LMacherWMtlmg. Nr. 73. Pränumerationspreis: Im Comptoir ganzj. ss. il, hall'j. fl. 5.5,0. ssiir die ^ustcNunq ins Haus halbj.Sulr. Mit der Post ganzj.fi. 15, halbi. si. ?.5li. Freitag, 30. März Inserti onSgel'NH, ei« 10 Zeilen: Imal yo l»„ 3m. «<)lr., 3m. i st.; sonst pl.Züilc im. n tr.. 2m.8lr>, 3m. 10 lr. u. s. n'. Insertionöstempcl iebeim. 20 k. 1866. Mit 1. April beginnt ein neues Abonnement cmf die „Laibacher Zeitnug." Dcr Prän n m crati ons-Prcis beträgt für bie Zeit vom 1. 3lpril bis Ellde Juni 1^60: I" Comptoir offen...... 3 fl. 75 kr. öl» Comptoir nnter Convert ... 3 „ — „ ^ür Laibach ins Hans zugestellt . . 3 „ — „ Mit Post nntcr Kreuzband .... 3 „ 75 „ Vom 1. April bis Ende Dezember I860: An Comptoir offen......8 si. 35 kr. Iln Comptoir nnter Convert ... 9 „ — „ Für Laibach ins HauS zugestellt . . 9 „ — „ 'Mit Post nntcr Kreuzband .... 11 „-25 „ Ämtlicher Theil. 3c. f. k. Apostolisch«: Majestät haben mit Aller-höchster Cntschlicßnug vom 17. März d. I. die Wahl l>cs Kasimir Grafen Krasicki zum Präsidenten und b.cs Ludwig Ritters von SlrzynSki znm Vizcprä-sidcutcn der galizischcn LaudwiithschastSgesellschaft allcr-llnndigst zn dcsliitia.cn geruht. ^, Das Handelsministerium hat dlc Wiederwahl des ^rajano Viccntini znm Presidenten nnd des Giuseppe Scriuzi zu>n Vizcpräsideutcn dcr Haudelslam» mer in Verona für das Jahr 1806 bestätigt. Nichtamtlicher Theil. Saibach, 30. März. Die preußischen Blätter vc,suchen , wic cS scheint, tin wenig Unkraut nutcr den Weizen zu säen. Die "Kreuz »Zeitung" tröstet sich mit dem Gedanken, daß wan in Ungarn, Kroatien nnd Galizicn mit „den östcr-^cichischcn Rüstungen" sehr unzufrieden fei, zumal „diesen Leuten" eln Fcldzng für das Augustcnburgcrlhum "Nicht cbcn verständlich oder sympathisch ist." Die „Wiener Abcudposl" cnvidcrt dcr „Krenz-Zei-'uug," sic werde schwerlich eine österreichische Quelle für diese Bchanplnng anführen lönncu. „Wir unserer« seilS adcr köuncn mit genügenden Zitaten aus preußischen Blättern znr Illustration der Frage dienen, ob in Preußen etwa em Krieg gegen Oesterreich popnlär wärc. Gcradc hcntc hcbt die „Kölnische Zeitung" her-vor, daß das preußische Volk doch anch ein Wort mit-znrcdcn habe, da es die Mittel'zum Kriege bewilligen miisfc. Das Volk wolle aber leinen Krieg, dcr sich mit Ehren vermeiden läßt, es wolle ganz entschieden leinen Angriffskrieg. Und die „National - Zeitung" — wir greifen ebcn nnr dic ersten besten Beispiele ans dcr Fülle des zn Gebote Stehenden heraus — sagt in ihrem Sonntagöartilel, daß sie lediglich nach Abwägung des Einsatzes nnd Gewinnes daran festhalte, daS preußische Volk müsse sich gegen dcu Krieg erklären und gcgcn die Annexion um diesen Preis. Wir geben diese Beispiele nicht etwa, um im Gegensatze gegen die« selben die Vchanptnng aufzustellen, die Bevölkerung Oesterreichs sei kriegerisch gestimmt. Das aber können wir dcr „Krcuzzcitung" versichern, daß cs leinen Volks» stamm in Oesterreich gibt, der nicht mit Frcndcn die Opfer brächte, welche die Vertheidigung des gemein« samcn Vaterlandes und die Abwehr cincö Angriffes anf dasselbe erheischen würde." Indessen scheint die prenßische Negicrnng die Politik > dcr Italiener vom Jahre 1859 konsequent durchführen zn wollen; dahin dentct wenigstens die einem Grazer Blatte tclegraphirte Acnßcrung der „Proo.-Corrcsv.": „Die preußische Regierung muß wachen, daß die Landes« grenzen lciucn Augenblick nuvcrthcidigt bleiben. In diesem Augenblicke dürsten bereits Befehle zn denjenigen militärischen Maßregeln ergangen sein, welche unerläßlich sind, um dcr etwaigen Gefahr eines Augrisfs sofort nachdrück-lich vorzubeugen." Oesterreich wird sichcrlich auch zur rcchtcn Zeit handeln, und die Welt wird entscheiden, wem die Herausforderung zur Last fällt. Zur 3ilualiöll. In ciucm „Vom Main" nbcrschricbcncn Artikel wird in dcr „Augsb. Mg. Ztg." die gegenwärtige po. litischc Lage in Deutschland, namentlich daS Verhältniß zwischen Oesterreich und Preußen nud dic jetzige Polilil dcö letztem Staatcö treffend geschildert. „Cs ist weniger ein Drängen gegen Oesterreich, was wir in Berlin wahrnehmen, als cm „Drängeln." Znm entschiedenen Vorgehen würden Kraft, gutcS Go wissen nud unerschütterliche Zuucisicht in die Rechtmäßig, lcit der eigenen Absichten gehören. Was wir wahrneh- men, sind nicht Mittel, sondern Mittclchcn, und daS kleinste davon war dcr Versuch der „Nordd. Allg. Ztg.," m diesem Augenblick ciumal wieder dic Geneigtheit Preu« ßcns zur Bnndcsrcform von weitem zn zeigen. — Graf Bismarck kündigte dem versammelten preußischen Ab-geordnctcuhauS eine Gelegenheit an, Farbe in der fchles-wig-holstcinischcn Angelegenheit zn bcleuncn. Seitdem wird die Bevölkerung Prcußcns, Oesterreichs, Deutsch« lands dnrch beständig wachsende Gerüchte beunruhigt. Heute drohcu dic cingcwcihteu Federn, morgen bcschwich-tigcn sie. Hcute wird mit Säbcl und Pnlverwagen gerasselt, morgen werden dem Verbündeten von 1864, dem Mitbesitzer seit dem Wiener Frieden und dem Mit« uutcrzcichncr dcs von preußischer Seite uoch vor kurzem so schr gerühmten Gastciucr Vertrages, Unterstützung dcr Gegner Prenßeus, Vcrsnchc, die Großmächte auf seine Seile zn bringen, Drohungen, Nüstnngcn vorgeworfen , während Oesterreich im Gruudc mir an Deulfch« laud und Enropa gemachte Znsagcu nicht zurückziehen will, welche Preußen mit ihm gemacht hat; während Oesterreich nur ciuc Stclluug behauptet, welche Preußen ihm bereitwillig eingeräumt hat; während Oesterreich, wcnn cö scin Militärwesen nicht vernachlässigt, nnr thut, waS Prcußcu ebenfalls nicht versä'nmt, und sich vorsieht. Was die Orgaue des Drängelus, die „Krcuzzeituug" und dic „Nordd. Allg. Ztg.," aber mit ihrem Gcbahrcn bezwecken, ist unschwer zn crlcnnen; was damit erreicht wird, auch. Man redet über die auswärtige Verwicklung nud wüuscht dic Aufmerksamkeit von dem Stillstand des Vcrfasslnigslcbcuö, dem bndget« losen Zustand und allen,, was damit zusammenhängt, abzulculcu. Elhitztcu sich dann erst die preußischen Gemüther gegen die Halsstarrigkeit, womit die Ocstcr-rcichcr die „unerläßlichsten, dic rechtmäßigsten, von dem gcsalnmtcn preußischen Volkc zu clncr Ehrensache gemachten" Ansprüche anf Schleswig-Holstein zu vereiteln wissen, dann würde cs nicht schwer halten, den Träger der Aliuexiunsidcc für dcu Vertreter dcS prcußischeu National« willens nach ausicu zu erklären; und würde cr in dcr auswärtigen Politik Preußens popnlär, so würde man seine Tendenzen im Innern nllmnlich erträglich, mwer-mcidlich, nothwendig, lauge verkannt und cudlich wahrhaft beglückend finden müssen. Ob die demnächstigen Landtagöwcchlcn dem Ministerium übrigcuS dic Majorität bringen werden, haben wir noch lebhaft zu bezweifeln. „Kühl bis ans Herz hinan," hieß es kürzlich ans Berlin, nnd ans den Provinzen lantcn die Nachrichten wo möglich uoch frostiger. Dcr audcrc Zweck ist daun allerdings gegen Oefter- Feuilleton. Aus Oberkrain. Ende März. > 9 Aus seinem Wintcrschlafc erwacht, reibt sich dcr N"d-IcMctouist halb träumend noch die Augen, blickt '" sich nnd in sich und sctzt sich cudlich wieder ciu-z "°l zum Schreibtisch, um sciucu Lesern zu erzählen, V° °" "' geträumt nud was cr gesehen, als cr erwachte, h», 'Uht in sich und gewahrt, daß cr schon scit Mon° «.' l°"l Fcnillcton geschrieben, cr geht in sich nud f^dt, kcme solche Unterlassung mchr zu begehen; cr '^"Ut nm sich und sichc! die Welt ist gar uicht ^^ sich darüber, daß mau „aus Obcrkraiu" so ilnn ^°"' ^" s'cl)t cr wieder in sich, scin Hcrz sagt dc,5 "^ ^ unterdessen Fasching gewesen, uüd cr gewahrt, 'hm ^ Fastenzeit schon bald vorüber ist, dabei wird sil! ?" ^"' ^^ bics alles cigcutlich gar nichts nnf Und ' ' ^"^' "'"' Neujahr uud Karneval verschläft 'u dcr Charwochc hübsch nüchtern erwacht. Wii'll' ^ Traumlcbcu ist ja meist viel schmier, als die bcs.!, ^'t"' darum, wem Morpheus schöne Träume ^ '"leert, der thut besser, sich mit dcr lieben Wirtlich-lill^s .. s° l^'t z" befassen, als er derselben cbcu zur "MMigcn Vlnterzcnguug bedarf. hat> nv> "°^"' °^° i""'sl erzählen, was unS geträumt l>er'<3 ^^" ^ll^' geschäftiges Leben an dcn Ufern Brück "^ ^"^^ wurdcn anfgeworfcn, Dämmc gehoben, Wal^'" ^il'umcit, Viadnktc gcbant, und an dcu dunklen Schw - ^ "hobcu sich ncttc klciuc Häuschen im bau in ^^' nl'schnlichc — Stationshäuscr im Noh. Nati'on?,, " ^lischnftcu wiminellc cs von Arbeitern aller "' ^- cmsig pochten die Eisenhämmer und im Flammcnrcgcn sprühten die Hochöfen; der Bauer war um dic Ncge mit Pferden uud Ochfcu, Bausteine, Sand, Holz führend; im Frühliugswind flaltcrtcu rechts und Üuls die Signalfahncn dcr Iugcuieure, Aotcn licscn hin und wicdcr — Allcs, Jeder schien beschäftigt. Es ward Feierabend, lustig klang ans dcn Schäukcu dcr Gesaug dcr fröhlichen Arbeiter, dic im Tanze ihre Dir-neu drchlcu. Ich kam uach Veldcs, uud siehe! da wer-ocu ucnc Vill>,'u gebaut, Alleen gepflanzt, Wcgc auge-lcgt, 8luhcplätzc ciugcrichtct uud an deu schönsten Pimk-tcu scheu wir ganz romantische Lauben, künstliche Hainc mit Scnfzrrbänkcn, cincn Pavillon für die Mnsilbande nnd dergleichen elegante Badcorls-Znlhalcn mchr. Ctwas fällt unö besonders auf: die schöncu Pappclbäumc nächst „Malucrbrnuu" stehen noch immer, die Niklianischcu Souucubädcr habcn trotzdem an Kraft nnd Wirkung nichts verloren, nnd wir könucu uuS uicht einhalten, dcn Sonncnbadcnden nnser tiefes Mitleiden zu bczcu< gcu. Wir tiatcn in cin Gasthaus und pralleu vor Er-stauncn schier zurück, dcuu da breui^cn Apollo-Kerzen, schwarzbcfracktc Kellner schicßcn hin und her, wir hörcn das Karambolircn der Billardbälle, bekommen cinc Speisekarte und löuucu uach dein Souper in ein hell« erleuchtetes Lesezimmer treten. — Die Bahu wird dem« uächst dem Verkehr übergeben, ans VcldcS hat sich cin Ischl entpuppt. Tväumc! — wir sind erwacht uud riugs noch la< gert dcr Schnee in Thälcru und Bergen, stille ist's in Feld und Wald, und dcr langsame „Eilwagen" rumpelt gemächlich die Straße dahin. Welch'bittere Tänschnug! — Doch daS war cS nicht allein, was dcr laugc Win-tcrschlaf uns au Träumcu brachte, wir löunm uuS uur all' dcs Schöncu uicht mchr cnlsinucu, uud sind cö uuS schuldig, dic schöustcn Träume zn vcrschwcigcu. ?inr einen, dcn letzten vor dem Erwachen, wollen wir uusc-rcn Lesern noch mittheilen. ES ist sieben Uhr Abends, einer jener schwülen Sommcrabeude, die immer ein schr heißes Verlangen nach cincm kühlenden Trunke in uns wecken, wir treten in die „Stammkneipe," da sitzt ein ansehnliche Haustein glcichgcsinnter Scclcn nm dcn langen Tisch, mit so scltcncm Behagen dcn cdlcn Gerstensaft schlürfend, daß wir sic bcim „Grazer" odcr „Schwc-chater" verincinen. Wir thun cs ihnen natürlich nach uud finden dcu „Stoff" klassisch. Wohcr? Laibachcr, rcpliziit dcr Wirth. — Nicht möglich! — Zu Befehl, Leopoldsrnhcr! .— Hoch LcopoldSrnh, uoch ein Knigcl! — Wir müßten unsere Lcscr unu erst mit dcn Gesetzen dcr arithmetischen und gcomctrischcn „Reihen" bclcmnt machen, wollten wir ihnen dcn weiteren Verlauf dcS Traumes schildern. Daß dieser Traum dcn Durst, uud dieser uns wccktc, wird mau erklärlich finden. O schreckliches Ei wachen! — Sonderbarer Schwärmer! so rief eine Stimme unS zu, cs war dic dcö ciutrctcudcn Postboten. Nun aber sei's genug der Tränmercicn, wir wenden uns ganz wieder dcr Wirklichkeit zn. WaS dcr Postbote unS brachte? — Nun, Briefe, Pränumcratious«Eiuladungcn nnd Zcitnugsblätter. Ueberall sah's kriegerisch her. Doch dcr FenUlctonist will Frieden haben mit sciucn Lesern: daS KricgSgctümmcl hier oben berührt ihn nicht, cr wehrt mit eiserner Ruhe die Integrität dcr ihm gezogenen Grenzen. Es ist überhaupt ctwaS Schönes um dcu Frieden, dcn geselligen Frieden am Lande. „Holder Friede, süße Eintracht" — sic sind und bleiben cin Phantasma, wo nicht gleich und gleich sich gcscllct. Wir wollen dicscS „gleich nnd gleich" nicht angewendet wissen auf dcn pcrsöulichen Raug, dcnu dieser kömmt im gesellschaftlichen Lcbcn erst in zweiter Rcihc in Betracht, die Ebenbürtigkeit in dcr ästhetischen uud sozialcu Bildung allein ist cs, waS hierin dauernd binden und verbinden kann. — Auf diese Wcisc erklärt sich Einer daS Phänomen dcr ewige» Zwic- 494 reich selbst gerichtet. Dasselbe soll beunruhigt, wo möglich eingeschüchtert oder, wcnn das nicht gelingt, zu uu-überlegten Schritten fortgerissen werden. Oesterreich hat seine inneren Schwierigkeiten in Ungarn und in seiner Finanzlage. Es hat sich zu hüten, zu neuen Steucrauflagcn nnd nencn Anleihen zu schreiten. Es hat sich, meint man in Berlin, zu hüten bei der Verstimmung und den Zcntrifugalbestrebnngcn der einzelnen Völkerschaften die« sen neue Opfer für den Oesammtstaat aufzubürden. Da dürfte die kaiserliche Regierung, meint man ferner, um die Gefahr, mit Preußen in Verwicklungen zu gerathen und die eigenen uolköwirthschaftlichcn Unternehmungen unterbrochen zu sehen zn vermeiden, schon unter der bloßen Ac-unruhigmig endlich mürbe werden und sich einschließen, ihren ohnehin zn nördlich gelegenen Mitbesitz gegen eine Geldcnlschädignng oder selbst gegen daö weder dnrch Festhalten an den Aundcsucrträgcn noch hinsichtlich Pc-licticnö verbriefte, aber dessenungeachtet sehr schätzenö-wcrthc Wohlwollen Preußens abzutrctcu. Demi auf das Gutachten des preußischen Kronsundikatö über die unzweifelhaft von Dänemark an Oesterreich uud Pren-, ßcn übe, gegangenen Acsitzrcchtc mag Oesterreich sich ohnehin nicht stützen, so daß daS ganze Gewicht dieses Gntachtcus in die Wagschale Preußens allein fällt; der Herzog von Augnsteuburg ist von den preußischen ^cgi-timistcn der Art mißhandelt und zerrieben, daß er nicht mehr in Betracht kommt; und das Wicderstrebcn der schlcöwig.holsteinischen Acuölkcrnng wird sich unter der Verordnung vom 11. März schon legen, wird durch die NnSsicht auf den preußischen Waffcnrock noch zn gewinnen fein, oder ähnlich wie die prcnßischcn „Demokraten" Übergängen werden, da der eminente Herr v. Scheel-Plcsscn nnd seine Adrcßinitnntcrzeichncr sich einmal für die Annexion erklärt haben. Iuocß tonnte diese Rechnung doch trügen. Vor dem Ernstmachcn PrenßcnS brancht Oesterreich sich nicht zn fürchten. Von den deutschen Provinzen Oesterreichs wurdc das preußische Aündniß stets voll Argwohn angesehen; dic Lossagung von demselben würden sie mit Freuden, den Kampf gcgcn Prcu< ßeu mit Leidenschaft anfnchmcn. Die Ungarn bcansprn-chcn allerdings große Selbständigkeit im Kaiserstaat, aber die Nothwendigkeit der österreichischen Armeccmhcit crken-nen sie bereitwillig an, und für die Stellung Oesterreichs in Deutschland sind sie, wcnn auch immerhin ans ungarischen Gesichtspunkten, stets bereit mit ganzer Macht einzutreten. Die Galizicr würden an Prcußeu den Bei« stand zu rächcu suchen, wclchcu letzteres während des letz. ten polnischen AusstandS Nnßland leistete; nnd selbst die Aöhmcu würden in alter Feindschaft gegen Preußen nicht zurückbleiben. Denn der Kampf nnlcr den taiscr-lichen Adlcru übt bei dcn kriegerischen Stämmen noch immer seinen Zauber. Unter dem Donner der Kanonen würden sich alle Völker Oesterreichs fest aneinander-schließen. Für dcn Krieg würden die Hülfsmittel Oesterreichs sich wnndcrbar öffnen. — Auf die Festigkeit der SchleSwig-Holstcincr wollen wir nicht znm hundertsten« mal hindeuten. Nur die cinc Äemcrlung stehe hier: daß, wenn die Verordnung vom 11. März, auf deren Wohlthat der Kaifer von Oesterreich keinen Anspruch zu machen scheint, in Schleswig Stille über die mit Zuchthaus bedrohte Frage bewirteu sollte, diese stille alles andere eher als Willigkeit crzcngt. Werden in Holstein dagegen die Knndgcbnngcn zu Guustcu des Her-zogs Friedrich vor der Haud ebenfalls ruhcu, so trifft tracht, der die „süße Eintracht" suchte, wie Diogenes Menschen, mit der Laterne — ohne sie zu fiudcn. Doch wir wollen nicht verweilen bei diesem düstern Bilde: wie die Biene von der Distel zur Rose, so fliegen wir auch wieder zu hcitrcrn Bildern. Der Himmel blickt endlich wieder blnn uud helle auf uns herab, der Schnee fchmilzt, die Knospen schwellen, die ersten Lieder» grüße klingen vom Walde her, die ersten Blumen win> lcn freundlich uns zn. Mit dem (irwacheu der Natur fühlen auch wir uns gchobcn, rascher, mächtiger pocht daö Herz, als wollte es sciue Näude brechen, sprengen, um mit hinans zn jubeln in dcn goldenen Frühling! — Uud wem das Leben auch keine Frcnde gab, wem das Schicksal scin Liebstes, sein Theuerstes entrissen, ihn einsam hinauüschleudcrnd in die schnöde, licbclosc Welt, daß feindliche Stürme ihn geißeln, nnd nenne er auch lein fühlmd Herz mehr sein Eigen, fei er von Niemand gekannt und von Jedem verkannt: noch gibt es einen Ort, sich hinzuflüchlcn, und dicscr Ort ist überall! Es ist die herrliche, freie Goltcsnatur. Sie ist erwacht uud breitet ihre Arme nach dir anS, an ihrem Busen launst du deine Schmcrzcu auSwciuen. DaS hohe Fest der Ostern naht, seinen heiligen Ernst empfindet wohl Jeder mit, dem dic Bedeutung desselben kund geworden. Anch hier ist cine gewisse feierliche Stille eingetreten, geräuschlos geht der Einzelne zur Arbeit, schweigsam wallet die Menge zum Gotteshaus. Hie und da sieht man schon dcn Pflug durch die schwarze Ackcrlrumlnc dahinglitzern, schweigsam geht der Landmann nebenan. Er vertraut dcn Samen der Erde, scme ganze Hoffnung ihr an; Gebete beben an seinen Lippen und fernher tönen die hellen Kirchen-glockcn. v ^ ^Bllld werden sie verstummen, uns nach drei Tagen dcn ^rlumpl) der Auferstehung zu verkünden. — Gesegnete Feiertage! eS sich glücklich, daß cS derselben nicht mehr bedarf, um die Gesinnung des LaudcS zn bczcngcu: uud schweigt der Protest, so möchte daS weniger dnrch jene Verordnung veranlaßt werden, als dnrch die Rücksicht, welche die Bevölkcruug dem österreichischen Statthalter erweist, der ihre Zuneigung gewonnen hat nnd ihr Vertrauen genießt und welchem Verlegenheiten dcn Gestrengen in Berlin gegenüber zn bereiten sehr unzweckmäßig scin würde. Denn der großprcußischcn nnd annexionistischcn Redseligkeit, Viclgcschäftigtcit, Ungeduld, Acrgcrlichlcit, Stichelei, wird von Seiten der Herzogthümcr wie von Seiten Oesterreichs fortan am besten uud einfachsten — Ruhe entgegengesetzt. Nur ciuigc Zeit werde in besonnener Festigkeit gewonnen, uud das Sausen und Brausen an der Spree legt sich naturgemäß." Oesterreich. Wien. Die „Debatte" schreibt: WaS an jener Insinuation sei, daß im Finanzministerium die Frage ^dislutirt werde, wie der am I.Mai süllige Kupon gedeckt werden soll, möge man auS folgender Mittheilung eines hiesigen unterrichteten Korrespondenten ersehen: „Ich bin fest überzeugt, daß, wofern wir nnr Frieden behalten, Oesterreich unter der umsichtigen, kleinliche Kniffe verschmähenden, gcränschlos wallenden Finanz» lcilnng des Grafen Larisch einer besseren Znlnnft cnl« acgcngcht. Hiesige Journale haben, als Graf Larisch inS Amt trat, in spöttelndem Tone hervorgehoben, man wisse von Graf Larisch nichts weiter, als daß er bisher seine Güter in musterhafter Ordnung gehalten. Graf Larisch hat nuu vor allem es sich zur Aufgabe gestellt, da er an cinc musterhafte Ordnung gewöhnt war, eine solche in uuscrc zerfahrenen Finanzvcrhüllnissc zn bringen. Er hat vor allem getrachtet, die unseligen Depolschuldeu traurigen Andenkens, die unseren Kredit mehr als allcS kompromittirt hatlcu, vollständig abzuwickeln. Hierzu ist denn auch der größte Theil der anS dem Anlehcu flicßcudcn Beträge verwendet worden. Erst in den allerletzten Tagen ist der letzte Rest des 13'MillioncN'Vor-schusscs traurigen Andenkens dcn betreffenden Firmen zurückgezahlt worden. Als ein glücklicher Umstand zu betrachten ist cö, daß die Eingänge von Stcueru viel besser sind, als die düster gefärbten Schilderungen mancher Iourualc crwartcu lasseu. Dank diesem glücklichen Zusammentreffen und der in dcn verschiedensten Zweigen der Vcrwallnng vorgenommenen Ersparnisse ist bereits jetzt in der Zcnlrallassc sogar der für Zahlnng des Mai< tnpons nothwendige Betrag bis auf wenige Millionen vorhanden. Prag. Anch die „N a r. Li sty" beschäftigen sich mit der Eventualität eines Krieges mit Preußeu uud sagen aus diesem Aulassc: „Oesterreich ist gewiß in solchen Verhältnissen, daß eS für die Erhaltung dcS Friedens allcS Mögliche thuu wird, WaS mit feiner Ehre vereinbar ist. Wcnn aber die HcranS-fordcrnng des hochtrabenden Preußens in Ucbcrschätzung feiner Kräfte und in seiner Hartnäckigkeit trotz aller Bemühungen Oesterreichs, dcn Frieden unverletzt zu erhallen, die Schranken überschreitet, jenseits welcher nichts übrig bleibt als der Krieg, dann werden die österreichischen Völker wie ein Mann aufstehen, auf daß sie dcn ülicrmülhigcn Friedensstörer bändigen, die agrcs-siocn Gelüste des eroberungssüchtigen Nachbars auötrci-bend einen dauerhaften Frieden sichern und festen Grund legen zur endlichen freien Entwicklnna, aller Königreiche und Länder Oesterreichs." Pest, 28. März. Wie man im „Pester Lloyd" liest, soll von dem Abgeordneten dcS ungarischen Laud-tagcs uud bekannten Publizisten Herrn Anton v. Zichy demnächst cinc Broschüre erscheinen, welche für die sofortige Ernennung eines nicht vollständigen ungarisch c u M i n i st criu m ö plaidirt. Ueber dcn Inhalt der Aroschüre entnehmen wir dem genannten Pester Blatte die folgende Mittheilung: „Im Interesse der AusglcichSaltion sollte die Regierung die schon ^cgcn-wärlig bestehenden nngarischcn Landcsucrwaltungsstcl-lcn in die entsprechenden Ministcrportcfcnillcs einkleiden, alles Ucbrigc aber, was gegenwärtig dnrch die Wiener Ministcrrcgicrnng verwaltet wird, vorläufig im Kl-Uu» ll.no belassen, indeß für diese Zcntralministcrstellcn schon gegenwärtig je einen Scltionschcf bestellen. Ein solches, wcnn anch nnuollsländigcs Ministerium werde im Lande auf keine großen Schwierigkeiten stoßen, vielmehr dcn bessern Eindruck hcrvorrnfcn, das geschwächte Verträum neu bclcbcu und die AuSglcichsvcrhauolungcn stark be,' schlcnnigcn. Die Mnnizipicn könnten dann anch ahne ^änmuiß rcaktivirt und daS Budget sofort uolirt werden. Ausland. Paris, 24. März. Den vom „Memorial Di-ftlomatiquc" eingezogenen Erkundigungen znfolge hätten die Bevollmächtigten beim Kongreß der Donaufürst cnthüm er im gemeinsamen Einversländniß die Integrität der Türkei als Grnndlagc der ferneren Berathungen der Konferenz aufgestellt. Der Vertreter des Sultans sei sodann aufgefordert wordcu, dic Ansichtcu der Pforte über die Rcorgauisatiou der Regierung der Fürstcnthü« mcr darzulcgcu. Diese Eröffunngen nnd die andern seien von dcn Bevollmächtigten "cS noch zn kämpfen hat?" Nach der Auffassung der Unparteiischen dcö „Invaliden" hat also Preußen alle , Ursache, „sich anf die Bresche zu stelle«," weil die innere Lage Oesterreichs cinc schwierige ist. DaS Organ Rnßlands hat wirklich daö Möglichste gethan, um sich bei den Politikern der „Krcnz-Zeituug" wieder vollständig zu rchabililircu. Hagesneuigkeiten. — Die Bibliothek und die Manuskripte des in Graz verstorbenen Generals der Kavallerie v. Legedi tsch sind von Sr. Majestät dem Kaiser angelaust worden. Unter den Manuskripten befinden sich Aufzeichnungen aus dem ersten Feldzugc der österreichischen Armee in Schleswig' Holstein und Ausschreibungen über Erlebnisse in Galizicn aus dem Jahre 1840. — In Folge a. h. Entschließung vom 23. Februar I860 >iro die erste Gehaltsstufe von scchslmndertorcißig Gulden der an den selbständigen Realschulen be« stehenden dritten Gehaltö-Kathegorie snr die wirtlichen Lehrer und Professoren anf siebenhunderlsünfunddreißig Gulden -" uodcschadet ihrer allfa'lligcn (5inrückung in die höhere Gc< haltsstufc von achthundcrtoierzig Gnldcn derselben Kathegorie und ihres Anspruches auf die Dezennalzulagen von je zwei« hundertzehn Gnlvcn österr. Währung nach zurückgelegter zehn», beziehungsweise zwanzigjähriger Dienstzeit in dieser TicusleZeigenschaft — vom 1. Jänner. 186? angefangen erhöht. — Als erfreuliche Thatsache ist zu berichten, daß die Nordbahn bereits eine größere Lieferung von Bessemer^ Stahlschienen mit mährischen und lürntner Wcrlen abgeschlossen hat; es werden dies die ersten ganz aus Acsjemcrmctall gefertigten Schienen sein, welche in Oesterreich in Verwendung kommen. — In A gram ist Lord Jakob Patterson, cin katholischer Geistlicher aus Lngland, angekommen, um frei' willige Beitrüge für die zur Erinnerung an den Kardinal Wiseman zu erbauende Domlirche in London zu sammeln« — Die „Innzeitung" will erfahren haben, daß es nun definitiv feststehe, daß der Statthalter Fürst Loblo-wik als solcher nicht mehr nach Tirol zurückkehren werde. — Im Armomathcater in Tricst werden die Herre" Kottaun, Direktor des Stadtlhcaters zn Oedenbnrg", u»d Calliano, Direktor des landschaftlichen Theaters in Laibach, für die Dauer der Frühjahrs »Saison mit ihrer Operetten-und Schauspielgcscllfchaft einen Zutlus von Gastvorstellungen veranstalten. Die erste Vorstellung findet Montag, 2. April statt. Znr Aufführung gelangen fast ausschließlich nur M< viläten von Osfenbach, Suppl», ZaW, Klerr, Konradin, Berg, Langer, Findeisen, Kaiser, Vcncdix u. a. Von Operetten zeigt das Programm u. a. an: „Die schönen Wrilxr vo« Georgien," „Tic schöne Helena." Von Possen: „Die alle Schachtel." — Das britische Schiff „Resolution" von Sunderland war auf der Fahrt von Trieft nach England am 17. De< zcmbcr 1805 dem Untergange nahe: Kapitän und ManN' schast wurden von der österreichischen Vark „Unions aufgenommen und nach Malta in Sicherheit gebracht, ^lls Zeichen der Anerkennung für diesen Dienst hat dic löniaM großbritannische Regierung dem Kapitän der „Unione" ^' Anton Moricich ein schönes Teleskop zum Geschenke gk' macht. fokales. Gegenwärtig bildet sich hier cin Komitee, welches ve>« Zweck verfolgen wird, eine AuSstcllung von Gegcnsta'^ dcn der Kunst und Kunstindustrie zum Besten der Nothlcidcndcn Untcrlrains zu veranstalten. Mehrere Kn"!'/ freunde und Bescher von Sammlungen haben ihre Bethen^ gung an dem menschenfreundlichen Unternehmen bereitwillig! zugesagt. Auch daö landschaftliche Museum und die l. k. St"^ dienlMiothct sollen im amtlichen Wege eingeladen werde"/ durch Alterthümer und Schriftcndentmale beizutragen, woz 495 ^>tse beiden Institute jedenfalls in bedeutender Weise bcru« >en sind. Diese Ausstellung hat aber nebst der humanen auch cine künstlerische und industrielle Aufgabe. (53 soll sich Dämlich zeigen, ob es nicht möglich wäre, in Laibach cinen ^unstindustrie verein iu>? Leben zu rufen, wie solche greine in England, Deutschland und einigen größeren Städten Oesterreichs bereits bestehen. (3s gibt zwar genug greine in unserer Stadt, allein an solchen, welche praltischc swede verfolgen, haben wir leinen Uebcrfluh. . — Wegen der herrschenden Gcldnoth auf dem Lande Wd ncch vor dem Ende der für die Holzsällung gc-Kneten Zeit den Wäldern ziemlich zugesetzt, und trol; der >ehr niedern Holzpreise werde» täglich verschiedene Holzgat« ^"gen, sowohl im rohen als bearbeiteten Zustande, zur "ladt gebracht: e2 mehren sich daher massenhaft die Vor» ^the der hiesigen Holzhändler, wa» wohl auch in dem ge» "Nden Winter des heurigen Jahres und dem delhalb nur Zeimg gewesenen Holzbcdarf seinen Grund hat. -— Die nächste MondeZfinsterniß tritt morgen kl", dieselbe ist jedoch nur für Amerila eine totale, für uns ^.ld sich nahezu die Halste der Scheibe im Schatten zeigen, ^leselbe beginnt um I! Uhr -13 Minuten Morgens und en« l"gt um 7 Uhr 35 Minuten. Aus der Sitzung des Gemeinderathes vom H8. März. Das Protokoll der letzten Sitzung wird verlesen und "Oandslos genehmiget. Der Bürgermeister eröffnet ^l Versammlung ein Schreiben des Med. Dr. Schiffrer, womit diefer für die Verleihung des Bürgerrechtes scincn ärmsten Dant ausspricht und zugleich 20 fl. zur Vethci» "lng an Arme übersendet. Weiters bringt derselbe den Er« I°h des Landcsvräsidiums, laut welchem Se. l. l. aPost. Majestät mit allerhöchster Entschließung vom 12. d. M. das Lande?-Üesetz in Vetresf der Einhebung cincr Abgabe ans das Bier "^d aus den Hauszinsguldcn für die Stadt Laibach sanllio» ^ hat, mit dem Aemctlen zur Kenntniß des Gemeinde« Rathes, daß die Verzchrungsstcucrabgabe vom Biere vom ^' ^Pril l. I. an eingehoben werden wird und daß in Be-^esf der Umlage auf die Hauszinsgulden die Vollzugsvor-ichnftcu von anderen Städten requirirt werden. Vizebürgermeifter Dr. Sup pan im Namen der Hl. Eeltion rcfcritt über das Gesuch des Diurnisten Albert "Nlenla um Aufnahme als unentgeltlicher Kanzleiprattikant veün Stadtmagistrate und beantragt die Stattgebung des Besuches mit Nachsicht der Probezeit. Dieser Antrag wird "ach einer kurzen Debatte, an der sich die GM. Stedry und Dr. Schöppl, dann der Bürgermeister und der Nefc» tent betheiligen, auch angenommen. GR. Dr. Sch 0 ppl im Namen der Finanzscltion re-Mirt über die Bcischaffung der erforderlichen Geldmittel zur "chreitung der außerordentlichen Auslage». Als diefe außerordentlichen Auslagen werden bezeichnet: 1. der Kaufschilling sür das Gut Tivoli sammt der ^erzcntualgcbühr und den bis zur gänzlichen Tilgung des Kauf« schillings entfallende, Interessen im Ganzen mit 85.500 st. A. die Kosten für den Bau der neuen Vrücle an der Stelle der Schusterbrücke mit 30.000 „ 3. die Kosten sür die allfällig herzustel« lenden Quaimauern zur Negulirung des Laibach« ! «lunettes mit beiläufig.......35.000 „ 4. die im Falle der Erbauung eines Real« ^llgebä'udes auf die Sladtgcmcinde mit einem "Kittel entfallenden Kosten von.....14.000 „ im Ganzen von . . 101.500 fl. ^ Der Betrag von 100.000 fl. hicvon soll durch ein "Ichen gedeckt werden, wogegen zu vcrhosfe» ist, daß der ^err^ ^^^ ^^^^ h^^ die lurrcutc» Einnahmen wird ! rillen werden lönnen, denn nach der Darstellung des eierenten bleibt in dem städtischen Präliminare, wenn man '° w't beiläufig 83.000 ft. angenommenen ordentliche» ^ legelmäßigcn Ausgaben den ordentlichen oder gelmüßi^,, Einnahmen von 100.000 fl. gegenüber« '"", ein Überschuß von beiläufig 17.000 fl. übrig, welchcr °. ^ Vestrcj^,,^ außerordentlicher Ausgaben wird verwendet ^^^" tonnen und welcher vom Jahre 1871 an, wo die , Kaufscl^illingsrate für das Gut Tiuoli bezahlt sein wird,! ^ latenwciscn Rückzahlung des Darlehens dienen soll.^ h" Dcirlchcn foil nölhigcnf'alls gegen Verhypothczirung der! Vo> ^^^nleinde gehörigen Realitäten, die einen Werth ; " "ehr als 200.000 fl. haben, und gegen Rückzahlung lve > Jahresraten, vom Jahre 1871 an ausgenommen ^"n; die Aufnahme des Anlehens soll jedoch nickt auf dez ' sondern nur nach und nach in den nach Maßgade . lcwciligen Bedarfes erforderlichen Beträgen erfolgen, um U,^ zwecklose Intercsscnlaft zu vermeiden. Der Referent . "zieht übrigens die Finanzvcrhältnisse der Stadt Laibach ftc»t?t ^^"^ichcn, sachgemäßen Erörterung, durch welche lon« berul- """' ^ ^'^' Finanzlage der Stadt eine vollkommen ünd?"^ sei und daß gegenthcilige Meinungen, die da bebr ^"^ werden, jeder thatsächlichen Begründung ent. die s»ss' - ^"lclbe stellt auf Grundlage seines umfangreichen, Vor " Finanzen nach allen Seiten hin beleuchtenden auk ^ """Betonung des Umstandes, das es eben nur ^ordentliche, »jcht wiederlehrende Auslagen sind, für leben« "forderliche Deckung auf dem Wege eines An« gesucht werden muß, folgende Anträge: «in A s,^" Stadtmagistrat wird ermächtigt, sogleich jetzt ^Min?" "" Betrage von 20.000 st. gegen 5pcrze»tigc tuiru^"^ '"" '""'" ausznnehmen und die zu dessen Effet-""2 nothigen Schritte einzuleiten. 2. Ebenso wird der Stadtmagistrat ermächtigt und be« auftragt, wegen Aufnahme eines Anlchens für die Stadt-gcmeinde, und zwar nöthigenfalls gegen Verpfändung der städtischen Realitäten, in den nach Maßgabe des Zeitweiligen Bedürfnisses erforderlichen Beträgen bis zur Höhe von 100.000 Gulden unter der Modalität der Zurückzahlung in zehn glei« chen Jahresraten vom Jahre 1871 angefangen, mit der hierortigen Sparkasse in Unterhandlung zu treten und das Resultat hievon seinerzeit dem Gnneiuderathe zur Kenntniß zu bringen. Diese Anträge werden auch mit einer Majorität von 23 gegen 3 Stimmen angenommen und dem GR. Dr. Sch 0 ppl über Antrag des Aür g erm eifters für seinen eben so klaren, als erschöpfenden Vortrag der Dank des Gcmeinderathes votirt. GR. Dr. Schöppl im Namen der Finanzseltion erstattet ferner Bericht über den Verkauf des Golouz und den in dieser Beziehung mit dem Besitzer des Gutes Kroisencgg I. P. Schwarz abzuschließenden Kanf« und Verlaufsuertrag. Das noch unlultivirte Golouztcrrain beträgt nach der gepflogenen Vermessung '11 Inch 505 Quadratllafter, und es foll derselbe g«gcn den Kausschilling von 1516 fl. 39 tr. und Vergütung eines Vermessungslostenbetrages von 158 fl. 21 kr., zusammen also gegen Bezahlung von 1674 st. L0 kr. an I. P. Schwarz überlassen werden. Unter den Verlaufs-bedingungen ist insbesondere auch die enthalten, daß der Erlä'ufer die Verpflichtung übernimmt, den Golouz binnen drei Jahren zu Aeckern, Gärten oder Wald zu lultiuircn, widrigens die Stadtgemeinde Laibach berechtiget wäre, das Terrain ohne Rückersatz des Kaufschillings zurückzunehmen und weiter zu veräußern oder den Erläufer zur Erfüllung seiner Verpflichtung zu verhalten. In Betreff des schon lul-tivirten Golouzbergcs waltet nach der Darstellung des Referenten das Verhältniß ob, daß die Kultivatoren nunmehr für die von ihnen lultivirten Parzellen in Gcmähhrit der mit ihnen bei der Ueberlaffnng der Parzellen getroffenen Verabredung den nämlichen Preis pr. Joch zu bezahlen haben, den I. P. Schwarz derzeit für den noch unlultivirten Theil bezahlt. Die vom Magistrate einvernommenen Kultivatoren sind auch bereit, die sie treffenden Kaufschilliuge zu erlegen, und verlangen nur theilweife die Bewilligung von Ratenzahlungen. Nur bezüglich zweier Antheile sind Einwendun» gen erhoben worden, die noch klar zu stellen sind. Die Finanzseltion beantragt, daß: 1. ein noch nachträglich eingelangter Kaufsantrag dreier Insassen von Hühnerdorf abgelehnt; 2. der Kaufs» und Vcrtanfsvertrag mit I. P. Schwarz nach dem vorgetragenen Entwürfe der Finanzsektion geneh« migt: 3. den Kultivatoren die von ihnen thcilweise angesuchte Bewilligung um Fristen zur Abtragung der schuldigen Kauf» schillinge gewährt: und daß endlich 4. bezüglich der in Betreff zweier Antheile vorgelom» mcncn Ansprüche, wovon jedoch nur einer gegen die Stadt-gcmeindc selbst erhoben wird, die separate Austragung vor« behalten werde, in welcher Beziehung der Stadtmagistrat die nöthigen Erhebungen einzuleiten hat. Diese Antrüge werden nach einer kurzen Debatte, an der sich die GRN. Seunig, Stedrv, Desckmann, Dr. v. Kalten eg ge r und der Referent bctheiligen, auch angenommen, und es wird zugleich der von der Finanzselliou beantragte Vertragsentwurf mit einem vom Bürgermeister! angeregten Vertragspunkte in Betreff der Verzichtleistung! beider Vcrtragstheile auf jede Einwendung wegen Verletzung über die Hälfte, den auch der Referent adoptirt, genehmiget. GR. Dr. Schuppt im Namen der Finanzscktion beantragt die Bewilligung zur Auszahlung des Konkurrenz» beitrages von 486 fl. 89 lr., welchcr auf die Stadlgemeinde von dem Kostenauswande von 10.648 fl. für die Hcrstcl« lung des Abspcrnvcrlcs mit Schleußcnuorrichtung im Laidachflußbette entfällt, welcher Antrag ebenfalls angenommen wird. Derselbe beantragt weiters die Gestaltung, daß der zur Herstellung der Lippcslraße in den Vorjahren ans der Stadtlasse, nur vorschußweise besttittcue Kostenaufwand von 62 fl. definitiv verausgabt und von dessen Rcsundirung durch , die Anrainer Umgang genommen werde. Nach Veantwor- ! tuug eiuer in Betreff dieser Straße vom GR. Stedry vcr- ! langten Austlärung seitens des Bürgermeisters wird dieser Antrag angenommen. Endlich wird üder Antrag der Finanz« seltion jcdem der beiden Fcuerwächtcr eiue Aushilfe von 10 st. votirt. GR. 2tedry inr Namen der lV. Seltion rcferirt über die Anschaffung von Schläuchen zu den Feuerspritzen, dann über mehrere Scholterliefcrungcn, und es wird nach den An« trügen der Setlion sowohl die Bcistellung der Schläuche um den Kostenbetrag von 363 fl., sowie die Flüssigmachung der Verdienstbetiäge sür den auf die Sonucggcrstraße und auf die Straße nach St. Martin gelieferten Schotter mit 843 fl., beziehungsweise mit 790 st., und sür das zur Vcr« Wendung in der Stadt Laibach beigestellte Scholtermateriale! mit 782 st. zu Gunsten der betrcsfendcn Lieferanten bewilliget. GR. 3)r. Blei weis im Namen der VU. Seltion refcrirt über ein Gesuch der Direktion dcr städtischen Knaben« Hauptschule zu St. Ialob um Bewilligung der Anschassung von vier Schullästen, und es wird diese Anschaffung mit dem Gesammtlostcnaufwande von 3 6 fl. nach dem Antrage der! Sektion mit dem Beisätze bewilliget, daß die Kästen in das Inventar auszunehmen si»d. Die hiebci vom GR. Desch« mann gestellte Anfrage, ob nicht verwendbare Kästen in Tivoli vorhanden sind, wird vom Bürgermeister mit dem Bemerken verneint, daß die in Tivoli vorhandenen Chiffoniers dem Schulzwecke nicht entsprechen. Dr. Vleiweis im Namen derselben Sektion erstattet Bericht über die Schulcrfordernißrechnung der slädlischen Kna-benhauptschule zu St. Ialob. Aus dem Vortrage ergibt sich, daß die Dotation dieser Schule, dic mit 60 si. bemessen war, um 52 fl. 3 lr. überschritten worden ist. Die Sektion beantragt die Passirung diefer Mehrausgabe und die Geneh« migung der Rechnung unter Motiuirung der einzelnen Posten. Darüber entspinnt sich eine längere Debatte, an welcher die GRR. Dr. Mitteis, Dr. von Kaltencgger, Dr. Suppan, Horat, Desch mann, Verhouc und Vrolich Theil nehmen. Vizebürgermcister Tr. Suppan will die Schule in ihren nothwendigen Bedürfnissen nicht schmälern, glaubt jedoch, daß eine eigenmächtige Ucbcrschrei-tung der Dotation nicht zulässig sei, und stellt den Zusatzantrag, dic Schuldircltiou sei aufzufordern, künftighin, wenn die aufgemessene Totalion nicht ausreicht, die vorläufige Bewilligung des GemcinderalhcZ einzuholen. Schließlich wird dcr Antrag der Seltion nebst dem Zusatzautrage dcs Dr. Suppan angenommen. Hiernach wird die Sitzung unter Vertagung dcr noch an dcr Tagesordnung stehenden Gegen» stünde, die weitwendige Erörterungen erfordern, wegen vorgerückter Zeit vom Bürgermeister geschlossen. Neueste Nachrichten und Telegramme. Pest, 28. März. (Pr.) In D ep nt irt cnkr ci< sen ist stark das Gerncht verbreitet, dcr Landtag wurde bis Dezember vertagt werden. Die Kommission für dic gemeinsamen Angclcgcnhciten würde indessen fortarbciteli. Dic S ti m m ll n g ist hier depri« m i r t. München, 23. März. (Pr.) Gutem Vcrlichmen nach hat dic preußische Regierung l)icr und bei anderen Mittel st a a ten die Anfrage gestellt, wie dieselben sich bei einem Angriffe Oesterreichs gcgcn Preußen oder anch in dem Falle, wenn Prcnßcn einer Vc drohn na. Oesterreichs zuvorkommen müßte, verhalten würden. Verliu, 28. März. Dic „Proo.<(5orr." schreibt: Die preußische Regierung muß darüber wachen, daß die Landeögrcuzcn keinen Augenblick lmlicrlhcidigt bleiben. Vermöchte Oesterreich überwiegende Tnippcumasscn dicht an dcr preußischen Grenze auszustellen, ohuc daß Preußen daö erforderliche Gegengewicht bereit Wtc, so könnte eine plötzliche weitere Verwicklung möglicherweise den zu« nächst ausgesetzten Landcöthcilcn wcuigslenö angcnblick« lichc Gefahren bereiten. Die Regierung daif diese Vcr« antwortung nicht übernehmen. In diesem Angcnblickc dürften bcrcils die Bcschlc zn denjenigen militärischen Maßregeln ergangen sein, welche nncrläßlich sind, um einer etwaigen Angriffögefahr fosort nachdrücklich vorzubeugen. Preußen hat den Krieg nicht gcfucht, noch herausgefordert, aber cS muß in dcr Lage sein, nllen Ereignissen rnhig ciitgcgcnzuschcn. Dic Norm für den Slaaölhanöhalt wird in Kurzem dcr „Staatsanzcigcr" pnblizirm. Berlin, 28. März. Einem gestern im auöwärti« gcn Amte abgehaltenen Min istcrkonsci l hat der König fast zwei Stunden dcigcwohut. — Die „Nordo. Mg. Ztg." schreibt: Wollte sich Prcnßcn den ostcrrci. chischcn Rüstungen gegenüber auf dic Bundcöaklc vcr-lasscn, so tonnte cö leicht kommen, daß die erste Schlacht vor dcn Thoren Berlins geschlagen wird, ehe dcr Au< strägalgcrichtöhof dic crstc Sitting gehalten hat. Dic^ scr Gedanke ist — so höicn wir >— in cincr preußisch c n D c p c s ch c an die dcntschcn Kabinetc auSgcornckt worden, in welcher gleichzeitig dic Nothwendigkeit angedeutet wird, in dieser Angelegenheit cine lie-stimmte Stellung einzunehmen, zn welcher die öslcrrei« chischcn Rnstnngcn immer ernster drangen, während Preußen noch immer zögert, die kriegerischen Demon« strationen dcs Wiener Kabinctö in gleicher Wcisc zu dcantworltn. Köln, 28. März. Die gestrige Viirgcrvc r-sammlnn g war von 300 Personen besucht. — Vorsitzender war Abg. Roggen. Eö wurde eine umfangreiche Erklärung angenommen, deren Hanptminkle verlangen: Dcr Friede sollc erhalten, cin deutsches Parlament aus freien Volköwahlcn berufen wcrdcn nnd ülicr die Eldc.HcrzogllMicr nach Hörnng dcr Bevölkerung entscheiden. _________ Telegraphische Wechselkurse vom 29. März. 5pcrz. Metalliques 59.35. - 5pcrz. National'Anlehcu 62.05. -Vaukaltielt 715. — Krcditallim :)5.50. — K. t. Du^tm 5.07. 0U. Mg. heiter 29. 2 „ N. 32U.85 ->- 7.„ O. mäs;ig lhcilw. bcw., O.oo 10., Ab. 327.60 -j-2.o O. mäßig idüunbewüütl Nc^f. Killte empfindlich bei herrschendem Ostwind. In den Alpm Schneegestöber. Untertags wechsclude Vttvölliiii^. Trocken. Verantwortlicher Redakteur: Iguaz v. K lc i u m a u r.