Nr. 283. PrHnumtl»tlon»plei«: Im «lomptolr ganzj. fi. li, halbj, ft, 5 l». YUl bit ZusttNung in» H«u« halbj. bU lr. Mil d« Post ganzl, st. !5. hold!- st. 75», Montag, 11. Dezember. 9ns«l»«»«,««b«,: y«i Nel« 3»,furter Zeitung" mit-Heilt, der Ortsgemeinde Arnoldstein für Feuerwehr, zwecke 100 fl.. der freiwilligen Feuerwehr in Reisach 100 fl. und dem freiwilligen Feuerwehrvereine in Fei. striz an der Dräu 50 fl. zu spenden geruht. Rede Sr. Ezc. deS Herrn Finanzministers. (Fortsetzung) Wa« nun die weitere Betrachtung Über den Stand des Staatshaushaltes auf Grundlage des Prälimmars pro 1883 zusammengehalten mit den wichtigsten Z,f. s"n. die ich mir erlaubt habe. dem hohen Hause aus den, Jahre 1862 vorzuführen, betrifft, fo muss ,ch zunächst hervorheben, dass die Eassebestcmde für die gedeihliche Entwicklung des Staatshaushaltes Zeugnis ablegen. Es ist nicht nur in diesem Jahre, es «st schon seit drei ober ganz gewiss schon seit zwei Jahren be« merkbar, dass die Eafsebestände sich immer günstiger gestalten. Ein Beweis hiefür liegt schon in dem Um« stände, dafs die Finauzverwaltung in der Lage war, innerhalb zweier Icchie für nicht bedeckte, aber selbst« verständlich verfassungsmäßig bewilligte Credite aus Casfebeständen zu ihrer Deckung Mittel zu entnehmen, ohne die Höhe derselben zu schwächen. (Bravo!) Nun der Grund davon liegt zunächst im allgemeinen in den Steuereingängen. In dieser Beziehung erlaube ich mir, dem hohen Hause Folgendes mitzutheilen : Der Erlrag der directen und indirecten Besteuerung stellt sich in den ersten neun Monaten des Jahres 1882, abgesehen von der Zuckersteuer, welche bekanntlich conlingentiert ist. und den Zöllen, welche drm gemeinsamen Staatshaushalte angchölen. im Vergleiche zu derselben Periode des Jahres 1881 günstiger um 8 294000 fl. Scheidet man aus duser Summe, wie billig, die Einnahmen von Verbrauchsabgaben von Mineralöl, welche in der gleichen Periode des Vorjahres noch nicht eingehoben wurden, mit 516 000 st. aus und dann die besondere Abgabe vom Ausschanke geistiger Getränke, welche, aber auch im Vorjahre erst am Schlüsse des IahreS dem Ertrage nach wirksam wurde, mit 969000 fl., so er-übrigt noch die Summe von 6 809 000 fl. Hievon entfällt auf die directen Steuern infolae der höheren Einnahmen der Gebäudesteuer, Erwerb, und Einkommensteuer, bei letzterer insbesondere durch Eintritt mehrerer Eisenbahnen in die Steuerpflicht ein Mehrertrag von 1237000 ft. im Vergleiche mit dem Vorjahre. Auf die inbirecten Abgaben entfällt eine Mehr» einnähme von 5572 000 f!.. an welcher der Eltrag des Tabatverschleihes mit 3 012 000 st., das Stempelgefälle mit 1004000 ft. und die Vebüren von RechtSgeschäf. ten 1033 000 ft. participieren. Außerdem weist die Viersteuer und das Salzgefälle nicht unerhebliche Mehreltläge auf. Ein ungünstigeres Ergebnis ist nur bei der Tabakerzeugung zu verzeichnen, Wie schon flüher erwähnt, welche mit den höheren Einnahmen in Ve» bindung steht und von diesen Weitaus überholt w>rd. Die Zölle haben im österreichisch.ungarischen Zollgebiete inclusive des Agios um 6 8! 1459 fl. mehr gelragen, als in der gleichen Periode 1881. wovon aus die diesseitige Reichshälfle nach dem Quolenschlllssel 4 672 660 fl. entfallen. Was nun die Zölle anbelangt, so erlaube ich mir noch einige Bemerkungen dem hohen Hause zu unterbreiten. Selbstverständlich spielt in drm Mehrertrage des Jahres 1882 eine bedeutende Rolle das Ein. kommen aus den erhöhten Zöllen von Mineralöl und Kaffee. Es lag die Besorgnis nahe, dass die Einfuhr der nach dieser Richtung wichtigsten Artikel Kaffee und Petroleum vor dem Inslebentreten des betreffenden Gesetzes sich so bedeutend steigern würde, dass dadurch der Ertrag des Jahres 1883 geschmälert werden könnte. Nun scheint diese Besorgnis nicht begründet. Es wurden an Petroleum, und zwar in den ersten acht Monaten dieses Jahres, das ist bis zum 1. September, 180000 Metercentner mehr eingeführt, als in der gleichen Periode des Vorjahres. Indes ist der Petro-llumimport in den zwei darauf folgenden Monaten September und Oktober zurückgeblieben, fo dass man annehmen kann, es werde sich bis zum Schlüsse dieses Jahres eine Ausgleichung diesbezüglich ergeben. Nun das ist, was die finanziellen Wirlungen anbelangt. Was nun die wirtschaftlichen Wirkungen, also den Preis betrifft, so hat nach der Einführung des Petroleumzolles allerdings eine erhebliche Steigerung stattgefunden. Indessen dürfte die Ursache nicht zum geringen Theile in einer stark forcierten Speculation der amerikanischen Producenten und Großhändler liegen, welche dHiuh die beinahe gänzliche Sperrung der amerikanischen Verschiffung eine bedeutende künstliche Preissteigerung hervorgebracht haben. Diese Specnlation hat bekanntlich schon zu wie-derholtenmalen auf die Pleisverhältnisse in Europa zurückgewirkt. So erinnere ich an das Jahr 1876, wo plötzlich eine auch hundert Procenl betragende Erhöhung des Preises stallgefunden hat, ohne dass der dazumal überhaupt noch nicht bestandene Zoll irgend einen Emftujs daraus hätle autüben können. Und wenn nun einerseits die begründete Hoffnung vorhanden ift, dass in Amerika die natürlichen Gesetze des Preises und der Production ihre Wirkung ausüben werden, so muss ich doch auch hinweisen auf die unverkennbare Steigerung des Quantums der inländischen Production, welche zum Theile auch auf die Abminderung der Preise einwirken muss. Was den Kaffee anbelangt, so ift hier vor allem die Thatsache zu constatieren. dass der Preis desselben trotz des erhöhten Zollsatzes im großen und ganzen sehr bedeutend herabgegangen ist (Hört! recht«) und der Import nicht abgenommen hat. Die meiften Kaffee-sorten sind nämlich durchschnittlich um 10 ft. per JeMeton. Literatur.* Die Jubelfeier des 600jährigen Anfalles von Oesterreich, Steiermark nnd Kram an das erlauchte Hans Habsburg, in dramenähnlicher und nur mänuliche Zollen enthaltender Darstellung. Von Eajetan Kugl-Urub er. Salzburg. 1882. M. Mi ttermü llers Buchhandlung und Antiquariat für katholische Literatur, ^er Verfasser dieser Gelegenheitsschrist ist in pädagogi-'Hen Kreisen als Autor derartiger dramatischer Jugend, lpl'le bestbelannl; derselbe hat auch anläsblich der Ver. ^hlung des Kronprinzen Rudolf mit der Prinzefsin "ltfanie ein derartiges Gelegenheitsspiel den Schulen ""d Instituten dargeboten, welcher Schrift er seildem noch .""hrere cmdere folgen ließ. die seinen Ruf als Jugend-^riftfteller nur noch mehr befestigten. DaS jü.'gste Opus ,," fteihigen Autors, nebstbei gesagt auch eine» Vorzug« "Hen Dialekt.Pichters in der obervsteireichischen «oll«, '""ndart. zeichnet sich insbesondere durch den eminent ^trioUschen Geist au», der eb beseelt, durch die prächtige Drache und den logischen Scenenausbau; dieses Jugend» vrama »lgnet sich daher bestens zu Schulfeiern sür das ^Mmenoe Jubeljahr, sowie für alle jene Anstalten und greine, welch« sich mit der schonen Aufgabe der Jugend, .'ldtierei beschäftigen. Und so mvge denn dns kleine aber "haltbreiche dramatische Werkchen deS vaterländischen ächter«, unseres Wissens nach das erste aus diesem Anlasse bl. ^.* Alle« m dleser Rubril Änqezcisste 1st »' brzirhen durch "«sine Buchhandlung I«. v. Klei»«ayr k Fed. Va«ber,. bis nun erschienen, allerorts aufs wärmste empfohlen sein! Auch die Ausstattung, Druck und Papier ist eine nette, sowie der Preis ein äußerst geringer. Ium nahen Weih. nachtifefte würde das Schriftchen nls Geschenk für die heranwachiende männliche Schuljugend, welche daraus die Bedeutung der bevorstehenden Feier kennen lernte sehr angezeigt sein. „Das Nibelungenlied." In der Octave nach. gedichtet von Dr. A, Schrüter. Zwei Theile. Jena. !882. Verlag von Hermann Eoftenoble. Iu den herrlichsten Erscheinungen nuf dem Gebiete der deutschen Dichtung des Mittelalteril gehört unstreitig „Das Ni. belungenlieo". Diesen unvergänglichen Schah auch einem weiten Kreise, insbesondere aber der gebildeten Frauen» welt zu erschließen, hat in jüngster Ieit der bekannte Dichter Dr, Adalbert Schrvtcr. und sagen wir e« gleich vorweg, mit dem vollsten Gelingen dieser seiner schwierigen Aufgabe unternommen. Dr N Schrvter hat dieses sein jüngstes Buch einem sachverständigen Freunde, dem berühmten Philologen Dr. Erich Schmidt, zugeeig, net. und zwar widmet Schröter e» demsellien mittelst eines wunderschönen stimmungsvollen Gedichtes, das eine besondere Zierde des Vuches bildet. Die Eingangszeilen desselben lauten: „Es llinss! au» fernen. länssslversun5nen Tagen Zu uns herauf ein unvcrgesSlich' Lied. Bald jllbelhell und bald wie banges Klagen^ Sein harsenton um unsre Schläsc zieht — , und später: «So sei im schimmernden Gewand der Stanze Die alte Dichtung neuer Huld geweiht.' — Mit den Versen: „In deines Lorbeers immergrünem Kranze, Vu hehres Kind der hohenstaufenzeit. Beflügelt von den Schwingen neuer Töne, Du einzig' Lied, steh auf in deiner Schöne l" schließt diese „gueignung". Dr. Etich Schmidt war einer der ersten, der die hohe dichterische Begabung Dr. Schrvters anerkannte und würdigte, und zwar anlüsSlich dessen vorzüglichen Uebertragung der Walther'schen Gedichte ins Neuhoch, deutsche der Gegenwart, Um wieder auf die Uebertra-gung des ^Nibelungenlieds" zu kommen, so darf dieselb» eigentlich nicht von dem streng llitischen Standpunkte einer Uebersetzung aus betrachtet werben, und Schrvler selbst bezeichnet als seine Tendenz: „volle Aufnahme deS dichterischen Gehaltes der geschilderten Situation in Anschauung und Gemüth, bann aber freie Wiedergabe dieser Empfindung in den Formen und in der Sprache, in denen wir die analogen Stimmungen heute ausgedrückt zu finden gewohnt sind". Schrbters Nachdichtung hat mit dem Original nur den Stoff gemeinfam. im übrigen steht sie frei und selbständig da, Die Stanz« ist mit einer eminenten Virtuosität behandelt, die Sprache ist die der reinsten Poesie, voll Feuer, Schwung und dem zartesten lyrischen Schmelz. Diese formvollendete Dichtung kann somit der großen gebildeten Laienwelt. der es an dem Studium bcr alten Art gebricht, aufs wärmste empfohlen werden, viele genussreiche Stunden wird sie diesem prächtigen Buche verdanken, das fortan in leiner Bücherei mehr sehlen sollte. Indem die bewährte Verlagshandlung von Her. mann ll often üble für eine äußerst würdige Nubft«t-tung dieses gediegenen. 259 Se,ten starken Werke« forgte und der schone, tadellos Druck sowie da» gelbliche Uaibachcr Zeitung Nr. 283 2422 11. Dezember 1»82. Mtercentncr billiger geworden, nur bei den feinsten Galiungen, welche in dieser Beziehung nicht ins Ge« wicht fallen sollen, ist eine unbedeutende Preiserhöhung eingetreten. Was den Import anbelangt, der jährlich ungefähr 350 000 Metercentner, fomit per Monat 29 000 Metercentner beträgt, fo ist zu bemerken, dafs aller-dings in den ersten zwei Monaten dieses Jahres 240 000 Metercentner eingeführt worden sind, wovon das Meiste auf die letzte Woche vor Einführung des sogenannten Sperrgesehes fällt. Diese Mehreinfuhr wurde jedoch durch den Minderimport in den Monaten März bis Oktober bis auf 35 000 Metercentner com-pensiert. Wird nun weiters in Erwägung gezogen, dass in den Monaten November und Dezember in der Regel eine bedeutende Einfuhr dieser Ware stattfindet, fo ist zu erwarten, dass sich das ausgleichen werde. Der Staatsschah hat einen sehr bedeutenden Mehrertrag und die Consumenttn haben wenigstens keinen höheren Preis zu zahlen. Es basiert nun der schon erwähnte günstige Casse-stand auf den eben in gedrängtester Kürze dargestellten Mehrerträgnissen, welche der Staatscasse zugeflossen sind, aber auch, was nicht zu verkennen ist, auf den anderen Rubriken der Staatseinnahmen, auf der stetigen, natürlichen Fortentwicklung drr Steuererträgnisse. Um darzuthun, dass der Cassebestand wirklich günstig ist, möge mir erlaubt sein, folgende Daten anzuführen. An unbedeckten Crediten für das Jahr 1880 hat die Finanzverwaltung bestritlen aus den Cassenbestän-dcn: 3535 344 ft. (Nrlberg-Bahn und kleinere Theile anderer Credite), für das Jahr 1881 hat man bestritten aus den Staatscassebeständen zusammen 6 737310 fl., und zwar den Rest des Abganges, dann den Ankauf des Lehens Vrana, für die Manu» factur-Zeichenschule in Wien und fchließlich die erste Rate für den Ausbau der Bahn in Galizien; im Jahre 1882 wurde bezahlt aus den Cassebeständen oder wird noch bezahlt der Betraa von 3 934 000 ft., hierunter sind insbesondere der Nachtragscredit, der heute dem hohen Hause bezüglich der Arlberg-Aahn vorgelegt wird. Ich war also in der Lage, innerhalb der zwei Jahre aus den Cassebeständen zur Bedeckung der verfassungsmäßig zugestandenen Credite eine Summe von 14206 674 fl. zu entnehmen. Der Stand der Staatscasse ist ungeachtet dessen heute günstiger als früher. (Bravo! Bravo! rechts.) Es ist daher wohl nicht zu verkennen, dass die eben in Kürze skizzierten Steuererträge, namentlich aber der Mehrertrag des Tabakmonopoles, der sehr bedeutend ist, und der steigende Ertrag der Biersteuer, der zwar viel langsamer, aber immerhin steigende Ertrag der Erwerb« und Einkommensteuer nicht nur ein günstiges Licht auf den allgemeinen Stand der Staatsfinanzen werfen, fondern man wird auch, wenn man berücksichtigt, dass namentlich in den letzten Jahren neue industrielle Unternehmungen geschaffen wurden, wenn man berücksichtigt, wie bedeutend die Zunahme des Verkehres auf den Eisenbahnen im Vergleiche mit den letzten Jahren sich gestaltet, und wenn man schließlich erwägt, dass die rasche Zunahme des Postverkehres und der Telegraphenanstalten eben» falls Zeichen der wirtschaftlichen Besserung sind, zu» geben, dass die wirtschaftliche Lage des Reiches in einer stetigen günstigen Fortentwicklung sich befindet. (Bravo! rechts.) Die Regierung verkennt nun keinen Augenblick, dass man in Bezug auf diese Besserung oder Gesundung der wirtschaftlichen Verhältnisse sich nicht blos mit einem passiven Zuschauen begnügen dürfe, sondern dass es sehr viele und wichtige Angelegenheiten im wirtschaftlichen Leben gibt, für welche di Zuhilfenahme des Staates nicht in finanzieller Beziehung, sondern die Zuhilfenahme des Staates mittelst entsprechender Gesetze nothwendig oder wenigstens sehr erwünscht sein dürste. Um dieser Aufgabe nach Möglichkeit gerecht zu werden, wird die Regierung in diesem Sessious-abschnitte dem hohen Hause zur verfassungsmäßigen Behandlung zunächst den schon in der letzten Session angekündigten Gesehentwurf, betreffend die Commandit Gesellschaften auf Actien und die ActieN'Gesellschaften, vorlegen und in weiterer Folge eine Novelle zum Berggesetze, betreffend die Dienstordnung und die Bruderladen. (Bravo! rechts.) (Schluss folat.) Reichsrath. 244. Sitzung des Abgeordnetenhauses Wien, l). Dezember. Präsident: Dr. Smolka. Auf der Miuisterbank Ihr? Excellenzen Graf Taaffe, Graf Falken hayn, Freiherr v. Zieln iallowski, Freiherr vonPrazak, Dr. Ritter v. Dunajewski, Freiherr von Conrad, Freiherr v. Pino. Neugewählt der Abg. Ferd Lobkowitz in den Vudgetausschuss. Der Gesetzentwurf über die Forterhebung der Steuern bis Ende März 1883 und der Gesetzentwurf, betreffend einen Nachlragscredit zum Etat des Finanz» Ministeriums für 1882, werden in erster Lesung dem Budgetausschusse, der Gesetzentwurf über Verlängerung des Gesetzes, betreffend Begünstigungen für Localbahnen in erster Lesung dem Eisenbahnausschusse zugewiesen. Das Haus schreitet zur zweiten Lesung der Ge« werbe g esetz-Novelle. Abg. Graf Belcredi erstattet den Bericht, kennzeichnet mit einigen Worten den Standpunkt des Ausschusses, namentlich inbetteff der Dringlichkeit der vorgelegten fünf Abschnitte der Gewerbe-Ordnung, und empfiehlt dem Hause, in die Berathung derselben einzugehen. Se. Excellenz Handelsminister Freiherr v. Pino: Der Gegenstand, der Sie, meine Herren, heute beschäftigen wird, ist durchaus kein neuer in diesem hohen Hause. Ich will von den Anregungen absehen, welche in früheren Jahren rücksichtlich der Abänderun« gen der Gewerbe-Ordnung vom Jahre 1859 gemacht worden sind, und erlaube ich mir nur die Bitte, dass die Herren mir gestatten wollen, doch einen kurzen Rückblick auf die letzten Phasen zu werfen, welche diese Angelegenheit in der letzten Zeit durchlaufen hat. Papier geradezu mustergiltig genannt werden können, so eignet sich daher das „Nibelungenlied" vortrefflich zu einem passenden Festgeschenke auf den nahen Weih. nachtstisch. __________ —03. Die Monatsschrift „Auf der Höhe" (Verlag von E. L, Morgenstern in Leipzig) erwirbt sich unstreitig schon dadurch ein groheS Verdienst, dass wir in derselben nicht jenen Namen wieder begegnen, die wir ohnehin schon in anderen deutschen Monatsschriften regelmäßig finden, sondern neuen interessanten Autoren, vorzüglich aus fremden Ländern. „Auf der höhe" hat uns im ersten Jahrgange mit einer Reihe hochbegabter italienischer, dänischer, russischer, polnischer, ungarischer, neu, griechischer und kroatischer Schriftsteller bekannt gemacht und sich im neuen Jahrgange bereits das gleiche Verdienst durch die Vorführung trefflicher holländischer und spanischer Autoren erworben. Ganz besonders anziehend ist in dem uns vorliegenden Dezember-Hefte die bastische Legende „Das Vollmondfest" von Vincente de Nrana. einem talentvollen spanischen Novellisten, der zum erstenmale in Teutschland mit einer Original« arbeit auftritt. Ton und Farbe dieser Novelle mahnt an Scheffels „Elkehart" u. Puschkins „Caftitänstochter". Sehr hübsch sind auch die kleinen Weihnachtsgeschichten : Mosel (Breslau) «heilige Nacht". Dostojewskij (Peters-bürg) „Der Knabe bei Christo zum Weihnachtsbaum", Najac (Paris) „Das Lachen", in denen jede der drei großen europäischen Rassen originell hervortritt. Von Hermann Lingg bringt das Heft ein prächtiges Gedicht -. „Weihnachten" ; die wissenschaftlichen Beiträge von Professor Vignoli (Mailand): Ueber die vier peripherischtn Zustände unseres Planeten; Valck (Osna-brttck): AtthellemscheK Kri-gswesen zur Sölbnerzeit l Professor Schwicker (Budapest): Der Ursprung der Ma-gyaren; Palmieri (Neapel): Gesetz und Ursprung der atmosphärischen Elektricität, ftnd sämmtliche bedeutend und anregend. Jalin liefert einen allerliebsten Beitrag: „Weihnachten in Frankreich". Meyers Fachlexika. Zu den Ideen, die sozusagen in der Luft gelegen haben, gehörte auch die. neben den großen Nachschlagewerken, die eine gewisse Wohlhabenheit der Käufer voraussetzen, eine Reihe lexikalischer Werke zu schaffen, die, handlich und billig, die Summe des Wissens aus einem Gebiet in sich vereinen. Es gibt zwar bereits viele lexikalische Specialwerle, allein Billig» leit ist zumeist das Wenigste, was man ihnen nachrühmen kann; zudem sind sie nur in seltenen Fällen dem großen Pulilicum verständlich und behandeln im ganzen nur wenige Gebiete. Da ist denn das InSlebentreten der Fachlexila ein wahres Verdienst, das vergrößert wird durch die Art, in der es geschehen ist. Mit dem ganzen stattlichen Apparat, ttber den baS Bibliographische Institut durch die Herausgabe des vorzüglichen „Mcyer'jchen Eonuersation3»Lexitons" verfügt, mit dem ganzen Stab lexikalisch geschulter Mitarbeiter ist der Herausgeber an die Verwirklichung dieser neuen Idee gegangen und lässt nahezu 40 Bände deS hetero« gensten Inhalts in lexikalischer Form erstehen, die, soweit aus Plan und dem bis jetzt Vorliegenden ersichtlich, eine ebenso allgemein verständliche wie ausgiebige Belehrung gewähren und auch durch Ausstattung und Preis allen Ansprüchen gerecht werben. In diesen Fachlexila sind Bücher von eminent pral< tischem Wert geschaffen, welche um ihrer Vorzüge halber nicht warm genug empfohlen werden können, und zwar auch denen, welche sich bereits des Besitzes eines Con-versatlons'Lexilons erfreuen, da die Fachlexika ihren speciellen Gegenstand ungleich vielseitiger und mehrglie-deriger behandeln, als daS große Werk. Vis jetzt liegen zwanzig Bände für die verschiedensten Fächer der Literatur, der Geschichte und Naturwissenschaften, für Musik. StaatSlunde. Jagd, Gartenbau «, vor. Durchdrungen von der Nothwendigkeit und der Dring« lichkeit von Reformen auf dem Gebiete der Gewerbegesetzgebung, hat die Regierung schon im Jahre l879 sich veranlasst gesehen, eine Novelle zu dem bestehen« den Gewcrbegesetze einzubringen, und zwar rückstcht-lich jener Capitel, welche sie als die wichtigsten und reformbedürftigsten allgesehen hat. Es waren diese das Capitel über die Hilfsarbeiter, das Capitel über die Gewerbe-Inspektoren und das Capitel über die Hilfs-cassen. Diese Novelle wurde auch in Berathung ge-zogen, sie kam aber aus den Ränmen des Ausschusses nicht heraus. Nach einem Jahre, und zwar im Dczem-ber 1880, sah sich die Regierung veranlasst, diese Novelle zurückzuziehen, da sich percmptorische Begehren nach der Vorlage eines vollständige» Gewerbcgesctzes kundgegeben halten. Die Negierung legte auch an demselben Tage einen Entwurf der Gewerbe-Ordnung dem hohen Hause zur verfassungsmäßigen Berathung vor. Nachdem die AuzschusKlicrathungen über diese neue Vorlage eine geraume Zeit gedauert hatten, fand sich endlich der Ausschuss veranlasst, einen Referenten uä Iwc zu wählen und diefem die Berichterstattung über die Regierungsvorlage zuzuweisen. Der Referent brachte, wenn ich mich recht erinnere, im Jänner des laufen« den Jahres einen umgearbeiteten Entwurf vor den Ausschuss, der sich jedoch nur, wie die Herren aus seinem Munde eben auch gehört haben, auf das erste, zweite, dritte und fünfte Hauptstück der Gewerbe-Ordnung bezog. Obgleich die Regierung lebhaft gewünscht hätte, dass auch die hochwichtigen Ccipilel über die Hilfs-arbeiter und über die Vewerbe-Inspectoren gleichzeitig in Angriff genommen werden, so hat sie sich doch in diese stückweise Berathung gefügt, von dem lebhaften Wunsche eingenommen, dass auf diesem Gebiete doch endlich etwas, und zwar möglichst bald zustande komme, und von der Hoffnung getragen, dass hierauf von dem Ausschusse die übrigen Capitel schleunigst in Angriff genommen würden. Da der Gesetzentwurf Abweichungen von der Regierungsvorlage enthielt, so trat schon damals an die Regierung die Frage heran, wie sie sich gegenüber den Abweichungen verhalten werde. Die Regierung fand es behnfs neuer Studien und reiflicher Erwägungen nicht angemessen, eine andere Haltung als eine zuwartende anzunehmen, und ich hatte damals die Ehre, dem Ausschüsse zu erklären, dass die Regierung vorläufig sich auf dem Boden der Regierungsvorlage bewege und sich vorbehalte, seinerzeit in diesem hohen Hause anlässllch der Generaldebatte ihren Standpunkt gegenüber den Veränderungen in der Regierungs-vorläge zu kennzeichnen, dass sie jedoch «wnto con-olu8o und nachdem der Ausschuss in die Special« berathung dieses sich an die Regierungsvorlage anschließenden oder in manchen Beziehungen von derselben abweichenden Gesetzentwurfes einzugehen befun« den hatte, sich an den Berathungen sowohl in meri-torischer als auch in formeller Beziehung betheiligen werde. Um diefer Erklärung gerecht zu werden, habe ich mir gleich anfänglich das Wort erbeten. Abgesehen von minder wichtigen Abänderungen besteht in der Hauptsache die Abweichung von der Regierungsvorlage lücksichtlich dieser Capitel in der verschiedenen Eintheilung der Vewerbe. in dem Begehren nach einem Nachweise über tue als Lehrling und Hilfsarbeiter zugebrachte Zeit und in der veränderten Ve« stimmung über die Zusammensetzung der Vertretung in den Genossenschaften. Auch haben die Bestimmungen über Krankencassen. welche, nachdem nur diese viel Capitel bearbeitet wurden, auch hineingenommen werden mussten, einige Veränderungen erlitten. Die Regierung hat sich schon in ihrem Motivenberichte dahin ausgesprochen und insbesondere betont, dass sie sich nicht auf dem Boden der schrankenlosen Gewerbefreiheit befinde, und hat dies auch dadurch bethätigt, dafs gegenüber der jetzt bestehenden Gesetz' gebung verschiedene Aenderungen bezüglich der persönlichen Eignung, zum Beispiele des Vesähigungsnaa> weises bei gewissen Gewerben, bezüglich der Berilck-sichtigung localer Interessen und bezüglich der polizeilichen Controle :c., eingefühlt worden sind. Die Ne-gierung hatte sich damals der Hoffnung hingegeben, dass durch eine rasche Erledigung dieses Gesetzentwurfes die genossenschaftlichen Verbände bald werden ins Leben treten können, und dass auf diesem Wege sich dle Anschauungen klären werden, namentlich die Fl"A des Befähigungsnachweises reifen werde, und dass slehend zu prüfen. Nach wie or von der Ueberzeugung durchdrungen, dass die Ge^ lerbeqesehgcbung refornibedürstig sei, und eb»nso von er Uebe>z''Ugnng durchdrungen, dass i» dieser Be» iehung Reformen unauflchieblich eintreten müssten, ist ie Regierung nach reiflicher Erwägung und reiflicher leberlegung zu dem Schlüsse grlangt, dass die von en Gewerbetreibenden kundgegebenen Wünsche sehr eachtcn2wcrt sind und dass vielen derselben die vollste Berechtigung zugesprochen werden müsse. Sie hat auch ie Ueberzeugung gewonnen, dass unter den gegen« »artigen Verhältnissen es nothwendig und wünschens-lert sei, dass bezüglich der Bestimmungen über die lrl und Weise des Antrittes eines Gewerbes noch »eitere Restricliunen platzqreifen. als dies von der Re» iernngsvorlagc in Aussicht genommen w.,r. Es to»nte uch nicht verkannt werden, dass be« der Organisation er Genossenschaften, um deren Willsamlell zu sichern, s nothwendig erscheinen dülfle. dass es vermieden lird, in die Genossenschaften den Keim fortralilinder Hwistigleiten hineinzutragen, und dass auch B stimmm». en getroffen! werden müssen, dass die Hilfsarbeiter »enigstens dort, wo ihre eigenen Interessen i» Frage immen, einen maßgebenden Einfluss auf d>e Regelung iefer Interessen üben, Ebenso erschien es wünschens« »er», rücksichtlich der K>anlcncassen einige Ve'änderun rn vorzunehmen. Unter diesen Umständen hat die Regierung den Beschluss gefasst, dem von dem Ausschüsse uor^leglen mendierten Entwürfe bcizntreten und für denselben inzustchen. Ich habe fchon im Eingänge erwähn«, dass ich ur das Wort ergriffen habe, um den Standpunkt der tegierung zu kennzeichnen, welchen sie gegenüber den )iod>ficationen einnimmt, dir der Aiisschm's vorgenom» »enen hat. Ich we,dc wohl im Lause der Debate och weiter Gelegenheit haben, in dieselbe einzugreifen, nd ich schließ' daher diese w»ni, meine Herren, einen bedeutsamen Schritt in der deform der Gewerbegeseh'Gebung vorwärts gemacht aben. und es wertxn den Worten Thaten gefolgt ein. und das, meine Herren, ist es. was die Bevül» Mlng und die Kreise derjenigen, welche hauptsächlich ei dieser Angelegenheit mleressiert sind, brauchen und 'rwarten. (Beifall rechts.) Abg. Matschelo führt aus, dass die Ausschus«. "träge, welche er als lückenhaft bezeichnet. »,cht ,m lMeresse der Arbeiter und Arbeitgeber gelegen seien. > der Niedergang der Gewerbe habe nicht in der Ge« nerbefreiheit und Eoncurrenz. sondern im verminderten lbsah und der mangelnden Eonsumfähigleit oes i„. iindischen Marktes seinen Grund. Redner wendet sich "dann gegen einzelne Bestimmungm der Vorlage und ^zeichnet namentlich die Dreithcilung der Gewerbe 'ls willkürlich und ungerechtfertigt. Abg. A dam eh beglüßt freudig die Vmlage. die ücht blos dem Kleingewerbe Hilfe bringe, sondern luch ein gutes Llück socialer A>ue,l. Das Vo um ^r Gewerbelage, die von mehr als b(XX1 Gtwcrbe-Menden aus ganz Oesterreich besucht waren, wiege leoenfalls schwersr, als die Volen der Handelskam« ^'nn, die mehr Vertreter der Großindustrie als des Kleingewerbes seien. Die Bestimmungen über den ^esähiquligsnachweis werden das Selbstbewusstsein, ^e obligatorische Genossenschaft den Gemeiusinn heben. ^ed»er hofft, dass der Ausschuss auch das rückstän-"lle Material, das die Regierung bereit« geliefert und !'°ch liefern werde, baldigst erledigen werde. Der Wesfalls gestern von der Linken eingebrachte Antrag ^' ein neuer Beweis der vielen Versäumnisse dieser Kartei, die nie über Worte hinausgekommen. Redner ""d seine Partei wollen zu Thaten schreiten. (Beifall.) f. Abg. Dr. v. Sochor spricht in längerer Aus-Uyrung gegen die Vorlage; er erblickt in derselben ^'"en unvclmittelten Sprung von der Gewerbesreihtit »um Gewerbezwange und hätte bei den widcrsprechen-","' Voten der Gcwerbetage uild der Nrbeitertage eine ^"gehende Gewerbe. Enquüte gewünscht. (Lebhafter Hierauf wird die Verhandlung abgebrochen. Wien, 7. Dezember. (Orig..«Iorr.) Das Abgeordnelenhaus beschäftigt sich jetzt mit der Gewerbegcseh«Novelle, über welche die General, debattc noch fortdauert. Bei der eingehenden publicist,' schen Discussion, welche dieser Fraqe — abgeseh-n von ihrer Behandlung in Vereinen und Körperschaften — erfahren hat, konnte wohl von vornherein nich! erwartet werden, dass in der Deballe wesentlich Neuei vorgebracht werden würde. Einen Gegner zu belrhien. wird auch keinem der Redner gelingen, denn in dieser Frage stehen sich die geschlossenen Parteien der Theo» reliker und P akük r gegenüber. Dass übrigens die Novelle Mit großer Mehrheit durchdiingen wird, ist umsoweniger zweifelhaft, als ja selbst im Club der Linken sich die Majorität für den meist bestrittenen Punkt, den Befähigungsnachweis, aussprach. Die Gegner des Gesetzes behaupten, daöjelbe werde nichts nützen, dem Gewerbestandc müsse auf andere Welse geholfen werden. Dem ,st zu entgegnen, dass es wohl möglich sein mag. dass noch andere Maßregeln dem Gewerbe, stände helfen könnlen, aber diejenigen, welche für die letztere schwärmen, ve> mögen nicht anzugeben, wie die» selben praktisch zur Grltung gebrncht werden könnten. »I'd dann ist es Thatsache, dass der Gewei bestand, also die Iiilerchenlen. d.iK O.setz verlangt. Etwa« seltsam macht sich der Vorwurf, dass die Verfechter des Gesehn so ka>g und kurz es motivieren, wenn in drmselben Athem zugestanden wird. dass b,c Redner nicht vermeiden können, b^eits Uuea/sprochenes zu wiederhole,,. Wenn die Gegner d s Gesetz?« schon Glhöltct wieder vo,bringen, so ist das ihre Sache, d.n Freund'n ^er Nlwelle ei wächst daraus aber doch nicht die Pflicht, das Glnche zu thun. Ausführlich und breit ein G'llh zu ViNheidigen. für welches die Mehrheit aller Paileien gestimmt ist. erscheint doch nicht als nothwendig. ul,d r« ist gewiss ein dankend wc»tes BeginnlN, wenn man ei»,' rasche Erledigung zu l'rziciVn tracht.t. Wie die hiesige Presse, so äußert sich auch die ausländische und die Proomzpresse in vorwiegend günstigem Sinne übrr das Budget und die von der Regierung angekündigten Vorlagn,. welche, we beieilö erwähnt, so ziemlich das Nichtigste er« schöpfen, was die vereinigte Linke duvch ihren Antrag el,t i» Anregung bringen wollte. Letzterer schenken heule nicht ei, mal die einzelnen Partei Organe mehr ihre Aufmerksamkeit, da es ja im Grunde «gegenstands-los" geworden ist. Aus Berlin schreibt man der «Pol. Corr." von sehr beachtenswerter Seite unterm 4. d. M.: Die am 30. November aus« gegebene Nummer d.« .. G r en z bo t e n " enthält einen Artikel: ..Herr v. Girr« in Varzin." Der Artikel ist wesentlich nur ein Referat über die in der Pr,sse a-, diesen Besuch geknüpften Conjecluren. Am Schlüsse jedoch heißt es: ,.Das Bündnis der beiden millel. europäischen Kaiser — von dem wir jetzt sagen dürfen, dass es ein regelrecht und in aller Form abgescklos« senes, in Document?» niedergeleqtss ist — ist die blei» blnde Grundlage der Verhältnisse Mitteleuropas, von der die Strömung der Tagesereignisse nichts abzu« spülen vermag" Natürlich haben alle hiesigen Blätter diese Aeußerung registriert, und da sie in keinem der Regierung nahestehenden Organe dementiert worden ist, nimmt man an, dass der Verfasser des „Grenz-l)olen".Nltilcls zu einer solchen Aeußerung autor,-siert war. Die allgemeine Meinung gieng ja längst dahin, dass das zwischen Deutschland und Oesterreich be« stehende Bündnis auch formell besiegelt sei, aber constatiert war diese Annahme bisher nicht, und selbst nicht durch amtliches Schweigen der bethciligten Re» gierungen zugelassen. Das amtliche Schweigen gegenübe» einer so positiv auftretenden Behauptung, wie jene des „Grenzboten".Artikels, scheint besagen zu müssen, dass der Annahme eines formellen Bündnisses nicht mehr widersprochen, sondern dass diese Annahme amtlich zugelassen wer-den soll. so unscheinbar der Vvlgang sich darstellen mag, die Wichngleit kann nicht ,n Abrede gestellt werden. M^n fragt, wie immer in folchen Fällen, warum gerade der gegenwärtige Augenblick gewählt worden, um mit emer folchcn Offenbarung hervorzutreten. Es bietet sich leine andere Deuiung da», als die, dass die öffentliche Meinung Europ.is gerade jetzt wissen sollte, das Freundschaftsverhältnis zwischen Oesterreich »Ungarn und Deutschland reiche bis zu einem Grade der Inter' essellgemeinschast und sei in einer Weise sormell verbürgt, dass leine dritte Macht zu einer der verbundenen Mächte ein Verhäliuis gewinnen kann, welches an Intimi««'! und Festigkeit dem Verhältnisse der verbundenen Mächte gleichkäme. locales — (Militärisches.) Se. l. und l. Aposto» lische M n j e st ll t geruhten alleranäoigft anzuordnen, die Uebersehunu des Odelstlieutenants Otto Vogeler und deb MujorS Albert Strohmayer des l. l. I7ten Infanterieregiment« zum Insanterisregiment Nr, 97. — sErnennung) Der Minister und Leiter des Iüstizminifteriume hat den Eontrolor der Männer» Stlasanstult zu Mürau Karl Nernhauer zum Dirigenten del, Männer»Strafanftlllt in Laibach ernannt. — (Das Feflcomiti) für die im Juli 18K3 abzuhaltende Jubelfeier der s)l»jähl'yl„ ZuuehS-rigleit KrainS zum Nllelhöchflen Kaiser» hause hat sich unter dem Vorsitze des Herrn Landes« hciuptmanns Grafen Thurn conftituiert und mehrere SubcomileS eingesetzt. — (Aus dem Gemeinderathe,) sSchluse^ GR. Poloinil referiert namens der Vausection über die Vergebung des Vaues der R e ssel » Stru he und des zu erbauenden Eanaletz in derselben. Referent gibt eine sehr ausführliche Darstellung der Angelegenheit, welcher wir Folgendes entnehmen: Der Gememdelulh hat in seiner Sitzung vom 5il September l, I be» schlossln. t>,> Urdeit-n für die R.'ss''I Straße auf Grund eines vom Vauamle neu zu velsufsenoen K^ftenilber« schlaget ,m Licitatil'newege zu verüben Dei Stidt-magiftrat hat die Licitation auf Grund des ovm Van» amte neu an^gearbeiteten Koftenüberschlag-s ausgeschriebfn. und zwar nach Einheitepreisen Vs sind «nfolge dessen drei Offerte eingelangt; das des Herrn FaleKchüü. als da» höchste uoter den dreien, tonnte nicht oelücksichtigt werden Von den beiden anderen lDfferenten erklärten Vaumeister Philipp Iupaniic und Ingenieur Tumek, den Nnu um l4(N7st., die llainische Naugssellschast aber »m l4 42»i st nach Einheitspreisen zu übernehmen. Der Anbot der Herren Zuftantii und Tomel war daher am niedrigsten, der der lrainischen Naugesellschaft um 40<> st hdher. Die Magiftratssection beschloss, beiden Offerten leine Folge zu geben und für die Arbeiten neuerlich eine Licitation, diesmal jedoch nach dem System der Pauschalvergütung. auszuschreiben. Vei der zweiten Lici» tation überreichte nur die lrainiscke Va ugesellschaft ein Offert, worin sie erklärte, den Vau nach dem Systeme der Pauschalvergütlmg um 13 !i)7 st übernehmen zu wollen. Die früheren Osserenten Zup an lit und Tom el legten lein Offert vor. sondern gaben eine Erklärung ab. die Vergebung im Pauschalbeträge sei nicht im Interesse der Gemeinde. Da die erfle Licitation ohne jeden Formfehler vor sich gegangen, das Verhandlung«» Protokoll bereits gefertigt war, so erachten die früheren Offrrenten Iupantii und Tomel, es sei seitens des Sil!dtmag,strates von der Vergebung im Pauschnlwege llt'zugch»» und rs hade bei der ersten Licitation nach Einheitspreisen zu verbleiben Referent stellt nun den Antrag, da 5ie zweite Licitotion nach dem Systeme der Pau^chaloergiitung ausgeschrieben war und bei derfelben nur seitens der lrai» nischen Ballgesellschaft ein entsprechendes Offert eingelangt fei. den Vau der Nessel'Straße und deS Canales in derselben der krainischen Gauaejellschaft zu üdertlagen Der Herr Bürgermeister Grasselli conftatiert, dass der Magistrat in die,er Angelegenheit vollkommen correct gehandelt habe. In dem bezüglichen von der Vausection gestellten und vom Gemeinderathe angenom-menen Antrage heißt es nur. die Arbeit sei auf Grund des Koslrnvoranfchlages auszuschreiben, ohne dass fixiert worden wäre, ob dies nach Einheitspreisen oder nach der Pauschalsumme geschehen solle. Da die Mehrheit des Viagistratscollegiums der ersten Ausschreibung nach Einheitspreisen nicht zustimmte. war der Magistrat zu einer Ausschreibung nach Einheitspreisen veranlasst. GR. Hribar wendet sich gegen den Sections-antrag. D>e erste Licitationsaubschte'bung des Magistrates nach Einheitspreisen sei eine vollkommen correcte gewesen, da ja der Beschluss deS Gemex'derathes von einer Pauschalvergebung leine Silbe erwähnt Ueberall hätte man bei der ersten Licitation die Arbeit dem bil» ligften (loncurreüten, den Unternehmern Herren Zu< pantii und Tomel, übergeben, da ihr Offert sich ganz correct nnr an die Elnhritspreise hielt, während die klllinische Vaugesellschnft fich ein Pfvrtchen damit offen halten zu müssen glaubte, dass selbe um Schlüsse des Offertes auch von einer Uebernahme oer Arbeit im Pau» schale spricht, ES bleibe hbchft sonderbar, dais die Magiftrats-section eine ordnungsmäßig durchgeführte L»citat,on annullieren lon te. Dass die Herren Iupantii und Tomel bei der zweiten Licitation lein neuerliches Offert eingereicht haben, findet Redner vollkommen begreiflich, da sie sich ja doch auf den Magistrat verlassen mussten, er werde nach Recht ihr erste« Offert acceptieren. D Vaunesellschaft «arm nicht im voraus wissen, mit welchen Naturfacloien zu rechnen Laibachcr Zeitung Nr. 2«3 2424 11. Dezember 1882. sein wird. Redner erinnert nur an den Bau des Schlachthauses. Mit Rücksicht auf alle angeführten Umstände be< antragt GR. Hribar, eS sei die Arbeit den Herren Illpancii und Tomek, welche da» günstige Anbot nach Einheitspreisen gestellt haben, zu übergeben. GN. Dr. Sup pan bemerlt. es liege im Belieben der Magistratssection, ein Offert anzunehmen oder abzulehnen und eine neue Concursansschreibung zu ver^ anlassen, Obwohl man von einem solchen Rechte so selten als möglich Gebrauch macht, müssen genügende Gründe für die Neuausschreibung einer neuen Licitation vorhanden gewesen sein. obwohl es gleichgiltig ist, welche es waren. Da bei der zweiten Licitation nur ein einziges Offert eingelaufen sei, erklärt sich Redner, da, so viel er sich erinnere, die Arbeiten gröhtentheils seitens der Stadtgrmemde pauschaliter vergeben werden, für den Antrag der Vaufection. Herr Bürgermeister Grasselli verwahrt sich gegen die Anschauung, als hätte das Magistratscollegium un-correct gehandelt, weil es das e>.ste Licitationsergebnis verwarf. Das geschehe in der ganzen Welt, und es hätte auch das zweite Licitationsergebnis annullieren können. GR. Dr Iainil unterstützt wärmsten» den Antrag des GR. Hribar. Alle Ingenieure erklären übereinstimmend, dass die Vergebung von öffentlichen Arbeiten nach Einheitspreisen die beiweitem billigere und bessere sei. Dies hat das städtische Bauamt auch bestimmt, die Arbeit nach diesem System zur Vergebung bringen zu wollen, weil es der Stadtgemeinde nützen wollte. Die Magistratssection hat diese Intention durchkreuzt dadurch, dass sie die erste Licitation verwarf. Die Unternehmer. Herren Zupanöic undTomek, waren durch das ungegründete Refus ihres Offertes beleidigt nnd lehnten eS ab. bei der zweiten Licitation mit zu concurrieren. Redner erklärt sich vom städtischen und gewerblichen Standpunkte für den Antrag des GN. Hribar. Man müsse das kleine Gewerbe unterstützen, damit es vom großen Capital nicht erdrückt werde. Heute verlange man allseits den Befähigungsnachweis und diefen besitze im Baumeifterfache lediglich der Offerent Baumeister Herr Zupanöic. Schließlich erklärt sich Redner auch vom nationalen Standpunkte gegen die Uebergabe der Arbeit an di« Ballgesellschaft. GR. Kusar beantragt, auch das Ergebnis der zweiten Licitation zu verwerfen und eine neuerliche dritte Licitation nach Einheitspreifen auszuschreiben. GR. Dr. Schaffer sagt, die ganze Angelegenheit sei vom Anfange an falsch angepackt worden. Da sich aber durch das Offert der lrainischen Vaugesellschaft ein Ersparnis von 800 st erzielen lasse, werde Redner für den Antrag der Bausection stimmen. Herr Stadtingenieur Wagner, welcher vom Herrn Bürgermeister zu der Sitzung geladen wurde, erklärt über Verlangen, dass die Vergebung nach Einheitspreisen viel rationeller sei, indem man nur das bezahle, was wirklich gemacht wird. Auch sei die Controle sei. tens des Bauamtes bei Vergebung nach Einheitspreisen schon wegen der Abrechnung eine genauere. GN. Dr. Ritter v. Blei weis» TrsteniKli erklärt sich für den Antrag des GR. Kuöar fchon mit Rücksicht darauf, dafs die Vergebung nicht so dringend sei. da im Winter nicht gebaut wird und sich bei einer neuerlichen Licitation doch mehr als ein Offerent melden werden. Es wird Schluss der Debatte angenommen. Bei der Abstimmung wird der Antrag des GR. Kuöar und der des GR. Hribar abgelehnt und der Antrag der Bausection angenommen. Die GRR. Dr. Iarnil und Hribar geben gegen diesen Beschluss ihren Protest zu Protokoll. Hierauf wird die Sitzung nach dreistündiger Dauer geschlossen. x- — (Der erste Kammermusik-Abend der philharmonischen Gesellschaft,) welcher sich geften, nachmittags im landschaftlichen Redoutensaale abspielte, erbrachte den erfreulichen Beweis, dass der Gedanke der philhalm. Gescllschaftsdirection, solche Abende zu ver» anstalten, ein glücklicher war. denn das Unternehmen war am zweiten Tage der Subscription bereits materiell gedeckt und der Redoutensaal am ersten Abende selbst trotz des gerade zu dieser Stunde losbrechenden Un« Wetters von einem distinguierten und überraschend zahl« reichen Publicum gefüllt. Aber auch der künstlerische Erfolg des Abendes zeigte, dass das Unternehmen in sich ein gesundes und lebensfähiges ist, denn die aus« übenden Künstler zeigten sich ihrer schwierigen Aufgabe, hervorragende Werke aus der reichhaltigen Literatur der Kammermusik künstlerisch zu gestalten, vollkommen ge» wachsen. Der erste Schritt ist geschehen, ist geglückt, wir wollen also hoffen, dass sich dieses edle Kunstgenre von nun an auch bei uns bleibend einbürgern werde An dem Entgegenkommen eines kunstsinnigen Publicums fehll es nicht, das hat der gestrige Abend glänzend bewiefen. schwieriger wird es fein, dem Streichquartette die tolln« sehenswerte Stabilität zu sichern, denn bei aller Anerkennung der Leistungen der einzelnen Herren ist ein vollendetes Ensemblespiel erst durch jahrelanges und fleihlges Iusammenspicl erreichbar. Nicht die Virtuosität der einzelnen Mitglieder des Fsorentlner Quartetts, (nur Jean Geker konnte das Epitheton des Virtuosen für sich in Anspruch nehmen) eröffnete demselben den Triumphzug durch Europa, sondern das Iusammenspirl desselben war durch langjährige Uebung ein so exactes und phänomenales geworden, dass eben in diesem das Geheimnis eines geradezu unerhörten Erfolges lag Die gegenwärtige Zusammensetzung unseres Streichquartetts würde alle Garantien künftiger Vollendung in sich tragen, wenn es gelänge, die vier Herren dauernd an Laibach zu fesseln. Wir brauchen der bewährten Primgeige unseres tüchtigen Meisters Gerstner gar nicht Erwähnung zu thun. aber auch die Herren Müller, Andreae und Hodek leisteten Vorzügliches, und hat uns der volle, markige und süße Ton insbesondere des letztgenannten Herrn in der angenehmsten Weise berührt. Auch Herr Zührer fand Gelegenheit in Mozarts Clavierquartett seine Meisterschaft in der Wiedergabe classischer Tonwerke aufs neue und glänzendste zu bekunden. Den Abend eröffnete Haydns Streichquartett (Op. 70, Nr. 1 in Ovur). Die Klangfülle der vier Instrumente, die Unterordnung der einzelnen Stimmen unter den musikalischen Gedanken, die Reinheit der Intonation nnd die Sicherheit des Eilsemblcs nahmen das Auditorium vornherein gefangen, welches den einzelnen Sätzen mit größter Andacht lauschte und die Künstler nach jedem derselben mit Beifall lohnte. Besonders angesprochen haben der schöne zweite Satz und das reizende Menuett. Der letzte Satz schien uns nicht klar genug auseinander» gehalten. Mozarts Clavier-Quartett (in (/-Noll) inter« essierte durch seine Frische und die stilvolle Dnrcharbei« tung der Themen, wenngleich die oftmalige Wieder» holung derselben Themen und die specifisch Mozarl'schen Anklänge, die für uns Moderne nun einmal den Beigeschmack des Altuätrischen haben, der vollen Wirkung etwas abträglich waren. Die Aufführung war eine be-wund«rnswerte, und namentlich spielte Herr Iöhrer den Klavierpart mit vollendeter Meisterschaft. Die Krone des Abends aber war des Großmeisters Beethoven Streichquartett feierte Gastin Frau Hermine Albrecht, die sich im Fluge die Herzen des Publicums gewann, hat ihr Gastspiel, das den Theaterfreunden wahrlich zu kurz erschien und die Sehnsucht, Frau Albrecht, vielleicht in dieser Saison noch, Wiederzusehen rege machte, mit der Rolle der ,,C amelien d am e" am Freitag und als Zugabe mit der „Waisen aus Lowood" am Samstag beendet. Entwickelte Frau Albrecht in der ersten Rolle den Charakter des durch die wahre Liebe belehrten leichtlebigen Weibes bis in die kleinsten Details mit aller psycholo« gischen Schärfe und photographischen Natnrtreue, so bot sie anderseits als „Jan Eyre" das wahrhaste Bild weih. lichen Selbstseins von den Kinderschuhen bis zum Momente des Aufgebens dieses charatt rvollen Eigenwillens durch das Jasagen zum Bunde mit dem seelisch als gleichgeartet befundenen Manne! Auch das Organ der Frau Albrecht entsprach in beiden Rollen den an dasselbe gestellten Anforderungen aufs beste. — Die Mit. wirkenden in beiden Stücken leisteten ihr Möglichstes, und ist namentlich Herr Tauber sowohl als „Armand" wie als „Rochester" rühmenswert hervorzuheben Frl, Klaus gefiel in welch letzterer Rolle sie sich neben der Gastin allzu-sehr in den Vordergrund zu stellen bemühte, was ihr freilich wohl nicht gelang, trotzdem aber dennoch recht störend wirkte. Frau Albrecht erhielt an den beiden letzten Abenden Lorbeerlranz, Vouquet, Blumenkorb und reichlichen nicht enden wollenden Beifall. Auf Wiederfehen !" —03. Bei der gestrigen Reprise des „Lustigen Krieg" war das Haus sehr gut besucht, und fand das Fräulein v, Wagner, wie immer, für ihre vorzüglichen Leistungen rauschenden Beifall. Herr Cwald musste den «Kuss« Walzer" wiederholen, trotzdem dessen orchestrale Begleitung gestern womöglich noch schwächer war, als am heurigen ersten Abende dieser Operette. —c». Neueste Post. Original-Telsssramme der „Laib. Ieituna.." Barcelona, 10. Dezember. Vci der gestrigen Vorstellung iin Odeon entstand infolge eines durch <-inen Taschendieb hervorgerufenen Feuerlärms eine furchtbare Panik. Neunzehn Personen wurden beim Hinausstürmen schwer verletzt, eine ist gestorben. Kairo, 10. Dezember. Vier weitere britische Va« tailline tV'hren wahrscheinlich schon in nächster Zeit nach England zurück. — Arabi und die anderen Verbannten gaben mittelst Schreibens an Vroadley ihr Wort, auf Ceylon zu bleiben, fo lange es der Khedive befiehlt. Dicf'lben werden auf britischen Schiffen nach Ceylon überführt. Berlin, 9. Dezember. Im Reichstage brachte anläsilich der Berathung des Etats Schatzsecretär Bur-chard dlis Bedauern des Reichskanzlers zum Ausdrucke, dass er auch heute wegen Unwohlseins der Verhandlung nicht beiwohnen könne. Madrid, 9. Dezember. Im Senate ettlinte Sagasta, er werde niemals weder das allgemeine Stimmrecht noch ein Gesetz über die Religionsfreiheit acceptieren. Verstorbene. Den 0. Dezember. Maria Kouschegg, Vezirls-Vor-stehcrstochtcr. 2!1 I.. Vahnhofgassc Nr. 11, Lungenschwindsucht. — Simon Bernard, Taglühncr, 64 I,, Polanaftraße Nr. 57, Entartung der Eingeweide. Theater. Hcutc (gerader Tag) zum zwcitcmnalc: T>er Schwaben- st rei ch. (Novität.) Lustspiel in vier Acten von Franz von Schönthan. Lottoziehungen vom l). Dezember: Trieft: 85 47 74 75 26. _____Linz: 69 35 6 3 19. Meteorologische Beobachtungen in Laibach. k rZ W N 5 ^ W 7 u. Mg, 725 82^^2 6 !"^vindM Nebel 7 .... <> 2 . N. 736 92 ^-2 0 SW, schwach bewöllt ^^ ___^ Ab. ,?l!6W _^o^SW. schwach! Negen ! "^", 7U.Mg.s733 89 >24 W. schwach bewüllt ' ^ 10. 2 . N.z 72891 4- 44 W. Ichwach Regen A""" 2 . Nl>.! 727 74 4. 36 W, schwach Regen ^ ^gcn Den 7, morgens Nebel, dann trübe, abends Ncgcn. Den 10. Regen anhaltend; geringe Tageshcllc. sehr düster. Nach 3 Uhr Gewitter bis 6 Uhr abends. Das Tagesmittcl der Wärme an beiden Tagen 4- 0 5° und > 3 5°. beziehungsweise um 10" und 41° über dem Normale. Verantwortlicher Redacteur: Ottomar Vamberg. Depot der k. I Generalstabs-Karten. Masjstab 1: 75.000, Preis per Vlalt 5t) lr.. in Taschenformat aus Leinwand gespannt 8(1 lr. Jg. n. Alemmayr K Fell. Hamliergz KiMamlllmg in AaibctlH. Novität! Soeben eingetroffen und zu haben: „Gin Wort", Roman von Georg Ebers, cleg, Original'Einband, fl. 4,20 in Jg. vo« Kleinmayr ^ Fed. Äambergs Buchhandlung. Auf die heutige Annonce „Anlage und SpcculationSläufe" des Bankhauses „Ueitha", Wien, bitten wir besonders zu achten. (350) 48-47 ^-—^~"~ SA1TOBIUM bestes Tisch- und Erfrischungsgetränk, erprobt bei Husten, Halskrankheiten, Magen- und Blasenkatarrh. ( PASTILLEN rVerdauunaszeltohen). ¦ Heinrich Mattoni, Karlsbad (Böhmen). L^__________________________________________________________________ _ Etiquette u.Korkbrand MATTQ\\ \'S wio nebenstehend >*• ' > •. -— Kenan xn beachten. G'IESSHUBLlH 2425 Course an der Wiener Sörse vom 9. Dyember ilM. (^^0^^^«^...) Gclb Ware Staats Nnlehen. ^otenrentc.......7« «0 ?«75 «'ilbcricnte.......77!»0 77 3', l».^4er <"/, Glaatslost . »50 ft, 117 7b I,» l.n >8«0tr <»/, °an,l »on „ 1L9 75 i»c> «l> >8«0er 4°/n hitnslel ivo « ,»b 7b l»l!^5> l»64er Slaat«lost . , i 91 45 i'/» Ocfi. Schatzschtine. riillzahl» oar >««»........ — — - - Nng. Volbrente ««/, . . . , H8 »5 l>« »f> , . 4°/, . . , . «Kb« 85 «5 » Papicrrcntc »"/„ . . . , «4 5« »4 «5 , Lisenb..«nl. I»<>ft. ö.w.O, ,84 »5 i»i 7l, » Oftbah»'Pliorilälen . . 8» «0 8» 90 , Slaat«.Obl, (Ung. Oftb.) —- no — , „ vom 1.187« 95'75 94" , Pllmien-llnl. kloofl.o.W. ,!<; 7d II? »s> thelß.Mcg,«l.'o niedcr°stc>7»ich 10« — l°/» obßtösicrreichlsche .... 104 50 — — ^°/« fteirischt.......103 — I0b — b'/o koatisch, unb flavonische , «» — io« — «el» >U,'a« 5»/« fiebenblllgischt.....»»— 98 7Ü 5»/« 2tme«var«Vanaltl . . »?— 97 7c> 5°/» ungarische......»8 - se l»<. Nnbere Sffentl. Nnlehen. DonllU'Mc«,'l,'osc 5«/^ »00 fi, , I!4-s>b ,lk-s.c> t>io. «lnleihe i«7», steuerfrei , loü'ib ,c« 75. Nnlehcn b, Kladlgemeind« Nicn 100 7l> lvi 75 Nnlehcn b. Ktabtgcmeinbe Nien (Silt»« od« Gold) ....--------------- Plömltu-Nlll.d.Vtabtgem.wit!, i«4 - ««on Pfandbriefe isi!r,lX)st.) Vobcncr.allg. öfter?,«'/,'/»Void 118 70 ill,,« bto. in 5» , , h°/, . — —------- dto. in bu „ , blo. in 50 „ « 4°/n . »8-80 »4'»l, bto. Pläii!!cii.E chuldvcrschr.»"/„ N9 75 ic»0 — Oest, Hypotbclcnbanl inj, 5V,"/« 1005c ,01 bl, Olst.'ung. Ban! veil. ü°/, . . ivc^ 05 io« »o blo. , 4'/,°/». . »l< e» »» 80 dlo, « 4°/, . , »,95 83 »c Ung. »llg.Vobencrebil'Nclicngcs, in Pest in s4 I. verl. 5'/,°/, , —'— — — PriorltLtS. Obligationen. (für 1W fi.>, «lisabcth.Weftbahn >, »mission 98 »o 9» b<> ss«binand«»Nolbbahn in Gilb. 104 50 105 — Yraliz'Ioses'Vahn.....loc 7b 101 — Kallzischc itarl»Ludwig > Vahn itm, 1»«l 30U fi. S, 4'/,»/^ . . »9^l» 9»b0 Held wars Oefteri. Nnbweftbahn , . . . ldl'vb 10» A,' Siebenbürger.......<»0 sc, l»l< W Sla°l«b»hn l. Emission , . . 175 75 17« «, kübbahn l»«»/l,......»8» 80 I»4 »l< ^ - ,, ^"/F......'Is - I«« Nng.'gal!,. Vahn.....9, _ „ «, Diverse Lose (per Stü5). «lrebitlose I00fi......174 7» 175 «5 Llary«i!ose 40 ft...... ,775 ,y 50 4°/, Donau.Damdfsch. ll)0 ft. . ,« — »>» «. Osenrr Lose 4« sl......^— ,9 9,, ^alssb.kose 40 st......,5__ «50 «udols.koje lost......1875 ,0x5 Salm'^ose 40 st..... z,.^. ^ _ C«,'Mer!!?i««i'o>e 40ss. , , ' ^g,^y ^_ Waldsscin ^se i!0 ft. . . , ,«7^, ,7^5, Wülblschllläh.l'osc li0 fi, . , zg ^, ,7.^ Van! - Acticn (per Gtll5). »nglo.Oesierr. Vanl izy ft. . , „g ^ ,zo ,. Vanl.Vckllschalt, Wiener «0 ss. 151 — 1« -Vanfvcrrin, Wiener, 100 st, . ,c>s>75 ,«» — Vdncr.'Nnft.. Ocft.zwufl. ^.40°/° «iu 5»!«1 50 «irbl.'Nnst. s. Hand u. G. i,l «ll,!, 140 N, it,'«/14» — Actin» v«n Iransport» Nnternehmungen (per S»« 5^ i«? ^v «usN«,.I«:pl, «tN'üb, ,(X!i,,«Vt,-------—-— Vöhm, Norbbcihn 150 N , . 175 — 17? .. . weftb^hn ,00 fl, , , , 2», - ,»« — Vuschtiehraber sisl', !wo N. «M, «34 — «« — „ (III, U) ,!^) ff. . ,?» — l?, — Donau » Damollchissabi-t . Hes, Oefterr.500N CM.....575 — ^77^ DlaU'N.V.--------------- T>Ul»?ovenb»chcl!t,>«,«l)<>N,S,---------------- ltlisavülh'Vabü »0U ft, «Vl, . , 20» 75 2o, — „ l'm,'Vudwri« «<«> ft. . . , ,88 7» 18» 50 ,Slzd,'Tir°I,Ill V I»73l!00ft,V, ,7«,°,0 17» . sscrbinandl.Nrrbd. I0W ft. ;.U lenysl. llVl, 50« 4l»!»l!i 80 Vr»j>lloflacher H,°« «uufl. ö.V. «»7 — l« — «ablcnbcrg'Lilcnb WU st , . 5»'— 57- -HaschaU'Oberb. «iisenb, »cost. S, 143 — 14» 5« Vcmberg > (lzrnl'w,. Iafsu 2i>^° tahn^Vclcll. leno N, <> W. . , i«?-— 167 ,5 z»loub, öft.'ung,. Irieft f»00fl.e»b»^8?i Prag-Dürer Visenb. i50<.»5 Nubols. «ahn 20ll fl, Silb« , 16» »5 ie« ?5 Siebruoiligcr Hisenb. »00 fl. S ib« 50 1« — StH. w. . »4» «b «,» 7b VNd^nhi, »W n Siwkr . . !i8? 25 I«7'« El! > <«. «>0ff.«M I« 5i. 147 5c 1'^ »lew . ,»<» 25 547 75 Ttn^ wr. 170«, ö, W, '^19 — >l»^3 ^ Wi,, nen' 70 st. . , —— —- — Iran«port.«elift 10!» fi. . !b« — 101 — Turnan»»^'^' >',' " ^ ^,'s« —'— —-— IlNll.^al! 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