- 76.^ Dsnnerstag den 2l^ September 1837. V, 2 i b a ch. ^cr für das Herzogthum Krain zufolge allerhöchster Entschließung ftstg^fthte Landtag wurde am 18. S^ptcmbcr in Laidach mit den gewöhnlichen herkömmlichen Feierlichkeiten abgehalten. In der hiesigen Kcnhedra'.kirchc wurde zuerst UM 9 Uhr Vormittags ein solennes Hochamt abgesungen, dem die Corporationen der HH. Stände in Galla beiwohnten. Bei dcn Hauptabthcilungen des Hoch-amtes wurden vom Kastellberge die üblichen Salven gegeben. Nach beendigtem Gottesdienste fuhren Se. Ercelleuz, Freiherr von Schmidburg, Landcsgouverneur von Illyri.'n, in der Eigenschaft als k. k.Hofcommissär, unter Vortritt Ihrer Hausofficianten und der ständischen Dienerschaft, im feierlichen Zuge, dem sich mehrere ständische HH. Mitglieder anschlössen, nach bem Landhau/e, wo Hochdieselben von einer Dcpu-lütion der HH. Stände an der Treppe geziemend empfangen, und unter Trompeten- und Paukenschallc in den Sitzungssaal geleitet wurden. Hierauf eröffneten Se. Excellenz in einer.an die Ständeversammlung gerichteten Rede den Zweck des bießjährigen Landtages', und lieben darauf das allerhöchste Rescript über die von Sr. Majestät für das Herzogthum Kram allergnä'digst ausgesprochenen Postulaten des künftigen Jahres 1838 wörtlich ablesen. Die von dem Hcrrn Domprobsten im Namen der lödl. Stände gehaltene Gegenrede schlosi sich mit der unter «llgemeincm Enthusiasmus ausgebrachten Acclamation: „ES lebe unser all crgnäd ig st e r Herr und Kaiser FerdinandI.:« in welchen Wunsch auch «lle Anwesenden mit freudigem Iubelruft cinstimm-ten. Hierauf fuhren der Hcrr Landcsgouverncur im «amtichen feierlichen Zuge wieder zur Burg zurück, erschienen sonach später abcrmal im Landtagssaale, «m die übrigen Landtagsverhandluna.cn zu leiten. Mittags gaben Se. Exeellenz grosie Tafel, bci welcher Allerhöchsteren Majestäten und demAllcrdurch-lauchtigsten Kaiscrhause, untcr Begleitung der Tafelmusik und b^m Donner der Kanonen am Kastellbcrgc, feierliche Toasts ausgebracht wurden. ^ Abends war das Schauspielhaus festlich beleucht,'t, und die hier gern gesehene Oper „Norma" gegelM. VN i e n. , Se. k. k. Apostolische Majestät haben Sr. Majestät dem König Wilhelm der Niederlande durch die Verleihung des Großkreuzes des königl. Ungarischen St. Stephan-Ordens, einen Beweis Allerh'öchstihrc:' Freundschaft und Hochachtung zu geben geruhet. ________ (W. Z.) Auf Allerhöchste Ano'dnung Ihrer Majestät der Kaiserinn-Mutter, als obersten Schutzfrau des hcch-adeligen Sternkreuz - Ordens, ist Donnerstag den 14. September d. I., als dem Kreuzerhöhungstag?, das Ordensfest mit einem Amte und Ablegunc, dcs Opfers während dcs Offcrtoriums in der Hofburg-Pfarrkirche feierlich begangen worden, wobei die hier anwesenden hochadeligcn Ovdensdamen zahlreich erschienen sind. (W. Z.) Das den Namen Ihrer Majestät der Kaiserinn, Maria Anna, führende Dampfboot langte am 3. September an dcr Pratcrecke an, um seine Probefahrt nach Linz anzutreten. Ein nach vorausgegangenem niederen Wasserstandc plötzliches An schwellen des Flusses erlaubte nicht den Durchzug unter der Tabc, brücke; nachdem aber von einer andern Seite das höhere Wasser dem Dampfboote den Weg dmch dcn Wiener Canal zugänglich machte, so glaubte man diesen glücke lichen Umstand um so mehr benutzen zu dürfen, als die über diesen Donauarm führenden Brücken alle ineh? Raum zur Durchfahrt, gewähren als die Taborbrücke. 302 ^ AM 11. September landete die Maria Anna NUN in dem Wiener Canale, und passirte ohne Hindernißunter der Ketten - und Franzensdrücke; indem es jede dieser Brücken freudig beim Durchzuge mit Kanonenschüssen begrüßte, kündigte es oen Einwohnern der Hauptstadt sein unoermuthetes Erscheinen an jener Stelle an, welche bisher keinem Dampfschiffe noch zugänglich gewesen war. Bei der Ferdinanosbrücke mußte man vor Anker legen, indem hier das Wasser noch zu hoch stand, um unter dem etwas niedern Bogen dieser Brücke durchzukommen, 5md es mußte abgewartet werden, bis das fortwährend abfallende Wasser den Srsnd erreichte, welcher erforderlich ist, um mit einem Schiffe von der Höhe eines Dampfboorcs darunter wegzukommen. Dieser Aufenthalt abcr gereichte dem Boote zum gro'ßtcn Glücke, indem Ihre Majestäten der Kaiser «nd die Kaiserinn es am 12. September mit Ihrem hohcn Besuche beehrten. Diese von Scite der Donau-Dampfschifffahrts.-' Gesellschaft schon längst gewünschte Gnade erhielt ihren höchsten Glanz dadurch, daß der Monarch seine gnädige Zufriedenheit über das Ges.hene aufzusprechen geruhte, und Ihre Majestät die Kaiserinn ocr Sorgfalt, welche daran gewendet wurde, um das Schiff auf cine seines hohen Namens würdige Art vor allen andern auszuschmücken, Ihren huldvollen Beifall ertheilte. (Öst. B.) Preußen. Nach der preußischen Staatszcitung waren vom ?. auf den 8. September in Berlin 70 Personen an der Cholera erkrankt und 41 gestorben. Es sind jetzt daselbst 56 Schutzcommiffloncn in Thätigkeit, deren Bestimmung darin besteht, dcn erkrankten Individuen zu Erlangung der ärztlichen und sonstigen Pflege behülslich zu seyn. Sämmtliche Ärzte ftn'o vermöge ihres Eides zur Hilfsleistung verpflichtet. Seit dem 31. August ist der Ausbruch der Cholera auch in Magdeburg amtlich anerkannt. Sie ist daselbst in ziemlich milder Form erschienen. (Mg. Z.) Uönigrcild beiver Sicilien. Messina, den 19. August. Palermo hat un« geheuer gelitten, da man kein Beispiel aufzuwcise» hat, daß je in emer Scadt Europa's die Cholera so viele Opfer hinweg gerafft hätte, als dort. Vom 7. Juni, Tag des AusbrucheS, bis zum 6. August zählte man 23,546 Todte. BelM Ausbruch der Krankheit schlug man die BeMkerung Palermos auf 200,000 Seelen, zwischen Einheimischen und Fremden, an, davon verlie- ßen 40,000 die Stadt, so zwar, daß die Sterblich.-keit von 23,546 Personen auf 160,000 Seelen be-rechnet werden kann, somit unterlag in einem Zeit' räume von 2 Monaten der sechste Theil der Bevölkerung. Von der besseren Classe mit Inbegriff der Geistlichkeit starben 120 Personen, wobei vorzüglich der Verlust des obersten Hof.-Präsidcntcn Marquis Artale und des gelehrten Abtes Scina zu beweinen ist. Von den Pfarrern von Palermo verblieb ein einziger am Leben, und ein Frauentlostcr, genannt la Martorana, starb ganz aus. (B. v. T>) Seine k. k. Hoheit der Erzherzog Friedrich von Österreich hat sich am 28. August Abends auf der k. k. Fregatte »Mcdca« eingeschifft und am folgenden Morgen im besten Wohlseyn die Rhede von Neapel verlassen, UM scine Reise nach Palermo und Malta fortzusetzen; von da wird er nach Triest und Venedig zurückkehren. ' (öst. B.) Frankreich. Paris, 7. September. Man schreibt uns aus Toulon vom 2. September: »Es ist gewiß, daß die großen Vorsichtsmaßregeln, welche die Regierung ' trifft, gegen die Versuche gerichtet sind, welche die Pforte zur Unterstützung der Unternehmungen gegen, unsere Besitzungen in Afrika machen will. Die Division under dem Befehle des Gegenadmirals Lalanoe lag am 23. August an der Einfahrt zu der Goulette vor Anker *). Sie befand aus den Linienschiffen Jupiter, Santi Petri und Trident. Andere Schisse wurden erwartet. Ein Dampfboot brachte der Division Lalande den Befehl, so schnell wie möglich nach Tunis abzusegeln, um sich der Seemacht unter dem Gegenadmiral Gallois anzuschließen. Es ist gewiß, daß das ottomanische Geschwader auS 12 bis 14 Schiffen, worunter sechs Linienschiffe oder Frcgat? ten sind, besteht. ES soll Landungstruppen an Bord haben. Inzwischen haben unsere Schiffe dcn Schlüssel zum Haftn l'nnc, da sie bei der Einfahrt der Gou-lette vor Anker liegen, die nöthigenfalls gegen dcn Feind feuern würde. Der Bei) ist auf unserer Seue; er weiß übrigens sehr gut, daß cs von seiner Seite eine Handlung erklärter Feindseligkeit seyn würde, wenn er auf ftine-M Gebiete die Landung von Waft ftn oder Truppen für den Bcu von Constantine gestatten sollte. (Allg. Z.) Das Journal des Debats äußert sich über die nunmehr definitiv beschlossene Expedition gegen Constantine folgendermaßen: „Die Expedition nach ') Tunis ist an einen Salzsee g^mit, del durch den Calla! d« Goulclte ü'it d«m mittcttaüdifchcl, Meere communicilt. Di«» 303 Constantine ist beschlossen. Die Regierung hatte, obwohl seit zehn Monaten die Rüstungen eifrig betreibend, den Frieden gewünscht; sie hätte gerne durch einen Vertrag mit Achmct Bey die Pacisicirung der Regentschaft herbeigeführt. Die Ehre Frankreichs wäre durch den schlechten Erfolg der letzten Erpedi-kion nicht befleckt worden, indem derselbe, wie aller Welt bekannt, durch die üble Witterung herbeigeführt wurde und keme blutige Genugthuung erforderte. Zugleich hatte die Kammer entschieden den Wunsch ausgedrückt, dasi dem Blut und Geld ko< stendcn und doch fruchtlosen Systeme dcr Expedition ein Ziel gesetzt werden sollte. Die Regierung that «llc Schritte, welche mit dcr Ehre und dem Interesse des Landes vereinbar waren. Nun, nachdem ihre Anträge zurückgewiesen sind, zögert sie nicht länger. Der Krieg wird mit allen Mitteln, die seinen Er>-folg sichern können, geführt werden. Achmct Bey hatte anfangs sich geneigt erwiesen, Frankreichs Bedingungen anzunehmen. Da seine ersten Vorschläge „ichr genehmigt worden waren, nahm er die unscri-gen an. Er erkannte die Oberherrlichkeit Frankreichs an, und versprach, einen Tribut zu zahlen und unsere Truppen im ungestörten Besitze von Guel-ma zu lassen, so lange es uns gefiele. Wie man ficht, waren alle Ncchte und Interessen Frankreichs hiermit gewahrt. Eben aber, als unterzeichnet werden sollte, hatte Achmet Bey gänzlich seine Ansicht geändert und verlangte als unumgängliche Bednr? gung die augenblickliche Räumung Guclma's durch unsere Truppen. Die Unterhandlungen wurden abgebrochen und die Regierung schickte sich zum Kriege «N. Es war, scheint es, die Abfahrt der türkischen Flotte von Constantinopel nach Tunis, was den Muth Achmet Bey's so plötzlich hob. Achmet er.-wartete wahrscheinlich von diesem Geschwader Untcr-terstütznng und Waffen. Die Regierung ihrer Scits aber hat aus dem Hafen von Toulon die vereinigten Geschwader unter den Admirälen G^llois und Lalande abgehen lassen, und denselben den bestimmtesten Befehl ertheilt, den Rückzug der türkischen Flotte zu verlangen oder im Nothfalle zu erzwingen. Die tür-k'sche Flotte, welche der Kapudan-Pascha befehligt, besteht aus drei Linienschiffen, drei Fregatten und sechs Corvetten. Eine andere Frage beschäftigte die Regierung. Der H„zog ^„ Orleans hegte den lebhaftesten Wunsch, nochmals in Afrika die Gefahren und Strapahen unserer Soldaten zu theilen und die Erpedition zu befehligen. Wir können diesen Gesinnungen nur Beifall geben, und sie fanden auch anderwärts Bewunderung; aber andere Rücksichten überwogen. Die Stimme der kalten Vernunft und einer unerschütterlichen Weisheit ließ sich vernehmen, und der Herzog von Orleans mußre sich, als Sohn und Unterthan, den Befehlen des Königs unterwerfen. Zudem mochte man die Ansicht hegen, dcr Herzog von Nemours, der an der ersten Erpeditiyn Theil nahm, habe auch ein Recht zur Theilnahme iin der zweiten, und die Strapatzen und Gefahren des ersten Feldzugs berechtigten ihn zu der Ehre, auch die des zweiten zu theilen. Dcr GencraUieu-tenant der Artillerie, Graf Vallee, und dir Gene-rallieutcnant des Gcniewcsens, Baron Fleury, begleiten den Herzog von NcmourS nach Afrika." (Öst. B.) Spanien. Den letzten Nachrichten auS Barcelona zufolge sollten die Forts von Atarazanas und Monjuich de» englischen Truppen übergeben werden. Dcr neueste Messag e r enthält folgendes Schreiben, nach welchem dieses Project Widerstand finden dürfte: „Pcrpig-nan, 31. August. Man schreibt mir aus Barcelona, daß der englische Admiral Stopfcrd sich die Forts von Atarazanas und Montjuich, so wie die Citadelle ausliefern lassen wollte. Aber die Behörden haben dieß verweigert; es fragt sich nun, ob der englische Admiral es wagen wird, Gewalt zu gebrauchen. Die National-garde hat zehn Deputirte an den Gcneralcapitän abgeschickt, um zu verlangen, daß die Forts und die Citadelle ihr zur Bewachung übergeben werden; die Junta hat erklärt, daß sie diesem Vorschlage beitrete. Die drei andern Provinzen (Lerida, Tarragona und Gerona) haben endlich ihre Dcputirten an die Junta von Barcelona geschickt, und die allgemeine Rekruti-rung wird nun an die Tagesordnung kommen. Die Junta will hinlängliche Streitkräfte zu ihrer Verfügung haben, um sich nöthigcnfalls den Prätensionen der Engländer widersetzen zu ko'nnen." Einem Schreiben von der spanischen Gränze vom 1. d. M., in der Scntinelle des Pyrenees, zufolge sollen vier Compagnien von dcr Nationalmiliz von Vitoria zu den Carlistcn übergegangen seyn. Letztere waren beschäftigt, ein neues Bataillon, das aus 500 Christinischen Deserteurs bestehen soll, i», Lorca (Larraga?) zu bilden. Es heißt, General Garcia rüste sich zu einer neuen Expedition über den Ebro, die5 aus obgcdachtem Bataillon und noch drei andern bestehend, am 4. aufbrechen soll. (Ost. B.) Aus Saragossa erfährt man, daß Don Carlos fortwährend in seineu Stellungen bci Cantavieja stand, und zu,r Verproviantiruns seiner Aimec dem Lande 304 starke Requisition auflegte. Es ging das seltsame ^Gerücht, Cabrera, sey Mt cincm beträchtlichen Geldconvoi verschivunden. (W. Z.) Der Monireur vom 7. September enthält folgende telegraphische Depesche aus Bayonne vom 4. September, 3 Uhr Nachmittags: „Der zum Vice-könig von Navarra ernannte General Carondelet hat stch mit dem ehemaligen Vicekönig (Iriarte) zu Arta-jona vereinigt, und ist mit den Truppen am 1. nach Muro, in der Nähe von Pamplona, aufgebrochen, «M'sich mit den provisorischen Behörden zu verständigen And die Ordnung wieder herzustellen. (Ost. B.) Madrid, 30.August. Die Carlisten blieben nach dem letzten Treffen inHerrera; man glaubt aber, sie würden über die Ebene von Carinena und dicLandstraße ran Saragossa gehen, um sich mit den Truppen Zariate» gui's in der Provinz Soria zu vereinigen. Letztere hatten bereits 4000 Mann bisAlmazan, drei Stunden von Soria, geschickt, und die ganze Gegend von Aranda bis Soria gehorcht ihren Befehlen. Die Junta von Castilicn war fortwährend in Outoria, und selbst in Burgos war man in großer Besorgnis;. Mendez Vigo war ganz verschollen. Es fragt sich nun, ob Oraa oder Lluchana sich zwischen den Prätendenten und Zariategui wird werfen und ihrer Vereinigung vorbeugen können.— Wir haben Berichte aus Manila bis zum 6. März. Die Nachricht von der Wiederherstellung der Constitution in der Halbinsel brachte dort dieselbe Wirkung wie in Cuba hervor. Die Gemüther gcrieihen in Zwiespalt, und einige Unruhestifter setzten eine Junta ein, und proclamirren die Constitution. Aeml Abgang des Schiffs war der Zustand sehr bedenklich. Paris, 9. Sept. Der Moniceur bringt folgende telegraphische Depesche- »Bordeaux, 6. .Hept. 6 Uhr Abends. Espartero ist mit 11 Bataillonen und 500 Pferden am 1. in Daroca angelangt. An demselben Tage ist Oraa von dort nach Vaguena und Burbaguena aufgebrochen. Diese beiden Generale .zogen mit allen ihren Truppen gegen den Prätendenten, der in Calomacha ivar. Vigo hat Zariategui's Bande «m 28- August in Nebreda erreicht, ihr 40 Gefangene -pbgwnnmcn, 200 Mann getödtet und sie bis Pinclla verfugt. (Allg. Z.) Großbritannien. London, 6. September. Königinn Victoria ist dem Maler, Sir Daold Wilkie zu zwei Portraits gesessen; einmal wie sie in dcm ersten Conseil nach ihrer Thronbesteigung erschien, und dann in dcm prachtvollen Costume, in welchem sie dasParlamcnt auslöste. Die auf den Mai 1838 festgesetzte Krönung wird durch eine Neihe fürstlicher Feste gefeiert werden. Viele fremde Prinzen von di.'N europäi? schen Dyna^enfamilien werden, sagt man, M dieser Feierlichkeit nach England kommen. London, 7. September. Die M. Post sagt> in den Hofkreisen werde nicht der Mai, sondern der März des nächsten Jahrs als der Monat bezeichnet, in welchem die Krönungsfeier Statt finden solle. Am 6. September Vormittags landete der Herzog von Cambridge ander Tower - Treppe ('I'nnss-5t3ll-5), und wurde mit militärischen Ehren empfan-gen. Sein erster Besuch galt der Prinzessinn Sophie und dcm Herzog von Sussex im Kensington-Pallaste. Die M. Post bemerkt, Don Carlos habc ul» König Wilhelm Trauer angelegt, und auch seinen Agenten in den verschiedenen Theilen Europa's das Gleiche zu thun befohlen, was streng beobachtet worden sey. (Allg. Z.) Das Feuer, welches in den Werkstätten der Londoner Gasüereitung zu Vauxhall aufgebrochen und sich so schnell verbreitete, daß die ganzc Häuser masse augenblicklich einem Feuermeere glich, ist nach der letzten Nachricht des Courricr noch zur rechten Zeid unterdrückt worden. Die Gasometer sind nicht erreicht, und die Versorgung der Stadt mit Gas leidet keine Unterbrechung. Ein furchtbarer Sturm hat in der Umgegend ?<»» London gewüthet, und mehrere Menschcn sind vom Blitz erschlagen worden. Ein Schreiben aus Matta vom 23. August, im Giornale del Lloyd austriaco, meldet: »Al'.i 49. dieses Monats ist eine aus acht Segeln, wor-unter zwei Linienschiffe, bestehende ottomanische Es-cadre, auf dem Wege. nach Tunis, an dieser Infti vorbeigefahren, und es verlautet, cS sey die Absicht des Groschcrrn, den dortigen Bey, so wie es mit jenem von Tripolis der Fall war, abzusetzen. Das englische Linienschiff »Vellerophon« setzte sich gleich nach jener Richtung unter Segel. Fast gleichzeitig ist die k. k. Corvette »Lipsia« hier erschienen und. dann abgegangen, man weiß aber nicht, welche ihre Bestimmmig sey. (Öst. B.) Nevacteur: Fr. Vav. Weinrich. Verleger: Dgnat Nl. Voter v. Rleinmavr.