gcldbriefvcrkehr hergestellt, — Dcr Erzbischof von Prag ist dcr Antuuft dcs Königs wcgcn nach seiner Som« lnerrcsidcnz abgereist. Der König wmde im Theater erwartet. Dic Preußen beflaggen dcn Pulvcrlhurm. Für den König wurde im „Hotel Stern" Wohnung vorbereitet. Das Militär paradirt unter Zufluß vieler Neugierigen. Wic dic „N. Fr. Pr." hört, wird für die Auf' lHeilung dcs bisherigen B nn dc s c igcn t hu ms, Welches vor allen Diugcn in dem Material dcr Bnn-desfcstnngcn, einschließlich dcr Werte nud sonstigen Ban-lichteilcn besteht, demnächst eine bcfondcrc militärifch-finanzielle nnd nicht blos von Oesterreich nnd Prenßcn zn beschickende ^ommission zusamlnentrelcn. ^incn Theil dcs FriedcnswerlcS bildet dic betreffende Operation nicht. Der prcnßischc „Slaatsanzcigcr" bringt folgende Mittheilungen, dic namentlich interessant sind, weil sie auf dic Stimmung dcr vom Fcindc occiipirlcn österreichischen ^andcöthcilc schließen lasscn. Das amilichc Bl.'tt mcldclc: „Heute (25.) geht ocr Herzog von Ujest, Gencral'Lieutcnant l> l« »uit«' der Armee, von hicr nach Brunn ab, nm das Generalgouvernement für Mähren zu übernehmen, wohin fich von Preußen ans der Landrath v. P nttkammcr als Eivilcommissür bcgcbcn wird. Dic Znständc, namentlich im nordwestlichen Äiährcn nnd dcm bishcr österreichischen Schlesien bedürfen nachgerade einer strengere n H a n d. Es sind dies die Gcgcndcn Wil-dcnschwcit bis Troppan, wo noch kürzlich cinc prcnßischc Feldpost voll cincr öslerrcichischen Hußarcnpallouille aufgehoben wurden ist, nnd wo sich österreichische Versprengte, selbst nnter Fühlung östencichischel' Officierc, dic dcr Gefangenschaft entgangen sind, in förmlich verschanzten Verstecken grsammclt halicn sMü. Die ileller-dings befohlene Organisation uon Strcifcommando's, welche das Land durchziehen, den Einwohnern Schntz, den Marodenrcn abcr sofortige Strafe bliua.cn sollen, werden diesem Unwesen bald ein Ende machen. Es werden dicsc Strcifcommando's ans 8 bis 10 Mann Infanterie, welche auf gcränmigcn Wagen, vom Lande gestellt, rasch zn befördern sind, so wie aus 5) bis 0 Mann Eavalcric bestehen: das ganze Eommando, wo möglich nnter einem Landwehrofficicr, welcher dnrch sei» nen bürgerlichen Beruf als Velwallungsbeamter, Jurist, Polizcibeamtcr n. f. w., mit dcn bürgerlichen und land»! lichcn Vcrhältniffen bekannt nno vertraut ist. Wo dies nicht zn ermöglichen, foll cin ftrcnßischcr Gendarm dic Führl'ng dieser StieifcominandoS übernehmen. Das Zerschneiden von Tclcgraphcndrähtcn kommt immer noch vor, lind wird allerdings durch die vortreffliche Organisation nnd Thätigkeit unseres Feldtclcgraphcncorps unschädlich gemacht. Für die Daner dcö Waffenstillstandes ist jetzt anch eine telegraphische Verbindung mit Wien hergestellt, welche znr Communication mit dcr kaiserlichen Hofbnrg gebraucht wird. DaS Wetter ist schon seit mehreren Tagen andancrnd schön. Dic von dcn Oestcrrcichcrn bci ihrem Rückzug zerstörten Brücken über dic Thaya werden wieder hergestellt. Preußische Pion« nicrc leiten den Bau, zn welchem die benachbarten Ge« meindeu, die ja selbst den größten Vortheil von der Herstellung dieser Brücken haben, das Holz, die Fnh. reu nnd sonstige Arbeitskrästt zn stellen haben." Vom südlichen Kriegsschauplätze. Der amtliche „Hole für Tirol und Vorarlberg" veröffentlicht an dcr Spitze seines Blattes vom 31ten Juli mit anffallcnder Schrift das nachfolgende Telegramm: „Liebe Norotirolcr! Wir dcnlschc Südtirolcr sind in Gefahr! Wir bitten Euch, kommt uns zu Hilfe und rückt schnellstens an unsere Grenze. Die Etschländrr Gc-meindcn." Ueber die jüngsten Bewegungen dcr italic^ nischcn Truppen an dcn venezianischen Grenzen liebt man im Tricster „Diavolelto" : „Eine kleine italienische Truppcnabtheilnng, welche dieser Tage, die durch den Fluß Indri gebildete Demur» cationsllilic überschreitend, dnrch das Gebirge biö Kar-frcit auf dcr Straße nach Villach vorgcdruugen, hat in Folge ciner cnergifchcn Protestation nnd Drohung von Seite dcs Armcccommando's in Görz fich wieder znrück-ziehen muffen. Die Bewohner einiger vom Feinde besetzten Ortschaften im Bezirke Eervignano erzählen, daß die italienischen Trnppcn schlecht disciplinirt seien nnd die Eomniandantcn anf eigene Fanft handeln, ohne Höhcrc Befehle abzuwarten. Auch feien dic Soldaten schlecht cquipirt, abgerissen und schlecht genährt." Ein Schreiben anö A n cona vom 22. Juli, vom Bord des „Affoudatorc/' sagt u. a..- Drei« oder vier-mal ucisnchlcn wir daö feindliche Linienschiff nnd andcrc Schiffe cinznrcnncn nnd in den Grnnd zn bohren, abcr sie wichen uns durch sehr geschickte Manöver ans, indem sie znglcich unscr Schiff mit cincm solchen Hagel voll Geschossen nbcrschnttctcn, daß wir im buch' stäblichcn Sinnc dcs Wortes dnrchlöchcrt ('-rivill»!,) sind. '^- Italienische Blätter erwähnen, daß ncbsl dem „Nc d'Iitalia" und „Palcstro" anch das Kanonenboot „Varcsc" rcrloreil gegangen sei. Gastesueuigkeiten. — Den Tapseren unserer Südarmee ist dcr uer--diente ,^ohn, die Ancrkcnuung ihres obersten Kriegsherrn, in einer Reihe von A uszei ch n unge n nud Velobungen zu Theil geworden, welche dic „Wiener Zeitung" publicilt. Zusammen wurden 5)1 goldene Tapferkcits-Medaillcn, 558 silberne Tapferkeits - Medaillen erster Classe, 1758 silberne Tapferteitö-Medaillen zweiter blasse und 1100 Belobungen verliehen. — Die „Magens. Ztg." vom 4. d. schreibt: Gestern Vormittags ist mit einem 50 Waggons zählenden Zuge das freiwillige Al p e n jä ger c o rfts, u. z. die steierische und lralnischc Abtheilung, hier angekommen und mar-schule nach cifolgter Besichtigung von 2eitc des Herr» Trup-peichngadierü und dcs Herrn Landeöuertheibigungs'Comman-dantcn untcr llingendem Spiele und begleitet von einer großen Volksmenge in die Stadt, woselbst das ganze Corps einciuartiert wurde. Eine ganze Compagnie war bereits im Aesitze uon Hilltcrladungsgewehrcil und auch ein paar preu» ßische Zündnadelgcwehre erregten die Anfmeicsamleit des Publicums. — Gletschereis zur Verwendung in den Mili-tärspitÄ lern tam ans dcr Schweiz über Hamburg in Prag an. — Nach Paris brachten Telegramme aus New »Dort uom 29. Juli und 1. August die ersten Kund« gcbungcn von dem Wirten des unterseeischen Kabels. DaS erste Telegramm, )lew-Pork 29. Juli, lautet: „Der Congreß ist vertagt. Gold l48, Cours auf London loi'/^, auf Paris Z.15, Äondö 107^, Vaumwolk» ^0, ruhig." — Das zweite Telegramm, New-Zorl 1. August, lautet: „Der Staatssecretür im Departement dcs Innern, Herr Harlam, hat feine Entlassung gegeben und ist durch Herrn Vrow--ning ersetzt worden. General Grant ist zum Generalissimus mii dem höchsten Rang, General Sherman zum General-lieutenanc ernannt. Dcr Dampfer „Palmyra" ist gestern in New-^orl angetommen." -- Aus Japan trifft die Nachricht ein, dah der Gorogio, oder große Rath, eine Proclamation erlassen hat, laut welcher in Zulunst jeder Iapanc, der zum Zwecke des Studiums oder des Handels überseeische Länder besuchen will, hiezu, wenn er darum nachsucht, von der japanischen Regierung undeschrcwltc Erlaudnil) erhält. In der Kundmachung heißt eä ausdrücilich, daß auch das niedere Voll davon in Kenntnis; zu setzen sei, damit alle jene, welche auher Landes gehen wollen, darum uachsuchcn lünncn. Damit dürste die systematische Abschliehung Japans nach außen hin glücklich ihr Cnde erreicht haben. Locales. — Am 4. August hat dic Musterung der ^. Compagnie dcr freiwilligen Landesschützen stattgefunden. Dieselbe steht unter dcm Comnlando des Hauvtmanns Grase» v. Thurn, Compagme-Osfuiere sind außerdem Oberlieute-nant Necher und Unierlieutencmt Hitnik. Die Compag"" ist bereits abgerückt. — Am 8. August Vormittags 9 Uhr findet die Musterung der !l. Compagnie statt. Deren Ossi' ciere sind i cr, Obeilieutenau Drcunig und Lieutenant Gruden. — Der Oberstabsarzt erster Classe Dr. granz Pet"! wurde zum SanitcUsrcferenten beim LandcZgeneralcommando zu Laib ach ernannt: der Oberstabsarzt erster 6,la^//^ Franz Weber vom Landesgeneralcommando zu Laid a 1208 wurde als Sanitätsreferent zum Landesgeneralcommando fur Mähren m'.d Schlesien vcrscht. — Nach übcreinstimmcndl'n Berichten vieler hiesiger Jagd freunde ist in unserer Umgegend die Ausbeute an Moorwild und überhaupt dessen Auftreten so stark, wie dies. schon seit vielen und sicherlich 20 Jahren nicht der Fall war — eine für den Waiomcmn gewist sehr erfreuliche Erscheinung, von der er ohne Zweifel angenehmer berülirt wird, ll° von dem Anblicke eines Nehböslcins, das zwar nicht mehr schwimmen tonnte (da es schon todt war), aber von den Fluthen der angeschwollenen Laibach sortgeschwemmt wurde. Man bemerkte an demselben ein rothes Halsband und als man es außerhalb der Stadt aufgefangen und näher untersucht halte — anch alle zur kunstgerechten Ausstopfung nothwendigen Ingredienzien. Wahrscheinlich war das ausgestopfte Thier durch Mottenfraß schon derart schadhaft, das; man sich desselben auf diesem „nicht mehr ungewöhnlichen Wege" zu entledigen entschloß. -r- Wir hatten Gelegenheit, einen sogenannten Schlau« gen - Vouss ard ((,'n'<'lx'l<,> <^>llicu>) zu sehen, welcher vor einigen Tagen bei Eonnegg erlegt und vom Herrn Grafen Josef Auersperg dem hiesigen Museum eingesandt wurde. Der Vogel — ein altes Männchen — ist ein wahres Prachtexemplar und sein schönes Gefieder völlig unversehrt. Seine Lange vom Schnabel bis zum Schwauze beträgt zwei Schuh und zwei Zoll. Es ist dies die einzige europäische Falkenart, welche sich ausschließlich von Schlangen und andern Reptilien nährt und daher den Nutzvögeln beigezählt wird. — Auszeichnungen der Mannschaft des vaterländischen Insanterie-Negimcnis Prinz Hohcnlohe Nr. 17 für hervorragende Wafsenthaten, lo wie für besonders tapferes und rühmliches Verhalten in der Schlacht von Custozza vom 24. Juni 1800 und bei den vorhergegangenen nnd nachgefulgten Gefechten: Die goldene Taftferteitsmcdaillc: Gem. Franz Laurencic. Die silberue Tapfertcitsmedaille l. Classe: Fcldw. Joseph Stuller, Gem. Franz Martincic, Gem/Joseph Marusic, Fcldw. Nicolans Pcterlic, Corp. Joseph Tippel, Feldw. Simon Schonta, Führer Joh. Starmann, Feldw. Stefan Klein, Gem. Primus Sail;, Gefr. Vicecorp. Meowed, Ieldw. Michael Adjutovic, Feldw. Jacob Pistur, Fahnen-führcr Johann Nessel, Gem. Valentin Schcrounil, Führer Quafeldw. Lorenz Perlo, Feldw. Alois Ferrant, Corp. Leustel, Gefr. Johann Staudacher, Gcfr. Joseph Kobau, Fcldw. Julius Krombholz, Gem. Lorcnz Ullc, Gem. Vattholomäus Mede, Fahnensnhrcr Paul Schcmitz. Tie silberne Tapfer-teitsmcdaillc ll. Classe: Corp. Mathias Porjon, Corp. Kitel, Hornist Icric, Feldw. Val. Hörmann, Führer Andreas Udermann, Corp. Moriz Mulej, Corp. Johann Kiistan, Gefr. Franz Moze, Gcm. Vlasius Vazgon, Gem. Jacob Zeglar, Gcfr. Georg Zar, Führcr Kobau, Corp. Kristof, Gem. Weber, Gem. Staricha, Feldw. Kosmac, Führer Braune, ^adct Ludwig Seidel, Feldw. Trco, Führer Florian Tom-^lger, Gefr. Grabell, Kadet Joseph Lega, Führer Johann ^l'cs„itar, Gefr. Martin Gorischc-g, Gem. Jacob Ies«rschcg, Führer Alois Löchncr, Gcsr. Ldliard jiiömy, Führer Johann Ml'chic, Führcr Schnidersili, Corp. Franz Kerschau, Gefr. Johann König, Gcfr. Johann Visjat, Gcfr. Franz Tomz, Gcsr. game,' Gefr. Anton Stelle, Corp. Georg Gerdon, Gem. Nuolaus Monfredo, Gem. Andreas Zörcr. Vom V.Fcldjägcr-VatMon: Tie goldene Tapferle it s m ed aill e: Jäger Rudolf Icsscnbcrger, Unterjägcr Johann Trambusch. Die filberue Ta pf c rk eit s m e« Taille I. Classe: Oberjäger Vinccnz Klang, Führer Stephan ^lof, Unlcrjäger Hermann Lauterbach, Obcrjügcr Friedrich Niemcr. Obcrjägcr Joseph Vianzini, Untcrjägcr Franz Ianeschil;, Patronillcfüdrcr Igxaz Rosmann, Obeijügcr 2lnton Hummel, Iägcr Johann Icnzhek, Jäger Joseph 6rtcr, Führcr Stephan Schogcr, Untcrjägcr Heinrich Hell. 'uayer, Jäger Joseph Hcrtwich, Ober,agcr Michacl Nicder, Dberjager Carl Kropp, Oberjägcr Julius Grcgus, Führcr Joseph Tclliau, Führer Franz Gradischa, Unterjüger Lucas ^'bic, Führer Johann Iuretic, Hornist Mathias Vrünölle, ^atiouillcführer Johann Widic, Untcrjäger Franz Köhler, ^berjäger Urosch Prcscka, Unterjägcr Carl Arosch. Die ! Uberue Tapserkeitsmcdaille 2. Clasfe: Unter-!v?^ Johann Stermel,, Patrouillcführer August Leuerßi, ä"3«r Finnz Erste, Iägcr Marcus Anznr, Jäger Martin »"^'tschch, Jäger Johann Lauric, Iägcr Franz Lukmann, )? 2er Anton Surc, Patrouillesührer Johann Plaul;, Führer ^°"b P^^ ^.^,^^ ^,^,^ Zlchzhi,^ Fühler Anton Grabncr, ^atruuilll'suhrer Johann Papa, Iägcr Johann Hasner, Führer ^Ucas Cormann, Jäger Franz Ulm, Jäger Mathias Rabic, ^.^"lllefühler Johann Vucalcr, Jäger Franz Varko, Un- liagcr ^^^ Matlovich, Jäger Anton Eodia, Patrouille-! ^tcr Johaun Ladiha, Patrouillcsührer Franz Echoffcr, Führcr! "arlln Nibic, Cadet Albert Graf Lichtenberg, Iägcr Mathias M!), Jäger Simon Mrat, Jäger Anton Pausich, Führcr ^«tor^ Schustcrschil;, Untcrjägcr Jacob Grahel. Unterjägcr ^°yann Lakner, Untcriägcr Simon Pctek, Untcrjäger Thomas Erd tt' ^"tcrjägcr Johann Mallncric, Untcrjäger Stephan n)a,ser, H^„zft ^^„, Smerdu, Führer Joseph Krenn. ntcll^cr A„t°u Hllü», Unterjägcr Anton Kerschilz, Hornist ^..^'""Eppich, Oberjäger Adam Meßuer, Jäger Johann lonsbor ^" ^'''"l! itömgmann, Untcrjägcr Qua.Aatail» Iofevb^?^^ ^lriberny, Jäger Anton Zaic, Jäger Vom 7.^ ^"g" >^scph Ulmek. vferfo .. ^"ldläger-Äataillon : Dic silbcrne Ta - Hornist ^ an".? "ille i. Classc: Jäger Franz Sirotich, ^" Johann Nnßdorser, Unter- Iä r^ ^ ?"'' Patrouillcführer Aarth. Coftesicz, die ^_^ ^ ^? 7"°b, I"°d Maönik und Petcr Kotali, Führer Johann Ghcrdaz. Dic silberne Tap f c r t c il sme- daillc ll. Classe: PatroMesübrer Michael Bromath, Oberjäger Wenzel Feifar, Führer Florian Iuran, Jäger Anton Stefan, die Führer Adalbert Breit und Richard Trou-ner, Jäger Franz Äarlic, die Führer Josef Ripper und Mathias Höfer, Jäger Anton Beugl, Obcrjägcr Anton Ernst, Patrouilleführcr Jacob Weber. — Laut Anzeige der Gemeindevorslände von St. Kanzian und Nafseufuß sind am 23. v. M. die Feld- uud Weingartcnsrüchtc in den Gemeinden Skursovc, Leftagorica, Tcrsina, Pungcrt, Steuergemeiuden Laclnitz und Vojnit, Steuergcmeinde Kerzinverch, und zwar in einigen Gegenden gänzlich, in einigen theil-weise durch Hagclschlag vernichtet worden. — Am nämlichen Tage wurde das Weingebirge Televc der Ortsgemeindc St. Margarethen (Vezirl Nassenfu,;) vom Hagelschlagc getroffen. — Am 27. v. M. wurde die sämmtliche stehende Frucht der Ortschaft Stanzelase in der Ortsgemeinde Drittai, Bezirk Egg, durch Hagel vernichtel. Da Stanze-lase sehr hoch liegt und dort kein Stovpelhaideu gebaut wird, so ist sowohl die Wintersaat, welche noch nicht reis war, als auch der eben in der Blüthe gestandene Brachbuchweizcn zu Grunde gegangen. Aus BntlMdorf, Ansang August, wird uns berichtet, das; in Folge der heftigen Regengüsse am 29. u. M. die Isca ausgetreten und wieder M)rerc Strecken des Morastes unter Wasser gesetzt worden siud. Am bezeichneten Tage Nachmittags schlug der Blitz in Iggdorf in cine Kaischc, wo cine Frau in Wochen lag, cm, ohne jemanden zu beschädigen. Der Blitz zündete zwar, aber das Fcuer wurde schnell gelöscht, weil die Sonntagsruhe genug kräftige Hände zur Verfügung stellte. — Am daraus folgenden Dienstag Nachts zündete der Blitz in Piauzbüchel in einem Haufe, und auch hier ward durch sogleichc energische Anstrenguug das Feuer bald bewältigt. Der sehr hcftige Gußregen war von Schlossen begleitet, welche mituutcr die Größe von Taubeneiern hatten. Die kaum ablaufcudeu Wafscr des Morastes traten wieder stärker aus. Au ven Obstbäumen, die ziemlich mit Früchten beladen waren, hat da« Ungcwitter erheblichen Schaden angerichtet. Aus Ogg wird gemeldet: Während des stürmischen Ungewitters in der Nacht vom 31. Juli auf den 1. August d. I. hat in dem Umkreise unseres Bezirkes der Blill wiederholt eingeschlagen und eiumal auch gezüudet, wobei die gefüllte Harpse des Johann Susuit von ^ertina und jene scincs Nachbars Martin Lcvc sammt dessen Dreschboden niederbrannten. Beide Beschädigte sind um 750 fl. versichert, während dcr Schade auf ungefähr 1100 fl. bemessen wird. Außerdem hat das Uuwetter auch bedeutende Schäden au Fcldfrüchtcu und an den Aclcrgründen dcr Bcrgabhünge selbst zur Folge gehabt, da dcr wollenbruchartige Niederschlag nicht bloö die frische Haidensaat, sondern an vielen Stellen das Erdreich bis zum kahlen Felsen abschwemmte. Solche Melnentarschäden treffen unsere Aevöltcrung um so härter, weil sie in Folgc der im Frühjahre eingetretenen Spätfröste nur cine unter der Mittelmäßigkeit stehende Ernte au Sommerfrüchtcn erzielen konnte. Idria, 30. Juli. Gestern Nachmittag zwischen 4 und 5 Uhr wurde der 14jährige Hirt Andreas Gostiöa von Trebtschc bei Schwarzenberg, als er auf der Weide das Vieh hütete, vom Blitz getroffen und blieb trotz aller Rettungsversuche todt. Hroszlaschitz, 1. August. Am 20. v. M. ging in der Pfarre Rob cin woltcndruchähnlichcr Gewitterregen nieder, welcher eine derartige Ueberschwemmung verursachte, daß Wiesen und Acctcr in großer Ausdehnung theils versandet, theils bis zur Unterlage abgeschwemmt, die darauf stehenden Früchte vernichtet oocr weggeschwemmt, Straßen und Wcge unsahrbar gemacht wurden. Die beschädigte Äezirtchraße ist ^gleich wieder fahrbar gemacht wordcu. Rudolföwerth, 3. August. Am 30. u. M. 10 Uhr Nachts verbrannte dic isolirt gelegene theils hölzerne theils gemauerte Ftaische dc-? Joh. Autovc von Neuluben Nr. 19, Psarrc Waltendorf, mit fämmtlichcr Kleidung, allen Ge-rälhschajten und drei Merling Getreide. Der Beschädigte, dcr mit seinem Eheweibc und seinen vier Kindern auf dem von seiner Kaische entfernten Stalle schlief, wurde zu spät des Brandes gewahr, tonnte daher niclM aus dcr Flamme retten. Für einen armen ilaischlcr ist ein Schade von 200 'ft. wohl sehr empfindlich, um so mehr, als derfclbe nicht asse-curirt war. Milde Gaben ist die Redaction bereit zu übernehmen und die Nameu der cdleu Geber zu veröffentlichen. Kundmachung. Im Verfolge der l)ierämllichctt itmidlnachungen vom i 18. December 1865, 10. Iäuucr ,mt> 22. Juni 1866 dringt die t. k. Wlchicommission dcr ClLällzuugSwaylcu dcr HundtlS- m,d Gewcrbckammcr von tirain zur allgc-mcmcl, Kclmtlnh, daß die Zahlung dcr Stimmen erfolgt ist, daß den Gewählten, welche nach dcr von der Coliillnssiou vor'icnümmcncn Prüfung «lie gesetzlichen Eigenschaften zum (5inMltc iu die Kammer besitzen, die Vclstnndignngoschrcibctt Meilcllt worden sind und daß hiernach die Clganzung der Kammer slir die Sonnen-jähre 1866 nnd 1867 nachstehender Art stattgefunden hat: Gewühlte Mglicdrr !»rr tjandrls-Kenlon. Herr Andreas Schreyer, HandclSmmin in Lailiach, „ Josef Dcbcucc, „ ^ ^ ., Johann Iamäcl, „ ^ „ Johann Fabian, „ ^, Grwlilflte Ersahmälllter dcr Handcls-Scctwli: Herr Victor Bucar, Handelsmann in ?ailiach, „ Johann Vec, Gewühlte Mitglieder der Gewerbe-Section: Herr Gnstau Tonics, Zimmcrmcister in Laibach, „ Franz Mally, Lederer „ Josef Schwentnc r, Schuhmacher „ „ Josef Strzclba, Seifensieder Gewählte Ersatzmänner der Gewerbe - Kection: Herr Paul Skale, Schmied in Laibach, <^ ., VlaslllS Verhonr, Goldschläger in ^aibach. Gewählter Ersatzmann fiir t»as Geiuet der Montan- Indujlric.-Herr Franz Rößmann, Glaserer in Laibach. Von diesen Gewählten haben alle die Wahl angenommen. Vom Vorsitzenden dcr k. l. Wahl - Commission fiir die Ergänznngswahlen der Handels- nnd Gewerbelammer für Krain. Laibach, am 6. Ausznst 1866. Johann Ritter v. Vosizio w. p. Kundlnachung. Die freiwillige Werbung der Landesschützen wird Mittwoch den 8 August fortgesetzt. Von der Wlrbcconmisswtl für die freiwilligen Landesschnhen. laibach, am <. London 129.50. — K. l. Ducatcn «.1«. DaS Postdampffchiff „Teulonia," Capitän Haack, welches am l. Juli von Hamburg und am 4. Juli von Southampton abgegaugcn, ist am l7. Juli 7 Uhr Morgens wohlbehalten in Ncw-Mork angekommen. ^iteteoroloMile Noullnchlullgen in l:mfwch. ""' <> U. ^t87^32:>.^ > 8.0 O. schwach Rcauerisch ^^ «," ''.. 2 „ «. 32«,^ 4-11.2 O. schwach größth. bcw. ^ ^< 10., Ab. 327.05 > «.^ windstill Ye,tcr ^ Um 12 Uhr Nachts kam cin starter O»s; °uö '.'.'ordwcst, wel. chcm mehrere (Äcwitter folqteu. Rcgen ^ormitla^ö anhaltend, Nachmittag Äufheitcruuq. Aedcn.ende AblnlMng, Iu den Nlpcn Schnecsall bis ans 5.000 Fnü herab. Barometer .m steigen, I» den oberen knslschichlrn »restliche Wlnditromuuss. Vcraulworllichn R-dactcnv- Issna; r, Kleinmayr.