Nr. 178. Dienstag, 6. August 1907. 126. Jahrgang. Mbacher Zeitma PrännmcralionSprelö: Mit Postverf e »du >i g: ganzjährig 30 li, halbjährig 15 K, Im KoiXor: ganzjährig 82 ll, halbjährig 11 lv. Für die Zustellung ii'i Hau? ganzjährig 2 II. — Infertionsgebühr: ssür lleine Inserate bis zu 4 Zellen 50 k. grünere per Zeile 12 k; bei öfteren Wiederholungen per Zeile « k. , Tie «Laibacher Zeitung» erscheint täglich, mit Ausnahme der 2onn- und Feiertage, Die Administration befindet sich Kongre^platz Nr, li, die Mtdaltlon Talmntinaasse Nl. IN, Sprechstunden der «edaltion von « bis w Ut>r vor> mittags. Unsranlierl? Griefe werden nicht angci'.llmmeü. Maimflripte nickt zurückgestellt. MchtccnrMcher Geil. Monarchcnbegcgmmgen. Tie Monarchenbegeginingei, beherrscheii andauernd das öffentliche Intereffe. Ta5 „Freilideiiblatt" begriißt deii bevor stehenden Beslich detönig Ednard von dein Unterstaaissekretär im Auswärtigen Amte, Sir Charles Hardinge. begleitet sein wird, der Entrevue aneli eine politische Bedeutuug beigenieffen >oird. Vino besondere Bedeutuug kommt der zu erivar ienden AussprachezNiifcl)ei, dem englischen Staats nianne lind dem Freih. v. ^'lhrenthal fiir die Politik auf dem Balkan ',u, lvo gemeinsame Interessen Österreich-llngarn nnd Eiiglaiid verbinde,,. Im all-gemeinen sei das Hanptmerkinal der Begegnungen von Souveränen undStaatsinäunern da-:' Bestreben nach Ausgleichung aller Tifferenzen anf interna tionalem (Gebiete durch Aussprache vou Person zn Person, speciell anch in Ansehnng der Verhältnisse derjenigen Mächte, die verschiedeneu politischen (Gruppierungen angehören. Tie Entrevue in Ischl bedeute eiuen Steiii mehr in diesem zur Erhaltuiig des Friedens bestinuuteli (^ebände. Tie „Neue Freie Presse" meint, daß. der Zu sainmenknint voi, Tlvinemünde eine hervorragende politische Bedeutung znkomme, da sie zeige, das; Rußland uud Tentschland einander jetzt näher sind, als sie waren. Tie russische (^efühlspoliuk sei lange Zeit gegen Tentschland gerichtet gewesen. Ieht sei die deutschfeindliche Stimnnmg wenigstens ii, den maßgebenden >lreisen nicht mehr wirksam. Man erkenne, das; gnte Beziehungen zum Teut- scheu deiche im Interesse Rußlands liegeil, uud mau handle danach, Für Österreich-Ungarn könne es nur erfrenlich nnd willkommen sein, wenn die beiden gros;en Reiche, von denen das-eiue eug mit uns alliiert, das andere nnser gnter Freund, die alte Tradition wahren, die sie so lange miteiw ander verbunden hat. Tas „Neue Wiener Tagblatt" schreibt: Tie besonders sympathische Begrüßung, die die öffent liche Meinung in Teutschland ohne Ausnahme dem Entfchlnfse des Zaren entgegenbringt, eine Znsam-menknnft iiiit dem dentscheii Kaiser herbeizuführen, mnß als ein Belveis allgemeiner Empfinduug ge noiiimeii loerdeii. das; wichtige Elemente der Bürgschaften des europäischen Friedens vor Twine münde verstärkt werde». In Österreich Uiigarn ivird ein herzlicheo Verbältuis zwischen Temsch land. deiii Verbi'iudeteii der Monarchie, uud Ruf; land. das durch die Abmachungeu über den Balkan zn Österreich-Ungarn in nähere diplomatische Bezie hlingen getreten ist, gewis; als ein erfreuliches lind wertvolles erstem R'esultat iil der Reihe der Ergeb nisse bewertet, die die Fürstenbegeguungen iu die sem ^ioiiat im Interesse des Friedens erhoffen laneu. Tie „Österreichische Volkszeitnng" sagt: Tie politische Bedeutung der Zweikaiserznsammenknnft von Tlvinenii'inde liegt in der stets gewichtigen Tatfache, das; zwei mächtige Potentaten freund schaftliche Allssprache pfleaen. Abmachnngeu, die irgendeine eingreifende >träfteverschiebung nach sich ',iehen könnten, werden in Twiuemünde nicht getroffen werden. Tas „Illustrierte Wiener Ertrablatt" ironisiert die Meldung des Petersburger >torresponden ten der „Times", wonach i» 3winemünde ein lielier Treikaiserbuud gegrinidet werden soll. Tiefer Bnnd niüßte seine besondere Spitze gegen England haben, nnd dannn werden diese Meldungen einfach,dnrch die Tatfacke ad absurdum geführt, daß gleich uach der 3winem!"ii!der Begegiiuug die Eiitrevuen von Oilhelmshöhe nnd voii Ischl stattfinden. Kreta. Über die !^age in der kretischen Kammer gehen der ^Pol. .^lorr." aus Athen folgende Mitteilungen zn: Ain ^^. Juli genehmigte die Kammer das (besetz, betreffend die Treniiuiig der Agenden des Unterrichtes von demjenigen der Justiz, nnd trat sodann iu die Verhandlung des (Gesetzes über dic Organisation der zu schaffenden kretischen Vürger-wehr ein. Hier setzten nnn die Veniselisten den Hebel an, liin den Owug der ,>tanimerarbeiteii zu stören. Sie brachten in der Titzuug vom 2l». Juli, die sich dadurch sehr stürmisch gestaltete, eine Motion ein, wonach jene Unteroffiziere und Mannschaften der kretischen C>'>endarmerie, welche sich seinerzeit anläßlich des Ausstandes von Therissa der revolutiouären Junta angeschlossen hatten nnd desertiert waren, in die Reihen der Bürgerwehr aufgeuommeu werden sollen. Zngleich ergingen sich die Veniselisten in den schärfsten Trohuugen gegen die mohammedanischen Teputierteu, falls diefe im Einvernehmen mit der Regierung nnd der Micheli-dakislischeu MiionalPartei — Regierung nnd Na-lionalparlei hatten sich aufs entschiedenste gegen die Motion ausgesprocheu — gegen dieselbe stimmen würden. Tie Veniselisten scheuten sich nicht, den mohammedanischen Teputie.rten mit Ermordung zu drohen. Als die Nationalpark'! den Eindruck ge^ wauu, als ob die mohammedanischen Tepntierlen schwankten, absentierte sie sich von der VerHand-lnng und machte dadurch die Kammer beschlußunfähig. Tie Nanonalpartei war fest entschlossen, den Veniselisten nicht nachzugeben. Letztere haben ihre Anhänger aus der Provinz uach >t'auea eut-boten, offeubar um einen Druck auf die Kammer zn üben. Infolgedessen wurde die .ssannnerwache verstärkt. In der Sitzuug der kretischen Kammer vom 27. Ilili wurde die Motion der Veniselisten nach lebhafter Tebatte abgelehnt. Die in Kanea angesammelten Anhänger Veniselos' nnterließen Temonstrationen, loeil auch die Nationalpartei zahlreiche politische Freunde aus den Provinzen uud speziell ans Kaudia anfgebotenj hatte. Tie Mhener Blätter veröffentlichen ein Schreiben Mi-chelidakis au eineii Athener Freuiid, worm der kl^e- Leuilleton. Auf Wiedersehn! Von An«t Griüscn. (Nachbrul! verboten.) Ter lctzte Tag lvar angebrochen. Ein tröst' loscr Tag. Tie ganze Nacht hindurch hatte es g^ regnet, nnd der Himmel hörte noch immer uicht auf zu weinen. Mit einer Stetigkeit, die gar kein Ende absehen ließ, fielen die großen schweren Tropfen. Turch das offene Fenster hörte man sie draußen auf dem Balkon auf die Blätter der grüuen Pflanzen aufschlagen lind iu das Wasser des Aquariums hiueinklatschen wie siedendes Blei. Trotz der Sommerzeit war es kühl in den Zimmern. Tie beiden Menschen aber, die seit Stnn den schon ruhelos darin hin und her wanderten, merkten es nicht. Sie hätten alle Fenster lind alle Türen aufreißen mögen. Es war ihnen zu Mute, als müßten sie die Tecken von den große» Räumen, die ihnen hente so unerträglich eng erschienen, ab heben, um sich von dem schwülen, atemranbenden Druck zu befreien, der auf ihnen lastete. Sie kameu lind giugeu. Sie fliehten und flohen einander. Ihre Blicke strichen heimlich anein ander hin, wie F-angarme, die eine (Gelegenheit, suchen, sich festzusaugen, nnd irrteu mit schlecht gespielter Unbefangenheit ins Leere, wenn sie (>ie fahr liefen, einander zu begegnen. Tie Schläfen hämmerten von dem qualvollen Verlangen unterdrückter (bedanken. Tie Lippen zuckten vou den schmerzhafteu Weheu unMvorener Vorte, die im Tnft der Versöhnung darans er blühen wollten. Ter Nuusch, gut zu seiu, der Wunsch, diese letzten Stunden einander Liebes zu sagen nnd mit frommer Täuschung über die Ahnun gen des Kommenden hinwegzugängeln, war fnrcht bar lebendig in diesen beiden Menschen. Tas Weib sowohl, als der Mann — wa5 hätten sie darum gegeben, einander glauben zu machen, daß es wirklich ein Abschied nur für Wochen war! Aber sie wareu zu tief in ihre Seelen eingedrungen in diesen langeu Jahren der (Gemein schaft, Eins wußte sich vom anderen zn sehr in den verschwiegensten Regungen seines Empfindens belauert. Eius schätzte den Scharfsiuu des auderen viel zu hoch ein, als daß sie uur eiueu Augenblick hätten hoffen können, die Wahrheit vor den forschenden Blicken des (^egenparts zn verschleiern. Es war Zn Ende. Es gab kein Wiedersehen mehr, wenn die Hände sich zum letztenmal ineiu ander gelegt, die Lippen sich znm letztenmal be gegnet haben würden. Und warum? — War die Liebe gestorben? — Nein, 0 nein! — Schätzten sie einander nicht mehr? — Im (Gegenteil! — Ja, was — um der Barmherzigkeit willen — zwaug sie deun zur Trennung?!--------- Als reife Menfchen waren sie zusammen ge troffen, Menschen, denen längst die Erkeunlms allen Erdenjammers eingegangen war, die uur bescheidene Flämmchen noch auf den Altären ihrer Sehnsucht schürteu-, als Meuschen, die das Schicksal rauh gewöhnt hatte, durch das bestechende (^'leißeu der Äußerlichkeit hindurch iu das Ver- borgene zu fahnden. Und als sie nun zum ei-ften- mal sich gegenüber standen, da geschah es, daß die Form ihrer Körper vor dem heißen Sehuen ihrer Blicke schmolz uud ihr Geistiges iu den sicheren Linien von Ewigfeitsbauten sich vor ihnen enthüllte. So batten sie einander erkannt. So wußten sie vou Anbegiuu, daß nicht noch einmal zwei Wefen zu einer vollkommeneren Gemeinschaft geschaffen waren. So schlössen sie sich in einer innigen Verschmelznng zusaimnen wie zwei kochende Metalle, die einander aufnehmen nnd dnrchdringen. Und immer mehr wuchsen sie in ihre Liebe hinein. Täglich und stündlich sandeu sie die hohen Erwartungen ineinander bestätigt, mit denen sie diesen heiligen Buud, der moralisierenden Welt zum Trotz, eingegangen waren. Wenn je ein Zweifel feinen Schatten 'über ihren Weg hätte werfen dürfen, dann sorgte die helle Lohe ihrer Leidenschaft dafür, das; er ungeschaut in diesem magischen Lichtkreis erstickte. . Ach' satten sie doch hier imd da eme MU-täuschuug aneinander erlebt! Hätte doch eins mn anderen irgendwelche Beobachtungen gemacht. d,e beide von der Berechtigung überzeugt hätten, diese Bilder nnirdischer Vollkommenheit uur um ein weniges zu korrigiereu! Tauu würden sie von dem schwanken Boden ihrer Träume allmählich sich zurückgefunden haben in die bronzen der Beschränkung, die auch den Besten unter uns gezogen sind. Sie würden wahrscheinlich sogar gelernt haben, die dann erkanuten kleinen Schwächen des andere,, so liebenswert zu finden, wie die ins Maßlose über- Laibacher Zeitung Nr. 178. 1660 6. Antust 1907. tische Kammerpräsident betont, or habe den Mo-hammedanern nicht mehr zligesagt, als ein Porte-fellille nnd die Garantie, daß sie innerhalb der ge-schlichen Schranken ihre Schulen nnd (ivkafs frei nnd nilgestört verwalten könnten. In einem großen Teile der Athener Presse macht sich a/gen Veniselos, dem man eine Zeitlang gewisse Sympathien als dem Vorkämpfer des konstitutionellen Parlamen tarismus entgegenbrachte, infolge seiner gegeillvär-tigen Haltung wieder starke Verstiininnng bemerkbar,. Politische Ueberficht. Laibach, 5. August. Aus E Win em linde, :^l. Angnst, wird gemeldet: Die Begegnung der Baiser jachten fand auf hoher See nm 1l) Uhr vor-mittags statt. Baiser Wilhelm ging mit dem Reichskanzler Fürsten Vülow, dem Staatssekretär von Tschirschky und Gefolge sofort an Bord des „Standard" nnd begab sich mit dem Baiser voll Nnß land anf die Reede von Swinemündc, wobei sie an der ersten Neihe der Hochseeflotte vorbeifuhren. Der „Stalldard" machte gegen M2 Uhr fest. Gleich darauf erschienen Prinz Heinrich sowie samt liche deutschen Echiffskollllnandeure an Bord de5 „Standard", wo Baiser Wilhelm sie Baiser 3ciko-laus vorstellte. Um V>l llhr nachmittags verließ Kaiser Wilhelm den „Standard". Gleich daranf begab sich der Zar in Begleitung des Ministern des Änßern, Izvolskij, und des Hofstaates auf die „HohenMern", deren Kapelle die russische Nationalhymne spielte. — Um ^2 Uhr fand an Vord der „Hohen,',olleril" die Frühstückstafel statt,. Vei dieser saßen die Herrscher einander gegenüber Kaiser Nikolaus Zwischen den Prinzen Heinrich und Adalbert, Kaiser Wilhelm zwischen den Ministern Izvolskij nnd Baron ^rederik. Nechts voin ^ii nister Izvolskij saß Reichskanzler ^ürst Bnlow. Die Kapelle der „Hohenzollern" konzertierte. Nach der Tafel hielten die Herrscher einen Nundgang. Nach halb 3 Uhr begab sich Kaiser Nikolaus an Bord des „Standard" znrnck. Um :; Uhr begaben sich beide Herrscher, nachdem Kaiser Wilhelm den Zaren von seinem Schiffe abgeholt hatte, an Bord des „Deutschland" Zur Besichtignng diese» Dampfers. Aus London, ^ Angnst, wird berichtet: Die „Times" schreiben in ihrem heutigen Leitartikel: Eine der traurigsten Partien des letzten Vlanbuches über die L a g e iuMazcdo n i e n war die vom englischen Konsul gelieferte Monatsstatistik über die blutigen Gewnlttaten, welche von griechischeil, bul garischen nnd serbischen Banden erbarmungslos verübt lvurden. Vor einigen Tagen erhielt die Ne-giernng in Athen von feiten der Pforte einen strengen, aber wohlverdienteil Tadel wegen ihrer Mitschuld an dem in diesen zügellosen Abenteuern verhüllten Kriege. Es sei in eigenem Interesse Griechenlands, aufrichtig Zu hoffen, daß es den Forderungen der Türkei Rechnung tragen werde. Wir fürchten, daß die griechischen Staatsmänner sich versncht fühlen, zn glauben, daß die politischen nnd dynastischen Gründe, welche ihnen in der Vergangenheit eine gewisse Immnnität verschafften, anch noch weiter diese Wirknng ausübeu werden und daß sie sich deshalb weigeru, ihre ermuligeude Haltung gegenüber dem Massaere der bulgarischeu Banden aufzugeben. In diesem Falle wird es Pflicht der europäischen Mächte sein, wirksame Maßnahmen zur Unterstützung des Protesten der Türkei zu ergreifen. Allerdings kann man fragen, ob nicht der Augenblick gekommen sei, mit demselben Nachdrucke wie in Athen, in Sofia nnd Belgrad vorzugehen. (5s liegt im Interesse der Griechen, Bulgaren nnd Serben, die Politik des Mordes aufzugeben nnd dadurch die gegenwärtig verlorene Achtung Europas wieder zu gewinnen, siber den Stand der g r i e ch i seh - r u m ä -n i s ch e n Bezi e h n n g e n wird gemeldet, daß anf beiden Seiten gute Dispositionen bestehen, um die Wiederherstellung eines normalen Verhältnisses zn erzielen. Durch die vor kurzem erfolgte Aufhebung gewisser drückender Maßregeln, welche in beiden rändern nach dem Abbruch der Beziehungen getroffen wnrden, ist eine für die Wiederannäherung günstige Stimmnng geschaffen wor den, welche die Beilegnng des Konfliktes erwarten läßt. Die Nachricht, daß der griechische Minister des Änßcrn, Herr Skills, demnächst durch eine Zusammenkunft mit dem rumänischen Ministerpräsidenten, Herrn Sturdza. in Karlsbad Gelegenheit ',ur Weiterführuug dieser Aktion erhalten werde, ist iedoch irrig. Herr Tkus^s wird erst ungefähr in einem Monate eine Auslandsreise antreten, nm sich zur Kur nach Eontrexeville zn begeben. Tagesueuigleiten. — (Ein mißglücktes Konzert.) Ein Konzertabcnteuer, das Willy Vurmester und der bekannte, Pianist M. Meyer-Mahr jüngst auf einer Reise erlebten, erzählt, wie dem „Berliner Tag^ blatt" geschrieben wird, einer der Künstler folgendermaßen: In einer ausländischen Stadt, wo wir zu spielen batten, war der eigentliche Kouzortsaal wegen Reparatur geschlossen: statt seiner stand uns ein Hotelsaal zur Verfügung, der nwmals folche» Zwecken gedient hatte. Sofort nach Schluß des Konzerte — so beschlossen wir -^ wollten wir nach einer nahegelegenen Großstadt reisen, in der wir für dm nach» sieu Tag. engagiert waren. Wir beauftragten also die einzige zu unserer Versiignnl-, stehende „Person» lichleit", deu Hotel-Pikkolo, einen Wagen zu besor-aen, der uns ans Ziel bringen sollte. Das Konzert beginnt glücklich mit der C-Moll-Sonate vou Beethoven, deren gewaltiger erster Satz „Stimmung" macht: bei, d<'n zarteil klängen des zweiten Satzes ist also das notwendige Fluidum vorhanden, uud der Abend scheint einen schönen Verlauf zu nehmen. Plötzlich höre ich von der Tür her, ein leises „Pst, Pst!" - - bald darauf ein etwas stärkeres „Pst, Pst!". „Galt eo mir oder galt es dir?" hätte ich Vurmester fragen mögen. Nlin krabbelt etwas das Podium herauf; es ist eine weiße Serviette: daran baumelt dor kleine Pikkolo. Ich winke i,hm mit der linken Hand ab, während ich mit der rechten weiterspiele. Ich winke wieder -- mein Pikkolo rührt sich nicht. Schließlich entsteht Unruhe im Saal: man fürchtet vielleicht ^euersgefabr. Wir unterbrecheil also das Spiel. Tar-ans hatte Jung-Pikkolo nnr gewartet — Bildung befaß er doch. Nun ruft er mit etwas verschüchterter, aber doch klangvoller Stimme: „Der Wagen tostet soundsoviel, ich soll dem Kutscher sofort Antwort bringen, fönst spannt er alls." Einen stürmischeren Heiterkeitoerfolg habe ich noch bei keiner Premie gesehen, als ihn dieses naive Talent ganz ungewollt errang. Mit der Veethoven-Stimmnng war es allerdings gründlich vorbei. — (Tuell mit Dolch uud Revolver.) Ein dramatisches Duell wurde kürzlich in einem Torfe bor Umgebung voll Marseille zwischen dein ^'jährigen Italiener Viviani und dem gleichaltrigen Spanier Loquez angefochten. Die beiden wohnten einem Stiergefecht bei und bei diesem Anlaß gerieten sic ill Differenzen. Anstatt sich zu verprügeln, beschlossen die beiden, sich anf Revolver uud Dolch zu duellieren. Das Duell fand sofort im Beisein einiM-Frennde statt. Die beiden schössen uud stachen aufeinander los, bis sie nicht mchr konnten. Die „Sekundanten", die sich wohlweislich hinter einigen Vänmen versteckt hatten, eilten hinzu und fanden Viviani tot und Loqnez in den letzten Zügen anf dein Voden liegen. — (Eine bi llige HochzeitZreisc.) John Vuril5, der englische Urbeitsminister, feierte letzthin seine silberne Hochzeit auf den Terrassen der Honfe of Commons und wurde dabei Gegenstand der Glückwünsche von allen Seiten. Er hat es nämlich in der verhältnisNlä'ßia kurzen Zeit, in der er seinen hohen Vernf iune hat. verstanden, sich die Hochachtung aller Parteieil zn erwerben. — Wie ,.G. H. och Üjö-T." berichtet, ward „the good old John" nicht müde, seinen Freunden vou seiner einstigen Hochzeitsreise zu erzählon. Diese fand zu einer Zeit swtt, wo es ihm ganz und gar nicht gut ging. Er war damals ein junaer Mann von 2l, seine Braut ein Mädchen von 1l) Jahren. Sie beschlossen, die Hochzeitsfewr mit einem Ausflug nach Hampton Court zu beschließen, was nur wenig Geld kosten würde. Aber die geringe Summe hatte das junge Paar leider auch nicht! so verschaffte man sich Geld, indem inan den Trauring versetzte! John Burns äußert nun oft seine Meinung, daß Cäsar sich darauf etwas einbildete, den Rubicon überschritten zu habeu, daß es aber kein gerimiereo Wagnis für ilm selber wa>r. sich in so ärmlichen Verhältnisseil zn verheiraten. (Tas Duell in der Kirche.) Aus NewlM-k wird berichtet: In Ncwbaven, Indiana, haben zwei junae Leute eine nene Form entdeckt, mn einen Liebeshandel znm Austraq zu bringen: sie wählteil zur Stätte ihres Zweit'ampfes — die Kirche. Vor einigen Wochen kaun eine entzückende iuucu' Kalifornierin, Miß Eozart, zum Vesnch von Verwandten nach Newhaven. Das außerordentlich hübsche Mädchen sah bald die ganze männliche In-aend Newhavens zu ihren Füßeu, mit Blumen nnd zarten Aufmerksamkeiten ward sie überhäuft und als Tochter Evas fülüte sie sich dabei gewiß recht wohl. Zwei ihrer Verehrer, Josef Spencer uud William Thompson, zeichnete sie vor allen anderen aus, und schichten Vorzüge ihnen erhaben schienen. Sie würden einander vielleicht minder anbetend, nicht mit diesem verstiegenen Cnthnsiasmus mehr geliebt haben. Aber sie würden sich daran gewöhnt haben, die Kraft der Verhältnisse, die Kraft des Schicksals neben dein angedichteten Übermenschentum des au-deren einznschähen und einander zu helfen, wo sie immer nur voneinander erwarteten. Das alles sagten sie sich nicht. Sie konnten anf diesen einzigen Weg znm Allsgleich gar nicht verfallen, denn jedem von ihnen schloß der Glanbe an die Nilbesiegbarkeit des anderen wie ein gigantisches Zwingtor diesen Weg des vernünftigen Sich-bescheidens ab. Das Weib war in des Mannes Augen nicht bloß aller Schönheiten schönste, sondern auch ein seltenstes Geschöpf an unvergleichlicher Klugheit, Innigkeit, Hingebnngsfrende, Anspruchslosigkeit, an überlegeuer Keuutnis der Welt. Der Mann, war in den Augen des Weibes der Allwissende, der Allvermögendc, der, alles Überragende, an dessen Stärke nnr noch die Ilnerschöpflichkeit seiner Liebe nnd seiner Güte heranreichte, ^o dachten sie auch hellte noch voneinander in der Stnnde dieses Abschiedes für immer. Und tateil, nichts, diesen Abschied zu vermeiden, nichts, den für beide Teile so verhängnisvollen Entschluß, uuter dessen Druck sie die so kostbaren Gefäße ihres Lebens znsammen brechen und allen Iuhalt au Glück für immer da hinströmen fühlten, noch zu ändcru? (Schluß folgt.) Der Fall Vasilijev. Roman vou Paul Dtzlar Höcker. (34. Fortsetzung.) (Nachdruck verboten.) Wie ein Fingerzeig des Himmels erschien es ibm jetzt, daß ihm zu so guter Stunde die traurige Geschichte des Postmeisters aus seiner Heimat ein» gefallen war. Dessen unglückliches Weib hatte mit aller Milde, Schonung und Nachgiebigkeit auch nichts erreicht: sie hatte sich umsonst geopfert, umsonst dieses unsagbare Martyrium langjähriger Krankenvflege auf sich genommen, bis der Wahnsinn sie überfiel, der sie der Nähe des Energielosen entriß. Martha sollte es nicht ebenso ergeheu. Er liebte sie und er wollte sie schon davor lx'wahren, das Willeillose Opfor dieses Lebensmüden zu werden. Zunächst schien sich seiner Methode aber kein Erfolg zuwenden zu wollen. Justus lag stuildenlana, unbeweglich da, ohne auf irgend eine Frage zu reagieren. Dabei sali er bejanmicrnswcrt elend aus. Offenbar litt er schon körperlich unter den Folgen seiller störrischen Hungerkur. „Quälen SW sich doch nicht, Herr Spener," sagte Johannes, ganz ergriffen von den, traurigen Bild, das der Kranke darbot, als die Mitternachts-stnnde bei anrückte, „und quälen Sie Ihre Umgebung nicht." , .. Abermals keine Antwort. Nur ein furchtbarer, schier haßerfüllter Vlick aus den sonst so matten Auacu des Vettläaeriaen. Johannes hatte bis jetzt gezeichnet; seine Augen begannen ihm zn brennen, da er die Beleuchtung, ans Rücksicht für den Kraukeil, im ganzen, Zimmer qedämpft hatte. Er legte den Zeichenstift fort und streckte fich auf der Chaiselongue im Alkoven aus. „Ich schlafe nicht, Herr Spenor," sagte er nach ungefähr einer halbeil Stuude, als er den Krankell, der gleichfalls keine Nuhe finden konnte, leise aus« stöhneil hörte, „wcnu Sie meiner oder des Wärters bedürfen, so sagen Sie's." Sofort schwieg Justus wieder. Nichts regte sich im ganzen Hause. Es ward ein Uhr, es ward zwei ^ drei Uhr. Endlich ein matter Laut vom Bett des Krollten her. Im Nil befand sich Johannes bei ihm. Er sah, wie es ill den Gesichtsnerven des jungen Menschen zuckte: offenbar rang er innerlich mit sich: er wollte sich nicht seinem neuen Gebieter unterwerfen! Johannes wartete lange geduldig. „Ich--------flehe SW all," kam es erschöpft voll den blassen Lippen des Kranken, „lassen Sie mich allein!" „Sie kennen meine Vediilgnilg, Herr Spcner. Ich weiche nicht eher von Ihrem Lager, als bis Sie sich derselben gefügt haben. Und ich bin stärker als Sie — und N>erde e^ lämier aushalten. Also — wic steht's?" Wieder eine Pause — ein letzter, verzweifelter Ningknmpf. „Ja, schicken Sie, was ich essen sott." Laibacher Zeitung Nr. 178. 1661 6. August 1907. so wnrden die beiden bald zu Todfeinden. In Be--gleituug der zwei Rivaleu besuchte die junge Taine am letzten Sonntag die Kirche uud ruhig wohnten die beiden Feinde der Andacht bei. Als dor Geistliche den Segen erteilt und sein Aiueu gesprocheu, wandte Thompson sich zu seinen, ^Icebenbuhler und schlug ilm ii,s Gesicht. Taun zogen beide ihre Ä^esser und ein furchtbarer Kampf begauu. Nach weuigeu Augeu-blickeu brach Thompfon mit einer furchtbaren Stichwunde in der Halsader sterbend im Gottesbause zu-sannneu. Iu der Verwirrung uud allgemeinen Aus reguug gelang es Spencer zu entkommen. — (E i u t e n re 5 F r ii h st ü ck) wollte sich vor einigen Tagen eiu Elefant iiu zoologischen Garten vou Newport leisten. Er hatte offenbar die Mohr rübcu und Kucheu satt, die ihm fortgesetzt voir dem Publikum gereicht wurden, und brgauu demnach die Tascheu eiues Horru zu durchsuchen, dor sich in der Menge befand. Plötzlich produzierte da5 Tier ein Biiudel Papiere das es triumphierend iu die Höhl" hob. Der Bestohlene begauu aber laut um Hilse zu rufen uud zu erNäreu, daß sich in dein Biiudel !M» !ß in Papiergeld befänden. Tie Wärter kamen sofort znr Hilfe uud snchten den Elesantei, zn überreden, seinen Raub wieder herzugeben, Tiefer wollte aber zuerst ga>r nicht hören, souderu erst, als mau mit Eisen.stangen uud Haken tam, gelang es, ihm da<' Bündel wieder aus dem Maul heraufzuziehen-, es war aber bereits in ziemlich schlechten, Zustande, Unter großer Heiterkeit der Umstehenden perlies; der glückliche Besitzer schnell den gefahrlichen Ort. — (Der 3t. Gilgener G r a b sch ri f ten -dichter.) In Uuterach am Atterfec ist vor eiuigen Tagen der Schneidermeister Eduard Beer gestorben, eine als Bergführer ni'd „Dichter" sehr bekannte Persönlichkeit. Vou ihm stammen zahlreiche Grabinschriften auf deu Dorft'irchhöfen des Salzkammer-gutes. Welcher Art die Poesie Beers war, davon zeugen die folgenden zwei Proben! Einem Bauers-sohu unmeus Ochs widmete Beer folgeude tiefsinnige Zeilen: 'Hier ruht das juuge ^chseleiu, deu, alten Ochs sein Söhneleiu. Gott der Herr hat's nicht gewollt, das; er ein alter Och-5 wer'n sollt'. .. Als iu St. Gilgen am Wolfgaugsee eiu Bote starb, setzte sich Beer hin und reimte: Hier ruht iu Gott der St. Gilgner Bot': sei gnädig ihm, o Herr, wie er es wär', wenn er wär' Gott uud Du der Tt. Gilgner Bot'. Ob Beer für fein eigenes Grab eine Inschrift besorgt hat, wird uicht geweidet. Lolal- und Provinzial-Nachrichten. Landeshilfsvcrein für Lungenkranke iu Kraiu. Ter Landeshilfsverein für Lungenkranke hie,lt an, W. v. M. eiue Sitzung ab, an der nahezu a,lle Ausschußmitglieder teiluahmeu. Präsideut Hofrat ^,'udois Graf (5 h o r i u s t' y eröffnete die Verfannn-lnng nnd gab znnächst ein Bild über die außerordent- Iohaunes »reckte den Wärter. Der Kraute uahiu danu die Mahlzeit, die erste seit fast vierundzwanzig Stunden wieder, fast gierig: eiu Ei, etwas Thee, ein leichtes Gebäck. Aber Tränen der Wut blitzten dabei in seiueu Augen. Iohauues wartete, bis Justus das spärliche Mahl beendet -^ dauu wiukte er dem Wärter, uud sie, verlieben beide das Zimmer. Ter Kraute, für dessen an sich geschwächten Magen die Tätigkeit uach so lauger Fastenzeit eine nngewohnte war, wälzte sich noch bis gegen füuf Uhr iu der Früh uuruhig hiu uud her. Daun sank er in eiueu liefen, erschöpfenden Schlaf, der geradezu einer Ohnmacht glich. Er erwachte am hellen Morgen. Martha hörte mit großer Velvegung, daß der Eigeufiuuige sich dem Machtwort seiues ueueu Gebieters schließlich doch gefügt hatte. Nuu schöpfte sie ueueu Mut. Mil all' seiueu hochtrabenden Theorien hatte Vasilijcv t'ein einziges solches Resultat erreicht. Iohauues hatte durch die bloße Wucht seiues Willeus eiueu bedeutsamen Triumph über den Kraukeu oder vielmehr über die Krankheit des Unglücklichen davongetragen, Sie sprach mit Johannes ausführlich darüber. „Du siehst a,lso, Martha," sagte er, selbst nicht wenig erleichtert, „daß mein Gefühl mich richtig geleitet hat. Nuu laß uns nur ein paar Wochen lang mit Strenge all feinem Eigensinn entgegentreten -nnd ich hege die polle Zuversicht, daß er daun geheilt wird!" (Fortsetzung folgt.) lich ersprießliche Tätigkeit der Hilfsstelle. Tiefe intervenierte bisher bei l5> Familien mit insgesamt ^2 Personen. Sie beschränkt sich uicht nur auf die Turchführuug aller hygienische,, Maßnahmen, ans die Zuweisung vou Betteu uud Bettzeug lind ans die Abgabe von Nahrungsmitteln an die Kraulen nnd Hilfsbedürftigen, soudern sie weist auch äußere ordentliche Uuterstützuugeu zu. So wurdeu iu mehreren Fällen Gelduuterstützuuaeu gewährt, damit Kiuder tuberkulöser Familien anf Land geschickt wek'-den konnten: einem tuberkulösen Tludenten wurde die Tiffereuz der Wohnungsmiete bewilligt, damit er im Herbst ein eigenes Zimmer beziehen kann uud nicht mehr seine Wolmuugsgeuosseu gefährdet: eiuem leicht erkrankten Gymnasiasten wurde die Halste der Verpflegsgebuhreu für eiue dreimonatliche Kur in der Heilanstalt Hörgas gewährt: eiu skrofulöses Kind wurde iu das Teehospiz in Grado geschickt usw. Lungenkranken, die anf Anraten des Vereinsarztes das Spital auffuchten, wurde der Verdienstentgang, bezw. das Krankengeld ersetzt. Diese Maßnahme erscheint besonders wichtig, da viele Luugeukrauke das Spital uicht auffuchen wollen, weil fie sonst das Krankengeld verlieren oder weil sie auf deu mageren Verdienst angewiesen sino, den sie trotz ihrer Krankheit noch erwerben. Zum Schutze der Familienmitglieder ist es aber iu vieleu Fälleu not> wendig, dcch der Krauke wenigstens zeitweise iu einer Anstalt untergebracht wird. An einem besonders krassen Falle von Hansiufektiou, wo iuuerhalb eines Jahres vier Mitglieder einer in einen, t'leineu Zimmer zusamineugepferchteu Familie au Tuberkulose starben, während eiu kleines Kind bereits infiziert znrüclblieb, zeigte der Vorsitzende die Notwendigkeit der von der Hilfsstelle propagierten Heimabwebr. Ein anderer Fall, wo binnen knrzem beide Eltern au Lnngentuberkulose starben, während vier kleine Kinder scheinbar noch gesund, jedoch aller Mittel entblößt zurückblieben, zeigt das driugeude Veoürfnis eines Kinderheimes. Ter Vorsitzende teilte weiters mit, daß die Kra mische Sparkasse auch heuer eiue Subvention vou NlX) K bewilligt habe, während der Sanitätsdistriktsausschuß von Adeloberg 50 I< spendete. Beiden wurde der Tank des Landeshilfsver-eine<- ausgesprochen. Au deu, am ^. Aprrl in Wien abgehalteneu Verbaudstage der im „Viribns nnilic'", österreichischen HilfsVereine für Luugent'ranke vertretenen Vereine wurde der ^audeshilfovereiu für Kram ourch den Vizepräsidenteu des ^entraluereines, Tr, Anton Loew, vertrete»,. Tas Organisatio>,skon,itee für deu vom 19. bis 21. September in Wien tageudeu iutcruatioualeu Tuberkulosekongresseo hat deu Lau-deshilfsvereiu un, Eiuseudnng eines Tätigkeitsberichtes ersucht, da es dem Kougresse eiue erschöpfende Übersicht der bisher in Österreich getroffeneu Abwe'hr-maßregelu vorlegeu will. Durch eiue Zuschrift der k, k. Landesregieruug >vurde der Laudeshilfovereiu aufgefordert, eii, Gesuch un. Subventionierung ans dem zur Bekämpfung der Tuberkulose gebildeten Foude von zwei Millioueu Kroueu einzureichen. Vou verschiedenen Seilen, so von, Kohleuwerke Gottschee, von der k. k. Vezirkshanptmannschaft Littai für die dortige Gewerkschaft und vou der Bruderlade der Gewerkschaft Store bei Eilli wurde der Landeshilfs-verein un, Eiufeudung der von ihn, verlegten Merkzettel nnd Belehrungen über die Tuborkulose gobeten. Hierauf legte der Geueralfekretär Dr. Temeter Ritter vou Bleiweis die nach Skizzen des Ans schnsunitglieoes k. k. Baurates Franz Pavlin verfaßten Pläne sowie die Kostenvoranschläge für das Kinderheim vor nnd beantragte, die hierauf enö-fallenden Kosten mis dem Fonde zur Bekämpfung der Tuberkulose auzusprecheu. Nach eiuer sehr inler^ essanten uud lebhaften Debatte, an der fich die Herren Präsident Hofrnt Rudolf Gras C h o r i u s k v , Ver^ mögensverwalter Direktor Arthur Mahr und die Ausschusimitglieder k. k. Banrat Fr. Pavlin, Lan-desausschußbeisitzer Komiuerzialrat Fr. P o v ^ e, Ka-uonikus Ivau Sukuik und Naudesregierungsrat Dr. Fr. Zupauc beteiligteu, wurde beschlossen, u>m eine Subvention von M.OM l< jährlich anzusuchen, da mit einem kleineren Betrage kann, das Auskommen gefuudeu werden könnte. Der farut der inneren Eiurichtuug auf zirka 8s).00l) l< prälimiuierte Bau des Kinderheimes erfordert eine Bedeckung von 4M0 Kronen jährlich, für die Erhaltung des Baues, Er-»enerung des Iuveutares ufw. Nmrden !52M l< in Vorschlag gebracht, während für die Verpflegung der Kinder, das Warteperfoual, die Reaw usw. min-destens 12.l)0<) X benötigt werden. Es ist M hoffen, daß die k. k. Landesregierung das Gesuch anf das wärmste befürworten wird. Bei uns fordert ja die Tuberkulose besouders viele Opfer: uach der Zahl der Tuberkulosetodesfätte im Verhältnisse zur Bevölkerung rangiert Krain au dritter Stelle unter den österreichischen Krouländeru. Für die dem Subven- tionsgesuche zugrunde gelegte Berechnuug war maß-gebend, daß die bisherigen Einnahmen nnd Sub-veutioueu des Laudeshilfsvereiues gerade für die Er-lin>ltnng der Hilfsstelle hinreichen, deren Tätigkeit ja voraussichtlich vou Jahr zu Jahr eiue Eteigernug erfabreu wird. Tas projektierte Kinderheim bietet Nanm für 2l Kiuder, zwölf Knaben und zwölf Mäd° chen, doch sind sämtliche Dimensionen demrt getroffen, das; mit Leichtigkeit auch !A1 Kiuder zur Auf-nähme gelangen können. Das war notwendig, »veil aus^r Kinder,,, die dnrch Monate uud Ia'hire eiue vollkommene Uuterkuuft finoeu, auch sogenauute Tagliuder aufgenomnieu uierdeu. Diefe Justitutiou hat sich besonders bewährt. Die Kiuder, die iu der Anstalt uicht uur eiue gute Verpflegung bekommen, fondern durch häufige Bäder usw. zur Reinlichkeit erlogen werden, werden dadurch uicht uur selbst vor eiuer Erkrankung beschützt, sondern üben indirekt auch eineu uuverkeunbar günstigen Einfluß auf die lnigienischeu Verhältnisse ihrer Familien ans. Sollte die angesprochene Summe aus deu, Foude zur Ne° kämpfuug der Tuberkulofe nicht bewilligt werden köuneu, dann müßte sich der Laudesm'lfsvereiu auf die Hilfsstelle alleiu beschränken oder e5 müßte das Projekt des Kinderheims in einer Weise mngearbei-tet werden, wie sie mit Nucksicht auf die in Krmu gegebeueu Verhältnisse kaum einen vollen Erfolg ver spricht. Hieranf wurde über Autrag des Hilfstellenton,i-tees oem Vereinsarzte Dr. A. L e v i <" n i k in An-erkeuuuug seiner vorzügliche» der Hilfsstelle gewidmeten Tätigkeit für das heurige Jahr ein Honorar von IM l( zugesprochen. — Da hien,it die Tagesordnung erfchöpft U'ar, fchloß der Vorsitzende dis Sitznngz. - (T i te l v e r l ei h u u g.) Wie uns aus Wien gemeldet wird, hat Seiue Majestät der Kaiser dem Primarärzte des hiesigen LanoeHt^anken^ Hanfes Herru Tr. Eduard k'lajmer tarfrei den Titel eines Negierungsrates verliehen. ^ (V o m 3 teuerdie n st e.) Ilbersetzt wurde Steueramtskoutrollor Strmole vou Treffen, nach Laas, Steueraiutskoutrollor Sedlak iu der Eigenschaft eiues Steneramtskoutrollors von Laas nach ^iudolfsux'rt, Steueraiutsadjuukt Starin vou der Bezirkshaiiptmannschaft Gottfchee zu jener in Loitsch. - - Zngelm'esen wurden die nenernannteu Steuereiu-nehuier, uud zwar M u i^ i 5 dem Steueranite iu Egg, Liudtuer den, Steuermnte iu Natschach, weiters die ueucruannten Steneramtskontrollore, und zwar Luuder dem Steueramte iu Idria, Peteruelj dem Steueramte iu Treffen nud Stabelj dein Steueramte iu Möttliug. - lDe r V er e i n „M I a d i k a") beabsichtigt, wie bereits seinerzeit gemeldet, mit nächstem Schnl-jähre iu seiuem Peusiouate eine Privat!nädcheuvolfs° schillle mit bechräntter Schülerinnenauzahl zu oröff-neu. Es wird vorläufig die 1. Klasse errichtet werdeu. Anmeldungen nimmt der Vereinsansschnß, Herren-gasse Nr. 8, entgegen. l)71 l< und bei Notfällen, als: Krankheit, Stellenlosigkeit, Un-glilcksfälleu in der Familie wurden der Notfallskasse 5».Mi l< eutuominen. Tiefer Uitterstützungssumme von 5!).l«)7 K steht eine so namhafte Vermehrung der Reserven gegenüber, daß sich der Verband sehr zu seinem eigenen Vorteile von jenen Körperschaften unterscheidet, deren Einzahlungen nur dem augenblicklichen Nedarfe dienen. Tie Kapitalsvcrmehruug beträgt in dem verflossenen Halbjahre 12l),4U2 K, so das; das Narvermögen die Höhe von 1,8:>3.9N 1v erreicht hat. Die Nechte der Mitglieder sind so tief in das wirtschaftliche Leben einschneidende, das; die monatliche Zahlnng von 2 l< tt<> l> in gar keinem Verhältnisse dazu steht. Tio Unterstiitznl^g im Sterbe-falle des Mitg.liedes und der Frau, die lebenslängliche Unterstützung bei vorkommender Vcrufsuufähig' keit mit einer Iahresreute von IK! l^ aufn'ärts, die Hilfeleistung bei Not- nnd Unglücksfälleu, die Uuter^ stützliugen au Witwen und Waisen sind Vorteile, die jeden denkenden Standesgenossen zuin Bcitritte veranlassen sollten. Die von Jahr zu Jahr wachsende Stellenvermittlnng, die fachlichen Darbietungen des Verbandsorganes sind lveitere Vorteile von nicht zu unterschätzender Bedeutung. Durch das Zusammen wirken von Verband und Vereinen ist seit zwei Jahren die Frage der alljährlichen Tomnierurlaube in Fluß geraten, so das; heule schon Hunderte von Werkmeister» uud Beamteu, welche früher an keine Erholungspause denken kouuten, sich deren erfreuen dürfen. Die uu-bestreitbare Tatsache, das; !>er übergroße Teil der Werkmeister uud eiue Auzahl Angestellter, der Iu-dustrie gar teine Hoffnung haben, in das Privat-beamteugcsetz eiubezogeu zu we,rden, lveist mit Tent-lklMt darauf 'hin, dcch sie nur im engen Anschlüsse n» die geschaffene Körperschaft der Segnungen teil-haftig werden tonnen, die dein Standesgenosson den Fortbestand der wirtschaftlichen Eristenz ermöglichen. Im Zeitalter der volkswirtschaftlichen Organisation, wo hoch uud niedrig die gemeinsame Interessenvertretung als richtig anerkennt, ist es geradezu Pflicht gegen sich und seinen Stand, an dein gemeinsamen Werte tätigen Anteil zu nehmen. - Anmeldnugeu nimmt in Kraiu die Vereiusleiitung iu Neumarktl entgegen, wo auch geru Auskünfte gegel>eu werden, — (Garte n n u t e rhaltn n g e n,) Am verflossenen Sonntag fand anf Ober-Nosenbach e-in Gartenfest des Gesangsvereiiles „Slalwc" uuter Mitwirkung dei- Laibacher Verein stapelte statt. Es erfreute sich eines vorzüglichen Besuches uud eiues iu allen Teilcu zufriedenstellenden Erfolges. Die zum Vortrage gebrachten Gesangsnnmmern nnuden mit reichem Beifalle aufgenommen. — Die Bediensteten der Staats- uud der Südbahn sowie die Post- uud Telegrapheubi'idicustetcn veranstalteten ebenfalls am Sonntag eiu Garteiifest in der Nestauratiou „Zum Löwen". Hiebei loirtte ein Taüubur,aschenchor sowie der Gesaugsvereiu „Ljubljanski Zvou" niit. Der Besuch war fehr zahlreich, die Stimmung, animiert, der filmnziesle Erfolg, der einein eigeueu Begräbnis-fouds zukomiut, giinstig. * (D i e m o d e r >^ e Pythia ,) von der neulich berichtet wurde, hnt auch uoch andere als dic Freitag erU'ähnten Mittel in Bereitschaft, um abergläubische Kundcu anzulockeu. Auf die weibliche Klientel nnrtt am besten ein langes, mit roter Tinte geschriebenes Gebet, versehen mit allerlei größeren und kleineren Kreuzeu uud KVeuzcheu sowie audereu geheiinuis-vollcu Zeicheu. Das Gebet bewahrt jedeu. der es bei sich trägt oder betet, vor alleu Schädeu au Leib uud Seele llnd vor allein Elementarschäden nnd Unglücks-fällen. Dieses Gebet verteilt die ^lartenschlägerin unter ihre Besucher, nachdem sie ihueu Gluck uud Unglück, Leid uud Freud prophezeit hat, mit dem Troste, das Gebet werde Glück »ud Freude uoch vermehren, Leid nnd Unglück aber iu alle, Winde verscheuchen. - (Aufgedeckte Fresfc u.) In der Sankt Georgikirche im Parke zu Sonuegg bei Vrunudm'f wurden au den Ceitenwänden unte.r der <.ialkweißung Freskageiuälde vou historischem Werte eutdeckt. Am ki. d. M. wurden sie vou deu Herren Vezirkst'ommissär S , m a und Iuavmour H nuu « besichtigt. Es handelt sich im» die annze Aufdeckung uud Vesei-tiguug des Kalkauwurfes sowie mu die Nestauriernn^ des >li.rchleins, das sehr alt ist nud auch vou Val° rmsor besprochen wird. —l. — (Von der Er d be b e n lva rte.) Gestern morgens gegen ,i Mir A7 Minnten erfolgte der Beginn eines fchwacheu Ferlibebeus. Das Maximum der Ben'egung trat um 8 Uhr 5,0 Miuuteu luit einom Hauptausschlag vou 5 Millimetern ein. Ende der sichtbaren Aufzeichnung gegen 4 Uhr :i<1 Minuten. * (E i i^ e iu V a g a bunden - Eld o r a d o im Stadt w a l d e) wnrde Sonntag n,achmittags von der hiesigen Polizei ein jähes Ende bereitet. Gleich deu ciustigen „Nokovnjaöi" lebten sie glücklich und einträchtig beisammeu: der ^ileiue uud der Gros;e, die Mi'icke uud die Fliege, der Bärtige uud der Glatte, der Traurige uud der Luftige, die Zahulücke und der Schiffslapitäu . . . Uud damit die ganze Gesellschaft deu Namen „Leute" verdieute, fehlte es auch an Franensperfonen nicht. Nur gab es unglücklicherweise keinen Groga den Großen, der die Pärchen zusammengetau hätte. In zwei getrennten Gruppen lebten sie in Komiuuuismus mit den Bauern, denen sie vou den Felderu allerlei Früchte stahleu. Damit es lustiger zuging, kauften sie sich auch zeitweise Fleisch, einen Schweinskopf oder Schweinsrippen nnd ein Paar Flafchen Branntwein. Solche Sachen sind ja so leicht zu erhalten: Man braucht uur hie nud da auf eiucu Besuch zu gcheu uud eine kleine unfreiwillige Anleihe zn machen. Diesen zarten An> fangen des Kommunismus bereitete uun, wie gesagt, die Polizei mit eiuem brutalen Eingriffe ein rasches Endc. Nnr der Mücke gelang es, aus dem zugezoge-ueu Netze zu entschlüpfe!!, wohingegen die Fliege darin häugeu blieb, die sehr in VerdaM steht, gemeinsam mit der Mücke der Lehrerin Fräulein M. Levec eiueu Koffer gostohleu zu haben. Die darin vorhandene Wäsche verkauften sie iu Waitsch. die Dokumente warfen sie als unveräußerlich wahrscheiu. lich weg. Auch die übrigen Glieder des kleinen Feld-lagcrd sind Personen, die sich schon viel gegen die Gesetze versündigt haben: die eine (Juliana Trco) war schau uicht weniger als 32mal abgestraft uud sas; schon drei- oder viermal im Arbeitshause. Die ganze Baude war wohl organisiert uud duldete ieineu Fremden unter sich: zuweilen lieferte fie den Vagabunden aus Waitfch, die keine so nahe Konkurrenz dulden wollten, förmliche Schlachten. sF e u e r w e h rwes eu.1 Am 'l. d. M. faud in Waltcndorf bei Nudolfswert die koustituiereude Versammlling einer freiloilligen Feuern>ehr statt. Um 1 Uhr nachmittags versammelten sich bei <»<> B<^ sitzer uud Jünglinge im Schul^iiumer der ersteu >tlasse. Zuin Vorsitzeuden der Versammlung wurde Herr Landtag^abgeordueter Josef D u l a r geiväblt, de>r die Versammlung sowie deu Verbaudsschriftfiihrer I. Troüt begrüßte. Diefer hielt einen cinstündigen Vortrag iiber das Löfchlvefen sowie über den Nutzen einer gut geschulten Ieucru>ehr und erklärte weiiers die Vc-reinssatzungeu, die angenommen wnrden. So» dann erfolgte die Einschl'eibnng der ansiibenden Mit-glieder. Es fei bemerkt, das; diese Gründung die s)7. war, welcher Verbandsschriftführer Tro^t bei-N'ol'!nte. —l. (Vou der o >u b r ometri s ch en Äeob -a ch tung s ftatiou iu Littai.) Die ombro-metrische Beobnchtuugsstatiou dritter Orduuug iu Littai verzeichnete nn Monate Juli zweiundzwanzig Tage mit Niederschlag, während nur ueuu Tage des Mouates ohne jeglichen Niederschlag verblieben. Der größte binnen 2-i Stuudeu gefallene Niederfchlag Nmr,de aiu 26. Juli niit einer Niederfchlagsmenge von 32-2 Millimetern, der geringste am 18. Juli mit einer Niederschlagsmenge vou O1 Millimetern beobachtet. Die gesamte im Monate Juli überhaupt gefallene Niederschlagsmenge be.trug 172'4 Milli meter. Gewitter gab es im Littaier Savetalgebiete im oerflossenen Monate an zehn Tagen, hievon au drei Tagen in Verbindung mit Hagelschlag. Die höchste Lufttemperatur wurde am l. mit einer Teni-peratnr von -^ 3l)'2 Grad Celsius, die uiedrigste a>n 9. Juli mit einer Temperatur vou > 1s>'2 Grad Eel-sius beobachtet. Jedesmalige tägliche Neobachtungs stunde um 2 Uhr nachmittags. Der heißeste Tag überhaupt war im Littaier Savetalgebiete der 1. Juli. —ik. " sEin Ein schleich er.) Gestern schlich sich eiu unbekanuler Dieb ins Gasthaus des Michael Weiß eiu uud entwendete verschiedene Gegenstände. Der Dieb hatte sich abends wahrscheinlich einsperre,: lassen, worauf er ungestört sein Geschäft ansführeu konnte. * (E in zudringlicher Bett l e r) ist eiu gewisser Lorenz Iakliö. Als er vorgestern in einem Gasthause betteln wollte, ließ ihn die Wirtin nicht ein. Da geriet Iakli<' in Zorn und belegte die Wirtin solang? mit allerlei schmeichelhaften Zuuameu, bis er mit Gewalt entfernt norden mußte. — (Das P h o to g r a P h i sch e Ateliei Iul. Müller) wird wegen Umbaues bis l. November geschlossen bleiben; Nachbestellnngen uud Neuaufnahmen werden jedoch im Hotel Lloyo (Eingang gegenüber dein Hotel „Union") angenommen. — (Eiu floveuifchcr Küustler iu Amerika.) Die Meldung, daß sich Herr Ivau Z ajec nach Amerika begeben hat, ist, wie wir den hiesigen slovenischeu Tagesblätlern einnehmen, verfrüht. Geschäftszeitung. - (L ieferu u g s a u s s ch r e i b u n g.) Fiir den Aliiücbezirk der k, k. Staatsbahii.direktion Triest ge» langt für die Tauer der Jahre 1905! nnd W09 die Koufektiouieruug der Uuiformeu foloic die Lieferung von ^lürschnerwaren znr Ausfchreibuug. Offerte (Preisverzeichnisse) werden biö längstens ll). Sep-teinber ^ll>()7, 12 Uhr mittags, bei dem Einreichuugs-Protokolle der k. f. Staatsbahudirektiou eutgegen-genommeu. Bedingnisse uud soustige Behelfe können, bei der genannten t. k. Staatsbahndirektion, Abteilung 2, eingesehen, behoben oder gegen Einsendnng des Porto bezogen werden. Telegramme lles l. l. TeltMhtll-^mlPllllenz-Vllttlllls. Die Entrevue in Swinemündc. Swinemüude, 5. August. Nach dem ge-strigeu Diner anf der „Tentschland" verweilten beide Majestäten mit den Helrren ihrer Umgebung nnd den geladenen Offizieren längere Zeit auf Deck. Kaiser Nikolaus spendete der Offiziersmesse der „Deutschland" eine Prachtvolle Silberbowle. Der Flottenchef Prinz Heinrich sprach im Nameu des Offizierskorps feinen Tank dafür aus. Der Kommandant der „Deutschland", Kapitän zur See v. Krosigk, brachte ein dü'Maches Hurra auf deu Kaifer Nikolaus aus. Später wurdeu kiuematographische Aufnahmen vor-gefiiln't. Gegen halb 12 Uhr verließe» die Majestäten nnter dem Salut die „Deutschland". Swin cm ü nde, 5. August, Um !<> Uhr vor-mittags begab sich Kaiser Wilhelm auf deu „Staudard" uud vou hier mit Kaiser Nikolaus au Bord der „Deutschlaud". Um ^11 Uhr lichtete die gesamte Estader die Anker, nm Ererzierübungen vorzunehmen. Das Wetter ist sehr schön. Swinemiinde, 7). August. Gegen 2 Uhr nachmittags kehrte die Flotte auf die Neede vou Twiuemüude zurück. An Bord der „Deutschland" fand hierauf eine Frühstiickstafcl beim Flottenchef Prinzen Heinrich statt. Um M Uhr verließen die beiden Majestäten die „Deutschland". Später unternahm Kaiser Wilhelm eine Segelfahrt auf der „Iduna". Die Vorgänge iu Marokko. Madrid, 5. August. Wie der „Imparcial" aus Las Palmas meldet, ist das Kanonenboot „Bazan" nach Casablanca abgegaugeu. Gibraltar, 5. August. Der euglische Kreuzer „Autrin" ist heute uach Easablauc-a in See gegangen. Tanger, 5. August. Der französische Kreuzer „Galiloe" hat die Weisuug evhalteu, die etwaige Einschiffung von Enropäeru iu Eafablauca zu be-fchützeu uud foust den Umständen gemäß zn handeln. Paris, 5. August. Die nach Casablanca unter dem Kommando des Generals Drude gesandten Trnppen umfafseu zwei Bataillone algicrische Scharf« schlitzen uud eiu Bataillou Fremdeulegiou, zusammen 21M Mann Infanterie mit eiuigen Geschützeu nnd 8l)<> Manil Kavallerie. Die Truppen werden sich in zwei Abteilungen einschiffen, uud zwar die eme auf Krenzeiru iu Orau, die audere auf dem Transportdampfer „Nivc" in Algier, T a u ger, 5. August. Seit gestern kommen aus Masagau cruste Nachrichteu. Die dortigen Fremden sind anscheinend von Naubgesiudel bedroht, das durch die Vorfälle iu Casablauw zu Gewalttaten ermuntert worden ist. Vom deutschen Gesandten wnrden zwei dortigen 5lonsnlarbeamten die nötigen Weisungen erteilt. Ein Handelsdampfer soll nötigenfalls nach Masagan zur Aufnahme der Deutfcheu uud audereu Fremden abgehen. Der französische Geschäftsträger beantragte die Entsendung von Kriegsschiffen nach Masagau. Taug er, 5. August. Briefe aus Nabat vom 1. d. berichten, daß die Lage Ziemlich gespannt sei, Der Stamm Azer treibe sein, Unwesen in der Um-gebuug der Stadt. Die Frauzofeu verlangen die Ent-seuduug eiues Kreuzers, da sie soust die Stadt, die uur vou kleinen uuzuverlässigeu Truppen geschützt wird, verlassen würden. üaibacher Zeitung Nr. 178. 1663 6. August 1907. 5tnrlowitz. l). August. Güstern fand imtol-Eutfaltulia eines anWrol-l>!NlichLn Poinpec' das L^ichondraänlinis dl,'5 Pattiarcholi Vrant'ov^ statt, ^n V^ti-cNinq des.^msero nck>,n der Norpskoininan-dant IML. Gl!rba und ausMdcm nnwr andor^n dil) VortrLtor des Königo von E«^l,nen lind der serbischen N^Mruna daran tcil. Paris, 5. August. Nacli dein von, Ministerium dc5 Inncron veröffentlichten endgnltigen statistischen Ausweise über die Generalratowahleu gennnnen die Nepublitanor der Linken 14, die Radikalen und Sozialistisch-Nadikalen 77, die nnalchä'na.ineu Tozia-listeu ^ nud die geeinigton Sozialisten si Mandate. Die Maktionären verlieren 2:>, die Nationalisten !l» und die Progressisten 5>8 Maudate. Teheran, li. August. Nnttliche Tclegrannne berichten, das; tiirtische Truppen mit Artillerie per-sisclx'o Gebiet in der Nahe von Urmia betraten, ein Torf zerstörten und 18 Männer sowie l>0 Franen und linder getötet baben. Tarauf nahniei^ sie vc>n dein persischen Lager Vesitz, dao die geringe Besatzung zu räumeu gezwungen war. Newyork, 5. August. Erregt durch die fortwährenden unsittlichen Angriffe auf junge Mädchen, versuchte der Mob gestern verschiedene vermeintliche Schuldige zu lynchen. Ein Russe namens Georg festerer, der beschuldigt wurde, ein Hauo betreten zu haben, um ein Kind fortzuschleppen, wurde beinahe totgeschlagen und verdankte sein Lebeu nur dem Eingreifen der Polizei. Ein unschuldiger Iwliene>r wurde so mischandelt, 5aß er voranosichtlich nicht mil dem Leben davonkommen wird. Tie Lage wird täglich schlimmer. Verstorbene. Am 4. August. Franz Trampus, Arbeiterssohn, b Mon,, Polanastrasie 45, 6k8tr«ouwriti8. — Josef Zalar, Vesitzer, 79 I., zUrchengcisse N, Marasmus. — Wilhelm Kaiser, Ar. beiterssoyn. 14 V.'ion,, Schiehstättgasse 15, I^u 7 U. F. ! 736 6 > 18 bj SO. mähig > heiter 00 Das Tagesmittel der gestrigen Temperatur 23 8°, Nor male 1i)-5°. Wettervoraussage für den 6. August für Steier- marl und Karntcn: Wechselnd bewölkt, schwache Winde, warm, Gewitterneigung; für Krain nnd das itüstenland: Meist heiter, schwache Winde, warm, gleichmäßig anhaltend. Verantwortlicher Redakteur: Anton Funtel. Tužnim srcein nazuanjamo vsem sorodnikom, prijateljem in znancom žalostno veBt, da je naš iskreno ljubljeni, ncpozabni Boprog, oziroma oèe, brat, Bvak in stric, gospod Josip Verderber c. kr. zemljeknjižni vodja v p., posestnik, obèinski svetovalec, bivši krajni šolski nad- zornik in predsednik kr. š. sveta itd. v soboto dne 3. avgusta 1907 ob 11. uri do-poludne v 75. letu svojo dobe po kratki bolezni, previden z svototajstvi za umirajoèe, niirno v Gospodu zaspal. Zemski ostanki preljubega pokojnika pro-neso se v ponedeljek, dne 5. avgusta 1907 ob 4. uri popoludno iz hišo žalosti ua tukajšnje po-kopališee. (3114) Svote maše zadušnice se bodo služile v tu-kajšnji župni cerkvi. Na Bledu, dne 3. avgusta 1907. Ljudmila Verderber roj. Piro, soproga. — Olgra Verderber, hèi. nUniTuunuF von hervorragend diätetischer HI . 11 II Wirkung, das sich in dieser Hiu- TPflinPlnili'llP sieht vorteilhaft vonallen anderen f|l lllll|Jbll|UbllU Mineralwässern unterscheidet. (3030) 4-1 Verkaufsanzeige. 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Silber (Llpril>0lt.) per Kasse......«? l< WZ. i»S«er Vlaatelos« b«0 sl. 4°/«ij'. «,' l«2, l«LNer ,, 100 sl, 4°/<, H<>8--2U5--i8U4er ,, 100 sl. . . !i4:->^»'Ä^i't><> ,«k4er ,, b« sl. . .ll<<5 5> i<8 !,< Dom,-Psllndl>r. ^ 12U fl, 5°/i>2W^5 2ljl 7ö Stantsschnld d. i. Neichö» rate vertretenen König« reiche nnd Länder. Qslerr. Voldrentr, stsr., Gold per «nsse ... 4°/„ lüsi'K lll, »l, Osterr. Meote in lnonenw. stfr., « . per Nasse , . . 4°/„ l« 6< !«8! oetlo per Uüimo . , 4"/„ 8li ^< l^ß »><> Öft. Investiümis.-Mentt, stsr., «r. per Kasse . »>///<, »u vk> 8c 6i HislNbllhn.Klllllkschuld' »elsch«>l,ungen. itlisabethbahn in G., steuerfrei, zu 1U,«dl> fl. . . . 4"/„ — - —'-Franz Iuses-Bahn in Silber (bw. Et.) . . . b>//V„!1:)'9t lliU'«5 Val. Narl Ludwig-Äal)» (v,v. Stncfe) Nionen . . 4"/, 9s ^< ü? 3c »iudolfbnyn in Nionciinia'hrmig. sleuersr. (div, St.) . 4"/« U«'4l «7-4C Vorallbrrgcr Bahn, steuerfrei, 400 Kronen , . , 4"/„ 95?.- S«-?t^ Fn zl»»!»>chuldu»schil«hn'ßkl<»n Llisalirth-Ä. 200 fl. KM. ü' //„ von 4U0 Kronen . . . . 468 - t?ü'-detto Linz-Bnoweis 2l>« fl. ü. W. S, 5-V<"/n.....ü4'- «8-- delto Salzburg Tirol LU0 . ü, N!. S- b"/„ . . . , !2'^- !üt - Geld Ware y<>« Zlaate zur Z«hluug üb«> uommlNt ßislnbahn. Pliollliit«. ffbligalluntn. «ol»m, Westbal,», ltin, 18U5, 40N Kronen 4«/„. , , V7'il> «i, «ü ^lisabetlibali» N0<» und 20UU V!. 4 ab to"/»......114'— >ld - Ellsavellibahu 400 und Luoo M, 4"/n........l,4 5> Nl>ü< ^rauz Iofef-Vahn Em. 1884 , S. 5°/« lU8-> «('». Horarlberger Vahn Em. 1884 lbiti, St.) Silb, 4°/, . . 8«'s^ 9?'2?> Staatsschuld der Länder der ungarischen Krone. !4"/„ una. Guldrente per Kafse i,„ 2b 11« 4ü 4°/^ drttu per Ultimo 110 2d li,»4!> 4-/„ una. Rente i» klonen- »ähr. stsrei per Ka^c . . «2-K l<2 »> 4°/„ dclto per Ultimo 92 1b lü 35 3'/,°/° dctlu per Kasse. «175 51 9t> Unl,. Prämien-Anl. ü ION fl. . l«6 5< lt,8 ü^' detto b 50 fl. , 18« 5< !l,8'!,l TheihRen.-Los.'4°/» . , , ,4v) zü> l42-ö »°/° lroat. ». slav. Orundentl. Oblia,........»6------------- Andere öffentliche Nnlehen. Bos». Landel'Anl. (div.) 4"/« »1 Zb 9^ Zl, Vosn.-Herccg, Eisenb.-Landes« «nlehen (div,) 4>/,°/n - »7 6« 98-8>> 5"/u Donau Neli.Anlelhe 1878 K'3- l<>4 - Wiener Verlchr« Anleihe 4°/« 9° 8, Sli-',b detto 1»00 4°/u 95 «< U6-UU «Nnlehen der Stadt Wien . . 101 i< »02 1» detto (S. od. V.) . . . 11965 !20«i detto (1894) . . . .95-2 »'8l 9« 8l> detto (1900) .... 9«,! 97-'', detlo Inu.-U.) 1908 . 9?'«, !j»ü, Vörsebau-Anlehen verlolb. 5°/u ? 97 ?l> Bull,. Staatöelsenb. Hyp.-Uul. 1889 Gold .... 6»/^ 119-- l2U - B>»a. C!nn<ö. H>,pollielar slnl, l! 8«2z 87- Äöh«,, Hypothelcnbanl verl. 4"/« 9« 75 97-^rntral.Bod.-itted.-Bl., üsterr.. 4b I. Verl. 4 >/,"/« . . . 10120 102 b< Ienlral Vov.-Kred. Bl., österr., 6b I. Verl. 4°/„ .... 88 - 98 Kred. Inft.,österr.,f.Berl..Unt. »!.°ffen»l.Urb.Nat.^vl.4''/° 9? 2b 9s'Li> l/andesb. d, Köu. Galizirn und l/odom, b?>/, I. ruclz. 4°/, 95'- u«-- Mähr, Hypothelenb. veil, 4"/„ 95-45 9« 4!> ^l..österr,i!llnde«.Hyp..Anst.4''/o »«'40 97-4< detto inll. 2«/,Pr. veil, »>/,"/« «» °« «9 ^ detto k.'Schuldsch.verl. »'///„ 8«-2n kü-25 ^dcttoverl. 4°/° »6^0 8?zo Osterr.'Ungar. Van! b« jühr. verl. 4"/° ö- W..... «< N^ 8»:).'> detto 4«/l, Kr..... 98 90 9« 9U Sparl, l. öst., — —- drtto En>, 18u4 --- --- Osterr. Nordwcstb, Wo sl. E. . 102'9l 10390 Ltaatsbahn 500 Fr..... 38u-- 39b — Nndbahn i^ 3«/u Jänner. Juli ü«u yr. (per Et.) . . . ü9b 6' 29? «0 Lüdbahn k 5°cht x«st. 3°/° Vobentredit.Lose Em. I88N L«o- 26ü - detl» Vm. t889 268 2k, 274 2b b"/l, Donau. Nea,»!lierung« - Lose 100 fl. ö, W..... 220— 256 - Serb. Pram..«nl. v. 100 Fr. 2°/» 8?-- 103- zlnütizlnlllcht fl>sl. Vudap..BafU,ia (Dombau) 5 fl. 20 4ö 22 4b Kreditlose 100 fl...... 422 — 428- Clar».«ose 40 sl, tt. Vl. . . 142'- 148- l?Ie»er Lose 40 jl..... 2»b- 21,- Pals!>,.Lost 40 sl, K. M. . . 15t> üu 181'5( Nolrü Kreuz, öst. Ges. v,, 10 fl. 441« 46 10 ^iutru Kreuz, una, Ges, v., b fl. LL üb 28 ?b Nudols.Losc iu fl...... 6« - ?» . Lalm.liose 40 sl. K. M. . . 18U-- 2'ü - Geld Warr lurl. E..V..«nI. Pr2m..vblig. 400 ssr. per Kasse ... 183 80 184 9« drtto per M. ... i»3ü0 184--,«' Wiener komm,.Lose v. I. 1874 452- 458-«ew.'Ech.b. 3«/„Prüm..Schulbu. b. «obtNlr.>Anst. Lm. 1889 68— ?2>— «ltien. VlllN»P0lt'ZlnttlNlhmNNglN. «ufsig.Iepl. Eisenb. boo sl. . 2400— 2410 - -Zölim. Nordbahn 150 sl. . , 24S— 344-. ^uschtichiader Eisb,50U fl. KM. 2850'— 2»«5 — dl'ltu (lit. !!.) 2<»n fl. per Ult. Iu65 — iu?5-Donau . Dampsschisfahrts > Ges., 1., l. l. priu., üoo fl. tlM. !)><«— 93!! - Dux.Vodenbacher Eisb. 400 Wr, 5^7— 5X1-- Ferbinands^turdb. I00U sl. KM. 521b — 522»--Uemb.'Lzern.'IassU. Eifcnbahn» Gesellschaft, 200 fl. S, . »59 — 5S1-- «!ohd,ijsteri.,Irieft..5«<>fl.KM, 44l- 44ll- Ostrrr, Nordwestbahn 200fl. V. 427- 42?d<' dettll(lit, l^,)20N sl.S, P.Ult. 420- 422'- Pran.T»xer(tise»b.10<>f!.abgst, 215 50 218- Ztaaiscisb. 200 fl,S. per Ultimo »57^5 ßü^!is Siidb. 200 fl. Silber per Ultim 158-75 159 7d Südnorbbenl sche Verbmbungsb, 20« fl. KM...... 385'— «g?- Tramway.Ges., neue Wiener, Priuriläts.Altien 100 fl. . —— —-— llngar. Westbllhn (Naab»Nraz) 200 fl. S....... 40»-— 4y4'7k Wr. Lolalb..UNien.Ves. 200 fl, H«0 .. ------- V«nlen. «nnlo.Österr. Vaul, 120 fl. . . »02 - 30» - Panloercin, Wiener, per Kasse — — — - bettu pe. Ultimo . . . 53» — i>84 - i'obeuli..Aust. österr..L00sl.G, 1008— 1012-- ^i!tr..Uod..ittedb. ist., 200 fl, 536'— 540 — Kreditanstalt sur Handel uud Gewerbe, lUo fl,, per Kasse —— —-— dett» per Ultimo y!>0 - 651 - Kreditbank aNg. »ng., 200 sl, . 750 50 ?i»i 5> Lepusitrnbanl, all«., 20» fl. . 462'- 4l!2 ?5 Eillompte. OeseNschaft, nieder» üslerv., 400 Kronen . . , b«!6 — 56» -«Äiro» und Kassenverei«, Wieinr, 2UU sl........ 454'— 4ü?'— Hypl'theleubanl, österreichische, 200 fl, »n°/, lt..... 2««'" L9«- iiändcrbanl, üslerr,, 200 fl. per dctto'per Ult'ww ' ' ' .' 43125 4b2 l-b Merkur". Wechselst.. «Mie». Oesellschast, «00 fl. . . . 604- NW- («sld Vni« Österr>ung. Banl l400 «ronen l«»i > l»i2 — Unionbanl 200 fl...... bN"< — 569 — Verlehrsbanl, aNg,, 140 fl. »!,2 - 833 — Inl>nstri«>ssnlern»h«nngtn. Bannes,, all«, österr., Ion fl. . l2l — ieb — Äiülerkohlruberab.-Oes.ioosl. /üii- 73^ — Eisr!lbahnw..Leilig,, erste, lau fl. 204 — 205-- „Elbemilhl", Papiers, u. V'V. »91— 194 — !tleitr,.Ges., allg. «Nerr,,2oo fl. 4»3 - 43»-- dettu internat..200fl. :<87 — 58» — Hirtenbcrger Patr.., Ziindh. u. Mct..Fabril 4un Kr. . . l0«4 — tas» - üiefiuger Brauerei 100 fl. . . 2N6 . 270- Monlllu.OeseNsch ,österr..alpine 55l k»o d92 !0 „PuIdi.Hiitte", liegelMNahI. F..A..V. 200 fl. ... 444 - 45L -Oraler Eisen. Ind.» Ges. Em. 1905, 200 fl...... j!b!»5'— »6»H — Mma.Murany > Salgo-Tarjaner Eisenw. 100 fl..... k»L9 75 54U 75 Zalgll'Tarj. Steiniohlen 100 sl 5,'5 - 5?? — ,,Echl»l,lmühl", Papiers,,20»fl. 34»-- 553-„Schodnica". «..«. f. Petrol.. Ind., 500 Kr..... dil'— 515- „Steyrermühl", Papierfabril und U..0...... 44!,— 44U-. Trtfailer Kohlenw..«. 70 fl, . 256 — 2ö?'3U Tüll. Illbatiesic.Ees. »00 ssr, per »asse . - — — dett» per Ultimo <20 20 421 »0 Waffens..Ges.. Vsterr.. in Wien, 100 fl........ 473'- 4»0 - Wagnon.Leihllnftalt, allgem., in Pest. 400 ttr..... -'- "- " Wr. Äaugesellfchast i«o fl. . . ,öy- "?- Wienerberger Ziegelf..««..«?; ?«>>- ?i>« " Devisen. »nrze Sichln, nnl Hcheck». Amsterdam . . . . , 19»«« 1^» »»5 ^wli.mfche «a'.lvlahe . . ^S0 ^«5 Arich und V°!" -' , ' — «d l.7' 957., Valuten. Dulaten ....... II 3d 11 »3 20-ssranlen-Etücke..... l»13 i» ^ 2 ecutfchs Nelchsbanlnoten . . 1,? «- n? ^>^» italienische Nanlnoten . . 9570 y°»,,, üilibcl-'.'lotcn . . , . z.^z 2.^ Eiaa.- -u.ia.cL "VerlcBi/u-f vou Kcuteu, Pl°Hiidbri«lt>ii, I'riorilttten, Aktien, Logen «tc, I)«v1n«ii uiitl Auluten. (4) Los-Versicherung. Jtm €3m Mayer Bank- -u.3a.cL "^7-ecli.slexgrescli.ä,ft I.itibacli, NtrlliirK«»*«'. Privat - Depots (Safe-Deposits) Verzinsung von Bareinlagen Im Konto-Korrent und auf Giro-Konto.