Nr. 60. Donnerstag. l2. März 1908. 127. Jahrgang. Mbacher Zeitung ^/^nvmerationüpreis: Mil P ostvsl I s » b» n l>: ssllüzjähsin N0 K, balbjähnss 15 X. Im Kontol : ßanzjähriss " ", halbjährig i l «, ssür d!c ^ustcllnna ins Ha»« ganzjährig ü X, - Inser»loni>nebühr: ssür llrine Inleralc bis z« 4 Zeile» !>N l>, größcrr pri ^ri!e Ilt t>: bci öllrre» Wirdrrholmigcn prr Zrilr « l>. Die »Laibactirr Zcimb ssriertage. Dir Administration bssiubsl sich 5 Uhr vor- mitlllg«. Uiisranlierle Vrieje n>srdf„ „ich! aogenommrn, Maniislriv^ nich! zurlickßlftlllt. Telephon-Nr. der Redaktion 258. Amtlicher Geil. Seine k. und k. Apostolische Hiajestät habeu. Mit Allerhöchster Entschließuug von, :i. Mär.z d. I. bem Ministerialrat iu, Ministerium für ^iaudes-dei.'teidigung Alfred freiherru Bibra von ^ ei ch e rw i e s e n den Titel und Charakter eine? Eektionschefs allergnädigst zu verleihen gernhl. G eorgi m. p. Seine k. und k. Apostolische Hlajestät haben nnt Allerhöchster Entschließnng vom 4. März d. I. 5w Sektionsräte im Handelsininisteriuin Dr. Hein ''lch .^autzky und Dr. friedrich >trenn zu Ministerialräten allergnädigst zu erllennen geruht. Fiedler m. zi. Seine k. und k. Apostolische Majestät l>beu Mit Mlerhöchster Eutschließuug voln 4. März d. I. ben Sekliousräteu iin Haudelöininisterium August bitter von Dobiecki uud Otto G a st e i g e r dou 3t a a b e u st e i n und Kobach tarfrei den Titel uud Charakter eines Ministerialrateo aller gnädigst zu verleihen geruht. f iedler n,. j). Den 10. März 1W8 wurde in der l. l. Hof. und Staats» dructerci da« XX. Stück des Reichsgesetzblatteö in deutscher Ausgabe ausgegeben und versendet. Den 10. März 1908 wurde in der t. l. Hof. und Staats-dructerei daS (HXIX. Stück der polnischen Ausgabe des Reichs» nesetzblattes des Jahrganges 1807 sowie das X. Stück der slovenischen, das XI. Stück der böhmischen und slovcnischen und das XII. Stück der slovemschcn Ausgabe des Reichsgesetzblattes des Jahrganges 1908 ausgegeben und versendet. Nach dem Nmtsblatte zur «Wiener Zeitung» vom 10. März 180« (Nr. ü«) wurde die Wcitcrvcrbrcirung folgender Preß» erzeugnisse verboten: Druckschrift: «Arena«, Heft 12, vom März 1908. Nr. 3 »Der jugendliche Arbeiter» vom März 1808. Nr. 6 «Grobian» (Faschingsnummcr) vom 30. Februar 1908. Nr. 53 «Allgemeiner Tiroler Anzeiger, vom 3. März 1908. Nr. 26 «Vollszeitung. vom 2. März I9l»«. Nr. 50 .N '1'i-ontinn» vom 29. Februar 1908. Nichtamtlicher Heil. Briefwechsel zwischen Kaiser Wilhelm und Lord Tweedmonth. Aus ^oudou wird berichtet: Die Mitteilungen der „Times" über deu Briefwechsel zwischen Baiser Nilhelm und Lord Tlveedmouth könucn insofern als ein bemerkenswertes politisches Ereignis be trachtet werden, als bei diesem Zwischenfall der gegenwärtige Eharakter der englisch-deutscheu Beziehungen nenerdings eine günstige Veleuchtunn erfahren hcit. Von der weit uberlvieqellden Mehr heit der Politischeu kreise Englmids lvird die Art und Weise, iu loelcher das genannte Blatt eine Indiskretion auszunützen suchte, mißbilligt. Die „Time5" haben mit ihr<>r Ausleguug des Vricf-wechsels die (Grenzen objektiver Würdigung in sol chem Mas;e überschritten, daß ihr >lommentar fast mehr uud lebhafter erörtert wird, als das von ihr Verkündete Vorkommnis. Hinsichtlich dcs Kaiser-briefcs greift immer mehr eine ruhige Auffassung Platz lind selbst solche Politiker und Preßorganc, die vor eiuiger Zeit noch durch einen ähnlichen Zwischenfall zweifellos in große Erregung versetzt worden wären, nehmen, von sehr wenigen Ausnahmen abgesehen, gegenüber der Angelegenheit eine durchaus gemäßigle Haltuug ciu. Diese Er- scheinung darf wohl als ein erfreuliches Zeichen der Wandlung begrüßt werden, die sich in der gegenseitigen Ttinlmnng zwischen England nnd Deutschland vollzogen hat. Die Veröffentlichung der „Times" erzielte sonnt die ihrer Absicht ^uwider-laufende Wirkung, daß die günstige Ändenlng in den Beziehungen der beiden Staaten, welche durch deu Zwischenfall einer immerhin nicht leichten Probe ausgesetzt wurde, sich als widen'tandsfähig erwies uud iu überzeugen der WeiiV sichtbar gemacht wurde. Das „Fremdcnblatt" sagl, die Erklärungen Tweedmouths bestätigen nur, lrms schon vorher von unbefangenen, unterrichteten Persö'nlichkeiteu über den Inhalt des Kaiserbriefes angegeben wurde. Die Königin Viktoria und der Prinzgemahl bewiesen in ihrer Korrespondenz mit dem Auolaude keiue allzu ängstliche Enthaltsamkeit. Es lag kein ersichtlicher l^rund vor, dem Briefe Kaiser Wilhelms einen Ausnahmscharakter zu geben. Die „Times", die es dennoch tat. hatte dazu keinen grimd, der im Inhalt des Briefes gefunden werden könnte. Die „Times" habe aber auch mit ihrer Attacke das Ziel verfehlt. Die überwiegende Mehrheit der englischen Presse hat sich mit Entschiedenheit gegen die friedenstörenoen Treibereien gewendet und i/ord Tweedmonth konnte im Ober-liaus ohne Widerspruch feststellen, es sei der einmütige Wuusch aller Parteien, alles ,zu tun, um zwischen dein Deutschen Reiche nnd England ein gutes Einvernehmen zu festigen. To kann man sagen, daß der ganze unerfreuliche Zwischeufall am Eilde sein (Hutes gehabt hat. Er hat gezeigt, daß die Besserung in den deutsch englischen Beziehungen weit genug gediehen ist, um gegen willkürlich hervorgelilfene Erschütterungen gesichert zu sein. Feuilleton. Miß Mauds dachen. Von Md^lf Ktark. Marienbad. sslachdrull verboten.) Anfangs hatte Mister Smith die Stirne ge ?"izelt und die groben, plumpen Dinger, welche !o aufdringlich breit sich auf die große Tischplatte Atzten, krampfhaft zur ^aust geballt; dann aber, ^' länger Maud sprach, je ruhiger uud sicherer ihre "nfaugs zögernde Stimme wurde, glätteten sich "uch allmählich die falten auf seiner- Stirue, uud ^ sie zu Eude kam, lachte er sogar, ein lautloses, lMlichec, ^acheu, bei welchem sich seine glattrasierte ^berlipzx' emporhob, so daß die großen, gelben, "'l wenig schief gestellten Zähne sichtbar wurden. l?as seinem Gesichte etwas von der Physiognomie "nes 3iaubtier.es verlieh. . .,Nell", sagte er trocken, zog^den schmalen Neif .n.U den, blauen, herzförmigen ^tein, den sie ihm ewerzeit geschenkt hatte, von dein Dinger un-d legte ^" auf die Tischplatte. „Well, Sk' habeu das freie "ccht der Selbstb^timmuug, Miß Maud, llud ich rn^ ^lMeu uicht unrecht geben. .Noberw macht ^' llauz andere Aigur als ich und . .." H, ^in wenig verwirrt fiel sie ihm ins Wort. ^lls hat das Bill-------- — ich meine .Herr No "^s^mit der Sache zu tun?" , . Smith lachte, sein unangenehmes, geräusch-0j<,'s ^^,„ ^„ vorhin. „Ich biukeiu Grünhorn, ^aud, ^.5^ ^s, '.viand mnß ich jetzt sagen, wchdem su> nilsere Verlobung soeben aufgehobeu ^ben. M^ ^'js. Malld, ich bin kein Grüuhoru luw auch tvm dummer Kerl, obgleich Sie mich da >^' halten. Ich habe mir keiuen Moment einge-lnldet, d^ Sie mich lieben, keinen Moment, selbst finals nicht, als ich nm Ihre kleine vand anhielt. >M wußtl' geuau, daß Sie nicht John Smith mei-""', sondern sein Geld. O, protestieren Sie nicht es würde sa doch nichts nützen. Nnd ich mache Ihnen anch leinen Vorwurf, durchaus nicht, im Gegenteil, ich mache Ihnen mein Kompliment. Ge-stern ist Bills Oheim gestorben und er selbst dadurch zum reicheu Erbeu gewordeu, uud kaum zloölf Stunden fpäter machen Sie das Geschäft mit mir rückgängig. Das nenne ich prompte Arbeit." Sie nagte an der Unterlippe, gab aber keine Antwort. Wozu noch lauge debattieren mit dem unangenehmen Menschen. Je rascher diese Szene vorüber war, desto besser. Er erhob sich langsam. „Hier ist der Ring!" Und er schob ihn über dir glatte Tischfläche zu ihr hiuüber. langsam und zögernd schickte sie sich an, von ihrem linken Ringfinger den Reif abzuziehen, in welchem der rosenrote Diamant so herrlich fnnkelte. nm den sie alle Welt so beneidet hatte. Gewiß, Bill würde ihr auch eiuen BManten schenke,,, nicht einen, viele würde er ihr schenken. Er war ja jetzt reich. Aber es tat ihr doch leid um dao Schmuckstück. Sie sind so selten, die rosenroten Diamauteu. Smith bemerkte ihr Zaudern, uud in seinen Augcu leuchtete es für eine Sekunde jäh ans. „Sie geben ilm wohl nicht gerne her:'" fragte er- brutal. Nasch wollte sie deu Niuc^ abstreifeu. aber er hiud<,'rte sie daran. „Warten Sie uoch ein wenig, Miß Maud. Vielleicht können wir ein Geschäft machen, freilich, ich bin Ihnen setzt ein fremder, nnd Sie dürsen von nur keinen Schmnck anneh inen. Alx'r ^ie können mir ihn ja abkaufen." Maud lachte, ein helles, silbernes ^aäien. das sich anhörte wie Gi-illenzirpen oder Vogelsang. „Sie sind köstlich. Mister Smith. Abkaufen V Wo-mit? Sie wissen, daß ich über keine Schätze ver „Geben ^-ie nur ^hr ^acheu dafür uud das Geschäft ist gemacht", sagtc er mit trockenem Ernft. Das sollte wohl ein Sckierz sein; aber. es über lief sie kalt dabei. Nasch streifte sie den Nina. ab und legte ihn auf die Tischplatte, „(^nug des Scherzes. Da ist der Niug!" Aber er nahm ihn nicht. „Es ist kein Scherz, Miß Maud. Tic verstehen mich nur nicht rechi. Haben Sie daran vergessen, wie ich Sie vor einigen Wochen ins Grammophon hineinlacheu ließ? Ich besitze die Platte noch. sie ist trefflich geraten. Wollen Sie mir dieselbe überlassen, zur freien Verfügung, überlassen um diesen Ning?" Maud war beinahe gei-ührt. Soviel Sentimentalität hätte sie dem plumpen (Gesellen gcrr nicht zugetraut. Und dauu, d<'r Diamant war gar zn herrlich, jetzt, wo sich das Licht in tausend Farben an den fein geschliffenen ^läcl)en brach, freundlich nickte sie ihm zu. „Nun gut, Mister Smith, behalten Sie die Platte zum Andenken, und ich behalte den Diamanten. Und nicht wahr, wir bleiben gute freunde?" Er gab keine Antwort auf diese frage, sondern fragte in geschäftsmäßigem Tone: „Also die Platte ist mein, zur beliebigeu Benützuug?" Sie lachte wieder', sein Ernst begann sie zu amüsieren. „Zu vollkommen freier Benützung, Mister Smith. Und da Sie hoffentlich weiter als frennd mit mir verkehren werden, sollen Sie mich noch recht oft in Person lachen hören." Er schüttelte den Kopf. „Sie lverden nicht mehr lachen. Miß Mand. Sie haben mir ja Ihr dachen verkauft." Das sollte wohl wieder ein Säierz sein. denn er lachte dazu. Aber sie war doch froh, als die Türe hinter ihm zufiel. Dann steckte sie den Brillante!, an den finger und setzte sich nieder, um eiu kleiues Billet an Bill Noberts zu schreiben. Als sie es schließen wollte, fiel ihr Blick ans deu Niug mit dem blauen Herzen, den Smith abgelegt hatte. Deu sollte jetzt Bill tragen. Sie legte ihn zu dem Schreiben und verschloß deu Umschlag. (Schluh folgt.) Laibacher Zeitung Ni. 60. 520 12. März 1908. Die „Neue Freie Presse" bemerkt, Lord Nosc-lx'ry habe mit einem Hieb die von der „Times" ausgeheckte Intrige gegen Deutschland niedergeschlagen. Indem er ausführte, er fürchte nur, das; die Engländer sich durch diese Affäre als Na-rion lächerlich machen, habe er'das Beste gesagt, was in der gesamten Diskussion über den Brief des Baisers Nilhelm an Lord Tweedmonth bisher vorgebracht worden ist. Was könnte törichter sein, als die von einein chauvinistischen und in seiner ganzen Führung auffallend nnsicher gewordenen Blatt maßlos übertriebene Affäre des Briefwechsels zwischen Baiser Wilhelm nnd Lord Tweed' mouth? Die „Zeit" bemerkt, daß es jetzt wohl sicher sei, daß die „Times" die Sache tendenziös aufgebauscht habe. Völlig harmlos könne aber der Brief Baiser Wilhelms doch nicht gewesen sein, sonst hätte Lord Twecdmouth es nicht für nötig gefnnden, darüber erst das Urteil Sir Edward Greys einzuholen. Die Rücksicht auf das empfindliche englische Nationalgefühl, das ja besonders in der Flottenfrage so leicht zum Vibrieren kommt, hätte den Kaiser zu diplomatischer Zurückhaltung mahnen sollen. Die „Österreichische Volkszeitung" sagt, die „Times" habe ihre Absicht, ganz Albion mit ihrer Sensationsmeldung aufzuschrecken, nicht erreicht. Die „Arbeiterzeitung" hält den Brief des Kaisers für einen „ungeheuerlichen Mißgriff". Wie man die Sache auch wenden mag. es bleibt, daß die persönliche Politik des Kaisers seinem Neiche eine neue schwere Wunde geschlagen hat. Politische Ueberficht. Laib ach. 11. März. Im „Neuen Wiener Tagblatt" äußert sich Abgeordneter Dr. Stein w c n d e r über den Plan der Negiernng, den Finanzen derLänder durch die Erhöhung der Branntweinsteuer aufzuhelfen, daß dies gar keine Staatshilfe, soudern eine Selbsthilfe der branntweinkonsumierenden Länder sei. Jeder andere Maßstab sür die Verteilung, als der Konsum, wäre eine Ungerechtigkeit, da sie die armen Länder zugunsten der reicheren belasten und die angebliche Staatshilfe in ihr (Gegenteil verkehren würde. Die „Reichspost" bemerkt zu der geplanten Erhöhung des L a n d w eh r rekr uten - K o n -tin gents, daß die Volksvertretung, wenn sie vor diese Mehrforderung gestellt wird, auch dm Anspruch darauf habe. daß ihr die Landwehrverwaltung langcrwünschte Reformen und Tienst-erleichterungen für die Mannschaft bewillige. Gelegentlich der Beratung des Budgets des Landes-verteidigungs-Ministeriunis werde sich für die christlichsoziale Partei die Gelegenheit ergeben, die Forderungen gegenüber einem neuen Nchrgesetzc in eine Reihe von Anträgen zusammenzufassen. Von dem Schicksal dieser Anträge dürfte das Schicksal der Standeserhöhung der Landwehr abhängen. Das „Deutsche Tagblatt" konstatiert, daß auch bei dem letzten deutschen Volkstage in Eger der Rnf nach einer E i n i g n n g allcrdents ch e n P arteie n laut wurde. Man müsse daher ein Zusammengehen mit den Ehristlichsozialcn versuchen. Darin liege absolut keine Gefahr für die freiheitlichen Parteien, wohl aber ein Vorteil für das deutsche Volk. Von verschiedenen Seiten wird versichert, daß die Meldungen über eine bevorstehende Zusammenkunft des Königs Eduard mit König Viktor Emanuel jeder Begründung entbehren. Im laufenden Jahre fei eine solche Vc-geguuug nicht beabsichtigt. Nach einer Meldnng ans Paris wird in dortigen diplomatischen Kreisen die Eventualität einer Aktion der Mächte, betreffend die Ernennung eines Gouverneurs für Mazedonien im Sinne der von Sir Edward Grey gemachten An-dentung, als sehr, zweifelhaft betrachtet. Der Widerstand der Pforte gegen eine derartige Maßregel wäre, wie man betont, von solcher Stärke, daß seine Überwindung nnr von einem sehr beharrlichen und entschlossenen Einvernehmen aller Signatarmächte des Berliner Vertrages zu erwarten wäre. Die englische Regierung kann die Un erläßlichteit dieser Voraussetzung nicht verkennen und man ist überzeugt, daß ihr unter solchen Umständen der Gedanke einer Aktion in der erwähn-ten Richtung ohne Unterstützung der anderen beteiligten Staaten fernliegt. Falls daher ein bestimmter englischer, Vorschlag bezüglich der Gouver-ncnrfragc an die Kabinette ergehen sollte, was bisher nicht geschehen ist, so wird an die Pforte sicherlich nur in dein Falle herangetreten werden, wenn England für seinen Vorschlag die Zustim mnng aller Mächte nnd in erster Linie den festen Anschluß Rnßlands und Frankreichs erhält. Ans Newyork, 1s). März, wird gemeldet: Die „Tribnne", die allgemein als ein Regierungsblatt angesehen wird, bringt eine Depesche aus Washington, in welcher es heißt, das Staatsdepartement sei der Ansicht, daß die V erei n i g ten Sta a -t c n an Vene z n e l a ein Ulti m a t n m richten oder weiteren Unfreundlichkeiten sich fügen müssen. Sowohl Präsident Roosevelt als auch Staatssekre tär Root glauben, daß Präsident Eastro bestraft werden sollte, doch ergebe sich die Frage, ob es weise oder für die Vereinigten Staaten vorteilhaft sei, die Strafe zu vollstrecken, und zwar mit Rücksicht auf die Bemühungen ihrer Negierung, den internationalen Frieden zu fördern. Tagesneuigleiten. — (Der Königsmorb als Faschingsull.) Aus Lissabon wird gemeldet: Im Dörfchen Salsas ereignete sich bei einem ffaschinaFzug ein schwerer Unfall. Mehrere Personen hatten sich zu einer Gruppe zusammen-getan, um den Lissabonci Königsmoid zu veranschaulichen. Eine Person, die die Rolle des Königsmörders Nuica gab, richtete gegen einen Wagen, in dem sich sein Vater, der die Rolle des Königs spielte, befand, einen Revolver, und ließ in der Meinung, daß der Revolver ungeladen sci. dessen Hahn fallen. Der Vater sank, von einer Kugel getroffen, tot zu Voden. Der Sohn mußte, da cr sich in seiner Verzweiflung zu erschießen versuchte, gebunden werden. — (Wiedererweckung einer Toten?) In Pariser Aerztelreisen beschäftigt man sich mit einem seltsamen Vorfall, der an die phantastischen Geschichten von Edgar Poe erinnert und für dessen Wahrheit sich der ottul-tistischc Schriftsteller Larmandic verbürgt. Ein in einem Pariser Hospital für tot erklärtes Mädchen wurde von drei Pariser Aerzten aus dem Sarge gehoben, solange magneti-siert und mit verschiedenen Essenzen frottiert, bis sie die Augen aufschlug und Kraft gewann, ihre Empfindungen zu schildern. Die starke Exaltation machte eine neue Morphiumeinspritzung erforderlich. Diese sei nur zu start gemacht worden und habe nun den Tod des Mädchens herbei-" geführt. — (Entfernung der Fettleibigkeit auf operativem Wege.) In Wien hat man kürzlich wieder den Versuch gemacht, in einem ssalle von zu großer Fettleibigkeit lLipomatosc), bei der die Anlage des Fettes i» den Vauchpartien so groß war, daß der Betreffende nicht sitzen tonnte, dieses auf operativem Wege zu beseitigen. Professor Eiselsberg entfernte in 15 Minuten 6 Kilogramm, ohne daß der Patient hinterher besondere Beschwerden hatte. Das ist die größte Menge Fett, die durch Operation mit dem Messer auf einmal beseitigt wurde. Diese ist gegenwärtig durchaus ungefährlich, während im Mittelalter ein Bischof, der seiner Fettleibigkeit wegen nicht an einem Kreuzzuge teilnehmen konnte und sich deshalb operieren ließ. die Wegnahme des Fettes vom Bauche mit dem Tode be-zahlen mußte. ^ fD i e M a ge nlose n.) Aus Paris wird berichtet: In der Akademie für Medizin erörterte Dr. Delageni^e in einem interessanten Vortrage die Fortschritte der Magen-chirurgie und berichtete dabei von einigen Fällen, bei denen es ihm gelungen war, die Patienten nach operativer Ent-fernung des ganzen Magens am Leben zu erhalten. Die gefährliche Operation wird meist nur danu gewagt, wenn die an Magenkrebs Leidenden bereits aufgegeben sind-Dr. Delagenwre Hai an zehn Kranken die Operation ausgeführt; während vier von ihnen starben, haben sechs die Entfernung des Magens überlebt, und zwar um Zeiten, die zwischen sieben Monaten und dreieinhalb Jahren liegen. Einer der Patienten, der vor zwei Jahren operiert wurde, ist noch am Leben, fühlt sich vollkommen gesund und geht wie immer seiner täglichen Beschäftigung nach. Obgleich die Sterblichkeit bei diesen Operationen außerordentlich hoch ist. glaubt der Mediziner doch, daß mit den wachsenden Erfahrungen und der Ausbildung der chirurgischen Technik die Operation ihren Schrecken verlieren und künftighin auch in Fällen angewendet werden wird, wo unmittelbare Lebensgefahr nicht vorliegt. — (Gesang als Lungen tu r) empfehlen M» englische Aerzte, Doktor Leslie und Dr. Horsford, in „The Hospital". In allen Fällen, wo irgend eine Schwäche oder Abnormität der Lunge vorhanden rst, empfehlen sie Singen zur Kräftigung: besonders um der Tuberkulose, die gewöhnlich an den Lungenspitzen, den wenigstgebrauchten Teilen der Lunge, ausbricht, vorzubeugen, ist diese Maßregel empfehlenswert. Der günstige Einfluß des Singens zeig^ sich auf verschiedene Weise. Zunächst erzwingt das Singen richtige Nasenatmung, so daß die Luft, die in die Lungen Bei uns in Amerika. Von Kate van Neeler. (8. Fortsetzung.) «Nachdruck verboten.) „Mir'n bißchen zu klapprig," sagte der lange Binsleben, der selbst wie ein Skelett in seinein Unifornrrock hing nnd eine starke Vorliebe für rundliche Formen besaß. „Nee, nee, nich bloß die Augen — 's Ganze! Knochen in kostbaren Lumpen — is nich mein Fall! Die andere gefällt mir besser, da is doch was dran! Königliches Weib — man leider die nötigen Kröten fehlen." „Ja, aber dafür hat die andere kleine Kröte genug Kröten," lächelte der schöne Leutnant Braun, der als Ladys killer im Regiment bekannt war. „Famoses Frauenzimmerchcn, ganz Jugendstil. Sehr mein Geschmack. Schade — gefärbtes Haar!" „Tolle Heilige mit Goloaureolc als Empfehlung und Allegorie", witzelte der Oberleutnant von Üanken, von dem in den Fliegenden Blättern einmal zwei (^dankenspäne gestanden hatten, und der seitdem als Schöngeist und vereidigter Aphorismen' spender figurierte. „Die goldenen Kälber haben seit den Zeiten Babylons ihre Physiognomie geändert, aber nicht ihren Beruf als Anbetuugsobjekte." „Na, Kinder, wischt ench nur die Schnäbel, solch überseeischer Goldfisch läßt sich nicht von einein finalen Infanteristen oder Artilleristen kapern," brummte philosophisch der dicke Meisenbach, der allen Verhältnissen des Lebens eine große, kaltblütige Nuhe und einen gesunden Pessi-misnnis entgegensetzte. „Wenn der anbeißen soll, muß man ihm schon solch eine buntschillernde Grafenfliege wie den Honkenbrnck hinhalten." Aber damit hatte er nicht den Geschmack der Kameraden getroffen. Sie fuhren alle auf ihn los. Der simple Infanterist und Artillerist war ihnen gegen den Wagen gefahren und das Etandes-bewußtsein reckte sich vor der Millionenerbin, als die man Iuanita flottweg betrachtete, noch energischer auf als sol:st. Tor dicke Meiscnbach stand wie eine Schießscheibe da, auf die von allen Seiten Pfeile niederprasselten, wehrte sich ebenso wenig wie diese gegen die heftigen Angriffe, schüttelte nnr lächelnd seineil blonden Vnlldoggenkopf und blieb dabei: „Netten, daß keiner von nns sie kriegt?" Honkenbruck, der in der Nähe gestanden und das schölle Gleichnis von der buntschillernde:» Grafenfliege gehört hatte, lächelte still in sich hinein und schritt langsam dem Wagen zu, um möglicherlveise nach dem Abgänge des Kommandeurs auch noch seine Verbeugung zu machell und sich den Damen vorstellen zn lassen. Es war ihm nicht entgangen, daß die glänzenden, unruhigen Augen der Amerikanerin mit lächelndem, ungeniertem Wohlgefallen die Grnp-pen und Neihen der Offiziere überflogen, mit einem gewissen befriedigten und interessierten Aufleuchten an seiner hohen Gestalt hängen geblieben waren und auch jetzt, während sie mit dem alten Herrn plauderte und lachte, immer wieder auffordernd zu ihm zurückkehrten. Der dicke Meisenbach hatte vollkommen richtig tariert; wenn einer aus der Garnison hier Chancen hatte, so war er es, nnd die anderen machten sich lächerlich, das nicht einfach anzuerkennen. (^' besaß alles, um die weitgehendsten Ansprüche zu befriedigen, Namen, Stellung, gnte Erscheinung nnd — der schöne Mann strich lächelnd den dunklen, kecken Schnnrrbart hoch — und Erfahrung nnd Klugheit genug, nm selbst mit der gerissensten Amerikanerin fertig zu werden. Hier galt es vol allen Dingeil nchtige Behandlung — notabene, wenn es ihm überhaupt passeil sollte, sein altes Wappenschild über solch überseeisches Krämergeld zn decken! - Nichtige, vorsichtige Behandlung. Und darum wurde sein Schritt plötzlich langsam, sehr langsam und zögernd. Er ließ den Gonverneur sich verabschieden, sah von den Stabsoffizieren einige dessen Stelle einnehmen und wartete in an-gemessener Entfernung, bis die Generalin den Kiltscher' bedeutete, weiterzufahren. Dann grüß^ er tadellos höflich und ernst und bemerkte nw angenehmer Befriedigung, daß die großen, feuriacn Angell der Amerikanerin ihn vorwurfsvoll um verwnndert ansaheil uud ihr Gegengruß fast h^' ausfordernd nur ihm allein galt. „Necht so, meine Gnädige, lernen Sie wn etwas nach mir schmachten und mich erlvarten, dann werden Sie nachher schon nach meinem PM tanzen und mir artig aus der Hand fresseil," dacytc er ihr in zarter Höflichkeit und angenehmem männlichen Selbstbewußtsein nach, drehte sich läclMo auf dem Absatz um und trat dabei fast smmn Vorgesetzten, dem General, auf den Fuß. (Forts, folgt) Laibacher Zritunq Nr. 60. 521 ________________12. März 1908. gelangt, fast leimfrei ist; ferner wird die Ausdehnungsfähigkeit des Brustkastens vergrößert und schließlich wird das Blut mehr mit Sauerstoff durchsetzt. Man braucht nur darauf zu achten, wie die Brust berufsmäßiger Sänger prächtig gewölbt ist, um einen Beweis für die günstige Wirkung zu haben. Die beiden Aerzte empfehlen daher nachdrücklich Einrichtungen, wo zu Heilzwecken gesungen wird. — (Der Et im m u n gshu t) Die Pariserin hat jetzt einsehen gelernt, daß die moderne Frau ihren Hut nicht nur ib/-er Toilette anpassen muß, sondern daß er auch der Stimmung der Gelegenheit, zu der er getragen werden soll, angepaßt sein muß. So hat die Hutindustric einen ungeheuren Aufschwung genommen, weil nicht nur die Hüte tostbar sind. sondern auch, weil eine Dame von Welt eine große Anzahl haben muh. Einen Hut, den man zu einer Teegesellschaft trägt, darf man beileibe nicht in einer Tcc-Probierstube tragen; was zu einer klassischen Gemälde. Ausstellung paßt, ist natürlich für die Betrachtung impressionistischer Bilder ganz unschicklich. Ebenso gibt es „Musik hüte": Beethoven^. Richard Strauß-Hüte. Orchestcrmusil-hüte, Kammermusilhüte. Was aber soll geschehen, wenn im Programm auf das „Prelude ü l' Apn-s-midi d'un Faune" eine Vcethovcnschc Sinfonie folgt? Das ist eine Frage, die wahrhaft Kopfzerbrechen veranlassen kann. Natürlich k!'bt es auch Hüte, die nur für die Vorlesungen des Herrn Jules Lemaitre über Nacine getragen werden, zu denen letzt ganz Paris zusammenkommt. Ein Kenner schwört, daß für Racine» „Les Plaideurs" nur „Choux" zulässig ist, während alle Damen von Geschmack für die „Andromache" "Gainsboroughs" tragen. Die Putzmacherinnen haben noch nie solche Geschäfte gemacht wie jetzt; die Leidtragenden sind natürlich die Männer. — (Ueber Fraucnduelle in Australien) plaudert ein Reisender in der neuesten Nummer des „Wide World Magazine". Er erzählt, daß die Franc» der Eingeborenen auch durchaus nicht friedliebend sind, sondern daß sir sich recht gern und viel streiten. Dabei haben sie eine gründliche und wirlungsvollc Art, ihre Streitigkeiten endgültig zu erledigen. In Einzelheiten ist diese Art in verschiedenen Distrikten auch verschieden, aber im großen und ganzen kommt es doch bei allen ans dasselbe hinaus, An der Grenze der großen westlichen Wüste zum Beispiel geschieht die Regelung solcher Angelegenheit unter Zuhilfenahme der sogenannten Kriegslnüppel der Männer, während man am Fitzroyfluß und an der östlichen Küste besondere Duellstangen für diese Zwecke hat. Die Kämpfe werden von den Frauen in durchaus „fairer" Weise aus-gefochten, ganz wie bei uns die Duelle auch. Wenn zum Beispiel bloß eine Stange zu haben ist, benutzen die beiden Kämftfcnbcn die vorhandene abwechselnd, jede hat einen Schlag, der immer von oben auf den Kopf gezielt wird. Nach drei- oder viermaligem Austausch fällt regelmäßig eine der Frauen blutüberströmt zu Boden. Der Verfasser des Artikels sagt, er habe es jedenfalls niemals erlebt, ^ß mehr als sechs Schläge ausgetauscht wurden, bevor k>Ne der beiden Kämpfenden geschlagen worden wäre. Sind -!wei Stöcke vorhanden, bann werden sie erst gemessen, ob sie auch beide dieselbe Länge haben oder gleich schlurr sind Und so weiter, und da gibt es ganz besondere Stellungen, wie bei den Vorbereitungen für das Fechten, welche zeigen, vb die beiden Gegnerinnen gleiche Waffen haben, — (Der ,.F c u e r d r i l l" in den amerikanischen Schulen.) Aus Ncwyorl wird berichtet: Im amerikanischen Schulwesen wird der „Feuerdrill", das sind Anweisungen und Uebungen über das Verhalten beim Aus-"uch eines Brandes, mit besonderem Eifer gepflegt. Nie wertvoll diese Proben sind, das zeigte sich am Montag ^l dem Brande der Volksschule Nr. 16. In der dritten ^lage des vierstöckigen Gebäudes war das Feuer aus-Krochen. Gegen 1100 Schüler waren beim Unterricht. Der ^ncltor läutete die Alarmglocke. Sofort ordneten sich die 'lassen und zogen in Reih und Glied die Treppe hin-"'er auf die Straße. Acht Klassen passierten die Stelle, v° das Feuer wütete, aber nirgends zeigte sich Angst oder ^.'"uhe. Im Gleichtritt, stolz auf ihre Disziplin, kamen ^ ^ungcn aus dem brennenden Hause hcrausmarschiert ^ die Jüngsten strahlten vor Triumph. Die häufigen sck ""^" ''" '^"lerdrill" haben unzweifelhaft in Amerika "" viele Menschenleben gerettet, Die amerikanischen ^ulrncüm^ halten diese Uebungen für ebenso wichtig wie Uehi """"len ..Fahnendrill", eine Reihe patriotischer >!» ^^' ^' ^r>"' die amerikanische Ingend — schon zoo '"^lgcirten beginnt man damit — gelehrt und er- b<>v >^ ^'^' das nationale Sternenbanner zu lieben und zu "Men. d ^ (Durch Briefmarken vergiftet,) Durch sick ,..^""digc Belecken von Briefmarken vergiftet, mußte Nib '^^ '"' St. Vincents-Spital in N'ewyorl Fräulein foll .^""nail, die Assistentin des Postmeisters von Nor- ' einer Operation unterziehen. Bereits vor einiger Zeit al/"^^ ^ ^'"^ Dame, deren Zustand von den Aerzten bedenklich geschildert wird. in der gleichen Weise und '"uhte damals gleichfalls operiert werden. Lotal- und Provinzial-Nachrichten. — (Zum Wechsel im Kommando de r 2 8. Infanterie-Truppen division in Lai-b a ch.) Ueber den neuernannten Kommandanten der 28. In fanlerie-Truppendivision in Laibach, Seine Exzellenz FML. Karl von Lang lesen wir in der „Vedette" folgende Daten: 1846 zu Iaroslau geboren, trat v. Lang am 14. November 1882 als Regimentslabett beim 8. Infanterie-regiment ein, avancierte 2. Mai 1866 zum Leutnant 2,, 4. Juli desselben Jahres zum Leutnant 1. Klasse und machte das Treffen bei Slalitz sowie die Schlacht von Königgrätz mit. Mai 1873 zum Oberleutnant beim 8. Infanterieregiment befördert, wurde v. Lang nach Absolvierung der Kriegsschule als Gencralstabsoffizier der 1. Ka-vallericbrigadc zugeteilt, rückte November 1876 zum Ge-neralsiabshauptmann vor, war 1878 bei der 33. Infanterie-Truppendivision eingeteilt, kam 1881 zur Militärmappie-rung und wurde im darauffolgenden Jahre Unterdireltor der 8. Mappierungsabteilung, gelangte 1883 zum Gencral-stabc nach Wien. wurde 1884 beim 95. Infanterieregiment zur Truppendicnstlcistung eingeteilt und Mai 1887 zum Major im Regiment ernannt. Mai 1891 rückte Major v. Lang zum Oberstleutnant, drei Jahre später zum Oberst, beides im 47. Infanterieregiment, vor, wurde 1896 zum Kommandanten des 57. Infanterieregiments ernannt, erhielt Jänner 1901 das Kommando der 21. Infanterie, brigade, avancierte im folgenden Mai zum Generalmajor, wurde April 1903 mit dem Orden der Eisernen Krone drittel Klasse ausgezeichnet, Mai 1904 als Kommandant der 10, Infanterie-Truppcndivision in Iosefstadt zum Feld-marschall-Leutnant befördert. Ende November 1906 als Nachfolger des zum Korpslommanbanten designierten FML. Albert v. Koller zum Präses der Kommission zur Beurteilung der Stabsoffizicröaspiranten ernannt, März 1907 mit dem Ritterkreuz des Leopoldordens dekoriert und erhielt Ende Februar 1908 das Kommando der 28. Infanterie-Truppendivision in Laibach. — (Militärisches.) Es wurden ernannt: die Oberste: Moritz Fleischmann von Thcißruck, Kommandant des Landwehrulanenrcgimcnts Nr. 5, zum Kommandanten der 1, Landwehrlavallcricbrigade, Theobor Freiherr von Leonhardi, Kommandant des Lanb-wehr-Kavallerieoffiziersturses Nr. 5; der Major Gustav des Landwehrulanenregiments Nr. 5; der Major Gustau Resch des Landwehrulanenregimcnts Nr, 5 zum Konimandanten des Landwehr Kavallericoffizicrslurscs in Wels. — Der Oberleutnant Gustav Plaichinger des Land-wchrulanenregiments 3?r. 5 wurde als Lehrer in die Land-wehrtadettenschule eingeteilt. — Transferiert wirb der Oberleutnant im Status der Offiziere in Lolalanstcllungen Leopold G^illich des Landwehrinfantcrieregiments Czer-nowitz Nr. 22, zugeteilt dem Landwehrmontursdepot. als Magazinsoffizier zum Landwehrinfanterieregiment Laibach Nr, 27. — In das Verhältnis „außer Dienst" wurde, als zum Truppendienst in der Landwehr untauglich, zu Lolaldicnsten geeignet, versetzt, der Oberleutnant im nicht-aktiven Stande Friedrich Freiherr von Martinez des Landwehrinfanterieregimcnts Klagcnfurt Nr. 4 (Aufent« haltsori Klagenfurt). - sP e r so n a ln a ch r i ch t.) Seine Exzellenz Geheimrat Ed. G. Graf v. Pctternegg ist im Hotel „Union" abgestiegen. — (Aus der Diözese.) Verseht wurden die Herren Kapläne Ioh. Hrovat aus Dornegg nach Seno setsch und Franz Zega aus Tschermoschnih als Pfarr, administrator nach Stockendorf. — Infolge Resignation des erkrankten Herrn Franz Erzar ist die Pfarre St. Iodoci bei Oberlaibach frei geworden, Gesuche bis 1. April an das Laibacher Domkapitel. " (Aus dem V ol ls schu ldi e n ste.) Der l. l. Bezirksschulrat in Liltai hat die bisherige Supplenti» an der Volksschule in Ratschach. Fräulein Ludmilla A bra m , zur provisorischen Lehrerin an der vierllassigen Volksschule in St. Veit bei Sittich und die supplierendc Lehrerin Fräulein Anna Glsner zur provisorischen Lehrerin an der Volksschule in Watsch ernannt. — Der l. t. Bezirks, schnlrat in Rudolfswert hat an Stelle der krankheitshalber beurlaubten Oberlehrern, Fräulein Marie Clarici die geprüfte Lehlamtolandidatin und Volontärin Fräulein Aloisia Skale zur Supplentin an der Mäbchenvolls-schule in Rudolfswcrt bestellt und mit der interimistischen Schulleitung die Lehrerin Fräulein Gisela Ekel betraut. - Der t. l. Bezirksschulrat in Loitsch hat die bisherige Supplcntin an der Volksschule in Untcrloitsch, Fräulein Johanna S i m <'i <', zur provisorischen Lehrerin an der Volksschule in Altenmarlt ernannt und an Stelle der krankheitshalber beurlaubten Lehrerin Fräulein Marie Palme die bisherige Supplentin an der Volksschule in Srisenl>erg, Fräulein Lcopoldine K ogej. zur Suppleniin an der Volksschule i» Unterloitsch bestellt. — Der l. l. Bezirksschulrat in Tscherncmbl hat die absolvierte Lehramtskandidat!» Fräulein Marie Nigrin zur provisori. scheu Lehrerin nnd Leiterin der rinllassigen Volksschule in Tschöplach ernannt, —i-. — (Vereinswesen.) Das l. l. Landespräsidium für Kiain hat die Nildung des Vereines „kiov^nxki ililnl'ui-uzki KIuk" mit dem Sitze in Unter-Ki^la nach Inhalt der vorgelegten Statuten im Sinne des Vereins-gcsetzes zur Kenntnis genommen. —?. * (Genossenschaftswesen.) Die l. l. Landesregierung für Krain hat die abgeänderten Statuten der Genossenschaft der Schuhmacher in Neumarktl genehmigt, — (Der slovenische kaufmännische Verein „Merkur") eröffnet heute einen Tariflurs, der jeden Montag und Donnerstag von 9 bis 10 Uhr abends in den Vereinslolalitäten fortgesetzt werden wirb. — Die Proben des Vereinsgesangschores werden jeden Mittwoch und Freitag stattfinden. — Von den Arrangeuren der Tanzabende der Hanbclsangestellten wurde an den Verein der Betrag von 190 X als Reinerträgnis des am 15. Februar veranstalteten Tanzlränzchens abgeführt. — (Information) Dem Finanzministerium sind Mitteilungen über häufiges Vorkommen von Geld-surrogaten in Marken- und Notenform im Klein-verkehre, insbesondere im Zahlungsverkehr? von Industrie- und Bergbauunternehmungen mit ihren Arbeitern sowie mancher Konsumvereine mit ihren Mitgliedern und Lieferanten, zugekommen. Das Publikum wird daher auf dicfe Erscheinung mit dem Bemerken aufmerksam gemacht, daß die Herstellung und Ausgabe derartiger Marken ode? Scheine, insoferne sie nach den bestehenden Vorschriften unstatthaft ist. untersagt ist. da sie eine Verletzung des Münz-regals ober der der Oesterr.-ungarischen Bank zustehenden ausschließlichen Berechtigung begründet, Anweisungen auf sich selbst, die unverzinslich und dem Ueberbringer auf Verlangen zahlbar sind, anzufertigen und auszugeben. Die unbefugte Ausgabe von Banknoten oder anderer auf den Inhaber lautender unverzinslicher Schuldverschreibungen, die im Verkehre als Geldzeichen verwendet werden können, stellt ein Vergehen gegen die kaiserliche Verordnung vom 21. September 1899 bar. k<—, ^ (Der Verein zur Förderung der M o r a st lu l t u r) hielt gestern vormittag im BeratungL-saale des städtischen Rathauses seine diesjährige ordentliche Generalversammlung ab, zu welcher sich etwa 15,0 Mitglieder eingcfunden hatten. Den Vorsitz führte in Abwesenheit des Vereinspräsibenten das älteste Vereinsmitglied, Ober-stadtlommissär T o in e c, der in seiner Ansprache mit Befriedigung auf das rege Interesse für die Tätigkeit des Vereines hinwies, welches durch die zahlreiche Beteiligung an der Versammlung sich kundgibt, und erteilte sodann dem Vereinssckretär Ina,. Chem. I. Turk das Wort zur Erstattung des Jahresberichtes pro 1900 und 1907. Mit warmen Worten gedachte dieser zunächst der ersprießlichen Tätigkeit des verstorbenen Vereinssetretärs Dr. Kramer, welcher seine hervorragende Arbeitskraft in uneigennütziger Weise in den Dienst der Morastlultur gestellt und eigentlich den Grund zur rationellen Bebauung des Moorgrundes gelegt hatte. Die Zahl der Vereinsmitglieber belief sich im abgelaufenen Jahre auf 342. während sich der Geldderkehr auf 44.598 X 8 I, bezifferte. Der Verein unterhielt im abgelaufenen Jahre 10 Versuchsfelder, und zwar in Vrb-ljene, Ple^ioica, Nrunndorf, Notranja Gorica. Klofeljca, Oberlaibach. Lipe, Log, anf dem Karolinengrunde und an der Straße nach Brunnoorf, An die Vereinsmitglieder wurden 178.850 Kilogramm Kunstdünger und 4486 Kilogramm verschiedene Samengattungcn abgegeben. Als Kunstdünger kamen hauptsächlich zur Verwendung Knochenmehl. Kalisalz. Thomasschlacke und Chile-Salpeter. Es wurden Versuche angestellt mit Dauer- und Wechselwiesen und mit verschiedenen Dungmittcln. In der Vereins-Baumschule auf dem Karolinengrunbe wurden 2070 Apfel- und 220 Nirn-bäumchen gepflanzt, so bah sich der Gesamtbestand an Obst-bäumchen nunmehr auf 3770 belauft. Das l. l. Ackerbau-ministerium bewilligte dem Vereine für das abgelaufene Jahr eine Unterstützung von 4000 X und außerdem für die Erhaltung der Baumschule 700 X. Mit der Leitung der Baumschule »rnirde Oberlehrer (Irnagoj betraut. Der Bericht wurde beifällig zur Kenntnis genommen und dem Ver-ciusausschusse das Absolutorium erteilt. Ueber Antrag des Pfarrers Dr. Mau ring wurde der bisherige Vereinsobmann Bürgermeister Hribar pss l>s i 5 aufgenommen, weiters Dostojevstijs „Memoiren aus einem Totenhause", überseht von Vl. L e v st i l, Für die nächsten Jahre kommt eine Monographie aus Schriften von Vrhovec, z. V. über die Franzosenzeit, nebst der Herausgabe von älteren Dichtern, wie SvetliiW, Ledinsli, Trstenjal, in Betracht. — (Zur Erweiterung dei neuen Südbahnstation V e r d.) Nachdem auf dieser zwischen Franzdorf und Loitsch für die genannte Station bestimmten Baustelle im abgelaufenen Jahre das Terrain für das aufzuführende Stationsgebäude sowie die Nebenobjelte und den Schienenstrang gewonnen wurde, wurden auch die nötigen Baumaterialien ?c. zugeführt. Heuer wurde daselbst nun auch mit dem Bau der Gebäude begonnen. Nach dcin Fortschritte dieser Arbeiten zu schließen, dürften diese bis zum Spätherbste vollkommen durchgeführt sein. x. — (Fortsetzung der neuen Schienen-I e g u n g.) In den nächsten Wochen wird mit der Forlsetzung der Legung der starken Eisenbahnschienen von der Station Franzdorf gegen Trieft begonnen werden. x. — (Günstige Folgen des heurigen Winters für den L a n d m a n n.) Man teilt uns aus dem Bezirke Loitsch mit: Während im vorjährigen Winter die Obstbaumschulen und die Obstgärten des Land-mannes während des lange anhaltenden schneereichen Winters sehr stark unter dem Abnagen des Wildhasen gelitten haben, erweist sich der heurige Winter in dieser Richtung sehr gelind, da die Obstbäume diesmal um 90 <^ weniger angegriffen wurden. x. — (Ausgiebiger Schnee fall.) Eingelangten Berichten zufolge fielen vorgestern auf dem Lande sowohl in den Niederungen als auch an den Anhöhen sehr ausgiebige Schneemassen. Deren Höhe beträgt an manchen Orten 16 Zentimeter und darüber. x. — (Im Walde erfroren.) Am 6. d. M, nachmittags wurde auf der Hutweide zu Iezerce, Gemeinde Qberlaibach, der 21 Jahre alte Inwohnerssohn Matthäus Albrecht aus Grbadol unter einer Fichte tot aufgefunden. Albrecht, der dem Trunle ergeben war, dürfte sich infolge übermäßigen Genusses geistiger Getränke im Walde verirrt haben und dann erfroren sein. Er war am 24. Februar nach Oberlaibach gegangen, um sich Arbeit zu verschaffen, und hatte einen Korb mitgenommen, um ihn zu verkaufen, da er sonst kein Geld besaß. Die Leiche dürfte schon seit 25. Februar auf der Fundstelle gelegen sei». __I — (Die Generalversammlung des sloven ischen bienenwirtschaftlichen Landes-z e n t r a l v e r e i n e s) für Kram, Steiermart, Kä'rnten und Küstenland wird Donnerstag, den 19. d. M., um 10 Uhr vormittags im großen Saale des „Mestni Dom" abgehalten werden. — (Todesfall.) Am 10. d. M. verschied nach kurzer Krankheit Frau Natalie K e v e t a v e c. geb. Ullrich, Gemahlin des Herrn Josef Hepetavec. Bürgermeisters, Kaufmannes und Hausbesitzers in Idria. Das L4ichenbegängni3 findet heute nachmittag statt, —fl. — (Todesfall.) In Nordighera ist gestern der gefeierte Schriftsteller Edmondo de AmiciZ plötzlich ge» storben. nachdem er ein Alter von 62 Jahren erreicht hatte. Sein Hauptwerk ist die allgemein bekannte Jugendschrift „II cuore", das von den italienischen Kritikern als das bedeutendste Werk nach Manzonis „I promesst sposi" gerühmt wurde. — (Ein zufällig c n t d e ck te r Kindcs -mord..) Man meldet der Grazer „Tagespost" aus Pola vom 10. d.: Durch das Einwohneramt in Pola wurde eine grausige Tat entdeckt. Es handelt sich um die 22jährigc Maria Krixanec aus Rohitsch, die ihr uneheliches Kind in Laibach mittels Phenylsäure vergiftete und die Leiche in Trieft ins Meer geworfen hatte. Die Genannte kam am 25. Jänner nach Pola, wo sie eine Stelle als Kassierin in einem Restaurant in der Via Earrara fand. Gelegentlich der Anfrage des Einwohneramtes in Pola bei der Gemeinde Rohitsch wegen der Zuständigkeit der Kriianec ersuchte die Gemeinde Rohitsch. die Kri/anec nach dem Verbleibe ihres jüngsten Kindes Gisela zu befragen, ebenso nach dem Namen des Kindsdaters. Bei ihrer Einvernahme im Einwohneramt gab die Krixanec an, daß sich ihr erstgeborenes Kind, die zweijährige Adele, in Pflege in Gör,; befinde, während sie ihr jüngstgeborencs Kind, Gisela, das am 30. Oktober 1907 zur Welt gekommen war, in Sarajevo untergebracht habe. Der Vater der Gisela sei ein Handlungsreisender namens Rausch oder Schwarz. Genau wisse sie es nicht. Es wurde ihr bedeutet, am anderen Tage wieder im Amte zu erscheinen, um ihre Angaben zu Protokoll zu geben. Am nächsten Morgen fand sich die Kriöanec zur festgesetzten Stunde ein, bat die Tür zu schließen und legte dem Beamten, anscheinend weinend, während jedoch ihre Augen ganz trocken blieben, in deutscher Sprache das Geständnis ab. daß sie ihr Kind Gisela getötet habe. Sie erzählte, fortwährend Tränen heuchelnd, daß sie in Iosef-stadt niedergekommen sei und sich bald darauf nach Laibach begeben habe, wo sie im Caf/- „Merkur" als Kassierin in Stellung trat. Hiebei wurde ihr das .Kind zur Last und sie beschloß, sich desselben zu entledigen. Zu diesem Zwecke flößte sie dem kleinen Geschöpf eine Dosis Phenylsäure ein, die dessen Tod zur Folge hatte. Hierauf reiste sie mit der Leiche, die sie in ein Palet einschlug, nach Trieft, wo sie am 21. Jänner abends ankam. Am nächsten Tage mietete sie eine Barke zu einer Rundfahrt im Golfe. Bei dieser Gelegenheit lieh sie, vom Varlenführer unbemerkt, das Palet in die Fluten gleiten. Um eine Entdeckung zu verhindern, hatte sie einen schweren Stein in das Palet gebunden. Einige Tage später lam sie nach Pola, wo ihre ruchlose Tat ans Tageslicht lam. Die unnatürliche Mutter wurde, nachdem sie ihre Erzählung beendet hatte, der Staatsanwaltschaft übergeben. -^ (Aus Weißenfels) wird uns geschrieben: Die deutsche Sängerrunde Weißenfels hält Sonntag, den 15. d. M,, um 4 Uhr nachmittags im Vereinszimmer (Erlachhof) ihre zehnte Jahresversammlung mit der üblichen Tagesordnung ab. - - Zehn Jahre hindurch war der Verein überaus tätig, er hatte manchen schönen Erfolg zu verzeichnen, und nun will man in diesen Verein Zwietracht streuen. Die Vollversammlung wird also entscheiden, ob die gewohnte Einigkeit unter den Mitgliedern wieder hergestellt iverden kann, oder ob der Sängerrunde statt deä Jubiläums- das Sterbeglöcklein beschieden ist. — (Der Weinmarlt in Gurlfeld) wird. wie bereits gemeldet, nächste Woche, und zwar Dienstag, den 17. d. M,. auf dem gewöhnlichen Standorte in Gurl^ feld abgehalten werden. —m— * (Ein Raufe 5 zeh.) Gestern gegen 9 Uhr abends entstand beim Gasthause Peterca an der Wiener Straße zwischen fünf Arbeitern eine Prügelei, wobei ein Arbeiter auf der Straße liegen blieb, aber glücklicherweise mit einige» leichten Verletzungen im Gesichte davonkam. Die Arbeiter bearbeiteten sich mit Messern sowie mit Latten, welch letztere sie von einem Zaun wegrissen. Ein heimlehrender Arbeiter mußte sich vor einem Messerhelden flüchten. Der Raufexzeß lockte viele Passanten herbei. Von der Sicher-heitswache wurden im Laufe der Nacht die Täter ausgeforscht. — (^V vv o l> n t i m5>ii> ll<>5 ^,vsil'!»t^ lil' Hllint. I'i^i'i'«'", „Orliiil^ ü<>' ,nln,c> l1t!fl1i ^Vvvooati <^i 8»n I^tro", einer ausläN' dischen, in Oesterreich nicht zu Recht bestehenden Privatver-einigung herrühren. Diesen Vereinsabzeichen kommt der Charakter von staatlich anerkannten Ehrenzeichen oder päpstlichen Orden nicht zu. Das Tragen der Abzeichen ist nicht gestattet. — (Die Laibacher V e r e i n s l a P e l l e) konzertiert heute abend in der „Narodna lavarna". Anfang um 9 Uhr abends' Eintritt frei. * (Ein italienischer Deserteur.) In Pod' gora bei Görz hat der italienische Deserteur Anton Ta-verna aus St. Giorgis ein Fahrrad gestohlen und betrü-gerische Schulden gemacht, worauf er die Richtung nach Krain genommen haben soll. * (Verloren) wurde: eine silberne Taschenuhr mit einer Nickellette, ein Zehntronen-Goldstück, eine Zehnlronen-Note. ein auf den Namen Maria Paraftat lautendes Dienst' botebuch mil einer Zehnlronen-Note, ein Geldtäschchen mit 11 X und ein Versatzschein. — (Zugelaufen) ist zum Drogisten Herrn Kanc in dessen Haus in der Linhartgasse ein kleiner schwarzer Hund. Theater, Kunst und Literatur. "" (Deutsche Bühne.) Gestern gelangte die Vauernlomöoie „Erde" von Karl Schönherr zur Erstand führung. Das Stück übte große Wirkung, seine Aufführung war recht brav. Ein ausführlicher Bericht folgt. Das Theater war infolge des gleichzeitig stattgefundenen Konzertes Slezak nur mäßig gut besucht. — (Aus der deutschen T h e a t e r l a » z l e i) Morgen ist das Benefiz des Kapellmeisters Friedrich S ch m i d t. Während seiner zweijährigen Tätigkeit an der hiesigen Bühne hat sich Herr Schmidt durch Einstudierung von musikalischen Vorstellungen große Verdienste erworben, so daß ihm seitens des Publikums an seinem Ehren-abend wohl Dank und Anerkennung durch zahlreichen Besuch zuteil weiden dürfte. Zur Aufführung gelangt Helmes-bergers melodiöse Operette „Das Veilchenmädrl", ** (Konzert Leo Sleza l.) Wer den Hofopernsänger Herrn Leo Slezal in seinen Glanzpartien auf der Bühne zu bewundern Gelegenheit hatte, fand auch deu Enthusiasmus des Wiener Publikums für diesen von der Natur mit den l^rrlichsten Stimmitteln bedachten Sänger begründet. Wa5 Wunder, daß auch das Laibacher Publilmn unter Hangen und Bangen das Kommen des Künstlers ersehnte, von dem es so Prächtiges selbst gehört oder wenigstens gelesen hatte. Nun ward gestern das Sehnen gestillt, das Wähnen fand Frieden und das Wunderbarste bestand vielleicht darin, daß sich das Publikum endlich einmal nicht enttäuscht fand. vielmehr einen Künstler kennen lernte, der nicht nur auf den weltbedeutenden Brettern, sondern auch im Konzcrtsaale den Zuhörer zur Begeisterung hin-reiht. Herr Slezal erringt seine Erfolge ebenso als Helden-wie als lyrischer Tenor- zarte lyrische Blüten bringt er zu poetisch-edler Geltung, der dramatische Gesang übt aus dm Zuhörer elementare Wirkung. Alle Vortrage adelt seine deutliche Aussprache, verständnisvolle Phrasierung, edle Tongcbung, mustergültige Aiemtechnil, vor allem jedoch die herrliche Durchbildung der Stimme, in allen Lagen, namentlich in der Höhe, die er mühelos mit siegreiche Kraft nimmt; bewundernswert ist die Zartheit des Pianissimo in den lyrischen Stellen, lurz, es stehen dem Sänacl alle Ausdrucksmittel zu Gebote. Schon mit dem zweiten Liede, dem holden „Veilchen" von Mozart, das er poetisch duftig vortrug, hatte er die Zuhörer erobert. Es steigerte sich die Begeisterung mit jeder Vortragsnummer und erreichte ihren Höhepunkt nach den beiden Arien aus den Opern „Manon" und „Aida", denen wahre Beifallsstürme folgten. Die Widmung eines schönen Lorbeerlranzes ehr^ den Künstler. Seine Dankbarkeit bewies Herr Slczal. inde^ er liebenswürdig einige Lieder, darunter das hübsche ^i^ „Im Kahne" von Grieg, mit köstlichem Humor, das neclis^ Lied „Sechse, sieben oder achte" von Brüll und den effel'' vollen „Lenz" von Hildach zugab. — Der Pianist H^^ Emmerich Kris bewährte sich als feinfühliger Begleit" und in mehreren Solovorirägen, darunter einige eigener Komposition, die recht gefällig klangen, auch als tüchtig Künstler auf seinem Instrumente. Der Saal war sehr ss^ besucht, das Konzert beehrten Herr Landespräsident Frei' Herr von Schwarz samt Gemahlin und viele Honors tioren mit ihrem Besuche. — („Ljubljansti Zvon.") Inhalt des Mä'^ Heftes 1.) Milan Vugclj: Trio. 2.) C. Golar: Oo", netze. 3.) Ivan Eantar: Gerechte Strafe Gottes. ^ Dr. Josef Tomin5et: Das glorreiche und das elci' e Italien. 5.) Dr. Karl H i n te r l e ch n e r: Die slovemfcy wissenschaftliche Organisation und unsere Universitätsfrag - ^ Laibacher Zeitung Nr. W. ''.23 ______ _______________________________12. März 190«. 6.) Adolf Robida: Der Vamftyr. 7.) Dr. Dragan 8 an da: Grundgedanken ^ur künftigen Geschichte der slo-venischen Literatur. 8.) Vojeslav Mol 5: Ins Stammbuch. 9.) Podlim ba rsl i: Aus alten Aufzeichnungen, 10.) Ivan Lah: Signora Bianca. 11.) Xaver M c 5 l o: Grus; ars der Ferne. — Die üblichen Rubriken (Vücherneuheilcn, Bildende Nnnst, Theater. Unter Revuen, Allgemeine Rundschau) enthalten Betträge von Anton Trstenjal, D>r. P. Gro 5 elj, Dr. Josef Tomin ^ el. Dr. Fr. Ile 5 i <". Alois Nepi^. Dr, ssr. Zba«nil, Dr. Vladimir Ho er st er und Dr. Fr. I l e 5 i 5. — sF ü n f m a l an einem Abend gastiert.) Abi Weih, die Kaba>rettdioa, die gegenwärtig mit einem eigenen Ensemble Sachsen und Vöhmcn bereist, hat jüngst einen Energierelord aufgestellt, der wohl von keiner Soubrette überholt werden wird. Mittelst eines 30 I'N. Humber-Wagens ermöglichte sie es. daß sie an einem Tage in dve! verschiedenen Städten fünfmal auftreten konnte. Sie sanq Zusammen 27 Conplets, und zwar um 5 Uhr in Zwickau, um s! Uhr in Chemnitz, um halb 10 Uhr in Freiberg, um halb 11 Uhr wieder in Chemnitz und schließlich von 11 bis 12 Uhr in einer Privatgesellschaft. Alle Achtung! Die Sängerin muß. nach dieser Leistung zu urteilen, über erheblich mehr l'tt. verfügen, als ihr Humber-Wagen. Telegramme des k. k. Teleyraplien-ßorrespondenz-Bnreaus. Wien, 11. März. In der morgigen „Wiener Zeitung" gelangt das kaiserliche Patent zur Verlautbarung, mit welchem der Landtag von Trieft auf den 1 12.NM und Alois Ktrelelj 12.N08 Stimmen, Alle drei der slovenisch-liberalen und der Agrarvartei angehörenden Kandidaten erscheine!' somit gewählt. Die Kandidaten der Slovenischen Volls-partei verblieben in der Minderheit, und zwar Josef Fon mit 12.204. Union Vrecelj mit 12.151 und Franz Pavletw mit 12.141 Stimmen. Prag. 11, März. Der Präsident der Franz Josef. Akademie Herrenhausmitglicd Hlavla ist heute früh im 77. Lebensjahre gestorben. Nrünn. 11. März. Veim Empfange des Ministers Prüfet erwiderte der Minister auf die Ansprache des Vizepräsidenten des czechischen Nationalrates. Hochschulprofeffors Ursiny, welcher ihn bat, die Interessen Mährens im Rate der Krone ebenso zu vertreten, wie diejenigen VöhmcnZ, baß die Forderung nach Errichtung einer czechischen Univer^ sität in Mähren rechtlich, gesetzlich und kulturell voll begründet sei, und es werde ganz bestimmt zu ihrer Realisierung kommen, Man müsse jedoch die natürliche Entwkk. lung der Dinge abwarten. Budapest, 11. März. Das ungarische Telegraphen-^orrespondenzbureau meldet aus Szombor: Vor einigen WoclM wurde in der Uj-Valanlaer landwirtschaftlichen Genossenschaft ein Unterschleif von mehr als 100,000 K entdeckt. Heute ist man in der Uj-Palanlaer landwirtschaft licl>n Sparlasse einer Unterschlagung von 200,000 l< auf die Spur gekommen. Der Buchhalter der letzteren Anstalt Matthias Märzluft hat Selbstmord verübt. Wien, 11. März. Die „Pol. Korr." meldet aus London: Die englische Regierung hat, die Absicht Grey5 ausführend, den Mächten den Vorschlag übermittelt, daß für Mazedonien ein Generalgouvcrneur, Christ oder Wusele man, für den festgesetzten Zeitraum ernannt werde. Kopenhagen, 11. März. Aus Stockholm und Christiania wird gemeldet, datz seit gestern ein heftiger Schnccsturm auf der skandinavischen Halbinsel wütet. Der Eisenbahnverkehr war mehrfach unterbrochen und auch der Dampferverlehr an der Küste erlitt Störungen. Angekommene Fremde. Hotel Elefant. ?l m 11. März. Slezat, l. u. k. östcrr. K immersänger, samt Gemahlin; Nejedcly, Fabrikant; Singer, Sachs. Herr» mann, Tächter, Finlenthal, Schanzer, Thüne, Kärpel, Polassrt, Melder ssrantil. Nachbauer, Wagner, Klcinbesger, Adam. Schmedet, Ornstein, Waldmann. Nassauer, Kflte.. Wien. — Seidl. Private, Rudolfswert. — Brocl, Privat, samt Gemahlin; Hicbcr, Schwarz, Sciffer, Kflte., Graz. — Fcdcrspiel, Neumann, Lubich. Roth, Lüwy, Kslte., Trieft. - Ulrich. Ksm., Neu. gradiöla. Tamuurlini, Kfm., Udine. — Bernil, .ftfm, St. Peter. — Solai, ttfm., Agram. — Lusa, Mm., Roziö. -Vadovinac. Kfm., Ostriz. — Simetta, Kfm,. Castelvercchio. — Mrntschl, >tsm,, Schlnckenau. — Hm,ß, l. l, Notar, Marburg. — (Yröger, jlfm., Stcrberg. - Bauer, Kfm,, München. ^ «tolart, Kfm., Lipoglav — Zupaniil. Besitzer, Slofelca. — Egcr, ssabrilSbcsitzer, samt Gemahlin, Eisnern. — Leban, Direktor, Pola. Verstorbene. Am 10. März. Peter Laßnil. Handelsmann, 7? I., Wolfgasse I, öllli-»,»m!!!< 8«nili8. ?lm 1 l. März. Ngathe Zupaniit, Frächterstochtcr, 1 Mon., Rosengasse 8. Fraisen. Im Zivilspitalc: Am tt. März. Anton Dimnil, Stadtarmer, 77 I., Nmpii^nom» pulm. — Maria Kebcr, Inwohnerin, 81 I,, Deželno gledališèe v IJubljani. eSt. 81. Ncpar. Danes v èetrtek dne 12. maroa 1908: Cetrtir : Geisha. Gin verbreitet'^ Hausmittel. Die steifende Nach» frage nach «Molls Franzbranntwein und Salz» vewrist die erfolgreiche Veiwelldbaileil dieses, namrnttich als schmerzstillende Einreiduna, bestlielalinlen aiiliiheumatijchen Mittels, In Flaschen zu li 1 W Täglicher Vcisanb grnen Postnachnahme durch Äpulheter A. Moll. t. u. t. Hoflieferant, Wien I, Tuchlaubeu ij. In den Depols der Provinz veilanstt man ausdrücklich Molls Präparat mit dessen Schutzmarke und Unteischiift. l,24b«) ^ Mctcorolol;ischc Beobachtungen in Laibach. Seehöhe :i06'2 m Mittl. Luftdruck 736 0 inm, << l -0 9j ' windstill Nebel" , 0^0 Da« Tagesmittel der gestngen Temperatur L 0", Nor> male 2 8'. Wettervoraussage für den 12. März für Steiermark und Kärnten: Vorwiegend trübe, schwache Winde, kalt; für Mrain: größtenteils bewölkt, schwache Wiudc, talt; für daS Küstenland: wechselnd bewölkt, schwache Winde, Temperatur wenig verändert, allmählich besser. Seismische Berichte und Beobachtungen der Laibacher Erdbebenwarte (Ort: Gebäude der l. l, Staats>Oberrealschule.) Lage: Nörol. Breite 46°0.r; Öftl. Länge von Greenwich 14'81'. _^ Veginn 3«^I-1 Herd- K? ! IK Hff D«° ^ss ^ distanz ^- ß» K« '^T° "H ß « T^ ?3 "ß ^^" "D'Z, Z ^ ___ "» H» I^_____Z " A "_____IlM 1» w 8 II m 8 dm» ^ l^ ^ ll m ^ 11. bis 102958---------------------103118 1034 V 400 (4 5) Kola: 11. 200 103000------------------------103035-------V SaraHc^c»: II, 260 103330------------------------10 34 20 10 37 V (24) Vebenberichte:" «. März gegen 20 Uhr 30 Mi. nuten Elschiltterung III, Grades in Reggio Calabria. — Ä, März gegen 3 Uhr 30 Minuten und gegen 6 Uhr 45 Mi» nuten leichte Erschütterung in Reggio Calabria; gegen 7 Uhr 15 Minuten leichter Erdstoß in Urbino. Vodenunruhc'"* am 12. März: I2.Selundenpent>el «sehr schwach»; 7.Setundenpendel «schwach»; 4-Sclunbenpendel «mäßig starl». * V« bedeuten: k — dreifache« Hyrizontalpenbe! von Rebnir Vhleil. V — Milioseisml'nrllpl, Virenüili, W - Wirchert Peübrl, ^* Dir X,al>s» l'szirlis» sich ant miürlsuilipäliche ^eil und werden ui»i Milleronch! bi? Uiüirlmch! u U!',- diiü li4 Ul »dr » » » r >, be wird i» wla/üben ^lärlsssraben llolsifizier!: Nutichliine bi« z» < Millinisler 'Ishl ichwach», von l bis i! Millimeier «schwach», uo,, ^! bl< < MiUimelerii «miihi» slarl», von < bi« 7 Millimetern «star!., vox 7 l>!s 1<1 Mi»>m<-!!'>i! «sshr slai l. »nd üdsr l« Millimeter »auher-ordenUich slarl», «Ällnsnil ine Vodenulirul»'. bedsule! nleichzeiüz allüretend» «ltarle» Uiirichr aus aNr» Pendeln Verantwortlicher Redakteur: Anton Funtel. Die Unterfertigten geben in tiefem Schmerze die traurige Nachricht von dem Hinscheiden des teuren Gatten, Vaters, Schwieger» und Groß» Vaters, Herrn Peter Daßnik Kaufmann, Realitätenbesitzrr, Kurator der Krai» nischrn Sparkasse usw. welcher nach landen, schweren Leiden, mit ben Tib» stungen unserer heiligen Religion versehen, im 77. Lebensjahre sanft und ruhig im Herrn ent» schlummerte. Die irdische Hülle des teuren Verblichenen wird Donnerstag den 12. März um 3 Uhr nach» mittags im Trauerhause Wolfgasse Nr. 1 feierlichst eingesegnet und sodann auf dem Friebhofe zu Tt. Christoph in der Familiengruft zur letzten Ruhe beigesetzt. Die heilige Seelenmesse wird Freitag den 13, März um 10 Uhr vormittags in der Pfarr» lirche zu Maria Verlüodigung gelesen werben, Laib ach, am 10. März 190«. Kamille Laßnil. Laibach Familie «hmnasialprofessor Proft, Cilli Familie Noiar Hanß, Marburg a. d D LsichsübsslaOüNlMnsllllt be» ssranz Doberlel, «ei»?^" "' ^°b"' "l allen Preislagen, sowie stet« das Neueste in schwarzer, weihcr u. farbiger „Hennebera. '°e v. 75 Kicuz. bis fl, 11-^ p. Met. — Franlo u. schon verzollt ins Haus. Muster umgehend. (5^71) l!-3 55: Die große Mode „1908", — Duchesse Messaline ------ ffmcr niuifrtilc: Radium, Louisine. Taffet, Chiffon, Duchesse, Crepe de Chine, Eolienne, Voile. Myrtenseide, Damast, Brocat, Broche. Gaze, Moire, Schotten, Chine, Pekin ?c. Sien-Fttt. Henneberg, Zürich fcoffief. 3. SK. b. ftaijerin t>. L>eutfd)(anb. (1°36) Oklic. 19-29/8. * od skrbstvo se postavijo : 1.) Helena Trampuš roj. Rihar, Posestnica iz Stošce St. 25 pri Žlebih ; f") rranc Okorn, posestnik v Boš-xanj8kiva8i, sedaj v Amoriki, 1U. 0) Marija Stražišar, zasebnica iz ^atene Št. 19, l- *-)Ylvan Jerina, posestnik v Liub-Wi, Zabjek St. 11, ?l u ar'"' Klan Car, posestnik v el- Mlaèovem h. 5t. 17, zaradi sodno 00 — 1860er Ltaatslosc 500 st. . .263-267- 18«4er ., 50 fl. , .263-267- Dom. Psanbbr. k 120 sl. 5"/„289 5029050 Staatsschuld d. i. Reichsrate vertretenen Königreiche und Länder. ^stcrr. Goldrente steuerfr., Gold per Nasse .... ^"/„116 8» 1,7 05 l^sterr. Rente in Kronen», stfr., per Kasse.....4"/° 2? 90 98-,« betlo per Ultimo , . . 4"/^ 9? 9« 98-10 i7st. Investition« Rente, stfr., Kr, per «asse . . »'/,"/« 8« 45 88 6b «ist»l!»l,n.St<,»!,schnld. »«Schreibungen. Llisadtlh-Bahn i. G., steuerfr.. zu 1»< "0 fl.....4"/^ »15 25 1,6-35 Franz Iofeph-Bahn in Silber ^div. St.) ... l»'///,, >lil-iol22-l« Valiz. Karl Ludwig-Bahn (div, Glückes »ronen . . , 4"/„ 97 »0 98 20 :XudoIf-Bahn in kronenwähr. stcuersr. (div, St.! . . 4"/« 97 25 98-25 Vorarlvcraer Bahn, stfr.. 400 UNd 2000 Kronen . . 4"/„ 97 50 98 50 )n 3<<»at»schnldVtischrtitnnzen »bglfttmpellt kislnbahn.Aktitn Glisabeth-B. 2««fl, KM, .V,.",, von ,00 Kr......468 90470 90 detlll Linz-Budweis 20« fl, ö. W. C. 5>//V„ .... 424- 436'-detto Ealzburg-Tirol 200 fl. 0. W, V. 5"/„ ... 426 ,5428-15 l»rem«tlll Nahn 20» u. 2000 Kr, 4"/„.........194501Ü550 Gelb Ware Vom Staat« zur Zahlung über» nommtne Eisenbahn. Priorität«- PbligatillNln. Böhm, Westbahn. Cm. l895, 40«, 2000 u. 10.000 Kr. 4"/„ 9765 9860 Clisabelh Bahn «00 n. 3000 M. 4 ab ,«"/„......114 60 «15-60 Elisabeth Äahn 400 u. 2000 M, 4"/„........114-8511585 Ferdinaubs-Nordbahn Em. I88L 9775 98-75 detto Cm. 1904 «a-- 99 — Franz Ioseph-Bahn Em 18«4 (diu. Et.) Sill). 4"/„ . . . 97-80 98 80 Galizischl, itail Ludwiß - Bahn (dlv. St.) Eilb. 4"/« . . . 97 40 9840 Ung, galiz. Bahn 200 fl. E. 5"/„ 105 — 106'— detlu 400 u. 5000 Nr. Z'/,"/« 8850 89 50 Vorarlbersscr Bahn Em, 1884 lbiv, St.) Eilb. 4"V„ . . 9785 »8 85 Staatsschuld der Länder der ungarischen Krone. 4"/„ ung. Goldrmle per Nassc .112'1O11230 4"/„ detto per Ultimo 1I2'101123N 4'Vn „naar. Rente in Kronen- währ. stfr. per «asse . . 9425 94-45 4"/„ detto per Ultimo 94 25 94 45 5'/,"/„ detto per Kasse 84-70 «4-<»> Unssar, Prämien.Nnl. a loo fl. is, 25 >95 25 detto ^ 50 fl. 191 25 !?5 25 Theiß Reg, «o!c 4"/n . . . .149^5153 05 4"/« ungar. Vrnndertl.-Vblig, 94«a 95 80 4«/<> lroat. u. slav, Ordtlitl.-Obl. 95 25 96 25 Andere öffentliche Anlchen. Vosn, Landes-Anl. (div.) 4"/« 91'65 92 «5 Boin-Hcrcrg «tiscnb. -Landes- Anlchcn sdw,^ 4>/,"/„ . . 98 95 99 90 5"/n Tonau Reg, Anleihe 1878 103'75 — - Wiciicr !l>crlchr« Anl. . , 4"/„ 9750 98-50 detto 1900 4"n 97 55 9« l.5 Nnlehen der Stadt Wien , ,i0i50<02 5l detto //V„ 8825 »9 35 Pfandbriefe usw. Bodenlr.,alla.ös».i. 5UI.Vl.4"/„ 9S— 9«-«« Böhm, Hnpothetenb. Verl. 4«/„ 98 90 99-9« Zentral Bod.kred.-Vl., «flerr., 45 I, vcrl.....4>/,"/n 1«, >5« 102-50 dttlo !!5 I. vcrl. . . . 4"/„ 98- 9S--Krcd.Inst,, östcrr., f.Vcrl,-Unt. ». üffentl. ?lrd, Kat, ^. 4«/„ 9675 97-75 Lanbcsb, b, Nün, Galizicn und Lodom. 57>/, I. rüllz, 4"/„ 94 75 95-75 Mähr. Hypolhelenb. Verl. 4"/„ 981« 99 10 «,-ösierr, Lllndes-btip.-Anst.4N/« 9825 9»-2!> detto inll. 2"/,, Pr. Verl. 3>/i> 89- -- bctio K.-2ch>i!dsch. verl. 3>/i"/n 89- 90-— detto veil......4"/n 9810 »9-10 tsterr.-nnssar. Banl 50 Jahre Verl. 4"/„ ü, W.....98-15 99-10 detto 4"/n Kr. .... 98 50 99 50 Sparl, «trste öst.. «oI.vwl.4",,, 99-05 100-05 Eisenbahn-Prioritäts-Obligationen. Österr. Nordwcstb, 2«0fl. S. . ,02-95 103-95 Ltaatsl'ahn ^ <« ssr..... 404- 408-— Eubbahi, a A"/,, Jänner-Juli 500 Fr. spei St.) . . . 29«-«5 300 85 Südbahn k 5"/„ >«« sl. S, o, G, 122'05 123-05 Diverse Lsse. ß«iin«licht fllsl. »o/n Nodenlrcdit-Lose Cm. 188« 274— 280- octto Em, 188« 271-75 27? 75 5"/„ Tonan-Meanl.-Lose 100 sl 261-50 267-50 Serb. Präm. Anl.p, l00Fr.2"/n INI 5« 107-50 Zlnvtlzwüllcht Lose. Bndap.-Basilila ,Domba»)5 fl. 22' - 24-— Kreditlose 100 fl...... 454-— 464-— «llary-Lose 40 fl. KM. . . . I53-- 163- Ofener Luse 4« sl..... 234'— 244-- PalssU-Luic >l«fl. KM. . . . ,9,-50 197 50 Nolen Nrti,z, üst. Oes. v. 10 fl. 52-15 5415 Roten Krcxz, nng. esv . . 5 fl. L9'— 21 -— Rudulf-Lulr 10 fl......68'- 72'— EalmLuse «u fl. KM. . . . 220— 230-Tür!. C. B-Anl, Präm.-Oblig. 400 Fr, per Kasse . . . 1N8-25 ,«9'25 detto per Medio . . . 187'?5 i«««75 Gelb Ware Wiener Komm.Lose v. ss, 1874 509— 519 — Vew,Sch. d, .jn/n Präm,° Schuld d. Bobe»li,-Anst. Wr. Lolalb.-AMen Ges. 200 f>. 220 — 24«-— Vanlen. Anglo-östcrr. Vanl, 120 fl. . 303— 304'- Banlverein, Wiener per Kasse —'— —-— detto per Ultimo 538'l5 539'25 Äodenlr.-Anst. öst., 300 Kr, . 1077'— ,079'— Zentr-Nod.-Nredbl. öst. 200fl. 524'— 528'-Kreditanstal! für Handel und Oewerbe. 1K0 sl., per Kasse —'— —'— bctto per Ultimo «42 75 «4»'?5 KredilbanI, »»!,. all»., 200 sl, 77050 77,'50 Depositenbank, alla,, o sl. , , . 6,3'- 6,7-— Öslerr,-unn,ar. Baul 1400 kr. ,71«'— 1729-— Geld Ware Unionbaül 200 fl...... 55?'?5 55«'2b Unioiwaül, dühmische INO sl, . 243'5« 244 50 Brrlchlebanl. all«:, 14« fl. . . 339'- 341'— Indullril'Zlnttruthmnngen. Baunescllsch.. alla.. üst., ,00 sl. 121'— <2»'^ Än"!xsr,«oli>cnbcrssb,-Gel, «0Ufl, 735'50 73?'— Cise»bal,»verlehrs-Anstalt, öst,, 10« sl........ 400— 401 — Visenbahnw,-Leiha., erste, ,00sl, 205'— 209— „Clbcmuhl", Papiers, u. V.-O, ION fl........ 194- 197 50 Clcltr, Ges, allg, österr,, 2«' - »inlirl-Nolsu.......l 2-51" 2-5L" von Rentcu, lM'nii«lbrJ«scn, Prioritttten, Aktien, Iconen etc., l>evl«en uml Valnt«*n. I Los-Versicherung. (34) «9T. €>• Mayer* Ba.33.lc- -o-iid. T77"ecla.slergrescla.ä.ft I,iiI1>h4'Ii. NtrltaricuHMe. Privat-Depots (Safc-Depoaita) ia.aa.ter ol^anom Varoclilus« <$.mx 3P«.rto5.-Verzlntung von Bareinlagen im Konto-Korrent und auf Slro-Konto.