Rr. 130 Montag, 10. Juni 1918 137. Jahrgang Mbacher Zeitung »rii»uut«»?<»««»»»«r»»»: Mit Postveil enbnug: gan^iäl,,,« «!i X, Halbjahr!« ,ß K. Im siunlor: «an,-Ahi!»""» !'lbi«I>ri<, 1^ « Für die ^Mung '»« Hau« woxaü.ch bl, b. - ,»sn7«rat"«,,U< ',ür brn Naum eioer VloüvareiUrzrilr und N>v ,rd,> ^,„2. Amtlicher GeN. Be, Finanzminister hat den Stcnervcrwalter Alois Vr es o l i» IPavi tz zum Stcueroberverwalier für ? den Dienstbereich der Finanzdireltion in Laibach er» nannt. _________ ! De^ Minister für Knllus nnd Unterricht hat den ^ «nt dem Titel eines Bcrgraies bekleideten Geologen! Dr. ssarl Hinterlechner znm Ehcfgeologcn an der ^ Geologischen Neichsanstalt in der siebenten Nangsllasse be^ Staatsbeamten ernannt. ! Nach dem ÄmtMattc ^ur »Wiener Zeitung» vnn, 7. Juni! I»18'(Nr. 128) wurde die Weiterverbrntung folgender Preß-! rizeuamsje verl>otr,l: ! «ummer ^23 «8Iov«!,8lli Mroä» vom 3. Ium 1918. ! Diumnnr 121 «IM«' uom 1 Imn 1918^ j Nummer »108 «6»2«t» eu^iouu»» vom 1. Juni 1918. < Vlu 7. Juni 19 »8 wurde in dcr Hof. und Staatsdruckerei' baS 0!XXVI. Stück der »lrainischen und da« (X)XXXIV. Ztück! der italienischen ^lusM'c des lNeichsczese^dlattc? de5 I^hrnangcs! 19l? s 'wie das XIII. Stück d?r polnis^ini, das XXX., IXXIste,! .LXXIV.. XXXV. und XI.1X, Stück der italienischen und das I.VI. Ztbck der ftulnischm Ani«galie de«> Nrichsgesetzbwttes dei Iahrgan^cc 19 !8 i wunderbare Nnhe, man lann sagen, eine unnatürliche i Anhe Niemals war der Feind wie jetzt bemüht, seine i Bewegungen zn verschleiern. Alle seine Trnppenverschie-' bnnai-n und Materialtransporte werden während der! »lacht ansgesühri. Bei Tag ist die Froltt wie ausgeswr. z ben. ! Die „Nordd. Allgcm. ^lg." schreibt unter der Über. j schrift „Alln'd der freien Völker": In dcr amtlichen Meldung dcs Ncutcr^Nlireauä uom ü. Juni über die le^ie Tagung dcs Obersten >>lriegsrales der Entente wurden zum ersten Male die Mitglieder des Niclver» bandes als „Bund der freien Böller" bezeichnet. Da die Einführung dieser Bezeichnung vielleicht nicht allge» meine Beachtung findet, ist es geboten, beizeiten vor der Lfsentlichleit die Frage auszuwerfen, was damii gemeint sei. Velanntlich hat die Propaganda der Entente sich seit einiger Zeit dcs Kunstgriffes bedient, den pazifistischen (Medaillen des „Vundes der Völker l,,Leagl«e uf Nu> tions") zur Wahrung des Völkerrechtes nach dem .^ricg in ihr Progranlm aufzunehmen. Die Urheber dieses Gcdanlens haben nun bis heute niemals Zweifel dar» über gelassen, daß sie einen solchen Bund einzig nnd allein als Vertretung sämtlicher mündigen Staaten der Welt für deutbar halten. Im Gegensatze dazu zeigte die offiziöse Presse unserer Feinde in den letzten Mo» nalen das unverkennbare Bestreben, darzutun, daß der Plan eines Völkerbundes durch das Ncsichcn des Ver» bandes bereits genügend verwirklicht sei, d. h. also, daß die Entente selbst wie ein Gerichichos den Nenlralcn nnd den Mittelmächten gegenüberstehe. To sehr diese theoretische Anmaßung dem prallischen Verhalten der Entente, besonders auch gegcn die Neutralen entspricht, so sehr verdient die Fälschung bloßgestelll zu werden, die sie dadurch an dem für den Rcubcni des Völserrech» n über eine halbe Million Streitern, also mehr, als die Amerikaner bis jetzt an Mannschaft nach Frankreich senden konnten. Nach einer aus Paris eingelangten Meldung ist bei dem am 3. Juni in Versailles abgehaltenen Kriegsrnt vereinbart worden, als ein von Frankreich, Großbritan. men nnd Italien anzustrebendes Kri"gsziel die Schaf» fnng selbständiger Staaten für die Polen, l5.',fcho.TIo-valen nnd die Ingosla» ' bellen. (^ - n die Negirrungen der n von del . c.» Staatssekretärs Lansing, wonach die Vereinigten Staa. ten die Bestrebungen der Ezechen, Slovalcn und Tüd« slavcn mit Sympathie betrachten, Kemiwi^ ^. uommen und haben sich dcrsc!' 5» lhrer lelchaften Teilnahme für > , ' ^ ' angeschlofsen. -- Anschließend an die Versailler rnngcn der drei alliierten Negierungen über die >^!>x-frage und die czecho-slovafischen und sugoslavischen Aspi-rationen sagte die „Nationalzeitung", m n> l> - ' r,' wenn man die Wünsche jener drei Ministe,, n teile, der Ansicht sein können, daß diese m' h doch mehr nn England, Frankreich nnd Itu!!.......'.tt l sollten, die ihrer ^sliäitgemäßen Sorge unterstehen und in ihrem Lebensnerv bedroht seien. Es gehöre di» Harmlosigkeit eines Kindergemütt's dazu, nm an die ! ausrichtige Sorge der Ententesührer stir Polen, ^ngo» slavcn niid Ezechen zu glauben. Es würde bloß eine einzige Form geben, in der sie die Welt davon nber. zcn^en könnten, indem sie sich entschließen würden, selbst ihren eigenen Vollern zu gewähren, was sie von ihren Feinden verlangen. Aber nach der Gefangennahme der Keimkehr. ! Erzählunn v°" Ottl' Höcker. ! 5^«> Machen beugte die Knie und strich zärtlich über den dichten Efeu, der gleichmäßig den Hngel deckte «nd auch die entblätterten Kronen der schlankragendcn ^ ^usl'nstmmne loirr umstrickte. ! Klaus Schilliug hatte den breitrandigen Elnrmhut ^ «us der Stirn gerüctt. Nun stand er mit verschränkten ^ Arm,n ,,„d starrte schweigeud anf das nebcn ihm kniende ! Madchen, von desscn blondem Scheitel das schützcnde, «upl!"ch gefallen war und aus den nun ein vcrirrler l Sonnenstrahl flücht niederqrußte, um gleich darauf ' ^wi^en' "" ^"'"' ^"'d'n Wo.?enmasson zu ^ ^ Ä.ns'^^'"^ bMten sich ,ie Jahre gestaut,! die Klaus feru von der Hcinnu ochalten lullen Vcr- i tränt mit der Gefahr und sie ver.ch., ', ' , ^ c. ! los die Weltmeere dnrchuiessen und Kampfe mit der Mißgunst der Elemente da^U^ ,' -ner Jugend völlig vergessen gehabt. U„d wie er nnn aus dieser mageren, reizlosen Erdscholle stand, da ^ schrumpfte die Ewigkeit seiner Wanderjahre zu Wesen- > losem Traume zusammen. Dort hatte Sticne an ihres ^ Vaters Grabe gekniet, nur zwei Schritte trennten ihn, vom Hügel, und nun deckte sie selbst schon so lange > der Nasen, und ihr flatterhaftes Hcrz war still gcwnr. j den. War's denn wirklich schon so lange hcr? il dcr halte er nur geträumt? Wenn er nun die Augen ausmachte, dann sah er in Stienes liebes, süßes Gesicht und spürte ihren Händedrmk. Wie sein törichtes Herz sich zusmnmcnlrampste und die lange schon vernarbt geglaubten Wunden wieder blnteten! Wie hoffnungslos die Erlcnntnis ihn nieder, drückte, daß, a!l das Heimweh lauger Jahre in ihm nichts gcwefen als die Sehnsucht nach dem Neibe, das er lieb gehabt. In feinem viclbewegten Leben gab es nnr einen Nuhcpnnli: jene kurze Zeit bräullichcr Liebe, voll von köstlicher Zulunftshosfnnng ,:>,d seligen Trän-men, und nun er gekommen war, um nur noch ein einziges Mal in die unvergeßlichen lieben Sterne schauen zu dürfen, stand er an enn'M -Hügel, nnd wi? seine Liebe war anch sein treuloses Lieb nur noch ein wesenloser Traum von gestern, war wie die Flamme erstorben und wie dcr Wind verweht. Klaus Schillings Blick streifte Erika. Sie hatte sich erhoben nnd war an ihres Vaters Grab getreten. War-um klopfte sein Herz plötzlich so bang und doch so glüclcs. sroli? War in jcncm holden Mädch-u dort nickt sein holdes "ieb neu ausgelebt? Wenn ihn nichl sein heim-wchlrankes .Herz allein zurückgeführt, sondern mächtiger Schicksalswille ihm den Wcg gewiesen hätte, und wenn er in der Heimat finden Mte und dürfte, was d>r Fremde ihn/versagt hatte, das Glück? Cchwindelgleich überwältigte cs ihn, cr mußte dic Augen schließen und die Lippen zusammenpressen, dcnn bis zum Zerspringen pochte sein Herz. Aber al« e? don ungefähr die Augen wieder öffnete, bes' - auch schon dem anf ihn gerichteten Blicke , ___.hens. Scheu, fast angstvoll mutete ihn dieser an. Da neigte cr sich nnch schon mit heftigem Nucke zum Hügel nieder, während ein bitteres Lächeln seine Libp^l umzl^itc — ah, er kannte diesen scheuen Blick jetzt. Hätte er ihn doch früher schon zu deuten gewußt, als er aus Ctienes Augen so beredt zn ihm gesprochen hatte. Ja, dmni hätt» er freilich anch gewußt, daß s«c ihn nie lieb gehabt hatte. Wie hatte ihn diese Erkenntnis qrslern noch ^ tert, wie hatte er um ihretwillen den Brndcr s,^ ,, Noch heute früh war es beschlossene Sache bei ihm ge. Wesen, fremd und kalt an Günther vorüberzugehen. Was dieser ihm angcian, das löschte nichts aus, da baute sich leine Brücke zur Vergebung, und hatten ihn draußen in dcr Fremde wirklich einrllal mildere Gedan> lcn ersaßt, dann waren sie wie Spreu vor dem Winde unter der qualvollen Vorstellung seiner letzten Aus» spräche mit dcm Brudcr verflogene '7'och sah cr, der sch. unngslos von srischcr Fahrt Znrüclgclchrte, sich i M'iflungsnot, herausgerissen aus all seinen Glüu^>»>. meln, vor dem anderen auf dcn Knien rrindcn und diesen anflehen, ihm sein Liebstes nicht zu st'' ch hörte er, wie all die langen Jahre übcr, d, ch abweisende, sicgcssrohe Lachen des im sicheren Besitz« Schwelgenden. lFortsetzung folgt.) Laibachcr Zeitung ^r< 130 ________898____________________________________IS. Juni löiii Sinnseiner unter einer nichi bewiesenen Anklage und nach dem Versuche, Irland in einen nngcwollten Krieg zu presseli, wirke das Interesse für die „nalionaleli Freiheitsbestrebungen der C^chen" besonders uerdäch» tig. Ader geradezu konlisch sei es, weun eine Furdcrni'.g, wie die Schaffung eines einheitlichen Polen, natürlich uut einem freien Zugang znm Merre, auch von ürlaildo gestellt werde, von jenem Orlando, »velcher Österreich. Ungarn, einer Vereinigung von 50 Millionen Men» schen, desfen Mcerausgang Trieft fortnehmen nnd darin eine Forderung der Gerechtigkeit sehen wolle. Mau kann sich,,sagt das Blatt, selbst nicht unbefangener wider» sprechen, nicht verwegener mit der Gedankenlosigkeit der Zeitgenossen rechnen und nicht dreister aus die Macht der herrischen Phrase vertrauen. Vorerst wird man sich nicht verhehlen, das; jener Beschluß von Ver-» failles nur einen höchstens akademischen Wert besitzt. Über den Seetricg liegen folgende Nachrichten vor! Aus Berlin wird vom 7. d. amtlich gemeldet: Durch die Tätigkeit unserer U-Voute find im Sperrgebiet um die Azoren nnd an der afrikanischen Küste neuerdings wie» derum 21.000 Vruttoregis!ertonnen verseift worden. — Tic „Neue Züricher Zeitung" veröffentlicht italienische Meldungen, daß dcr große bewaffnete italienische Han-delsdamvser „Prometheus" auf dem Atlantischen ilzean durch eiu deutsches U-Boot aus zehn Kilometer Entfer» nung beschossen wurde. Es fand ein einstündigcr Kampf statt, in dessen Verlallfe der Dampfer sanl. — Tas spur. lose Verschwinden des amerikanischen Riefendampfers .Cyklop" erregt in Schiffahvlslr^iseu ungeheures Auf-sehen. Der „Cyklop" war mit ^00 Ma,ln Besahuiig und einer wertvollen Manganerzladnng auf der Fahrt von Wcstindien nach Ncwyork. Er ist 20.0-)0 Tonnen groß nnd das größte Transportschiff der amerikanischen Han-delsflotle. Der Tampfcr ist seit einiger Zeit überfällig, chne daß ein drahtloses Signal aufgefangen worden wäre. Man befürchtet, daß er einem U'Bootangrisf zum !?pser gefallen ist, - Ans 'New )))ork wird gelneldet, daß seil dem 25. Mai an der nordamerikanischcn Küste schon 18 amerikanische Schiffe torpediert worden find. „Petit Parisien" meldet aus Washington' Die Zahl der in amerikanischen bewässern tätigen deutschen U» Boote wird ans fünf geschäht. — Die englischen Blätter melden aus New Aorl: Die zur Anfsindnng der deut» schen U-Boote ausgesandten Kriegsschiffe nnd die an3-geschickten Flugzeuge sind zurückgekehrt, ohne eine Spur der deutscheu Ü.Voote entdeckt zu haben. — Die ameri-kanische Negierung seht Prämien für die Sichtung dent, scher U-Boote aus. Tie Sperre der c.merifanischen Ha-- fen ist vorläufig auf acht Tage angeordnet. Man hat die zwangsweise Intcrnierung der feindlichen Slaatsangc-hörigen in New Jork nnd den atlantischen Städten be» schloffen. — Dir „Daily News" melden aus New?)orl: Tie Frachtenbeförderung über den Ozean nach Europa wurde wegen der deutschen U-Boote eingestellt. Ter Truppentransport soll vorläufig noch aufrechterhalten werden nnd jedes Truppentransportschiff wird von cinem Geleitzuge von Kriegsschiffen begleitet werden. — Ans Washington wird gemeldet: 7l Schiffe wurden vom Stapel gelassen, davon W Stalilchiffe mit zusammen 228.750 Tonnen und 32 Holzschiffe von zusammen 115.700 Tonnen. Die „Humanity" meldet, daß Memencean gegenüber Abgeordneten seiner Hoffnung Ausdruck gab, der Krieg werde in diesem Jahre zur Erledigung kommen. Ministerpräsident 5!lol,d Geurge hielt bei dem Iah-resfestessen des Verbandes der Buchdrucker eine Rede, in der er die Wichtigkeit der amerikanische,» Hilfe für den Erfolg der Sache der Alliierten betonte. Der heu» tige Kampf fei ein Kampf gegen das brutale Ideal des preußischen Militarismus. Die Krise sei noch nicht vor-über, aber dcr Mut und die Entschlossenhcit der Eng» länder nnd Franzosen werden jie überwinden. Die Alli-irrten müssen einig im Ziele und in dem Entschlüsse der Unnachgiebigleit sein. Wie die englischen Blätter melden, hat dcr nationale Voll' 'iiß der Arbeiterpartei beschlossen, der Job. nnlnng der Partei am 26 Juni eine Neso« lutiun vorzulegen, den britischen Burgfrieden zu be-enden. Aus Helsingfors wird vom 7. d, gemeldet: „Hufvud-stcidsbladet" weist die Erklärung der französischen Ge-scmdtschaft in Stockholm zurück, das; Frankreich die Ein-sührung dcr Monarchie in Finnland als unqeseyuch be-trachte und nicht anerkennen würde, mit der Erklärung, daß die französische Regierung falsch unterrichtet sei. Es handle sich nicht um eine monarchistische Umwälzung, sondern die Verfassung sei befits monarchistisch. Es se, teme Mehrheit vorhanden, sie in eine republikanische umzuändern. Frankreich icl'ost habe in hundert fahren etwa em Tntzendmal dicSwawsorm gewechselt. Finnland werde ubcr seiue Staatssorm selbst entscheiden und von niemandem Vorschriften cmnehnnn. Tas „Leipziger Tagblatt" meldet ans Basel-. Pe-terburg setzt angesichts des Vordringens der Wci- szcn Garde in der Richtung auf Petersburg die Vertei» digungsmahnalzmen fort. Mehrere Kriegsschiffe sind eingetroffen. 'Der Kommandant der Ostseeslulte ist eiligst nach Petersburg zurückgekehrt, um ciuen allgemeinen Verteidigungsplan auszuarbeiten. Dcr „Daily Expreß" berichtet aus Moskau Einzel» Heiteil über dic gegeurevolutiannre Verschwörung. Das Hanplqnartier der Verschwörer befand sich in Moskau und nannte sich „Verband zur Verteidigung des Vater« landes nnd der Fn'ihrit". In diesem Hauptquartier wurde eine Hausdurchsuchung vorgenommen und dabei wurde festgestellt, daß die Verschwörung !.:ilitärischer Art war. Es sind auch Dokumente gefuuden worden, die beweisen, daß ein Komplott gegen das Leben des deut-schen (Gesandten Grafen Mirbach geschrnedel worden war. Ans diese Weise sollte offenbar die Bcsel)ung von Moskau dnrch deutsche Truppen gerechtfertigt werden. Noch sensationeller war ein Plan, den Zug in die Luft zu sprengen, in dem die Mitglieder der BoljZeuili-Ne-gierung reisen sollen, da/ wie man meinte, die Regie-rung von Moskan abreisen werde, um ihren Tit.'. in Niönij Novgorod zu nehmen. Die Verschwörer mieteten eine Villa, dreizehn Meilen von Moslau entfernt, und beschäftigten sich damit, längs der Eisenbahn Dimamit zn legen. Inzwischen wurde aber die Verschwürung cut-deckt nnd die Regierung ergriff rechlzeiug Maßnahmen, um die gegenrcvowtionäre Bewegung zu unterdrücken. Der zwischen der Tnrle: nnd der la ü ln fisch.»n Nepu» blil abgeschlossene FrledeusKertrag se!',l außer der An«?r> lennung der Erwerbllng von Balum, Kars nnd Ardahan cine Nrenzbcrichligung zu dunsten der Tiirkei fest, wo- ^ nach die Stadt Nahi^-evan der Tiirkel zuerkannt wird., Aserbeidschan fällt an die südkaulasische Republik. . ' Die japanische Regierung hat eine Mitteilung über das chinesislh'ja;?anische Miliiärnlilun-meu veröffent- ^ licht. Die Noten über dieses Abkommen wnrden am j 25. März ausgetauscht, wobei Japan die Versicherung! gab, daß alle japanischen Truppen, die sich, um defensive Operationen gegen den Feind linssuhren zu können, auf! chinesischem Gebiete befänden, vollständig zurückgezogen > würden, sobald der Krieg beendet sei. Die heutige Note ^ sügt hinzu, daß im Mai s,lvei Abkommen geschlossen wurden seien, in denen die Bedingungen des Zusammen-, Wirkens der Armeen beider Bänder bei der gemeinsamen > Verteidigung gegen den Feind auf der Grundlage der, ausgetauschten Noten festgelegt worden seien. Die Mit-teiluug stellt uachträglich alle Gerüchte in Abrede, noch denen Japan beabsichtige, die Aussicht über die Eisen- > bahnen, die Arsenale und die Finanzen Chinas zu über. nehmen. Die Geluudheitvtechnik i« Kriege. Von Oberleutnant Ingmieur Otto Bühm. ! Die große Bedeutung der angewandten Wissellschaf-« ten und der Technil für die Förderung der Volkswohl», sahri ist nnserer Gegenwart längst selbstverständlich ge-! word^i. Ans die Wichligleit der „vollen Nutzbarmachung ^ aller Errnngcüschclslen des technischen Fortschrittes" hat' mit vornehmstem Nachdrucke die Thronrede weiland i Kaiser Franz Josephs im Sommer 130? hingewiesen,^ die durch die richtige hohe Einschätznng der technischen Arbeit selbst zn einem der wertvollsten Zeitdoknmente geworden ist. Tie zivilisatorische Fnuklion der technischen Wissenschaften hat eine eigene weitnmspannende Rich» ! tung begründet, die schon lange tanm mehr zu über-sehende Gebiete unter dem Sammelnamen Gesundheits-> technit zusammenfaßt, und die sich aus dem Verlangen! begründet, die Forschung wie die Produktion Knmitlel»' bar dem leiblichen nnd geistigen Nohle der Menschheit' dienstbar zu macheu, gesundheitsfördernd, vorbeugend^ und, heilend zn wirken, sich der ärztlichen Wissenschaft als Verbündete eng zur Seile slelleud. Schon das friedliche Bau-, Wohnnngs- und Sied« lnngswesen an sich steht seit langem unter dem best im» tnenden Einflüsse hygienischer Forderungen, die damit prophylaktisch der Gesundheitspflege entscheidende'Dienste i leisten. In allen Refnltalen zeigt sich das fruchtbare Ver- ^ bältnis zwischen Technil lind Hygiene, dahinzielend. knl-tnrell wie sozial die menschliche Entwicklmig zu fördern. Niemals aber, seit die Geschichte registriert, war die Gesundheitstechnik — wie ja übrigens jeder Zweig technischen Schaffens — in einem solchen Umfcinge m ^ "lusprnch genommen, wie in den Jahren dieses gewal- > ic< heulc auch uoch im Dienste sozial gerichteter Fürsorge, dahingehend, die Helden, die ohne sie sür das berufliche Wirken im lom-meuden Frieden verloren wären, fo auszurüsten, daß sie der Werkbank uud dem Felde möglichst wiedergegeben, werden. Vom Hilfs» und Verb^udvplcche hin!er der .^ainpf» linie bis zu den Kriegsfpilälern im Hinlerlande' mobile Spitäler, Marodenhäufer und Sanitätsanslallen im ^perationsbereich; mobile Spitäler in den Etappen, Kranlenzüge, Hallstalionrn, stabile Anstalten in den Garnisonen' Einrichtnn'gen der Heeresverwaltung wie der freiwilligen Sanilälspflege; Tanitälsdevols, Bade» nnd Dcsinsektionsanlagen, Wäschereien, Infektion^ schlelisen - Verpslcgs' maßuahmen, mobile und stabile kilchen, Produktion des ^ebensbedarses im Felde nnd in, Etappenbereich, Ääcle» r^ien, Schldchlvi^hstellen; Muulnrdepots' Pst'rde» nnd Hundeheilstcilwnen. Dazu oie Truppennnlerlilufle, die Kriegsgefangenenlager, ganze Elädte siir sich, bei denen in Ansehung der bedenklichen Anhäufung ost nicht aus-reichend gepflegter, durch Strapazen geschwächter Mann-schaft gerade die besten hygienischen Maßnahmen geboten stnd. Diese Auszählung aller der unabsehbar onlen Vor» kehrungen und Einrichtungen umschreibt schon, wenn auch uur lückenhaft, die reiche Fülle der vielseitigen tech-nischen Arbeit, die neben ihren anssallenderen und epo-chalsten Schöpfungen, de unmittelbar der Erfindung, Entwicklung, Verbesserung und Erzeugnng der Waffe bestimmt silld, auch sonst noch, vielfach wohl »loch nicht voll erkannt, so außerordentlich sür den Äricq in An« spruch geuonimeu ist. Dabei hat der mcichlige Wille des Krieges trotz des Mailgels an Arbeit!rasten und an Material binnen kurzem Forlschrille erreichen lassen, die sonst ein vielfaches an Zeit gebraucht hätten. ">e sind auf allen Gebieten so erheblich, daß sie !)eute noch »licht ganz überblickt nnd nach Gebühr zu werten stnd. Die gewichtigste Leistung moderner Nrie.Mi.-nng ist die organische Znsammensassung iller der Mittel, die sich mit dem ungeheuren Anwachst! des verwendeten Menschenmaterials verstärken und vermehren mußten, i Auch dessen Gesunderhaltung und Verpflegung mußten i durchaus technisch betrieben werden, so,Illeu sich die Cr-folge funklionell einstellen tonnen. Tie Technik zerstört im Kampfe- die Gestmdheilstechui? abcr behütet hinler den Fronten und erzeugt neue ^eistimgsfähigleit. Heule handelt es sich st" die Kriegführung um richtige Grup-pieruud aller versügbareu Faktoren an Menschenlrast l und sonstigen Energien, alst, „m ein mathematisch durch-! dcichtes Organisieren, um Technil höchster Art. In deren Bereiche muß die Gesmldheitstechnik nach Gebühr ein-l^schäht und richtig verwendet sein. Durch sie steht die Technik auch im Kriege gauz und gar im Dienste der Menschlichkeit. Denn das'Schassen der Gefnndheilstech. ! ml sorgt sür den Mann, um ihn nach aller Voraussicht ! gesund zu erhalten, um ihn gesund zn machen, wenn ihn ! Krankheit überfällt, um ihn zu heilen, wenn er aus dem Felde der Ehre verwundet wird, um ihn aufznrichlen, wenn ihn das Schicksal verle!'.!. Ein Bild der Weitsich, tigen, Pflichtbewußten und warmen Fürsorge dcr Hee-resverwallung für diejenigen, die ihr Lcbcn für das Höchste eiuschen, für Kaiser und Vaterlnnd. «aibacher Zeitunc, Nr. ^80 ^9 _________________________10. Juni ^18 Lolal- nud Prooi.lzial NaMlchwl.l - jOrdensverleihunss.j Seine Majestät der Kaiser l,at dem Landesregieruugsrate bei der Landesregierung ' in ttaibnch Johann K remen ' cl dcn Ordcn dcr Ei-sernc» ssrone dritter Klasse verliehen. - sDer ^aibach^ Gemeindrrat) hall morgen .im 6 Ul>r abends eine ordentliche öffentliche Sihung mil solgendcr Tagesordnuua ad! I. Miiteilun.qen de^ Prä-sidiumS. — II. Verifizierung des Prowlollö der lehten Sitzung. - 111. Verichte der Personal- nnd,Nechts' seltion: «ber die Anschrift dcs ^iirqermeifiers, belief-send die Verleihung eines (5hrenbnrgerrechles; 2.) über zwei Gesuche um Verleihnng dcs Bürgerrechtes- 3.j über die IuOrift des Bürgermeisters, betreffend die Nen» wähl der ständigen Seltionen des Gcmeinderates' 4.) über drei Nelnrse gegen die Vorschreibnug der Kanal-gebühr; 5.) über die Zuschrift -'es Magistrates, Metres, fend die Negeluug der Oiniragung von öffentlichem Ge-meindebesil/im Grundbuche. - IV. Berichte der 7n» nanzseltion: iiber deu Rechnungsabschluß l.> des städti» fchen ssoulretalsouds, 2.) des städtische?! ärgerlichen ^onosvermöqeus, 3.) des städtischen ArmeufundZ, 4.) des städtischen Stistuugssonds, 5.) des Amoriisierungssouds der städtischen Lollerieaulcihe, 6.) des ^onds der slädti» schen Infanterielasernc für die Periode vomn! 1. ^uli 1915) bis 30. Juni 1917,- ?.) über die Zuschrift'des Bürgermeisters, betreffend die Zeichnung der achten ttriegsanlcihe; 8.) über die Zuschrift der Siadtbuchhal-lung," betreffend den zur Auszahlung gelangten eiumali. gen Anschafsungbeitraq an die städtischen Bediensteten; s.) über die Zuschrift des Stadtbanamtes, betreffend die Nrhöhuug der Taglöhne der städtischen Arbeiter; 10.) über die Zuschrift dcs Stadtbanamieö, betreffend die Erhöhung der Nnlschädiauug für die, .^ehrichtabsnhr: li.) über die Veschloerde des Vereines der HauZbesmer, betreffend die Nefundierung der Einquartieruugsgebüh^ reu nach Mahgabe der Mietzinse; 12.) über die ewa/. langten Offerte für die Errichtung einec provisorischen Marlthalle auf dem Poga5arpla!;e; !3.> über das Ge-such des Baumeisters V. Smanetti um Erhöhung der Einheitspreise für den Van der 3traßenlanälc in der Marmontova nud der KopaMla ulica; 14.) über das Gesuch der Leituug des Noten Kreuzes um Subvention zur Unterslütnmg unserer heiml.'hrenden 5triegsgefan» gcnen; 15.) über ein Anbot des Joses Amuistin, beiref. send den Ankauf eines Teiles der s'ädlischen Grundpar-zellcn nächst der Artilleriewerkstätle; Ui.) über ein An« bot des 7^ranz Ieme, betreffend den Anlauf der siädti» schen Wiesenparzelle Z. 99/6 ^at.-Gem. Gradi^e an der Triesler Straße; 17.) über ein Anbot des Ing. Karl Pick, betreffend dcn Anlauf eines Teiles der städtische,-. Parzelle Z, 99/1 K'cit.-Gem. Gradi^ an der (sesta v zlloxnu doli w; 18.) über diverseAnbote, betreffend den Anlauf des städtischen Besitzes Sangrcid bei Zirllach. — V. Berichte der Schulseltion: 1.) über den liechnlins!?,» abschluß der Tagesheimstätlen sür ar,ue Schulkinder für das Jahr 1917; 2.) über den Vorschlag des Kuratoriums des städtischen Mädchenlyzenms, betreffend die Erweile-rung des Handelslurses an diefer Anstalt; 3.) über den Vorschlag "des Kuratoriums des städtischen Mädchen« lyzeums, betreffend die Errichtung eines ^ortbildnngs-lnrses pädagogischer Nichtung au dieser Anstalt. — VI. Berichte der Polizeiseltion: 1.) über die Znschrist des Bürgermeisters, betreffend die mangelhafte Neini-zuug und Erhaltung der städtischen Straßen und Wege; «) über ein besuch des Vereines der Hansbescher um Regelung der Ctraßenbczeichnnng und der Hansnume. ^ieruug in Unter.^la. - Vll. Berichte dcs Vermal-tungsnusschusses des städtischen Wasser-, Elellri^iläts. ""d Gaswerles: über den Nech'.uinM'schluß: 1.) des städtischcu Wasserwerkes, 2.) des städtischen Elellrizitäls-werles für die Periode vom 1. Juli !9I5 bis 30. Juni 1917. ^ vill. Bericht des SchlachchauSdireltoriums über den Nechnuug^abschluß des städtischen Schlachlhau-ses für die gleiche Periode. - IX. Bericht des Perwal, tmigsmisschilss^ der städtischen fuhren über den Rech. nuugslibschluß des städtischen ^lchrhofes für die gleiche 3""7'- ^ ^<'richt des Direlloriums der städtischen Psandle.wnstalt iiber d.n Nechnungsabschlus; der slädti. K ^'^l'alt s..r die gleiche Periode. - Hier- ^" l'"N<1' Landesorganisation Opeka entsendet. >p"nr Dr. M.chc.el - (iNllckvellcnunn der Seebchörbr nach Trieft ) Bci ssrieascr nrös;w Teil dv SccbrlM'dc nach Graz vcrlcgt. Mit 28. Mai stcNle dirser Teil der Sccbchörde in Gra^ seine Tätin,lc. amtcn und Bediensteten sind nach Trieft zurüclnclehrl wo der volle Ticnstbctricb der Scebchärde heute aufg^ «lommen wurde. a3 Elisabcthlindcrspital 100 5r. aespcndci. iAn den beiden hicfiaen utraquistischen (^ymnasirn) ! werden die Einschreibunsscn in die crstc Klasse Sonin<^ den 80. d. M. von ^ l'is 12 Uhr vormittags stattfinde». Die Nufnalmibprüstm^cn »verdei, am 1. Inli I. ^. abste^ hallen locrden. Die ^lnfnahms».'ei1>er haben t>en (^clmrl^ qucniaassc, Ecke Paljanastraße. - Nähere ^u3sünsle, auch bezüalich einer allfällisscn Änderung des Lchrplanes einer der beiden Anstalten sowie der Nuychürialeit der Schüler zum Ersten, bczw. Zweiten Staaisgymnnsium, erteilen t»ic Di» reltionen. (Priestcrjubiläum des Erzl'ischofs Dr. Stabler.) Western bening Evzbischof Dr. Stabler in Sarajevo sein Goldenes Pricstcrirbiläum, M dessen Feier alle Bischöfe unt> Infulaten des Landes, weiter? der Grzbischof! von ?lssram, der Fürstbischof von Laibach, der Bischof! von Spalalo und andere hohe sseistliche Würdenträger in Sarajevo eingetroffen sind. - Seiuc Majestät der Kaiser hat den Jubilar mit dem Orden der Eisernen 5troiie erster Klasse ausgezeichnet, welcher ihm vom Landcschef zunleich mit einem Glückwunschschreiben des Minister? des l Nutzern Grafen Vurian überreicht wurde. ! - (TobesfnN.) In Graz ist vo5ateneid abgeleat. ! — lDrr Nntcrsttwunnsverein filr slovenischr Vchrift»! steNef) balt Montag den 17. t>. M. abends in der No stanration „^latorag" seine ordentliche ,<5cmptversamm. lnng ab. Auf der TaaeSordmmg besmt>et sich nebst den üblichen Berichten ein Antrag des Ausschüsse? m,f frei. willige Auflösung bcs Vereines. — (Dn» ftndtifckie PfnndamN t>eilt mit. ^ ^onnn?. tag den 18. d. M. nachmittags eine prächtig ^lslette mit Brillanten zum Ansrnftmgspreise von 1500 ss. ver. steigert werden wird. — sssw ssind fs»s,msrn.'> Die zweieinbalb Iabre alte ^abris^rbeiter^tochter Maria ^eiiker in Iai,erburg, die in der Mhe ibrer Mutter spielte, stürzte „nweit der Vriicke in ken Iavornif'Bach urrt> errrnnls da-rin. Die angestellten Wiederbesebi'nn3versi?e blieben erfolglos. - s?»dlicher ssisrnbnbnunsaN.) Am 5, t>. M. frub wurde von einem Weichensteller nnweit der Station, Moa^iner Feistritz auf einem Wechsel eine bis zur Nn. ?<'nne?annter Dieb in die Getreidefammer de? Besitzers! Iobann ^U8 in Sap. Gemeinde St. Marein. ein und stabl daraus über 300 Kilogramm Buchweizen. Mais nnd! ,^irse. dann geräuchertes Schweinefleisch und Speck im i Werte von über 600 K. — Ans dem Vorbausr eines Gast-! bauses an der Triester Strafe wurde ein schwarzlackiertes! Falirrad. Marke ..Sthria", mit herabgezogener Valance, l dunkelgrünen Griffen, mit geflicktem hinteren und neuem! vorderen Mantel, obne Bremse entführt. — Beim Ein»! steigen in den Schnellzug wurde a»f dem hiesigen siaupt« bahnhofe einem Beamten im Gedränge ans der inneren Nocktasche eine Banknotentaschc mit 500 K. gestohlen. l — sftnben Sie schon nnseren Krieqsanleihedersiche« lnnqspraspsft erhalten?) Wenn nicht, unlerlnssen Sie e? nicht, ibn ni verlauaen. >?anpird im ^aufe lxr nächsten —., i jchicdcne (Äruppen der Armenallwn zu U» Tetagram» ! ,.ett und 10 Delugcamm Talg a?^cben. Der ^ertei> ! lung^pwn wird rechtzeitig belauulgegeben werden. -^le ^pprupipouierung hat einigtn Vorrat nn Käse, i der jeht verteilt werden wird. Dcn !,mse erhallen jene (Gruppen der Arnlenatlion, die aus die Anweisungen kein fleisch zu ermäßigten Plcisen beziehen, das sind die «Äruppcn C, D, die dritte und die vierte Veannenarupp?. ! Aus jede Person entfallt ^/4 Kilogramm zläse ! teilungsplan wird in den näch>len Tagen vc^ ,-------^ werde»,. — Ans dem Marlle macht jich eine unerträgliche Teuerung verschiedener Obstsorten bemertbar. Der Aus« schuß wird versuchen, den L,bi,ll)m»i^ta einzufin» !den: die Bcfiher mit dcn Anfangsbuchstaben Ä bis m 11. Juni nachmittags von ^ bis 0 Uhr, mit dcn An-sangsbuchstaben ^ bis L am 1^. Ium vorniiltags von ^ 9 bis 12 Uhr, mit dcn Anfangsbuchstaben M bis S am ! ^3. Juni nachmittags von A bis ti Uhr, mit dcn Än- > fangsbuchslaben K bis 2! am 14. Iuili von 3 bis (> Uh, ! nachmittags. -^ jDer Mchlberlansj erfolgt von heule an bis ein-schließlich Donnerstag den U5. d. M. Huf jed?, sür die 162. und 165. Vrotwuche gültige ttarte ist '/2 .^ilograinm Nochmchl erhältlich. Das Kilogramm lostet 66 k. Ans die , neuen sür die 164. und 165. Uochc gültigen karten ! darf lein Kuchmehl abgegeben werden, da daraus ander« ! Ware ansgesolqt werden wird. — lknlbsleisch jür Schwer!^n»,', Tie städtische Ap» , Provisionierung nimmt bis anl if leine Anmel» ^ dnngen SchN'ersranler sür 5tu..,..,,^ entgegen. De» ! Grund dieser Maßnahme liegt durin, weil einerseits ! Mangel an KcMlejsch herrscht und weil sich anocrsei« mehrere ^iille ereigneten, wo nichl schwerlranse, s'.'»»' dern gesnnde ^ente angemeldet wurden. . V, Kilogramm, das .^liloglcMlm .^ri> das Kilogramm Praqer Würste ^ X. ! — lDörrlräuter auf die gelben ^egi..",„.,","> ^) ! Parteien mit den gelben Legitimationen l) erhallen ! hcute nachmittags bei Mühleisen Durrlrälner in sol. ^ gender Ordnung! von 2 bis 3 Uhr '.>l'r. ^ — 2W, von 8 > bis 4 Uhr Nr. 201—400, von 4 bis 5 Uhr Nr. 401 bis ! Mn Eude. Auf jede Perfon entsälll ^/) 5lilogrnmul, das ! Kilogramm zu 2 K. Gefäße sind mitzubrinqcn. ! ^ (Käse auf die nelben Legitimationen (' ! mit den gelben Lenitimationen (^ erl>alten n,, ül^ermorgen bei Mühleisen Knse in folsscnder Ordnungi morgen vormittags von 8 bis 0 Uhr Nr. 1 vis ^ilX), don 9 bis 10 Uhr Nr. 2M bis 400, von 10 biß 11 Uh, Nr. "101 bis «00. nachmittags von lM' 2 bis lM> 3 Uh, Nr. 601 bis 800. von halb 3 bis hall) 4 Uhr Nr. 801 bi, 1000, von halb 4 bis halb 5 Uhr Nr. 1001 bis 1M>. von halb 5 bis halb 6 Uhr Nr. 1201 bis 1400; überm or. gen vormittags von 8 bis 9 Uhr Nr. 1401 bis 1000. von 9 bis 10 Uhr Nr. 1601 bis 1800, von 10 bis 11 Uhr Nr. 1801 bis 2000, nachmittags von halb 2 bis halb 3 Uhr Nr. 2001 bis 2200, von halb 3 bis halb 4 Uhr Nr. 2201 bis 2400, von halb 4 bis halb ü Uhr Nr. 2401 bis 2000. von halb b bis halb 6 Uhr Nr. 2601 bis zum Ende. Auf jede Person entfällt beiläufig 1 .Kilogramm 5»äse um 1 K. ^ lSaurrlrautaligabe.) Parteien des dritten Ve-1 zirles erhalten heute nachmittags auf die Feiila-rten I>et Jalopy Sauerkraut in folgender Ordnung: von halb 2 l bis halb 3 Uhr Nr. 1 bis 6Ü0, von halb 8 bis halb 4 Uhr j Nr. 351 biß 700. von halb 4 bis halb 5 Uhr Nr. 701 bi» > 1050, von halb 5 bis halb li Uhr Nr. 10^1 bis znn "^ jMorgen erfolgt daselbst dil.nrd Steinkohle in folgender Ordnung abgegeben werben: Erster Vezirk: n) bei Strupi. Na dicht h st ratze: auf Nr. 1 am 10. vormittags., auf Nr. 2 am 10. nachmittags, auf Nr. ^ am 11. dorn:., auf Nr. 4 am 11. Juni nachm.; k^ bei Poxlep, >»omcnKtt)gasse 21: auf Nr. 5 am 10. vormittags, auf Nr. 0 am 10. nachm., auf Nr. 7 am 11. vormittags, auf Nr. 8 am 11. Juni nachmittags. — Zweiter Bezirk: a) bei Ple^to. Chrüngasse 12: auf Nr. 1 am 12. vorm., auf Nr. 2 am 13. Juni nachm.; b) bei Komar. Kvakauergasse: auf Nr. 3 am 10. vorm., auf Nr. 4. am 10. nachm., auf Nr. 5. am 11. vorm.. lxrrf zart oder kräftig, wird aber vorsichtig und sparsam verwendet. In der Auswahl war aus der Oper nur Rich. Wagner, von den Liederdichtern Wolf. Loewe, Neger und Vlülnel vertreten, somit nur neuere deutsche Musik, was dem Ganzen einen geschlossenen, anheimelnden Charakter gab. Namentlich scheinen die Dafnislieder dein Sänger besonders am ,e a-m Ende des ersten und leider auch zloeitcn Teiles gab, wo j sich nach allgemeiner Empfindung das „Nachtmusikgen" anf, Hans Sachsens Lobsftruch dcr deutscheil Kunst etluas gar sonderbar ausllahm. Der dramatische Sänger schloß und begann den Alumd mit dramatischer Musik, in dcr er seine plastische ilrafl und darstellerische Geluandtheit (Wahnmunolog) zeigen konnte. Aber nicht locnigcr durchgearbeitet und künstlerisch fein lvaren die kleinen Lieder, in denen auch die zarte Anmut lind der Hnmor zu ihrem Necht lamen, so zum Beispiel in dem reizenden Volkslied vom „Fahrenden vor dcr Hiiniuelstür" und im ..Alten Goethe", einer dcr wenig gekannten Ballade» Locwes. Auch in dcr Auswahl von Wolf und ilalneullich in der im Zu-sammentlange von Lied und Begleitung schwierigen „Schu<-sucht" von Neger zeigte sich die Rücksichtnahme mehr auf den künstlerischen Gehalt als auf äus'.erlnhc, Wirkung. Mit mächtiger Stcigcrung schlof; Herr Schreiner in Hans Sachsens Lobspruch der deutschen Kunst den Abend. Wenn wir dabei erwähnen, daß >n 3 al» Grundlage da« volle Orchester schmerzlich abgegangen ist, fo wird Herr Ernst Decsey dies nicht als Tadel auffassen. Er besorgte die Begleitung auf dem .Klavier mit anerkannt künstlecisäiem Feingefühl. Es ist das höchste Lob, wenn wir erioähnen, daß wir ihn kaum gehört haben. Nirgends drängt er sich hervor, aber überall ist er da: an dcr notigen Stelle und mit der nötigen Untermalung. Gewissenhaftes ^usammen-wirkcn und künstlerische Durchdringung lagen der ganzen Darbietung zugrunde und so entstand ein künstlerisch wohldurchdachtes und gebrachtes Kunstwert, das die zahlreichen Besucher »lit stürmischen! Heifall empfingen. Dr. Jaukcr. Der Krieg. 5elearammc des l. l. Telegraphen »«tarie^onvenz. NureauK. Österreich- Un^l ^ < Von den Kriegsschauplätzen. Wien, 8. Juni. Amtlich wird vcrlanlbart! ' 8. Juni: Zwischen Asiago und der Nreuta sehte der Heind seine (3rtunduug6ourslöße mit stallen Abteilungen fort. l5r wurde zum Teil durch Ieuer, zum Teil im Hand» gcmer.ge abgeschlagen. Dcr Artilleiiclamps ist an der ganzen Sübwestfront audunerud rege. Der Chef des Gcncralswbcs. Wien, 9. Juni. Amtlich wird vcclantdart: !). Juni: Die italienische Eitund'lttgöiäiigkcit erfuhr gestern eine wcnerc Tleigcrutig. 3ie l.lieb überall erfolglos In den Judikaricn und bei Asiago trieb der Zeind Ab-tcilungen von Bataillonöstärle gegen unsere Stellungen. Tie wurde« durch ^euer abgewiesen. Zehr erbitterte 5inmpse eutwickelic« sich aus den wiedcrholteu Angriffen aus dem Monte Pertica. Der ^eind stieß hier nach lies-ligem, um Mittag zu gröszicr Kraft nnwnchseudem Ge» schützfcuer in ein iiilomcier Iro::^breite >wr. Seine An-stürme scheiterten in der trefflichen Wirkung uilscrer Artillerie und an der Tapferkeit der Uämpfer »m Schützengraben. In start gelichteten lln'ihen flüchtete der Angreifer in feine Linien zurück, befangene und Kriegs» material blieben in unserer Hand. Besondere Anführung verdient das bewahrte komaramrr ^IA Nr. l!> Es Hut den Haupianlcil am Erfolge. Auch an der Piave-Mündung scheiterten alle Ertundungöverjuche des ('»eg-uers. r«, Chef des «eneralst«h«s. y«llcht >e» italienische, Ge«eralstab«s. Wien, 9. Juni. Aus dem i,lriegsprc,scqnartier w,rd gemeldet: Vcricht des ildliemschen Gencralstal'cs vmn 9. d.: Ziemlich starter Arlillcrielmups vom Asilc» WZ 5ur Piaoe, mäßiqcr anf der »lbri.M ^wnt. Südlich dcr Assa fi.gle eine britische Adteilnnq nclcgcntlich rmcs erfolsircichen Handstreiches dem (^cqncr beträchtliche Verluste zu und brachte M0 Gejanqcnc cin. Östlich dcr Nrenla unternahm eine unsere AUcilnngcn einen Hand» streich gcgen den Munte Pertica, fügte den Verleidi' sNmMvcilcn suwic dcr Vcsahung starlcn Tchadcn zu nnd brachlc einiac (hcsangcne nnd Maschincnqcwchre zuriick. Im Vallarsa nnd im Astil o-Talc lmirdcn feinte liche Anqrissc dnrch unser Feuer ausschalten. Unsere Lnsjschisfc nnd Fluqzcnqc lwmbardicricn Bahnhöfe, Flug« fcldcr nnd scindlichc Baracken nnd bcschosscn marschie. icndc Trnppcn nnt Maschincnqcwchrcn. Im Bahnhöfe dun Mallarellli wnrdc dic E^plosilin eines ssrußcn Mu' nitil'nsdcpots festsscstcllt. Im Verlaufe von Kämpfen wurden fünf feindliche ssluqzeuae abgeschossen. Der Polenklub. ttralau, 9. Juni. Das Präsidium und die parlamentarische Kommission des Polenklubs hielten heute in Anwesenheit des polnischen Ministerpräsidenten Dr. Stecz, kowski und des Staatssekretärs des Änßcrn im War. schauer Ministerium Fürsten Radziwill und lvciler» zweier Delegierter dcr polnischen Regierung sowie des Ministers für (^lizien Dr. von Twardowski enle Be, ratung ab, worin zunächst über die Konferenzen des Präsidiums des Polenllubs nnt de'n Minister des ?' ^.in^qnartier, 8. Inni: Westlicher Kriegssch»«Plli,): Heeresgruppe de« Kronprinzen Muppiecht vo» Hayer»: Zeitweilig auflebender Artilleriekampf unb G^lxu» dnngsgefechte. Heeresgruppe des Dentschen Kronprinz«: Erneute Angrisse des Feindes lordwesilich vo» ssha-theau»Thierr»i nnd Gegenangriffe zur ^icdernahlue >er verlorenen Linien an der ^irdrc bcachtcu ihm n«r un-bedeutenden Gelnudcgewinn. Mehrfacher Ansinr» sran-zösifcher. amerilanischcr nnd englischer ^iegimenier schei» tcrtc unter schweren Verlusten. Im übrigen isi die 5!age unverändert. Ber Grste Gcneralsjilnrtiermeist^«: von Üudcndorff. Berlin, 9. Inni. Amtlich.) <^rus;cö Hanplquartier, 9. Juni: Westlicher Kriegtschanplatz: Heere5qritppr des Kronpriuze»'. Hinpprecht »o» V«heru Der Artillerielampf lebte am Abende vielfach auf und nahm heute früh im Keulmel<(hebiete, südlich von dcr Son: me und an der Avre an 2tärle zu. Teilangriffe dcr Franzosen südlich v»u ^jperu, der Engländer nördlich von Beaumont-Hamel wurden blnlig l-bgewiesen. Heeresgruppe des Deutschen Kronprinze«: An der Oise lebte die lyefechtstiuigleit auf. Ortliche Angriffe der Franzosen auf dem Tüdufer dcr Aisne und südlich der Ourcq scheiterlen. lkigcnc Vorstuße brachten östlich von (5utry ^5 befangene ein. Amerikaner, die nordwestlich von sshateau-Tliierry erneut anzugreifen versnchlen, wurden unter schweren Verlusten uud unter (finbnsle von befangenen über ihre Au^gaugssiellunge« hinaus zurückgeworfen. Heeresgruppe des Herzog Albrecht bo>^ Wilrttember»: Bei erfolgreicher Unternehmung auf oem Ostufer der Mosel machten wir Gefange,»,-. Leninant Uroll errang seinen 21. und 25., Feldwebel Nnney seinen 2N. Luftsieg. Der Erste Generalquartiermeiskr: Vun Ludendorf f. «erlin. 9. Juni. (Amtlich.) kroßes Hauptquartier, 9. Juni, cibcnds: Westlich dcr Oise nahmen wir die Höhe v«> Tury und die anschließenden feindlichen Linien. Berlin, 8. Juni. Tas Wolfs - Vnrcm« meldet: Turch dic Erfolge dcr sicqrcichcn Armcc dc» Deutschen Kronprinzen wnchs die Neute aus den großen Kämpfen im Ncslcn scil dcm 21. März auf 1N5.W0 Gefanqcne, über 225N Geschiihc nnd uiclc Tanscndc Maschinen-grwehre an. Die (5inbus;c an nicht annähernd zn schäl« zcndcm Krieqsmaierial nnd- Gerät aller Art kostete, dcr Entente ungeheure Werte. 5wd2Hcr Zeitmlss ^'r. 130_____________________________901_________________________________ 1y. Juni 1918 Verlin, 9. Juni. Das Wolff-Bureau meldet: Tcl kutsche Verstoß im Ardre-Gebiet, bei dcm ^00 Oe^ , fiinftone qemacht nud mehrere Maschinengewehre erben» Nl wurden, traf in die ^liahtstelle der französischen und englischen Divisionen und ZU'aug die Franzosen zur cili-l^ll Hernnzirhnusi von Verstärknugen sowie zu Verlust» reichen (^eqeuanqriffen. - Ta<^ deutsche Feuer liea,t mit großer Heftigkeit aus deu rücNvärtiqeu Verbindungen der Franzosen, vor allem auf den Marne.Ubera.äns,eu von Pori-a.Ainfon bis Epernm). Der Nahuhof von Epernay selbst wnrde unter ^euer genommen. Mehrere Brande wurden beobachtet. Nerli», 9. Juni. Tas Wolff. Bureau meldet: Ter 5^>eeresau^schus; der französischen Kannner hat den Beschluß gefaßt, den Generalen, die die flüchtenden Trümmer der an der Aisne a.eschlaa,enen Entente-Divi-fwnenm zum stehen gebracht halten, den Dank des Vaterlandes anzusprechen, dafür, daß sic den Vormarsch der Deutschen aus Paris verhindert häncu. Dieser Vo schluß entspricht der drinqeuden ''^otweudiqseit, dem Auslande qeqenüber den tiefen Hwd:ml, den die Nieder, lliqe der Entente in der qanzen Welt geuicchl hat, zu verwischen. Er soll die Katastrophe u,ch Mücsiichfeit be> schöuiszen. Gleichzeitiq verfolgt er noch einen anderen Zweck. Nach altem Mnsler werden der Heeresleitung damit ^iele unterschoben, die Zu erreichen, niemals Tculschwnds Absicht war. Teit Beginn des Krieges handelt es sich für Deutschland nur darum, die feind» licl,en Armeen Zu vernichten und damit den Kriegs» Willen der Oegner zu brechen. Die Eroberung feindlicher Städte und Gebiete war niemals da? Ziel der deutschen Tlrateqie. Der gauZe Vorgang ',e!"zt, ^ii welchen Mitteln die französische Negierung greisen muß, um unter Ver» schleierung unantastbarer Tatsachen den hart geprüften Entenlevölkern Sand in die Äugen zu streuen und die scl^er erschütterte Ttimmuug an der Front vor weite, rrü: Niedergang zu bewahren. Der sozinldemokratische Reich8taa.3uizepriisibcnt. Nerliu, 9. Juni. Gegenüber den ZN'cifeln verschiedener Vlätter, ob der ncugewählte sozialdcmülratischc Vizepräsident des Reichstages seinen Repräscntationspflichten genügen wolle, schreibt heute der sozialdemolratischc „Vor-wäri»": Sollten Emjifänge beabsichtigt sein, so ist daran zu erinnern, daß sich die Situation seit dem Kriege wesentlich geändert hat, denn aus Kaiscrsmuudc wurde, im Jahre 1014 das Wori gesprochen: „Ich kenne keine Parteien mehr — ich kenne nur noch Deutsche!" Das vor dem Kriege geltend gemachte Vcdeukcn, das; der sozialdcmokratische Vizepräsident ciuem Manne seinen Besuch abstatten würde, der sich persönlich als Feind und Vetämpfcr dcr Suzial-dl'mulraUc bekennt, wurde danüt hinfällig. Das Wahllechtölompronnß. verlin, 10. Juni. Daö Wahlrcchlsioinpromiß kann, wie der „Lokalanzciger" hört, in, »ocsl'nt lichen als abge-jchlosien gcllcu. Dcr Entwllrf des Kompromisses sehe vor, daß eine Iusatzstimme für das Aller, eine zlucite für die zehnjährige Selbständigkeit im Berufe mit der Alternative -BureaA ineldci: Am Sonntag tain in einem irischen Hafen ein im Sinken begriffener Bclfastcr Dampfer mit A Toten an Bord an, dcr durch ein deutsches Unterseeboot nach der Abreise London, 9. Juni. Reuter meldet: In dcr Wochenschrift! „Field" ist ein Artikel von General Joch erschienen, der, sich mit dezn Weg zum Sieg beschäftigt. Unser erstes Axicnn! mutz sein, sagi er, wcnn eine Schlacht ihren Avccl voll-i ständig erreichen soll, daß sie nicht aNein defensiv sei. Dar-! aus geht hervor, daß die Offensive unter allen Umständen z den Abschluß der Operationen bilden muß, mag sie nun ^ von vornherein ergriffen worden sein oder erst einer De° t fensive folgen. Da dcr entscheidende Angriff der eigentliche' Abschluß der Schlacht ist, so müssen alle Aktionen auf dikscn ! berechnet sein, deshalb ist es das Wesentliche, eine möglichst! große Manövrierarmec in Ncscrbe zu halten. Sie ist sozusagen der Keil, den man bereit hält. Die Manövrierarmee muß so lange sorgfältig zurückbelMen werden, bis die! Zeit gekommen ist, den entscheidenden Angriff auszuführen. Viyweoen. Kcinc Nerfassnngsreform. Stockholm 9. Juni. Die erste Kammer des Reichs, tagcs hat die in der zweiten Kammer angenommene Regierungsvorlage, betreffend die Verfassungsreform, al>gc-Ichnl. Die Vorlage kann erst im nächsten Jahre wieder a-uf die Tagesordnung nestelli werden. Mliszlani.'.'. Nnabhiinginleitserlllirnng Georgiens. TifliS, 1. Juni. (Verspätet eingetroffen.) Am 26. Mai haben sich hier das transkaukasische Parlament, das dcr Träger der Staatshoheit in der Transkaukasischen Republik !>.>ar, rind die translautafische Negierung aufgelöst. Am gleichen Tage ist dec gcorgisäic Landtag zusammen^ getreten und hat die Nnabhängigleitserklärung Georgiens ausgerufen. Rumänien. Die Wnhlen. Nularcsl, 9. Juni. Bei den Wahlen in das ztoeiie Kollegium der Kammer, in das die Intelligenz wählt, er« hielten die Partei Stere? 8, die Unabhängigen 5 und die Arbeüspartci (von Bratianu abgeschwenkte Liberale) 2 Mandate. Der Nest cntfi leite:» in den (Gebieten der ver' ^ ___.....Zu- stellen. Diese Neuordnung wird vermutlich noch über ein? halue Million Mo im zussimmeTUlringen. Deportation der ausländischen Anarchisten. Washington, 8. Juni. (Reukr.) In ei, -n Gesetze, worüber in» Repräsentantenhause jii h» tet wurde, wird angeordnet, daß sämtliche auslundijche Anarck)isten in den Vereinigten Staate, festgestellt ui,d für die sofortige Deportation bcreitgchalten toerdcn sollen. Das jetzt geltende Gesetz verbietet die Deportation von Ausländern, u>cnn sie fünf Jahre im Lande getocsen sind. Taarsnettwleitfn. Eine Maus brachte es an den Tag.) Wie uu« Musonbanfalva gemeldet wird, entstand dort jüngst in einem Schulsaale der Staatöschule eine Panik. Durch die Klasse lief nämlich ein Mäuschen, gewiß i>hr anfgevegt, und gleichfalls erregt sprangen die Kinder auf Bänke und Schultische und schrien vor Entsetzen. Aber es fanden sich auch Beherzte, die, mil der Lehrerin an der Spitze, schnei-dig die Verfolgung des tlein"> <"> Entfetzt schlüpfte die Maus unter das Podium de5 derö. Voll Mmpflust hoben die Verfolger t ' ' .> uuf-die Maus war alier schon verschwunden. lagen dort zwei Säcke, der eine voll Weizen, der andere voll Korn. Die „Sensation" wurde im Städtchen augenblicklich bekannt, und die Gendarmerie leitete flugs die Unter» suchuug in dieser ^ "^ .^' ^ ^^ ^^^ ^^ ergebnislos: der nd gar bald, daß er es war, dcr die zioei Sääe mit ährem loitbaicn Inhalt verborgen l>nttc. Dictz tonnte er um ^ > ^«" ^n, da in Mosonbanfalva er der Requirieru»! >r ist. Hie, ! durch erfährt der Fall allerdings fit,^ ^ri jchürfung. ! (lfi„ Volj^rvil schreibt an feine Frau.) In der „(^zeta Poranna" vom ?. Mai findet sich der folgende ergötzliche Brief des „Rcgimentsführers" Kasluhm an seine Frau: „Meine hochverehrte Frau Agripino Ivo novnal Durch dic ersten Zeilen meines Briefes teile ich ! dir mit, daß durch Gottes Gnade und den Willen der Kcr, meradcn-Soldaten in mir schon das Ndclblut fließt, denn' jetzt bin ich Kommandant-Vater des ganzen Regiment» und seines Vermögens geworden. Anliegend übersende ich dir 10U Rubel, laufe dir dafür einen Pelzmantel und eine Srraußfeder. Die Siraußfeder wird auf dem Kopf getra« gen. Mit den Weilern des leine Freundschaft, befuche nur die Ofj - ^ . . !.,. ,,^ ihn«i» aber nicht in die Wohnung wie ein Schloein hinein, lasse dich vorher anmelden, damit sie wissen, wer du bist. Mit den Soldaten lasse dich nicht ein, beschmutze nicht meine Ehre als Regimeniskommandant. Wenn ich komme und alles erfahre, ziehe ich dir die Därme auö^X'm Leide. Dein Mann und gegenwärtiger RegimcntLführer Tomas Le, rencjus Kaöluhin." Gedenket der UllNMlswgü-lmd der GcburtütagZ spende! Vcrautwortticher Redalteui: Anton Funtel, K. k. priu. allgemeine Verkehrsbant in Wien. Stand der Geldeinlagen gegen Kassafchrine und Ein-lagsbüchei am 31. Mai N)Itt: I Anmeldungen I auf die VIII. österreichische KriegsanfeFhT — ttbernimmt zu den Orlginaibedingungen und erteilt bereitwilligst einschlägige Aufklarungen _ ,684,0 die Filiale der k. k. priv. OesterreicMschen Credit-Anstalt für Handel und Gewerbe in Laibach Laibacher ^eitun^ 9tr. 130__________ 902 10. Juni 1918 I Nameato Ttaktsrega posebnega naxnanlla. I ¦ Pretnimega ir«a iporoèam« Ytem žlahtnik««, prijnteljein in znnncem I pretrealjir« tos» , da je p« Tsegamogocuein hožj«m öklepu d*u«d «a Teèer ob I 7. nri nei«pr«gna kruta flmrt odrxela Bam naio nad th« lj«blj«no hecrko, od- I 1O8I1O beitro ia ««iakiajo, gospediaao Ano Omejc I zasebnico I po kratkoBi, n^znoin« mukc po)n«a »r»lj«nju, prevideno > zakramentom svetega I jtoslednjega olja, popolnoma Bog« «dan« t 43. jet« aje«« starosti. I Truplo predrage pokojnic« bo t poaedeljek dn« It. jutiija to«no ob 5. nri I popoldne p« STei!aiem b!ng«slovljenju pjr«d hi*« žalostj (I'red šk«fije fit. 7) pre- I peljauo k Svttemu :\rii* ter s« bo oudu foloiilo v lastn« goiailo k nacasnoM« I odpocitk«. I S?«*e niaše aadašnic« xa vedni dušni blag«r pokojiice brain »c bodo v I t«c tukajänjik farnib ccrkvab. I Priporoèano jo Yaeiu njeaim otebni« prijataljieam in znaieezn v prijaxen I Bp«nin ter t trajn« pobožno in«liter. I Pr«iimo tihaga sožalja. I V Ljibljaii, dne t. junija 1918. I Ferdinand Omejo Mater Ferdinand« Omejo I deielni raèuuski sr«tnik t p. nršulinka I Pavla Omejo I Alojzlja Omeje knjifOTodkinja I kot prvoffa Bop?«^a. I _ _ . , LJndmlla Omejo I Ivana Bob«k ..... I . ., . uciteljt«a I hiima poitstDica I kot teta. ket »••be- statt Jeder besondeten Anzeige. iff- 1 Tiefbetrttbten Iterwns geben di« Uitorfertigten alleu AnTtrw»«lten, Fr^a« do» und Btkanuten die Nachricht, daü uui heute ab«ndi um 7 Uhr, durch Oottea I unorforsobliehen Ratschluß, uiiB«r« inaigBtgeliobt« und herzeasfut* Tothur, Schwester und Nichte, Fräulein Anna Omejc Private nach kursflm, B«kr qualvollem ScbmerKCiiRlÄgei, vers«hen mit den kirchlich«» Tröstongon der heil. letzten Ölung, im Alter toi» 48 Jahren aus ditnein zeitlichen Dasein in« bcsiero Jenseits abberufen würd«. Die irdische Hülle unserer iillteiierston, nunmehr in Gott vereint ruhend«« Tochter wird am Montag den 10. d. M. um 6 Uhr nuchmittagft n»ch vollzogener kirtbliehor feierlicher Einsegnung Ton dem StfrbehauBP, Prml äkoiijo Ilaui Nr. 7, auf den Friedhof zum Heil. Krem überführt und dortselbst im oigene«. Grabe zur zeitlichen Ruhe bestattet werden. Di« heil. Seelenmessen für das ewige Hoil der unvergeßlichen Verstorben«« w«rdfm in mehreren Laibacher Pfarrkirche« g«le8«n worden. Dieielbe wird dem boBtändigen frommen Gabete ihren vielseitigen B«-freundeton wärmstf-nB anempfohlen. Um ttillcs Baileid vird gebeten. Laibaeii, am 8. Juni 1918. Ferdinand Omejo Mater Ferdinanda Omejo LandoflrechuungHrat i. B. Umulin« Vatcr- Panla Omeje Alolaia Omejo Buchhalterin Lndmilla Omejo Johanna Bobek Lelir#nn Ilany«igentOmerin ., . G«8chwiiter. lanle. Pom rieffsen Schmerze gebeugt geben die Unterzeichneten allen Uerwandten und teilnehmenden Freunden üaehrichf von dem ßinfeheiden ihres innigffgeliebfen, unperge&-liehen Sohnes, bezw, Bruders und liessen, des Berrn 3slkob Oberwalder d. 3. k. u. k. Leutnants l d, R. im F.-fl.-R. IIl 128 welcher Hliffwoch den 5« d. Ill, um 10 Uhr abends im 26, Iiebensjahre nach langer, schmerz-polier Krankheit, die er fich durch die Kriegsmühen zugezogen hat, versehen mit den heil. Sterbesakramenten, in Hrofa (Schweiz) ruhig und gottergeben im Berrn enttchlafen ist» Die irdische Bulle des teuren üerbuchenen wird in die Beimat überführt; Cag und Stunde der Beilegung werden rechtzeitig bekanntgegeben werden« Die heil- Seelenmessen werden ülontag den 10, d. m, um 7 Uhr pormittags in der Pfarrkirche zu Domichale abgehalten werden, Domfdiale, am 7. Uunl 1918, In tiefster Crauer: 3akob und ülargareta Oberwalder Eltern. miml, Paula, Berta, Peperl, Srefl fllfons, Beinridi Schwestern. Brüden i Taidacher Zeitung Nr. 130__________________ ________903________________ ^ <>^ .^ « , Bmier, Kmchnann, Handwerker! eichnet 3. Kriegsanleihe! Mit der Kriegsanleihe erhält ihr nach dem Kriege Material«», Pferde, Geräte, Fuhrwerke und Sonstiges friiher und billiger als «it Zargeld.z St. 7968 mt | Rocna nstanova za ljubljanske vdove. Mod p«t ljiibljaiskih t«»v je razdeliti t ipemia «Tujeèa-jae pore** uadrejveaMuje i Marije VuUrij« *neMk K 400- -, tor«j ra niebo po 10 I. ' j Piafico Alter aui dia AnxaUl der UQveri<»rQtMi Kinder aur.ufflhrcn uni ; wo»on die'iJitt^telleriu lebt (Verdiennt.i, insbwonderf) ob sio für sich oder ikre Kin'3«r j •in» l'ention, slaatliehe oder 'OBBtif^Mg. hnaßi^e Untorattttsugg gonießt und in welcher Höh«.! ]>ar ISarao dar Bittatallorin und die YYehnairesaa maß uutei dem Gesuche genan j MiK« letnrlich aiit^cgtboa 8r:i>. \ I)i« (jetuch* sind im Slnrelohangsprotokoll dea Stadtmaglatrates bl» i Snde Jnni 1818 au llrrreich'jn. V^npatet eiu^eroichte Üe»uch» werden koiwe Bertck-•ichtigUBg finden. StadLtmetQistr>at Laibcteln, am 6. Juni iyi8. 1 jwff^ riTT nn <*wtä ' I im Werte von 2OO.OOO bis 3OO.000 Kronen wird , Ton einem kriegsbi-sohädigteu Ofiizi^r und Landwirt 1 SS zu kaufen gesucht. SS ' Nur preiswerte, womöglich arrondierte Objekte mil ^ut.ciu I Wftld und Ökonomie sowio Gobäudon, beidem Fundus, kommen I in Betracht, da dadurch uigfuo Existen« angestrebt wird. ' Genaue Beschreibung unter „Existenzfähig" an die Ad- • ministration dieser Zeitung zu richten. 1818 3-2 i Unsere Restauration Elefant empfiehlt sich wärmstens allen werten Gästen. Hochachtend Hedžel & Korifnik Motel Elefant Laibach. 10003-3 Bei Magen- und Darmkatarrh 6icbt, Zi:ck«rkraikh«it, uberba«^! Im« s.!l»n Erkra::k»Pf«n betten» •¦)i>f»*l»r ! : rülij- in dar Buchhujidlung l%.i. XJkvu ' /ü&yr Jfc F«<[ Bamberj in i^ibajk. ! Donouiand \ lüüsfrierte IHonatsscbrift i [ iu<>niu>.(h wi <>iri«ta <">tv«. 100 SriWu i starken lit.lw, iui'. far Mg >a Kaust | i beüag«n, Kupf rdruokblautrn | j «u• j Buch- und Musikalienhandlung Ig.v.Kleiainayr&F:J. Bamberg. | f^- Ein junger ^p| | Geschäftsmann 26 Jahre alt, ziemlich vermögend, wünscht zwecks Ehe mit einer jungen Dame, Witwe nicht ausgeschlossen, bekanntzuwerden. Modistin bevorzugt. Anträge unter „Heinrich" an die Administration dieser Zeitung. ia?,5 2-1 \ i Korke FliiBcl'fn- 11. r " hrorii^np, »i K 35' , i.»-r,K'i«p« Prciso Biuil keine i!.r!iliimcpicisc, .soiiiicni werden a'ich gl*r KiistHÜi-¦ierua «ler Kohlen oder •' Ad-»inietration die Mr Zeituif. "*88 P9^ Zeichnungen auf die "*qpt 165M r> VIII. österreichische Kriegsanleihe I. steuerfreie 5 %% amort. Staatsanleihe . . . ä 9154 / II. steuerfreie 5/2% kündbare Staatsschatzscheine ä 95 50 / übernimmt zu Originalbedingungen die offizielle Subskriptionsstelle Laibacher Kreditbank in Laibach und ihre Filialen in Split, Klagenfurt, Triest, Sarajevo, Görz und Cilli. Anmeldungsformnlare und allfällige Auskünfte sind bei unseren Kassen bereitwilligst und kostenlos erhältlich. Rn^^^^n n^^*W1 r»""^*nT^ r-a^-^««-« ¦ .______________ Drucl und Verlag non Jg. v. Kleinmayi H ßed. Namberg.