MibllcherG Zeitung ^»» >F^^5 ^llinumttalionspltl»! Äm )M6l66 > l '//l^ll * s"'" »5 lr. größer« pr. .^ile « ll.: bti oft«« l ^ / 5 Amtlicher Theil. W,^'k und k. Apostolische Majestät habe,» mit ^ hoch,ter Entschliesinng vom 1. Mai d. I. den Hof-v <Ä ' lustcM"blschrn Stalthaltcrei Leopold Ritter ^"^' er zum Ministcrialrathe im Ministerium des ""l allergnädigst zu ernennen geruht. Wasser m. p. U.^' k- und l. Apostolische Majestät haben nut Entschließung vom ,. Mai d. I. dem Scc- l«>lt. ^ ^'"' Ministerinn, des Innern Dr. Vincenz s^,-' v Helm den Titel und Charakter eines Mini- dnl ! "^ ""t Nachsicht der Taren allcrgnädigst zn ^'^>, geruht. Lasser m. p. <^, ^er Iiuanznnnister hat den Finanzcommissür Jakob dn litt, !>ö"'" FinanzOberemnnttssär für den Bereich ^^ilenliindischen Finanzdircction ernannt. Nichtaintlicher Theil. gur Grundentlastun«. (Schluß.) le» ^ )^ I" den Füllen, wo Sachverständige eintre-Slfs/. lll'lnmt den einen Sachverständigen und einen ln,t> > "l" für ihn der Bezirtshauptmann, der andere B°ss.«" Stellvertreter für denselben werden durch die kW ^" ^ Bezirke befindlichen Gemeinden ge« ^ Beide Sachverständige wählen sich einen Obmann; z>"" sie sich darüber nicht einigen können, wird der °>«a„n vom Gezirlshauptmanne bestimmt. ^ Die politische Vezirlsbehörde hat die Sachverstän. <,,!.!« ^"^' Stellvertreter n«d den Obmann auf die ? Menhafte Erfüllung ihrer Pflichten zu beeiden, falls gelben nicht schon eidlich verpflichtet sind. ,. 8 1i). Die Prelsermittlung durch Sachverständige ^ ^ l)) hat nicht für jede einzelne Anmeldung beson. !,er« zu geschehen, sondern es ist von der Loculcommi« ^" über sämmtliche in einer Gemeinde vorkommende "'tural- und Arbeitsleistungen durch die gemäß 8 18 Wählten Sachverständigen ein Preistarif zu stände zu .l'ngen, welcher für alle Ablösungsverhandlungen in der ^essenden Gemeinde maßgebend sein soll. , Der Tarif ist in der Gemeinde in üblicher Weise ^«machen, und steht es den Berechtigten und Ver. Achteten dieser Gemeinde frei, einzeln oder gemein. "Mich gegen die Preisbestimmungen binnen 14 Tagen vom Tage der Kundmachung ihre Einsprache bei der Localcommission einzubringen. Ueber diese Einsprache entscheidet über Einvernehmung neuer Sachverständiger endgillig eine unter dem Porsche des Laudeöpräsidentcn oder dessen Stellvertreters aus drei Räthen der t, l. Landesreaierung und drei Mitgliedern des Landesausschusscs zu bildende Commission. Der Vorsitzende dieser Commission hat lein Slimmrecht. Wenn die Stimmen der Votanten gleich getheilt sind, so gilt die den Verpflichteten günstigere Ansicht als Beschluß. Nach Erledigung sämmllicher Reclamationen ist der hiernach richtig gestellte Tarif neuerlich kundzumachen. ß 20. Kommt ein Vergleich, welcher in jedem Falle zu versuchen ist, nicht zu stände, dann hat die Commission in den Fällen, wo das Recht zum Bcznge (Titel) bestrittcn wild, auf Grundlage des factischen Besihstan-des die Entschädigung auSzumitteln, das Erkenntnis zu schöpfen und dem Verpflichteten, welcher den Bezugstitel anficht, mit dem Bedeuten zuzustellen, daß er binnen einer Fallfrist von drei Monaten dagegen den Rechts« weg zu ergreifen und innerhalb derselben die Einbrin» gung der Klage der Vocalcommission auszuweisen habe, widrigen« das Recht zur Klage erloschen und das Ent-schädigungsertenntnis als rechlslräflig angesehen würde. Ka»n aber in einem solchen Falle der factische Besitz nicht ermittelt werden, so hat die Commission den berechtigten unter gleicher Fallfrist auf den Rechtsweg und zur Nachweisuug der rechtzeitig eingebrachten Klage mit der Rechtsfolge zu weisen, daß die Nichleinbringung der Klage als Verzichtlcistung auf den angesprochenen Bezug angesehen wird. § 21. Ueber die rechtzeitig eingebrachten Klagen haben die Gerichte nach der Vorschrift über das summarische Verfahren zu verhandeln und mit möglichster Be« schlcunigung zu entscheiden. Die obsiegende Partei hat eine gerichtlich bealaubiate Abschrift der Urlheils binnen achi Tage», nachdem es rechtskräftig ist, der Localcom-mission zu überreichen. § 22, Wenn in den Fällen des § «'> der höhere Anspruch eines Bezugsberechtigten von leinen Mitbcrcch« tigten oder von dem Verpflichteten widersprochen wird, so ist zwar das Erkenntnis nach den Bestimmungen dieses Paragraphen zu fällen, es ist jedoch dem getränt» ten Theile vorzubehalten, unter den im § 20 bestimmten Fristen und Rechtsfolgen den Civilrcchtsweg zu betreten. § 23. Ueber die rechtzeitig eingebrachten Klagen haben die Gerichte nach der Vorschrift über das summa rische Verfahren zu verhandeln und mit möglichster Ve> schleunigung zu entscheiden. Die obsiegende Partei hat eine gerichtlich beglau-bigte Abschrift des Urtheiles binnen 8 Tagen, nachdem es rechtskräftig gcwoiden ist, der Localcommission zu überreichen. Nach Maßgabe dieses Urtheiles ist sohin die Ab< lösungsverhanolung durchzuführen, beziehungsweise das etwa bereits geschöpfte Entschäbigungserlennlnis (3 20) abzuändern. Die von den Parteien oder ihren Vertretern bei den Nblösungsverhandlungen abgegebenen Erklärungen und eingegangenen Vergleiche bedürfen zu ihrer Recht», giltigleit weder der Zustimmung der Hypolhetargliiubi« gcr, noch der Genehmigung der administrativen oder Pflegschaftsbehörde, und gill dies auch von den beschränk« ten Eigenthümmern, Nutznießer oder Vertretern nicht eigenberechligler Personen. § 24. Das Nblösnngsverhältnis ist in tabellarl, scher Form auszufertigen und beiden Theilen zuzustellen. In demselben so wie in dem etwa geschlossenen Vergleiche sind anzugeben: 1. Der zum Bezüge der abgelösten Leistungen Berechtigte, sowie derjenige, welchem eine Verfügung über das Bezugsrecht selbst zusteht. 2. DaS belastete Grundstück und dessen Eigenthümer. 3. Der Gegenstand und Umfang des abgelösten Leistung. 4. Der Nblüsungsbetrag. 5. Die Tage, an welchen die einzelnen Raten des Ablösungsbetrages fällig sind, die Höhe dieser Ralen sowie der zu entrichtenden Zinsen. Stehen einem Berechtigten mehrere Verpflichtete gegenüber, in Ansehung welcher gleichartige Fragen zu entscheiden sind, so ist gegen diese Verpflichtelen ein ge. meinschaftlicheS Erkenntnis zu füllen, jedoch für jeden Verpflichteten ein Auszug über den ihn betreffenden Theil des Erkenntnisses auszufertigen. Die näheren Be. slimmunacn hierüber erfolgen im Verordnungswege. s ^'. Gegen Entscheidungen der Localcommission «st die Verufung an die Landesregierung und lm Falle der Nichtbestäliguna des Erlentnisses an das Ministe« rlum des Innern innerhalb der Frist von dreißig Tagen zulässig und stets bei der Localcommission einzubringen. Gegen ein bestätigtes Erteuntnis findet keine weitere Berufung stall. 8 2«. Das rechtskräftige Ablösungserlenntnis ist dem Steueramle mitzutheilen, welches über die verpflich. tete Realität die Evidenz führt. DaS Sleueramt hat die Schuldigkeit an Kapital und Zinsen nach den Vorschriften über die dlrecten Steuern einzuheben uud zu verrechnen. Feuilleton. Der Dämon des Ehrgeizes. Novelle von Olto Schreyer. (Fortsetzung.) V»!t^, btm Flur angekommen, begegnete Arnold dem »einer Schülerin. Ncht>. , "'"""t meine Tochter heute leinen Unter. begrüßte ihn der Kaufmann. »>.'^'Uebungen zu mache.», kanns ihr nicht veroen. " »N nur «ine Zeitverschwendung." ""ler'ri^? "^"lein Tochter hat es ja selbst gewünscht, c?l zu nehmen." ,^«l)e .?' ?"b ich gebe das schöne Geld auS fNr eine " Kinder '"' ^"hen bringt; doch man muß auch ^"Gelk >>"^lmler seinen Willen thun. Es lostet '"l'nann w°A "" Huts. man hat es ja," fügte der .> >Cs z.°^sMg hinzu. ""h' ,nebr ^," bedauern, daß Ihr Fräulein Tochter l^ ..Talenl^)"" Zeichnen besitzt." k.^ Sie l.x<. " Hut man damit, Geld ist die yaupt. ^.^vtia u. °,"H besser gethan, einen andern Er< ^ NulNlu!r «greifen. Was bringt Ihnen die Kunst Ä"^««sache"^.^"^ Sie sollten sich lieber dem !^>'d n7ch e n""- A5 meine es gut mit Ihnen, t>> bringn N " l""N" Mann, können eS noch zu °5 «in Hr.°uch "n armer Teufel, aber es ist wohlhabender Mann aus mir geworden. Sollten meinem Beispiel folgen, junger Mann, es ist noch Zeit, geben Sie diese unnütze Malerei, die der Menschheit leinen Nutzen bringt, auf und werden Sie Kaufmann." „Ich danke für den wohlgemeinten Rath," ent-gegnete Arnold, grüßte höflich und eilte dann auS dem Hause. „Ja," murmelte er bitler, als er auf der Straße angelangt war, „daS sind die Erfolge, welche mir meine Kunst bringt." Traurig und niedergeschlagen trat er in seine Woh nung. Er fand die Thür zu dem Wohnzimmer offen, jedoch jene seines Ateliers von innen verschlossen. Aus sein Rufe,, antwortete ihm seine Frau zwar gleich, aber es dauerte längere Zelt, bis er Eintritt erhielt. AlS Eugenie ihm die Thür öffnete, glaubte er eine große Verlegenheit i" ihrem Benehmen zn enl» decken. Forschend sah cr im Mel,er umher, dann ging er ans Fenster und blickte nach dem Garten. Eine Purpurrölhe überzog Eugeniens Gesicht bei dieser Forschung, welche die zarte, empfindsame Seele dcr jungen Frau tief zu verletzen schien Du hast mich heute wol nicht so früh erwartet?" fragte Arnold in einem eigenthümlich dumpfen Tone. Eugenie schwieg; sie glaubte ihr Schweigen auf diese sonderbare Frage gerechtsert.gt. Warum antwortest du nur nicht?" fragte er abermals, indem ein nervöses Zittern sein bleiche« Ge ^ Doch^Eugenie antwortete auch diesesmal nicht, Thränen stürzten ihr plötzlich aus den Augen und eilig verließ sie das Atelier, um sich "ach lhrem Zimmer zu begeben. Arnold sank auf einen Stuhl und den Kopf auf beibe Hände gestützt, sah er mit starren Blicken lange Zeit zu Boden. „Ich habe ihr wehe gethan," murmelte er nach langem Hinbrüten; ..aber welch böser Dämon mußte auch gerade in diesem Momente mit einer bösen Einflüsterung mein Vertrauen erschüttern. Unerklärliches Räthsel des Herzens; noch nie ist auch der Gedanke in meiner Seele aufgestiegen, daß Eugeniens Liebe je gegen mich erkalten könnte. Und doch, dauert die Liebe denn ewig, ist sie nicht den Verhältnissen unterworfen? Welche Eigenschaften besitze ich, um ein Herz dauerhaft zu fesseln? Was bin ich? Ich habe sie an mich gefesselt, und welch ein Leben bereite ich ihr? Ein Leben der Ent' behrung, der bittersten Noth. Das ist also das Glück, von dem ich in früheren Jahren geträumt? Dies ist die Werkstatt, aus der Meisterwerke hervorgehen sollten? Die« ist das Haus der zufriedenen Ehe? Thörichte Gedllt'ken! Aber ich allein bin der Schuldige." Er erhob sich von seinem Stuhle und mit unruhigen Schritten ging er ihm Atelier auf und nieder, dann blieb er vor der Staffelet, auf welcher sein großes Gemälde unvollendet ruhte, stehen und sagte in gereiz« tem, verächtlichem Tone: „Das ist das große Werk, welches mir einen Na« men machen sollte? Ich eitler Thor wähne ein Künstler zu sein? Ein Stümper bin ich, ein Mensch, der nicht einmal vermag, sein tägliches Brot zu verdienen. Und sie, das anbetungswürdige Wesen, ist an einen solchen Mann gebunden? Kann sie mich lieben? Nein, nein, ich bin ia nicht« und werde auch nie etwas erreichen." Das Gesicht mit beiden Händen bedeckend, sanl er nieder auf einen Stuhl und heiße Thränen des Schmerzes rannen über seine Wangen. (Forts, folgt.) 762 § 27. Alle in diesem Gesetze bestimmten Fristen sind Priiclufivfristen. § 28. Für die Kosten des Verfahrens gilt das lais. Patent vom 5. Juli 1873, Nr. N!0 R.-G..«l. Erfolgt jedoch die Einleitung des Ablösungsverfah-rens nicht binnen einem Jahre nach dem Beginne der Wirlsamleit dieses Gesetzes, so haben die Pattcicn die Kosten zu tragen. In jedem Falle hat eine Partei diejenigen Ausla« gen, welche durch ein unbegründet erlanrtes Begehren derselben verursacht wurden, zu bestreiten. tz 29. Meine Minister des I...,ern. der Iusliz und der Finanzen werden mit dun Vollzuge dieses Gesetzes beauftragt." Telegraphische Landtagsberichte vom »). Mai. Mähren. Der Statthalter beantwortet die Interpellation Prazaks dahin, daß die im August v. I. ihm überreichten Petitionen wegen Errichtung einer böhmischen Obencalschulc in Brunn dem Untcrri l!tsministerium vorgelegt wurden, und die höhere Schlußfassung hierüber ihm noch nicht zugekommen sei. Auf die Interpellation Meznil wegen Beseitigung der deutschen Unterrichtssprache am trebitscher Gymnasium erwidert der Statthalter, er habe bereits im vorigen Jahre erklärt, das; er dergleichen Wünsche im Wege der Interpellations-beantwortung nicht behandeln könne, indem die Regie« rung in solchen Fragen die Schlußfassung sich vorbehalten muß, bis dieselben bei den hiezu gcsetz ich beru« fenen Factoren zum Austrage gelangt sind. Eine mit dem Zwecke der Interpellation ganz übereinstimmende Eingabe befinde sich bereits bei der Lanoesschulbehördc. Ein zunächst berufener Factor — die Gemeindevertretung von Trebitsch — habe nach erlangter Kenntnis der gegen» wältigen Interpellation um strenge Aufrechthaltung der deutschen Unterrichtssprache gebeten. Die von der Regierung vorgelegten Punctationcn betreffs Uebernahme der Zwaugsarbcitsaustalt durch den Staat wurden im wesentlichen angenommen. Die Resolution Sturms wegen des Baues der Transversalbahn durch Böhmen nnd Mähren wurde genehmigt, endlich der Ausschußantrag angenommen, wo nach die Regierung ersucht wird, für das schleunige Zustandekommen eines neuen Bequarticrungsgesetzcs Sorge zu tragen. Vom 7. Mai. Bilhmen. Der Gesetzentwurf, betreffend den Schutz des Feldguteö, wurde nach mehrtägiger Berathung in zweiter Lesung angenommen. Galizien. Die Anträge Skrzyuski'S wegen Errichtung einer zweiten Realschule in Lmiberg und Einführung der polnischen Rechtsgeschichte als obligaten Prüfungsgegenstand an der lembcrger Universität werden dem Unterrichtsausschusse zugewiesen. Die Vorlage über die Erweiterung der Competcnz der Gerichte in Scrvitnten-Angelegcuhciten wird unge» achtet der Opposition der Bauerndeputiertcn angenommen. Desgleichen wird die Regierungsvorlage betreffs Einführung deS Metermaßes angenommen. Mähren. Der ^andesvoranschlag für 1676 mit dem ordentlichen Erfordernisse von 2.284.225 fl., dein außerordentlichen Erfordernisse von 300,000 fl nnd der Bedeckung von 449,201 fl. uud dem Gcsammtabgange von 2.135,024 ft. wurde genehmigt. Prazal begründete seinen Autrag wegen Beauftragung des Landcsausschusscs zur Berathung und Berichterstattung über Aenderungen an der Landtagswahlordnnng. Der Antrag wurde abgelehnt. In der Abendsitzung gelangte zuerst der Ausschußbericht über die Rückwirkung der Zollverträgc auf die wirthschaftlichen Interessen Mährens zur Verhandlung. Der Berichterstatter Bazant beantragt, die Regierung anfzufordcrn, durch Kündigung des cuglischcu Haudcls» Vertrages und der Nachtragscuuvention, durch Beseitigung derjenigen Conventionszölle, welche sich als nachtheilig erwiesen, und bei der Revision des Zolltarifcs durch Erzielnng einer größeren Stabilität, sowie durch eine entsprechende Regelung unserer Einfuhrzölle, zum Zwecke der Ausgleichung unserer minder günstigen Productions« bedingungcn, der heimischen Industrie den unentbehrlichen Schutz zu schaffen. Baron Kübcck überreicht einen anderen Antrag, der sich zwar auch für die Kündigung des engli schen Handelsvertrages ausspricht, in, übrigen aber sich begnügt, daß vor der Erneuerung der Handelsverträge Enquaten aus bcthciligtcu Kreisen einberufen uud deren Votum entsprechend berücksichtigt werden, und daß man von Zeit zu Zeit die Hohe und die richtige Vcrtheilimg der Positionen der Zolltarife einer Revision unterziehe. Gegen den Ausschußbericht spricht noch Auspitz, der dem« selben vorwirft, das; er von einem einseitigen Standpunkte ausgehe uud den der produciercudcu, industriellen Konsumenten gänzlich ignoriere. Er empfiehlt Kübccks Antrag. Für den Ausschußautrag sprechen noch Obcr-leithner, Gomperz und Garant, und wird derselbe fast einstimmig angenommen. Auf Antrag des Schulausschusses wird der Landesausschuß angegangen, bezüglich der gewerblichen Fortbildungsschulen Erhebnngen im Einvernehmen mit der Regierung und der Handelskammer zu ftflcgcu und dann in der nächsten Session zu berichten, ob uud in welcher Urt solche zu erreichen sind. Die Gesuche von Groß- Mescritsch und Boskowitz wegen Errichtung von böhmi« scheu Realschulen werden dermalen abgelehnt, ebenso der Autrag Dcmels wegen Errichtung vou sechs böhmischen Realschulen auf Landcskosten. In allen diesen Angelegenheiten lagen Vota der slavischen Schulausschuß-Minorität vor und kam es zu langwierigen Debatten, die den weitaus größten Theil der fünfstündigen Sitzung ausfüllten. Die Ausführungen des Majoritätsrcfcrcntcn Fux riefeu auf der Rechteu zahlreiche lärmende Unterbrechungen hervor. Vorarlberg. Die Majorität des Landtages hat mit 12 gegen 7 Stimmen folgenden Beschluß gefaßt: „Dermalen uud iusolangc, eine principielle Aenderung iu der gcgcuwärtigcn Schulgesetzgcbung nicht ciutritt, kann auf eine Motion für Gründung einer Staats-Untcrrcal-schulc in Dornbirn nicht eingegangen werden." Wcitcrs erklärt der Landtag, Entschädigungen an die dnrch die Reblaus heimgesuchten Weinbergbcsitzer aus dem Landes-fonde vorläufig nicht zu übernehmen. Zur Action in Ungarn. Se. Exc. der ungarische Minister des Innern, Herr Koloman Tisza, erließ an die Iurisdictionen Rundschreiben, in welchem er sich über die Municipal» Verwaltungen folgendermaßen aussprichl: „Wol weiß ich, daß die gegen die Mumzipalver-waltung erhobeneu Klagen häufig überlriibcn sind, ich weiß aber auch, daß sie in vielen Hallen Berechtigung haben, und vor allem weiß ich, daß nicht derjenige den Bestand der Munlzipien förderl, daß nicht derjenige der wahre Freund des Munizipalsystems ist, der die auftauchenden Fehler bedecken, die Misbrauchc verhüllen will, sondern derjenige, welcher mit amtlicher Strenge allem, was Fehler und Misbrauch ist, entgegentretend bestrebt ist, daß die von den Munizipien besorgte Ver. waltung ji besser und gerechterweise je seltener augegrif fen werden könne. Dieses Ziel kann nur so erreicht werden, wenn die Mitglieder der Munizipalausschüssc eifrig, fleißig und opferwillig an der Leitung der öffentlichen Angelegenheilen lheilnehmen und wenn sie mit strenger Gerechtigkeit über jene Beamten urtheilen, die durch Nachlässigkeit oder geradezu durch fehlerhaftes odtr sträfliches Verfahren die Verwaltung dcr Muuizipict, in schlechten Ruf bringen, das Vertrauen in dieselbe erschüttern. Ich fordere daher die Jurisdiction auf, i., ihrem Kreise die eifrige Theilnahme an den öffentlichen Anac-legeicheilen zu erwecken und geg^n ihre Beamten in all' jenen bedauerlichen Fällen, in welchen diese durch ihre Nachlüssialcit oder gar durch Fehler und Vergehen hiezu Ursache bieten, in ihrem gesetzlichen Rechlstrcise mit gan» zer Strenge vorzugehen. Ich erkläre schließlich, daß ich meinerleits als Anhänger der municipalen Autonomie aus Ueberzeugung, in meinem gesetzlichen Wirkungskreise die arößie Strenge so oft anwenden werde, als ich den guten Ruf der Mu> nizipalverwaltung durch den Fehler der einzelnen Beamten und durch die demselben gegenüber zutage tretende Nach« sicht der Munizipien gefährdet sehe." ,M. Igazi'agügy" schreibt über die zunächst auf die Tagesordnung kommenden Agenden auf dem Gebiete der judiclcllen Gesetzgebung: „Die einzelnen kleinen Gesetz, entwürfe, welche während dieser Session vorgelegt, abcr nicht verhandelt wurden, werden dem neueu Reichstag unverändert vorgelegt werden, so namentlich die Gesetz» entwürfe über die Textierung und das VerlassenschastS» verfahren. Hinsichtlich Abänderung der Civilprozeß. Ordnung wird ein neuer Gesetzentwurf ausgearbeitet, nachdem dies auch durch die Veränderung der Gerichts» organisation geboten erschein!. Ueberdics wird der Ge< sctzentwurf auch hinsichtlich der Prinzipien der Prozeß» ordnuug namhafte Reformen enthalten. Die einzelnen Abschnitte des ungarischen allgemeinen bürgerlichen Ge» sctzbuches werden von ausgezeichneten Fachmännern bearbeitet. Wann diese Arbeit so weit gediehen sein wird, daß sie für die legislative Behandlung reif ist, läßt sich nicht bestimmen, doch ist die Hoffnung eine berechtigte, daß einzelne Theile derselben schon im Laufe der nächsten Reichstagssession der Verhandlung unlerzogei, werden können." Politische Uebersicht. Laibach, 10 Mai. In der am 7. d. stattgcfuudcncu Sitzung des ungarischen Abgeordnetenhauses überreichte der ungarische Minister des Innern einen Gesetzentwurf über die ge« rechte Verthcilung der Kosten der Militärbequar» ticrung uud ersucht, die Voltage in Verhaudlung zu nehmen, wenn auch die Regierung nicht gesonnen sei, den allgemein gewünschten baldigen Schluß des Reichstages von der Erlcdiguug dieses Entwurfes abhängig zu machen. ^ In der am jclben Tage arrangierten Abcndcoufcrenz der liberalen Partei erklärte die Regierung, daß sie die Budgetvorlage und die Gesetzentwürfe über notl> leidende Eisenbahnen, über die neue Organisation der Gerichtshöfe und den Schluß des Rechnungs« berichts über Pensionen jedenfalls noch in dieser Session erledigt wissen will. Bis zum 20. Mai dürfte dies hoffentlich erledigt werden, an welchen, Tage der Reichstag geschlossen werden sollte. > Das preußische Herrenhaus beschloß, da^ ", stcrgesetz und das Waldschutzgsetz durch p" , licrathnug zu erledigen und die Petri'sche AlltaPM Gesetzvorlage einer Commission zuzuweisen. ^v,^ genehmigte ferner die Uebcrwcisuug von 4'/, ^ ^ ^,„ Mark au Schleswig'Holsteiu und vertagte sich '^ bis 20. Mai. — Das preußische Abgcorduei^ haus genehmigte iu zweiter Berathung die ^^^,'"^,> schaftsordnung on liloe, ebenfalls in zw""l ^ rathung und unverändert das Klostergcseh ^ Eentrum stimmte dagegen) uud nahm in drill" ^! thuug die Pctri'schc Gesetzvorlage über die iM« , Alttatho likcn an dem Kircheuocrmögc» l^> >"'' lichcr Abstimmung mit 202 gegen 75 Sti»'""" ?"^, Der .Post" zufolge wird die gcsauuutc Staatsrcg' bei den parlamentarischen Verhandlungen für den stcrgcsetzentwurf iu der gegenwärtigen FasM,^ stehen. Die national liberale Fraction einigte sich '"^ Sitzung, das Klostcrgcsetz unvn ändert anzunehmen, fach wurde außerdem die Nothwendigkeit betont, du« Materie dnrch die Rcichsl^esetzgebung zu regeln. ^ Das ..Memorial diplomatique" constalierl'^. Frankreich den frieden und die Ächttmss b" «räae wolle und fügt hinzu, daß es die drei n"°^ Höfe beleidigen hieße, wenn man glaubte, dieselben ^ ten ohne irgend eincu Grund Frankreich angreW' ^, System des politischen «tlltn« ^»0 und den ^ M mlt tzüßen treten, der die Basis ihres Einvernehme»" , — Der circulierenden kriegerischen Gerüchte u^< ^ glauben die französischen Journale allgemein, d»^ Friedensbruch unmöglich sei. Sie zweifeln nichl ^, daß die Sache des Friedens von den Kaiser vo" land, den sie als den natürlichen Schiedsrichter ^ ?^ tion Europas ansehen, in Ems energisch unlerM ,^,, den wird. — Wie der „Köln. Ztg." au« Pa"^,«! theilt wird, soll das neue französische Preß 8«»^ ein vorläufiges sein. den die Presse bedrückende» ^ aerungszusland in allen Departements aufhebe» " ^,, Bestimmung enthalten, daß bis zum Erlaß ei»"^ PrejMsetzes dmch die zukünftigen Kammern die ^ rung das Recht habe, die Zeitungen wegen bt>l>^, Verbrechen und Vergehen, namentlich auch wegen ^, digung fremder Regierungen und Vlngrisfe stg ^,i, Verfassung, zu unterdrücken oder zu suspendiere!'' ^, Beschlüsse können »ur vom Minislerrathe «rlasll ^ den, und die Zeitungen haben das Recht, beilN ^ rath Berufung einzulegen. s>l Die mehrtägige Debatte, welche in der il«» ^ Nischen Abgeordnetenkammer über die lirchli^ ^ der Regierung geführt wird, dürfte mit der « Mii oder Verwerfung eines TadclsvotumS geaen .^^< rung endigen. Die Verwerfung ist der bei weitem ^ scheinlicherc Auögang und es ist sogar anzunehn" ^ sich eine ziemlich beträchtliche Mchiheil für die ^»., i« ergibt. „Es gibl wol" — bemerkt die ..^?.^ dieser Hinsicht — „auf der Rechten und im «^ manche Abgeordnete, welche die Kirchenpolitil des ^, steriums nicht billigen und lieber eine andere / sehen möchten, aber politische Erwägungen tH^ dieselben, jeden Antrag zu verwerfen; der eine «" . ^ liisis hervorrufen könnte. Es hai.delt sich eigt"" ^ darum, eine Formel für den Uebcraang zur ^ / nung zu finden, die vom Ministerium angenoMlN^ ^,i den kann und doch auch denjenigen Abgeordnete» ^ „< Rechten und dem Centrum genehm sein lonnlt, „ vollständiges Vertrauensvotum vermeiden "M" . »" In auswärtigen Blättern wird die Mei""^/ gesprochen, daß die blutigen Auftritte in d" F republil Hayli auf ul geführt werden müssen, welche darauf abz""^ ^ westindisches Paraguay zu schaff,i, wo die A!" dcm curulischen Stuhle regieren Hagesneuigkeiten. Die Kaiferreise. ^ Nm 5. d. abends erglänzten bei ruhige"^ ü die Marina von Vudua sowie die Anhohe" ^ ^ auf der hervorspriuaenden Landzunge erbaute» B Meere umsftiillen Festungswerke in einem w^ >n I" meere. Ebenso war die Stadt, welche von ^,M licher Stimmung befindlichen Bevölkerung . wurde, glänzend beleuchtet. . L^ Am li. d. fanden sich Se. Majestät d" ^ ^ lrotz des gestrigen, höchst beschwerliche» ^'eB<„! morgens auf dem Kirchenplatze ei», «m "" ^ ^ Eompagnicn des 21. IägerbataillonS und M^. pagnie Feftllngsartillerie zu besichtigen. N"9 ^ ^ ligung sprachen Se. Majestät den Osfizie"" ^ höchste Zufriedenheit aus. M^F Hierauf wohnte der Kaiser einer st"."'' i^H beehrte das Milllärspital mit einem M!"«" ^ neuconslruierte Tragbahre» vorgezeigt " ^l ,i» mehrere Kranke mit tröstenden Ansprache» ^ >r" ^< den, besichtigte weiter« die griechische A^schM/ feierlicher Dansgoltesdienst stattfand, die wol ^ im Bau begriffene Milililrspital und "'" F würdialeilen. . .Ml^l/ Bei dem Triumphbogeu harrte d,c ' ^!'' / > völleruna wie auch die Vandbevolleruttg ^c" v"/ » aus der Umgebung, welche den Kalscr "e'^/ « und die letzte Nacht bei an der sul" » 763 Wachtfeuern zugebracht hatte, um sich von Sr. Majestät, ?tlche daselbst zu Pferde stiegen und mit jubelnden ^ows begrüßt wurden, in herzlichster Weise zu verab» Nachdem Se. Majestät die daselbst aufgestellte ^urmcomftagnie inspiriert halten, ging der Ritt auf dem I'y an den Berg SpaS anlehnenden Wege an, wobei ^e. Majestät von der erwähnten Landbevölkerung und om Äuduanern bis zu dem höchsten Straßcnpunlte un. «r fortwährendem Jubel begleitet wurden. 2 «uf der Höhe hatte die Bevölkerung der Iafi-^upa-Thäler ciuen Triumphbogen errichtet, woselbst °" ganze wehrfähige Einwohnerschaft bewaffnet Spalier ^me, den kaiserlichen Zug unter Präsentierung des Gewehres mit enthusiastischen Zivios durchpassieren ließ ""b s'ch demselben in vollständiger militärischer Ord-"ung anschloß. Der so in imponierender Weise vergrößerte Zug si??> ^ bei den, Kloster Lastua vorüber, woselbst '^ mc griechische Geistlichkeit zur ehrfurchtsvollen Bc. liU'^mg eingefundcn halte. Hierauf ging es durch die äußerst fruchtbare, von !"? üppige,, Vegetation bedeckte Zupa. Ebene. Bei r n Dorfe Sulwara wurde Halt gemacht. Die Be« °"Mll,g des Dorfes halte sich zum feierlichen Empfange "gefunden, weißgekleidete Mädchen streuten Blumen ""d enthusiastische Ziuioö begrüßten den Kaifer, als er vom Pf^dc stieg und die von griechischen Geistlichen wmele Dorfschule besichtigte. H. ^iach laum halbstündigem Aufenthalte wurde der "u ' fortgesetzt und gelangte der Zug nach dem Engpässe, '°elchM! zur Anten das Fort Trinitü und zur Rechten "s Fort Gorazda liegen, letzteres Fort wurde von ^' Majestät besichtigt. m., Hierauf begaben sich Se. Majestät zu den bei h '5'az aufgestellten, aus zwei Jäger, zwei Infanterie-"Mllonen und einer GcbirgSdatteric bestehenden mon-."egri nischcn Truppen, welche vom montenegri-ilhen EenatSpräsidcntln commandiert wurden. Vcim ^ksfeii wurden Sc. Majestät vom Schwiegervater deS Di^nn ""ö mehreren Wojwodcn ehrerbietigst begrüßt, die <> ^ intonierte dic österreichische Voltöhymnc nnd m, >^Ppen leisteten dic militärischen Honneurs. Sc. f>« ^"l ginge» die präsentierenden Fronten ab und lie-^, ' "lehrerc Dcchargen und Schnellfeuer so wie andere . Hunnen llilSgcfnhrlc Uebungen vornehmen. Nachdem s/ "'^ zu dem montencgrischcn Eommandicrcndcn sich M aucrkcnncnd über dic ausgerückten Truppen ausgc-PMen, verabschiedeten sich Allerhüchstdicsclbcn unter den u.a»gcn dcr österreichischen Volkshyninc, dreimaligen be> tlsiertcu Hivios nnd Salutschüssen von den montcncgri' ">chcn Notabil'tntcn. Während des nauzcn Schauspieles regnete es ström, "llsc. Sc. Majestät, fürchterlich durchnäßt, begaben sich " baö Osfizierözilniner im Fort, um ein Dejeuner ein->">>chu,en, »ind gingen sodann bis Trinitü. Dortselbst ^stic^cn Sc. Majestät wieder das Pferd, besichtigen die ^eliovicrunnsarbeiten, nahmen den Rapport entgegen uud chlcn hierauf den Ritt über den Abhang des von Wild N)eu zerrissenen Verges bis zur Buchtcbeuc von Eat-^ro fort. Zahlreiche Bewaffnete hatten sich längs des Ages aufgestellt und begrüßten den vorbeikommenden Monarchen. In Ealtaro traf der kaiserliche Zug um 1 Uhr ein ^ nahm durch dic festlich geschmückte Stadt unter den s- .^'chsalnen dcr Forts und den fortwährenden cnlhu-^sUschm Hivios des dem Gestade cutlang aufgestellten ^"dvolkcs seinen Weg nach der Marina, wo die Hono. , uoren und eine ungeheuere Voltsmenge der Ankunft °° Kaisers harten. ^ , Sc. Majestät bestiegen ein Boot und schifften sich r,, ""aufhörlichem Jubel an Bord der „M irama r" l)'.' ^clchc sofort die Anler lichtete. Zwei Gclcit-?)achlcn, ^ «ampfer „Andreas Hofcr" und der Lloyd-Damvfer ^n,^s ^'^'"' der kaiserlichen Hacht vor. Se. Majestät ^chl^ ^ ^"^ "" ^°" ^"" Dampfbarcasfe ins r»l!a, " genommenes Boot und fuhren dem Gestade „e>ic„U an dm festlich geschmückten nnd malerisch gele-^clii,., "' ^"n Mattco und Pcrzagno im Dobrata "e. uud au Pcrasto vorbei. l»tr V' begab sich der Kaiser abermals an Bord ''"liramar" uud sehte die Fahrt bis Risano fort. ^tunn " "'" ^"^"^^ ^" ^"^"' ^" Gcmeindeocr-^lreick« !« Behörden und die Bevölkerung, darunter '^!Mt . ""affnctc, hatten sich zum Elnpfangc Sr. '"'t sti,^,z?l;cs»ndcn uud begrüßten Allerhöchstdieselben '^'Nischen Hivio-Rufen. .^'"Paan<.. ^'^^ 'nspicicrten die aufgestellten Mi Vex d?' ^. Regiments König der Belgier, bcsich-^r!s^«z77 alllou dcr Besatzung und empfingen im w>. Der K.^ ^° "b.l'chm Huldiguugcn. ^Uita^,,?"'/"' besichtigte sodann die Kasernen, die !! ^°NösH,s"'' dic katholische und die griechische Kirche, ?v"'f ai N.'/'"d das Gerichtsgcfängniß und kehrten Äacht „Miramar" zurück, wo das «. R,c,,^ "'""" wurde. ^l". nns ^^"^ prachtvoll illuminiert; an den N'cichc 3,,„.^'' Anhöhen nnd in den Straßen fiud T's'rcich 3 '^!?lc aufgestellt. Ein mililärischer ' ^llles ^ ^'"^ ""er stürmischen Hvios die »rl)l ,n bester Ordnung vor sich.' — Kenntnis gesetzt, vielleicht doch die Deputation zu empfangen geneigt sein dürfte. Bei e Anträge Zarnils werden angenommen. II. Mittheilungen destt andtagSpr äsidiums: 1. Dcm Landeshauptmann, Stellvertreter Peter KoSlcr wird dringender Geschäfte wegen unter dem Vorbehalte, als der Herr Landeshauptmann nicht ver« hindert sein wird, bei den Landlagssitzungen zu präsi« dicrcn, ein auf die restliche Dauer der Session gültiger Urlaub bewilligt. 2. Eingebrachte Petitionen: a) die Petition der Dorfgemciuden Grabrovuica, (5o> feno und Pöanovca des steiner Bezirkes um Ausscheidung aus der Zlatopoljgemcinde und um Einreihung in die Gemeinde von Ecsence wird dem Gemeiudcausschussc; d) die Petition dcS Anton Pader, Gemeindevorstehers von St. Marcin, um die Vermittlung, daß alle vo„ dcr l. l. Bczirlshauvtmannschaft an ihu gelangeuden Zuschriften und Bescheide in slovenischer Sprache verfaßt werden wollen; c) die Petition mehrerer Gemeinden im Bezirke Wip» pach in derselben Angelegenheit, wird dem Pctitionsaus-schusse; äj die Petition des Franz Hvale, Gemeindevorstehers, und dcr GRR. Johann Hribar und Viartin Rrpauöel in St. Martin in Untertuchein. um gleichmäßige Vertheilung der Schulquolc auf alle zum dortigen Schulbe» zirte gehörigen Gemeinden, wird dem Schulausschusse zugewiesen. . , . 3. Abg. Dr. Bleiwels bringt einen Dringlichleits-antrag in Form eines Gesehemwurfes, betreffend die Rc> geluug dcS Unterrichtes in dcr flovenifchen Sprache als obligaten Lehrgcgcnstand ein und motiviert sofort die Dringlichkeit dadurch, daß die Session bereits ihrem Ende naht und die slovcuische Sprache in der Realschule arg vernachlässiget wird. Abg. Deschmann druckt über d»e Art und Weise der Einbringung dieses Antrages seine Verwunderung auS, bemerkt, daß dieser Antrag schon in der ersten Swuna hätte eingebracht werden können uud erklärt sick gegen die Dringlichkeit des Antrages. Abg Dr BleiwelS betont nochmals die Dring lichtelt seines Antrages, Abg. Desch mann bekämpft neuerdings die Dringlichkeit desselben. Da« h. Hau« erkennt die Dringlichkeit an. Dr. Blei we is beklagt die Zurücksetzung der slo-venischen Sprache in der Oberrcalfchule, während die italienische Sprache zu den obligaten Lehrgeg-nstänoen zählt. Ein Mangel an slovenischen Lehrbüchern besteht derzeit nicht mehr und es sei endlich an der Zeit, auch an der Realschule die slovenische Sprache zu lehren. (Der Antrag beziehungsweise Gesetzentwurf wird de« Schulausschusse zugewiesen.) 4. Abg, Karl Rudesch und Genossen überreichen eine Interpellation betreffend die Vornahme der neuesten HandelSlammerwahlen. Abg. Dr. Zarnil beantragt dle Vorlesung de« ganzen Inhaltes dieser Interpellation; der Landeshauptmann lehnt diesen Antrag ab, indem er den Inhalt dieses umfangreichen Schriftstückes noch nicht kennt; für die sogleiche Vorlesung ergreifen das Wort die Abgg. Dr. Vlciweis, Dr. Zarnil, Dr. Poklutar und Horal; gegen die sogleiche Vorlesung sprechen die Abgg. Deschmann und Dr. v. Schrey. Am Schluß der Debatte erklärt der Landeshauptmann, daß er diese Inter« pellation während deS Vorlaufes der heutigen Sitzung durchlesen und dieselbe, falls sie nichts anstößiges enthält, am Schluß der Sitzung zur Porlesung bringen werde. Abg. Dr. Zar nil verlangt infolge dieser Erllli« rung Unterbrechung der Sitzung auf die Dauer von 10 Minuten, welchem Antragt entsprochen wird. Nach Wiederaufnahme der Sitzung erklärt Abg. Dr. Pollular im Namen seiner GefinnnungSgenossen, daß dieselben gegen jede Censur der Interpellation Ver« wahrung einlegen und die Verlesung dieser Interpellation in der heuligen Sitzung verlangen. Hiemit ist der Zwischenfall erledigt. ^ Hierauf wird zur Tagesordnung geschritten. III. Abg. Mnrnit erstattet namens des Landes-ausschnsscs Bericht inbetreff der Gefuche um Genehmigung einer 30pcrz. Gemeinde-Umlage auf alle directen Steuern in der Gemeinde Trata für die Jahre 1875, 1876 und 1877, — einer 40perz. Gemeinde-Umlage auf alle oircctcu Steuern sammt Staatszuschlägen in der Gemcinoc Ncumarttl in» Jahre 187(i, — eines 30perz Verzehrungssteuerzuschlages vom Mine in der Gemeinde Planina im wippacher Bezirke im Jahre 1876 — und eines 30perz. Verzehrungssteuerzuschlages vom Weine, Wein- und Obstmostc und vom Fleische iu der Gemeinde Sluria im Jahre 1875. Diese Umlagen werden genehmigt. ^ IV. Mg. Deschmann stellt namens des Lanoes-ausschnssrs folgenden Antrag: „Der h. Landtag wolle den, Lanocsausschnsse gestatten, für die Jahre l87ü und 1876 innerhalb der von, h. Landtage in der bezüglichen Nnbril deS LandeSfundcs gewährte,, Ercdilr siir jolch, Slraßrnbmllen und Slraßcnobjecte, deren baldigste Au«, sichrnng im Vertchrsinterrsse dringend geboten ist, gegen nachträgliche Rechtfertigung beim h. Landtage und unter entsprechender Berücksichtigung der VcrlehrSbcoürfnifse im Lande Subventionen an einzelne Straßcnausschüsse in einem 100(1 fl. übersteigenden Betrage zu gewähren." — Wird genehmigt. V. Abg. Dr. Blei weis erstattet namens des vollswirthschaftlichen Ausschusses Bericht über die (ir-richtung einer niederen Ackerbauschule in Untertraln und stellt folgende Anträge: „Der hohe Landlag wolle beschließen: 1. Der vom Herrn Vincenz Smola mit der Erklärung vom 24. April l875. Landesauöschuß Nr. 2025, angebotene Gülercomplex wird in Hinblick auf dessen Ortslagc, auf das Vorhandensein dcr vrogrammäßigen Schulcrfordcrnisse, dann mit Rücksicht anf den zur Ver« fügung stehenden Landesbeilrag, sowie auf die zu ge wärtigcndc Staatssubvention als das geeignetste Schulgut erklärt. 2. Der Landesausschuß wird beauftragt, mit Rück-ficht anf die Erklärung des Herrn Smola vom 24sten April 1875 und uutcr der ausdrücklichen Voraussetzung dcr Staatssubvention von 20. bis 30.000 fl. sofort in die Kaufsvcrhandluug einzutreten und deren Abschluß nntcr Austrebung vou für das Land möglichst Vortheil» haften Bcoingnngcn so zu beschleunigen, daß die Schule iu Ocmäßhcit des Landtagsbeschlusscs vom 16. Oktober 1874, Punkt 10, noch im diesjährigen Herbste eröffnet wird. „ , 3. Nach Abschluß des Kaufvertrages hat der Landes-auSschuß in Ocmäßhcit des Erlasses des hohen l. l. Ackcrbauministcriums vom 21. Jänner 1875, Z. 15,959, um dic Flüssigmachung dcr für die Gründung und Erhaltung der Schule bereits zugesicherten Staatssuboen-tion einzuschreiten und zugleich Hochdemselben wiederholt den Ausdruck des lebhaftesten Dankes vonseite der Landes« Vertretung für die hochherzige Unterstützung zugleich mit der Bitte um dic hochgencigtc Flüssigmachung dcs vollen Betrages per 30,000 fl. zur Kenntnis zu bringen. 4. Sobald alles im vorstehenden Artikel 3 gesagte geordnet ist, hat der Landcsausschuß mit Beachtung des 8 12 des im vorjährigen Landtage befchlossenen Schul« statutes zur Besctzuug des erforderlichen Lehr- und Wirth-schaftspersonalcs im Eoncurswege zu schreiten." In der Generaldebatte ergreifen das Wort: für die gestellten Anträge die Abgeordneten Ritter o. Lan« ger, Dr. Zarnil und der Bericht'rstallcr; gegen 764 die Anträge die Abgeordneten Freih. v. Apfaltrern, Deschmann und Dr. Razlag. Abg. Ritter o. Langer betont die Nothwendigkeit der Errichtung dieser Lehranstalt, indem Unterkrain ausschließlich auf die Landwirthschaft angewiesen ist. Abg. Freih. v. Apfaltrern schildert unter ziffermüßiger Begründung die traurige financielle Lage des Landes Kram und erklärt, daß das Land Kram nicht in der Lage sei, solche bedeutende Geldovfer zu bringen. Redner beantragt, daß der aufgestellte Lehrftlan für diese Ackerbauschule abgeändert, diese Anstalt als eine niedere Nckerbauschule installiert werde und vom Betriebe einer Musterwirthschaft vorläufig abgesehen werde. Auf Grund des abgeänderten Lehrplanes habe der Landesausschuß eine Realität im Betrage von höchstens 40,000 fl. anzulaufen. Abg. Deschmann weiset auf die ärmlichen Re« sultate in der Waldbauschule in Schneeberg und in der Weinbauschule in Slap hin und erwartet auch von der Ackerbauschule leine besseren Resultate. Redner bezeichnet dieses Unternehmen als ein Experiment, für welches die vom Abgeordneten Freiherr v. Npfaltrern beantragte Geldsumme schon ein genügendes Opfer ist. Abg. Dr. Razlag unterzieht den Zustand des Gutes Stauden — Grundcomplex und Gebäude — einer eingehenden Kritik, lenkt die Aufmerksamkeit des Hauses auf das Gut Arch hin und erklärt sich schließ, lich für die Anträge des Abg. ssreiherrn v. Npfaltrern unter der Bedingung, daß die Gutsanlaufssumme von 40,000 fl. auf 50,000 fl. erhöht werde. Abg. Dr. Zarnil erlärt sich im allgemeinen für die Errichtung der Ackerbauschule im Sinne der Anträge des vollswirthschaftlichen Ausschusses, kündigt aber für die Specialdebatte Abänderungsanträge an. Der Berichterstatter vertheidigt in längerer Rede die Ausschußanträge. Nachdem Abg. Freiherr v. Apfaltrern sich gegen den Anwurf, daß sein Antrag die ganze Angelegenheit verschleppe, verwahrt, wird der erste Theil seines Antrages — Abänderung des Lehrplanes — mit 17 gegen 11 Stimmen abgelehnt. — Abg. Dr. Ritter v. Savins chegg enthält sich der Abstimmung. Der zweite Theil des Antrages Aftfaltrern — Ankaufpreis 40,000 ft. — wird mit l.7 gegen 10 Stimmen abgelehnt. Zum Ausschuhantrage 1 stellt Abg. Dr. Zar nil das Amendement: es sei dcr Zusatz einzuschalten, daß auch das Gut Arch in die Combination mit einbezogen werde, jedoch mit der Bedingung, d^ß unter gleichen Anlaufsmodalitäten das Gut Stauden den Vorzug erhalte. Der Ausschußantrag 1 mit dem Zusatzantrag Dr. Zarnll wird mit Majorität angenommen. Der Ausschußantrag 2 wird ohne Debatte angenommen. Zum Nusschußantrag 3 stellt Abg. Dr. Z a r nil den Zusatzantrag, es möge die dem Landesausschusse zur Disposition gestellte Antaufssumme auf 50,000 ft. festgestellt werden. Dieser Zusatzantrag wird angenommen. Der Ausschußantrag 4 wird ohne wesentliche Debatte zum Beschlusse erhoben. Sämmtliche (4) Anträge werden hierauf vom hohen Hause in dritter Lesung genehmigt. Der Landeshauptmann erklärt, er werde nun die bei Beginn der Sitzung eingebrachte Interpellation des Abg. Karl Rudesch und Genossen, betreffend die vollzogene Vornahme dcr Handelskammerwahlen, zur Porlesung bringen lasse»', müsse jedich jede Verantwortung Nber mehrere im Schriftstücke vorkommende nngeziemende Bemerkungen ablehnen. «bg. Gras ell i schreitet zur InterpellationSvor« lesung, welche nahezu eine Stunde in Nnspruch nahm. Hierauf ergreift der Herr Landesregicrungsleiter Ritter von Widmann das Wort. Wir sind in der Lage, nahezu den vollen Wortlaut der Erwiderung des Herrn Regierungsoertrcters nach« folgend mitzutheilen: „Inbczug auf die eben verlesene Interpellation habe lch die Ehre folgendes zu bemerken: Por allem muß ich constatiercn und darf hicfür wol auch das Zeugnis des hohen Hauses in Anspruch nehmen, daß ich jede Interpellation, bei dcr dies nach Form und Inhalt überhaupt möglich war, stets mit aller Bereitwilligkeit beantwortet habe. Wenn ich nun erkläre, daß ich dic cbcn vorgebrachte Interpellation zu beantworten nicht in der Lage bin, so hat dies den Grund nicht etwa in den. Umstände, als ob ich mich durch diese Interpellation völlig niedergeschmettert fühlte, oder als ob es mir an ausreichendem Materialc zur Beantwortung gebräche. Im Gegentheile, meine Herren, verfüge ich über cin reiches Matcriale in diesem Gegenstände und bin überzeugt, daß die Verwerthung desselben eine drastische Illustration zu dem biblischen Spruche bilden würde, dcr von denjenigen handelt, die den Splitter im Auge des Nächsten sehen, den Valkcn im eigenen Auge aber nicht wahrnehmen wollen. Wenn ich daher die mcritorische Beantwortung der Interpellation ablehne, weil ich mich zu einer Beantwortung gar nicht für berechtiget halte, so geschieht dies aus formellen Gründen. In dieser Beziehung bemerke ich zuvörderst und dies auf dic Gefahr, meine juridische Befähigung zur Auslegung der Geschäftsordnung auch in Zweifel gezogen zu sehen, daß die Interpellation nach ß 45» dcr Geschäfts' ordmmg. welche sich dcr Landtag selbst gegeben hat, rechtlich gar nicht zulässig ist, weil die Handelskammer. Angelegenheiten zum Wirkungskreise des Landtages nicht gehören. Sodann muß ich bemerken, daß ich schon im Februar l. I. in der Laac war, angesichts der von beiden Seiten erhobenen Beschnldigungen über vorgekommene Unregelmäßigkeiten, die Acten über die Handelslammcr-wahlcn sammt allen Beschwerden und Protesten mit Zustimmung des Herrn Handelsministers dem Staats-anwalte abzutreten, und daß insolange die Amtshandlung des Staatsanwaltes, beziehungsweise des Gerichtes nicht abgeschlossen ist, selbstverständlich von einer Discussion des Gegenstandes wol nicht die Rede sein kann. Endlich muß ich gegen die der Interpellation voraus' geschickte Motivierung, so weit ich selbe aus der flüchtigen Lesung auffassen konnte, namentlich in ihrem zweiten Theile, entschieden Verwahrung einlegen, denn die Regierung sitzt hier im Landtage in dcr Person ihres Vertreters nicht auf dcr Armensüilderbank, um sich allerhand Verunglimpfungen und Beschuldigungen ins Gc< sicht schleudern zu lassen, Beschuldigungen, die sehr leicht positiv ausgesprochen, damit allein aber noch keineswegs bewiesen sind. Die Regierung ist hier vertreten, meine Herren, mu mitzuwirken zur Förderung jener Angelegenheiten, die durch die Landesordnung zu Landcsangclcgcnhcitcn erklärt sind, und ich kann für meine Person nur erklären, daß, wofern das Gebiet dcr Verdächtigungen oder uncnvicscncr Beschuldigungen betreten wird, jede Discussion aufhört, da ich auf dieses Gebiet niemand folgen kann, und dasselbe jedem Gegner gerne überlasse." Schluß der Sitzung nach 4 Uhr. Nächste Sitzung morgen, den 11. d. — lSchulfeste.) Am 8, d. feierte die hiesige zweite städ-lische Vollschult, heute begeht die Lehrcrinncnblldungsanstalt. morgen am 12. d. die erste städtische Vollsschuc »ud am Donnerstag dm 13. d. die Lehrerbildungsanstalt mit ihrer UelinngSschnlc in Obcrroscubach da« heurige Maifest — (Nebelbi lder.) W. DöriugS Nebelbilder-Porstel. luugcn bieten dem Beschauer in mehrfacher Beziehung Inter-csfauteS. Dic erste Serie fllhrle uus gestern t>ie Erlebnisse der österreichischen Fregatte „Novara" ; die zwnte gemischt«» Vilder. darunter die luustuoll coustruierte Kilchhofsceuc aus „Robert dcr Teufel" ; die drille Serie winzige, bekannte Thierche» in, vcr-größcrtcu Maßstab?, endlich die vicltc und lchtc chinesische Far-denspicle, plastische Figuren und iomischc Porträts vor. Leiber war da« Theater nur schwach besucht. Wir vermeinen, wenn wir den Besuch dicser Vorstellungen bestcnS cmpfchlr», leine Protection, sondern nur eiueu Act der gerechten Nncrlennnng zu ilbeu, denn Hcrr During Hal bisher iu alleu Staaten, die er besuchte, großen Beifall erzielt. — (Selbstmordversuch.) Die iu dcr Polauavoistadt wohnhliftc Wittwe und ehemalige Hausbesitzerin Maria Pollelin ging am 7. d. abends nach 1(1 Uhr in der Nähe des Zuckerrafsi ucrkgcbiiudcS angeblich auß LtbeuSllberdruh in selbstmörderischer Absicht in den Lalkachfluß, wurde jedoch von zwei 3oldalcn au« dem Flusse gezogen uud in der Erwägung, als bei dcr genannten Frau Erscheinungen einer Geistesstörung wahrnehmbar hervor« traten, zur Beobachtung in da« hi'sige Civilspital abgegeben. — (Die sl o ve u i sch eB ll h u r) brachte vorgcslcn, die Posse „Unsere Lehrbuben" zur Nuffilhruug. Wir möchte» dem stove-uischeu dramatischeu Vereiuc unmaßgeblich ralhen, sich iu Hiu-lunft mit llebcrschimgcu und Veaibciluugen gehaltvoller fremder Bllhnenwcrle beschäftigen zu wollen. Wiener Localposseu mit urwüchsigen «raftausdrlicleu passm nicht sttr die sloveuische Bllh»,, die sloocuische Sprache findet fllr den echten wiener Vollsdialect nicht den entsprechenden Ausdruck. Das Publicum nahm diese Posse wol mit Beifall auf, welchen sich in erster Liuie Herr Nolli(Smola) fllr sei» humoristischsatyrische« Couplet auf eigene Rechnung schreiben lann. Die Äencsiciantiu Frl, Pislar wurde beim erste« Inscciictrelcu mi> stürmischem Beifall begriW. auch empfieng die verdienstvolle Schauspielerin und Sängcrin einen prachtvollen Kranz, eine aus vordrer und srischeu Blumru ge-schmaclvull dccoriertc Lylll uud wurde mit Bouquets förmlich Überschüttet. Fräulein Pislar gab den „Nazel" recht gut in Spiel, Gesang und MaSle. Dcr zweite Veuefiizi»ut Hcrr ttajzcl (Frihl) willtc ,n gewohnter »rlomischcr Weise uud nutete cben-aiich großen Beifall, Die Fräulein P o d tr a j s e l (Nesi), Nannö (Pcpi), Vodii (Marianua) uud Ltdar (Leouline), dau» Hcrr Schmidt (Frauz) fllhrteu ihre Rollen gut durch. — (Fllr Mitglieder de« Nl penve r ei nc«.) Die in Qestlircich-Uugain bestehende» Alpcnvereinc zählen nahezu an 7000 Mitglieder. Diesen als gclminschasllicheS Organ zu dieuen, ist in Wien ein touristische« Wochenblatt: „Dcr !-^' 228 75 Londou 11140 - Silber 102 «5, Hl. l M'>>>^ calm 5 29. - Napoleonöd'or 8 91. 100 Reichsmark ^>" Wieu, 10. Mai. ii', Uhr nachmillags, (Schluß^ llreditaclie», 22!»-, 1860rc Lose 111-25. 1864er Lose 13''! österreichische Reule >u Papier 69 30. SlaalSbahn 2!N'50. ^'" < bahn 195' , 20 - Franke»stücke 8 !»1 , nngarische 6ret»l»cl" 2l52'', österreichische Francobanl 4750. österreichische A»M" 128 50, Lombarden 139 75. U>li«nba„l 10« 75, austro-o,'.',!"^ Baul - - . LloydacNcn 439-, n»slro-o!tomanische Vcu't «"«, fällige Pafsiva 2.214.325 ft. 80 5 kr. Bedecku « g : ?H schätz 140.3Ü1.438 Guldeu 17-5 lr. In Metall ,»hlbarc M". 9.243.264 fl. 67 lr. Slaals»°'eu, welche der Vanl ««"!. 1.016.01» Gulden, «iocompte: 123,804,087 fl. 24 5'r DaH 32.175.0 ,0 st. Eingelöste Conpon? r>«n GrnndentlastuXg^'>,« galionen 1.106,479 st. 94.5 kr.; st. 4.544.500 tinyelüStt »>'° ^ srnmäßlg ancielansts Psandbril'f? l, 66', Perzeu' 3.029,»'66fl ",^ Zusammen 310 735.955 fl. 69 5 lr. Am Schlüsse dcS .M°U°^ zu begleicheudc Forderung der Äaul au<< der commissions Vesorquug des Hypothelar-AuweisungSgeschäfts« (s 62 des ^ tuten) 3.295.106 fl. 28 lr. Meteorologische Beobachtungen iu LaibaH^ ^Z !Z^< ZK « «- 51 ' ^ W ^ ^ -,k s «ill.Mss. 738«. ^-14., SW.'schwach blwUllt ' ,. 10 2 „ N, ! 737.,» ^23,?; SW. schwach bewöllt " w „ Ab i 738 (,? 16 8 u,!N<,stisl 5 hei!" ^ Morgen« bewöllt. tagsüber heiler, abwechselnd lciE^! wöllnng. abcüds heiler, munhcll. Da« Tagesmilt»! der «> -j- 18'1", um 51" llber dem Normale. ^era!,!m>,lH, l Nachricht vou dem Ablebcu ihrer gelicbleu il""' > beziehnngswelfe Glt,fjmull!>!, Schn„ster, Sch"'"" > muller und SchU'ägsr,». »vr F,au ! Maria Talyher «ob. Flori"^' welche l,e,itc unchniiliagi! uu, 2 llhr »ach ^„lel Leiden u„d unch (5!ups' ^ > Ma> uachmiltaq« um 4 Uhr vom Slclbchauss "' > fulterstrabe Nr. 95 an« stall. , ,„» > Dic heil, Seelcumesseu werdcu in verscl^ > Kirchen gelesen werden. > Laibach, am 10. Mai 1875 M c»sl Illul»,«!-, Sohn Wn« vcrehel. l.ange»''^/0«"' I verrhcl. Z»e»,e!-, 8t«fan!e ucrrhcl, ^u8»0N^l»'^ ,«M «ne, Töchter. L»sl sloslan. Nsalilal'»^!'«. fl', Werli^> bciPrag; Nulials^ugZeneull. NlalmNclil'lsih"', »I«M ssersöhnc. fi-leliei-üce. tlmm». äsmln. "'" fi<«M slann» l.»nl,e>>; 8tef»nl«, «ysmlne »»«'"'> ^.'^W ^U88«neuu, z«!nk» lautes, lö„!,l, slnm"""^j«"' > n«70, Schwager, «atnsi-in» floslll« N^ ^ Schwägeri«.