(V»rl» dar bezahlt.) Mier Leitung 4 Erscheint wöchentlich zweimal: Donnerstag und Sonntaq früh. ■« Gchriftlett»»g >1>k Leewalwng: Ptel« ttoea ilica fit. I. kelephon 11. — A«ttt»btflu»flt» werben In bet ^troallunq qtgtn NertunaQ biZigste, Gebithren entgenena«no«»e» *l«|B4«PBclfe: f?str ba« Inland vierieliShr!-, Din 10 —, haldjährlg Din 90.—. «»»zjahri? Din40.—. ZK» hat 2*t>ianh »ttme4enb« »rbSduag. — Elitwl?« Nu»»?r» Din —.60 Nummer 26 |j_Donnerstag den 30. März 1922 _| 4. [47.] Jahrgang hoheit Deutschlands einzumischen. Die Note verlangt nicht mehr und nicht weniger, als daß die deutsche Regierung unverzüglich einen Plan zur Vermehrung der Steuern ausarbeite und in Anwendung bringe, der noch im Lause des Rechnungsjahres 1922/23 eine Summe von 60 Papiermilliarden mehr ergibt als im Haushaltungtplane vorgesehen ist. Bis zum 31. Dezember Zollen von 60 wenigstens 40 Milliarden sichergestellt sein. Wer die deutschen Steuerverhandlungen der letzten Monate, die schließlich mit einem Steuer-kompromisfe endeten, verfolgt hat, weiß, daß die Steuerschraube unmöglich noch fester gezogen werden kann. Die französischen Behauptungen, daß die Steuerleistungen in Frankreich höher sind als die in Deutschland, sind unwahr. Schon nach dem Stande der Steuergesetzgebung vom Oktober 1921 hatte der deutsche EinkommenSträger 23 Prozent seine» Ein-kommen» dem Staate zu überlassen, während der Franzose nach der Steuerordnung für 1922 nur 17 Prozent leistet. Die neuen Steuerentwürfe verschoben diese» Verhältnis natürlich noch mehr zuungunsten de» deutschen Steuerzahler». Dabei ist noch die Leistung»« fähigkeit zn bedenken: einem deutschen Durchschnitt»« einkommen von 4375 Papiermark auf den Kopf stand im Oktober ein französische» Durchschnitts-einkommen von rund 2700 Papiersranken entgegen. Die Garantieforderungen sind nicht weniger einschneidend als die Forderungen selbst, sie beziehen sich auf die Ausgaben und Einnahwen de» deutschen Haushalte», auf die Tätigkeit der ReichSbank und auf den Devisenverkehr. Wenn all die» verwirklicht wird, dann ist Deutschland eine von der Reparation»-kommission zu verwaltende und au»zuheuiende Kolonie. In den Bereinigten Staaten teilen maßgebende Kreise dies» Anschauung. Man frägt sich dort, welche» Geheimnis hinter diesem neuen englischen Umfalle steckt und über welch« verborgene Druckmittel Frank- reich verfüg». ES müsse England gegenüber in einer sehr starken Position stehen. Die Siege der Kema-listen seien dafür keine genügende Erklärung. Man staunt über den ultimativen Charakter der Rote und findet, daß ihre Bedingungen mit dem Wesen eine» souveränen Staate» sehr schwer in Einklang zu bringen sind. Hört aber Deutschland auf, ein selb-ständiger internationaler Faktor zu sein, so sei da» sür die amerikanischen Geldgeber nicht gerade er-mutigend. Zu Frankreich herrscht noch immer die Angst vor dem „heimlichen Heer". Ob sie nur vorgetäuscht wird, um die imperialistische» Ziele zu maskieren, oder ob sie tatsächlich so gefühlt wird, wie sie au« allen Reden der Deputierten und Generäle heraus-springt, kann dahingestellt bleiben. Für jeden ver-nünstigen Menschen ist eS jedenfalls eine klare Tat-fache, daß da» „heimliche Heer" ein Märchen ist. Freilich entspricht e» gar sehr den französischen Wünschen nach einer Verewigung der Sntentekontrolle und der Niutralisierung des besetzten Rheinlandes, die schließlich in der französischen Rheingrenze ihr altes Ziel erreichen sollen. ES ist mehr al» verständlich, daß dem großen Teile des deutschen Volke» alle«, was mit Politik und Erfüllung, mit Wiederaufbau und Vorwärts-kommen zu tun hat, allmählich gleichgültig wird. Denn angesichts der stetig verschärften Feindverlangen muß auch die wundervolle Spannkraft dieses Volke», das durch Arbeit und Ordnung in seinem tiessten Sturze größer war als auf der Höhe seiner Siege, schließlich zerbrechen. Denn was hilft ei? Solange der Gerichtsvollzieher der Entente am Tische sitzt und nicht nur freie Erträgnisse, sondern auch den Lebensunterhalt de« Staate» und des Volkes an sich reißt. Vor einigen Tagen wurde in Berlin eine kommunistische Nachrichtenzentrale mit eigener Funk-station entdeckt. Der im vorigen Jahre in Mittel-deutschland niedergeworfene Ausstand hat zur Genüge Die Note der NrparationslimnmWon. Während die durch den Krieg und die Friedens« Verträge hoffnungslos au» dem Gleichgewichte ge-worfenen Staaten ihre Blicke nach Genua vorwärts richten, wo ein neuer Zustand der Dinge ihr künf-tige» Wirtschaftsleben erträglich machen soll, ist eine Note der ReparationSkommission in Berlin einge-troffen, deren Inhalt geeignet ist, jede Hoffnung au^ Einsicht und Aufbau schwinden zu lassen. Die Wirkung, die ihre Bestimmungen auslösten, ist die gleiche wie die aller ihr vorangegangenen Drohnoten. Bon jenem Geiste, der in den Ententeländern angeblich zu einer den Wiederausbau und daS Zu-sammenleben der Völker möglich machenden Lösung dräng», kein Hauch. Wohl ist da» Londoner Diktat, da» von Deutschland zwei Milliarden Goldmark und einen 25Higen Zollausschlag verlangte, zugunsten der Vorschläge von Cannes abgeändert worden, aber von einer Erleichterung kann nicht die Rede fein. Es wird noch immer mehr gefordert, al« daS deutsche Volk bei äußerster Anstrengung seiner Kräfte leisten kann. D«nn 720 Millionen Goldmark in bar und 14S0 Millionen Goldmark in Sachlieferungen sind 2 Milliarden und 17 Millionen Goldmark, die Deutschland im Jahre 1922 zahlen soll. WaS im deutschen Volke, da« nun nachgerade an daS Uebermaß feindlicher Lasten gewohnt ist, noch erbitternder wirken muß als die elnsichi-slsse Festsetzung dieser Riesenleistungen, da» ist die in einem weiteren Teile der Note zum Ausdrucke kom-mende Einmischung in die innere deutsche HauS-und Steuerwirtschaft. Eine Einmischung, die sogar mit dem Versailler Vertrag im Widerspruche steh«, in de» ausdrücklich ausgesprochen worden ist, daß die Entente nicht beabsichtigt, sich in die Finanz- Erinnerung. von H. Bourear, Maribor. Wa« Ist stet Ein berühmter Ehirurge, Dr. Karl Ludwig Schleich, Erfinder der Schleich'lchen Injektionen, Philosoph, Autor einer Reihe «ertvoller Bücher, bc» zeichnet fie al« „eine Sache egoistischen Interesse«", Goethe nennt da» Gedächtnis eine „Sache be« HerzenS", aber ist die Erinnerung nicht mehr, ist ste nicht unser vergangene« Lebe» ? Soviel wir im Gedächtnis, in der Erinnerung aufgespeichert habe,, ebensoviel halten wir noch von der Vergangenheit, nur daß dem einen nicht« daran gelegen tst, der andere ste gar flieht, während der dritte mit zitternden Fingern darnach »u haschen sucht. Wenn Tag um Lag ,ur Vergangenheit wird und »an unserem Leben abbröckelt, daß e« immer schmächtiger wird, so schwillt die Menge der Erinnerungsbilder an, bi« fie stch »u einem bunten Bilberbuche einen. Unb die Zeit kommt und berührt mit leisem Finger diese Bilder, verlöscht da« eine ganz und gar und läßt e« erbleichen wie ein schlecht fixierte« Lichtbild, »acht andere blaß und blässer und setzt gar manchen Farben ans, greller und lebendiger al« die einstige Segenwart ste gemalt. So stehen wir vor den Bildern, die einmal unser Leben waren. Die «an, verschwommenen, möchte man ste nicht enträtseln und kann e« nichts Möchte man nicht noch einmal sehen und hören, wa« einst fich abspielte, wo wir Akteure waren und nicht nur Zuseher ? Möchte man nicht eintreten in die Vergangenheit, von Zeit »u Zeit, wie in lange »erschlossene Rännie, l» denen e« nach welken Blumen duftet und tn denen Freud« »ud Leid a»fgesp«ich«rt liegen wie seltene Kostbarkeiten ? wann »in«« «an Hinein in diese« Blaubart,immer, wenn der Eintritt offen wäre 7 Würde man e« wagen, die Geister der Vergangenheit aufzuscheuchen au« ihrem tiefen Schlafes Würde man fich nicht scheuen, e« >u tun? vielleicht au« philiströser Angst vor einer Minderung de« spärlichen Leben«behagen« und Leben«ge»ügen« ? Und wenn man doch einträte, ,n Allerseelen oder zu einem graubämmernden Sylvesterabend, wie käme man stch vor In der vergangenen Zeit? Wäre man gleich wieder daheim mit dem Gefühle, da« ist die Heimat, da bist du dein eigentliche«, wahre« Selbst? Und wäre da« auch schön, wa« einst so schien, und da« traurig, wa« einst weh getan? Oder sähe fich gar manche« läppisch an, nicht wert der vergeudeten Gefühle, ein« Tragikomödie, eine Lackfischgeschichte? Und wenn man dann die Türe wieder schließt und zurückkehrt in die Gegenwart, schiene e« nicht, wie in ben alten Sagen und Märchen: al« ob man Jahre und Jahrzehnte fort-gewesen und fremd geworden unter den anderen? Aber die Bilder find verwischt, wir können ste nicht mehr enträtseln. Da kommen wir zu den blassen Bildchen mit »arten, weichen Konturen, die nur mehr undeutlich reden »on Freuden, die waren, und von Schmer»«», di« überstanden find, aber die können wieder aufleben und ausleuchten beim vorbeiwehen eine» Lufthauche«, beim Klingen eine« Lied««, beim Anblick« «inrr Land« schaft im Abendscheine »der beim Einatmen der feuchte» Luft und de« Srdgeruche« an v»rfrühling»ab«nde» im Dämmerlichte b«im Gang« über di« Felder, wenn der junge Mond am blassen Himmel steht. Dann stehen fie a«f, die gestorbenen Freuden und dir schwer w «essenen Leiden für kurz« Augenblicke, scheinen >u leben, lebendiger al« die Gegenwart, und beide tun weh. Aber die Jugend lebt in Ihnen und man möchte diese» Schmer, nicht misse», der »ielleicht da« letzt« tst, wa« I st« un« ließ. — Di« grellen Farben, di« bunten Bilder der Erinnerung, di« find so bunt und leuchtend wie die Farben de« Herbste« tm Walv«. Und ste führen «in Scheinleben, fie find trügerisch. Die Blätter sinken ,ur Erde und die Erinnerung«bild«r solcher Art über» treiben, so daß da« arme Menschenkind, da« tn diese« Bildeibuche blättert, meint, e« habe «inen Edelstein verloren, da «« doch nur Similt-Steine in der Hand gehalten I Oder sollen wir eine schöne, lichte Illusion gewinnen, wenn die Erinnerung un« Wegestreckea unsere« Lebens so strahlend übergoldet, al« wären wir einmal vor lange» Jahren durch «in Paradies gegangen? Halten wir ein Glück umso fester, weil «» vergangen ist »nd nicht geraubt und nicht besudelt werd«» kann? Und wieviel vermag di« Erinnerung »u heilen und >u verbessern von den Auswüchsen, von den Fehler» an unseren Lebensbildern. Sie putzt und streichelt so lange mit liebevollen Finger» daran herum, bi« plötzlich, wir glauben r« kaum, gar manch«« Erlrbni«, gar mancher Mensch ganz ander« vor un« steht, al« wir ihn einst gesehen. Di« Zeit, fie hat ihr Werk getan, und wa« wir hart verurteilten, wa« wir niedrig und verächtlich hieße», da« scheint begreiflich und verzeihlich. So schwindet der Haß und wir vermögen zu verzeihen, vielleicht doch darum, weil wir fast vergessea haben. Sie find ein Teil unsere» besten Best»««, die Er« innerungen, und wohl allen, die mit Liebe dart» zu blättern wissen, d«nn ihr vergangene« Leben hat nicht aufgehört, Ihr Eigentum ,u sei». Sie find aber ge« fährlich dem Träumer und Schwächling, der stch in diesem Garten vrrlänft und den Weg ,ur Wirklichkeit »altert, weil fie vielleicht nur eine heiße, staubte Landstraße ist. Seite 2 (CiX(ier Ze«tu»g «fumw« 36 gezeigt, ml! welcher Entschlossenheit die Kommunisten vorgehen, wenn fie auch mittlerweile ihren Einfluß auf die Masse» de« gesund henkenden deutschen Volke« verloren haben, in Notzeiten, wie ste durch die Diktate der kntente aus da» ganze Volk herab-gesenkt werde», kann xluf der breiten Fläche apathi-scher WiderstandSlosigkeit ein kommunistischer vrand aufflammen. Dann kann eS wohl geschehen, daß die Verelendungspolitik der Herren in London und Pari« nicht auf eine Regierung der ehrlichen Erfüllung i» Rahmen der Möglichkeit, sondern aus Deutsche vom Schlage der Radek und Trotzki stoßen mag. Daß e« «icht schon soweit ist, daran ist da« trotz allen Elen» be« nach Arbeit und Ordnung verlangende deutsche Volk schuld, nicht die Entente. Völkerbund und Minderheiten. von Ewald Amend e, Rigasche Rundschau. III. Der gegenwärtige Zustand. Wenn wir nunmehr ganz allgemein auf die Frage einer Organisation bc« MinderheitSschutz?« durch den Völkerbund, richliger auf den Zustand, in dem sich die Lösung ditse« Problem« hkute befindet, eingehen, so müssen wir vor allem einen Unterschied im Verhältnis des Völkerbundes zu den Minder-heiten im allgemeinen und dem zu einer bestimmten Kategorie von ihnen machcn. Seinen Aufgaben und Satzungen nach ist der Völkerbund berechngt, tn jedem einzelnen Falle — ganz unabhängig davon, um welche Minderheit oder welchm der zum Völkerbünde gehörenden Staaten eS sich hier handelt — in da« Verhältnis zwischen Mehrheit (Staat) nnd Minderheit einzugreifen. Er-forderlich ist nur, daß von irgend einem »er Völker« bundeSglieder die Behandlung dieser Frage ausge-warfen wird. So ist eS interessant, daß die ostga-lizifche Frage — die Frage über die Lage, in der sich die von den Polen bedrückten Ukrainer befinden — während der letzten Session de« Völkerbundes von der kanadischen Vertretung, die zu diese« Schritte von den Kanadiern ukrainischer Herkunst veranlaßt worden war. zur Spracht gebracht wurde. In Bezug auf die Minderheiten, deren Rechte durch den Versailler FriedenSvertrag, bezw. eine Reihe von Abkommen, die im Zusammenhange mit diesem Vertrage abgeschlossen worden sind, festgelegt wurden, besteht ein ganz anderes Verhältnis. Polen, die Tschechoslowakei, Jugoslawien und einige andere Staaten haben mit den Großmächten der Entente besonder« Verträge geschlossen, gemäß welchen die in diesen Verträgen festgelegten MinderhcitSrechte vom Völkerbünde geschützt und garantiert werden. Die genannten Staaten verpflichten sich ferner, wenn Mißverständnisse in der Ausübung der in den Verträgen vorzesehenen MinderheitSrechte zwischen den erwähnten Staaten und einer der Entente-Großmächte oder jeder anderen Macht, die Glied deS Völkerbundes ist, entstehen, sich der un-widerruflichen Entscheidung dieses Falles durch den Völkerbund (den ständigen Gerichtshof in Haag) zu fügen. Dort, wo e« sich um Minderheiten dieser Art, also solche, deren Rechte vertraglich festgelegt sind, handelt, be-steht für den Fall, daß die in den Ver» trägen festgesetzten Minderheitsrechte übertreten werden, für den Völkerbund zum Eingreifen geradezu eine Pflicht. So muß denn auch angenommen werden, daß die Beschwerde der deutschen Minderheiten tn Polen Sber die Vergewaltigung her deutschen Ansiedler in Posen demnächst vor dem völkerbunbrate zur Ver-Handlung gelangen wird. Berücksichtigt man, baß die Verträge mit Eric-chenland und Armenien bis hierzu noch nicht ge« nehmigt worden sind, daher auch nicht in Kraft sind, f» ergibt sich aus dem Dargelegten, daß zur Kate-gori» derjenigen Minderheiten, deren Rechte bereit« heute unter Schutz und Garantie des Völkerbunde« stehen, die Minderheiten der Tschechoslowakei, Polen«, Rumänien«, Jugoslawiens, Bulgariens und Oester-reich« gehören. Die Regierungen dieser Staaten sind dem Völkerbünde gegenüber zur Einhaltung der ver-traglich festgesetzten Minderheit«recht« verpflichtet und dieser hat jetzt darüber zu wach««, daß di« Rechte den Verträge» gemäß eingehalten werden. Die Min-derheitSrechte, »ie fie fich au« den Verträgen zwischen den Entente-Großmächten und den obengenannten Maaten ergeben, lassen stch in folgende sieden Punkt . zusammenfassen und bilden die Ansätze zu einer internationalen Lösung de« Minderheitsproblem«: 1. Schutz des Lebens und der Freiheit. 2. Freie Ausübung der Religion. 8. Anspruch aus daS StaatSbürgertum auf Grund der Tatsache der Gebnrt im belreff-nden Staat. 4. Gleichheit vor Recht und Gericht, Gleichheit der zivilen und politischen Rechte, speziell in bezug auf die Ausübung von öffentliche» Funktionen. 5. Freier Gebrauch der Muttersprache in Schulen, Kirche, der Presse und vor de» Gerichten. 6. Rechte der Minderheiten, selbständig und aus eigene Kosten Schulen und K rchcn zu unter, halten. 7. Verpflichtung de« Staate«, im entsprechenden Prozentsätze aus staatliche kosten die Schulen der Minderheiten zu unttrhalten. A» anderer Stelle ist ausgeführt worden, daß eine Regelung der Minderheitsfrage gleichermaßen im Interesse der Minderheiten, wie auch in dem der Mehrheiten liegt. Pflicht beider Teile ist e« daher, ehrlich an der Lösung diese» Problems mitzuarbeiten. Alle Kongresse und Tagungen, selbst wenn sie von den Ligen sür den Völkerbund ausgehen, die nichts anderes als pri»ate Vereinigungen sind, können nur eine vorbereitend- Aibeit entwickeln. Die Ent-scheidung liegt natürlich nur bei« Völkerbünde, dessen Versammlung ja. wie bekannt, gerade aus Regierung?-, d. h. MehrhettSvertretern besteht. Was ist eS aber. daS zum hier geäußerten Optimismus, zum Glauben au den Völkerbund und seine Entscheidungen berechtigt? Man wird ein-wenden, daß der Genfer Bund ja ausschließlich als Ententewerkzeug erdacht und in» Leben genisen ist und daß darum nicht angenommen werden darf, daß er feine Entscheidungen dem Zeitgeist« gemäß treffen wird; viele befürchten sogar, daß di« Entscheidungen nur die politischen Interessen einzelner Ententcstaaten fördern sollten. Wohl ist der Völkerbund al» ein Internationale« Instrument in der Hand einzelner Eutentcgroßmächt« mS Lebe» gerufen worden. Doch bereit« heute zeigt e« sich mit einer immer größer werdenden Klarheit, daß die Geister, die ma» heraufbeschworen hat, sich nicht mehr bannen lassen. Die in Genf von Uebersee-und sonstigen neutralen Staate» zusammenkommenden Vertreter lassen sich eben trotz aller Bestimmungen und Klauseln des Volke» bundrateS auf die Dauer nicht als Instrument in der Hand einiger Großmächte benutzen. Der Ruf „zar Universalität des Völkerbundes", den bereits der Schweizer Bundesrat Moll« vor einem Jahre auf der Schlußsitzung der ersten Völkerbuodtagung kraftvoll ausgesprochen hat, beherrscht heute die Versammlung, und eine an Deutschland und die anderen nicht zum Bunde ge-hörende» Staaten gerichtete Aufforderung, dem Völkerbünde beizutreten, dürste eine Frage der nächsten Zukunft sein. Dcr Völkerbund ist eben nicht das, waS die Emente ihm zugedacht hat, ein unbkweg-lichcS, ein für alle Zeit festgelegtes Gebilde. Der Völkerbund entwickelt sich — er lebt und dieses kam auf der vorigen Versammlung in einer großen Reihe von Fragen, darunter auch dem Minderheit«. Probleme, zum Ausdrucke. Weun auch der Rat in der Tat noch ausschließlich den Einwirkung«» der Enteiitestaaten ausgesetzt ist, — daher auch oft da» falsch« Urteil — so uaht doch, lrotz aller Verzöge« runge», all der Anstrengungen, die zweck« Aufschubs gemacht werden, die Stund«, wo e« zwischen Rat und Versammlung zur entsprechenden Aussprache kommen muß, und dies« Stunde wird zur Schick-salsstunde de« Völkerbünde« werden. Politische Rundschau. Intand. Die Annahm« des Gesetzes über die Gebietseinteilung de» Staates. In der Parlamentssitzung vom 37. März gelangte da« Gesetz über die Einteilung d«« Staate« in BerwaltungSgebiete zur Abstimmung. XI« erster Redner trat der Abgeordnete Brodar der slowenischen Bolkspartei aus und erklärte stch im Namen feine« Klub« gegen die Snnah«e d<« Gesetze«. In seiner Rede, die den separatistischen Standpunkt vertrat, faßte er die Haupteinwände seiner Partei gegen da« Gesetz zusammen. Sehnliche Erklärungen gaben der Landarveiter Janji«, der Republikaner Pejovic «nd die Sozialisten ab, während der Landarbeiter Stevo Benin sich im Namen feine« Klub« für den Gesetz-eutwurf »»«sprach. Der Klub der Muselmanen konnte trotz eifriger Veratungen während der Pause zu keinem einheitliche» vorgehe» gelangen. Salih vajic erklärte, daß die Gruppe de« Dr. Spaho gege» da» Gesetz stimmen werde. Dr. Karamehmedo»i« jk»och gab sür seine Gruppe eine Erklärung für den Entwurf ab, da er da« Gesetz nur sür eine Erfüllung dessen anseh«» müsse, wa« in der versassung vorgesehen sei. Nach d«r Rede de« Minister« Triskovik kam e« zur Abstimmung. Bon 182 Stimmen waren 143 für da« Sefetz, 40 dagegen. Dieser AuSgang wurde mit lebhaftem Händeklatschen begrüßt. Ueber die Spaltung im Muselmanklub wird die Partei-kouferenz in Sarajewo endgültige Beschlüsse fassen. Ein ehemaliger Minister über die kroatische Frage. Der Minister z. V. Dr. Belizar Zankovic. welcher der radikalen Partei angehört, veröffentlichte dieser Tage im Beograd«r Balkan «inen längeren Artikel über die kroatische Frage und ihre LSiungS-Möglichkeiten. Er stellte drei Satz« auf: 1. Di« Serben, Kroaten und Slowenen sind ein Volk, dann ist die einheitliche zeutralistifche Staatsverwaltung mit eine» gemeinsame» Parlamente und einer ge-meinfamcn Regierung, getragen von der Parlament«-Mehrheit, am Platze. 2. Mit Rücksicht auf den Standpunkt, daß die Serben, Kroaten und Slowenen nicht nur drei ethnographische Individualiläten, sondern auch in Ueberlieferungen und Kultur verschieden sind, ist die mögliche Folge die Revision dcr Bidooda»-Verfassung, eine Revision, die im Wege de« Ein-vernehmen« in der Art «rzi«lt werden muß, daß die Brüder ein gemeinsames Haus bauen. 3. Wenn man den Standpunkt einnimmt, daß die Serben Kroaten und Slowenen drei besondere Völker sind', dann tst die einzig mögliche Folge — die Amputation' Anerkennung der Unabhängigkeit Albaniens. Der jugoslawische Ministerrat hat in seiner Sitzung vom 24. Mäiz beschlossen, die Unabhängig, keil deS albanischen Staate« anzuerkennen. Dt« Re-gierung von Tirana wurde von diesem Beschluss« verständigt und der jugoslawische Vertreter sür Al-banien augewiesen, seinen Posten iu Tirana zu be-ziehen. Austand. Die Stimme eines Neutralen über den Frieden. Der schwedische Nationalökono« Dr. Gustav Cassel, der al« Mitglied der schwedischen Delegation nach Genua gehen wird, veröffentlichte vor kurzem einen Artikel, der al« Ausdruck der öffentlichen Meinung in den ehemals neutralen Staaten in allen großen Blättern erschien. Der hervorragend« Wirt-schastler schreibt unter anderem: Wenn die Macht-Haber von der Schuld am Kriege sprechen, so leitet sie der Wunsch, diese Schuld eher festzustellen, bevor noch die Geschichte darüber geurteilt hat, wer tat-sächlich schuld ist. Aber wird man darangehen fest, zustellen, wer de» Frieden verschuldet hat? Und doch ist diese Frage unv«rhältniSmäßig wichtiger, da diese Schuld und Verantwortlichkeit noch gegenwärtig aktuell sind. Denn die Fortsetzung der Versailler Friedenspolitik zeigt immer deutlicher, daß der Fried« fast mehr vernichtet hat al» der Krieg an und für sich. Der Deutschland auferlegte Friede war unüber» legt und muß eS wirtschaftlich zugrunde richte», waS für die Weltwirtschaft «inen unerrneßlchen Schaden bedeutet. DaS »st von urteilsfähigen Per-fönen oft und oft betont worden. Aber die siege«-trunkenen Politiker wollten niemals davon höre«, da si< sich lürchtrte», di« Verantwortlichkeit auf sich zu nehme». Schritt um Schritt hat di« Erfahrung mit uneroittlicher Deutlichkeit den vernichtende» Zn-halt der FriehenSverträg« und der Wettpoluik er-wiesen. Wer Ziffern al« Beweise habe» will, mag die Devisenkurse und die Arbeit«lose»statistiken studieren. Deutschland kann ganz einfach nicht zahlen. ES konnte i» Wirklichkeit auch seine bisherige» Zahlungen nicht leisten. Geleistet wurden sie de«hald, weil eS gelang, i» fremde» Staaten noch immer vertrauensvolle Menschen zu finden, die deutsche Valuta kauften. ES ist wichtig, daß sich di« ganze Welt klar werde über die Folgen, die der durch di« ReparationSforderungen erzwungene Markoerkauf mit sich bringt. Dt« Tagesordnung der Aonferenz von Genua. - »i« da» Giornale d' Jtalia mitteilt, werde« nachstehend« Punkte auf dcr Tagesordnung der So» ferenz «on Ge»ua erscheinen: Prüfung der geeig»ete» Methode znr Durchführung der Beschlüsse ••» Nummer 26 Sllllet Zrttuag Cdte 8 <£a*nc»; Sicherung be« Frieden» Citopaf auf solider Grundlage; grundlegende Sediagungen für die Wieder-kehr de« Vertrauen« zwischen den verschiedenen Ländern Unbeschadet der FriedenSverträg«; Finanzfragen und zwar: Seidumlauf, Z«ntralrmiffion«bank, Staat»finanz«n, Wiederausbau der Kurse, Organi-sation de« vssentliche« und Prel»akkr«ditioc«; Wirt-schaft«. und Hand«l»fragen; Begünstigungen sür die Ein- u»d Ru«fuhr, juristisch« und gesetzaebtrifch« Sicherungen sür die Wiederaufnahme de« Handel«; Schutz de» industriellen, künstlerischen und literarischen Eigentumes; Konsularwesen; Zulassung Fremder zu« Handelsbetriebe; Beihilfe sür den Wiederausbau der Industrie und de« Verkehrswesen«. Die Beschlüsse der Orient»ons«renz Die Außenminister Frankreich», England« und Italien», die dieser Tage in Pari» über die Fragen de« nahen Orient« berieten, haben sich über den Vertragsentwurf geeinigt, auf Grund dessen die Her-stellung de« Frieden« zwischen Griechenland und der Türkei erzielt werden soll. Der Entwurf enthält folgende Punkte: 1. Die Türkei wird selbständig uno behält die Hauptstadt Konstanlinopel. S. Der Sultan behält die Autonomie der mohamedanischen Religion. 3. Griechenland bekommt eine Entschädigung für die Opfer und seine Verdienste um die Sache der Verbündeten. 4. Schutz der 'muselmanischen und christlichen MinderheUen. 5. Räumung Kleinasien» durch die Griechen. S. Die Türkei erhält Anawlicn vom Mittelländischen bi» zum Schwarzen Meere, Transkaukasien bi» Persien uvd einen größeren Teil de» östlichen Thrazien. 7. Die Zuxänge zu den Meerengen dürfen nicht befestigt werden. 8. Di« Finanzhoheit der Türkei wird anerkannt, abgesehen von den Bestimmungen »um Schutze der wirtschaft-lichen Interessen der Verbündeten wird sie von der Finanzkontrolle befreit. 9. Di« Türkei bezahlt eine Kriegsentschädigung, die aus Ihrer Beteiligung am Kriege auf Seite der Zentralstaalen e>fließt. 10. Die Verbündeten werden über di« Durchführung der Ver-träge wachen. — Diese Punkte, die eine Vergrößerung der siegreichen Türkei bedeuten, finden in der stolzen Sprache Kemal Pascha's ihre Erklärung, der vor kurzem In der Nationalversammlung zu Angora au»-rief: „Alle Mächt« der Entent« können sich gegen un« verschwören, da» ist un« ganz gleich Mit oder ohne Entente werden wir gleichwohl immer gegen fi« sein." Diese Erklärung wurde mit großem Bei-falle aufgenommen und mit Rasen wie „Krieg der Entente, e« leb« Deutschland und Rußland!" be-gleitet. Um Fiume. Vor einigen Tagen fand in So. Ana, da« aus jugoslawischem Gebiete hart an der Demarkation«-linie liegt, eine Versammlung de« F umaucr Par-lamentc« statt, dessen Mitglieder bekanntlich zum größten Teile nach Jugoslawien geflüchtet sind. Gegen Ende der Sitz mg, alS der Präsident Zanella bereit« in feinem Auto weggefahren war, versuchten fünf Faschisten in da« Bersammlungvgebäud« einzudringen, offenbar in dcr Absicht, den Präsidenten zu ermorden. Sie wurden aber von den jugoslawischen Gendarmen und dcr Polizeiwache Zanella» ergriffen und »n-schädlich gemacht. Die gefangenen Faschisten, eh«, malige Offizier« der italienischen Armee, sind: Viola, Redakteur der .vedetta Jtaliana" und Leiter der faschistischen Kampfgruppe, der wegen Diebstahl und Mordversuch steckbrieflich versalzte MmoUo, ferner die wegen emc« Embruchc» in da« Spi-Uasin» von Abbazia gesucht«« Faschisten Bellia und Earpinelli und «in gewisser Doldero. Al« sie stch gesangen sahen, sollen sich die faschistischen Helden durchaus nicht heldenhaft benommen, fondern mit der Be-teuerung, daß sie harmlose Journalisten feien, um Gnade gebeten haben. Bomben und Revolver hätten sie bloß mit sich geführt, um sich gegen die Polizei-wach« Zanella» allenfalls verteidigen zu können. Bei den Gefangenen wurden AuSweiSpapiere, zwei Trlegramme und Bleistiftskizzen der topographischen Lag« Ev. Ana« und d«r jugoslawischen Artillerie-pellungen gefunden. Die fünf Faschisten wurden «ach Zagreb überführt, wo ihnen der Prozeß wegen Mordversuch«« und Spionage gemacht werden wird. Die Verhaftung hat in den Faschistenkreisen Fiume« groß« Aufregung hervorgerufen. Es wurden Sie-pressalien gegen die jugoslawischen Bewohner in An-«endung gebracht. Die Amtalokalitäten der Ungaro-Croala und der Ersten Kroatischen Sparkassa sind zerstört worden. Die königlichen Alpini, welche die Stadt besetzt habe», werden »on Faschisten und Faschistinnen herausgefordert. Jedenfalls Ist durch diesen Zwifcheosall die Fiumaner Frage auf einen geführt worden, der gebieterisch eine Tut-fcheibung in Dieser »der jener Richtung fordert. vl» Deutschen in Rumänien und die Wahlen. Die Deutschen haben bei den Wahlen in Ru-wänien ihren Besitzstand nicht behauptet, da die liberale Regierungspartei in dcr Bukowina, in Bcsfarabicn und im Banale sich nicht an die mit den Deutschen getroffenen Vereinbarungen hielt. Ge-wählt wurden in Siebenbürgen sechs nnd im Banat zwei deutsche Abgeordnete und ^Siebenbürgen zwei und im Banale ein Senator. Bereits »oc den Wähle» haben stch die Deutschen in Groß-Ruminie« ein knlturelle» Zentralamt geschaffen, da« die Interessengemeinschaft aus den Gebieten deS Verein»-wesen», der Volksbildung uvd Volkskunde, der Presse und Literatur, der Kirche und der Volkswirtschaft organisieren, die deutsche Diaspora in Rumänien und die Deutschrumänen im AnSlande und die kulturelle Entwicklung der Mitnationen in Evidenz halten soll. Aus SlaSt uns Lang. Besuch der rumänischen Königin in Beograd Wie au« Be»grad gemeldet wird, wird die rumänische Königin Maria in Begleitung ihrer jüngsten Tochter Jleana und deS rumänischen Hos-Ministers am 1. April nach Beograd kommen. Sie wird im alte« Konak Wohnung nehmen und einige Tage bleiben. gikakonzert. Die vortragSordnung deS am 5. April l. I. im Hotel Union stattfindenden Kon« zertcS umfaßt folgende Tonwerke: Dworzak: Oaar» telt in F'Dur; Schubert: Quartett „Dcr Tod und daS Mädchen; Ojsterc: Menuett; Nedbal: valfe triste; Kretsler: LiebeSsreud. Da« Interesse für diese Veranstaltung ist äußerst rege. Wie eS ja auch nach den bisherigen Leist«lgen de« ZikaquartetteS nicht ander» sein kann. Der Kartenvorverkauf findet in dcr Tabaktrafik der Frau Kovae, Alcksaudrova ulica, statt. Danksagung. Die OctSgruppmIcitung de« Vereine» der KriegSinvaliden in Slovenjgradec schreibt un«: Die Ortsgruppe der hiesigen Kriegsinvalidcn. dankt auf diesem Wege allen Bürger» aus da« herz-lichste für die Spenden zugunsten de« Uiiterstützung«-foude« der Invaliden und die Beteiligung am Ler-einskränzchen. Besonders herzlichen Dank fei Herrn F. Pototjchnik, Fabriksbesitzer in slovenjgradee, für die Abgabe eines größeren Quantum« von Leder und Sohle« zu uiedrigjtcn Preisen an die Jnv ili»e« ausgesprochen. Staatlich« ArbeitsbSrse. Die Staatliche Arbeit«börse in Maribor schrobt un«: Wie e« im Arbeilcrschutzgesetze (Abteilung III. §§. 69 — 125) vorgeschneben ist, verändert da« bisherige staatlich« ArbeitsvermittlungLamt seinen Titel in Staatliche Arbeitsbörse (Oij ivna borza dela). Der Wirkung»-kreis jede« AmleS wird sich vergrößern und eS wird eine einheitliche moderne Geschäftsführung in alle.» Aibeit«börsen eingeführt. Nach Verlautbarung des Arbeiterschutzgesktze« werde« wir sofort die nötigen Auslegungen besorgen, die für ArbeitSzeber und Arbeiter von Bedeutung sein werden. Wir geben ab« schon jetzt bekannt, daß laut § 104 alle pro-fesfionellen Dienttvermitttlimgen jeder Art im Lause de« Jahres aushörcn müssen. Aus dem (Srmeinderate. In »er Ge-meinderatSsitzung vom 20. März entspann sich eine längere Debatte über verschiedene Unzukömmlichkeiten in dem städtischen Schlachthaus?. Zum Zweck« der Feststellung de« tatsächlichen Zustande« de» Schiacht. Hause« wurde «in« besondere Kommission zusammen> gestellt, und zwar au« Mitgliedern der Schlachthaus-stkiion, der Fleischergenostenschast, dem Veterinär-inspektor und dem städtischen Ingenieur. Ferner wurde festgestellt, daß die Prcsfeangriffc der Fleisch-hauergenossenschast gegen die Schlachthautsektio« un-begründet waren, da man in der Schlachthall« schon seit »i«rz«hn Tagen arbeite, wa« di« Genossenschaft wissen mußte, und die Fleischhauer auch im vorigen Zahre die Schlachthalle vor dem 1. April überhaupt nicht benützt hätten. Eine wichtige Entscheidung. Bei der letzten SchwurgerichtSsesfion in Ljudtjana wurden vom Senate deS dortigen LandeSgnichteS drei Ur-teile gefällt, welche die Unzuständigkeit der Schwur» gerichte in Presfevcrgchcn auSfprachen. Die Be-gründuny fand d«r Senat in unf«r«r Verfassung, welche die Pressevergehen den ordentlichen Gericht«» unterstellt. Da Serbien Schwurgerichte überhaupt nicht kmnt, seien im Sinne der Bersaffang Schwur-gerichte kein« ordentlichen Gericht«, we»halb die Pressevergehen der ausschließlichen Kompetenz der bei de« KreiS- und LaudeSgcrichten bestehenden Strafsenate zu unterstelle« seien. Diese Entscheidungen machte sich die Staatsanwaltschaft zu nutz« u«d erhob w«ge« «ine» Pressevergehen« gegen Herr« Dr. Kupnik au» Maribor vor dem Strafsenate die Anklage. Der Angeklagt« bestritt di« Komp«t«nz de» ' Gerichtes, indem er die Meinung »ertrat, daß di« Verfassung an der Kompetenz der hiesige« Gerichte keine Aenderung mit sich brachte, daß sür die Be-urteilung, welche« Gericht in Slowenien al» ordent-licht» Stricht anzusehen ist, einzig und allein die derzeit in Slowenien geltenden Gesetze i« Betracht zu ziehen sind. Da nach der geltenden Strafprozeß-ordnung die Schwurgerichte in Slowenien al» ordent-liche Gerichte in Slowenien aufzufassen sind, muß die oben erwähnte Bestimmung der Verfassung im Sinne der hier geltenden Gesetze au«gelegt werden, da ansonsten die Schwurgerichte überhaupt al» ab-geschafft anzusehen wären. Da« erkennende Gericht schloß sich der Ansicht deS Angeklagt«« an und sprach sich im Urteil al« inkompetent aus, wogegen die Staatsanwaltschaft die Nichtigkeitsbeschwerde ein-legte. Der Siebenrichterstuhl in Zagreb wird nun entscheiden, welche« von den beiden Gerichten da» richtige Urteil fällte. Da die Institution der Schwur-gerichte die modernste Errungenschaft demokratischer Staaten bedeutet und diese« allerwichtigste Gebiet der RechtSsprechung dem gefunden, von keiner Para> graphenwisfenschaft angekränkelten verstände de» Volksrichter« überläßt, wäre eine Entscheidung der obersten Instanz im Sinne dcS KreiSgerichteS Maribor wärmsten« zu begrüßen. Die Teuerungszulagen für die Be-ainten. Aus Bcograd wird gemeldet: Am 1. Apnl werden allen Beamten die Teuerungszulagen au«-bezahlt. Der Finanzminister hat auf Intervention des kroatischen Statthalter« und einiger Abgeordneten allen Kassen im Finanzaiinisterlum die Weisung er-teilt, den Staatskassen die nolwcndigcn Kredite zur Verfügung zu stellen. Der Finanzminister erklärte, daß man am 1. April den Beamte« unbedingt die Zulagen auszahlen werde, wie eS auch im Gesetze über die Buogetzwölftcl für d:n Monat April vor-gcsehen wurdc. Die Auszahlung der Teuerungkzu-schlage für die Monate Februar und März wird nachträglich im Lause de« Monate» April bewerk-stelligt werde«. Erhöhung der Eisendahntarife. Wie Beozrader Blätter berichte»«, werden im Verkehr«-Ministerium wieder ueae Eisenbahrnarife für den Passagier- und «Warenverkehr ausgearbeitet, die eieie Erhöhung der Preise um 50 Prozent vorsehen. Ein gestörtes Fest. Wie au« Zagreb g«. meldet wir», sollt« dort am SamStag eine Unter-Haltung de« vereine« ehemaliger österr.-ung. Offizier« und Mililärbeamtkn stattfind«n. Die nationalistischen Studenten beschlossen, die Abhaltung zu verhindern und drangen in da» Sokolgebäade. «in. Zwischen den Veranstaltern und den Studenten kam e« zu einer wüste« Prügelei. Reoolverschüsfe krachten, aller- ' ding» zumeist in die Lust abgefeuert, uvd schließlich gelang e« den Off zieren, die Eindringling« hinaus-zudrängen. Die Polizcimannschajt, du sich mittler-weil« zwischen di« kämpfcndeu Parteien gestellt hatte, mußte ihrerseits Salven in die Lust abgeben. Na-türlich wurde die ganze Unterhaltung ausgelöst. W^ffenanmeldung. Zufolge eine« Auf-trage« »«S Innenministerium» an alle Provinz« Verwaltungen un» BezirkShauptmannichaftca habe« die Eigentümer von Waffen dirs« bi» zum l. Mai anzumelden. Di« politisch«« Behörden und Polizei-direktionen haben genaue Verzeichnisse der Waffe« mit Angabe der Art zu führen. Der Patriarch von Karlooe! unad-HLngig. Die ökumenische Synode in Konstanti-nopel hat aus ihrer letzt«« Sitzung beschlossen, die Unabhängigkeit de» jugoslawischen Patriarchat« vom Konstantinopclcr anzuerkennen. Der Patriarch von Konstantinopel verkündete, daß da« Patriarchat v»n Karlovci selbständig, unabhängig und gleichberechtigt mit dem »on Konstanlinopel sei. Ein Heimkehrer mit sechs Kindern. Wie wir im Ljudljanaer Jutro lesen, befand stch beim letzten HeimkchrertranSport jugoslawischer Krieg»-gefangener auS Vladivostok ein Heimkehrer dabei, der seine russische Frau und sechs Kinder bei sich hatte, die ihm diese währen» der Kriegsgefangenschaft geboren. Wie man dem Staat nützen kann. Die Polizeibehörde »on Mostar verhaftete einen Händler wegen Zerstörung »on StaatSnoten. Er hatt» sich in angetrimkenem Zustande damit vergnügt, Hundertdinarnoten zu verbrennen. Der verhaftete verantwortete sich bei feiner Vernehmung damit, daß er damit zur Hebung deS Valutenstandes beigetragen und aus diese Weise de« Staate genittzt habe . . . Geue 4 Cllltet Aett»»§ X»««er t6 vi« Wirkungsbereiche der amerikanischen Konsulate in Jugoslawien. D«» Rußenministeriu« teilt mit, daß i» den Wirkung»» bereich de» amkritanische» Konsulates in 8eo$rafc bis Getictt von Alt-E«rbi«n, Montenegro, der W»i-wodina und die politischen Bezirke Vukovar, Gplit, Dnbrovnik, Kastav und Sarajewo, in den de» Kon-sulateS in Zagreb, Slowenien. Prekmurje, Medji-min je und die Bezirke Bjelovar. Zagreb Bara^din. Virooitica, Pczcga, Travnik, Vavjaluta und vihac fallen. Sin französisches Konsulat tn Lju-blsana wird einer Meldung de» Ljubljsnaer Jutro zufolge in kürze aufgestellt werden. Zum Konsul wurde der Konsularbeamte Paul Henri Flach deS Generalkonsulates in Neapel ernannt. Ausbau Veograds auf Vrutfchlands Kosten. Die Kommission, die von der Gemeinde Beograd zum Zwecke von Materialieneinkauf nach Deutschland geschickt wurde, berichtet, daß die Ber» Handlungen ein günstige« Ergebnis gezeitigt haben und daß di« Gemeinde da» ganze Material für die Kanalisterung, die Wasserleitung und da» bakterio logische Institut aus Rechnung der R> paration von Deutschland bekommen werde. Erdbeben in Serbien und im Banat. Wie au« Beograd gemeldrt wird, machte sich am Mittag deS 24. März im ganzen östlich«» Teile dcS Königreiches ein ziemlich heftige« Erdbeben bemerkbar. baS in Beograb, Groß-Betschkerek und Weißkirchen Zerstörungen anrichtete und sogar einige Todeiopser forderte. In Beograd stürzten «in alt«» Hau« und zwei neue Dachstühle ein, vom Hoiel Moskau bis zum Hotel SrpSki kralj stürzten die Rauchfänge auf die Straße, der Neubau der tschechischen Kreditbank erhielt von oben bi« unten einen 20 cm breiten Sprung. In den öffentlichen Lokalen, besonders im Hotel Moskau, entstand eine Panik, wobei infolge de» rücksichtslosen Herausdrängen« be« Mittags-Publikum« mehrere Gäste Verwundungen erlitten. Der Schaden an zerbrochenen Fensterscheiben und anderen Gegenständen wird auf mehrere Millionen geschätzt. Das Elsaß zu Goethes Jugendzeit. Goethe studierte im Jahre 1771 in Straßburg Zura. Obwohl daS Elsaß damal« unter französischer Re-gierung stand, fand er mit seinen Freunden im Leben genug Gelegenheit und Teilnahme, sich noch mehr als bisher mit Gewalt und Ernst feiner Mutter-spräche (im Gegensatze zur französisch«!, Sprache) zu widmen. Er schreibt in .Dichtung und Wahrheit^, III. Teil, 11. Buch: „Elsaß war noch nicht lange genug mit Frankreich verbunden, al« daß nicht noch bei alt und jung eine liebevolle Anhänglichkeit an versassung, Sitte, Sprache. Tracht sollte übrig ge. blieben sein. Wenn der Ueberwundene die Hälfte feine! Dasein« notgedrungen »erliert, so rechnet «r stch'S zur Schmach, die andere Hälfte aufzu>ebt«: er hält daher an altem fest, wa« »hm dii Vergangene gute Zeit zurückrufen und die Hoffnung der Witdtr-kehr einer glücklichtn Epocht nähren kann. Gar manch« Einwohner von Straßburg bildeten zwar abgesonderte, aber doch dem Ginne nach verbundene kleine Kreise, welche durch die vielen Untertanen deutscher Fürsten, die unter sranzisischer Hoheit ansehnliche Strecken Lande« besaßt», stet« vermehrt und rekrutint wurden; denn Väter und Söhne hielten sich Studieren» oder Geschäfte« wegen länger oder kürzer in Straßburg aus.' In England Frauenwahlrecht. Nach Jahrzehnte langen erbitterten Kämpfen haben die englischen Frauenrechtlerinnen gesiegt. Wie nämlich auS London gemeldet wird, hat das Unterhaus sich für bie Verhandlung d«S GtfttztntwurfeS Rodrrt CecilS ausgesprochen, der den Frauen daS gleiche Wahlrecht verleiht wie den Männern. Di« Verurteilung Ghandis. Wie aus London berichtet wird, hat die Gerichtsverhandlung gegen den von den englischen Behörden vor kurzem vtrhafttten indischen Nationalistenführer Ghandi nur einige Stunden gedauert. Die Verhaftung GhandiS war schon vor sechs Wochen in London beschlossen worden, wurde aber aufgeschoben mit Rücksicht aus den Beschluß de« indische» Nationalkongresses, nach dem Ghandi von der Fortsetzung der neuen ami-englischen Kampagne abgeraten hatte. In der Folge sprach sich aber der Kongreß für di« Fortsetzung dieser Kampagne au«, wenn auch mit der Milderung, daß die sogenannte Kooperation der indische» Ein-geborenen gegenüber den englischen Behörden in eine sogenannte Antikooperation umgewandelt wurde. ES verlautet, Ghandi, der zu sechs Jahren Kerker ver-urteilt wurde, werde wahrscheinlich deportiert werben, so daß er seine Strafe nicht in einem Kerker, sondern in einer Art Festungshast verbüßen wird. Heuschreckenplage in Afrika. Die Wirt-schastSlage auf dem afrikanischen Wollmarkte wäre an sich hoffnungsvoller geworden, da höhere Wollpreise in Kraft getreten sind. Indessen sind jetzt die Heu-schrecken in di« Plantazrn eingefallen. Im Innern Südafrika», im westlichen Oranjefreistaat und in TranSvaal, sind Milliarden dieser «chreckenStiere am Werke unb verschlingen alle«. Di« Vorhut nach Transvaal bestand au» zw«i Schwärme», «inem zehn englische Meilen langen und einem brei Meilen breiten. Die Züge werden stundenlang ausgehalten, da die Räder nicht über die Schienen kommen können. Ein Flieger im Kampf« mit Adlern. Der norwegische Marineflieger Omdal hatte kürzlich eiittn Flug üb« di« Berg« von Sörland, bie noch von keinem Flieger passiert worden sind, unter-nommen. Er landete bei Bikl, einige Meilen nörd- lich oo« ChristianSsnnd. »us halbe« Rückwege spürte er plötzlich unerklärlich« Stöß« am G,it«n- unb Höhensteuer. Er entdeckte zwei Adler, di» fich be, mühte», de« gewaltigen Vogel, auf de» Omdal dohinschwebte, zu zerstöre«. An mehreren Stellen halten ste mit den Fängen bereit« die Leinwanb zer-risse». Omdal nahm eine schnelle Gleitbewegung auf ein paar hundert Meter, so baß er einen Neinen Borsprung gewann, und steigerte bann bie Geschwin-digkeit aus die höchste Zahl von Molordrehungen. Ein britter Adler hatte sich inzwischen den ver-folgern angeschlossen, und mit heftigen Flügelschlägen kämpften die Raubvögel sich vorwärts. Einer von ihnen schwebte bald über dem Flieger selbst und schickte sich zum Angriff an. Dieser wurde nur durch ein blitzschnelle» Manöver vermieden und der Weitflug begann von neue«. Schließlich erwies der Menscheuvogel jedoch seine Ueberlegenhei», die Adler blieben zurück und verschwanden. gentraloerband auslanddeutscher Stu> dierender. Der im Jänner 1920 gegründete „Zentralverband auSlauddeutscher Studierender" (Leipzig, UniverfilS«) stellt die Gesamtorganisation der an deutschen Hochschulen studierenden Ausland» deutschen a»S aller Welt dar. Er umfaßt heute 20 Ortsgruppen an allen wichtigeren deutschen Hochschulen mit etwa 1000 Mitgliedern und steht mit allen für seine Arbeit bedtutsamen behördlichen Stellen und privaten Organisationen in reger Fühlung. Ziel deS Verbandes ist es einerseits, seine Mitglieder in den Ortsgruppen zu wahren ver-tretern deutscher Kultur heranzubilden, andererseit« aber die idealen und materiellen Interessen seiner Mitglieder nach jeder Richtung hin zu wahren und diese in allen Studienangelegenoeiten zu beraten und zu unterstützen. Der Zentralverband ist gerne bereif, solchen Auslanddeutschen, die zum Studium nach Deutschland kommen wollen, Auskunst über Lebens-und Studienverhältnisse zu erteilen und ihnen auch sonst nach Kräften behilflich zu sein. Wirtschaft und Verkehr. Ergänzung zur Deoisenverordnung. DaS Finanzministerium «ließ eine Verordnung, die einige ergänzende Maßnahmen zur Devisenordnunz enthält. Demnach können fremde Valuten für Reifende ins Ausland nur auf Grund eine« vidlerten Passt« au«gtfolgt werden. Die Summe ist vom be-treffenden Geldinstitut auf den Paß zu vermerken. Diese Bersügung betrifft nur Summen über 500 Franken. Beträge unter 500 Franken für iulän» bischen Gebrauch können gleichfalls nur auf Grund einer polizeilichen Legitimation aufgenommen werden; da« Geldinstitut hat auf der Legitimation den Be-trag und da« Datum zu vermerken. Kanzleidiener verheiratet, kinderlos, etwas Kenntnisse in der Tischlerei, Schlosserei oder Gartenbau, Frau als Beschlies-oerin verwendbar, wird ausgenommen. Foptamt Sotoska, Post Toplice-Straia, Dolenjsko. Komptoristin der slorenischen u. deutschen Sprache mächtig, geübte Stenographin, wird ausgenommen bei Jos. Kslrbiscb, Celje. 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Zugleich wird bekanntgegeben, dass sämtliche Aufträge für Feuer-, Lebens-, Transport-, Einbruch-, Diebstahl-, Glasbruch-, Hagel- und W ald-versicherungon, sowie auch Unfall- und Haftpflichtversicherungen ^u den billigsten und günstigsten Prämien übernommen werden. Aktienkapital am 1. Jänner 1921 beträgt jugosl. Kr. 120,000.000 Reserve- Prämien der Lebensabteilung ( ■ 1.453,000.000 Sonstige Reserven.......... , , , 528,000.000 Seit der Gründung im Jahre 1838 bis 1. Jänner 1921 hat die Gesollschaft an Versicherungsschäden bereits jngosl. Kr. 12.924,000.000 ausbezahlt. Hochprima Sauerkraut auch grössere Partien zu haben bei 1. Radi, Maribar Aleksandrova cesta 40. tonitt, «kr.*-! ua» h«n>»0,eb»r- SctriMba«bi»dmt .««Ich»»