^271._________Samstag, 24. November l»88. w?. Iahrgan«,. AibllcherMZeitma. ,!>„?5"',«att°»»prel»l ^tit Poftversendu na: «anzjiihri« fl. i», haldjühtig sl. 7.K0, In, «omploir: ^ Die „«aibach« Zeltnn," erscheint l<«ql,« »il «ln»n»bme d,«» ««„». un> !sei«la«c. Die »d«in!Nrat«o» ,','"«i!^ Il,ii. balbjäblia »l.5»o. sslir bic Zustellung ins Hau» gan,tähr«g »I. l. — Inl«!lon»»l»öl: ft«' V befindet sich V»l?nbr»«llffe ,5. b!e Medaillon Nahnhofgasft 2<, Kprcchstunbcu d« Nedaclion täglich vc:> ^ '" '''Netllte l>!l» ,» < feilen »« lr .irö^re p^r ^«>l« « sc,.' b«< ötteic« wi»b«b°Iun«en v>, ^> » lr, V ,y t,i, ,2 nhr vnrmitta«».— Unfrankierte«i,e„ «!<»<-> lü<»l un««noli!M?r. uul, »innnscrlpls ni»l,!iln!"' ^'^ P^ch'sch'Urii,'iltalisch.'N theologischen »on 5> ^er Universität in Ezernowitz Isidor Ritter 'iis^^'nl zmn Mitgliede des Landesschulralhes ^»t>s>, ö"^w'"n auf die noch übrige Daner der lau-Üttiihi """lions'Periode alle, gnädigst zu ernennen Gautsch m. p. Nichtamtlicher Hljeil Natengcschiistc. Ichiil^^ die Gefahren der immer «ikfer in alle Ge ^ufe da ^ ""leißkndcn Ratcnabzahlnng hab.n wir im ülich ,,/sV?""'"els unsere Bedenken ausgesprochen nnd >»^ ^ ^ie Mittel hingewiesen, welche der Äusbrei. ^UHei, ^^s begegnen könnten, ohne die socialen be« lyj^/"d die ökonomische Berechtigung dieser Form gilt ^'aMl'cheü Verkehrs gänzlich zn beseitige,,. Es fitzen ^"/'" ^"^^ lenen Handel ans Abzahlung zn lttu,,. '„ ?^" dcr ökonomischen Nothlage d«r Bevöl« !t!>en ^"° dem wirklichen Bedürfnisse entgegenkommt, lllcht ^l^H^' iu unterdrücken oder zu beseitigen, der l^„ f '^digung wirklicher Bedürfnisse uustrebt. ^chi-den ^'^ Ueberschwcmmung der Massen mit oei, '''ei, in, falten Absatzproducten abzielt, deren Ver. 'Hleruw ^"^ gelingt, weil dem Abnehmer Er-">e e,„H" "l'd Vortheile vorgegaukelt werden, die "Ik dr.. '^. ' ^U'lmehr in das Gegentheil umschlagen brthijtl' ^rtschaftlichcn i«"'" der durch Verlockungen , Ei«e^"^^lt herbeiführen. Mttes ."kform nach dieser Richtung muss auch im ^ Aatsn ^""^"""schast selbst gelegen sein. welche ^finem,.^ f^ ^""^ bleibt, seitdem es mit einem Ü^ti v l^^^'^en wird. das die Träger ehrbarer , ,ll>s>i!w '^"ähen müssen. Wir haben damals unter Meit d^ statistisches Material die klägliche hilf, 3^ln d^tt^""' '" "^che das wenig erfahrene Pu« ! ^»blipf ' ^" ^udes dnrch die Gestimmnngen der llbst i)''^ gerälh. und nachgewiesen, wie die Gerichte 1"b ei " ^"uesen hilf. und rathlos gegenüberstehen. M» >," gelben die Anturität des Gesetzes leihen >i Äeri^ ' ^"kcke der Gesetzgebung hohnspricht. ^^^?der Handels, nnd Oewerbekammer in Ileuilleton. ^ Dauica. e? lrhte!.' 3!° ^'^' altrhrwürdige Festung Peterward.in L?lle»st^"Mufer des FrnZla-Gora'.Gebirges sich 3^. ei ,l ^^' f"nab von dem wilden Tre.bm deö z>7° Ela».! "'^ sylmischcs Dorf. darin der blinde »? '"as ^ "lt seiner Tochtcr Danica haukte. Ihr y, ^chri,^ ""on grünen Rcbm nmranlks, »miß an umzirkt von einem Garten >l>s ^" ste ^"Nlen. Ü"''b'dru7n^'''^" spann sich der schlichte Faden h?""l sz^, c " Alltagslebens ab. Die geringen, be-° i Nlb. t '''Me l"r beide deckte Danica mit ihrer N?' <Äli;> , ^" TlM und Tag. wenn noch das stvn,. ' Wide, spiele dcs erwachenden Tagcs-l>>s?"l l>ri k « "' '"''' flllssiges Silber erglä»,^.'. war ^ !!>!, izih °" Arbeit im Garten und schasste rastlos l>>>, h>'>l trat l. '^ '""'" sie abends in das kleine ^ "ahm'^"^ ^ sich neben ihren blinden Vater ^! ' "btt t,j^.G"sla zur Hand und f>lhr mit dem h<^ ^ltlis.. ^"^6r Saite, indes Danicn mit ver^ ^eife^'den eintönigen, in ihrer Oin^nigle.t so V^üca w "l"' lauschte. l<," eben n.^ "" "nem herrlichen Sommertaae i,n ^ ei^sM li s^^^udcr Trnppen an ihr Ohr >^ liina/I!^ ««es stehen und liea/n >md huschle '^>^n'"'lte Schneewol^ über die Hbene. " ^bu i^ ^ ll"adc die Soldaten den Heimweg "9 antraten. Mit echt ländlicher Frljchc Wien entnehmen wir mit Genugthuung, dass sich diese in den letzten Tagen ebenfalls mit dieser Angelegenheit sehr eingehend beschäftigt hat. und zwar infolge eines am 29. September d. I. ergangeinn Erlasses des Han delsministeriulüs. Sowohl im Erlasse des Handelsministeriums als auch in den Debatten der Handelskammer.Srclion wnidr mit Recht der Ratenbrief als die Quelle all der Cor rumpierung des Geschäftes auf Abzahlung erkannt, oder vielmehr die schrankenlose Freiheit dicser Urkunden, die oft so monströser Art sind, dass derjenige, der sie ein-mal unterfertigt hat. nunmrhr ganz und gar jeder Laune, jedem Schwindel preisgegeben ist und nirgends mehr gegen die schamlose Uebervorth'ilung sein Recht finden kann. Es hat im Natcnbriefe ein neuer Wechsel seine Begründung gefunden, mit dem Unterschied jedoch, dass seine Conscq,ienzen noch weit schärferer Art sind. als die Unterfrrtiguug des taufmümnschen Papieres, das bisher für die am rafchesten wirkende Form der Ver> pflichlung gegolten hat. Denn in diesen Ratenbriefen verzichtet der arme Mann oder der leichtfertige Prasser, der die Waren zum Zwecke der Vergeudung bestellt, auf jede Einwendung. Er begibt sich des Rechtes ans den eigentn Gerichtsstand. Er verschleudert die Rechts« wohlthat dcr Einwendung der Mangelhastigkeit der Ware, der Uebervortheilung über die Hälfte, und schließ» l>ch willigt er noch ein, dass ihm bei Nichtzuhaltung einer Ratenzahlung sein Eigenthum entzogen und sein Gcld für immer vorenthalten werde. Für Oeldruck« bilder, für lächerlichen Tand. für wertlose Puhwaren, füc Dinge, die mit äußerem Schimmer ausgestattet, nbcr innerlich wertlos sind, gerathen Tausende und Abertausende m eine drückende Abhängigkeit, werden oft um ihre Sparpfennige geprellt und endlich die Basis des soliden Geschäftestandes. ein consumkräfliges Pl,. blicinn, gänzlich zerrüttet. Es freut uns, zu constalieren, bass die Section der Wiener Handelskammer dieser Frage das vollste Verständnis entgegengebracht hat. Sie dürfte infolge dessen bald zur legislativen Nehai'dlnng kommen. Man wnd das Ratengeschäft sür wirtschaftlich nützliche Artikel daunt nicht verbiete», noch einschränken, dieses ist das Product socialer Verhältnisse. Es ist für viele Lebens lagen eine Wohlthat. Es n'.acht dem Arbeiter das Werkzeug zugänglich. Es macht dem armen Malme oft eine Behausung leicht erschwiugbar. Oft ist eine auf Raten überlassene Maschine die Begründung einer und Ursprünglichteit stellte sie sich knapp vor die vorbeimarschierenden Trnppen hin und musterte sie mit ihren großen, rehbraunen Augen. Da blieb ein Officier. dessen Antlitz den südlichen Typus verrieth, vor ihr stehe,, und fragte sie in ihrer Muttersprache: «Sag', du schönes Mädchen, möchte dir >cin Soldat wohl gefallen?» Heihe Glnt zog ihr plötzlich über die Wangen. Sie blickte ihm in die feuer-^sprühenden Augen und blieb stumm. «Mädchen, wenn dn mich glücklich machen willst, komme beule abends zur Petcrwardeiner Quelle. Ich erwarte dich dort!» « Es ist ein schwüler, drückender Sommerabend, Kc!n Lüftche" regt sich. Eben verschwand die Sonne i» dem blei.rueu Grau einer zusammengeballten Wolkenmasse, die sich langsam näher schiebt. Dann und wann schießt hie grelle Lohe d^s Wetterleuchtens empor, wirft ein falbes Streiflicht anf die Gegend nnd verlöscht macht-Io5 in den schwülen Lüften. Ueberall herrscht erschlaffende Müdigkeit. Da rollt langhin d?r Donner, nm wie in tiefem G'olle jäh wieder abzubrechen; der Himmel scheint sicl zu öffllen. und aus einer klaffenden Feuerschlucht .üuq.'ln Blitze immer dichter hernieder, immer wilder m,d sch'illcr heult nun dcr entfesselte Sturm, und der Donner brüllt dumpf und droheno darein. Ebenso rasch und unvorhergesehen, wie das Gewitter g> kommen, zog .s auch vorüber. Ein erfrischender Windhauch läuft hinter deu Wolkeuresteu her und lööt den Amln der Schwüle. Verschwunden war d,e thränen-schauernde Wolkenwand, und rein und klar blaute der Himmel wieder. Danica v^lieh, soraMig nm sich Existenz, der Trost gegen die Verzweiflung, der Schutz vor Elend und sittlichem Verderbnis. Dieses Ratengeschäft nimmt nuch eine jede rechtlich begründete Be» schräntung als einen erwünschten Schuh der niederen Classe gerne an. Aber dort, wo das Publicum nur als Object für Provisionen behandelt, wo ihm ein wertloser Kram an den Hals geladen wird und eigene Fa. bliken nur für die Erzeugung von Schundwaren thätig sind. die dann durch Ratcnbriefe unter das unwissende oder leichtsinnige Volk gebracht werden sollen, dort wird eine Reform der Gesetzgebung von den nachhaltigsten Wirkungen begleitet sein. Dort wird sie dem Treiben ein Ende bereiten, welches die Bevölkerung schädigt und den ehrsamen Handelsstand discreditiert. Wir nahmen deshalb mit Vergnügen Kenntnis von der Thatsache, dass die Wiener Handelskammer in voller Uebereinstimlnuug mit den von uns bereits entwickelten Gesichtspunkten einer Beschränkung der Giltig-keit der Ratenbriefe zustimmt und gewissen Clauseln derselben jede Rechtskraft verweigert. Es soll der Verzicht auf die Anfechtung wegen übermäßiger Verkürzung für rechtsunwirksam erklärt werden. Es soll überdies die Partei nur vor dem Gerichte ihres Wohnortes belangt werden können, wo sie vor Gericht selbst ohne Kostenaufwand erscheinen und vielleicht auch den Plnn-der producicren kann. der ihr vom reisenden Agenten aufgeschwatzt worden ist. Würden schon diese B^stim« nnmgen das schwindelhafte Ratengeschäft entwurzeln, so müsste auch noch eine weitere hinzutreten, welche den Vorbehalt des Eigenthums des Verkäufers trotz des abgeschlissenen Glschäftes ausschließt. Die Handels» kammer hat in ihrem Berichte einen solchen Ratenbrief abgedruckt, der an dreister Verleugnung bei Wahrheit das Möglichste leistet. Der Käufer kauft ein Object, wird aber dadurch nur Mieter desfelben. Hält er in einer bestimmten Frist eine Rate nicht zu, wird der Verkäufer wieder Eigenthümer, und der Käufer verliert sein Geld ohne jede Widerrede. Solch ein widerspruchsvolles, die Lüge in jedem Worte verrathendes, die Wahrheit frech verleugnendes Document muss das Gericht gegenwärtig als Basis des Urtheilsspruchcs acceptierrn. Viel einfacher wäre es wohl, wenn für alle Ratenbriefe bis zu einem bestimm» ten Betrage — wenigstens für jene. welche vor die Bagatellgerichte gehören — ein gesetzliches Formulare eingeführt würde, v!in dem jede Abweichung einfach rechlsunwirlsam wäre. Hat doch die Gesetzgebung auch spähend, ihr Heim und eilte beflügelten Schrittes der jenseits der Peterwardeiner Festung rieselnden Oebirgs-quelle zu. Kaum war sie dort tiefathmend. mit heftig pochendem Herzen und das flammende Roth des stürmisch kreisenden Blntes auf den Wana/n angelangt, als sich schon zwei Arme um ihreu Nacken schlangen und ein Mann sie in wilder Zärtlichkeit küsste und sie schüttelte, wie ein Sturmwind den Rosenstrauch. «Danica, mein süßer Schah, wie freue ich mich. dafs du wieder da bist!» Sie hob den Kopf und blickte ihn mit der ganzen Innigkeit einer jungen, heißen Liebe an, und doch flog es wie ein leiser Schatten über ihre Züge, als sie ihm entgegnetr: «Ich weiß nicht, wie mir bei all meinem Glücke manchmal zumuthe wird; es ist, als sagte mir eine innere Stimme, dass es kein gutes Ende nehmen werde.» — «Du. Kiud. du weißt doch, mit welch heißer Glut ich dich liebe, über alles liebe!» — «Ich weiß es. ich fühle es. Und wenn anch nicht, was follte ich thun? Ich kann nicht klügeln und kann nicht sorgen. Ich imiss dich lieben, ob du mir treu bleibst oder mich u.rrälhst! Es zieht mich zu dir hin mit aller Herzensgewalt, nnd ich muss folgen.» — «Uud weilst du nicht gerne in meinen Armen?» — «Bedenke, dass zu Hause mein blinder Vater wartet. Er hat mich zu anderem erzogen.» Er schwieg, dann neigte er sich leise gegen sie, küsste ihr die Thränil hinweg, und zog die Zitternde enger an sein Herz. Seine Lippen glühten an den ihrigen, und er fühlte seine Küsse innig erwidert. Rausch-artig fiel es ihm über die Sinne, nnd ci!,ch si^ nippte, schlürfte und trank in immer gierigeren Jagen. Laibllcher Zeitung Nr. 27!. 2310 24. November M^. die Form des Wechsels genau stipuliert, der doch für das an Erfahrung reiche kaufmännische Pulilicum in erster Reihe bestimmt war. Es köunte ein ähnlicher Vorgang auch für die Ratenbriefe bis zn einer bestimmten Höhe eingehalten werden. Jener Theil des Handelsstandes, der es nicht auf die mühelose und leichte Ausbeute der Masse abgesehen hat, welcher von der sittlichen Verpflichtung auch erfüllt ist, für die Leistung des armen Menschen auch eine solide oder doch gleichwertige Gegenleistung zu schulden, wird mit Freude eine Reform begrüßen, welche den guten Ruf und die Wohlthaten des Handelsverkehrs dort wieder herstellen wird, wo sie gegenwärtig am meisten bedroht erscheinen. Spricht doch aus dem Referate der Section der Handelskammer bereits der echte kaufmännische Sinn, der mit jenem niederen Ausbrulunqssysteme nichts ge« mein haben will, das. die Lücken der Gesetze nnd die Unerfahrenheit der Masse missbrauchend, in den letzten Jahren einen die öffentliche Wohlfahrt bedrohlichen Umfang angenommen hat. Politische Ueberlicht. (Conferenz der österreichischen Vi« schöfe.) Gegenüber den Missdeutungen und vielfachen irrigen Auslegungen, welche die Vertagung der a»f Ende dieses Monates angesetzt gewesenen Conferenz der österreichischen Vischöfe gefunden hat, wird der «Pol. Corr.» aus wohlunterrichteten geistlichen Kreisen ver» sichert, dass der einzig ausschlaggebende Grund für die Vertagung darin zu suchen sei, dass man die Ueberzeugung erlangt hatte, der Hauptzweck dieser Zusammenkunft, nämlich eine corporative Huldigung des österreichischen Episkopats bei Sr. Majestät anlässlich von Nllerhöchstdessen Regierungs-Iubiläum, werde nicht zu erreichen sein. Der mit aller Bestimmtheit ausgespro» chene Wunsch Sr. Majestät, am Iubiläumstage von jedem Empfange abzusehen, musste dem österreichischen Episkopate umso eher eine Vertagung der ausdrücklich infolge des Iubilä'ums-Anlasses zu diesem Datum ein-berufenen Conferenz nahelegen, als ja durch die Vertagung des österreichischen Katholikentages, dessen Berathungen und Beschlüsse das Substrat für die Verathungen der gleichzeitig tagenden Bischofs Conferenz abgegeben hätten, nunmehr auch ein weiterer Grund für die Zusammenkunft des österreichischen Episkopats entfiel. (Im Herrenhause) de« Reichsralhes gab vorgestern der Vorsitzende Fürst Schönburg in warmen Worten den Gefühlen des Hauses anlässlich des Ab' lebeus des Herzogs Maximilian in Aaiern Ausdruck. Der Gesetzentwurf, betreffend den Schutz fremden Eigenthums gegen Gefährdung durch den Bergbau, wurde einer besonderen Commission zugewiesen. Die Verordnung des Oesammtministeriums wegen Einstel» lung der Wirksamkeit der Geschwornengerichte in meh« reren Gerichtshofsprengeln für Strafsachen, denen anarchistische Bestrebungen zugrunde liegen, wurde ohne Debatte genehmigend zur Kenntnis genommen. Zum Schlüsse wurden mehrere Ergänzungiwahlen vor« genommen. (Die Auflösung der Aezirksvertre« tu na. Cilli.) Die «Südsteirische Post» theilt einige« zur Vorgeschichte der Auflösung der Bezilksvertretung Sonst ruhelos, wie ein gefangener wilder Edel-falke, der mit seinen Flügeln die Käfigstäbe zertrümmern möchte, hatte die Liebe in einigen Tagen ihre jugend-glühende Natur weich und nachgiebig gemacht, und sie ruhte in seinen Armen wie eine lanm aufgebrochene Blume, welche die spröde Knospenhülle gesprengt, nun auf ihrem schwachen Stiele hin und her schwankt und nnd ihren liedlichen Duft willig in die Lust aushaucht. Die Natur des Mädchens schien in Fesseln geschlagen. Frohsinn, Kinderlaune, alles war dahin, und was an dessm Stelle trat. diese dunklen, räthselhaftcn Regungen, dieses Auf- und Abwogen von Empfindungen verstand sie nicht. Sie lauschte seinen heißen, flammenden Worten, und schmiegte sich an ihn, gleich einem durch schaurigschöne Märchen verschüchterten Kinde. Es lispelte in dem dichten Laub über ihren Häupter» und um sie her, es flüsterte zwischen den Blättern, wie das Raunen eines nnsichtbaren Ocisterchores. So eigen umfächelte sie der Lufthauch; das rieselnde Quellengeplätscher, das leise Aufrauschen der fallenden Tropfen, das Dunkeln und Dämmern des Abends machten sie trunken; jetzt klang es wie halbcrstickle Seufzer, wie fieberndes Liebes« athmen, auf ihren Lippen schwebt ein bebender Laut — ein Name: «Danica» — «Pero». Da kroch ein Schatten heran und streckte sich immer breiter, immer unheimlicher über den Sonum-glanz ihres selbstvergessenen Glücks dahin. Sie sahen nicht, wie mir wenige Schritte von ihnen ein wahres Leichenantlitz sich etwas höher hob und scharf, wie ein Stohuogel sein Wild, sie im Auge behielt. Um sie heuchle tiefe Stille. In da« Nieseln und Rauschen der Quelle miMcn sich all die Stimmen, die nur in Cilli mit. Darnach hat Frau Marie von Berks durch Dr. Sernec gegen die Entscheidung der Statthalterei vom 14. Juli d. I., mit welcher infolge Erkenntnisses des Verwaltungsgerichtshofes 70 Cillier Hausbesitzer aus der Reihe des Großgrundbesitzes gestrichen und gleichzeitig ausgesprochen wurde, dass zu einer weiteren Verfügung dermalen kein Anlafs sei, den Recurs er-griffen und die Auflösung der bereits constituierten Vezirksuertretunq begehrt. Infolge dieses Recurses ord» nete das Ministerium die Auflösung der Aezirköver« tretung und die Uebertragung der Geschäfte an einen Regierungscommissär an. (Der Wehrgesetz.Ausschnss) des Abgeordnetenhauses hat in seiner vorgestrigen Sitzung die Specialberalhung des Wehrgesetzentwurfes zu Ende geführt und die noch in der Schwebe gewesenen Para-graphe unverändert genehmigt. Auch der Budget-Ausschuss war vorgestern versammelt und erledigt? eine Reihe von Titeln des Staatsvoranschlages für das Jahr 1889. (Sanctioniertes Gesetz) Der Kaiser hat dem vom Vorarlberger Landtage beschlossenen Gesetz« entwürfe, betreffend den Elsatz von Jagd- und Wildschäden, die Sanction ertheilt. (Ungarn.) Der Finanzausschnss berieth vor» gestern das Budget des Handelsministeriums. Auf die Anfrage Helfy's. was im Interesse des Orientoerkehrs geschehen sei, erwiderte Graf Szechenyi, dass bereits vor zwei Jahren Expeditionen in die bedeutenderen Emporien gesendet wurden. Auf Grund der Berichte derselben wurden mannigfache Verfügungen getroffen, so in Nel' grad und Salonichi Handelsmuseen errichtet. Handels» Verbindungen lassen sich eben nicht mit Geld zustande bringen, sagte der Minister; was aber in unserer Macht stand, ist geschehen, und trotz der Apathie lassen wir den Muth nicht sinken. (Die deutsche Thronrede) gibt der Hoff« nung auf Erhaltung des Friedens beruhigenden Aus« druck. Selbstverständlich kann weder Kaiser Wilhelm noch Fürst Bismarck irgend eine Bürgschaft für die Dauer des Friedens übernehmen. Zündstoff ist in der Welt genug vorhanden, jähe Ereignisse können über Nacht eintreten und alle Erwartungen umstoßen, aber das Unvorherzusehende lässt sich nicht in Rechnung bringen; es genügt, dass in der Thronrede nicht der leiseste Wink vorkommt, der die Deutung auf eine Verschlechterung der Lage zuließe. Sehr bemerkt dürfte es werden, dass die Thronrede den Besuch des Kaisers Wilhelm in Petersburg nicht besonders erwähnt, sondern diese Entrevue einschließt in alle anderen statt-gchabten Begegnungen mit «befreundeten Flirsten». Der Besuch beim Zaren wird damit vollständig gleichgestellt dem Besuche in Wien. Rom. München:c. (Verfassungsrevision in Serbie n.) Wie man aus Belgrad meldet, wird der engere Velfassungs-Rcuisions.Ausschuss am 28. d. M. die Dnrchberalhung des neuen organischen Statutes beendigt haben. Unmittelbar darauf wird der große, aus 85 Mitgliedern bestehende Ausschuss einberufen werden und unter dem Vorsitze des Königs Milan das gesammte Elaborat überprüfen und sich bemühen, jene Punkte, über die keine Einigung im engeren Ausschüsse erzielt werden konnte, im Wege eines Compromisses zu erledige». (Im englischen Unterhause) erklärte der Kriegsminister Stanhope die egyptischen Tnipften seien der Stille der Nacht aufwachen, dunkel und räthselhaft, wie die Nacht selbst. Kein Lüftchen bewegte sich, und doch regte sich ein Flüstern lind Wehen, das wie ein Geisterhauch vorüberzog urd dahinstarb. Da schreckte das glückversunkene Paar ein Geräusch zwischen Gras und Gestrüpp auf. Danica blickte angstvoll um sich, und trotzdem sie nichts sah. wurde ihr bange zunmthe, denn unter den dichtverschleierten Baum» Wipfeln ballten sich bereits die Schatten der Nacht zu hockenden Gestalten, und die Quelle rauschte leise wie verdächtiges Stimmengemurmel. «Es ist schon spät, ich muss heim.» Danica löste sich von den sie umschlingenden Armen los. «Morgen kommst du wieder, zur selben Stunde?» — «Ja,» hauchte Danica und eilte hinweg. Als sie heimkehrte, fand sie den blinden Vater mit verschränkten Armen bei dem Tische sitzen und die lichtlosen Augen starr auf sie gerichtet. Auf seinem todtenblassen Antlitz lag es wie eine Wetterwolke, und die Stirne glich einem Ack^r. über welchen eben der Pflug seine Furchen gezogen. «Wo warst du so lange?» fragte er sie mit ungewohnter Härte. Eine Blutwelle jagte ihr über das Antlitz, und das Herz schlug ihr in irrer Fieberangst. Das war nicht die Sprache ihres sie vergötternden Vaters. Sie schwieg. In dem Antlitze des Blinden znckte es auf, uuh'imlich und gewaltsam, nnd seine Lippen pressten sich fest aufeinander. «Scheint dir dein alter, blinder Vater keiner Antwort mehr würdig?» fragte er bitter und drohend zugleich. Danica fühlte, wie >hr das Leben ans dru Wangen wich, sie blickte um sich. , wie verirrt, als suche sie nach einem Wegzeichen. Dann stürzte sie, laut aufschluchzend, zu den Füßen des Alten. von der Grenze zurückgezogen, um die Garn'!"' ^ Suakim zu verstärken, es könnttn daher b<^, ^^. Soldaten zeitweilig nach Assnan gehen, um '" ^, falle bei der Vertheidigung der Grenze M °" «^ Truppen zu nnterstützen'. Es sei nicht beabMlg' ^ tische Truppen nach Suakim zu senden. ÄeM ) ^ Klagen über die schlechten Säbrl und ^l0>n ' ^ englischen Heeres sagte der Minister: Mch"« " ..„ deutsche Arbeiter seieu aus Solingen h""'!,^ worden, um die englischen Arbeiter in der ^)' ^ von Hieb- und Stoßwaffen zu unterrichte". ^ < c^,,, nis dieses Faches sei in England fast cMI "'"^ Die deutschen Arbeiter würden bald in lyre ^ zurückkehren. , n>M (Rumänien.) Man meldet aus Wll" ^ Kreise sehen eine ministerielle Krise voraus, wr . Chef der Conservative». Lascar Catargi, zum "' ^ Präsidenten gewählt werden sollte, was Mr i ^, scheint. Man glaubt, dass. wenn der Kö">a °' ^ sidenten dls Senates und der Kammer berufen ^ um ihre Meinung zu erfahren, dieselben de» ^ theilen werden, neuerdings Rusetti die MmM?^ schast anzuvertrauen. „ ^ (In Amsterdam) fanden vorgeMr" ^ socialistische Excesse statt. Etwa füufhu»"" „ listen zoa/n nachts unter heftigen Drohungw » das Rathhans. Die Polizei suchte die Van"« ^ streuen. Es entstand ein Kampf. Mehrere ^« wurden verwundet, darunter einer schwer. ^< (Ein katholischer Weltbund.) ^ ^§ spondent der «Germania» ruft nach G"".o « ^< katholischen Weltbundes, um die Einheit der ^, schen Bestrebungen, der Hauptsache naä), Ländern in großartiger Weise kundzugeben. ^^^ Tliaesnruialetten. ^ Se. Majestät der Kaiser haben, wie d'e^> Zeitung, meldet, d^n Kronprinz-R'idolf> uno ^ Kinderasyle in Omunden 500 fl. zu spenden 8 — (Genossenschaft der österrel^ ^„ Obstzüchter.) Als eine Frucht der MW ^^ abgehaltenen Reichs - Obstallsstellnng ist "" bc-schast der österreichischen Obstzüchter in der ^ ^ ^ griffen, welche sich die Verwertung von w!^' z^e Obstproducten zum Ziele gesetzt hat. Die ,o ^^ Vereinigung ist als MagazinsgenossensctMt "" ter Haftung gedacht. ^rderM< — (EineGattenmörderlN.)Vor°c ^,Y Gerichtstafel fand vorgestern die Verhandlung ^ "«HM^ D u m i c geb. Boskovic statt. Dem sa"'l" dass "'" drucke der Angeklagten war es nicht ""i^, ^ ih" es hier mit einer Mörderin zu thun have, ^ Gatten geradezu in bestialischer Weise er ^ Stefan Dumic aus Mali Livouac hat vor z ^ Fanny heimgeführt, nachdem er vorher nut "' ^ Oy Frauenzimmer in wilder Ehe war nicht glücklich, und Fanny Dunnc en, M ihren Gatten in gewaltsamer Weise in "« ° " ^ M seits zu befördern. Am 7. September abe»os >, Z zärtlich mit ihm, nnd als der Mann '" ' ^r "' verfiel, bedeckte sie sein Gesicht mit dem ^ Ml" drückte denselben mit der Last ihres Korp" ^hl das Gesicht des Schläfers, bis er """na«^^<^ ^^^-------------------------—-— an-l,schrel >l Er erschauerte, als schnitte ihm der ">">" , geliebten Kindes das Herz entzwe,. . M)e «Sei ruhig,, beschwichtigte er sie «" .ich", der hageren Hand über ihr üpp'ges V"" ,^ 5"g ^i alles. ' Gjurko. der dich schon seit IM ^, " ,^ Frau begehrt, hat dich belauscht ""d '"" halt» ^ mitgetheilt Du. ein blutarmes M^^rd . Waise, hast ihn verschmäht. Gnt. ^bz"« .^ ^ " , Schüssel ein hölzerner Löffel 1"^. '^ . dirH^ zwingen. Aber höre, Danica. 'h" )^^^ W^, Kopfe!» - «Pero?» fragte bebend a ^ , «Pero!» wiederholte der Alte nachdl'" ^j^ ^ erhobener Stimme. «Dieser Ueberall u""^ sü" dir den Kopf verdreht; das tonnen "c Wld.» ^>, doch voll Reden, wie der Dudelsack "" ^eteH ^ Seine Stirne röthete sich, und er AM ^ Als er jedoch das leise Schlucht" '^ g de".I »B nahm. quollen auch ihm Thränen " ,^l^it Augen. «Komm' näher, mein emz'g" „ M"sF dir eine Begebenheit aus deiner slU^,s,e ^ erzählen.. Danica wagte nicht a>M"'l ' ^ ,,, > „pi auf den Knien näher und barg '^. ^ ^ , Schoß. Er legte ihr die zitternden Y" c»' und begann: ,..elill 3"^ s^ .Hier im Dorfe lebte vor/ch ^^ ^ junges Ehepaar, da« sich ehrl'ch b^'>!'« brachte. Beide waren von Herzen gut und überwanden ° ^ he ^ j> leichten Muthes die kleinlichen D"'^M 5 Unbekümmert um den Anßenwelllra^ .^ g<^ sich und - nach Jahresfrist ^H"^^' >"" lebten eine goldene Z^t, emen niollr ^" Da wurde die sonst so stille Fra" " ^Wacher Zeitung Nr. 271. 2311 24. November 1888. H.' "ls Fanny die Ueberzeugung gewann, dass ihr V>M "^ ^'' ^^^ ^ ^" ^^s ^^ ^"^^ "" ^" . >l. gab ihm den Cylinder der Petroleumlampe in die ^'o. und blieb so bis halb 11 Uhr vormittags im 8« ? ^" ?^^^ Hres Mannes liegen, bis ein Haus« 8e>M ' ^^ ^^"^ ^"^ und zu seinem Schrecken loack ^"^^' ^"^ ^^^" ^""^ niemals mehr er-^?' "'erde. Die Angeklagte hat sowohl vor den ihre ÄeÄ - vvlnehmenden Gendarmen als auch vor dem ^/, ^richte zu Samobor ihre That eingestanden, bei ^„gestrigen Verhandlung verlegte sie sich jedoch aus's Gerick^ ^^ durchgeführter Verhandlung verkündete der vin?^ Astern das Urtheil, wonach Fanny Dumic ^ " Anklage des Mordes an ihrem Gatten frei-^jten n ""^' da der Gerichtshof aus den mangel-C^.c ^ugenaussagen nicht imstande war, sich von der ^a«e Angeklagten hie volle Ueberzeugung zu ver- ^'/^ (Micliewiczs Ueberreste.) Aus Krakau >eil/,?eben: Die sterblichen Ueberreste des berühm-^ Minschen Dichters Adam Micliewicz sollen von silbern "^ ^"^"" übertragen und daselbst in einem In de ^ '" ^" Köuigsgrüften beigeseht werden. ^." ^lnischen Blättern ist ein in den wärmsten ^inlnl "bgefasster Aufruf erschienen, welcher zu «küm«. ll" l"r die Kosten des pietätvollen Unter-^ns auffordert. llm^^'n Vulcan.) Seit einem Monate finden c°ii° si.° ^s Kraters «La Fossa, auf der Insel Vul-^e^"'.^"bunden mit Erdstößen, welche sich bis auf biz ,,.1'^^ Siciliens erstrecken. Der Aschenregen wurde sichle ?^^ina getragen. Die «Gazeta Messina» bringt o„h^ ' benen zufolge in den umliegenden Ortschaften ^»nien "'.^ ^"^ unterirdisches Getöse in Zwischen->s> <^ von ein und einer halben Minute vernehmbar ^'li!chtet^"'U"' Bewohner sind bereit« von der Insel ">ir ^.'"«schließlich des Leuchtthurmwächlers, der sich Ais ^ , Abends auf lurzr Zeit heranwagt. Erdstürze sind Vlilll.., ^h"lcn der Insel bemerkbar. Die Felder von zesch^ ""^ Dclla Pace sind mit dem aus dem Krater ^"en Bimssteingerölle bedeckt, de» ^.^ein product ion in Europa.) Nach ^00 l^ Ausweisen produciert Frankreich jährlich ^rrc^ i ^^^ien 27,500.000, Spanien 25.000.000, ^'echrn, "6"" 14,000,000, Portugal 4,000.000, ^»veil i"!' 2,500.000, Deutschland 2,100.000, die Tür!si^^0.W0, Serbien 700.000, die europäische ^ Iran "' Rumänien 300.000 Hektoliter Wein. ^it ^'. ^ie viel Wein ein jeder trinken darf, ist ^'lsael?' ^ Richtigkeit der vorangehenden Zahlen l'ch 45" '^l, entfallen auf jeden Kopf in Europa jähr« lloh^Aonsultation durchdas atlantische ^bah., Telegraphendraht der canadischen Pacific« ^ln ;« m"^ ""' ^- d. M. mit den unterseeischen k Victor- . "dung gebracht, infolge dessen die Aerzte !^te>v /. '" Canada imstande waren, sich mit Sir ^lnor/Ü^ '" ^"b°n über den Fall von Lord !"^rliea. "" Typhusficbcr gefährlich erkrankt da- ?°N. N^'" ^"lhen. Fragen über Temperatur, Puls-. let. w?"'°" U' s- "- wurden gestellt und beant-?^ ^w '^ ""^ wenige Minuten in Anspruch funden ^"^" ^"""^ bie Consultation per Kabel ^hVen^haben wie umgewandelt. Sie schoss tvolle ' , ^ dorthin, vhne selbst zu wissen, was ?°W ' chr klarer Blick schaute scheu, und nn- 'eherz "7"e sich das K.nd, ihr Augapfel und 3 °u W ?'' um sie herum. Der Mann bemerkte M ra^7''de Veränderung, er tonnte sich jedoch ?'"?,/r liebte seine Frau und schwieg. Da ^<5 ich. ^ler, bald lauter, jetzt hier, jetzt dort, ^ ^o'm ^'e «mte zurauuten und zutuschclten. dass b??' ll»d l^' '^'" "M Der Mann vertraute seiner b"' Aio^"'^' ^>n guter Freund machte ihn mit "^ 'hm ^.^"°uf aufmerksam, dass die Frau das ViMua °pn/°""k- Der Mann verehrte seme Frau. j^laH? 9uten Freund ins Gesicht und schwieg. 3^" 3ia..^"^^ der Mann, gewürgt von dichten, « ""? d.«^"'- ^'t einem Ruck sprang er vom A^°" Eck.. b""2 stand in hellen Flammen. d,e ^'^' er w'/"^^""llclten. Der Mann war rafch lt>^' Nr w " ', """' Vlick auf die Ruhestätte seiner W' Han " e"' sie halte sich schon gerettet. Das V^und si/"''^ ^r. schlmnmerte fest, rr er« ^si^s'nlatt...^^ ^'"alls ins Freie, wo sich mdes ">^"^n w "'^'sammelt hatten und müßig dem »>k? Niehr "le ^''schauten. Zu rrttrn gab es hier '^ i^eih^ ^l schrie der Mann: ,Leule. wo ist ^?^e si, ^'"" schaute den anderen fragend an. ^ i ^und ^w^'^'" ^ ich auch nicht/ aieng X i>lln^^u"d. Die Loh.n schlugt, üw- >rd ""hlten ^ "" kmpor. und schon krachten d,e ^»1 "". u.^^len. Ei„ Schrei des Entsetzens f<^.Il°, durch das funkenstiebende und gieng ^s'u»r^nmeer stürmte der Mann in das ^chcz w "" sichln Tode zu entreißen. Em ^cftoller machte die Luft crzitttrn, und — (Der Gemeinderath von Djalovar) hat aus Anlass des Regierungs.Iubiläums Sr. Majestät des Kaisers den Netrag von 500 si. zur Gründung einer medicinischen Facultät in Agram gespendet. — (1100 Liebesbriefe.) Vor dem höchsten Gerichtshofe des Staates Massachusetts schwebt gegenwärtig ein Process, bei welchem nicht weniger wie eilfhundert Liebesbriefe, welche eine Braut an ihren Bräutigam gerichtet, zur Verlefung gelangen sollen. — (Streik von Seidenwebern.) Aus Mai« land wird gemeldet: In Como ist vorgestern ein Streik der Seidenweber ausgebrochcn; mehr als 6000 Personen haben die Arbeit eingestellt. Die Behörden suchen zwischen den Arbeitern und den Fabrikanten zu vermitteln; die Ruhe wurde bisher nirgends gestört. — (Materialistische Grabschrift.) Der Müire einer kleinen französischen Ortschaft ist Arzt und Freigeist. Diese letztere Eigenschaft kam denn auch in der Grabschrift zum Ausdruck, die er auf den Stein seiner Frau setzte. Die Grabschrift lautet: «Hier liegt die Materie, aus welcher sich Madame X.. die Frau des Dr. Z., zusammensetzte, ihres Lcbensftrincipes beraubt am 20sten October 1888.» — (Pflaster aus Eisen.) In Chicago wurde vor einem Jahre der Versuch gemacht, einen Strahcn-theil mit eisernen Blöcken zu pflastern. Der Versuch ist indes gründlich fehlgeschlagen, und man hat das Pflaster wieber entfernen müssen, — (Bestätigung.) Baron: Wirklich, gnädige Frau, seit ich Kissingen besuche, verjünge ich mich immer mehr. — Dame: Das sieht man, Herr Baron, Sie sind ja so jung . . . dass Sie immer mit Kin derm ab» chen laufen müssen. Ursachen der Kahlköpiigkeit. Der eiue Trost ist dem Kahlköpfigen geblieben, er braucht um die Ursache seines Uebels nicht verlegen zu sein. Man hat im Laufe der Zeiten sich freundlichst bemüht, der Sache auf den Grund zu kommen, hat fich dabei der Wahrheit vielleicht auch auf Schussweitc genähert, dann aber die Sache den Paifümeuren und Friseuren überlassen, die dieselbe freilich praktischer an-packten und zu einer sicheren und mühelosen Geldquelle machten. Die gewöhnlich angeführten Gründe sind bekannt : das Tragen einer warmen Kopfbedeckung, wodurch die natürliche überflüssig wird; ferner die Sitte, das Haar kurz geschnitten zu tragen; endlich der Mangel an frischer Lust. schlecht ventilierte Hüte, Unreinlichkeit und Vererbung. Jeder dieser angeblichen Gründe liehe sich bestreiten. Seit undeutlichen Zeilen tragen die Krieger schwere Helme, größtentheils auch kurz geschnittenes Haar, ohne dass deswegen Kahlköpfigleit beobachtet wurde. Die-selbe wird auch in nördlichen Ländern keineswegs hänsiger als bei uns gesehen, trotz der unterschiedlichen Pelz» mützen, die dort so allgemein sind. Und gerade wo der Mann sich das Haupthaar am kürzesten schneiden lässt, tritt Kahllöpfigkeit nicht auf. Die Frau, welche die haus-lichen Geschäfte mehr in die vier Mauern bannen als den Mann, hat den Verlust ihres Haares viel seltener zu beklagen, trotz des Mangels an Luft. und endlich hat die Statistik nachgewiesen, dass Männer, die aus Veruss-oder Gründen des Vergnügens sich gröhtentheils im Freien aufhalten, die Zahl der Leidensgefährten des kahlköpfigen Propheten öfter als andere vermehren helfen. ans dem zusammenstürzenden Gebälke bahnte sich pustend und stöhnend, mit klaffenden Wunden, mit versengten Haaren der Mann einen Weg in die frische Luft hinaus. Er kehrte allein zurück. Er hatte sein Weib nicht im brennenden Hause gefunden. Ein Fieber warf ihn auf das Krankenlager, und als er genas — war er seines Augenlichtes beraubt. Die goldene Zeit war verflaltert. der wolkenlofe Frühling verblüht. Niemand wollte dem armen, an Leib und Seelc ge-brochrnrn Blinden die bittere Wahrheit ins Gesicht saaeii. und doch stand grell, greifbar klar die aMliche Thatsache vor seinen Augen, dass ihn sein Weib verrathen und an diesem Abend, vor Ausbruch der Aeucrsbrunst. auf und davongegangen war.» «Wer war die Frau?, fragte Danica beklommen. .Deine Mutter! Und der sie verführt und dessen Name ich ohne Fluch nicht nennen kann: Pero's Vater!» — «Du Himmel!» schrie Danica auf und verhüllte stch das Grsicht. «Die Zelt ist allgewaltig. Sie trocknete meinen Leib aus. bleichte mir das Haar nnd ver. wrte meine Sinne. Viele Jahre schwanden dahm. abcr das Moos der Vergessenheit grünte mcht über den Trümmern meines Glückes. Wohin str gerathen. ,ä, erfuhr es niemals. Aber wohin auch chr Weg ste a/führt, mciu Fluch hat sie verfolgt. Er war dazumal Aauvlmauu ... es wirbelt mir im Hirn herum, und «edcnd heiß wallt mir das Blut zum Kopfe, wenn,ch dieser Zeit gedenke_____Lass ab. mein liebes Kmd — setzte er weich hinzu — lass ab von ,hm. denn er ist seine Brut und verflucht mit ihm!» «Vater, um Gottes Willen, halt e,n!» — «Lass von ihm! ab - drohte dcr Alte und erhob stch von seinem Sitze - denn ich schwöre es d,r w den Vc-bciuc'u meiner Meru, wenn der Sohu dcs Schänders ! Die gewöhnliche Form dieses Haarleidens kommt von , unseren Hüten her, namentlich vom Cylinder und harten Filzhut, aber auch von jeder anderen Kopfbedeckung, sobald dieselbe die Blutgefäße, welche die Haarzwiebel versorgen, einengt. Zum klareren Verständnis muss ich noch hinzufügen, dass der «Haarboden» von Arterien versorgt wird, die durch zahlreiche Verzweigungen, welche sie in ihrem Aufsteigen eingeheu, fortwährend an Umfang abnehmen. Da sie dem Schäbelknochen anliegen und nur von einem dünnen Gewebe bedeckt find, lassen sich die Folgen eines fortgesetzten Druckes auf dieselben leicht einsehen. Der Druck eines eng sitzenden, steifen u„d schweren Hutes muss das Aufsteigen des Blutes der Arterien theilweise und in noch höherem Grade die Rückkehr des nervösen Blutes verhindern, wodurch eine gestörte Circulation in den Haargefäßen um die Haarbälge und Haarzwiebel bewirkt wird, die wieder eine Ernährungsstörung und schließlich den Schwund herbeiführt. Nehme doch der geehrte Lrser einen festsitzenden Hut nach einer gewissen Zeit ab, und er kann sich selbst von dem geschilderten Process überzeugen, indem er an der Stirne ein rothes Band bemerkt, das Zeichen der Blutstockung. Das Haar ist eben sehr empfänglich für alle Störungen in der Ernährung des Körpers (oder der Circulation des Blutes). Jede Krankheit, die den Blut-umlauf beeinträchtigt, wird auf das Haar einwirken. Dasselbe leidet mit dem ganzen System, und wenn ihm nicht täglich seine Ration an Blut zugeführt wird, wird es fchwach, hungert und verhungert und fällt in großen Mengen aus. Wenn schon ein Fieber von drei bis vier Wochen dies zuwege bringen kann, umso viel eher der Hut, der jeden Tag und Jahr für Jahr fo und so viele Stunden dem Haare die Nahrung entzieht! Als ein sicherer Beweis der Richtigkeit dieser Ansicht kann wohl gelten, dass das Haar stets dort auszufallen beginnt, wo die Circulation am schwächsten ist und das Blut nicht hingelangen kann, wenn der Hut auf dem Kopfe sitzt. Das Hutband bildet die Grenze der Kahlheit. Wenn sich an den Schläfen hie und da ein Schüppchen Haare erhallen hat, so erklärt sich dies daraus, dass dec dort befindliche Schläfenmuslel den Blutgefäßen ein elaslifches Bett bietet, das sie den Druck des Hutes leichter ertragen lässt. Auch Personen mit sehr dichtem Haar besitzen ein solches elastisches Medium und können ungestraft jahrelang der unsinnigen Mode huldigen, während Leute mit schütterem Haar je früher, je besser nach dem weichen Hut greisen sollten. Ich habe nie cine Person gesehen, die eine weiche Kopsbedeckung zu tragen pflegte und dabei um ihr Haar kam. Es gibt nichts Komischeres, als in einem Hutladen zuzusehen, wie Verläufer und Kunde sich um die Wette bemühen, die Kahllöpfigkeit mit Gewalt herbeizurufen. Da wird der Hut nicht eher angenommen und der Kaufschil» ling nicht eher niedergelegt, als bis der Hut genau die Form des Kopfes hat, damit es ja nicht eine Stelle gebe, an der das Blut frei circulieren könnte!! «Der Hut sitzt mir nicht gut,» klagt der Kunde, als ob ihm der spätere Kahllopf besser sitzen würde. . . . Und wo ist denn die Abhilfe gegen dieses Uebel, wird mich mancher Leser fragen, der sich vielleicht argwöhnisch durch die Haare sährt und dem sein »echt englischer Seidencylinder» schon Gewissensbisse zu bereiten beginnt. Lernt von den Frauen! muss meine Antwort lauten. Der Frauenhut hat auch kein ganz reines Gewissen; in die Tasche des Gemahls meiner Ehre mein Fleisch und Blut noch einmal umarmt, bringt es ihm den Tob. Heute hielt ich den Gjurko noch zurück — ferner nimmermehr!» .... Der Alte legte sich zur Ruhe. Danica kniete noch immer und schluchzte. Aus dem Wirbel, in welchem ihr furchtbar erregtes Hirn kreiste, vermochte sich lein einziger klarer Entfchlnss emporzuringen. Den Pfeil, der sich in ihr Herz tief eingewühlt, rückhaltlos und jählings auszureißen, fehlte ihr die Kraft, und dem unglücklichen, blinden Vater zuwider zu handeln, der Muth. Sie erhob sich, und eS flimmerte ihr vor dem fiebermüden Augen. Sie gieng hinaus in die frische Nachtluft. Ein fünfter Hauch umfloss kühlend ihre hämmernden Schläfen. Wie von einer geheimen Gewalt getrieben, gieng sie weiter und weiter. Tanzende Irr. lichter spielten um die Wundergebilde dunkler Moosarten. Sie gieng achtlos weiter. Da schreckte sie ein Geräusch aus ihren Träumen auf. Die murmelnden Wellei der im mächtigen Gusse vmbeifließenden Donau hatten sie aufgerüttelt. Hoch ober ihr wölbte sich der klare Himmel, und die Silber-fläche des Donaustromes spiegelte seine Stern?npracht wieder. In wildcr Einsamkeit ragte die Festung Pet»>r-wardein, düster und drohend, in die Nacht hinaus. Das leise, halb trauliche, halb beängstigende Summen der Wellen versenkte sie wie in einen Schlummer. Sie warf einen traumverlorenen Blick auf die wunderreiche Welt ringsherum und einen lchten. sehnsuchtsvollen, hrllcn zu einem dunklen Fenster der Festung und — verschwand in den Wellen. ... In wilder Einsamkeit ragte die Festung Peterwardein, düster und drohend, in die Nacht hinaus. Mxander M. Horovitz. i?ofl)a*er Setfmiö Mr. 27J. 2312 24. MobmUxJ®^. greift er oft zu tief, aber er hat doch noch lein Kahlen-gebirge verschuldet. Es tann doch nicht ein Privilegium der «Herren der Schöpfung» sein, mit Glatzen herumzulaufen und sich dieses Vorrecht noch dazu auf Kosten des guten Geschmackes käuflich zu erwerben. Unsere Hutmodeu müssen sich absolut ändern, so gut wie unsere Klcidermoden; der Männerhut muss elastisch werden, und er wird es werden. Vis diese Ueber-zeugung sich allgemein Bahn gebrochen hat, wird noch manche Fliege über manche Glatze spazieren gehen können, und noch mancher Tiegel Haarwuchspomade mit unfehl' barem Erfolg und mit Gebrauchsanweisung in sieben Sprachen wird an Mann gebracht werden. ^. K. Vocal- und Provinzial-Nachrichten. — (Nus dem Reichsrathe.) Ueber die gestrige Sitzung des Abgeordnetenhauses wird uns aus Wien telegraphisch berichtet: Die Regierung legte das Gesetz betreffs Fortsetzung der Eisenbahn Mostar-Ramamiindung-Sarajevo vor. Abg. T)r. Foregger interpellierte wegen Auflösung der Vezirksvertretung von Cilli. Der Unterrichtsminister Dr. v. Gautsch beantwortete die Interpellation betreffs Unterlassung der Wahl deutscher Ortsschulräthe in Schilttenhosen dahin, dass für das Ministerium kein Anlass zu einer Amtshandlung vorhanden war. Per Unterrichtsminister beantwortete ferners die Interpellation betreffs Bestellung eines czechischen Kaplans für den Religionsunterricht in Leitmerih dahin, dass die von dem dortigen Consistorium getroffene Verfügung ge» schlich begründet erscheine. — (Aus Tschernembl) schreibt man uns: Anlässlich des Namenssestes Ihrer Majestät der Kaiserin hat die Schulgemeinde, zugleich Ortsgemeinde Petersdorf, am 19. d. M. gleichzeitig das 40jährige Regierungs-Iubi» läum Sr. Majestät gefeiert. Am Vorabende wurde ein Freudenfeuer angezündet, und wurden Püllerschüsse ab« gefeuert. Am Festtage selbst wurde in der Filiallirche in Michelsdorf um 9 Uhr eine gefungene Messe gelesen, welcher nebst dem Herrn Vezirlshauptmann der Orts« schulrath, die Gemeindevertretung, die Schuljugend und zahlreiche Andächtige beiwohnten. Nach der heil. Messe versammelte sich die Jugend in dem festlich geschmückten Schulzimmer, wo der Herr Lehrer und Schulleiter eine die Bedeutung des Tages hervorhebende Ansprache hielt. Hierauf wurden von einem Schultnaben einige passende Worte gesprochen und das Kaiferbild bekränzt. Sodann sangen die Kinder die Vollshymne, und wurde ein lurzes Gebet gesprochen. Mit der Vertheilung der Festschrift «XaS cos»?», einer lurzen Ansprache des Herrn Vezirls-hauptmannes an die Versammelten und Hochrufen auf Ee. Majestät endete die Feier im Schulzimmer. Hierauf wurde der Schuljugend ein Frühstück verabreicht, und sodann begab sich alles vor das Schulhaus, wo auf einem angemessenen Platze die ersten Spatenstiche zu einer zum Andenken an das 40jährige Regierung« - Jubiläum Sr. Majestät zu errichtenden Cisterne in feierlicher Weife gethan worden sind. Schließlich hielt noch der Herr Lehrer eine kurze Ansprache, welche mit Hochrufen auf Se. Majestät, in die alle Anwesenden einstimmten, schloss, und hiemit war auch dieser Theil der Feier vorüber. — (Für Obstzüchter.) Wir verweisen unsere Obstzüchter auf das heutige Inserat des Herrn Rohrmann, welcher uns nebstdem ersucht, denselben mit« zutheilen, dass von ihm nur complete Waggonladungen sortierter (nicht, wie es hierzulande leider nur zu oft vorkommt, gemischter), in Fässer k 200 bis 300 oder in Kisten k 80 Kilogr. verpackter Winter» Tafeläpfel, und zwar auf den in den Ausnahme-Tarif unterm 17ten d. M. einbezogenen Stationen : Adelsberg, Dornegg«Feistritz, Kühlenberg, Laibach (Südbahn und f. k. Staatsbahn), Littai, Loitsch und St. Peter sowie auf den schon vorher den Ausnahme»Tarif genießenden steirischen Stationen: Steinbrück, Lichtenwald, Videm-Gurkfeld und Rann, wohin die untcrkrainifchen Bezirke Ratschach, Nassenfuh, Gurk-feld, Landstraß und Rudolfswert gravitieren — übernommen werden. In Anbetracht dessen, dafs kein Obstzüchter zu so später Jahreszeit eine Waggonladung la» gernd hat, und in weiterer Erwägung, dass es auch für den Producenten sowie für den Kaufmann vortheilhafter ist, den sogenannten, nichts riskierenden, jedoch dem einen sowie dem andern leicht viele Unannehmlichkeiten bereiten» den «msßow^i» zu entgehen, so wäre den Obstzüchtern zu empfehlen, dass sich dieselben in jeder Gemeinde alliieren und mit gemeinsamen Offerten dem Herrn Rohrmann entgegenkommen. — («Oesterreich-Ungarn in Wort und Bild».) Die 72. Lieferung enthält die Fortsetzung der landschaftlichen Schilderungen aus Salzburg, und zwar jene des Pongaus und Lungaus von Anton v. Ruther, ferner eine Darstellung der Vorgeschichte Salzburgs in prähistorischer und römischer Zeit mit der Beschreibung der einschlägigen Funde von Matthäus Much und Cduard Richter. Beigegeben sind landschaftliche Illu-strationen von Franz Hinterholzer und Josef Krie-ger und Abbildungen Prähistorischerund römischer Fund-obMe von Hugo Eharlemont. s, >..-^ ^5^'^H" Gesundheitsrath.) Der stauch« ftlind,ge Gewndheitsrath hielt am 21 d, M. eine Sitzung ab, an welcher unter dem Vorsitze des Herrn Dr. Ritter von Bleiweis eilf Mitglieder theil-nahmen. Aus dem vom Stadtphysiler Herrn Dr. Roblek erstatteten Berichte über den sanitären Zustand der Landeshauptstadt Laibach geht hervor, dass die Gesund-heitsverhältnisse sich gebessert haben. Eine lebhafte Debatte entspann sich über die Canalisation der Stadt Laibach; an derselben betheiligten sich die Herren Dr. Kapler, Dr. Gregoric, Ingenieur Duff l einer ,uj^ verwickelten machen. Die beabsichtigte Kmidgevung Mnnicipalrathes am Grabe Baudins am 2. Dece« veranlasst lebhafte Besorgnisse. ^ hie Lolldon, 23. November. Das Unterhans l,ay>» irische Pachtantaufs-Bill in zweiter Lesnng "" gegen 224 Stimmen an. , z,, A Petersburg, 23. November. Das «3""«"" Mersbourq. dementiert die Nachricht der '" sz. vom Abschlüsse eines geheimen Vertrages zwlM" ^ land und Korea, durch welchen letzteres dem rM!«, Protektorat unterstellt würde. Angekommene Fremde. Am 22. November. i-lUNg^ Hotel Stadt Wien. Dr. v. Thomann-Montalnar. Mg' ^ Sccretär, Gottschee. — Tramte, Cooperator, ^l"«' steiitt, Kausmann. Dombovar. — Toisfel uud MM, " Wien. ^,. ^ Pe< Hotel Elefant. Hopp. Goldhamcr. v. Potenhofen, W'en- Mcl, tric, Poljane. — Kosar, pens. Pfarrer. Dobrava.-^ ^tt, Reisender, Wien. — «ackenbacher. Ks"., Trieft, ^n, Mannsburg. — Gras Ledeliur, Gutsbesitzer. Baden ^ ^< Hotel Siidliahuhof. Ciuroz. Graz. - Jaul, Marburg. ^ ^h», nil, Buchhalter. Littai. — Stamvsl. lrausm.. Guns. Reisigdorf. — Verstorbene. Im Svitale: ^ 5' Den 21. November. Martin Kramar, Inwoyne, II^<1s0pn«uinc>nm. 23, 2. N. 7458 48 O. schwach ^!" 9 . Ab. 746 1 — 1 2 O. schwach y"lc ^M' Reif. Morgenroth, tagsüber heiter, ichoncr So'"" ^0'2' mondhelle Nacht. Das Tagesmittcl der Lemper"" um 27« unter dem Normale._______^ Verantwortlicher Redacteur: I. Aagl^^^ ___.>»"^-——' ^, Bye>^ /s< dressen von Verdauungslcidcuden (selbst °"V"«gpps ^" -H^bareu) werben stets gewünscht von I. ^« A ^ Ztg>)« Klllinit in Heide (Holstein). (V. Anfr. erw. '"^gg) b^> Ueber Liqueure. ^ Die Liquenre sind solchen Personen sfhr b'"l' '^,,h M der Lcbens-Orgamomus in träger Weise W«ctw'" .^t ^. ein Reizmittel erforderlich ist. welches die.V"°°> Mt>iiM regt- der grohtc Theil der Menschen '""'^„.eichcl"', ^ Liqucure nur, um Geschmack und Geruch z" >)"' .M»'"','..-.c» Auf alle ssälle ist ihr Gebrauch heute "» di^'",,. worden, und es ist für den Hugienisten eme ^l^ lei»e ,F Liqueure zu bezeichnen, deren Gebrauch n'ch' " .M, da!" .^ch träglichleiten nach sich zieht — vormlsgesevt ^"«„„delN ^ nicht unmäßige Quantitäten zu sich nimmt, ' lijnne,''^,,^ bei gewissen Gelegenheiteu wirtliche Dienste lM" Z^M ßcc Von diesem Gesichtspunkte aus habe 'ch "' ^ hM .< über den Veucdictiner gemacht. """)" ^„e «>" bekannten Liqueure ist und welchen ich dem i heit besorgten Publicum empfehle. ^ ^,it», ^'^^' (5288) P^" Meil'age. ^^^s ^/c" Der ganzen Auflage unseres heut'^n ,.^g A",^ Prospect über Anna Dorns Oesterreich '"^«^) lochbuch bei. auf welchen wir uusere Lcserm» ^^^ merksam machen. ^^-5^KM J/il V naSem založnifitvu jo iz>šcl # d I (lrugi, poinBoieni n»tlS> I I Poezije S. owrtift | TLjI Elegantno vezane In z zlatlm obrej ^ J ifej nejo 2 gold., nevezane I g'fl- g 1 H , Kleinmayr J Fed. Ba»^r8 ) M tajlgotrinlc» t LJnb«»»1- ^||7 2313 Course an der Wiener Korse vom 23. November 1888. Na« dem oMenen V°urst»lat»e 6,!lts,en,,...... <"'««> «201-, >«5<«<°' ^,....... «2 50 «2 70 ^«1« 5°/ "laatsllise »50 sl. 183 uo »84 40 !^tt^/° «.,ßan»e 500 „ ,40 — It0 50 ^n tzl^.Mnslel loa „ ,4075 1412.. >««4«> ""loft . ,l>0 ^ ,7<'75> 175 25 ' . 50 , 174 50 175L6 ^°"^°ten7/nl^!l"'"/ ' ""'»'"- 'lorententt, steuerfrei »7 35 »7 5b ^H^^°. - . . 10° 85 ,«,.05, ' A«W^«W.S. 144 25 i" 7. »' ">e 4°/, l«0 fl, . ,25-2l 120 75 ^"«''"nbll^,^ slavonische' i"'^o ,o«00 ^^ ">»'! 101-— — - Oeft.'un«, Vanl verl. 4'/,»/,. . ioi 20 i»i «? btv. , 4°/n . . 99 »0 100 2N bto. , 4°/, . . s»'»0 100 !i0 Ung. alla, Vobencreblt-Nctienges. in Pest im I, 183» Verl. 5'/,°/° — — —'— Prioritäts-Obligationen (sllr 100 fl.) Elisabeth^wefibahn l. «mission —'— —'— fferbinaüds'Nordbahn in Silber 0!» 90 100 80 ssianz-Ioscf»Bahn..... —'— —.— Oalizischc Karl» Ludwig »B.'hn <3>n. I««l 3aa sl. S. 4'/,"/° . »»'70 100-2« Ocstcrr, «torbweflbahn . . . »00 70 107 30 Sicbcnbiirger ...... —'— — — Oelb w«re Ltaatsbahn l. Emission . . 198'— — -^ Sübbahn i» 3"/„..... 144 50 Kü'5i> « ^ 5°/„..... 124 »> 1»L'50 Ung,»gal 13 4« l«ubolf,l!ose 10 fl. . . . . 20" 2030 Salm-Lose 40 sl..... «3 — «^ .. St «V«noi«.l!ose 40 fl. . . «4 50 «5 _ walbfieln.Lose 20 fl. . . . 41»— 42-^ winblschgräh.l!ose 20 fl. . . b8— b4 — Vanl-Actien (per Stllck), Nnglo.Ocftcrr. «anl 200 fl. . ,,4'— 1l< N Bankverein, Wiener, 100 sl. . »7 75 NU 25 Vdncr.-«nft.,öft.zoofl,S40"/, «4 25 z«4 75 Lrbt.'Nnft, f, HanbuGieofl. ^0« 20 80« oc> «lrebitbaiil, Nlla. Ung. 2oa fl. 300 5u 8l»>'— Dcpositcnbanf, «ll». 200 si. . ,81'- 182'.- «liscomple V,, lNicbcröft, koost. zyN'— 512 — Hypolhelenb.,öft.20«fl.20»/,E. ««'5ü «8— La'ndcrb,, öft.200fl. G,50°^2. 217 75 218 — Ocs!»rr..iina. Vanl . . . . 877 »- 87«'— Unioubanl 200 fl..... 210-50 2N — Vcrlclilsl'llNl, VN«., 140 st. . 154— I5< 50 «elb war« Actien von Transport-Unternehmungen. (per Stils). «llbrecht.Nahn 20» fl. Silber . —'— — — Nlfölb.ssiumÄahn 2uo fl. Silb . 190 50 191 bc «usslg'Tcpl, Liscnb. «oo fl. «iVl. — — — — lllöhm, Norbbahn 150 fl. . . . 192 — 1N3 — „ «Deftbahn 200 fl. . . . 314 — 81« — Vuschtichraber 200 fl. . 301 — 308 — Donau ° Dampsschiffahrt« ° Ves. Oeficrr. K00 fl, LM. . . . 39» — 40l> — Drall.Eis.(Vllt..Db.,Z,)L00sl.S. 188 70 18» t5 Dui'Nobcnl'achelV.'B^oofl.S. 408 — 4io — «tlisabeth'Nahn 20« fl, CM. . —'— —— „ t!inz»Uudwei« 200 sl, . — — — — , Sl)b..Tir,III.lbb. 1000 fl. EM. »4 40 »450 iflan,.Ioscs Vahn »00 fl, Silber —-— —>— yünslnchcn»NllrcscrEls,z!N0fl.S. —— — — Galiz,K>irI-i,'ubl«ig,B,lt00fl,— «aschaU'Obcrb. Eilenb.2uofl, S. —— —— eembelg-Lzernowih.Iafsy.Gisen. bahN'Gesellschaft 200 fl. ö. w, «0»-l»0 »10 — Lloyb, öfi,«una,,Tricfts.0l>fl,EM, 440 — 442— Oesterr. Nordweftb. «00 fl. Silb. >«« — i«7-. dto. (Ut, «) 200 fl. Silber . !!»<> 7« I»7 — Prag°T>ufcl Eisenb, IK0fl,Eilb. ««— 36-25 Mut>olf»Nahn 200 fl, Silber . 1«3'75 194,25 Siebcübilrgcr Eisenb, 200 fl, . —'— — — Staalsciscnbahn 200 fl. ö. w. . »52-50 t52 75 »elb V«», Sllbbahn »00 fl, Silber . . . 100 — 100 5(» Süb.N«rod.,Vrrb.,V,200fl.LVt. ie275 1^4 « Tramway-^es, Wr. l?o fl. «. W. ^..^ __ __ , Wr,, neu 200 fl. —-— — — Transport-Gesellschaft i«>fl, . —>— —>— Nng.'galiz. — —.— Lisenbabnw-.Leihg, I, 80sl, 40°/„ »o 25 91,>5 »«lbemühl", Papiers, u. V,,V. 54 bl» »5-.- ViontaN'Vesellsch., iifterr.»alpin« 42 «l 4» 75 Präger Eisen »Inb, »Ves. 200 fl, lü3 50 »l»4 ho Salgo>Iarj. Lisenrass. 100 fl. . 19« — »co — Waffcnf.»G,.Oeft. in llv. 100fl. . 813 — «ib — Devisen. Deutsche Plitz«...... b9 80 59 »u London......... i»i 95 1»» « Pari«......... 4815 48-X» Valuten. Ducaten........ ^-77 5 7» W»ssr»nc«»Slück«..... »«4 9 0», Lilber......... -- - — Deutscht Meichsbanlnoten . . 5» 77, 09 85 Italienische Vanl»oel per StOck . . . 1 »4,^ I 24„