Nr. 294. Prän,imcration«prei«: ^m Compto.r ganzj. balbi 5.l lr. Mit dcr Post,,z,. sl. I,',. haU',. st. . .5.». SmnstM, 23. Dezember Änse»lio»egciiihr bisi0Ze!lcn: imalmlr., 2>n.«0lr., üm.I fl.; sonst pr.Zcilc N». ü ll.,2m.«l>., ,'.>!!. 10 lr. ii. s. >l'. Inltrlioiiilstciilprl icdc?m. ,"><^ l,. 1885. PriltlUlnerlltiollö'Einladllng. Mit 1. Jänner 1800 beginnt ein neues Abonnement cmf die „Laibacher Zeitung" und die als Beilage erscheinenden „Vlä'tter aus Krain," zn welchem wir das P. T. Publilmn ergebenst einladen. Wir werden bestrebt sei» allen Anforderungen, dic man an ein täglich crschcincndcs politisches Provinzblalt stellen kann, zn entsprechen uud unsere Lcscr mit möalickstcr Schnelligkeit uon allem Wissenöwcrlhcn zn unterrichten, wobei wir keinerlei Opfer scheuen Beweis dcsseu unsere Original Telegramme, /l^ stes di w i cli tia stcn Ercimiissc mittheilen. Zudem siud wir in der Lage, manche wichtige, maßgcbcndcu Krcl,cn entstammende Mittheilung zu br.ngcn, welche be?^ °"s dem In< und Anslaude werden dem Leser stet. eine fortlaufende Uebersicht des Borfallenden aus allen G iettn u möglichster Vollständigkeit nnd prägnanter Kürze bringen. Der Rubrik „Lokales" werden w.r e.uc be.ondere An mechamtc.t widmen und nn,ere Bcr- ^ndua n werd u uns iu den Stand setzen, die Leser von alleu Vorkommnissen in unserem ProvmM cbeu zu mMr^cu. W.r macheu auch aus d.e neu eröffne e «eXf ö ''toituna" aufmerksam unter welcher Rubrik wir besonders die Handels- und Gcwcrbslutcrcsscn berücksichtige». Unser Fe.ulleton w.rd Nr.alual- Gegenstände und wöchentlich eine Tagcschrouit unseres lokalen «'rain" cudlick werden theils historisches, theils Noucllcu, Gedickte und wissenschaftliche Nol.zcu, uorzngllch das Vatcrlandtjchc beruck,lcht>gcud, bringen und stehen uns dafür erprobte vaterländische Kräfte zn Gebote. Angemessene Beiträge für die „Laibacher Zeitung" nnd die „Blätter aus Kraiu" sind stets erwünscht nnd werden entsprechend houorirt. Wir hoffen daß alle Vatcrlandsfreunde nnser Bestreben durch Einsendung von Bcsprechuugcn der L andcS angelcg cnheit cn nnd der unser Vand vor^ ziiglich berührenden national-ökonomischen Fragcu unterstützen werden. Die „Laibachcr Zeitung" wird cS als eiuc ihrer Verpflichtungen bclrachlcu, als ein Organ der berechtigten Wünsche und Forderungen des Landes zu dienen. Dic Prinumeratillns-Zedingungen bleiben unvcrönbcrt: Die Pränumerations-Veträae wollen portofrei zugesandt werden. Laibach, im Dezember 1865. lßliI? V. kleinmI^»' H s'scios' Zgmbepß. Ms" Der hohen Feiertafte wegen erscheint die nächste Nummer am Mittwoch den I7. Dezember. Streben der Völker nach dieser Eintracht konnte der Monarch durch die Landtage die Ueberzeugung gewinnen, und jetzt durch die Aufnahme, welche Ihm iu Ungarn zu Theil geworden. Wir unsererseits zweifeln nicht, daß Oesterreich daS Welk der Vcrstätidigliug vollbringen und das; cS dadurch die ihm ill Europa sscbuhicudc Machtstellung wieder erlangen werdc. Der Weg, den Oesterreich geht, ist der Weg der Flcihcit, denn ohne Freiheit kann von Anerkennung der nalionalcn Rechte leine Rede fein. Und das; man thatsächlich diesen Wcg eingeschlagen hat, daö bezeugen die neuesten Vcrfügnngcn bezüglich der inneren Angelegenheiten deö Reiches. Die in Leipzig erscheinende „Dcutschc Allg. Ztg." erklärt, die Thronrede mache dcu Eindruck eines großen staatsmäunischen Aktes, und fährt dann fort: .„Wir möchten aber noch mehr scMn : fic macht uns den Eindruck eines würdigen und hochbedcutungsvollcn Einschusses des Kaisers selbst, der gleichsam mit seiner Person, mit dem von dieser ausgehenden und au diese sich heftenden Vertrauen die Kluft nusznfnllcn ucrsncht, welche die beiden gleich gewichtigen nnd ihm gleich sehr am Herzen liegenden Hälften seines Reiches so lange Zeit uon einander getrennt und iu Spannnng gegen !einander gehalten hat. Es liegt clwas männliche«, rit->tcrlichcs nnd königliches (was jedenfalls anf die Ungarn den bcstln Eindruck machcu muß) iu der Art und Weise, wie der Kaiser offen nnd rückhaltslos sowohl sein Cnt-gcgcntommcn, scin Eintreten auf die Wünsche der Ungarn, als anch seine bestimmte Erwartung ihres Ent< grgcntommcus nnd ihrer Bcrzichtlcistnng auf Fordcruu. gen, die er nicht würde erfüllen können, betont. (Folgt eine Analyse der hervorragendsten Stelleu der Tbron« rede, worauf es dann weiter hcißt:) „Wir glauben gewiß, die Ungarn werben für eine so offene und cmgcnschciulich von Hinlcrhaltgcdantcn freie Ansprache aus dem Mnndc ihrcs angestammten Monarchen selbst nicht unempfänglich bleibe»; sie werden die ihnen gebotene königliche Hand nicht eigensinnig zurückstoßen, sondern vertrauensvoll erfassen und durch loyales Entgegenkommen ihrerseits den bedeutsamen Schritt, dcn man von Wien aus ihnen cntgcgcngclhan hat, anerkennen und zu einem gedeihlichen Endcrgcbniß ergänzen. Die lantcn und immer wiederholten Jubel» rufe, womit dic kaiserliche Rede angehört ward, nnd die Aeußerungen der ungarischen Blätter bestallen unS iu dieser Erwartung." Oesterreich. Wien, 21. Dezember. Sc. k. l. Apostolische Majestät sind hcnlc früh Morgens von Ofen wicdcr zurückgekommen und gcrnhtcu Allcrhöchstihrcu Aufenthalt in der t. k. Hofburg zu uehmcu. — 20. Dezember. Das „Frcmdcnblalt" schreibt: I)aq. Gerücht, daß vou amerikauischcr Scile hier ange» l 't worden, dic Anwerbung von Oestcrrcichml für die k. mexikanische Armee werde vou Seile der Vereinigten Staaten mit der Zulassung von Werbungen für Juarez beantwortet werden, ist, wic man uns versichert, dadnrch cutstandcn, daß der mexikanische Hencrallcmsul Herr Herzfcld sich plötzlich nach Brüssel begeben. Wir l'crnchmcl, jedoch aus bester Quelle, daß diese Kombi» nation eine irrige ist, und dürfte vielmehr die Ncise des erwähnten Herrn mit der Ordnung der ErbschaflSnna/. lcacnheitcn des Kaisers Maximilian im Znsammenhangc stehen. In dcn bezüglich dcr Ergänzung der k. Mkxi. kanischcn Truppen getroffenen Bestimmungen wird jedoch leine Veränderung eintreten. Pest, 20. Dezember. Ein „allgemein yelannier Patriot, dcsfcn Abwesenheit im Uulcrhausc schmerzlich cmpfnndcn wird," schreibt dcm „Magyar Ailag" über die Thronrede: „So hat noch lein östcrr. Kaiser zn Ungarn gesprochen. Dcr Appell Maria Theresias im ^llhre l74l war nur ein Schmcrzcnvschrci in dcr äußcr^ stcn Noth. Franz Joseph spricht im Bewußtsein des Nraftgefühls. Er macht aus dcn der Lösnng entgegen, stehenden Schwicriglcitcn lein Hchl. Indem er dcn Ungarn die Perantwottlichkeit anfbm'dct, sagt er zugleich -Ihrcr ist dcr Nutzen, dcr Nnhm des Erfolges, weun er mit ihrcr Hilfe die Schwicrigleitcn übcrwiudeu kann In dcr Thronrede ist die Fcsligtcit dcr Idccn ebenso bewunderungswürdig, wie die Auflichliglcit und Ossm. hcit dcr (Äcsinnnng rührend ist. Die beiden lctztcn Ali. nca's sind ein direkter Aufruf, an dcn Stolz, die WciS« hcit und die Porsicht dcr Ungarn gcrichtct. Man mnß die Gelegenheit benutzen, denn es gibt in dcr Geschichte dcr Völkcr wcnig so günstige Augenblicke. Der Monarch hat das Schicksal dcr Monarchie uud deß ^nd?S in unsere Hände gelegt. Wir müssen von dcr Einsicht der Nation hoffen, daß dcr Wunsch dcö Königs W'cdcrhall finden wird. Die beste Adresse auf die Thronrede wäre diejenige, dnrch welche die Fragen dcs Inanguraldiploms dcr Revision dcr 48cr Gcsctzc nnd dcr gemeinsamen Angelegenheiten zusammen uud auf ciumal gelöst wür-dcn. Wcuu die Nation auf dcr Höhe des Momcutes stcht, so können wir binnen einigen Monaten cin yroßcs Wcrt endigen und nach achtzchnjclhrigcu schweren beiden im Mai dcn König krönen." — Zum Andcukcu au den Reichstag vom Jahre 1805 ist in Pest eine Medaille erschienen, welche anf der einen Seite daS ungarische Wappen mit dcr Inschrift „1W5. s»r,^!><^viU^j l',»^- und auf dcr Kehr-seile ciucn patriolischcu Spruch enthält. Die Medaille ist ans bcidcu Seiten von cincin Kranze mit dcn Wappen dcr ungarische» Komitalc eingefaßt. — Zur Elinncrunc» au das freudige Ercigniß, daß Sc. Majestät dcr Kaiscc dicscu Reichstag pcrsöulich cröfsnctc. hat dic Stadt Gros' wardciu eine Fundation von 1000 fl. ycstiftrt, dcrcn Zinscu jährlich zur Unterstützung cincö obr^. ' schulden vcrarmlcll GroßwardciRr Ä^, "--------'---------- werden sollen. ' ^' Se. k. t. Apostolische Majestät haben mit Aller« höchster Eulschlicßung vom 5>. Dezember d. I. dcn <^n8to8 canoui(^u8 dcs Großwardcincr gr.-lalh. Domkapitels Johann Papp zum Schulcuobrraufschrr der dortigcu gr.'kath. Diözese allcrguädigst zu crncnucu geruht. Sc. k. k. Apostolische Majestät habcu mit Aller- , höchster Entschließung vom 13. Dezember d. I. geruht, > den Oberfinanznith zmcilcr Klasse bei dcr Finanzlandcs- ! dircttionsabthcilung in Ofen Albert Zicglcr zum j ersten Obcrsiuauzrathc bei dcr Finauzlandcsdircktion in Siebcubürglu allergnädigst zn ernennen. Dcr Slaatsministcr hat den Gymnasiallehrer zu Linz Karl Greistorfcr und dcn Gymnasialsuppleuten zu Graz Iofcph Eggcr zu Lchrcru am Gymnasium ^ zu Gr.iz ernaunt. ____ ! Das Finanzministerium hat eine in Böhmen erledigte FiuanzbczirtsdircktorSstcllc dcm Finanzrathc der Filianzlundcodirclliousabthcilung in Ofen Wcnzcl Ebner verliehen. Nichtamtlicher Theil. Laibach, 23. Dezember. Die „Wiener Abcndvosl" schreibt: Auch heute habcu «ir einige Stimmcu über die Allerhöchste Tinourcde uon, 14. d. M. zu notircn. Bezeichnend für die Art, wie die Polen über die Wandlung dcr Dinge denken, ist jedenfalls der unS vorliegende Artikel des „EzaS." Das Krakl'^r Blatt sieht in dcr Elöffnnng dcs unga» rischcn Landtages cin europäisches Ercigniß von um so größerer Bedeutung, als sich durch die Politik, welche dieses Ereigniß herbeigeführt, die Position Oesterreichs auch nach Außen nm Vieles günstiger gestaltet. Kaiser ssranz Joseph — so schreibt dcr „Ezas" — y'bt Seinen Gedanken durch Wort uud That so deut-l'ch lnnd daß cs für Europa nicht zweifelhaft bleiben lcmu, ans welcher AasiS Er die Macht Oesterreichs zn stützen gedenkt. Die Oasis ist lcinc andere, als dic Eintracht dcr Krone mit dcn Völkern der Monarchic. Und indem dicsc Eintracht dic Einheit dcr Monarchie verbürgt, findet sie selbst ihre Stütze in dcr Ancrlcu. mmg der Rechte jeder Nationalität und in dcr freien Entwicklung derselben, d. i. in dcr Autonomie. Von dcm 1177 Ausland. Berlin, 20 Dezember. Ein Artikel dcr „Prov.-Korr.", dic dem Lande aus dcr Mililärrcform erwachsenden Povthcilc besprechend, schließt: „Die reorganisirle Armcc ist ein gewaltiger Schild für die Entwicklung des Vaterlandes im Innern, dic auf das Heer angewendeten itoslcn tragen dem Lande reiche Fruchte. Die Ehre des Landes und das Wohl desselben erfordern unal'wciölich, daß das Werk des Königs nicht erschüt-tcrl werde." — Ueber die von den Fortschrittsorganen vorgeschlagene Verweigerung der Budgetdebatte sagt dic Korrespondenz: „Es ist gleichgültig, in welcher Form das Abgeordnetenhaus seinc Mitwirkung für das Zu-staudctommcn des Budgets versagt. Die Negierung wird sich an dic Sache halten und darnach allein und nach Rücksicht dce wahren Wohls des Landes ihr Verhalten einrichten." — In Vctrcfs dcr Beschaffung der Pan-zerfrcgattcn sei zuverlässig, daß die Regierung mit einem Marsciller nnd Londoner Hause wegen je einer Fregatte verhandle. Paris, 20. Dezember. Der „Moniteur" meldet: An dcn Eingängen der Hörsälc der Universität ist folgende Erinnerung angeschlagen: Jeder Student muß seinen Matrikulationsschciu bei sich tragen zum Eintritte in den Hörsaal. Diejcnigcn Studirendcn, welche ihren Matriknlationsschciu anderen Personen leihen würden, wcvden mit schwerer Ahndnng bedroht. Studircnde, welche die Ordnung gestört haben, können für ein oder mehrere Semester oder auch zeitlich und für immer von der Pariser Akademie ausgeschlossen werden. sileuautcpost.) Server Effendi, der Halil Vey als Gesandter in St. Petersburg cvsctzen soll, wurde inzwischen zum Pfortcntommissär für den Suczkanal ernannt und ist bereits nach Alcxandricn abgegangen. Die linkische Kavallerie soll nach französischem Muster nm< gestaltet werden, auch steht dic Errichtung zweier neuer Regimenter, eines Dragoner« und eines Kosakenregi-:ucntcs, dcuor. Die Auflösung der Kommission für die tjcherü'ssischcn Emigranten ist eine Thatsache. Letztere stchcn fortan unter ker Polizei. Herr Allcon bewirbt sich um die Konzession für eine Eisenbahn von Konstan. tinopcl nach Nisch, wo sie sich dcr nach Belgrad pro-jcttirten anschließen soll. — Nachdem Graf Sponncck abgcrciöt ist, machen die gricch. Dcmagogcnblältcr jetzt andcrc Personen des Hofstaates für das verantwortlich, was ihncu Ansloß gib^t. So wird u. A. dcr Hofmarschall bcschnldigt, durch seine Intriguen zur Bildung dcö neuen Ministeriums beigetragen zu haben. Schlich, lich wird dcm König Georg nichts übrig bleiben, als sich selber die Stiefel zn wichsen. Dcr neue Minister des Innern, Nitolopulos, ist Schwiegersohn des Herrn Bulgaria. — Drci englische Reisende wurden von einer Räuberbande in Akarnanien nach dcn Bergen geschleppt. Die Räuber verlangten ein Löscgclo von 3000 Pf. ^t. nud erhielten dasselbe von der englischen Gesandschaft. In Smyrna haben jetzt auch die sporadischen Cholera-fälle ganz aufgehört. In Alexandretta, Mcrsina u. s. w. kommen aber solche noch immer vor. Hagesneuigkeiten. Sc. Majestät dcr Kaiser haben dem Bischöfe von Raab Johann Sim or, dem Septcmvir Anton Frei-ycrrn von Nyary nnd dem k. k. wirklichen Kämmerer und Gcncralinspcttor dcr evangelischen Kirchen und Schulen im Königreiche Ungarn Gabriel Freiherrn v. Pro -nay die Würde eines geheimen Rathes, dem Bürgermeister dcr Stadt Pest Leopold Rottenbiller das Komthnrkrenz, dem Stadthanptmann der Stadt Pcst Alexius Thaisz so wie dem Pester Bürger Alexander Vccsey, dann dem Ofucr Bürger Anton Müller das Ritterkreuz dcS Franz» Joseph - Ordens, sämmtlichen mit Nachsicht der Taxen, allergnädigst zu verleihen gcrnht. — Es ist bereits aus früherer Meldung bekannt, daß die Vertretung dcr Chrudimer Bezirtsgemeindc in Böhmen dem Danke dcr Bevölkerung diefes Bezirkes für das Allerhöchste Diplom vom 20. Oktober 1800 und für daS kaifcrliche Patent vom 20. September 1865, fo wic den Gefühlen dcr Treue für die Allerhöchste Dynastie in einer besonderen Dank- uud Loyuli-tätSadrcssc Ausdruck gegeben hat. Wie die „Wr. Abdpst." vernimmt, wurde diese Adresse von Sr. Maj. mit Allerhöchster Entschließung vom 15. Dezember d. I. wohlgefällig zur Kenntniß genommen und ist dcr Bezirks-Vertretung des Ehrndimcr Bezirkes auö diesem Anlasse nebst dem Allerhöchsten Wohlgefallen dcS Monarchen zugleich auch dcr Dank des Herrn StaatSministerS für das ihm gegenüber kundgegebene Vertrauen ausgesprochen worden. — Wie aus Brunn geschrieben wird, soll in Namicst, um den durch dic Stralzirung der dortigen Tuchfabrik brotlos werdenden Arbeitern einen andern Erwerbszwcig zuzuwenden, cine ncnc Zigarrcufabrit cr< richtet werden. — In dcr Sitzung deS Orazer SparkassenauöschnsseS vom 20. o. M. wurdc beschlossen, vom 1. Jänner des künftigen Jahres ab dic Sparkasseneinlagen mit 5) Prozent zu verzinsen; dagegen von dargeliehenen Geldern sechs Prozent cinzuhcbcn, sowie von demselben Zeitpunkte an dcn den Spartassenschuldnern gewährten fünprozcntigcn Eintomiuensteueruachlaß uud die EinHebung dcr Affctu-ranzprämien für die wechselseitige Versicherungsanstalt von Seite der Sparkasse aufzulassen. — Herr Professor I. Nein er in Klagenfurt hat dieser Tage vom Männergcfangverein in Graz dcn Ehrcnsolo von 2 Vereinölhalern für eine Komposition ^Kärntner bieder) erhalten. — Dcr mecklenburgische Landtag hat cm Gcfetz wegen Aufhebung der körperlichen Züchtigung ohne Diskussion angenommen. von Mitgliedern dc« Vereine uud audern Wohlthätern in bereit willigster Weise gcsvcudet wurde», Dic Feier selbst mit dcr Oa-bcnuerthcilnng findet am h. Chrlsttagc Nachnnttag« 5» Uhr »n Saale dcr bjirgcrliä)en S ch i c ß st ä t t c statt, und haben hilzn die Mitglieder des „5,'aibachcr Turuvcrcinc«," die ^chrherru dcr Zöglinge, sowie alle Turufrcuudc Zutritt. — Der Stadtmaqistrat macht betannt, daß die Ciuliebung der Huudctafc für da« Jahr 15-M vom 15. bis IN. Jänner !»<><; gegen Erlag von 2 fl. für die ueneu Marten stattfindet. — Herr Dr. I. Hofziuser, bctaunt durch dic von ihm gegebeueu Divertissements (Eiue Stuudc dcr Täuschung), befilldct sich gegenwärtig hier uud beabsichtiget, nach den Weihnachtsfeier' tageu einige Produltioucu zu veranstalten. — Dcr iu unserer Dienstagönummcr gcbrachlcu Naliz über eine Drillingöycburt im hicsigeu Zivilspitalc tragen wir hc»le uach, daß die Drillinge schou am Tage uach dcr Gcliurt gestorben sind, wahrend dcr Zustand der Mnitcr ein den Umstän-dcu angemessener ist. (Vchlußverhalldlunael») beim l. l. ÜaudeSgcricht«'» i,'a:bach. Am ^«. Dezember.^ Michael Kaliu: Schwere lürper-lichc Beschädigung; Johann ^udm und Martin s'.ndcn: Oeffcnt-lichc Gewalllhätigleit. ?lm 2!>. Dezember, ^'orenz Pauze: Schwere lürucrlichc Beschädigung; Johann Ko.^ir: Vorschnbleistung; Johann Podobnit i Schwcrc lürpcrlichc Beschädigung. (Vom Weihnachtstisch.) Das schönste uud siuuiaslc NcihnaclMgcschcnl ist gewiß ciu gute« Buch Lcr Buchhandel sorgt reichlich für dic Befriedigung jeden Wunsche« ui dies« Nichtuug. Bor uui> liegen ein? Auzahl prächtiger uud werth' voller Wcrlc, würdig lu schiweu Händcu uicht allciu zn prangen, sondcru auch ^iahruug für Geist uud Her; zn schaffen. Dic hervorragendste Erscheinung auf dicscm Gebiete ist wohl Göthc's Faust iu dcr Prachtau<ügabc, Ler. 8., mit Zcichuuugcn von Lngcl-bert Scibc.ch. Stuttgart 1«N4, bängst siub die meisterhaften Seibcrtz'schcn Zcichnnngrn rühmlichst belanul, allein in der Folio-anhabe waren sie wcgcn de« hohcn Preises uicht zugänglich; das vor uns liegende, prächtig iu gepreßte rothe Veinwand mit Gold' arabcütcn gcbnndcnc Buch tostet uur l» fl, »;s> tr. Dcutschc Bolls-licdrr in prächtiger Au^staltuug mit Holzschnittinitialm und Bildern bringt Amrlaug'S Verlag iu dcu „Deutschen Licdcrn in Voltr « Herz und M u u d" sPrci« l fl. 40 lr.), von ciucm Vorworte Theodor Mundtö cingclcitet, bietet iu vlrschicdcucn. mit Farbendrnclliil' dern gezierten Abschnittcn historische, dic Frauen verherrlichende Dichtungen. (Hin (5rl>auuugsbuch filr Deutende, eine Sammlü»!1 klassischer A»i,'sprüchc für jcoes Alter und Geschlecht gibt uns dcr „Filhrer auf dein Lebenswege," Berlin Heymanu (Preic« !l fl. ^>^ lr.)-Eiucö dcr bclchrtudstm Werte iu der rwig ncucn und interessa»^'" Welt dcr Mtnrwisscnschllftcn siud Rosnuä^lers uud Brel""* „Thiere de?WaldeS"iu der clegantcstcu?lu«stnttuus>mit feinen^?^„ stichru < l4 fl. «<» lr,). Und um iuil einem jener Werte zu schließ"''. " , durch ihre Oedicgenhcit sich fest iu der Gunst der Lescwcll cinst^^, haben : „Oeser « Briefe au ciue Iuugfra u" »"! ^ ^ Stahlstichcu und viclcu Holzschnitten igcb. !'. st. ,'l0 lr.) ttu'U > ««» «««^ "°k"-;.>.Hnna rnbi<,er Brust form alle Gegenstände dcr Kunst nud Aesthetik, Die „Düsseldorfer Vildcrmappc" bringt 1 storbcncr Dichter, Viktor Küstucr"), das Nahen dcs heil, Christ im Sachsculandc. In dcr deutschen HcilU^ herrscht leine so derb realistische Anschauuua., Christs tommt unsichtbar und nnhörbar im Dunkel dcr ^'^. ohnc Mnmmcnschanz, wirkend nur durch dic Idcc, d?A dcu frommen Kinderglanben, dcn „dcS Gedankens Ol^I noch nicht angekränkelt." Wenn dcr „schölle Götterfunken" Freude ins H^'z einzieht, öffnet cs sich fo gcrn dcm Nohlthnn. So A?^ wir auch heuer dic Christbäume angezündet für dic KM' dcr der Armen, und weibliche Hände find cs, die dcn armen jtindcrn warme Kleider bereitet, ihnen dcu Wcly uachtsbaum gcfchmückt und so cincn Augenblick dc Glückes in der Nacht des Elcuds gefertigt haben. A^ unscr Gcscllcnvcrcin feiert, wie alljährlich, dcu ^hristw durch cine Porstclluug mit lebcndcn Bildern und ^ sang. Wir wünschen dcn wackern Gesellen viel Znspr» ^ zu ihrem sscstc, das sich immer dnrch scinc cmfachc S,^ müthliche Art besonders ausgezeichnet hat. Und htt' lieber V.cscr! wünscht dir dcr heute in dcr Wcihnaa stimmung gauz harmlose Feuilletonist angenehme 3" tage! *) Gedichte in sicbeubürgisch'sächsischtr Mundart M't h° deutscher Ucbcrschung. Hermamistadl l«K2. 1178 Die Erhöhung dez Zinzsu^es der krainisclM 8jwrkasse. Dr. H. 0. Die krainische Sparkasse hat zufolge ihrer Kundmachung uom 18. d. M. mit dem Bcschlnssc der Vercinsmitglicdcr die Zinsen nm ein halbes Pcrzcnt erhöht, und zwar: für die Einlagen in die Sparkasse von 4 auf 4'/z M., für die Darlehen derselben aber auf öffentliche StaatSschnldvcrschrcibungcn, Aktien, auf Pfandbriefe der Nationalbank, gegen Wechsel, so wie auf Faustpfänder in Gold und Silber von 5 auf 5'/, pCt. Diese Erhöhung ist bei dem Werthe, welchen die Barschaft gcaenwärtig auf dem Geldmärkte den Werth», papieren gegenüber und bei Darlehen selbst gcgcn sichere! Hypotheken hat, eine zeitgemäße. Bei dem leidigen KurSwcrthe, welchen die StaatSobligationcu und andere öffentliche Papiere derzeit leider haben, kann dnrch deren Ankauf der Ertrag dcS Bargeldes nahmhaft gesteigert Werden, nnd es ist daher nicht mehr als billig, daß auch die Sparkasse den Interessenten, welche ihre Spar« Pfennige bei ihr einlegen, Höhcrc Zinsen dafür gutschreibt, andererseits aber ist es eine natürliche Folgc, daß die Sparkasse für das Darlchcu der Kapitalien ebenfalls Höhcrc Zinsen fordert, um den Ausfall der lüuftig von ihr zu entrichtenden Interessen zu decken nnd den Einlegern gerecht werden zu können. Es ist schon lange das Verlangen, namentlich der Kapitalisten und der Industriellen, daß durch Aushebung der Wuchcrgesetze und resp. der gesetzlichen Beschränkung der Zinsen den Kapitalien ein freier Spielraum gewährt und die allen«, falls noch begraben liegende Barschaft herausgelockt und in Fluß gebracht werde; es ist anch kein Geheimniß, daß schon jetzt in i'ruuäkm 1(^5 den gesetzlichen Zins» fuß übersteigende Interessen für Darlehen geboten werden. Es ist demnach an der Zeit, das; auch die Sparkasse für iyrc Darlehen gegen Wechsel und Fanstpfän -dcr Höhcrc Zinsen begehrt. Von dieser Maßregel bleibt der Rcalücdit unberührt, da die Sparkasse für die auf Ncalhhpothct auSgcliehcncn Gelder nach wie vor nur fünf vom Hundert verlangt. So nnschcinbar die Erhöhung des ZinsfnhcS von ^ pEt. von den der Sparkasse anucrlranten Geldern ist, so ist sie gleichwohl geeignet, die Zahl dcr Einleger zu vermehren nnd mithin einen volkswirtschaftlichen und moralische« Einfluß zu üben. Eö ist nicht zu vcr» kennen uud liegen die Beweise offen auf, daß sich die kraiiiischc Sparkasse eiucS großen Vertrauens der In, tcrcsscnlcn oder Einleger erfreu«; die Anzahl dieser tonnte abcr allcrdiugs noch gvößcr sein, wenn der Sparsiun verbreiteter ware. Nach dem vom französischen Handels» minister jüngst vcröfseutlichttn Berichte über den Stand dcS SparkasscnwcscnS in Frankreich gab cS dort mit Ende des Iahrct« 1804 lücht weniger als RUH Spar« lasscu mit 48<> Filialen, uon welchen zusammen 1,554.151 Spartasseubüchcr auSgegcbcu wurden, so daß auf 24 Einwohner ein Sparlasscubnchlcin kommt; das Minimum sämmtlicher DurchschniltScinlagcu betrug 187 Francs im Seine-Departement (Stadt Paris), das Maximum abcr 476 FraucS im Departement Vanclnsc; die Stadt Paris zählt anf 7 Einwohner einen Sparer, nnd flehen die Arbeiter obenan, was dcr ärmeren Pariser Bevölkerung ein glänzendes Zeugniß gibt, abcr anch beweist, daß in dem insbesondere in Alifchuna seiner politischen Verhältnisse vicl geschmähten Frankreich dem Volke gleichwohl die Mittel geboten sind, cmcn Sparpfcuuig zn sammeln, nnd daß dasselbe auch einen Sparsiun hat. Dcr Franzose ist praltisch nud weitläufig; er sucht von seinem Verdienste oder Erwerbe soviel zu erübrigen, nm sich cin Kapitälchen zusammcn-zulcgcu, von dessen Zinsen er im Nothfälle und wenn cs mit dem Verdienste nicht mehr vorwärts geht, seine Bedürfnisse dcckcn kanu; hat cr so vicl bci Scilc gelegt, dann gibt cr sich dem Gennssc hin, denn dcr lebhafte Franzose ist nicht minder anch Gcimßmcnsch und Vcbo lncmn. Bci nuS licßc sich hie und da, bci Zcit nnd Gelegenheit auch noch mancher Nothpfcunig bei Seite lea.cn; cine solche gute Gelegenheit war bci der Au. Wcscnhcit düS öslcrrcichischcn Freikorps für Mcxito vor. Handen- cinc ähnliche kanu wieder kommen, möge sic bestens 'benutzt wcldcu uud die Erhöhung dcS Zinsfußes der Sparkasse dazu beitragen, abcr auch die Auciferuug von Seite der Dienstherren nnd insbesondere dcr hoch» wilrdincl, Geisnichlcit auf dem Wege dcr Belehrung nicht ausbleiben. Nekrolog. Dcr unerbittliche Tod hat auf seiner Nundschcm mit lonscancntcr Strenge uns wicdcr cincn theueren Freund, dcm qrosicn Faniilicntrasc cincn Gatten, Vater, Großvater und Arndcr, dcr Stadt cincn wackeren, biederen Bürger und dcu Nrmcn einen Wohlthäter entrissen. Hcrr Anlon Krisper, Handelsmann und Nealitätcn-bcscher^ wurde gcstcrn zu Grade getragen. i Umgeben von cinc.r schr zahlreichen trauernden Familie! bauchte der noch UN kräftigen Mannesalter' stehende Ehrenwann nach längerem Leiden an: 20. d. M. seinen Geist llus, um jenseits in cwigcr Nuhe den verdienten Lohn für srm tugendhaft und musterhaftes Leben als Gatte, Vater, Grchuater, Bruder und ehrenhafter Freund — zu empfangen. Vom Geschick begünstigt, gepaart mit Fleiß und 3lcd-Uchkeit, wußte der Nerdlickcnc seinem Geschäfte jenen Aus- schwung zu geben, welcher ihn al« Anerkennung dafür den Wohlstand ernten ließ. Auch im öffentlichen Leben finden wir den lieben, nn vergeßlichen Freund thätig und feine Bürgerpflichten cnlil-lend: als Gründungsmitglied des Kasinouercines, alö thätiges Mitglied im Gemeindcrnthe vom April 1359 bis März 180^, als Hcmdclstammcrratl) vom Jahre 1V52 bis 160 l, als Zensor und spater Tiretlor lxi dcr Aantsiliale vom ErvsfnnngMge — 1. Juli 1»5»<) — bis zum August 1^>, und endlich als unterstützendes Mitglied des Aushilsütassc. Vereins. Tic Armen fanden die Thüre des Verstorbenen zu je-dcr Zcit geöffnet, um ihr Almosen zu empfangen. Von seincr hinterlassenen zahlreichen Familie tics betrauert, von seinen vielen Freunden schmerzlich vermißt, wird dcr theuere Verblichene, Allen unvergeßlich, in dcr Erinnerung fortleben. Nuhe seiner Asche! 5. V. sichligtcu Sc. Majestät dcu Park, die Gewächshäuser, den einstigen Fasancngartcn nud die ^osonczcr Bahn, — Um 11 Uhr fand im großen Schloßsaalc ein Dejeuner mit acht Gedecken stall, während dch'cn die ! Assodcr Zigeuner uatiouale Weisen spielten. ^)iach dem Dejeuner verließen Sc. Majestät licfucdigt das inter-cssanle Schloß, vom Wagcn hcrab ii, liügarischcr Sprache den Gruß wiederholend: „Ich dant'c für dcn hcrzlichcn Empfang." Die Fahrt war nnr zum Zwcctc dcr Bc-sichliguug und nicht zn jcncm cincs IagdnusflngrS unternommen. München, 21. Dezember. Offiziell wird gemeldet: Der König hat den Kultusminister Koch dcfinitw zum S t aa t S m i n i st c r des Innern ernannt; dcl-sclbc wird auch das Kultusministerium beibehalten. Berlin, 21. Dczcmbcr. Die „Noidd. Mg. Ztg." schreibt: Die telegraphische Nachricht der Wiener „N. Fr. Prcssc" uom 1l). über das Einlrcffcu cincr östcrrei« chischcn Depesche hicrsclbst, worin fich das Wiener Kabiuct gegen die Annexion dcr Hcrzogthümcr und gegen die Fcbruarfordcruugcu Preußens ausgesprochen hätte, ist vollständig in allen Einzclnhcitcn erfunden. Es fehlte dazu auch jede Veranlassung. Floren;, 21. Dezember. In dcr hcutiacu Kam-mcrsitznng kündigten die M i n i stcr an, dcr König habc ihre Demission angenommen. Vriissel, 21. Dezember. Dcr belgische „Mouitcnr" bestätigt, daß Sonntags von den Ministern ihre O c« samm ldemi ssi on eingereicht, dieselbe abcr von» König nicht angenommen wurde. Die Minister haben die Lcitnng ihrer rcspettivcn Departements wie« dcr üb^uommcn. M >cn Landtagen. Trieft, 20. Dezember. Gestern stellte Hcrmct den Antrag anf eine Adrcffe wegen des Scptcmbcrpatentes. Prass, 20. Dezember. Der Präsident des obcr-stcn GcrichlhofcS iltiltcr v. Schmerling hat sein Mandat mit dcr Motiuiruug niedergelegt, daß die von dem Pc» tieter dcr Ncgier»lng bci der Adrcßdcbatte über den Rcichsrath gemachten Bcmcrtungcu ihm als Äiilglicd des AbgtorductcuhauscS nicht gestatten, ferner fciucn Landlagösitz einzunchincn. Hardlmulh uud ^ante habc» aus Gcfuudhcitsrücksichtcn ihre Mandate niedergelegt. — Zcithammcr intcrpcllirt dcu Ncgicruugsuertrcter we» gcu dcS uoch uicht fanttionirtcn vorjähligen GcfctzcS, betreffend die Durchführnng dcr Gleichberechtigung der Sprachen an den Mittelschulen. Dic Beantwortung dieser Interpellation wird für demnächst zugesagt. Pest, 20. Dcz. Uutcrhauösitznng. Das Haus entschied, daß nnr die verifizirten Dcputirlcn stimmbe« rcchligt scicu; in Folgc dessen trat dcr Alterspräsident Sigmuud Acrnath, dcr fclbst nicht vcrifizirt ist, zurück, indem cr für daS ihm gcfchcuklc Vertrauen dankte. An seiner Stelle übernahm Daniel Aoczku das Altcröprä-sidium. Hierauf erfolgte die Präfidcutcuwahl. Pou 224 Stimmenden erhielt Karl Szcntivunyi 170, Ghyczy 27, Dcat 5, Somsich 4, Klauzal 2 Stimmen uud Ko» lomau Tisza, Paul Nyary, Trcfort, Baron Äabarczy uud Graf Georg Apponyi je ciuc Stimine. Demnach ist SzcntivlllN)i Präsidcut. Znm Vizeprasidcutcu wnrdc Graf Iul. Audrassy mit 1,^5 Stimmen erwählt, dic übrigen Stimmen ficlcn anf EöluoS, ^onyay, Tisza, Gorou»; n. a. Die Schriflführerwahlcn werden morgen publizirt. Die zweite Präsidcutcn' nnd eine Schrift» führclstcllc werden den Sicoclidürgern vorbehalten. ^pest, 21. Dczcmlicl-. Dic hcoligc UiitcrhnliSsiz» znug wlirde durch dcu Alterspräsidenten Äoczlu eröff» ncl. Nach Bcrlcsuug dcS PrololollS wird das Ncsullat dcr Schriftführcrwahlcn publizirt. Zu Schriftführern sind gewählt: Emanucl Escug^l), Äiilos Dilnitricuils, Gcorg IvanovitS, Graf ^adiölaus Naday und Wil> hclm Toth. Dcr Alterspräsident verläßt daulend nnter Eljcn» Rufen nebst dcm provisorischcu Bureau seinen Platz uud Szentiuanyi, mit allgemeinem Eljcn begrüßt, übernimmt daö Präsidium. Der Präsident wcist in cincr kurzen Ansprache auf die durch die Thronrede in» augurirtc heitere Zukunft hin, paraphrasirt die Thron» rede, spricht den Dank dcö Hauses flir dcn AltcrSfträ« sidcnlcu Bcrnath aus und schließt mit einem „Heil Sr. Majestät und dcm Vatcrlandc" und dcu Wortcn: Jetzt fangen wir mit GotlcS Hilfe au. Nach ihm spricht Graf Andrassl), wclchcr auScinandcrsctzt, daß die Autonomie uud Rcchtskouliuuilät UngaruS den Intcrcsscu uud dcr GroßmachtsteMma. dcr Monarchie entspricht. Pest, 21. Dczcmbcr. <^U ntcrha n s.) Zum Qnästor dcs HanscS wurde ^adislauS KouacS bestellt. Au die Stelle dcs erkrankten Bcrnalh wurde Giaf Julius Au» drassy zum -lltitglicdc dcr Gratulationsdcpntation gewählt. Zn Ü)titglicdcrn dcr BcrifitationSkommission wnr. dcu dic Ncfcrcntcn der neun Abihcilnngcn ernannt. DaS Haus vertagt sich bis 10. Jänner. Hicranf wnrdc ciuc gcschlosscm Koufcicnz abgehalten, in wclchcr das (Ncr Hnusbudgct vorläufig beibehalten wurde. Geschäfts-Zeitung. Vesterrcichisch-cnsslischer »andelsvertrast. Dir Gr!l!!d;ils,c drs zwischcn dl'r östsricichisch^l und l^r ruglischrn N^ieriuic, iin Inlcressc bridrr ^äüdrr crstredli'ii Hn!id^li^'i pCt. -^ v^oi-, <,>, l>ci Eifilndrsliinmung dct« Wcrlhct« und Hinziin'chiimt.q von Fracht und Splsrn, nnirdt, wcim zur nllsirmi-iiicii Norm glüoiumril, dc» iiiliindischcu Prudi' ;s!i, um dic Iiidnstricllcn zunächst iilirr dru ^cr-trag, drr cilisicschlosscn wnrdc, ohnc sic gchürl ^u habcn, iin Allar-nicincu, nnd üder dic ssolgcn dcr nriicu Handcl^politil zu licru-hiacn. Dcr dctaillirlc, fallischc Zolltarif wird dasscc>eu unr frst-grslcllt U'crdcn, nachdcin sich dir Rsaicrni^ dnrch rinsschcndc Äc.-qiitachlnngcil Znchucrstnüdincr dic Wclcficnl)l'i< ucrfchafsl hat, nll-. snlig zu crsahrcn, wclchcr Tchntz dcu cinhciinischln Indnstiicllcil rnlioncllcr Wcist ;n gcwilhrcn ist, und <^cnc>n erilwacn wordrn, wic hoch nian dic Konsumcnlcn dcr bczüglichcn ProduNiou mit Riiclsicht aus dic nllsscmcinc Wohlfahrt liclastcn darf. Dcr rnglisch-öjtcrrcichischc Tarif wird jrdcnfalls so norniiri U'crdru iniisscn, dnß ciu uiclscitisier Vcrlchr ildcrhnnpt möglich N'ird; luösslich in dcm Einnc, das; lcdi^lich die l)öhcrr Inlrlli-sicn; nnd die (hciiiigsainlcit im (^cwinne cntschridct uud dic cin-hciniischcn Indiistricllcii bcsähigt dlcibcn, bci Aiifsscbot allcr Kräfte dcn anöwärtigcn Konlnrrcnlcn mit Anksicht ans C'rfola zn drqcn-ncn, nicht alicr frcmdcr Ucbcrmacht u'iidcdingt iibcrlicscrl wcrdcil. ssrcilich wi>d bci solchen ^orsicht^maßrcqfl» dcr unmillrlbllre prnl' lilclic. (5rsola dc« Handclovcrlraacö zunächst cin a,crina,cr sei,,; ah^ cl< ist cinc nllgcmcinc Erfahrung, daß, wcnn Nationcn, dic' Pro. bnttc an^zntanschcn hadcn, uur rrst cinmal in unmittcll'arru ^rr tchr actrctcn sind, sich drr Änölansch von salbst in Glbictcu mk wiclcll, dic man oft gar nicht in Vclracltt c>czof>cn Hai. Mau darf dicsc Aorlhcilc, wclchc dcr oirclic Vcr!cl,r zwischcu Enqland nnd Ocstcn'cich für btide ^'ändcr crgclicn wird, a/trost dcr ^ntiinfl anhcimsscdcn, da jcdc Erwcitcrnna dci< ^crtclMtrriscö au sich vuic allczcmcincm ^tutzcu ist. Iu Frantrcich, da«? vor ^urzcln clicnfalls scinc Handcl»?fto!ilit total zn rrjl>nnircn dcgunncn, hat sich dicsc altc Uahrhcit urncrdiüssö auf dal,' lMnzcnd'slc dcstätigl, und zwar bci cincin wcit c;cwalztcrc!i, lühncleu Schrill nlö dcr ist, wclchcu Ocstcrrcich in dicscm Auacndlict gethan hat. Gcwiß ist, daß Ocslcrrcich unr von dcr Entwicklnna dcü Trcvcrlchrö, nlso Er-inösslichung von Hiu- und Rnclfracht zwischcu dcn vcrkhrcndcn ^nidcrn, rasch rinrn bcdcnlcndcu wirlhschnsllichcu ^ortschrill er-»liartcn darf; dcnu uan'.cmlich dic Prodnltc dct< »virthschnftlich imcntwickcllstcn ThcilcS dcS Ncichct«, Ungarn . sind zuiucift dcr Art, daß sic nur bci schr wohlscilcr, also lici Wüsscrsracht, ans ciucu wcitcn und gcwinnliringcudcu Absatz rcchucn lunncu. Iu Ancrlcnnnug dirscö Vcrhältnissc^ hat England, obwohl dort lciVc Schutzzölle mehr bestehen, sondern nur uoch Finanzzöllc erh^li ivcidcn, doch in dcm Bcrirage bcdcutcudc Kun;csslo»cn für Holz und Wciu, als HauptcinsnlMprudnllcn Ocstrrrcichö, zusirftaübc». 3lleloorolonische )zclll)acsi!m!^n in Lnibach. (i U. Mg. 331.75 , — ^.y NO. s. schw. großth, dcw ^i.'. 2 „ N. :>N.^ ^. I.y NW. schwach heiter 0 s., 10 „ Ab. 332.25 ! - 2.5 NO. schwach, hcilcr Nach 6 Uhr Morgcns begann die Ankhciterunn. Vormittan« wollcnlol«. NachlNltlaqi« Federwollrn im W. und AW. " Neueste Nachrichten und Telegramme. Pest, 21. Dczcmbcr. Ucbcr dcn gestrigen AuS-flng Sl. Majestät des Kaisers nach Gö-döllö erfährt dcr „Lloyd" Folgendes: Um 8"/, Uhr Morgcns tamcu Sc. Majestät uach Gödöllö. Dcr Zug bcstaud aus drei Hofwagcn. Im ersten saßen F1M. Graf Crcnncoillc uud dcr Adiniuisirator dcS Pcstcr ito« mitates Kapy, im zwcitcn warcu Sc. Majestät mit dcm Minister Grafen Eßterhazy, im drillen folgten die Adjutanten Fiirst Mcltcrnich und Baron Fcjcrvary. Als ^ die Gödöllcr Gcmartung erreicht wurdc, begannen die ! Glocken zn läuten und daö versammelte Volk brachte Sr. Majestät scine Huldiguuacu dar. Iu der Einfahrt dcö Schlosses warcu die HcrrschaftSbcamtcu und die Ortschaftshouoratiorcn vcrfammclt. Au, ssnßc dcr Gala--stiege wnrdcn Sc. Majestät vom Generaldirektor Schaf« fcr nnd dcn VcrwaltungSläthcn Iuaula, Majthcnyi nnd Ncgcuhard cmpfaugcu. Hierauf wul dc die Besichtigung dcr Näumlichkcitcn des Schlosses vorgenommen. Zuletzt be- Vcrantwortlichcr Ncdaktcur: Ignaz v. Melnmayr. !i)rua uno ncrlag von Iguaz v. Hl'leinmayr st Fedor Bamberg in Laibach. ^ 1179 MMMMMMMMMMMWMMMMMMMMMMMMMMMD 3 Kundmachung. V W __^ ^^__ ^ I Gs wild in Folge Beschlusses der Sparkassevcreinsmitglieder hiemit zur öffentlichen D W Kenntniß gebracht, daß alle in der Sparkasse zu Laibach bereits fruchtbringend an- U D gelegten Kapitalien so wie die neuen Ginlagen vom «.Jänner R8««, statt mit D W 4, mit 4'« Perzent verzinstt und halbjährig kapitalisirt werden. D H! Ferner wird bei Darlehen auf Faustpfänder, als: öffentliche Staatsschnldver- W D schreibungen, Aktien und Pfandbriefe der Nationalbank, dann Gold und Silber, so wie D W bei Wechseln der Zinsfuß von ä auf K'« Perzent erhöhet. L W Hingegen bleibt der für von der Sparkasse auf Real Hypotheken ausgeliehene D M Gelder seither bestehende Zinsfuß von ti Perzent vorläufig unverändert. D W Laibach, am 18. Dezember 1865. U V 2e.^2, Von der kminischen SpMajst. ^ MMMMMMMMMMMMMMMMMM^NMWMMMMMM^ DH^ Die erste Hummer des lttUM IkhlWP l8l)!i !3t m>3 Dcrlm bewtä eingetrolltn. ^Ät ?1^^ ^l^t^i* ^e rcichhaNigstc und nülzlichste Familicn^citung, hat ' im Stande ist, cm cmtschcndcs Kleidungsstück darnach )nn!schneidcn und anznfcrtissm- /l>l.^ ^»U^lli-i durch scine cuormc Verbreitung wcchl am Vcstcn dewicscn, daß 5 Jährlich ülicr N)Ol) Abbildunqeü umfassen yletthsiM dic c^rsammte Damm» cr in den disheriqeu elf Jahrgängen seine Alifa/idc aclöst l>nt. T>ic deutsche On« ^ ^arderubc, Leibwäsche mid Kinder-Garderobe, ferner alle ubriqcu Oeqcnständc, welche qiual Ausgabe zätilt eine Auflage uou t.'jO.OX) (vreuisilaren, die übrigen Au^gabru in ^ irgend in das Ärreich weiblicher Handarbeiten gehören, und die ge!ui,ihul>ch zu theuren süiis verschiedenen Sprachen zählen zusummeu l^.'),<)>)<) Exemplare, — im Oanzeu ,^ Preisen in den ^!ädcn gelauft werden, nnch dem modernste» Geschmack: Pariser nnd also über eine viertel Million. cin Uinstaud, der den Allzar als die vcrbreitctstc ^ BerlinerOriginalmuster für Stickerei, Neißsliclfrei, Tapisserie, Application Leitung der Welt hinstellt. -^ Auch fcrncrhiu werdcu wir es uns hauptsächllch und Soutache, Filet-, Strict', Häkel , ^»ilpf und Pcrlenarbeiten; angelegen sein lassen, durch Abbildung und Beschreibung, die Selbslanfertigilna. ^ endlich in regeliüäs^gcr Neiheufolge die neuesten Modenbilder, der Tmuen uud Finder:Garderobe stets der ueuestcu Mode entsprechend zu lehren und ' Der unterhaltende Theil des Bazar, redigirt uon !»l-. Julius Rodenberg, hierbei vorzugsweise auf die Praclischeu Bedürfnisse der Abonnenten Nücksicht nehmen. ^ bringt ^iouellcu der beliebtesten Schriftsteller, dem weiblichen Geschmack entsprechende so daß den Familien Gelegenheit zu wesentlichen (I'rspM'Migeu geboten ist. Die jährlich ^ Skizzen ernsten und heitcrcu Inhalts, nebst Illustrationen; Gedichte, Musik» für ''Ziauosorlc und Gcsaug, neue Tauztourcu, iliäthsel, Ncbus. ^<>l) Schnittmuster in natürlicher Große zur gefammtcn «Karderobe der Damen, ! Schach, N iisselspruug'Aufgaben und eine Fülle Uon Notizeu und Recepten Mädchen nnd Knaben, sowie der !l!cidwäschc üuerlsaupt. Diese Schnittmuster sind ! für die Hauswirthschaft uüd Toilette, schließlich regelmäßige Berichte üdcr in Zeichnung uud Beschreibung so klar uud faßlich, daß auch die ungeübteste Hand ^ neueste Modeu und Handarbeiten. Probe<-Stummem werden von allen lluchhandlunjfcii und Post-Aemtern den In- nud Auwlande« zur Ansicht geliefert. Bestellungen nimmt jederzeit entgegen J 01) H IIII Cr 1 OII11II1 III Ii a 11» ft¦ © ll« Vierteljährlicher Abonnements-Preis: 1 ft. 50 kr. s. W. Ii>'),v vv Nnfiage. — Monatlich erscheinen zwei ZoPPel-Iiummcln mit zaljkeichen Zlustralionen. — A»st«!,e Ii!( ?,(" ^). Oeffentlicher Dank. Für dic bci dem schmerzlichen Verluste unseres unvergeßlichen, innigst« aclicbtc», Vaters Anton Kri^iiei* nl,s vielseitig bewiesene aufrichtige Theilnahme, wie auch für die so zahlreiche und ehrenvolle Begleitung zn sciuer letzten Ruhestätte sagt den innigsten, herz> lichstcn Dank die Familie Krisper. ! Zu Weihnächte, NcuZhlo- n. KchMgtschcnkcll werden die bewährtesten und billigsten anmikamschm Uähmaschmcn von >Vlleel«r H^ ^N85<5 fi.. früher zu RttQ—l85 fi. Haenlur in Laibach: Älter Markt Nr. itt. (2606-3) - KJ **£'"• Hiezu ein Vogen Veilage, Nr. 5« der „Blätter aus Krain' und Bericht der eilften Sitzung des Landtages,