lMbacher^ Zeitung Dienstag den 11. Movember 1828. Machrichten vom Ariegsschauplatje. ^ie Preußische Staatsz citung ?om 3o. October enthält folgende (zum Theil aus unserem -Blatte vom nämlichen Tage bekannte) Nachrichten vom Kriegsschauplätze: „Am 12. October früh Morgens wurde im Lager des Grafen Wo-ronzoff, in Gegenwart Sr. Majestät des Kaisers, ein Te Deum für die Sinnahme von Varna ab« gch.^cn. iDas schönste Wetter begünstigte diese Feierlichkeit/ der auch sämmtliche fremde Militärs und Diplomaten beiwohnten. Am selbigen Morgen marfchirte der Kapud an - Pascha milden Truppen, für die ihm ein freier Abzug bewilliget worden war, aus der (Zitadelle aus. Am i3. Morgens wohnten Se. Majestät der Kaiser dem Got. tesdienste in der griechischen Metropolitan-Kirche zu Varna bei. Se. Majestät gedachten. Sich am 14. Abends nach Odessa einzuschiffen, und Von dort ohne Aufenthalt die Reise nach St. Petersburg anzutreten. Gleichzeitig sollte fich auch das diplomatische Corps nach Odessa einschiffen. Omer-Vrione hatte sich nach der Übergabe von Varna eiligst zurückgezogen, und sich jen-seits des Kamtfchik aufgestellt. Er wurde von dem Prinzen Eugen von Würtcmbcrg lebhaft verfolgt. Der Großwesir war zur Un-lerstützung des Omer-Vrione bereits bis an den Kamtschik vorgedrungen, hatte fich aber, in Folge der neuesten Vorfälle, ebenfalls wieder zurückgezogen. Die Flügel-Adjutanten FürstD0!-gorucki und Graf Serge Strog on off, und der Oberst Schild er waren zu Generälen, und der General Adlerberg zum General-Ad^utan. lcn ernannt worden. Graf Diebitsch hatt? dcn St. Andreas-Orden, General Ben ken d orf den St. Wladimir-Orden erster Klasse, GeneralIo-mini den St. Alexander- Newsky - Orden und Fürst Trubctzkoi denselben Orden in Brillanten erhalten." (Ocst. B.) Nach dem Journal cl'0^o85a rom 22. October, war Se. Majestät der Kaiser am 20. d. M. an Bord des Linienschiffes Kaiserinn Marie nach übcrsiandencn heftigen Stürmen zu Odess« angelangt. Mit gleichen Gefahren mußte das Linienschiff Pante leimen kämpfen > an dessen Bord sich Se. Durchlaucht der Prinz Philipp von Hessen-Homburg, der französische Gesandte, Duc de Mortem art und die übrigen Gesandten der fremden Mächte zu Varna befanden. Dieses Schiff wurde sogar bis an die asiatische Küste verschlagen, und lief endlich nach über-standener höchster Gefahr zu Sebastopcl ein. — Se. Majestät haben mittelst Rescript an den Grafen W or on z off, besohlen, daß 12 türkische Kanonen, die man zu Varna erobert hatte, zu einem Denkmale für den hier im Jahre 1444 ge-fallencn polnischen und ungarischen König Ladiß. laus bestimmt werden. Dieses Denkmal wird zu Warschau, der Haupt-^dt Polens, aufgestellt wer-den. — Auch Iussuff-Pascha, der ehemalige Commandant ven Varna, war unlängst am Bsrtz der Fregatte Raphael angekommen. „"u Petersburg war die Ginnahme vsn Va?< na fchon am 21. October bekanntgeworden. Der Kurier hatte den Weg dahin (275 deutsche Mel< len) in nicht vollen zehn Tagen zurückgelegt. Das unter den Befehlen des Grafen Pas« ke witsch stehend?Avmeecorps vcm Kaukasus hat> 26^. te im Laufe des Septembers dem Pascha von M u sch eme Niederlage beigebracht, die Festung Ardag< ^an erobert, und eine beträchtliche Zahl Sinwoh-«er der Provinz Kars, die von den Türken gefangen weggeführet wurden, befreit. In Folge dieser glänzenden Waffenthaten erließ der General Paskewitsch einen Tagsbefehl an die ruffischen Soldaten, worin er ihnen aufs lebhafteste seine» Dank bezeuget. Die Räumung von Morea ist gänzlich vollen-det. Die Besatzungen von Modsn und Koron> dtnen es an allen Lebensrnitteln gemangelt hatte, haben diese Festungen den französischen Truppen eingeräumt, und die Fahnen der drei verbünde, ten Mächte auf den Wällen derselben aufgepflanzt. (Oesi. B.) Malt a. Malta den 5. October. Heute sind folgende russische Kriegsschiffe, welche vor Z^TagendieRhe« tze von Plymouth verlassen hatten, hier vor Anker Gegangen: als die Linienschiffe Knes Wladi« mir, Czar Konstantin und Emmanuel; ferner die Fregatten Olga, Alexandra und Mari e. Das gleichfalls russische Linienschiff Fere« Hhampenoise, an dessen Bord sich der Eontre« Admiral Ricord befindet/ war unlängst von G^» braltar hier eingelaufen» Aus Alexandrien erfährt man, daß die Über« fchwemmung des Nils glucklich von Statten gehe. Der Vice -König von Ägypten soll eine bedeu« tende Menge Getreide zur Verfügung der ottoman» Nischen Regierung gestellt haben. (6-. I'icin.) Teutschlanv« Mehvere deutscheZeitungen schreiben aus H a n« «Fver vom 2a. October, die schon länger angekün« zigte militairische Besetzung einiger Braunschweigi« schen Ämter, auf den Fall daß der Herzog sich nicht zur Nachgiebigkeit gegen den Könrg seinen ehcmali« zen Vormund verstehen wolle, habe nun stattgefunden Am l2. October seien hannöverschs Truppen in das Braunschweig/sche Amt Thedinghansen e^Nizerückt. , ' (AllH.Z.) D t a l i e n. Die Streitigkeiten zwischen Neapel und Tripoli erhalten einen ernsthaften Character, und ^ie nea° politanische Regierung wird Mühe haben, sie mit Ehre zu beendigen. Es werden bereits große Kriegs-rüstungen in Neapel gemacht, welche aber eine neue Anleihe zur Folge hab«« müssen. (Mg. Z ) Dänemark. Der Guldborg« Sund, zwischen den dänischen Inseln Lanland und Falster, welcher, wie man erzählt, von der Königinn Margarethe durch große Steine gesperrt wurde, um beide Inseln vor den Überfällen der hanseatischen Schiffe zu sichern, war bisher nur für sehr kleine Schisse zugänglich; in der letzten Zeit ist das Fahrwasser durch dieHer-aufzi.ehung von 2oa großen Steinen gesäubert wor« den, so daß dieser Sund künftig auch .von größeren Schiffen wird befahren werden können, was für die beiden.kornreichen Inseln von großer Wichtigkeit ist. Einige russische Kriegsschisse: ein Linienschiff, eine Fregatte und zwei Bxieggs sind am 19. October im Sunde gesehen .worden. (Oesi. B.) Frankreich. Nach einem Schreiben vom 5. October musterte General Maisöl am i. October alle Truppen im Lager vor Navarin. Unvermuthet fand sich Ibrahim Pascha, von einem Dollmetscher begleitet, zn Fuß bei dieser Musterung cin. Er bestieg ein ih,n angebotenes Offiziers - Pferd, und begleitete den General bei der Revue. Er bewunderte die Ma^ noevre der Franzosen, und besonders das 3. Jäger« R.giment. Ibrahim mackte dem Obersten desi den, Hrn. de Faudoa.s, über die tressliche Haltung seiner Leute ein Kompliment, und bezeugte den Wunsch ein Muster seiner Uniform zu besitzen, um in Egyv-ten cin ähnliches Regiment zu errichten. Am folgenden Tage schickte ihm der Oberst eine vollständige Uniform mit einer Lanze, wogegen ihm Ibrahim seinen eigenen Säbel verehrte, und selbst umgürtete. Es ist ein prächtiger Säbel, ein ächter Damaszener. Beim Frühstück, das ihm nach der Revue General Maison aufsehen ließ, tränt er auf die Gesundheit aller Franzosen, jedoch nicht auf die Union aller Mächte. — Es gibt im französischen Lager sehr viele Kranke. Fieber und Dissenterie stnl» die gewöhnlichsten Krankheiten, und rühren 30m Virouac, vom Elimä und von den schlechten Nahrungsmitteln her. Paris, den 26. October. Nach einem Schreiben aus Marseille vom 20. October wurde die Ic< stung Koron den französischen Truppen durch Kapitulation ohne Schwertstreich übergeben. Bald werden Modon und Patras diescm Beispiele folg.cn. — Ein Schreiben aus Toulon meldet, daß am 25. October dort der Befehl einlief, 55 Feuerschlünde, theNs Belagerungs- theils Feldgeschütz, Msrser u. 365 nach Morea abzuschicken. Dieses Materials wird aus den Arsenalen von Toulon, Perpignan, Tou« louse und Grenoble genommen. Man scheint die Festungen in Morea besetzen und befestigen zu wol« len. Auch eine große Menge Pulver wird dahin geschickt. Der Armee fehlt es an Lebensmitteln. Ein zweipfündiges Brod kostet 40 Sous. Im Land sind keine Hülfsquellon, und die schleckte Nahrung in Verbindung mit dem Clima haben in der Armee eine epidemische Krankheit, die Wechselfieber, eut» wickelt, welche viele Leute wegrafft. Mehrere Offiziere von der Artillerie und vom Gcniekorps sind gestorben. (B. v. T.) Paris den 22. October. Man sagt fur g,e-wiß, heißt es in einem Morgcnblattc, die Regie« rung habe durch den Telegraphen die Nachricht von einem Tressen zwischen den Muselmännern vcnPa-tras und der Brigade des Generals Schneider erhalten, in wachem unsere Truppin die Oberhand be< Häuptel hätten. Man wollte in Frankreich wissen. daß Grafveu Villele, der sich fortwährend auf seinen Gütern bei Toulouse aufhält, ron Sr. Majestät dcm Könige ecn Spanien eine Einladung erhalten habe, sich an den Madrider Hof zu begeben, weil man wünsche, sich seines guten Raths zu bedienen, um den svani» schen Finanzen aufzuhelfen. (Prag. Z.) Der Constitu'tionnel der die, in unserer heutigen Beilage enthaltene Korrespondenz des Mes-sager aus Morea fast mit denselben Worten mittheilt, und sie als das Schreiben eines der General« Offiziere der Expedition bezeichnet, fügt aus einer Nachschrift desselben bei, daß die Türken in Mo« don und Eoron gebeten hätten, sich gleichfalls nach Egypten einschiffen zu dürfen, was ihnen auch General Maison im Einverständnisse mit den Admirälen gestattet habe. Auch habe Ibrahim versichert, die i2c»o Egyptier, die er zurücklasse, hättcnBcfchl nicht zu schießen, selbst wenn die Franzosen angreifen sollten. Eben so wenig würden die Türken in Patras sich vertheidigen. Letztere Nachricht wieder-hohtt auch die Gazette de France. Mg. Z.) Der Contre.Admiral Sollet, welcher über zehn Monate lang die französische Station vor A,l« gier commandirte und während dieserZeit erkrank, te, ist am 20. October zu Toulon mit Tod aba>-gangen. (Oest. B.) Portugal. Zwei Schooner, welche unlängst von >cn azo^ ! rischen Inseln kamen, brachten die Nachricht, datz die k, brasilische Fregatte, Isabella Maria, von Falmcuth kommend, auf Terceira gelandet habe, und mehrere portugiesische Militärs, Munition und Lebcnsmittel daselbst ausgeschifft habe. Diese Verstärkung kam gerade zu einem günstigen Zcit^ reckte auf diescr Insel an, wo man die Rechte der jungen Kömginn, Dona Maria noch aNein an^ erkennt. (5. ck Vei.) Londoner Nachrichten aus Lissabon melden, daß am 9. Ottober das Portugiesische, zur Unterwerfung der azorischen Inseln bestimmte Geschwade/, dessen Absendung früher aufgeschoben worden war, abgegangen sey. Nach denselben Blättern läßt die Regierung die Vertheidigungswerke der Forts, welche den Eingang des Tajo beherrschen^ neu herstellen. (W. Z.) Oroßbritannien. Die Times sagen; „Emem Briefe aus Bucharest zufolge wäre der Zweck des russischen Kriegs ein ganz anderer, als man in England gewöhnlich dem Kaiser Nicolaus beilegt. Die Offiziere der Armee scheinen nun überzeugt, daß es nicht auf eine bleibende Eroberung abgesehen ist; dieß soll überall Mißvergnügen veranlaßt, und die Truppen gleichgültig gegen den Ausgang des Kampfes gemacht haben, da Konstantinopel nicht in ihrer Gewalt bleiben soll. Man ist indessen überzeugt, daß der Kaiser das nächste Jahr die größten An' sirengungen machen wird, und daß, wenn er Truppen und Zeit nicht vor den festen Plätzen verliert, er mit i5o,oo0 Mann auf Kcnstantinopel losrücken und Vortheile erringen kann, welche ihm. erlauben werden, den Frieden zu dictiren. Auf der andern Seite zweifelt man aber auch nichl an der Festigkeit des Sultans, welche Niederlagen er auch erleiden möchte. Da die Kriegskosten seinen Schatz erschöpften, so hatte man ihm gerathen, in Eu^ova, und namentlich in England eine Anleihe aufzunehmen, was er aber mit Stolz zurückwies, weil die mächtige Fahne des Propheten der Hülfe des Goldes der Ungläubigen nicht bedürfe, um den Sieg davon zu tragen.« ^llg. Z.) N u ß l a n v. Am 11. October wurde auf der Werft in Och-ta das Schiff Arc is von 74 Kunonen, und die Fregatte Nadeshda (die Hoffnung) von 24 Kanonen , von Stapel gelassen. Ersteres ist von dem Obersten des Marine-Ingenieurs, Stocke, nach 368 t m Systeme von Steppings, Letzteres, nach dem alten Systeme, erbaut. Se. kaiserliche Hoheit der Großfürst und Thronfolger Alexander Nikolajewitsch geruhete der Ceremonie beizuwohnen und an der Kiel-Legung einer Fregatte, Anna, von 44 Kanonen, und eines Briggs, Paris, von2oKa?zo-«en, Theil zu nehmen. Das Commando des Ar-cis ist dem Flotten - Capitän vom ersten Range, Uschmski, und das der Nadeshda dem Capitän vom ersten Range, Dawydow, anvertraut worden. (Oest. B.) Gsmannisches Neich. Der Courier de Smyrne vom^.Octc-ber enthält die Nachricht daß mehrere Tataren die Nachricht gebracht haben, daß das russische Truppcnkorps unter General Paskewitsch gegen Orzerum vorrücke, aber von der Bevölkerung der umliegenden Städte und Dörfer angegriffen worden sei. Auch Persien, heiße es, solle auf die Nachricht von dem beharrlichen Widerstände der Türken , fich aufs Neue rüsten. Konstantinopel, n. Oct. Man fährt fort, hier günstige Nachrichten von der Armee des Hussein Bei und von Varna zu verbreiten. Vor einigen Tagen wurden gegen tausend bei verschiedenen Gelegenheiten gemachte russische Gefangene, worunter 52 Offiziere, hier eingebracht. Der Sultan ließ die Offiziere nach Ramiz Tschiftlik führe», beschenkte sie und versprach ihnen, daß sie gut go halten werden sollten.. Seitdem wurden sie nach Cbalcis abgeführt. — Übrigens ist der Sultan dem Vernehmen nach sehr aufgebracht gegen Frankreich, und hat befohlen, daß fich 20,000 Türken und Albaneser nach Morea in Marsch fetzen sollen, um die Franzosen und Griechen zu bekämpfen. Vom Kapudan Pascha verlautet, daß er sicb in die Citadelle von Varna geworfen und gedrohet hatte, sich in die Luft zu sprengen, worauf ihm Ce. Majestät der Kaiser in Betracht seiner bewiesenen Tapferkeit freien Abzug mit allen Militair-ehrcn bewilligte. (Mg. Z.) Spanisches Amerika. Der zu Havre de Grace erscheinende I^are enthält folgende Nachrichten: „Den neuesten Briefen aus der Havann ah zufolge, schickt sich der Admiral L ab orde (dessen aufgegebne Cx-pcduion gegen Campeche wir angezeigt haben). an, mit seiner Gscadre wieder in See zu siechen. Über die neuen Plane des Admirals, welcher auf drei Monat Lebensmittel einnimmt, wird das geheimnißvollste Stillschweigen beobachtet. Die Mannschaften sämmtlicher Schisse sind im vollzähligsten Stande; die Truppen und Matrosen wsrden pünct-lich bezahlt, und die Schiffe aufs sorgfältigste untersucht. Zu Havannah glaubte man allgemein, daß diese gegen Mexico gerichtete Expedition ei^ nen glücklichern Erfolg, als die vorhergegangenen, haben werde. Die mittelst leichter Fahrzeuge un« tcrhaltcncn, weitverbreiteten Verbindungen lassen keinen Zweifel darüber, daß der Commodore Ver« sia'ndnisse mit einflußreichen.Personen in Mexico unterhalte. Zeitungen von Philadelphia bis zum 2i. September (sagt der englische Courier) enthalten über den Einfall der Peruaner in Bolivia nähere Nachrichten, als man bis jetzt hatte, und las. sen vermuthen, daß wenn Bolivar nicht eilt, die Republik, die seinen Namen trägt, zu vertheidigen, dieser Name geändert werden, und das Bünd-niß mit Columbien ein Ende haben dürfte. Das peruanische Truppencorps, unter General Gamar-ra's Befehlen, soll aus 5ouo Mann bestehen, während die bolivische Truppcnmacht, unter General Urdinenca, nicht über 2ooc> Mann beträgt. Gamarra ist in die Städte la Paz und Caracollo eingerückt, und hat Urdinenca, der in Oruro stand, aufgefordert sich zu ergeben, was dieser wahrscheinlich thun wird, da er seinen Rückzug nicht antreten kann, ohne sich einer fast gewissen Niederlage-auszusetzen. Vcrrathcrei scheint .)—Zuzukommen, um seine Verlegenheiten zu vermehren. Der Oberst Blanco, der von Potosi aus mit 5ooPferden und 25,000 Dollars ihm zu Hülfe geschickt wurde, hat sich unter die Fahnen der Invasions - Armee ge-sicllt.« (Ocsi. 25.) ^erschienenes. Ein Pariser Blatt sagt: »Der Sclaven Handel ist dermaßen ergiebig, daß die Gesetze nickn ausreichen, um ihn zu unterdrücken. 482 von ^r afrikanischen Küste geholte Sclaven die mit allen Unkosten nur 74,719Fr. hoch zu stehen kamen, sind für 1,446,000 Fr. verkauft worden. Seit l9i5 hat dieser Handel einen reinen Gewinn von i^2 Missionen Fr. den Verkäufern eingetragen." NkDattcur: F"r, Lad. Mein rich. Verleger: Dgnaz M. Evler v. Uleinmatzr. AtchMK 5ttr Umbacher TeitMK. ^remVen-Nmeige. Angekommen den 4. November 1828. Hr. Liberale Cornolo und Hr. Anton Polli, Handelsleute, beide von Venedig nach Wien. — Hr. Johann Comneno, Bemittelter und kaiserl. russischer Unterthan; Hr. Anton Graziosi, Handels: mann; Hr. Anton Schiettn, Merkantil - Capitain; unb Hr. Ottomar Molinari, Handelsmann^ alle vier von Wien nach Trieft. — Hr. Anton Joseph Lazarich, Bemittelter, von Klagenfurt nach Trieft. Den 5. Hr. Cckrl v. Torresani, k. k. Hofrath und General - Polizey - Director in der Lombardie, von Wien nach Mailand. — Ht. Joseph Humpel, Güterbesitzer, von Ronchi nach Cilli. Den 6. Hr. Gustav Vrunlecher, Handlungs, agent; Hr. Philipp zTedeschi, Handelsmann, beide von Wien nach Trieft. In Trieft am 8. November 1828: S3. 7Z. lH. 3^. Z6. Die nächsten Ziehungen werden am lg. und 29. November m Trieft abgehalten werden. Vermischte V^erlaütbarunZen. Z. 1^.19. (1) Nr. 6211)1010. A. Kundmachung. Die neuerliche Pachtverstcigerung des Wein- und FleiMatz-Gefälls im Bezirke Lack für das Militär - Jahr 1629 betreffend. Es wird hiermit zur allgemeinen Kenntniß gebracht, daß das Wemdatz- und Fleisch-Kreutzer-Gefall im Bezirke Lack, für dieZeit vom 1. November 1828, bis Ende October 1629, am i5. November d. I., Vormittags um 10 Uhr, bei diesem k. k. Hauptzollamte abermals emcr Pachtversteigerung unterzogen, und der Fiscalpreis für den Wcindatz mir 3ioo fi., und für den Fleischkreutzer mit Zo5o fi. angenommen werden wird. K. K. Hauptzollamt Laibach den io. No-ucmber 1828. Z. i/»il. (^ Nr. 1960. Convocations - Edict. Vom veremten Bezirksgerichte zu Mün-kendorf wlrd hiemit bekannt gemacht: Es sei zur Erforschung der Verlaßpasswa nach dem am l2. July l. I. zu Kaplavaß 2b Wtsstaw verstorbenen Müller und Hubbesitzer, Anton Hotschevar, der 11. December d. I., Vormittags um 9 Uhr bestimmt worden, bel welcher Tagsatzung alle Diejenigen, welche als Erben oder als Gläubiger bei dem genannten Aoura dom K Movember 1828. Mittelprils. Staatsschuldverschrk>hungen zu5v.H. (in CM.) 95^»6 Verloste Obligation. /Hofkam.. .... « c, ) - ^. mer. Obligation, d. Zwangs. V? ^3/5. ^ Dalledens in Krain u. A«ra.^< z2 — Tyrol ^zuZ ajHv.H.^-5 — Darl. mit Verlos, v. 1.1820 für,oo fl. (in CM.) ,55 detto detto v. I. 1821 für 200 fl.(in CM.) -2H Menel.Staot'Banco.Obl. zu 21)2 v. H. (inCM.) H9 1^ (Zralial) (DomeN.) Obligationen detStlinde (C.W.) (E.Vt.) v. Hsterreich unter und zu3 v.H.'l — — od derl3nng, vonDöh'izu2l/2v.H.l — ^. men, Mähren, Schle«) zu«,^Av.H.> — — sten,Steyermark,Karn» zu« y.H.l 38 l/5 — ten, Krain und Görz ^zu 12^vH.l — - Bank»Acti«n pr. Stück ,o85 in Conv. Münz?. TNasserstanv yes Naibachfiusses am Weget der gemauerten Sanal - Brücke . bey geöffneter Hchwellwehr: Den »0» November: a Schuh, 6 Zoll, o3iu. ober b«r Schle u ß e nb et tun ^. Verlüffe etwas anzusprechen vermeinen, in dasiger Gerlchtskanzlep ,hre Recht? vel Vermeidung derFolgen des §. Si/^ a. b. G. B. anzubringen und darzuthun haben. Bezirks-Gericht Münkendorf am 7. No-oember 1628. Z. i^l^. (^) Edict. Nr. H 706. Vom Bezirksgerichte Rupertshof zu Neu-stüdtl, wird allgemein bekannt gemacht: Es sey dtt mit dleßortlgem Edicte vom 29. November 1Ü25, Nr. 632/ wider dem Mathias Möglltsch zu Grüble, verhängte Prodigalltäl,> auf Ansuchen seiner Gattmn Margaretha Möglitsch, und ftlnes Curators, Andreas Do-berdruck, Mlt Beschied vom heutigen Tage, Nr. 1706/ wegen semes gebesserten Lebenswandels, und bessern Vermögensgcbahrung aufgehoben, und chm dle freye Verwaltung semes Vermögens, wlederhohlt eingeräumt worden. Dem zu Folge kann abermal Jedermann, m.t dem besagten Mathzs Möalttsch, so wle. früher gesetzlich Geschäfte schlichten, Vertrage abschließen und überhaupt sich m .rechtlichen Handlungen mtt ihm einlassen, welche, sogeftaltig dle uolle Rechtskraft erhalten sollen. Bezirks-Gericht Rupertshof zu Neustadt! am Zi. October 1828. 668 A.läo?. (!) Edict. ^äl.Nr.iagZ. Me Jene, welche auf den Verlaß des c.m 8. Februar d. I., verstorbenen ledigen Bauerssohnes, Gregor Gertscher, vonRafalt« schc, aus was immer für einem Rechtsgrunde Ansprüche und Forderungen zu machen haben oder gedenken, so wie auch alle Jene, welche zu diesem Verlasse schulden, haben zu den am 2l. November d. I. , Vormittags um 9 Uhr vor diesem Gerichte anberaumten Liquidations-Tagsatzung so gewlß zu erscheinen , als sich im widrigen Falle Erstere die Folgen des §. LiH, B. G. B. selbst zuzuschreiben haben, gegen Letztere aber sogleich ,m ordentlichen Rechtswege eingeschritten wer-Den würde. Vom Bezirksgerichte zu Egg ob Podpetfch am H. November 1828. Z. i4lo. (1) Nr. 2086. Convocations-Edict. Vom vereinten Beznksgerichte zu Mün-kendorf wird hiemit bekannt gemacht: Es sey Zur Erforschung des Verlaßpassivstandes nach dem am 6. October 1827, im Dtrafhause zu Gradischka verstorbenen, und zu Stein auf der Vorstadt, vor der Brücke seßhaft gewesenen AlexWuris, (auch Alexander Wuritsch) der 12. December l.I., Vormittags um 9Uhr in dasiger Gerichtskanzleo bestimmt worden; bey welcher Tagfatzung alleDiejenigen, welche zu dem gedachten Verlasse entweder als Er-bm, oder als Gläubiger einen Anspruch zu machen vermeinen, solchen bey Vermeidung der Folgen des §. 61H, a. b. G, B, anzubringen, und rechtsgültig dar;uthun haben. Münkendorf am 7. Noocmbez 1828. Z. 1409. (1) Nr. 23Q7< Convocations- Edict. Vom vereinten Bezirksgerichte zu Män-ksndorfwird hiemit bekannt gemücht: Es sep zur Erhebung des Verlaßpassivstandes nachdem am 26. August l. I., zu Münkendorf nnt Testament verstorbenen Amtsschreiber, Herrn Mlchael Schlacker, der iZ. December l. I., Vormtttags um 9 Uhr m dasiger Gerichts-kanzley bestimmt worden; bey welcher Tagsatzung alle Diejenigen, welche als Erben, oder als Glaubiger zu dem genannten Verlasse einen Anspruch zu haben vermeinen, solchen bey Vermeidung der Folgen des 614. §. ^'"'^ anzubringen und rechtsgültig darzuthun haben. " Münkendorf am 7. November 1828. Z. iHch. (1) Nr. 1016. In diesem Bezirke ist nahe bei dem Markte Reifniz ein Geld, gefunden worden, welches zu dieser Bezirks-Obrigkeit hinterlegt worden ist/ wer darauf einen Anspruch zu machen glaubt, hat sich in einem Jahre so gewiß zu melden, als sonsten dieses Geld dem redlichen Finder zur beliebigen Benützung ausgefolgt werden würde. Bezirks-Obrigkeit Reifniz den z. July 1828. Z. !4l3. (l) In der Papierhandlung des H. A. Hohn, ist neu erschienen: Kershanski katolshki nauk sa bdrasheno mladost, verfaßt von Herrn Andreas Albrecht, Canonicus und Dom-Pfarrer. Zur Erhaltung der Gleichförmigkeit, die bey dem Religionsunterrichte von großer Wichtigkeit ist, ist dieses Religions - Handbuch nur ein getreuer^ Auszug des großen Religions - Handbuches des nämlichen Verfassers, vermehrt mit einigen in demselben nicht enthaltenen Fragen und Antworten. Zur Erleichterung der Herrn Seelsorger kann es bey dem gewöhnlichen jährlichen Ausfragen des Landvolkes, und bey dem Unterrichte der Landjugend als Vorbereitung zum würdigen Empfange der heil. Sacramente, mit Nutzen gebraucht werden. Steif gebunden kostet ein Exemplar 20 kr. Auch sind in obiger Papierhandlung verschiedene Gattungen schöner Kalender pro 1629 , mit Kupfern , Gebetbücher und krainerische Werke, zu den billigsten Preisen zu haben. Z. !4i3. (1) Gegen Pupillar- Sicherheit wird ein Kapital von 100 fi., in C. M. ausgeliehen, worüber man nähere Auskunft in der Stadt, Haus-Nr. 49, erhalten kann. (Z. Intelligenz-Blatt Nr. ,35 d. ,3. November 1L28.) 2