peLnuwkkattta» - prrilr: ^ür Laibach Variziährig . . . 6 st. — !r. Halbjährig . . . Z , — , Msrlcljährig. . . I , SV . viüllallich . . . — . SV , Mit ver Post: »au,jährig . . . Sst. — kr. Halbjährig . . . 4 , so » Vierteljährig. . . S » SS . Zustellung ins Han» viertel-»Shrig SS kr., monatlich 9 kr. Laibacher Almelne Nummern S kr. L cdaklion Sahnhoszafji 'yr. iS« Lrpedilioll und Zalrralea Lurraii: KüNgretzplay Nr 81 (Buchhandlu^z von I. v. Älenimayr L g.Bamterz Znscrtiossprkise: Für die einspaltige Pctil bei zweimaliger Einschal dreimal L 7 I, InserticnSHemvel jede Bei größeren Inseraten Einschaltung entsprechender Anonime Mittheilungen werden nicht berücksichtigt; Manuskripte nicht zurückgesendet. Nr. 238: Mittwoch, 19. Oktober. — Morgen: Felizian. 1870. Panslavistische Lockruse. Die deutschen Siege haben in der slavischen Well eine lebhafte Gährung hervorgebracht. Die unmittelbaren Nachbarn, die Deutschen, sollen nach dem Sinne der Panslavisten gespalten und ohnmächtig bleiben, damit sic eines schönen Tages überrumpelt. ihre Kultur gestürzt und eine neue, slavi-sche Aera an die Stelle der alten „Verlebten" gesetzt werden könne. Die anderen Slaven, die von einer Vereinigung aller ihrer Stämme unter russischer Knute nichts wissen wollen, erschrecken über die deutschen Siege nun, weil sie von denselben ncue Gefahren für ihre eigene Existenz fürchteten. Daher kommt es, daß jetzt die Russen in ihren Organen nach einem allgemeinen Slave nkongreß rufen, der in Prag statlfinden und eine Versöhnung und Vereinigung aller slavischen Stämme herbei-führen soll. Und aus demselben Grunde bemühen sich die edlen Söhne des heiligen Wenzel, die Polen an sich heranzuziehen uud sic zu gemeinsamer Haltung in allen österreichischen und sonstigen Fragen zu bewegen. Zunächst sind die Lockrufe, durch welche die Polen gewonnen werden sollen, der näheren Betrachtung würdig. Charakter, Neigung, Geschichte, sowie alle Umstände der Gegenwart sprechen nur zu sehr gegen ein Bündniß der Polen mit den übrigcn Slaven. Wohl mochte es der Partei Smolka gelingen , ihre Landsleute zu gemeinsamem Austritt aus dem Reichsrathe zu bewegen oder sie sonst zu einer vorübergehenden Allianz mit den angeblichen slavischen Brüdern zu bringen, aber der Erfolg sprach so sehr gegen die Unternehmung, daß schwerlich eine solche schon im Keime verderbliche Verbindung je wieder zu Stande kommen wird. Hat doch Graf Potocki nicht einmal das seinen Landsleuten zu erringen vermocht, was das Bürgerministerium kurz vor seinem Sturze den Polen zu gewähren im Begriffe war! Es kann zwischen den Polen und den übrigcn slavischen Völkern keine Solidarität bestehen, schon aus dem einzigen Grunde, weil russische uud flavi-schc, nichtpolnische Jnteress-.ii identisch sind. Obwohl nun die Sympathien der Polen stets auf französischer Seite waren und noch sind, obwohl die Polen jetzt mehr als je geneigt sind, die Deutschen als ihre Feinde anzuschen, so scheint es doch an der Zeit, auf die große Veränderung aufmerksam zu machen, welche gerade durch den letzten Krieg herbeigeführt wurde. Die Stellung der Deutschen zu deu Russen ist eine neue geworden, weil die ersteren eine starke einige Nation geworden find, die in der Lage ist, russische Intrigen und Geivaltstrciche zurück zuweisen. Diese feindliche Stellung Rußlands zu Deutschland macht den Czar aller Reussen zum natürlichen Bundesgenossen Frankreichs, während Deutschland seine Verbündeten anderSwo snchen muß. Solche Verbündete sind aber nur Oesterreich und die Polen. Nichts ist also klarer, als die Haltung, welche die Polen den Lockrufen der übrigen Slaven gegenüber einnehmen müssen. Trotz der großen Fehler, welche die Polen sonst in ihrer Politik gerade im entscheidenden Augenblicke zu begehen pflegen, trotz ihrer französischen Traditionen, die identisch mit den russischen zu werden drohen, glauben wir dennoch, das sie jetzt den Umständen Rechnung zu tragen wissen, und jede Gemeinschaft mit den Vorkämpfern des Russenthums in Prag zurückweiseu werden. (V. Z-) Vom Kriege. Seit dem 16. sind vor Paris alle Belagerungsgeschütze in ihren Positionen. Der Befehl, mit den Operationen zu beginnen, ist in jeder Stunde jzu erwarten; aber im Hauptquartier befestigt sich !die Ansicht mchr und mehr, daß es gar nicht zur Beschießung komme. „Daily News" meldet: Die Pariser Ein- schließungs-Armee erhält zahlreiche Verstärkungen, welche aus Landwehr, Garde und dem größeren Theile des 19. Korps gebildet, an 100.000 Mann ausmachen werden. Am 16. erfolgte der Einzug des Großherzogs von Mecklenburg in Soissons. Die deutschen Verluste während der dreiwöchentlichen Zernirnng und viertägigen Beschießung sind gering. In Soissons wurden 4000 Gefangene gemacht und 132 Geschütze genommen. In Ermangelung eines besseren erzählt die geschwätzige Regierungsdelegation in TonrS den leichtgläubigen Franzosen mit gewohnter Uebertreibung, daß zur Bewaffnung der Nationalgarden über eine Million Gewehre vertheilt wurden, uud um dies glaubhafter zu mache», werden ganz genau 1,133.341 Gewehre genannt, von denen 280.730 die Pariser Mobilgarde erhalten habe. Eine gleiche Anzahl soll demnächst vertheilt werden. Es wird dann wohl jeder Gardist mindestens 4 oder 5 Gewehre besitzen. Mit solchen Uebertreibungen, ja handgreiflichen Lügen wird man den Feind nicht vertreiben, im Volke nur falsche Vorstellungen erwecken uud damit jeden Aufschwung hemmen. Ob nachstehende Maßregeln den gewünschten Erfolg haben werden, muß die Zeit lehren. Durch Dekret werden alle Departements, von welche» der Feind sich weniger als 100 Kilometer entfernt befindet, in Kriegszustand erklärt; dasselbe Dekret organisirt den Kundschafterdienst und die Mittel, nur jene Punkte in Vertheidigungszustand zu setzen, welche als die günstigsten erachtet werden, um dem Feinde die Passage streitig zu machen. Dem Militärkomitee wird das Recht der unmittelbaren Requisition bezüglich von Personen und Feuilleton. Ueber Gambetta's Luftreise erzählt das „Echo du Nord" sehr ergötzliche Einzelheiten. Gambetta verließ Paris am Freitag gegen 10 Uhr in Begleitung deö Fotografen, Karrikatu-risten, „Literaten" und Aeronanten Nadar, uuter Anwesenheit einer ungeheueren Menschenmenge, die vom Marsfelde aus dem Schauspiel anwohnte. Wir entnehmen dem unzweifelhaft aus Radars Feder stammenden Berichte folgendes: „Der sehr wenig entschiedene Wind wehte aus Süden und verdoppelte die Gefahren der Expedition. In einer Höhe von 500 Meter angekommen, schwenkte der Ballon, statt das Steigen fortzusetzen, gegen Norden ab und näherte sich den preußischen Linien. Unglücklicherweise war der Feind, belehrt durch die früheren, auf der Hut und der Aerostat war bei feinem Abgang sofort signalifirt worden. Ein Hagel von Geschossen empfing ihn und die Beschießung machte wegen der geringen Entfernung die Lage der kühnen Reisenden sehr gefährlich. Noch mehr — das Schie- ßen der ersten Posten zog die Aufmerksamkeit der anderen herbei, so zwar, daß der Luftwagen das Feuer einer ganzen Armee auszuhalten Halle. Nadar schätzt die Zahl der gegen sie gerichteten Gewehrkugeln auf mehr als 100.000 (!)- Durch Zufall traf keine Kugel die Reisenden, doch wurde der Nachen durchlöchert und haüe das Gewebe viel zu leiden. Man war der Erde nahe genug, um bestimmt die feindlichen Arbeiten sehen zu können, die verschiedenen Uniformen der Soldaten und die Offiziere, die ihnen Feuer kommandirten. Die ganze Abthcilung der deutschen Armee, über welche der Ballon ging, war auf den Beineu und unter Waffen. Die Gefahr war groß. Nadar machte ungeheuere Anstrengungen, uni ein Herabkommen in Mitte des feindlichen Lagers zu verhüten. Er warf seinen Ballast aus, seine Bänke, seine Instrumente, kletterte wie ein Eichhörnchen auf die Seiten feines Ballons, um die Löcher zu verstopfen; er erreichte, sich zwischen fünf- und vierhundert Meter zu halten, aber alle Versuche, sich außerhalb der Tragweite der Kugeln zu erheben, blieben erfolglos. Das Gas entwich durch die Verletzungen, welche seinen Nachforschungen entgingen. Während dieser Zeit schossen die Preußen fortwährend und die Kugeln pfiffen vorüber, indem sie seinen Kopf und den Gambetta'S streiften, so daß beide, sich für verloren haltend, in Eile ihre letzten Briefe in ihre Schreibtafel schrieben. Endlich nach einer Stunde dieses seltsamen Kampfes kamen die Reisenden aus dem Okkupationsgebiet heraus, sie schifften jetzt über eine fast öde Landschaft. Es war Zeit. Der Ballon ging nieder. Sie bemerkten ein zahlreiches Detachement, welches aus einer Baumgruppe hervorkam und das sie anfangs für Mobil» garden hielten. Ihre Hoffnung war von kurzer Dauer: eine ganze Ladung begrüßte sie, durchlöcherte den Ballon nahe am Mundloch und verwundete Gambetta an der Hand. Die Wirkung dieser Beschießung war, daß der Ballon bis auf hundert Meter von der Erde entfernt fiel. Schon ertönten Hurrahs, uud die Preußen machten sich bereit, ihre Beute zu ergeisen, als eine plötzliche Brise den Ballon erfaßte und ihn einige hundert Fuß erhob, indem sie ihn gegen Norden trieb. Man begann zu rudern zu großer Ettäufchuug der gierigen (sie!) Unterthanen des Königs Wilhelm. Eine Stunde nachher beeilten sich die Reifenden, da das Land Sachen verliehen, um zur Herstellung der nothwendi-gen Arbeiten zu schreiten, welche mit Bons auf die Departements- und Kommnnalfonds bezahlt werden. Der Militärkommandant hat das Recht, die Nationalgarden bis zu 40 Jahren cinzubernfen, welche den Militärgesetzen unterstellt werden. Der preußische „Staatsanzeiger" läßt sich über die strategische Wichtigkeit der Besetzung von Orleans solgeudcrmaßen ans: „Die strategische Wichtigkeit dieser Stadt liegt wesentlich darin, daß in ihr die Bahnen von Nantes, Bordeaux, Toulouse und die französische Zentralöahn direkt munden, welche letztere (über Bourges) Lyon mit Paris verbindet, während Orleans indirekt (über Tours) mit Eherburg und Brest kommunizirt, so daß die Besitznahme jenes Ortes die Verlegung der Delegation der provisorischen Regierung von Tours nach sich zieht, ferner aber, sobald auch Chartres deutscherseits besetzt werde, jeden Zuzug au Marinesoldaten aus Brest und Hilsötruppeu rc. aus der Bretagne völlig abschneidet." Garibaldi hat sich mit einer Legion von 1500 Freischärlern bereits in die Vogesen geworfen. Sein Zweck ist die Operationslinie der Deutschen zu stören, die Eisenbahn so oft als möglich zu unterbrechen und auf diese Art die Zufuhren nach Metz, besonders aber nach Paris, zu hemmen. Er wird sich zunächst mit der Linie Straßburg-Toul beschäftigen und da das 14. Armeekorps (Badenser) vor sich finden. Aus Metz wird durch Privatbriefe nach Berlin gemeldet, daß am 10. d. ein Parlamentär Ba-zaine'S vom Lager nach Wilhclmshöhe per Bahn gereist ist, um die Genehmigung Napoleons, ohne welche Bazaine nicht unterhandeln will, zu holen. Seine Rückkehr wurde ain 13. erwartet. Auf den 'Wunsch des Marschalls, bis zur Rückkehr dieses Botens das Feuer einzustcllen, ist von dem Oberbefehlshaber uicht eingegangen worden. Und die „Times" vom 17. meldet: „Ein Parlamentär von Metz ist im Hauptquartier ocs Prinzen Friedrich Karl eingetroffeu, und hat sich sodann nach Versailles begeben. Das Resultat ist noch unbekannt. Die bisher erschienenen 91 V e r l u st l i ste n der norddeutschen Armee (ohne Sachsen und Hessen-Dariustädter und selbstverständlich ohne die süddeutschen Truppen) weisen eiueu Abgang von 2482 Offizieren und 57.386 Mann nach. Dabei sind die Kämpfe vor Paris und die tetzten AuSfallS-gefechte vor Metz, ferner Orleans noch nicht mit-gcrechnct. Im Ganzen dürfte sich der Verlust der deutschen Truppen (Gaieru, Württembergs uud Badenser mit gerechnet) auf ungefähr 90.000 Mann stellen, davon sind gegen 3000 gcfaugm, der Rest todt und verwundet. Der Mcnschenverlust aus französischer Seite beläuft sich auf mehr als 100.000 Todte und Verwundete und 127.000 Gefangene. von Feinden unbesetzt schien, zur Erde zu kommen bei einem einsamen Bauernhof. In demselben Augenblick, als sie die Vorbereitung begannen, öffnete sich die Thür des Hofs und herans kam eine Bande baierischec Soldaten, welche ein wohlgenährtes Feuer gegen den unglücklichen Ballon ei öffneten; dieser nahm seinen Flug wieder auf, aber wenige Kilo meter weiter ließ sich das Luftschiff NadarS, da cs durch hundert Wunden Luft hatte, nieder, um nicht mehr anfzusteigen. Der Nachen hing sich in die oberen Aeste einer alten Eiche, und der Stoß warf die Insassen über den Haufen, die sich in der kritischesten Lage hängen fanden. In diesem Augenblick eilten Banden von mit Hengabeln und Sensen bewaffneten Bauern au den Fuß des Baumes heran, indem sic die Lnstschiffer, welche sie für Preußen hielten, mit einem schlimmen Empfang bedrohten. Gambetta ergriff dann die Fahne mit den Nationalfarben und schrie: „Vivs 1a röprMiiuö!" Die Bauern verwandelten sich plötzlich aus Feinden in Freunde, in ergebene Freunde, und beeilten sich, den Schiffbrüchigen zu helfen und sic ans der Gefahr zu bringen. Als sie von Nadar den Namen dessen erfuhren, den er ihnen brachte, brach ihr Die Elbeschiffahrtsgesellschaft erhielt die Anzeige, daß die Blokade der deutschen Seeplätze am 18. Oktober wieder beginnen würde. Bor Paris. Ein der „BreslauerZtg." aus Versailles vom 11. d. zugegaiigeueS Schreiben erzählt: Der Feldzug wird nachgerade unangenehm, und glücklich preist sich jeder, der nicht zu bivouakireu braucht, sondern uuter Dach uud Fach seine Nachtruhe halten kann. Die Vorbereitungen zum Winter-seldznge werden mit Macht betrieben. Wenn augenblicklich auch noch kein eigentlicher Mangel an Lebensmitteln fühlbar ist, so wird man sich jedoch nicht ganz des Gedankens eutfchlagen können, daß bei anhaltend schlechter Witterung und bei der dadurch bedingten erschwerten Kommunikation auf den ausgefahrenen Wegen die Verproviantirnng der großen deutschen Armee immer schwieriger wird. Jetzt schon lassen sich hier, wo doch verhältnißmäßig der größte Luxus herrscht, einzelne Bedürfnisse absolut nicht mehr oder doch nur sehr schwer befriedigen; Zucker ist beispielsweise nicht ein Pfund mehr aufzutreiben, das Brot wird täglich knapper, denn die Mehlvorräthe gehen mit rapider Geschwindigkeit zur Neige, uud gleiches gilt vom Hafer, Stroh und Heu, da die Franzosen überall da die Getreideschober anzündeteu, wo sie von unseren Uhla-nen nicht überrascht wurden. Nur eines ist im gegenwärtigen Kriege noch nie knapp gewesen: frisches Fleisch; denn wie beim Beginn desselben treffen noch heute täglich große Heerden lebenden Viehes bei den einzelnen Truppenkörpern ein, nur mit dem Unterschiede, daß seit dem Auftreten der Rinderpest das Hammelfleisch anf dem Küchenzettel steht. Im zwei-meiligen Umkreise der Hauptstadt dürfte selbst das geübteste Requirirauge bald uichts mehr entdecken. Heute Nachmittags hatten sich die Franzosen das kaiserliche Schloß zu St. Clond als Zielobjekt erkoren, just zu der Zeit, als General v. Moltke sich dort befand, um die mittlerweile angerichteten Verwüstungen in Augenschein zu nehmen. Bon den prachtvollen Möbeln im Innern ist sast kein Stück unversehrt geblieben, die Spiegel geborsten, die Kronleuchter zertrümmert. Der angerichtete Schaden läßt sich auf 100.000 Thaler beziffern. Die Lage in Paris. Einem englischen Blatte geht mittelst Luftballon folgendes Schreiben aus der- eingeschlossenen sranzösi-schen Hauptstadt zu: „Für die arme Welt wird daö Leben mit jedem Tage schwieriger; aber auch für die Bemittelten wird die Lage immer peinlicher. Nirgends mehr Milch zum Kaffee! Bald aber gar keinen Kaffee mehr; schon jetzt ist sogar die Zichorie nicht mehr zu festen Preisen zu haben; sie ist ein Luxusgegenstand geworden." Elithnsiasmns plötzlich ans. Gambctta war der Gegenstand von Ovationen, die ihn tief ergriffen. Er erfuhr, daß er sich bei Tricanlt im Departement Oise befand. Man führte ihn zum Maire. Zu gleicher Zeit cilte ein Mann herbei und kündigt die Ankunft der Feinde an, welche das Luftschiff verfolgte». Von Tricault wurde Gambetta im Wagen eines Bauers nach Saim-Oidier gebracht, wo er vom Unterpräsekten, einem früheren Offizier, empfangen und nach Amiens begleitet wurde, wo er in Mitte der Nacht ankam. Gambetta, fügt das „Echo du Nord" bei, hat uns die Hoffnung zurück-gebracht. „Wenn sie drei Millionen wären statt 300,000, sagte er, ich erkläre euch, sie werde» Paris »jemals ciunehmen!" Er ist vollständig überzeugt, daß die Preußen, weit entfernt, anf ihren Forderungen zu bestehen, die Ersten sein werden, welche um Frieden bitten (!), da ihre schon jetzt schwierige Lage von Tag zu Tag sich verschlimmere und die Unzufriedenheit der Soldaten immer größere Dimensionen aniichme. Gambctta reiste nach Tours weiter, nachdem er Herrn Testelin die ausgedehntesten Vollmachten hinterlafsen hatte. Der Korrespondent klagt nun über die Unzuträglichkeiten und Scherereien, die mit der Einschließung verbunden seien; diese verdicke die Luft und benehme dem an Bewegung gewöhnten Pariser alle Laune. Nach zehn Uhr dürfe sich, einem strengen Befehle Trochu's zufolge, keiner mehr auf der Straße sehen lassen. Dann fährt er fort: „Seit zwei Tagen fängt es an kühl, gegen Abend fast kalt zu werden; ich betrachte meinen Ofen und frage mich, wie ich mir im herannahenden Winter ein warmes Zimmer schaffen werde. Holz ist rar. Gewöhnt, mich spät niederzulegen, möchte ich meine Abende, da alle Lokale geschlossen sind, mit Lesen oder Schreiben zubringen; aber das Psuud Licht kostet 100 Sous uud das Petroleum ist von Herrn Rochesort für den Artilleriebienst der Barrikaden gepachtet; des Rüböls bedient man sich nunmehr zur Bereitung des so unentbehrlichen Kartoffelsalats; das Gas endlich, das aus der noch übrigen Kohle bereitet werden kann, ist Nadar für seinen Luftpostdienst reservirt. Können Sie sich ein Paris vorstellen, das um zehn Uhr schon ganz dunkel ist, theils aus Sparsamkeit, theils aus wirklichem Mangel an Licht?" Politische Rundschau. Laibach, 19. Oktober. Warrens, dcs Journalisten sür alles, Korrespondenz vernimmt, „daß bezüglich der Groß-gruudbesitzwahteu in Böhmen die Regierung die Absicht hat, ebenfalls mit offenem Visir einzutreten, und daß für diese Wahlen eine dritte Kandidatenliste unter Mitwirkung der Regierung in Vorbereitung sei, aus Männern znsammengesteltt, von denen die Regierung, wenn auch a» ihrer Verfassungstreue niemand werde zweifeln können, doch eine unparteiische, wohlwollende Benrtheilnng ihrer Friedensmission erwarten zu können hoffe. Fürst MenSdorff soll im Besitz dieser von der Regierung patronisirten Kandidatenliste sich befinden, uud dürfte deren Publikation demnächst schon dcvorstehen." Die jetzige Regierung wird sich also bemühe», in den Reihen des verfassungstreuen Großgrundbesitzes— dessen Führer Fürst Karlos Auersperg über die gegenwärtige Lage das vernichtende Urtheil fällte: die Regierung habe durch die Naivetät der Mittel, mit denen sie zu regieren versuche, Oesterreich mir „dcs-organlsirt" und „gedemüthigt" — Spaltungen hervorzurufen und durch diese den feudalen Hochtories mit ihrem nationalen Anhang die Majorität verschaffen. Denn, daß die Regierung mit ihrer Kandidatenliste durchdringen werde, wird sie selbst im Eruste wohl nicht glauben. Hoffen wir, daß der vcifassuugstreuc Großgrundbesitz einmüthig und unerschütterlich fest zusammenstche» werde, um obiges Manöver zu Schanden zu mache», fein Gelingen könnte sonst verhängnißvoll für Oesterreich werden. Der „Bohemia" geht aus Wien eine Mit-theilung zu, welche das Blatt, wie es sagt, ohne Bemerkung wiedergidt, die aber wichtig genug ist, um eine gewisse Aufmerksamkeit zu erregen. Ihr zufolge handelt cs sich in Wien bereits um den Sturz dieses M i n i st e r i nm s, welches durch seine Politik gezeigt, daß cs nichts zu leisten vermöge. Kommt zu diesem Makel, welcher ihn bereits anhastct, noch ein scharfes Mißtrauensvotum Seitens des ReichS-rathcs — und ein solches ist nach dem voraussichtlichen Erfolge der Wahlen in Böhmen sehr wahrscheinlich — so vermag es sich nicht mehr zu halten, sondern fällt. Doch würde man sich, meint der Korrespondent, sehr irren, wenn man annähme, daß in diesem Falle xurs st siinxls das Ministerium Hasuer wieder eingesetzt werde. Man hat die Minister satt, welche zwar liberal sind, aber nicht regieren können, dem Gesetze und der Regierung keine Autorität zu verschaffen vermögen, welche obendrein in persönlichen Zwistigkeiten einen Theil ihrer Kräfte aufreiben. Der Korrespondent stellt demnach in Aussicht ein streng verfassungstreues Ministerium, zusammengesetzt aus den älteren erprobten Herren-Hausmitgliedern und einigen Mitgliedern der äußersten Linken des Abgeordnetenhauses. Dieses Kabinet hätte die Verfassung energisch durchzuführen und den Gesetzen die arg erschütterte Autorität wieder-zugcben! So der Wiener Korrespondent. Fraglich ist es aber, ob dieser Sturz schon so nahe ist, als der Korrespondent annimmt. In Neumarkt bei Salzburg fand am 16. d. M. eine stark besuchte Versammlung von Liberalen aus Oberösterreich, Salzburg und Niederösterreich statt. Abgeordneter Freiherr v. WeichS, lebhaft empfangen, beantragte nach kurzer Motivi-rung und im Hinblick auf feine stets bevorwortete deutsche Politik folgende Resolution: Die Versammlung freisinniger deutscher Männer Oberösterreichs und Salzburgs zu Neumarkt bei Salzburg erklärt: „Zur Erhaltung und Kräftigung Oesterreichs ist ein staatsrechtlicher oder mindestens inniger völkerrechtlicher Anschluß an das .geeinigte Deutschland eine unabweisbare Notwendigkeit. Eine solche Verbindung ist auch vollständig in der Entstehung und Entwicklung Oesterreichs geschichtlich begründet. Das gegenwärtige Ministerium aber, welches weder das Vertrauen der Dcutsch-Ocsterreicher auch nur im geringsten Maße genießt, noch überhaupt die Befähigung besitzt, einer großen politischen Aufgabe gerecht zu werden, ist außer Stande, diese einzig und allein den Interesse» Oesterreichs heilsame Politik durchzusühren." Die offiziöse „Korr. Schw." schreibt: „Ueber einen gefaßten Entschluß oder gehegten Vorsatz des Papstes, nach Innsbruck zu übersiedeln, ist in Wien an maßgebender Stelle anch nicht eine entfernte Andeutung bekannt geworden." Aus R o m wird gemeldet, daß der Papst und Kardinal Antonelli ihre Hoffnungen mehr als je auf eine Wiederherstellung der Herrschaft der Na-poleoniden in Frankreich stellen und aus diesem Grunde auch dem Kardinal Bouaparte mit der größten Freundlichkeit und Aufmerksamkeit begegnen. Im deutschen Hauptquartier wird, wie eö scheint, nicht allein über den Frieden, sondern auch über die zukünftige Gestaltung Deutschlands verhandelt. Nächst dcm baienschen Premier Grafen Biay und dcm baierifchen Knegöminister v. Praukh werden auch der württcmbeigische Premier-Minister Mittnacht und der wütttcmbergische Knegsminister Snckow im Hauptquartiere zu Versailles im Laufe dieser Woche cintresscn, um an den Verhandlungen bezüglich der zukünftige,, Gestaltung Deutschlands entscheidenden Anthril zu nehmen. Die beiden württemlicigischen Stäudekammeru sind auf den 2l. Oktober einberufen. Die Einberufung der Münchner Kammern erfolgt auf den 15. November. Aus Brüssel kommen eine Reihe hochbedeutsamer Nachrichten. Glaubwürdige Gerüchte, so wird gemeldet, sprechen von neuen Anstrengungen zur Herbeiführung des Friedens auf Grundlage der Abtretung von Elsaß und der Annexion Luxemburgs an Deutschland. Für den 19. (also heute) sei eine neue Zusammenkunft zwischen Jules Favre und Bismarck vorbereitet. — Eine zweite sehr ernste Nachricht aus Brüssel läßt einen Bruch zwischen England und Norddeutschland befürchten. Die Leser erinneru sich, daß vom Nordbunde dem englischen Kabinct der Vorwnrs gemacht wird, als sei Englands Neutralität keine strikte, sondern Frankreich günstige. Der Streit hierüber zwischen dcm nord-deutlchcn Gejandten Grasen Bernstorsf und dem englischen Minister des Aenßer» Lord Granville habe nun eine solchen Charakter angenommen, daß Biö-Aiarck den Gesandten angewiesen habe, sich mit Hinterlassung eines Geschäftsträgers von London zu entfernen, falls England die Waffenausfuhr nach Frankreich zu gestatten fortfahren sollte. Ucber die misteriöse Reise des Generals Bourbaki berichtet ein Korrespondent der „Daily News" aus Tours vom 9. Oktober eine Version, die ganz und gar nicht romantisch, dafür aber in ihrer nüchternen Darlegung der Thatfachen weit glaubwürdiger klingt. Die Kaiserin sendete imEin-verständniß mit dem Kaiser und dcm Grafen Bismarck einen Boten nach Metz, durch den sie sagen ließ, sie wünsche eine Angelegenheit von größter Wichtigkeit mit einem zuverlässigen General zu besprechen. Bazaine ließ sich bereden, General Bourbaki zu senden. Als dieser (der , mit einem Passe Bismarcks ausgerüstet, ohne Schwierigkeit durch die preußischen Vorposten gelangte) in Ehislehurst aukam, bat ihn die Kaiserin, den Prinzen nach Metz zu führen, und ihn dort bei Bazaine's Armee zn lassen, bis die Zeit zum Abschlüsse eines Friedens aus der Basis der Abtretung von Elsaß und Lothringen, der Abdankung des Kaisers und der Wiederherstellung der Dinastie in der Person Napoleons IV. mit ihr als Regentin erschienen sei. Bourbaki bemühte sich vergebens, der Kaiserin die Wirklichkeit der Dinge verständlich zu wachen. Als er aber ihre Illusionen uubesieglich fand, weigerte er sich geradezu, die ihm zugedachte Mission zu übernehmen und sagte ihr frei heraus, daß keine französische Armee die Anwesenheit des Sohnes Napoleons III. in ihrer Mitte dulden würde. Die Kaiserin brach in Thränen aus. General Bourbaki kehrte nach Metz zurück uud Marschall Bazaine, höchlichst erzürnt, sendete einen Bericht über die „seltsame Geschichte" an die republikanische Regierung in Tours. Wie wenig wirklicher Werth den so glänzend ausgeputzten „Erfolgen" der Napoleonifchen Politik innewohnt, tritt jetzt recht deutlich iu Nizza und Savoyen hervor. Kaum ist das Kaiserreich gestürzt, so regeu sich auch schon die Nizzarden, sie wollen wieder italienisch werden. Die seinerzeitige Abstimmung war eitel Schwindel. Die Erwerbung Roms als Hauptstadt Italiens läßt das Nationalgefühl jetzt nur um so lebhafter hervortreten. Nachrichten aus Toulouse melden, dort seien Plakate angeschlagen, worin die Bildung eines Wohlfahrtsausschusses augczeigt wird. In Lyon plünderten Revolutionäre ein großes Seminar. Die Regierung ließ cs uuthätig geschehen. Die Nachricht von der Annahme der spanischen Krone seitens des Prinzen Amadeo von Italien wird von der offiziösen „Opinione" bestritten. Es wurden wohl neuerliche Versuche gemacht wegen der Annahme und neue Gründe zur Unterstützung derselben angeführt. Aber weder ein Familienrath, noch die Annahme seitens des Prinzen hat stattgefunden. Zur Tagesgeschichte. — Das Reichsgericht wird am 24. d. M. wieder zu öffentlichen Verhandlungen zufammentreten. — Aus Pola wird der „Tr. Ztg." gemeldet: Das österreichische Levante-Geschwader soll nach der französischen Küste beordert werden. Die Vereinigung der Eskadre findet in Marseille statt. Die Korvette „Helgoland" geht in Mission nach der Westhälfte des Mittelmeeres. Die Fregatte „Novara" hat gestern ihre Reise nach Nordamerika angetreten. — Die ehemals päpstlichen Soldaten treiben in den Bergen der Campagua das Räuber-Handwerk und heben ganze Gesellschaften auf. — Bei dem Diner, welches am 9. d. M. der römischen Deputation von dem Florentiner Ministerium gegeben wurde, sagte der römische Fürst Ruspoli zum Volke: „Unser Kommen dokumentirt die Verkündigung, daß die Theokratie für immer gestürzt ist, daß die Folter Galilei's und die Scheiterhaufen Savonarola's, Arnoldo's, Carnefecchi's und Bruno'S fortan unmöglich geworden find; die Befreiung Roms! bedeutet den Sieg der Zivilisation und Vernunft."! Die von den Behörden ängstlich gestrichen- Garibaldi-! Hymne mußte doch gespielt werden. — In der Festung Mainz sollten 240 Mann Franzosen gegen eine gleiche Anzahl deutscher Soldaten ausgewechselt werden. Dies wurde den französischen Kriegsgefangenen bekannt gemacht und jeder, der seine Auswechslung wünschte, zum Vortreten aufgefordert. Aber wie der Berliner „Ger.-Ztg." geschrieben wird, trat auch nicht ein einziger Mann vor. Jetzt wurde mittelst Los zur Auswahl geschritten; aus, den betrübten Mienen derjenigen aber, welche die ^ Treffer gezogen, ließ sich nichts weniger als Freude lesen. — Ein Kasseler Korrespondent des in Petersburg erscheinenden „Courier Russe" will „aus Louis Napoleons eigenem Munde" folgende Aeußerung über Jules Favre und Bismarck gehört haben': „Jules Favre" — sagte Napoleon, als er von dessen bevorstehender Zusammenkunft mit Bismarck vernahm — „ist nicht von der Stärke, um mit dem Minimer Wilhelms zu diskuticen; er wird von ihm zusammen-gerollt werden. Ich selbst bin ja sein Gefoppter gewesen, ich, dem man allgemein Feinheit und Schweigsamkeit nachrühmt. Wie wird es erst mit Jules Favre sein, dessen ganze Kraft in seiner überfließen^en Beredsamkeit besteht?" — Ein ueuer Auszug aus den Tnrlerien-Papieren konstatirt, daß nach dem 2. Dezember 26,642 Personen verhaftet wurden, wovon 14,118 deportirt oder verbannt wurden oder in Haft verblieben. — Gegen Flour ens, welcher am 10. Oktober in Paris unter einem falschen Vorwande Vergatterung schlagen ließ, um die Nationalgarden in insurrektio-neller Absicht gegen das Stadthaus zu führen, wurde die Untersuchung eröffnet. — Es war bis jetzt unbekannt, wo sich der ehemalige kaiserlich französische Kriegsminister Leboeus, der die Armee so schön organisirt hatte, aufhalte. Seit Wörth war nicht mehr die Rede von ihm, jetzt wird gemeldet, daß er in Metz sei und dort ein Korpskommando erhalten habe. Lokal- und Provinzial-Angelegenheiten. Original-Korrespondenz. Ratschach, 17. Oktober. Die Weinlese in unserer Gegend war Heuer eine späte. Die frühere schlechte Witterung ließ die Trauben nicht reifen. Auf die hierauf folgenden scharfen Winde schrumpften die Beeren zusammen, erhielten den Schein der Reife, wurden fleischig — aber sauer. Viele Weinbauer ließen sich täuschen, verzagten ob der ungünstigen Witterung und hielten noch vor dem 6. d. M. eine saure Lese. Die hierauf eingetretenen schönen Sonnentage und etwas warmer Regen brachten die auf blätterlosen Reben noch Hangenden Trauben in 7 Tagen zur vollständigen Reise. Ihr Zuckerstoff ist daher vorwaltender als der des vorigen Jahres und nähert sich die heurige spätere Lese qualitativ jener des Jahres 1865, quantitativ erreicht sie nicht die vorjährige. Lokal - Chronik. — (Der Bezirksschulrath für Laibach), bestehend aus dem Bürgermeister, den Ge-meinderäthen Deschmann und Professor Pirker, als Vertreter der Kommune, den Lehrern Belar und Schott, als Gewählte der Lehrerversammlung, und dem Konsistorialrath Dr. Klofutar, als Abgeordneter des Ordinariates, hat sich gestern konstituirt. Obmann desselben ist nach dem Gesetze der Bürgermeister, zu seinem Stellvertreter wurde Vizebürgermeister Deschmann gewählt. Da in Fragen des Religionsunterrichtes auch ein Beirath der evangelischen Glaubensgenossen den Berathungen beizuziehen ist, wurde als solcher der evangelische Pfarrer Schack bestimmt. Weiters wurde die Frage wegen Bestellung eines Ortsschulrathes in Laibach erörtert. Obwohl es eine wesentliche Geschäftsvereinfachung wäre, wenn auch in Laibach nach deu> Beispiele anderer Provinzialstädte der Bezirksschulrath die Geschäfte des Ortsschulrathes besorgte. so ist doch nach dem Volksschulaufsichtszesetze für Kraiu eine derartige Organisirung der Schulbe-, Hörden nicht zulässig, indem darin zwischen den Lano-! bezirken, wo für jede Schule ein Ortsfchulrath besteht, und der Stadt Laibach kein Unterschied gemacht wird. Demnach wurde beschlossen, den Gemeinderath von Laibach zur Abgabe seines Votums über die Zahl der ! in Laibach zu organisirenden Ortsschulräthe auszusor-, dern, wobei von selbem die Wahlen seiner Vertreter im Ortsschulräthe unter einem vorzunehmrn sein werden. Grundbesitzer, alt 48 Jahre, in der Tirnanvorstadt Nr. 53, beide an der Lnngentnberknlose. - Stefan Pollik, Bettler, alt 55 Jahre, in der Stadt Nr. 55 an der Lähmung des Gehirnes. Gedenktafel iiber die am 21. Oktober 1870 stattfindenden Lizitationen. 1. Fcilb., Marin'sche Real., Rndolsswertb, 23689 fl. 80 kr. ÄG. RudolfSwerth. — 2 Feilb-, Mojina'sche Real., Haselbach, BG. Gnrkfeld. — 2. Feilb, Brumer'sche Real-, Grafenbrunn BG. Feistriz- — Neliz. Gams'scker Real., Münkendorf, BG. Stciu. — l. Feilb., Staudacher'sche Real, Vornschloß, 210 fl., BG. Tschernembl. — 3. Feilb., Lnznik-sche Real., Planina, BG. Ratschach. — 2. Feilb, Kolenc-sche Real-, Terstenik, BG. Nassenfnß. — 3. Feilb., Modische Real , Bloskapolica, BG. Laas- — 3. Feilb-, Vilar-sche Real, Pudob, BG. Laas- Wiener Börse vom 18. Oktober. krttratsksNä». Geld Ware ;-erc. östcrr. LJädr. . dto. Rente, öst.Pap. 57.- 57. r(. dlo. dto. öft.inSilb. 50 66.60 !ose von 1K54 . . . 84., > d5.— ^'oje von 1860, ganze 'sse von 1860, Fünft. 92 20 92.^0 103.75 104.25 Prämiensch. v. 1864 . 114 — 114.25 Steiermark zuSpC:. — .tarnten, Kram u. Küstenland 5 „ —.— llngarn. . ;u5 „ 78 — 78.25 ikroat. u. Slav.5 ^ 79.50 8«-.- Siebenbürg. „ 5 „ 75.- 75.5" -tationalbank . . . 712.— 713.- äreditanstalt . . . '-.->5.60 >55 80 ö. lLScompte-G-s. 875.-- 880.— ÄNjllo-öfterr. Lank . 2^0.25 220.75 Oeft. Bodencrcd.-A. . 250 - Oest Hypoth.-Bank. 80.— 81.- L-teier. E^compl.-Bk. LZn.— itais. Fcrd.-Nordb. . 2iOÄ 2104 Lüdbabn-Gesellsch. . 172.80 172.50 r!ais. Elisabeth-Bahn. 2l4 5 > 215.— Larl-^udwig'-Bahr. 23^.75 239 25 Hicbenb. Eisenbahn . 166.— 166.— -ais. Franz-IosefSb.. 1k, 8.50 18).- läntt. Aarcser E.-B. 16^.— 164.- Wöld-Fium. Bahn . 168 .'0 169.— .Nation. ö.W. verloSb. 93.15 93.30 Bod.-Freditanst. 90.— 90.50 Allg.öst.Bod.^Credit. 107.50 dto. ln s^^.rüöz. . 88.— 88.5s- Geld Skar« Oest. Hypoth.-Bank . — er1or1tLt«-0d!t«. Südb.-Ges.zu500Fr. 111.— 111.50 dto. Bons 6 pEt. 234.— Nordb. (100 fl. LM.) r«2.75 Sieb.-B.sL00 fl. ö.W.) 90.-RudolfSb.(300fl.ö.W.) 90.-Franz-Ios. (200fl.S.) 94 80 Löss. L3Z.- 93.- 90.50 90.50 95.— Credit 100 fl. ö. W. Don.-Dampssch.-Ges. zu 100 fl. CM. . . Triester 100 fi. TM. . dto. 50 fl. ö.W. . Ofener . 40 fi. ö.W. Salm . „ 40 „ Palffy . ^ 40 ^ L'arv . ^ 40 „ St. GenoiS^ 40 ^ Windisckgrätz 20 , Waldstern . 20 „ K?glevich . 10 ^ RudolsSstift. 10 ö.W. V/oorrvsL (3 Mou.) Aug'-d. lOOfl.sÜdd.W. Kranrf. lOO fl. „ ^ London 10 Pf. Sterl. Paris 100 Francs . iLtzLZlOL. ^ais. Münz-Ducaten. 20-FrancSüürk . . . NereinStbaler . . . Silber . . . 157.75 158 — 94.— i>6 — 115.— 125 — 54.— 58.-27.— 30.-38.— 40.-27.— 31.— 3!.— 33-27.— 31.— 82.— 24- 18.— 14.— 14.— 103.60 103.80 124.10 48.75 5.95 9.S2 1.82 122 — 20.- ^6.-14 5^. 103.8^ 104 — 121.25 5.96 9.93 1.83» 122.50 Telegrafischer Wechselkurs vom 19. Oktober. 5perz. Rente öfterr. Papier 57.05. — 5perz. Rente ^sterr. Silber 66.50. , 860er Staatsanlehen 92 20. — dankaktisn 713. —-Kreditaktien 255.40. — London 2 23 05. - Silber 122.25 — K. k. MUnz-Dukaten 5-93. — Na-poleousd'or 9.91'/,. partement Haule-Saoue, an der Eisenbahn, die von Mühlhausen über Belsort nach Gray und Dijon führt) wurde vom Feinde besetzt. Eine Pariser Depesche vom 16. d. bestätiget, daß die Preuste» genöthigt find, sich in ihrer Linie zu verschanzen. Die Ebene wurde dnrch die Kanonen der Forts vollständig gesäubert. Bei gegenwärtigem Stande ist das Bombardement unmöglich. Hamburg, 18. Oktober. Die „Hamburger Nachrichten" melden aus Berlin, daß die Versuche Burnside'S, in Paris einen Waffenstillstand zu Stande zu bringen, an der Absicht der Franzosen scheiterten, die äußersten Chanßcn des Krieges zu versuchen. Hei! lieb Mufti einbeflieffen, Hast geplagt Dich Tag und Nacht, Hast die Feder ganz zerbissen, Doch nichts Recht's zu Stand gebracht. Auch noch Dir mein lieber *, Steht die Dichtkunst wohl sehr fern; Und Dn Freund Er an die Sie, Ein Poetchen wirst Du nie! pusti. — (Oberkra in er Eisenbahn.) Nach einer der „Presse" zugekommenen telegrafischen Depesche wurde am 15. d. M. die erste Probefahrt ans der soeben vollendeten Strecke Laibach-Tarvis vorgenommen. Hiebei wurde die ganze Strecke von Laibach bis TarviS ohne den geringsten Anstand zurückgelegt, und ist die ganze Bahn als für den öffentlichen Verkehr vollständig geeignet befunden worden. Es wird nun am 24ten d. M. die behördliche technisch-polizeiliche Prüfung stattfiuden und nach derselben die Bahn dem öffentlichen Verkehre Übergeben werden. (Bcrichtin»»g.) In der gestrigen Nummer war bei der Einladung zur 27. Versammlung des konst. Vereines der Beginn derselben irrthümlich auf 9 Uhr statt auf 7 Uhr angegeben. Eingesendet. Keine Krankheit vermag der delikaten Rsva.168-ciui'ö äu zu widerstehen, und heilt dieselbe ohne Medizin und Kosten alle Magen-, Nerven-, Brust-, Lungen-, Leber-, Drüsen-, Schleimhaut, Athem-, Bla-sen- und Nierenleiden, Tuberkulose, Schwindsucht, Asthma, Husten, Unverdaulichkeit, Verstopfung, Diarrhöen, Schlaflosigkeit, Schwäche, Hämorrhoiden, Wassersucht, Fieber, Schwindel, Blutaufsteigeu, Ohrenbraufen Uebelkeü und Erbrechen selbst während der Schwangerschaft, Diabetes, Melancholie, Abmagerung, Rheumatismus, Gicht, Bleichsucht. — 72,000 Kure», die aller Medizin widerstanden, worunter ein Zeugniß Sr. Heiligkeit des Papstes, des Hofmarschalls Grafen Plnskow, der Marquise de Brähan. — Nahrhafter als Fleisch, erspart die Revalesciöre bei Erwachsenen und Kindern 50mal ihren Preis in Mediziniren. Zertifikat vom Herrn Dr. Medizine Josef Biszlay. Szeleveny, Ungarn, 27. Mai 1867. Meine Frau, die mehrere Jahre an Appetitlosigkeit, Lchlaflofigkeit. allgemeiner Schwäche nnd Schmerzen gelitten und alle Medikamente und Bäder vergebens versucht hatte, ist durch Du Barrvs ReviUeseiörs gänzlich hergestellt worden nnd kann ich dieses exzellente Nahrungsmittel jedem Leidenden bestens empfehlen. Im tiefstem Dankgcfiihl verbleibe ich mit Achtung ergebenster Diener Josef Viszlah, Ärzt. In Blechbüchsen von '/z Pfd. fl. 1.50, 1 Psd. fl. 2.50, 2 Pfd. fl. 4.50, 5 Pfd. fl. 10, 12 Pfd. fl. 20, 84 Pfd. fl. 36. — liövg-löseiörs (.'Iweolstös in Tabletten für 12 Tassen fl. 1.50, für 24 Tassen fl. 2.50, für 48 Tassen fl. 4.50, in Pulver für 12 Tassen fl. 1.50, 24 Tassen fl. 2.50, 48 Tassen 4.50, für 120 Tassen fl. 10, 288 Tassen fl. 20, 576 Tassen fl. 36. — Zu beziehen durch Barry du Barry L Co. in Wien, Goldschmiedgasse 8; in Laibach bei Ed. Mahr, Parfumeur; in Pest Török; in Prag I. Fürst; in Preßburg Piöztory; in Klagenfurt P. Birnbacher; in Linz Haselmayer; in Bozen Lazzari; in Brünn Franz Eder; in Graz Ob er ranz-m ey e r, G r ablow itz; in Marburg F. Kollet-nig; in Lemberg Rottender; in Klausenburg Kronstädter, und gegen Postnachnahme. Witterung. Laibach, 19. Oktober. Gestern Abends Negen. Heute dichter Morgennebel, der sich gegen 9 Uhr hob Wärme: Morgens 6 Ulir -t- 4.4", Nachmittags 2 Uhr -s- 10.2" R. (1869 -f- 2 6", 1368 -j- 18.7"). Barometer im fallen 327.50"'. Das gestrige TageSmittel der Wärme -s 8.5", um 0.4" unter lem Normale._________________________________________________ Mgekommene FreML. Am 18. Oktober. I Matesic, Fiume. — Thomauu, Steinbiichl. — Kurz, Kauf,»., Wien. — Moretsi, Bauunternehmer, Lack. — Kräll Karl und Krall Julie, Graz. — Bnkovic, Siffek. — Weilborn, Kaufm, Prag. - Peceuko, Reiseu der, Triest. — Tribnzzi, Private, Görz. — Malli, Pri vate, Görz. m« »». Hermctta, Haudelsm, Rohatsch. — We ber, Äfm., Wien. — Glaß, i>ifm., Wien. — Dr. Skarja, Radmannsdorf. — Globocuit, Eisnern. — Godnig, Han delsm., Triest. — Pauschler, Agent, Triest. — Pischof, Agent, Graz — Guioi, Kfm, Wieu. — Hing, Fabriks-direktor, Trannik. — Klacevcek, Kooperator, Traunik. — Dr. Raspet, Adelsberg. — Sachse, Privat, Wien. »ol. Arko, Lerzehriingssteuerageut, St. Martin. - Vesper, Bauunternehmer, Tarvis. Berstorbenc. Den 18. Oktober. Dem Herrn Thomas Droll, Aus-bilsskouduktcur, seine Tochter Gertraud, alt 8 Jahre, in der Gradiscbavorstadt ö!r. 22, nnd Matthäus Scherz, HauS- nnd Verleger und für die Redaktion verantwortlich: Otti Telegramme. (Orig.-Telegr. dcS „Laibacher Tagbl.") Tours, L8.-Oktober. Chateaudnn (an der Loire, zivifchcn Chartres und Tours) wird vom Feinde beschossen. Vesoul (!"> östl.IDc- s'apikk'-Zei-vietien. cv eo r- 02 r!. 6I-i t-in Laibach. (393—7) »?. R iojriii. Theater. Heute: ^ürst Kaililitz oder: äkaiser Josef «R. und seine Zeit. Historisches Zeitgemälde in 3 Abtheilungen von Mirany. M orgen : Witzigiingcn. Lustspiel in 3 Akten v. Vogel. welche durch mehrere Jahre iu Wieu iu den ersten Salons als Lehrerin, dnrch Ertheüung eiues leicht faßlichen und gründlichen Unterrichtes im Schnitt Zeichnen, Znschneiden und Ansertigen der verschiedenartigsten Kleider - Anzüge, fnngirte und gegenwärtig ihren Wohnsitz in Laibach, Polana-Vorstavt HS. - Nr. 28, ge noimnen hat, empfiehlt sich oen hochverehrten Damen und Fränlein Laibachs. (434-3) omar Bamberg. ssiinkniiiusßesma« äes emptielüt eins von ILii!!««, als: komeniloer, I-imdui-ger, «ollänilei-, ciilamer, ss^omsge üe gfie, clo I^eufokstel, fetten L^er, Lmmentnsie,' und psi-messn. 8»,,1« rll88>solie Ssi-üinen, Ikun1i8et>, Krebse, 0ksmpignon8, Büffeln, «ixecl ^ikles, Vastgi-cls, nu88i80lien Xaviai', fesnrö8i8v>ien 8enf, rnsimer kucken, Körrer 0dst, Ki-aoli-msncleln, tts8elnü88e, k>ignolien, k>i8tÄrien, Kappern nml vliven. — 8e8te Vei'ons8er unä ungsi'i8otie Lalami, — lieiebe ^ us I in Ibee uuä ^amail6N LIuuuim«'nei' Mot L 6Iuilläou) nebst allen Drnck von Jgn. v. Kleinmayr L Fed. Bamberg in Laibach-