Laillllchtl Mtlmg. <^»«<. ^>«.^F. halbl. lull MNbeiPoNnan,!. »l. ,k, bald, s!.l.5U <)«^»^"fz/ ^.V. >»^l,^t^»«»Vl.^ »m. ,u lr. u. l. w. .»n,«,„l!,ftempll i?bc,ln. ,0 ll. ^ ^>» » »^. Amtlicher Theil. e5e. l. und l. Apostolische Majestät haben den neu-ernannten königlich portuljicsisch'n auhcrolüer.llichcn Gt" sandten und bevollmächtigten Minister Ioao Eoelho d'Alm ei da am 14. September b. I. >,« besonderer Audienz zu empfangen und sein Beglaubigungsschreiben aus dessen Hünden entgegenzunehmen geruht. Se. l. nnd t. Apostolische Majestät haben über einen vom Minister des kaiserlichen Hauses und deS Aeußcrn erstatteten aUcrunterthänigstrn Vortrug mit Allerhöchster Entschließung vom 4. September d. I. den legations» lath erster Kategorie Victor Grafen Dulisly als Nllcrhöchstihrcn Gesandt:!, und bcvollmachtiglcn Minister in außerordentlicher Mission bei dm, persische», Hofe zu beglaubige,, geruht. Se. l. und l. Apostolische Majestät habe,, mit Aller« höchste Entschließung von, l^. September d. I. über «nlrag ties Rcichsfwanzminislcrs im gemcinsaincn Fi-nanzministcrium de>, Minisleriall-oücipisten Alois Tran-ser zum Ministcrialsecrciär allcrgnüdigst zu cri'.euuen geruht. Sc. f. und l. Apostolische Majestät habc«, mit Allerhöchst unterzeichnetem Diplome dcm Slatlhallcrciralhe und Sllnilätsrcferenlct, dcr lüstlnländischcn Slallhalterei Dr. Illuminat Zadro als Rlltcr des Ordens dcr eisernen grone dritter Klasse in Gcuiäßhcil der Ordens-staluten den Rlttersland allergnädigst zu verleihen geruht. Nichtamtlicher Theil. Der Minister für Cultus und Unterricht hat die "elltssuna der k. k. Lthrer.Vildungsanstalt von Romano Nach Eapo d'Istria mit Veginn des Schuljahres 1K72/73 genehmigt. Nach ten Monarchen-Ztgegnullgln. Sämmtliche publicistischcn Organe dcs In- und Auslandes concerlitren fort über das Th:ma der Drei' Üaiser-Zusammcnlunft und ihre politischen Erfolge. Der „U. Ll." rühmt sich, auf ganz vertraulichem Wege mit näheren Mittheilungen über die Vorgänge b lein positive, Gedanke tritt auf. welcher dem vffent. "Hen Urtheil zur Stütze dienen lüimtc. Ucbcicinstin,. senden Berichten zufolge ist es dem Rolhbuch drs Gra^ 'tn «ndrasfy „ichl vorbehalten. Licht über die Frage "Mlrahlen, und eben so cnlschiedcn wird in Abrede, Bckln« ^^ irgend eine identische Eircularnotc den ^"M zu dem bisher wohlverwahrten Geheimnisse bieten werde. Für leinen Fall möchten wir uns in die Irrgänge dcr leidigen Conjectural Polilil blglbcn. und nur zwei Thatsachen wollen wir colislalieren. Zuvörderst, oaß alle Eombinationen über Zweck und Ziel dcr En-ileviie schließlich in dun Gedanlcn zufamnnntreffen, der Friede Europas habe in Beilin ncue Garantien qcfunden. Darin gii't sich zualcich die liefe Friedeüs-schnsucht lund, welche die ncsammlcn politischen Kreise unseres WelllhcilS durchzieht. Zweitens, daß derzeit lein ernstlicher Grund vorwiltel. welcher die Festigung der friedlichen Beziehungen der drei Mächte zu einander verhindern lönnlc. Den letzteren Punlt wollen wir hier näher ins Auge fassen, ganz besonders was die Beziehungen unserer Monarchic zu Rußland betrifft. Unser VcihältniS zum teutschen Reich ist seit geraumer Zeit vollständig geklärt und es hat heutigen TagcS für pessimistische Voraussetzungen leimn Naum mehr. AndeiS ist es um unscre Beziehungen zu Rußland beschaffe. Ob sie auch in den letzteren Monatt,, sich sichtlich freundlicher gestalteten, so ragen doch in dieselben die trüben Reminiscenzen aus jener nahen Vergangenheit hinein, da man allerorten un« ausfileichbare Gegensätze zwischen der Pulilil Rnßlonds und Ocstcrlcich'UngarnS erblickte. Vangc, nur allzu lange meinte man, eS lasse sick nun nnd nimmermehr eine Harmonie in den Stredungcn dieser bliden Mächte her« stellen; dieser düstere Olaudc nährte sich an nichts weniger als frenndlichn, ElscheiuunMi, dk zu Zeilen im Ber< Hältnisse zum Ezarcnrciche zula,zetralen -- und es «st ebcn nicht leicht, ein festgewurzeltes Vorurlheil mit einem Schlage zu beseitigen. Und dennoch dürfte es nur nöthig sein, die Slrebungen der beiden Mächte auf ihren natürlichen Ehiraltcr zurückzuführen, um zu finden, daß die Gegensätze lcineSweg.« so schlimmer Art sind. Die Oifserenzplmlle zwischen Rilßlal'd und OestcrreichUn» gärn wurden vorzugsweise i>, der Olieillpolilit acsucht; man stellte dcr ccmscsvalio??? Richtuna unsere Diplon-atie die Efpansivliestrcbllnam Nl'ßlnüds aeacnüber. Nun denn, eS ist allerdings Thatsache, daß die Polllil Oschcn Macht bezüglich des OlicnlS sein mögen, so ist doch ihrc Diplomatie vM zu einsichtig, als daß sie darauf ausgehen follte, eine unreife Frucht vom Baume zu schütteln. So wohlpiä» pariert zur Beute einer Eroberungepolitil. wie man c,c» mriniglich annimmt, ist cnr Orient lcineSwegs „nd sind eS auch die einzelne« Nationalitäten nicht. Ja, wir meinen, daß dcr panrussische Gedanle, welcher auch das treibende Element in der Rußland zugemuthclen Efpan« swpolitit bildet, gerade bei jen^n Nationalitäten, die am m'gtdtNigslcn rumoren, auf den enlschicdesten Wi-derstand stoßen würde. NichlS liegt diesen ferner als die S'hnsnchl. sich uls Glied in die russische Famile linzusiigcn, sie st'cbcn vielmehr ein unbeschränkte« Mah „alionalcr und staatlicher Sclbstündialeit und U^abhän« g'ftlcit Hn Ul'd wc„n sie zu Z itcn dennoch ausalllnd zu Rußland himlbtlliclacn. so gshen sir von der siluilosen Vorauesetzuna aus. ein gewaltsamer Foilschrilt der Ruß» land impulierlcn Politil werde zur Realisierung ihre^ eigenen Ziele führen. Dieser vcthängniSvc'Ue Irrthum lann abrr unmüalich einen Factor in den Bertchnungen der russischen Diplomatic bilden. Sie lennl vor allen Dingen den inneren Zustand ihres Rciches; sie si>ht. wie alle Schichten der Bcvöllcrung in einem eigenthün,' lichln Ollhrungsprozesst begriffen sind, der große aus- würliye Actionen leineSwegS beaülst'gt. und sie weiß, daß heutzutage die gewa!lsain.e Assinillierunu widerstre« bender Nalionalijülen nicht lciätärl,gtn Cabinets in VcznL auf die orientalischen Angclcgnchnttn zu»ustlm» men, und einer ausrichtiaen Annäherung an Oeslcrrelch« Ungarn wuß sie vorerst lein Opfer an ihrcn eigenen Strebungtt, bringen. Auch Rußland wird anq.sichls seiner inneren Zustünde und ter Verhältnisse im Onent dem natürlichen Enlwicklungeplozesse duselbst nicht vor» greifen wollen, und so scheinen uns atterdili^s die „Kegen» sätze" in der Polilil der beiden Moncnchlcn für eine längere Neihc von Jahren beftiligt zu sein. Schr wohl vermögen wir uns daher zu denlen, bah, nachdem durch die Begegnung der beiden Monarch.n in Bt>l!n die Gefühle persönlicher Freundschaft neu belebt wurden, fortan ilnimerc Beziehungen zwifchen den Eadlnelen von Wien Ul'd St. PeteiSburg plahureifen weiden. Woran wir absolut nicht zu glauben verminen, das »ft die in einigen Blättern circulierende Belsivn, als haltt hiillc sich die vsterieichisch » unqarlsche Moiuirchit oer< pflichtet, Rußland eine »Ocuencorulfsion" in d,r polnischen Fraftk ^ll machen. Da« ist mit Vellaub ein hor» ril'dcr Vlöosinn. Zuvörderst lann von ^il'er Genen-concessio,' leine Sitte se,,,, »eil Rußland m-screr Mon« aichie leine Concession zu machen halte, wie w,r dies soeben aue>geiü^t. Zweitens tüxlt «s uns fchlechler« dingS unn'ögl'ch, bah mit Hinzuthun dcS Grufen An-drassy irgend welche inlllüalionulc Veleinbarntigen ge« liliffcn worden seien, welche die innere Politll >es einen odts des andeien Theills der Monarchie auch nur leise berühren tonnten. Nicht der Schatten lirns nus-wäiliaen Verhältnisses darf in die innere» tlnatle^snhcl-tcn dcr Mona-chic hiiniliragkn, und leine auswüllige Veibmbung darf llübend in die innere ^aae Oesterreichs oder Ungarns hmeinwillen. D>e Zcit.n der ..hei-lissen Allianz" sind fül immer vorüber. Die poln'jche Frage aber ist — wenigstens soweit sie unsere Monarchie betrifft — eine rein innere «naeleaelchtit Olsler-rcich«, mit welcher nicht nur eine fremde Macht, sondern auch dcr Minister des Auswärtigen schltchlerblsillS mcht« zu schaffen Hal. Was mil Polen und dcn Postulaten des aalizischcn Landtages zu s,eschehen hat, das ,sl ausschließlich Snche der legislativen Faclo:eu Oesterreichs," Zur Situation in ValiM. Die Monarchenbegegnun^en, die freundschaftliche Annäherung der beiden Kaiser Franz Iossph und Alexander haben in die nationale Fahne der Polen ein allzugroßvs Voch gerissen. Die tflnmen Tlaumaebilbe dcr Polen sind wie Seifenblasen ze,platzt. Die Situation in Galiz.en wirb von linlM (lor-respondenlen dcr ..Presse" in nachstehenden Fellen c>e-schildert: „Glaubten d,e Pluri, früher dnrch da« 3est* halten an der Opposition sHl,eß'ich doch etwas zu ac-winnen, so schivindil »hnen anaesichls der j-vi»"' S>e bereits gewäh,tcn Eonc^ssionen nur al« eitel ibl'l'dwerl. so mnh ihn«« i ' „m ..das Wenige" banae werden, das ihn. newülnt wulde. Den Um. schwuna. dcn in diejel ^ bei unS die Dinge gc>^ ^. wenn nicht lhcllsächlichc Erelstnissc ut,s von jemc, Ef'stenz überz-ugen n üidcu. Von jenen hochtrabenden Program-men. die das Trauerjahr erzeugt, ist nnn lemc Ncde ""hl-; man begnügt si/). e„'fach tll'uuf hii'zuwciien, daß unser „ationalcS ^cbcn, sobald t>>r blllüs !. »,s>!.'<,n Zugeständtnssc ulis nicht entzogen würden, te, > !N Gefahr >st. „Sobald!" An dttst Zu^,icIngenicunorps, welche nach Maßgabe ihres Militürranges zu den Nr. I., II. und III. aufgeführten Kategorien gehören. Militärbeamte sind alle im Heere und in der Marine für tns Bedürfnis des Heeres oder der Marine dauernd oder auf Zeit angestellten, nicht zum Soldatenstande gehörenden und m?ter dem Kriegsminister oder Chef der Admiralität als Verwaltungsche tehenden Beamte, welche einen Milltärrang haben. Es macht dabei keinen Unterschied, ob sie einen Diensteid geleistet haben oder nicht. Zur Losung >er Mnijlersragc in Daiern. Herr von Völderndorf wurde, wie ein neuestes Telegramm aus München meldet, zum Minister des auswärtigen Amtes in Baiern ernannt nnd die übrigen Minister sollen im bisherigen Amte verbleiben. Wiener Blätter, namentlich die „Deutsche Zeitung," drücken über diese unerwartete Lösung der Mm'sterfrage lhre Befriedigung aus. Die «Deutsche Ztg." knüpft an diese Meldnng folgende Zellen: „Herr o. Vüldcrnborf figurierte in der Gasser'schen Ministerliste; dadurch darf man sich jedoch nicht irreführen lassen, als ob er ein Ultramontaner und Parti« cularist wäre. Im Gegentheile wurde sofort von Un» terrichlelen darauf hingewiesen, wie unwah,schemlich es sei, daß ein Mann. der die Anschauung-.!» oes Fürsten Hohenlohe theile und als Intimus desselben betrachtet würden könne, jemals mit Gaffer in das Cabi-net treten würd?. Herr o. Volderndoif gilt als ein aufgeklärter, reichstremr Mann; — der parlicularistisch» ultramontane Hexensabalh in München ist also glücklich beendigt. Vcel' mag zu dieser Entscheidung des KönigS das wahrhaft ekelerregende Treiben der ztlotischen Blät» ter deigclragen haben, die Tag für Tag ein indianisches ssric^sacheul gegen Vernunft und Farlschritl und selbst, verständlich auch gegen das Reich anstimmten. Dem kunstsinnigen, für Schiller und Wagner schwärmenden Fürsten dürfte vor der Gesellschaft, in deren Arme er fchon zu slürzcn bereit war, im lehleu Augenblicke ge« graut haben. In Berlin wird man nnt der Ernennung des Herrn r>. Vüloerndorf wohl zufrieden sein, aber auch wir Österreicher können uns Glück wüxjchen. baß m München kein ullramontanes Ministerium zustande gekommen ist. denn solche Nachbarschaft ist ungesund, weil auch politische Miasmen anstecken." Politische Uebersicht. öaibach, 19. September. Die „NeichSraths-Eorrcspondenz" bringt über den Empfang der österreichischen Reichsraths-Dele« gation unter andern folgende Details: „Se. Majestät verlies nach Erwiderung der Ansprache deS Präsidenten die Estrade und zeichnete jedes einzelne Mitglied dcr Delegation ohne Ausnahme durch einige an das» selbe gerichtete Wolle aus. Besonder« anaelegenttich und freundlich geruhlcu Se. Majestät sich mit den Präsidenten der Delegation Ritter v. Hopfen, den Del> gierten Freiherr» o. Pratobeo:ra, Fürst Karl Auersp erg, Freiherrn v. Burg und FZM. Freiherrn v. Gablen; zu unterhalten. Jene Mitglieder, welche auch schon in früheren Sessionen der Delegation angehalten, wurden von Sr. Majestät ohne vorhergegangene Vorstellung fast sämmtlich mit Namen angesprochen. Gegen den Delegierten Pollular erwähnten Allerhöchstdieselben der im Zuge befindlichen Regelung der ScroituteN'Ver» hällnisse in Krain. Der Ministerpräsident beantwortete in der Sitzung dcs ungarischen Unterhauses am 17. d. M. die Interpellation wegen deS Serb enc ong r e sses und sehte auseinander, daß die Regierung hiebei vollständig gesetzlich vorgegangen sei. Der Finanzminister entwickelte unter dem Beifall des Hauses das Finanz-xpos6, wonach ein Deficit von drei Millionen im Ordinarium und ein 28 Millionen betragendes durch Investitionen hervorgerufenes im Extraordinarium, durch Anlehen bedeckt werden. Die Einnahmen seien gegen heuer um 13 Millionen erhöht. Berliner Nachrichten zufolge wird der deutsche Reichstag kaum vor Ende Februar oder Anfang März wieder zusamlmnlretcn. Wie der „H. B. H." 8«' schrieben wirb, ist vor emlg-r H»!f "in Schreiben des Relchstanzleramts über die hamvurgische Bank-valuta nach Hamburg ergangen, welches Geschleuni' gul»g der Berathungen über die Angelegenheit empfiehlt, da wahrscheinlich schon in der nächsten Reichslagelsession das Reichsmünzgtsetz werde vorgelegt norden und nach gesetzlicher Einführung einer einheitlichen Reichswährung selbstverständlich in einem Einzelstallt eine besondere Währung nicht werde forll^slehcn können. — Das prell'' ßische Slaatsministerium hielt am Ili, d. M. eine Sitzung ab, in welcher es sich mit der Stellung beschäftigte, w^lchc die Regierung gegenüber den immer zunehmenden Strike« einzunehmen halie. Die „D. R.-C." bringt darüber eine Not.', der wir folgendes entnehmen: „Fürst Bismarck hielt cS für angcmlfsen, vor seiner Abreise nach Varzin eine Verständigung der Mitglieder dcS StaalSminislerinmS über diese Dinge b/rbeizuführe", und deshalb wurde diese Angeleczcl,h:lt in der hcuiia^n Sitzung in Berathung genommen. Die Staalsieqierung will alle ycs.tzlich gewährleisteten Freiheiten iinmhalb des GewerbeverlchreS bestehen lassen und schützen, ebenso sicher kann man aber auch darauf rechnen, daß sie jedes gesetzwidrige Ausschreiten der Parteien über die gestaltete Grenze der Freiheiten hinaus mit aller Energie zur Rechenschaft ziehm wird." Dem d.utschen Reichslanzleramle sind nunmehr, wie berliner Blätter melden, die Gutachten über den von Preußen ausgearbeiteten Entwurf eines Preßge-setzes von allen einzelnen Bundesregierungen zugegangen. Auf Grund dieser Aeußerungen wird jetzt die eigentliche Vorlage redigiert, welche das Bundeskanzleramt dem im Herbste zusammentretenden Bundesrathe vorlegen soll. — Am 18. d. traten die Commissarien der einzelnen Rcssorls mit dem Finanzmini st er zur Verhandlung über die Etalesorderungen zusammen. Der Unterrichtsminister wird eine Million zur Aufbes' serung dcr ^ehrergehaltc verlangen; auch soll eine bedeutende Zahl von Lchrer 2!>5 fl. ; die Bedeckung wlrd veranschlagt mit 097,500 fl, Das außerordkntliche Erfordernis pro 1873 betragt K4.480 fl. Demnach stellt sich das Gesamml»NettoerfordelNlS auf 3,643.275) fl. Capitel II. Kr i e g s m i n i st er iu m: ^V. Heer. Das prälnlumclte ordentliche Brulto-Erfordernis dcS stehenden HecrcS beträgt l»'.>.9i9,310 fl.- die Bedeckung durch eigene Einnahmen des H.eicS wird mit 4.919.310 Gulden veranschlagt, hicnach resultiert ein ordentliche« Nctlo-Elfoidclnis von 8C.000 000 fl. DaS außcror, dcntlichc Erfordernis des stehenden Heeres cinscl,liehlich ^r Grenzlruppen beträgt 11.205 075 fl. Das Gcsammt. NeltoerforderniS dcS stehenden Hccrcs bilänft sich somit auf »7.205 075 fl. 1l. Kriegsmarine. Das ordentliche Enordcr» nis der Malinc wurde veranschlagt aus 8,400.270 fl; die prälimiincrtc Bedeckung durch eigene Einnahmen betragt 102.100 st., sonach b:z'.ffcrt sich daS ordcnlliche Erfordernis der Marine auf 8,388.170 ft. Das außer, ordentliche Erfordernis der Marine wurde veranschlagt mit 3.254.410 fl., das Ocsanuul^icllo^isordciuis dcr» ftlben betrügt sonach 11.012.580 fl. Das GtsammtBrullocrfordcrniS dcS Kriegsminl» sterium« betrügt 113.899.065 fl,. die Gesammldcdcckung « l ^ ^ ' ^""'H bezisscrl fich das Ocsammt.')lctto. «rfordernls dieses MinistcnumS auf 108.847 055 fi. Capitel III. Gemeinsames Fiuanzmini. l< erlum: ^V. E e n l r a l l ei t u n g . Cenlrallasse und Ncchnungsdepartemenl. DaS präliminiertc Brutto-Erfordernis bclräat IW,907 ft., die Gedcck.mn I3W fl,. demnach beziffert sich das ordentliche Ncleocrfordern!« dieses Ministeriums auf 137.52? ft. Ein außerordcnl' liches ErfolderniS wird hier nicht veranschlagt. li. P c n si on S - Et a t. DaS präliminitlle or» dentliche NiuttoErfordernis belauft sich anf 1.082,885 ft,, die Bedeckung auf 1200 fl. sonach betraft das ordentliche NcttoErsordnis 1.081.085 ft. Das präliminierle anßcr< ordentliche Erfordernis dieses IahrcS stimmt mit dcm von 1872 vollkommen üDerein; daS Gesamml.Nctto^ Erfordernis für den Pensions« Glat beträgt sor.ach 1.682.735 ft. nimmer wieder auferstehen. Liebe ist Leben, beide können sterbcn, aber ich will lebcn, weil ich liebe." Georg nahm das wohlgelroffenc Portrait Anlonicns und h,clt es dcm «lten hin. „Könntest du entsagen, wenn du dieser ta Treuc geschworen hättest und dieser Mund dir sagte: ich liebe dich?" ..O nein, o nein," rief der Alle. »Den Tag würde ich segnen, M dem sie über unsere Schnulle tläle. aber wir werden ihn nie erleben. Es gibt ein Unglück, ich sehc c« vorher." „Beruhige dich." sagte Georg. „Geh' melde dem Vater, daß ich bereit sei. Es mag kommen, was da wolle, ich bin bcreil, dem, was das Schicksal bietet, lül^x Kullern darzubieten. Mögen Gott und die Liebe m«r d^e Vast tragen helfen." Diener k7,- .^°? " ^as Portrait ein und folgte dem ^'"f°'? """'Schrittes vorangegangen war. leuchteten hell und llar — er war sich tciner Sckuld bewußt. Nur e n wenig bleich erschi!^./^ ^ und das Herz llopf'e stärker als gewöhnlich - er w s?te daß der folgende Angenblick über seine nächste Hulün ' wenn nicht übcr sein ganzes Leben entscheiden würde ' Als Jean die Thüre hinter seinem Liebling 'ge. schlössen, wankte er wie ein von schwerer Krankheit Begossener in sein Stübchen. Dort sank er auf die Knie. faltete die Hände und woUte beten, aber die vorquel.' lendcn Thränen erstickten seinc Stimme und der Schmerz Über Georgs Los, daS ihm keineswegs verborgen war. belaubte ihn und lein Gedanke konnte sich loSringcn. «Mein armer, armer Georg!" war das Einzigste, w" er hervorbrachte. — (Fortsetzung jolgt.) DaS gesummte Brutto ^sVndernis beS gemeinsam men Finanzministcr ums l^tiägl 1,822,842 fi.. dic Gcsammtliedlckona. 2580 ft., sonach daS G s'MMt-Netlo» Erfordernis 1.820 2<^2 fl. Capitel IV. Ncchnungs-Control e. Brutto-ErfoidcroiS sü? dcn g^meiiisanien odcistcn Rechnungshof 104 095 ft. Bedeckung 830 fl,, Nelto-ErfordermS 103.259 fi. Das Sum mari UN» tvfi Voranschlages zeis,t ein Vlutto'Erfoidcrnis von I2<» !<;0 777 fl.; nach Abschlag der Vedecknngssumme von 5,75^ 320 fl. verbleibt ein ?letlo-Erfordernis von 144.414.451 fi. Hielion ab die Einnahme deS Zollgefälle«, welche nach «b;ug des Regiekosten,Pauschales und der Vcrzch-rungS.Rlslilulionen sich auf 15.55,0 000 fl. belaufen, verbleibt als Oesammterfordernis 98.858.451 fl., wo> von die zu Lasten deS unssarischen SlaalsichatzcS vorerst a''zuzichcndsn zwei Percent 1.977.109 ft. 2 kr., und von dem Rlste Per 90,881.281 fl. 98 kr. die im Sinne dcs Gcs^es durch die im Reichsrathe vertretenen Kü-nigreichc und Länder zu bedeck, ndcn 70 Percent 67.810.897 O.ilden 39 kr. und die cl mehrere Stunden, um sich von den Fortschritten dcr Aibcilcn zu überzrugen. — Ihre Majestät die Königin von Schweden und Norwegcn besuchte ftlcichsallS dm Auesttllmlgsplatz. Dlr schwedische Gmeralcommissär Hcrr o. Dannsrlc» hat sich nnige Tage in Wien aufgü« ljallen. Seincn ^lillhcilungcn zufolge norden die schwcdisch-llorwcgischen Expositionen sowohl im Inoustriepalaslc als lM Parte sich schr glünzcnd gestalten, denn es weiden Vorbereitungen für eine umfassende Beschickung der Weltausstellung mit Erzeugnissen der schwedischen und norwegischen Landnmthschasl und Industrie getroffen. Oie dortigen Commissionen werden unter anderem sünf voUsländlg im Innern ausgestaltete Häuser zur Äus» stellung schicken, unter diesen ein nationales Wohnhaus^ eine mit allen Unlelrichlsmiltcln ^erschtne norwegische! Schule, lin Fischclhaus mit voUsländ.cjcr Emlichlung zur Veranschaulichung dcr norwegischen Fischerei u. s. w. — Unter den hervorragenden Pcrsünlichtlitln, welche sich in den llhttn Tagen in AuSstellung?angelcgenhcllen in Wicn ausgehalten haben und mit dem Generaldireclor in Vcllchr gcl,elcn sind, befanden sich auch die beiden berühmten Fachmanner auf dcm Gebiete dcr Vollswirth» schall und Statistik H:rr Max Wirth, Director des eidgenössischen statistischen Buieau, und dcr geheime RegierunMalh Herr Dr. Engel, Director dcr stali» stischen Bureau m Berlin. — Die Thätigkeit dcr auswärtigen Eommissioncn windet sich uun, nachdem die allgemeine Betheiligung nichts zu wünschen übrig läßt, dcn tinzelncn Abtheilungen und Gruppen zu. So wird in England der Beschickung der I^x^o-5>'ti(m <1o» iunktcnrij die gröhle Äujmcrlsamleit gewidmet. Herr Richard Wallace, der bekannte Kunstfreund, be< reitet die Beschickung dieser Ausstellung mit einer großen Anzahl der lverthvollstcn Objecte aus seiner weltberühmten Sammlung vor. — Dcr französische Generalcommissär^ Hcrr du Sommerab wird in den nächsten Tagen wieder^ in Wicn eintreffen, um mit dem Generaldireclor übcr einige Detailfragen der französischen Exposition zu be. rathen. — Das italienische Mxnstcrium für Ackerbau, Industrie und Handel hat emc ncuc Serie d^r „Alli ussiciali" uerössenllicht, welche die neueren, auf die Be» lhciligung Iialiens an dcr Weltausstellung bezüglichen ossiciellen lön. Erlässe so wie die neuesten Specialpro» gramme für die addilioncllcn Ausstellungen und Eongresfc enthält. — Herr Gustav Ganforl hat dem Athenäums. Fonds dtn Bctrag von fünfhundert Oulden gewidmet. — Gerichten auS Paris zufolge herrscht in allen Industrie-bezirken Frankreichs die glöhtc Ru^iylc,,. um eine würdigt Vcrtretui'lZ dcr fran<ösis^^ >'idli,'l':e auf der Weltausstellung zu erziel.'n. Die fraozüstscheu Fabrik«« arbeiter wetteifern mit tin^nder in dcr Erzeugung her« oorrazender Nuest-llun^sobj?lle. Unter dem Angemeldeten bcfiüdrt sin im Iüü?rn nollslii^dic, alis^est!,tkf. les Wohnhaus, durch wclches die ^eistunqen der stanzt» fischen Nohnungscinrichlungi'' und Modeling ustlic wc> dcn v-ranschanlichl werden, - Der Marquis d'Nvila. der Portugal schon dci den drei letzten W-llailSstellunssen -London 1802 und Paris 1855 und 1807 verlru», ift auch diesmal zum portugieiischen Generalcomm,ssär für die Wtllausslellunss 1873 ernannt worden. Die neueste Ihier eingelangte Nummer der in Madrid erscheinenden „Epoca" bringt einen ausführlichen Artikel über die WellauSslellung. ein Bem-is. daß sich auch die spanische Presse für das AnSstlUungsunternehmen auf das ledhaf-lcste irilet-esficrt. — Beichten auS Hongkong zufolge ist die Zahl rcr Objcrle. welche ooi' China und Japan zur Weltausstellung gcs:ndct werden sollen, so groß, daß die in den chinesischen Gewässern stationierte l. und l. Eorvelle „Fasana", welche die Weisung erhallen hat. diese AuSstcUlinySa/a/nstände portofrei nach Trieft zu befördern, nicht Raum genug hat, um alle Objecte an Bord zu nehmen. Zu den zahlreichen chinesischen U»S-stellern hat sich auch der Hoppo von Eanton. der oberste Finanz» und Doliancnbeamte t»sr chinesischen Prooinzial-regicrung von ss'vanlung, mit der Anmeldung ciner größeren Collection von NuSslellungsgegenständen a/scllt. Oagesmmgkeilen. -- Ihre Majestät die Kaiserin traf am 17. b. mittags gegen 2 Uhr mittelst Separalzuges von Lambach in Salzburg ein, nahm im Hossalon des Bihnhofes da« Diner ein und sehte nach einer halben Stunde die Meise nach Possenhosen fort. — (Zur Stellung des VieickS-Kriegs' ministers.) Seit geraumer Heil ergehen sich die Oppo-siiionsjournale in verschiedenen Combinationen Über eine Erschütterung der Stellung Sr. Excellenz heS Herrn ssriegs« minislclS FM^. v. Kühn. Diesem Gerede, welches ur-sprlm^lich von feudaler Seite ausging, begegnet nun ein in der Negel gul unlerrichleler wiener Correspondent, der „Bohemia" wie folgt: „Der Kriegsminister genieht das vollste Vertrauen seine« obersten KrieqSherrn, uno da ihm, bi« zur Stunde wenigstens, leine solche parlamenw' rr-läge droht, die ihn selbst veranlassen mußte, , ne« seuille niederzulegen, so ist nicht qut abzusehen, von welcher Seite seine Stellung ernstlich erschüttert werben lönnssen sind kolive lIolivet?), welcher an der Ermordung des Erzbischoss Von Pari« belheiligt war, DeschampS, der emln Soldaten ermordet hat, und Denioelle, der an der «trmor. dung Beauforls thellgenommen hat. Diese drei wurden am 17. d. aus der Ebene von Salon) hingerichtet.____ Locales. — (Se. lais. hohei l de l H err E rzh erzog Albrecht) ist mit dem vorgestrigen wlener Schnellzug nach Trieft hier durchgereist. — (Humane Spende). Nnlo., Hl'ib'ir ^,,delli v. Fabnenfcld hat dem lrainischen Aushiljsbea,»!?!, .ft, „lfn. Unlclstutzungsoereine 20 fl. gespendet. — (Die Kirchenmusik) erhielt duim emc ilich, tige heimatliche Kraft einen Zuwachs, h.sl Umon Ned. ved, Musildirecior der philharmonischen t. co«-poniene eine Messe in sj mu lateinischem ^ , ^^, l"r 1540 zwei Solostimmen mit Orgelbegleitung. Die Composition ist i« echt kirchlichen style gearbeitet und erfurdect eine correcte Orgelbegleilung. Die Partitur sammt Stimmen lostet nur 1 fl. 50 tr.' — (Un dem Staatsunlergymnasium in Gottschee) soll, wie das „Laib. Tgbl." hört, die Aufnahme der Schüler sllr die heuer zu eröffnende 1. Klasse am 28., 29. und 30. September stattfinden. Die Anmeldung der Schüler geschieht durch die Eltern oder ihre Stellvertreter persönlich oder schriftlich. Die Auf« zunehmenden müssen das neunte Jahr vollendet haben und den Tauf' oder Geburtsschein mitbringen. Die Nufnahms« Prüfung, welcher sich wie an anderen Gymnasien und Realschulen die Echltter zu unterziehen haben, wird wahr» scheinlich in den ersten Tagen des Oktobers vorgenommen werden. Die Unterrichtssprache ist die deutsche. Diese Lehranstalt wiid insoweit den Charakter eines Realgymnasiums haben, als unter die allgemeinen ^.'ehrgegenstäude der Unterricht im Zeichnen und weiterhin der in der italienischen Sprache aufgenommen ist. Für angemessene Erlernung der slovenischen Sprache soll gleichfalls für die folgenden Jahre Gelegenheit eröffnet werden. Möie dies« Bildung«» anstatt, die ihr Entstehen zu gutem Theile der patriotischen Opferwilligteit der Gottscheer und anderer Krainer ver« dankt, sich stets reger Theilnahme erfreuen und zum Wohle des Lan.es blühen und gedeihen. — (Die Ortsschulräthe) genießen ebenfalls der mit dem Gesetze vom 2. Ollober 1865 normierten Portofleilheit für ihre amtlichen Correspondenzen und Eendungen. Diese Correspondenzen uno Sendungen müssen jedoch, um portofrei behandelt zu werden, auf der Adresse »it dem Namen und amtlichen Charakter des Absender« und Empfängers, dann mit der Bezeichnung „in Schul' angelegenheilcn" verseben sein. — (Iur Hebung der Pferdezucht in Krain.) In der letzten Sitzung der Landes-Commisstou für Pferde, zucht in Kcain wurden die vom EommisfionS-Mitgliede Herrn Josef Friedrich Eeuuig in Oberösteneich an^clausten pmz» gauer Hengste nachfolgend zugetheilt: 1. An Franz Wu> cherer in Rrcic, Schabrackentiger „Sello." 2. An Johann Elivnik in Unlergörjack, Mohrenschimmel „Gorjanc." A. An Andreas Kerzißnik i» Echerauniz, brauner Hengst „Slorsic." 4. «ln Slosic in Finovitz im Austausche für „Gorenc," der nach Eello einrückt (zur besseren Pflege) Echabraclintigcr Kohlfuch« „Utlil." 5. Nn Johann Simonölc, Nothschimmel „Atlaß" ; somit stehen 19 pinzgauer Hengste in Privat« pflege in 17 Stationen des Oberlandes. Mr den ausgemusterten Hengst ,Rollin" (der in Auritz stand) wird nach Vewllligung des h. AcketbaU'Ministeriums der Ersatz bei der Prämiierung in Krainburg 23. September womöglich angekauft. — (Aus dem Amtsblatte.) Kundmachung, betreffend den Beginn des Schuljahres, die Anmeldnngen und Nufnahmsprüfuugen am Gymnasium zu ^.'aibach. — (5on< cursauSschreibungen, betreffend die Besetzung 1. mehrerer Ingenieursslellc» im Militärgrenzgebiete, 2. einer Lehrer« stelle am Odergymnasium in Linz, .'!. einer Gesangenauf-seherstelle in der hiesigen Mcinnerslrafanstalt, 4. der Be» zirlsrichterstelle in Wippach. — (Bei der allgemeinen Streifung), welche Ende v. M. im ganzen Kronlande stattfand, wurden 51 Individuen, grötzlemheils Landstreicher und Bettler, darunter auch einige wegen Verbrechen des Diebstahls Verfolgte, arretiert. — (Die Eilzüge der Slidbahn) werden von heute an in Römerbad nicht mehr anHallen. — (Notariatsangehörigen) theilen wir mit, daß für den am 21. und 22. d. M. in Prag stall« findenden allgemeinen österreichischen Notarenlag bereits 239 Theilnahmeanzeigen einlangten. — (Zur Taktik der Nationalen). Der ,Tagesprefse" wird nachfolgendes geschrieben: „Die Taktik der prager Nationalen ist nun darauf gerichtet, die Polen, Slovene« und Tiroler von der Theilnahme an den nächsten Neicharaths-Verhandlungen abzuhalten. Man weiß zwar. daß das Abgeoidllclenhaus auch ohne die geuanntell Irac-lionen beschluhfäliig bleibt, zumal die Istrianer und Dal» matiner keinem Petrino mehr aufsitzen weiden, allein man schmeichelt sich mit der Hoffnung, Sc. Majestät der Kaiser werde einen Reichsrath, in wclchem drei Pullsstämme nicht vertreten sind, nicht als legale Volksvertretung betrachten und infolge dessen da« Minist:rium entlassen. Unglücklicherweise ist jedoch der Einfluß der Herren Trnolla, Gio« vanelli und Zarnit be« ihren Landsleuten nicht groß ge> nug, um dieselben für das neue pragcr Evangelium emp» sanglich zu machen, und so werden wohl auch die gegenwärtigen Bemühungen, einen neuen Neichsralhsstrite in Scene zu setzen und dadurch die Wahlreform zu Hinlertreiben, erfolglos bleiben." Stimmen aus dem Publicum. Das Project Tpital-Salzbur^ und die Lacker Vahn Dic Nummer 199 der „Laibacher Heituna." vom 'U.August l. I. brachte auf Grund eines Artikels der ..Neuen Freien Presse" die Notiz, daß in Wien (von nicht genannter Seite) das Projett in Aureguna. kam, die Predilbühn von Spital in .harnten über den Katsch-berg bis Salzburg fortzuführen, um von dort auf dem kürzesten Weqc uach Westdeutschland zu gelangen. Diese Notiz endete mit der Bemerkung, daß dieser neue Plan die Lacker Bahn in deu Hintergrund drücke» und die Predilbahu als die vortheilhaftere erscheiueu lasscu würde. — Dieser Schluß beruht auf ciuem handgreiflichen Irr thumc. Die Lacker Äahu verfolgt zwei Zwecke, nämlich: l. durch Ueberschreitung der Karavaukcn die kürzeste Vcrbinduug zwischen Trieft und der Nudolfsbahn herzustellen, die iudustriclleu und productive!' Wcstarenzen Oesterreichs mit einem beiuahc mcridioualcu Schieucu-straugc zu uerbiudcn uud diesen Bändern deu durch die Geographie vorgczeichueteu natürlichsten Weg zur Adria uud über Prag, Dresden, Berlin, Stcttiu uud westwärts gegen Hamburg — zur Nord^ uud Ostsee zu eröffnen. Es liegt auf der flachen Hand, daß dieses großartige, emiucut österreichische, vou jeder Kirchthurm- oder soust subjectmcn Politik unangehauchtc Project vou der cventuelleu Lillie Spital-Salzburg in keiuerlei Weise berührt wird uud iu der letzteren auch uicht cutferut ein Surrogat finden würde, weil die Teudcuzen derselbe« ganz verschieden smd. ^. Das zweite Ziel dcr Lacker Bah« ist, vou Trieft aus mit Beuützuug der im Betriebe steheudcu ober-kraiuer Bahu uach dem Westcu Oesterreichs uud Deutschlands die leichteste, miudest kostspielige, im Betriebe gesichertste uud schnellst ausführbare Verbiuduug herzu-stclleu. Das Predil-Projcct uud die Lacker Balm habeu ihrcu gemeil,schaftlichen Ausgaugspuntt iu Tarvis Nur was südlich jcues Ortes liegt, gehört iu das Bereich der Polemik zwischcu diesen beiden Linicu. Alle Projecte, welche nördlich oder nordwestlich von Tarvis effcctuiert werdeu sollten, licgeu außer jcuer Frage, und wcuu sie uorthcilhaft niärcu, so kämen sie der Lacker Liuie eben so zugute wie der Predilbahn. Dies ist der wahre fachgemäße Staudpuukt zur Beurtheiluug dieser Augelcgenheit. Vou demselben aus wird es klar. daß die Lacker Bahu uou dem Projecte Spital Salzburg durchaus uichtS zu besorgen hätte, im Gegentheile müßte dasselbe freuudlich begrüßt werden, wenn es als vortheilhaft befunden und zur Ausführuug gebracht würde. Leider muß mau sich im voraus gestehen, daß jene Ausführung auf enonne Terraiuschivierigkciteu stoßeu müßte, (äiu Blick auf die hypsometrische Karte zeigt, daß sich die Schicnenstratzc au dem Katschbergc iu der Höhe vou circa 5400 Fuß bewegen mühte. Ucberhaupt hätte uiau Schwierigkeiten zu bewältige», welche jeueu des Predil kaum uachsteheu dürstcu. Auch sei hier bemerkt, daß die Prcdilliahn selbst iu ihrer Fortsetzuug über Spital.Katschbcrg-Salzburg uur eiuc Trausitolinie darstellen würde. Mit einer bloßeu Trausitoliuic tauu sich vielleicht ciue Fractiou der tricster Handclskamulcr, oder wem es darau liegt, daß der privilegicneu Südbahu leine Concurrcuz erwachse, beguügeu, uicht aber der öfter < reichische Natioualükouom, welcher auf die Ptoductiou uud die Industrie der öfter' rcichischcu Westproviu; cu se i u Augenmerk vorzugsweise zu richtcu angewicseu ist und welcher nur iu der Lacker Bahu uud ihrer Fortsetzung über die Karauautcu uud der Berzweiguug über Oder' train uach Tarvis die Lösuug des Problems erblicken taun, eiue gauz Westösterreich iuteressicreude, vorzugsweise iudustrielle Bahn zu schaffeu uud damit gleichzeitig die Trausitoliuic nach Nord und Nordwest auf die auch fiuauziell uorthcilliafteslc Art zu gcwiuuc». Der untergeordnete Charakter der Predilbahn als bloßer Trausitolim'e trügt weseutlich dazu bei, der Lacker Bahn bei ihren höhereu Zwcckeu die unadhängige Exi-sleuz zu sichern. In richtiger Erlcuutnis dieser Thatsache hat daö Consortium der wacker Bahn sich anhei' schig gemacht, diese Linie ohuc Zlnscugarautie uud selbst für den Fall zu bauen, als die Prcoilbahn zustaude lom-l Ulcu sollte, Deu Vorzügcu der Lacker Vahu luacht das augeb« liche Project der Bahn Spital.Katschberg-Salzburg, wie oiieu gezeigt, uicht deu mindesten Abbruch, Neueste Poll. Wien, ltt. September. Telegramme auS Pest melden, Graf Andrassy sei in den Filrslenstano erhoben worden. Malmoe, l9. September. Dcr König von Schweden ist gestern abmds nach kurzer Krankheit hier gestorben. (Carl XV. war 1826 geboren.) telegraphischer Wechselcur« vom 18. September. Papier-Rente 65.60. — Silber^Reute 70.60. - 1860er s^lit«-Alllehtll 1<»3/>0. - Vanl-Acüen «7«. - Ei-edilNc^eu 332.80. - Üaudou 109 55».— 8>i!„r I<>8 75. - ll l Mlln, Dn-c^teü 5.25. - ^'lapo couoor 8.78',, Angekommene Fremde. Am 18. September. «>Ss«»,,«. Oblai. Villach. ^. Piiic, Illyrisch-ffeiswz.-- Penn, Asseinranz.Vcamte, u»d Morpurgo. TricN. - Marlslan,, Nn, jano. — Kolm, Kaujmniiil, Lüiügart. — His», Villach. - -Gcniii, Agram. — Baiimgaltner,' Wie» - " Sillier, Trirst. - i,'oguri. Eilli. - - Smoqgi, Pcst, «<»«?< ^T l«»»,. v, Gcßlct, Hrastnia, - Finl. Kailsm., Wra,. " Vlau. Kaxfm, »nd v. Iemier, Triesl. — Simo» und Ja-bloilit. Oberlaibach. -> Dr, .«ist. Aduocal, Uliaciti,. - Swo-bada. Wim, — Dixaller, Privat, Trieft, - Rmner. Wie», ystimcisler, Sachssnfeld. «»««> «,,^«p«. Berpalll^, Vahl>. Inspector, Nieu. . i'egllt, l. t, i'ielilknailt. Polorni, MajorsGallin. — Plmveis, Ncisendrr, N>raz, Meleoroloqische -NelislnchllUlss»»»» m ^aili«lch. 'l wl.ldstill Nebel "" 's).! ii « N. 730.?« ^23« SW.Hefilg grölill). bew. ','»" >10„ Nb. ?.'w.»o 1,51., SW. lchw. Rege,! "^"' Morc,e,l,iel,el starl »Ussend. „müiiltall« ziemlich heiter, nach mütag« hcfliaer Slidwest, abends lebhaftes Wctlsllmchttn ,» TUd-weft, nach halb « llhr Gewitter mit arelleil Vliym. die aanze Nacht mit längeren Pausen anhaltend'. Da« Taae«mi»t,l der Wilrme l l? 7". um 3 i>" ,L.'!,!!s: Iss!-z, ». « lt! >, m .1 vr. Rnrlpnlissiskt 2Uie>,. 18. September. Die «ölst war malt ,md verstimmt. Die Di«conl°,>rliühnna.en ans deuilchen PliltM in PerblildiMss mit dcr sllr moraen befllrchtelen Erliüblina der L'Vl^NVü»«^. londoner «anlrate tcqle Vesllrchtnnsscn an. welche durch die u°n Seile der Arbitrage vorgsnannncnen Äerlilufe von vitleil anf fremden Pliillen beimischen öNerreilliis^,.Va Pieren ein besondere« Relief erhicllen; die Verläufe des Au«landra bcwirlten auch eine bedeutende Verlheucruna. der Valuten und Devisen. ^ «-,,,, ^ ,..,^, ^ K. «l 70.40 r«>. o I, 1«39......345.-347.- . ^ 1854 (4 '/,) ,n 250 ft. 94 - 94.50 . I 1860 zu 500 fi. . . 103.40 103 60 . ^ I860 zu W0 fl. . . 124.- IL450 ,. " 1864 zu 100 fl. . .1^4-144 25 Esuuls'Domilnen'Pfatldbriefe zu l^O fl. il.W. in Silbcr . . H525 115.75 «. Grn»dfntlastuna«'Obligatio,,e:l. »llr 100 fi. Geld Waart vobntil . . . . zu5p<5t 3675 97.25 «s^zieu .... » 5 « 7950 8025 »ll.der-Otfttrrcich. . » 0 » 94.— i'b.-0dti-0«fterr-ich . . „ » « 93.50 94 -Glebtnbltigen ... „ b „ 79 — 79 5<^ ^le„rnl«l^ ... ^ 5 . 9l 50 9ii 50 Un8°ln .... ^ 5 « bi.75 82.25 O. And«re öffentliche Vnlehen Donaurlyulirunz«l°se zu5pare zahlbar 5 pst. sllr 100 st. . . 8:<90 8410 >». Aetien »0» Na:,?inttitut/» Äelt, W°ore Anglo-öfterr. V°»l.....311 - 31150 «anlnerein.......361.— 3«3 — Vod<„-«rcditansllllt .... 272.— 274.-2. Vctien von ^rausportu,«te»neh» mungen. Velb Waare Nlföld-Fiumanti »ahn . . 179.- 189.- Vöhm, «leflbahn......-.— — — vl«hl>, tifterr....... 528.— 532. - ,0efterr. Nordwessbahn - - - 2l4.- 214 50 Mdolfs-Val,,,......I70-. 177.— Siebenbürger Vahn .,..—— —.^ Staatsbahn...... 327 50 32b,— Siidbahu........20780 208 — Slld.nordd, Verbind. Vnhn , . —.— ------- Theiß-Nahn .... 250 251 — Ungarische Nordossbah» . . . 164 25 164 75 Ungarische Ofibahn .... 132.75 133, Tramway........33l.— 231.50 ?. Pfandbrief» (sllr 100 fl.) ^llg. üst G°l,.n-«redlt-«nftalt Telb «Unare verlosbar zu 5 p«lt. in Silber 102 75 153 — lo.iu33I.rllck,.zu5p(lt inij.N. 88 50 89.— '/iatlonalb. zu 5 P Waare v'ebeub. Vahu ll« Silber nerz. . 91 s5 9l 75, Zlaatsb. V. 3'/. i. 5>W ffr „l. Lm. -- - . — sildb. O. 3°,.« 5>sX) ssrc, pr. Stil..<».i 200 ft.,. 5'^ filr 100 fl. 93. - 93 50 slldb.'Von« «". (1870 -74) i 500 Frc« pr. Gtilll . .__________ lw«. Oftoahn für IM st . , 79.50 79.75 «. Vrivatlose iper G«Nr. Ilapol.onsb'or . . 8 « 70 , 8 „ 80 „ Preuß. «tllssenschein« 1 » 64 z . 1 .. 85 »» Ailb« - . WS ,. 65 ^ 108 . 90 ^ «raioischt «ruubenUaftung« , 0l>ll«»tl»nnl, Pti» »«tnatlrnng: l<5.7b »eib. 8s »««.