^143. 8amstag am 25. 3um 1864. Die »kaibllchel Zeitung" erscheint, mit Ausnahme d«r Voml- mid Feiertage, täglich, und lostet sammt dm Veilagen im Comptoir gnnzjäljrig 11 ft., halb-Mrig 5 fl. 50 lr., mit Kreuzband im Eomptoir gllNzj. 12 si,, halbj. « si. Fl!r die Zustellung in's Haus sind llülbj. 50 lr. mehr zu entrichten. Mit der Post portofrei ganzj., unter Kreuzband und gedruckter Adresse 15 si., halbj. 7 fl. LO tr. Insertwnsgellühr fnr elüt Garmond - Spaltenzclle oder den Raum derselbe', ist f!lr Imalige Einschaltung 6 tr., für 2malia,e8 fr., silr 3maligc lO lr. n. s. w. Zu diesen Gebühren ist noch der Insertions r Stempel per 30 tr. für eine jedesmalige Einschalttmg hinzu zu rechnen. Inserate bis 10 Zeilen losten 1 si. 90 tr. für 8 Mal, 1 fi. 40 tr. für 2 Mal und 90 tr. für 1 Wal (mit Inbegriff des InsertionsstcmpelS). AMchn Thnl, eöe. k. k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschlicßnng vom 8, Juni d, I, den bisherigen provisorischen artistischen Leiter des k. k. Hofopern» tdealcrs MattbänS Salvi znm wirkliche» Direktor allergnäoigst zu ernennen geruht. Das Justizministerium hat die bei »cm Ober-Landesgcrichlc in Brünn erledigte Ralhssekrctärs' Adjunklenstclle dem Landcsgcrichlsadjuuktc» Dr. Io-han» Kropac in Brünn vcrlichcn. . Nichtamtlicher Theil. Am 15. März d. I. zerschellte im Prußnizer Eavekanal. im Bezirke Littai, ein Holzstoß, und die beiden Flößer Josef Peterlin und Josef Bach stürzten in dic Strömung. Mit einem Theile dcö Holies gegen die Felsenrisse zugclricbeu. gelaug es denselben, sich an die Felsen anzuklammern, und sich so über dcni reißenden Wasser zu erhalten. In die» sem Zustande schwebten dieselben von 2 Uhr Nach» mittags bis 8 Uhr Abends zwischen Tod nnd Leben, biö cxdlich «ach svät erbalteuer Kunde Josef Bcja. verchellchter Glülldlicsißer in Koschza, Vater voi, 4 Kindern, nnd Josef Cclestina. Uebcrfi'llirer in Sa» gor. bei bereits eingebrochener Nacht sich durch die starke Strömung in einem einfachen Kahne zu den Verunglückten mit eigener Lebensgefahr heranwagten nnd die Rettung der beiden oben Genannten voll« brachten. Die Landesregierung findet beiden Rettern die gesetzmäßige Lebensrettungstaglia im Gesammtbc-tragc von 5)2 fi. 50 kr. zn verleihe» und deren edel» müthiges Benehmen hicmit anerkennend znr öffentlichen Kenntniß zu bringe». Laibach, an, 10. Juni 1864. Vaibach, 24. Juni. Dänemark hat Alles abgelehnt, Vermittlung. Waffenstillstand nnd Volksabstimmung. Die Waffen werden emscheiden. wenn eö England nicht in der I.'ßten Stunde noch gelingt, den Wiederbeginn des Krieges zu verbütcn. Sollte in der auf Morgen anberanmlcn Siting der Konferenz ein befriedigen» dcrcs Resullat nicht erhielt werden, so ist vor dem gesammlen Europa koustalirt, anf welcher Seite die Versöhnlichkeit obherrschle nnd wen die Verantwort, lichkcit für den Wicdcrausbruch der Feindseligkeiten zu trcffcn bat. Am Ende ist es bcsscr. wenn der Krieg wieder aufgenommen und durchgeführt wird. Man wäre dann nicht bloß der unseligen Theilungsfrage los. die Niemanden befriedigte uno im Laufe der Verband-luug eincu eben so peinlichen als lächerlichen Charakter angenommen hatte, sondern was noch wichtiger, tin vrohcndcS Zerwürfnis zwischeu Oesterreich und Preußen wäre mit dcr kriegerischen Durchführung be« jeiligt. da Preußen die Entscheidung dnrch Volksab-Nimmnng verlangte, woranf Oesterreich ans mehr. fachen Gründen nicht eingeben mochte. Wir hören mit voller Zuverlässigkeit die bedeut« same Thatsache anführen, daß die österreichische Rc-aierung jede Theilung Schleswigs nicht bloß ohne Zustimmung dcr Stände, sonder» auch des Souvc-slins pcrhorreszirt. Es soll also uicht erst die Grenze festgestellt und das innerhalb dcr Grenze verbleibende Gebiet dem künftigen Souverän übergeben, sondern ts soll umgekehrt erst dcr Souverän eingesetzt nnd dann über die Grenze entschieden werden. Vor der Hand hängt noch Alles von dcr nach» lim Koufercnzslpnng ab. Was wird sie bringen? — Voranssichllich wenig oder nichts. Es gibt nur eiueu Ausweg. Möglicher Weise tritt Fraulreich Samstag mit dem Vorschlage anf. die dänische Frage durch den von Frankreich laugst proponirlcn Fürstenkongrcß lösen zu lasseu. Die ,France" äußert sich bereits in diesem Sinne und sieht in dem Kongreß das btstc Schiedsgericht. Macht Frankreich diesen Vorschlag, so dürfte die Annahme desselben kanm zweifellos sein. Mit großer Spannnng sehen wir also den Resultaten dcr nächsten Konfcrcnzsitzung entgegen. Ans Berlin wird gemeldet, daß für den Fall. daß Euglaud zu Gunsten Dänemark« Demonstrationen znr See veranlassen sollte, nach zuverlässigen Nach. richteu auch Nußland ein Geschwader von 4 bis 5> Schiffen uach dcr Ostsee schicken wird. welches bort Uebuugen anstellen uud bald an den dänischen, bald an den preußischen Küsteu anlegen wird. Oesterreich. Wien. Die .,W. A." meldet, daß die Vor. arbeiteu für die Scmlin-Fiumaner Aahn mit einem Personale von sechzig Individuell eifrigst fortgeseyt werde» und daß daö Dctailtracirnngsoptrat in aUen seinen Theile» bis znm Zusammentritte des Reichs« rathcö vollständig vorliea.cn wird. — 22. Juni. Man schreibt dem «P. Ll.", l>aß in der über die politische Oilitheilung deS La»,beS l)m,dellldcl, köliiallcheil Präposition ei:ic Eintlieilllllg in drei größere National-Territorien in Aussicht ge-uommen ist. nämlich das Sachsenland, das Szekler-land und ein aus dem Naßoder uud dem Fogarascher Distrikt zu bildeudeö rumänisches Territorium, während die übrige» Theile dcö Landes in neun kleinere Bezirke, Komitate. getheilt werden sollen. Dic Sachsen würden unter ihrem Nationsgrafcn stehe», die Szcklcr sollen eine» eigenen Vize-Grafen bekommen — da seit Maria Theresia der Landeöfürst selbst den Titel dcs Grafen der Szellcr führt — und die Rumäne» ibrcn eigenen Kapitän. 6. 0. Die gegen die Verfcrtlger und Verbreiter dcr Falsifikate österreichischer Banknoten in Südtirol und Italien, wie bckannt, seit längerer Zeit anhängige Untersuchung hat in neuerer Zeit größere Dimcu-sionen angenommen nud bezüglich dcr Bctrctung der Mitschuldige», und Auffindung der Fälschuugswerk» zeuge günstige Resultate geliefert, I» Mailaub wur-oeu auch mehrere Personen, die sich an dcr Fälschnng österreichischer Banknoten bclhciligt hatten, znr Haft gebracht. Eine zur Fälschnng österreichischer Stem, pclmarkcn dicnlichc Vorrichtung wurde gleichfalls anf-gefnudcu und die Thäter befinden sich in dcn Häu-de» dcs Gerichtes. Dic picmoutcsischcn Sicherheits« uul> Slrafbehördcn entwickeln in diesen FälschungS-Prozessen einen scdr lobcnswcrthcu Eifer nnb uulcr-stützen iu ciucr alle Auerkcunuug uerdicucuden und vom besten Erfolg begleiteten Weise die österreichischen Gerichtsbehörden in ihrer mühevollen und erfolgreichen Thätigkeit. Trieft. In dcr Sil)nng dcs StadtralheS vom 18. d. M. theilte der Herr Podcstn ein Schreiben des Stallhaltcrci-Präsidiums mit, in welchem dem vom Stadtrathc gestellten Ansuchen in Augelegcuhcit dcr Mililärbefrciung von Sr. Majestät zum leptcu Male und mit dem Bemerken willfahrt wurde, daß dicse Bcginisiiguug uur uoch für das laufeude Jahr ertheilt wurde, indem es zur Pflicht dcr Bchördc gemacht wird, schon jlt)t für die nothwendigen Vorkehrungen zu sorgen, damit im nächsten Jahr dic Vor-schriftcn bezüglich der Hecrescrgänznng auch iu dcr Stadt Trieft in ihrcm ganzen Umfange in Vollzng gebracht werden. Für das laufende Jahr wird das bestimmte Kontingent mittelst Freiwilligcr aUmählig gedeckt. Auslaud. München, 21. Inni. Den Weg, dcn Preußen zur Wiedcrcrncucruug des Zollvereins eingeschla« gen, ist ein ziemlich langsamer. Es schließt mit jedem Zollvcreiusstaate. dcr dem prcußisch.französischc» Handelsverträge beitrilt, einen Scparatuertrag ab. der anf 15 Punkten bcrnbt. Zu dc» wichtigsten gehört Punkt 5, welcher besagt, daß die konlrahircnden Staaten es als ihre gemeinschaftliche Anfgabe be« trachten, das durch deu Februarvcrtrag begründete Verhältniß in einer ihrcu innigen Blziclmngcn zu Oesterreich uud dc» Interessen ihreS Verkehrs mit demselben entsprechenden Richlnng auf dem Wege dcr Verhandlung mit Oesterreich zu erbalten uud weiter auözubildeu. Der Vertrag wird auf 12 Jahre geschlossen, jedem Zolwereiusstaate der Beitritt offen gehalten und die Uebcrgangssteucr vo» geistige» Getränken aufgehobeu. Ueber dcn Fortgang der hiesigen Konferenz ist nichts bekannt; Hannover hat viel uo» seiner alten Festigkeit verloren. — Am 17. Iuui ist. wie eiu Korrcspoudent dcr »D. A. Z." erfahrt, zwischen dem Grafen Rechbcrg und dem Fürsten Gorlschaloff in Kissingen cinc Punk-tatio» zu Stande gekommen, wclchc die Aufschiebung jcdcr Anerkennung dcs Herzogs Friedrich bis zu voll« ständiger Prüfling aller Erbansprüche stipulirt. Die Punktatioll wird jeht zunächst in Karlsbad auch der Genehmigung Preußens übermittelt wcrdcn. Aus Messina wird über einen kühnen Plan dcr Direktion dcs den Name» Viktor Emanml führenden Eisenbahnnetzes berichtet. Es handelt siäi um nichts Geringeres, als um die Herstellung (die Vorarbeite» sollen nächstens beginnen) einer ungchcurc» Brücke über die Meerenge von Messina. wodnrch Sizilien mit dem festen Laube vcrbuudcn werden würde. Paris, 19. Iuui. Die erst,» Nachrichten von de» Ge»cralrathswal)lcn lanlen der Regierung dnrch-anS^ nicht günstig. Sie konnte an vielen Orttn keine genügende Majorität für ihre Kandidaten erlangen. Die Gcneralrathswahlc» im zwcitcn. drillen, fünften und siebenten Kanton von Lyon sind nichtig. Kein Kandidat erhielt eine genügende Majorität. Die Enthaltungen sind zahlreich gewesen. In Marseille ist es ebenfalls zn keinem definitiven Resultat gekommen. In Avignon ist Herr Pamard mit sechs Stimmen Majorität gegcn die Herren Leopold de Gaillard und Lespiue wieder gewäblt worden. I» Toulon hat Herr v. Kerv«guan 300 Stimmen Majorität gegen Herrn Emile Olliuier, der von der Regierung als Kandidat aufgestellt war. erhalten, aber cs wird Ballotage stattfinden. Aus London wird geschrieben: Während die Konferenz das Interesse des Publikums, so weit cs ,'icht durch das Seegefecht der beiden amerikanischen Schisse im Kanal absorbirt wird, in Anspruch nimmt, beschäftigt mau sich in unseren diplomatischen Zirkeln mit einem andcreu politische!» Tagesereignisse. Lord Palmcrston hat nämlich dem Kaiser Napoleon schon längst einen politischen Nadelstich versetzen wollen, allein alle Versuche waren vergebens. Icyt ist ihm aber dcr Koup gelungen. Er hat es nämlich durch» gcseht. daß die Königin dem Herzoge von Sucher» laud deu Hosenbandorden verliehen. Natürlich wird man jenseits dcS Kanals diese Auszeichnung dcö we< gen dcr Beherbergung Garibaldi's in letzter Zeit so oft genannten Mannes zu würdigen wissen. T>ic Dc« monstration ist rinc so auffallende, daß sie selbst un. sercn Lords, die doch selbst in numilo der diploma« tischen Intriguen derberen Prozeduren nicht abhold sind. nicht recht behagt. London, 18. Iuui. Man verfolgt hier mit großem Interesse die Vereinigung italienischer Diplomaten in Fontaincblcau. welche fast bcu Anschein hat, als Gegenstück zu dcn Begegnungen von Kissingm 570 und Karlsbad in Szene gesetzt zu sein. Man weiß hier anch. daß cs sich bei jener Vereinigung um die tunesische Franc handelt. Diese Frage bedroht die ohucl'in so locker und morsch gclvordeuen westmächt-lichen Beziehungen mit einem neuen Stoße. Der Kaiser hat bereits unserm Botschafter in Paris runb-licrauS erklärt, daß er in der tunesischen Frage keine fremde Eiumischung dulden werde, daß dieselbe ganz ausschließlich innerHall) deS Bereiches der französischen Interessen liege, und daß er uicht einzusehen uer-möge, was England in Tunis, wo ts keine Kolonien nnd kcine Interessen habe, snche? — Lord Eowlcy erwiderte, ebcn weil England nicht unmittelbar l>e-thciligt sei, wünsche es, daß die Türkei, alS die natürliche Schnymacht, dem Bcy zu Hilse komme, und es sci bereit, die Pforte hicbci zn unterstützen. Die Tuilcricn niöchtcn unn dem zuvorkommen, indem sie Italien veranlassen, ein Hilfslorps nach Tunis zu senden. Aber England hat anch bereits diesen Schach, zug parirt, indem cs in Tnrin in der unzweideutig» stcu Weise erklären licß. die Einschiffnng von Truppen nach Tnnis werde das Ende der Frcnndschaft Englands für das Königreich Italien sein. Ans Tylt, 15. Inni. meld-t man: Ueber die Vorgänge hier in Keilum kanu ich Ihnen als Augen« zeuge die nachfolgenden Mittheilungen machen. Ge-stern Abend langte der Kapitän»Lieutenant Hammer mit vier Kanonenjollen hier an und begab sich mit mehreren Offizieren, (i0 Mann Infanterie und einer ähnlichen Zadl Matrosen an's Land. Sein Erscheinen erwccktc anfänglich keinen Argwobn. da wir schon seit einigen Tagen bicrsclbst Militär gehabt haben. Um 4 Uhr hellte Morgens wnrdc das ganze Dolf abgesperrt und Doppelposten vor die Thüren der an« gcscbenstcn Lcnte gestellt, Dann wntden die Herren U, nnd (5, Bleickcn. Simonsen. Hindrichsen, Dr. Mtd, Ieuncr und KüNer Hansen au>5 KeitulU. sowie Kapi« läu Prolt ans Westerlaud unter militärischer Eskorte auf die Wachlliubc geführt. Nach langem Verhör crfolgte d'e Mitlhcilnng: sie würden anf höheren Äefehl nach Kopenhagen lransportirt wcrocu. Als Grund dieser Maßregel wurde angegeben: ,,sie hättcu eben eine Reise nach Berlin zn Herrn von Bismarck gemacht und nnn niüLtcu sie sich auch einmal Kopen« Hagen beschauen " Die Elbitlcrnng der Vcvölkernng war groß. Unter Androhung gewaltsamer Hanssn-chung mußten die Einwohner ihre Waffen und schles» wig - holsteinischen Fahnen abliefern. Darauf wurde eine Vcrsammlnng des Dorfes angesagt und fand Statt; hier erklärte Kapitän-Lieutenant Hammer: «Bcdanernswcrthc Demonstrationen hätten Nattgefun. den und in Folgc dessen habe man sich genöthigt gesehen, das Dorf Keitnm in strengen BelagerungSzu-stand zu erklären." Die Antorität der Zivilbcamtcn wnrdc snspendirt und Kapitän «Lieutenant Hammer erklärte sich selbst als Alleinherrscher von Keilum, Von Seile des Zivilkommissärs B„ux'ii u. Zcdlitz ist, wie cs heißt, die diplomatische Vermittlung des eng» lischcn Gcsandtcn in Kopenhagen anf telegraphischem Wege in Ansprnch genommen worden, um die Un> glücklichen wenigstens vor Mißbandlungcn des dänischen Pöbels zn schilpen. Auch hat sich ein Prüder uon zweien der Inhaftirttn. ein Herr Vlcickcn nach Berlin begeben, um den Ministerpräsidenten v. Bis-inarck für das Schicksal seiner Brüocr und Lands-leule zn gewinnen. Warschau, 17. Inni. Gestern sind dic Trauer-lleiber tragenden Dameu in den Straßen um Vorzeigung ihrer Erlaubniß angehalten worden. nnd wo solche fehlte, wurden Strafen notirt. Kleider, die als Trauer uicht angegeben werden konnten, die aber schwarz genug waren, um die Polizei zu verlctzcn, wurden abgerissen oder waren wenigstens Veranlassung, die Trägerinnen in das Polizeibnreau abzuführen, wo sie einem kurzen Verhör unterworfen und dann freigelassen wurden. Es war lin trauriger Anblick, dilsc Jagd anf Frauen und Mädchen! Ich selbst sah einen Polizisten ein weinendes Kind von etwa 14 Jahren führen, dessen simples schwarzes Kleidchen obendrein mit farbigen Bändern benäht war, wodurch die minder Vermögenden ihre früheren schwarzen Kleider po« lizcigerecht gemacht haben. Auch uon Slndenleu der Universität sind gestern Viele angcbalicn. auf die Polizeiburcans geführt und dort einer Rcmsion unterworfen worden. Im sächsischen Garten selbst haben dergleichen Vcrl'aslungcn und Durchsuchungen in Masse stattgefunden, Die Ursache der plöplichcn Wiederaufnahme diescr Tracasscricn ist in dem Umstand zu suchen, daß der Oberpolizeimeistcr Baron Frcdriks anf lnrze Zeit verreist lst. und inzwischen der Poli« zeimcister Kalyszkin ihn vertritt, welcher seinerseits in aller Eile sich die Sporen verdienen will. Kalyszkin, der als Polizcimcister nntcr Anderem einen sehr geachteten Bürger mit eigener Hand und auf offener Straße dafür geschlagen hat, weil er einen niedrigen Hnt gelragen, sucht auch als vertretender Oberpolizei« mcister i» derselben Weise seinen Eifer zn betbäligen. Dr. Dibek. Prof.ssor au der medizinischen Faknltä! der Warschauer Hochschulc. ist nach Sibiii'n dcporlirt worden, weil er, als ibm in der Untersuchung der bekanulc Oberst Tucholkin in's Gcsicht spie. die Be-Icidiguüg rurcl» eixe Olnfei^e erwiderte. Bukarcst, Ki Juni. Unlcr den Bauern mach! sich eine immer bedenklicher werdende Aufregung geltend, welche nicht nur die Bojaren, sourcrn über« hanpt alles, was auf dem siacheu Lande wohnt, mit bangem Schrecken erfüllt. AIs der Staatsstreich in's Werk gesetzt, so wnrde den Bancrn in den verschiedensten Formen zu veislehen gcgcbcn. daß sie sich bald in die Habe ihrer Gutsherren theilen werden. Nnn ist die Regierung ganz andern Sinnes gcwor« den; das Ruralgcsctz ist nur als Hebel bcnützt worden, sich die Kontrolc der Pariser Konvention vom Halse zn schaffen. und da Ictzlcrcr Zwcck so ziemlich erreicht wurde, hat die Regierung gar keine Eile mehr mit dem Nuralgcsctz. Die rc^e gcwurdcucil Ansprüche der Bauern aber sind uicht so leicht zu beschwichtigen, und ans verschiedenen Disttiklcil werden Baucrnre-vollen gemeldet. ja solche sind selbst auf dcn unserer Hauptstadt benachbaltcu Dörfern, so in Paschkany (Besitzthum der Frau Pulcheria Blarcmbcrg) ausgc-brochen. Die Beschwerden, welche deßhalb von den Gutsbesitzern beim Ministerinm eingereicht werden, sind zahllos; aber es fragt sich. ob nnn die Regie-rung im Stande ist. die aufgestachelten Leidcnschaflcn des Vauernvolkeö einzndäinincn. Zwar sind an die Präfckleu entsprechende Instruktionen abgegangen, und uon ihnen Berichte über die Stimmung der Baucru ihres Distrikts gefordert wordcu. Doch haben die Präfcltcn wie die Regierung selbst einen guten Theil ihres Einflusses anf die Banern eingebüßt, scil daS »Nuralgesctz- so lange auf sich warten läßt. Ja man hört bereits im Munde derscü'en Vancru, welche eben erst für den Staatöstreich gestimmt haben, die fürchterlichsten Flüche und Verwünschungen gegcil die Regierung. So bewährt sich denn von Neuem, daß die Regierung des Fürsten Eusa von ihrem An» beginne keiner einzigen Gesellschaftsklasse irgendwie Genüge zu leisten wußte; die Interessen Aller finden gleich wenig Schul) und Berücksichtigung. Bauern und Bojaren grolleu der Ncgiernng in gleicher Welse, wenn anch aus verschiedenen Ursachen, und der Han« dclsstand, dcr noch am meisten sich der Protektion dcr fremden Konsuln erfreut, ist dcr Dritte im Bunde. Konstantinopel, 16. Inni. Fürst Eonsa hat dcr hohen Pforte ein Memorandum überreicht, in welchem er die Motive seiner letzten HandlnngSweise ausführlich auscinandcrsctzt, Der Fürst zeigt im Uebrigen ein auffallendes Vertrauen in seine Sache. Mit dcm Minister des Acnßcru. Aali Pascha, von dem bekannt ist. daß er nicht zn den Bewunderern (sousa'schcr Politik gebort, soll cs deren Träger föim. lich abgelel'nt haben, sich auf ein Weittrcs 'in münd« lichen Berkebr über diesen Gegenstand eiuznl.isse», lnnweiscnd auf das erschöpfend sein sollende Akten« stück. Unter allen diesigen Legalionen ist es die fran-zösische. die dcm fürstlichen Gast mit besonderen auö-zeichnenden Ehrcnbezcugungcn entgegenkommt. Gestern halte der Fürst eine längere Unterredung mit dem k. k. IntcrunutiuS Freihnrn v. Prokesch Osten. Ein Zwischcnvorfall in der Patriarchic zn Pbanar hat l,ier viel von sich reden gemacht. Dcr Fürst begab sich Sonntags dabin, um daselbst dem Golttsdicustc au« zuwobncu. Dcr Patriarch glaubte an dem Fürsten dic sonst an allen moldauischen oder walackischcn Ho-spodaieu üblich gewesene Salbungs- und Eiuscguungs. zercmonic vollzirhcu zu sollcn. da cs bis jcpt an Gcl-gsülicit gefehlt balle, dicsen religiös»!, All mit ihm volznnchmcü. Allein Fürst Consa widerstrebte dieser Zumuihung. meinend, daß ,s mit scincr Rc-gicrnng eine ganz andere Bcwandlniß babc. da er nicht wie die früheren Hofpodarc eingesetzt, sondern vom Volke als Regent erwählt wordcu sei. u»d d.iß endlich uuiimehr R'umänieu seine eigene, von dem Koustantinopltr Patriarchat unabhängige National-kirche habe. Der Patriarch licß sich zwar vou dicsen Gegenvorstellungen nicht beirren n»d vollzog an ibn, den beabsichtigten Salbungöalt, konnte cs aber nicht vermeiden, daß dcr Fürst scinen ganzen Unwillen dadurch auödrücklc, daß er vor Schluß des Gottesdienstes die Kirche verließ. Lokal- un> PrMMl-Uchlichtln. Laibach, 25. Juni. Se. Erzcllcnz der Herr Feldzeugincistcr Bcue-dck wird nächsten Moniag. anf cincr Inspektionsreise b'griffl'n. von Klagcnfult hicr cliitrrffen nnd sich danu nach Untcrlrain begcbcu. — Das Werbebnrcan fnr daö nicrikauische Frei-wilügcnkorps wird von Tricst nach Laibach uerlcgt. Dcr Magistrat ist bcreils un» die Unterbringung befragt worden uud sind die Unterhandlungen »uit dcn gegenwärtigen Besitzern drr Znckerraffin'ric wegen Verwcndnng dcr lctzleren zur Bequalticrung im Znge. — In dcr vorgestern bcim bissigen k, k, Landes-gerichle stattgcfnndenen Schlnßverhandlung wnrde Fenilltten. ^aibachcr Plaudereien. (Sommersonnenwende — Iohannisfeucr — Wciberregi-ment — Eine Alamage — Erntcaussichteu — Kirschen und (5'l'dbceren — Neueste Phase in dcr Geschichte dcr Krcbse — Tie Saisun inorle — Zur Aierfrage — Die Sternallce — Entcn.) Das Jahr liat seine Höbe erreicht; der längste Tag uud das ^»I^itinm al>«tiv:l^ sind vorüber und nun gehl cs wieder abwärts auf dcr Bahn. Die Flammcn, wclchc vorgcstcrn Abend auf den Höheu züngelten, deuteten dlcß an. Man nennt sie Iobannis-fcuer, vcrgißt aber dabei, daß sie erst seit Einfüh-rung des Christcullmms so l)cißcu. Zur Zcit dcr Sommelsonncilwcudc Fclier auf dcn Bcrgcn anzu« zünden war ciu allcr Gebrauch linsercr beidnischen Vor« fahren. Das Feuer war ihnen ein Symbol dcr Sonne; daß cö anf dcn Bcrgspitzcu loderte, bedeutete, daß die Sonne ihre Sommerhöhc erreicht habe. Sie ließen auch in Brand gesetzte Strohrädcr von dcn Bergen hcrablaufcn, um dadurch auszudrücken, cs glhe »n» wieder bergnb mit dcm Sommer. Jetzt hat die alte Symbolik dcr neuen Anschauung Platz gemacht; aber so vicl ist doch davon geblieben und Jedermann weiß cs. daß nach dcm Veilöschen der Johannisfeucr die Tage anfangen kürzer zu werden. Die erstc Hälfte des Jahres, die uun zu Ende geht, hat keineswegs dcn Beifall dcr Menschen ge-habt. Meteorologische Abnormitäten waren au der Tagesordnung und Frau Venus, welche beucr das Regiment unter den Planeten führt, hat sich nnstcrb-lich blamirt; sie hat gezeigt, daß daö Weibcrrcgimcnt ulcht viel heißt, wedcr am Himmcl noch auf Erdcn, Vom Frühling liaben wir wcnig genossen, der Sommer war Anfangs eine coiltmäiotio in ilä^oto, erst jetzt hat er dcn TypuS der „dcißeu- Jahreszeit be-kommen. Frau Veuus muß eine» Minister gefnureii haben, der ihr mit vernünftigen Ratbschlägen zur Seite steht mW il'r gesagt hat. cs sei unumgänglich nothwendig, die bisher affcklirtc Kälte abzulegen nnd das eigcnlllchc Nalurcll dcs Weibes zu zeigen, mit anderen Worten, warm zu scin und >uarm zn machcn. Möglich, daß er dabei auch betont hat. die Hrntc müsse rcichlich ftin und glücklich eingebracht werdcn, denn nur auf Basis dcr materiellen Wohlfahrt könne dcr Tempel dcr Liebe bestehen; Mangel nnd Noth machtcu dcn Menschen stclö für schlimme Leivcu-schaftcii empfänglich. Möglich anch. daß dcr Rath« gebcr dcr dominircndcn Frau Venus hcroorgchoben bat. nur Sonncxglut zeitige das Ncbcnblnt. und dcr Wein sei doch ein so vortreffliches Mtcl, den Mcn« scheu liebevoll und «selig" zu stimmen. Wir lp.^n scheu, ob die periodische Regculln guten Rail) zn würdigen weiß. Bis jctzt scheint es so; denn die Heuernte gebt untcr dcn günstigsten Umständen vor sich, uno daß es am 15. d. M., am Vilustagc, gc< regnet Hal. wird uon den Bancru als daö Zeichcu eines fruchtbaren Jahres betrachtet. Nachrichten ans Uülerklain. dcm Wcinlclicr unseres Kronlandcs, laulcn nicht ungünstig. Daß das Jahr ein frnchlbares zu werden ver« spricht, zeigt sich schon durch das reichliche Auftreten dcr Erdbccrcu nnd Kirschen, Dic licbc Ingcnc» jubelt anch übcr diese Elscheiiuiug und verbeißt sich mit leidenschaftlichem Eifer in dcn rothen Früchten. Aber nicht die Jugcnd allein offeubart diesen gastronomi« scheu Hang; anch sür die Erwachscncn ist die Saison der Erdbeeren und Kirschen eiuc aogenedme, und die Feinschmecker imr cx^iionce begiuucn bereits cinrn Ersatz darin für manchcn anderen, scllcncc wcrdcndcu Genuß zu suchen. Dic Preise dcr Gurkkrcbsc habcn bcrcitö eine enorme Höhe cnclcht; ja, diese lintcr" kraiuischcn Rcaklionäre find kaum noch zn habcu. Sie wandcrn sämmtlich nach Wien (als ob es dort kcine Reaktionäre gädc), und wcrden dort von dcr liüntn <>N!li^0 verspeist, die 70 bis 80 kr. für eincu ..Laibachcr Krclis" auszugeben, kcin Vcdcnkcn zu hegen braucht. Es ist gar nicht unmöglich. daß es dicscm Umstände zuzuschreiben ist, wcnn manche „Börsenpapiere" in der lchten Zcit wieder eine rück-gängige Bewegnng gemacht habcn. Eins ist, was die, dicscn „Fortschritt" dcr Nückschrittsthicrc mit Betrübniß gewahrenden Gourmands unscrcr Stadt trö-stet: Die Wiener müssen die Krcbsc „ungcschmiert" cjjen. dcnn sic kcnncu fa die einzige schmackhafte Zubereitung nicht! Gs heißt auch. dicse üwurnlM'os beklagen, daß cs keinem gesetzgebenden Körper cinge« fallen sei. ein Gesetz zn erlassen, welches die Mit-thcilung dcs Nczepleö au «Fremde" verbiete und als Vatcrlandsvcrrath bczeichnc, und wollen unlcr dcr 57R Marianne Stibej dcs. ail ibrein sechs Tage alten ttindc begangenen, von ihr auch eingestandenen Mordes für schuldig erklärt und zu acht Jahren schwere,, Kerker venirlbeilt. — Freunde gutcr Kirchenmusik machen wir dar. auf aufmerksam, daß morgen Sonnlag den 2<^ d. M. in der Tilnmlkivchc nach der nin 9 Uhr beginnenden Predigt eine Messe in ODnr von Vilüscl mil ^:>»wm kl-^o und zwei Einlagen von A. Nedoed aliü Anlaß des Kirchwcihfcslcs unler gefälliger Mitwirkling mch> rercr Mitglieder dcr philharmonischen Gesellschaft und unter Leitung dcö Herrn A. Nedved znr Aufführung kommt. — Bei der Messe wird die neue. sehr gklnn< gene Orgel von Gor«i6 zum ersten Male gespielt werden. — Ein Akt barbarischer Tor!s TageS von den Männern im Hanse gepackt. a„ Händen und Fußen gebunden, mit einer Kette znscimlneiigcschnnrl. an derselben aufgehängt und. weil er nicht gesttben wollte, was er nicht gelhan. den ganzen Tag über so furchtbar geschlagen, daß sein ganzer Nucken und das Gcsäüc cinc blutunter« laufenc Krnfte bildete. Das Flebcu des Armen um eincu Trunk Wasser ward mit Hohn und Schlägen beantwortet, bis der in Kenntniß davon gcseßle Bür-germeister erschien nnd ihn erlöste. Der Fall ist bereits znr Anzeige gebracht worden. — Die Direktion der k. k. priv. SüdbahN'Gc« sellschaft vcranstallet an jedem Sonn» nno Feiertage Separatzüge zwischen Klagcnfnrt „ild Villach und anßcrdem an jcdem Donnerstag eiueu Wochenmarkts« zug von V'llach u73 T. von Trieft direkt nach Vera «Cruz abgehen wird. — In Trieft schciueu dle VergnngungSausstüge großen Aullang zu finden. In dcu letzten Tagen ha« bcn nicht weniger als drci stattgehabt: nach Capo» distria am Vord ciues Llovddanipfcrs. den 700 Per« Mitglicocrn dcö SchilltrucrciuS 72 Damen waren, und nach Monfalconc. wo die Elite dcr Gesellschaft dcn Gästen zn Ehren einen Ball gab. Tricster Blät-tcr sprechen sich ungcmein lobcud über das Arrange-nicnt der Auofiügc ?e. ans. — An, IctUeu Sonntag Abends wurdcu während des Unwtlicrs z'vei Matrosen des ital. Dam« pfcrs «Prinz von Earignan" in der Nähe der Holz. pläyc am Bahnhof in Trieft von vier Leuten angefallen und niedergestochen. Einer dcr beideu Matrosen starb sogleich, der zweite wurde nach dem Hospital gebracht, wo noch Ins heute an seinem Aufkommen gezweifelt wird. Man vermutbct. daß die Möroer Landöleute der Ueberfallrocn (Neapolilauer) vou einem dcr im Hafen llcgcndcu Schiffe seien. Entdeckt ist uoch nichts. (Schlußvcrljandlnltgrll briul lt. k. iüandesgerichte.) In der uächsteu Woche fiudcn bei dcm hiesigen k. k. Landesgcrichte folgeuoe Schlnßverbandlnngcn Statt: Am 30. Inni: 1. Andreas Pctkov^ck und Konsorten — wegen öffeullichcr Gewaltthätigkeit; 2. Franz Be< ninger — wegen schwerer körperlicher Beschädigung-3. Johann Mandelc — wegen schwerer körperlicher Beschädigung. Am 1. Juli: 1. Valentin Archer — wegen schwerer körperlicher Beschädigung; 2. Mathias /upau6i6 — wegen schwerer körperlicher Beschädigung; 3. Blas SchwtN und Konsorten — wegen Diebftahl. Wiener Nachrichten. Wien, 23. Juni. Se. k. l. Apostolische Majestät haben allergnä« digst genehmigt, daß cinc internationale Versammlung von Thierärzten, wie eine solche im Jahre 1tt63 zu Hamburg staltfand, im Jahre I6(i5 zu Wien abgehalten werde. — Ihre Majestäten der Kaiser Ferdinand nnd die Kaiserin Maria Anna haben zur Herstellung des neuen Altars in dcr Pfarrkirche von Primtcro, Südtirol, 200 fi. zu spenden gcrnht. Neueste Nachrichten nnd Telegramme. Original - Telegramm. Wien, 2 5 Juni. Se. Majestät der Kaiser wird heute um 3 Uhr Nachmittags hier erwartet. Allseitig kommen Nachrichten von Truppenbewea.una.en. Das deutsche Ge» schwader ist von (tuxhaven nach Bremen ab» a.ea.aua.en. Lord Nussell bedauert im überhäufe den wahrscheinlichen Wiederauöbruch deö Krie» sses. Vörse sehr alterirt. Karlsbad, 23. Inni. Se. k. k, Apostolische Majestät sind beute früh nach Schlackenwerth zum Besuche Sr. k. Hoheit des Großherzogs von Tos» cana gefahren. Gestern Abends Illnminalion der Stadt und Fackelzug. Die Abreise Sr. Majestät durfte morgen Nachmittags übcr Pilsen nnd Prag erfolgen. Pest, 23. Juni. Telegramme aus Siebenbür» gen beiichleu über eine große Wafsernolh. I" Eli- snl'clystadt am KolelfilljZe flchr „Ml, am ^0. d. M. auf dem Marklplaße mit Kähnen, der Postcnlauf war unterbrochen, dcr Notheulhurmplaß ist durch Bcrgabrulschnngen lhcilwcisc verschüttet und der Verkehr in die WaUachei erschwert. Auch dcr Postwagen auf der Kronstädler Roulc kauu nicht vcrkchrcn. Es sind bereits mehrere Menschenleben zn beklagen. Hermannstadt, 23. Inni. In dcr heutigen LandtagösitMg wird durch eine Zuschrift dcS königl. Landlagskommissars bclanntgfgcben, daß Sc. Majc« stät der Kaiser die Danlesänßcruug des Hauses ae« legeutlich der Publikation der Sanktionirnng deS Ge-setzartikcls in Betreff dcr Inartilnlirung dcr romanischen Nation zur wohlgefälligen Kcnntniß genommen habe. Das Hans crbcbl sich zn Hochrufen. — Die Abgeordneten von Sächsisch'Regcn nnd Genoiicn brin« gen eine Interpellation ein in Betreff dcr Regelung dcr Strompolizci nnd einer Schifffahrtsordnnng. — Hierauf erfolgte die dritte Lcsnng dcö Gesenartikcls über dle Errichtung cincs obersten sicbcnl'ürgischcn Gerichtshofes und die Annahme desselben. — Eine Repräsentation hiezn und Oiubeglcilung an den bevollmächtigten Landtagskommissär wird ebenfalls an« genommen. — Hierauf wiro der Antrag alls Unter-brcitung zur Allerhöchsten Sanktion dcö bestätigten Gcjeyartikcls üb?r den Gebrauch dcr Landessprachen augcnommcn. — Die Wahlen der Abg. Plckcr und Klein werden für giltig erklärt. — Nächste Sitzung Samstag. Lemberss. 23. Juni. In Folge heftiger Regengüsse vielfache Beschädigungen an KommnnikationSob« jekten. Im Stavwclnaer Straßcnbezirke. auf den Kar« pathcn und der Dclalyncr Hauptstraße wurden meh» rcre Brücken beschädigt nnd zerstört. Am 22. wnrdc die Brücke in Dobromyl, dann diesseits Mosziska weggerissen. Die San ist bei Przemysl auögctrctcu, die Vorstadt Blouy stebt unlcr Wasser. Hcutc wnrdc die Schiffbrücke sammt Pontons und Ueberfuhrsplät' ten in Zalcszczyki weggeschwemmt. Frankfurt, 23, Iu»i in der hcntigcn Bundes« tagssißuug meldete Oldenburg vorläufig seine Ansprüche anf die Hcrzogthümcr Schlcswig'Holstein an. lliciltc in Abschrift dcn Verzicht Rußlands zn seinen Gnnstcn mit und legtc cinc entschiedene Verwahrung gegen die Orbansprüchc dcs Hauses Augustenburg elu. Diese Erklärung wurde dcm Ausschusse zugewiesen. Darmstadt, 23. Inni. In dcr hcntigcn Sitzung dcr Hcrrcntaniiucr crtlärtc das Präsidium, ans wclchcn formcllcn M'üudcn dic Vorlagc dcc< bc-tanntcn Protestes in Bctrcff Schleswig ' Holsteins untcrblicbcn sci. Das Präsidium crachtc cs abcr dcn Ansichten dcr Versammlung entsprechend, wcun es dic Huffuuug und Erwartung anösprcche, daß untcr dcr Führung Oesterreichs und Prcnßcns dic Lösung dcr Augclcgcnhcit Schlcswig^Holstcins im nationalen Sinnc ohnc, Anfgcbcn cin;clncr Thcilc dcs ^andcö, dic sich mit ihm cins fnhlcn, erfolgen wcrdc. Die Kammer hat dicsc Ansicht cinstinnuig angcnmnmcn. Berlin, 23. Inni. itiicgsministcr r>. ^toon rcistc nach 5iarlsbao. Am lctztcn Sonntage wnrdc cnglifchcrscits dcm Tuilcricn Kabiuctc cinc gemeinsame Intcrucntion anempfohlen, von dicscm abcr abgclchnt. — In dcr gcstrigcu Konferenz wnrdc bloß dic Waf-fcnMstandöfragc als Tagesordnung für dic Sainstag-sitzung beschlossen. Berlin. 23. Juni. Dic „Nordd. Allg. Ztg." schlcibt.- Alio Schickung wird bcrichtct, daß Truppen »mcdcr nach Nordcil anfqcbrochcn sind, unl ihrc Stcllungcu ciu;unchmcn. Somit stchcn wir wicder am Vorabcndc ciucs Kricgcs, dcnn nuch dic Crncncrnng dcs Wasfcnstillstandcs anf dic Dancr von zwci Mo-natcn ist abgclchitt und als äußcrstc ^onccssion dic Schlcilinic fcstgchaltcn. Hanlburss, 23. Inni. Anf Ncchuung dcr Al-liirtcn wurden dic Bootc dcr hiesigen Bngsir-Dmnpf-schiffahrts-Gcscllschaft gechartert. König Christian antwortete am 20. einer Adreß< Dcpntation ans Vcilc, dic sich für Dänemark bis zur Schlcilinic opferwillig crklärtc, daß dcrfclbc Opfer-lnuth auch dann nöthig fei, wcnn das Konfcrcnz-Nc-sultat ungünstiger wäre. Hand dahin wirken, daß keine hiesige Köchin ibren Kolleginnen im Hotel Muusch, Hotel Wanvl:c. dieß« bezügliche Instruktionen zukommen lasse. Die Köchinnen sollen den Antrag bereits uä l'0l'ci'<.'mlniu, genommen haben. Die Saison morte beginnt für unsere Stadt erst Mlt Ende des Schuljahres; allein, sie ist schon jeht bemerkbar. Es h>,bcn schon mehrere Familien die Villcggiatur bezogen odcr sie sind in die Bäder dcs benachbarten Stcicrmark gereist, uud in der Gesell« schast ist schon manchc Lücke entstanden. Mit Anfang dcö Augnst tritt aber die eigentliche Ocdc und Leere ein, vor dcr uns jcpt schon graut. Die todte Saison ist in einer Prouinzstadt viel «lodter« als in dcr Nc> sidenz. nnd wer übcr diesen Komparativ dcn Kopf schüllclt. dcr hat in dieser Bcziehnug keiue Ersah, rung. Wir begreifen darum auch nicht, warum lie Klagcnfnrter ibr Sängerfeft nicht iu die todte Saison verlegt haben; es wäre menschenfreundlicher von ihnen gewesen. «Oi, das habt Ihr schlecht bedacht!" Mit dcm Beginn der „sauren Iurkcnzeit". wie dcr Berliner die „Saison niortc" nennt, taucht bci lins alljährlich cinc Fragc auf. die oft zu einer bren« "enden wird. Das ist nämlich die Bicrsrage. Die Freunde dcs edlen Gerstensaftes sehen nämlich mit Schrecken den Moment nahen, dcr dem Lagerbier ein ßndc macht, und jsnes jugendliche Gemisch herauf-"ttchwört. dessen (Muß allerlei unliebsame Folgen l^t. Da drängt sich dann gewöhnlich ihnen auch dcr Wunsch anf. es möchte die Laibachcr Bierbrauerei cine solche Ausdehnung gewinnen, daß so viel pro« dnzirt werde, nm dcn Verbranch, der selt Jahren mehr uud mehr steigt, genügeud zu decken. Früher allerdings blieb dieser Wnnsch ferne, denn das hei» mische Bier stand anf einer sehr niedrigen Stufe und man schenkte seine Neignng mehr dem Grazer nnd Wiener Fabrikate. Allein, seit einigen Jahren brancn unsere heimischen Brauer ciu Bier. das an Wohl. geschmack und feinem Gehalt dem Grazer Vier wenn noch nicht vorzuzicbeu, so doch gleichzustellen ist. Man koste mir einmal das Bier dcr Auer'schen und Pcrlcß'schcn Branercien, und man wird uns Recht geben. Der Fortschritt ift unverkennbar, und wir zweifeln gar nicht, daß es gelingen wird, auch hier cin echtes, schmackhaftes, reines, gesundes nnd billiges Bier mit alleiniger Verwendung dcr zum Bicr gehörigen Ingredienzen und Fcruehaltnng aller Surrogate zu brauen. Allein, dic bciocn genannten Brauereien sind nicht groß genug, um den ganzen Verbrauch zn decken und das fremde Bicr zn ucr» drängen; unseres Erachlcns nach würde es dcm Spc» knlalionSgcistc der beiden Bcsiyer alle (§hrc machen, wcnn sie eine groLc Brauerei gemeinschaftlich er« richten und die Konkurrenz mit Graz und Wien auf« uchincu wurde», bcvor ein Audcrcr dieß Projekt ausführt und so den Vorwurf wicder herausfordert, daß fremde Spekulanten die Einheimischen überfingeln. Au der Rentabilität, versteht sich bei guter Waare, zweifeln wir keinen Augenblick. Unserer Stcrnallce hat man die Krinoline repa-rirt und frisch angestrichen; sie war schon sehr schad« haft. Auch die Bänke sind hergerichtet und einige nach der neuen bequemen Form dazu angeschafft und aufgestellt worden. Wir sind gar nicht ungehalten darüber, denn die Sternallee ist nnn einmal der schönste Plah der Stadt nnd muß dc»n entsprechend auch erhallen werden. Daß die Straße anf dcr nördlichen Seite noch nicht mit feinem Sande bestreut und für Promenircude praktikabel gemacht ist. be» daucru wir bingegen sehr. Mäbrend die Pfiasterar« beitcn am Hauptplaye wegen Mangel an Malcrial sistirt waren, balle die Bausektion doch dcn von nns im Namen Vieler bereits schon einmal ausgcsprochc« neu Wnnsch erfüllen können! Nicht lange mchr und für unsere Nimrode bc« ginnt wieder die lustige Zeit der Jagd. Wenn dcr Wind über die ersten Stoppeln weht. was vielleicht in wenigen Wochen schon dcr Fall ist, dann wird es knallen in Feld nnd FInr. nnd wir sind überzeugt, wenn es unler dcu Wachteln, Ncbbühnern und Moosschuepfcn auch zahme gäbe. sic würden so wenig geschont als mitunter anderes Geflügel, das im wilden uud zahmcu Znstandc gern gcgcsscn wird. Die Frage. waS schmackhafter sei. eine wilde oder eine zahme Ente. ift von echten Gourmands als eine schwer zu nnterscheidcude bezeichnet worden; von zah. men Enten, welche als wilde betrachtet worden sind, bebauptet man wenigstens, daß sie nach Jahren noch Unannebmlichkeiten zur Folge haben können/ wie dicß ein ^Beispiel erst kürzlich hier gelehrt hat. Doch. das gehört iu's Vereich der Iagdgcschichleu. die unglanlx lich scheinen, sclbft wcuu sic gedruckt sind. 572 Kiel, 22, Juni. Abends. Herzog Friedrich von yllllMtndurg ist anf seiner a/singen Reise durch die Dillunalschen und Marschen allenlliall'en festlich und rnthnsiasiisch empfangen worden. In Heide war IU«» mination und Fackllzng. In Lundeil wurde der Her« ze>a. feierlich ringedoll und empfangen und von zahlreich anlesenden Echleswigern l'eqrnßt. Paris, 2:;. Inni. „La France" sagt: Dic HerMthnmer Frage sci mit allen europäischen solidarisch. Sobald die Ohmnacht der Londoner Konfc< renz tonstatirt sci, erscheine die Nolhwcndigtcit des napoleonischen Kongresses als die einzige vcrnnnftgc-mäße Lösnng aller Cnropa aufregenden Bcrwicklungcn. Pariö, 2!i. Inni. Die dcntschcn Bcoollmäch^ ligtcn in Vondon bereiten ihre Abreise vor, da keine Aufsichten mehr ans daö Zustandekommen des Friedens vorhanden sind. (Pr.) London, ^l. Inni. Die gestrige Confcrcn;-schnng dauerte drei Stunden; sämmtliche Bevollmächtigte waren anwesend. Die nächste Conferen;-si^nng nnrd Samstag stattfinden. Die gestrige (äou-feren; war resnllatloil. Preußen, Oesterreich und Däuemarl verwarfen den Borschlag anf Vcstcllnng eineo Schiedcgerichtö. Preussen nnd Oesterreich wollten denselben zwar annehmen, wofern diese Mächte eine Enschcionng des Schiedsgerichtes nicht binde. England aber lchute diesen Antrag ab. Nach der „Timcö" winde England wahrscheinlich nur die Inseln des eigentlichen Däncmarls gegen einen allfallsigcn Angriff schlitzen. London, 24. Iuui. In der gestrigen Par-lamcntssitznug versprachen Nnssell und Palmcrston am Montag eine Anöcinandcrsetznng betreffs der Konferenz und Borlagc sämmtlicher Doenmcntc. iltusscll bedauert den wahrscheinlichen Wiederanöbruch der Fcind-scligtcitcn. Kopenhagen, 23. Inni. Die „Äcrling'schc Zcitnng" ist in der Lage, anö zuverlässiger Quelle die Angabe der Gothenburger Alätter dahin zn be< richtigen, daß die Schisse der schwcdischuorwcgischcn Estadrc auch ferner bereit sciu sollen, innerhalb 24 Stnndcn nach erhaltenem Äefchl anslaufen zn tonnen. Nhborg Avis crllärt die 'liachricht des Korsöer Avis voni K.'». d. betreffs der Anfrage Englands in Nyborg wegen Verftrouiantirung der Flotte für eine Ente. Stockholm, 22, Juni. Der Cl>cf rcr ansäe« lösten C^fadrc, Prinz Oocar, ist zu seiner Familie nach Schoonen al'gelcist. wo er de>, Sommer über verbleiben wird. Der Instizministcr Dc Geer ist für einen Monat dlenstfrei und nülernimmt cinc Landreise. Madrid, 22. Inirl. In der heutigen Cortes« sißuug antwortete Pacheco auf Interpellationen Mo-linS: D!e Eskadre im stillen Ojean werde verstäikt werden. Die Chincha. Inseln bleiben occnpirt. l)is die Mörder uem Talambo bestraft sein werden und es erwiesen ist, daL die peruviauische Regierung dem Attentate anf daS Leben Mazarredo'ö fremd gewesen. Tuez, 21. Iuul. Ans Shanghai wird miterm 7. v. M. dcrichtel: Gei'.cral Gordon hat die Sladt Hangchow» fon drei Mal angegriffen, lst aber mit großem Verluste zurückgeschlagen worden. Die Stadt leistet noch Widerstand. Rorrchwndenz der 3;cdnkliml. ^. 1i. in Ncusiadtl: Ihr Wunsch wird erfüllt: wanim so schweigsam? >— 1). tt. in Stein: Wir bc-dauern, Eic während Ihres lel;tcn Hierseins m'cht gesprochen zu haben. Gibt cs bei Ihnen gar nichts zu dec richten? — 1^. in Idria: Ihre Mittheilungen sind uns stet^ willtummcn, schreiben Sie doch öfter. — I^. ^. in Laibach: Anonyme Zusendungen werden nicht berücksichtigt. — VV. in .Nrainburg: Sic lassen auf das Versprochene sehr lange warten. Verantwortlicher Redakteur: Ignaz v. Kleinmayr. Druck und Verlag von Issnaz v. Kleinmayr Kk Fedor Vamberg in Laibach. Wöü'!üü!^!'!!^z. -^^ ^^^' '""^' "'"^ ""b gcschäftöloö; Staatsfonds und Lose stellten sich IUN ciuen Vrnchtheil billiger nnd auch Iudnstricpaplcrc büßten theilweisc '/, biö 1 fl. ein. del, -"'l^^ü ' Wechsel ans fremde Plätze und Comptanten schlössen unverändert. Gelt» zuin Schlüsse minder flüssig. Veffolltlichc ^clnlld. ä. de« Slnnlee (für 100 st.) <5)lld W«ar, 5» üsserr, Wüs'ruuq . zu 5'/, 0U."lO 08 50 57, Aults,. v. 1^01 mit Nnckz.'/.'-^^O !>7.00 ohiif '.'»'schnitt 1804 ', . . i»6,20 i»t,<«>il. mit Iän,,Ooup. zu 5i°/. «0.25, ttO,3s' ., .. „?ipr,(5oup. „ ü „ KO.W ttO,!^» Mstalliqnts . . . . „ 5 „ 72.- 72.15 blttomit Mai.CoilP. . „ 5> „ 72.10 72.2<» tltto......„ 4z., «4 40 i;4 00 Mit Verlos. u.I.I8A>.....I5:j s)0 154.— .. „ „ 18Ü4..... '»1.50 !)I.75> ,.......1800 z» 500 st. s>,,.:j5. N<:.45> .. .. ,. 18<;o „ 100,, ««.30 W.50 .. ,. ,. 1804 .. „ „ i»3.80 lV.i'O «llV'üiu^Renteüfch, zu 42 1^. «m«!!', 17.50 18. -It. der Hrmllmldcr (siir ^00 si.) Ol-!i!>ds»tlasi!i>!g,i'Ol.'Iigatil'Nsi!. Vlildcr.Ocst.rreich . . zu 5'/. 88.— 89.— Ol'll. Olsterrnch . . „ 5 „ 88.— 8i'. - Ealsi'log . . . . „5., 80.— 80,— «5l,!i!li,....., 5., 90.— —. - Et,lerm..Knr»t.u.Krai!!. z»5'/« 8l<.üO <>0. - Mül»,»...... 5 „ i^.__ '^5)0 Schl.ficu .... ..5 .. 89.— 90.— llügulü.....„ 5 „ 7't.50 75. Temtftr-Bllliat . . „ 5) „ 73 50 74. - Kriialicil und SlaVlinitli „ 5 „ 7»isch,s?li,l. 1859 .. 5 „ 05.75 90.50 Nktieu (pr. Stück.) National^,.?......788. - 789.- Krtdit-Austalt zu 200 ss. ^. W. 193.40 193.50 N. i>. (5«,c.,'»l..Wes. z. 500 ,1. lV W.000 — <>02.-K. Ftrd.'Noidl>. z. 1000fl. (5. M.l840.-I842 Staatlz.'lzls.'Gss. zu200i^.CM. oder 500 Fr......185.50 180.— Kais. (5!is.' Vahn zu 200 si. CM. 130,50 13!.— Süb.'Nordd.Vtrl',Ä.200 .. ., 122.75 123.— Süd. Staats-, lmnbavdisch-vene» tiaoischt und central-italsenische «is. 200 fl. s. 39. 500 ssr. 243. - 245. - Gal. Karl'?udw.-V. z. 2l)0,1.CM.24^.25 244.50 Ocsl.Dmi.'D^nnpssch.-Gls. «^ 453.— 455.— Ofsterreich, Lloyd i» Tricst Z ^ 233.— 235.— Wilii. Da»N's,!,.-'-1ft6.500fl.l'.W. -t50.-> 470.— Pli1,r Kstttiil'riiclt .... 37l"» — 380.— Äül,,». UsN^ihu zu 200 ii. . 150.50 157.— Thlißdalm-Aflie» zu 2'"zahl»ng 14?.— -.- Pfa,,dliriefe (sür 100 fl.) National»/ lOjährigt v. I. bans auf > 1857 zu . 57. 101.— 101.20 (5. Äi. ) verl^da,e 5 „ 90.50 90.75 Nat!l',ialb.auf5.W v,rll'öt',5 .. 80.25 80.40 Ungarische Bl,d,»«>,dil-'.'l»sla!t zu 5'/, pCt.....—.- 85.5) H!ose (pr. Ctült.) ssrld.-AnNalt sür Handel u. Glw. zu 100 fl. üst. I9. ... 130.10 130.25 Dl'n..D,nn!ck.-G.z!l100fI.l5U. 98.25 88.75 Stadt^eui. Ofen „ 40 ., 0. W. —.— 25>.— (3st,rhazy ,. 40 ,. C.M. 94.5>U l>5,.5i() Tal,,, ,. 40 ., .. .. 32.5!» W.— O'tlb Waare Palff,) zu 40 jl. CM. . 29.25 29.75 (5lan) ,. 40 ., .. . 28.-- 28,50 St. Oein'iö ., 40 , „ . 29.25 29.75 Wiüdischqiütz „ 20 „ „ . 18.50 19.- Waldslliü „ 20 „ „ . 19.50 20.— Keglemch „ 10 „ „ . 12.50 13.— Wechsel. 3 ll^'natl. <5'cld W<,are «ugsburg für 100 fi. sxdd. W. 97.20 97.30 Fr.>nssurta.M. 100sl. detto 97.30 97.40 Hanil'ul^. sür 100 Marl «anco 80.20 80.35 London sur 10 Pf. Sterling . 114.80 115. - Paris, sür I(X) Fr.nilS . . . 45.50 45.00 (5ouvK der Geldsorten. Gelb Waare K. Münz-Dusatln 5 sl. 40 kr. 5 sl. 4<:z!)llr. Kronen . . . 15 „ 90 ., 15 „ 93 „ Napoleonsd'or . 9 „ 23 .. 9 „ 24 „ Russ. Ix.perial« . 9 ,, 4 l „ 9 ^ 45 ^ Silder . . 114 „ - ',' 1,4'.', 2» 7, Telegraphische Effekten- nnd Wechsel-Kurse an der l. k. öffentlichen Börse in Wien dm 24, Juni 1804. 57.. W'ialli^ntS 71.30 1800-er Anleihe 9l.5O 5"/„ '^at.-'.'lülsh. 79 50 Silber . . . li-l.75 Bankaltit,, . 784. Loudou . . 115 80 Kreditaltien . 189.10 K. l. Dulate» 5 51 3rn 23. Juni. Stadt Wie«. Die Herren: Plillchiicr, Kansmaim ; Wl'i»' sche, Fiibvilant. und Bcrnl>ard, Handlun^^' Reiftnder, von Wis».— Fnrst Wred, nnd u. Fran-liu. Piiv.U. von Graz. — Winkler. ss.nif' üiann, vo,< (5hcmnih, — Aattara. von Zara. — Theater - Uiltlruellülcr, vun Äadcn. — Kollcr. Pri'.'at, von Vildon. — Weinlünder, Wcschäft,zma»» , aus Tteitrmarl, — Schuschui^ und Älann, Handel>3llutr. von Oottschee. Elephant. Dic Heircu: ^np'IU'isscr, l. f. lDl'crhüttni-»isisln-; WoslnN', Schnal'ltggsr, Fcstl. Schutidcr u»d Prscndolftr. Ü'eigasad.iinfrr, von Lcob.» — ^ahn. ^axsiü.uin, von Dns^n, — Totl,. Primat, von Szatlmiar. — Aing, Kausman,,, vo» Nien. — L!„an». von Kanischa " Verstorbenes Ton 17. Im,!, Jungfrau Elisabeth Mithl-bach/r, Bcauilcii^wais^. alt 05 Jahre, in der St. Pcterö-Vorsladt Nr. 88 , an on- ^clx'N'cr-härtunss. -- Hcrr Johann Hnitrrschwcigcr, dilrgl. Schlihniachrriücistl'r, alt 52 Iahic, iu !^'r'KaMincr-Vorstadt Nr. <9. an der Herz-dnltelwassrrsucht. Den 1>!. Herr Dr. Anton Rat, Hof-uud Gerichts - Aduolat, Präsident der Ädvola-tei'.kammcr, Gcincinderatl) :c., siarb iin 02. i,'cbenSja!!re, in der Orndischa-Vorstndt Nr. 17, an der ^inia/nlälMmiss. — Dcn, Herrn Pctcr stayer, Äicrdräucr, Hau^- nnd 3lcalität<-»bc^ sitzer in Krainbursz. sein Sohn Johann Nep/ Schüler der 3. MimnasnUllasse, alt 14 Jahre,! in der St. Prlrra-Vorstadt Nr 87, am Kopf-> Typhns. — Dem Hcrril Jakob Kailtschitsch,> Schiihmacherincister, sein Kind Pan>a, alt 8 Ta^e, in der Stadt Nr. 117, au der Mund-! spsi're — Der ümesline Fleischmanii. Tag-l^hneröwitwe, ihr Sohn Johann, alt 7 Jahre,' in der Kralan-Vorstadt Nr. 30, am Zehrfieber. Den 20 Anna D'ütre, Inwohuereweib, alt 44 Jahre, im Civilspital Nr. 1, au der allgemeinen Wassersucht. Den 21. Michael Puzichcr, Vttclera.eselll', alt 45 Jahre, im Ewilspital Nr, I, an der Lnngcnluberlulose. — Maria Iamuiter, Tag-löhiieN'weili, alt.50 Jahre, im Ciuilspital Nr, 1, an Altersschwache. — Simon ^cuardon, Zlvana.-linss, al! 24 Jahre, im ZwanaMrdeitöhanse Nr. 47, am Typhus. Den 22. Johann Prnßnil, Taglühlier, all 47 Jahre, ist im Laibachsluft? beim Klcingra-ben rrtrnüleu gefunden und uon da nach Sl. Christoph übertragen worden. — Herr Johann Podloger, Bäckermeister, alt 42 Jahre, in der Stadt Nr. 45, an der ^nngeutliberlulose. ^ Georg Emerajc, Taglöhner, alt 55 Jahre, im Civilspital Nr. 1, an der Niielenmarlölähmuug. Den 23. Franz Jelozhnig, Tac,lüh!ier, alt 40 Jahre, in der Stadt Nr. 119, au der ^nngeiituberinlose. (12-10) Južni sokoL Zn der am 2N. Juni »^»«»'<>«!«» eiljem v dveh aklih. Po Linliurtovi v JLjtibljnni prvikr^t leta 1790 igrani. Prcdelal Dr. Janes Jtlt'iweis. Caibacf; 1804. $)iciS 20 ft. 3u fjslbni bci J. Gioiitini in Laibaeh, Anton We pust ok in «Rcujlobtl «nb L. Maas in