WrLuumeratiouü - Preise: Für Laibach: Wmzjährig . . 8 ft. 40 kr. Halbjährig. . . 4 „ 20 „ «irrteljährig . 2 10 „ Monatlich „ 70 „ Laibacher Redaktion Bahnhosgasse 9iv. Mitder Post: Ganzjährig..............12 p. Halbjährig.............. 6 „ Vierteljährig ..... 3 „ 1 Kür Zustellung in? Haus vtrrtrlj. 25 tr., monatl. 9 kr. Eii^elrie Dlumment 6 kr. Expedition- & Inseraten > Bureau: Longreßplatz Nr. S1 (Buch» Handlung von Jgn. d. Klein? mayr & Fed. Bamberg.> Jnsertionspreise: Für die einspaltige Petitzeilk^I ä 4 kr., bei zweimaliger,EM./' schaltung ü 7 kr, breiim ä 10 kr. Insertion sstcw.pel jedes 30 fr. Bei größeren Inseraten und öfterer Einschaltung entspre^ chender Rabatt. Anonyme Mittheiluugen werden nicht berücksichtigt; Manuscripte nicht zurückgesendet. Nr. 55. Montag, 9. März 1874. — Morgen: 40 Märtyrer. 7. Jahrgang. Ter alte und der neue Glaube. Die ultramontanen Widersacher der modernen GeifteSrichtuiig werden den 6. Mär; 1874 gewiß nicht zu den glücklichen Tagen rechnen. Bei Fragen von |"o ungeheurer Tragweite, wie sie dem in unserem Abgeordnetenhause entbrannten Kampfe zwischen dem Rechte der Staatsgesetzgebung und der klerikalen Anmaßung innewohnt, Härte man erwarten sollen, unsere Gegner würden alle Kräfte, worüber sie verfügen, zufammenraffen und ins Feld führen. Man hatte erwartet, daß eS ihnen mit der Religion, wie sie stets salbungsvoll 'versichern, wirklich Ernst sei, daß sie mit der vollen Gluth der Ueberzeugung für das, was sie „göttliche {Rechte" nennen, eintreten und mit begeisterten Worten, mit zwingender, den Gegner vernichtender Gewalt und Leidenschaft für die „göttliche Wahrheit" ihres Bekenntnisses in den Kampf rücken und das Reich des Jrrthnms, den gottlosen Liberalismus zu Boden schmettern würden. Doch was erleben wir? Der erste Kämpe der Rechteumpartei, auf den unsere Klerikalen mit solchem Stolze hingewiefen, Graf Hohenwart, der Vertreter der krainburger Bauern, weiß nichts besseres vorzubringen, alö die Staatsgrundgesetze wiesen der Kirche ihre Stellung nicht unter, sondern neben dem Staate an, trotzdem der ganze österreichische Episkopat mit fommt der Curie als Zeuge für das Gegentheil wider ihn anftrilt. Die Ausführungen des tiroler Streithahns, des Pater Greuter, gipfeln in der Drohung mit der Rebellion der tiroler Bauern. Der Exstaatsanwalt und verunglückte Großinquisitor des „Krachs", Lienbacher, ergeht sich in eitel Wortklauberei und sucht die Kirche von dem Vorwurfe, sie verfolge die Wissenschaft, mit der Frage zu reinigen: „Wer hat das Pulver erfunden ?" Die großen Kirchenstreiter vor dem Herrn, Weiß v. Starkenfels und Harrant, glauben alles nieder-gedonnert zu haben, wenn sie ins Parlament hineinschreien : „Sie mögen Nachweise«, sagen und beschließen, was sie wollen, für «ns besteht das Con-cordat doch immer zu Recht!" Die Sprecher der Polen und mährischen Czcchen endlich, Czartoryski und Prazak, wissen nichts besseres zu thiin als den Beweis zu liefern, daß sie mit den erklärten Finsterlingen an einem Strange ziehen und daß der Liberalismus noch lange vergeblich unter den beiden Hauptstämmen der Slaven in Oesterreich, den Czechen und Polen, eine Stätte suchen wird. Eclalanter hätte die Niederlage der ultramontanen Sache nicht iflustriert werden können, als durch die Auslassungen dieser sonderbaren Gottes» streiter. Wer so streitet, solche verfehlte Kritik übt, so unlogische Rechtsdeductiouen anstellt, oder gar an die rohen Instinkte der Massen appelliert, der ist selbst nicht überzeugt von der Gerechtigkeit seiner Sache, in dessen Herzen lebt kein Funke von Begeisterung für die angeblichen „göttlichen Rechte" der Kirche. Wenn die Herren wissen wollen, mit welchem Feuereifer man für seine Ueberzeuguug eiutrilt, welch zündende Worte einem Redner die Gerechtigkeit seiner Sache leiht, so daß sie selbst den Gegner zur Bewunderung fortrcißt, so haben sie ein Beispiel davon in der Meisternde des Abgeordneten Professor Sueß. Fürwahr das neunzehnte Jahrhundert hätte keinen beredteren Protest gegen die mittelalterlichen Anschauungen und Anmaßungen der römischen Curie schleudern könne, als es durch den Mund de» Vertreters der wiener Leopoldstadt geschehen. Derselbe, ein geachteter Lehrer und eifriger Jünger der Naturwissenschaft, hat mit dieser Rede das erste mal die parlamentarische Tribüne betreten und hat sich dadurch mit einem Sprunge in die vorderste Reihe der Kämpen für die weltbewegenden Ideen des Jahrhunderts gestellt. Seine Rede ist die glänzend':; Verteidigung der modernen Gesittung gegen Hm-chelei, Arroganz und Lüge und gegen das, was sich heutzutage Kirche nennt; sie ist der Protest des Fortschrittes und der Wissenschaft gegen Wahn, Aberglaube und Verdummung; sie ist eine glänzende Ehrenrettung der liberalen Partei und ihrer Bestrebungen gegenüber den schändlichen Verleumdungen der Ultramontanen. Es wäre eine Sünde, wollten wir unfern Lesern diese von heiligster Gluth und Leidenschaft für die Sache des Fortschrittes diktierte Meifterrebe vorenthalten. Dieselbe lautet: Es war meine bestimmte Absicht, meine Herren, heute nur die Ansichten der Gegner zu widerlegen; die Worte, dir ich soeben gehört habe, veranlassen mich aber, auf einzelne Ausdrücke des Herrn Vorredners (Staatsanwalt Lienbacher) einzugehen. Er sagt, die Kirche stehe nicht der freien Forschung entgegen; er sagt, die Kirche widerstrebe nicht dem gegenwärtigen Staatswesen; er sagt: „Wir kämpfen für Gewissensfreiheit!" Er wird sich aber wohl dabei auch klar geworden fein, daß er durch diese drei Behauptungen allein schon die excom-muuicatio de lata sententia über sein Haupt her. auf beschworen hat. (Heiterkeit und Beifall link» und im Zentrum.) Denn diese drei Sätze stehen so ziemlich mit demselben Wortlaute als verwerf- Ieuilleton. Der geprellte Preller. liinr wahre Dorfgeschichte von I. A. H. Der MüllerhamiS — oder auch Beige: lhannS, wir man ihn im Dorfc nannte, ist eine eigenthüm-lich angelegte Natur; er könnte im ganzen Dorfe als Philosoph gelten. Die Dorfleute haben jedoch für diese Sorte Leute eine andere Bezeichnung und verstehen unter einem Philosophen jemanden, der kssen und trinken, ober nichts arbeiten möchte, und anderen Leuten die Sorge um das „Ich" überläßt. Der Müller- oder VeigerlhannS hat feine sechzig Ißinter am Buckel, sieht jedoch gesund und munter aus. 6r war Soldat, ist als solcher und als Handwerks-bursche viel in der Welt herumgekommen und erfreut pch eines Phlegma, zu dessen Besitz sich mancher gratulieren könnte; er ist sehr schweigsam, vielleicht »US Berechnung; den» wenn er sein humoristisches Garn über erlebte und nicht erlebte Übeuteuer spinnen Ml, muß er, einer Lokomobile gleich, früher ge- schmiert und geheizt werden, selbstverständlich auf Unkosten der Dorfburschen, welche feine Zuhörerschaft bilden. Vor nahe 40 Jahren war er Muhlenbauer und als solcher Zimmermann, Wagner* Tischler, Drechsler, Schmidt, Steinmetz, Deichgraber und Schneider, gerade wie ein Matrose, welcher ebenfalls ein Du-tzend Handwerke praktisch erlernt haben muß. Als Mühlenbauer ließ er sich während der verflossenen Jahre gelegenheillich verwenden, doch war ihm eine andauernde Beschäftigung — das Trinken etwa ausgenommen — stets zuwider. Zur Zeit, in welcher diese Gcfchitte handelt, hatte er fein Mühlbauerhandwerk bereits an den Nagel gehängt und biente nur noch den von Zeit zu Zeit wiederkehrenden niederösterreichischen Schwein-Händlern bei den böhmischen Bauern seines Bezirkes als Dolmetsch, oder half den Fuhrleuten beim Auf-uud Abladen ihrer Wagen, welch' letztere Beschäftigung am Laube jedoch nicht viel abwarf, namentlich zu jener Zeit. Vor mehr als dreißig Jahren war er ein hübscher, stämmiger und lustiger Bursche gewesen, der im Ringen, Tanzen und Kegelscheiben seinem gleichen suchte und, ob Sommer ob Winter, hinter seiner Hutschnur ein frisches VeilchenstränSchen trug, — jetzt war von Blau ober Violett an feinem Kopfe nichts sichtbar, als eine dunkelviolett angelaufene Nafe. Zu jener Zeit hatte er den Sohn eines wohlhabenden Bauern, mit dessen Schwester er ein Liebesverhältnis pflegte, und welcher ihn einst am Tanzboden einen Bett-lkerl und Findling geheißen, halb tobt geschlagen, und wcmderte dafür auf etliche Mü-nate in das Gefängnis der Kreisstadt: Als er die Freiheit wieder erlangte und heitngekehrt war, fand er feinen Schatz als Weib eines Ändern. Er ging nun freiwillig unter die k. k. Reiter; sein Regiment kam in eine siebenbürger Station, und seine Flamme starb einige Monate später, wie man sich im Dorfe erzählte, am gebrochenen Herzen oder infolge der Mishandlungen ihres rohen Mannes — wir glauben, infolge beider. (Fortsetzung folgt.) lidjc Sätze in beut Syllabus. (Beifall links.) Das ist aber seine Sache und wir haben uns darum nicht zu kümmern. (Rufe: Sehr gut! und Heiterkeit links.) Er hat, von der Wissenschaft sprechend, zwei Erfindungen genannt und sonderbarerweise eine, welche einem Gebiete der Wissenschaft angehört, in welchem nichts dem Zufalle, alles der endlosen — möchte ich sagen — Macht des berechnenden menschlichen Geistes anheimgestellt ist, nemlich die Astronomie, und eine zweite Entdeckung, welche dem Zufalle allein zu verdanken ist: das Schießpulver. Ist ihm denn, als er den Namen Sechi und die Astronomie nannte — hat ihm da nicht der Name Galilei in den Ohren geklungen? (Bravo! links.) Hat ihm nicht bei gefallen, welche Erinnerungen die Geschichte der Astronomie und die Geschichte der römischen Kirche aneinander knüpfen? (Bravo, Bravo! links.) ES war nicht gut, solche Anklänge hervorzurufen. (Rufe links: Sehr gut!) Und wenn er von der Entdeckung des Pulvers spricht und sie seiner Partei zum Ruhme anrechnet, so möchte ich in aller Bescheidenheit daran erinnern, Laß die Chinesen es wqren, die das Pulver erfunden haben. (Anhaltende Heiterkeit, Beifall und Händeklatschen links.) Er sagt, die Kirche stehe der freien Forschung nicht entgegen. Ich erinnere mich an eine Denkschrift, die ein ausgezeichneter Mann, der ehemalige napoleonische Unterrichtsminister Duruy, nach seinem Abgänge vom Ministerium über die öffentlichen Unterrichlszustände verfaßt hat, ein Mann, der durch längere Zeit Gelegenheit hatte, in einem großen katholischen Staate den Einfluß der katholischen Kirche auf den Unterricht kennen zu lernen. Er sagt in seinem Schlußsatze: Die katholische Kirche hat noch niemals etwas für die Wissenschaft gethan, es sei denn zu ihrem eigenen Vortheil oder in jenen seltenen und eigentümlichen Fällen der Inkonsequenz, die in einem so großen Wesen niemals fehlten." Und das ist auch meine Ansicht über diese Sache, meine Herren! Wenn der Herr Borredner endlich gesagt hat, die Kirche stehe nicht im Widerspruche mit den modernen Slaatsideen, so erinnere ich ihn an das merkwürdige, ihm wohlbekannte Breve des gegenwärtig lebenden heiligen Vaters an Dom. Gueran-ger — wenn ich nicht irre, vom 12. März 1870 — worin wörtlich zu lesen ist: „ES ist der höchste Wahnsinn, wenn ein Sterblicher glaubt, die kirchlichen Einrichtungen würden sich richten nach den Einrichtungen des modernen Staates." Diese Bemerkungen vorausgeschickt, geht ich über zu der Berathung dessen, was im allgemeinen von der anderen (rechten) Seite des hohen Hauses bisher gegen den vorliegenden Gesetzentwurf vor-gebracht wurde — und ich sehe, daß die Herren, welche sich gegen denselben gewendet haben, nicht auf einem und demselben Standpunkt gestanden sind. Der erste Redner Se. Excellenz der Herr Vertreter von K r a i n b u r g (Graf Hohenwart) hat die Staatsgrundgesetze angerufen und eine andere Deutung des Artikels 15 der Staatsgrundgesetze verlangt. Ich werde Gelegenheit haben aus diese Auseinandersetzungen znrückzukommen. Andere anders; namentlich die Herren Vertreter von Imst (Greuter) und Schärding (Weiß v. Starkenfels), sie setzen dem Staatsrechte ein göttliches Recht entgegen. Ich bedauere, sagen zu müssen, daß sie sich auf einen Standpunkt stellen, auf welchem weiter zu Liscutieren ich gar nicht iir der Lage bin. (Rufe link«: Richtig! Sehr gut!) Ich weiß nicht, ob mich meine geringe Menschenkenntnis täuscht, aber ich war immer der Ansicht, daß der Name des höchsten, ewigen Wesens von wahrhaft Gläubigen nur selten und in jenen Momenten genannt wird, in welchen sie sich im Zustande der vollkommenen äußeren und inneren Ruhe ihrer Seele befinden. (Beifall link», im Zentrum und auf den Galerien.) Präsident: Ich muß die Gallerten ersuchen, sich jedes Zeichens de» Beifalles oder Misfallens zu enthalten. Abg. Dr. Sueß (fortfahrend): Und wenn wirklich, meine Herrn, wenn wirklich vom göttlichen Rechte die Rede sein sollte, dann müßte man noch erst die Frage aufwerfen, ob es nicht auch göttliches Recht fei, alle die herrlichen Eigenschaften des Geistes zu entwickeln und ihre Freiheit zu ver-theidigen, die der ewige Schöpfer des Himmels und der Erde in jedermann von uns gelegt hat. (Beifall links.) Waö wäre auch die Fo'gt ? Sie werden mir zugeben, meine Herren, daß die Voraussetzungen, von denen die betreffenden Herren Vorr-dner aus-gegangen sind, in sich schließen nicht allein die Abdankung der bestehenden Regierung, sondern die Abdankung jeder StaatSregierung überhaupt, und ich behaupte sogar, daß der vielgewandte Staatsmann, der aus der ändern Seite dieses hohen Hauses gestern die Discussion eröffnet hat, selbst mit all seiner Gewandheit nicht im stunde wäre, ein geregeltes Staatöwesen zu führen, wenn eine auswärtige Macht mit göttlicher Gewalt ihm täglich andere Gesetze aufzwinzen wollte. (Beifall links.) ___________________^Fortsetzung folgt.)________________ Politische Rundschau. Laibach, 0. Marz. Inland. Im Abgeordnetenhause dauerte Freitag und Samstag die confession elle Debatte unter nicht minder großem Zudrange des Publicum« fort. Unter den eingelaufenen Petitionen befindet sich diejenige des katholisch - politischen Vereines in Laibach, die nicht mehr in Form einer Resolution auftritt und das Haus ersucht zu erwägen, ob es zur Berathung der confefstonellen Gesetze die Eom-petenz habe. Außerdem waren zahlreiche Petitionen von Vereinen und Gemeindevertretungen um Annahme der konfessionellen Gesetze und Einführung der obligatorischen Eivilehe eingebracht. Hierauf wird zur Tagesordnung übergegangen. Als erster Redner ergreift Abgeordneter Lienbacher das Wort. Ihm bedeutet die Vorlage nichts geringeres als einen Vertragsbruch; dieselbe gefährde den Rechtsstaat und könne nur vom Pseudoliberalismus dic-tiert sein. Eduard Sueß spricht unter dem Beifall des Hauses für die Gesetzvorlage. Erbekämpft zunächst die Auslassungen Lienbachers, charakterisiert das Wirken der kirchlichen Hierarchie in den letzten drei Jahrhunderten und sagt, daß die Aushebung des Concordates kein Vertragsbruch und das Eon-cordat kein bilateraler Vertrag sei. Er kündigte im weitern Verlaufe der Rede ein Amendement, betreffend den Eid der Bischöfe, an und wies nach, daß die frühere österreichische Monarchie mit den Anmaßungen der römischen Curie ganz anders um-gegangen wäre, und schloß unter lautem Beifall mit einem warmen Appel an das Haus, die Vorlage als Grundlage der Specialdebatte anzunehmen. (Der Redner wird allseitig beglückwünscht.) Der folgende Redner, Abg. Harrant meint, die Gesetzvorlage sei weder nothwerdig »och gerecht, sondern verderblich. Ec polemisiert gegen den Vorredner und vergleicht schließlich die consessionellen Zustände Oesterreichs mit jenen Preußens. Der Abgeordnete Dittes erklärt, er werde mit seinen GesmungS-genossen für das Eingehen in die Specialdebatte stimmen, jedoch bei der dritten Lesung gegen das Gesetz sein, wenn einzelne von ihm zu beantragende Amendements nicht aeceptiert werden. Der Abgeordnete Venturi erklärt unter dem Beifalle der Linken, die italienische Bevölkerung Tirols begrüße die Gesetzvorlage als einen wahrhaft fortschrittlichen legislatorischen Act mit Freuden. Das Ergebnis de» ersten Tages der confef» flonelten Debatte scheint nichts weniger als ermuthigend auf die Klerikalen zu wirken. ES verlautete im Abgeordnetenhause, die Absicht, vor der Abstimmung demonstrativ den Sitzungssaal zu verlassen, sei wieder ausgenommen worden. Und in der That, auch da» Resultat de» unter dem Vorsitze ;be» Kaiser» stattgehabten Minifterrathe« ist nicht Inach ihrem Wunsche ausgefallen. Wie die „91. Fr. Pc." meldet, wurde in demselben beschlossen, dem von Professor Ed. Sueß im Klub der linken gestellten und von Dr. Herbst auf das wärmste befürworteten Anträge auf Beeidigung der Bischöfe zuzustimmen. Dieser Ministerrathsbeschluß erscheint umso bemerkenswerter, als, wie wir erwähnt, der Kultusminister Herr Dr. Stremayr im Klub sich auf das emchiedenste gegen den Antrag ausgesprochen haben soll. Die Regierung hat den Klub der Großgrundbesitzer osficiell von dieser Concession iu Kenntnis gesetzt, Der Neunerausschuß des ungarischen Reichstages beendigte die Berathung der Bedeckungsfrage. Die vorgeschlagenen Maßregeln würden das Deficit im Jahre 1877 bis aus 600,000 fl. beseitigen. Das neue Anlehen soll blos für die Ausgaben von 1875 nothwendig fein. Zur Deckung der Ausgaben für 1874 werden Creditreste verwendet werden. „Pesti Naplo" berechnet das wahrscheinliche Kassendeficit des ersten Semester» 1874 mit 10 bis 12 Millionen. Ausland. Die giftige Saat, welche durch die ultramontane, preußische Hetzpresse zumal in Rheinland und Westfalen ausgestreut, schießt mächtig in die Halme. In M ii tt st e r fanden jüngster Tage anläßlich einer Pfändung beim Bischof derartige Demonstrationen und Exzesse vonseite^des ultramon-tanen Pöbels statt, daß die A u f r u h r a c t e verlesen werden mußte. Zahlreiche Verhaftungen und Verwundungen fanden statt, und das Nachspiel wird die empfindliche Verurteilung der Demonstranten, die sich selbst am Privateigenthum vergriffen, sein. Die Anstifter haben natürlich den Kopf zur rechte» Zeit aus der Schlinge gezogen. Der Bischof fand es für überflüssig, dte erregte Menge irgendwie zu beruhigen. Von den schweizerischen Cantonen neigt jetzt auch das italienische Tessin zur Annahme des Revifionsentwurfes. Der dortige Staat»« rath hat dem großen Rathe die Annahme empfohlen und zugleich vorgeschlagen, das Standesvotum nicht vom Volksvotum abhängig zu machen. Der große Rath hat jetzt diese Vorschläge angenommen und damit wäre der Canton für die Revision gewonnen, selbst wenn die Ultramontan-n in der Volksabstimmung die Majorität erlangen sollten, da die Volksstimmen nur in der Gesammtzahl der schweizer Stimmen gezählt werden und also wenig ins Gewicht fallen. Der letzte Act der Aera G l a d st o n e hat sich am 2. März im Schlosse von Windsor abgespielt. Alle Großwürdenlräger des Hofes lieferten ihre Amtsinsignien ab, sintemal von jetzt an nur Hof» beamte aus den Reihen der Tories erlesen werden dürfen. Damit wird einem sehr zweckmäßigen Herkommen Folge geleistet. Das anderswo blühende System einer Eamarilla, die sich als eine unsichtbare Jntrigantenregierung neben dem konstitutionellen Cabinet in feindseligster Weise etablieren kann, wird mit diesem Brauche schon in der Knospe gemeuchelt. Selbst die englische Ober-Hosgarderobiöre und die Ober - Bettkammerfrau — überhaupt alle Hofchargen, welche die Gelegenheit haben, da« Königthum in Neglige zu sehen, liefern ihre Schlüssel ab und machen der neuen Partei Raum. Nach madrider Ausweisen ist es MorioneS, welcher nur sieben Kanonen bei seiner letzten Niederlage-einbüßte, gelungen, dieselben Stellungen, wie vor dem verhängnisvollen Kampfe, wieoer einzu-nehmen. Die Operationen der spanischen Flotte werden nach wie vor durch ausnahmsweise lang anhaltende Stürme sehr beeinträchtigt. In Madrid fanden zahlreiche Versammlungen statt, ebenso in den Provinzen. Ihr Zweck ist, der Regierung die materielle und moralische Unterstützung der Liberale« zur Bekämpfung der Carlisten anzubieten. Die Time« glaubt, daß mit der Ankunft S e r r a n o’S auf dem Krie»schauplatze der Kampf in eine andere Phase treten würde. Dann wäre Eile nöthig. Al» Antwort auf ein hochverräterische» Schreiben mehrerer Bewohner der Azorischen Inseln an Lc.r Präsidknte» <Ärant, i» welchem baS Protectorat der Bereinigten Staaten verlangt wird, hat dieser «ine jener Sentenzen, die er zu lieben scheint, vom Stapel gelassen. Sein Spruch, die Zeit der Eroberungen sei vorüber, diejenige der PlebiScite sei gekommen, mag seinen Platz neben seinem früher» kühnen Anspruch finden, in kurzer Zeit wird die ganze Welt republikanisch sein. Local- und Provinzial-Augelegeuheiteu. Die Rede unseres Abg. Dr. Schaffer in der Generaldebatte über die covfefsionelle Vorlage lautet nach dem stenographische» Protokolle: Verehrte Herren! Wenn c6 bei jeder Beralhung, die hier stattfindet, nothwendig ist, dem Gegenstände derselben mit voller Objectivilät und mit aufmerksamer Prüfung gegenüber zu treten, so scheint mir die« gegenüber den Fragen, welche jetzt in diesem hohen Hause zur Erledigung kommen sollen, in ganz eminentem Maße der Fall zu sein. Einfach idealen Wünsche» nachgehen, freisinnige Theorien ausstellen, ohne sich über deren Durchfuhr« barkeit im einzelnen klar zu sein, oder sich schlechthin von den Strömungen und Schlagworten des Tage» hinreißen zu lassen, scheint mir hier ebenso vom Hebel, als wenn man den gegebenen Vrrhält-»ifsen nicht Rechnung tragen, das Gewicht vorhandener Thatsachen nicht berücksichtigen und die Schwierigkeiten, die hier in mehr als einer Richtung sich aufthürmen, nicht mit vollem Ernste ergründen wollte. Bon diesen Anschauungen geleitet, erlaube ich mit an die Besprechung des Gegenstandes heranzulreten. Die große legislatorische Aufgabe, deren Erledigung dem hohen Haufe gegenwärtig obliegt, ist, wie sich schon im Motivenberichte zur Regierungsvorlage ange-deutet findet, eine Conseqaenz aus der Thatsache, daß auch Oesterreich in die Reihe der modernen Staaten eingetreten ist und feine StaatSeinrichlungen auf freisinniger Grundlage neu geordnet hat. Wie anderwärts, soll auch bei un» jetzt von diesem Standpunkte aus da» Verhältnis des Staates zur Kirche neu geregelt werden. Außer in negativer Beziehung durch die Kündigung des Concordates ist bei uns bisher in dieser Richtung noch nicht- geschehen, nunmehr gilt e« erst, den richtigen Weg zu finden. Läßt man zum Beginne der diesfälligen Erwägungen gleich von vorneherein gelten, daß die Prinzipien wahren Freisinns auch hier nicht verletzt werden sollen, ebenso aber auch der staatlichen Hoheit nicht« vergeben darf, so dünkt mir, daß man damit vorweg einerseits die Rückkehr zum JofesiniSmuS und anderer» seit« den Uebergang zum Systeme der freien Kirche im freien Staate ausgeschlossen hat. Daß die Rückkehr zum Josefinischen Staate nach der heutigen Lage der Diuge weder räthlich noch wünschenSwerth fei, glaube ich nicht deS weiteren beweisen zu sollen. Kaum minder evident aber scheinen mir die Fähr-lichkeiten, in die man sich begeben würde, wollte man zu dem Systeme der vollständigen Trennung der Kirche vom Staate übergehen. Ich könnte vielleicht sagen, sür die europäischen Verhältnisse überhaupt, gewiß aber für unsere österreichischen Verhältnisse wäre die Annahme dieses Systems in seiner letzten Entwicklung geradezu die Abbiuerung jeder staatlichen Autorität, und 6ie Jasragestellung aller verfassungsmäßigen Zustände l-lbst. Bon welchen leitenden Gedanke» ist nun das dvrliegense Gesetz bei der Regelung des Verhältnisses Zwischen Staat und Kirche auSgegangen? Mir scheint dieser leitende Gedanke darin zu liege», daß der Staat *16 allein und absolut souverän anerkannt wird. Niemand darf außer ihm im Staate eine Sou-^ränelät beanspruchen, auch eine Kirche nicht und 'Uth nicht die katholische Kirche. Wa« im vorliegenden Gesetzentwürfe daher an Lotrechten und Vorzügen etwa der katholischen Kirche Ewgrriinmt wird — man mag da» nun al< zu viel zu wenig betrachten — ist der Ausfluß de» Heien staatlichen Entschlüsse», kann mir eine Folge staitlich.a Rais on sein; an sich betrachtet hat die katholische Kirche so wenig al« irgend eine andere einen Anspruch auf irgend eine besondere Bevorzugung oder besondere Berücksichtigung. E» stände an sich dem Staate ohne Zweifel frei, sein Verhältnis zur katholische» Kirche auch wie einer anderen Privatgesellschaft gegenüber zu ordnen, und wenn er eS nicht thut, geschieht es deshalb, weil die StaatSintereffen dermalen eine derartige Disposition nicht wünfchenSwrrth erscheinen lassen. Gerade in dieser Thatsache also, welche als leitender und maßgebender Gesichtspunkt für die Regelung dieser Frage betrachtet werden muß, sehe ich im Gegensätze zum verehrten Herrn Vorredner, der aus dieser Thatsache gegen das Gesetz austreten zu müssen glaubte, denjenigen Punkt, der eS un» möglich macht, trotz mancher Fehler und Mängel im einzelnen da» Gesetz in seiner Totalität als gut und annehmbar zu bezeichnen. Indem ich von dieser principalen Auffassung des Gesetzes und seiner Motive auSgehe, gelange ich nunmehr zur Betrachtung der concreten Gestaltung des Verhältnisses von Staat und Kirche, wie es sich nach der künftigen Regelung ergeben soll. ES ist im ersten Momente vielleicht ein bestechender Gedanke, den Anlaß zu benützen und einfach tabula rasa zu machen und nicht nur die Beziehungen de« Staates zu der katholischen Kirche, sondern auch zu allen ändern Kirchen mit einem Schlage neu zu regeln und mit einem Schlage lang gehegte Wünsche zu realisieren. Die Gefetzzebung hat diesen Weg nicht eingeschlagen, und mir dünkt mit gutem Grunde. Lehrt uns doch die Geschichte und insbesondere die des ConstitutionaliSmuS und der freitheitlichen Ideen, daß derartige Riefenfprünge auf legislatorischem Gebiete, so frappant im ersten Augenblicke sie erscheinen, so gut gemeint sie fein mögen, so sehr sie im ersten Augenblicke als eine That der Befreiung erschienen, doch auf die Dauer selten jenen großen Erfolg brachten, den man sich von ihnen versprochen hat; im Gegentheil haben si: allzuhäufig eine Reaction erzeugt, welche die Erreichung der ursprünglich ge-wollten Zwecke bisweilen lange hinausschob oder wohl ganz in Frage stellte. Außerdem scheint mir, daß bei unS in Oesterreich noch ganz specielle Verhältnisse obwalten, auf die ich vielleicht noch später ausführlich zu sprechen komme und die ich nur nebenher erwähne, die eigentümliche« Verhältnisse unsere« ReligiouSsondeS, die weitgehenden ErnennungSrechte und andere«, welche e« al« wünschenSwerth erscheinen ließen, nicht einfach mit dem Vergangenen zn brechen, sondern, an das Bestehende anknllpfend, den Weg des natürlichen FotschritteS einschlagend, nach Maßgabe de» thatsiich-lichen Bedürfnisses vorzugehen, und lediglich die Verhältnisse zwischen Staat und katholischer Kirche, insoweit es durch die Kündigung des Concordate« nothwendig geworden, zu ordnen. Indem da« vorliegende Gesetz den Weg, den ich mir hier als den richtige» zu bezeichnen erlaubte, verfolgt, ist dasselbe dahin gelangt, der katholischen Kirche auch noch jetzt die Stellung einer privilegierten öffentlichen Corporation anzuweisen. Diese Position der katholischen Kirche, welche sich au« der Zusammenfassung aller Bestimmungen des GcseyeS ergibt, al« privilegierte öffentliche Corporation, scheint mit jedenfal« der natürliche Mittelweg, der sich von selbst darbietet, wenn man den Josefinischen Staat einerseits, andererseits den Uebergang zvm amerikanischen System bet freien Kirche im freien Staate bei Seite läßt; diese Position entspricht der ganzen Methode, die der Gesetzentwurf adoptiert hat, und diese Stellung war schon deshalb unerläßlich, weil die gleiche Stellung auch den Übrigen anerkannten ReligionS-genossenschaflen zukommt, und nach einem Gesetze, welche« da« hohe Hau« demnächst zu erledigen haben wird, auch de» ändern zu bildenden ReligionSgenossen-f(haften, wenn sie bie gesetzlichen Bedingungen erfüllen, zuerkannt werden soll. (Schluß folgt.) — (Seine ka ifetl. Hoheit Erzherzog Wilhelm) hielt SamStag Nachmittag Über da» hier stationierte 12. Artillerie - Regiment am großen Exerzierplätze zu Kaltenbrunn eine Revue ab; gestern inspirierte Seine kaisetl. Hocheit die kaiserl. Pulverfabrik zu Stein und heute Vormittag wurden die in Vit und Ptevoje dislocierten Batterien des 12. Art. Reg. einer Musterung unterzogen, worauf Seine kaiserl. Hoheit mit dem Triester-Postzuge um 1 Uhr Mittag Ihre Inspizierung gegen Wien fortsetzten. — (Land e»fa nitä tSta t h.) Dem Vernehmen nach hat da» k. k. Ministerium de» Innern die Herren Doctoren: RegierungSrath Ritter v. Stöckl, Schiffer«, KceSbacher, EiSl und Fuchs zu k. k. Sa« nitiitSräthen für Krain ernannt. Die drei erste« hatte» diese Würde schon bisher bekleidet, die beide» letzten sind neu ernannt. Man gewärtigt nächster Tage die Wahl vonseite deS LandeSanSschusse», dem bekanntlich das Recht zusteht, ebenfalls zwei Mitglieder deS SanitätSratheS zu «nennen. Wie wir höre», dürften die Doctoren Karl Bleiwei« und Professor Valenta hiezu in Aussicht genommen fein. — (Tagesordnung) der morgen nach» mittags um 5 Uhr statlfindenden Gerne inderathS» sitzung: 1. Lesung deS letzten Sitzung-Protokolle-. 2. Mittheilungen des Vorsitzenden. 3. Vorträge: I. bet Finanzsection: 1. übet ben Antrag btt Sparkasseditection wegen Ueberlassung der Benützung des Realschulge« bände«; 2. über die Note der Finanzdirection wegen Abordnung eines Vertreters der Stadtgemeinde zur commissionellen Beralhung über die Verzehrungssteuer; II. des Comitö» über die Petition wegen Verlegung des BerpflegSmagazinS und des Militärspital-; III. der RechtSsection: 1. wegen Besetzung deS SecretärSpostenS, 2. wegen der Bezüge der Stadtwundärzte; IV. der Schulsection wegen Erhöhung der Bezüge de» Real-schüldienerS Johann Stube; V. der Bausection, daß der städtische BolkSschulhauSbau an die Baugesellschaft, refpective die Bauübergabe protokollarisch üb«gebe« wurde. — (Populär-wissenschastl. Bortrag.) Morgen DinStag um 8 Uhr abends findet in den BereinSlocalitäten des „FortbildungSvereinS der laibach« Buchdrucker* die Fortsetzung des Bortrag» üb« Anatomie de» menschlichen Körper» von Prof. 8inhart statt. — (Der katholisch-politische Verein in Laibach) wurde am 7. l. M. durch Rescript der k. k. Landesregierung für aufgelöst erklärt. Wie es heißt, hatte sich derselbe mehrfache Ueberfchreitungen deS Vereinsgesetzes zu schulden kommen lassen. — (Rekrutierung.) Die Assentierung der Wehrpflichtigen in Krain wird an nachstehend bezeich-neten Tagen stattsinden: am 9., 10., 11., 12., 13. und 14. April in Laibach; 15., 16., 17. und 18. in Stein; 17., 18., 19. und 20. in Radmann»» borf; 21., 22., und 23. in Littai; 24., 25., 26., 27. und 28. in Krainbnrg; 28., 29., 30. April und 1. Mai in Outtfeld; 6., 7„ 8. und 9. Mai in RudolfSwerth; 12., 13., 14. und 15ten Mai in Tschernembl; 16., 17., 18. und 19. Mai in Pia* nina; 20., 21., 22. und 23. Mai in Gottschee; 23., 24., 25., 26,, 27. und 28. Mai in AbelSberg. — cmbei»maim, Liffana. — Adainie, Triest. — Pichler, Ingenieur Wien. Verstorbene. Den 7. Mürz Lucia Dclcher, Schlosseimeistets^ und HonSbesitzkrs'ochlcr, £0 I., Stobt Nr. 37, ttnb Maria! Sakrojschek, Dienstmat »rkinb, 7 Monate, Polanavorstadt! Nr 24, beide an Blattern. • Maria Matajc, Diurnisten«-! kind, alt 21/, I., Polaunvorstabl Nr. 49, hüuiige Brisniie. — Josef Cerne, Ürbeitaefiitb, k. Tage, Civilspilal, Gelbsucht. — Ursula Prezelj, SDlagb, 38 I., Ewi spital, Ruhr. — Anton (Simtuc, Inwohner, 6ü I., Civilspital, Matos-mtt«. — Johann Kham, Restaurateur, 36 I., Kapuziner-Vorstadt Nr 57, Brusthdhlenwossersncht. D e u 8. März. Maria Molek, Wäscherin, 69 I., Tirnanvorstadt Nr 68. Zehrfieber.______________ An die Wühler! Nachdem Ihr Eurer Pflicht gegen das Ba-terland genügt, tritt eine andere nicht minder große an Euch heran, uemlich die Pflicht Eure Lage. Eure Finanzen z» verbessern. — Jebcr Vernünftige weiß, daß dies niemals ohne Aufbietung von Mitteln geschehen kann: es wird daher für He erfreulich fein, wenn ich ihnen den Weg offne, auf welchem sie gy ohne Unterschied ver Parteistellung -M8 bas Ziel für ein geringes Gelbopfer erlangen. Ebenso wie es viele Wege gibt, bie nach Rom führen, so gibt c« mich verschiedene Gelegenheiten fein Glück ;n machen, jedoch keine, welche durch die StaakS Garaiikie -HW Jedem die Gewißheit gibt, das Gewonnene auch zu erhalten, wie die, auf welche ich hiermit die Aufmerksamkeit der Leser hiiiwendett möchte. Von nuferer Finanz - Deputation ansgege-betie Original-Anlheil-Lose, welche durch meine aus der Rückseite niiSgesertigte Indossierung den Inhabern die Beteiligung an allen Gewinn-Ziehungen bi« zum 19. Mai 1874 garantieren und mit welchen Treffer von eventuell 120.00» Tkaler, ober 80.000 Thaler. unb 40.000 Thlr , 30.000 Lhaler, 20 000 Thnler, 16 000 Thaler, 12 000 Thaler, 10.000 Thalcr, 8000 Thlr , 6000 Thlr., 4800 Thaler, 4000 Thlr, 3200 Thlr , 2400 Thaler, 2000 Thaler, 1600 Thlr., 1200 Tbaler, 800 Thaler ic. rc. gewonnen werden können, sind von mir, dem couces-sioiiierten Einnehmer, silr mir „FünfThaler" (5 Thlr) oder 8’, Gulden gegen Einsendung oder Nachnahme des Betrages zn erhalten. Durch bie Uebernahtne einer bedeutenden Anzahl Original-Lose bin ich in den Stattd gefetzt, allen Anforderungen zu entsprechen und auch später eiulattsettbe Bestellungen zu effectuie-reu, doch liegt es im Interesse eines jeden, bie zu wünschenden Autheil-Lose recht bald zu bestellen, da alle drei Wochen eine Gewinn-Ziehung slaltftnbtt, welche für die säumigen Cmmit tenten verloren gehen würde. m m i 1 m i m 8 m 1 m 1 m m I m m 1 1 m D 1 m m 1 (75-4) Isaac Weinberg 1 in Hamburg, {U m Hohe Bleichen 41. Gedenttasel Über die am l 3. März 1874 stattfindenden Li-citationtn. 1. geilt»., Erajbas'fche Real., Nieberbors. BG. Planina — 2. Feilb, Ursii'fche Real., Seedorf, B®.° Planina. - -1. Feilb., Zadel'sche Real, Cagorje, BG. Feistriz. 1. Feilb., Krank'scke Real, ad ömteiieg, BG. Feistriz. -Reltz. Kit^lan’fche Real.. Laase, BG. Planina._________________ Telegramme. Wi-n^ 8. März. Der Budgelauöschuß ge-iichmigte daö Finanzgesktz nebst dem Bericht über dkii Gcsanimt-Slaatsroranschlag. Nach der Zusam. menflctlimg der BudgetauSschußbeschlüsse betragen die Abstriche an Ausgaben 4.277,000 fl., die Erhöhungen der Einnahmen 466.000 fl.; die Ge-samnitanr'gabcn erscheinen mit 383.082,000 fl. festgeseht. Pest, 8. März. Der Kaiser ist hier einge-troffen und empfing den Minifterpriisidenten, wel-3! 50 Ä« 3 50 9 4 -V08 75 203 25 320 321.- jl67.-M57.fO 144.50 41.-50.-875.-40 50 86. 81.— 970. <9.-204 -130 fO 17.75 110- 1‘fandbriofo. I ®tlb üOatc «Dg. 0(1.8ob..®teHf. bto. ie 33 6, ft. , , Hamburg :ouben 10 P>. fctcrl. Vau? 1U0 fttenc» . J3 bO »3.70 54.60 11).fO 44.— »3.7ft »IVv-(4.W 111.60 <4 05 Münzen. «•ll.'Bäni.t'Mcete». 8» frieaeeftUit . . . Vtcug. Kaflkns-kiu« . »Uber 6 ii-8.8»* 1 05 1 105 85 6.K— 8.6» ‘ 1 65 ‘ 06.60 Dorranendeii Parteiniäuner zu vernehmen ; erst hieraus Stitcke 8 MO. Trlegraphischcr Kursbericht am it. März. Papier-Rente 69-55 — Silber-Rente 7ü 7ö — Staat« Anlehen 10375 — Bankaetien 970— drebit 289 2b — London 11175 — Silber 105-30 — 20- Franc«. Umleget und für die Äctactmit verantwortlich: Lttowar Bamberg.