Nr. 13tt. Freitag, 8. Juni 1888. 107. Jahrgang. OMcher Zeitung. Vllwumeratloneprll»: «lit >l'o!»ver<«nd»ng: ganzjährig fi, >». h»lb>Hhri<, sl. ?,»o. Im «omptot,: ««»Nähr,,, sl.il. Halbjahr»« .««, Füi ble ^ustellun« m» Hau« oaiizlählig^l. i. — I»l»rtl»«»>,b«r! F«» l«me In<»ale l>!« ,u « feilen !»lr.. glößere pei .»!e >, l< : b«l »sterin wieberholungen pl, Helle « tl. T»l« „earl«<,t Die «dminiftratlon befindet sich Vnbnvl »^«N, ,!^ ble «ldacti»» <0>,»,adiqst zu gestatten gernht. dass dem Vorstünde °cr Genossenschaft der bildenden Künstler Wiens. Ober-^urathe Friedrich Freiherrn von Schmidt, sowie dem ^sseverwalter der genannten Genossenschaft. Großhändler «duard Ritter von Kanih. die Allerhöchste Anerken-"""g ausgesprochen werde. Ans dem gleichen Anlasst Uen Se. l. llnd f. Apostolische Majestät mit derselben Allerhöchsten Entschließung dem Vorstand-Stellvertreter °er Genossenschaft der bildenden Künstler Wiens. Maler ^ugen Felix, den Orden der eisernen Krone dritter Mse taxfrei, dann dem Professor der Staatsgewerbc» Hule in Wien Inlins Dcininger und dem Secretär ?" obqenannten Genossenschaft, kais. Rath Karl Walz. "" Nitterkrenz des Franz-Ioseph-Ordens allergnädigst '" verleihen gernht. y.„ Se. k. und f. Apostolische Majestät haben mit , "Mchster Entschließung vom 3. Juni d. I. den Ober-""desqerichtsrath in Lem'berg Alois Uhle zum Hof-"ye des Obersten Gerichtshofes allergnädiqst zu er-""nm geruht. Prazäl m D. de« 3" Ministerpräsident als Leiter des Ministeriums « Innern hat den Regierungssl cretär Dr. Eduard ^lmann zum Vezirkshauptmann nnd den Bezirks» j "^lssär Karl Murmayr znm Rlgiernngssecretär "ärnten ernannt. Nichtamtlicher Meil. Oesterreich und die Ballanläuder. » , 9m Vrrliner Vertrage hat die österreichisch-un-C<Ü -^ Monarchie die Verpflichtung übernommen, jene j.^ssahrtihindernisse an der unteren Donau zu besei» ins »' ^klche bisher durch die Stromschnellen nnd Ka» oberk ^^ Eisernen Thor und an mehreren Stellen den 3!^ ^'^" gefürchteten Felsenriffe verursacht wer» bfn,' " Ausführuug dieser Arbeiten ist bekanntlich in Vertrage nicht an einen bestimmten Zeit- punkt oder an irgend eine weiterr besondere internationale Verbindlichkeit geknüpft, wie solches bezüglich der Vollendung des Aahnnehes auf der Balkan-Halbinsel der Fall gewesen. Die anßerordentlichen technischen Schwierigkeiten eines Unternehmens, wie diese Flusbrrgnlierung. hätten schon von vornherein die Feststellung eines nahegerück-ten Termines unmöglich gemacht, ganz abgesehen davon, dass für unsere Monarchie keinerlei nöthigen» der Grund vorhanden war, die freiwillig eingegangene Verpflichtung auch noch dadurch drückend zu machen. Die Zusage der Stromregulierung von Seite nnseres Oesammtreiches mochte von den vertragschließenden Ea» binetten als eine Art Compensation für die Zusicherung des Ausbaues der Balkanbahnen angesehen werden, die in ihrem Anschlüsse an das ungarisch-österreichische Bahimeh ja von unlengbarer Wichtigkeit nicht bloß für die commerziellen Interessen Oesterreich'Uugarns. son» dern auch für dessen politische Stellung gegenüber dem dnrch den Berliner Vertrag emancipierten Staatengebilde der BalkaN'Halbinsel ist. Die Fertigstellung dieses Vahnnehes hat eine erklecklich längere Zeit in Anspruch genommen, als zur Zeit der Üntersertignng des Berliner Vertrages und al« später noch beim Abschlüsse der Protokolle der (^ttnlVu-encL :t ljUlUr-k vorausgesetzt worden. Die po> litischen Wirren in Vnlgarien unb der infolge des Staatsstreiches von Philippopel entstandene bulgarisch serbische Krieg, die Entthronung des Prinzen von Vattcnberg und das darauf folgende Interregnum in Sofia haben die rafche Ausführung der bulgarischen Thrilstrecke verzögert, und es ist heute noch ungewiss, bis wann der erste Zug von Belgrad über Sofia nach Constantinopel fahren wird. Die 'Ostlinie von Belgrad nach Salonich bauten die Türken nicht rechtzeitig aus. und als sie ausgebaut war, vergieng noch eine weitere Zeitfrist, ehe sie endlich dem Betrieb übergeben wurde. Nun soll auch Ernst gemacht werden mit der Regulierung des Eisernen Thores und der anderen Donaustromschncllen und damit eines der ferneren wichtigen handelspolitischen Postulate erfüllt werden, welche der Berliner Vertrag aufstellte. Dem ungarischen Parlamente wurde die betreffende Gesetzeswrlage znr Genehmigung unterbreitet, und wenn es demnächst in den Delegationen wiederum jemandem beifallen sollte. den Minister des Neußern an die Donau-Katarakte zu erinnern, wie dirs in zwei der vorhergehenden Dele-gations-Sessionen geschehen ist, so kann derselbe einfach auf die bezüglichen Verhandlungen im ungarischen Reichstage hinweisen. Bekanntlich hat Ungarn sich gegenüber der österreichischen Reichshälfte znr Ausführung der Stromregulierungs-Arbeiten auf seine Küsten engagiert als Gegenleistung für den von Oesterreich mit einem namhaften Aüfwande ausgeführten Arlberg» Durchstich, für die Herstellung der Arlbergbahu, welche für den ungarischen Producten-Export von so großer Bedeutung ist. Auck Uugarn ist diese seine Verbindlichkeit eingegangen, ohne sich zn einem bestimmten Vollendungstermin zn verpflichten. Die Locomotive fährt bereits seit Jahren durch die tirolisch-vorarlbergischen Bergwildnisse zur Schweizer Grenze und an den Bodensee. und mit der Durchbrechung der Felsenriffe, welche zwischen Moldowa und Ada-Kaleh insbesondere an drei Punkten Hindernisse der Stromschiffahrt bilden, die bei niederem Wasstrstand sogar den Verkehr ernstlich gefährden können, soll nnnmchr endlich auch ein Anfang gemacht werden. Die jahrelange Verzögerung wird wesentlich den Schwierigkeiten zugeschrieben, sich über einen endgiltigen Plan zu einigen, Schwierigleiten, die sehr eingehende und langwierige Vorstudien bedingt haben. d?nn die Aufgabe, welche an der nutcren Donau, den Technikern gestellt ist. ist eine vollständig neue; in diesem großartigen Umfange wurde bisher noch leine Flussregulierunq versucht. Was an der oberen Donau und am Rhein in dirsem Genre bisher geleistet worden, tritt gegenüber der Großartig« keit des Werkes, das an den Donan-Stromschnellen durchgeführt werden soll. vollständig in deu Hintergrund. In Amerika sind ähnliche StromschüeNeu bisher nur mittels Schleusencaniilen umgangen worden, was an der unteren Donau bekanntlich ausgeschlossen blei» ben soll, um einen beschleunigten Vetlehr nicht zn hindern. Mit den modernen Mitteln der Technik wird man der Schwierigkeiten Herr werden, uuter dem rasch dahinschießenden Wasser in der heftigsten Strömung der Katarakte die Felsbänle zu beseitigen, welche dort quer durch den Strom streichen, bei hohmi Wasser» stände gefährliche Untiefen bilden und bei niedrigem als eine Kette wilder Zacken aus dem Wasserschwall dem Auge sichtbar aufragen. Jeuilleton. Uebcrblill der Aerfassunsss- und Rechtsgeschichtc Krams. ill. Gts.^'ue besondere Neuerung auf dem Gebiete der UerU U war die im Iahre'i517erschieneue Aerg-itl, c!? ^'Ordnung, welcher eine fast ganz gleiche Nrain « ^'l und eine zweite im Jahre 1575. für boln V?"" ll'lt'ge. und endlich eine «olche für Idria ten ei ^" ^W nachfolgten. Diese Gesetze behandel-e'Nze'. '^^" nahezu ganz unbekanntes und nnr in grbral? ^ocalstatute» und Privilegien zum Ausdrucke zeitig > ^v'"' Dieselben lehnten sich an die gleich. ll„ ^ "" Deutschen Reiche erschienenen Bergordnnngen Uesch^ waren jedenfalls formell und materiell vor-leit. " k"e Werke. Beweis dessen, dass sie ihre Giltig-ten, " Ausnahme des darin zum erstenmale erwähn« ill d" .^lichen Waldreservatsrechtes, bis selten "" ^" 1U54 erschienenen Berggesetze bei» lheilz ^ üblere neue Waldbestimmung stieß jedoch ^egal wegen deren Zurückführung auf angebliche «ichlich^ bcr österreichischen Lan'dessürsten. Haupt-'^rllnn i^ ^ea.cn deren minder entsprechender Durch. Ü?da>?f.,"ch die l. f. Oberbergrichter * auf so viele ^berlrn' "'be Widerstände seitens der Waldbcsiher in ^"i «!."' ?°ls sich nach 200jährigen, noch heute nicht ^ ^geschlossenen Streitigleiten schließlich Kaiser Hberh^l l>« Einsilhrunn dieses Gesetzes wurde in Kram ein d^ktlen ' 5""" '" jedem Vergölte auS dem Stande der °t'stl,^ °"ch ein Unlerberarichter aufsschellt, welche alle dem ""Mel bei der Regierung in Graz unterstanden. Josef genöthigt sah, die durch dieselbe zur Beförderung der Eisenindustrie ins Leben gerufene entgeltliche Ser-vitut der Holzwidmung im Jahre 1781 zu beheben und die fernere Vehandlnng der Wälder aus dem Berg« gesehe auszuscheiden.* Für Malefizfälle schrieb Ferdinand im Jahre 1535 eine Landgerichts. Ordnung vor, welche nnter Aufzählung verschiedener Verbrechen, als: Gotteslästerung. Majestätsbeleidigung. Mord. Handanlequng an seine Eltern, Unzucht. Fälschung, Zanberei u. s. w.. auch Bestimmungen über die Folter, die Gerichlskosten, die Appellation u. s. w. enthielt und überdies auch an. ordnete, dass das Vermögen der Verbrecher nicht mehr confisciert, sondern den Erben ausgefolgt, und dass das Tudesurthcil vom Landcsfürsten vor dem Vollzuge be. stätigt werden müsse. Ein im Laibacher Museum als Anhang zu dieser Landgericht«'Ordnung verwahrter Tarif. Schöff.. Geschier- und Pannrichter-Ordnung genannt, bestimmt auch die Gebür^n des Züchtigers (Freimannes). die er für die Vollstreckung der Strafen zu bekommen hatte. Für das Viertheilen. Rädern. Spießen, Brennen oder Köpfen eines Verbrechers wurden ihm 2 sl.. für das Ertränken 1 fl„ für das Ohren, oder Nasenabschneiden zn 30 kr. ausgesetzt, u. s. w. Auch eine Civilgerichts-Ordn un g fur die Stadtrichter in La i ba ch aus dieser Zeitpcrwde (1550) ist im Museum als Manuseript in Verwahrung. Die» selbe behandelt aber schon in schöner Ordnung den ganzen Gang des Verfahrens: Klagen, Ladungen Reden, Exceptionen, Dingen. Appellieren, Kant,eren (Ervqme-ren) nnd die Expensfrage. Von weitaus größerer Bedeutung aber ist dle ..... *"Mehrcres in meiner Abhandlung '?l'« das l. f. Waldreser^ vatsrechl in den »Mittheilungen der juristisch«-" Gch>Matt> 1«»,.j. Schrannengerichts« Ordnung vom Jahre 15K4, die dann in den Jahren 1571 und 1688 Verbesserungen erhielt. * Es ist dies die Vorschrift für das gerichtliche Verfuhren bei Klagen gegen den Adel vor ihrem privilegierten Gerichte (soi-um nodüieum) in Laibach. Vorsitzender desselben war der Landeshauptmann und dessen Beisitzer. 12 bis 16 an der Zahl. ständische Mitglieder. Es gab ein Hofrecht und ein Landrecht. Zum ersten gehörten Injurien, Besitzstörnngen und alles, was einigermaßen strafbar erschien, mit Aus« nähme der Criminalia. Alle übrigen civilgerichtlichen Angelegenheiten, streitige und nichtstreitige, nmfasste das Landrecht. Urkuuden mit der Elausel des Land-schadenbundcs genossen hiebei das Vorrecht, ähnlich jenen des heutigen Mandatsverfahrens über notarielle Urkunden. Die Landschadenbund-Clausel war in allen fünf niederösterreichischen Landen üblich. Sie hatte zwar nicht die Wirkung einer gerichtlichen Urkunde, überstieg aber jene mit Brief und Petschaft; gleichwohl aber genossen alle diese drei Urkundenarten als,n«l>u-lntmta 8liHs6nll'ßiltl» die Kraft par-ataL kxkculioni« im Sinne der Max, Oer.-Ordnung vom Jahre 1573 (8 298 a. G. O) bis zum Anfang des I«. Iahrhun. dertes. Die Vertretung war beim Hofrechte ausgeschlossen, dagegeu beim Landrecht gestattet, doch mussten sich die Anwälte aller Hitzigkeit entHallen, sich der Kürze befleißen uud die Parteien nicht überhatten. Als eine Besonderheit des hiebei üblich gewesenen Verfahrens kann hervorgehoben werden, dass der Vorsitzende nach gewechselten Reden einen Richter benannte ^iKlicnm dakat). der dann mit den Besitzern den Fall besprach und schließlich das Urtheil fällte, ohne gerade au die Abstimmung gebunden gewesen zu sein. Eine Appella ' Dimih: »Ueber die Schranncngerichte» in ben «Milthei» lungcn der juristischen Gcsellschast», vom Jahre 1867. Lailiachcr Zeitung Nr. 130. 1110 8. Juni 1388. Sind diefe Untiefen so weit entfernt, dass auch für schwere, tiefer gehende Fahrzeuge ein fahrbarer Caual geöffnet ist, so können die großen Frachtdampfer ohne Unterbrechung und ohne Umladung von den Strommündungen bis in das Herz unserer Monarchie vordringen und aus derselben stromabwärts wieder bis ans Meer ihre Waren tragen. Allerdings müssen nicht nur die Schiffahrtshindernisse am Eisernen Thor, sondern auch jene im oberen Theile der ungarischen Stromslncke bis zur Grenze beseitigt werden, eine Regulierung, zu der sich bekanntlich Ungarn eben» falls als Gegenleistung für deu Bau der Arlbergbahn verpflichtet hat nnd die laut einer Erklärung des un^ garischen Ministerpräsidenten im Abgeordnetenhanse noch vor der Inangriffnahme der Regnlierung des Eisernen Thores wieder ernstlicher betrieben werden soll. Der Durchbruch am Eisernen Thore und die Ve-seitiqung der anderen Schiffahrtshindernisse oberhalb desselben wird hoffentlich der Douauschiffahrt einen neuen Aufschwung geben und zur Erweiterung miserer Handelsbeziehungen, zur Hebung unseres Verkehres mit der Valkan'Halbinsel und den commerziell immer wichtiger werdenden pontischen Gestaden führen. Der durch die Vollendung des Eisenbahnnetzes auf der Balkan-Halbinsel gesteigerte innere Verkehr daselbst findet seine natürliche Anlehnung, ebenso wie an den nach Oester» reich-Ungarn herüberführenden Eisenbahnlinien, auch an der Stromschiffahrt. Die Aufgabe unserer Geschäftswelt wird es sein. wenn die Hindernisse auf der Donau beseitigt sind, die dadurch gebotenen günstigeren Chancen auch vollständig auszunützen und die große Wasserstraße zu dem zu machen, was sie sein könnte und was sie werden wird, wenn die Uferländer am Unterlaufe des Stromes unter dem Schlitze gesicherter staatlicher Einrichtungen einer höher entwickelten wirtschaftlichen Wohlfahrt entgegengehen und einen werkthätigen Factor im großen Handelsverkehre bilden. Kein Land hat an dem wirtschaftlichen Emporblühen, an der gedeihlichen Wohlfahrt und dem entsprechend auch an einer gesicherten Ordnung der inner> politischen Verhältnisse der Uferstaaten an der unteren Donau ein lebhafteres Interesse, als das große Donau» reich. Indem es die letzte Barriere auf dem Strome wegsprengt und damit eines der Hindernisse eines regeren gegenseitigen Verkehres beseitigt, fördert es in gleicher Weise seineu eigenen Vortheil, wie den der Nachbarvölker im Südosten, und wenn die Solidarität der materiellen Interessen hüben wie drüben gekräftigt wird. kann dies auch nicht ohne Rückwirkung auf die gegeust'ill'grn, gut freundnachbarlichen Beziehungen bleiben. Politische Neberlicht. (Das Herrenhaus) nahm vorgestern ohne Debatte die Gesetze, betreffend die Gebürenfreiheit bei Löschung lleineter Satzposten, die Herstellung der Dämme an der Weichsel, die Staatsunterstützuug für die Noth leidenden Tirols, die Veräußerung von Objecten des unbeweglichen Staatbeigenthums, und das Zollsperrgesetz für Vrantwcin an. In die Delegation wurde anstatt Bmiquoi Baron Helfert gewählt. Die nächste Sitzung findet am Montag statt. Die Tagesordnung lautet: Eisenbahuvorlagen, Brantweinstener sammt Contingen-tierunaigesetz. Die Vertagung des Reichsrathes erfolgt bereils am Montag. Smolla, welcher zum Präsidenten der österreichischen Delegation gewählt wird. reiste nach Budapest ab. (Klagenfurter Handelskammer.) Der kärntnerischen Handelskammer ist seitens der Landes' regierung ein Entwurf, betreffend nene gesetzliche Mas; regeln gegen das AgentrnUuwesen, zugegangen. In der vorgestrigen Kammersitzung betonte der Regicrungs-vertreter, der Entwurf suche deu vielen lautgewordmrn Klagen über dieses Unwesen Rechnung zu tragen und Abhilfe zu schaffen. Die Angelegenheit wird in der nächsten Sitzung erledigt werden. (Parlamentarisches.) Wie bereits gemeldet, beabsichtigt der gegenwärtige erste Vicepräsident des Abgeordnetenhauses, Graf Richard Clam. sein Reichsraths' mandat niederzulegen. An dessen Stelle wird für den Posten eines ersten Vicepräsidcntm Graf Friedrich Kinsky candidicrt. Zum Obmann des Blldgetauöschusses ist Abgeordneter Iaworski autzersehen. (Neues Honorar-Consulat.) Der Kaiser hat die Errichtung eines neuen Honorar Consulates in Kimberley (Griqua-Land, Cap Colonie) genehmigt uud den österreichischen Staatsangehörigen nnd Handelsmann Isaak Julius Pam in gedachter Stadt zum unbesol-deten Consul daselbst mit dem Rechte zum Bezüge der tarifmäßigen Cunsulargebüreu ernannt. (Vom Ruthenenclnb.) Der aus den Ab« geordneten Ochrymowicz, Siengalewicz, Mandyczewski und Ozarkiewicz bestandene polenfreundliche Nuthenen-club löste sich infolge der Abstimmung über die Spiritussteuer auf. (Kroatien.) In der vorgestrigen Sitzung des kroatischen Landtages wurde die Generaldebatte über die Novelle znr Strafprocefsordnung beendet. Für die Vorlage sprachen Dr. Egersdorfer und Instizchef Klein, dagegen Dr. Frank. Dann interpellierte Dr. Amrus wegen der ausschließlichen Verwendung der magyarischen Sprache bei Postdrucksachen. Sensation erregte hierauf die Erklärung des Barons Rukavina namens der Starcevic-Partei, dass sich dieselbe bei den Empfangs» feierlichkeiten zu Ehren des Kronprinzenpaares nicht betheiligen werde, weil der Landtag als gesetzlicher Repräsentant der Nation hiezu nicht eingeladen, dessen Präsidium aber im Programme erst an vierter Stelle genannt sei. (Aus Malta) wird telegraphiert: Die englischen Offtciere gaben gestern zu Ehren der Officiere der österreichischen Escadre ein großes Diner. Der Herzog von Edinburg drückte telegraphisch sein Bedauern darüber aus, dass er anwesend zu sein verhindert ist. Der Herzog gedenkt in seinem Telegramm der der britischen Escadre im Vorjahre seitens der österreichischen Flotte erwiesenen Gastfreundschaft. Contre-Admiral Douglas toastierte unter großer Begeisterung auf die Königin von England und den Kaiser von Oesterreich. Die österreichische Escadre ist heute abgesegelt. (Handelsvertrag mit der Schweiz.) Vorgestern haben im Auswärtigen Amte die Detailberathun-gen mit den Vertretern der Schweiz betreffs Abschlusses eines Handelsvertrages begonnen. (Zur Lage in Deutschland.) Endlich hat auch die «Norddeutsche allgemeine Zeitung» sich uver die mit dem Legislatur-Perioden-Gesetze zusammenhängende Krise geäußert. Man kann aber nicht behaupten, dass sie dcidurch wesentlich zur Klärung der Sache beigetragen hätte. Nur so viel scheint sich als positiv aus der sehr laugeu Auseinandersetzung des Blattes zu ergeben, dass das Gesammtministerium eine Lösung der Krise durch Verzicht auf die Verlängerung der LegislaturPerioden derjenigen durch eiuen Cabilttts« Wechsel vorzuziehen entschlösse»,' ist. weil es glaubt, dajs der Nutzen des Legislatur - Perioden - Gesetzes zu dem Schaden eines Cabinetswechsels nicht im Verhältnis stehe» würde. Danach stünde die Frage so. dass das Gcsammtministerium einem Veto des Kaisers sicb fugen will, ohne daraus die Nothwendigkeit des Rücktrittes zu folgern. (Rufsland und Frankreich.) Die Aerlmtt «Kreuzzeitung, erfährt ans Petersburg, der Zar ir. ^ beigesetzt, rechts von der für Franz Schuber stimmten Gruft nnd links von dem Platze, wo nch Mozart-Monument befindet Für die Exhumierung sterblichen Ueberreste Beethovens ist der 20. I"'" ^f für die Uebertragung und Beisetzung der Leichenrede " dem Wiener Centralfriedhofe der 21. Juni in M»> genommen. tion gegen Entscheidungen des Schrannengerichtes gab es anfänglich nicht, weil das Verfahren mündlich war und keine Rechtssubstrate für die höhere Instanz vor» lagen; später konnte man sie an die Regierung und den Hofrath in Wien ergreifen. In Malefizsachen unterstand hingegen der Adel dem Landeshauptmanne und seinen Assessoren, welche die Untersuchung abführten, das Urtheil sprachen und dann den Delinquenten dem Landrichter behufs Voll« streckung der Strafe übergaben. Lehensfragen wurden in Lehenstaidingen. an denen fich die Lehensherren und die Vasallen be« thciligttn. ausgetragen, bis derlei ohnehin höchst selten vorkommende Angelegenheiten im 18. Jahrhundert an die Landesregierung kamen, die als Lehensstube noch heute diese «Functionen» ausübt. Uebrigens hat die neueste Zeit auch diesem letzten Reste des Feudalsystems durch die gesetzlich angeordnete Allodialisiernng (1862 und 1868) zum großen Theile ein Ende ge« macht. Das geisllicheGerichtswesen war in der Hand des Laibacher Bischofs und des Patriarchen von Aqiiill'ja. Zur Zeit der hierarchischen Herrschaft (1000 bis 1200) dehnte sich die Jurisdiction derselben auch a»f profane Gegenstände aus, die aber im Jahre 1497 Max eiuigermaß?!, einschränkte. Nichtsdestoweniger aber blieben noch immer mehrere Delicte, mixli sori, der gemeinschaftlichen Iudicatnr mit den weltlichen Behör-dcn unterworfen, z. B. »aeriw^ium, ximonia riolv-8nmi:,, ^cxwmia, Nothzucht, unter Umständen sogar Wucher u,ld Todtschlag. In Laibach war der gewöhnliche Vorsitzende des geistlichen Gerichtes der General-^lcar. Ader auch hier mag es oft zn Competenzcon-N'ctrn gekommen sein. wenigstens geht au« den Freisiu-9.« Acu>!, herum, dass die Stände im Jahre 1545 Beschwerde beim Landesfürsten führten, dafs das Pa» triarchat Aquileja durch seine ErzPriester Hierlands Gericht halte, trotzdem dass dieselben weder die Sprache noch die Verhältnisse des Volkes kennen. * Es gehörte nämlich zn jener Zeit nicht ganz Kram zum Laibachcr Bisthume, sondern nur die Gegenden um Laibach, Oberlaibach, Aich, Krainburg, Radmannsdorf; die Bezirke von Adelsberg. Senosetsch und Dorneg hingegen waren Bestandtheile des Triester Bisthums bis zum Jahre 1833, das ganze andere Ober-, Inner-und Unterkrain unterstand aber direct dem Patriarchate von Aquileja und nach dessen Aufhebung (1751) dem Erzbislhume Görz bis zum Jahre 1787, und Wippach gar noch bis zum Jahre 1833. Bei dem Umstände, als Aquileja zur Republik Venedig gehörte, die sich Kram dazu noch öfters nicht freundlich bezeigte, war diese kirchliche Eintheilung daher jedenfalls ein sehr missliches Verhältnis nicht nur für die politische Verwaltung, sondern auch in An« sehung der Ausübung oberkirchlicher Gerichtsbarkeit, die, wie oben erwähnt, frühere Zeiten einen weit größeren Wirkungskreis hatte, als heutzutage. Derlei Anstaube mögen es nun gewesen sein, die die Stände von Krain zu obigen Beschwerden veranlassten und die anch den Grund zn den landesfürstlichen Anordnungen gegeben haben mochten, zufolge welchen die Streitigkeiten nicht vor das geistliche Gericht in Aquileja, fondern vor die Archidialone im Lande zn bringen (1609) und die Präsentation für die geistlichen Aemter nicht mehr an den Patriarchen und ihre General-Vicarien, sondern an die römische Curie direct oder an * Später hat mau als derlei Vice Erzpriesler Pfarrer im Lande bestellt; so erscheint im 17. Jahrhunderte der Pfarrer von Stein als solcher genannt. den apostolischen Nuntins in Wien vorzulegen w ^ Die geistlichen Gerichte giengen ausschiehl'ch »a,^ ^zl canonischeu Rechte vor, und namentlich a"^ ^ sHeide dem Hauplmanne in Bischoflack, gegen deffen ^'" "^ die Appellation his in das Itt. Iahrhuudert n» Bischof vo« Freisingen in Baiern gieng. ^ in In den Unterkrainer Weingegenden >^„zs Steiermark, wo das V e rggeri chtsverya ^ schon seit dem 12. Jahrhunderte bestand, wuroe» ^ auch Bergtaidinge gehalten, bei denen der VergY ' ^, Berg. oder Kellermeister" und die Berghohe" .^ veuierten. Die Appellation gieng an den "^" Hts-oder an das l. f. Hofqericht. Eine " s/K> mMlN Ordnnng aus dem 10. Jahrhunderte m,t »^ ^g-enthält über die diesfälligen Verhältnisse, als - ^^ giebiqkeiten. deren Verjährnng. Erhaltung or ^ Zäune. Rebenpelzer, Bäume, Taglohn mW ',^". Vorkaufsrecht des Aergherrn. genaue ^V'" V"-Ein besonderes Interesse bietet dieses '" ^'""" ^llt-senm verwahrte Manuscript dadurch. ^« " ^hre schen Texte anch eine sloveuische Uebersetz'Mg ° ^„««e 1582 beiliegt, die daher als das älteste t"^ ^,„. Rechtsdenkmal in dieser Sprache angesehen ^ .^^»"d' Eme mitunter noch heute maßgebende N^^oi'." läge ist ferner das s^nernl« ci« ^^U''' .^.^^e,-pnralil.us vom Jahre 1079 für alle "' ^ chischeu Länder über geistliche Lehen, ^^' lndb^V und Grnndobrigkeiten.'übrr das Mortnar, ^ ^.M sammt Satzvorschreibungen, Robot, ZZ" '»ei^ ^ Jagd. Fischerei, Schätze. Feldschäden. GreW ^, m vituten und Injurien, auf die sich uielfau, theilen berufen wurde. „ ---------------- Mzhan""" ^' * Im Jahre 1551 ist uom Landtage e,n 1" ^ Laudes-itellrrmeister gewählt worden. Lnibachcr Zeitung Nr. M). 1111 8 Inni 1888. -^ (Eine wertvolle Taschenuhr.) Eine wtvolle Taschenuhr — sie kostet ungefähr 20.000 Mark — 't bei einem Uhrmacher in Berlin zu sehen. Diese Nhr stellt die denkbar grüßte Leistung von Uhrmacher-Arbeit bar. Mit dem Aufziehknopfe werden die zahlreichen mit-ewander verbundenen Werke der Uhr zu gleicher Zeit Mrzogcn. Die Uhr zeigt zwei Ortszeiten, schlägt von most die volle und Viertelstunde mit Abstellung, repetiert ^ °'e Minute, hat springende Secunde mit zwei Zeigern Alt» doppeltem Anhalt, ferner einen immerwährenden ««lender, der auch das Schaltjahr richtig zeigt, gibt die Jahreszahl, Monat, Tag, Datum und den Mondwechsel °". weist die Fünftel-Secunde und die sogenannte schleifende Secuude auf und hat endlich auch ein Thermo-"leter. Dabei ist die Uhr von nicht außergewöhnlicher Größe. ^ -^(Steier märkischer Kunst verein.) Aus ^raz berichtet man uns: Am 29. Juni findet die Ge-'°'"ftziehung des steiermärtischen Kunstvereines statt. 6ur Verlosung gelangen folgende Oclgemälde: 1,) «Das Mdene Cabinet im Belvedere,» Oelgemälde von Ludwig ^lnzbauer in Graz, 300 fl.; 2.) ua ^gerahmt, und andere Kunstwerte verlost, und lauf» '" """ solche» Zahl, dass auf je 40 ver-^. Antheilsscheine ein Gewinn entfällt. Nur gezahlte ^ '^lscheine nehmen an der Verlosung theil und erhal« H> Außerdem jeder noch ein Prämienblatt nach eigener .^l, das im Kunsthandel den dreifachen Preis kostet, ^ !ür den Antheilschcin zu zahlen ist. Die Prämien h.. sleiermärkischen Kunstvereines sind wirkliche Kunst-Ica '. ^"n Kunstfreund sollte deshalb diese günstige Ge-y°^htit versäumen. Die diesjährigen Prämien: «Die ^"tenjchlägelin» nach F. A. Ka ulba ch, «Im Kloster« H>^' nach Grützner, «Weihnachtsmorgen» nach h"ld müller und «Erster Versuch» nach Kurz-lisl^^' lönnen sofort bezogen werden. Die Zichungs- " Werden seinerseits gratis ausgegeben. tiH. ^ (Zwei Selbstmörder.) Aus Trieft be-H/"t Man uns: Bei Miramar wurde vorgestern im Nlll?^0" Leichnam des seit einem Monate verschollenen Cel^ ^°"k Vasevi aufgefunden; man nimmt einen ^nmord an. Bei der Südbahnstation Leibnitz wurde auf den Schienen der furchtbar verstümmelte Leichnam eines jungen Mannes aufgefunden. In der Leiche wurde der 22jährige Hörer der Pharmaceutil an der Grazer Hochschule Giacomo Muratori, Bräutigam eines Fräuleins aus einer hiesigen guten Familie, agnosciert. Mu-ralori scheint dcu Selbstmord aus Verzweiflung über die uicht bestandene Prüfung ausgeführt zu habe». — (Gebräuche und Aberglauben beim Essen.) Sich zum Essen nöthigen lassen, wird bei uns schon lange als überflüssig und nicht zum guten Ton gehörig betrachtet. Nicht so ist es aber in anderen Ländern, und in anziehender Zusammenstellung führt uns Karl Haberland in einer Abhandlung über «Gebräuche und Aberglauben beim Essen» vor, wie es in dieser Beziehung bei anderen Völkern gehalten wird. Am weitesten geht hierin wohl das schwedische Landvolk; wenn das Brautpaar schon am Tische sitzt, muss der Hochzeitswirt die Gäste erst im Hofe zufammenfuchen und sie so mit sanfter Gewalt zn Tische bringen. Die Grönländer glauben für arm oder heißhungrig gehalten zu werden, wenn sie nicht erst sich lange zum Zulangen nöthigen lassen. Der Indianer glaubt sich etwas zu vergeben, wenn er irgendwie Verlangen nach Speise oder Trank an den Tag legte, und darum heuchelt er selbst bei größtem Heißhunger vollständige Gleichgiltigkeil. Dagegen gilt bei den meisten Naturvölkern es als eine Ehrenpflicht des Gastes, alles Aufgetragene zu verzehren, und in vielen Gegenden Deutschlands fühlen die Bauern sich beleidigt, wenn bei ihren Fcstschmäusen nicht ordentlich zugelangt wird. Dagegen halten es die Mongolen für unanständig, alles Vorgesetzte aufzuzehren, und solche Mongolen gibt es ja auch bei uns, die an dem lächerlichen «Anstandsbrötchen» festhalten. Eine eigenthümliche Sitte, die zu unseren Begriffen von Wohlanst:indigkeit in geradem Gegensatz steht, herrscht bei den Arabern. Dort nöthigt der Wirt den Gast so lange zum Essen, bis ihm dieser auf «eine zwar nicht zarte, aber unzweideutige Weife» zu verstehen gibt, dass er vollständig gesättigt sei. Es geschieht dies durch einen Laut, der als Naturlaut häufig nach starkem Essen sich einstellt und besonders in Berliner Wcißbierstuben kein seltener Gast ist. Es gilt dies bei dcn Arabern als eine Höstichleitsform, die den, Wirt die volle Befriedigung des Gastes über die Bewirtung ausdrücken soll, und es wird als eine Ehrenbezeigung für den Wirt anfgefasst. Diefelbe Sitte herrscht in I>,bien. Der Abussimer dagegen gibt sein Wohlbehagen bei einer Bewirtung dadurch lund, dass er eiu «starkes Geschmah gleich einem Schweine» von sich gibt. Will der Sudanese ausdrücken, dass ihm Speise und Trank wohlgcschmcckt haben, so leckt er sich die Finger einzeln unter lautem Schnalzen ab. Andere Völker wieder legen großen Wert darauf, dass der Gast dem Trunk ordentlich zuspreche. Bei den Serben erheischt es die Ehre des Wirtes, seine Gäste nicht eher zu entlassen, bis sie mehr oder minder betrunken sind, und besonders halten sie darauf, dass der sogenannte Weihnachtsbesuchcr sich womöglich betrinle. Es gilt dies für die Familie als eine gute Vorbedeutung für das kommende Jahr. — (Prähistorische Funde.) I» Rolhwein bei Marburg wurdcn im Zicgelwerkc des Herrn Kufuer diesertage beim Ausheben einer Lchmschichte sünf hohe, mit Verzierungen versehene Thontöpfc aufgefunden. Leider zerfielen vier davon beim Ausgraben. Weitere Funde find zu gewärtigen. — (Das Tragen zu e n ger Halsk rä gen) ist von den Aerzten schon öfter als Ursache von Augen-eutzündungcn bezeichnet worden. Der bekannte Augenarzt Professor Dr. Förster zu Breslau hat nun neuerdings seine Erfahrungen hierüber mitgetheilt, nach welchen auch ihm über 300 Fälle von chronischen Augenleiden aus seiner Praxis bekannt sind, welche einzig hierin ihren Ursprung hatten. — (Die Perlenfischerei im Golf von Mexiko) scheint die größten Erwartungen übertreffen zu wolleu. Die meisten Muscheln, die aus der Meeres-tiese herausgeholt werden, führen Perlen, und an den Gestaden des Golfs herrscht eine Aufregung, die nur mit jener bei Entdeckung neuer Goldfelder verglichen werden tan». Die Perlen sind oft von ungewöhnlicher Größe und Reinheit. Im vorigen Dezember wurde eine Perle ausgefischt, die 75 Karat wog und an Ort und Stelle — weit unter dem wahren Werte — um 14.000 Dollars verkauft wurde. — (Bestrafte Seeräuber.) Der Capitän des Dampfers «San Pablo», welcher auf der Höhe von Formosa strandete, wurde von Seeräubern geplündert. Er meldet, dass nach dem Ausbruch eines Feuers an Bord des Wracks eine Explosion entstand, wodurch 50 Seeräuber getöblet wurden. — (Gefahr im Verzug.) «Hier lege ich Ih»en mein Herz zu Füßen: Ich kann nicht ohne Sie leben, meine Gnädige .... aber bitte, entscheiden Sie sich schnell, denn .... ich habe noch eine andere Partie im Auge. Local- und Prouinzial-Nachlichten. — (Zur neuen Wehrnovelle.) Das Rcichs-gesetzblatt veröffentlichte gestern das sanctionierte Gesetz, betreffend die ausnahmsweise Bciziehung von Reservemännern und Ersahreservisten zur activen Dienstleistung im Frieden, und eine zur Durchführung dieses Gesetzes erlassene Verordnung des Landesoertheidigungs - Ministeriums. — (Friihlings - Vlumenfahrt.) Wie es vorauszusehen war, findet die von Seite des Laibacher Reitschulvereines für Mittwoch, den 13. Juni, ausgeschriebene Frühlings Blumensahrt in allen Kreisen unserer Stadt den lebhaftesten Beifall. Die Anmeldungen zur Vethei» ligung laufen von Seite der sich an der Fahrt activ Betheiligenden fehr zahlreich ein, so dass man schon heute aus eine für Laibach große Anzahl decorierler Wagen, deren schönsten Schmuck unbedingt die schönen Bewohnerinnen unserer Stadt bilden werden, und auf eine ziemliche Anzahl berittener Damen und Herren rechnen kann, Einen besonderen Anziehungspunkt des Programmes bildet die Zusammenkunft auf der Schießstätte, die, festlich decoriert, an diesem Abende sicherlich der Rcndezvousplatz der Gesellschaft Laibachs sein wird. Wie wir hören, soll die offene Veranda in einen Tanzplah umgestaltet wer« dcn, so dass der tanzlustigen jungen Welt auch in dieser Richtung Gelegenheit zur Unterhaltung geboten sein wird. — (Preiserhöhungen in den Hotels.) Die Versammlung der hervorragendsten Präger Hoteliers beschloss, wie gemeldet, einen Preisaufschlag von 20 Pro« cent für alle jene Passagiere, welche nicht im Hotel speisen. Die übrigen Hoteliers werden um gleiches Vorgehen ersucht werden, Hoffentlich findet der Vorschlag, Zn öer Kchlamastik. Novelle von Valduln «roller. (9. Fortsetzung.) W ^einrich gab jetzt, da er wieder in regulärem Verein, ,?"" Marqueur gegenüberstand, drei Kreuzer 'Mo und sagte dann gelassen: ^lveb ' """' ""'" Theodor, können Sie ent- kt .^'"ich machte nun Casse. Fünfzig Gulden hatte l°hn s? ' b""°« gehen ab: fünf Gulden Sünden-"tchlw TlMdur, zehn Gulden für den Fiaker, fünf. dei,?Ma. Gulden für Sch„aps und Cigarrettcn — bisln? ^te er eben in die Tasche strck.n, a!s der l'knmalrr Rudolf Weber eintrat, hand'^ ^" '"'t der Kleinigkeit, die ich da in der Zabe. gchient?. fragt Heinrich. Aer natürlich!» «hler.» biz de?^.'^"ke. Du weißt, nur auf ganz kurze Zeit, ^Komg von Serbien —» M weiß — gute Nacht!» ^ute Nacht!» Echl^'nuch fuhr nach Hause und schlief bald den > oez Gerechten. ^tdia^ ^"lgen nach dem rbcn geschilderten denk« kr d U? «bende — für Heinrich war er denkwürdig, ^G, ^ch hrute an ihn — saßen Herr und Fran llbey 5. be»m Frühstück und nnterhielten sich zunächst blatte s> Neuigkeiten, die er aus einem Morgen« "lohe ^"°"^elchu hatte. Nachdem die üblichen Selbst-"ledigt waren, nachdem sie sich anch ihre gnten, leider niemals genügend berücksichtigten Rath-schlage für Fürst Bismarck 'nnd den Präsidenten Grevy vom Herzen heruntergeredet hattcn, kamen sie auch auf die Ereignisse des vorhergehenden Abends zu sprechen. Vom Vereine hatte Edwin außer einigen neuen ausgezeichneten Anekdoten, über welche Frau Johanna nicht so leicht lachen konnte, wie er erwarten zu dürfeu geglaubt hatte — Frauen haben überhaupt nicht die richtige Empfänglichkeit für gute Witze — nichts Be« sonderes mit heimgebracht. Ümsomehr hatte Fran Jo« Hanna zu erzählen. Sie war stolz auf ihren gestrigen Abend, und sie hatte gewünscht, ihrem Galten den Mund wässerig zn machen und ein tiefes Bedauern in ihm zu wecken, dass er da nicht mit hatte dabei sein können, aber — weiß der liebe Himmel, auch die Männer haben für gewisse Genüsse nicht die rechte Empfindlichkeit — es gelang ihr gar nicht. «Ich missgönne dir meinen Freund Heinrich nicht,» sagte der Ehrherr, behaglich seine C,garrette ranchend, «er sei dein, dn magst ihn behalten, er sei dein eigen. Frau Johanna war von dieser Auffassung nicht qanz befriedigt; es verdross sie. dass einerseits ,hr ästhetischer Thee-Abrnd nicht nach Grbür gewürdigt winde, und dann hätte sie doch auch auf em,ge Be< soranisse seitens ihres Gatten Anspruch gehabt. Denn Heinrich hatte ihr doch in nicht misszuverstehendcr Weise den Hof gemacht. Das konnte nuu Edwm allerdings nicht wissen, aber schließlich hatte er doch Auge» zu chen dass seine Gattin doch vielleicht auch noch jemand anderem gefallen konnte, als gerade nur dem großherrlichen Ehegemahl, und es wäre ,hm wohl an« gestanden, seine schüttend«.' hand über sie zu halten. «Gut,» erwiderte sie pikiert, «ich behalte ihn, da dn es so willst!» «Noch einmal: er sei dein, und mein Segen obendrein.» «Du bist heut unausstehlich mit deinen Citaten! Du scheinst nicht zu wissen, dass dein Freund sich. in einer Weise um mich bemüht —» «In einer Weise —?» «Die dir zu denken geben könnte.» «Ah. ich fange schon zu denken an. Wie viel hat er sich bei dir ausgeliehen?» «Davon ist nicht die Rede, aber er wirft mir Blicke —!» «Verdächtig schiefe?» «Du kannst ja spotten, wenn du willst, That-sache ist, dass dein Freund mir förmlich den Hof macht und dass dich das doch einigermaßen beunruhigen könnte.» «Mich?» «Ja wohl. dich; wen denn sonst?» «Aber, liebes Kind! Wenn er dich nicht beunruhigt, was geht's dann mich an?» «Ich dächte doch. das« es dich wohl etwas an-gicnge.' «Ist dir vielleicht ein kleiner Paroxysmus der Eifersucht gefällig?» «Eiferfucht! Du weißt, was ich davon halte. Wie fagt doch Balouin Groller so treffend* in seinen —» (Fortsetzung folgt.) * Anmerlung. Wahrlich, rin edles Weib. diese ssrau Io> Hanna! Der Vrrsasjrr. Luilmchtt Zeitung Nr. 130. 1112 8. Juni 1888. — welcher nur in kleinen Städten Beachtung finden kann, in Wien die gebürende Zurückweisung. Ein Wiener Vlatt bemerkt dazu: Die Wiener Hotelinhaber sind sich jedenfalls vollkommen klar darüber, dass die jetzige Gepflogenheit dem Fremden die größte Annehmlichkeit bietet, eine Annehmlichkeit, welche er nur in Oesterreich, hauptsächlich in Wien genießt. Der Fremde ist nämlich nicht gezwungen, seine Geschäfte oder seine Vergnügungen in einem entfernten Stadttheil abzubrechen und mit Zeit-und Geldverlust in fein Hotel zurückzufahren, wenn er Hunger verspürt. Er speist, wo es ihm gerade passt, und diese Freiheit der Bewegung wird von allen Ausländern, welche Wien besucht haben, auf das höchste gerühmt. Fast in allen anderen Städten des Auslandes besteht der Table d' Hote-Zwang, welcher den Gast nöthigt, zu einer bestimmten Stunde im Hotel zu erscheinen und meist noch große Toilette zu machen. Dabei ist zu bemerken, dass im Auslande nur dort die Zimmerpreise steigen, wo eine Table d' hote besteht und von dem Gaste gemieden wird. Wo die Einrichtung der gemeinschaftlichen, in» allgemeinen billigen Wirtstafel vorhanden ist, hat der Hotelier auch ein gewisses Recht, zu erklären, dass er auf den Gewinn vom Essen des Passagiers nicht verzichten will, sondern den Verlust einfach auf den Mietpreis darauffchlägt. Wie aber, wo keine solche Wirtstafcl, sondern eine Restauration schlechtweg besteht, welche der Wirt zunächst für Speisekunden aus derselben Stadt hält? Kann man da dem Fremden zumuthen, aus weiß Gott welcher Vorstadt oder gar aus der Umgebung zur Speisestunde zurückzueilen, bloß um sein Mittagessen in der Hotelrestauration einzunehmen? Gewiss nicht! — (Ein curioser Pressprocess) kommt wahrscheinlich bereits in der nächsten Schwurgerichtssession in Laibach zur Verhandlung. Herr Josef Paul in in Laibach hatte im Inseratcntheile unseres Blattes eine Anzeige einschalten lassen, durch welche sich der Wiener Agent Herr Albin Sockl für gekränkt erachtete. Herr Dr. Tavcar als Vertreter des Agenten Sockl sandte nun unter Berufung auf den Paragraphen 19 des Pressgesetzcs vom 17. Dezember 1862 der Redaction dieses Blattes eine Berichtigung zu, deren Aufnahme die Redaction, gestützt auf denselben Paragraphen 19, ablehnte. Es ist wohl klar, dass die Redaction in dem für sie disponiblen Theil des Blattes solchen Berichtigungen nicht Aufnahme gewähren kann, was überdies auch gegen die Bestimmungen des Pressgesehes verstoßen würde. Herr Dr. Tavcar strengt nun gegen den Redacteur unseres Blattes einen Pressprocess an, und wurde Redacteur Naglic gestern bereits diesbezüglich einvernommen. Die Untersuchung führt Herr Landesgerichtsrath PlcZko. Ueber das Resultat werden wir seinerzeit berichten. — (Truppen-Inspirier ung.) Se, Excellenz FZM. Baron Kühn, welcher gestern die hiesigen Truppen iiispiciertc, hat sich, wie wir vernehmen, über die Leistungen derselben sehr anerkennend geäußert. — (Priesterweihe) Der hochwürdigste Herr Fürstbischof Dr, Missia wird den 18., 20. und 22. Juli den Zöglingen des vierten Jahrganges des hiesigen Priesterseminars die Priesterweihe ertheilen. — (Ein Jubiläum der Arbeit.) Am 1. Juli l. I. werden es 50 Jahre sein, seit der Maschinenmeister der «Narodna Tiskarna», Herr Anton Plesko, sich der «schwarzen Kunst» gewidmet. Die hiesigen Typographen werden das Jubiläum ihres Ve-rufsgenosscn festlich begehen, und die «Narodna Tiskarna» widmet demselben aus diesem Anlasse ein künstlerisch ausgeführtes Gedenkblalt, welches der heimatlichen Buchdruckerkunst alle Ehre macht. — («II. I'oäÄFOFiälii lotnik».) Im Verlage des «Pädagogischen Vereines» in Gurkfeld ist soeben das zweit« pädagogische Jahrbuch («II. ?eclass0Fl'ölli lotnill») mit nachstehendem Inhalte erschienen: 1.) Franz Ga» brsek: Odöno uli08lav^o; 2.) I, R avn i la r: X^oäo-VINH ZlovLl^li^F.^ Huä«1l0ss2 äolstva; 3.) I. N.: () Zol8liid staved mit 22 Illustrationen; 4.) Anton Nrezovnik: N»iueu, ulLäitev in poraliH äolglliti ki^iinio; 5.) Josef Bezlaj: Xavoä 2a lisan^s «trojov mit 28 Illustrationen; 6.) I. L.: I'o^Iod na poäassOFiöko poho Iota 1887; 7.) T. N.: Üolstvo na ßt^orsilom v solskom low 1886/87; 8.) I. L.: 0b uöilid; 9.) kaioölio 0 pi-vi 8lovouski «wliii uöilslii r^stavi i^äa^o^iskossH äruädva na Xrzkom ; 10.) Franz Ga brsek: ^oiooilo 0 a>u5t,-vc-uem äelovail^i v preteklom äruötvLllom lew; 11.) Do-6xto!<: 12.) Vabilo. Preis des 227 Seiten umfassenden Buches: Für NichtMitglieder 1 fl. 40 kr. (gebunden in Leinwand 1 fl. 80 kr., in Halbleinwand 1 fl. 70 kr.), mit Postvcrsendung 5 kr. mehr. Zu beziehen ist dieses Jahrbuch beim Ausschuss des pädagogischen Vereines in Gnrtfcld sowie in allen Buchhandlungen. Der erfolgreich wirkende Verein verdient die vollste Unterstützung aller Lehrer- sowie anderer schulfreundlicher Kreise. — (Habt acht auf die Kinder!) Wie wir einem amtlichen Ausweise über die in den Jahren 1886, 1887 und 1888 (1. Jänner bis 1. Juni l. I) iu Krain verunglückten Kinder entnehmen, ist die Zahl der zumeist ob mangelhafter Aufsicht verunglückenden Kinder in unserem Lande außergewöhnlich hoch; so z. B. sind im Jahre 1886 1l) Kinder ertrunken, 8 verbrannt, 2 verbrüht, 4 wurden überfahren. 1 erstickte, 3 fanden durch Fallen den Tod. Im Jahre 1887 verunglückten 38 Kinder (wovon 17 ertranken und 7 verbrannten), im laufenden Jahre bereits 13. Insgefammt sind alfo in den letzten zweieinhalb Jahren in Krain nicht weniger als 88 Kinder verunglückt — eine erschreckend hohe Anzahl, welche wohl allen Eltern ein Fingerzeig sein sollte, auf die Kleinen acht zn haben und auf diese Weise solchen bedauerlichen Unglücksfällen zu steuern. — (Immer derselbe.) Die ignoble Art und Weise des journalistischen Kampfes im «Slovenski Narod» hat auch unter der nenen Redaction keine Aenderung erfahren. Dies zeigt sich auch in der gestrigen Nummer des genannten Moniteurs, in welcher eine Mittheilung unseres Blattes über die Convertierung der krainischen Grund-lastenablösungsschuld «richtiggestellt» wird. Freilich ist der betreffende Biedermann in der «Narodna Tiskarna» unehrlich genug, zu verschweigen, dass wir ja selbst die Mittheilung richtiggestellt, bevor er Zeit gefunden, feinen Dementier-Apparat in Gang zn fetzen, — (Staar-Operationen.) Zwei Staar-Ofterationen, welche in den letzten Tagen in der Augenheilanstalt des Dr. Kerschbau m er in Salzbnrg ausgeführt wurden, machen wegen der Perfönlichkeiten, die sich derfelben unterzogen, von sich sprechen. Die Operierten sind der Nestor der österreichischen Statistiker, Freiherr v. Czoernig, und seine Gemahlin; ersterer im Alter von 84, letztere im Alter von 75 Jahren. Freiherr v. Czoernig wurde von Frau Dr. Kerschbaumer, einer bevorzugten Schülerin Arlts, Frau Baronin von Czoernig von Herrn Dr. Kerschbaumer, ehemaligem Assistenten der Arlt'schen Klinik, operiert. In beiden Fällen war die Operation von günstigstem Resultate, so dass die Patienten demnächst die Anstalt geheilt verlassen werden. — (Sterbefall.) Vorgestern abends ist in Wien der Hof. und Gerichtsadvocat Dr. Ferdinand P 0 gazh < nil im Alter von 49 Jahren gestorben. — (Cigarrenspitzen st attScheidem ünze.) Bekanntlich sind die Virginier jetzt um '/2 Kreuzer theurer geworden. Da aber halbe Kreuzer nicht circulieren und man auch niemanden zwingen kann, sich mehrere Virginier zu kaufen, bei denen sich ein Vruchtheil nicht herausstellt, so sind zahlreiche Trafikantinnen auf die Idee gekommen, den Käufern statt des halben Kreuzers eine — Cigarrenspitze zu verabreichen. Die Käufer sind mit dieser neuen Münze vorläufig zufrieden. — (Selbstmord eines Irrsinnigen.) In der Irrenanstalt in Trieft vollführte der 85jährige wahnsinnige Lastträger Voccalich in einem unbewachten Augenblicke einen Selbstmord durch Erhenken. Die Schlinge hatte sich der Wahnsinnig? dadurch verschafft, indem er feit langer Zeit aus seiner Decke Fäden zupfte. — (Frequenz der C u rorte.) Die letzten Cur-listen weisen folgende Frequenz'Ziffern ans: Aufsee 280, Baden 2201, Bazias 7l, Franzcnsbad 770, Glcichen-berg 700, Hall 292. Ischl 710, Karlsbad 7467, Kra-pina-Töplitz 417, Lipil 146, Luhatschowih 103, Marienbad 1801. Pistyan 557. Reichenhall 298, Reinerz 13l, Römerbad 176, Rohitsck, 115, Ro^nan 64. Teplitz-Tchönau 867, Trencin-Teplitz 259, Vöslau 531, Warasdin-Töplitz 657, Wildbad-Gastein 326 Personen. Neueste Post. Original-Telegramme der «Laibacher Ztg.» Wien, 7. Juni. Die für die Delegationen be« stimmte Thronrede ist bereits festgestellt. Sie ist ihrem Wescn nach friedlich und gibt der Hoffnung, dass es den Bemühungen der Mächte gelingen werde, den Frieden zu erhalten, sehr prononcierten Ausdruck. Agram, 7. Juni. Patriarch Angjelic und Bischof Strohmayer treffen heute hier ein, um an dem Empfange des lronprinzlichen Paares theilzuuehmen. Berlin, 7. Iuui. Der «Reichsanzciger« publiciert heute das Gesetz betreffs Verlängerung der Legislatur-Periode auf fünf Jahre. Potsdam, 7. Iuui. Der Kaiser hatte keine besonders gute Nacht, da der Schlaf durch Husten öfters unterbrochen war. Der Kaiser blieb infolge dessen auf Aurathen der Aerzte bis 11 Uhr im Bette. Um 12 Uhr begannen die Audienzen. Nom, 7. Juni. Wie der «Capita« Fracassa» meldet, gieng gestern das Kanonenboot «Provana» nach Zanzibar ab. welchem heute ein Kriegsschiff folgen wird. um die Forderungen des Consuls zu unter« stützen, welcher die Durchführung der stipulierten Gebietsabtretung sowie Genugthuung wegen des un« correcten Verhaltens des Sultans verlangt, welcher sich geweigert hatte, das Schreiben des Königs von Italien anzunehmen. Paris, 7. Juni. Der Marschall Leboeuf ist hellte gestorben. Constantinopcl, 7. Juni. Durch ein heute veröffentlichtes Irade werden die Zollgebiiren fiir die aus der Türkei uach Bulgarien ausgeführten Waren von 6 auf 1 Procent herabgemindert. Lottozichung vom 6. Juni. Prag: 15 16 6 50 64. Angekommene Fremde. Am 6. Juni. Hotel «tadt Wien. Schmaler, Ehrlich, Kaufleute; Hermann, Kuchler, Reisende; Hoffmann, Beamtcnswitwe; Prausel, ^«' genieur, Wien. - Lalner. Tschernembl. — MiM, For»!' meistcr. Nadmannsdorf. Hotel Mcfailt. Freiherr Knhn von Kuhnenfeld, Feldzeugmeister! Soppe, Oberlieutenaut; Lukic, Oberstlieutenanl, Maz. -^ Manheim, Fatter, Dr. u, Slrcmayer, Blüh, Adcnnie und Iun-sovic, Kfm., Wien. — Dr. Kaisersberger, Idria. - LulesitsH, Antiquitätenhändler, Graz. — Sterger, Kausm., Vn'lnn. Kosak, Ksm., Trieft. Hotel Nairischer Hof. Kmuland und Vraune, Lederhändler, syottschce. Gllsthof Siidbahuhof. Weiß, Kfm., Wien. — Pirler, s 3"«, Kniltelseld, - Wachner, Mm,. Verstorbene. Den 7. I u n i. Josef Kraäovic, Amtsdieners-Sohn, sechs Mon., Emonastraße 10, Fraisen. — Gertraud Hlebs, NeschelS-Tn^'er. 3 Mm,,. Hradchlydorf 34. Durchfall. — Theresia L,pus, Sessrlumchers-lYattin. 3« I.. Schießstättgasse 3, Tubcrculose. ^ Loren; Snhadobiiil, Privat, 80 I.. Kolesiagasse 14, Marasmus. I l» Svitale: D e n 5>. I u ii i. Thomas Lunder, Inwohner, 67 I., Tuberculose. Meteorologische Beobachtungen in Laibach^___ ? ! o T ^ " tl ^^ ^ ""? ! ^ ! ___ _^-^------ TÄTMg 733-7 23 N^NO Mwäch ^ite^ ^^ 7. 2 . N. 738'1 2U 0 W. schwach heiter 0'"" 9 . Ab. 733 3 23 2 W. heftig f.ganzbew. Vormittags heiter, heiß; nachmittags nach 5 Uhr zunehmende Vewöltung; seit 9 Uhr stürmischer W. Das Tagesnntte' der Wärme 25-1". um !1-1" über dem Normale. ^___ Verantwortlicher Redacteur: I. Nasslic. Christine Kuralt, neb. ielezuil, aM hicm't im eiqcnrn und im Namen aller Anuerwandtcn die betrübende Nachricht, dass ihr innigstgeliebter Gatte, Herr Franz Kuralt Herrschaftsbesiher nach langer, schmerzuoller Krankheit und versehen »nit den heil. <3ene«. Allen werte» Verwandien, Freunden "«^^. lannlen, welche uns während der itraull) ^, ^.^ bei dem Al'Ich.n unseres innigstgrllcbten " beziehungsweise Vaters, des wohlgebornen 5. Ummnnd Andrctto Fabrilsgcsellschasters, Haus' und NealitälenbcslV ihre Theilnahme in so herzlicher Weise beze'gte». ^^ wie auck jeuen, welche den theuren ^".^ Spe«' lchten Ruhestätte geleitet, uud MieM«) " ^„ „ufoern der vielen schönen Kränze spreche" w" richtigsten uud herzlichsten Dank aus. Die tr««ern« 5»"""' Laibach am «.Juni I8«8. 1113 Course an der Wiener Korse vom 7. Juni 1888. Nach dem officiellen Coursblatte. Veld W»lt Etllllts.Anlehcn. 3X°....... '«-« '«'<" >z^»_"''/e -...... »0'»n 81 io l»«!»l f/" Staatelüse «50 si, ,»2- 132 «0 l»«w!!<,/ st"'"^ l,0« „ ,3730 !37'l>0 ^°^N tz»^.«I5""°' '"" " ,<1-,4,50 >»»<», ^""«lose . ,00 „ ,««25 ,«n 75 ' . . . 50 „ — — — — ?H'^"drente. steuerfrei . 10975,10- "«". «otenrentt, steuerfrei ,4 3!. «4-eb °"'V^'°t/^/ ' ' ' ^.^ ««?'" I vl.".'«"^W,ö.W^' 151' 3 ,52 " N^°r<»äten . . ,5..«« »5 ,w ,^ -laats.Obl. (Una Oftb.) ,2«— —_^ ^., A.z" 2,.. vom I, ,87« 1,5-40 ,,5-80 lh'iü "'?"' » '0«fl. °,W. ,24-75 ,2520 ^«"l>entl.-Obliaationrn "i i?!l!5' ..... .««'5° — "/V«e ..... ,02 «0,08— > N.Ü" «"stenlaud . ,05--------— ALU"".,,.. ^ ^ ^ !3^ ^2 Geld Ware 5"/„ Tcmescr Vanat .... l^,?6 ,05. 25 5°/» ungarische...... l04-80 105.'«« Andrrc üffentl. Anlchcn. Donau-Reg.-Lose b"/„ ,00 fl. . 118-75 l,«-25 dlo, Nnlcihe ,87», steuerfrei ,o««K l«a 75 Änlebcn b. Stabigcmcinde Wien IU5-- 105-50 Anieben b, Sladlstcmeinde Wien (Silber »nb Gold) .,..—-. — PlainicnÄnlb.SlablgemWien ,3/,"/<, ,0,— «0175 Ocst-u„n,'-,'auf verl, </i"/° -—'— -^-^ Prioritllts-Obliglltionen «llr ino fl.) «Llifabelh Westbabn ,, Emission - — - — Fcrdilianbe-Nordbahn in Vilber 9l» 75 ,00 25 ssranz Hofcf'Pahn..... —^- —,— Oalizijche Karl-Vudwig .V>,hn Lm, ,««, 3»0 fl. S. 4l/,«/, . 9N — 99 »0 Oesterr, Nordwcstbahn . . . ,«a »0 ,07 40 kiebenbllrger ...... —'— --'— Gelb ^ Ware Slaatsbahn ,. Emission . . 2n2'7b «03'25 Siibbahn ^3°/»..... «5 50 ,<« .. ., >. .. ^ s'"/°..... ,L8 2') ,28 70 Ung.'gallz. Vllhn..... »7 «0 98'25 Diverse Lose (Per Stilcl). Ercbittose 100 fl..... i?»-75 is^lb lllary'Lose 4N fl..... 5540 5« - 4"/,, Douau-Dampfsch. ,00 sl 118.— ,,» - kaibachet Prämien-Nnlch 20sl 24'25 250 ,l»? ^ Vanlvcrcin, Wiener. 100 fl . 83 7b U0 l,s> Vdncr.«1Insl.,öst.L00fl.S,4l)"/„ 24« — 2 '»^ ^ Vrcditbanl, Mg. «ng. 200 fl, ,gz ?b 2«» 25 Düpl^silenb.,nl. All«, 200 fl, . ,7, .. l?2 — Licompte G,, NiederoN, 5<>Ufl, ^c»— ^^— H,»,potbclcnb,.öft,200fi,25"/„li, ^— —— Lä'überb,. ösl, 200 fl. G.50«/,, 7s> Vcrlebrsbanl, Nlla,, 140 sl. ,1,0— ,51— Geld iVl.------------'— V°hm, Nordbahn ,5« sl, . . . ,77 bn ,7« 50 Wcstbahn 2un fl. , . . 804 ü^ »«5 — Vuschliehrabcr ltisb, 500 sl, CM. 823 — 832 — >, sin, I!) 2"U sl, . 2b9-0U 20N.50 Donau - DampsschiNahrl« Ges. Ocficrr, 50« fl, ..Z,)2«ofl,S. ,?0b0 >7i-bn VUl-Vodcl!l>acher<20iand«-Nordb, ,0l<« fl, CM. 2522 252« Franz-Ioscf-Vahn üoo sl, Silber —-— —-- lfünflirchen-Narrscr Eiszoo sl,B, —— . - Oaliz,Karl-l?udwig'V,i!00fl,t, 200 — 200,50 Ora,'KoslachtrE,°N.20«sl.ö W. —-— -.- Kadlcnbcrn liisclibahn ,00 sl, . —>— —- »aschaU'Obcrb, Eiscnb. 20o fl, S. — — —- -Lcml>erg«lz,crnl>wift-Iassy'Eiscn- bahN'Gcscllschllft von sl, ö, W, 2i4-- 2,4l»u klond,öst-u»g,.Trieft5!»l»sl,l!W. 454-— 45«-— Oesterr, Nvrdwcstb. 200 fl, Silb, ,58 b0 ,b«- dlo. (lit, N) 200 fl, Silber , —-— ^- — Plag-Durer «tisenb, 150 fl, Silb, 19 ÜU 20 50 Nudolf-Vah,! 200 sl, Silber . 18b— ^I'.^si Siebeobürncr Eilenb. 200 sl, . —>— —- — S..N.200fl.«Vt. lü'.no 1« - Tramway-Ges,, Wr. ,70si, ö.W. - — ^.'__ „ Nr,, neu 200 sl. —>. . _ _ Iran«port.Ge!elI,ch<,ft luv sl, . ,00—lno'bo Ung.'n,l,z. E!senb.2Wfl. Tllber , l»k «2 02. Italienische Nanwoien <, 00 l'ire) 4b «0 4«»-!»« Pahier-Nubel per Etüs , , . l-o»,> i-l n