^» ^«F. " 'l. halbj. „. k^<>. YUr bl« Zuficllun« in» Hau» ^^ b»>b!. 50 fs, «lit dtl P,N ,»»,«. fi. »5. halbj. 7 «>. Freitag, 35. Februar. Mit 1. März 'Mulch, „e,,e, Ul>»,i,,eme»t auf die „Klilmchrr Zeitung". ^^1"^^io^Preis betray Lu 2 UM" Schlchm.....Ifl. 25tr. ""mptoir abgeholt......__ „ 92 .. W^^ ijett vom 1. März bis Vude Juni: 'Kr N^" Schleifen.....5 fl. - kr. ^«r'^H7? ^gestellt - - - 4 « - .. >^^rcchgeholt......3 .. 68 „ Amtlicher Theil. Rtthij^s!' "''^ ^ Apostolische Majestät haben mit ^lizei^ "schliehlmg vom 14. Februar d. I. dem Friedrich s ^'mmssar der Wiener Polizeidirection ^iensis.js^ ^' ^ >u Anerkennung seiner vorziiqlichen all?s^,^ "''3 d"s Nitterlrcuz des Franz-Ioseph, Orden» """'gst zu verleihen geruht hat den"z^"^" und Leiter des Justizministeriums Nien D, ^sgerichtsralh bei dem Landesgerichle in thai 7.,'^e" bitter Frölich von FrölichS-Vraz °^ ^laatsanwalte bei dem Landesgerichle in Staaizm^? 5 ^^" Staaisanwalt'Substituten bei der '" Graz Dr. Gustav Zistler ferner >>,' ^^""walts.Stkllvertreter in Graz ernannt, Nnd^j ,?!aa. ^'" ^"suchk« von Leoben nach Graz ^'chte uVm " Gerichtsadjlmcten bei dem Landes« ^ubstit...« - s ^''"st Steiner zum Staatsanwalt, '""en ln Leoben ernannt. hat den"^'!-^" und Leiter des Justizministerium« Vloriz «-^""staatsanwalt-Stellvertreter in Graz Dr. bei dem « "v°" Pslügl znm Landesgerichtsrathe "ndesgerichte in Graz ernannt. ^Ucker" ^'Abruar 1881 wurden in der l l. Hof- und Staats-« ^nisch»,, '"/en zu der italienischen, böhmischen, polnischen, Ube des ^,l"^"''schen. lroatischen und romanischen ?l»S. " und zw^3,"^s I««0 des Neichsneschblattcs das Titel-v Das A, "leprrlurieil aiisaegeben i,nd versendet. !. Mitc,,, ^rprrtorinm enthält cin chronologisches und " Jahres i»»?^^"'sch^ Verzeichnis der in den I.I Stücken "»" illildgcmachten Gesetze und Verordnungen. ("Wr. Ztg." Nr. 43 vom 23, Februar 1881.) Erkenntnisse. Das t. t. Landgericht Wien als Pressgericht hat aus Antrag der l, l. Staatsanwaltschaft ersanüt. dass der Inhalt der Nr. 2 der Zeitschrift «Per Osten" ddto Äubapest. 6 Februar I8»l, in dein darin unter drr Aufschrift „Das allgemeine Stimmrrcht oder dir ^^'oliiliu,," entbaltcnen Artikel das Vergeben nach 8 '"»N5 St, G, brgründc. l^nd '> ' "^> " "'^ 3t, PO. das Verbot de» Weils, vli'l'vi'iülnq fticser . - spronirn. Das l. s, ^nndetgcricht Ht>ien c. . ^ , ..___,: hat auf Nntraa. der l. t Elaalsanwaltschnst erlannt, dass der Inhalt der Nr 346 der Zeitschiift „Wiener Allgemeine Zeitling" dbto. lüten Februar 138l in dem Nltilcl unlcr der Ausschrist: „Wien, 14 Icbiuar" das Vergehen nach tz :i(»0 Et w begründe, und hat »ach tj 493 St. P, O. das Ucrbnt der Neiterverbreitung dieser Druckschrisl ausgesprochen. Pas l. t, Landesgericht Wien als Pressqericht hat auf Vlntran der l. l, Stnatsauwallschnft erlanut, dass de: Inhalt der Nr. «275 der Zeitschrift „Deutsche Zeitung" vom 15. Februar 1881 in dem barin unter der Aufschnft: „Wien. 14 Februar" enthaltenen Aufsahe das Vergehen nach § 300 St w, begründe, und hat nach § 493 St, P O das Verbot der Weite,verbrci-tung dieser Druckschrift ausgesprochen, )iichtail,tlicher Theil. Se. Majestät der Kaiser haben, wie der .Pester Lloyd" meldet, für das in Budapest zu errichtende technologische Museum 2000 ft. zu spenden geruht. Sc. Majestät der Kaiser haben, wie der «Bote für Tirol und Vorarlberg" meldet, der Gemeinde Snsa zu Kirchenbauzwccken und der Gcmeindepaicllle PiauS zum Schulbaue je 200 fl. und, wie das un-garischc Amtsblatt mcldel, den Gemeinden Brusnica und Vasvär für Schulbauzwccte je 100 fl. zu spenden geruht. Aus dem SprachenauSschuffe. Dem telegraphischen Berichte ilber die Sitzung des SprachenmlsschusssK des Abgeordnelenhauses am 23. d. M. lassen wir heute den ausführlichen Bericht über diefe Sitzung folgcn. Bei Vegmn derselben richtete der Vorsitzende Dr. Mler von Grocho lsti an die eingetragenen Redner Dr. Hallwich und Dr. Sturm die Anfrage, ob sie das Wort zu ergreifen wünschen. Dieselben traten jedoch das Wort dem Abgeordneten Freiherr» v. Scharschmid ab. Derselbe er-klärle: „Ich bin beauftragt, im Namrn meiner Ge-sinnungsgknoss.'n zu erklären, dass niir liach den Vo» gangen in der letzten Sihnng es fin unmöglich hallen, uns weiter an der Debatte ülier den Antrag des Al>. geordneten Dr. Helbst und Genossen zu betheiligen. Wir müssen eine solche writere Betheiligung anch als ganz nutzlos betrachten, weil nach den Aeußerungen des Herrn Abg. Dr. Rieger eine so weitgehende Ver. ----------------- schiedenheit staatsrechtlicher Anschauungen hervorgetreten ist, dass dadurch eine Vereinigung der Ansichten übrr den concrete» Berathungsgegenstand autz-geschlossen wird, und weil anch von jener Seite die Annahme eines Antrages in unserem Sinne im vorhinein als undenkbar bezeichnet worden ist. Wir müssen uns daher vorbehalten, auf die Ausführungen drs Abg. Dr. Nieger und des Herrn Ministers bei einei anderen Gelegenheit zu antworten, und beschränke!', uns in dcr gegenwärtigen Verhandlung nur mehr auf die Einbringung eines Antrages, den wir für d?» Fall seiner Ablehnung als Minoritälsvotum anmelden. Redner verlas hierauf folqenden Antrag: «Das hohe Haus wolle beschließen: In Erwägung, dass i>' Erlasfilng allgemeiner Vorschriften znr Durchführn,!,! des in Art. 19, Absatz 2, des Swatsgrulldgrsetzes vum 21. Dezember 1807. R. G. Bl. Nr. 142. anellannlcn Grundsatzes der Gleichberechtigung aller landesüblich-» Sprachen in Schule, Amt und öffentlichem Leben „ur auf dem Wege der Gesetzgebung zulässig ist- in d> wägung, dass durch die für Böhmen und Mäh^i ergangene Ministeriulverordnung vom 19. Apnl ltt-5 > administrative Vorschliften erlassen wurden, weich«' auch Verhältnisse berühren, die den Gegenstand von Bestimmungen bestehender Gesrhe bilden; in Erwä» gunq, dass der Unterschied zwischen landesüblichen u»d Landessprachen, welcher in jener Verordnung auhfs-acht gelassen und von der Regierung in der Veanl, worlung der darauf bezüglichen Interpellationen be-stritlen wurde, fowohl im Art. 19 des Staalsgrunb-geseheö vom 21. Dezember IK07. N. G. Bl. Nr. 142. beglündet als auch durch Erkenntnisse der höchsten Gerichle ancikannt ist; in Erwägung, dass die Behauptung der Regierung, die erwähn!« Verordnung habe sich von dem in Böhmen und Mähren gellenden und praktisch geübten Rechte nicht wesentlich entfeint, durch wiederholte Erkenntnisse des obersten Gerichtshofes widerlegt wurde; endlich in Erwägung, dass die durch diese Verordnung geschaffenen Zustände auf die Rechtspflege, namentlich m dem deutschen Sprachgebiete Böhmens, einen störenden Einfluss üben, u« Verkehre der beiden Volksstämme neuen Zwiespalt hervorrufen, erklärt das Abgeoidnelenhaus, dass es die Erlassung der erwähnten Verordnung durch die von der Regierung in Beantwortung der Interpellation der Abgeordneten Wolfrum und Genossen un-gefühllfn Gründe nicht gerechtfertigt und die Wieöei-herstellung des den Gesetzen entsprechenden Zustande« im Interesse der Rechtspflege geboten erachtet." Folgen die Unterschriften: Scharfchmio, Chlu-mecly, Hallwich, Herbst, Sturm, Ta uff er er, August Wecber, Wolfrum, Wurmbrand. Abg. Hohenwart erklärte, er halte es für fchwer, nach dieser Erklärung weiter zu debattieren; Iieuisseton. ller Mensch und das Papier. Von Dr. Karl Müller. der Piens^H'chte des Papieres ist auch die Geschichte liche z>,'^"l- Ohne das Papier würde die unermess-^inme f ^"l b" Buchdruckerkunst nur eine sehr ^ll 'sw ^'"' Jene großartige Eultur Europas, wie Mne's"' seiner Wissenschaft. Kunst und Industrie H?nden? ''?^"' ""rde ohne das Papier kaum vor-"legralk '>. ' ^Papier ist der erste großartige '"itei„H. durch welchen sich die Völker der Erde sanken ? l"chte Weise in Verbindung sehten, «!""ch is/ü Entdeckungen mittheilten. Sein Ver-^"le ei,.« m,."«Uirliche Maßstab für die geistige lohe s... '""lies, wie es der des Eisens für die ?'l Liebin ^verblichen Thätigkeit ist. und wie. um l" alla?.?. 5" "dm. der jährliche Bedarf an Seife Docl. !" ^"lturzustand eines Voltes andeutet, "n Pavi/r '!!.^^ ""luer war es wie heute, wo man . lbt. tu,. ^ ""''9 weld einen Gedankenfpeicher er-x ""ten W odnctions-verhältnisse zu überwinden, welche durch die Concnr» renz dcr überseeischen Länder geschaffen worden seien. Abg. Kviöala polemisiert gegen den Abgeord« neten Promder. Dieser habe erklärt, dass alle Deutschen in dem Antrage der Majorität eine Gefahr erblicken. Dazu habe er kein Recht; denn auch auf der rechten Seite des Haufes sitzen Vertreter von Millionen Deutscher, die sich nicht einfach durch eine Redewendung wegleugnen lassen. Die Majorität wolle nicht das Reichsoollsschulgesetz als solches, sondern nur dic Mängel desselben antasten. (Bravo! links.) Der Ruf nach Gewährung von Erleichterungen sei so laut uud dringend geworden, dass er nicht mehr über-hört werden konnte. Der Ministeri^lerlass vom Jahre 1879 zeige deutlich die Dringlichkeit und Berechtigung dieses Rufes. Wcnn man auch das Gutt', das die Voltsschule geschaffen, anerkenne, so dürfe man doch nicht vergessen, dass das Volksschulgesetz mit der Wirklichkeit nicht so gerechnet hat, wie es halte rechnen sollen. Man ist deswegen noch kein Finsterling, kein Schulfeind. tVin Reactionär, wie cs von vielen Seiten, die eben dem Grundsatze huldigen: wo Argumente fehlen, da stellt eine Schmähung sich leicht ein, mit so großer Vorliebe propagiert wird. Ein erheblicher Mangel des Schulgesetzes sei es, dass dasselbe bezüglich der Schulpflicht zwischen den eintlassigen Schulen und den Schulen höherer Kategorie keinen Unterschied gemacht habe, da doch bei den einklassigen Schulen die Schulpflicht leicht in Schnlmüssiggang ausarten könne. Gerade bei den einklassigen Schulen sei eine Reduction der Schulpflicht möglich, aber auch dringend nothwendig. Redner will nicht für eine Herabsetzung des Lehrzieles der einllassigen Schule plaidicren. glaubt jedoch, dass dieses Lchrziel bei einem sechsjährigen Alltagsunterrichte erreicht werden kann. namentlich, wenn noch ein Wiederholung«« oder Fortbildungs-unterricht hinzutritt. Er belont, dass der Unterschied zwischen Ma-joritäts- nnd Minoritälsantrag nicht etwa: hie Lan-desß/'setMbnng, da Neichsralh, definiert werden könne, sondern LlNldesgesetzgebuna. einerseits, Ministerium andererseits bezeichnet werden müsse. Die Minorität wollte damit allzu großer Verschiedenheit in den einzelnen Ländern vorbeugen, aber die Gleichförmigkeit ,st dann nnr wertvoll, wenn die Bedingungen dafür vorliegen. Das Neichisch>,lges»h selbst habe die größte Bresche in die Gleichförmigkeit gelegt, indem es pa« Jedenfalls hatte gleichzeitig seine Sprache ebenso ge-walliq an innerem Zusammenhang gewonnen, woraus die Nothwendigkeit verbindender Sprachbilder, wie sie die Natur nicht mehr liefern konnte, hervorgieng. Keile und Meißel waren die Griffel, mit denen man in Babylonien und China, jenen uralten Sitzen früher Menschencultur, auf platte gebrannte Ziegel und dünne schiefrige Steinplatten, das erste Papier, schricb. Bald schrieb man auch mit gespitzten Steinen, noch später mit Metallstiften. Den Stemen folgten Metallplatten, der leichteren Bearbeitung wegen zuerst wahrscheinlich von Blei. Zu diesem neuen Papier, zu dessen Zu» bereitung schon gewisse chemische Kenntnisse erforderlich waren, gehörten härtere Griffel. Der Mensch fand auch diese in harten Steinen. Eisen und Kupfer. Das letztere verwandelte sich bald aus dem Griffel in ein härteres Papier um; denn das Blei eignete sich feiner Weichheit wegen wenig dazu, die unterdes vervoll« lommneten Schriftzeichen einer späteren Zukunft auf« zubewahren. Der Mensch ersann ein Verfahren, das Kupfer in Platten auszuwalzen. Eisen diente als Griffel. Dies alles genügte dem unaufhaltsam vorwärts schreitenden Menschengeiste nicht. Er griff zu Holzplatten, in die er mit Knochen uud Kupfer seine Buchstaben eingrub. Die Weise war bequem, und sie wurde es noch mehr. Bald überzog man die Holz« tafeln mit Wachs und schrieb mit Horn« oder Silber« stiften. ", '", v In dieselbe Zeit fällt die Anwendung der Thier« haute und chi-ri^ev Lingeweide zum Schreiben, Je mehr der Mensch sich ausbildete, umso allgemeiner musste das Schreiben, folglich auch umfo bequemer werden. Um ein Buch zu schreiben, konnte man nn-möglich dicke, schwere Materialien gebrauchen. Der Mcnsch griff zu Baumblättern. anfangs zu denen der Palmen. Die Egypter bedienten sich ihrer zuerst. Darum nannten auch die Griechen die egyptischcn Schriften „phönizische Buchstaben", da bei ihnen die Palme — wie heutzutage noch die Dattelpalme — Phönix hieß. Noch jetzt bei manchen Naturvölkern üblich, schrieb man bei ihrem ersten Gebrauche nur „heilige Bücher" auf das Palmblatt, darum auch das «heilige Blatt" genannt. An die Stelle der Blätter trat später der Bast der Bäume, namentlich der Linde. Birke. Ulme und des Ahorns, in welchen man die Buchstaben mit Nadeln, später mit dem Schreibrohre ritzte. Bei den Römern hieß dieser Aast Ouaita corticßH (Nindenblatt) oder liber (Bast). Dieses letzte Wort behielt dann ihie Sprache auch für ein ganze«, aus solchen Blättern bestehendes Buch bei, weshalb liner bei ihnen sowohl Bast wie Auch bedeutet. Da die Vaststücke aber von gleicher Länge waren, wurden auch die geschriebenen Bücher, in unserem Sinne Ca-pitel, gleich lang. Die alten Deutschen schrieben zuerst auf Birkenast. Darum heißt auch eines der ältesten deutschen Heldengedichte der „Birkengesang". Vom Baste zum Leinen- und Aaumwullengewebe war nur ein Schritt. Aus Pinsel und Farbe wmdrn Griffel und Tinte. l«chlus« folgt.) rallele einklassiae und mehrklafsige Volksschulen" Leben rief. Außer der andere Standpunkte zu berücksichtigen; led« ^ müsse seine Bedürfnisse selbst am besten kennen, l" Landtag werde gewiss dahin wirken, dass das oc ' fende Land nicht hinter anderen zurückbleibe, oc>!«" trotzdem, wo es möglich ist, Erleichterungen ge^ werden. Redner bespricht hierauf die CompettllM und hebt diesfalls insbesondere hervor, dass "l ^ joritätsantrag den Landtagen nicht das "^'"z^ räumen wolle, die achtjährige Schulpflicht auM ^ sondern beabsichtige, denselben die Vefuglns i" !, theilen, Begünstigungen einzuräumen. Redner!^. mit den Worten: Gebt dem Reiche, was des ^ ' dem Lande, was deS Landes ist! (Lebhafte: «^ Redner wird von vielen Seiten, auch von M neten der Linken beglückwünscht.) ^ Hierauf wird die Debatte über den W""N , Abgeordneten Lienbacher uud Genossen abgevr^ Der Präsident bemerkt, dass er «»!""' Vorlage des stenographischen Protokolles M«""'., einer früher von ihm überhörten Aeußerung oes ^ Ritter v. Streeruwitz gelangt sei, welche N ^ anlasse, den genannten Abgeordneten »achtraM Ordnung zu rufen. ,. hie Dcr Präsident gibt hierauf bekannt, M», ^ zu Beginn der Sitzung vorgenommene WaYl Ausschusses von 24 Mitgliedern für die VorberM der Anträge, betreffend die Abänderung der ^ ^ raths-Wahlordnung, folgendes Resuliat ergebe»" Es el scheinen als'gewählt: die Abgeordneten"^ v. Ehlunil'cty, Dr. Tomaszczuk, Dr-^n lWeeoer. Graf Hohenwart, Dr.Klatt,el Alois Liechtenstein. Ignaz Freiherr o°" ^i. j vanelli. Ritter v. Spaun. Filrst Czartory! ,^ > Ritter v. Smarzewski. Dr. Smolta, 5"" Graf Clam.Martinih, Tonner, LienbH^ Ritter v. Grocholski. Freiherr v. Schars^^ Dr. Herbst, Dr. Fanderlil, Dr. Nuß. ^ Hammer. Dr. Klier, Dr. Kopp. Dr. Tt" Dr. Rieger. ^ Die Abgeordneten Dr. Kopp und ^"losle" l< ten an den Herrn Ministerpräsidenten eine 3^„, lation, betreffend die Ausweisung zweier Soc«" kratcn aus Innsbruck. ^- Zur Lage. ^ Das «Neue Wiener Tagblatt" "^ eine recht amüsante Geschichte des Ursprünge« ^ .Verlaufes der mit dem Studium der NurdbaY''!^, i beauftragten ministeriellen Commission. ^.,A die , capitel dieser Geschichte bildet der Bericht "vc ^, ! Meinungsdifferenzen, die zwischen den Vertrete ^ Finanz« und des Handelsministeriums schon t> ,^z, ersten Besprechungen entstanden und durch ein "!^>! ' gerichtliches" Eingreifen des Justizministeriums veg^,^ oder eigentlich nicht beglichen sein sollen. Wir be."^^, schreibt die ..Wiener Vlbendpost", dieses ganze ^H^ tasiegebilde unbarmherzig zerstören zu milsseN- ^z können nämlich auf das bestimmteste versichernde die besagte ministerielle Commission, in deren . ^ das „Tagblatt" so heftige Kämpfe entbrennen n^, nun noch gar nicht zusammengetreten ist. ^ eil^ zählung des erwähnten Blattes darf sonach,A^sB< mal den Anspruch erheben, gut oder gesch'"' den zu sein. aei> Ein Wiener Brief der „Schlesisch.e" A^ l tung" beschäftigt sich mit der gegenwärtigen?^ s lame ntarischen Situation in Oeste.^ü und tadelt entschieden das ostentative H"^ 'D der nationalen und provinzialen Sonderslan ^z, seitens der einzelnen Parteien des Abgeordnetes ^i „Wie alles, was jetzt von dieser oder jener -^ ^ beantragt wird — so heißt es dort — sind a^^ gegenwärtig vorliegenden Wahlreformantrage ,^,i, Flickwerl. bestimmt, einige Stimmen z" ^St^ man stellt sich immer nur auf den nationalen ^ ft punkt, der doch nur ein einseitiger sein kann. ^^ kommt es, dass das provinziale Interesse das^ ^ht interesse immer mehr zu überwuchern droht. ^^ es bei dcr Steuerreform, so bei der Reform der ^ gesehgebung. Es ist eine schiefe Ebene, aus oe ^ sich bewegt, und es ist endlich höchste Zel», °a' ^ Halt macht. Auch in der jüngste» Sitzung des " ^c ausschusses drängte sich wieder bei ÄeratY>Mcc Gebäudcstluer das provinziale Interesse in N e„t>e Weise hervor, es ist überhaupt eine 5"^ Wll Thätigkeit nicht zu erwarten, wenn der gr0ftl ^e< der Sitzungen ste>s nur mit Recriminationen füllt wird." . „,ell e»' Noch entschiedener gibt demselben ^da/^g Wiener Brief der „ St.. Petersburger H, e' .^ vlnsdrnck. Es heißt darin: ..Wir sind d"y>" ^ d"' men, dass nur noch die nackte Leidenschal.tUH ^e miniert. Es wird keine Polilil gemacht, "Hl ,^ „„!, Ziele leiten die Parteien, sondern UnduldsaN" ^,, Hass lassen dieselben in hässlicher Weise M^ Ml pfen. Hüben uud dlüben. links und recht« N^F nur darauf aus. sich gegenseitig zn ä'raern. ^ ^ ^ nlcht, ob da», wüs der oder jener wlll. 9" M statthaft ist; man dilcutiert leine Forderu"^. 4oz ^b^ bei Politikern von selbst vGundin ' '""'sucht nicht, im gegenseitigen I,i. ' «"C2pr mi!^'" ^Staates sich zu verständigen die in?r '' zu schließen, die a in der großen lw'^ll N ""'"" P'l.tik unerläßlich sind, nein, ^die Hn^V"^^ heischen, vernichten, '" den AuV? ^«rbltterun« sührt im Parlamente, "ste Wott V'"'/ '" der Presse das große, das E»uat.°n si,^ «?"" ^ ^^^ ""then, in welcher WchlbewM s- ^^lerung befindet. Nur das edelste l" u d ^ ^'V '"" d'e reinste Aufopferunqsfähig. ^«en und de ^I^U^rzeugu.g,' las Vche z°u l«"» u, >.« ^ ?'""^ ^m.t am besten zn dienen, U"'cr d n . lirachleus ehrliche Männer bestimmen, lGn m,.3i^"""'^^ bri uns herrschenden Verhall-'iVtacht« n. "uözuharren und die Dornenkrone der ^// zu tragen." Vom Ausland. l5»len"edera^ ^' ^r^. in Konstantinopel er-Aote vom ,?A ^" Antworten auf die türkische chisch-tUr, c. '"' 'lt "der den Sland der grie-plannt M.M« ^ enAngelcgenheit nichts Neueres Eiteren O„X"' "'^ scheint auch lein Anlass zu ^"s wird,m "c^"^udeu llewescn zu sein. Uebri. ^ss die j., w "'chledenen Seiten darauf hingewiesen, ^traulick, r «, "'laulinopel schwebenden Pourparlers Die N " u seien. ^lechiscken^/^ bie Einberufung der ^"ili^fii^ ^ Deserve« werden durch neuere, wie ^g.nn^ s,^s^' °"s li.öffnnngen der griechischen tWnl ." '>7'l zurückzuführende Mittheilungen dahin ""' t>>e' E^"!^"'^ r'chtiggcst.llt, dass eö sich nnr ?^" um e ,. .^ einzelner Icchrgänge, leinrswcgs ^"akter -,' ' ^ Einberufung handle, welcher der ""gMess,.,, . l, dlohendcn kriegerischen Maßnahme llch dieser »„" ^'",te. Es llegt also ailgeuschein. lu>ig die m.s^^^'lchcr Srite stammenden Eiläute-lassuiw .,,'. 1'^l zugrunde, einer beruhigenden Auf-^dnl/l^ auch "' der Presse Eingang gefunden, In in u^'-'ll. der amS«.,,«^^ ^c» die Beschlüsse deS Senates. Mhte ^,!^? dle VieheinfnhrMe nm das Fünffache öollgesetz°z "/'^gnlsjen über das Zustandekommen des hllndelsve/t, " welchem auch der Abschluss neuer >i»d das«/ ^ "vhängig 'st. Anlas«. Die Freihändler ^ldüetrn'f,. Gesetzentwurf nicht wieder an die Ab« EessiDi, k»'"s!"." zul'ickzuleiten, sondern für die nächste Ehalten ^'""'ch Neuwahlen vorangehen, vor-?^l bereit« '" ^^" erscheinende „Opinwne" er« Müsse d s ^'""' ^llarmruf über die erwähnten Be. l letz wii^ ''"'Mischen Senates, welche, wenn sie «chlvcren ^'' °er italienischen Viehausfuhr einen . Aus?^ "Z belbri.igen würden, huptet .„."do", 22. d. M.. wird gemeldet: Man lehr erns Ä^ Bestimmtheit das Vorhandensein «"etK.,/ /,- eg.k"säl>e zwischen den (5a- llr IrlanZ <5?ern inbelreff der Agrarreform Minter Nl c' ^. Gladstone weigere sich in be-!."' Cabinet .'^ "" Drängen der radicalen Elemente M. tvelH« ^"^'^"' Auch die Meinungsverschieden-^ Z!ue<^„ f" schuhe des Cabinets über die Frage "en nock s ^ der Räumung Kandahars besteht, l"gs von 9l ",'. ^»geachtet drs Drängens des Her- ""^ Clia„,s v" und der Eabinetsmitqlicder Aright s" ei" Beschluss, Kandahar zu "och nicht gefasst und , I«, /, Evacuation noch nicht ertheilt worden. ^Uiichtia'lU's^n Oberhaufe steht demnächst ^" bu?. ^"Ue über die Heeresorganisa-^'ll niim^ ^" Feldmarschall Lord Strathnairn "laae d X aus London gemeldet wird, bei der i>iliit., """"budg.'ts die längst von allen Militär- ^tttz 6l-',em,ll!,g des italienischen Eonsnls ^stanti..^"". ^"nundetti. «um Generalconful in Z°l. C ','^l ".elnüpft wurden, sind. wie man der s.,'° ^ns/kun!!"! ^iom versichert, völlig unzutreffend. I°lgt üb'"U' .ll des Herrn Sinwndetti von Galatz er. Ve die ^^'" wiedeih,lt geäußerten Wunsch, und , l"°ndMi !"""" ""^ Avancements für Herrn °"s»lz i, '«^u dcm der Tod drs italirnischen General- °lgs drzs,,, "s"U>'. Hl'rrn Stramdio. und im Ge- ''!, der 3 '"" eine ziemlich umfasseude Verschiebung >e den «""'dung drr ilalienischkn Eoüsularfunclio- ^""undetti« . geboten hat. Aus dcr Versetzung . Do,,, s ""' ""^ "^ränderte Haltung Italiens in , ' Wejl s>"^ ö" schlichen. gehe schon darum nicht !'uhln, Herrn Simoiidrttis Beförderung die An. ll" Il'str ..''"°" " "icht streng im Einklänge mit fließt u.!.°"" s"""' N''g'erumi vorgegangen, aus« ' """ we,l, um Herrn Simondetti» Instruc- tionen zu ändern, dessen Versehung durchaus nicht er-forderlich wäre. Das italienische Cabinet betrachte die Donaufrage überhaupt nicht unter dem hochpolitischen Gerichlswinkcl der Wiener Blätter, wie schon aus dem Umstände hervorleuchte, dass dieselbe dem Nes' sort dcr Generaldirectiou für dir äonsulate zugewiesen ist, also als commerzielle Angelegenheit behandelt wird. Mgesueuigkeiten. — sHochze itsgeschenk für die Prinzessin Stefanie) Der Schmuck, den die Stadt Budapest für die Braut Sr. k, k Hoheit drs durchlauchtigsten Kronprinzen Rudolf anfertigen lieh, ,st seiner Bestimmung würdig. Er gereicht — bemelkt ..Hon" — der ungarischen Kunstindustrie zur Ehre und wird nicht allein wegen seines inneren Weites, sondern auch wegen des hervorragenden Geschmackes, der sich in allen Einzelheiten bekundet, und wegen der stilgemäßen Vollendung ein bleibendes Denkmal bilden. Am marcautestcn Prä-sentiert sich der Gürtel - dieser ist, wie auch die übrigen Gegenstände, aus Silber; eine aus viereckigen Plättchcn zusammengefügte Kette, jedes einzelne Plättchrn mit Diamanten in den Ecken und einem in allen Farben deL Regenbogens schillernden Opal in der Mitte geziert. Nicht minder wertvoll ist auch die Halskette: eine ganze Reihe kleiner Diamanten, stellenweise von einem größeren Opal unterbrochen, blendet das Auge durch ihren fascinierenden Glanz. Die Kette reicht beinahe bis zum Gürtel und endet vorne in den belgischen Löwen, einen zehn Karat schweren Opal im Wappen. Unter den llei neren Gegenständen sind namentlich die Haarnadeln von besonderem Interesse; es sind ihrer sechs vorhanden, auö Silber gearbeitet und emailliert, der Kops auK einem von Diamanten umkränzten Opal gebildet. Schließlich wären noch die vierzehn Schnallen zu erwähnen, eine comftlette kleine Garnitur für sich und gleichfalls mit Diamanten und Opalen geziert. Der Schmuck wird in einsl.' knnstvoll gearbeiteten silbernen Cassette überreicht werden. Die Zeichnung des letzteren Stückes ist ein Werk von Schikedanz. die plastische Verzierung von Wilhelm Nettl — (Lessing-Feier.) Dienstaas abends fand in den Ränmen des wissenschaftlichen Clubs in Wien eine von den Mitgliedern desselben veranstaltete Lessing» Fcier statt, zu der sich ein zahlreiches, distinguiertes Publicnm. wornnter Ritter v. Schmerling und Dr. von Stremliyr. eingefunden hatte. Eingeleitet wurde der Abend mit einem Vortrage des Profrssors Horawih über Lejsing. Nachdem Professor Dr. Horawih geschlossen, ergriff Professor Dr Karl v Lützow dal Wort. Hieran schloss sich in vorgerückter Nachtstunde ein animiertes Bankett. Professor Lützow sprach den ersten Toast auf Lrssing. — (Reich bedachte Vereine.) Der vor kurzem in Prag verstorbene reiche Großindustrielle Max Vormiher hat in seinem Testamente das deutsche Casino in Prag mit 100.000 st. und den dortigen deutschen Turnverein mit 10.000 st. behufs Erbauung einer Turn-halle bedacht. Das gesummte NachlasSvcrmögen Dor-mihers wird auf vier Millionen geschäht. — (Ueber den Weltverkehr.) Baron Josef Doblhoff hielt oiefertage im Wiener wissenschaftliche!, Club einen Vortrag, in welchem er dem zahlreichen Auditorium eine allgemeine Uebersicht über die größten Fortschritte auf dem Gebiete des Gblkerverkrhrs bot. Der Vortragende greift auf die Ansänge des Weltoec« lchrs zurück; cr bespricht die Gründung der ostindischen Handclscompagnicn und geht dann näher auf die mo» derncn Mittel des Weltverkehrs ein. dessen Fortschritte er an dcr Hand statistischer Daten in umfassender Weise darlegt. Nach einer Erörterung der Uranfänge der Dampfschiffahrt werden die verschiedenen Errungenschaften der Epoche 1820 bis 1870 auf dem Gebiete der Schiffetechnik, des PoslwesenS. des Telegraphen vorgeführt. Von !839 bis !ft70 steigerte sich dcr Vriefucr-lchr in England von 82 auf 862 Millionen pro Jahr, die Zahl der Postämter von 4500 auf lN.sXX). Japan erschloss 1854 seine Häfen und eröffnete so neue Han» delswege. Aus die mueste Epoche des Weltverkehrs übergehend, berührt der Vortragende die Bedeutung des Suezkanals, der Missonribahn und anderer großartiger Neuerungen auf dem Gebiete des Weltverkehrs, Nach einer Parallele zwischen den Einwirkungen deb Suez« kanals und der Pacificbahn ans die Entwicklung der Handelswegc erfahren wir bci der Besprechung der Au5' dehnuna. des Schienennetzes. dass Europa 184'? 9162 Kilometer. 1879 schon 160.000 Kilometer Eisenbahnen hatte. Die Vereinigten Staaten besitzen ein Eisen» liahnneh. das nur um ein Sechstel kleiner ist. als idas von ganz Europa. Varon Doblhoff bestimmt > die Fahrtliingen einzelner großer Linien und berichtet, dass er in sieben T spielt wurde. Ei gilt dies ebenso von Herrn Balajthy (Graf Vrunneck), der seine Rolle mit Wärme und Ver, siändni« durchführte, und von Fräulein Patz al (Comtesse Priska). als auch von Fräulein Kühn au (Tom. tesse Friederile). die überhaupt für die Darstellung der ezclusiuen Backfisch-Naivetät — allerdings auch nur für diese — ein ganz hübsches Talent verräth. Herr Zerr (Graf Maroly) besitzt zwar noch nicht die nö» thige Sicherheit und Ungezwungenheit im Anftreten, doch brachte auch er seine Partle diesmal in sehr anerkennenswerter Weise und ohue Verstoß zur Geltung. -— Das Haus war ziemlich schwach besucht. — (Belletristische Literatur.) Von „P. K. Noseggers Ausgewählten Schriften" (in W Lieferungen 5 25 kr.; A, Hartlebens Verlag in Wien) liegen bereits die Lieferungen 7 bis 10 vor; diese Sammlung geht also mit voller Rüstigkeit vorwärts. In der zehnte» Lieferung schließen „Die Schriften des Waldschulmeisters". Die Kritik hat mit seltener Einmüthigleit dieses Werk als ein gedankentiefes, durch und durch fesselndes Buch erklärt. Es schildert die schlichten aber großen Thaten eines armen Mannes, der mit seinem reichen Seelen» leben, uach bösen Erfahrungen, die er in der Welt gemacht, in die Einöde gegangen ist und aus einer Colonie von Waldteufeln. Wildschützen. Flüchtlingen und Verbrechern eine geregelte Gemeinde gegründet hat. Die Schilderung des seelenvullen. kindlichen und doch so thatkräftigen Mannes, die Zeichnung der Waldmenschen und der Hochgebirgs-Natur wird meisterhaft genannt. In das verlorene Wald« leben tönen von der Ferne stets die großen Weltereignisfe der ersten Hälfte dieses Jahrhunderts hinein. Arkadische freuden, tieftragische Conflicte und ein stilles versöhnen» des Auskliugen! In Bezug auf ihren Stoff und auf ihre Anlage dürften die „Schriften des Waldschulmeisters" wohl zu den originellsten Büchern unserer Zeit gehören, sowie sie in Bezug auf ihren tiefsittlichen Geist zu den gehaltvollsten zu zählen sind. In der 10. Lieferung finden wir den Beginn von Roseggers „Sonderlinge aus dem Volle der Alpen", einer Sammlung kürzerer Erzählungen, theilweise ebenfalls von be sonderer, eigenartiger Schönheit. — Die von der Ver-lagshanolmig veranstaltete Ausgabe von Noseggers „Ausgewählten Schliften" in 12 Bänden (zum Preise von 1 fl. 25 kr. pro Band) für jenen Theil des Publicums, welcher die Lieferungsausgaben vermeidet, welchem aber ebenfalls Gelegenheit zu bequemer Anschaffung in Bän» den dadurch geboten werden soll, ist bereits bis zum zweiten Bande fortgeschritten. UkUtftt ßöft^ Original-Telegramme der „Laib. Zeitung." Berlin, 24. Februar. Vei Berathung des Etats im Reichstage bezeichnet Richter es als ein Miss-Verhältnis, dass alles in Preuften-Deulschland auf den zwei Augen Bismarcks beruhe. Er sagt, das Schwanken des persönlichen Regiments erzeuge Verwirrung. Bismarck antwortet, man müsse ihn verbrauchen, wie er ist, oder ihn beseitigen. Kein Land könnte mit gleicher Ruhe und Sicherheit wie Deutschland in die Zukunft sehen. Die Neichsverfassung kenne nur den Reichskanzler als verantwurtlichen Minister, der ab.r vor allem dem Kaiser verantwortlich sei. Ein zaghafter Reichskanzler ohne eigene feste Mei« lmng wäre überflüssig. Mit den Ressortchefs lebe er stets im Einverständnis, werde dies gestört, müsse einer oder der andere weichen. Den Vorwnrf öfterer Nende-ruug feiner Ansichten weist Aismavck zurück. Sein Hauptziel sei das Wohl des Vaterlandes nach außen und nach innen; ob dies durch conservative, liberale oder diclatorische Richtung zu erreichen sei, bleibe ihm gleich, von dem Hauptziele aber sei er niemals abgewichen. London, 24. Februar. Als Gladstone gestern abends vor seiner Wohnung den Wagen verlieh, glitt er auf dem Trottoir aus und siel mit dem Kopf gegen den Wagentritt, wobei er sich eine ziemlich tiefe Wunde zuzog. Gladstone hütet da« Bett, der Wagenverkehr durch Downingstrect wurde verboten. Vishcr sind keine elnsthaf'en Folgen zu befürchten, Fieber ist nicht vorhanden, doch sind einige Tage absoluter Ruhe noth« wendig. Kairo, 23. Februar. Se. t. und k. Hoheit der durchlauchtigste Kronprinz Elzhcrzoa. Rudolf reist heute nach Fay um ab und begibt sich von dort nach Oberegypten. Die Nücklehr nach Kairo erfolgt voraussichtlich am 18. März. Wien. 24. Februar. (Abgeordnetenhaus.) In der Generaldebatte über die Anträge bzüalich der Schulpflicht ergriff Se. Excellenz der Herr Minister für Cultus und Unterricht Freiherr von Conrad-Eybeöfelo unter allgemeiner Spannung das Wort. Dle Abgeordneten begaben sich in den Fond des Saales und bildeten um den Sprecher einen Halbkreis. Se. Excellenz der Herr Minister wies vor allem darauf hin, dass bei der Durchführung des Voltsschul» gesehes sich Mängel gezeigt haben, denen abgeholfen werden müsse. Er widerlegte die Behauptung, dajs er nur zu tadeln wisse und die große Bedeutung des Vulkoschulqesetzes übersehe, mit dem Hinweise auf seine frühere Thätigkeit. Se. Excellenz findet übrigens Aeuße. rungen, wie sie im Hause gefallen sind, dass nämlich eine Umwälzung des Systems eine Erschütterung d Fundamentes des Baues der Volksschule droye. »" angethan, oic Schaffensfreudigkeit der Tausende Lehrern und Schulorganen zu lahmen. Die Reg'«"'» könne in der Stabilisierung von Mängeln leinen 6" schritt, sondern eher einen Rückschritt erblicken, « man aber bei dem Versuche nach Beseitigung"!. Mängel hinausrufe: „Die Schule ist in GeW-dann müsse er fo laut als möglich diesem lM der Etklärung begegnen: ,, «... Die Schule ,st nicht in Gefahr, oichlbe" » sichert, und wer es unternimmt, die ruhige l>^» sicherte Entwicklung der Volksschule zu unters findet untcv seinen ersten Gegnern die Regierung-Herr Minister wieS weiter darauf hin, dB > .^ Velhältnissm Rechnung getragen werde» ln">!^^ sich nicht unter die normalen Äeihältnisst m ^ ^ und Märkten einreihen lasfen, und dass auch da« ^ dürflii« nach billigem Unterrichte soweit, da!« ^ Qualität des Unterrichtes nicht leide, befriedigt lw. müsse. Inbetreff der Cumpetenz des MäM^ lheilt Se. Excellenz die erhobenen Bedenken Mch'. ,^ es ja Sache des Neichsrathes fei, über die von Majorität gewiinfchte Einführung des Fortb'^'^ Unterrichtes an Stelle des täglichen Unterrichtes" ^ letzten zwei Jahren Beschluss zu fasfeu. Led'gli^ Durchführung solle Sache der Landtage se»>- -^ Haus fulgtc der Rede des Herrn Ministers Mlt g'"" Ausmelksamkeit uud sichtlichem Interesse. ., ^ Es wurde hierauf der Autrag auf ScbM^ Dcballc angenommen, und sprachen noch die G^ redner Dr. Helatovs ky und Prof. Eo. SueV- ^ Wieu. 23. Februar. Wir haben gestern a" °" , Stelle die Nachricht des „Fremdenblatt" ^ duciert, der zufolge hervorragende Mitglieder "tl s. fassungsparlei in dem L i en bach er'scheu ^, antrage keine Aenderung der Staatsgrundgcse^' ^ blicken u»d demgemäß die Ansicht vertreten, da!» ^ genannte Antrag keiner Zweidrittel-Majorität lie ^ Nichtsdestoweniger haben beide verfassungstreue " sich für den entgegengesetzten Standpunkt liusgespl^, Diesbezüglich äußert sich uun neuerdings das "3^ ^ denblatt": „Wir haben bereits im Morge"^ anzeinandergescht. dass hervorragende Mitglieder Verfassungspartei in dem Antrage auf Erleichteru'^ der achtjährige» Schulpflicht eine Aenderung Staatsgruudgesctze nicht erblicken können; lm'nN diese sonst mahgebenden Autoritäten. olNiMter Herbst, diesmal ihre Ansicht andereu iM^ untergeordnet haben, so giengen sie hiebei,^!.,l, Erwägung aus, dass man in der Opposition die tvc gehenden Anträge vorziehen soll. Wir wisse» dag^ bestimmt, das« auch die Führer der Verfasslll'gsp" deb Herrenhauses, in erster Reche Herr v. Sch"' z. ling, ihre Meinung dahin in bestimmter W^^l-gesprochen haben, dass der Lien vache r'sche ^^ aiitrag eine Verfassuugsäuderung nicht involvielt, ^ es ist nicht anzunehmen, dass diese Herren von ^ ursprünglichen Ansicht sich werden ableiten lasset Telegraphischer Wcchselcurs vom 24, Februar. Mg» Papier» Rente 73 65. — 6ilbrr. Rente 76 05 ^,^> Rente 89 7<). - 1860er Etaats.Anlehcn 13125. - Aiu« 816 - lkrcdltactien 297- - London 1l? 55. - SM ^. — K. l, Mimz-Ducalen 5 54. — 20.Franlc».Stückt "" ' 100.Relchsmart 5735, MeteoroloMe Beobllchtunge^n^aib^> z 3Z w n - ;- ? ' ? U7Mss^74^ 64 ""10 8 ! O,"sch'wäch Nebel g<,0 24 2 „ N. , 742 UU — 0 8 NN, schwach heiter 9 .. Uo, l ?4l 97 — 4 6 O. schwach the!I>v, brw >,, ^ Morgens Nebel. taMbcr heiler, abends theiliom ^, wollt. Das Tagesmlttcl der Temperatur — ü'4", "" unter^dem Normale. ^^^^ verantwortlicher Redacteur: vtlomar VambeA^, Curse an der Wiener Börse vom 23. Februar 1881. (Nach dem «ssici«««« Cursore) Velb «vare PHpierrente........ 73 80 73 0,». Gllberrente........ 7640 ?«öl. »oldrente......... 89 65 3980 Lose, l854........ 122 lilli 50 . 18S0........ 13! 5l) 132 - . 1860 (zu 100 fl.) . . 13« - 133 5t> . 1864........ 1?b- ,76- Una. Pr«ml»n.«nl..... 116-50 117 lltdlt.L.......... 1lj0 75 181 25 theih.Regulieruna.«- und Tze. aediner üose....... 108 51 108 80 «uoolj,.U......... 18-75 ll> - Prlmieimnl. der Gtadt «i«n 120 - 1!l0 50 Donllu.Rla.ul>erung>Lose . . 112 25 112 75 Domänen«Pfandbriefe . . . 142 75 143 50 Otslerr. Vchatzfcheint 1831 rück» zahlbar......... IA'20 100 50 Neste«. Gchahschelnt 1882 rück» zahlbar........ !0l 30 10160 Ungaiijcht Goldrente .... 112 15 1l235 Ungarisch« iii!>nbal)n.«nlelh« . 18? 5(1 128 — Ungarisch« Eisenbahu-Nnlelh«. /m«u.........10450 1055» Niederöjltrriicl,......10550 l^650 Galizlen....... . ««9) 9940 sitbrnbUlgni.......9450 9525 Tcmeser Vunat......9550 l»6-. Ungarn ......97" 9750 Acticn von Banken. Gelb «Ua« «nglo-öslerr. Van»..... I2ti2', 126.^0 5<» 296 75 Depusitenoauf....... 222 l>0 2il:t 50 Lreditaustall, ungar..... 263 75 269 25 Oesterreichisch. ungarische Vanl 816 8l8- Unionbant ........ 12110 12» 30 Verlehrsbanl....... 168 75 139 25 WOn« Nallsu«r«in..... 128 25 123 5«) Actien von TranSport'Unter. nehmungen. «tlb W«l »lsöld.Vahn .......1^25 16375 Donau^amnfsfhi^-G,l,l1libast 591 - 5^2 — «tlisabeth.Wettbahn.....«05 /b 202 ,5 K«l^in«nd» Ä«fdb»l/u . . . .«>?i)-^«0 Vilb w»re Franz.Ioseph.Vahn .... 183 50 184 — Vlllizische Carl-Lubwlss.Vahn . 277 50 278 -llaschau.Odsrbera.er Vahn . . 14> - l40 75 Lemberq.Czefnowiy^ ^^l»r . 174 25 174 75 Lloyd . Gesellschaft.....705> 707 - 0tst«r. N'-rbwestbalin. , , , 193-50 195 50 Ut. 2. 245 25 2<5 75 Mubolf-Vahn.......Ui»f>0 K.9- Otaatsbahn........2915) 292 — H^dbahn.........l08- - 1<»8 k>0 Lhelh.Nah»........247 243 Ungar.»gal450 Wiener Tramway-Gesellschaft . 222 75 22j 25 Pfandbriefe. »llg.osl. Nokencleoitanft.li.Gb.) l16 2b 116 50 , ^ „ >i.N..«.) l(>12'. 10l?5 Oesterreichlsch.ungarische Vanl 102 60 ,02 75 Ung. Vod,ncr«dit'Ins:. lA.-Ä.i 99 50 100 50 Prioritäts'Obligatümen. «lijabeth.V. 1, «m.....»9 10 »9 40 V«d.-?ioidb. in bilh»r . l «»5 1Y« ?H "»----------------—----- D,ll ^" ^zO 5ranz.Iolevh.«5l,n .... 1"^ ^?l «al. «ar!<«udwia.Y,. 1, «im '"''^ ^S^' Oesterr. Nordwesl.«al)» . . 102»" ^zl slebenbilrgei «ah» .... «6?^ ^ vtaatsbahn I. «>n ... 17^" ,«<»' «üdbabn z 3'/.......12^ ^^bi Devisen. ^^ Äus deutscht Plätze.....b?