(l'vttoina placana v potovini.) «rschetnt »Scheutlich |)»(i«t«U T»«»cr«tag a»d Coimtag srtitz. «AttfttelteKfl snb »troaltofl: Preimlova tltca Ri. 5. rtlephoi, 21. — KnlünMgangtn RKtlwn i» b« eermllunn gefltn Cn>4iut MEIg^et «tdübre» e-i,g,g»ngeno««« Mietzinse» sollen durch schnittlich solgende Richtlinie» festgesetzt werden. Alle besser situierten Stände, wie Kaufl'ute, Advokaten. Aerzte, Notare, Ingenieure und andere freie Berufe zahlen für die Wohnung die volle Goldvalula des Linse» vo« Johr» 1924 Alle übrigen Mieter zahlen für die Wohnung die Hälfte der Goldvaluta vo« Jahre 1914, ausgenommen die StaalSangestelllen, welche die 20jache Miete be« Jahre» 1914 bis I. Mai 1925 bezahlen, bis zu welchem Tage ihnen bj» Parlament ihre Bezüge «höhnt muß. Diese« Begehren ist umso gerechtfertigter, weil es die Re> gierung selbst i« E'»würfe deS neuen Wohnung«, gesetzt» im gleichen Sinne beantrag» hat. e) ? iese Bereinbaruag soll bi» 1. November 1925 gelten. f) Die Hausbesitzer bezw. deren Organisation verpflichten sich, im Falle der Annahme dieser Anträge aus ehre Mitglieder etnzuwirken und überhaupt auf alle Hausbesitzer, damit sie dieselben genehmigen und sich daran halten. g) Zur Entscheidung von Streitigkeiten beantragen wir ein Schiedsgericht au» fünf Mitglieder« der Hausbesitzer, welches den Zin« zu bestimmen hat und welchem auch der Hausbesitzer sich beugen muß. Zu diesem Schiedsgerichte darf die zustandige Gemeinde ihren Sachv ^ständigen entsenden. Sofort nach Verlesung dieser Anträge «öffnete der Vorsitzende die Wechselrede, welche über Antrag deS MagistratSrate» Herrn Jvo Habic als Vertreter der Stadtgemeinde Eelje in drei Fragen abgegrenzt wurde: 1. Kündigungsfrist, 2. E.höhung des Mut« zin je», 3. Gegenstände, welche unter den Schutz fallen. Zur KündigungSftist beantragte Magistrat«-kommissär Svetel. e« mögen im Jahre 1925 Kündigungstermine der I. Mai nnd 1. November mit sich« monatlicher Giltigkeit sein. Herr Frelih lehnte dies grundsätzlich ab, weil damit wieder sür Slo> wenten ein AuSnahmizustand eingeführt würde, während in anderen Gebieten deS Staates die F isten viel kürzer sind. Der Borfitzende fragte den Vorredner, ob er friu Velo auch gegen die Verlängerung der ein-monatlichen Kündigung in eine vierteljährige erhebe. Herr Frehlih erklärte, daß er nicht« dagegen habe, daß in ganz Slowenien mit 1. Februar mit den Kündigungen per 1. Mai begonnen werde. Ent-schieden aber sei er dagegen, daß die einmonatliche oder vierteljährige Kündigung in eine halbjährige umgewandelt werde. ES folgte die Verhandlung darüber, welche Mietobjekte den emvierteijihrigen Kündigungsschutz habe« sollen. In Betracht kommen 1. richtige Wohnungen und Mieten, 2. gemischte Wohnungen und 3. GeschäsiSlokale. Dr. GiNSi wünschte von den Hausbesitzern Aufklärung, ob die vierteljährige Kündigung nur für Wohnungen oder auch für gemischte Wohnungen und SeschäftSlokale gellen soll. Herr Frelich erklärte, daß sich die» aus alle Kategorien beziehe, ausgenommen aber seien hiebei allfällige andere besondere v«r> einbarungen. Hinsichtlich der Mietzinse klärte der Vorsitzende zunächst auf, daß e» die Tendenz der Hausbesitzer sei, «» solle der MietzinS im allgemeinen aus den dreißigsten BorkriegSzin« erhöht werden, für Staatsbeamte und wirtschaftlich Schwächere aber auf da» 20sache. Der Vertreter de» verbände» der Privatangestellten Gollmejr verlai hierauf folgend« Erklärung: „Die Vertreter der Pridatangestellten erklären im Hinblick auf die Forderung der Hausbesitzer, den Privitangcstellte« den ZinS um die Hälfte der Gold Valuta de» ZinseS vom Jahre 1914 zu erhöhen, daß die BerhandlungSgrundlage der heutigen Be-sprechung der finanziellen Lage der Privatangefielltea nicht entspricht und sie deshalb die Besprechung verlassen, die zu keinem positiv:« Erfolge führen wird. Wir warneu zum Wohle des Staates, dem Antrage der Hausbesitzer stattzugeben. Die ArbeitSstagnation lpüren a« meisten die Privatangestellten und deS-halb ist der Antrag der Hausbesitzer bezüglich der Privatangestellte« unausführbar, weil fie die Zinse in der bezüglichen Höhe nicht bezahlen könnten, deS-halb ohne jeglichen Schutz wären und aus die Straße geworfen würde».* Die beide» Vertreter entfernten sich hierauf. Namens deS verbände» der jugoslawischen nationale» Eisenbahn«!beiler verlas Herr Juh sol-«ende Erklärung: .Die Vertreter deS verbände» erklären, daß fie angesichts der Notlage und Woh-nungSmisere den Anträgen der Hausbesitzer nicht zu-stimmen können und die» zum allgemeinen Nutze» deS Staate«, damit nicht eine Anarchie entstehe. E« möge ein Weg gesunde« werde», da« WohnnngSgesetz fuS zur endgültigen Regelung durch da« Parlament zu verlängern. Die Vertreter der Organisation verließen hier-aus de« Saal. Verwalter Lilek beantragte »amen« der Staats-angestellte» einstweilen eine 12jache Erhöhung de« Zinse« vom Jahre 1914, solange deren Lage nicht gebessert wird, und betonte, daß e» vollkommen au»> geschlossen sei, daß dieS auch die Pensionisten tragen könnte». Herr Bole al» Vertreter der Pensionisten, Witwen und Waise» lehnte mit aller Entschiedenheit jede ZinSerhöhung ab und verließ den Sitzungssaal. Dr. Pretner namens der Handels- und Gewerbe-kammer trat sür die Freiheit hinsichtlich der ZinS-beftimmung ein unter Berücksichtigung der wirtschaft-lieh schwächere» Gewerbelreibendui. U ber Antrag de» MagistratSrate» Hubic be» willigten die Hausbesitzer hi»fichtlich de« PunkleS d), daß bei« Absatz«: .Alle übrigen ..." die Worte: „ausgenommen die Staats- und andere öffentlich« Angestellte der autonomen Städte* eingesührt werde«. MagistratSkommissär Svelel machte daraus auf-«irksam, daß jetzt nur wenige Personen Einkünfte haben, welche der Goldparität entsprechen, und beantragte sür bi« StaatSangestellten nur eine 12sache Erhöhung. Der Zin» sollte nicht am 1. Jänner, sondern stusenweise erhöht werden, damit die Leute eS leichter ertragen. Herr Frelih erklärte, daß er bereit sei, den StaatSangestellten statt einer 20sachen Erhöhung eine lüsache zu bewilligen, ausgenommen jenen, welche Zimmer in Untermiete gebe». Hieraus gab der Vorsitzende einen kurze» Ueber« blick über da« Ergebnis der Besprechung dahingehend, daß die Hausbesitzer bereit sind: 1. für Mieter im engere» Sinne eiue 30sache Erhöhung, für Staats- und andere öffentliche Angestellt« der autonomen Städte eine lösache Erhöhung zu bewilligen, autgeoom«en jene, welche Zi««er in Untermiete gebe«, 2. die Erhöhung tritt am 1. Februar, giltig ab I.Mai 1924, ei«, umfaßt aber nicht jene Mieter, welch« schon im November hinsichtlich einer Erhöhung verständigt wurden. Aus die Frag« d«» Vorsitzenden, welche Garantie« der HauSbesitzerverbaod geben könne, daß sich seine Mitglieder an dies« R chtlinien halten werde«, «r-klärt« Herr Frrlih, daß die Hausbesitzer schriftlich verständigt werden würde« und erkläre« müßte«, daß fie dieselben annehme«. Streitigkeiten »öze ein besondre« Schiedsgericht regeln, in welche« die Hautbefitzer und ein Vertreter der Gemeinde ver-treten sei» sollen, der auch Mieter sei» kann. Die Frage de» Schiedsgerichte» wurde einer besonderen Verhandlung vorbehalten, woraus die Sitzung geschlossen wurde. Wir machen aber die Oeffentlichkeit nochmal» aufmerksam, daß die a»g«- »nn»«er 99 oomme««» Anregungen «och keinerlei bindende Beschlüsse sind, sonder« «nr gewisse Richtlinie» bezw. da» Sitnation«bild für die maßgebenden Faktoren darstellen. Kerriot und das Deutschtum im Maß. Es ist eine alte Geschichte, daß unter allen Ge-nassen der Welt, die sich international nennen, bloß die deutschen Sozialdemokrate» tatsächlich i nt er-national find. Eine rühmlich« Ausnahme von dieser Regel bildet der Straßburger Bürgermeister uad sozialistische Abgeordnete PeirotteS, der in der französischen Kammer die der Diskussion über da» Budget für Elsaß Lolhri»ge» diedeutscheSprache nicht »ur für die Schulen und die Gerichte, sondern auch für die Presse, die Kirche und die Theater sortierte. Er wie« daraus hin, daß sich j tzt die Notwendigkeit ergeben habe, in Straßburg »eulsche Theate, Vorstellungen zu veranstalten. Abge-nrdneter Abt6 Müller schloß sich den Forderungen P-irvtte»' unter dem Hinwei« an, daß de» Kinder» durch die Erlernung »er deutschen Sprache die Möglich-kett gegeben werden müsse, daß religiöse Leben zu verstehen. Die Antwort, die Ministerpräsident Hcrriot den beiden Abgeordneten gab, ist sowohl im allgemeine» Hinblick aus da! Deutschtum in Elsaß Lothringen interessant al» wege» deS Umstände», daß der So-zialist Herriot al« Ministerpräsident sranzösi'cher Nationalist ist. Er erklärte nämlich: „Frankreich sährt fort, in den Schulen drei bis vier Stunden in der Woche deutsche» Unterricht erteilen zu lasse«. Dazu kommen drei oder vier Stunden Religion»-unterricht, der ebenfalls in deutscher Sprache erteilt wird. Aber e» ist nicht die Ausgabe Frankreich», im Elsaß di« deutsche Sprache zu fördern. Die deutsche Sprache ist an und sür sich durch die G«-wohnheit in d«n Familien und die viel« Jahre dauernde Okkupation gefördert worden. Aus-gab« der fraozöfi>che« Regierung ist «S, die Verbreitung der französischen Sprache zu erpichter». AuS diesem Grunde unterrichtet ma« die Kinder vo» sechs bi« acht Jahren in der französische« Sprache, um ihnen de« Instinkt sür da» Französische bei-zubringen. Wir sind der Anficht, daß man den materiellen Kräften in Elsaß Lothringen (nämlich dem zahlenmäßigen Deutschtum!), die den Gebrauch der deutlchen Sprache anempfehlen, die sraozöfische» geistigen Kräfte entgegenstellen müssen.* Seite» «och ist einer planmäßigen Entnatio» nalifierung so srcimlllig da« Wort gesprochen worden, wi« vom Sozialisten Herriot. Um eine« so einficht«« vollem Bärgermeister aber werde« die Straßburger vo« vielen Minderheit«« in anderen Staaten b* neidet werde«. Den» es gibt Staaten, di« geg« Frankreich Schnackerlstaaten sind, die aber leichter und präpotent über die deutsch? Weltsprache und über den Schulunterricht der deutschen Kinder — von Gericht und Theater (!!) gar nicht zu reden — hinweggehen zu können glauben. Politische Rundschau« ZuliMb. Aus dem Staatsausfchusse. Der StaatiauSschuß «ah« in seiner Sitzung aw 6 Deze»ber den Antrag der Abg. Dimitrijeoic und Pazderljev!« an, daß im Wahlkreise Bregalnica anstatt zwei, drei Abgeordnete gewählt werden solle». Die Nationalversammlung wird daher 315 Abge-ordnete zählen. Weiter» wurde beschloffeu, i» Zagreb zehn neue Wahlplätze auszustellen. Aauversammlungder Partei der Deutsche» in Apatin. Am 4. d. M. fand in Apatin unter de» Borfitze deS Abg. Dr. Stephan K.aft die Gauver-sammluvg der Panei der Deutsche« sür die obere Batschka statt, der auch Abg. Senior Schumacher und die Gauodmänner Jeisel, Daniel Bladt, Dr. Anto« Dickmann und die Stellvertreter F.aaz Ripp und Fran» Jauz beiwohnten. Nach eme« eingehende» Bericht« Dr. Kcast» über die politische Lag« er-klärte sich die Gauversam«lnng einstimmig für die Notwendigkeit de« selbständigen Austreten» der Partei bei den bevorstehende« Wahlen. Daraus wurde« die Cilliec Zelteng Seite 8 Kandidaturen für die Wahlen sestgestellt, welch' dann aus der LandeSv^traueuSmännerkonserenz endgültig beschlossen werden. Erfolgreiche steife des Abgeordneten Ar. Kans Moser. »bg. Dr. HanS Mofer ist von einer ersolg. reichen «gitationSreise nach Altbelschej und Zabalj heimgekehrt. Agitationsreise deutscher Abgeordneter nach Syrmien. Die Abgeordneten Dr. Han» Moier und Prof. I. Tänbel sind von einer äußerst eifolg-reichen «gitationSreise in der Na-,ebunz von Djakovo zurückgekehrt. Die beiden Abgeordneten besuchten -ihl'.nche deutsche Gmrtinden und berichteten, in diesem Gebiete, das bisher wenig bearbeitet wurde, gute Frniude »er deutschen Bewegung gesunden zu daben, welche mit Begeisterung de« Boden ber Partei der Deutschen betreten und mit Op:imi«muS auf daS Resultat ter dortigen Wahltätlgkett schauen. Die Deutschen wohnen in der Umgebung vo-, Dja-kiivo in kleineu Siedlungen. so daß eS intensiv« Kleinarbeit kosten wird, u» diese Gegend für die Partei zu gewinnen. Die ausgezeichnete Stimmung aber, die bie Abgeordneten bei den Wählern vor. fanden, läßt sie mit guter Hoffnung auf das Er-gebnis ihrer Tätigkeit blicken. Dreitägige Sperrung der Aeozrader Flniversttat. Am SaoStag ging es an der Beograder Uni-versität äußerst lebhaft zu. Einzelne kl-inere Gruppen von Studenten. Anhänger der Parteien de« Re-gierungSblockS, wollten die Abhaliuag von Bor. lesungen entgegen dem Streikbeschluß ber anderen Gruppen, forcieren. Diese Studenten konnten jedoch nicht die Universität betreten, weil die Streikenden alle Eingänge und einen Teil bcS Gebäude? selbst besetzt hielten, und die Stteikgegner nicht einlassen wollten. So kam e3 zu zahlreichen einzelnen Z» lemmenstößen, wobei eS Faust- und Slcckhiebe eignete. Infolgedessen gingen die Glasscheiben an den Toren der Unive,si!ät in Trümmer und die «etallenen Gitterbestandteile wurden verbogen. Auf Intervention de« Rek orS ließen die Streikenden die Türe frei, verhinderten jedoch di« Streikgegner an de» verweilen in den Hörsälen und verjagten diese unter Balgereien au« dem Gebäude. Der akademisch? Senat hielt anläßlich ditfer «ceignisse eine Sitzung ab und beschloß, die Universität auf drei Tage, vo» 6. bi« zum V. Dezember, ,u sperren. Die Sireikenden, die auch früher Lieder sangen, darunter »ehrmal« auch bi, „Marseillaise", begrüßten diesen Beschluß de« akademischen Senatell mit Ooat onen. Al« dann eine Gruppe von 30 Streikgegnern daS Un v?rsitätSgebäude verließ, wurden sie von den vor dem Gebäude befindlichen Streikenden gezählt und einzeln mit Rufen: „Nieder Verräter!" und dergleichen begrüßt. Die vor de» Gebäude befind-licht Gendarmerie verhielt sich vollständig passiv und mischte sich nicht in die Zasammenstöße der Studenten. Nach erfolgtet Verlautbarung de« Bt-schlnffes de» akademischen Senate« verließen die Streikenden die Universität und hinterließen vor der»» Tore» und vor dcm gesprengten und zer trümmertea Haupttor eine kleinere Abteilung al« Pache. _ Ausland. Die Aeichstagswahlen in Deutschland.' Au« den bisher vorliegenden Wahlergebnissen lassen sich einschließlich der aus die ReichSwahlliste entfallenden Mandate folgende Zffcrn für die Zu-sa««easetzung de« Reichstage« errechnen: Sozial» demokraten 123, Dcutschuationale 104, Zentrum 67, Deutsche Bolkspartei 50. Kommunisten 44. Demokraten 31, Bayrische Boittpartei 19. National-fozialiflen 14. Wirtschafttpartei 10, Lrnddund 4, Welf-n 4, Bayrijcher Bauernbund 3. Bayrische Bauern- und Mittelstand«partei L, Württembergs' scher Bauern- und Weingärtnerband 3 Mandate. Die Gesamtzahl der Sitze beträgt demnach 484. Der deutsch-englische Kandelsvertrag. Der deutsch,englische Handelsvertrag bestimmt im wefentlicheu folgende«: Auf den Gebieten der vertragschließenden Teile soll Freiheit deS Handels und der Schiffahrt bestehen. Die beiderseitigen Staat«-angchörigen werden hinsichtlich des Aufsuchen« von Häfen und Landungen ebenso behandelt werden wie Einheimische. Hinsichtl'ch der Zölle, Steuern, Abgaben. Auslagen und Gebühren sollen die bei»erstitigen Staatsangehörigen wie die Einheimischen oder wie Angehörige der meistbegünstigten Nationen behandelt werden. In Bezug aus die Borrechisbegüvstikungen in Hrndel, Schiffahrt und Gewerbe gelten für die beiderseitigen SlaatSanzehöcigrn dir Rechte der »eist-begünstigten Nationen. Beweglich-« und unbewegliche« Eigentum bars von den beiderseitigen StaatSange hörigen erworben werden, insoweit dieS fremden Staatsangehörigen gestattet Ist oder wird. Meinung«-Verschiedenheiten über Auslegung de« Vertrages werden vom ständigen internationalen SchiedSaenchiShof in Haag auf Anrufung ein-r Pirtti tntschieden. Der Vertrag tritt mit feiner Genehmigung in Kraft, gilt für fünf Jahr« und ist spälest-n« in dtr Frist von einem Iah >e vor Ablauf kündbar. Der Schacher um Köln und Wahr. „Echo de Paris" hört von feinem Berliner Korrespondenten, daß Deutschland mit Bestimmtheit auf die Räumung der Kölner Zone a» 10. Jänner rechne. Der Korrespondent hält o!«sen »euischen Op> ti»iSmu« für unbegrün»^. Der Bericht der M-lilär-kommisfion, die erst am 20. Zänner ihre Arbeiten beende, könn« erst einige Wochrn später fertig fein und müsfe dann noch voa den Regierungen verhau delt werden. Außerdem werde er nicht so günstig lauten, wie man in Berlin glaubt. Der diplomatische Berichterstatter deS „DailyTelegraph' schreibt unter HinweiS auf die erste Beunruhigung in Deutschland Über die Gerüch't, daß die britische Besetzung Köln« möglicherweise über den 10 Jänner htnauS ver-längert werde, sowie daraus, daß da« nach deutscher Ansicht ein glatter Bruch, eine Verletzung der «rsten Berpfl chlung de« B:rtrag«S ist. den die Alliierten zu ersüllen haben. Die« würde zweifellos fo fein, wenn o» 10. Zänrier gesagt werden köine, daß Deutschland i» wesentlichen alle seine Verpflichtungen bezüglich der Reparationen und Entwaffnung erfüllt habe, aber bevor der Bericht »er Militärkontroll-kommissioa vorliege, sei e« unmöglich zu sagen, ob Deutschland wirklich die Zurückerstattung der Kölner Zone beanspruchen könnt ober nicht. Aber angenommen, Deutschland könne sich sowohl bezüglich der R para-tionen alS auch der Einwaffnung rechtfertigen, so werden immer noch Gründ» für «in besondere« und freiwillige« Protokoll außerhalb deS Vertrage« vor-Handen sein, durch die Deutschland di« endgültig« Räumung d«S Ruhrgebiete« z. B. im April statt im August erhalten könne zum Austausch gegen seine Zustimmung zu einer Verlängerung der britischen Besetzung Kölns sür weitere drei oder v.er Monate. Der Berichterstatter erklärt, eine derartige TrauS-aktion sollie von den Deutschen begrüßt werben (I) und da dies« außerhalb de« Vertrage« stehe, würve sie nicht die vertraglrechte mit Bezug auf die darauf folgend« Räumung der zweiten und dritten Zoue präjudiziereu (!) Zum englisch-ägyptischen Streits»»?. Der Generalsekretär de« Völkerbundes hat vom britischen Ministerium de« Aeußeren eine Note erhalten, worin diese« aus die Erklärung der Aufgabe de« britischen Protektorates iibex Degyvten zurück-greift, da« a» 19. Februar 1M2 geschlossen und a» 14. März 1922 vo» Parlament genehmigt worden sei. In der Note, worin bis auswärtigen Regierungen von der Aushebung di« Protektorates verständigt werden, sei eine Stell« «tthalten, di« von den besonderen Beziehungen Großbritannien« in Aegypten handelt, die al« dte Lebentinteressen und Rechte de« britisch«» Reiche» berührend bezeichnet werden Die britische Regierung habe auch aus diese» Grunde ausdrücklich jeden Versuch einer anderen Macht, sich io die ägyptischen Angelegenheiten einzumischen, alS unfreundlich abgelehnt. Die Note fährt fort, die britische Regierung wür»e unter diesen Umständen nicht dulden können, daß da« Protokoll über bie friedliche Beilegung internationaler Streitfragen für die Mitglledstaaten d?S Völkerbünde«, daS nach der Resolution der Völkerbund»,rsammlung vom 1. Oktober 1924 für alle übrige« Staaten aufgelegt bleiben soll, soserne e« von Aegypten unterzeichnet wird, der ägyptischen Regierung die Möglichkcii geben sollte, die Intervention de« Völkerbundes für die Regelung voa Fragen nachzusuchen. G Ein gutes Mittel. . Blendung zu vermeiden ist die Verwendung von Osram-Niira Lampen mit Opctlglasgloctas s - WM t~ ' Herzen freuen, wollen Liebe üben und Liebe emp» fingen. Wir wollen un« wieder zurückrräume» in die selig« Kinderzeit, da wir un« roch ganz ander« sreu«n konnten. Warum können wir un« heute nicht mehr so ganz ungeteilten Herzen« freuen? Loraerr nagen an un« und wir werden sie nichl lo«. Und unsere Fceude wird getrübt, wenn wir an dte denken, die keine Weihnachten leiern können, weil es ihnen am Nötigsten gebricht, an Kleidung, Nahrung, Heizung. Sollen die Armen in Kammer und Sorge sitzen, während wir unS freuen? Gilt nicht auch ihnen die Wcihnach'Sbotschast? An un« ist eS, hier zu helfen, und e« ist unS Gelegenheit geboten, zu helfen. Der Evangelische Frauenverein unserer Stadt veranstaltet am 21. D.zember nachmittags 4 Uhr in der Christus-kirche wie alljährlich e'ne Weihnachtsfeier und Armen-bescherung. Aber nm spenden zu können, braucht er Gaben. U» reichlich schenken zu können, braucht er viele Gaben. Alle« ist zu gebrauchen, in erster Linie G l», aber auch alt« Kleider, Wäsche, Schuh-zeug j.'der Art und G öße, Bächer. Spielsachen, Leben«miUel usw. Spenden nimmt entgegen die Bor-steherin de« vereine« Frau Leopoldine Rakusch und da» Evangelische Pfarramt. Aus Stadt und Amd. Weihnachten — eine Bitte! Weihnachten rücken rasch heran und wir alle wollen wieder ftzöne Weihnachten feiern. Wir wollen un« recht von Wachrichten aus Maribor. Der Evangelische Frauenverein beging am 3. Dezember l. I im großen Götzsaale da« Fest seines üOjährigen Bestandes mit einem großangelegten Konzerte. Die hiesig« Militärkapelle unier Kapell-meister Herzog, der Tondichter un» Pianist Hermann Frisch, die Kvnzertsängerin zugleich Obsrau de« Evangelischen Frauenvereine« Frau Aae'.lc Uibliczek und ein 70küpsizer Damenchor hatten sich zu einer qemeinfamen Kuusileistung von eindrucksvoller Größe vereinigt. Nach den einleitenden Klängen des be rühmten evangelischen TrutzliedeS „Eine seste Burg ist unser Gott" sprach zunäch^ Herr Pfarrer Baron vor dem dichtgesüllten Saale ein kurzes Gedcnkwort, worin er in herzerhebeuder Weise di« werktätige Liede pries, welcher der J idelverein durch ein halbes Jahr» hundert ohne Rücksicht aus Nationalität und Kob-ftsjon {gedient habe. Nunmehr setzte mit Richard Wagner« „Tannhäujer-Vorspiel^ — bon Kapellmeister Herzog au« feinem ausgezeichneten Orchester Pracht-voll gebracht — da« eigentliche Konzert etn. Eduard Grieg« selten gehörter, stimmungsvoller Frauenchor „Bor der Klosterpsorte" — eine eigenartige Verherrlichung christlicher Wel'ahkehr — folgte. Herr Kapellmeister Frisch dirigierte da« Werk mit höchster Feinheit, der herrliche Sopran der Frau Amölle Urbaczek und die dunklen Ultsti»»en der Da»en Pugl und Kaloub gaben ein Ensemble von dra»a-lischer Wirkung, — der Frauenchor erklang in wunderbarer Fülle und Weichheit. Den Schluß de« ersten Teile« bildete Liszt ebenso schwieriges alt dankbare« Klavierkonzert in E« Dur, da« Herru Kapellmeister Frisch reiche Gelegenheit gab, seine Meisterschaft aus dem Klavier zu offenbaun. Abgesehen von der restlosen Bewältigung alle« Technischen — da« will bei LiSzt viel sagen — ist dem Spiele de« Künstlers ein echt musikalischer Temperament zu eigen, welche« auS jeder musikalisch »ite»pfindender Seele sprühende Funken schlägt. Der Beifall brauste den« auch namentlich nach dieser Glanzleistung wie ein Orkan durch den Saal. Selbstredend galt er auch Herrn Kapellmeister Herzog, der das Werk «it «Ä«ü< 4 £ t i 1 i 11 Aett«» N < \ • Beim Nachfüllen von I Würze Nachfüllpreise: Häschchei-Nr. 0 3 Du 5.— 10.— 17.— 36.— achte man darauf, dass d s Würze aus Maggi's grosssr Originalflasche nachgefüllt wird; denn in diesen Flaschen darf gesetzlich nichts anderes als Maggi's Würze feilgehalten werden. einem Olchester kongenial begleitete. Den zweiten Teil dkS Lonzerle« ctöffnele unsere ausgezeichnete Sopranistin Frau Urbecjtf mit einigen vom Orchester begleiteten Sologesängen. In „Solveig's Lied", — von Grieg, — in bet Rusalka-Arie von Dvorzat und in der baraufgegebenen „P^genArit" aus M yerbeer'S „Hugenotten" konnten wir wieder die berückend schöne Stimme und die vollendete Gesang«, klinst dieser begnadete« Künstlerin bewundern. Nicht endenwollender Beifall und Blumen waren der sicht-bare A»«dnick der begeisterten Wertschätzung, deren sich Frau Utbaczek bei Tausenden erfreut. Daß dir Künstlerin außerdem als Obsrau dcü JnbelvereineS ei» he vorragendes Verdienst an ie» Zustandekommen dies,» KorzeileS zukommt, fei alS besondrer Ruim-.sii el he:vorgehoben. AlS Hauptnummer de» Konzerte» ex lebten wir nunmehr eine Musterauf-führurg de« „L'edeS vom Kinde", dieser wunder« schönen Eingebung unsere» Hermann Frisch. Wir haben da» W«k bei feiner Erstaufführung im Jubel-koi zerle de« Marburger Männergefangvereine» ein« gehend gewürdigt. Noch stärker alS damal» haben vuS bei der jetzigen Wiedergab« die blühende Erfindung, da» frische unbekümmert« Musikmachen au» mbi Bolle?, — vor allem aber die Herzlichkeit und GimüIStiefe dieser Musik gepackt. Freudig bekennen wir, daß da» „Lied vom Kinde' durch die Be> arbeitung für den zarter klingenden Frauenchor we sentlich gewonnen hat. Der Komponist dirigierte daS Werk mit hingebungsvoller Lieb« und suggestiver Kraft. Die Soli» waren bei den Damen ll.bcczek, Ruhri, Pugl und Kaloud so gut ausgehoben, daß e» sich der Komponist selbst wohl nicht besser wünschen könnte. Alle vier Künstlerinnen sangen mit fichtlicher Begeisterung und vollkommen unadh:ngig von aller Malerle. Da»selbe muß dn Eindruck schlacken oser Vollendung erzielen soll. Tschojkowtky» „Caprice ^toüenne" »- sin Werk von fo.-.niaer Schönhe t und prickelnden Ryhmei«, glänzend« Mache versteht fich von selbst — gab dcm Orchester und seinem ausgezeichneten Leiter Herrn Kapellmeister Herzog Gelegenheit, ein rauschende» in allen Farben schimmernde« Schlußwolt zu sprechen. Nach den Leistungen de« Orchesters an diesem Abend kann wohl ruhig gesagt werden, daß Herzog e» verstand«n hat, fein Orchest«r auf eine noch nie dagewesene Höh« der Leistungefähigkeit zu bringe«. Dem hochbegabten, unermüdlichen und liebenswürdigen Künstler sei daher unserer besonderer Glückwunsch ausgesprochen. Der Evangelische Frauenverein aber kann aus diesen Abend mit Recht stolz sein. Sein 50 st« GeburiSlag häite nicht wü.-diger und feierlicher begangen werben sönne«*. Die Musik ist die alletverköhnende Sprache de» Herzen». Darum steht sie vor allem einer vee-«tnigung wohl an, deren Wirke« reiner Menschlichkeit gewe ht istl Ludwig göhrer f. Gutkverwklier Ludwig Zäher ist am Donne-Stag den 4. d. M. ai f Tchlrß Rat dar j» gestorben. Wieder würd« in unser« Reihen ein« Lücke gerissen. Ei« Mann ging au« unserer Mitte, wie wir solche nichi viele haben, «in ganzer Mann, reich an fachlichen Kenntnissen und edel im Veikehre mit seinen Mitmenschen hat sich Ludwig Zihrer bei allen, die je mit ib« ei» Wo?t st mit ihm dem Gutsbesitzer Herrn Alfred Rotmar.it entrissen worden. Ludwig Zöhrer ist der Sohn feine« beruflichen Vorgänger« Herrn Joses Zöhrer. welcher seit einigen Jahren in Radvanje i« Ruhestande lebt. Es ist sein Heimgang ei« harter Schlag für fette hochbetaglen Eltern, welche sich trrtz thi<» hohen Alter» noch einer gute« Gesundheit erfreuen. An der Bahr« trauert außer diesen seine Witwe mit zwei Söhnen und einer Tochter sowie di« Ge-schwister bis Verewigte«. Sonniag Nachmittag habe« wir unseren Unvergeßliche« aus seinem letzte« Wege dc» Geleite gegeben. Der Bruder de» Qeißotbetirn Abt Pater W Helm Zöhrer vom Stifte Lam« brecht hatte ihn nnter Assistenz der heimischen Geist, lichkeit eingtse. net. Welcher Beliebtheit fich Ludwig Zöhrer erste» e, bezeugte die außergewöhnlich« Be-teiliguvg an seinem Leichenbegängnisse. Viele Hunderte waren gekommen, um dem teuren Toien den litzten Liebesdienst zu erweise«. DaS Ar denken an Ludwig Zöhrer wtrv i« Radvarje, Maribor und Umgebung srrtleben l Lametta-Engelshaar, Lametta-Ketten, Feenhaar aus gesponnenem Glas, Christbaumschnee, Wunderkerzen, Kerzenhälter uc -K k Ä. FRITZ RASCH CELJE, Preöernowa ulica I Intelligentes Kinderfräulein deutsch-kroatisch (eventuell französisch) sprechend, zu 2 Kindern von ll/f und 6 Jahren gesucht. Briefliche Offerten an Maria Vajda. Cakovec, Medjimurje. IMEINU Kaffee, Tee, Kakao Celje, KovaSka ulica Nr. 1 ALAMA prre vrsti noth roba posvo'srola dobiva se svuda. Perfekte Köchin unbedingt der deutschen Sprache mächtig, zu 2 Personen für sofort gesucht. Angenehme Stellung, gute Behandlung. Anzufragen bei Frau Charlotte Ebenspangcr, Bjelovar. Feine Liköre Champagner Rum, Cognac kauft man in der Niederlage JILIO IHEIKI. W Celje. Kovaäka ullra Nr. 1 > Prra hrrataka Iror-nica aalamo, «uieoa mesa i masti M. Gavrilo#a slnovi d. d. Petr in ja. Qeneralno zastupstro za SloTeniju: R. Bunc in drug Ljubljana, Celj«, Maribor. SeMMMtM» BSieirat. Suche für meinen Freund, Gastwirt und Holzhändler, vermögend, 28Jahre alt, Lebensgefährttn im Alter von ca. 20 bis 26 Jahren. Mitgift erwünscht aber nicht Bedingung. Grundbedingung wirtschaftlich und häuslich. Zuschriften mit Bild erbeten unter „Diskretion Ehrensache 30509" an die Verwaltung des Blattes. IMEINU .Soholioladon für Weihnachten Celje, KovaSka ulica Nr. 1 BONBONS für Weibnachton Celje, KovaSka ulica Nr. 1 IMEINU KAKES für Weihnachten Celje. KovaSka ulica Nr. 1 8MEINL1 MARülELADENt Honig Jhuin Celje, KovaSka ulica Nr. 1 Vom tiefsten Schmerze gebeugt geben wir Nachricht, dass unser vielgeliebter, unvergesslieher Sonntag den 7. Dezember 1924 im zarten Alter von 14 Monaten von Gott abberufen und unter die Schar der Engeln aufgenommen WDPQ0* Die Beisetzung in die Familiengruft Ömarje pri JelSah fand Dienstag den 9. Dezember 1924 statt. Celje, den 9. Dezember 1924. Die tieftranernden Eltern Oskar und Dora Wagner. (tigmtftinct uns oton; Schaucr - ö^rtrf eiter: Hube l JfcBftsig. - D u- m 4