Nr. 50. Donnerstag, 3. März 1887. 1tt6. Jahrgang. Mbacher Zeitung. PrannmerattonöprelS: Mit Posluersenbung: ganzjährig fl. lo, halbjährig fl. 7.50, Im Comptoir: sanzjählig fl, li, halbjährig fl. o.ü», ssili die Zustellung in« HauS ganzjährig fl. i. — Insertionsaebür: Fiii lleinc Inserate ln« zu 4 Zeilen 20 lr., größere per Zeile <> tr.: bei öfteren Wiederholungen pr. Zeile 3 lr. Die „Laibacher Heilung" erscheint taglich mit Ausnahme der Sonn- uud ffciertagc. Die «bmlnlftratlo« befindet sich Vahnhesgasse 15. die «edactiun Wien>:rstraLe 15. — Unfranliertc «liefe werde» nicht angenommen und Manufcripte nicht zurüclgcflcllt. Amtlicher Weil, Se. k. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 22. Februar d. I. über einen vom Minister des kcks. Hanfes und des Aeußcrn erstatteten alleruulerthänigsten Vortrag den Legations-rath erster Kategorie Agenor Grafen Goluchowski zum außerordentlichen Gesandten nnd bevollmächtigten Minister am königlich rnmänischen Hofe allergnädigst zu ernennen geruht. Der Präsident der k. k. Finanzdirection für Krain hat den Steueramts-Controlor Andreas Golli zum Steuereinnehmer, die Steueramts-Adjuncten Joseph Eerk. Johann Buchta uud Auton Kozar zn Steueramts-Controlorru; den Feuerwerker des k. k. Corps-Artillerie-Regiments Erzherzog Wilhelm Nr. 3 Auton ^rohmann und die SteueramtsPraktikanten Anton « rizman uud Gottfried Zazula zu Stelleranlts' "diuucten ernannt. Nichtamtlicher Weil. Bestimmungen iibcr den Landstnlm. in. Die Regierung hat sich einer Resolution dieses yohen Hauses gegenüber befuudeu, wtlche ihr nahelegte, M dieser Beziehung Schritte zu thun, um eiue vertragsmäßige Feststellung des völkerrechtlichen Schuhes iur den Landsturm anzubahnen. Die Regierung hat nicht ermangelt, in diesem Sinne die ihr zukon.meudeu ihunlichen Schritte einzuleiten. Ich mnss nur hier her-dmheben. dass eine Resolution des hohen Hauses bei lhrer vollen Bedeutnng nicht für ganz Europa maßgebend sein kann nnd das Zustandekommen solcher uer--lragsmäßigcr Bestimmungen in mancher Bezichuug Schwierigkeiten begegnet, die vielleicht wesentlich formeller Natnr sind. Aber ich kann es sagen, dass die meisten Staaten Landsturm-Institutionen haben, welche uer unsrigen mehr oder minder ähnlich sind, und dass lein Staat gestattet, dass deren völkerrechtlicher Schuh °llch nur in Frage gestellt werde. Ich möchte weiter ^rauf hiuweiseu, dass selbst für deu Fall des Zustandekommens von solchen Verträgen im Kriege, der la eigentlich die Negation des Rechtöstaudpunltes ist, ^wch immer leine volle Gewähr dafür geboten wäre. dass solche Verträge auch immer eingehalten werden. Hier spricht vor allem das Interesse, und es liegt im klaren Interesse aller Staaten, dass die Iustilu-tionen, welche sie in ähnlicher Weise haben, auch iu Bezug auf den völkerrechtlichen Schutz außer Frage kommen. Ein Hauptmoment liegt darin, dass nunmehr eine Organisation für den Landsturm geschaffen wurde, welcher sogar in der Interpellation ein zn großer Militärismus zum Vonvurf gemacht wird, welche so gewiss umsomehr Gewähr bietet, dass damit die Hauptbediu-guug der völkerrechtlichen Anerkennung erfüllt wild: eine feste militärische Organisation, Disciplin, Uuter-werfnng unter die militärischen Gesetze und Vorschriften nnd ein äußerlich erkennbares, den Verrath aus» schließeudes Wesen. Das zweite Moment, welches ich nicht als das einzig maßgebende und entscheidende anerkennen kann, welches aber für die Praxis jedenfalls erhöhte Sicherheit gewährt, ist die vom hohen Hanse nunmehr so weitgehend, als es die kriegerischen Anforderungen zunächst erheischen, bewilligte Bekleidung uud Ausrüstung für den Landsturm. Es heißt iu der Interpellation weiter: «Anbelangend nun diefe unlängst in beiden Reichshälften veröffentlichten Dnrchführuugsvorschriften muss zunächst im allgemeinen die schwer verständliche nud höchst verwickelte sowie in den wichtigsten Punkten ganz vage uud discretiouäre Textieruug der über 100 Druckseite» umfassenden öste'reichischeu Verorduuug vom 19. Jänner 1887 gegenüber den leichtfasölichen. klaren und präcisen Bestimmungc'l der Verordnung des ungarischen Landesvertheidtgnugs-Ministeriums als eiue für Oesterreich uud dessen Wehrpflichtige höchst bedauerliche uud nachtheilige Erscheinung hervorgehoben werden.» Ich mnss hier bemerken, dass für den Minister für Landesvertheidigung das maßgebende Urtheil über die Zweckmäßigkeit der erschienenen Vorschriften dort liegt, wo nach dem Gesetze die Organisation zu bestimmen ist. Ich will übrigens das Lob. welches der uugarischen Vorschrift gewiss gerecht gespendet wird, dcrselbeu gern gönnen, wenn auch mauche dieser so klareu Bestimmuugen in der Interpellation uicht ganz präcis anfgefast erfcheinen, was ich in der Folge sach lich nachzuweisen Gelegenheit haben werde. Icl/ glaube aber, dass mein sehr geehrt >r ungarischer College gegen ein Lob sich verwahren würde, welches etwa dahin gienge, dass Ungarn für den Kriegsfall relativ weniger leisten soll als Oesterreich, was nicht richtig wäre. In Ungarn hat sich keine Stimme in der Richtung gefunden, den Minister dafür zur Rechenschaft zu ziehen, dass für den Kriegsfall zu viel geleistet werden soll. Wir haben gestern einen sehr erfreuliche»! Beweis dafür geseheu, dass auch hier alle das Ihrige zu leisten bereit siud. Die Uugaru verstehei» es übrigens auch soust vou ihrem Standpunkte gegen außen zusammen-zuhalteu und ihre eigenen Institutioneil zu vertheidigen. Eö heißt des ferneren: «So bildet nach der ungarischen Verordnung der Landwehr- (Bataillons^) Bezirk stets zugleich deu Landsturmbezirl, während das in Oesterreich nnr .in der Regel' der Fall sein soll (§ 2), wie anch der in Ungarn ,stets' ails dem ,Ergän° zungsbczirlV herauzuziehende Hecresersatz, in Oesterreich gleichfalls nur ,iu der Regel' aus dem Ergänzungsbezirke iii Aussicht geuommen, im übrigen aber ganz den Auorduuugeu der Kriegsverwaltung überlassen ist, so dass, wie bei der Landwehr, abermals uic-deröstcrreichische Landsturmpflichtige zu qalizischcil oder dalmatinischen Regimeuleru als Ünterofficiere oder Infanteristen zugetheilt und verschickt werden könnten. Ich nehme den Fall an, es wäre schon im Beginne eines Krieges ein Theil des Grenzgebietes von einer feindlichen Invasion überzogen und es wäre gar nicht möglich gewesen, alle Landsturm-Elemente aus demselben herauszuzieheu. Das augehörige Regiment thut, wie es alle Regimenter der Monarchie stets gethan haben, seine Pflicht nnd erlitte hierbei große Verluste. Es soll dann nicht möglich sein, dasselbe aus einem auch nur nächsten Ergänzuugsbezirke zu completieren, wenn es die Ergänzung im eigenen Bezirke nicht mehr gefuudeu hat. Ich glaube uicht, dass dies iu der Absicht der Herren Interpellanten gelegen war. Es ist hier manchmal von föderalistischen Tendenzen gesprochen worden. Ich muss es anerkennend hervorheben, dass bei Berathung des Landsturmgesetzes auch nicht der Schatten einer solchen Tendenz platzgegriffen hat, dass hier mit grußer Aufopferung aller anderen Ideen die Idee des ,eiuer für alle und alle für einen' das Gesetz durchdrungen hat. Die vom Gesetze nunmehr gewährte Verfügbaikeit wird doch uicht durch die Durchsühruugsvorschrift geuommen werden wollen? Die Kriegsverwaltung soll nicht fordern können, was nothwendig lind vom Gesetze gewährt ist? Ich bin überzeugt, dass es nicht iu der Absicht der gcchr« Jeuilleton. Erste Fasten-Epistel. .. Alles, meine verehrten Leserinnen und Leser, hat 9 s.""l' die Nächte der Lustbarkeiteu und der lauten OMtreuung sind vorüber, angebrochen silid die Tage "er stillen Sammlnng. und mauche. für welche der yunmel voller Geigen hieng. müssen jetzt Triibsal "a,en. Hi„ter dem V kommt gleich das Weh, das ist st/ « b"""g im ABC», sagt der Kapuziner in «Wallen-^lNK Lager», und der vermischenden Lust trägt der ""er der Ernüchterung die Schleppe. ;,„' m - ^ dem. der den Becher der Freude nicht bis bat f '^ 9^"l' der sich noch einen Schluck aufgespart Catt, - ^"W, maskenfreie Zeit, wie z. P. der dem « ""' d" noch ein Kränzchen übrig hat. nach ih'" "un allen denen der Muud wässern wird, die mit Möa,n '^°^"om nicht hausgehalten haben; diese ihrem «?"".?" Erinnernng zehren uud mit sich uud """Gewissen Abrechnung halten, heit si,?^"' "chnen überhaupt, wieviel Nüchtern-und ^I '" d'lw" Worte! Wenn die BallcomM Newa f^/"" bl'e Bilanz ziehen und das pecuuiäre rechne »!r^""^'^ "''s; wenn ein Ballvater abrostet ^ ^ ^ Carnevalsfreuden seiner Töchter "neu ot^ ^ '"^e Aussichten auf Versorgnng der VauernbaN l^ °"^"" " dasür erworben; wenn das !"en es s,'l7°l"' zlsfermäßig nachweist, welche Smn-'st diese A^ ^'"'anltäre Zwecke eingenommen: Dann gend odei N"""^"'^"^er erfreulich oder bernhi-°" Mst im Deftcilfalle nicht beängstigend. Wo sich ein Schaden mit Geld reparieren lässt, da ist das Abrechnuugsgeschäft noch immer zu ertragen. Aber es gibt Abrechnungen aus den Tagen von Drei Könige bis Aschermittwoch, wo ein Deficit nicht mit Geld ausgeglichen werden kaun, wo es unmöglich ist, den Beschädigten nachträglich zu entschädigen.' Sollte derlei vorgekommen sein? Frage jeder sein' Gewisse». Ich gebe ja zu, dass die Conversation mit dem Gewissen keine angenehme ist, denn es will immer recht haben, uud kommt es heute nicht zn Worte, so meldet es sich morgen oder übermorgen wie ein zudringlicher Gläubiger; aber, da es nuu schon einmal sein muss, so rechne jedermann mit seinem Gewissen ab; die Zeit dazu ist da, uud was du heute thun kaunst, verschiebe nicht auf morgen. Lasse dnrch Zu-spnich und gute Ermahnungen dein Gewissen frottieren uud mache gut oder berene zum mindesten, was du gefehlt. Hast dll, jugeudlicher Täuzer. nicht leichtsiuniger-weise in einem Mädchen die Hoffnung erweckt, dass sie dir mehr sei. als eiue Walzer-Partnerin -^ !wo, dass du auch über deu Vallabend. über den Carncval Hinalls mit ihr tanzen möchtest, kurz. dass du die Absicht hast. iu der Fasten mit der Mama zu sprechen uud dem Papa über deine Finanzlage und Lebensstellung Auskunft zu geben? Weun du solche Hoff.um-geu erweckt hast. was willst du thun, um sie zu festigen oder zu corrigieren? Aallmutter! Du hast aus allerdings entschuldbarer Mutterliebe dein Töchtercheu häuslicher, gemüthlicher, auch wohlhabender geschildert, als es thatsächlich ist. Wenn nun, deinen Worten vertrauend, ein Jüngling 'Ernst machen wollte, wirst du ihm auch früher reinen Wein einschenken? Wirst du ihm gestehen, dass das immerhin gut veranlagte Kind verzogen und verzärtelt worden ist. dass es bis in den Tag hinein schläft und wohl am Clavier nnd in der Literaturgeschichte Bescheid weiß. uicht aber in der Hauswirtschaft; dafs es wohl Heine, Baumbach, Scheffel :c., nicht aber Katharina Prato oder Marbler in seinem Bücherschränke hat? Jüngling! halte es dir vor Augen, dass nicht nur vor Gericht und im Tode alle Meuschcu gleich sind, sondern auch alle Tänzerinnen mlf einem Balle, uud dass sie alle gleiches Anrecht auf Uuterhaltuug haben. Du aber bist fast nnr auf der Herren-Infel gewesen, und obgleich da uud dort höchst auständige Mädchen die traurige Rolle vou Waudblümchen spielen mussten, du hast dich ihrer uicht erbarmt, sie nicht zum Tanze gebeten, du hast ihnen ihre Zeit nnd einen Theil ihrer Freude gestohleu. Rede dich uicht aus, dass man ja nicht tanzen müsse. Wenn man jung ist und tanzen kann, dann tanzt man auch oder man bleibt lieber daheim. Du bist nicht vorgestellt worden? Ja, hast du dich deuu auch nur eiuen Momeut bemüht, vorgestellt zu werden? Und du mit dem Zwicker und dem blasierten Habitus, warum hast du mit Gleichgesinnten jene wür« dige Frau bewitzelt, welcher, vom Schlummer übermannt, iu der Hitze des Saales die Augen zu- und Taschentuch und Fächer hinabfielcn? Wisse, Hariherziger, diese Frau war eine Märlyrin in Ausübung ihrer mutter-licheu Pflichten; sie hatte ei» Töchlerlein zu überwachen, uud da verschlangen sich m ihrem Gedächtnisse die Bilder von einst und jetzt — sie träumte von ihrem ersten Balle und wie ihr damals vor Freude, dass der von ihr im Stillen bevorzugte junge Mann sie zum Laibacher Zeitung Nr. 5ft 414 3. März 1887. ten Herren Interpellanten lag, sagen zu wollen, dass die citierten galizischen und dalmatinischen Regimenter, wenn sie im Kampfe für das Gesammtvaterland dc-cimiert wurden, behandelt werden sullen wie Aussätzige, dass man gar keine anderen Angehörigen in dieselben mehr geben darf. Ich glaube, das war nicht beabsichtigt und es wird auch gewiss nicht als zweckmäßig erscheinen. Es heißt in der Interpellation weiter: «Die Ernennung der Officiere wird für Ungarn gleichfalls günstiger gestellt, da dort eine militärische Schule oder Prüfung nicht unbedingt gefordert nnd auch für die Beibehaltung des Officierscharakters in Friedenszeiten vorgesorgt wird, während in Oesterreich diese Begünstigungen fehlen.» Es ist das Wort .Begünstignna/ gebraucht worden, nnd ich erkenne ihm seine Berechtigung zu für einzelne, aber für das Gesammte kann ich das gewiss nicht, als eine Begünstigung erachten, wenn nicht die Gewähr gefordert würde,' dass die Führer, vou denen das Wohl uud Wehe der anderen abhängt, auch das erforderliche Sachverständnis besitzen. Ich möchte die Frage stelle», ob es denn zum Beispiel als günstig betrachtet werden würde, wenn in Fragen der Rechtsvertretnng jeder nächste Landsturmpflichtige ohne jede sonstige Qualification hierzu berufe» werden könnte. Es kann aber auch in Fragen, wo es sich um das Wohl und Wehe der Monarchie handelt, nnmöglich günstig sein, in dieser Beziehung nicht jene Gewähr zn verlangen, welche nothwendig ist für diejenigen, die vor den Feind geführt werden, wo ein richtiges odcr unrichtiges Wort sehr vieles und Weittragendes z» entscheiden vermag. Ich muss übrigens bemerken, dass die Details dieser Frage wohl erst an der Hand der zn machenden concrete« Erfahrungen endgiltig werden geregelt werden können. l einiger Zeit zufolge höherer Weisung einzelne im Köuigreiche Poleu stationierte Trnppenabtheilnngen zu bedeutenderen Marschübungen in voller FeldadjustierM beordert. Diese Maßregel sowie die Thatsache, dass in einigen größeren Provinzstädtcn den Cmnmunal-und Schulbehörden vertraulich nahegelegt wurde, sich darauf vorzubereiten, dass unter gewissen Umständen eine unverzügliche Ränmuug von öffentlichen Gebäuden für militärische Zwecke erfolgen müsste, haben »iO verfehlt, die Kriegsbefürchtuugen der Bevölkerung zll verstärken. (Zur Lage iu Bulgarien.) Die Nachricht der Ageuce Havas von einem intendierten Putsch in Silistria bestätigt sich insoferne, als das daselbst stationierte Bataillon von seinem Commandantcn zu cinenl Aufstaudsversuche verleitet wurde. Es gelang jedoch del Regentschaft, dieseu Versuch im Keime zn ersticken. Es lässt sich nicht genan bestimmen, ob die Sache eine weitere Verzweigung hatte und nur in Silistria z" früh explodierte. Der Verlanf zeigt, dass >na» in Sofia wachsam ist. (Frankreich.) In der französischen Kanimel verlangte Goblet einen Credit von einer Million fül die Opfer des Erdbebens. Cuneo wünscht über die Vorfälle in Corsica zu interpellieren. Goblet antwortete, die Angelegenheit sei nicht dringlich, da die Bai'de gegenwärtig zerstreut sei und ersucht, die BcrathM für nächsten Monat festzusetzen. (Angenommen.) Arbeitt minister Millaud ist nach den vom Erdbeben hciw' gesllchten Ortschaften abgereist. (Englisches Parlament.) Im englische" Unterhause theilte Fergusson mit, Euglaud uud Deuts^ land unternehmen gemeinschaftlich Schritte in Lissab^ und Zanzibar, die hoffentlich eine freundliche Löslins der Tungi-Frage herbeiführen. Die Beziehungen zw^ schen England nnd Venezuela wegen der Grenzstreitig" keilen Venezuela's mit Britisch Guayana wurden ab' gebrochen. (Auf Corsica) herrscht Aufreguug infolge del Nachricht, Leandri marschiere mit einigen hundert M Hängern gegen Sarteue. Zwei Compagnien Infantes sind rasch nach Sartc'ue geschickt worden. Lcandri >" der bonapartistische Advocat aus Ajaccio, welcher kü^ lich iu eiueul Aufruf zmn Aufruhr aufforderte u" sich daun in das Innere des Landes begab. Tagesneuigteiten. Se. Majestät der Kaiser haben, wie das u^ garische Amtsblatt meldet, für die Kirche zu ZM Käpolna 100 fl, ferner für den siebenbürgischen Cült" verein und den Unterstützuugsverein der Pharmaceut, in Budapest aus Aulass ihrer heurigen Bälle >' 100 fl, zu spendeu geruht. — (Das Pferd aus dem Sann - Tha ^ > Dieses Pferd aus der südlichen Sreiermark nimmt u>^ , den Arbeitspferden unbedingt eiuen hervorragenden ^> ein. Die Form erinnert an einen leichte» Perchero». ^ Kopf, etwas stark ans turzem Halse, der aber immelv gut angesetzt, ist leicht beweglich, die Br»st, tief uud br^ birgt gute Athimmgsorgane i» sich, der Rücken, ^ auch etwas lcmg, ist kräftig, die Krupe ist gering > gedacht und gcspalte», uud die Extremitäten sind fest ''« knochig. Das ganze Pferd macht nicht nur eine» "'/,> kulöse» Eindruck, so»dern ist es auch i» Wirklichkeit, ^, munter u»d leicht zufrieden »lit dein, was ihn« ge^s wird. Die Schulterlagc ist vortrefflich, aus ihr ent'l" .,< sich ei» leichler räumiger Trabgang, der de» SaM'lh ^ auch zum schnelleren Dienste sehr geeignet macht, n»^ fmdet auf diesem Gebiete auch gcmigende Verwe»^ ! Im Laufe vo» 50 Jahre» ist das Samtthaler ^? l ein co»sta»ter Schlag geworden. Seine Abstammung ^! ans bnrgundische Hengste znrückgeführt, die >"<"< g, >La»dst»le» kreuzte und vo» dene» der Hengst «^ l Laibachcr Zeitung Nr. 50 415 3.Ätiirz 1887. noch heute im Munde der Alpenbewohner Verehrung ftndet, weil er durch sein Blut ihnen eine Quelle des Wohlstandes erschloss. Wenn man den Saunthaler sieht, ist man wohl von seiner Ausdauer und Kraft überzeugt, und seine gutmüthigen Augen und sein immer lustiges Temperament berühren uus angeuehm, allein dass er als Kunstpferd im Circus sich produciert, glaubt mau uicht, und doch soll vor Jahresfrist im Circus Wulff eiu Sannthaler seine Sache vorzüglich gemacht haben. Arbeitspferd für schweren Dienst, auch geeignet für auhaltende Trab-reisen, dazu noch Kuustreiterftferd, das ist mit anderen Worten: «Ein Pferd für alles». — (Avaucemeut der Einjährig-Freiwilligen.) Jene Einjährig-Freiwilligen, welche im Oktober vorigen Jahres ihre Präseu.',dieustzeit antraten uud sich durch Fleiß, gute Auffassung und tadellose Führung auszeichneten, erhielten in diesem Jahre von Seite der betreffenden Regiments-Commandos bereits Chargen zuerkannt. Vishcr erfolgte das Avancement erst anfangs April eines jeden Dienstjahres. — (Aus Kärnten,) Das Klagenfnrter Theater wurde dem Director Eglseer aus Passau für drei Jahre verpachtet. — Der Laudespräsideut von Kärnten hat den Negieruugscoucipiste» Ernst Van Goethcm de St. Agathe zum provisorischen Bezirkscommissär und den Conceptspraktikanten Rudolf Freiherr» Myr-bach von Rhein feld zum provisorische» Regicruugs-concipisten bei den politischen Verwaltungsbehörden in Kärnten ernannt. — (Für dieOpfer des Erdbe beus.) König Humbert übersandte für die Opfer des Erdbebens 150 000 Francs an die Muuicipalität von Rom, welche die Initiative zu einem Hilfsaufrufe au dic Italiener zugunsten der veruuglücktcu Provinzen ergriff. — (Duell.) Der im Duell verwundete Vahu-beantte Kovac ist seinen Wunden erlegen. Dessen Gegner Vidac, welcher bereits mehrere Duelle iu Budapest uud Agram hatte, hat Urlaub genommen. Er dürfte kaum auf seineu Agramer Posten zurückkehren. Das Opfer des Zweikampfes, rin allgemein geachteter junger Mann, wollte anlässlich eines Bankettes mit Vidac nicht «anstoßen», was die Ursache der Herausforderung war, — (Aschermittwoch-Gedanken.) Man schreibt aus Paris: Fräulein Edith Gonzales, die 29jährige Tochter eines Pariser Kaufmannes, hat sich am Aschermittwoch mittelst Cyankali vergiftet. In einem hinterlassenen Schreiben erklärt die Dame, sie habe sicher darauf gerechnet, in dicfem Fasching einen Mann zu bekommen ; allein ihre Wünsche hätten sich nicht erfüllt nnd sie wolle uicht wieder ein ganzes Jahr hindurch die Zielscheibe schlechter Witze seitens ihrer jüugeren Schwestern und ihres Bruders sein. Die sentimentalen Schlussworlc des Briefes lauten: «Was ich iu letzterer Zeit auch unternahm, es hieß stets: du bist zu alt dazu; nun, zum Sterbeu werden mich doch noch hoffentlich alle zu juug finden.» — (Eine farbenwechselnde Blume.) Ueber eine farbenwechselnde Blume in Mexiko wird der «Deutschen Weltpost» geschrieben: Dr, Samelcder hat in Cordoba eine Blume entdeckt, die den wissenschaftliche« Name» I5ibi8uo» mutabili« führt, aus Ostindien stammen soll und sich dadurch auszeichnet, dass sie die Farbe wechselt, indem sie des Morgeus eiue weiße, des Nachmittags eine rothe und am Abend eine blaue Farbe annimmt; ihr ausgezeichneter Geruch ist uur zur Mittagszeit wahrnehmbar. Diese «Wunderblume» soll sich auf dem ganzen Isthmus vou Tehuantepek nnd besonders die Küste eut-lang finden. — (Großes Grubenunglück.) Im Schachte Chatelus bei St. Etiennc fand vorgestern eine Explosion schlagender Wetter statt. Von !10 Arbeitern sind 20 der Gefahr entronnen, 10 wnrdeu herausgezogen, worunter 2 Todte und 6 Schwerverletzte. Die übrigen hält man für verloren. — (Ein triftiger Grund.) «Weshalb reißeu Sie denn die Seiten dieses neuen Buches mit den Fin-gcrnanf?» — «Weil es nicht mir gehört!» Local- und Ploliinzial-Nachrichten. )ur Dailiacher Wafferversorgungs-Fragc. Bei dem allgemeinen Interesse, welches im Momente der endgiltigen Neschlussfassung über die Concurs-^usschreibuug seitens des Gemeiuderathes Laibach für die meiden in Frage kommenden Alternativ-Projecte des "^ erbezuges mittelst ciues großangelegten städtischen ""Nerwerkes besteht, veröffentlichen wir nachstehend einen . "^ug aus der im technische» Vereine für Krain gehalteneu Wasserleitungs-Debatte. Sln ^^'m der Obmann, Sectionsvorstand der k. k. Herr Alüthgen, die cmwescnoe» Gäste beri 5 ' "feilte er zuerst dem La»dcsi»gc»ieur den M l^t" b"s Wort. Dieser äußerte vor allem leitm^ä'^r ^? die Debatte der Lösuug der Wasser-deu N^s? förderlich seiu möge und gieng sofort auf Feld ,,.3? ^ beiden Wasserbezugsquelleu, Laibacher chcm ls 5,0 1.19 2.13? 1,639 3 A ^ Kieselsäure ... — 0,45 0,25 0,218 !^3Z^ freie u. halbgcbun« !! ^'" 2 3 deneKohleusäme — 12,32 10,70 14,746^! ff ff 3, Die mikroskopische Untersuchung ergab: es enthalte das eiuqetrocknete Wasser von Povodjc nilr Krystalle und keine Pilze, vom Lailiacher Feld: Krystalle, keine schädlichen Pilze, nur einzelne, grüugefärbte Algen. Das Po-vodje-Wasser ist demnach besser als das berühmte Wiener Hochquelle»wasser uud gegenüber dem vom Laibachcr Felde hätte es den bcdeuteuden Vorzug eines geringeren Eisenoxyd-Gehaltes und dass es frei ist von Algen. Großer Eisengehalt, als Vorbedingung der Existenz für gewisse Alge», namentlich der Chrenotrix und Cladothrix, könnte geradezu verhängnisvoll werden für das Rohrnetz. So traten diese Algen z. B. bei der Tegeler Wasserleitung in Berlin 1883 in solchen Massen auf, dass das Wasser trotz sorgfältiger Spülung der Reservoire in den Haus-leituugeu nur nach Passierung eines Hausfilters genießbar war. In Königsberg mufste die Wasserleitung deshalb umgelegt werden. Der gleiche Uebelstand zeigt sich in Prag, Lille, St. Etienne und mehreren russischen Städten. Daher entspricht auch das Laibacher Wasser seines Eisen-gehaltes wegc» nicht für Wasscrleituugszwccke. Deu Gehalt an Salpetersäure führt Herr Professor Knapitsch darauf zurück, dass das Wasser au der Oberfläche geschöpft wurde, wozu Reducr bemerkt, dass die Analyse des Studenzer Wassers ebenfalls Salpetersäure aufweist. Auf de» geoguostische» Theil übergehend, erläuterte Herr Hrasty an einem Querschnitt auf der Tafel, dass, wenn die Längenprofilaxe beide Bczugsorte berührt, das Wassergebiet durch die Save i» zwei gleiche Theile ge-schuittcn werde. Der obere größere Theil reicht daun von den Steiner Alpen bis zur Save uud besteht aus Diluvialschotter, welcher die Wasscrmassc» bis zum tiefsten Punkte, der Einsattluug zwischeu Urausica uud Galleu-berg leitet. Dort wird das Wasser in der Einsattlung durch weniger durchlässige Schichten gestaut und tritt stellenweise sogar zutage. Ein gewisses Qnantum jedoch bewegt sich uuterirdisch iu der Richtung gegen die Save weiter, wo sich dieses Wasser sodann auf dem Laibacher Felde mit dem Grundwasscr dieses Niederschlagsgebictcs u»d dem aus der Save eiudringeudeu Flusswasser vereinigt. Obgleich beide Wässer ei» uud dasselbe geologische Gebilde durchlaufe», so ist es natürlich, dass je länger der Weg ist, desto reiuer das Wasser sowohl in chemischer als auch in mechauischer Beziehung wird. In Povodje beträgt dieser Weg 14 bis 16 kiu, im Laibacher Felde 2 bis 3 km. Ein Näherstellen zur Save würde nur ciu schwach filtriertes Flusswasser vo» 6 bis 1«" Temperatur ergeben, ein Näherrücke» zur Stadt die Ausdehnung des-selbeu hindern. Aus diesen Gründe» sei Red»cr auch vom geognostische» Standpunkte ans für Povodje. Von, hydrotechnische» Standpunkte stimmt Herr Hrasty cbettfalls für Povodje, uachdem aus de» Messungen dort ein Abfluss von 39 000»,' pro Tag zu erwarten sei, während die Ergiebigkeit des Laibacher Feldes sich erst aus dem Probepumpe» ergebe» mnss. Das Wichtigste sei jedoch, dass die Q»elle»höhe bei Povodjc so hoch liege, dass das Wasser »och a»f die Höhe des Bahnhofes (Cole 3001») dnrch natürliche» Ueberdruck steigeu kauu, daher uur uoch ein künstlicher Ueberdruck vo» 25 m für die Versorguug der Stadt erforderlich werde. Im Laibacher Felde habe das Gruudwasser nur die Eote 282, die Differenz beim Tagesbetriebe sammt dein Druckhöhcu-verlust mit 2 m uud der Depression mit 2 m angenommen, würde eine Tiefe von 22 m geben, ans welcher mit Maschmcttkraft geschöpft werden müsste, um die Niveau-Cote vou 300 m zu erreiche,,. Hiefür würden eine oder zwei Activ- und eine Refervemafchine von znfammen 51 indic. Pferdekräftc» »othwendig, bereu Aufchaffuugs-kosteu sich auf 40 000 fl. belaufe». Die I»sta»dhaltu»g au Kohle, Schmiere :c. betragen 4000 fl., a» Bedic-nungsdienst 1000 sl,, zusammen 5000 fl. Dies capita-lisiert gibt 100 000 fl., zusamme» dcm»ach mit den Au-schafflmgskoste» circa 150 000 fl. Obgleich Redner den Ergebttissen der Koste»berechnuugeu uicht vorgreifen wolle, könne er jedoch schon heute versicher», dass die Differenz in der Länge der Leitungen, jenen Mehraufwand kanm übcrsteigeu werde. Nach diese» interessante», einem zweite» Autrage der städtische» Wasscrversorguugs - Commission gegeuüberstcheu deu Ausführungen des Herrn Hrasly übergab Herr In- genieur Alüthgen den Vorsitz an den Obmauustell-uertreter uud ergriff das Wort, indem er vorausschickte, dass er eiu unbedingter Anhänger der Wasserleitung vom Laibacher Feld sei und obwohl er als solcher,.möglicherweise vollständig isoliert stehe, sei er gerade dem Herrn Vorredner für seine so ei»geheuden Ausführungen dankbar, weil ebeu aus diefeu sich der beste Beweis deducieren lasse, dass der Wasscrbezug aus dem Laibacher Felde deu Interessen der Stadt Laibach am meiste» entspreche. Er werde deshalb ge»au dem Vortrage des Hcrru Vorredners folgeu uud zuerst die chemische Beschaffenheit des Wassers besprechen. Was die Normierung der Substanzen durch die Weimar'sche Wassercommission anlange, so sei dieselbe (wie Herr Hrasky ja selbst sagte) uicht maßgebend, nachdem eben die Zusamme»setzuug der verschiedenen Wässer ganz kolossale Unterschiede zeige. Er glaube, dass sich die Laibacher Bevölkerung wohl vollständig zufriedenstellen könne, wenn das künftige Trinkwasser wirklich so gut sei, wie jenes, welches die Wiener wählten. Nuu, und wie stellt sich das Wasser vom Laibacher Felde gegenüber dem der Hochquclleuleitung? Wir fiudeu aus der Tabelle des Herrn Hrasky, dass das Wiener Wasser an schädliche» Bestandtheile» um 50 pCt. mehr Chlor, um 500. sage fünfhundert Proceut mehr Schwefelsäure, um 300 Proceut mehr organische Substanzen, »m eiueu Theil mehr Trockenrückstand, um vier Theile »lehr Glührücksta»d, demnach unter sieben schädliche» Substa»zen bei fünf eiu Plus gegeuüber den« Wasser vo,» Laibacher Felde aufweist. Uud wie sieht es mit den für den diätetischen Charakter günstigeren Bestandtheilen aus? Wir finden da in dem Wiener Wasser gegeuübcr dem Laibacher weniger Calciumoxyd, weuiger Magnesinmoxyd, weniger Kieselsäure, uud nur die Kohlensänre allein überwiegt. Gegenüber dem Wiener Wasser ist von den «schädlichen» Bestandtheilen nur Eisen uud Salpetersäure «ach der Tabelle überwiegend. Bezüglich der letzteren bemerkte Herr Blüthgen, dass die Salpetersäure iu einer ihm vorliegenden Analyse des Wiener Hochquellcuwassers überhaupt nicht aufgeführt erfcheiut, uud sei es deshalb fraglich, ob selbe überhaupt berücksichtigt wurde, da diese Substanz eben deu Beweis der gänzlich vollbrachten chemischen Zersetzung aller organische» Beimengungen unter der Erde liefert und letztere hiernach erst oberirdisch hiuzugelaugeu, allenfalls aus dem Holze des Brmmeueimers, wie beim Laibachcr Pulverthurm, ihre Nahrung ziehen, u. dgl. Somit bliebe also »ur als eiuzige uugünstigere Beschaffenheit des Wassers der Eisenoxydgchalt übrig; aber es ist klar, dass ein so geringer Gehalt au Eise» dem Trinkende» »icht nur uicht schädlich, sonder» sogar »ützlich sei. Was hiugege» die Gefahr des Eifeus für die Leituug durch die E»twicklu»g der Algen betreffe, tö»ne er die Bcsorguis des Herr» Hrasky scho» darum »icht theile», weil es doch »och immer fraglich sei, ob die Bilduug der Alge» bei de» »amhaft gemachte» Wasserleilu»ge» »icht die Folge der schlechte» Leit»»g selbst war oder überhaupt in der schlechten Anlage z» suche» sei, Uebrigcus sei dann bei der soviel kürzeren Leituug vom Laibacher Felde entschieden weniger zu fürchte», als bei der 13 km langen Leituug vo» Povodjc. Dass das Wasser vou Povodje in seiner chemischen Zusam!»e»setzuug. mit Ausuahme des geringeren Gehaltes a» Calciumoxyd uud Maguesiumoxyd, allerdings noch besser sei als das Wasser vom Laibacher Felde, sei richtig, aber er glaube, dass wir uus getrost »lit jcucm Wasser, das uoch immer besser als das berühmte Wiener sei, bescheiden kö»»e». Den Härtegrad uud die Temperatur, welche für die Qualität des Wassers auch entscheidend seien, habe der Herr Vorreduer übrigens anzugeben vergesse». So viel jedoch bekauut, sei die Temperatur des Wassers vom Laibacher Felde nur um 1 Grad geringer als das Wiener und der Härtegrad ziemlich gleich. Das Wasser von Povodje dagege» sei eutschieden zu weich. Was die Ausführuugeu über dcu gcoguostische» Theil betrifft, so tön»e er sich ebe»falls »icht den Anschauungen anschließen, welche für den Herrn Vorredner bestimmend waren.__________ — (Allerhöchste Spende,) Se. Majestät der Kaiser haben dem Vctera»c»vereine in Stein zur Anschaffung einer Fah»e eme Unterstützung von 100 ft. aus Allerhöchstihreu Privatmittelu allcrgnädigst zu spenden geruht. - (Aus dem k. k. Laudesschulrath c.) Ueber die jüngste Sitzuug des t. t. Lcmdesschulrathes für Krain erhalten wir folgenden Bericht: Nach Eröffnung der Sitzuug durch dcu Hcrru Vorsitzenden trägt der Schriftführer die seit der letzten Sitzuug erledigten Geschäfts-stücke vor, was zur Ke»ut»is ge»ommeu wird. Sodaun wird zur Erlediguug der Tagesorduuug geschritten. U»ter gleichzeitiger Erlassuug der cutsprecheude» Weisuuge» au die Bezirksschulräthe wird die Vorlage des Jahresberichtes über dcu Stand des Voltsschulweseus in Kram ,m Schuljahre 1885/80, ferner die Erstattung eincs Beuchtes, be-treffeud deu Vorgang bei Ei»heb»»g des Schulgeldes und desseu Abfuhr in den Fälle», in welchen dem Realschul-localfo»de ein Antheil hievon zukommt, an das hohe t. k. Miuisterium für Cultus uud Unterricht beschlösse». Er-uamlt wurde»: Fraucisca Smitik defittitiv für die Laibacher Zeitung Nr. 50 416 3. März 1887. zweite Lehrstelle in Savenstein, Johann Pipan definitiv fiir die Oberlehrerstelle und Gabriele Go gala für die zweite Lehrstelle in Schwarzenberg, Gustav Spehler de» finitiv für die Lehrstelle in Vigcmn im Schulbezirke Radmannsdorf, Franz Kalan definitiv für die Lehrstelle in Catcz im Schulbezirkc Rudolfswert, Johann Ieglic definitiv für die Lehrstelle in Pece. Von der Bestellung einer Industrielehrerin mit fixer Remuneration an der Mädchenvolksschule in Rudolfswert wird Umgang genommen. Den Erben eines verstorbenen Lehrers wird das Conductquartal zuerkannt nnd flüssig gemacht. Reculfe und Nachsichtsgefuche in Schulversäumms - Straffällen sowie Gesuche um Remunerationen und Geldaushilfen werden erledigt. — (Todesfall.) Im Beuedictiner-Kloster St. Paul in Kä'rnten ist am 26, Febrnar unfcr Landsmann l. Hermann Venedig im hohen Alter von 80 Jahren gestorben. Der Verstorbene ward in Neumarktl geboren, abfolvierte feine Studien in Laibach und trat dann in den Benedictiner-Orden ein. Venedig wirkte eine lange Reihe von Jahren als Professor in Klagenfurt und St, Paul und erfreute fich als Philolog eines guten Rufes. — (Prähistorische und römifche Fundstellen in Kraiu.) In der jüngsten Sitzung der Centralcommifsion für Kunst- und historische Denkmale referierte Director Dr, Krenner über einen umfangreichen, sehr interessanten Bericht des Herrn Bartholomews Pecnik in Gurkfeld über in Krain bestehende prähistorische und römische Fundstellen. Hierüber wurde beschlossen, demselben ein Exemplar der Karte Krains nach dem Maßstabe von 1:75 000 zuzusenden, um alle Fundstellen, die er schon kennt oder noch auffinden wird, darauf einzutragen und mit Scheibchen in verschiedener Farbe zu bezeichnen sowie ein geschriebenes Verzeichnis anzulegen, in welchem die Fundorte nach deni Alphabet, jeder mit einem Alinea, aufgeführt und die Art der Fundobjecte kurz beigesetzt wird. Für die Fortfetzung wissenschaftlicher Grabungen stellte die Centralcommission eine Subvention unter gewissen Vedinguugen in Aussicht, wobei es sich von selbst versteht, dass die Oberleitung derselben vom berufenen Conservator auszugehen hat. — Conservator Leinmüller berichtete über die erhaltenen Spuren der Nömerstraße Siscia-Aemona, über ein römisches Bad in Grüble und über den Tumulus Klein-Gomila bei Malenze. — (Die Frauen-Ortsgruppe Laibach des deutschen Schulvereines) hält am 8. März nachmittags 3 Uhr im blauen Zimmer des Casino ihre Jahresversammlung ab, zu welcher die Einladungen an die Mitglieder demnächst versendet werden. — («Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort nnd Bild».) Die soeben ausgegebene 31. Lieferung des splendid ausgestatteten Werkes enthält die Fortsetzung des gediegenen Julius Pauler'schen Artikels: «Das Zeitalter der Könige aus dem Hause Habsburg». Sehr interessant ist der illustrative Theil, der unter anderem eine treffliche Abbildnng des Schlosses zu Gödüllö von Bela Acnczur, ein Porträt der Kaiserin Maria Theresia, dessen Original sich im Budapester Bürgermeisteramte befindet, und das Facsimile des Revocations-Edicts Josef II. bringt. — (Lebensrettungstaglia.) Die k. k. Landesregierung hat den Brüdern Johann und Anton Bö hm aus Seebach für die am 26. Jänner l. I. mit eigener Lebensgefahr bewirkte Rettung des Blasius Jan sen. aus Seebach aus der Gefahr des Ertrinkens im Veldefer See die gefetzliche Lebensrettungstaglia per 26 st, 26 kr. gemeinfam zuerkannt. — (Perfonalnachrichte n.) Der Minister und Leiter des Justizministeriums hat nachbenannte Notare versetzt: Friedrich Sarnitz von Pöllau und Johann Tschebull von Eberndorf, beide nach Villach, Vincenz Toplak von Kappel nach Eberndorf, Simon Oschgan von Villach nach Pettau und Josef Fref acher von Gmünd nach Klagenfurt. Der provisorische Bürgerschul-Lehrer in Gurtfeld, Herr Ferdinand Seidl, hat die Stelle eines supplierenden Lehrers an der k. k. Oberrealschule in Görz übernommen. — (Militär-Concerte.) Wie man uns mittheilt, wird während der Fastenzeit jeden Sonntag in der Restauration des «Hotel Elefant» ein Militär-Streichorchester concertieren. «Aunst und Aiteratur. — Graf Leo N. Tolstoj, der berühmte russische Roman. schriststeNer, über dessen Gesundheitszustand allerlei beunruhigende Gerüchte schienen: 2 Wagen mit Getreide, 5 Wagen mit Hen »nd Stroh, 11 Wagen und 1 Schiff mit Holz. Dnrchschnitts-Preise. ^ll,° 21tgz,'> Mtl.» Mgz^ n' ! lr' n, ! W fl^li, sl,! lr, Weizen pr. Heltolit, 747 796, Vnttcr pr. Kilo . . ^90 —!-- Korn » 5!20 6 40 Eier pr. Stück . . —! 2------- Gerste » 4^5 5 — Milch pr. Liter . . — > »------- Hafer » 2 92 3 20 Rindfleisch pr. Kilo —M —j -- Halbfrucht '-------«90, Kalbfleisch » —M — — Heiden » 4 22 5 10 Schweinefleisch » —56 — — Hirse » 4 87 5 5^ Schöpsenfleisch » —M —-- Kukuruz . 4 71 5 27 Händel pr. Stück . — 55------- Erdäpfel 100 Kilo 2 85-------Tauben » — 22------- Linsen pr, Hettolit, 11-----------Heu pr. M.-Ctr. . 3 3------- Erbsen » 10-----------,5 Stroh » ..33------- Fisolen » 11-----------! Holz, hartes, pr. Rindsschmalz Kilo 1----------- Klafter 6 50------- Schweineschmalz » — 64-------— weiches, » 4 10------- Speck, frisch, . — 60 —^— Wein,roth,,100Lit. —! - 24 — — geräuchert »^—68—i—> — weißer, » —^—20-^ Nndolfswert, 28. Februar. Die Durchschnitts-Preise stellten sich auf dem heutigen Markte wie folgt: sl, lr, fl. lr. Weizen per Hektoliter 765j Eier pr. Stück ... — 2 Korn » ^ -- Milch ftr. Liter . . . — « Gerste » — — Rindfleisch pr. Kilo . — 44 Hafer » 2 7? Kalbfleisch . . — 48 Halbfrucht » 6 18 Schweinefleisch , . -. — Heiden » 4 23 Schöpsenfleisch » . — -- Hirse » — — Hähndel pr. Stück . . - 30 Kukuruz » 5 21 ! Tauben » . . — 20 Erdäpfel pr. Meter-Ctr. 3 20 Heu pr. 100 Kilo . . — — Linsen pr, Hektoliter . — — Stroh 100 » . . — — Erbsen > — — Holz, hartes, pr. Cubit« — — Fifolen » '- ^- Meter..... 3 25 Rindsschmalz pr. Kilo — 80! Holz, weiches, pr.Cubi!» Schweineschmalz > — 80! Meter..... — -^ Speck, frisch, » — 52 Wein, roth., pr.Heltolit. 16 -- Speck, geräuchert, » — 80 Wein, weißer, » 10 — Angekommene Fremde. Am 1. März. Hotel Stadt Wien. Pischinger, Filip, Lüftner, Äiermz, Hcr< bing, Berta, Hendel, Kepfch und Wcrthcimer, Kauflente, Wieü- — Geiger, Kansm,, Linz. — Obach, Oberingenieur, Graz. -^ Dvornik, Besitzer, Klagenfurt. Hotel Elefant. Hoziru, Oberst, s.nnmt Diener, England. -^ Dr. Heller, Advocatnrsconcipient; Doleisch, Epstein, Wenzl und Wirl. Kaufleute, Wien. — Glosz, Reisender, Budapest. — Schmidt, Reisender, Graz. — Koß, Handlungscommis, Marburg. — Albrecht, Kaufm., Trieft. — Dr. Ienkovich, k. l. Bezirksarzt, fammt Frau, Sessaua. Hotel Vairischer Hof. Zeppitz, l. l. Forstcandidat, Klagenfurt. - Pollat, Fabrikant, Neumarltl. Gasthof Sildliahnhof. Gayger, Reifender, Wien. — Hafner., M' sitzer, Rudolfswcrt. — Ogrinc und Adamic, Privatiers, Zlebic. — Ialcn, Arbeiter, Oberkrain, Persich, Kanfmann, und Vcnezian, Holzhändler, Trieft. Verstorbene. Den 2. M ä rz. Alois Jama, pens. f. k. Oberfinanzraths 72 I., Wienerstraße 15, Eiterung der Unterleibsorgane, — I»' hann Pirc, Eifenbahnbeamter, 58 I., Polanastraße 5, Gehirn lähmnng. Im Spitale: Den 24. Februar. Maria Sustar, Arbeiterin, 74 I' Uar»8mu8 LLnili«, — Maria Sustersic, Iuwohncriu, 58 I>, ^atarrkuL ilüe»tinali8. — Gustav Schaffer, Schreiber, 64 I' Apoplexia. Den 26. Februar. Maria Turk, Arbeiterin, 31 I-, Tnbcrculose. — Thomas Ieras, Arbeiter, 58 I., Katarrh. Den 27. F e b r u a r. Albin Triftolt, Zwängling, 30 I>, infolge zufällig erlittener Verletzung. Meteorologische Beobachtungen in Kaibach. ^. 2,2 » N. 745.30 4.0 O. schwach ! heiter 0,") 9 . Ab. 744,12 -0,4 W. schwach l heiter Morgens Nebel, dann heiter. Das Tagesmittel der Wal'" — 0,9", um 2,«" nntcr dein Normale. Verantwortlicher Redacteur: I. Naglii. Den Zufriedenen verdanken sie ihre Verbreitung und immer größer wird die Zahl derjenigen, welche gern 6^ nisfe ablegen, dass die Apotheker R. Brandts SchweizerpilleilH beste und billigste Abführuugsmittel find. Erhältlich « Sch"Z' 70 Kreuzer in den Apotheken. ("^ 417 Course an der Wiener Börse vom 2. März 1887. Na« dem oMenm «oms««^ Etaats.Anlehen. i I.°/«N«nte ....... 78 20 78 40 ^»berrente....... 80- 802o i»«^" ^° Etaatslose 250 fi. ilL - ilk 50 l»6s,,>r 5°/„ ganze 500 « 13250133 - ,^" 6°/, Fünftel 1UU „ 133 50134 - l«"cr Slaatslose . . 100 „ —------------ «"" » . . 50 I —------------ ^omo.Meulenscheille , , per St, —------------- i^/° vest. Golbrente, steuerfrei . I08'8oi«9 — "eneir. »iolenrcnte, steuerfr«, . »S 4b 9«.«5 «n«, Volbrente 4°/^ .... 95 8ft 9e— » Papierrenle 5°/« .... 8!> «5' 8k 2c> » «isc»b.»Unl.i20sl. ö.W.S. >4« 2b^8-?s, « ^ftbahn»Prioritäl«n . . i»s>?5 u« 50 » Staate°Obl.(N»g.l)fidahn)------->—'^ " „, « „ vom 1.187« . II» b0,ii»'üv 2-.' ,.vrämicn.Nnl. «^ioosl. ö. W. 118 — 118 25 ^ye!h'Neg.,^ose 4°/o 100 st. . . i« 75121 »5 ^rnndentl.. Obligationen ! (für wo st L,°M.) ! z°/° böhmische....... I0g._, ^,^ ^/°gal,zlschc....... 104-104 50 /° mahnsche....... I«,? L»------- . /n n,eberofteite,i«e 50 ° ° s»«benbil!gi,ch,..... !08'8(,!l04 bl. «elb «Lore b°/o Temeser Vanat .... l04— l04,5o 5»/<> ungarische......104.—l04bu Andere öffentl. Nnlehen. Donau.Meii.'kose 5°/» 100 sl. . H4'50ll»'50 bto. Nnleihe l8?8. fteuersrci . ivb ' 5105 75, Nnleben b, Slabtgemnnde Wien 104 75 105'«.', Nnlehen d. Stadtgemeinbe Wien (Silber und Gold) .... 131 - i»l °o Piämieii'Anl. d, St.idtgem. Wien 12'60 l»2 — Pfandbriefe (siil 100 fi.) »odencr. aUg.östelr.4'/,°/«Golb. ,120- i2Lb0 bto. in 50 „ , 4>/, °/° i«0 eo,ui— bto, in 5« „ „ 4°/n . ! »«'bU 97 — bto. Prämien-Echulbvtlschr.3°/„ 100 — icv'50 Qeft.Hypotbttenbanl ioj, 5'/,°/« I0i'— ioi'7l> Oefi.eung, Vanl veil. 5°/^ . . !ioi'5ü ioi 80 dlo. „ 4'/,°/° . Ivl'io 10»,l!b dto. „ 4°/a . . 88— S8 bc, Ung. allg, Vodencrebit-Nctiengts. ». Pest in I. I8i!» verl. 5'/,°/° —'--------'-- Prioritntiü.Obliglltionen (fill loo fi.) «ilüal'clh Wefibahn I, «imlssion —>— —-— Feid»»,i!be>-Nortl,'>,l)n in «-,10er 9g 80 100 80 ,1eft«c>hn.....—------------ Valizische ^ta»l° Ludwig »Nahn Lm.1881 3UU fl. E. 4V,°/° . 98 50 99 »0 Qesterr. »ivrtwcstbahn . . . ioü 4010ü'?0 Siebcndürger....... —-— —> — «eld Warc Staat»bahn I, «lmisfion . . 19?-—IM'— Sübbahn k 5°/°.....154 50 155 bN „ 5 5°/o.....12? — 12? 25 Nng,»galiz. Bahn.....ft« 20 9« 80 Diverse Lose (per Stltlk). Lrebitlose 100 fi...... l?4'— i?b — zü «7-?5 Pnlfly-i!°se 40 fi..... 42 b« 43 5„ Motben Kreuz. oft. Ges. v. 10 si. »4 80 14 ?<> Rudolsot'ose 10 fi..... iß'— 18 50 Salm°Vrse 4u fl...... ^-5« «.50 St.»Gei!oie°i!ose 40 sl. . . . 54 - bß— Wa!dste!»°^ose!i0 fl. ... »4— .,5-. Winblschgrätz-^ose 20 fl. , . z, — 43 — Vanl-Nctien (vei Stilll». Nnalo.oeftcvr. «ant 20o fl. . ioL s.0io4-Vanlverem, Wiener, K>0 fl. . 95— 9550 Vdncr..Unst,.0est ^0ll.E.4U"/« ,I87b23? ?5. Lrbt.-Anft, f.Hllnb u.G. i«usl. 27» 4U2?ü 70 Lrcbllbanl, Mg, Ung. !iU0fl. .^«»—283 50 Dcposltcndanl, Ällg. 2uo sl, . ^74 _ i7c_ <ü«cl,'«iplc.Ges,,Niebciöst.5Wsl. 545— 550— Hypolhelcnb., öft.20u sl.2ü°/<,!i. «,._______ ^anbcib.. oft. ^ousl. <Ä.üu°/, ampffchiff>,hrts - Ges. Oeficrr. 500 fl. UudweiS ^0« sl. . —>— —-— » Vlzb.»Tir,III, 2019:rO..^.z0Usl.ö,W.------------'- Kablenbera-Tiseubahn 100 ll. .------------'— «Hsckau-Obe1b.Eiseub.20oN. S. —'--------'— l!cl»berg-z^i58 — bto. (lit.L) 2U0 sl. Silber . I4i'blli42— Prag-Duxer Üriseilli, 150 fl. Silb 25 — 26.— Utudolf-^ahii 200 sl. «,lb« . 180 50181 — Siede>ll!ltrg:r Üiscnb. 200 fl. . —----------— Staatt>eli^!^a^n ^«0 sl. ö. W. . »3? ?^23» 85 Gelb wo« Güdbahn 200 fl. Silber . . . 89 «» 89 7ü Süd-slorbb .Verb..V.200sl.H°N. 152 »0 153-— Theisj.Vahn »ao'fl. ö. W. . . -- --Tramway-Ves., wr. i?0fl. ö. «V.203 — 20l» üo , Wr., neu lau fl. 90 75 91 — Transport-Gesellschaft 100 fl. . — — —-— Ung.^galiz. Eisenb. »uo N. Silber is» »l 1L« — ling. Norbostbahn 200 sl. Silber 158-50159 — Unll,Weftb.(»taab,Glllz)20llfl,S. 159-75 160-25 Indnftrie'Actien (per Stüll). Egybi und Kinbbera, Eisen» und Vtl1tonlan«VescUsch., öftcrv,«alpine 2ll — «320 Prag« Viseu-Inb,«Gcs. 200 fl. . ,80.— 181'— Salgv'Tarj. Eisenrass. 100 fl. ^43 — K>0— Tllsailcr Kohlcnw,»Tes. 70 sl. . —>— —-— Wafsenf.'G., O»ft. in W. 100 sl. «ll» — 216.— Devifen. Deutsch« Plähe......«2 »2, 63 — London.........12» 3» 128 76 Pari« .........50 üb 50 8<) PcterSbura .......—— —' — Valuten. Duchten........g'i« ß<>5 20,yrancs»Stllcl«.....iy,4 10-15 Silber.........------------_ Deutsche Neich«banlnot«u . .62 77z. 62-8K