LmbacherWMtung. Nr. 54 Priinumwalionsprci«: 3m «lomvten „anz,, fl. N, hall'i. fl. 5.50. ssilr die Zuftclluilss ins Ham' l'albj. 5.0 ,i, Mit dcr Post ssnu,^. si. l5>, balbj. f>. ?.5>0, Tienstmi, x. März Ins«ltion«gcbül»r bis >0Zellen: Imalsolr., '.'m. «0 tl.. »u,. l fi.; sonft pr. Zcilc lm.»! lr., ?m.»lr., üm. IN lr. ii. s. w. 3nses»!onsstsmpcl jrdrsni. «o lr. 1870 'Amtlicher Theil. F'e. l. u»d t. Apostolische Majestät haben nut Allerhöchster EiUschließ^ixg roin 17. Febrnai' d. >^. den alls^rordcntlicheii Professor Simon Spitzer zum ordentlichen Professor dcr analytischen Mechanik am t, l. polytechnische» Ii'slitntc in Wicn allcr^uä^igsl zu crncn "cn cicillht. Strcmavr m. p. Dcr Iustizministcr Hal dnr Rathsftclctär dcs mäl^ risch-schlestschen Obcilai'desa/richteS Dr. Johann Kro' Pac üdcr scin Ansuchen in gleicher Eigenschaft zu dcm böhmischen Obcrlandcsaerichtc übersetzt nnd cine bei demselben Obcrlandc?gerichtc erlcdialc Rathssecrctärsstellc dem Rathbsccrclnrsadjuuclcn Erwin Höftlcr verliehen Der Iuslizminister hat den Vczirksaerichlsadjunctcn Dr. Sebastian St an dinier in Aadrn ül,cr sein Ansuchen zu dem Bezirksgerichte in Oimmdcn übersetzt. Der Iusli^ministcr hat dm Bezuksgcrichtsadjnnctc!, Franz Wildncr über scin Ansnchen von Libochowic liach Vtünchcugläz übersetzt und den Anslultanlen Bohuslaw Placef zum Vczirksgcrichtsadjnnclcn fü> ^ibochowic ernannt. Der Instizminister hat den Auskultanten Gustav Iglseder zum BezirlsgerichlSadjuncten in Mitlcrsill ernannt, Der ^uslilminister hat den Auscultanten Rudolf Märte, cr zn NczirtSgerichtSadjunctcn in Stnc ernannt. Nichtamtlicher Tlml. Politische Uebersicht. Laibach, 7 März. Der „Patrie" gibt der Aufenthalt Sr. l. Hoheit des durchlauchtigsten Hcrrn Erzherzogs Albrecht in Paris Anlaß zu einem längeren Artikel, in welchem es unter anderem heißt: „Die meisten Prinzen, wclchc uns besuchen, machen diese Reise gewöhnlich nur zn ihrcr Erholung; es sind Ferien, die sie als einfache Touristen verbringen, und gewissermaßen ein Nnhcpunkt in ihrcr politischen Thätigkeit. Der so ernste und so thätige Geist des Erzherzogs Albrecht konnte sich mit dcm üblichen Programm von Empfangs- und anderen Feierlichkeiten nicht begnügen und als Erholnng verlegte er nun den Gegenstand seiner Studien und seiner beständigen Obsorge in unsere Mitte, In der Kricgswisscnschaft gründlich bewandert, an der Spitze der militärischen Verwaltung seines Bandes stchcnd, dessen Armee er bei großen Anlässen mit Glanz befehligt hat, konnte er nicht crmangeln, seine Aufmerkfam-ltlt ans nnscrc Hcercscinrichlnngcn zn lenken. Es wnrde dem Erzherzog jede Gelegenheit gewährt, seine Ncugicr zn befriedigen. Das Publicum, welches mit den Bedin. gnngcn des heutigen Krieges wenig vertrant n»d, ohne rs selbst zu wissen, noch von den Grundsätzen einer anderen Zeit dnrchdrungeu ist, zeiate sich ciniacrmaßen erstaunt über die Gefälligkeit, mit welcher man den Nachforschungen des Erzherzog« die Hand bot, indem es sich fragte, ob es nicht gefährlich sei, einem so ausgezeichneten und in einem großen Militärstaatc mit so hoher Antorität versehenen KricnManne das Geheimniß unserer Hilfsquellen zn enthülle», Diese Befürchtung halle indeß keinen Grund: man hat in allen Bändern Enropa's gegenwärtig aufgehört, in Angelegenheiten der Bcwaff-Mlng ein Geheimniß walten zn lassen. In allen Bot. lchaslen haben Mililär-Atlach«s mit Vorwissen und unter ^'- ,'<^,"""' Mclt den Auftrag il,rc Rcgicrnngen i^ ..? ?""^' ^ests Vcrwaltnnaszweigcs zn nnler. s.Ä '-..^" ^!' Nnsliildnngslagcln wird ei» General-^ . ,mw- Öftere in «lle Veränderungen nnd Vcr-vol k mmnnngen ««„geweiht. Diese qegen eilige Offenheit hat den VortheU aus beiden Se.ten materkllcn Irr-thumnn, dle o t zu w.teren Enttäuschungen führen, vorzubeugen un Illnnonen zu zerstören welche gerade leicht m Stande stnd, den allgemeinen Frieden in Fraac /" stellen. Der Erzh^og Albrecht wurde überall mit der ehrfurchtsvollsten Sympathie ausgcliommcn Die Fach-Männer unserer Armecvcrwaltnng, „nt welchen er Fragen und Bemerkungen austauschte, waren erstaunt über den Umfang seiner technischen Kenntnisse, über die Klarheit und Präcision seines Urtheils." Wie man dem „Pestir Vloyb" von Wien schreibt, hat Gr ser mehreren hervorragenden Mitgliedern der Rechten, welche ihm Vorstellungen machten, geantwortet: „Ich weiß, daß Sie mir und meiner Dynastie ergeben sind. Geben Sie mir einen ncncn Beweis Ihrer Anhänglichkeit, indem Sie sich der Politik anschließen, wclchc ich im Interesse des Vaterlandes wic meiner Dynastie einzuschlagen für gut bcfuuden." AuS diesem Grunde wird auch wahrscheinlich das Erscheinen des neueu Blattes unterbleiben, welches Paul oc Eassagnac im Auftrage der Kaiserin herausgeben sollte, uud welches offenbar die Mission haben sollte, die Politik der alten Imperialisten gegen jene der ncuen, zu dencn mail wohl auch die „cuen Minister zählen kann, z» vertheidigen. Im Ministcrralhc ha< man sich mit der Frage der Wahlfreiheit bcschüftial; cS wurde der Vorschlag gemacht, die Watilfähigtcil erst mit dcm 25». Jahre beginnen ;u lassen. Dcr Kaiser hat sich dagegen gesträubt und wird nickt in diese Umgestaltung willigen. In Irland dauert der bewaffoetc Friedenszustand oder, wic ForteScue sich einmal im Parlament aus-drückte, die bewaffnete gegenseitige Beobachtung zwischen den einzelnen Elasscn dcr Gesellschaft fort. In Irland bestehen ganz eigenthümliche Gesetze, die aus England gar leine Anwcndnng finden. So besteht eine Art ge-gcnseiti^c Versicherung dcr Bewohner gcgcn agrarische Verbrechen. Wcnn irgend ein Haus in Brand gesteckt, oder ein Pferd oder ein Schaf gctodlet oder beschädigt, ober cm Schiff in Ornnd gebohrt, oder irgend eine ähnliche Unbildc dem Eigcnlhumc eines Mannes zugefügt wird. sn bestimmt die großc Jury. ob dcr Beschädigte von dcr Grafschaft, dcm Distrikte oder dcr Gemeinde zu entschädigen sei, so daß dadurch dic Totalität der Bürger getroffen wird nnd milhin auch die Vcr-schworncn, soweit dieselben Tazcn zahlen müssen, die Entschädigung mitzählen müssen. Außerdem haben die Behörden in Irland das Rca,t, wic dcr gesetzliche Jargon cs haben will, einen bestimmten District zu „proclami-rcn," wodurch die Polizei daselbst verdoppelt und demnach die Poli^citaxc vermehrt wird. Da dic Polizei in Irland, ebenso wie in England, nicht vom Staate, son» dc,n von dcr Gemeinde unterhalten wird, so fällt die ^ast gleichzeitig ans alle Bewohner des Districts, in dem die agrarischen Vcrbrcchcn vorfallen. Da eine große Solidarität zwifchcn den eigentlichen Verbrechern und ihren Nachbarn und Mitbürgern besteht nnd dieselben fast immer den Thäter lcnnen. aber ihn nichl verrathen wollen, fo ist ihre iudircetc Bestrafuug uicht unacrecht. ES ist lein Zweifel, daß die agrarischen Verbrechen in Irland, soweit sich dieselben auf daS Eigenthum beuchen, im Vergleiche mit früheren Jahren bedeutend abgcnommcn haben, weil die Bauern wissen, daß sie in der Form uou Steuern die Entschädigung zu bezahlen habcu werdeu. Was hingegen die Verbrechen geaen die Sicherheit des Pcbcns betrifft, haben sich dic Zustände nicht gebessert. Man berichtet soeben von zwei nencu Mordthaten. Ein Manu Namens M'Mnllen, war erschossen worden, nnd er hatte seinem Weibe drei Wochen vor seinem Tode gesagt, daß er seinem Geschicke nichl ent-rinnen könne, weil er auf Anstiften seines Weibes dcr Aufforderung von vier Männern, einen Waffcnladcn zu plündern, nicht glfolgl war. Er theiltc abcr feinem Wcibc die N^mcn dieser vier Männer mit. so daß sie uach seinem Tode dieselben den Behörden überliefern lönnc, was sie auch that, und die Männer wurden oer> haftet. Ein anderer Mann wurde gleichfalls von Fcniern ermordet, nnd trotzdem die Thäler in beiden Fallen gefangen genommen worden sind, so ist doch an deren zllernrlhciluug nichl zu denken, weil eine irische Jury dieselben nichl schuldig finden wird. . d. unter unbeschreiblichem Enthusiasmus seinen Einzug in Madrid; er vltibt daselbst definitiv; seine Thron« candidalur gewinnt an Boden. Dic dalmatinische Angelegenheit im A>reß-Ausschüsse. Wien, 4. Mür,. Dcr Aorchausschllsi sstzle hrutc die Geralhuna liber die dalmalinischc An^elcacicheit fürt und wohnten dieser Sitzung von Seile der R'girruna Ihre Efccllcnzcn der Mmister des Imnrn Dr. Gielra und der ^andesoer-theidiguugsministtr FML. v. Wagner bei. Zneist ll^riff Abg. Lapcnua das Nort und er-llärtc, daß er auf dic in dcr letzten S'hnng vom Abg. Vjnbissa gchaltcnc Ncde »och weiter zmückkommm werbe; cr will jetzt nur constlUircn, daß die im Druck crschie« ncne Rede nicht ganz dics>halten als dlllnali^r dalmatinischer Statthalter in den zwei Monaten vor Ausdruck) dcr Rebellion nicht in dcm Muße klar acslcllt ist, als es Ihnen erwünscht sein muß, um darüber ncw>ssc»hafl urtheilen zu können. In der elften hier slattachablen Sitzuna hebe ich bereits M'llh'llung acmachl, wic ich mich im Sommer v. I. gegenüber drm Grafsn Taaffc über die dalmatinische Lsi'dwch!fsaa,e ausqcsprochc» hatte, wie ich mit demsllben wlsscü Zli'ück' lassunss meines damaligen Präsid>alsccll!ins Hrufrn Bonra üdircinsttlommeu war, welcher bei der Ausarbei-lung eines dahin einschlägigen Operates luitzuwirtcu hatte, Welches Operat mir dann nach Zira zur Ocaut^ achtnng hätte qrschickl weiden sollen. Da es »nit jemm Operate, »vie man mir saate, »icht vorwärts gehlN wollte, so schrieb Graf Goi'da aufGnml" läge dlß mit mir acpftoaciun Emvciüchmens cincn Ent-wnrf übcr die Oraanislilion orr 3anowlhr in lalmaticn t'icdcr und übcraab folchcn dcm ^aüdesvcrlhcidiaunns« Ministerium, von welchem er als ein nützliche? Material in Empfang nciiommcn wurde, In dilscn, Eülwursc wird wörtlich aesagt, daß d^s pandwehlmstilu', weites den ciaciillinüilichcl, Localvcrhällmsscn, brn S'ltcu nnd Gcwcchnhcilc", dem Chaicltcr und d»n Tradit,onrn des dalmatinische,. Volles nicht Rechnung trägt, nie Volts« thümlich werden wird, ja cs sei mit Sicherheit anzu-nehmen, daß selbes besonders in Süd - Dalmatien entschiedenen, Widerwillen begegnen und nur mit Tchwie« ricgleilc» werde aclivirl werden können; — serner heißt cs darin: daß cs angezeigt wcirc, zur rcchtcn Heil alles vorznbcrcitcn. damit sür Dalmalicn eine eigene Landes, Vertheidigungsordnung baldigst erlassen werden könne. Es wärc demnach 366 1. eine Regierungsvorlage vorzubereiten und in. der nächsten Reichsrathssession einzubringen, womit normirt würde, daß die Organisation und Verwendung dcr in Dalmatien in Gemükheit dcs WehrgesctzeS wehrpflichtige, Mannschaft, welche zur Ergänzung der Kriegsmarine nicht benölhigt wird, so wie auch die Modalitäten der Erfüllung der Wehrpflicht in der Landwehr im Wege der Landesgesetzqebung festzustellen seien; 2. allsogleich der Entwurf einer LandeSvertheidi-gungsordnurig für Dalmancn im Einvernehmen mit der Statthalterei und dem Landcsausschusse in Zara vorzubereiten, damit selbe so bald als möglich beim dalmati^ Nischen Landtage als Regierungsvorlage zur Verfassung^ mäßigen Behandlung eingebracht werden könne; 3. da bis zum Zustandekommen der Zud I und II erwähnten Gesetze eine geraume Zeit verstreichen dürfte, vor allem ein provisorisches Statut auszuarbeiten, wel ches, ohne mit den grundsätzlichen Bestimmungen des Landwehrgesetzc« in directen Widerspruch zu gerathen, sich an die Landesmilizorganisation anlehnend, sowohl den faclischen Verhältnissen, der Verschiedenheit der ein< zelnen Landesstriche u. f. w. Dalmatiens angepaßt sei, als auch eine Landwehr schaffe, welche dem Zweck entsprechend sei. Dieser Entwurf des Grafen Bonda wurde dem Mi' nisterium für Landesoerthcidigung im Monatc Juli über geben und selbstverständlich war ich gemäß dem früher Gesagten in Erwartung, daß mir nach Zara ein Ela borat über die Durchfühlungsmodalitäten des Land-»chrgesctzes werde üverschickt werden, um mich über deren Zweckmäßigkeit oder wünschcnSwerlhe Modification«« auszusprechen. Anstatt dessen erhielt ich aler den (5rlaß vom 8tcr> August, womit ich alifmfordert wurde, die Einleitung zur Ausführung der Laudwehsstsllmi/! ;n treffen. Hätte ich etwa daaegen Einsprache erheben, hätte ich rtma einrathen solle,,, ein sancticmirtss Gcsch nicht in Voll^ z„g zu setzen? Ich habe es damals ^icht gethan, trotzdem, daß ich die Schwicriqkciten kam l,', und ich würde es auch jctzl nickt thnn, trotzdrm, daß viel kostbares Blut vergossen wurde; im Gegentln'ilc beharre ich bei meiner Ansicht, die ich als Statthalter heqtt, daß dem Landwebrgcsepe so wie allen übrigcn Gesehen anch an der Grenze Montenegro's Achtung verschafft werden mrisse. . U>ber Vorstellung des Militärcommando's in Zara, defsc,' Ehcs ick lbc»,f^tts war, wurde mittelst Erlasses vom 23. Auaust der Beginn der Stellunysamlsband? lungen arif den 1. Oclober anberaumt. Iencr Ciluß ist der Vezirtsbchürde in Cattaro crst in dln e'sttn Tagrn dcs Monats September zur Kennt niß yelommcn und wenn auch zu jener Zeit untcr dcr dortigen Beoölketung, einc gewisse Aufregung bemerk' bar war, so hattc ich wedcr in i'licüd einem Factum, noch in amtlichen Berichten dcn gcriugfteu Anlaß zu Gcfürchtunaen und Besorgnissen von solcher Tra,in>eiie finden können, um die Regierung zur Ergreifung irg.n!,' welcher Maßregeln zu vermögen. Folgende Daten werden die Herren ttberzeuacu. daß nach dem damaligen Stand dcr Dinge nichts umerlasscn oder versäumt wurde, was ein: Handhabe zu Vorwürfen gegeu dic Behörden in Dallnaticn geben könnte. Am 16. September telca,raphirte ich i» Folgc vertraulicher Mittheilung an den VczirkShauptmann in Cat» tnlv, „daß Nachrichten wegen steigcnder Alifrcguug einlangen und daß ich schleunig telegraphischen Bericht erwarte." Der Bczirkshaliptmann crwiedcrlc mir am sel-bcn Tage: „Aufrcguüg, doch i'icht »nerwurtct, »veil ncuc, unacwohiite Iristitutioil und übttstürzlc Termine zur Meldung, BefreiungSansuchen », f. w. Äiö jetzt Aufregung nicht aggressiv, hoffe gütlich auszutommcu, Thätlichlcitcn hilitanzuhaltcu, jedcU' falls wird die Sache so geleitet, daß l ic Vcralllwort-lichkcit für Coeulualitätcn nicht auf dic Regierung fällt. Nur bittc ich dringend, Termin oom I. Octobcr auf den 25>. auszudehnen." Bald darauf erhielt ich emc zweitc Depefchc des Inhalts: ..Vcrfchiedenc Podestaö und CapivillaS lici mir gewesci,, bitten um Aufschub. Aufregung besteh», aber für jetzt ungefährlich, ich bin ruhig." Ich frage Sie, inciuc Herren, ob diese beiden Dcpc< scheu für mich cin Anlaß scin konnten, die Regierung zu alarmirc!', oder wollte«' Sic etwa dem VczirtShauptmann einen Vorwurf machen, daß er die Gefahr nicht erkannte? Wenn ein Mann von solcher Erfahrung. Einsicht und Landeslenntniß. wie Vezirkshauptmaun Franz. der alle« Vertrauen verdient, mir sagt. daß er ruhig sei, so konnte da« für mich doch leine Ursache zu Besorgnissen sein. Am 17. September erhielt ich folgcndcs Telegramm: ..Physiognomie der Bocche thatsächlich ruhig. Erwarte Antwort auf Majestätsgesuch um Aufschiebung der Operationen. In Zupa, Pastrouichio. Risano-Gebirgc Vorsätze der Renitenz. Forts sichergestellt, hoffe gütlichen A u s g a n g, Fristen jedoch karg bemessen." Auch dieses Telegramm war nicht geeignet, auf mich beunruhigend zu wirken, und zwar um so weniger, als nur dic erprobte Umsicht und Geschicklichkeit dcs Bezirlshauptmanne«. dcm ich noch zur Stunde alle Achtung zolle, genug Garantie bot. daß er die Schwierig» leiten werde überwinden können. Was das «wähnte Majestätsgesuch betrifft, so war solches nicht durch meine Hände gegangen und ich konnte es wcdcr befürworte", noch dagegen sprechen. Was jedoch dic uom Bezirke!' hauptmann geforderte Fristcrstreckung betrifft, so tclc-graphirte ich an ihn am 17. September, daß ich dicsc Fristcrstreckung bewillige, da die Stellung^iirbeiten in dcu Bezirken Curzola und Ragusa, wo selbe beginnen, ohnc-hin nicht früher fertig werden. Am 18. tclegraphirtc mir der BczirkShauptmann hierauf: „Nichts neues. Communen fahren fort, ConscriplionSacten einzureichen. Major Bizarro angekommen. Bewilligte Fristcrstreckung sehr ersprießlich." Dieses Telegramm klingt offenbar noch beruhigender als die früheren, und so konnte ich ohne Bedenken d,e projectirtc Inspicirungsrcisc zu den herbstlichen Uelinn gen der Truppen antreten. Ich fuhr nämlich noch am 18. September nach Lissa und dann nach Ragusa ab. von wo ich die Besichtigung des neuen Straßenzuges nach Trebigne vornahm und mict> daml nach Castelnuovo begab, wo sich eine Brigade zu coiiccittrircu hatte. Zu Ragusa kam mir folgendes Telegramm aus Cattaro zu: „Auch Budua und Risano Listen eingereicht. Von Pa-stroruchio unterwegs. Für Mittwoch alle Podestäs ,md viele Vertrauensmänner z»r Besprechung mit Major Gizarro geladen. Zupa verharrt renitent.'' Am 21. September zu Casteluurwo erhielt ich eine Meldung des Majors Äizarro, daß Aufrcgung au^ Ursache der Schnelligkeit der Gesetzdinchführimg bcstchl, ferner aber auch durch Aufwieglung und Ausstreuen falscher Auslegungen von Seite schlecht gesinnter In5i-viduen hervorgerufen wird, ferner, daß cr mit Erstaunen vernommen habe, daß cine Imputation aus der Zupa und Crivoscic sich schriftlich an den Fürsten von Mun-leue>iro gewendet hatte, um seine Hilfe beim Widerstände gegen die Landwehr zu erwirken. An diesem Tage theilte mir daselbst auch dcr Bczirtshauptmanu mündlich m»d später schriftlich mit. daß sich die Caftwillns der Zupa vor ungefähr lO Tagen in einem Schreiben an den Fürsten von Montenegro gewendet hatten mit der Billc, ihnen beizustehen, wenn in Folge der Lundwchr cin Auf stand ausbrechen sollte, dann wie folgt: Alm vergangnen Montage stellte sich der montenegrinische Hofsecretär Sundccic bei mir vor und meldete mir, in diplomatischer Mission erschienen zu sein, um mir folgende Milthei-lung zu machen: Viele aus den Bocche kommen nach Celigne, besonders die von Pastrovichio und Braic in der Hoffnung, daß ihnen im Falle eines Ausstände« Montenegro beistehen würde. Der Fürst aber hat solche Ansinnen entschieden zmücksscwiesen u, s. n. Meine Herren, unter dcm Eindrucke dieser letzteren Nachrichten fuhr ich am 22. von Castelnuovo nach Cattaro lediglich in dcr Absicht, um mit dem Major Bizarro über dic Erfolge seiner Thätigkeit Rücksprache zu pflegen, der mir. als cr sich mir an Vord des Kricgsdampfcrs vorstellte, meldete, daß cben eine große Anv hl Caftivillas versammelt sei, um vcm ihm Auftlä-ru!',a/l, über einzelne Paragraphe des Laxdwchrgesetzcs zu erhalten. Mir war von der Regierung leinet lu Instruction zugekommen und ich war iu tcinerlei Wcise ermächtigt, den Wortlaut deS Gesetzes na(!i meinen cigc' ncn Anschauungen zu interpretiren. Der Major Bizarro konnte in dicser Beziehung einen freieren Spielraum haben, aber mir, als den, Statthalter, dessen Worte als Worte Sr. Majestät des Kaisers augesehen werden, war die äußerste Vorsicht gc> boten, und man wird es aus dieser Ursache begreiflich finden, daß ich in jenem Momente es vermied, mit Leu» ten in Contact zu treten, welche von mir bindende Erklärungen gefordert Hütten, oic zu geben ich nicht in der Lage war. Meine Herrcu! Wenn Sie Gelegenheit ge-habt hättcn, dcn Scharfsinn jener Veutc bei Beurtheilung alles dessen, was ihre Interessen betrifft, tcmleu zu lcrncn, wenn Sic die Eloquenz vernehme» würden mit welcher sic ihren Gefühlen und Meinungen Ausdruck geben, wcnn Sic ferner Zcuge gewesen winc», mit welchem Mißtrauen sie dic ihnen durch Major Bizarro gegebenen Belehrungen und Aufklärungen entgegennahmen, zu welchen das Gefühl eines jeden treuen Unterthans tief verletzenden Auslassungen sie sich verleb ten ließen, dann, mcinc Heiren, würden Sic cs gewiß sehr erklärlich finden, daß ich absichtlich zu Catlaro nicht anS Land stieg, um jedcr persönlichen Berührnng mit den Versammelten aus dem Wege zu gehen und Erör tcrungen auszuweichen, die für mich uur eine Verlegenheit oder von sehr peinlicher Natur scin konnten. Endlich mögen sie sich meine persönliche Stimmung gegen» wärtig halten, wie sic in jencin Momcntc beschaffen sciu mußte, und Sie werden begreifen, daß es uur Klugheit war, wem, ich einen Vertreter in die Versamm> lung schickte, statt selbst dahiu zu gehcn, denn die Worte, die ich den Leuten gesagt hätte, wären vielleicht noch herber, noch schneidiger gewesen, als es aus dem Munde dcs Obersten Ellgcr geschah. Der Herr Abgeordnete Rechbauer stellte in der letzten Sitzung an mich dic Frage, warum^ich nicht in jene Versammlung Mg, da cs dem Major Bizarro doch gelungen war, das Terrain vorzubereiten. Meiuc Herren, dcm Major Bizarro war nichts gelungen, im Gegentheile gab cr den Leuten Zusicherungcn, dic zu gc-bcn er nicht berufen war, dcnn er sagte ihnen, daß er bereit sei, eine Deputation Sr. Majestät dem Kaiser vorzuführen, damit das Landwehrgesetz modificirt werde. Von mir aber hätten dieselben hören müssen, daß das Gesetz von Sr. Majestät sanctionirt sei und vollzogen werden müsse. Dicscn wahrheitsgetreuen Allgaben gemäß mögcli Sie, meine Herren, meiuc Handlungsweise verurtheilen. aber ich bittc Sie, mir ein wcilcrcS Eingehen in die Sache im Interesse dcr so sehr gewünschten Beruhigung dcr Gemüther zu erlassen. Ich schreite »un zu der chronologischen Entwicklung der Dinge weiter. Am 2.",. September begab ich mich nach Zara zu rück, wo ich am 24. eintraf, u»d erstattete sogleich eine,, ausführlichen Bericht am 26. Scplrmder an den Mi nisterpläsidenten Grafen Taaffe. Bis zum 29. September c; l>i,?ll ich keinerlei Nach richt von Ausschreitungen, wclchc die öffentliche Ruhe gefährdet hätten, und die Gemeinden kamen dem scrip tuellcn Theile dcs StellungSgeschästes nach, während von der Behörde nicht das Geringste verfügt wurde, waS herausfordernd oder aufreizend liättc wirken löliucn. Am 29, tclegrafthirte mir der Vczirtshauptmmm: „Aufregung nimmt einen drohei^en Charakter an, Trüp-ftellve>s!ärful!g dringend nothwendig " Sofort am 30ten verfüge ich die Abrückung eil'?? Halden Bataillons Wimpssen und der Gebirgsbatteric von Nagusa nach Cattaro und die Sistirung der sin dc-, !. October an> beraumten Wsendmig der Uilaub.,' i:ud setzte den Mi' nisterpräsid?l,len davon in Keimtmß, In der Zlipa fielen an diesem und dem daraus' folgenden Tage Gewaltacte vor. wodmck ich bewogen wurde, am 2. October telegraphisch den Antrag zur Pul'sicirung dcs AusnalunSMandcS für dcn Bc,;irl Cattaro zu stellen. Militärische Maßnahm.n lcmnte ich nicht mehr treffen, da !ch bei dem damaliqcn geringen Truppen-stände teiNl' disponiblen Mitiel H.M<', üi'terlieb aber nicht, den Reichslricgslnmislcr von dcm Gai^c der Ereignisse in stettr Kelmlmsj z» erhalte., u»>k> aus dic Noth' wcndiglcil eine, Trupp>.'!'oelsläll>l!'>) hin;,,w,5scn. Es wmdcn in dieser Beziehung säst !ä,^ich Tc!^,;>nmme gc> wechselt, weil der Reichetliegsmimsier ansicsickts ücr gro-ßcn Koslcü erst bei vollkommen ans^spruch.nc-r Noth-wcnbif,kl!l <ü dic Zusendung von P,>stä,l!U!ci,'!i rinwil^ liu.cn tcmnte. Nlin dilte ich zu erwägen, ob m ii^eod tli^r Be< zichung ein Veisäummß stattgefundn hat, e« wäie dcnn jenes Verjäumniß, daß die Gefahr zu spät crkaimt lind daß man von der bcwaff«elcu Erhebuxg ülicriaschl windc. Ja, ich gestehe es, dcr bewaffnete Widerstand hat mich ül'crlaschi, ader nicht nur mich, sondern auch den Be-zirtshauplmarm und sogar die ciliflußinchstc» Mämnr jencr Ge^nd. Noch an, 10. October, als ich in Castelnuovo und Äudua mit dc>i verschiedene!! CapiviliaS B^prechuugcu halte, ioliülc ich annehmen, di.ß sich dui< Volk beruh!' gcu werde. Nbcr zwei Tagc darauf fand jene Versammlung dcim Kloster Lastua statt, welche von cinzcl' neu Rädlliführcrn zum Zwccke der Aufwieglung dcs Volkes in ^cc„e gesetzt wurdc und damit endigte, daß der licwafs ctc Widerstand gegci, daS Gesetz zum Beschluß elhod.-u wurbc, nachdem fremde Hilfe in Aussicht gestcUt worden war. Erst lnit diesem Tayc war dcr Aufstand eine lu-sch!ossc»e Sache. Die weitere«! Vorfälle siud allgemein bekannt und ich cnlhallc mich darüber zu sprechen, weil meine dirS' fälligen Äcrichlc dcr Regiürung uorliegc». Auf dcm Standpuntlc, daß cs nothwendig sei, dic Bevülleimlg dci? Bezirkes Caltaro an Gehorsam und Achlliüg gegen das Gesetz zu gewöhne», stchc ich noch l'nilnr, daher cs uür auch nic cingcfallcu war, der Regie-ll!ü,i darüber cineil Vorwurf machen zu wollen, daß sic dic Dm'chführm',1 dcs Gesetzes auordnelc. Selbst dee>-wcgc» tüiintc ich ihr kcilie Vorwürfe machen, daß sie mcmc ali^csprochci'ci! Bcdculeu üübelücksichti^! licft, weil ich weiß, daß cs schwer ist, bei dcr Durchführlma. emc? Gesetzes Bcslilumuulieu zu treffen, die dem slrictcn Wortlaute demselben nicht entsprechen. Hat mm die R gicrllug nicht den Mnlh gehabt, auf meine Bedenken einzugehen, wic konnlc ich cS wagcn, am 22. Scptelnbcr einer Versammlung zu Catlaro über einzelne Beschwcrdc-punltc Auftlänll,gcn zu geben? Achtung vor den Gesetzen ist nach meiucr Absicht dic crstc Bedingung dcr Cultur mid Civilisation eiues Volleö. Indem wir also ernstlich daran gchcu wallen, in jenc wilden Gegenden Cultur zu dringen, so mögen wir damit beginnen, einen geoiductcu gesetzlichen Zustand daselbst zu schaffen als Bafis cmes jcdcn weiteren Fortschrittes." (Schluß folgt.) Hagesneuigkeiten. -- (Allerhöchste Spende.) Se. Majestät der Kaiser haben für die durch Feuer Verunglückten zu Satteins bei Ielotirch eine Unterstützung vou 1000 fl. aus Allerhöchsten Privatmitteln allerguäd'igst zu spenden geruht. -- Ihre Majestät die Kaiserin sind durch ci„ leichtes Unwohlsein verhindert, für jetzt nach Wien z" kommen. ^ (Kerne .M ußPreußen.") Die Parleileiden-fchafl der sogenannte»« ..Patrioten" in Äaiern hat sich zu einem solchen Grade gesteigert, daß manche derselben z" 367 dem letzten Mittel: der Allswanderung, ihre Zuflucht neh-men. Bei dcn vcrschiedcllc» löingliche» Landesgerichlen lau-sen neulich in der neuesten Zcit Gesuche ei» um Enllas> sung au« dem dänischen Staalöverbande zu»l Zwecke der Erwerbung der österreichischen Staatsbürgerschaft; zugleich suchte» mehrere dersclbcn um die Zusicherung der Aufnahme i» dcu Gcineindcverbaud der Sladt Wien an, damit ihr Wunsch rcalisirt werden töuuc. Dieselben, zumeist junge Handwerker, erklären, daß sie nach ihrer Entlassuug aus dem Heimatblande mit Freudeu als Freiwillige in die österreichische Acmee ciulrclen wollcn — „nur um keine Muß--Preußen zu werden." Sie killen, „ihnen aus der drohenden prcusziscbcn Schlinge zu hclfcn" und schließen ihre Gesuche gewöhnlich mit den Worte«! „Hoch Oesterreich!" - „Es lebe Wien!" Aue dcm Vcrichtosmilo. Die Affaire von Iantschberg und Iusefsthal. Vierler Verh a ndlun g s tag. Eö werden die des Vergehens des Auflaufes Angeklagten oernonn»cn,nnd zwar ^ranz Kocian^ic, welcher an-gibt'. Cr habe aus den» Heimwege ans der Kirche in Mariafeld die Mutter des Rode getroffen; ein Knabe habe die Nachricht von, Tode des Rode gebracht und Rode's Multer habe ihn gebeten, er möge mit ihr gehen, damit sie den Rode nach Hause führen würden. Sie seien nun beide zum Draxler'scheu Hause, wo Node lag, gegaugcu. Ein Gendarm habe sie fortgewiesen und sie seien auch gegangen. Die Mntter des Rode habe sehr geweint und er habe sie getröstet; dann sci er den Herrn Echlibcr fragen gegangen, ob man Node's Leiche nach Hause führen dürfe. Echliber habe ihn nun zweimal sich entfernen heißen. Node's Mutter habe nur so lange warte» wollen, bis man die Leiche fortfuhren würde. Schlibcr habe ihn nnn beim Krage» gepackt und arrclirt. Sebastian Slapniöar gibt au, er habe sciucn Bruder in Kaschel besuchen wollen und sei auf dem kürzesten Wege durch Ioscfsthal gegange». wo mau eben die Leiche des Rode aufgeladeu habe. Kanzlist Schliber habe ihn aufgefordert, fortzugehen; er fei jedoch laugsam seiucs Weges weiter gegangen, allein man habe ihn trotzdem ergriffen und arretirt. Als man ihn arretirte, habe er nur gesagt: Ich widersehe mich ja gar nicht, ich fürchte mich nicht. Der Angeklagte Joseph Vidmar will nur bei der Leiche des Rodc gestanden sein, die Aufforderung auscin-anderzugehcn, nicht gehört haben, und als er fortgegangen sei, arretirt worden sein. Der Angeklagte Gabric Valentin will nur über Auftrag feines Dienstherr» durch Ioseföthal gctomme» sei». Auf dem Durchwcge habe er daselbst ein Krügcl Vier getrunken und sci, als er wiederum weiter ging, arrctirt worden. Die Angeklagte Maria Mohär gibt an, sie sei durch die Nachricht, ihr Bruder (der Angeklagte Johann Mohär) sei erscliosscn worden, so in Schrecken geralhcn, daß sie nicht wisse, was sie gesprochen oder gethan habe. Diese Angeklagte ist beschuldiget, ihrem Bruder, als er verhaftet werden sollte und sich dessen wehrte, zugerufen zu haben: ,,.lun«/, lu» «jlij ^- (Johann, laß' dich nicht). Der Angeklagte Anton Kauöcl leugnet das ihm znr Last gelegte zudringliche Benehmen bei der Verhaftung feines Halbbruders Mohär. Die der Wachebeleidigung beschuldigte Maria Cernauk verantwortet sich dahin: Es sei in Gaberje Militär einquartiert worden; ein Herr, den sie nicht gekannt und auch nicht ange-sehen habe, sei mit dem Militär gekommen. Die ihr an-geschuldeten beschimpfenden Worte: „Ihr alle fcid kaiserlicher Dr.. ." habe sie nicht gesprochen; sie habe vielleicht nur gesagt: „WaS soll ich den Soldaten geben, da ich selbst einen Dr. .. habe." Der der Einmengung in den öffentlichen Dienst bc-schuldlylc Johann Kruöic leugnet, sich irgendwie eingemengt zu hibcn. Vielleicht - allein er wisse'sich nicht zu crin> ucrn ^- habe er, jedoch gewiß nur im Sche,zc gesagt: „Mögen Gendarmen, Gerichtöoiener oder wer immer lommen, ihr werdet alle zusammcngehauen werden." Johann Kuöar gibt an, er habe, als man die Leiche durch Udmat führte, nur gesagt: „Wie zum Teufel ist es gekommen, daß man ihn gelödtet hat?" Die Aeußerung: „Verflucht, über unfern Boden werdet ihr ihn nicht führen," habe er nicht gethan. Vom Freudcnfcuer wisse er nichts. Johann Icumker, der auch ähnliche Worte fallen ließ, weiß sich daran nicht zu erinnern. Hiemit wurde die Einvcrnchmuug der Angeklagten und Vefchnldigten gefchlosse» und zur Nbhönma der Zeugen geschritten. Der Zeuge Philipp Schreyer erzählt den Hergang am Jautschberg, wic derselbe schon in, ersten Berichte ent-wlckelt wurde von Seite der Turner habe keine Provo-atton stattgefunden; Jedermann habe die Bauern zu besän t.genge>,cht die alle mit Prügeln bewaffnet waren. Anfangllch fcrdle Beruhigung gelungen, allein bald hätte» dle Vauent loszuschlagen begonnen m,d sich geäußert, sie dulden Nlcht daß d:e deutsche Fahne auf epflauzt werde. Er erkenne kemen der Baueru. Ob viele Turner Stöcke «ut Bletknöpfcn hatten, wisse er nicht. 6r sci davongelaufen und von einem Steine getroffen worden l.»s ^"gc Julius Treffer will gerüchlweisc schou vou Mher geHort haben, daß dle Bauern etwas vorhabe» Den Hergang am IaMschberge erzählt derselbe wie der frühere Zeuge; er fei dann geflohen; cm Bauer mit blutigem Kopfe habe ihn mit einem Stein gewm'sc» Hwei Bauern schlüge» ihn mit eilicu, Brett und einem Slocke nieder. Er verlange 100 fl. Entschädigung, ans welche er zu Guusten der Laibacher Stadlarmen verzichte. Einer der Bauern habe, als man ihnen Wein, Würste und Brot gab, zu den Andern gerufen: „Burschen, wozu sind wir denn gekommen; wir werde» raufen!" Er vermuthe, daß dies Lorenz Zgajnar war. Angeklagter Godec: Ich war am Kopfe blntig, da mich ein Herr »lit einen« Bleitnopfe auf den Kopf schlug; ich warf auch einen Stein, weiß aber nicht, gegen wen. Zeuge Treffer erkennt mit Bestimmtheit keinen der Angeklagten. Der Zeuge Martin Icrctin ging über Auftrag des Herrn Bezirtshauptman»es mit Gendarmen nach Iautsct> berg, um Ordnung zu halten. Als er oben ankam, sah er Bauern, die alle mit Pflöcken bewaffnet waren. Die Turner hätten zu beruhigen gesucht. Ein Baner habe gerufen : Burschen, wozu sind wir denn gekommen, wir wol-len die Fahne haben. Weiters gibt Zeuge an, die Ange^ klagte Mohär habe bei der Arretirnng ihrcS Bruders die Worte: Du wirst nirgends hingehen, sandcrn zu Hause bleiben, gesprochen. Zeuge Johann Vralun gibt an, von der Ausforderung, die Turuer zu verlreibcn, dann von der von Blei^ weis versprochenen Belohnung gehört zu haben; er sci dann aus den Berg gegangen, um Ächt zu geben, daß an Kirche und Pfarrhof nichts befchädiget werde, und habe oben viele Bauern gesehen. Der Zeuge Matthäus Jerant bestätigt auch, von der Belohnung uud Auffordcruug gehört zu habe». Obcu am Berge habe er mehrere der Angeklagten gefehen. Andreas Anzur habe die Burschen mit den Worten: „Wenn ihr zu was seid, heute wird es so seiu, wie es in Wifchmarjc war," gehetzt. Die Bauern hätten Stöcke von der Dicke eines Fisolcnstockes gehabt. Dr Aha^ic: Waren am Iantschbcra/ mehr Bauern oder Turner? Zeuge (uach einigem Nachdenken, mit zweifelnden, Achselzucken): Ich glaube, mehr Turner, Der Zeuge wird beeidiget. Der Vorsitzende theilt mit, daß die Aussagen der vorgeladenen Zeugen Mirsch Joses, Ludwig Hartmann, Ferdinand Mahr, Johann Libansli, Franz Mravlag und Heinrich Hollmann, da deren Wohnort ein zu entfernter sei, nur vorgelesen wurden. Aus der vorgelesenen Aussage des Mahr Ferdinand kommt nur zu erwähnen, daß er seine Angreifer nicht cr-temlt nnd am meisten Verdacht gegen den Angeklagten Godec hege. Der Zeuge Michael Eclan weiß mcbls Wesentliches anzugeben. Der Zcuge Anton Srimschck erzählt, bei Dr. Blei. weis gewesen zu sein, um denselben wegen der Fahne um Math zu fragen; Dr. Bleiweis habe daraus geantwortet: /1'^ voter kinds' vl«>56" (dieser Wind wehet ungünstig) und habe zur Zurückgabe dcr Fabnc aufgefordert. Zeuge habe die Fahne auch wirklich im Wachtzimmev in Vclavlje abgegeben. Er sei wegen der Fahne auch beim Landes-Präsidenten gewesen, der ihn jedoch an Dr. v, Stöckl gewiesen, welch' Letzterer ihm für Zurückstellung der Fahne Brot nnd Wein versprochen habe. Der Zeuge Bartclmä Mohär hörlc auch von der vcr. sprochcncn Belohnung, will aber von der Affaire am Jantsch-berge nichts gesehen haben, da er nach beendeter Attaque hinaufgekommen sci. Volant Naab z>, Anlou Anzur: Zeuge gibl an, daß Ihr faglet: Die Fahne haben wir fchon. Anzur Anton: Das habe ich nichl gcsagl. Zeuge: Ich sagte nur, daß Anton Anzur rief: „Die Fahne haben sie schon." Votanl Voschizh: Warum sprecht Ihr jetzt anders, als in der Untersuchung? Zeuge: Ich war damals sehr verwirrt. Vorsitzender: Würdet Ihr beschwören, daß Anton An-znr oder die andern leine Pflöcke hatte»? Zeuge: Nei». Vorsitzender : Würdet Ihr das Gegentheil beschwören? Zeuge: Auch nicht. Die Slaatsauwaltschaft erklärt sich gegen die Beeidigung dieses in feinen Anssagcn so schwankenden Zeugen. Der Gerichtshof beschließt die' Nichlbceidigung. Der Zeuge Johann An^ur, der, sowie beinahe alle Zeugen aus der Gegend von Ianlschbcrg, sehr zurückhaltend ist, weiß nicht« Wesentliches anzugeben. Die Verhandlung wird um ^1 Uhr abgebrochen. I» der Nachmittagssitzung werden die Zcugenverhöre forlgesetzt. Zeuge Emil Rat erzählt de» Vorgang am Iantsch-berg wie er in der Anklage entwickelt ist; auch er habe zwei Verletzungen an der Hand erlitten. Es seien mehr Bancrn als Turner gewesen und die wenigsten der Turner hatten Waffen, und wer eiuc Waffe mithatte, halte kciue Absicht, einen Streit zu provociren. Die Baucru seien mil starken Prügeln bewaffnet gewesen. Zeuge Jakob Mahkouz hörle von Johann Anz'ur bei der Frühmesse die Aeußerung, man solle eine Umzäunung ans Reisig nnd Brcnnncsscln machen. Die Turner seien, so viel cr gesehen habe, nicht bewaffnet gewesen, auch scicn dieselben, so viel ihm vorgekommen, in keiner provocirenden Weise auf den Berg gekommen. Diefer Zeuge bringt noch vor, daß sein Weib aus Mittwoch vorgeladen sei, da sie aber m, Kind an ver Brust habe, nicht erscheinen könne. Nachdem der Vorsitzende constalirl halle, daß die Zeugin ihr Aussagen beschworen, beschließt der Gerichtshof, über Antrag des Staatsanwaltes dic Vorlesung der Aussage dieser Zeugin. Die Zeugin Maria Smretar bestätigt, daß mehrere der Angeklagten mit Stöcken bewaffnet waren nnd auf die Laibachcr losschlugen. Zeugin Gertraud Bratun - ebenfalls sehr zurückhaltend — will erst nach beendeter Affaire auf den Berg ge kommen fein. Zeuge Josef Bratun gibt an, daß die Bursche» auf den Iantschberg gezogen und ihn zum Mitgehen aufgefordert hätten, damit man die Fahne wegnehme. Er fei mit gegangen, nm ein Almofen zu bekommen. Die Burschen hätten keine Pflöcke gehabt. Dem Zeugen wird feine frühere Aussage vorgehallen, worauf er bemerkt, An^ur Johann, Rojc hallen keinen Pflock gehabt. Die Angeklagten leugnen diefer Aussage gegenüber, erklären den Zengen alS Lügner, der sich oft geäußert habe, er fchwöre um ein Gläschen Branntwein, der Zeuge habe fclbst die Burschen gehetzt, mit Heugabeln auf den Berg zu gehen. Zeuge Alois Sets führte Herru Ledenig, dessen Fra» nnd ein Fräulein und ein Kind auf den Iantschberg. Gegen 9 Uhr feien sie oben angekommen. Anfangs seien elwa 20 Banern oben gewesen; cr sei beten gegangen; man habe seine Pferde in dcn Stall nicht einstellen lassen. Er sci drei Viertelstunden in der Kirche geblieben, dann in das 50 bis 60 Fuß vom Hügel entfernte Wirthshaus trin, ken gegangen. Als er heraus kam, feien die Turner gelaufen und dic Bauern ihnen nach. Ein Bauer aus der Pfarre Prcz'gajn habe auch ihn schlagen wollen, er tenne denselben jedoch nicht; auf feine Bitte babe ihn der Bauer nicht geschlagen. Dem Zeugen wird Martin Stubic vorgestellt. Zeuge: Ich weiß nicht, ob mich dieser Mann bedrohte; ich war ganz erschrocken. Slubic: Ich wollte ihn nicht schlagen, sondern fragte ihn nur, wen cr denn hergeführt habe? Zeuge: Ja einer fragte mich danach, ich weiß aber nicht, ob es der war, der mich bedrohte. Die Zeugen Blas Zupan) ein Comitö von fünf Mitgliedern zu wählen, welches einen Entwurf der Eta^ tuten verfassen soll; !») der Ausschuß des Lehrervercins stelle au den Ausschuß des Vereins für Witwen nnd Wai^ sen den Antrag auf Berufung einer Generalversammlnug; ,' das gewählte Comity hat bei der Generalversammlung seinen Entwurf vorzulegen, der dann einem weitern Comite, bestehend aus dcn Mitgliedern beider Vereine zur endgilli-gen Redaction überwiesen wird. In das Comity wurde» gewählt: Gcrkmaun, Praprotnik, Tomöiö, und vom Lmlde: Govetar und Uranik. Der Verein für Witwen und Wai sen wird ersucht, den Zahlungstermin für dieses Jahr bei so obwaltenden Umständen bis Ende April d. I. zu verlängern. Die Zahlungen wären an den Präsidenten-Stellvertreter Herrn Schuldirector K. Legat zu leiten. Die Mitglieder vom Lande tonnen ihrc Gablungen bei den Ml. k. t. Bezirtshauptmannschaften leisten, und die hohe k. t. Landesregierung fei zu ersuchen, dies den k. k. Aemtern am Lande mitzulheileu. 5. Anträge einzelner Mitglieder. Ueber eine Anfrage des Ausschußmitgliedes Fr. Gerkmcinn, ob auch Lehrerinnen in den Lehrervercin treten können, wird beschlossen, die weiblichen Lehrindlviduen mit gleichen Rechten und Pflichten aufzunehmen. Der Vorsitzende liest einen Antrag des Vereinsmitgliedes Hrn. Erker aus Altlag, der Verein wolle beschließen, daß es für die Einigkeit dcr Volksschule entsprechend wäre, wenn die Schulfrrien der Landschulen durchaus congruent in die Zeit der Stadlschulferien fallen würden, wornach das Schul» ^ jähr auf dem flachen und auf dem gebirgigen Lande stets! Anfangs October beginnen müßte. Die Versammlung sprach sich jedoch dahin aus, daß die Zeit der jchiqen Schulferien auf dem Lande im allgemeinen zweckmäßig sei und daß eine dieSfällige Aenderuug dcr neue Ortöschulrath vorzunehmen haben werde. Eine Abhandlung des Hauptschul' lehrers Herrn Fel. Stegnar aus Idria über das Schönschreiben, die Geographie und über den Gesang in dcr Volksschule wurde für die nächste Ausschußsltzung verschoben. Zum Schlüsse dankte der Vorsitzende für das Interesse der Mitglieder, sowie auch dem Herrn Landesschul-Inspector für den Besuch der Versammlung und munterte die Lehrer auf zur Selblhäligteit, Energie und zum festen Ausharren. Hierauf Schluß der Sitzung. Korrespondenz. U. Stein, 4. März. (Der neueVezirlshaupt-mann. — Die Fleischbeschau. — Der neue Stadtarzt. — Wahl derSchätzmänner für die neue Grundschätzung. — Volkszählung. — Faschingschronik.) Die Nachricht, daß der zum Be< zirtshauptmann nun ernannte Herr Stephan Klanöii als solcher hier verbleibt, wnrdc von unserer Bürgerschaft mit Freude aufgenommen; Herr Klanci? hat sich hier schon alö Vezirkscommissär durch sein einnehmendes Wesen und durch seinen großen Amlöflciß bclicbl gcmacht. — Der lnimischc Landesausschuß hat die Entscheidung dahin gefällt, daß unsere Gemeindevertretung mit Rücksicht auf die noch immer in Kraft bestehende hohe Gubernialverordnung vom 17. August 1839 nicht berechtiget war, selbständig den Bezirkswundarzt Franz Saurau von der Besorgung der Fleischbeschau zu entheben, und beauslragte die Gemeinde, die Beschau durch denselben so lange besorgen zu lassen, bis ein Commuualarzt bestellt sein wird. — Als solcher wurde bereits Franz Legat, Wundarzt in Weirelburg, ernannt, welcher am 1. d. M, dcn Dienst hicr antrat. Auffallend ist es, daß um diese Stelle sich nnr zwei Wundärzte beworben haben,— Zu Tchätzmänner» aus Anlaß der Grundsteuer-, rcgulirung wurden für dicscn Bezirk gewählt: Von Seite der Höchstbesteuerteu: Ferdinand Marquis de Gozzani von Wolfsbüchel; von Seite der Gemeinden: Lorenz Ruß von Prevoje, Franz Dolenz von MannSbura, und Lukas Piruat von Tufstein. -— Nach der heurigen Volkszählung hat die Stadtgemeinde Stein eine Bevölkerung von 2500 Seelen, nur nm 50 Seelen mehr gegen das Zählungsjahr 1857. — Der Fafching ist nun vorüber; wir haben im letzten Berichte schlecht prognosticnt, Prinz Earneval fand sich zwar heuer sehr frühe hier ein - er machte jedoch schon am 2. Jänner eine» Ausflug aufs Land zu einem Nobelballe, welcher von Stein aus arrcmgkl wurde, und lehrte erst im Februar zurück, so daß im Iänuer hicr gar kein Ball stattfand. Am 1. Februar wnrde der Artillerie«Unteroffi-ciers- und am 6. der Cilalnica - Vall in den Localitäten des Casper Hostnik abgehalten; ersterer war heuer nicht fo stark wie andere Jahre besucht, jedoch war auf beiden Bällen die Tanzlust sehr rege nnd dauerte bis zum Anbruch dcs Tages. Der dritte, vom Leseverein in dem ueuerbauten Hausl.' des Aartelmä Graset ans der Schutt am 26. Februar veranstaltete Ball hat Jedermann durch die äußerst geschmackvolle Decorirung, die sinnige Beleuchtung und gute Bedienung befriediget. Wir müssen nur wünschen, daß der neu aufgetauchte Restaurateur Herr Graöek in seinem Bestrebe», die Gäste zufriedenzustellen, fortan unlcrstüstt werde. Auf diesem Balle waren nahezu 2l)0 Personen anwesend, dar unter einige Damen mit so auffallend werthvollen Ball-anzügen, daß man sich auf diesem Balle aus unserm gemüthlichen Landstädtchen in eine große Stadt versetzt wähnte. — Zum Schlüsse müssen wir in Anerkennung der Thälig' keit des neuen Bürgermeisters Herrn Kezel erwähnen, daß derselbe viele Sorgfalt auf Reinhaltung dcr Gassen und Plätze verwendet und dieser Tage den Straßenkoth in der ganzen Stadt abtehren und wegführen ließ. Ncnclle Post. lTriqinal-Telegrümme der „Laibacher Zeitung.") Wien, 5 Mär,. Die heutige „Wiener Zeitung bringt eine Kundmachung, mittelst welcher die AuSnahmsverfüflUngen im 6atta-renser Vezirke aufgehoben werden. München, 7. März. Bray hat das Vtinisterium des Aeußern angenommen. Paris. 7. Mär;. „Gazette de France' veröffentlicht ein Schreiben Montalemberts, welches die oppositionelle Haltung Dupan loups und Gratry's gegenüber dem Ultramontanismus im Interesse der Civilisation und des Fortschrittes bewundert. Alis Fiume, 6. Mäiz, wüo dcr „Tr. Z." gc schrlcbcli- Hier haben wir foitwäl^cno 2 bis 3 Erd' erschüllelUligel, in 84 Stunden, sie nehmen aber a» Stiirle entschieden ab. Auch im Vczille Volosca dauern die Erdstöße fort. Madrid, 5. März. Amtlich wird versichert, daß daS Telegramm des „Gaulois" bezüglich der dcn, Hcr^ zog von Monlpensier dargebrachten Ovationen apokryph sei, indcm das Telegramm nicht von hier aus abge» selidct wurde. Telegraphische Tttfchj. !l ^:«rss vom 7, Mm.;. 5,pttc. MctalliqueS 61.80. — 5^','c, Metallianes mit Mai» und Viovrmbn'-Zmsm 61.80 - üplic, .'lali^nal^nleheu 7l,60. - - 18«;<>,i Slaalöaulchm 99.70, - Baulactirn 780. - Sredil-Acli','!, 286.60 — i!oudon Iii4,80. - 5u!^r 121.5)0. - K, l Ducau 5 84. Kandel und Volkswirt!)schastliches. Ziehung der 183Ver Ttaatslo sc. Der Haupttreffer fiel mit 220.0M» ft. aufNr. 74.2li«;iW.<»«»0fl. qewinntNr.lll^ll: 25.0W ft, i>ir. 7ii,<'l2l; 15».000 ft, Nr.><17!1, Ferner gc winucn 10.000 fl. Nr. 15.877. 8000 fl, Nr. 86.16!», 6000'ft, Nr. 30.450, je 5000 ft. die Nr, 50,400. 80.586 und 88.865; je 8000 fl. die Nr, 42.012, 75,196 und 87.Ü24; je 2500 ft. die Nr. l 110, 42.108, 66.838 und 118.350: je 3000 ft. die Nr. 82.120, 50,877, 71.487 nnd 100.465: je 1500 fl, die Nr. 6801. 80.452. 50.818, 60.881, 67.22!», 78.12!,, ?4.2ft. die Nr. 48.007, 45.180, 58.l'«2, 68.826, 74.276, ÜI.669, 99.888 nnd 118,346'. je 1100 ft. die Nr. 10.671, 18.888, 28.550, 58.205, 55.847, 62.063, 86.172, 86.827, 88.488 nnd 105.878; je 1000 fl. die Nr. 4072, 20.444, 88.568, 41,41 l. 56.577, 83.799, 89.294, 97.844, 98.396, 104.695 nnd 106.780. Vottoziehung vom .5. März. _________Trieft: 09 82 33 08 38._________ Theater. Heule: Vzar und Himlnermanu, Opcr in 8 Aclc», Vcncfi, de« Herrn Erbt. ________Morgen: Bltt,,barr, Oper in " Acten.________ 'Mz^rolliliische Neoliachlu,Mll i„ l^Müclj. ^ ^ ^zk iß ^ ! ^l Ä ___L «3Z s°________! ^ «^2 ' 6U Mg, 3251!) j. 1.„ ^ wi'ldM' iriibe' l.l" 7. 2 .. N. 823.«^ > 2 „ ! windstill Gchnce Reg, »l. 10 „ Nd. :'.^8z« l' 1 !< wüidftill lrllbe Schncc Tagliber dicht bewüllt, Wolteuzuc; au« Ost, schwacher Schnee fall und Rcssl'tt abwechselnd. Das Tagesmittcl dcr Wllruie -j- 15", nm 0 6« unter dem Normale. Ill»az v. K lVi n m c^y r. ^ Fllr die ^roße Theilnahme an den« Verluste und M M fl>r die zahlreiche Begleitung zur Ruhestätte unseres W ^ uuvcrgcßlichtu Sohne«, resp, Bruders ^ > Ferdinand Wilma > W sprechen wir den innigsten Danl aut!. W » (522) Tic trauernde Familie. > Rnrll»N^l»»'»»'ili 'iUien, 5 März. Die heutige Vorbärse begaun in lcdhafter Tendenz alle in Umsah a/lcmgttn Papiere erfuhren l>a,nhllste Prelöa!lsschläa,e. Die MiltagsbUrsc hol» Credit a»! Al»»»!^lllN zllVl. ^3.80, Baubanl bis 72. Lombarden bia 244.80. Doch später tral eine Ermattung eiu. Um hall' 1 Uhr (Erlläruuaszeit) „olirten: Cndil 281.80, Analo'376 25 franco 125.2''', Napoleonsb'or 9.91. ^U. Allgemeine «»aat«s«huld. Mr 100 fl.
s> W.xiri Einheitliche Staatsschuld zu 5 pCt.< n» Noten verzinsl. Illai-Noocmbcr 61.80 61.90 „ „ „ Februar-August —.— -.- ., Silber „ Jänner-Juli , 71.60 71.70 „ „ „ Äpril-Oclober. —.— — — Steufranleheu rückzahlbar (j) - . — - >^ LosevI. 1V39 ....'. 23450235.' „ „ 1854 (4 °/„) ,u 250 ft. 90.75 91.-.. „ I860 zu 500 fl. . . 98.- 98.20 „ „ 1860 zu 100 fl. . .1' 6 — 106.50 „ „ 1864 zu 100 fl. . . 11980 120. Staats'Domäuen-Pfaudbricfe zu 120 fl. ü W. in Hnber . . 127.75 128 — ». GrundentlaftnnaH-obliyationrn. stur 100 sl. l'Oe!^ Wliai'l Bulimy . , . . zu5p> "^ 9^50 9ß^ Obrr-Oeslrrieich . , ^ 5 ^ 95^ _ ^. Siebenbürgen . . , „ 5 „ 75 5y 7tz._. Stelermall . . „ ü „ 8250 93^- Unijam . , . . ,. l» « 78,25 ?tt?5> O. Actien von Bankinstitute». ! Geld Waare Nnglo-üsterr. Ban! abgest . .38050 38!.— Auglo-ungar. Banl .... 103.— 104.— Baulvercin.......!i23.^- 224. - Boden-Ereditanstall . . . . 336 — 34ii. -Creditanstalt s, Handel u. Gew. . 264. ^ 284.50 Lredilllustall, allgem. ungar. . . 92 7b 93 — Cscompte-Gcsellschaft, n ij. . . 903.- 905. Frauco-o-sterr. Banl . . , . 124.25 124.7,5 Eemralliaul , . ... 74 — 7^.50 Natioualbant....., 730 — 732 -> Niederländische Vant . . . . 9650 97. . Vereiullbanl . . . , 94.— 94.50 PertehrSbaul.......119 50 120.- Wiener Banl......73 25 73,75 IV. Actien von Transportunternel»- mungen. Geld Waare Alfülb-Fimnaner Bahn , . 174.50 I7s>. Bl'hm, Westbahu.....234.50^35- Earl-Ludwig^Bahu.....242.25 242.75 Donau-Dampfschifff. Gesellsch, . 602.- 604,— Elisabeth-Wcstbahll.....198,75 l94 - FerdiuaudS-Nordbahn , . . V140 75 2150.-Fünfl,rchen-V»rcser-Vllhn , . 18!.— 181.50 l Franz-Iosepha.Vllhn , , .187.75 188.— ! G?<5 Waarc > i!emberg-!lzern.«Iassyer-»ahn . 209.75 210.- i'lovd, Ullerr........374 — 376 — ! Omuibuü........ -. - 148 — ! Rudolfs rVahn......164.75 165. ! Siebenbllrger Bahu .... 168- 168 50 ! Staatsbahn.......386. - 387.50 Südtahn . ......245.— 245.20 Sild^nordd, Verbind. Vahn . . 175 175,50 Theiß-Vllhn.......246 - 246.50 Tramway........202.50 203 «. Pfandbriefe (sitr 100 fl.) '/lllst. ijft Voden-Erebit Anstalt Geld Waare v^rlügbar ,u 5 pEt. in Silber 107.50 108 dlo. iu38I.rl!ch.zu5pEt,in ö.W. 89.60 89 80 Natlllualb. anf ü, W. verlo«b. zu 5. pEt.......97.60 97.80 Oest, Hypb. zu 5'/. pllt. rilckz. 1878 98.- 99.— Unq. B-'d.'Ereb.^Anst. zn 5'/, pLt. 90.5l» 91.— M'. ^»riliritätsobliaationen. ,'. 10s» fl. ü. W, Geld Waare Ws.'Westb. in S. verz. (l. Cmiss.) —,— Fcrdwands-Nordb, in Gilb, verz, 105.25 105,8'» Fran,-Ioseph«-Bahn .... 93,60 9880 O.Catt-Ludw V.i.S.verz.I Am, 102 50 102 75 Geld Waar Oesterr. Nordwestbahu .... 9490 94.95 Siebmb. Bahn in Silber verz. . 90.25 90 50 StaalSb. O. ^/«-''-''.OOFr. „I.Tm. 1^5.- 145,^^' Si!db.G.3^-'.500Frc. „ . .121.75 128,' Sildb.-Bou« 6 7„ (1870 7^l) ' 500 Frc«......351.50 252. - «. Privatlose Hll'nlinrg, sin 100 Marl Banco 92.- 92.1" London, sitr 10 Pfund Sterling 124 25 I24.4'1 Pari«, fiir 100 Franc« . . . 49 40 49.4<» <<«',,re der Geldsorten Gelt, Waarr jk. Münz-Ducatti. . 5 fl. 84 lr. 5 fl. 8si tr. Napolconsd'or . . 9 „ 92^ .. 9 „ 93 » Vereiusthalcr , . , 1 „ 82,' .. 1 ., «3 " Silber , 121 „ 85 „ 121 « 6l' " Kramische OrundnUlaslungs-Obligallone», P^i natnolirnng? ft6 - Veld. ft4 W^,