Laibacher Zeitung. .4« F.35. Snmstag am K». November »O^O. , Tic ..Laibach^ Z^itimg" nschcint wöchentlich 3 Mali Dinstag ?o!in^st-. > , ^ für die ZM-!lm,i ins Hau. si'w jährl.ch 40 fr nnhr zu cntrichtm. Durch die f. t. Po,l untcr'Cou..rt 'ni7^cdruckt. A r ssc Po tl^r "^ jH?^ ^ bä'lb r^'^/^ Z3 ^' ^.scrtion^Ml'r^ m.c Sp.ltn^lc od.r dm Na..m on,c!b.n ^ snr e.nm.I.gc („nscha!t..ng ^ kr.^ für cinc ^wnmaligc ^ tt.'' fur cinc ^imali^ö kr^. V^^ ^i^^Z^ Vie Ginkommcusteuer (l)l') Hl^as jüngst veröffentlichte provisorische Einkommensteuergesetz ist von der ?-öörse günstig aufgenommen worden, was theil? durch die mit der Einführung jeder neuen und einträglichen Steuer wachsende Solidität der Staatsschuld, theil» durch den Umstand erklärt wird, daß die Steuer auf das Einkommen aus Staatspapieren nicht vom Eou pon abgezogen wird, in Folge dessen die ausländischen Besitzer österreichischer Fonds keine Veran. lassung haben, sich derselben zu entäußern, sondern vielmehr neue Geldanlagen auswärtiger Eapitali.-sten seyn dürften. Das Gesetz bettessend, ist man dabei einem zweifachen Systeme gefolgt. Allcs Einkommen aus zinsbringrnden Capitalien, festen Renten und Geschäftöuntcrnrhmungen, wobei der Antheil des (Spitals von dem der Arbeit nicht getrennt erscheint, wird vereinzelt nach dein Beispiele Englands mit cinem gleichmäßigen Steuersätze, nämlich 5) Procent belegt. Bei dem Einkommen aus Gebäuden und Grundstücken wird der unlängst eingeführte Zuschlag von einem Drittel, was bei dem nun gleichmäßig aus 16 Proccnt reducirtcn Steuersätze ungefähr 5 Prct. beträgt, als Einkommensteuer betrachtet, so wie andererseits dem Hypothekarschuldner die Einbringung der seinen Gläubiger betreffenden Quote der Einkommensteuer durch einen Abzug von 5 Prct. an dem Betrage der Jahreszinsen überlassen bleibt. Durch diese Anordnung wird die Emittirung und EinHebung der Steuer wesentlich vereinfacht, der Unterschleif vermieden und den Steuerpflichtigen die unliebsame Einbe-keuntniß „des gesammtcn Einkommens unter einer einzigen Nubrik« großenthcils erspart. Für das aus persönlichen Leistungen hervorgehende Einkommen ist dagegen eine dem preußischen System entnommene Waridelscala beliebt worden, welche das Ein-fommtn unter sechshundert Gulden gänzlich unbe-stcucrt läßt, von da bis lou si. i Prct. und für jedes Tausend mehr ein weiteres Procent festsetzt, das jedoch bei einem Einkomm,n von mehr als 9,000 fi. keiner weiteren Progression unterliegt. Da die früheren Gehaltsabzüge der Beamten mit der Einführung der Einkommensteuer aushören, und diese in den meisten Fällen viel weniger als jene beträgt, so erscheint die Lage des Beamtenstandes iin Ganzen durch die neue Maßregel in humaner Weise berücksichtigt. Bei dem Einkommen aus siren ^ Gcldrcnten ist ein Marimum von :i00 fi. von der Steuer befreit, so daß auch in dieser Hinsicht auf! die Verhältnisse des Bedürftigen Bedacht genommen ist Den Gcwcibtreibeuden wird die früher bezahlte Erwerbsteuer mit einem Drittel Zuschlag in die Einkommensteuer eingerechnet, wodurch den bei der Fassion in diesen Zweigen des Einkommens am meisten zu befürchtenden Untcrschleisen ein Gegend gewicht geschaffen wird. Zufolge der Natur eines provisorischen Gesetzes ist späteren Verbesserungen durch die gesetzgebenden Gewalten der Weg offen behalten, und man darf annehmen, da^ die Erfahrung hierin noch manche Vervollkommnung an bie Hand geben werde. Aber sch»>, „ ,».!<„.! läßt ^ dem Gesetze eine günstige Beurtheilung von Seite der öffentlichen Meinung prognosticiren, weil es mit Benützung der bewährtesten Ansichten und Erfahrungen der Neuzeit die Zwecke der Ge-rechtigkeit und Humanität durchgehend» im Auge behält. HrrtNsschml! Mrlttrn. Da seit 14 Tagen keine Erkrankungen am Brechdurchfalle mehr vorgekommen, und auch die beim letzten Abschlüsse, . bis 22. vorigen Monats 28 Personen von der Krankheit ergriffen , von denen !2 gestorben, 16 aber wieder genesen sind. Die Rechnung über die Verwendung der eingegangenen Sammlungsgclder, die sich auf 179 si. 2? kr. E. M. belaufen, wird nach ihrcm Abschlüsse nachträglich veröffentlicht werden. Klagenfurt am 5. November !8-l9. Von der Sanitats-Commission. W i e „ Wien, 5. November. Sicherem Vernehmen nach soll die definitive Entscheidung, ob die serbische Wojwodschaft ein eigenes Kronland oder ein An-ner zum Kronlande der Königreiche Cruatien, Slavonien und Dalmatien mit eigener Kreisrcgierung bilden werde, noch im Laufe dieser Woche, erfolgen. Der Patriarch Rajaeiö wird nach Beendigung dieser Angelegenheit, mithin in acht Tagen, nach Earlovitz abreisen. Auch Ban Iella5i<> dürfte sich höchstens 12 Tag noch in Wien aufhalten. Er begibt sich nach Agram, und wird als Ehef der erwähnten Landestheile und der Militärgränze die Eivilangelegcnheitcn leiten und zugleich auch das fünfte Armeecommando übernehmen. In Wien wird jctzi die czechische Sprache durch eigene Lehrer vorgetragen, und zwar: ander Universität durch Herrn Professor Schcmbera, und am polytechnischen Institute durch Herrn Professor Konecin,. An den Gymnasien bei den Schotten und in der Iofephstadt bleibt es den Schülern anheim gestellt, ob sie dem Vortrage der czechischcn oder italienischen Sprache beiwohnen wollen. Am akademischen Gymnasium wird im heurigen Jahre we-der czechisch noch italienisch vorgetragen werden. An dem hiesigen theologischen protestantischen Institute wird der Slovake Professor Kuzmani die practische Theologie in der czcchischen, deutschen und italienischen Sprache vortragen. In Agram und nicht in Laibach soll dem Vernehmen nach eine slavische Universität errichtet werden ; an freiwilligen Beiträgen zu dem ersorderli-cbcn Fonde ist bereits eine Million Gulden C. M. abgesammelt worden. Dic Besetzungsvorschlägc für die Stellen der neuen politischen Behörden sind bereits ohne Ausnahme im Ministerium eingelaufen, und die Erledigung der bezüglichen Anstcllungsgesuche wird nächstens erfolgen. - Wien, «. November. Vor Kurzem ließ sich die »Presse« aus Olmütz berichten, daß da-selbst cinc Purifications-Commission niedergesetzt worden sey, um das im October v. I. eingehaltene Benehmen mehrerer Individuen zu untersuchen. Man sollte glauben, die bloße Analogie mit der bekannten in Ungarn getroffenen Verfügung, wonach selbst solche Ossicierc, die bis zu bestimmten Ter-minen in den Reihen der Insurrection getämpst, jeder Verantwortung enthoben werden, möchte hinreichen , um dcr beruhigenden Ansicht, daß man vernarbte Wunden nicht aufzureißen gesonnen sey, Geltung zu verschaffen. Wie dem übrigens auch sey, so viel scheint ausgemacht, daß wenn irgend eine derartige Einleitung in Olmütz Statt gesun-den haben sollte, cs sich nicht um neue Untersu-chungen, sondern um muthmaßlich selbst angesuchte Rehabilitationen handelt. Die »Presse« von heute will wissen, daß es mit dem Theatergesetze nicht vorwärts gehe. Wir haben in Erfahrung gebracht, baß es nächstens un. ter Zuziehung dramatischer Notabilitäten in Bera. rathung werde gezogen werden. Eine nicht minder unrichtige Angabe desselben Blattes besteht darin, daß dcr Entwurf des Bür.-gerwehrgesetzes «— Mit Ungeduld wird in Constantinopel das Resultat der Mission Fuad Esscudis erwartet. Trotz aller umlaufenden Gerüste ist über diesen Gegenstand wenig Officicllcs bekannt. Der „Impartial« meint: Die Wärme, mit der man die türkische Angelegenheit in England und Frankreich erfaßte, hat in Constantinopel großes Aufsehen gemacht. Was ihn zu dem Glauben berechtigt, daß die Ausliefe-rungs.rage eine friedli.le Lösung erhalten wird, ist dieß, weil es ihm scheint, daß Oesterreich sich schon geneigt zeigt, von seiner Forderung abzustehen; man darf a^s) hoffen, daß der Hof von St. Petersburg nicht minder nachgebend seyn wird. — Macedonien ist ruhiger, man vernimmt wenig mehr von Piraten-Anfällen, und dcr Handel gewinnt Vertrauen zu sich selbst. Eine Regierungskutter befährt unausgesetzt das Meer, um die Sicherheit überall herzustellen. — Dagegen wird aus Larissa gemeldet, daß bewaffnete N.mden die griechischen Gränzen bcun-ruhigen; Bessim Pajcka hatte sich mit zwei Bataillons aufgemacht, um diesem Handwerke ein Ende machen. V ö l) m e n. Prag, 5. November. Die »Nar. Nov.« bringen an der Spitze ihres heutigen Blattes ein Schrci-den aus Wien, worin gemeldet wird, daß neuerdings eine Slovaken-Deputation aus der Zips in Wien angekommen sey. die aber vom Ministerium nicht so sehr die Gewährung politischer und nationaler Rechte als villmekr die Abschaffung der schmachvollen Stockvnigelstrafe verlangen will. Die Kos-sutd'schen Beamten, heißt es in jenem Briefe, seyen wohl ihrer Posten enthoben, an ihre Stelle aber Männer eingesetzt worden, die, wenn nicht ärger, doch gewiß eben so arg gegen die Slovaken hausen, a!s die früheren Kossuthianer. Mähre n. Brunn, 4. November. Gestern bekamen wir einen größeren Transport von ungarischen Kriegsgefangenen, meistens Husaren, zu sehen, welche theils nach Troppau, theils nach Znaim bestimmt seyn sollen. Die meisten waren an ihrer Uniform zu ken, nen; viele jedoch trugen die ungarische, vielmehr slovakische Kleidung, runden schwarzen Hut, Reiterstiefel und weißen Mantel. Das Husaren - Regiment Württemberg ist in seine mährische Station bereits eingerückt; eben so sammelt sich, wie ich höre, das Regiment Kaiser Nicolaus in Proßnitz, Das mährisch-schlesilche General-Commando verliert seinen bisherigen Adiutanten Major v. Koerder, den eine neue Bestimmung nach Wien und zwar unmittelbar an das kaiserliche Hosiager ruft. An seine Stelle kommt der Major und Corps-Adjutant Scudicr, derselbe, der Adjutant des Militär-Oder-commando's in Krakau bis November v. I., dann Adjutant des Graf Scklick'schen Corps in Ober-Ungarn gewesen ist, und in der Schlacht bei Ka-schau verwundet wurde. — Der bisherige Teschener Krcisvorsteher, Graf Atttms, ist unmittelbar durch das Ministerium deS Innern zum Districts-Ober-commissär in Pcsth ernannt worden, und vor zwei Tagen an seinen Bestimmungsort abgegangen. C r li a t i e n. Agram, N. Nov. Gestern ist hier ein Bataillon Ogulincr auf dem Rückmarsch in die Heimat eingetroffen. Heute sind die Sereffancr aus dem Montaner Distriete des Agramer Comitats nach Hause admarschirt. Dem „Pozornik" wird aus Wien vom 2l. v. M., im Widersprüche mit der am .'». d, nach demselben Blatte mitgetheilten Nachricht gcschlicben-. Das Schicksal unserer Wojwodschaft ist noch nicht entschieden, o. h. chee Gränzen sind noch nicht deter-minirt und auch nicht ausgesprochen: ob dieselbe ein selbstständiges Kronland bilden, odcr in irgend einen Bund mit den drei vereinten Königreichen treten werde. Heute gedenken die serbischen Vertrauensmänner einen Entwurf über die Eintheilung der Wojwodschaft in Districte mit Berücksichtigung der Nationalitäten dem Ministerium des Innern vorzulegen. Syrmien würde zwei Districtc bilden, beide serbisch. Die Ba^ka neun, zwei magyarische, einen deutschen und sechs serbische, mit Rücksichts-nahmc aus die nationale Majorität. Torontal sechs, einen deutschen und fünf serbische. Das Temesoarer Comitat ebenfalls sechs Districte, wovon zwei serbische, den Werschetschcr uno Temesvarer, einen deutschen und drei wallachischc. Die Eintheilung des Krasoer und Baranyer Comitats wurde gar nicht vorgenommen, da noch unbestimmt ist, ob ersteres lemals und in wie weit das zweite zur Woiwodschaft fallen werde. — Im höheren Auftrage werden hierauf die Berathungen über die Art und Weise dcr Grundentlastung in dcr Wojwodschaft beginnen. Aus Blagaj, l. Nov., wiro den „IVöl-ollli« I^nvii,«" Nachstehendes geschrieben: In dem benachbarten türkischen Gebiete rafft die Pest viele Opfer dahin. In Kladu,^ und ^tur-lin sterben täglich an 20 Personen, die frisch und gesund p ötzlich von der Seuche befallen werden und ihr alsbald als Opfer erliegen Diese Ver-heerungen haben sowohl im jenseitigen, als auch im dießseitigen Gebiete viel Furcht erregt, und der Handel, wie überhaupt jcder Verkehr mit den Tür. ken, liegt nun abgebrochen. Hier bei uns fürchtete man sich zwar vor dem fürchterlichen Uebel, doch hoffte man von demselben verschont zu bleiben, als es Plötzlich auch hier zum Vorscheine kam. In Slunj, Blagaj und Primi,5ilj sterben täglich i — 6 Leute. Die Commission, welche vom Regimente ausgesendet wurde, um die Krankheit zu erforschen, erklärt, daß eS nicht die Cholera, sondern die echte orientalische Pest sey, welche die Menschen hinrafft, denn der Leichnam werde sogleich schwarz. Gränzrr, die nahe bei Kladu>< aus der Cordonswache waren, erzählen, daß man dort die Todten in das Wasser werfe, (?) weil man unmöglich so viel Gräber graben könne. Im Dorfe Vali'5 sterben ebenfalls viele Leute, dahcr dort wieder große Kontumaz gehalten wird. Wir hoffen, daß bei dem Eintrine der strengen Kälte die Seuche aufhören werde. Ungarn. Pesth, 3. November. Einem Gerüchte zufolge, soll eine bedeutende Zahl Gravirter zur Weilern kriegsrechtlichen Behandlung von Arad hicher ge-bracht werden. Die meisten dieser Unglücklichen sollen ehemalige Abgeordnete des ungarischen Reichstags seyn. Es haben sich häusig Fälle ereignet, daß von Civil- und Militärbehörden willkürlich, auf bloße Gerüchte hin, daß diese oder jene Person sich eines politischen Vergehens schuldig gemacht, Verhaftungen eingeteilet worden sind, ohne sich weiter zu bekümmern, ob die Anschuldigung motivirt sey oder nicht. Damit diesen, nicht selten aus Privathaß entspringenden , schändlichen Verdächtigungen und Denunciationen Einhalt gethan werde, wodurch einerseits oft wegen Mangel an Beweisen kein Vergehen constatirt werden kann, anderseits solche Personen der überhäuften Geschäfte der Kriegsgerichte halber unschuldig eine mehr oder minder lange Haft auszustehen haben und ihren Familien und Geschäften widerrechtlich entzogen werden, hat da5 Armeeober» command» eine energisch gefaßte Verordnung ergehen lassen < der zu Folge künftighin keine unbegründete Verhaftung mehr vorgenommen werden darf. Alle Civil- und Militärbehörden sind nach derselben angewiesen, mit dein Arrestanten zugleich das motivirte Vergehen mit genauer Angabe der Zeugen schriftlich an das zuständige Kriegsgericht einzusenden. Die Verlautbarung dieser Verordnung, welche den Corps-commanden zur Pflicht geinacht wird, muß an alle Militär- und Civilbchörden bis zum letzten Dorf-notär erfolge«. — Die pünetlichstc Darnachachtung dieses Befehles wird allen Belwrden unter strengster persönlicher Ahndung eingeschärft. Die Beurlaubung der Officiere bei den in Ungarn stehenden Truppen ist sehr beschränkt und wird nur in erheblichen Fällen gewährt. — Morgen wird eine n?ue Paßordnung erscheinen, in den Formularien ist die bereits seit einiger Zeit verschwundene Rubrik „Ro ligion" wieder enthalten! Die Pässe für Reisende in Ungarn müssen in derjenigen Sprache mit deutscher Uebersetzung ausgestellt seyn, welche die herrschende im Orte ist; für Reisende in die übrigen Kronländer lind nach dem Auslande aber nur in deutscher Sprache. Die Dauer dieser Paßordnung gilt für den Ausnahmszustand. Pesth, l. November. Dcr amtliche Theil der »Pesty. Ztg.« publicirt die Reichsuerfassung mit folgender einleitender Proclamation des K. Z. M. Haynau: «In Erwägung, daß der mit allerhöchster Ent-. schließung Sr. Majestät des Kaisers vom !7. Oct. l. I. genehmigte, von mir unter dem 24. desselben Monats kundgemachte provisorische Verwaltung^ Organismus für das Kronland Ungarn auf der Rrichsverfafsuilg beruht, letztere aber zur Zeit ihres Erscheinens nicht im Unifange des ganzen Landes verlautbart werden konnte, indem die hierauf Bezug nehnunde Proclamation des k. k. F. M. Fürsten zu Windischgrätz vom 20. März I. I. nur den Bewohnern der von den k. k. Truppen damals besetzten Landestheile zur Kenntniß gelangt ist, so sinde ich gegenwärtig, wo durch die glorreichen Siege der kaiserlichen Waffen die Rebellion im ganzen Lande bezwungen und die rechtmäßige Regicrungsgewalt überall wieder hergestellt ist, die Verfassungs-Urkunde in dem ganzen Kronlande Ungarn hiermit feierlich zu verkünden, und habe die Verfügung ge. troffen, daß dieselbe in den landesüblichen Sprachen zur Kenntniß aller Einwohner gelange.« 723 Ich rufe dcn Bewohnern dieses Kronlandes bei dieser Gelegenheit die erhabenen Worte in das Gedächtniß, mit welchen Se. Majestät unser allergy digstcr Kaiser und Herr in dem Manifeste vom 4. März l. I. das große Werk der Wiedergeburt eines einheitlichen Oesterreichs durch eine das ganze Reich umschließende Verfassung allen seinen Völkern verkündigt hat: »Die Einheit des Ganzen mit der Sclbststän-„digkeit und freien Entwicklung seiner Theile, eine „starke, das Recht und die Ordnung schützende Ge-„walt über Das gesammte Reich mit der Freiheit »des Einzelnen, der Gemeinden, der Lander unserer „Krone und der verschiedenen Nationalitäten in „Einklang zu bringen, — die .Begründung einer »kräftigen Verwaltung, welche gleich weit von be-»engender Centralisation und zersplitternder Auflö-„sung den edlen Kräften des Landes hinreichenden „Spielraum gewährt und den Frieden nach Außen „und Innen zu schützen weiß, — die Schaffung „eines sparsamen, die fasten der Staatsbürger „möglicbst erleichternden, durch Oeffentlichkeit ge.-„währlcistetcn Staatshaushaltes, — die vollständige „Durchführung der Entlastung des Grundbesitzes „gegen billige Entschädigung unter Vermittlung des »Staates, — die Sichtung der echten Freiheit „durch das Gesetz, dieß sind die Grundsätze, von „welchen wir uns bei Verleihung der gegenwärtigen „Verfassungs-Urkunde leiten ließen.« „Wir zweifeln nicht an einer großen, segensreichen Zukunft dcs Vaterlandes. Wir vertrauen ,.dabei auf den Beistand dcs allmächtigen Gottes, „der unser Kaiseihaus nie verlassen hat. Wir vergrauen auf den guten Willen und die Treue unserer „Völker, denn unter ihnen bilden die Wohlgesinnt »ten die unermeßliche Mehrzahl, Wir vettrauen auf „die Tapferkeit und Ehre unse>cr ruhmwürdigen »Armee.' »Völker Oesterreichs ! Schaarct euch um eueren »Kaiser, umgebt Ihn mit eucrcr Anhänglichkeit und ^thätigen Mitwirkung und die Rcicksuerfassung wird ..kein todter Buchstabe bleiben. Sie wird zumBoll-»werke werden cuerer Freiheit, zur Bürgschaft für „die Macht, den Glanz, die Einheit der Monarchie. „Groß ist das Werk, aber gelingen wird es den „vereinten Kräften." Hauptquartier Pesth, den 1. November 18^9. Der Befehlshaber der k. k. Armee in Ungarn und Siebenbürgen. Haynau, Feldzeugmeister.« Siebenbürgen Herman nstadt, 29. October. Der „Sieb. Bote" bringt folgende amtliche Kundmachungen: Man hat schon mehrmalen versucht, die beim hiesigen k. k. Kriegsgerichte angestellten Herren Militärs mit namhaften Geldsummen bestechen zu wollen. Mit Mitleiden lind Bedauern wurden solche, -.. in einer vergangenen Praris übliche Mittel, zurückgewiesen Um jedoch diesen gemeinen Versuchen zu begegnen, warnet man hiermit Jedermann vor sicherer öffentlicher Beschämung und Bestrafung. Klausendurg, 25. October I6i9. Vom k. k. Militär.Districtscommando. Es ist dem Militärdistrictsc^mnando dienstlich zur Kenntniß gebracht worden, daß noch fortan von dcn für werlhlos erklärten Kossuthnoten sich nicht unbedeutende Summen in den Händen der Bevölkerung des Hermannstädter Militärdistricts befinden sollen, und die Inhaber solcher Papiere theils durch besondere Umstände an deren Abgabe verhindert waren, theils sich aus Besorgniß der zu erwartenden Verantwortung sie abzuliefern scheuen, da der hierzu bestimmte Termin bereits verstrichen ^' Dem zu Folge werden die Betreffenden erneuert aufgefordert, ohne weiteren Rückhalt, der dießfalls ^'gangenen Kundmachung Sr. Excellenz des Herrn Militär- und Eivilgouverncurs ll- russinischen Hauptversammlung aus Wien zu geben. Natürlich wird jeder Russine erfahien wollen, wie dieselben in Wien empfangen worden, und was sie ausgerichtet habent und dieß um so mehr, als überall hin das Gerücht verbreitet wird, daß man nichts zu erwarten habe, und daß auch dic gerechtesten Wünsche nicht werden erfüllt werden, sobald sich dic Negierung consolidirt haben wird. Wir läugncn nicht, daß unser Land Elemente be-hcrbcrgt, welche das allgemeine Interesse der Mom archie nicht auffassen, und den Feinden derselben solche Belege in die Hände spielen. Aber ganz anders verhält sich die Sache, wie sie unsere Depu-tirten in Wien, also an dcm Ausgangspunctc, zu erforfchen Gelegenheit hatten. Erfreulich ist es zu hören, daß unser geliebter und ritterlicher Monarch die Regierung solchen Männern anvertraut hat, welche das Gcsammtintcressc der Monarchie begriffen und sich zu Herzen genommen haben. Nicht dieser v0er jener Stand, sondern alle Staatsbürger und Nationen Oesterreichs werden im Auge behalten. Die .l.', Millionen, welche die Gränzen Oesterreichs umschlingen, sind der Gegenstand, um welchen sich die Regicrungsthätigkcit bei Tag und Nacht dreht, und dieses schon ist mehr als genug, um mit vollem Vertrauen sowohl aus der Stadt als auch aus dem Dorfe, sowohl aus dem Pallaste, als auch aus der ärmsten Baurrnhütte, sowohl aus Unterösterreich, als auch aus Ostgalizicn, sowohl mit dein Pfluge, als auch mit der Feder in der Hand, bei ruhiger Erwägung auf die Negierung Seiner Majestät hin-zublickcn. Wir haben noch zu bemerken, daß es un-ferm Deputittcn, dem Domscholasticus Michael Kuzicmski vergönnt war, die Bedürfnisse und gerechten Wünsche unserer russinischen Nation in den Ministerien freimüthig vorzutragen, und daß er überall mit herzlicher Theilnahme angehört worden. Wir vernehmen mit Entzücken, wie er allenthalben unter Freunden zu seyn das Glück hatte. Es wird gewiß unserer russinischen, so lange unbeachteten, ja verspotteten Nation wohlthun, sich so geehrt zu sehen. Rechtliches Wandeln kann nur Achtung ver-schaffen, und sogar die Feinde müssen es anerkennen. Während die Regierung unserer Nation aufrichtig unter die Arme greift, um sie von ihrem Jahrhunderte alten Elende zu befreien, erwartet sie auch von ihr, daß sie zu ihrem Wohle eifrig und redlich mitwirken, dabei aber, wie bisher, jedem Andern neben sich alles Gute gönnen, und ihre bedächtigen Hoffnungen nie aufgeben werde.« Königreich Sardinien. Die „Lcgge" meldet aus Turin vom 25. October '. Wir haben in Erfahrung gebracht, daß die chrenwcrthen Dcputirten der Linken, die Herren I»sti und Iacqucmond, von Sr. Majestät in einer Privataudienz empfangen worden sind. Wir ersehen hieraus mit großem Vergnügen, daß bei uns der Gebrauch aller constitutioncllcn Länder einheimisch wird, daß die Deputirten der verschiedensten Gesinnungen einen ehrfurchtsvollen und wohlgeneigten Verkehr mit der Krone unterhalten. S ch w e i.;. Bern, 30. October. Letzten Sonntag bat sich dahier ein sehr trauriger Fall ereignet. Flüchtlinge bekamen beim Tanze mit Einheimischen Streit, der in eine Schlägerei ausartete. Ein Flüchtling zog das Messer und verwundete zwei Bcrner so stark, daß einer davon noch dieselbe Nacht im Spital starb. Ob der Flüchtling im Zustande der Nöthwehr war, muß die Untersuchung zrigen. Der hiesige Pö- bel wollte aber das Urtheil des Richters nicht abwarten. Gestern Nacht versammelte sich eine große Masse Volks aus dcn niedern Ständen und wollte das Kornhaus, wo die Flüchtlinge untergebracht sind, stürmen. Glücklicher Weise ist das Haus sehr fest und die Eascrne ganz in der Nähe. Nach großem Lärmen und Schimpfen fand die vernünftige Anrede mehrerer Bürger Gehör, und lie Menge verlief sich, ohne daß Waffengewalt angewendet werden mußte. Der »Schweizer Bote« berichtet eine Gränz-verletzung durch einen badischen Gränzaufseher. Zwei Knaben, welche auf der Rheinstraße einhergingen, erblickten an dcm badischen Rheinufer, Engen gegenüber, einen Gränzaufscher im Gebüsch, mit Suchen beschäftigt. In dcr Vermuthung, daß er nach Schmuggelwaren suche, riefen sie ihm über den Rhein hin» über zu: er möge nur suchen, er werde dock nichts finden. Der Aufseher griff sogleich nach seinem Ge-wehr und spannte den Hahn, woraus die Knaben hinter einer Tanne Schutz suchten. Unmittelbar darauf siel ein Schuß, und die Kugel drang mitten in die Tanne ein, hinter welcher die Knaben sich verbargen. Der Kleine Rath hat diese Gedietsoer-letzung dem Bundesrath beschwerend zur Kenntniß gebracht. (Dest. Corr.) Frankreich. Paris, 1. November. Nachstehendes ist der Inhalt der Botschaft des Präsidenten der Republik, worin dcr Ministcrwechsel angekündigt wird, und welcher der gesetzgebenden Versammlung am Schlüsse ihrer heutigen Sitzung von dem Präsidenten, Hrn. Dupin, mitgetheilt wurde: „Herr Präsident'. Bei den schwierigen Verhältnissen , in denen wir uns befinden, kann der Einklang, der unter den verschiedenen Staatsgewalten herrschen muß, nur dann aufrecht erhalten werden, wenn sie sich, von gegenseitigem Vertrauen beseelt, einander gegenüber offen aussprechen. Um das Beispiel dieser Aufrichtigkeit zu geben, setze ich die Versammlung von den Gründen in Kenntniß , die mich bestimmt haben, daß Ministerium zu wechseln (Hört! Hört!), und mich von Männern zu trennen, deren ausgezeichnete Dienste ich mit Vergnügen öffentlich anerkenne, und denen ich Freundschaft und Dankbarkeit gewidmet habe.« (Sensation.) „Um die von vielen Seiten durch dic Anarchie bedrohte Republik zu befestigen; um die Ordnung wirksamer, als es bisher geschehen ist, sicher zu stellen; um im Ausland dcn Namen Frankreichs auf dcr Höhe seines Ruhmes zu erhalten, braucht man Männer, welche, von einer patriotischen Hingebung beseelt, die Nothwendigkeit einer wesentlichen und festen Leitung aus einer klar außgcspro-nen Politik (Agitation) begreifen, welche die Regierung durch keine Unentschlossenheit gefährden, welche eben so auf meine eigene Verantwortlichkeit wie auf die ihrigen, und auf das Handeln wie auf das Reden bedacht sind." (Neue Bewegung und kurze Unterbrechung,) „Seit bald einem Jahre habe ich hinlängliche Beweise von Selbstverläugnung gegeben, als daß man meine wahren Absichten mißverstehen könnte. Ohne Groll gegen irgend, «ine Individualität, wie gegen irgend eine Partei, habe ich Männer von den verschiedensten Meinungen ans Ruder gelangen lassen, aber ohne die glücklichen Resultate, die ich von dieser Zusammenstellung erwartete, zu erzielen. Anstatt cine Verschmelzung der Nuanzen zu bewirken, habe ich nur eine Neutralisirung der Kräfte erhalten. Die Einheit der Ansichten und Intentionen ist gehemmt, der Geist der Vcrsohnuna ist für Schwäche genommen worden. Kaum waren die Straßcngefahren vorüber, als man sah wie die alten Parteien ihre Fahnen wieder erhoben ihre Rivalitäten wieder erweckten, und das Land durch Ausstreuung von Bcsorgmß allarmirten In- 526 mitten dieser Verwirrung sucht Frankreich, denn-ruhigt, weil es keine Leitung sieht, die Hand, den Willen des Erwählten vom l0. December. Dieser Wille kann sich aber nur dann kund geben, wenn ganzliche Gemeinschaft von Ideen, Ansichten, Ueberzeugungen zwischen dem Präsidenten und seinrn Ministern obwaltet, und wenn die Nationalversammlung selbst dem Gedanken der Nation sich beigesellt, dessen Ausdruck die Wahl der erecutiven Gewalt gewesen ist.« (Lärm zur Linken.) «Ein ganzes System hat am 10. December gesiegt..." Herr Desmousseaur de Givr«-. Und am 13. Mai:^ Herr Dupin (in der Lecture der Botschaft fortfahrend) denn der Name Napoleon ist für sich allein ein ganzes Programm. Er will sagen: Im Innern Ordnung, Autorität, Religion, Wohlfahrt des Volkes; n.-.ch Außen Nationalwürde. Diescr Politik, die durch meine Wahl iiuiugurirt worden ist, will ich mit dcm Beistand der Versammlung und dem des Vo kcs den Sieg verschaffen. Ich will des Vertrauens der Nation würdig seyn, indem ich die Constitution, die ich beschworen habe, aufrecht erhalte. Ich will dem Lande durch mcine Loyalität, durch meine Ausdauer und durch meine Festigkeit ein solches Vertrauen einstoßen, daß die Gesckäste sich wieder beleben und daß man an die Zukunft glaubt. Der Buchstabe einer Constitution hat ohne Zwciscl cincn großen Einfluß auf dieGe-schicke eines Landes: aber die Art, wie sie ausge» führt wird, übt vielleicht eine noch weit größere aus. Die größere oder geringere D>nicr der Ncgie-rungsgewalt trägt mächtig zur Stabilität der Dinge bei, aber auch durch die Ideen und die Grundsätze weiß die Regierung es dahin zu bringen, daß die Geslllschaft sich beruhigt.« »Richlen wir demnach die Autorität wieder auf, ohne die wahre Freiheit zu beunruhigen. Beschwichtigen , wir dic Befürchtung, indem wir kühn die schlechten Leidenschaften bändigen, und allen edlen Instincten eine nützliche Richtung geben. Befestigen wir das religiöse Princip, ohne etwas von den Errungenschaften der Revolution aufzugeben und wir werden das Land, trotz den Parteien, den Ambitionen, und selbst den Un-Vollkommenheiten, die unsere Institutionen noch enthalten dürsten, retten" »Louis Napoleon Buonaparte. Die »Independance« berichtet aus Paris vom 2. November: Die Ausregung in Paris beginnt sich zu legen, wenn es überhaupt eine solche gcge-ben, und das durch den schnellen Entschluß res Präsidenten der Republik veranlagte Gefühl nicht besser als Verwunderung und Erstaunen bezeichnet werden sollte. Wie dem nun immcr sey, so verschwindet auch bereits jenes Erstaunen, so daß in der gestrigen Sitzung der Nationalversammlung die erwarteten Stürme völlig ausblieben. Hr. General d'Hauptpoul hat in seiner Eigenschaft als Aeltester> des neuen Cabincts das bezügliche Manifest über, die eben creirte Administration verlesen. Es gleicht dieses Actenstück den meisten dieser Gattung und stellt eine Art gemoderten Umschreibung der Präsi-dmtmbotschaft dar, in welcher das Ministerium im eigenen Namen sowohl, als auch in jenem des No' gierungschefs den Wunsch ausspricht, Hand in Hand mit dcr Majorität der Nationalversammlung gehen ^ zu wollen, und zahlreiche Versprechen für die Auf-! rechthaltung der Ordnung und Förderung der all-! gemeinen Wohlfahrt aufstellt. Diese Erklärungen haben sich im Durchschnitte einer ziemlich günstigen Aufnahme erfreut. Mit Ausnahme der ungeduldigsten Anhänger der vcrschic.-! denen Fractioncn scheinen die Parteien mit ihrem! Urtheile zurückhalten und Thatsachen abwarten zu! wollen. Die 5!inte hat sich jedoch einiger Maßen feindlicher ausgesprochcn als die Neckte, welcher Umstand durch die Erklärungen des Generals d' Hautpoul, die Ordnung durch Befestigung der regierenden Macht ausrecht erhalt n zu wollen veranlaßt wurde. Die Majorität scheint zur Unterstützung des neuen Cabinets nicht abgeneigt zu seyn, wozu die Furcht beitragen mag, daß der Präsident für den Fall einer von ihr ausgehenden Opposition, sich der Linken in die Arme werfen dürfte. Einige exaltirte Parteigeister waren jedoch jetzt schon für unmittelbares Beginnen des Kampfes; einer derselben soll sogar, was uns zwar unglaublich erscheint, den Antrag gestellt haben, das Cabinet in Anklagestand zu versetzen. Jedenfalls ist es den Führern der Rechten gelungen, diesen unzeitigcn Eifer derart zu dämpfen, daß die gestrige Sitzung, wie wir bereits berichtet, ruhig vorüber zu gehen vermochte. Eine Interpellation über die Ursachen des Sturzes des nun entlassenen Ministeriums wurde wohl angekündigt; über das Schicksal derselben ist m.in jedoch durch die Eilc, mit der Herr Dupin die Sitzung beendigte, im Dunkeln geblieben. So wollen einige Abendblätter behaupten, daß die Interpellation zurückgezogen wurde; die »Patric« hingegen vcr. sichert, daß sie bloß bis zur Montagssitzung verschoben worden wäre. Der Präsident dcr Republik hat die Einladung des Herrn Barrot zu einem Dincr in den Sälen des Justizministeriums angenommen. Herr Rouchcr wird den Vorsitz bei diesem Bankette führen. Das neue Cabinet hat sich heute Morgens im Elyseepallaste versammelt. Klapka befand sich gestern in Paris. Dcm Vernehmen nach reiste er bereits wieder nach Hamburg zurück. Die Cholera richtet fortwährend große Verheerungen in Algerien an. In Oran sind am 21. Oct. 228 Personen der mörderischen Seuche erlegen. Die vom panischen Schrecken ergriffenen dortigen Einwohner flüchten in dic Umgegend. Es mangelt an Todtcngräbcrn, so daß Soldaten aus den Strafcompagnien hierzu verwendet werden mußten. Paris, 3. November. Heute fand in dem Iuflizpallastc die feierliche Installation der Magi-stratur und ihre neue Vereidigung Statt. Die obersten Gerichtshöfe von Par^s waren in ^»i^oi-«' zugegen, die Appellhöfe der Departements waren durch ihre Präsidenten und die Generalprocurato-ren vertreten. Die höchsten Würdenträger dcs Staates , die Mitglieder des diplomatischen Corps, des Staatsrathes und eine Anzahl Mitglieder der Nationalversammlung wohnten der Feierlichkeit bei, die um 19 Uhr mit einer Messe in der Capeliedes Pallastes begann. Der eigentliche Act der Install lalion, der im Saale dcr Pas Pcrdus Statt fand, wurde durch eine Rede des Iustizmiilistcrs Rouher eröffne^. Nachdem die Eidesleistung erfolgt war, ergriff der Präsident der Republik das Wort. wies darauf l)in, wie d:e Organisation der Justiz und das Prinzip dcr Unabsctzbarkeit der Richter alle politischen Stürme überdauert habe, und schloß mit den Worten: »Sic k^ren wieder in Ihre Departements zurück; nehmen Sie die Ueberzeugung mit, daß wir die Zeit der Revolutionen überwunden haben, und daß die Zeit der Verbesserungen, welche die Catastrophe verhüten, gekommen ist. Wenden Sie mit Festigkeit, aber mit dcr größten Unparteilichkeit die schützenden Bestimmungen un° serer Gesetzbücher an. Möge es nie unbestrafte Schuldige, noch verfolgte Unschuldige geben Es ist Zeit, wie ich sch»n bei einer andern Gelegen-heit sagte, daß die, welche das Gute wollen, Vertrauen fassen, und daß die, welch? ihre Meinungen und ihre Leidenschaften an die Stelle des Na. tionalwillens setzen möchten, sich resignircn. Wenn Sie Gerechtigkeit in ihrer edelsten und vollsten Bedeutung überall walten lassen, meine Herren, so werden Sie damit viel für die Befestigung derRe-public thun, denn Sie werden in dem Volk die Achtung vor dcm Gesetz, die erste Pflicht, die erste Eigenschaft eines freien Volkes kräftigen.- Die zahlreich versammelte Menge empfing den Präsidenten, als er den P^llast verließ, mit dem Ruf: »Es lebe die Republik!" Nur schr vereinzelte Stimmen riefen: »Es lebe Napoleon!" Vsmamschcs Neich. Dem ..Wanderer" wird aus Constantinopel vom 27. October geschrieben: Es sind so eben Nachrichten von Fuad-Effendi aus St. Petersburg angelangt; sie lauten dahin: Er (Fuad-Effcndi) entnehme aus dem ersten Gespräche, das er mit Herrn Nesselrode in Betreff der Flüchtlinge gepflogen habe, daß dcr russische Kaiser auf der Auslie-rung nicht wcitcr bestehe, daß der Friede aus diesem Anlaß nicht werde gestört werden. Wiewohl diese Nachrichten beruhigend lauten, kann man sie doch nicht als Erledigung der schwebenden Schwierigkeit ansehen. Einerseits hat sie nicht den Charakter dcr officicll ausgesprochenen und bindenden Erklärung Rußlands; andererseits ist die Grundlage dcr Verständigung, ob nämlich die Vertreibung oder Zulandelassung verlangt wird, nicht angegeben __ auch nicht die Bedingungen, unter welchcn'Rußland von seinem ersten Verlangen abstehen werdc; — und dieß ist ein Umstand, der für das politische Europa nicht weniger beruhigend ist, als selbst die Gewißheit eines Krieges. Die in Constantinopcl gangbare, vermuthlich aber geflissentlich verbreitete Nachricht ist, daß Rußland sich mit der friedlichen Lösung der angeregten Frage bgnügcn werde — wenn dic Türkei ihr Recht der Oberherrschaft auf die Donaufürstenthü-mer aufgibt, und ihre Selbstständigkeit unter Rußlands Protectorate anerkennt. - - Wir hoffen, daß dieses Gerücht keinen Bestand habe, doch regt es nunmehr die Gemüther auf, und sollte es wirklich im Planc Rußlands licgcn, derart die bestehende Schwierigkeit zu ebnen, so könnte, dieß Anlaß zu neuen unabsehbaren Verwickelungen werden. Frankreich und England scheinen zu befürchten, daß die ganze Emigration sich in die Arme des Islamismus weifen werdc — sonst würden sie die Türkei von ihrem Vorhaben, das polnische Element < bei sich zu behalten, abwendig zu machen suchen, und sich mit den nordischen Mächten über ihre Vertreibung leicht verständigen können. Diese Befürchtung ist auch Ursache, warum man der gewaltigen Vertreibung, die freiwillige Entfernung der Polen durch verlockende Anerbietung dcr Reisepässe, nach Frankreich durch Herbeischaffung der Ueberfahvtsko-sten vorzuziehen bemüßigt zu seyn scheint. Telegraphischer <5ours - Bericht dcr Staatspapierc vom 8. November »8-19. ' Mittlpr. in (5M StaatsschiM'crschn'iblmqm ;u 5» M. (in CM,) l)3 h/« bettn .. 4 1./2 „ ,. M 1^2 dctto ., 4 „ .. 75 1/4 Darlclmi mit Vcrlosnng v, 5. 1834, fur 500 si. 8l5 d.tto dttw ' „ !«:!!>, .,250'., 282 1/4 Wien. Etadl-Banco-Obl. ;u 2 1/2 M. (in («M.) 50 Wechsel-Cours vom 8. November «849. Amsscrram. für 100 Thaler Current, Rtt'I. !50 1^i 6>. 2 Monat. Augsburg. fur <<»0 C>'»!o>',i Cur., ^"ld. 10« llso. Frankfurt.i.M.. für <20 fi. sudd. ^.r- clns-Väbr. im 25 1/2 ft. 5uß. (Huld. 107 1/2 Bf. 3 Munat. G.nna. fur 300 muc Pn'immt. ^itv, Guld. l24 ^ Af. 2 Monat. Hamburg, fur 100 Thaler Äanco. Nlhl. 1.',« 2 Monat, ^ivoriio, für 300 Toocanische Lire. (^uld. 105 1/2 2 Monat. London, für 1 Pfund Ztcrlinq, ^!>lld. 10-5! 'A. 3 Monat. Mailand für 300 Oesterreich, i^ire, «Auld. «8 ^. 2 Mouat. Marseille, für 300 Franken, . ft'uld 127 1./^ Bf. 2 Monat. Park<. fur 300 Franl.». . . ^uld. 128 As. 2 Mona«. Staat5papicrc vom 9. November !849. Staat^schuldvnfchveil'iin^c» zu .', i^l.liu^M.) !N H/4 rttto ;n 4 1^'2 ., „ 84 dctto „ 4 ,. „ 7.'» l/2 dctw „ 2^,2 „ „ 4« Darich.>i mil Vcrlofun^ v. ). 1834, für 500 fl. 821 l/4 dctto ., 18N» „ 2.')l» „ 283 1/3 Win,. Ttadt-Vanco-Dbl. zu 2 s^t. (in CM.) 40 Obligat. d.r allg. und um,ar. ^i 3 p«^». > — bofs.imimr, dcr ült.r.n lom- „21/2 „ l ,50 bardischen 3chuldc!i, der in ., 2 l^/4 ., ^ — /slorcnz und Gcnua auM- „ 2 „ l ^. iwmnu'M'ii Aülchm . . „ l : (5unc<, von Bchimu. Mäh- l „ 2 1/2 „ ^. rcn. 3chl>>ull. St.in'marf, » „ 2 1/4 „ f Kärntm, , 4« d.'sWun. ^brrkammcramtcs ^ ,. l 3/4 ,, ^ Verleger: Ign. Al. Kleinmayr— Verantwortlicher Nedacteur !>»'. I o h a n n H l a d n i k. X <2 ^ /^W>- K. K. Hntto.;iehnngcn. I" Giah aul 7. November 1849: 4. 26. 44. 57. 90. Die il^chüe Ziehung wird an', 2l. November 1^49 ln Gra^ .qehallrn werdeil. In Wi.n am 7. Nooemder 1649: «U. 77. 3« 21. 49. Die nächst»- Zlchuil^ wird am 21. November 18 l9 in W>l'n g^)cllc»n w.ro^ll. Fremden-Hll.;eige der hier Augekummeueu und Abgereisten. A nl 5. November Itt ^ 9. Hr, Io:,aim Plascht, Bcamle, von Gnitz nach Trieft. — Frau Theres Ftl.nia, Einnchmcrs-Gat tin, von Men nuch Paoul,. — Hr. Morg (^hii- stalme, Illgliüeur; — Zl^u u, Offciny, '^'rivlite, — mW Hr. Freihnr v, Dieditsch, sentier; alle i! bl)n Wien nach priest. — Hr. Krielrich Graf von Herberstein, k. t Ho,rath, von Tilcst nach Wien. Am 65 Hr- August Kirste, Privat, von driest nach Gra^. — Hr. Johann Hmwvigl), Handelsmann, von Wicn nach (äilli. — Hr. Älo>3 !)ioßi, — und Hr Johann Peilizi, Privatiers, beide von Tuest nach Wien. — Hr. Franz Lallan , ^pandl -Agent, von Kl.'genfurt nach Gratz. — Hr. ,ohann Wttselberger, ^anvelsmanl,, von Klagenflirt liach Trieft. — Hr. Ios. Wallinger, — lino Hr. <öaN Galle, Handtlskute; beide von Wien lwch priest. Am ?. Hr. Ios Vittl, SpilalöVelualter; — Frau Johanna Knutz, HiudlVAglntenS Gattin; — ^r. Alexander Wulto, .yaiid.lSmann, — lino Hr, Herman Köhler, Doctor oer Med.; alle 4 von Tricst nach Wien. — Hr. TX^vid Eisner, Handelsmann,, von Fiunie nach Wien. — Hr. Graf (Kdm.ro vo» Zichy; k. k. Kmnmerer, von Wien nach Florenz. — Hr, Johann Anderiocha; — Hr. Johann Stewart, Rentiers, — uno Hr. Franz Syilges, Ingenieur; alle 3 von Wien nach Triest. — Frau Maria Klin gcr, Handclsir.n<, nach Wien. — Hr. Michael Onitsch, Handl,--Agent, nach Tricst. __ Hr. Adolph .'Xoscnbach, Handl. ^genc, von Klagcnsurt nach Salzburg. — H>r. Franz Graf v, Sbruglio, Privat, nach Monf.'lcone. — Hr. Igna^ Scarva, Handels-mantl, nach ^> örz Am «j. Hr, ^ernadettl, Dr. der Rcchte, von Gratz nach Triest. — Hr. Friedrich Gabe», Han-dclsmann, von Wien n.ach Triest. ,.. Hr. Gabriel Pohl, Privat, von Tricst nach Groß. Am 9. Hr. Alois St.'llcr, H.n,dl-Agenl, — lmd Hr. Leopold Tomiz, Priuat / be^de von Gratz nach Tritst. — Hr. Aloiö Dorligo, Privat, von Nien nach Triest. — Hr Franz Negro, Handels' mann, von Udine nach Wien. Veneichmß der hier Vcrstarl'enen. Den l. Hlov ember l849. Helena Suetitz, Inwohnerin, alt 7ä Jahre, in der Kapuziner' Vorstadt Zir. i 3, an der Lungenlahmung. Den 2. Johann Ascher, Sträfling, alt 26 Jahre, im Strashause Nr. 47, am Abdominal-Typhus. — Peter Zherne, Taglöhner, alt ^»2 Jahre, im Civil-Spital Nr. l, an der Cholera. Den 3. Johann Ußenig, Bäcker öehrinnge, alt l^ Jahre, im ^ioil Spital ^Il'r. i, am Typhus. — Maria Staffer, Halbhüblersweib, all 6i Jahre, am Moorgrunde Nr. l^, — l«. Gertraud Skaller, Tag-löhnerswcib, alt ^0 Jahre, in der Tyrnau-Vorstadt Nr. 56; beide an der Cholera. — Apollonia Klelne»-zhizh, prov. Aliiseherswitwe, alt ^8 Jahre, in der Stadt Nr. 64, an dcr Lungenlähmung Den 4. Georq Mifchitz, Taglöhner, alt 70 Jahre, im Civil Spital N--, l, am Schl.'gfluß. — DlM Anton Ott, Ti!glöl>ner, fein Weid M:z Den 7 Bartholomä'us Omann, Sträfling, alt 34 Jahre, im Strafhause ylr. 47, an der Auszehrung. -. Anna Kumer, Sträfling, alt 42 Jahre, im Strafhause Nr. 47, an dcr Brustwasserfucht. — Dem Franz Voucha, Taglöhner, sein Weib Maria, 'Ut 33 Jahre, in der Kratau-Vorstadt Nr 45, —! und Andreas Srdcy, Taglöhner, alt 72 Jahre, m der KrakaU'Vorstadt Nr. 59; beide an der Cholera, Im k. k. Militär-Spital. Den 2. November 1849. Daniel Schlögel, Gemeiner vom E. H. Franz Carl Inf. Reg, Nr. 52, alt 26 Jahre, am Typhus. — Johann Garabetz, Gcmcincr vom O, H. Franz Carl Inf. Neg. Nr. 52, alt ^2 Jahre, am Dnrchsall. — Vince>,z ivoschitsch. Gemeiner vom Prinz Hohen-lohe Inf. Reg Nr. 17, «It 25 Jahre, am Typhus. 1 — iiazo Griatovich, Gemeiner vom Sluiner Gran^ j Negimrnte 9ir. 4, alt 2? Jahre, an der Lungensuchr. Den 3. Andreas Hametner, Gemeiner vom Wohlgemut!) Inf. Ncg, Nr. l4, alt 78 Jahre, an der Lungrnsncht. — Franz K^zhiasch, Gemeiner vom Prinz Hoden lohe Inj gieg. Nr. I?, alt 2l Jahre, an der Lungensucht. Den 4. Joseph Zestnig, Gemeiner vom Prinz ^ Hohenlohe Ins 3teg. sir. 17, ait 25 Jahre, am! DurchfaU. ^ Den 5. Andreas Puppos, Gemeiner vom E. H. Franz Carl Inf. Reg. Nr 52, alt 3 Jahre, an der W>»sscrsncyt.— Joseph Boni, alt 27 Iadre, und Johann Rosini, alt 25 Jahre, Gemeine vom Graf Haug'vitz Inf. Reg. Nr. 3« ; dcioe am Typhus, sterbend überbrachl. - Franz Drenscheg, Gemcioer vom Prinz Hohenlohe Inf, Reg. Nr. i7, alt 26 Jahre, am Zehrsieber. Den 6. Joseph Louschel, Gemeiner vom Prinz Hohenlohe Inf. Reg. Nr. 17, alt 3l Jahre, am Typhus. — Johann Pollack, Gemeiner vom Groß' fürst Constantin Inf. Reg. Nr l8, alt 24 Jahre, an der Lungensuckt Den 7. Alexander Adoditsch, Gemeiner vom E.H. Franz Carl Inf, Reg. Nr. 52. alt ,9 Jahre, — und Johann Ischernitsch, Gemeiner vom Prinz Hohen-lohe Ins. Reg. Nr. ,7, alt 25 Jahre; beide am Typhus. — Johann Dbreschnig, Arrestant vom Prinz Hohcnlohe Inf. Reg, Nr. 17, alt 3l Jahre, am Wundstarrkrämpfe. Z. 2027. (2) D^°lSmpfehlenswerth ^ für Gast- und Kaffehhausbesitzcr, Handels- und Geschäftsleute, Dikasterien und Alle der Post sich häufig Bedienenden, die Postcouröcarte von Krain ! und Kärnten, welche die verschiedenen Posten, ! ihren Abgang und ihrc Ankunft bti den Postäm-! tern dieser Länder, sowie den Verkehr der beiden Eifmdahnzüge auf der Strecke bis Wien, dann die Post - Eisenbahn - Fahrpreise darstellt. Vorrä'chig noch bei allen Buchhandlungen Laibachs. 3. 2048. (l) Bekanntmachung. Unttrzciä'ncl.-r mackt dem verehrungswürdigen Publikum bekannt, daß cr Pianoforte zum Ausleihen und Verkaufen, in der Größe zu 6'^ Octaven, vorrälhig hält. Er verspricht in Allem die billigste Bedienung und empfichlt sich zu ge-neigten Aufträgen. Ioh. Schweitzer, Klavm'macher, hinter der Echieß-stätte Nr. 92. Ill ,/LsFF. «^l- FT/es/l»ltt»/I''L Buchhandlung ist so eben erschienen und zu haben: fur öns 3ll^)V Ä^OIG. Meis in Brieftaschen-Art gebunden ...... 8 kr. ,. Schuber ...... ...... 10 « Ferner wird daselbst in eleganter Ausstattung und fürs Jahr 1850 sehr vermehrt nächstens erscheinen: Laibacher für 1854), wovon die l>. '1. Abnehmer vorhinein in Kenntniß gesetzt werden. 3. 2026. (3) Am Sonntag den 11. November wird das große Cinkchrgasthaus im Coliseum zum crsttn Male eröffnet. Viele schöne eingerichtete Zimmer sind zur Aufnahme bereu; die großen Speise-und Casieterlc-Localiläten, noch mehr aber eine prompte und billige Bcdie-Uung werden jeden p. 'l', 3?cifcndcn befriedigen- Ein Omnibus, mit der Aufschrift: „Coliseum," wird am Bahnhofe bereit stehen, um die Reisenden abzuholen. (Z. Laib. Ztg. Nr. ,35.) 728 Gukernial-Verlautbarungen. Z. 2057, (») 2<1Nr. 62«! « Gub.Nr.2I5pl-cixiin«nivo Ko-stenüberschlägc, Pleistabellen, allgemeinen und besonderen Baubedingnisse und die Baubeschrci-bung eingesehen, selbe wohl verstanden habe, und sich genau darnach benehmen wolle; zu welchem Behufe er die erwähnten Documenle noch vor der Ueberreichung des Offertes unterschrieben habe. — Die gedachten Behelfe werden bei der Section für die Staatseisenbahnen zu Wien in den vormittägigen AmlsiNlnden von 8 bis 2 Uhr, zur Einsicht für die Offercnten bereit gehalten. — 5t) Dem Offerte ist auch der Erlagsschein über das bei dem k k. Universal - Cameral - Zah'amte in Wien oder bei einem Provinzial» Camera!-Zahlamte erlegte Vadium mit 5 P.rcent von der annäherungsweise ausgemittclten Bausumme bei-zuschlicßen. — Das Vadium kann übrigens in Barem oder in hierzu gesetzlich geeigneten österreichischen StaalSpapicren nach dem Börscwerthe des dem Erlagstage vorausgehenden Tagcs (mit Ausnahme der nur im Nennwerthe annehmbaren Obligationen der Verlosungs.'Anlelen von den Iabren 1834 und 18.4N) erlegt werden. Auch können zu diesem Behufe gehörig nach dem Pa-ragraphe 1374 des a. b. H, B. versicherte hypothekarische Verschrcibrmgcn, welche jedoch vorher in Beziehung auf ih:e Annehmbarkeit von der k. k. Hof- und Nieder ° Oesterreichischen oder von einer Provinzial - Kammer' Pro.uratur geprüft und anstandslos de,linden worden seyn müssen, beigebracht werden. — U) Die Entscheidung ürer das Ergebniß der Concurrenz-Verhandlung wird von dem hohen Mmstcrium für Handel, Gewerbe und öffentliche Bauten nach Viaßgabe der An nehmdcnkcit dcr Offerte und der Vertrauungs-Würdigkeit des Osscrcnten crsolgen. — Bis zu dieser Entscheidung bleibt jeder Osserent uom Tage des überreichten Anbotes fur dasselbe, sowie auch dazu rechtlich verbunden, im Falle als sein Anbot angenommen wird, den Vertrag hiernach abzu- schließen. — 7) Das Aadium des angenomme nen Anbotes wird als Caution zurückbehalten werden, wenn der Unternehmer nicht etwa (was ihm gegen besonderes Einschreiten freisteht) die Kaution in anderer gesetzlich zulässiger Art bestellen will. — Die Vadien der nicht angenommenen Anbote werden sogleich den Offerenten zurückgestellt werden. Von der k. k. Section für den Staatseiscnbahnbau im Ministerium für Handel, bewerbe und öffentliche Bauten. Wien den 1. November 1»49 Z. 2042. (1) Nr. 20634. Kundmachung. Bei der vom Johann Thaler v, Ncuchal, gewesenen Landraihc m Krain, und drss^n Gemahlin Maria, geb. v.Poiareli, unterm 9.Sept. 1 Platz ^)r. 22 st. 3U kr., vom Beginne des Sckuljahns l^"'5o ju l^esch^n. ^~ Dcr Genuß dieses St'pen diums, n?0!,u das Präsentationsrecht dem Aeltesten aus der Famill'e Thaler v Neuthal, und nach Aus-sterben derselben jenem aus der Familie Posareli ,;. Nc'vember d. I. be« diesem Gudernium zu über reichen. — Vom k. k. illyr. Guderxium. Laibach am 3U October 1849. Z. 20tW (4) Nr. l15:i^, ^ ltt^5. Edict. Von dem Iustizmagistrate der k.k. Hauptstadt Gratz, als Abhandlungs-behörd nach Hrn. Alois Remschmid, würd über Einschreiten des Berlaß-curators Hrn o^. Schmereck, d« ^)i^(.^ il. d. M., Z. 11533, die Versteigerung der in den beiden Kellern im Verlaßwemgarten zu Pickern erliegenden 1400 Eimer aus den I.1822, 1839, i846,1847 und 1848, mit Ausnahme einiger Eimer Sauritscherund Kolosftrweine, lauter Pickerer-weine llon vortrefflicher Qualität bewilliget, und zur Abhaltnng der Lici-tation der «5 Nov. d. I. bestimmt. — Hiezu werden Kauflustige in den gewöhnlichen Licitationsstunden zu ! erscheinen eingeladen. Gratz am 12. October 1849. Z. 2lN5. (1) Gesucht wird ein Quartier mit 2 Zimmern u Küche, welches sogleich bezogen werden könnte. Auskunft hierüber wolle gefallig in das Haus Nr. «3, zum „weißen Kreuz ^ an der Wienerstraße, 2. Stock, abgegeben werden. Z. 2U28. (2) Wein znm Verkauf. Im Pfarrhof zu St. Georgen bei Tabor, eme Stunoe von Franz, sind 5 Startin vom Jahre ,8/.tt und y Startin vom Jahre lü.tt aus den Wm0lsch.Fei-stritzer Wcingebirgen aus freier Hano zu verkaufen In ./^/«. F«t/6«»«F/l«//5''L Buchhandlung lt' ^ttiftttc.'/« n't zu haben: Vogl, lii-. Ioh., österri?lchischer Volkskalcndcr. Wxn, :i« kr. Mll, tär - Kalendcr, östcrr,, für das I. 185N. Hcrausg^qebcn von drr Redaction dcs österr. Soldütcnftcuild'6, Hin.nfcld Mlynnt. I.Iahr-gai.g. Wiür l85,U. Wie«, 36 kr. Tuleranz-Botc, odcr allg>meincr Kalender fül- alle B^vo!)!,cr des öücrv. Küls^rsiaatcs, auf das I. l850. ti4. I^hrqang. Hci ausgegeben voil Ios. Moshamer. Win, 3« kr. , In Ignaz Alois Kleinmayr's Buchhandlung ist erschien«'« lmd daselbst zu haben: D u ii ö v n a V 6 j ts k a. ,S p i f a 1 u' lafhkim jesiku bogabojezhi ozbe .fja^ii'Oiias Nkik|3»iili9 nakdaj minih red« avetiga Kajptana. P restavil vno vi/Ji .J. M, In Umschlag brosck. 5» kr , steif gebunden « fi Äuf diese genaue Uebelsetzung in krainischer Sprache nach atter Schreibart des schon in alle namhaft lebende Sprachen übertragenen, und in der ganzcn christlichen Nelt hochgeschätzten geistlichen Kampfcö des gottseligen Theatincrs Vaurentius Skuplili, glaubt der Verlag daö Publi-kuni, und insbesondere die hochwüldigc (Änstlichkeit um so mchr aufmerksam machen zu müssen, weil dieses Werkchen einen großen Theil der mühsamen Arbeit der Scelenleilung für Seelen, die nach Vollkommenheit streben, so gleichsam auf sich nimmt, und sie im Kampfe m>t dem Bösen zum Gestade des ewigen Lebens führt. Das Werkchcn bcnöthigt keines Lobes; die Früchte welche es schon bei ter Unzahl der Frommen hervorgebracht, loben es genugsam; wer es einmal gelesen, ließt lö zum 2., A. Male noch lieber. Der geistliche Kampf des L. Skupuli und die 4 Bucher des gottselige,, Thomas von Kempiö streiten um den Vorzug; was Thomas von Hem pis ist, we ß jede fromme Seele, sie nehme noch den geistlichen Kampf des L B ku pu li zur Hand, uno mn neuem Muthe wird sie die Bahn zur Vollkommenheit betreten Der Herr Uebersetzer hat sich bemüht, die Ueberschung im einfachsten, verstandlichsten kram" schen Idiome zu geben, sie wird daher leicht gelesen werden können.