präumnrration» - Preise: Für Laibach > . 4 . S0 , Binteljährig. . . , . iS . Laibache zs- Zustellung in» Hau« viertel, jährig iS kr., monatlich g kr. Einzelne Nummeru S kr. LrHakIio« Sahnhosgasse Nr. lüü Lkpr-itio» NN- Znl ernte» ünreau: ,?ongreßplatzNr 8ti » kr, bei zweimaliger Einschallung'L L/i dreimal » 7 kr. gusertionSstcmpel jedesmal L„ kr Bei größeren Inseraten und Ssterer Einschaltung entsprechender Rabatt Anonime Mittheilungen werben nicht berücksichtigt; Manuskripte nicht zurückgesendet. Nr. 257. Freitag, 11. November. — Morgen: Kunibert. 1870. Auf der Anklagebank. In einer peinlicheren Lage haben sich wohl noch niemals Minister in Oesterreich befunden, als die jetzigen vorgestern in der Adreßkommission des Herrenhauses, über deren Verlauf wir Wiener Blättern folgendes entnehmen: Bei der um 11 Uhr beginnenden Sitzung dieser Kommission waren sämmtliche Mitglieder des Ministeriums anwesend. Der Obmann der Kommission, Ritter von Schmerling, richtete Uber verschiedene Punkte der Thronrede mehrere Fragen an das Ministerium. Minister-Präsident Graf Potocki äußerte, er habe das Minoritäts-Votum unterschrieben, worin feine politischen Grundsätze klar niedergelegt sind. Zu einer verfassungswidrigen Thätigkeit habe er nie die Hand geboten, und sei das Ziel der von ihm angestrebten Versöhnungs-Politik nicht ganz erreicht, so sei doch einige Beruhigung der Gemüther herbeigesührt worden. Die Idee der allgemeinen Versöhnung werde er nie aufgeben, aber auch niemals an den Grundlagen der Verfassung rütteln. Freiherr v. Lichtenfels findet durch diese Antwort seine Bedenken nicht behoben. Die Grundlagen der Verfassung sichern könne man nur durch ihre Handhabung. Die Art der Handhabung war aber nach seiner Ansicht verwerflich. Man könne nicht noch mehr rütteln an der Verfassung, als von Seite der Regierung geschah. Er begreife nicht, wie man sagen könne, die Stimmung habe sich gebessert, schlechter sei sie nie gewesen. Es herrscht eine Art von Anarchie. Graf Hartig schildert die allgemeine Stimmung speziell in Böhmen, welche sich wesentlich verschlimmert habe. Des Grafen Potocki eigene Ausgleichsversuche seien vollkommen gescheitert und Kraft habe die Regierung in keiner Weise gezeigt. In der That sei der Zustand in Böhmen nur ein anarchischer zu nennen, denn er sei die Beseitigung jeglicher Achtung vor dem Gesetze. Wer eben wie er (Redner) von der Wahl in Böhmen komme, könne nur mit liefster Erbitterung von den dortigen Vorgängen sprechen. Die Organe der angeblich verfassungstreuen Regierung haben immer nur gegen die Verfassung, und zwar in der verderblichsten Weise gewirkt. Fürst Carlos Auersperg widerlegt gleichfalls die Ausführungen des Ministerpräsidenten. Ueberall habe die Regierung nach ändern Grundsätzen gehandelt ; so in Tirol, wo sie die unbedingte Angelobung forderte und in Böhmen, wo sie sich mit der bedingten begnügte. Hofrath Uuger hebt hervor, daß der tiroler Landtag eigentlich nicht in den Reichsrath, sondern nur zu der Versammlung vom 15. September gewählt habe, so daß man zweifeln könnte, ob diese Versammlung auch wirklich der Reichsralh sei. Man hätte in Tirol den Landtag auslöseu und direkte Wahlen anordnen sollen. Nichteinschlagung dieses Weges mUfse nothwendig den Gedanken wachrufen, daß es der Regierung nicht um Stützung, sondern um Untergrabung der Verfassung zu thun war. Noch ärger aber habe man in Dalmatien gewirthfchaftet und dort dem slavischen Elemente ein Uebergewicht verschafft. Zum Danke dafür verlange Dalmatien jetzt die Abtretung des Landes von Zisleithanien und die Vereinigung mit Kroatien. Unterrichtsminister Dr. v. Stremayr bemüht sich den Wortlaut der Thronrede gegen die erhobenen Bedenken zu rechtfertigen. Fürst Jablonowsky bedauert das Scheitern der Versöhnungsversuche, kann jedoch daraus der Regierung keinen Vorwurf machen. Die ausgestellte Be- hauptung, daß auch in Galizien Zwiespalt herrsche, sei unrichtig. Justuminister R. v. Tschabnfchnigg sucht vom richterlichen Standpunkte nachzuweisen, daß keine Anarchie herrsche. Die Anarchie in der Presse sei aber eine Verlassenschaft der früheren Regierung, um sie zu beseitigen, hätte man Ausnahmszustände einführen müssen. Freiherr v. Lichten sels erklärt, er habe nicht gesagt, die Regierung habe den Boden der Verfassung verlassen, wohl aber, daß sie auf verfassungsmäßigem Wege die Verfassung zu Grunde richte. Fürst Auersperg wendet sich gegen die Ausführungen der Minister Stremayr und Tschabnfchnigg, daß die Ausnahmszustände in Böhmen wirkungslos gewesen seien und behauptet, daß sie nur allzukurz gedauert hätten. Hofrath Unger bezeichnet als das Ergebniß der Versöhnungsversuche des Ministeriums, daß die Regierung sich alle Parteien zu Feinden gemacht habe; wie man aber ohne jede Partei konstitutionell regieren könne, sei ein bisher noch ungelöstes Problem. Minister Graf Ta affe: In Tirol habe sie au der Regel, derznfolge die Reichsrathswahlen durch den Landtag vorgenommen werden sollen, so lange festgehalten, als auf diesem Wege das Ziel zu erreichen war. Hätte der tirolische Landtag den Reichsrath nicht beschickt, so würden dort ebenfalls direkte Wahlen ausgeschrieben worden sein. Was Dalmatien anlange, so liege die Hauptsache darin, daß von dort der Reichstag beschickt wurde. Die Adresse des Landtages sei noch nicht beantwortet worden, doch werde dies im entsprechenden Sinne geschehen. Die Ausführungen des Ministers Graf Taaffe werden vom Graf Hartig und Fürst Auersverg ausführlich widerlegt. Feuilleton. Beethoven. Es ist eine der schönsten Früchte der Bildung unserer Zeit, daß wir uns für die großen Geister der Vergangenheit, welche als Bahnbrecher oder mächtige Förderer des geistigen Lebens auf irgend einem seiner Gebiete zu Wohlthätern des menschlichen Geschlechtes geworden sind, lebhafter und inniger als irgend eine frühere Generation intcreffiren. Es hängt dies allerdings zunächst mit der in allen Zweigen der Erkenntniß und allen Schichten des Volkes immer weiter fortschreitenden Bildung zusammen; doch ist cs nicht blos dcr immer allgemeiner werdende Trieb nach Wissen, was unsere Aufmerksamkeit auf jene geistigen Heroen lenkt; es ist das Gefühl der Dankbarkeit und Verehrung, der persönlichen Verbundenheit und Abhängigkeit, kurz der Pietät, was uns an sie fesselt. Selbst wenn unsere jetzige Kulturstufe in manchen Beziehungen über das unmittelbare Werk eines Einzelnen von jenen Genien der Vorzeit hinausgc-schritten fein mag: zu tief sind wir uns doch des Zusammenhanges jeder menschlichen Geistesentwicklung und Geistesarbeit bewußt, als daß wir nicht einerseits die Quelle unseres heutigen Besitzes bis in die ältesten Zeiten zurückverfolgen, andererseits bei dem innigen Zusammenhänge aller Zweige der Wissenschaft und der Kunst den Vorkämpfern der Kultur und Freiheit auf allen Gebieten den Tribut unserer Dankbarkeit darbringen sollten. Mit einem Worte: das Bewußtsein von der Kontinuität und Universalität der Geistesentwick-lung unseres Geschlechtes ist in unseren Tagen ein allgemeines geworden, unb diese herrliche Frucht dcr fortgeschrittenen Bildung der Menschheit bringt cs mit sich, daß wir in gleicher Weise voll dankbarster Erinnerung das Andenken Buddha'S, Homers, Shakespcare'S ehren und preisen, wie das Michel Angelo's, Humboldts, Gölhc's und anderer gewaltiger Erscheinungen, die auf irgend eincm Felde geistigen SchasscnS lcuchtende Vorbilder und erhabene Wohlthäter der Menschheit geworden sind. In diesem höchsten und reinsten Sinne hat auch Beethoven, dec unerreichte Hero» aus dem Gebiete dcr Tonkunst, sich die Berechtigung aus die immerwährende dankbürste Erinnerung dcr Nachwelt erworben, in diesem Sinne feiern wir seinen hundertsten Geburtstag und verherrlichen das An- denken eines der größten Genien aller Völker und Zeiten. Beethovens außerordentliche Bedeutung liegt nicht auf dem Felde der musikalischen Kunst allein, sie erstreckt sich weiter, und kein geringercs Verdienst hat dcr große Denker in Tönen um das zur endlichen Klarheit gelangte Bewußtsein des reinen Menschenthums, um die wahre Würdigung des Meisterwerkes der Schöpfung sich erworben, als die großen Denker in Worten. Beethoven war cs, der vor vielen schaffenden Geistern vermittelst der Kunst, man möchte sagen eine neue Ordnung der Dinge in unseren Innern begründen hals, weil cr dem Menschen den innersten Grund seiner Seele wieder fühlen machte und jene ewigen Gesetze des Mcnfchenthums, die dunkel geahnt und unbewußt geübt in unserem Innern waltcn, nnS zu deutlichem Begriff und sicherem GesühlSvcrständniß brachte. Beethoven vor allen ändern war cs, der uns. zunächst wenigstens innerlich, wieder fest auf das eigene Wesen stellte und im Gcbietc des Gefühlslebens völlig ausführte, was andere Große vor ihm erstrebt und vorbereitet hatten. Und wer da« Leben kennt, weiß, was cs dcm Menschen bedeutet, wenn er nur erst ein eigen Herz und ein eigen Wollen hat, — weiß, daß hier der sichere Grund zu allen Ministerpräsident Graf Potocki diüheuert nochmals den redl^chm Willeu der Regierung, bei der letzten Wahl in Böhmen der verfassnnz-ttrenen Partei den Sieg zu verschaffen; sie sei es geivese.i, welcher die acht Mitglieder der BerfassnngSpartei ihre Wahl verdanken. Die letzte Behauptung wird vom Fürsten Auersperg bekämpft und auch die neuerliche Ber-sichernng des Ministers Graf Taaffe in Abrede gestellt. Nach Beendigung der Diskussion Uber diesen Punkt stellt der Vorsitzende R. v. S ch merl i u g im Namen des Komitee's au die Regierung die Aufrage, ob die Behauptung wahr sei, sie habe die Beschickung des Reichsrathes durch die nationalen Parteien durch das Zugesiändniß zu erwirken gesucht, für spezielle Mäuder eigene Minister zu ernennen. Ministerpräsident Graf Potocki erklärt, die Verhandlungen mit einzelnen Männern hätten sich wegen Unanuehmbarkeit ihrer Forderungen zerschlagen, doch sei das Ministerium der Ansicht, die Sache nur im Wege der Legislative zur Austragung zu bringen. Obmann R. v. Schmerling wünscht weiter zu wissen, wie eS komme, daß Fragen, welche die Reichsvertretung berühren und daher nur iu die Kompetenz des Reichsrathes gehören, zum Gegenstände der Verhandlung mit dem böhmischen Landtage gemacht worden seien. Ministerpräs. Graf Potocki erwidert, daß die Art, in welcher die Adresse des böhm. Landtages beantwortet wurde, ein neues Zeugniß für die Berfas-suugstreue der Regierung sei. Obmann R. v. Schmerling fragt weiter, warum nach der zweiten Ablehnung der Wahl in den ReichZrath von Seite des böhmischen Landtages der letztere nicht aufgelöst worden sei und ob die Regierung eS überhaupt für vereinbar mit der Verfassung hält, ihn neben dem Reichsrathe fortbestehen zu lassen. Min. Graf Taaffe erwidert: wenn man den Landtag auflöste, würde die ganze czechifche Partei nicht mehr in demselben erscheinen und also auch un-vertreten bleiben. Gleichzeitig den Landtag auszulösen und direkte Wahlen auszuschreiben sei nach der Landesordnung unausführbar. Freiherr v. LichtenfelS betont auf das Nachdrücklichste die Nothwendigkeit einer unverweilten Auflösung des böhmischen Landtages. Unterrichtsmin. v. Strem ayr vertheidigt den Standpunkt der Regierung, dem zufolge bei einer Ausschreibung direkter Wahlen es nicht ausführbar sei, gleichzeitig an die Auflösung des Landtages zu schreiten. Diese Anschauung wird von dem Fürsten Auers Perg, Freiherrn v. LichtenfelS, Hofrath Unger und Grafen Hartig mit Nachdruck bestritten. Nach lange dauernder Diskussion über diesen Punkt wurde schließlich Graf Anton AuerSperg rechten Thun des Lebens, wie zu dem höchstm Flu^e der Ideale liegt; für die Kunst aber ist geradezu Anfang und Ende aller Existenz das Leben des menschlichen Innern, um das sich wie die ganze sittliche Welt, so alles wahrhafte und dauernde Kunstschaffen wie um seinen Pol dreht. Wenn wir uns also besonders jetzt, wo die Zeit der hundertjährigen Geburtsfeier Les großen Meisters uns nahe bevorsieht, zu der mahnenden Frage gedrängt sehen, ob wir denn auch seiner Erscheinung uns würdig gezeigt, seine« Geistes uns theilhaft gemacht und mit seinem Pfunde fruchtbringend gewuchert haben, so mögen andere berufenere entscheiden, was denn zunächst im äußeren Dasein, in Sitte und Staat, in Haus und Gesellschaft von diesem Anstoße wirksam geworden, was von diesen reinen Wiedercrfassen des wahren und ewig gleichen MenschenwescnS zur praktischen Realisirnng gediehen ist. Wir, deren Herz und Sinn heute vorzugsweise bei Betrachtungen derjenigen GeisteSäußerun-gen weilen, wo das Leben der Zeit und des Volkes sich einen idealen und ewigen Ausdruck zu verleihen strebt, wir wenigstens dürfen uns mit Bestimmtheit sagen, daß cr nicht vergebens gelebt, der einstimmig als Berichterstatter gewählt und nach vierstündiger Dauer schloß die Kommissionssitzuug um halb 4 Uhr.__________________________________________ Bom Kriege. Das Bombardement von Paris ist eine beschlossene Sache. Nach sechswöchentlichcr Arbeit war die Aufstellung der 000 Belagerungsgeschütze am 1 November beendigt und der Beginn der Beschießung nur durch die Waffenstillstaiidövcrhandlun-gen verzögert. Die Geschütze von Sevres und St. Eloud tragen über das Gehölz von Boulognc hinweg bis nach Paris, und zwar bis in die Nahe des Jnvaliden-Domes. Verdun, eine der stärksten Festungen des östlichen Frankreich, hat kupilulirl. Oie Bedeutung des Falles Berdunö liegt nicht darin, baß große Kriegsbeute gemacht und eine Division deutscher Truppen zu anderen Zwecken frei wird, sondern in technischen Borlheilen, die sich durch die nunmehr ganz ungestörte KiMiiiiunikatlon ergeben. Die genaue» Rapporte über die in Metz gemachte Kriegsbeute liegen nun vor; der Schaden, den Frankreich erleidet, ist nneimeßlich. Au 180.000ChassepotSgewehre, 100 Mitrailleusen, 800 Feldgeschütze, 2000 Rohre von Festungögeschützcn aller Art und eine unzählbare Menge aller uu Arsenale Vorgefundener Waffen und sonstiger Ausrüstungsgegenslände, endlich oas ganze Armeefuhrwerk. Wenn man bedenkt, daß Straßburg und Metz die beiden größten Waffenplätze für die französische Landarmee waren und daß dura- die Kapitulationen von Sedan und Metz auch noch die gesammte Feldarltllerie Frankreichs in die Hände der Deutschen fiel, so kann man es rund heraus konstatiren, saß Frankreich militärisch vollständig und aus Dezennien hinaus ruinirt und daß cs nicht im Stande ist, auch nur eine Armee von 100.000 Mann aus-zurüsten und ins Feld zu stellen. Von 67 Kavallerieregimentern, die Frankreich am 1. August befaß, bestehen noch die vier SpahiSregimenter in Algerien und fünf Linicnregimenler bei der Loirearmee, dann ungefähr die Hälfte der Depotschwadronen in Parts — alle übrigen find vernichtet oder gefangen. Gewiß 40.000 Kavallerie- und Artillerie« pserde sind zugrundegegangen, eine Zahl, die bei oem notorischen Pferdemangel in Frankreich bedenklich hoch ist. Und ebenso wie mit der Kavallerie und Artillerie steht es mit der Infanterie und dem Geniekorps Frankreichs; in Metz kapitulirten 65 ^nsanleneregimeiiter, bei Sedan 30 und fämmtliche Genie- und Generalstabsoffiziere der „Rheinarmee" und der Mac Mahon'fchen Reservearmee — also so ziemlich alle, die Frankreich besaß — befinden sich in deutscher Kriegsgefangenschaft. Die ganze Linie und ein Theil der Ersatzmannschaften gefangen, keine Reiterei, keine Artillerie, keine technischen Truppen. große Denker in Tönen, und daß der neue Geist, dem diese urmächtig eigenartige Erscheinung, wie kaum eine ähnliche, entsprossen, sich auch dieses seines großen Sprößlings vollkommen bewußt gewor-den ist, und mil dessen kühnem Streben und hohen Intentionen Ernst gemacht hat. Wir müssen daher das Andenken dessen segnen, der uns den Weg zu den Geheimgcbieten des menschlichen Wesens wies und in seinen eigenen Werken bereits in reichster Fülle das Material hinterließ, um daraus in Wahrheit jenen idealen Tempel zu erbauen, in dem das „Ebenbild Gottes" seinen Platz findet und die wirren Gegensätze sich versöhnt zeigen, in denen das gemeine Dasein kämpfend und leidend sich umtreibt. Wir müssen doppelt da« Andenken dessen ehren, der so mächtige Steine legte zu dieser neuen Ordnung der Dinge, in der der Mensch in Wahrheit nun gilt nach dem was er ist und nach diesem seinem wahren Werthe auch gemessen wird, und der vor allem der Zeit für den wahren Zusammenhang der Erscheinungen das Ver-ftändniß wieder er,chloß und sie gefühlskräftig und geistessrisch machte und sie lehrte, aus dem Grunde des eigenen Wesens auch die tieferen Gründe des gcsammten geistigen Lebens zu erfassen. Die sieben Personen, die mit den in deutsche Hände gefallenen 3 Ballons gefangen wurden, sind zur kriegsrechtlichcn Abnrth-ilung in preußische Festungen gebracht worden. Die denselben abgenom-menni Papiere konipromittiren Diplomaten und andere Personen, denen man mit Rücksicht auf ihre Stellung und ihr Ehrgefühl den Verkehr von Paris gestaltet hatte. Durch die Briefe soll namentlich ein bairischer Staatsmann kompromittirt sein, welcher jetzt bei einer der europäischen neutralen Großmächte als Gesandter beglaubigt ist. Nach der Meldung des schweizer Truppen-Kommandanten zu Brunhut zogen die Preußen in Montbeliard ein. Der „Bund" meldet, daß sich Garibaldi mit den Franctireurs überwarf. Die preußischen Begleitungömannschaften der französischen Kriegsgefangenen, welche am 9. November nach München kamen, sind dort sehr gefeiert worden. Sic wurden zur Tafcl in die Residenz gezogen , wo der Flügeladjntant Sauer den König vertrat; Abends fand ihnen zu Ehren eine Festtafel und anderntags ein Bankett seitens des Magistrates statt. Politische Rundschau. Laibach, I I. November. In der gestrigen Sitzung des Abgeord-Hauses legte der Finanzministcr den Gesetzentwurf über die Forterhebung der Steuern bis Ende März 187l vor. Der Präsident theilte mii. daß die Delegationen für den 21. d, M. nach Pest einberusen werden und ersuchte um baldige Vornahme der Delegirtenwahl. Der Unterrichlsministcr legte Gesetzentwürfe über Regelung der Lehrergehalte und Reorganifirung des Wiener Polytechnikums vor. In die Adreßkommifsion wurden gewählt: Grocholskh, Ezerkawsky, Eichhoff, Brestl, Rechbaner, Stnrm, Weber. Demel, Earncri, Figuly, Zyblikiewicz, Klier, Herbst, Banhan«, Giskra. Der Antrag, sämmtliche Mitglieder des Hauses sollen den Siz-zungen der Adreßkommifsion beiwohnen können, wurde mit 77 gegen 63 Stimmen abgelehnt. Ein Artikel des Prager „Abendblatt" konstatirt, daß die Staatsgesetze die Absichten Roms auf die Besitzungen der Benediktiner neutralisiren. Die bisherigen Resultate der Wahlmänne» Wahlen für das preußische Parlament sind günstig für die Liberalen. Der Berliner offiziösen „Provinzial'Korre-fpondenz* zufolge wird die Einberufung des nordd. Reichstages vermuthlich gegen den 20. d. behufs Beschlußfassung über die Mittel zur weiteren Kriegführung, sowie über den Eintritt der Südstaaten in den Bund erfolgen. Der Eintritt Badens, Hessen« und Württembergs sei in sicherer Aussicht, die Beziehungen BaiernS unterliegen noch weiteren Verhandlungen. — Bezüglich des Angriffes auf Paris sagt dasselbe Blatt: Der Befehl wird gewiß iy drosIpMblicke ertheilt werden, wo e« unter Berücksichtigung aller betreffenden Verhältnisse, namentlich auch der weiteren inneren Entwicklung in Paris, angemessen erscheint. Bei den Verhandlungen in Versailles über die deutsche Verfassungsfrage soll nach einem Telegramm der „Presse" aus Berlin, 9. November, Baiern auf einer eigenen Leitung der auswärtigen Angelegenheiten, auf selbständiger Verwaltung des Heerwesens und auf dem Veto in der Verfafsungs-frage bestehen. Die Minister Bray, Prankh und Lutz wollte» abreisen und die Sache iu suspenso lassen, Graf Bismarck stellte die Alternative, die baierischen Minister mögen die bisherigen Ansprüche aufgeben oder Baiern sich auf den Ausschluß aus dem neuen Bunde gefaßt machen. Die „Augsb. Post-Ztg." sagt: Sogar die „preußischen Jahrbücher" gestehen ein, daß Delbrücks Konferenzen resultatlos geblieben sind; unsere Minister haben einen harten Stand in Versailles. Der König von Baiern will ein treuer Bundesgenosse Preußens bleiben, aber nicht sich tatsächlich mediatisireu lassen. Zur Tagesgeschichte. — Verlust von 200.000fl. für die Jesuiten. Ein interessanter Prozeß wurde am 2. d. M. in Wien im Landesgerichte in Zivilsachen entschieden. Die 68 Jahre alte Hauseigeuthümerin Marie Brunner hatte den Jesuiten eine Schenkung von 200.000 fl. gemacht, während ihre Angehörigen die Verhängung der Kuratel nachsuchten. Das k. k. Landesgericht als Kuratelsbehörde erledigte dieses Gesuch aufrecht und bestellte Dr. Mayerhofer zum Kurator. Da zu jener Zeit, es war im Februar dieses Jahres, die Schenkung noch nicht ausgeführt war, wurde dieselbe von Dr. Mayerhofer angefochten und der Beichtvater der Fra» Brunner sah sich gezwungen, den Prozeßweg zu betreten. Trotz der Konsequenz und des Aufwandes aller Mittel, vermochte der Jesuitenpater Alfons P . . . nicht durchzudringen und wurde fach-fällig. Mittlerweile ist Frau Brunner gestorben. Daß sich doch die Jesuiten, die ewige Armuth gelobt haben, so gerne ungeheuere Summen von meist unzurechnungsfähigen Leuten, die sie vorerst nach allen Regeln der Kunst überredet haben, schenken lassen, ohne Rücksicht, ob sie durch die erschwindelten Schenkungen die Angehörigen der Belhörten auf das tiefste schädigen! — In dem Bivouak bei Ars-Laquenexy vor Metz meldete sich ein weiblicher Artillerist. Die Dame behauptete, die Frau eines gefangenen Offiziers zu sein und ihrem Manne in dieser Tracht in die Gefangenschaft folgen zu wollen. Sie sah gut aus und machte sich in der kleidsamen Uniform recht hübsch. Nach ihrem Trauscheine wurde sie natürlich nicht gefragt. — Die Berliner Blätter enthalten die folgende Anzeige: „Es sind mir bei Gelegenheit meines 71sten Geburtstages so viele Beweise wohlwollender und ehrender Theilnahme zugegangen, daß ich bei dem Drange der dienstlichen Geschäfte nur einen Theil derselben persönlich beantworten konnte. Es bleibt mir daher leider nichts anderes übrig, als auf diesem Wege allen denen freudig bewegten Dank auszusprechen, welche einen solchen nicht besonder- aus ihre geehrten Zuschriften erhalten haben. Graf v. Moltke, General der Infanterie And Chef des Generalstabes der ganzen Armee." Lokal- und Provinzial-Angelegenheiten. Lokal-Chronik. — (Zur Beethovenfeier.) Es kommen viele Anfragen an uns, wie es sich denn eigentlich mit den Sperrsitzen im Parterre verhalte bei den zwei Festkonzerten. Darauf können wir folgende Aufklärungen geben. Einige wenige Sperrsitze sind für die ganze Saison abonnirt. Die Besitzer solcher Sperr-W, vorausgesetzt, daß sie eine Festkarte, lösen und wie d große Anschlagzettel noch verkünden wird, bis Samstag Mittags die Benützung bei Herrn Karinger aymelden, behalten ihr Anrecht. Im übrigen gibt es für die zwei Konzerte keine Sperrsitze, das Hans signrirt an diesen zwei Konzerten als Konzertsaal. Die Sitze des Parterres, außerdem noch durch Bänke vermehrt, sind den Damen reservirt. Jene Damen also, welche keinen Logenplatz haben oder deren Anrecht auf einen solchen nicht mit den zwei Tagen zusammenfällt, können daher ganz getrost ins Parterre sich begeben, sie brauchen nicht zu fürchten, stehen zu müssen. Nachdem es an den zwei Konzerttagen für sämmtliche Plätze im Hause keinerlei Rangnnterschied gibt, dürfte auch die Benützung der Galerie sehr empseh-lenSwerth scheinen, da man dort bekanntlich am besten Hort und gleichzeitig bequem sitzen kann. Festkar-ten sind am Samstag bis 7 Uhr Abends bei Hrn. Karinger, sowie auch am Sonntag von 11 bis 12 Uhr eben daselbst zu haben. — (Herr Karl v. Felsenbrunn,) der ehemalige Finanzdirektor in Kcain, ist zum Ministerialrat!) und Finanzdirektor in Oberösterreich ernannt worden. — (Ueber den Raubmord im Biru-baumerwalde) erfährt die „L. Z." noch folgende weitere Details: Der Untersuchungsrichter begab sich gleich nach eiugegaugeuer Meldung von der Auffindung des Leichnams mit einer Geudarmeriepatrouille auf den Thatort und leitete sogleich die Verfolgung des Thäters ein. Nachdem der Mörder mit seinem Bruder von den fürstlich Windifchgrätz'fchen Hegern Rail, Fuka, Perko und Jaut festgenommen und der Untersuchungskommission nach Kirchdorf eingeliefert worden war, wurden beide Verhaftete Nachts gegen 11 Uhr einvernommen. Der Urlauber gab au, Johann Cigole zu heißen, Samstag vom 7. Feldjägerbataillon auf 48 Stunde» beurlaubt worden zu sein. In Loitsch angekommen, habe er den Fellhändler G. Caglianivon Wippach getroffen, welchen er kannte. Er sei mit ihm nun durch die Birubaumer Waldung gegen Wippach gegangen, wobei ihm C. erzählt habe, er habe Geld bei sich. Da sei ihm der Gedanke gekommen, ihm das Geld abznnehmcn. Als sie nun zirka 400 Schritte auf der Anhöhe vor der ersten Bajta ankamen, habe er den arglosen Gefährten überfallen und ihm mit dem Bajonnet einen Schlag ins Gesicht versetzt. Der Verwundete sei noch 35 Schritte ihalab gelaufen, der Urlauber ihm nach und habe ihm noch ein paar Hiebe über den Kopf versetzt, bis er zusammensank, dann habe er ihm seine Brieftasche mit 167 fl. aus dem Sacke genommen, den Leichnam zirka 8 Klafter über Schlucht und Felsen ihalab gezogen und sich sodann fortbegeben. Sein Bruder habe sich daran gar nicht betheiligt. Bei der am 7. d. M. vorgenommenen Obduktion des Ermordeten stellte es sich heraus, daß derselbe 22 Bajonnethiebe, 2 davon auf die rechte Hand, 20 auf deu Kopf, wovon 5 absolut tödtlich, erhalten halte. Ein Theil des Hinterhauptbeines in der Form eines Quadratzolls fehlte gänzlich und wurde am Thatorte gefunden. Der 21 Jahr alte Thäter zeigte viel Reue und wurde sogleich dem Militärgerichte in Laibach eingeliefert. — (Zum deu t s ch-französischen Krieg,) Das Gefammtergebniß der für die verwundeten Krieger der deutschen Armee in einigen Kraisen Laibachs eingeleiteten Sammlung betrug: 270 Gulden in österr. Banknoten, 80 Gulden Silber in süddeutscher Währ. 11 Thalerscheine und 1 St. NapoleonSd'or, nebst der ansehnlichen Quantität von 3 Zentner an Wäsche, Char-pie, Kompressen rc. welche, gleichwie die gesammelten Geldbeträge, je nach Einlauf an das Zentral-HilsS-komitee in Mainz abgesendet wurden. Außerdem sandte auch der Laibacher Turnverein 116 fl. 40 kr. süddeutscher Währ, eben dorthin. An Spesen wurden 9 fl. 96 kr. verausgabt. Nachstehend folgt der Inhalt der letzten Zuschrift des Mainzer HilfsvereinSu „Mit Freuden ergreifen wir die Feder, Ihnen den Empfang Ihres sehr geehrten Schreibens vom 12. l. M. nebst den inliegenden 50 fl. österr. Währung und 11 Thalerfcheinen anzuzeigen. Wenngleich Sie nnS diese Summen als letztes Ergebniß Ihrer Sammlung übersenden, sagen wir Ihnen doch hiesür unseren innigsten Dank. Ihre Sendungen sind un- ei» Beweis dafür, daß die Deutschen allerwärtS, und selbst wenn sie zeitweilig von ihrer Mutter getrennt sind, mir warmen Herzen und offenem Sinne dieselbe nicht vergessen, und bereit sind, ihre Brüder mit rascher Hilfe zu unterstützen. Dies haben sie so zeitig gethan, daß wir schon dadurch wesentlich in den Stand gesetzt wurden, den Zustand der vielen Verwundeten und Erkrankten, die unsere Stadt passiren, und welche die Zahl von 50.000 schon überschritten haben, durch neuen Verband, warme Speisen und warme Kleider einigermaßen lindern zu können. Gleichwie Sie selbst, hoffen wir, daß dieses durch das Blut Nord- und Süddeutschlands geschloffene Band der Einigkeit im Kriege in der baldigen Zeit des Friedens seine guten Früchte für unser Vaterland tragen wird. In diesem Sinne bitten wir. unfern Dank Ihren freundlichen Gebern mitzutheilen und Sie der hohen Anerkennung zu versichern, die wir dem bei so schwierigen Verhältnissen bewiesenen Opsermuthe der Deutschen Laibachs zollen." Hochachtungsvoll: Der Hilssverem sür Krankenpflege und Unterstützung der Soldaten im Felde. Der Vorsitzende St e b lnx. Ter Schriftführer Cuuy wx. Mainz, am 22. Oktober 1870. — (Theater.) Um die vorgestrige Ausführung der „Räuber," erwarben sich nur die Herren Puts (Karl) und Richter (Franz) einiges Verdienst. Des erster» Leistung stand zwar nicht dnrchgehends aus gleicher Höhe »nd hätte ein eingehenderes Studium noch gut vertragen, allein im ganze» befriedigte Hr. Puls alle billigen Erwartungen und an manchen Stelle», wie z. B. i» der großen Szene des 4. Aktes, war er sehr brav. Hr. Richter erfaßte seine Aufgabe, wie immer, mit Fleiß »nd Verständniß und führte sie ganz anständig durch, allein die ganze Rolle war in zu bescheidenen Dimensionen angelegt »nd sein Franz hatte, uni die Ausdrücke des Dichters selbst zu gebrauchen, nichts von der Monstrosität, von der teuflischen Bosheit eines Schurken an sich, in dem die meuschliche Natur au dem Pranger gestellt u»d der Mensch eigentlich schon „iiberhüpft" ist. Frl. Maugsch setzte ihre beste» Kräfte an die „Amalie," freilich ohne ihre schwierige Ausgabe ganz befriedigend lösen zu könueu. Der Regie dürfen wir den Vorwurf nicht ersparen, daß das Stück allzu leichtfertig in Szene gesetzt war; die Darsteller der verschiedenen Episoden hatten (mit Ausnahme von Fr. Stainl) mehr oder minder ihre Rollen uicht einmal gehörig memvrirt und redeten stellenweise ganz konfuses Zeug; die raschen Wechselreden der Räuber gerietheu ein paar mal völlig ius Stocken. Solche Stücke werden an kleineren Bühnen stets Mängel zeigen, aber die P.etät für den Dichter fordert, daß jedenfalls das möglichste geleistet werde. Das Haus war nur mäßig besucht. — Die gestrige Reprise der „Martha" war abermals recht zufriedenstellend und das zahlreiche Publikum folgte mit Berguügeu uud Beifall der animirteu und tüchtigen Aufführung, Offener Brief an Herrn Dr. .Irrni!/ ülvlnek! Der Zufall spielt mir erst heute die letzte Nummer der „Novice" in die Hände, welche eine Erklärung von Ihnen, Herr Doktor, enthält, in welcher Sie Ihre Beziehungen zu einer Notiz des genannten Blattes, welche dem „Laibacher Tagblatt" Subvention und mir eine Bezahlung von Seite desselben fälschlich imputirt, zurückweifen. Dagegen habe ich nichts einzuwenden, dementiren Sie, was Sie wollen und wo Sie wollen, das ist mir sehr gleichgiltig. Sie stellen aber an die Spitze Ihrer Erklärung meinen Namen und behaupten, daß ich jene Notiz im „Laibacher Tagblatt" geschrieben habe. Allein, verehrter Herr, das ist eben nicht wahr. Ich schrieb die Notiz nicht und wußte gar nichts von derselben, ehe ich sie selbst im „Laibacher Tagblatt" laS. Man schleudert aber Behauptungen, die nicht wahr sind und deren Richtigkeit man nicht beweisen kann, nicht in die Oefsentlichkeit, und thäte man so etwas absichtlich, so würde man lügen! Lasten Sie sich also, lieber Herr Doktor, den Rath ertheilen, künftighin Ihre Erklärungen an die richtige Adresse zu geben und lassen Sie mich mit ihren Erklärungen, inSbesonderS wenn sic so ungezogen sind, wie die vorerwähnte, freundlichst in Ruhe. Laibach den 11. November 1870. ___________________________Dr. Fr. Keesbacher. Eingesrndrt. Seitdem Seine Heiligkeit der Papst durch den Gebrauch der delikaten lisvLissewrs ä» Li-rr)' glücklich wieder hergestellt und viele Aerzte und Hospitäler die Wirkung derselben anerkannt, wird niemand mehr die Heilkraft dieser köstlichen Heilnahrung bezweifeln und führen wir die folgenden Krankheiten an, die sie ohne Anwendung von Medizin und ohne Kosten heilt: Magen-, Nerven-, Brust-, Lungen-, Leber-, Drüsen-, Schleimhaut-, Athem-, Blasen- und Nierenleiden, Tuberkulose, Schwindsucht, Asthma, Husten, Unverdaulichkeit, Verstopfung, Diarrhöen, Schlaflosigkeit, Schwäche, Hämorrhoiden, Wassersucht, Fieber. Schwindel, Blut-aufsteigen, Ohrenbrausen, Uebelkeit und Erbrechen selbst während der Schwangerschaft, Diabetes, Melancholie, Abmagerung, Rheumatismus, Gicht, Bleichsucht. — 72.000 Kuren, die aller Medizin widerstanden, worunter ein Zeuguiß Sr. Heiligkeit des Papstes, deS Hofmarschalls Grafeu PluSkow, der Marquise de Brähan. — Nahrhafter als Fleisch, erspart die lievLlssoiörs bei Erwachsenen und Kindern 50 mal ihren Preis ,u Arzneien. Zertis dir 73.416 Gasen in Steiermark, Post Pirkfeld, 19. Dez. I86S. Mit Bergnügeu uud pflichtgemäß bestätige ist die günstige Wirkung der Uovielesewre Dieses vortreffliche Mittel hat mich von entsetzliche» Athembeschwerden, beschwerlichem Husten, Blähhals und Magrukräinpfeu, woran ich lange gelitten, befreit. Vinzciiz Steiner, Pens. Pfarrer In Blechbüchsen von Pfd. fl. 1.50, 1 Pfd. fl. 2.50, 2 Pfd. fl. 4.50, 5 Pfd. fl. 10, 12 Pfd. fl. 20, 24 Pfd. fl. 36. — üövrüsseisrs Olwcolatäk in Tabletten für 12 Tassen fl. 1.50, für 24 Tassen fl. 2.50, für 48 Taffen fl. 4.50, in Pulver für 12 Taffen fl. 1.50, 24 Taffen fl. 2.50, 48 Tassen 4.50, für 120 Taffen fl. 10, 288 Taffen fl. 20, 576 Tassen fl. 36. — Zu beziehen durch Barry du Barry H Co. in Wien, Goldschmiedgaffe 8; i» Laibach bei Ed. Mahr, Parsumeur; in Pest Török; in Prag I. Fürst; in Preßburg Pisztory; in Klagenfnrt P. Birnbacher; in Linz Haselmayer; in Bozen Lazzari; in Brünn Franz Eder; in Graz Oberranzmeyer,Grablowitz; in Marburg F. Kollet-nig; in Lemberg Rottender; in Klausenburg Kronstädter, und gegen Postnachnahme. Witterung. Laibach, 11. November. Heute früh starke Güsse. Warmer Südwind. Wärm Morgens 6 Uhr -s- 6.6^, Nachm. 2 Uhr -s- 9.3" R. (1869 0.6°; 1868 — 0.2"). Barometer im fallen 318.98'" Das gestrige Tagesmittel der Wärme -s- 6.2", um 2.3 über dem Normale. Der gestrige Niederschlag 9.60'". Der heutige Tag Martini wichtiger Lodtag der Bauern An Martini Sonnenschein, Tritt ein kalter Winter ein. Wenns am Martinitag trüb oder regnerisch ist, so folgt ein unbeständiger, ist er hell, ein harter Winter. Verstorbene. des 180 an der Den 9. November. Gregor Mercon, D.-R.-Ordens, alt 51 Jahre, in der Stadt Entartung der Unterleibsorgane. Den 10. November. Dem Franz Piskur, Kaischler sein Kind Franz, alt 1 Jahr und 24 Tage, im Hühner dorfe Nr. 13 an der Lnngenlähmung. - Johann König Inwohner, alt 50 Jahre, in, Zivilspital an Gehirnlähmnug — Wenzel Kralic. Justitutsariuer, alt 84 Jahre, in der Gradischavorstadt Nr. 36 au Altersschwäche. Theater. Heute: Beethoven. Lebensbild von H. Schmidt. Wiener Börse vom IS. November.l Sperc.Rente, öst.Pav. dto. dto. öst.inSilb. Sose von 1854 . . . «ose von 1880, ganze Lose von 1860, Fünft. Priimiensch. v. 1864 . Steiermark ju»pi!l. «Lrnten, Kram u. Küstenland 5 » Ungarn. . zuS , kroat. u. Elav. S » kiebenbürg. , S > L>otloo>. «ationalbanl . . . Union-Bank . . . Lreditanstalt . - -vi. ö. L»c°mpte-S>es. Analo-österr. Bank . Oest. Bodencred.-A. . Oest. HyPoth.-V-mk . Sieier. Lseomvt.-Bk. Franko - Austria . . ilais. gerd.-Nordb. . Südbahn-Gesellsch. . «als. Llisabetb-Bahn. Sarl-Ludwig-Bahn Siebend. Eisenkahn . StaatSbahn. . . . Lais. Franz-Josessb.. g«nft.-BarcI-r E.-B. »lsöld-Fium. Bahn . ^k»i»adrlsks. Nation. ö.W. verloSb. Nnq. Bod.-Ereditanst. Allg.öst.Bod.-Eredit. dto. in!>» ^. rück». . Geld Ware L7.8» L7.W «?.S5 «7^5 8S.5V »0.— ss.so »».so 104.—1v4.b«; > Geld wa^ Oest. Hypoth.-Bank. — rr!orttLt»-0I>U^. Südb.-Gel. zuüttOKr. m.LV I dlo. Bon« » »«. L3I.- rss.— II? z» 117.40 Nordb. 7-.-! 7«. 5» 735.— 737.— LII.— L3S. »24.70 LS5.90 88Z.— 8«8.. >08.50 rv7.> Ivl.se. 1»».-»ivr mos 176.30 178.50 »18.— »18.50 »47.»» »47.75 18».—!l68.L« 38».»0 383.— I89./5 I9U.— 181.— >84.-170.7» 171.— >. ! 93 40 93.80 89.— 90. I„8 — >108 50 87.Sol 87.7» Los». Eredit lOO fl. ö. W. . Don.-DamPssch.-Ges. zu Iv« fl. CM. . . Triester 100 fl. CM. . dto. 50 fl. ö. W. . Osener . 40 fl. ö.W. Salm . „ 4» , Palssh . . 4« . iLlarv . , 40 . St.Benot», 40 . Wiudischgrätz »0 , Waldflcm . SV , Aeglevich . lv , Rudolsöstift. 10 ö.W. (3Mon.) NugSb. Ivofl. südd.W. Franks. 100 fl. » , ondon 10 Pf. Stert. Pari» 100 Francs . Ukunso. Kail. Münz-Ducaten. iO-Franc»ftück . . . BereinSthaler . . , Silber . . . . 13S.50 133.— 90.- 90.56 94.70 94.9» 159.50 160.— 95.— 96.- 115.— 125 — 54.— 58.— 27.— 30.- 37.— 39.- S«.— 27.— 31.— 33- 28.— 29 - 22.— 24.- 18.— 20.- 14.— 16- 14.— 14 5^ 101.70 102.- 101.85 102- 122.15 122 25 5.85 5.87 9.85» 9 86 1.80 1.80» 120.75 121 — Der telegrafische Wechselkurs ist uns bi» zum Schlüsse des Blattes nicht zugckommcn. Telegramm. München, II. November. 2l»S Alt dreifach wird heute gemeldet: Neubreisach kapitulirtc gestern Abend mit SSSttO Ge fange,>en, darunter I«>« Offiziere, und INI» Geschütz-»- Berlin, 10. November. GeschiitzscuduiMN nach Frankreich habcn wieder begonnen, auch Er-atzmannschaftcu wndcn dahin befördert. Tonrs, 10. November. Eine Zirkularnote Favre's setzt auseinander, daß die Waffenstillstands-verhandlung an Preußens Weigerung, die Berpro-viautirung von Paris während des WaffenstiUstan-des ;u gestatten, gescheitert fei. — Er überläßt Preußen die Beranlwortung für weiteres Blutvergießen. TvurS, 10. November. Gerüchte melden : Gestern fanden bedeutende Gefechte bei Orleans statt, welches von den Preußen geräumt wird. Heute Fortsetzung des Kampfes. London, 10. November. Gladstone sagte bei dem Lordmayorbanket, England wünsche ein geeinigtes Deutschland, sei aber zu großer Demüthigung Frankreichs entgegen. Sitte zn beachten! In ^mma ^i!!anl!t8 Kunst-Kaliinet NM Jahrmarktplatze wird morgen die dritte neue Prachtncmälde-Slufstellnng zur hochgeneigten Ansicht gestellt nnd mache ich besonders auf die interessanten Ansichten anfmerksam: Johannes HnS »»> Lcheiterhanfc». Die grof;e Neberschweni-mnnn im oberen Nlieinthal in der Schweiz. Rundschau von Neapel mit dem Ansbrnch des Vesuves. Das Innere der Peterskirche in Rom mit dem Zng zum Konzil. Tie Lofien-Moschee in Konstantinopel. Paris mit der Weltausstellung. Tie Schlacht bei Nöninnrät; von 18voll- 8pinn- und Wsborvi wenden. (480—1) Hnn-erttausende vorr Menschen verdanken ihr schönes Haar dem einzig und allein existirende» sichersten und besten mittel. 1^8 Aldt Niollts L6880168 (454-12) Zahnarzt Mä. Dr. Dozent der Zahnheilkunde aus Graz, ordinirt hier „Hotel Elefant" Zimmer-Rr. 2V und 21 täglich von 8 bis 1 Uhr und von 3 bis 5 Uhr. Der Aufenthalt dauert noch vis inkl. 15. November. WWW '§ L r-» 4L. >L Z «Iv8 >ViteIi8tInli»8 als die in alle» Welltheilcu so bekannt und berühmt gewordene, von msüiv. ^.utorltLtsn ^sprkkts, wlt cksa »nd vrLnäorvtr>rv»ck»1vn Lrkok-xs» von Sr. k. tc. »postol. ILajs»tLt Sorn X»1ser >Io»ek I. von vsstsr-rslvd, Lölltx von vux»rii und «lvr liopklmnrv Sölin,«» sto. etc., mit einem k. k. Liissokl. kür üsn I7iu5»n^ asr Ir. k. üstvrr. LtLLten n»d a«r xs-»Lmmts» LronILvüvr mit Patent vom 18. November 1865, Zahl 1580 — I8SL »u»x»-rsiodllsto k686(!sKl'äU8el-k'0MLl!6, wo bei r«AsImL»»lT«ir» vsbrsuolls selbst die kLkIsteu StsIIv» des H»uxtes voN-dLarlx werden: ^r»ns und rotds S»aro bekommen eine äunklo I's.rds; sic »tLrkt den HL»rboLsn aus eine wunderbare Weise, bs-»sttlxt jede ^rt von 8oki>pps»l»UL>r»S binnen vollstLsüt^, vsr- Lütvt das Äor Ha»ro NI kür- Lsstsr Lstt givnLlloli „nd kür tiniusr, xlbt dem Haars einen llatürllolren Slarrr, dieses wird und dsvakrt s» vor dem Lr^rkus» bis in da« däclists LItsr Durch ihren höchst angenehmen Geruch und die prachtvolle Ausstattung ...................... bildet sie überdies eine Zierde für den feinsten Toilette-Tisch. — Preis eines Tiegels sammt Gebrauchsanweisung in sechs Sprachen 1 st- 50 kr. Mit Postversendung 1 fl. «0 kr. ^VLsäorvorkLukSr vrka^ten Lnsekvllods ^oresnto. Fabrik und Haupt-Zeutral-Verfeudungs-Depot en gros L en ävisil (414-6) bei Parsumeur und Inhaber mehrerer k. k. 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