!Vt. 27 «i. Freitag, 2. Ducmlicr 1«92. 111. Jahrgang. Nbacher Zeitung. ^^^ '" °'v z» 4 ^s,l,n «s. ls nrvs^ss vcr !^ « ls ! be« «ftl-r,-!! Wirbsrholuna«-'! ver Zelle !, ll. Dl< »jlaiback!« Zeltung» erichetn» tigltch, «il »ussnad>,t hs, Hmm. uni^ ^«-lag^ D»» »»»»„,»»»««» btfindlt stch «°n««!«plah Nr. L, dic «tdactio» Vahnhosgafse Nl. iz Npiechftimbel, her Nebactin» tüul'ch von Amtlicher äljeil. shocks/' ^ ^ Apostolische Majestät haben mit sector k^lhließuna. vom 19. November d. I. dem ^Äntm !u^' ""d Staatsdruckerei, Hofrathe ftleiien n,"kr "°" Vrck aus Anlass der von ihm ? Ord^n ^"^"'^ '" den bleibende Ruhestand °Dcht d ^ "^"'""' Krone zweiter Classe mit "er Taxe allergnädigst zu verleihen geruht. Mios^ 5' und k. Apostolische Majestät geruhten aller-°tl Nsy '" verleihen das silberne Verdienstkreuz mit 'l°s ^/k" Landwehr-Nezirksflldwcbel Josef In-H Cilli Nr. !i0, anläss- ^lvehr ink '"""lid erfolgter Versetzung in den ^'Nen ,m^" l ^"'^ "' sluerlennuug seiner lang« ""0 sehr ersprieklicheu Dienstleistung, ^clhvM,' und k. Apostolische Majestät haben mit vom 22. November d. I. e.t und ^^gerichtsrätheu iu Wieu Gustav Schuel - ^einM Müller taxfrei den Titel und Cha- vofrathes allergnädigst zu verleihen geruht. Schöuborn in. p. Nichtamtlicher Hheil. ^lhnndlmlllen des Neichsrathcs. , ^ --Wien, .W. Nul'einl'lv, s> ^"'^ ^'b"nq nahm im Vergleich zu gestern ük ""^en > ruhigen Verlauf. Dagegen erwartet man br>ben2^ne bewegte Sitzung, 'da in der Debatte ^ten 3^'tionsfond Erklärungen des Minister-^b.P^^rafen Taaffe und des Abgeordneten "'schenk "folgen dürften, die zur Klärung der ^ ^llcichs^ beitragen werden, r"Me H wurde das Capitel «Reichsgericht, ohne d/' »nit k, ^' sodann wurde das Capitel .Minister-^/fficiett"" Titeln: Ministerrathspräsidium. Kosten °>li lin^ Z^ungen, Telegraphen-Correspondenz-iFWi. U^-Uerwaltungsaerichtshof in Verhandlung ^th^g. Kaiser meint dass der Titel -Mi-^^^gentlich scka,, beim Titel «Reichsrath. zur Verhandlung gelangt sei, insbesondere in den Reden des Abg. Prinzen Schwarzenberg und des Herrn Ministerpräsidenten, dessen Ausführungen bei den verschiedenen Parteien gemischte Empfindungen hervorgerufen haben. Redner bedauert, dass im Centrum des Reiches, in Wien, im festesten Bezirke der Liberalen, ein Manu gewählt worden sei, der offen erklärt habe, dass ihm die Nationalität gleichgiltig sei. Er machte ferner darauf aufmerksam, dass in weiten Kreisen sich bereits die Anschauung geltend mache, dass man gar kein Parlament brauche und die 700.000 fl., die es erfordere, »rsparen könne. Redner wünscht aber, dass mau dieser Anschauung entgegentrete, denn eine Ver-trciuüg sei unbedingt nothwendig, besonders wegen der materiellen Fragen. Die Vertretung aber müsse eine wahre Volksvertretung sein. Wenn man schon das allgemeine Wahlrecht nicht bewillige, so müsse man doch den Landgemeinden das dircctc Wahlrecht gewähren. Inbetreff der Sprachenfrage erklärte Redner, dass die Feststellung der deutschen Staatssprache nothwendig sei, da sonst die babylonische Verwirrung eintreten würde. Die Vorherrschaft der deutschen Sprache in allen öffentlichen Anstalten sei anzustreben. Gegen das böhmische Staatsrecht und gegen die Aufrichtung des böhmischen Staates werde sich die ganze deutsche Bevölkerung Oesterreichs wenden, denn sie lasse sich nicht slavisieren. In Bezug auf Ungarn hält Redner die Personalunion für das Beste; beide Staaten sollten sich in wirtschaftlichen Fragen miteinander verständigen. Der Herr Ministerpräsident habe vollkommen recht, wenn er die wirtschaftlichen Angelegenheiten des Staates für das Wichtigste erkläre. Auf diesem Gebiete werden Redner und seine Parteigenossen ihm gerne Folge leisten; aber Rlducr müsse gerade die wirtschaftliche Action der Regierung bemängeln, da die wichtigsten wirtschaftlichen Vorlagen sich immer noch im Zustande des Studiums befinden. Weder die Regieruug »och das Parlament haben das Programm der Thronrede erfüllt, denn beide beschäftigen sich fortwährend mit den nationalen Parteistreitigkeiten. Insbesondere klagte Redner über die Nichtberücksichtigung der Forderungen der Landwirtschaft ; so höre man z. B gar nichts mehr von den landwirtschaftlichen Genossenschaften, welche die Regierung in Aussicht gestellt habe. Schließlich verlangte Redner, dass das deutsche Volk, dieses erste Cultur- volk der Erde, in Oesterreich zu seinem vollen natio» nalen Rechte komme Er appelliert an das Haus, eine nützliche Thätigkeit zu entfalten. Es würde sein Ansehen gehoben, wenn es endlich ernstlich an die Lösung der wirtschaftlichen Fragen herantreten und ein wirkliches Arlieitsparlament werden wollte. Abg. Dr. Ritter von Kraus kritisierte in abfälliger Weise das gegenwärtige Rcgierungssystem. Es beschränke seine Fürsorge auf den Augenblick und lasse andere über das weitere nachdenken. Das gegenwärtige System setze jeder gesunden Reform der Press^ultände einen unüberwindlichen Widerstand entgegen und gehe gegen Vereine und Versammlungen mit unmotivierten Auflösungen vor. Das gegenwärtige System stehe den gerechten Wünschen der Gewerbetreibenden kühl bis ans Herz hinan gegenüber und erfülle nicht die For« derungen inbetreff der Steuererleichterung, der Beseitigung der unreellen Concurrenz, der Einstellung der Strafhausarbeit. Im Falle Reichenberg habe man das Princip der Autonomie verletzt, obwohl man in anderer Richtung von den historisch-politischen Individualitäten Respect zu haben behaupte. Seit zwanzig Jahren strebe man fruchtlos den Donau-Moldau-Elbe- und Donau-Oder-Canal an. Redner bemängelte sodann die Thätigkeit des Ackerbauministeriums, welches programmlos fortwirtschafte, für die im Niedergänge befindliche Landwirtschaft nichts thue und den durch die Phylloxera ins Lebensmark getroffenen Weinbau zugrunde gehen lasse. Was das Iustizfach anbelange, so seien trotz der glänzenden Erlässe des Justizministeriums die richterlichen Entscheidungen manchmal derartige, dass das Rechtsbewnsstsein in der Bevölkerung erschüttert werden müsse. Für den Bau eines Delegationsgebäudes in Budapest gewähre man große Summen, für arme blinde, taube oder besstrungsbedürftige Kinder habe man aber kein Geld. In czechischen Blättern werde den Deutschen ungeahndet Hochverrath vorgeworfen. Den Deutschen nütze es nichts, dass es in Böhmen eine deutsche Section des Landcsschulrathes gebe. Redner betont, dass die Deutschen angesichts der großen Auf» gaben, denen sie gegenüberstehen, sich eng zusammenschließen müssen mit einem Programme, für welches nur das Wohl des Volkes ausschlaggebend sein soll. Redner erklärte schließlich, er werde gegen das Capitel 5 stimmen. Äeullieton. ^le kannte ihre Pflicht . . . tz^.^ür des Krankenzimmers öffnete sich ge> >ü?klle ' "nc lunge elegante Dame erschien an der « llein„.?reitete "uen penetranten Iasminduft A"N l'l «me. «Du gehst fort?, sagte der V"hr! ^. "°ch au den Kl'öpfen ihrer langen U 7^ Man , Maisch du das mm wieder sagst, »»!> Hen « ^"" bvch nicht immer und ewig zu V 'st.» V bM in einem Heim, wie es das V "uf d^^'ck glitt dabei über die Medicin- "nd streifte auch das n "ie einl?^"^ lag. «Dass du das aber auch ^ls°. V?> """st!. Er schwieg verschüchtert, !' in ^ wennV^P" ^ vor Abeud komme ich nicht Mf der z^"" du etwas brauchst, so läute nur, Lise H«' Der Hi' Sie rauschte hiuaus uud schloss die ^"°ch an 5 ^s alten Mannes folgte ihr und ?N w, " Thür, als sie schon längst dahinter M -Ie, viel, ^< 6 "bends war es noch lange hm, >' "uf eine« ^""deu. Dann würde er sie wicder- >? ° Auch/ ^^tigeu Moment, wenn sie kam, um ?^?r. sem ^" uud. wenn sie gerade guter ^>er ber'üaz Am" mit ihren Liftpeu zu be° Xw ^r k^-'^l) nur selten, sehr selten. Seine "iemals g"ter käune, aus- ^s^i.^ch er ,' U"'' wo sie Besuch empfieng — "eine Zerstreuuug^Zu ihm selbst ^«rag/"'d; die Achicher thateu wohl eme ^ tonten - ^""" Befinden, manche, die ihn '' äußerten auch der Form halber den die junge Dame wusste das immer so geschickt abzulenken - er schlafe, der arme Papa — für ihn sei Ruhe, ungestörte Ruhe das Beste Da bestanden denn die Besucher nicht weiter auf ihrem Wunsche, und seine Thür blieb ge« Aber wenigstens hörte er an solchen Tagen Stimmengewirr, heiteres Lachen, vermischt mit dem Klappern der Theetasseu, ja, wenu er genau aufmerkte, soaar Bruchstücke des Gesprächs. Und wenn keine Be-licker kamen, vernahm er wenigstens ihre Schritte im Nebenzimmer, das Aus- und Zumachen einer Schublade oder das Rücken cmes Stuhles — manchmal kam sie soaar in sein Zimmer, um daraus etwas zu holen, und warf dann wohl auch einen flüchtigen Blick auf seiu Bett bevor sie wieder gieng. Kie' und da nrsuchtc er es dann, sie einen Augenblick inrückzuhalten — er sprach irgeud etwas, er stellte einiae Fragen, ganz bedeutungslose Fragen, denen man es ansah, dass es ihm dabei uur um ihr längeres derweilen in seinem einsamen Zimmer zu thun war. 3arm,f vfleate sie ihn immer so kalt verwundert an-lublickel «Ms das nur für komische Fragen sind, «^'.'Und achselzuckend g'mg sie hinaus. Nein, was i^le lmnkcn Leute doch merkwürdig waren - und drin' obenan. Da hatte er nun w r c unglücklich^ Gesicht gcm'acht - was wollte ^ d nn eigentlich? Hatte er es denn n,cht ganz gut? 5r d r richer in seinem kleinen Laden hatte so hart ^iteu müssen, brauchte jetzt gar nichts zu thun uud ?oune aa o.genlos leben - deun das Geld, welches Pslcge schickte, reichte dazu mcht m voMommen aus, sie kounte sogar davon ihre ^önen Toiletten bestmten. au die ste nun einmal gc-V war Hatte er denn nicht alles, was so em alter Mann braucht? Er hatte sein eigenes Zimmer, in dem ihn den ganzen Tag kein Mensch störte, er litt leinen Hunger, uud regelmäßig einmal wöchentlich lieh sie auf Karls Wunsch sogar den Arzt kommen, obwohl das doch nichts, rein gar nichts nütze. Natürlich, dass sie stundenlang in seinem Zimmer sitzen und ihm Gesellschaft leisten sollte, das konnte er ihr doch nicht zu-muthen — sie hätte ja nicht einmal gemusst, wovon sie mit ihm sprechen sollte. Sie hatte eine ganz andere Erziehung im Hause der Tante genossen, sie konnte ja nicht zu seinem Gesichtskreis herabsteigen — sah er denn das nicht ein? Aber diese alten Leute siud so furchtbar egoistisch! Statt ihr dankbar zn sein, dass sie das schöne elegante Heim der Tante verlassen hatte, um sich nach dem Tode der Mutter in diese kleine mesquine Wohnung einzusperren, war er noch unzufrieden — und nicht nur das! Wenn er zufällig mit Leuten, mit wildfremden Leuten in Berührung kam, sieng er sogar zu weinen an — ganz ohne Rücksicht darauf, was man dann dabei von ihr denken musste. Da war es ja geradezu ein Gebot der Nothwendigkeit, ihn von aller Welt ab« zuschließen . . . O, gewiss, sie erntete nur Undank! Aber er würde es schon noch merken, wie es wäre ohne sie — denn wenn Edmund sich erklärte, was jeden Tag geschehen konnte, wenn sie heiratete, dann müsste sich ja alles ändern. Mitnchinen konnte sie ihn nicht, auf keinen Fall, das durflc sie Edmund nicht einmal zumuthen. Edmund, diese durch und durch aristokratische Natur, und der alte Mann da drinnen! Unmöglich! Ins Spital? Das gieng schwer. Zwar sie selbst theilte in diesem Punkte nicht das dumme Vorurtheil der Ücute-die Kranken hatten es dort ganz gut und diejemaen welche bezahlen konnten, erst recht. Aber Karl, der in Laldllchll ZTitung Ur. 276 ^4! 0 2 Dermdrr >^^ Abg. Dr. Vasaty wendete sich gegen den Vorredner. Was dessen Vorwürfe gegen den böhmischen Landesschulrath anbelange, so müsse hervorgehoben wer-! den, dass die Böhmen, ohne hiezu verpflichtet zu sein, deutsch lernen, während die Deutschen nicht böhmisch lernen wollen. Es gebe selbst Priester und Kirche!'.-surften in Böhmen, die nicht böhmisch können, und in. Körnten sei in letzter Zeit ein Bischof ernannt worden, l der kein Wort slovemsch könne. Redner wies oie Beschuldigungen des Vorredners gegen die böhmische Presse zurück, wendete sich sodann gegen die gestern gefallenen Aeußerungen über Frankreich und betonte die seit jeher! Mischen dem böhmischen und dem französischen Volke bestandene Eympatlne. Ein Lavig^rie — rust Redner aus — hat mehr für die Menschheit gethan als ein Mollke. Auf den Gegenstand der Verhandlung übergehend, beschwerte sich Redner über die Zurücksetzung des böhmischen Volles. Insbesondere klagte er über die' Geschäftsgebarung beim Verwaltungsgerichtshofe, bei dessen Verhandlungen nur die deutsche Sprache zu-/ gelassen werde, während es doch nach dem Gesetze jedermann gestattet sci, sich vor diesem Forum selbst zu vertreten, was doch selbstverständlich dahin ausgelegt werden müsse, dass jeder Mensch berechtigt sei, vor dem Verwaltungsgerichtshofe seine Sache auch in seinrr Muttersprache zu führen, falls er der deutschen Sprache nicht genügend fähig sein follte. Er bemängelte, sodann die Antwort, welche der H.'rr Ministerpräsident auf eine vom Abgeordneten Lang wegen der Verhandlungssprache beim Obersten Gerichtshofe eingebrachte Interpellation gab und bedauerte, dass der Sinn dieser Beantwortung ganz anders ausgefallen sei als die Rede, welche der Herr Ministerpräsident aus Anlass der Verhandlung über den Antrag Schmerling im Herrenhause im Jahre 1887 gehalten habe. Damals sei der Herr Ministerpräsident ganz anderer und jedenfalls richtigerer Meinung gewesen als jetzt. Berücksichtige man die große Steuerleistung des böhmischen Volkes, so sei es gewiss bedauerlich, wie wenig man ihm Berücksichtigung gewähre. Ein schreiendes Unrecht erblickt Redner darin, dass die bei der reichen Gemeinde Reichenberg eingebrachten Eingaben in nichtdeutscher Sprache von der Prager Statthalterei übersetzt werden, während eine arme kleine czechische Gemeinde im Bezirke Mühlhanscn genöthigt wurde, sich für die Uebcrsetzung einer deutschen Eingabe Auslagen zu machen. Ein solches Vorgehen stehe im Widersprüche mit den bc ! stehenden Gesetzen, er fordere daher die Regierung auf, die durch die bestehenden Gesetze dem böhmischen Volke in sprachlicher Richtung gewährleistete Gleichberechtigung auf allen Gebieten des öffentlichen Lebens sicherzustellen. Abg. Weber beklagte sich darüber, dass die Wage der Gerechtigkeit für die nichtdeutschen Völker immer mehr und mehr sinke. Es gebe für dieselben überhaupt keine Gerechtigkeit mehr., da die Gesetze, welche für alle gleich gelten, ihnen gegenüber nicht respectiert werden. Die Bevorzugung der Deutschen liege ja klar zutage, und es seien nur Phrasen, wenn von der Feststellung der Staatssprache uud der Sicherung des deutschell Besitzstandes gesprochen werde. In der That sei ja die Staatssprache die deutsche und der Besitzstand der Demschen von der Rcgieruug in Obhut genommen. Redner besprach mehrere Maßnahmen der Laudes- und Localbehölden iu Mahren uud Schlesien, aus welchen er eine ungesetzliche Behandlung der Bewohner slavischen Stammes in Vezug auf die Spra-chenfraqe deducieren will. Redner erklärte, dass er und seine Gesinnungsgenossen der Regierung die Mittel nicht dazu bewilligen wollen, «damit sie em? Peitsche anschaffen könne, mit der die Slaven gezüchtigt werden sollen». Der Referent verzichtete auf das Schlusswort. Die in Discussion stehenden Titel des Capitels «Ministerrath» wurden hierauf angenommen und die Berathung abgebrochen. — Nächste Sitzung morgen. Politische «el,rrsichi. (Der kroatische Landtag) tritt am lOtei, December zusammen. Derselbe wird außer dem Budget pro 189A uuch den Entwurf eines Iagdg« setzet, wie zwei kleinere Novellen in Verhandlung ziehen. (Polen uud Iuugczechen) Wiener Telegramme der polnischen Blatter versichern, dass sich bisher weder die Regierung uuch der Polen-Club mit den Iuugc lachen in irgend welche UntelHandlungen ein« gelassen haben. Alle gegenwelligen Nachrichten seien unbegründet, (Das ungarische Abgeordnetenhaus) hat in zweiter Lesung die Vorlage betreffs der Ver« > tiefung des Canales beim Eisernen Tdore angenommen, > nachdem der Haiidelslninister erklärt liatte, die Vorlage ^ bezwecke, dass die tiefer gehenden Schiffe zur ungarischen ! Umladestatiou fahren können, was in Volkswirtschaft' licher Hinsicht von großem Vortheile sei. (Parlamentarisches.) Der Reichsraths-abgeordnete Schwarz wurde in Pilsen seinerzeit als Comftromijscandidat der altczechischeu und der jung' czechischen Partei aufgestellt und als solcher gewählt. Es war ein Punkt des Compromises, dass Abgeordneter Schwarz keinem Club beitrcteu solle. Vorgestern erstattete er nun in Pilsen seinen Rechenschaftsbericht und erlangte die Zustimmung der Vertrauensmänner dazu, dass cr dem Iungczechenclnb beitrete. Ob diese Zustimmung auch von altczechischer Seite gegeben wurde, ist aus den Berichten nicht zu ersehen. (Handelspolitisches.) Das statistische Departement des Handelsministeriums veröffentlicht den statistischen Ausweis über den Verkehr des östcrreichisch-uugarischen Zollgebietes für den Monat October. Der statistische Bericht cunstaticrt eine Verschlechterung des Gesammtvcrkehrcs. indem die Ausfuhr nicht unbeträchtlich herabgemindert und die Einfuhr auf ein Minimum reduciert erscheinen, Die Ausfuhr betrug 5 47 Mil lionen Metercentner gegen 5 88 Millionen Meter-cenwcr im October des Votjahres. Die Einfuhr betrug 12 42 Millionen Meterceutner gegen 13 12 Ml» liouen Metercentucr des gleichen Monates des Vor-jahres. Der Ausfall ist zum Theile an die Cholera zurückzuführen. (Das bulgarische Sobrauje) hat einen Credit von 50,000 Franken behufs Betheiligung Bulgariens au der Weltausstellung in Chicago bewilligt. Bei Berathung des voiu Finanzmiuister Nacevic unterbreiteten Gesehentwurfes über die Fabriksmarken ver» langte das Subranje. dass der Finainnnnist" " ^ Sobrcnljs erscheine nud selt>st die Vertretnüc, d^ ^ wuis.ü ül,ernel,iune. und es bestand daraus, ^' Nemthnngen über das Gesetz in Abwesenheit l^ , nisters nicht fo-tgeseht werden. Obwohl »>>" ^ " nanzminister von dem Subranje eingeladen /> mar. an den Neralhimgen lheilznuehmen, we'g ^ sich deunoch, iu dein Sobranje zn us^'UN'!'. .^« glaubt nun allgemein, dass Fiimnz'MNisM -" .^ seine Entlassung gegeben kabe. Vielfach w'rd "^ ,,,, men. dass die Demissim, Naceoic trxMii eineö ^ ^ gegen i'n: gerichteten Artikels in einer in M ^ erscheinenden Zeitung ersolqt sei ^ ^M (Deutscher Reichstag.) ^r °' ^ Reichstag ist vorgestern in die BerattMa. ^»^ eingegangen. Etaatssecretär von Malhahn ^ .-Mje hin, dass der vorjährige Etat mit einem ^et>. , ^ von 4 Millionen Mark, der Etat P>o l^^^,,.,„ einem Fel)l»trage von 0 Millionen Mmk ^m ^ dürfte, an welchem die Etats für das Ä^M'g.^ das Reichsamt, für das Miuisterium des >""'^ ^,,B für das Heer betheiligt seien. Die "0^!^ ,^en neuen Steuern dürften 53 Millionen M^"' !^D ergeben, welche die Mebrerfoideruisse oes Hee" ^,, würden. Reichskauzler Caprivi hat gegen du' ^ ^, tnng Richters, dass er in seiner lchten >" ^,. Bundesgcnossenschaft Italiens herabgewürdigt Y"u, testiert. ., .jW (Die Wein^ollclausel.) 5W. '^M Senate hat der Minister des Aeußern. ^"''' ,>, b' pellatiun Lamberticco's über die Weinzollc"" , ^ antwortet. Der Minister wies auf die gl"« ^,„ führten Pourparlers hin. zählte die 3^'" 9 ^ Vortheile auf uud sagte, dass alle ötwloM"^^ essen Italiens gewährt worden seien. ^" ,l,B hofft, die Weinzollclausel werde in j^er H^>! jenen praktischen Wert haben, den die W'uMlU"''^^ in gerechter Weise erwarten konnten. Der ^".. ^ü erklärte sich von der Antwort des Ministers vol" ' zufriedengestellt. «krei^ (Zur Ministerkrise in 3"«! ^ Nrisson hat die M ssion zur Neubildung o^ ^^. fischen Cabinets übernommen nnd heute "'^ s.,.ißt, cl suche, diese Aufgabe zu löseu. begonnen. ^/^B' wolle mehrere Mitglieder des Ministeriums ^ insbesondere Freycinet. Ribot und VolM,""^^ Eintritt in die neue Negierung bewegen, ""^ ^ W^ derselben aber zurücktreten. Ministerpräsident ! ^^ ^ qeois werden; Brissun wolle sich auf dieje ^ ^. Candidatur für die Präsidentschaft der Mp"" bereiten. ssalll^ (Hiobspost aus Afrika.) De'« ^^ de Nruxelles» zufolge wären gegen den 1 , ^s" ber d. I. nach deu Stanley-Fällen N^ir^u ^ ^ bracht worden, nach welchen Capital I"PN ^M Begleiter der Antisclaverei - Exp dition sowu M Bia und Genossen, welche in der Erfor,^ ^ tapa's begriffen waren, niedergemetzelt "^ ^ ^ und die aufständischen Araber' l7.0W ^ ^ sitzen sollen. Die Richtigkeit dieser Nachria, stark angezweifelt. > hat d/, (Der Emir von Afgha ntstan) ' ^ Vicetönig von Indien den VmschlagM^ ^^ manchen Stücken von einer lächerlich unpraktischen Sentimentalität war, würde das wahrscheinlich nicht zugeben. Das beste war noch, der alte Mann blieb, wo er war, und sie instruierte Lise; sie war zwar kein Juwel von einer Magd und kochte auch nicht besonders gut, aber schließlich war ja eine wie die andere und sie selbst könnte ja hie und da einmal nachsehen kommen; selbstverständlich! Sie würde den alten Mann manchmal besuchen — sie kannte ihre Pflicht! Wenn er cs auch nur einfehen würde und nicht immer folche Duldermienen aufsetzen wollte — er wusste ja, dass er sie damit regelmäßig aus dem Haufe trieb. Und sie machte sorgfältig Toilette und gieng, wie heute, wie gesteru, wie jeden Tag, Dann ward cs still, ganz still um den alten Mann. Wenn das Geräusch ihrer sich entfernenden Schritte verhallt war, regte sich nichts mehr in der Wohnung; duich die geschlossene Thür vernahm er nur mehr das Tiken der Wauouhr im Nebenzimmer, vermischt mit dem Geräusch seiner eigenen unregel« mäßigen Athemmge. Jetzt blieb er ganz allein, nicht einmal die Magd würde kommen, um nach ihm zu sehen; die kam überhaupt nur jrdeu Morgen zu einer bestimmten Stunde, um das kleine Zimmer aufzuräumen, unbekümmert darum, ob er wach od^r nach einer schlaflosen Nacht vielleicht eben eist eingeschlummert war. Sie tractM nur, so rasch als möglich mit ihrer Arbeit fertig zu werden, und gieng dann wieder, mürrifch, ohne Gruß. wie si? gekommen war. Donn kam sie noch zu Mittag, stellte ihm das Esstn auf feinen kleinen Tifch und verschwand wieder. Sonst kam sie nicht herein — wozu war denn die Glocke da? Er konnte ja läuten, wenn er etwas brauchte! Aber er läutete nicht oft; er wagte es nicht, er fürchtete sich vor der mürrischen Magd uud besonders vor« der stolzen Tochter. «Aber, Papa - schon wieder! Was hast du nur heute?» Und wenn seine Tochter nicht daheim war, da nützte das Läuten überhaupt nichts, denn die Magd zog es vor, statt in der Küche zu sitzen, auf dein Corridor zu plaudern oder weiß Gott wo — ja, fu war es, obwohl seine Tochter es nicht glauben wollte. Er srilfztc schwer anf. Wie schön sie heute wieder gewesen war, seiue Tochter, wie vornehm sie aussah, gar nicht wie einfacher Leute Kind. Das hatte er gleich herausgefuuden an jenem Tage, da sie nach mehrjähriger Abwesenheit in seiue verödete Wohnung getreten war in ihrer eleganten Trauertoilette mit dem lang herabwallenden Crepeschleier, das schwarzumränderte parfümierte Battisttuch vor den Augen. War diese stolze schöne junge Dame seine Tochter, wirklich seine Tochter? Zitternd vor Bewegung halte er sich iu seinem Bette aufgerichtet; aber er hätte es nicht gewagt, diese vornehme junge Dame an sein Herz zu drücken; er blickte sie nur immerfort an, mit seinen trüben, ver-schwolleuen Augen. Endlich tastete er mit zitternden Fingern nach ihrer H^nd — sie ließ sie ihm. Aber diese feine weiße Hand drückte die seinige uicht, von dieser Hand gieug eme Elsestälte aus, die dem alten Mann das Herz erstarren machte. Und seitdem hatt» er diese Elseskälte immer von neuem gefühlt, unter ihrem Blicke, ihrem Worte, ihrem flüchtigen Kuis . . . Wie anders war da Karl! O, der liebte chu zärt^ lich und ließ es ihn nicht fühlen, dass er ein reichet, voruehmer Mann geworden war. Ader Karl war w^it, weit von ihm entfernt . . . Mühsam tastete er nuter den Politer und zog eine alte Brieftasche daraus hervor ... Da, da wac der letzte Brief Karls. O, er kannte ihn auswendig, es war ihm ja nur um den Anblick der Schriftzüge zu thun .... «Wie sehr _______________________^________^— ^lb^ schmerzt 7s mich.' dass du mir nicht mehr selbst !^ ^ kannst, liebster Vater . . . M.'th'lde pM ^ z» ,gnt? Wie glücklich ist sie, dass sie dich '^,.^st.,'. ! jeder Sluude sehen kann . . . Mnu d" "'' ^i" Jeden Abend sprechen wir von dir, lch ' 1 " kleine Frau, die dich auch herzlich lieb Y" ^ hM' unser Anton kann schon Großpapa sag"'' lM" ' ^ es ihm gel.'hrt ... O. du sollst es W" " ,s " mau kann ja nicht wissen . . . Alier "9 " „ir "' lieber gleich - nn Frühjahr längsw's ' ^s^ dir, alle drei! Hör't du? Das "t '^H iB" lieber Vater . . . Und dann verlasse wir ^ bald ...» Oa„n l^ Bei dieser Stelle musste der alte ^,^ i^ mäßig innehalten, meil s-ine nassen WM" ^^'^^ when. Im Frühjchr! Was lag nicht a „H„ De, Winter, der gan;e, lange Wi"ter "" ' .^f , endlosen Reihe von einsam >n Tagen "' ^id"^ Nächt.n, in denen ihn das unterdiückte V ^ ,„jt " ^rstickeu dro'.ste. Nem. so lange l"""" M n"^ gewiss nicht mehr oaueru; die K <""Ps" ^yite' dolten sich in der letzten Z it so oft u>'0 > schon so schwach, so unendlich schwach - .^ d'l^^ Der A^zt hatte chm auch oaS letzcm ^.^ empfohlen, sich zu schonen, keinel' '" .^ ).? ^ nach^ldiäna/u, bei s> iner Schwäche lonm" ^^ ^ v kleinste Aufregung verhängnisvoll werden- ^ er jetzt schun wieder geweint ... .^ ih" 'hu. Nein, er wollte es gewiss ",cht " ^>n ^ Ol mnsste noch bis zum Frühjahr leben m" ' ^B^^ seiw n kleinen Enkel uoch einmal ans V^ hie f'ltete den V'ief wieder zusammen M" '" Usche unter das Polster zurück. ^N" ^:i,'n.. Us 276 2411 2 Drcemlier 1802. dkt s ss^" der Mission des Generals Roberts und Ünden,?" Mission eine Bewegung in Kabul statt-^hanist?ü s"' ^" Einvernehmen über die bezüglich ö^M ? >Milbe,chen Fragen, inbegriffcn diejenige, iAhlen ^ Thronfolge in diesem Lande, herbei« ^ttrri^ "!' Nrgnlierung.) Der Vertrag Mischen üüh ,^/,""d der Echw.iz über bieNhein-Negnlierung, bii ^ < .^n der Einmündung der III in den Rhein Mq' f,'u"' Ausmündung in den Bodensee, ist end- ^cs?'^''"- Die Kosten werden auf 16.560.000 veranschlag. ^ ^upis) hat der griechischen Kammer das ^ ,,,^'M. Dasselbe weist 110 Millionen Ein-den P "° >l)4 Millionen Ausgaben auf. Gegeuüber ^achf ^"" wurden fünf Millionen Ersparungen ^°wlnter eine Million im Kriegsbudget. TlWsncmglciten. liltT^^stät der Kaiser haben, wie der «Bote °e"kM /'" Vorarlberg, meldet, der Gemeinde Gna-^»cle^ ' Echulbaue 200 fl. und der Gemeinde Ki,den °^ur Neueindcckung der Kirche 100 fl. zu ^ez^D'e Vl^ive des Waldschuhes.) Ueber !) T)i?° ^" '""^ ^er l' ^ Ministerialrath Lud- ^eine m '" ^"b der Land- und Forstwirte in ^a d l ^.' Dimih schilderte die historische Ent- biz auf ^ ^"^'"^ ^°" b" Zeit der heiligen Haine ^"b jen ^rgenwart und behandelte besonders einölen ^ ? ^wältigen Umschwung, welcher sich im neun-">>> der 3?/^"^rt ^llzogen hat, da ma„ sich allmählich ^>>sche m ^ ^"ldcs zu beschäftigen und dessen °l>e>i «N^^rutung zu erkenn?,, begann. Hatten die ^" in ^"ungcn. den Wald nur um des Holzes !"" seiner s^ «enommen, so nahm sich die Gesetzgebung ^ Vraris ^ ^ °" und begründete im Einklänge mit ^''Der N 'Schuhwald., dessen Substanz unverletzt Mne . ^"tragende gieng sohin zur Erörterung der K^lenl/ ^ldes über und zog den Standpunkt 1i '"Uno . '" ^"ch"' bes Chol'era-Contagiums in ^l!>,^' "dem er an der Hand der Ebermaurr'schen ^bo^ , nachwies, wieso der Waldluft und dem ° ^ ^'"e ssl'wisse Immunitat zukomme. Der Waldll ^ als ^, ^Wicklung pathogener Vactericn so un-,^!>ie H,"'^lich. und aus seiner Reinheit ergebe sich > lur. ""^" Kiner Luft und seines Wassers. Mit si! t"" di Anweise auf die ethische und ästhetische soll °>s ^ '"ialftolitische Seite der Waldschuhfrage, ^lersch "erilllralh Diwitz seinen von einer zahlreichen '„ 5^ l'l ""^""in sskundlich aufgenommenen Vortrag. ^>s^gen,nacher in Texas.) Zu Galveston ei ^l^"e diewage der Dampfer .Concho. aus ^ ^ . ^" tonnen Explosivstoffen an Bord sow,c G^ache/^.'^cnerung in Washington autorisierten ll^G, 3t'^'kllschast, bestehend aus dem bekannten Professor John T. Ellis, Dr. C. ^ "l»che„ ^ Usftst,„^„ ^,.r Hilfeleistung bei ^ ^ h" !""d Gen. Frank Wheaton, der Comman-^°'en der ^" Militär-Departements. Officiere und '3l^' low« ^""'"e commandieren. Der zur An. !>H,'te> ""'de Explosivstoff ist das neu erfundene ^ "nd a!".. ^" dosten haben mehrere reiche Vieh-von Lä»drreien in Texas. Dakota und Kansas 10.000 Dollars beigesteuert, wozu noch eine Regicrungsbewilligung von 5000 Dollars kommt. Die gegenwärtige Jahreszeit soll sich zu einer Erprobung der neuen Methode der künstlichen Regenerzeugung ganz besonders eignen. — (Ein Millionen-Process.) Das Gericht in Galatz verurtheilte kürzlich die Fürstin Gorcakov, ihrem Bruder, dem Fürsten Gregor Sturdza, die Summe von 20 Millionen Francs nebst den Zinsen seit dem Jahre 1690 wiederzuerstatten; die Fürstin hatte sich das Geld nach dem Tode ihres Vaters, drs Hospodars der Moldau, Peter Sturdza, angeeignet. Die Fürstin wurde auß rdl'in verurtheilt, ihrem Bruder den Palast in der Varennestraße zu Paris, ihre Villa in Vaden-Vaden, ihr Schloss in Sorrent u. s. w. zu überlassen. Durch dou Urtheilsspruch des Galatzer Gerichtes soll die Fürstin Gorcakov vollständig ruiniert sein. — (Ins Meer gestürzt.) In Eonslantinopel sind am 2!. v, M. drei im türkischen Highlifc bekannte Personen, nämlich Kemal Bey und zwei Freunde Kemals, verunglückt, indem ein betrunkener Kutscher, mit welchem die drei Erwähnten fuhren, trotz aller Warnungen seine Pferde auf der Brücke, welche Stambul mit Galata verbindet, mit rufender Eile trieb, als die Brücke gerade geöffnet war. Der Wagen stürzte ins Wasser, und die drei Insassen, welche nicht aus dem Wagen heraus konnten, ertranken, während der Kutscher und ein auf dem Bocke siycnder Diener Kcmals gerettet wurden. — (Eine Kindesmörderin.) Am Montag nachts warf in Uuterdrauburg eine Magd ihr neugeborenes Kind in eine Kiste auf dem Dachboden ihres Dienstgebers. Wenige Stunden darnach brachte sie ein zweites Kind zur Welt, bei dessen Geburt daS Fehlen des ersten Zwillings entdeckt wurde. Der arme Säugling war inzwischen in der Kiste erfroren. ! — (Mord auf der Straße.) Aus Wiener-Neustadt wird telegraphiert: Mittwoch früh um 7 Uhr ^ wurde iu der Fischauerstraße der hiesige Hausbesitzer Johann Hochstaitner von zwei Strolchen meuchlings überfallen und niedergeschossen. Hochstaitner wurde halb« erstarrt aufgefunden. Die Strolche raubten ihm 38 fl. — (Ein Deserteur als Räuber.) In Klagcnfurt wurde kürzlich der Deserteur deS 4. Land-wrhr-I»fantcricrcgimcnts Karl Köm berger als der Thäter eines nächst Schiefling an dem Thomas Glantschnig verübten Raubanfalles verhaftet. — (Schmeichelhaft.) A.: «Ich heirate nächste Woche, natürlich Vernunstehe.» — N.: «Go? Ihre Braut fcheint aber anspruchsloser zu sein.» Gewerbe-Hygiene. Für das «Arbeiterwohl» und «Arbeiterglück» werden seit geraumer Z?it auf gesetzlich geregelter Basis mit allem Nachdrucke Wohlfahrtseinrichtungen ausgeführt. Neben dem längst erwarteten Lebensmittelgesetze zum Schutze vor absichtlicher Schädigung dcr Gcsammtbevölterung in ihrer Ernährung und Erhaltung überhaupt, sind insbesondere die Gesetze für Arbeitcrfchutz eine Forderung der modernen Voltswirtfchaft. Damit dicfem Principe Geltung und dasselbe für die thatsächlichen Verhältnisse in der Praxis richtig angewendet werde, muss die Ursächlichteit der Insulte erforscht werden, welche die Lebensthätigleit der Arbeiter im Hinblicke auf ihren gewerblichen Beruf gefährden oder ^einschränken oder bei continuierlichem Einflüsse am Ende selbst aufheben. Die objective Ermittlung solcher schädigender Umstände vermag nur die ernste wissenschaftliche Forschung vorzunehmen. Ihre Resultate sind die gegebenen Hypothesen für die Physiologie und Pathologie, woraus sich wieder die Folgerungen für die rationelle Hygiene ergeben. Die Schädlichkeit des Staubes für den Arbeiter, der sich bei der Abnützung der Wertoorrichtungen, G'räth« schuften u. s. w. und bei der Verarbeitung der Rohstoffe in den verschiedenen chemischen und mechanischen Gewerben bildet, wird ohne Einwürfe allgemein anerkannt. Die chemische Beschaffenheit des Staubes in den gewerblichen Betrieben ist zumeist bestimmt. Weniger weiß man über seine mechanisch? Structur. Und weil gerade diese Figuration des Staubes schwerwiegenden Unlass zur Erkrankung edler Organe im Menschen zu geben vermag, so ist das Studium seiner histologischen Structur höchst wichtig. Der verdienstvolle Präsident des Vereines zur Pflege des Gewerbkhygienischen Museums in Wien, Central-Gewerbe-Inspector Hofrath Dr. F. Migerka, hat die schätzenswerte Anregung zur Herausgabe einer größeren, demnächst erscheinenden und auch in der Buchhandlung Jg. v. Kleinmayr «k Fed. Bamberg in Laibach erhältlichen Broschüre'" gegeben, in welcher die Ergebnisse der mikroskopischen Untersuchung verschiedener, im Gewerbebetriebe vorkommender Standarten abgehandelt und durch Lichtdruckbilder illustriert wurden. Das Wesen der Materie dieser Broschüre ist von eminenter Bedeutung für die öffentlichen Interessen, ein Hinweis auf dieselbe an dieser Stelle daher gerechtfertigt, fo dass es uns als ein Versäumnis dünken würde, ihre Publicität nicht in diefer Weise gefördert zu haben. Die Schrift ist wertvoll für den strengen Fachmann, nicht minder belehrend für die Information des Laien. Kaiferlicher Rath L. Iehle und Docent Dr. E. lLewy besorgten den Text zu den Tafeln. Letztere wur-! den nach Aufnahme der Präparate in der l. l. Lehr- und Versuchsanftalt für Photographie in Wien im Atelier des Hof «Photographen I. Löwy in Wien in tadelloser Form vervielfältigt. Eine beträchtliche Anzahl von Präparaten -mannigfaltiger Staubartcn wurden der mikroskopischen Analyse unterzogen, und zwar: der Metallstaub (Guss-eisenpuherei, Gusseisendreherei, Nadelschleiferei, Bronze, Blei), der Staub der gebräuchlichsten Gesteinsarten und künstlichen Silicate (Cement, Thomasschlacke, Glas, Quarz, Granit, Sandstein, Kaltstein), der Staub in Drechslereien (Palmkern, Copranuss, Steinnuss, Perlmutter, Horn, Schildkrot, Elfenbein, Fischbein, Meerschaum), der Holzstaub, der Staub in der Textil'Industrie (Flachs, Hanf, Baumwolle, Kunstwolle, Jute, Rosshaare, Schweinsborsten, Seidenabfälle, Hutfilz, Kotzen), der Staub bei der Weizen» reinigung, der Grießpuherei, der Staub der Lohmühlen, der Teppiche und der Hadern. Popper hat die Staubsorten nach ihrer Structur und Wirkung in vier Gruppen gegliedert, nämlich in feinen, weichen, zu mechanischen Verletzungen nicht geeigneten Staub (Stärlemehlstaub), weiter in mit kantigen und spitzigen Fragmenten versehenen, zu mechanischen Verletzungen geeigneten Staub (Metallstaub, Perlmutter-Steinnussstaub), dann in chemisch wirkenden Staub und endlich in Staub, in welchem Spaltpilze, Bacterien und * «In den gewerblichen Betrieben vorkommende Staub« arten in Wort und Bild». Herausgegeben vom Vereine zur Pflege des Gewerbehygienischen Museums in Wien. Mit eilf ^ Tafeln in Lichtdruck. Wien 18S2.________________________ ^lchen und Vosenblatt. ^ ,^z L,',s. ^°" «".itzl^Najza. ^chchli^" und das Rosenblatt machten sich ^'' umschmeichelte das Lüstchen ^l,? tv'nltV^ luhrc dich in ferne G.filde. Welche ^ , ^bys °" h,er in diesem glühendheißen Garten? ^Me h, ' musst du verderben, in nichts zerstieben, lvir da! "H Ruhmeeschwingen uud vereint durch-^'^dei^ .^'ltall.» X^^'chl..?''l. ^''"b'rtl-n wohl,, gab dos zart-^^'ch-n " bangen Wuthes zurück, «geboren im V "och f '"'Souucnstrahle, ist mir des Sturmes '<""r lur?/>', und hier spinnt sich mein. wenn-^ ^>"o/ ,??lswes Leben glücklich ab. Wcnu ich "d k, UnwelV^' w" bürgt mir dafür, dafs, wenn ^ ^>»ten ^"Mset, du mich nicht verläsfest ,^ei, Lnftch,^""tterlinge nachwllcst?. > > mil?" c^llte von alledem nichts huren. ?gkl>.'sch'vis.,' ^"chrln nfs es das Rosenblatt von ? ' d."^rrN'"'g' ließ es zu thaufrischeu Gras-.°h ."l und, ' ^b es baun kosend und liebc-X" > Et.. 5"" ^ ""t sich- Kaum wareu sie !« ^ >ten" 'n w,it g,slogen, als sich Wolken F^ i^lr ,^"d der warme Luftdruck das Luft-?'tt> Nold'?< ^'t feinen Schwingen scheuchte >l>> Vwnden Schmetterling auS dem '^ li^ "'it ve^unnenblnme °nf ""d Mte dem ^ sH^ht^ ^p'lter Hast nach. Vergebens ja.n- das Lüftchen raunte "jvrte in das Ohr und verfolgte dabei deu Schmetterling, der tanzend und flimmernd vor ihnen herfchwebte ober den braufenden Meeies-wcllcn. Da. innntten des athemlofen Hastens, entfiel dem Lüftchen das Rosenblatt, das brandende Meer schleifte es mit sich und begrub es in seinen Fluten, In einem winkeligen, schmierigen Gewölbe des Ghetto saß ein greiser Jude und bot alte Waffen, Schilder und Helme zum Verkaufe aus. Zu seinen Kllnocu zählte er meisteuthcils Antiquitätensammler und Tneaterhelden, die bei jeder neuen Rolle in der fie die ^ Helden längstvergangener Zeiten darzustellen hatten zum alten Moses kamen und da ihren Bedarf zu billigen ^ ^ Der ^ alte Moses saß vom frühen Morgen bis ^ zum späten Abend in einem Winkel des Gewölbes,! und wenn er eben keine Kunden hatte, zählte t-r sein! Geld und verbuchte sciue Eiunahmen und Ausgaben. Die ersteren waren keineswegs glanzende zu nennen, iiberstieaen aber trotzdem immer die letzteren und so kam es, dass sich scm Vermögen von Tag zu Tag oer- ^"^u einer zweiten Ecke des Gewölbes, auf einen, niederen Sockclstuhle zusamimngctcmcrt, sah seine einzige Toch er Sara , mit trm.m^chen Augen, das Gesicht auf die Hand gestützt; oder sie vergrub chr K.nn m beiden bandslächen und starrte dle em- und aus^ehen-d n Mustr gedankenverloren an. Eines Taaes trat, einem Wirbelwinde gleich, Her-mias in das Gcwölbe. Moses eilte ihm entgegen Er - /^kannte Persönlichkeit in Nom: dcr berühmte Singer "großcn Oper. V^kannt und gefeiert; sein wundervoller Gesang bestrickte die Herzen, seine Schönheit die Augen. Er hatte die halbe Well um» kreist, heute Millionen vergeudet, morgen sich einige Lire zum Mittagmahle geborgt. Als Kunde zahlte er verschwenderisch, streute das Gold mit beiden Händen, und Moses empfieng ihn mit ehrerbietigem Lächeln, ge« hörte er doch feit seinem Gastspiele in Nom zu seinen besten Kunden. «Morgen trete ich in einer neuen Oper auf,» erklang sein wohllautendes Organ, und sein blitzendes Adlerauge überflog das kunterbunt aufgespeicherte Ge» rümpel, welches das rußige Gewölbe bis zur Decke füllte. «Ich bedarf eines alterthümlichen Helmes.» «Signor, hier haben Sie eine reiche Auswahl, aus jedem Jahrhundert, aus jedem Zeitalter und in jeder beliebigen Form finden Sie hier Helme. Waffen und Panzer. Hier haben Sie einen, zwei, drei,» und dabei stapelte er die verlangten Gegenstände vor dem Kunden auf. ! Des Künstlers Blick blieb auf Sarah haften, die ihre großen Traumaugen auf ihn gerichtet, die Lippen vor Staunen geöffnet hielt. «Wer bist du, Sarons Rose?, fragte er sie, in« dem er zu ihr hintrat und sie bei der Hand fasste, die ihm das Mädchen willig überließ. «Die Grazien um> standen deine Wiege. Aurora hauchte einen Kuss aus deine Stirne, du durchpilgerst als Geleiteriu der He« spenden, den Goldapfel in der Hand, den Erdenball; Atlas hat dich ausgefandt, damit du die Meuschenherzen bestrickest.» (Fortsetzung folgt.) Leibllcher Zrttun^ Rr 276. 2412 2 Dec-rmdsri^ dergleichen, also organische und organisierte Elemente aufgespeichert sein können (Hadernstaub). Die in der Broschüre beschriebenen Staubarten gehören vorzugsweise der zweiten Kategorie an. Aus der Natur der in manchen Staubarten enthaltenen scharfkantigen, nicht s>lten hakenförmig gelegenen Theilchen, die oft mit spitzig ausgefranste»: Ränder,? versehen sind — wie dies die mikroskopische Betrachtung lehrt — lässt sich die Gefährlichkeit der Einwirkung auf die Nthmungsorgane ermessen. In dieser Richtung sind der Metallstaub, der Granitstaub (scharfkantige Quarzstiicte), der Perlmutterstaub. der Holzstaub und noch viele andere Staubartcn schon nach ihrer Struclur geeignet, die Respirations-Organe in hohem Grade und dauernd zu schädig n. Andere Staubsorten, zum Beispiel der Bleistaub (Vuchdruckerei- und Schriftsetzergewerbe) üben auch noch infolge ihrer chemifchen Eonstttution eine die Gesundheit störende, nicht selten chronisch vergiftende Wirkung auf den Gesammtorganis-mus aus. In manchen Fällen wird vielleicht durch die mikrofkopische Untersuchung des Staubes seine absolut oder relativ geringere Schädlichkeit zu constatieren sein. Die mikroskopische und chemische Analyse des Staubes geben also die unzweideutigsten Aufklärungen, um die Berufskrankheiten der Arbeiter bis in die letzte Ursache zu verfolgen. Zur vollkommenen Beurtheilung des Grades der Schädlichkeit der einzelnen Umstände fehlt die umfassende statistische Aufzeichnung der Krankheitsbewegung in den einzelnen Gewerbebetrieben. An diesbezüglichen Versuchen mangelt es wohl nicht, doch der einheitliche Vorgang wird vermisst, damit die Vergleichung erschwert oder unmöglich. Die relative Gefährlichkeit der Betriebe kann bis nun vom hygienifchen Standpunkte kaum classiert werden, Eine summarische Darstellung nach Hirt sagt, dass von 1t)0 Slaubarbeitern lungenkrank waren: bei Metallstaub 53 3, bei Mineralstaub 51'1, bei vegetabilischem Staub 46 4 und bei animalischem Staub 45 1. Am gefährlichsten ist der Stahlstaub in Metall-schleifercien, in welchen nach englischen Berichten 69 Procent Arbeiter an Schleifer-Asthma leiden und 69 Proccnt nicht das vierzigste Lebensjahr erreichen. Schon diese wenigen Zahlen beleuchten die Nedenklichkeit des Einflusses der mit Arbeitsstaub erfüllten Atmosphäre. Man darf nur die Organisation der dem freien Auge meist unsichtbaren Objecte des Staubes — die mikroskopischen Darstellungen in der Broschüre verhelfen zur Klarheit — in Parallele mit den bedrohten elementaren Organen des menfchlichen Körpers setzen, und man muss in Erstaunen gerathen, dass diese überhaupt doch genügende Resistenz besitzen, um wiederholten Eingriffen Widerstand zu leisten. Die scheinbar zwanglose, aber doch thatsächliche Abwehr dieser Insulte durch solche, die freie Bewegung des Arbeiters in nichts behindernde Mittel soll und muss rine der zunächst zu lösenden Aufgaben der Gewerbe-Hygiene biben. Local- und ProMzial-Nachrichtcn. — (Allerhöchste Spenden.) Seine Majestät der Kaiser habcn zur Anschaffung von Löschgeräthen der freiwilligen Feuerwehr in Kronau eine Geldspende von 80 st. und der Orischaft Haselbach eine solche im Netrage von 60 st, aus Allerhöchsten Privatmitteln zu bewilligen geruht, — (Aus dem Reichs rat he.) Im Abgeordnetenhause des NeichsrallM gelangte gestern der Vudget-titel «Dispositionsfonds» zur Berathung. Vier Redner lamen zum Worte, und zwar die Abgeordneten Prade, Vianlini, Romanczuk und Dr. von Plener, welch letzterer namens der Vereinigten Linken die Erklärung abgab, dass die Partei nicht in der Lage fei, den Dispositionsfond zu votieren, Heute kommen außer dem Ministerpräsidenten auch die Führer der anderen großen Parteien zu Worte, und erst dann wird sich das neue Situationsbild vollkommen überblicke» lassen. — (Slovenisches Theater.) Nach längerem Zeitraume gieng gestern Gogols bekannte fünfactige Co-mödic «Der Revisor» in der Uebertragung des Johann Vescl über die slovenische Bühne, Ein von Petersburg kommender Beamte, der auf seiner Reise ins Gouverne« ment Saratov seine ganze Barschaft verspielt und sich nun nothgedrung/n in einem Provinzialneste aufhalten muss, und eine arg corrumpierte Beamtenschaft, die in dem Unbekannten den längst angekündigten Revisor vermuthet und fürchtet, das sind die Personen, welche uns der geist« voll,.' russische Dichter in seiner beißenden Satire auf das russische Prooinziallebcn vorführt. Was die Aufführung anbelangt, so gab Herr Boritnik als Träger der Titelrolle den Bonvivant Iovan Alexcmdrovic Hlestakov ill vortrefflicher Weise, die übrigen Darsteller der gröhern Rollen hielten sich im allgemeinen gut. Weniger zufrieden-stellend war das Spiel des Herrn Thalmeiner, der gestern im slovenischcn Theater debütierte; zum ersten war derselbe in seiner Rolle durchaus nicht sicher, hatte viel mit sprachlichen Schwierigkeiten zu kämpfen, verfiel außerdem sehr oft in den übelklingenden Laibacher Vorstadtdialekt uud spielte endlich stellenweise viel zu derb. Anerkennend muss der Leistungen der beiden Damen Nigrin und Slavceva gedacht werden, wohingegen die sonst wirkungsvollen Figuren der beiden Gutsbesitzer Peter Iuanoviil Dobcinski und Peter Ioanovic Bobcinsti infolge des vielfach übertriebenen Spieles der betreffenden Darsteller reine Zerrbilder waren. Im Ensemble endlich waren einige Schwantungen zu bemerken. In Anbctracht dessen, dass die In-scenierung des «Revisors» an die Regie ziemliche Anforderungen stellt und der dramatische Verein in der laufenden Saison zum erstenmale mit einem fünfactigen Lustspiele hervortrat, muss trotzdem die gestrige Vorstellung als gut bezeichnet werden. Wir wünschen nur, dass der «Revisor» dem slovenischcn Repertoire ständig einverleibt bliebe. Das Theater war ziemlich gut besucht, und das Publicum spendete namentlich Herrn Borstnit reichlichen Beifall. — (Die Stadt Cilli) feiert in den ersten Tagen des December den 25jährigen Bestand selbständiger Gemeindesatzungen. Dem langjährigen Vilrqrrine ister und Landtagsabgeordnetcn Herrn lais. Rath Dr. Neckermann soll am Festtage die prachtvoll ausgestattete Urkunde als Ehrenbürger feierlich überreicht werden. Das dortige Stadtamt gibt aus diesem Anlasse eine Cillier Chronik des letzten Viertcljahl Hunderts heraus, und die «Deutsche Wacht» veranstaltet eine Festschrift unter dem Titel «Celeja». Dieselbe umfasst circa 8tt Seiten und trägt ein künstlerisches Gepräge, Beiträge habcn unter anderen geliefert: Hans Niandstetter, A. Vreitner, Freiherr v. Chlumecky, Felix Dcchn, Ludwig Hans Fischer, Dr. Foregg^r, Professor Dr, Frischauf, Ritter v. Gerold, Hans Grasberger, Martin Greif, Hans von Hopsen, Hans Kordon, Thomas Koschat, Professor Dr. v. Kroues, Freiherr u. Kübeck, P. K. Rosegger, Ferdinand v, Saar und Johann Strauß. Auch der Herausgeber ist mit mehreren Aufsätzen vertreten. Eine große Zahl künstlerisch ausgeführter Bilder fchmückeu den Text. Die Prachtausgabe, die nur in sehr beschränkter Anzahl gedruckt wird, dürste für jeden Freund der lieblichen Sannstadt ein willkommenes Weihnachtsgeschenk bilden. Wer cin Stück desselben wünscht, möge dies sogleich der Verwaltung der «Deutschen Wacht» in Cilli anzeigen, da der Preis der Vor-ausbestellung 2 st., später aber 3 fl. beträgt. Die Volksausgabe kostet nach Erscheinen 80 kr., bei Vorausbestellung 50 kr. — (Entsprungener Sträfling.) Der Sträfling Josef Erbeznik, 27 Jahre alt, nach Oberschischka bei Laibach zuständig, ist am 27. November um 6 Uhr abends von der Sträflingsabtheiluug des Laibacher Straf-hauscs in Weizelsdorf im Kärntner Nofenlhale entsprungen. Derselbe war am 5. December 1889 vom l. l. Landesgerichte in Laibach wegen Todtschlages zu fünfjährige,» fchwercn Kerker verurtheilt. Der Entsprungene ist groß, kräftig, hat ovales Gesicht von gesunder Farbe, Haare, Augen und Augenbrauen braun, Mund und Nase proportioniert, Zähne gut, Kinn oval, leinen Bart. Er ist blatternarbig, spricht sloucnisch und entfloh in den Sträflingsklcidcrn. — Wie man uns nnterm Gestrigen mittheilt, ist Erbez'nik bereits eruiert und der Strafanstalt eingeliefert worden. — (55 u m u r n » cI «, u » u ».) Der Iustizministcr Graf Schön born wurde gestern im Abgeordnetenhause von mehreren Seiten gesprächsweise besragt, ob sich das Gerücht bewahrheite, dass die Regierung demnächst eine Vorlage wegen Einführung des rminor>.!8 ciluinu^ in der Advocatie einbringen werde. Der Iustizminister erwiderte, dafs die Angelegenheit n ch nicht so weil gediehen sei, dass jedoch die ihm von zahlreichen Mitgliedern des Hauses, wie auch aus den Kreisen der Wiener Advocaten zugekommene Anregung der Einführung des nuin^ru» «launu» den Gegenstand von Erwägungen im Justiz« Ministerium bilde. — (Die italienische Wein zollcla use l) Das gestern ausgegebene Reichsgesehblatt enthält eine Verordnung der Mmisterien der Finanzen, des Handels und des Ackerbaues vom 1. December 1892, womit die zur Durchführung der Vereinbarung im Punkte 5 des Schlussprotokolles III zum Tarife N des Handels- und Schiffahrtsvertragcs zwischen Oesterreich-Ungarn und Italien vom 6. December 1891 erlassene Verordnung vom 10. August 1892 erläutert, beziehungsweise ergänzt wird. Diese Verordnung, auf deren Inhalt wir noch zurückkommen werden, tritt am 15. December 1892 in Kraft. — (Deutsches Theater.) Heute gelangt die melodienreiche Operette «Der Viceadmiral» von Millöcker, deren gelungene Wiedergabe, insbesondere der Partie des Puuto durch Herrn Straßer sowie des Viceadmirals durch Herrn Fabbiani, vom Beginn der Saison her im besten Angedenken steht, zur Aufiührung. Wir machen nochmals darauf aufmerksam, dass die Vorstellungen von heule au um 7 Uhr abends beginnen. * (Aus dem Schwurgerichtssa alc.) Bei geschlossenen Thüren fand gestern die Verhandlung gegen den 17jährigen Knecht Michael Kusar aus Üransica statt. Derselbe hatte sich des Verbrechens der Nothzucht und des Mordes, begangen an der 15 Jahre nlten Magd Maria Kncz, zu verantworten. Der Angellagie wurde schuldig gesprochen und zu 12 Jahren schweren Kerlers, verschärft mit einer Faste monatlich uud einsamer Absperrung in dunkler Zelle mit hartem Lager am 17ten October eines jeden Strafjahres, verurtheilt. -(Mädchenturne n.) Betreffs des am M^ Samstag um halb 5 Uhr nachmittasss ^'"^ Mädchenturncurses werden wir ersucht, "'"."' M-Anfragen zu entsprechen, bekannt zu geben, dais > ^ chen keiner besonderen Turnlleidung bedürfen, ^il ihnen zur Ablegung der beim Turnen etwa U'"^^ Kleidungsstücke das an die Turnhalle anstoßende I^^ zur Verfügung Den Eltern steht es frei, dem unterrichte beizuwohnen. . ^ M — (Schonzeit.) Nach dem 2""^^^ 22. August 1889 befinden sich im Mm>ate " ..^, nachstehende Wildgattunqen in Schonung: ^ ^, Roth- und Damwild, Gemsgeißen und Gen'sl'Y. ^ Hähne, Auerhennen, Birkhühner und Äirkhen"" schließlich Rebhühner. , ^sche — (Ein Staatsstipendium) !"',^in Sludierenoc am k. und k. Mililär-Thierarznei^m ,^ Wien im Betrage jährlicher 300 fl. ist aU'^'^ck Die Gesuche sind bis 10. December der l. k. " schasts-Gesellschaft in Laibach Neueste Post. Bnllimü.Lelcaramnu dcr Laib ucker ö"^.^ Miramar, 1. December. Ihre Majestät die Ka, ist heute früh hier einqetruffen. Die M'teriM nachmittag mit dem Danlftfcr «Mirainar». « ^le Graz, 1. December. H.ute ist hier der PM ^ Land'K-Schulmsftector Franz Ritter li. M ^'" .'„Dl bekannte Verfasser der Lchrlnlchcr iil'er ^ ' ^ uud Geometrie far die österreichischen Mtlel^ ' Alter von 78 Jahren qrstorbeu. aM^' Paris, I. December. Das «3""""! "''S ii wdelt m scharfer Weise dic Anqvfft des ^^Dl Gl ßmann gegen Frankreich und am'lknnt m ^ ^ Weise die energische Zilriickwcismia. derselben ^»s-Präsidenten Dr. Smolka und das nanzeMlMvNl ^ Paris, I. December. Ein Individuum, "^, ein Deutscher Namens Luskina, wurde wegen ^che dachtcs der Spionage verhaftet. Seine uwl" » ^ Corn'spondenz wurde saisiert. ^>z M^ London, l. December. Ein?r Meldung^» fischen Bureaus zufolge fand der Untergang oeo ^ ^. schen Kriegsschisscs «Chishima» bci Igo statt-sunen ertranken. ^ ^' Sofia, 1. December. Stambulou hat " .^sO branje mitgetheilt, dass der Kriegsminister M ^ mit der Leitung des Finanzminisw iuus bett" AD Ncwyork, 1. December. 100.000 D""" ^. wurden behufs Ausfuhr dem Schatz'nute em ^M» Man erwartet, dass Samstag 8,000 00U Gold eingeschifft werden. — (Klaaeufurter Haus. und, ^ d,^r A U. b e r.) Im Verlag von F. wn Kleinmayr 'st lu"'H^ft^^H aanss des «Illustrierten Maqenfurlcr H"ls' und "^ .h,r ^ ^'lenders, erschienen. Mit Möcht ncnilt der V"" ' ^ ^. italcnderwcrl cin Jahrbuch für alle Vcwohm'r " ,.^ ,O H I!lhalt?rcichthu!n des ,mt richtMin Acrslandm^ > ^„M> durslnsse der Geschäftswelt und der Privaten "dM " ^, l!«< Alle in dieser Rubrik besprochenen Äilch" "" ^^e' türmen durch die hiesige N u ch h a n d l u n ss ^5«' n, ayr H ssed. Vamber n bezua.cn weroen^^^ üügllomim'llc ,n„ D" U, MHhl. bancic. Gutsbesitzer, Schloss Thurn, ^.^. er.^^ Reifnil). — Fuchs, l.ilutsbescher; Dcoetal. ^a» ^, Hotcl Elefant. Blau, Kfm., Eislcr. Töpfer, < >M"> ^ Me.; Fleischer, Chem.ler. W"N ^ W ^ Pegaau. - Gajardi, ?ricst. - Wilczcl. Reis, Linz. - Rosch. Losomc. ^ ^ ^ ^a''. ^, ^ Schässcr. BetriMdircctor. Villach. ^ A""„. SN'"w> ^ ' Wald. - Milolic, R,idc,1fswcrt. — ^"«,cr, ^"^ Epstein, Prag. — Malbera., Vauunternr« ^, Comin, Gimino. Oesihels' „>A Holtl '.'z.iiri' Trieft, — Brezanc«ti, Adelsbcra.. -^ ^<"°" Händler, Wien. , ^,„ Stei"^^ Gasthoi Kaiser von Oesterreich. Sandn^^--^ ____ in^lllb^!^ Metcorolonischc VcüblMmlqett^^^ ^^ -------^-----I^ß—^-----------' k-"Z 1,'^.N 740!), 22 windst'll pt" z„F 9. Ab. 740 8-1« O, schwas ^s ">^ Tagsüber bewölkt, sternenhelle Nacht. ^ ^l^>^ der Temperatur -0 8", "'^^^^^M verantwortlicher Redacteur: I> -^W^il^ „t ^7ß 2413 2. December 18V2. Course an der Wiener Mrle vom 1.December 1892. ^ d^ °ffcellm «0«^°«« !»»«» « ^kld Warp gliche A.ntr in Noten 87 «0 W- ."eta»!^""e>lW st. ll.3 2.-. 15,8?" ^'Hle«.?'""«^' "5...,.,. U't«!,!!^ ' ' '"'5'10>,7s, ll>»5°"»tt Ä<,^< 3^b?r, i«»z,s,------- ^><>h^^ ,.- - "8 4« l,9- !!»,^,^c!,!i 50/ ' ' ' ' l,3 8U >1Il.,> <»«ld Wa^ Grundlntl.'Vbltglltion«n (flir l(X> ft. LM.). 5"/„ gallzisäie...... il>5' ^l»ä 3<, 5"/„ mährische......— — — — 5°/„ lttain und Küstenland . . — — — — 5«/n n"/„ tioalische und slavonische . W 50 9?'6O 5,"/„ siebenbürgische . . , .-------—'- l>°/„ temcler Vaiiat .... —'- —'- l>"/„ uünarische...... 94 45 Uk 45 Hnde« üssentl. Anleht« Donau'Mea.-Lose 5<"/„ 100 fl. . 124 7 > i2I> 7/. blli. Änletl,? 1878 . . l<1U «» 10« s.< A!,!rl><>n t,cr Vtabl Gir/^ , . —'— - - .'lulsücn d, Ntad^^miindc Wien i«5 - 106- ',-iam «,,l, b. G^dtgim, «jien 1S8 25 164 L5 «ürl^>l>a!l?lnleil verlo«, 5°/„ l0>,— l„(> K0 Vsandbrilse Mr ION fi.). Vndtnci. all«, «st. 4°/„ «. 11« «5 litt ^^ bto. dtc>, 4«/,«/,, . lnn 4« lc,i ^> dl°. l>to. 4"/, . . , ys! 3s' ß7!« din. Präu» Kchuldvlrsllir. ll^/i, 112 5'» 113 5' Ocsl. Hppvtl,,lt»b»nl ll)j, b5Vu l>8 8^1 »"^0 crjl,«,uiz, X^nl v«rl. 4>/,°/» . '<" — "? — bclto . 4°/„ , »9-7« llX! <» drit.-' 5!),ai,r, » 4"/., , . »S'?N 1!,<>' «ali^sche ttarl.Liidwlg Nahn /,°/u . —'— — — oetteri. N°idwestb°«n . . . ,a? 4« ",«40 Swatsbllhn ...... ,87 ,5 1887 62bb°hn^/°..... ^"^^. UN«.-««.'v Baß"..... l<.3!" '"l5 yiners« ßoft (per Ntücl), «l.d, »k >««......>«^"«? °z ^i.c„Nreuz,öft »e,.°.1"st, <'" '^ ,i»d.lph li°!c l« st..... »»?" ""' ^nlm^oft 4ft fl...... "75 b5A< 2. ^fn°i« L°!e 40 fi. . . , <-»?» "" N.'.ldslelN'llose L!> fi..... »7 7b 38 75 Windisch.^ray-Lose 2!) fi. . , -'-' «''' ch?w. Vck.d,3"/,,Präm,.<3chulb. l'erschv, dci ÄodtNsitwanstnl, »»' - »« »" Hllnk°firti l>,!-lditbanl, «Nss. ung.. 2«! fi, 86» l.« »S8 Icpystlfnbanl. «U«., 200 fl, «W t,0 »<« — .«lcimple <^!., Ndrüf!.. 5>w ft, «,,.—> «24- «eld «ljare ouvothclenb., öft, ^x>st ^l» ft. V. . . »« — 2»z «, Oeftsri.-unz. Vanl «co ". . . 984 - i>8« — Unionbanl 2M fi......2US — 236 .V» >Urrlcl,i«banl, Allg., 140 . . «N« s»U IS4 bU AltilN »lln Glllnoporl-Pnttnuhmungen (per Gttict). «llbrecht-Vahn 2«» fl, Tilbei , »5 - »4 — UlfKlb°Fium°n. Bahn 20N fi. S, 2"" 25 2w 7!^ Vvhm, Äiordbahn 15« fi. . . 181 - - I>>1 50 . Wrftblllln «UN fl. , , 843 — »45 — UuMchlnbe? «ls. «xi ft. «M. 1>»7O l»8^ dtu, llit. U.) 2UU st, , 44« z« 4^0 -Dmlau > Dampflchiffsayrt ^ Hes,. Oefttil. 500 fl. VM. . . .3,5- 3lb — Diau°Eis, (V'Db.ch.)»00fl, E. 1»S 75 ?c,^2l» Dui'Vodcnb.'G«,'«. »00 fl. 2. -— —-- y:rdinandi>N«rdb,10<»<)st.3W, N87, 2>S?. !jl2l, ll,arl°Ludw. U.2l«»ft.«M 2,6 «5 «17»!. nhi.Ge^llsch. »«» st. V. . . »45 /l> »4i> lU /yb,ep.^UNll.,Iritft500fl. Prag-Duzer Oiienb, 1Ü0 fl O. - s' - »>ll !^,' staatzeisenbah» 200 fi. Gilb« 298 75 »8» »5 öilbbahn 200 fl. Gilb« . . 9^ - »« »'» Liid-«ordb,»eib,-N, 20«fl.°Gel,.Wi„l?0fl.ö.». »41- - »43 — . neue Vl.. Prwrtllt«. llctlen 10N ft......91-5« 9» 5<» ana.^llllz, »lsenb. »0« fl. Silber l99-b0 >«» — »eld «iure Ung, Noidostbahn 20»> fi, Eilbei »9» 75 1V7-25 Un«,Wtftb.(N»ab-Vr»z)»(Xifi.S, 19l» 25 1»» ?ü Industri»»Actl«n (per Stück). Vauaes.. «lllg. Oeft.. 10« fi. - '«?' ' 1"» — «gvbier Eisen- und Stahl'Ind, in Wien 100 ft...... «-. «»" Eisenbabnw,.«eihg., eifte, »n fi, »"' "»c> .«lbemühl» Paviers, u. V.^l». 49 « - Uieftnqer »rauriei 100 fi. . . »"2 - l<>, 75 Montan - Vtlell.. »Neri,-alpine " « «, Präger Elscn-Ind,.<»fs, 200 fi. ^X>'— ^Oi» - - Tal«,o»r<,lj, Steinlohlen 80 fl, e>? — «8 - .«.<«, '" ^ "» 26 liifailer «lohlenw.-Hcs, 70 fl. ' 5S - ,s^ ?i W«,sstnf,.»..c)est.in«»ln,,00ss, »l0 - ,1». <»a«llon-Ue,l , . . , 111, »0 ,»<, Par«......... ö?'7l» 4< 7l» Ducaten........ 5 «8 570 20>Hrancz»Etu!ke..... »s>» 9 57 Deuilche Neich»bllnlnote« . . 58 87> 58 »?, Papier'R^bel...... l L?^! 1 ,/« Iwlienische vantnoten (10<' L.) — —------- ^^'/^'"^g dcn 2. December ^ "^°rst.(Nr.4tt). weradcr Tc,^ ?'"ele ^«tte in drei Acten und eine... '"^wii.s/!' ^ll "nd N, Geni-c (»ach "^ des I. Ni^cn). Musil von Karl , Miller. , '"' Samstag den 3. December ^ ^l'l^l ^ , '^" Civil. 3,h, """" Nclc wn w. Mdelburq. ^«>",?" """ '"" """' ^ü^^eluein Acte von Supftö, ^ »nmöbliertes Zimmer *a8*e Nr. 8, II. Stock Vj^-^Zu vermieten. \bbO\) SftÄ Kanarien-Vögel 8' 10 7 WOhl" un^ Klingelroller, "Vr-IBM S'"ßend- Hotte Sänger. St. (>. %>,* arariiin \K "ach 1^'isliiiiR. versandet K l. *k Wnder Ai.k..i,slK(.g.Nar.h-^iajfmer, ChemnlU i. 8., \.. U|"lauscli g.-siaitfit. (54üö)5-l K[ a° &** ".....-----------¦--------------- SS OÄr6l;Artlkel-HMdlu« >v e" übt ° °r A"«JlljOri vo" Hu' J!-iaizscta*ii ! \?rUrt tt/^r703ft an Rudolf Mosse, "^-^vauiu. (f)4B8) ]> Hei ^ariTill SPitalgasse 10 Bosses Lager ft 1 ""^" (4106) 69 iifeiiisto (hr'ft der Htrren Lehrer P^lnv . «»• 1628. st^nJe "irtviiii. Hv ProBK*IU) so^isöe v Kudol-^•äj0 Ka,:,1 na vnoviö vloženo JVfCtür Küöß i* Hrelesja V*nuieiLlS91i»*t. «60, od leta \?a «lev ^"J^JaM.hoKoceiü . e ^89Vaa -se doloèi 31.de-X^okpo»; dan njegove smrti. % 22*«ü Hodiftöe v Rudol-01 novoinbra 1892 Für Weihnachten und Nikolo empfiehlt Rudolf Kirbisch Conditor €ongre»splatz Iiaibach €ongressplatz in grösster Auswahl und zu billigflten Preisen: Feinste Bonbonnieren, Bchön« Attrapen, Cartonagen, feinste Bonbons, Compot, Maimelailen, glacierte und candierte Früchte in hübschen Körbchen oder Carious; nchöne, billige Chri»tbaumbebänge aus span. Wind, Liqueiirzuckw, Couservezucker; Quittenconfect, Apfelconfect, diverse ObstpaKtcn, schöne Figuren aus Zucker, Tragant und Chocolade; feinste Lebkuohen, Pfeflferknchen, Mandolato, Früohten-brot (KleUenlirot), felu«te Theebäokerel, Zwiebaok, Ohoooladen, Tli«.<' Rum alle Gattungen feinste Liqueure, Hpanische Weine und Zu den Feiertagen Pinza, Gugelhupf, Potlzen. Cut assortierte Clirifttbaumbehänge in Kislchen von 2 fl. aufwärts werden prompt effectuiert. Um rechtzeitige Aufträge wird gebeten. Fruoht«yrup gegen Husten und Katarrh pr. Liter 40 kr., so lange nooh der Vorrath reloht. Razglas. Mpfleoa novembra t. l.vložilo je v mestno hranilnico ljub- liansko 51istrank........201.554 gold. 38 kr., ljansko oio stnmka .....122.727 > 12 » vzdignilo pa oUi sirdimd. Ravnateljstvo mestne hranilnice ljubljanske. (4616)3-^ Nr. 6810. Executive Ncalitäten-Vcrstclsscrunst. Vom k. k. Bezirksgerichte Laas wird Topol bewilligt und lMN Ml yuw tnngs-Tagsatzungen. und zwar die mir auf deu ^ iu ^ ^ 14. December I«"^ uud die zweite auf den 18. Ianuer 18U6, worden, da s die ^m" ^^ ersten Feilbietuug ulir um ooci u Schätzungswerte, bei der zweiten aber auch unter demselben Hintaugegeben werden wird. Die Licitations-Vedingnisse, wornach insbesondere jeder Licitant vor gemachtem Anbote ein lOproc. Vadium zu Handen der Licitationscommission zu erlegen hat, sowie das Schätzungsprotokoll und der Grundbnchscxtraet können in der dies« gerichtlichen Registratur eiugcseheu werden. Laas am W. September 1892. (532!) 3—3 Nr. 8623. EllratorsliestellllNss. Dem verstorbenen Johann Perzeti? von Weinih wird Herr Stefan Zupaniie von Tschcruembl zum Curator -«< u< lus», bestellt, dccrctiett und ihm der exccutiue Realschatzuug^bcscheid vom 17. Octuber 189^i, Z. 74l3, zugestellt K. l. Bezirksgericht Tschernembl am 19. November l«!^. (5376) 3—3 St. 6948. Okli<\ Z tusodnim odlokom z dne 10. ok-tobra 1892, št. 6078, dovoljena izvr-äilna dražba Joželu Vintarju lastne^a posestva zemljiške knjige vložna Sf. 348 kaiastralne obèine Buseèa Vas in vložne St. 614, 624, 785 in 835 katastralne obèine sv. Križ se ponovi in se v to zvrho doloèita dražbena dneva, in sicer prvi na dan 3. decembra 1892. 1. in drugi na dan 7. januvarja 1893. 1, vsakikrat od 11. do 12. ure dopoldne pri tern sodišèi s prejsnjim dostavkom. G. kr. okrajno sodišèe v Kostanje-vici dne 8. novembra 1892. (5300) 3—l Nr. 6463. Reassumierunff executivcr Rcalfeilbietunss. Ueber Ansuchen der Margareth Iaklic von Büchel Nr. 8 wird die mit dem bieS-gerichtlichen Bescheide vom 12. August 1891, Z. 6253, bewilligte und mit dem Bescheide vom 14. August 1691, H 6546, mit dem Reassumierungsrechte sistierte executive Fcilbietung der dem Leonhard Cerne von Rodine gehörigen, gerichtlich auf 170 fl bewerteten Realität Einlage Z. 354 aä Kälbersberg reassumando auf den ' 20. December 1892 und deu 2 0. Jänner 1893, jedesmal vormittags 10 Uhr, Hiergerichts mit dem vorigen Anhange angeordnet. K. k. Bezirksgericht Tschernembl am 9. September 1892._________________ (5204)3—1 Nr. 9046. Rcassumienmg executiver Feilbietung. Vom k. k. Bezirksgerichte Gurkfclo wird bekannt gemacht, dass über Ansuchen des Herrn Ignaz Wutscher von Bresovica die mit dem oiesgerichtlichen Bescheide vom 15. Mai 1886, Z. 5207, bewilligte, mit dem diesgerichtlichen Bescheide vom 23. December 1891, Z. 10.868, auf den 2. März und 2. April l. I. anberaumte, sohin aber mit dem diesgerichtlichen Bescheide vom 22. Februar 1892, Z. 1855, mit dem Reassumierungsrechte sistierte executive Feilbietung der dem Martin Vene in Bucka gehörigen, mit dem executive« Psaudrechte belegten und gerichtlich auf 500 fl. geschätzten, im Grundbuche der Catastralgemeinde Buika «uk Einlage Z. 82 vorkommenden Realität reassumiert und unter Zugrundelegung der früheren Licitationsbediugnisse zu deren Vornahme zwei Tagsatzungen, und zwar auf den 17. December 1892 und auf den 18. Jänner 1893. vormittags von 11 bis 12 Uhr, hier» gcrichts mit dem Anhange des Bescheides vom 23. December 1891, Z. 10.868, angeordnet worden. K. k. Bezirksgericht Gmkfeld am 12. October 1892.