p:Zmlii.:/L'l LS »reise: Für Lalbrch s«ljjähiig . . . s ft. «0 kr. S-lbiährtg . . . t . so . 8lerkeliähriz. . . r » ro. «ouallich . Mi! der Post: V-azjährig . . . Il ft. — kr- H^bjiihriz . . . S «: ljä-rig. . . : Laibacher 5» IS , -ftr ^vftellung i»r Hau» »tcrlel--Lhrig i» k., «ov-rlich S kr. «umm-rn S kr. Nr. 186. Anonyme Mittbeilungen werden nicht berücksichtigt; Manuskripte nicht zurückgesendet. Fmtü§, 16. ÄlkMt 1872. — Morgen: Bertram. N r!> a c I i o „: vahnhcfgasse Nr. i?»^ <«»rditiou und Zulcratev Lurcau: Songreßplatz Nr. 81 (Buchhandluilg von I. v.Kleinmayr L F. Bamberg). Znstrtiousprrist: Für die einspaltige Petitzeile S kr hei zweimaliger (Linschatrung » 5 kr dreimal L 7 kr. Iusertionöstemvel iedeSmal zv kr. Bei größeren Znseraien und öftere, Einschaltung enrsprccbendcr Rabarr. S. Jahrgang. Ein Capitel vom Größenwahn. Nichts schadet der gedeihlichen Fortbildung des Lehrers mehr als Selbstüberschätzung. R. v. Gariboldi. Das beste Mitte! gegen den Größenwahn sind die eracten Wissenschaften. Die „Clique." Es stand zu erwarten, daß der Aufsatz im Jahresberichte der k. k. Lehrerbildungsanstalt, welcher zeigt, wie ungünstig die Lehrer Krains bezüglich der Mittel ihrer Fortbildung gegenüber de» Lehrern anderer Länder gestellt sind, welcher unö die Zustände des Volksschulwesens Krains ohne die ofsicielle Schönfärberei, ohne die Schminke, mit welcher die sogenannlen Nationalen alles, was slovenisch ist, zu verdecken streben, in seiner Wirklichkeit zeigt, mit einem Wuthgeheul aus dem Lager der National-Klerikalen beantwortet werden wird. Der Aufruf an die Lehrer: „Stellt Euch auf eigene Füße, ver- traut Euch und Eurer Kraft — emancipiert Euch, machet Euch los von den gänzlich überflüssigen Regulatoren, die nicht unter Euch gehören, und strebet die Selbständigkeit des einzelnen Lehrers und der gesammten Lehrerschaft an; dies ist eine Grundbedingung für das Gedeihen der Schule" — traf bei den Schwarzen ins Lebendige. Die Behauptung, daß die flovenifche Literatur nicht einmal zur Fortbildung eines Volksschullehrers ausreicht, mußte den Größenwahn der Nationalen beleidigen, und die Aufforderung, daß die Lehrer sich um das Volk durch Bekämpfung der Unwissenheit und Dummheit, durch Verbreitung der Humanität verdient machen sollen; daß sie das Volk auch in politischer Beziehung aufzuklären bestrebt sein mögen, um zu verhüten, daß die Masse zu politischen Parteizwecken misbrauckt und zu ihrem Nach-theilc ausgebeutet werde, mußte das um seine Herrschaft besorgte Pervakenthum als gegen sich gelichtet betrachten. Solche Mannesworte, welche die bisher sorgfältig abgeschlossene und von der Klerisei treu bewachte Lehrerschaft Krains auf unliebsame Bahnen verleiten könnten, konnten die National-Klericalen, welche keine Selbständigkeit dulden, nicht unbeantwortet lassen ; zumal sie von einem Fachmanne ausgingen, der keine „fremde Ferse" besitzt. Begierig waren wir nur auf die Taktik, welche die Gegner einschlagen werden, um auf jesuitische Weise factische Verhältnisse abzuleugnen. Begierig waren wir zu hören, wie sie den Beweis liefern werden, daß es in Krain keine Wein- und Fruchthändler, keine Posthalter, Krämer, Trafikanten und Gemeindeschreiber gibt, die nebenbei auch Schullehrer sind; den Beweis, daß die Lehrer in Krain hinsichtlich ihrer Dotation durch die Fürsorge des hohen Landtags recht günstig gestellt sind, daß sie, was Kenntnis der Realien und Schulgesetze anbetrifft, die Lehrer Steiermarks weit übertreffen; begierig wie sie Nachweisen werden, daß für die Lehrer Krains, welche sich fortbilden wollen, die Kenntnis der deutschen Sprache ganz überflüssig sei. Zu uuserm Erstaunen betritt in der „Novice" als erster den Kampfplatz ein Mann, an den wir, als zu diesem Kampfe am wenigsten befähigt, gar nicht gedacht haben, und stellt sich uns in der Uniform eines k. k. Lehrers an der Uebnngsfchule vor, einer Uniform, welche er eigens zu diesem Kampfe über seine nationalcklericale Surka, die er sonst sehr vortheilhast zu tragen weiß, angelegt hat. Im ersten Momente glaubten wir, er wäre zu diesem Kampfe nur gedungen worden; doch belehrt uns die Wuth seines Angriffes, daß er dabei auch seine persönlichen Interessen verficht. Dieser Mann ver« öffentlicht nun einen an R. v. Gariboldi adressirten Brief, der uns durch feine arrogante Sprache, durch die lebhaft an die berüchtigte Mistgabel-Attaque erinnernde Angriffsweise moralisch entrüstet hat. Da in diesem Briefe auch von einer „Sippschaft", einer „Clique" Lie Rede ist, und wir, welche den Aufsatz Gariboldi's als aus unserer Seele geschrieben bezeichnet haben, uns jedenfalls als zu dieser „Rotte" gehörig betrachten müssen; so halten wir uns, ohne erst die Erwiderung Gariboldi's abzuwarten, für verpflichtet, dem Herrn Tomsic Rede und Antwort zu geben. Die Leser des „Tagblatt" mögen entschuldigen, wenn wir einige Stellen des gedruckten Briefes hier in Übersetzung folgen lassen, da wir nur mit reel> len Factoren zu rechnen gewohnt sind. Herr Tomäiö schreibt: „Da es in Eurer Absicht lag, durch den Aussatz im Jahresberichte der k. k. Lehrerbildungsanstalt das ganze Schulwesen in den Koth zu treten, so konnte auch mein bescheidener „Vertec" keine Gnade finden. Zerrissen habt Ihr ihn nach Möglichkeit. Solche Kritik von Euerer Seite könnte zwar dem „Vertec" nur zum Lobe gereichen, und deshalb wäre es nicht nöthig gewesen, etwas zu entgegnen. Allein da Eure albernen Worte zeigen, daß Ihr Euch einbildet, wirklich befähigt zu sein, vom hohen Throne Eurer Gelehrsamkeit alles zu kruisicren, so sage ich Euch, daß ich leicht mehrere freundschaftliche Briefe von ganz ändern Eapacitäten des Schulwesens, als Ihr es seid, zeigen kann, welche den Feuilleton. Menschlicher Wahnglaubc. (Schluß.) Anch noch andere Prophezeiungen waren in Anlauf, und man behauptete, daß dieselben schon Jahrhunderten existierten. Natürlich war deshalb ihrx Einwirkung auf die Gemüther des ge-weinen Bolkeö nm so nachhaliiger und verderb-Uchcr. dieser Prophezeiungen trieb die unglücklichen «ewohnrr ^,n Wahnsinn, denn sie verkündete, oav nn Jahre 1630 der Teufel ganz Mailand vergiften würde. ... ^^En Morgens im April und ehe noch die Pestilenz ihren Höhepunkt erreicht hatte, sah und Schrecken, daß in den r^ine iLtadt alle Hauöthüren auf felt- ' '-„-i, *Een, gerade als ob ein 'Pestbeulen getauchter Schwamm darau auögedruckt worden wäre Die aanre Ktadt nur möglichen Mittel aus, die Thäter 1„ entdecke» obschon vergebens. Endlich dachte man an jene alle Prophezeiung, und in allen Kirchen beiete man, daß die Anschläge des bösen Feindes zu uichte gemacht werden möchten. Viele waren der Meinung, daß Sendlinge vom Auslande nach Mailand geschickt worden seien, um hier ansteckendes Gift zu verbreiten ; die überwiegende Mehrzahl aber war überzeugt, daß die höllischen Mächte sich gegen sie verschworen hätten und daß die Ansteckung durch übelriechende Mittel verbreitet werde. Mittlerweile machte die Pest fürchterliche Fortschritte und Mistrauen und Aberglaube bemächtigte sich der Gemüther. Alles — so glaubte man — war vom Teufel vergiftet — das Wasser der Brunnen, das Getreide auf dem Felde und das Obst auf den Bäume». Das gemeine Volk ward durch alles dies zu unglaublicher Wuth angestachelt, und wer sich eines Feindes entledigen wollte, brauchte bloS zu sage», er habe ihn eine HanSthür beschmieren sehen; sicherer Tod vo» den Händen des PöbelS war sein Schicksal. Ein alter achtzigjähriger Mann, welcher täglich die Kirche besuchte, wischte eines Tages den Betstuhl, auf welchen er sich nie-derfetzen wollte, mit dem Zipfel feines Mantels ab. Sofort erhob sich das Geschrei, er beschmiere den Sitz mit Gift. Eine Rotte Weiber packte den alten, schwachen Mann und schleppte ihn unter gräßlichen Flüchen und Verwünschungen bei den Haaren zn der Kirch« hinan». So schleifte man ihn dnrch den Straßenkolh »ach bei» Hanse deö Stadtrichters, damit dieser ihn durch die Folter zwingen ließe, seine Mitschuldigen zn nennen. Er hatte aber bereits unterwegs den Geist aufgegeben. Noch viele andere Personen fielen der Volks -wuth zum Opfer. Während der großen Pest von London im Jahre 1665 hörten die Menschen mit gleicher Gier auf die Prophezeiungen von Charlatanen und Fanatikern, und ein noch ausfallenderes Beispiel vo» der Macht des Aberglaubens war schon über hundert Jahre früher, nämlich im Jahre 1524 erlebt worden. London wimmelte damals von Wahrsagern und Astrologen, welche tagtäglich von Leuten aus allen Klassen der Gesellschaft über die Geheimnisse der Zukunft befragt wurden. Im Monat Juni 1523 verkündeten mehrere dieser Betrüger übereinstimmend, daß am 1. Februar 1524 die Themse zu einer noch nie dagewesenen Höhe anschwellen, die ganze Stadt London überschwemmen und zehntausend Häuser hinwegspülen würde. Diese Prophezeiung fand unbedingten Glauben, und Furcht und Bestürzung ward nach und nach so groß, daß viele Familie» ihre Habseligkeiten zn-sammenpackten und in das Innere des Landes zogen. Bis Mitte Februar hatten wenigstens zwanzigtausend Personen die angeblich dem Untergange geweihte Stadt verlassen. Viele der reicheren Einwohner zogen nach den höher gelegenen Vorstädten oder lie- „Vertec" ganz anders bcurtheileu. Nicht einmal gelesen habt Ihr ihn, denn sonst könntet Ihr nicht so derb lügen, daß wir in kürzester Zeit die ganze Naturgeschichte der Deutschen plündern werden; Ihr kennt aber weder den Oken noch den Brehm, wen» Ihr glanbt, daß die deutsche Naturgeschichte so arm und seicht ist/ daß sie sogar unser armes Blättchen, welches monatlich nur einmal erscheint, in kurzer Zeit leicht vollständig abspülen könnte. Ihr kennt nicht die deutschen Schulbücher von Schuster und Niedergesäß rc. — Warum gönnt Ihr uns nicht in väterlicher Fürsorge einige Brosamen auö dem großen Sacke Eurer Weisheit? Euch kennt bis jetzt weder die slovenische noch die deutsche Literatur ; wir armen Volksschullehrer können aber jeder etwas der Welt und dem Ministerium zeigen, welches wünscht, daß auch Ihr als gut bezahlter Lehrer etwas für Literatur und Wissenschaft thut. Kritisieren, die Zunge wetzen, ist leicht, „ohne den Schweiß im Angesichte"; aber arbeiten und für die slovenische Jugend schreiben, das ist etwas ganz anderes. — Wenn wir auf Leute Eures Schlages gewartet hätten, so wäre der „Vertec" nie erschienen. Ich habe ihn begründet und am Leben erhalten durch die Unterstützung wahrer Volkssreuude, zumeist durch die materielle Unterstützung nnserer Geistlichkeit. Da er bereits den zweiten Jahrgang erlebt hat, so habet Ihr Zeit und Gelegenheit gehabt, Eure Fedec in die Hand zu nehmeu und gute Artikel für ihu zu schreiben oder doch mir ohne Umschweife zu offen-baren, wie ich das Blatt redigieren soll, um es anders zu machen. Das war Euere Pflicht, und ich hätte mit Dank die Winke ausgenommen. — Euch bleibt nur das Brandmal auf der Stirne, daß Ihr in die Reihe jener Clique, mag sie slovenisch oder deütsch sein, gehört, welche nichts baut, sondern nur zerstört, was andere zum Nutzen des Vaterlandes zu bauen bestrebt sind." (Schluß folgt.) Politische Rundschau. Laibach, 16. August. Inland. Die serbische Regierung ließ bekanntlich durch den belgrader Stadtmagistrat an mehrere Städte Oesterreich-Ungarns die Einladung ergehen, sich bei der Feier der Thronbesteigung des Fürsten Milan durch Deputationen vertreten zu lassen. Wie der „Pester Lloyd" versichert, haben die Regierungen Oesterreichs und Ungarns im Einvernehmen beschlossen, den betreffenden Körperschaften die Absendung von Deputationen zu dieser Feier zu untersagen. Das ungarische Amtsblatt veröffentlicht auch bereits die hierauf bezügliche Verordnung des ungarischen Ministers des Innern. ßen in noch weiterer Entfernung im freien Felde Bretbudeu oder Zelte für sich ausschlagen. Endlich brach der verhängnisvolle Morgen an, und schon zu früher Stunde war alles auf den Füßen, um das Steigen des Wassers zu beobachten. Die Uebcrschwemmung sollte der Prophezeiung gemäß allmälig, nicht plötzlich erfolgen, und man glaubte daher aus alle Fälle Zeit zur Flncht übrig zu behalten. Die alte gute Thcmjc »ahm jedoch von den an ihren User» Stehenden, auf so lächerliche Weise Verblendeten gar keine Notiz, sonder» floß so ruhig und gleichmäßig dahin wie stets. Zu der gewohnten Stunde trat die Fluth ein, erreichte die gewöhnliche Höhe und verwandelte sich dann wieder in Ebbe. So kain der Abend, ohne daß der hartnäckige Fluß von den ihm bereits preisgcgebcncn zehntausend Häusern auch nur ein einziges zu zer-stören drohte. Dennoch wagten die meisten Ein-wohner nicht, sich schlafen zu legen, sondern blieben wach bis zum nächsten Morgen, damit nicht die Sündfluth über sie käme wie ein Dieb in der Nacht. Am nächstfolgenden Morgen erörterte man allen Ernstes die Frage, ob es nicht gerathen sei, die falschen Propheten ein kaltes Bad im Flusse nehmen zu lassen, der sie so vollständig Lügen gestraft hatte. Zum Glück jedoch ersannen die Bedrohten ein AuS- Diesclbe erinnert ganz richtig daran, daß nur das Ministerium des Aeußern dazu berufen ist, die Monarchie in jeder Hinsicht im Auslände zu ver-trelen. Auch in Bezug aus die Staatsaction iu Belgrad sind bereits von Seite des Ministeriums des Aeußern die erforderlichen Vorkehrungen getroffen, indem der österr.-ungar. Generalconsnl in Belgrad mit der Vertretung der Monarchie bei dieser Gelegenheit betraut würde. Die besondere Vertretung von weltlicken oder kirchlichen Behörden erscheint demnach als unstatthaft. Ganz in demselben Sinne hat die Statthalterei in Prag den vom Stadtver-ordneten-Eollegium gefaßten Beschluß, sich durch Abgesandte beim belgrader Feste vertreten zu lassen, als nichtig erklärt. Das diene unsern nationalen Winkelpolitikern zur Wissenschaft, die allerhand an dem Beschlüsse des laibacher Magistrats, die bclgra-der Einladung höflich abznlehnen, zu mäkeln wissen. Daß die Herren Rieger und Zeithammer uud Con-sorten sich nicht werden abhatten lassen, dem Feste beizuwohnen, geht aus der Aeußerung des „Pokrok" hervor, nach welcher die belgrader Festlichkeiten einen „vorwiegend panslavistischcn Charakter" haben werden. Das „Prager Abendblatt" sührt schließlich den Czechen die Verhältnisse von Nordamerika vor Angen, um sic über den Umfang der Gleichberechtigung zu belehren. Es heißt darin: „In Nordamerika leben auf einem Territorium, das so groß ist wie ganz Europa, die verschiedensten Völkerstämme bunt unter einander. Trotzdem nun dort, infolge der republikanischen Institutionen des Landes, der Grundsatz der nationalen und politischen Gleichberechtigung bis in die äußersten Konsequenzen durchgeführt erscheint, ist die herrschende Amtssprache doch die englische, und jeder, der vor einer Behörde erscheint, ohne der englischen Sprache mächtig zu sein oder sich derselben bedienen zu wollen, muß selber für einen Dolmetsch sorgen. An den vom Staate erhaltenen Freischulen ist die englische Sprache überall die Unterrichtssprache, und ebenso wird im Congreß und in der Legislatur nur englisch gesprochen; kann man deshalb den Staat anklagen, daß er die verschiedenen Nationalitäten des Landes ungleich behandle? Jede Nation hat dort das Recht, ihre Sprache zu pflegen und zu kultivieren, wie es ihr beliebt, ohne daß ihr das geringste Hindernis in den Weg gelegt würde; aber deshalb wird es doch niemandem cinsalle», zu verlangen, daß in allen Sprachen des Landes amtiert, Recht gesprochen und unterrichtet werde. Selbst in jenen Staaten der Union, wo die deutsche, französische oder irische Bevölkerung überwiegt, ist die englische Sprache die vorherrschende und allgemein gebräuchliche; darf deshalb behauptet werden, die kunftömittel, welches die VolkSwuth beschwichtigte-Sic versicherten nämlich, daß sie infolge eines kleinen, leicht verzeihlichen JrrthumS den Tag der furchtbaren Überschwemmung um ein ganzes Jahrhundert zu früh angesetzt hätten. Die dermalige Generation habe demnach nichts zu fürchten, und London werde nicht 1524, sondern erst 1684 ersaufen. Wir belächeln mit Recht diese Verblendung früherer Jahrhunderte, dürfen aber nicht vergessen, daß selbst noch in unserer jetzigen sogenannten aus-geklä^'i Zeit der menschliche Unsinn und Wahn-glau^ ein ungeheures Feld beherrscht und von fromm,... Schwindlern ausgebeutet wird. Des alten Schäfers Thomas „seine Prophezeiungen," werden, obschon sie nur den krassesten Blödsinn verkünden, in vielen tausend Exemplaren gekauft und begierig gelesen, und wer Gelegenheit hatte, mit dem gemeinen Volk namentlich aus dem Lande zu verkehren, wird erstaunt gewesen sein, zu bemerken, in welchem Grade sich hicr die Furcht vor dcm 12. August der Gemüther bemächtigte und zu welchen thörichten Vorbereitungen und ergebungsvollen Entschlüssen sie Anlaß gab. Union messe mit doppelter Elle? Im Gegentheilc hält sie sich gerade durch diese praktische Einrichtung allen Nationalitäten- und Sprachenhader vom Halse und ermöglicht cs den Behörden, nach einheitlichem Geiste zu administrieren und Recht zu sprechen, ohne fortwährend an nationale Empfindlichkeiten anzustoßeu. Man kennt eben dort keine Nationalitäten, sondern nur amerikanische Staatsbürger, uud wahrlich, die Uuiou gedeiht dabei ganz vortrefflich. Daß man aber trotzdem die Bedeutung der deutschen Sprache dort nicht unterschätzt, dafür liefert die Thatsache einen Beleg, daß seit dem Jahre 1871 in vielen Freischulen neben der englischen auch die deutsche Sprache gelehrt wird. Selbst iu der Bundeshauptstadt Washington wurden zwei Lehrer der deutschen Sprache mit je 3000 Dollars Gehalt angestellt. Und in Oesterreich, das unmittelbar an das größte deutsche Reich grenzt, .und wo über acht Millionen Deutsche leben, sollte man die Pflege der deutschen Sprache vernachlässigen wollen?" Nachdem nun die österreichische Regierung in Betreff der Jesuiten veraiilaßt hat, was nach dem Stande der gegenwärtige» Gesetzgebung geschehen konnte, um einer überflnthenden Einwanderung von Jünger» Loyola'S Einhalt zu thun, tritt die Nothwendigkeit auch an das ungarische Ministerium heran. Graf Lonyay befindet sich in einer weit günstigeren Lage, da in Ungarn Reichstagsbeschlüsse bestehen, welche den Bestand von Jc-suiten-Conventen geradezu für ungesetzlich erklären. Es sind dies der Gesetzartikel 33 vom Jahre 1741, 10 vom Jahre 17öl und vor allem das Gesetz aus dem Jahre 1773, welches den Jesuiten-Orden für Ungarn auf immer aufhebt, Gesetze, welche durch keinen Act der Legislative annulliert worden sind, wenn sic auch in der Concordats-Aera nicht gehandhabt wurden. Nichtsdestoweniger scheint es nicht, als ob das Ministerium in dieser Frage die Initiative ergreifen werde; man vindiciert diese vielmehr der Volksvertretung, die zuerst gesprochen haben müsse, bevor die Regierung energische Maßregeln ergreife» könne, um der Verbreitung der Jesuiten iii Ungarn einen Damm zu setzen und vor-zubeugeu. Nun, der Reichstag tritt in den ersten Tagen des September zusammen und kann auch tagen, obgleich sich die Delegationen versammel». Ausland. Die Jesuiten gehen inDeutschlau d nirgends freiwillig, überall müsse» sie mit einem sanften Rippenstöße daz» genöthigl werden. Am 9. d. wurde auch den hi Bon» ansässigen Mitgliedern der Gesellschaft Jcsu von der zuständigen Behörde eröffnet, daß sie künftighin weder auf kirchlichem noch auf auderem Gebiete ihre „segensreiche" Thätigkeit sortsetzen dürsten. In M e tz, einer noch sehr klerikalen Stadt, hat die Ausweisung der Jesuiten eine große Aufregung hervorgerufen. BiS zur letzten Stunde hoffte man noch immer, daß man einen Ausweg finden würde. Man rechnete auf Protectionen. Diese Hoffnungen sind aber alle zu Wasser geworden. Znerst wollten die Patres nun »ach ihrer allberühmtcn Universität von Pont-it-Monsson ziehe»; wie eS scheint, liebt aber der Bischof von Nancy eine solche Nachbarschaft nicht, u»d so mußten sic sich anders entschließen. Trotz des tiesen Geheimnisses, welches über den Prozeß Bazainc waltet, glanbt der „Rappel" mittheilen zu können, daß die mit der Untersuchung betrauten Offiziere ihre Thätigkeit mit Eifer sort-sctzen. Der Hauptpunkt des Prozesses war die Frage, ob es wahr ist, daß der Angeklagte rechtzeitig von dem Marsche des Marschalls Mac Mahon nach Norden in Kenntnis gesetzt worden war. Nun hat die Untersuchung jetzt den offenbaren Beweis gewonnen, daß am 26. August, in den» Augenblicke, da auf dem Pachthofe von Grimont die Conferenz der Corpsführer der Rheinarmee stattfand, der Marschall Bazaine die Depesche des Marschalls Mac Mahon in Händen hatte, von deren Existenz er nicht- gewußt zu haben vorgibt. Mehr als sieben Couriere waren von Mac Mahon zu Bazaine ge« schickt worden. Dreien gelang es, die preußischen Linien zu passieren und den Oberbefehlshaber der Armee von Metz zu erreichen. Einer von ihnen ist glücklich wiedergefunden und von dem mit der Untersuchung betrauten General Sers de Reviöre vernommen worden; er wird auch in der öffentlichen Verhandlung vor dem Kriegsgerichte erscheinen. Desgleichen hat die Untersuchung festgestellt, daß der Marschall Bazain: verbotene Beziehungen mit dem Feindr unterhalten hätte. Aufsehen erregt iu Frankreich eine Broschüre des republikanischen Deputierten 2 a m y, die sich sehr energisch für die Auflösung der Asfemblse ausspricht. Er schreibt in derselben: „Die Nation hat in einer spontanen Bewegung das Heilmittel errathen: von allen Punkte» Frankreichs verlangen isolierte Gruppen die Auflösung der Kammer. Die Stunde naht heran, da diese Anstrengungen ^uem gemeinsamen Impulse folgen müssen. Die Steuern sind votiert, der Vertrag mit Preußen ist geschlossen, dir Anleihe ist unterzeichnet, die gesetzgebenden Arbeiten sind suspendiert, keine andere Sorge lenkt fortan die Aufmerksamkeit Frankreichs von von dieser großen Angelegenheit ab. Bon ihrem Wachtposten gegen die Monarchie in Versailles abgelöst, können die Vertheidiger der Republik an jeden Ort, nach welchem sie sich begeben, den Mittelpunkt einer regelmäßigen Agitation verlegen, und die auf drei Monate auseinandergegangene Nationalversammlung vermag keinen Damm gegen den wachsenden Strom des öffentlichen Mißvergnügens, der sie schließlich verschlingen wird, aufzurichten. Möge man also ans Werk gehen, möge die Presse ihre Anstrengung auf diesen Punkt richten, mögen klare und deutliche Broschüren die Wahrheit auf dem flachen Lande verbreiten, Möge namentlich das gesprochene Wort, dieser Hebel ber Demokratie, das Volk aufrütteln und lenken!' Der muthige Appell wird gewiß in ganz Frankreich lauten Anklang finden. Die Dictatur der Royalisten, schon gegenwärtig erschüttert, muß durch eine allgemeine Erhebung der Intelligenz des Landes vollends gebrochen werden, und ist eben jetzt die beste Zeit für die endgiltige Abrechnung. ^ur Tagesgeschichte. — Ueber die prager UniversitätSsrage schreibt das Organ der böhmischen Statlhalterei folgendes: Man verlangt neue Bildungsstätten für die Jugend, rechlfertigt aber durch seine Haltung die Be. fürchtung, daß in denselben die Auflehnung gegen das Gesetz gepredigt und der Jugend das Gesüht des H^ffeS gegen Oesterreich nngeimpst werden könnte. Man fordert eine Universität, bietet aber keine Garantie dafür, daß dieselbe nicht zur Pflanzstätte stir nationale Unduldsamkeit und versaffungSfeindliche Gesinnung herab, gedrückt werden könnte. Man beansprucht Begünstigung silr nationale Institute, wie beispielsweise die Borschußkcissen, um dieselben noch mehr als bisher zu Politischen Agitationszwecken zu misbranchen. Kann Man es unter solchen Umständen der Regierung verübeln, wenn sie, obschon sie allen gerechie» Ansprüchen Rechnung trägt, dennoch zaudert, den Gegnern der bestehenden Rechtsordnung noch neue Waffen in die Hand z» drucken, wenn sie es ablehn», da« Werk der ^"»«rwuhlung des legalen Versassungsbodens durch Einräumung neuer Rechte und Begünstigungen an die Opposition zu erleichtern? Es ist doch wohl, um ein Beispiel anzuführen, immer besser, einen verläßlichen und im Staatsdienste bewanderten Beamten zu besitzen, auch wenn er nicht so ganz correct die böhmische Sprache handhabt, als einen solchen aufzunehmen, der allerdings gut national gesinnt ist, aber heimlich gegen die Bersastung agitiert und mitunter diverse AmtSgeheim-nifse oppositionellen Journalen zuträgt. Wird einmal die böhmische Opposition den bestehenden legalen Boden vssen und ehrlich anerkennen, dann wird auch die Roth-Wendigkeit entfallen, sich mit allerlei Schntziväüen gegen ihre Minierarbeit zu umgeben. Dann wird auch die Möglichkeit gegeben sein, allen billigen Ansprüchen in Bezug aus die Pflege der nationalen Sprache und Kultur Rechnung zu tragen. — Der Papst hat eine eigene, ausschließlich aus Bischöfen zusammengesetzte Commission oder Congrega-tion ernannt, die sich mit der Prüfung jenes Breves zu beschäftigen hat, laut welchem das heilige Herz Jesu zum Univerfal-Protector der katholischen Kirche ernannt wird. Der französische und belgische Episkopat schwärmt für dieses Breve, welches den Zweck hat, den Beschluß des vatikanischen Concils, womit das gleiche Patrocinium dem heiligen Josef zuerkannt wurde, zu modificiereu. Es scheint also, daß der heilige Stuhl mit der Beschützung des heiligen Josef nicht zufrieden ist und ihn der Protectorstelle entheben möchie, wofür ihm aber sicher eine andere Charge zu Theil werden wird. — Unwillkürlich erinnert man sich an die Regierung Philipp's IV. von Spanien, unter welcher sich der königliche Rach statt mit dem Wohle des Volkes, damit beschäftigte, dem Apostel San Hago das Patronat von Spanien abzunehmen, um es der heiligen Theresia zu übertragen; zwar behauptete sich der alte Ruhm des Apostels, bis (da die Waffen des Prinzen von Cond6 bei Staroy gesiegt) man es für ersprießlich hielt, ihm den Erzengel Michael wenigstens zum College» oder Coadjutor zu geben. — Rücksicht gegen das Publicum. Con-ducteur: Wie kommt er denn mit seinem Billet dritter Klaffe da in die erste Klaffe? Heraus! Bauer: Wissen S', ich Hab' da grad ein Korb mit Käs', der ein bissel stark» riecht und weil der Wagen leer war, so Hab' ich gedacht, ich sitz' mich danein, da genierts niemand. Local- und Provinzial-Angelegenheiten. Local-Chromi. — (Nachdem die Welt aus dem alten Platz geblieben), ist das Wallfahrten von wegen dieses Zweckes leider überflüssig geworden. Da aber das Wallfahrten auch ohne drohenden Weltuntergang eine ebenso erbauliche als angenehme Beschäftigung ist, fo thaten sich gestern um sechs Uhr früh bei tausend Laibacherinuen, freilich die meisten etwas übertragener Constitution, und etwelche Laibacher zusammen, um von wegen deS Papstes — der in gar großer Leibes- und Geistesbedrängnis sich befinden soll — zu wallfahrten, und zogen hinaus in feierlichem Bittgänge nach dem Gnadenbilde, so ge-nannt ist von Dobrova. Ob das dem „Unfehlbaren" wohl helfen wird? — (Nachteilzug.) Der „Deutschen Zeitung" zusolge zieht die Verwaltung der Südbahn die Einleitung eines zweiten, bei Nacht verkehrenden Personen-eilzuge- zwischen Wien und Triest ernstlich in Betracht. Eventuell soll dieser Zug in paffende Verbindung mit dem seit Monatsfrist zwischen Wien und Marburg kursierenden „beschleunigten Personenzuge" gesetzt werden. Nachdem die Frequenz des derzeitigen wien-triester Eil-zuges duichschnittlich nur mit zwölf Reifenden angegeben wird — im Sommer stellt sich dieselbe allerdings höher, — so würde die Südbahu, falls der Nachtzug wirklich zustande kommt, den Wünschen deS PulicumS dadurch eine Rücksicht erweisen, welche bemerkt zu werden verdient, meint die „Deutsche Zeitung." — (Das neue Eisenbahn-Betriebs-Reglement), welches durch die Verordnung des HandelSministerS vom 1. Juli. d. I. eingesührt wurde, enthält namentlich für den Personenverkehr mehrere sehr lästige und nicht einmal durch die größere Sicher-heit oder bessere Controle zu rechtfertigende Bestimmungen, die hoffentlich auch von unseren Handels- und Gewtrbekammern einer Kritik unterworfen werden dürften. Unbedingten Tadel verVient es aber, daß man eS unterlassen hat, diese neuen Bestimmungen ordentlich bekannt zu geben und bas größere Publikum mit ihnen vertraut zu machen. Deshalb kommt eö vor, daß viele, welche noch die früheren Gepflogenheiten in Geltung glauben, mit fehr bedeutenden Strafzahlungen überrascht werden oder andere Unannehmlichkeiten erleben. Wir sehen uns daher gedrungen, unsere Leser mit den wichtigeren Neuerungen und erschwerenden Bestimmungen vertraut zu machen, um selbe vor Schaden zu behüten. Im Z 14 heißt eS unter anderem: Das vom Reisenden gelöste Billet ist auf Verlangen bei dem Eintritt in den Warresal, sowie beim Einsteigen in den Wagen vorzuzeigen. Während der Fahrt muß der Reisende das Biller bis zur Abnahme desselben bei sich behalten. Der Reisende, welcher ohne giltiges Fahrbillet betroffen wird, hat für die ganze von ihm zurückgelegte Strecke, und wenn die Zugangsstation nicht sofort unzweifelhaft nachgewiefen wird, für die vom Zuge zurückgelegte Strecke daS Doppelte des gewöhnlichen Fahrpreises, mindestens aber den Betrag von drei Gulden zu entrichten. Derjenige Reisende jedoch, welcher in einen Personenwagen einsteigt und gleich beim Einsteigen unaufgefordert dem Schaffner oder Zugführer meldet, daß er wegen Verspätung kein Billet mehr habe lösen können, hat, wenn er überhaupt noch zur Mitfahrt zugelaffen wird, worauf er keinen Anspruch hat, einen um 50 kr. erhöhten Fahrpreis zu zahlen. Wer die sofortige Zahlung verweigert, kann auSgesetzt werden. Z 15 und 16 bestimmen : DaS Zeichen zum Einsteigen in den Wagen wird durch zwei unterschiedene Schläge aus die Glocke gegeben. (Früher waren drei Glockensignale, von denen das dritte als das letzte Einsteige- und Abfahrtszeichen galt.) Nachdem das Abfahrtszeichen durch die Damps-pfeife der Locomotive gegeben, kann niemand mehr zur Mitreise zugelaffen werden. Jeder Versuch zum Ein-steigeu und jede Hilfeleistung dazu, nachdem die Wagen in Bewegung gesetzt sind, ist verboten und strafbar. Dem Reisenden welcher die Abfahrtzeit versäumt hat, steht ein Anspruch weder auf Rückerstattung des Fahrgeldes, noch auf irgend eine andere Entschädigung zu. — (Schadenfeuer.) Am 9. d. M. nachmittags brach im Hause deS WirthschastSbesitzers Mathias Pregel in Liberga Nr. 19, Bezirk Littai, infolge Blitzstrahls Feuer aus, welches das Haus, mehrere WirthschastSgeräthe und Habseligkeiten in Asche legte. Mathias Pregel erleidet einen Schaden von 600 fl., nachdem er einer Affecuranzanstalt nicht beigetreten war. — Am 11. d. M. nachmittags 2 Uhr entstand aus einer bisher noch unbekannten Ursache im Stalle des dem Lukas Drolz eigenthümlich angehörigen und 8U>) Nr. 2 in Mitterdorf, Bezirk Stein, gelegenen Hauses eine Feuersbrunst, wodurch drei Wohn- und WirthfchaftSgebäude nebst einer mit Getreide gefüllten Harfe ein Raub der Flammen wurden. Der nicht versicherte Schaden beläuft sich auf 1700 fl. — In der Nacht vom 11. auf den 12. d. wurden das HauS und die Dreschtenne des Josef Strecke! in Puugert Nr. 12, Bezirk Laibach, aus einer bisher noch nicht ermittelten Ursache eingeäschert. Der Schaden ist noch nicht bekannt. Witterung. Laibach, 16. August. Morgennebel, vormittags wechselnde Bewölkung, schwa-cher Nordvst. Wärme: Morgens 6 Uhr -j- 13.8", nachmittags 2 Uhr >23.2" 0. (1871-j-25.4"; 187021.ü°.) Barometer im Fallen, 736.76 Millimeter. Das vorgestrige Tagesmittel der Wärme 204', das gestrige -j- 18.7', beziehungsweise um 1.0° über dem Normale und um 0.6" »nter demselben. Der gestrige Niederjchlag 2.70 Millimeter. Gedenktafel über die am 19. August l872 stattfindenden LicI« tationen. 1. Feilb., Korafina'sche Real , Weißniz, BG. Rudolfs-werth. Telegramrue. Paris, 15. August. Der Minister des Innern gab in der Permanenzcoimnission die beruhigendsten Ausklärungen über die im ^ande herrschende Ruhe, über die Bemühungen der Regierung, Agitationen hintanzuhalten und die conservativen Prin-cipien thätigst zu schützen. Die Commission war somit befriedigt. „Courier Fran?ais" erwähnt eines Gerüchtes, daß der deutsche Generalstab in einem Memorandum an Bismarck darlege, der Besitz BelsortS sei für die Sicherheit Deutschlands unerläßlich, und habe die Eröffnung von Verhandlungen verlangt, um Frankreich anderweitige Compensation anzubieten. London, 15. August. „Daily News" meldet: Antonelli erklärte, zu demissioniren, wenn der Papst seine feindselige Haltung gegen Italiens Regierung fortsetze, er habe es offen ausgesprochen, die Kirche werde noch mehr leiden, wenn das Papstthum sich nicht mit Italiens Regierung auSsöhnt. Wiener Börse vom 14. August > Geld ^ Ware! ! Geld ! War« »»crc.«eute, öst.Par.! ßg.gg ^,7« Oest. Hyxarh.-Baiil / SS 7b dto. dto. öft-iaSilv. 7» 7» _____ t!d!; von 1854 . . . dS.LS 9tz,75 - ! lisse vou 18SU, xiuie ios.lv io,.3» S>1dd...!.zu50i>ffr. 114.— 114.IV k;.7S 88. 81.,» 82. 84.- SS.-79.- 78.5S >5pLl. 9, 5,0 92.-»Lrnlen, «ra>» ü. »Ästevlaad . llvgaro. .zu» , Aroat.u. Slav. 5 , Gtebcudür,. , 5 , Nationalbank . . llnion. «»nk . . Creditanst«It . . At. 0. «scompce-Gcl »ualo-üsterr. Lank Oeft^ Bvde»cred.-Ä. Oest. Hypolh.-Ban! Oteier. «ecomPl.-«!. Franko - «iiftria . . «als. A-rd.-Nordb. Güdbahn-Gesellsch. »ail. Llilabetb-Bahu. Karl-Llldwig-Kshu ktebenb. Eisenbahn StaatSbahn. . . . »ais. Fran,-Iolef«b. KünN.-Barcser S.-B Vföld-Fiuni. Lahn k>k»K?1ok«. Nation. S.w. verloSd. Log. Bod.-Lreditanft. Allg. iift.Lob.-Sredit. »to. in rs:«. rN»> 87S. 87«.— -74.5« S75. -342.4« L42.60 1VI8 lurr SLV.5V 221.— L87.- L89.— 88.— IVL 2SS. i63. 127.- IL7.S« »IV7 SIIL iVS.KS 2i,».8V 257.25 257.50 254. 254.25 I8S.LV 188.— »40. - »41. 233.50 224.-1SS.- 18«.— 180.50 181.— L2.- 82.25 89.75 80.25 105.- ^II'L.SO 88.50 89 dl«. Lvorsv^t- — !»°rdb. <100 N. LM.) 102.75 103.25 Si-b..«.(2c»fl.ö.W.> 82.10 82.3U Slao'Sbahu pr. Ei'ick IS!«.— ISo.— Tiaaijb. pr. St. I8«7 12s.— 12«. !>!ud->1!:d.(30, ü.S.W.) S7.- 97 «.> > 7Mi,-gos.(2t >st.S.) >01.10 101.30 r.»»», 1k-> fl. ö. W. .188.50 187. «U 10 " SM. . . »4-kv 100 -Lriester !') »,. CM. . 120.50 >21 52 dto. l^i fl. ö.W. 58.- Lfcner . 4« I! °.W. so- Ealm . , 40 , 4i 50 Palffh . . 4V . 28.50 «lary . . 40 , »6. St. Senoi», 40 - 28.— WindilchgräS 20 Waldftem . 20 . 24 50 »egl'vich . 10 , 1«. Ivö.W. 14.50 W»ok»ol - l. Pari : 100 Fran 1 . Mit»,«». Kail-MÜ^-Lacal-n. 20-KranciUüs. . . Serein-thaicr . . . Silber »2.50 82.55 58 - SI.- 42.- 29.- 38 - »V.— 25.- 25.- 17. 15.50 SL «0 82.M 110.10 11> 20 42.75 42.80 S.29 8.7« 183 50 I«4.— 108.- 108.25 5.32 8.77' Telegrafischer Cursbericht der Filiale derLtriermürk. Escamptebank in Laibach, von der k. k. öffentlichcn Börse in Wien am 16. August. Schlüsse der Mittagsbörse. Sperz. Metalliques mil Mai- und November-Zinsen 66.65. — 5perz. diational-Auleben 72 —. — 1860er Staats-Anlehen 103.25. — Bankactien 887. — Credit 343.—. — London 109.90. — Silber 108.—. — K. k. Miinz-Duca-ten 5.27. — 20-Franc-Stücke 8.74. Inkillldiguilji. In der vom H. k. k. Ministerium des Unterrichtes mit dem Oeffentlichkeitsrechte autorisirten sechsklassigen Lehr- mid Eyikliililgs-Ailstalt für Mädchen der Viktorins kislin ln beginnt der Unterricht wieder mir dem 1 < Anmeldungen können im August und September stattfinden im Fürste»Hof, Herren,,affe 2V6, 1. Stock. AE" Jer Kindergarten, "VW den Knaben und Mädchen besuchen, hat den Unterricht mit dem 2. August nach kurzen Ferkn wieder begonnen und wird Lurch die ganze Ferienzeit nnnnlerbrochen fortgesetzt. Das Nähere enibalten die Programme, welche auf Verlangen portofrei eingesendet werben. (439—3) einstöckig, mit 8 Zimmern, 2 Küchen, 2 Kellern 1 Stall zwischen Gottschee und Fiume, nahe der Bah,, qeleaen weaen vorhandener Wasserkraft zu jeder Geschäftsanlage qeeianet wird ans freier Hand verkauft. Anträge übernimmt das in Laibach, Hauptplatz 313. _____________________________ (466-1) Mehrere Lass-Marquellre und 1 Lehrjuiiji finden sogleich Ausnahme im »o. (468-1) Bei bestes Pergaiuentpapier zum Obsteindnnsten per Elle (342—11) 24 kr. « Tklifpapicr, 1 Packet.........................75 , ciijilisches Mchtpapicr, 1 Bogen ... 12 " „ Fliegrupapier, I Bogen.........................4 , Mottenpapier, 1 Blatt........................10 ' Dreschmaschinen, welche per Stunde so viel leisten als drei Drescher per Tag, liefert vc>n fl. 88.— an unler Garantie und Probezeit (149-12) o»I jiLii. in t rL. ^1. Angekommene Fremde. Am 15. August. Hanßle, Kanfm., Feldkirchen. — Weiller, Ge-treidebändler, Kanischa. — Hirsch, Oberstabsarzt, Wien. — Hajek, änbar. — Ero-bath und Stubl. Ratschach. — Clemenz, Kfm., Agram. — Kaiser, Wien — Sal-vago, Huber, Handelsm., Hermet, Assicuratore, und Merli mit Genialin, Triest. — Ritter v. Kappus, Bür-geringster, Steinbüchel. 8«,»«»« 1^». Ehrenreich, Gutsbesitzer, Ponowitsch. — Majer, Kaufm., Wien. — Frau Globoinig. Eisnern. Hank Johannisthal. — Ritter v. Arichhuber, Oberst in Pension, Wien. — ZebrawSky, Jngenienr, Krakan. Ascher, Wie». — Detrosin und Marold, Triest. — Huber, Wien. — Feliiii, Handelsmann, Zengg. — Sternlicht, Wien. ^ II,»r. Del Negro, Präsidentens Gema-lin, Leoben. — Kuralt, Auscultaut, Gorenjavas. — v. Lederer und Ascher Wien. Gib»'»«»»»'!«', i^ger, von Tnest. ^ Verstorbene. Den 14. A ngust. Johann Oblak, Telegraphenauf-seher, alt 45 Jahre, in der Tinianvorsladt Nr. 87 ander Lunge,iluberculvse. Den 15>. August. Dem Herrn Alsred Ledenig, Han delsmann.sein Kind Hknrietie, alt 6 Monate, in der Stadt Nr. 259 an Lungenläkinung infolge von Kklichhnslen Vvvdsvlstiibv äor Xolilmailrt 4, e,n„irt «VLM8 auf nachstehend verzeicknete Losgruppen, »nd sind diese Ziilammenstclluiigen schon aus dem Grunde z» den vortheilbastesten zu zäkl.n, da jedem Inhaber eines solchen Bezugsscheines die Möglichkeit geboten wird, sämmtlichc Haupt- uud Nebeiitresfer allein zu machen und außerdem ein Zinsenertiäqnis von 30 Franken in Gold und io fl. in Banknoten zu genießen. (Hiuppv V. (Jährlich 16 Ziehungen.) Monatliche Rate» K ft. 10. — Nach t^rlan de» letrtc» Rate erhält jeder Thelluchmer folnenSe 4 Lose : I !*««««»»> IH. .*>»,,Haupttreffer fl. !k1>1>.<>»<», mit Rückkanfsprämie der gezogenen Serie ö 2t.^. fl 40» L Ha pttreffer HO«» «><»» FrkS cssectiv Gold. I r«» I >>»»>«^^-1 o«. Haup trefser Lhalrr ohne jeden Abzug. I »>«>,-) Haupttreffer fl. HO.»««. Kluppe li. (Jährlich 13 Ziehnngen.) Monatliche Rate» i fl. — Nach (-»tan Ser let;te» Rate ertzält jeder Tl,eil»el»»er iolnende :t Lose: > MtX» Mt«,»«»!«». Haupttreffer «»».<>,»«>, ,»<><> Fraiikrn effectiv Gold, l Haupttreffer 000 L tiatrr ohne jeden Abzug. I Haupttreffer fl <.V000, lH 000 sildd. 4V. tnsknMo werden prompt nnd auch aenen Rachnaliine HUnIlUv rffectnirt. — rttehunaslistcn werden nach jeder Zietinnn franco — nratis versendet. <4!>i». I-n»iU-8r«>nit'riinn >>»-! rnntirtv i« von ül»«-r > xL Million 821>.01>1> V V>e5e vorlheühgslv 6e>d-I^»ttoelv ist «>, , ,»>» sie l-M>M nur 28.000^ V l^vso, ,n,^ xvt!n>o,l i» ^venigvi, >»o,n>lo,i in 5 ^l>»wilunßen I ^ <», « , rr« »» »»»^»», ^ »iimücl,: ^»,» I«,'»»»»- II»»>»1,ix«»-^ 120.000 'I'I,»>«-i-, ^80.000, 40.000, 2 >.000, 20 000, I '. OOO, 12.000, Z M!>> 10.000, !! M»I 8000, l M3> 6000, rr mal 2 «^5000. I2m.i>4000, l m^l irooo, !!4 M!>1 2000, :r mal < »i^;ooo, l,;4 I00i>, i! „>^! i;oo, HU, mal 400/ tz, I«, mal n«>0, 4H0 Itt»l200, ii70 mal «00, 75 Mül 80,! ^76 mal 00, öl» mal 20, 20 200 mal 47, 72.10 mal E A 40, HI, 22 »„6 12 ' l>iu C.»'« 'll''' rveilo» ^lUllci-Z' lunz ist aus den 2 ^ i»««r ÄS». »Z. I le8>gesl»,«»,»x«, >li,- »(-„»vlition liie 5 ^ <>»!> xnn/v Ol i^i»ilI-l.U8 II»! l»'/z tl. <"». » . ^ I>!,II»V „ nur 5, II. 25 li,. «. ,>!»!< vil ltel „ IIUI 2 II. 7N k> . n »,»l S(!I»Io il'l, <>ios» Ol'ltrI»,,! - I-OM^ mit II«— ^ „>»>»«»«, (ni^lil vou >l>-„ vc-el«>N»»!»>I I'nimvssun »tlve l'i'ivat-l^olti'i iim) >;> ^'1» ö , ^ A Xinsouchmst ,l»^ in lianknot-!» »vlbst »aül, ^ ,Ie„ 8^ol,e-- lv„ ^»l1eax>l('l,t>r» /». ^ ^ »> XI. ! S ! lüe Vkr86ncjung llsi- Ke^inngelljkr '! L lli-r ll,-tlu-ilit!l>u> »»"> ^ <»<«>Iiiift i»t ltt'li.nmtliüli > ! irntt»,»««, ,, II,„,»,i- ^ V.M'I'1,,,1«.^ 100.000.60.000 20.000, ' ^ullmals 40.000, >0.000, ü^Iu liäuli^ >2.000, >0.000 » ^ ^»»>> I I,,„I,^ >a,t^ 4« »»»»»I It»,»,, l ,»I, V ,vo«„« „ (44 , 5^ ^ »7t ^II>»I»>»1-t!«»»»»>»t,»l^, llattli- uittl VV>-,-I,!tt>I^,>!«'>>iist. Lruck »o» ggn v. Slri»»atzr » ftrd. «a»derg i« Laldach. Berleqrr und für die Nevaction verantwortlich: Ottomar Vamberg