«^lZ 49. Donnerstag am 23. April R84G. Stoyormark ^5>l» Correspondcnz-Artikel der „?lllg. Zeitung" vom Iss. ?lpril meldet aus Gra y v. 8. d. M. : So eben erfahre ich aus zuverlässiger Quelle, daß die Fahrten auf der Strecke von hier Nach Cilli für Lastentrains ain 18. Mai und für Personen am l. Juni werden eröffnet lverden. Die Wirte-rung ist hier die schönste, welche man seit einer Reihe von Jahren erlebt hat. Die Vänme stehen schon in roller Blüthe, die Schwalbe ist seit dein Anfange des Monats zn uns zurückgekehrt mid das Hochgebirge verliert von Tag zu Tag Mehr seinen Schnee. Wie« Se. k. k. Majestät haben mit allerhöchster Entschließung von, 5. April d. I. zum Bischöfe von Przemisl In!, i'lliin den Domherrn am Metropolitan.-Capitel ril. !i,l. in Lembcrg, Franz r. Wierchleyski, allergnädigst zu crinnnen geruhet. Se. k. k. Majestät haben mic allerhöchster Entschlie-siimg vom i l. ?lpnl d. I. die bei der t. k. verei'nigten Hoikanzlei erledigte Hofsecretärsstelle dem steyermärkischcn Gubernialsecretär, Vinzenz Zutschet, allergnädigst zn verleihen geruhet. Die k. k. Studien-Hof-Commission hat die am k. k. Gymnasium zu Cilli erledigte Hulnanilats-Lehrerstellc del» Privatlchrcr, Vincenz Prasch, verliehen. Die k. k. vereinigte Hofkanzlei hat zwei erledigte Hof-Concipistenstcllcn dem mährisch - schlesischen Kreis-Commissär dritter Classe, Carl Scherz, und dem nieder-österreichischen Negicrungs - Concipisten, Alois v. Carina, verliehen. Bei der k. k. Armee haben sich folgende Veränderungen ergeben : Anton v. Woeber, Feldmarschall - Lieutenant und Divisionär in Agram, wurde Stellvertreter dcS commandiren-den Generals beim ^mlic-ium ^cwguUim mililuro lnixUlm in, Nieder - Oesterreich. Befördert wurden: Zu Feldmarschall-Lielttettanten, die General - Majore: AloiS Pfersmann v. Eichthal, als Divisional' in Hermann-!^idt; Peter Zanini, beim Hofkriegsrathe zugetheilt, Vorhand der Central-Militär-Kanzlei daselbst, in seiner Anstcl-'»ng; Heinrich Freiherr Wezlar v. Plankenstern, alS Divi-slonär in Gallien; Anton Freiherr Pirct de BiHain, Obcrst-bc-smester bei Sr. k. k. Hoheit, dem durchlaiichligstcn Erz-Erzöge Albrecht, in seiner Anstellung; August Graf Vclle-^^rde, Obersthofmeister bei Ihrer Majestät, der Kaiserin-Koingii,.. Mutter, in seiner Anstellung; Franz Graf Gyulai ^'n MaroS-Nemcth und Nadaska, als Divisional' in Wien; Ernst Graf Stollberg.-Stollberg, als Divisionär in Gali zicli; Franz Cdler v. WeiVMberg, als Dlvifionär in?lgram; Carl v. Schönhals, beauftragt nul^ der Leitung der Geschäfte des General-Ac-jmantvn dcim Fcldinarschall, Grafen Nadehki), in seiner Anstellung ; Bernhard Graf Caboga, vo>n Ingenieur. Coips, in, Corps, und Joseph Cdler v. Gläser, als Divisionär in Temeswar. Zu General-Majoren, die Obersten: Joseph Skrlba-neck, vom General-O.uartiermeisterstabe, Director des mili-tärisch-geographischen Institutes, in seiner Anstellung; Joseph Hchmttcr, von Erzherzog Leopold Inf. Neg. Nr. 53, als Brigadier in Hcrmannstadt; Johann Graf Nugent, von Prinz Leopold beider Sicilien Inf. Neg. Nr. 22, als Brigadier in Italien; Johann Wilhelm v. Burich Freiherr v. Ponrnay, von König von Würtemberg Husaren.-Regi-ment Nr. 6, als Brigadier in Güns; Joseph Graf Mir^ tron'sky'Nenn'schl, von König von Sardinien Husaren-Neq. Nr. 5, Dlenstkännnever bei Sr. Majestät, dem Kaisev und Könige, in seiner Anstellung; Julius Graf Strafsoldo, Coni-maudam des l0. Jäger-Bataillons, als Brigadier in Italien ; Rudolph Graf Schaaffgotsche, von Graf Wallmodei, Cürassier - Neglmenl Nr. 6, als Brigadier in Italien; Johann Freiherr Hagelberq-Landau , von Graf Wrbna Che-vaurlegcrs - Neginienr Nr. 6, als Brigadier in Tropvau; Johann Kriegern von Maisdorf, von Erzherzog Friedrich Inf. Neg. Nr. 16, als Brigadier in Italien; Carl Freiherr v. Moltke, von Kaiser Ferdinand Chcvau^legers-Regiment Nr. 1, als Brigadier in Podgorcze, und Franz Ullrich von Ullrichsthal, von Freiherr v. Hrabovskp Inf. Neg. Nr. 14, als Brigadier in Schlesien. Zum Obersten, der Oberstlieutenant: Carl Trattnem v. Petrozza, vom Ingenieur-Corps, im Corps. Zu Obcrstlieucenanten, die Majore: Theodor Graf Kollolvrat-Krakovsky, von Freiherr v. Sunstenan Cnrassier-Regiment Nr. 2; Timotheus v. Poppovics, vom Dcutsch-Banater Gränz-Infanterie-Neg. Nr. l2, Beide im Re-ginientc, und Franz Magdich v. Magdenau, vom Ingenieur-Corps, im Corps. Zu Majoren, die Hauptleute und der Rittmeister: Friedrich Freiherr v. Piatolli, von Graf Hartmann Inf. Neg. Nr. 9; Stephan Spech v. Szepfalu, vom Deutsch-Banaler Gränz-Inf. Reg. Nr. 12; Johann Graf Mont-forte, Duca di Laurito, von Freiherr von Sunstenau Cü-rassicr-'Reg. Nr. 2, Alle im Regiments; Ludwig Edler v. Ennhuber, vom Ingenieur-Corps, im Corps, und Anton Marquis Paulucci dclle Noncole, vom Marine - Artillerie-Corps, zum Commandanten dieseS Corps. 290 Johann Chev. Sterpin, General-Major bci Sr. kö'--nigl. Hoheit, dem durchlanchclgsten Erzherzoge Franz, regie-renken Herzoge von Modena, erhielt den Feldinarschall'Lieu^ tenants Charakter, in seiner Anstellung. Panl v. Chizolla, Oocrst, Premier-Wachtmeister der königl. lombardisch-venetianisch-adeligen Leibgarde, wnrde llnter-Lienrenanr, und Ludwig Marchese Gazoloo, Major, Second .- Wachtiucsster, wurde Premier -- Wachtmeister dieser Leibgarde. Alben Udoarnoky de Kis;-Ioka, Major, Premier.-Wachtmeister der königl. ungarisch-adeligen Lcibgarde, erhielt den Oberstlieutenants - Charakter in seiner Anstellung, und Paul v. Eöttvös, Major Second 2 Wachtmeister, wurde Premier .- Wachtmeister diesvr Leibgarde. Carl Gaus, Major von Graf Hartmann Inf. Neg. Nr. !), wurde Commandant des vacauten Grenadier ^Bataillons Baron Kienmayer. Iu Pensionsstand wurden verscßt: Der Feldlnarschall.-Lieutenant n-5, wegen Unachisamkeit in der Beaufsich- tigung seiner Hausgenossen oder Miether, eine Geldstrafe von 200 fi., wobei Letzterem jedoch der Regreß an dc>, Übertreter der Polizei-Gesetze freisteht. Im Wiederholungsfälle sollen diese Strafen verdoppelt werden, und bei mehr» nialigcr Wiederholung soll der Schuldige daS Dreifache der Geldbuße zahlm und außerdem noch mit zweimonatlichem strengen Arreste bestraft werden, der Hauscigenthnmer aber, der die häusliche Ordnung wiederholeinlich aufrecht zu erhalten verabsäumt, eine Geldstrafe von 590 fi. erlegen. Auch die Warnung vor der Verbreitung falscher Gerüchte findet die Polizei - Direction zu wiederholen sich veraulaßt, und eine andere von» siebenten dieses Monates datirte Bekannt machung derselben verordnet, daß von diesem Tage an, mii dem Glockenschlage neun Uhr Abends alle Privathäuscr, Gewölbe, Schenken, Gasthöfe und andere öffentliche Orte der Stadt Krakau uud ihrer Vorstädte geschloffen werden muffen, und der Eigenthümer den Hausbewohnern nur bei dringender Nothwendigkeit gestatten darf, ihre Wohnungen zu verlassen ; auf Uebertrctung dieser Vorschrift ist eine Geldstrafe von 50 fi. gesetzt. Zugleich wird verboten, nach !) Uhr Abends ohne brennende Laterne auf der Straße zu gehen, widrigenfalls sofortige Verhaftung erfolgen soll. Königreich beider Sicilien. Das am 3. d. M. vor- Malta angekommene Post-Dampfboot ans Neapel hatte die Nachricht überbracht, daß das Erdbeben, welches am 28. sich aus crstbenannter Insel kund gab, auch in mehreren Theilen von Sicilien verspürt wordeu sey. In der Stadt Noto waren mehrere Kirchen schwer beschädigt und ein Pallast zusammengestürzt, Als ein besonderer Zufall wird bemerkt, daß der Almanach von Genua das Eintreffen obigen Ereigniffes g.'nau voraus ange^igc y.ute. Deutschland. Hamburg, den 2. April. Die Auswanderung aus Deutschland scheint in diesem Jahre die Gränzen alles bisher Geschehenen zu überschreite!». Von,Bremcn wird gemcl. det, daß für den Monat Avril 2l.000 Menschen eingeschiic-ben sind. In Havre, Antwerpen, Bremen und Hamburg fehlt es an Schiffen, und die Bremer Agenten sind überall lhä-tig, Fahrzeuge zusammenzutreiben, selbst englische nicht alls-genommen. Da Bremen kein Geldplatz ist, wie Hamburg, , und die fremden Münzsorten erst von hier bezogen werd.n, so sind Aufträge ohne Preisbestimmung von dort ciugctrof-fen, nnd gestern hi^ es an der B^rse, es se,, kein Piaster mehr am Platze. Preuße «. Berlin. Der „Brem. Znrung« zu Folge wird der läügst projeecirte Bau eines großen Domes im Mlttelpm'.cc BerlinS nun doch ansgeführt, und bereits sind die Grnnd-manern der Kirche und die Fundamente der beiden colossalen Thürme, welche 400 Fuß hoch werdeu sollen, gelegt- Vom Nhcin, «0. April. Der Erzbischof von Damascus und Metropolitan des Patriarchats von Antiochie«, Herr Jacob Hiliani, ist seit vorgestern iu Cöln anwesend. Bei der großen Theilnahme für die von den Drusen ver- ^ folgten syrischen Christen wird es h>Vr nicht cm reichliche" Spenden für dieselben fehlen. 291 Belgien. B r n sse l, 12. ?lpril. Ei» „Aufruf an alle wahren Bcl-ssen von den Frcnndcn des fiälnischen Volts« wurde in verfangener Nacht auf verschiedenen Puncten von Brüssel an-geschlagen, und soll nach »Gentcr Zeitungen« auch dovt in französischer und flämischer Sprache verbreitet worden seyn. Der Aufruf enthält eine Aufforderung, in Masse nachBrüs-sel zu ziehen und den Repräsentanten des Volks die entsetzliche Lage, namentlich der beiden Findern, vorzustellen. In Folge des Anschlags sind diese» Morgen mehrere Verhaftungen dahier vorgenommen worden. Man weis; nicht recht, was man aus dem »Aufruf« machen soll; Einige wollen ein Manöver gegen die liberale Partei dahinter wittern; man glaubt «der kaum, daß eine einzige Partei zu solchen Mitteln greifen wird. Man hat den Verfasser der Aufruhrproclamation ermittelt. Es ist ein Geschäftsreisender, Namens ^abiaur, der in einer der Vorstädte Brüssels wohnt, und gerade von Ostende und Brügge, wo cr seine Brandbriefe ebenfalls vertheilt hatte, nach (heut zurückkehren wollte, als ihu die Behörde festnehmen und mic sechs Genter Bürgern, die der Vertheilnng angeschuldigt sind, nach Brüssel bringen ließ. Hier war auch der ehmial!ge Redacteur des »Mcphistophelcs" vcrhaftrt, aber bald wieder auf freieu Fusi gestellt worden. Die „Demonstration« sollte am Ostermontag Statt fmven. Der Aufruf sagte: König, Minister und Repräsentanten sollten auf ihrem Posten se>)u, um die Beschwerden des Volks zu hören. Frankreich. Durch einen Zufall hat man auf eincm Felde der Gemeinde Plonrhan, Departement der Nordküste, einen bedeutenden Schah römischer Münzen, wenigstens 18- bis 20.000 Stück entdeckt. Der ganze Fund hat ein Gewicht vo:l 60 Kilgr. Jede der Münzen, von, Durchmesser eines Zw.'iliardstückeZ, aber dicker und meist gut erhallen, wiegt ungefähr 3 Grammen. Bemerkenswerth ist, daß sie von sehr verschiedenem Gepräge sind und mehrere derselben mythologische Gegenstände darstellen. Der größte Theil scheint ein Alter von mindestens 19 Jahrhunderten zu haben und etwa «0 Jahre über Christi Geburt hinaufzugehen. Spanien Wir entlehnen der »Gegenwart« vom 15. April nach-stehl'llden Corresp. -Artikel alls M adrid r. 3 l. März. Es sind seit meinem letzten Berichte acht Tage verflossen, und nirgends ist die geringste Spur einer Unordnung im Lande vorgefallen. Sie sehen also, dasi ich Nccht hatte, vor den trüben Wetterpropheten zu warnen, welche meinten, die Rückkehr des Generals Narvaez ans Staatsruder und das bald darauf erfolgte freiwillige Verstummen der Oppositionsblätter würde ganz Spanien in Flammen stecken. Wie weit ich entfernt seyn mag, den Lcbredner <^,lan<1 m6mt; des General Narvaez abzugeben, so müssen die wahren Freunde der Monar-thie ihu, Dank wissen, dasi er durch seiu energisches Auftreten das gestörte Gleichgewicht zwischen dcn Attributionen der Dortes und den Vorrechten der Krone herznstellen sich bellte. Diese Aufgabe war nicht klein, und die unzähligen Verleumdungen und Feindschaften, denen er sich dadurch blos;-gab, wären hinreichend gewesen, jeden Andern, als den General Narvaez, zu eutmuthigcn. Zugegeben, das; Narvaez einen stürmischen, unbezwingbaren Charakter besitzt, so kann doch Niemand läugnen, das; er das von so vielen Siaatsum-walzungen zerrüttete Land in das Geleis einer ordentlichen, geregelten Verwaltung zurückgebracht hat. Daß dabei nicht immer die Verfassung buchstäblich befolgt wurde, will ich nicht läugnen, und wie sollte es anders geschehen können in einen: Lande, das von der Anarchie heimgesucht wurde, und wo eine feste Hand die Staatszügel straff halten musi, wein» sie nicht Gefahr laufen will, dast die politischen Factionen ansreisien. Die »Wiener Zeitung« vom 16. April meldet Folgen-des: Man hat auf außerordentlichem Wege Nachrichten aus Madrid vom 4. April erhalten. Das Cabinett Naroaez ist durch den Einfluß der Königin Maria Christine aufgelöst worden. Am 3. April zeigte sich eine neue ministerielle Cri-sis; sie wnrde aber in 24 Stunden beeidigt. Egana und Peznela, nicht einig mit ihren Collegcn über die in Bezng auf die Börse zu erlassende Ordonnanz, hatten ihre Entlassung gegeben. Narvaez ersetzte den General Peznela als Marine-Minister durch den General Mazarredo. Gonzalez Bravo, zum Minister des Auswärtigen im Cabinett Narvaez berufen, nahm diese Stelle nicht an, entsagte dein Gesandtschaftsposten zu Lissabon und erklärte, er werde der «liberalen Politik" treu bleiben. Narvaez, in Verlegenheit, wie er sein Cabinett vollständig machen sollte, entschloß sich am 4. April in der Früh, seine Entlassung zn geben. Dic Königin hat sie angenommen und sofort Hrn. Isturiz rnfeu lassen, ihm die Bildung eines neuen Cabinets aufzutragen. Isturiz entsprach dem Vertrauen seiner Herrin. Er ist znm Conjeil - Präsidenten m,d Minister der auswärtigen Angelegenheiten ernannt worden. General Armero ist Marine-Minister im Cabinett Isturiz. Bei Abgang des Couriers, der diese Nachricht brachte, hoffte man, Mon und Pidal würden in das neue Cabinett eintreten; Egana hat eingewilligt, das Portefeuille der Justiz zu behalten. — Die Regierung hat verfügt, daß dem Clerns zwei Millionen Realen Behufs der Osterfeierlichkeiten ausbezahlt werden sollen. Es hieß zu Madrid, an Narvacz sollte die Aufforderung ergehen, Spanien zu verlassen. Ma» besorgte irgend eine Bewegung unter der Besatzung zu seine», Gunsten, weshalb man Vorsichtsmaßregeln getroffen hatte. Großbritannien nnd Irland. London, 2, April. Der Zustand Irlands wird im-lner bedenklicher; dieses Land dürfte abermals der Anstoß werden, an welchem das Pcel'sche Ministerium zerschellt. London, 2. April- Fast noch mehr als mit Indien beschäftigen sich unsere Journale mit Irland, theils vom Partei-, theils vom sachlichen Standpuncte aus. Letzlcru berührt besonders ein Artikel der »Times" die mit bitterm Ein.-sie das de- und wehmüthige Geständnis; abgelegt: >>)rumd sey das vom Schicksal auserkorene Werkzeug, uul Euglands Nationalstolz zn demüthigen." Im Augenblicks wo E,ngla.,ld neue Siege feiere, zu stolzei, TtMu sich ellicbei» wolle, 292 da rufe Irland es zur Bescheidenheit, fast zur Verzweiflung zurück; Iiland sei) fill- England jener tägliche Mahner, gleich dem Sclaven, der Philipp von Macedonien e> innern sollte, dasi er nur ein Mensch sey. Wenn England sich zu Träumen der Weltherrschaft aufschwingen wolle, dann rufe ihm Irland seine Schwäche in's Bewnßtseyil, zeige ihm, das; ein,: Iahrhun dcrce lange Gesetzgebung fruchtlos gewesen, das; man heute wieder von vorn anfangen muffe. „In der Mitte des 19, Iahrhundertes wird laut verkündet und einstimmig beschlossen, Irland, ungezähmt durch's Gesetz, nich^ in Furcht gehalten durch die Gewalt, nicht besänftigt durch die Milde, sey noch zu wild, um frei zu seyn« und das nachdem alle Parteien Englands, eine nach der andern vom Parlament mir der größten Gewalt zur Regierung dieser Insel betraut gewesen. Immer wieder von Neuen, müsse man die nimmer endende Eroberung dieses Landes beginnen. Aber Zwangsmaßrcgeln, wenn mau nicht vor Allein den armen Leuten helfe, wurden nur eine Tyrannei seyn; nicht die Besitzenden, auch die Nichtbesitzenden müsse man schützen, und diese zuerst, denn sie seyen die Millionen, jene nur Tausende. Eine Entweihung der Gerechtigkeit würde es seyn, wollte man das Wohlleben von Tausenden gegen das bloße Dasey,, von Millionen beschützen. London, 3. April. Es ist ein Gegenstand großer Geungthuung in Indien und in England gewesen und ist auch im Parlament gestern mit Beifall erwähnt worden, dasi mitten in diesen denkwürdigen Schlachten, namentlich bn Sobraon, wo die brittische Armee eine regelmäßige, von <>0.000 Mann und mehr als l00 Geschützen vertheidigte Verschanzung von außerordentlicher Stärke mit Sturm eroberte, Prinz Waldcmar von Preußen ein deutsches Schwert au der Seite des bravsten Soldaten der englischen Armee schwang. Sein ritterliches und unerschrockenes Benehmen auf dem Schlachrfelde erregte allgemeine Bewunderung, und nach ihrer Rückkehr nach Europa wird Se. königl. Hoheit Zeugniß ablegen von der Bedeutung der Kämpfe, an welchen er einen so ehrenvollen Antheil ^enommen hat. Polo n. Das vom Kriegsgericht und Feldau^itoriar wider Pan-taleon Potozki gefällte und vom Fürsten-Statthalter im Königreich Polen bestätigte Todesurtheil ist am 17. März m„ I Uhr Nachmittags zu Sicdlce vollstreckt worden. Griochenlan d. Berichte aus Atheu vom 5. April, welche mit dein Postdampfboot des Oesterr. Lloyd dem ..d^el-vato!'« 'i'rl6«!il»o« zugekommen sind, melden: Das hiesige Ministerium hat in der Deputirtenkammer ein?,, Sieg davongetragen, dagegen aber im Senate eine Niederlage erlitten. Letzterer hat nämlich den Vorschlag, dasi die bisher vorgeschriebene Art der Vollziehung der Todcsurtheile, wodurch leider die , Hinrichtungen unterbleiben mußten, nunmehr in eine andere umgewandelt werde, verworfen. Nachdem sich dermals in den Kerkern übcv zwan;Ig Individuen befinden, welche zum Tode verurtheilt sind, so sicht sich das Ministerium durch die erwähnte Verwerfung seines Vorschlages eines nachdrücklichen Nepressionsmittels gegen Verbrechen beraubt. Ein von dem Ministerium gestellter Antrag, baß dl' Polizei anstatt wie bisher der Municipalgewalr aiwertraut zu werden, welche in einem so wenig geregelten Staate noch unzurcichenci ist, den Staatsbeamten übertragen werde, hat im Publi'cnm allgemeine Billigung erfahren. Der »on der Opposition gemachte Vorschlag, daß die geheime Abstimmung in der De-purirtent^mmer eingeführt werde, ist mit 5H gegen 54 Stimmen verworfen worden. Folgendes sind die Ziffern des der Kammer vorgelegen Budgets für das Jahr ,847: Einnahme 14,486.500; Ausgabe 14,786.54«; Deficit 300.246 Drachmen. Amerika. Die Oregonfrage hat in neuester Zeit manches von ihrer drohenden Gestalt verloren. Man hofft, daß, wenn veil den Amerikanern jetzt das Anerbieten gedacht wird, — was übrigens früher von den Britten verworfen wurde — das Oregongebiet bis zum 49. Grade nördlicher Breite zu besetzen, und die Vortheile der Columbiaschiff-Fahrt so ziemlich gemeinschaftlich zu genießen, das qnte Einverständnis! um so leichter erhalten werden dürfte, als Peel's Freihandelspla,: ohnedieß den unternehmenden und handelsbefiissenen Amerikanern die lockendste Aussicht darbietet. 2l u st < a l i o «. Wir lesen im «Oesterr. Beobachter" folgenden Ar-tikel: Nachrichten aus Tahiti vom 16. December zufolge, dauerte der Zustand von Mißtrauen mid Feindseligkeit, welcher seit so langer Zeit zwischen den französischen Behörden, den in ihren Lagern verschanzten Eingcbornen und der ^flüchteten Königin Pomareh herrscht, fort. Inmitten dieser Venvickelungen hat neuerdings ein Vorfall Verdacht erregt. Gegen die Mitte N^wembers war das Linienschiff „Colling-wood,« das einige Monate früher die Piotectoratssiagge auf Befehl begrüßt hatte, wieder zu Papeiti erschiene:,, Dießmal wollte dasselbe den Gruß nicht qeben, und es bedürfte eines förmlichen Befehles der französischen Behörde, das Schiff zu zwingen, der Flagge die Ehren zu bezeugen, welche alle befreundeten Nationen ihr schulden. Nach kurzem Aufenthalt verließ der »Collmqwood« wieder die Nhede von Papeiti, um sich nach den Inseln unter dem Winde zu begeben, wo die Königin Pomareh residiit. Nun verbreitete sich das Gerücht, daß von diesen, Schiffe ausciogangene Proclamatione!,, welche die Eingeborneil, mit dem Versprechen äußerer Unte','.-stütznng, zum Ausharren in ihrer feindseligen Haltung aufforderten, auf der Insel verbreitet worden. Was auch an diesem Gerüchte seyn möge, cine Fregatte mußte in, December von Papeiti unter Segel gehen, um die Bewegung» des »Collingwooo« zu überwachen. M e x i c o. Der „Oesterr. Beobachter« vom 19. April enthält Folgendes: Mir dem Steamer »Aoon« hat man in England Nachrichten ans Mexico vom 27. Februar erhalten. Die Bundesrepublik war in ruhigem Zustand; des Generals P^-' redes Negierung w.n- aller Orten anerkannt. Man schien in Mexico der Idee von einer Monarchie, unter Berufung eines spanischen Prinzen auf den Thron, nicht abgeneigt z" seyn. Zur Beseitigung der Texas - Diss^'enz war nichts geschehen; der Geschäftsträger der vereinigten Staaten verweilte noch unanerkannt zu Ialapa; die Escadre der Union kreuze vor Veracruz. Verleger: Ignaz Alois Gdler v Kleinmayr. AlHmm ^nr Imöac!)evSeituM. Cour«, vom l8. April l8lß. Mittllrr,'«. Staatüschuldverschreib. zu 5 sO. »in CM ) "2 lj>6 delto t>tlto . < » <>n(5M.) »a» t»eno detto . » »sll >. (m (5M) 6, Ve^lostt Obligation. l'Hofr.'m. t zu 5 sCt.^ — D>>rlrd,nö >i>i!la!il u. Atr^> ^ zu 4 ^, > 99 »>al. Oblige. v.T^rol Vor. l z„ 2 ,/, ,, l — arlderg und Salzburg ^ » wiener Stat'l.'Ü^llco'Obligaeion. zu » >j, z><^».. 66 5,8 lt. s^. No tto) iehungrn. In Wien am 16. April 18 l 6. 55 !^. 3 57. 29. Die näck'ie Zi>.'l)ung wird am 29. Up-.il l8»6 in Wn!l gehalten werden. l»!«. «»!.. ». li»«j»ll Buch-/Kunst' und Musikalienhändler in Laidach, ist zu haben: Die deutsche Gprachkunde in threm ganzen Umfange. Oder: Grammatisch styllstischer Hausbedarf zum Stl^stuiuc«»ich! für Nichtstudicrte u»d Alle, wclchc schriftliche Aufsätze sprach, und sachuchlig rerfassen zu köi,. nen wünsche». Nach dcn ncuessen und besten O.ucNen den pr^ciischtn Bc>ür»l!!ssln cnlsplcchcnd, Joseph Äl' Ditscheiner. I. Abtheilung: Sprach- und Rechlschreibungslehre, lmter dem Tiiel: Popular practische deutsche Sprach - und Rechlschreibmigs-lchre, zum Selbstunterrichte. 0 t> c >: gsünbliche, lcichtfaßlichl'Anleitung, um scl'on ui.d rich^ li^q zu splecken u.id iU schicidcn, ^ wie sich in zwei-fe'l>,flen F^llcil hinsichtlich der Abanoerung, ^eN'iil« bung, Lchlli^nc l,nd ^cdrullmg del Waller schnellen >')^uh,!>u velscl.^ss<>li. Nach den bestcn Spnichwcltcn. »uic bcsonde^er Rück« sichl ans dlli ^etxns drc; geftllig^l und Gcsch^llh' lel'ci,l>, bearbcit^l von Joseph Al. Dlisckcincr. gv ^.dr. l,ul l fl. ^.M. (Z. ?ail>.Zflt. Nr. 49 ». 23. Apnl l»^«.) Wolf, l),'. O. ^.B., ll Novel's. Hausschuh italienischer Poesie. Allswal)! aus den Weiten von Hunden üal'emschcn Dichllvn >cic dln fnihesten .'Tagen bis zur Gegenwart, in chronologischer Lolgc, lndst liihrgraphischtn 9l'otizen übcr dicscll.'ln , ,!,l:g!cich H a:> d b u ch d cr i ta» lil'nischen Poesie, Politik und G lc fchicht e d er Peesi e. l. ^itfcv.ln«,. gr. 8.. br. <<>5 kr, D:- Ei stc G, an:-malical. ^I.,^c, erstes Semester. Zwene Ansla^ gc Wien ^r, ö. ,d>. Preis 36 kr. Llchclderg, I. s. A Nalurgctreuc Abbildungen und ausführliche ^eschrcil'Uüg ^ller derjenigen Thiere, welche allgemeinere Producle für Handel und I nd u st r i e licscrn, aie nar , lurn'isjensch^iiliche Begründung der merl» tiii, chen Warelitunde. l — 3. Hesl, Lol. Prcis'schw.nz45 kr., coloiirt l ft. lZ t^. pr. Hlst; daü ganze Wclk wird mit 6—8 Hrjlen com. plcc icyn. zürst> Eoler k. Dle Götlerwclt rcr Altcn, ooer voUstaiioigc Olaljllchstcn Quellen bcardcilct. Mil 2l .'ldbil-düngen. Pcstl) t^l-lö- 5-, P>eiä l si. .ill tt. Gcsprach,"ttöstrciches/ zwischen Gott und dcm MclNchen. Zur Beyevzigung ängstlicher lählistcn, die dcn Tod allzu set)r fürchten und nur mit Schrecke», an ihn denkcn. Auf's ncue l,crc>»s, eqede» v cN. (l) Nr. 38« i. Concurs - Ausschreibung. Im Bereiche der k. k. (5ameralbezirks-Ver-waltung ^aibach sind fünf Amtspractlkanten-Posten in Erledigung gekommen. — Diejenigen, welche sich um einen dieser Pasten zu bewerben gedenken, haben ihre eigenhändig geschriebene» Gesuche, worin sie slch über die österreichische Staatsbürgerschaft, ein »ucht unter dem vollendeten siebzehnten Lebensjahre stehendes Alter, eine correct? und leserliche Handjchrift, über die mit guten» Erfolge zurückgelegcen vier Grammatical-(5^ss.'N, oder die mit gutem Fortginge an der Reale, oder an der technischen, oder com-merzieUen Abtheilung des polytechnischen Institutes, oder bei Mangel an Real>chulen in der Provinz Illyrien, über die mit gutem Erfolge absolvirten beiden Jahrgänge der vierten Normal-tZlasse, über eine tadelfreie Sittlichkeit, über den Aufenthalt und die Beschäftigung während deS ganzen, dem Einschreiten um dte Aufnahme vorhergegangenen Lebenslaufes und über den stan-besmäsiigen ' Unrerhalt bis zum Zeitpuncte der 'Anstellung mit Gehalt auszuweisen haben, bis letzten Mai «84U Hieramts einzureichen, wodei noch bemerkt wird, daß derjenige, welchem nach qehöriger Nachweisung dieser Bedingungen die Aufnahme zur Geschäfts-Uebung gestattet wird, vorlaufig als Amtscandidat in die Probe - Verwendung tritt, und erst nach mit gutem Erfolge abgelegter Prüfung aus den Vorschriften über die Gefallen - Manipulation und das Gefallen-Rechnungswesen , welcher sich längstens vor Ablauf von drei Jahren, vom Tage des Eintrittes an gerechnet, unterzogen werden muß, als Amts-Practikant beeidet wird. — K. K. (5ameral-bezirks-Verwaltung, liaibach am 18. April 18 Ui. Z. 52H. (3) Nr. 8«0. Verlautbarung. Am 2!>. April I8l(l Vormittags um IN Uhr wird die Licitation zur Verpachtung zweier in l^c! »V-» .!V'N!,!n»i dann eincr an der Agramer S'raste, dc:n Gute Kroiscuegg gegenüber gelegenen städtischen Wiesen, auf die Dauer fünf nach einander folgender Jahre, in der magistratlichen Nathsstube abgehalten werden. — Hlerzu werden Pachtlustige zum zahlreichen Erscheinen eingeladen. — Stadtmagistrat Laibach am 28. März 1846. l^. ^mell.-Bl. Nr. 49 v. 23, April l856.) vermischte Vorlaut! arnngen. Z 55l. (l) Nr. 3^00. Edict. Alle Jene, wrlche auf den Nachlast des, nltt Nücklassung einer schiifilicyen letztwiUigcn Anordnling "'" ^-,,^'lweiilbel v. ). reistoldt!',e!l I^b,nn, Miögur, Ne^litäiriU'esi^rrs v^'n Kasscse, auö w^s immel' für lincm Rechi^lgnlnde eme^i Aü'pruch zu machen ves' meinen, hadell zu der auf dcn 2N, M.n l. I , Vor-nliil^gs cj Ul?l- ande'.aumien Llquidalionstagsatzilug, bei Vclinciduü.q dcr Flilgcn dcs §. 8>4 a. d'. G. B., hier^mt^ zu crsch^iiicil. K. K. Vcziitsgcricht Prem zu Feistriz am 20. Api'il 184Ü. Z. 5' kr. c. «. o , die Verbolsrechtserligungs - und Zahlungsklage au» gcbr^chl. ^l^chc'em ^ider diescin Ger'lchie der Aufenthalt des Bcl^glen unbekannt ist, s» hat man zu seiner Vertheidigung den Andreas Mejazl) von Sagor als cll-Älo,- ll^z^llti» aufgestellt, uud cs wird dein Äl^ klagieü (^,nl ÄrosDvich l?cdculct, daß er dieseiu auf gestcllien (>urai0r die nolhigcn Ächclse an die Ha»o zu geden, oder sich ci,:cn andern (iurator zu wahlcn, oder persönlich zu der auf den ^5- Iull l. I-, früh 9 Uhr hlelamls bestii'.unten Tagsai>ui^g so gewiß zu erscheinen habe, wl.ripens crtamu werden soU. was Rechtens ist. W.ntcndcrg am 30. März ,856. Z 535. (l) Nv. 6^»3. Edict. Das k k. Bezirksgericht Auersperg macht de, kamu: (^s sey in die cxecunv,. Veräußcmng der, dcin ^ucas ^tupi'.ik srliinl-, von Sdensüar'as, gehörigcil, nüt Piandrechl belegten, und ans l>3 si. 30 kr. dc'-wertheten Faynüjsc, alö: '2 Kühe,,l Kaldinn, Heu^ und Slroh - Vorräihe uild 3i) Meilmg Erdäpfel, wegen aus dcin Urihnle ddo. l9. August I8^l5, Z. l3l)li, dthaupicici: zordeniiig von ^4 fl. 30 kr. c. 5. c, gcwilligel, und cs sind hiezu die F.ilbielungs.-ta.qsa^ungcil auf den '9. Mai »md 3. Juni d. I., Vormittag um 9 Udr im Ortc Sdcnsk^vas mit den« Beisätze bestimmt, das;, wenn obige Fahrnisse bci der ersten Tagsalnmg nicht um oder über den Schätzungswert!) m» M>nm gebracht wcrden könnten, dieselben bci der zweiten auch unicr demselben veräußert werden würden. K. K. Bezirfsgencht Aucrsperg am ^l. Apnl l8^6. Z. 537^(1) I Nr. 154. Edict. Non dem k. k. Ve,)ilksgerichle zu Wartcndcrg wird allgemein bckamu gemacht: C's scy über Änsu-chcn dcS Anton Drolz von Sachscnscld, für sich und als Bevollmächtigter dev Milerben, Margavelh und Ml.ria Dr^lz, dann dcr Anna Drolz, in di< Neas- 3 2lü sumirnng der, mit Bescheid vom 9, Jänner »8^1l, Nr. 48, systirlen dritten iiicilalion der, dem Geo,g Koroschitz gehöugcn, zu Islak gelegenen, der Herr-schift Gallenberg zuk Urb ü)i>. '25 dienstbaren Halb-hübe. nebst gcpiäildetcn Za!)r»isscn, wegen, aus dcm gerichtlichen Ve>gl^iche ddo. 8. ^än,lrr l8^l dem Caspar Diolz schllloigen, nun dcsien Elbcn Anton, Margarclh Ulw Maila D^olz eingcfo.dcrlen Förde, rung pr. 88 ft, u>id wegen, der Anna Diolz aus dem bezogenen Ve> gleiche schuldigen 7 2 si, und Su-pererpeilsen g:w,lliget, und die reassumirte dritte i!l-lication auf dcn 28 Niai I. I, fruy 9 Uhr loco Is» lak und nuc dem ^^'isatze bestiinnu, daß dilsc Realität und Fahrnisse b^i dicscr ^eilbieluiig auch uittei dem SchätzUügswcrlhc hintangcg^ben werden wür-den. — Die ^icitaiioilsbedingnissc, das Schatzungs' prococoll und der Gru,ldbu:r!e,i!?crq am ll) Februar l8^6. Z. 53?. (1) Nr. 238. Edict. Von dem Gezirksgerichic der k. k. Berg-Ca. meralhcrrschaft Joria wild den unbekannten Erben des (Zaspar Jered, weiche auf die zu Idna Hauszahl 308 liegende Realität einen llnspluch zu haben vermeinen, mitlast gcgenwa'riia/n Eoictes erinneri: Es hade Aiuon ^odoonick, als factifcher Hcsi^er der zu Idria Hauszahl 308 liegenden Realität, bei die sem Qerichle die Klage auf Aneikennung oeä Cig>,-n-thums dieser Nealität eingekracht und um richer-liche Hilfe gebeten, über welche Bitte die Tagsa^ung auf den 15. Juli I. I., früh 9 Uhr in dieser Ge> lichtsl'an^Iei angeordnet wurde. Da der Aufenthalt der Geklagten diesem Gerichte mibcr'annl ist, und weil sie vielleicht auö dcn k, k. lHrl'landen abwesend sind, so ,vu>de zu ilner ä^crlretuilg auf ihre Gcia^r und .Nost^n der hierämi. liche Acluar, handlunq selbst e>scheinen, oder bis dahin dem bestimmten Ve>:rccer,^arl Poll, ihre Rcchiöde-helfe an die .^)and zu geben, ooer auch sich selbst ci>un andern Vertreter zu bcstellcn und dusem Gerichte namhaft zu inachen, und überhaupt im ordentlichen lechllichm Wege essen werden. K. K. Bezirksgericht Idria den 27. Fe^ bruar 184U. Z. 552 («I^ '^ Nr^S^ Edict. Alle diejenigen, welche auf den Verlaß des am 8. Jänner »3^6 zu Racfch.ich mit Hinicilasjuiig eincs Tcstamcnlcs verstorbenen Be,irl5wU!idarzieä, Johann .^ia'ools, alsElbez, oder Gläubiger einm Anfpruch zu stellen vermeinen, haben dellfelbcn bei der am 25 Mai d. I , früh 9 Ulir hiergerich's m,-dcraunuen ^onvocalions - Tagj.n^llNg, dei fonlu'grll Folgen des §. 8>4 des b. G. B., anzubringen. K. K. Bezirksgericht S<^'Nlslein zu Wcixelsleiil am '26. März »856. Z 5)5^l, (l) Nr. 933. Edict. Vom Bezirksgerichle Krupp wi>d hi^nit zur öffentlichen Keinuni^ gcorachl'. Es sey über Ansuchrn d»5 Michael Stert von ^)ocfchevic, ^aus Nr. 5, die ereculive üeilbietung der, dem Ere^uten Joseph ^lerk von ilota, H)aus Nr. Z4 gelwligen, in Großrodine gelcgencil und der Herrschaft Tschcrnembl dienstbaren Ucbellandsrralilätcn, als: ») des Weingartens samnn Keller 8>ik (5»nr. Nr. 3<>I'/,, zwiichcn den Anraincln Marco Gelde» schitscy uild Jacob Hlrul^el, im gerichlllchen Schä» tzun^swertl:e von Cl»rr. Nr. 35^, zwischen den Anr«iuem Mariin Pirner und Michael 0,'re» goritsch, im gerichilichcn Lchäyungswerihe von 30 fi,, wegen ,chuloiguli »846, jedesmal Vormiuag von 9 bis 12 Uhr im Orte der Psandrcalitättn mit dem Beisaye ange» ordnet woidcl», daß solche bei der drillen Flilbie- tllngslagsaiillng allch unter dem Schätzlmgswcnhe werorn hilUang^g^bcir werden. Das ^chayungi'prowcoll, die iiilitasionvbsdilig-nissc und der ^ruxdouchscxlract könnel» yiergelich^s eingesehen wcrden. Dczirksgelichl Kr:lpp am 8. Apnl l84l>. Z. 553. (l) Nr. '296^33. Edict. Vom Bezirksgerichte Seisenberg wiid allgemein bekannt gemacht: Eö sey üdcr ^lnsuch^i dcs Herrn i>li>dlich Waschlifch vo,l .Uroifcnbach, in die crc.nilve ^cilbittung der, den (5he!cntcn Franz und Anlonia Schlogcr von Recc Nr. 99 dienstbaren Drittthube, nebst Wohn, und Wirth-schafisgedauden, im ^chäyungswcrthe pr. 838 st.; dcs im ^)laden^bc>ge »l,l» Top. Äir. 135 gelegenen WeingarteiiH sainml Kellcr, im Schätzungswerte pr. 52 ft., und des ebendaselbst6ul, Top Nr. 4 gelegenen ^xil'.gartcns, im SchälMigswerthe pr. 3d fi ,wc-gen ,chuldlgen 3(w s!. (>. M. c. ». c. gewiUigtt, und zur Vornal,me dcr>clbcn die.Tagfahrlcn auf den l^i. 'lpril, 14. Mai und 19. Juni l8^>6, jedesmal um l0 U'ir Vormiliags, im Orte der Realitäten nnt dein .Beisaß angeordnet worden, daß oi^sclben dei der drillen Feilblelungsiagiahrt auch lülier ihrem Schwungs-werlhe ylluang^gcbcn werden. D^s Schatzungsprowcoll, die Grundduchscxe tracle und die Hcilbieiungsdedingnissl' tonnen zu dcn gewöhnlichen Am^stunden hlcrgerichiö eingesehen und in Abichnfc c>l?l)be,i werden. ^c^iiksg^ichl Seikilberg am l0. März ll>'46. Anlnertung: Bei der crstcn L^lbielungotag-- fahrt hat sich kcin Kliliflustigcr gcincldcc. 24« Z. 544. (2) Nr. «338. Convocations < Edict. ?lUe Jene, welche bei dem Verlasse der am 14. April I. I. re«wu> rerstorbcnen Iosepha 21'itwe Schmutz von Wippach, aus w..s immer für einem Rechtsgrunde etwas anzusprechen vermeinen, haben lh« Ansprückc am l4. Mai l846 Vormittags um 9 Uhr n» diefcr Gerichtskanzlei anzumelden und gel-t-a/l'öiiqen, ln Miüerdorf 5uii (>. ^)ir. 5 und Rl'cl. i>ir. l(1'< liegenden, dem HerzogN.ume Gollschee tlenstl^aren, auf 58l) si. gl'schä Urb. Nr.'38, Recl. Nr. 26 dienstbaren, aus 954 fi, 50kr. gerichtlich behausten Halbhube, wegen de» Lutia ^^uriisch aus Elalcnt schuldiger 50 st. c 6 <:. ge. williges, und zu deren Vornahme die Termil'e au/ den 25. M^i, <»uf den 25. ^uni und aui den ^7. Juli d, I., ledesinal Vormittags 9 Uhr in >O<:'cl-en werdeil. K. .« Bezuksgerichl Egg und Krrutberg am 2 März ,815 Z. 527. (3) Nr. 773. Edict. Von dem k. k. Be!>irt'ägcrich:e Egg und Kreut, berg, als Pnsonalinstan;, wird bekannt gegeben: Es sey in der Erecunonöiührung des Simon Noiz.voi» P.eooje, gegen Thomas Andoika von Dolem?, s,ct. aus dem w. ä. Vergleiche ddo. 9. März ,653 an Sckmerzengeld schuldiger 26 fl. c. z ci,, in den ere-cuiiuen Ve.kaus dl'r, zu Gunsten des Lcvtern auf der dem Jacob Andieika ron Dl.'lei!le gebmigen, dcr k. k. DomcapiielMlc i!,,i^ach 5,,li Ncct. N,/?? dienstda. ren Ganzhube, mit dein Ucbsrgabsvertrage ddo. 23. Jänner »835 lntabulirtcn Erbscnlftriigung pr. 20l)fl. gewilliget, und zu deren Vorn.'l)m<' seyen die Terml. ne auf den 7. Mai, auf den 2d, das, von dem lH>undbuchsertracle zu den gewöhnlichen Anusstunden hierons Emsicht genommen werden könne. K ^. Bezirksgericht Egg nnd Kieulbelg am «6. März ,846, Z 5l4. (5) Nl. llö9- Edict. Vom Bezirksgerichte Wippach wird hiemit be>-kannt gemach:: Es sey Andr.aö Ercboul,^von Ter-shcuze, wegen gerichllich erhobenen Blödstnnes, un-tev (>ura,tl gesetzt und demsclb.n dessen SruderFranz Srcbout, oon Terschenje Haus Nr. l0, als Kurator aufgestellt wo,den. Bc^irtsgencht Wippach a,n l. April lU46. Z. 5l3 (3) Nr. 795. Edics. Dnd Heali-tätcnbesiycrS in Arch, werden anigesordert, zur An» Meldung ihrer Aoldnlingcn, be» Vermeidung der im §. 8l4 b. G. B. bcstimnilel. Ncchlswlg,»,, am '^5. April l. I , V^rmil'.ligb um 9 Uhr, vov diesem (5>e. richle zu erschrineo. K. K. Bczirtögericdc Guikjeld am 3. April »846. Z. b)6 (2) Es wird em ftbr schönes, braunes, stark gedautcs, i5'/, Faust hohes, zwlsckm ) und /4 Jahren allco Pscrd, sammr Pfer-deacschirr, dann cinc zweispannl^c, mlt ^» Sltzcn vcrschene Fslltschc, ncbst Stcuerwa-gcrl oerkaufl wcrdrn, cnlwedcr cinzcln oder alles zusammen. Kauflustige hadcn sich am Hauptplatze, H Nr. 3,.), lm Gewölbe da selbst anzumelden