Gedruckt m!t Edlen von Klcinmaycrschcn Schriften. Freytag den 2>. Januar i 8 « 4. Kriegsschauplatz. L a i b a ch. ^ach verlaßigen Nachrichten aus Triest ist Gradoam »^.^. gefallen. Das weiter um» siändlicke wird nachträglich bekannt gemacht werden. Ti'ie l am >/. I^ner i8>4. kaut so eben eingelangten, Nachritten ist Cat» taro am . d es's mit Capitulas-o» übergegan« gen, und w -rde am 9. an die österreichischen Truppen über>i.?'e >. Von d»>r abg?'ä!loNn?n Capitnl>it''on ist Dor der Han! vü" so viel bekannt, daß die,» Ma,ni starke Garnison nich Italien zurück tra.'.sportirt wird, lind vor ihrer geschehenen Auswechslung nicht dienen d^rf. Wien den 15. Häner. Die von h-er abgesendete aus 5 Mitgsie» dern des hiesigen Magistrats bestellende Depu< tati^n an ^r. Mai unsern allergnädigsten Mo' narcken traf am 7 dieses zu Freyburg ein wo selbe die allerhöchste Gnade battt, <,m folgen« dcn Taqe in einer feierlichen ?!udieni unserm geliebten Kaiser Franz, die Glückwünsche des ^"Mrats und der Bürgerschaft Wiens zu nd"drmqen. De„ nämlicken Tag noch hatten W die Ebre dem Fürsten von Mttternich, und Tags darauf durch einen Ausschuß, auch dem Fürsten von Schwarzenberg, das Ehrendiplom eines Wiener Bürgers zuzustellen Auch aus dem Walliserland sind Deputirte bei drn verbündete,' Monarchen zu Frcyburg an« gelangt, um die Gefü'le des Dantes für die Befreyung ihres Vaterlandes auszudrücken. Votzen den »2. Iäner. Das Mailäxdische offizielle Blatt Vom ». Iäner sädl t sorr seine Lescr nach gewöhnlicher ^itte zu täuschen. Unter dem D",'"" Ocster-reichern mit 4c»/a«c> Russen, meistens Garden unrer dem Großfürsten Konstantin, dahin beordert seyn. Auch i,clßr es, würden »6002 Sckweitzer auf diesen "Punkr mitwirken, d?s» gleichen 40/000 Neapolitaner. (GeheüNüiß^ll zieht die Neapolitanische Armee gcgen,Florenz, heran, über ihre Bestimmung lauiel noch «,chts Offizielles) --, Man meldet, dic Einnahme von Hüningen (welche Stadt zur -y^lil? in Aschue l Franzosen m t 7 Kanonen, 2 Haubitzen und 2 Bomben leisteren dort d?e verzweifclste Gegenwehr. Ehe der Sturm von russischer Seite begann, wurde die Schanse durch einen Trompeter aufgefordert Der Commandant antwortete durch Ka< nonen. Nun stürmten die Russen mit schreck« li^er Wuth auf die Verschanzimgen. und metzelten unter fur^tbarem Blutbade Asses nieder, w,is sich darin befand, und zwar auf eine schaudcrvolle Art. Schaber b-^g sah mit eigenen Augen die schreckliche M.ssicre an; seliv viele von oben b?s unten in Stücken ge» h>.lc,ie Leicbliame und gräßlich vel"!iÜ!N'n>'lte Ka-. da.crs bedeckten den flctneu Fleck der Schanze; ein gräflich sckauerl,cder Anblick selbst für den Krieger Aber auch ru^sch-s Blut der Tapfern wurdc^ viel vergossen, da'hnen gleich An» fangs des Sturms ein General getödlel, und ein anderer schwer verwundet wurde. Ein Oberst, mehrere Osszcere Unteroffiziere und Gemeine sind geblieben; > an 500 Verwundete wurden spat Abends in die Stadt gebracht« Freyburg den,3». Dee. Am 29 ist der Hettm^nn der Kosaken, Graf Platow, hier angekommen. Ein Theil seines Corps ist schon bor einigen Tagen hier vorbey gezogen- Gestern zogen 6 Regimenter Kosaken theils durch dle Stadt, theils an der. selben vorbey. .6uoo russische Kürassiere tra. sen heute nn Kirchzarter Thale ein, und setzen morgen thren Marsch nach Rühlkem, fort. Heute Mittag ist der russische Obei-general, Graf Barclai de Tolly hier angekommen. Feldmarschall Blücher hatte in der Neu-jahrsnacht einen dersiellten Angriff auf Kassel Mainz gegenüber, besohlen, um seinen Nhem« Übergang bcy Kaub '.Bacharach gegenüber) 5« maskiren. Andernack ist auch besetzt: Eine Abtheilung des Graf Wittgenstcu'schen Armeecorps war bereits bis Elsaß-Zähern (7 Stund von Straßburg gegen Lüneville,. vorgedrungen. Daß Hamburg befreyt, und Marschall Da» voust sammt seinem Corps gefangen sey, hat sich noch nickt besnittiat Indessen geht ein Gerücht, daß gedachter M.n'schall capitullN ha« be, Uüd daß der Friede zwlschcn Schweden und Dänemark abgeschlossen >cy, wobey den Dänen soll überlassen'worden seyn, Hamburg zu bela» gern, und zu besetzen, indem sich der Kronprinz von Schweden unt seinem Armeekorps nach Holland begeben werde. Kiel vom 24. Dez. Nach einem gedruckten Brfc!>!e des Mar, fchalls Fürstei, von Eckmühl, sind seil 0e«n ly. dllses alle Thore und Hafen von Hamburg geschlossen. Am 20. haben alle Einwoh^,-, welche nicht auf 6 Monat m>t Levensmiltell, verfthtn sinl», deSgleicben alle F,emde von bey« den Geschlechlkln, d«e,nicht in der Stadt ih. ren gewöhnlichl>n Wohnsltz haben . ferner, alle ausserhalb der M»u?rn von Hamburst Gcbvlne, e^^lich a^e Beilie? und Vagabunden, aus der Stadt auswandern, und bel Strafe als Spio. ne vehandelt zn werden, uliler keinem Vor-wände nach Hamburg zurückkehren sollen. Um das Schicksal dieser unglücklichen Vertriebenen wdglichst zu mildern, hal der Kronprinz von Schien befohlen, daß d',rch einen Ausschuß den Dürfligiien sogleich Kleider und Lebens, nnltel gereil l werden, die Greise, Frauen und Mnder in Lüve? und in Bremen aufge. non.mrn, diejeninen Männer aber. welche zur Befrepung Hamburgs mitwirken wollen, Waffen bekommen, und gkich dtr iibrlgfn Ar« m?^ besoldet werden, und i» der Folge e,nen Theil der National .Garde von Hamburg aus« machen sollen. Für das erste Bedürfniß lei. stet die schwedische Kriegskasse einen VotschuF von 40,000 Thalcrn. In der noch von den Franzosen befehlen Fe< stung Küstrin, soll, nach einem Berichte auS Golzow von, 25. Dez. (m der Breslaurr.Zei, lung) ausser an Fleisch, Salz und Arzeney, noch r?in Mangel herrschen. Vie Besahung von 2200 Mann, mit Einschluß von 6ao Kran» len , bcslehcl zur grössern Haltte aus Westpha» l?n und Illynern, unler den Befehlen deS West, Pdalischen Generals 0. FüUgraf, eincS Klosse» Anhängers »on Napoleon, aber Gouverneur der Feiiimg ist der Flanzöslsche Gener«! Four, nicr d'Albe. Holland. In dem Augenblick, als die glorreiche Nachricht von dem Erwachen Hollands M London ankam, erboten sich sämmtliche holländische Seeleute fnywillig, alle Truppen, wekche zur Unterstützung »hrer Laudsleute bestimmt würden, ohne alle Bezahlung von Selten der Regierung zu transporriren. S ch w e i tz. Ein Schreiben aus Zürich vvm 28. Dec sdgt: Der Einmarsch der Alliirten in die Echweitz hat zu Mailand große Sensation er, regt. Die neapolitanischen Truppen sollen zu Ancona Halt gemacht haben. Em Schreiben vom 29. Dee. aus der östli« chcn Echweilz^sagt: „Nach Briefen aus Neapel vom »2 d scheint es bcnnahe sicher, daß sich auch der König Joachim für die Sache der Alliirten erklären wird Lord Wellington soll in Toulouse eingerückt seyn; die Hauptmacht der Franzosen scheint sick bey Metz Nancy und Rheims in Masse aufstellen m wollen. Nächstens dürfte auch die Schwe.tz ein Corps ihrer Truppen zu den alliirten Mäckten stoße« lasse»!- Zwischen Hünningen und Reubrmach wird eine Brück»' über den Rhein geschlagen, für Truppen, die den Weg durch das EUaß noch Lothringen nehmen sollen. Das Schloß DMblamont wird, als zu den Operationen un» in die Luft gesprengt werden. Cchafhausen vom 2. Iäner. - Der gewesene König von Holland.hatte sich, «uf die tl-sic Anzeige von dem Einmarsch der Illlnrten in die Vchwcitz/von Eolothllrn nach Lausanne begeben, von wo er am 22. Dec. sei» ne Reise nach Frankreich über Genf fonsetzre. In Lausanne hat er, wie man erfährt, der Neglcru^a. des Kantons Waadt zugenuuhet, eine umständliche und motivirte Protestanon ge« gen dle neuesten Vorgänge in Holland und elne Verwahrung seiner Ansprüche auf die Krone dieses Landes, entweder selbst in ihre Protokolle auszunehmen, oder an den La»damman>! der Schweitz zu übersenden. Frankreich. Ver Molllleul vom 28. Dez. enthalt Folgendes: Elhallongs - Senal. Sitzung vom Monlaa den 27. Dez. 13,z. unter dem Vo;lih Sl. Durchlaucht des Prinzen ErzkanzlerS des Reichs. Im Nabmcn der «n der Sihunss vom 22. d. M. ernanlilen Spezial Kommission, erhält der Sena or, Graf v. Folüanes, eines ihrer M'tgliet'er. das Worl, u^d erstattet der Ver. ssMlnlung folgenden Bericht: „Monseigneurt „Senatorrn! „Die erste Pfiichl des Senats gegen d?n My"l,s<5efl und das NoI? ist Wahlb-ci>ischen Insiilule, welche dte Macht, in den Händen emes Einzigen konzentrirl, durch das Ver> trauen Ailer besestlssen, dem Thlvne die Bürg, fckasl der Nazwnal«Meinung, u«d den Vollern dagegen dcl? durch ihre Ausopferurgen wohlverdienten Lohn, das Gefühl ihrer Wür» de, versichern." „So gloßmülhige Absichlcn dürfen nicht gtläusckt we?t>cn." „ Dem zu Folge Hai die in Iyrer Sitzung »?m 22^ Vez. «lkMMe KommEioa, in hrren Nahmen ich zu srrechen die Ekle habe, die aus Befehl S^. A aj. deS Kaisers, »on dem Herrn Herzog ooi! Vicenza ihr vorgelegten of« flziellen Aklennücke aus daS relsszchste untersucht. „UlNer'nallolun^en über den Freden habett anaesangen. Es »st oölhiq, daß Sie von dem Gang? delselhrn unterrichtet werd^li. Wie wollen Ihrem Urtbeile nlckl vorgskisen. Eine culs.icke Erzählung der Hhalsachcn soll Ihre' Mklnutlss. und durch diese, dle Meinung Frankreichs bestiittweli.' ,SlS das Oestcrrelchische Kabinet die Rolle des ,Vcr7.lilllerS aufgab, als nach 3>llcw zu usthcilen / der Präger Koiissrrß seiner Äuftö-snnss nahe war, wollte der Kaiser, eine lc^le Anstrengung zur Friedens » Sllslung auf dein festen Lande versuchen." ,Dcr Hr. Hcrzog v. Bassauo schrieb an den Hm. Fürsten v. Mettelnick. Er lhal den Vorjchlüg, einen Punkt auf 0er Gränze für nculz-al zu erklären, und dort, selbst wahrend der Fortdauer oeS Krieges, die Präger Uoler» hanelung wteder anzuknüpfen.^ „Unglüttlicherwelse stnd diese ersten Elöff« nungen ohne Erfolg geblieben." „Der Zcityilnkl, >n welchem dieser fried» ferttfle Schrill ge«l)an «vutde, ist wichtig. El geschah am > 8. August Äl seinem gewöhn. len Glücke, aber nicht ohne Heloenmuth, und nicht oh«e Ruhm/' „N.,ch der Rückkehr in seine Hauptstadt hat er seine blicke v°n jeuen Schlachtfeldern ge« - wendet, auf denen ihn die Well fünfzehn Jahre hindurch bewundellc; er hat sogar seine Gedanken von, jenen grossen Planen abgezo. gen, die er tlNwvlfln halle.... Ich bediene mich seiner eigenen Worte: Er hal sich zu sei, mm Volke hingewendet, sein Herz h«l sich geöffnet, und wir haben unsere eigene» Ge. fühle darin gclescn.^ „Er hat den Frieden gewünscht, und von dem Augendllcke an, wo eme Unterhandlung möglich schien, geelll, ihr die Hand zn blelyen." „D«e Zu,äUe detz Krie^^s daocu den H n. Baron v. St. Algaan «n das Haupt.Quar» tier de» verbündeten Macyle gebührt. Vorl hal er den Oestcrreichlschen Minister, Hrn. Fürsten o. Mctlcrnlch, nnd den Russischen Minister, Hrn. GraltN o. N sselrode, gesehen. Beyde haben vor ihm, im Nahmen ihrer Hü« fe,-in einer vertraulen Unterredung d,e Präli, Mll>ar°GrundIagcn eines aNgrm»'lnen Feie» denS aufgesieNt. Dcr Englische Bolyschasler Lord Aberdeen, w. hnle dlcftr Ulllelll-oung bey Bcmelken Sie diescu leylen Uln>land wohl, Senatoren, cr ist wichtig.^ , Hr. Baron r. Sl. Aignan, bcuxflragt, feinem Hofe alles, was er abhört hülle, zu b^richl.s, hat sich dicseS Auftrags gelreu enlledial." ^.Obwohl Franfreich mil Recht andere Vor, sbläge erwüllen dlnfte. so hat der Kaiser dock dem auttichligen Wunsch? nach Friede» alles ausöeopfcrt.^ „E- Hut dem Hrn. Fülsten v. Melternich du'ch den Hl:'. Herzog v. Vussano schieiben lassen, daß er den allgemeinen Glundsatz, der in hem vettrttuttn Berichte des Hl"> l>. St. Aignan enthalten war, als Glundlage der Unterhandlung annehme. ,zDer Hf. Fürst o. Melternich lchien in selner Antwort an de?» Hrn. Herzog v. Vaffano zu glauben, daß in der von Frankreich ertheil, len Zustimmung noch elnige Unbestimmtheit liegr." „Hierauf, vm aNe Anstclnde zu beseitigen, gab der Hr. Herzog o. Vicenza, nachdem er die Befehle Sl. Majestät eingebohll halle, dem Oesterreichischen Kabiuel zu erkennen, deß der Kaiser de», durch den Hrn. o. St. Aig. nan wilgelheillen allgemeinen und summarischen Grundlagen bevlrcte. Das Schreiben des Hrn. Herzog v. Vicenza isi vom 2. Bez. es war aw H desselben Monalhs angeköm« wen. Ber Hr. Fürst 0. Metlernich hal erst am 10. geantwortet. Diese Sälen find sorg» faltig zu bemerken. Sie werden bald ein» sehen, daß ste nicht ohne einige Wichtigkeit ßad. (Die Fortsetzung folgt.) M i s z e l l e n. Unter den vlelen Wohlthätern, die die i» Prag angelangten verwundeten preussischen, österreichischen und russischen Krieget zu iaben suchten, befand sich auch die verwittwete Haupt« manuin Babnscheck; selbst arm, aß sie mil ih» »er Tochtsr dirjen Mitlag lrvlkcnls Brod, wfieber. ,59, vo» deu noch nichr ganz Genesenen, meist Preußen und Russen begleiteten die Hülle ihrer heldenwülhigen Gnl« lhäterin . und llustkn sie biS zur Gruft. Noch vor ihrem Tod übelgab sie einer Freundinn das noch udllqe Gesammelle; sie ab?r hknler, ließ eine i/Mige wohlerzogene Tochm. ^