Lliibchcr TliMtt. Pränumerationspreise i I-»» Für Laibald^ Gaazj. fl. 8 ^0; vO» Zustellung inSHauSvrtlj.Lzkr. Mit der Post - Ganzjiihr. fl. IL. Redaction und Expedition: Bahnhofgasse Nr. 15. Samstag, 23. März 1878. — SU: L» W Injertionkpreisei Ein-altige Petitzeile i, 4 Ir., bei iederholungen L 2 kr. Anzeigen bis 5 Zeilen 20 kr. 11. Jahrg. Die Kreditdebatte. Nie seit dem Bestände der Delegationen haben ihre Debatten ein größeres Interesse beansprucht; nie waren die Fragen bedeutender, welche sie zu verhandeln hatten; nie haben alle hervorragenden Glieder dieses parlamentarischen Centralinstitutes eine lebendigere Theilnahme an der Debatte genommen, als in den Tagen dieser folgenschweren Verhandlungen. Wir können in folgenden! die Debatte in der VH. (Schluß)-) Sitzung der österreichischen Delegation nur skizzieren. Wir wollen versuchen, in kurzen Zügen ein getreues Bild des parlamentarischen Kampfes zu liefern. Delegierter Dr. Grocholski wendet sich zunächst gegen das Minoritätsvotum. Zu behaupten, die Interessen der Monarchie seien bedroht, daß es zur Nothwendigkeit werden kann, dieselben durch die Wehrkraft vertheidigcn zu müssen, daß man das volle Vertrauen zur Leitung der auswärtigen Angelegenheiten hat, dabei aber dieser Leitung jene Mittel zu verweigern, welche unerläßlich sind, wenn diese Nothwendigkeit eintreten sollte, die Wehrkraft des Reiches vollständig auszunützen, das scheine ihm ein Widerspruch. In dem Antrage der Minorität finde er viel eher ein Vertrauensvotum für die russische Regierung, welches die Minorität sicher nicht beabsichtigte, aber die Betonung des Kongresses in erster Linie und die Erwartung einer friedlichen Lösung der die Interessen der Monarchie bedrohenden Fragen involviere die Voraussetzung, daß die russische Regierung sich von den Grundsätzen des Friedens und der Gerechtigkeit werde leiten lassen! Schon aus diesem Grunde könnte er dem Minoritäts-antrage nicht beistimmen. Niemand könne zweifeln an der höchsten Gefahr, welche die Verschiebung der Machtverhältnisse auf der Balkan-Halbinsel für Oesterreich mit sich führe. Aber auch eine Aenderung der Friedensstipulationeu vermag die Monarchie nicht sicherzustellen, nur an der Weichsel, in den polnischen Provinzen Rußlands kann das Gegengewicht, gegen diese Machtverschiebung gefunden werden. Man werde ihm vorwerfen, er spreche als Pole, der die Befreiung Polens von russischer Herrschaft wolle. Er leugne das nicht, aber er spreche hier als österreichischer Delegierter, der sich vollkommen der Pflicht bewußt ist, die Interessen Oesterreichs zu vertreten. Sollte denn der Umstand, daß die Interessen der Monarchie mit den Wünschen Polens übereinstimmen, ein Hindernis sein, diese geltend zu machen? Liege nicht vielmehr darin eine Bürgschaft, die elfteren um so leichter durchzusetzeu und zu sichern? Diesen Gesichtspunkt sollte die Regierung auch im Falle einer militärischen Action nicht aus den Augen lassen. Abg. v. Fluck (Dalmazien) spricht für die Annexion Bosniens und der Herzegowina. Dr. Tomaszuk hebt hervor, man wisse nicht, für welche Interessen Oesterreichs der Kredit verlangt werde. Auf dem Kongreß werde man Rußland nicht verhindern, seine Absichten im Orient durchzusetzen. Und was sollte die Aufgabe eines Krieges gegen Rußland fein? Nochmalige Befreiung der Christen oder Rekonstruierung der Türkei? Man sollte lieber den neuen Staatenbildungen im Oriente freundlich entgegenkommen, um dem Einfluß Rußlands die Wage zu halten. Redner hält es für nothwendig, der Okkupation Bosniens zuzustimmen, wenn sie anch mit Gefahren und Schwierigkeiten verbunden wäre. Was Rumänien betrifft, so sei es unser Freund, er glaube auch nicht, daß Rußland darauf bestehen werde, Beßarabieu zu annektieren, aber die Do-brndscha werde es in jedem Falle nehmen, und von da können wir die Russen auch durch einen Krieg nicht vertreiben. In Bulgarien endlich könne trotz aller etwaiger Concessionen der russische Einfluß nicht verdrängt werden. Redner schließt, er votiere kein Mißtrauen, aber auch kein Vertrauen, sondern bloße „Erwartung." Ju gleichem Sinne sprechen die Abgeordneten Kurauda und Streeruwitz. Abg. Greuter endlich sorgt für die Heiterkeit des Hauses. Er sagt: Es heißt jetzt: Zum Kongreß nach Berlin! nud um dort die Position unseres Ministers zu stärken, ist es nothwendig, daß man ihm 60 Millionen bewillige. Allem schon das Wort Kongreß macht mir sehr bange. Nach dem Pariser Kongreß haben wir Italien verloren. Eine Art Kongreß führte zum Kriege mit Schleswig-Holstein, und der Kongreß in Konstantinopel führte zu den 60 Millionen. Aber mehr als diese 60 Millionen würde dem Minister die Uebereinstimmuug der Völker Oesterreichs nützen, für das kostbare Gut der Freiheit einzustehen. Rußland habe so viel errungen durch die Macht der Idee, der nationalen und religiösen, während wir in konfessioneller und nationaler Beziehung einen Druck ausüben, der uns theuer zu stehen kommen kann. Wir müssen die nationale Idee in wahrhaft konservativer Weise zu lösen trachten. Aber weil das österreichische Staatsschifs mitten im stürmischen Meere, weil der Steuermann ruft „Noth an Mann", bewillige er die 60 Millionen. Aber er lehne jede Verantwortung ab. Er stimme für die Regierungsvorlage, ohne einen Beistrich zu ändern, denn sonst könnten die Diplomaten vielleicht sagen: „Hätte man diesen Beistrich nicht gemacht, so wären die Sachen anders gekommen. In der Abendsitzung sprachen als Generalredner, für die Minorität Dr. Herbst; für die Majorität Prof. Sueß. Graf Andrassy ergriff zum Schlüsse nochmals das Wort. Wir werden den interessanten Inhalt dieser Ausführungen in der nächsten Nummer wiedergeben. JeM'eLon. Treu bis in den Tod. Nach dem Englischen. Das Feuer brennt fröhlich auf dem Herde, die mächtigen Scheite krachen und lodern den breiten Kamin hinauf, durch welchen, wie ich zu sagen pflege, man in einer vierspännigen Kutsche fahren könnte. Ich ziehe meinen Sessel näher herbei, mit einem Frostschauer, indem ich ausrufe: »Welch' eine Nacht!" "Schneit es noch immer?" fragt meine Frau, welche mir gegenüber sitzt, mit Büchern und einer Arbeit vor sich auf dem Tische. „Heftig, man kann kaum eine Spanne weit vor sich sehen." „Der Himmel stehe jedem armen Geschöpfe bei. das sich etwa auf dem Moor befindet!" sagte sie. „Wer würde sich hinauswagen? Es begann vor Nacht zu schneien, und die Leute hier herum kennen die Gefahr wohl, nachts von einem Schneesturm auf dem Moor ereilt zu werden." „Gewiß. Doch habe ich Leute gekannt, welche hier in der Nähe unter solchen Umständen er-ftoren sind." Meine Frau ist eine Schottin, und dies angenehme Haus in den Hochlanden gehört ihr. Wir versuchen es zum erstenmale, einen Winter darin zuzubringen, und ich finde es ausnehmend kalt und düster. In meinem Innern beschließe ich, daß wir es künftig nur zur Jagdzeit mit unserer Gegenwart beehren wollen. Im Augenblicke gehe ich an das Fenster und schaue hinaus; es hat zu schneien aufgehört, und durch einen Riß in den Wolken sehe ich einen Stern glänzen. „Es fängt an, sich aufzuhellen," fage ich zu meiner Frau, uud theile ihr mit, daß es elf vorüber sei. Als sie ihre Kerze au einem Seitentische anzündet, höre ich ein Winseln und Kratzen an der vordem Hausthür. „Da ist Laddie wieder los," sagt sie. „Möchtest Du ihn nicht einlassen, Lieber?" Es war mir eben nicht angenehm, mich dem kalten Winde auszusetzen, doch konnte ich dem armen Thiere den Einlaß nicht verweigern. Sonderbarerweise jedoch wollte er, als ich die Thür öffnete und ihn rief, nicht hereinkommen. Er rennt auf mich zu und schaut inir mit stummer Bitte ins Gesicht; dann läuft er wieder einige Schritte zurück, und sieht sich um, ob ich ihm folge; und endlich nimmt er meinen Rockschoß in seine Schnauze und versucht es, mich hinauszuziehen. „Laddie will nicht hereinkommen," rufe ich meiner Frau zu. „Im Gegentheil, er scheint mich hinausziehen zu wollen, um eine Partie Schneeball mit ihm zu spielen." Sie wirft einen Shawl um und kommt zu mir. Der Schäferhund hatte ihr gehört, noch ehe wir verheiratet waren, und sie hat ihn beinahe so lieb, pflege ich zu ihr zu sagen, wie Jack, unjern ältesten Knaben. „Laddie, Laddie!" ruft sie, „komm' herein, mein Junge." Er kommt gehorsam auf ihren Ruf herbe,, doch weigert er sich, ins Haus zu gehen, und wiederholt dieselbe Pantomime, die er schon an mir versucht hatte. „Ich werde ihn aussperren, Jessie," sage ich. „Eine Nacht im Schnee wird ihm nicht schaden;" und ich mache Miene, die Thür zu schließen." „Du wirst nichts begleichen thun," erwiderte sie mit einem besorgten Blick; „sondern du wirft sogleich die Dienstboten wecken und dann mit ihnen dem Hunde folgen. Irgend jemand ist im Schnee verirrt, und Laddie weiß es." Abgeordnetenhaus. In der Sitzung vom 21. März wurde über das Budget des Unterrichtsministeriums verhandelt. Sie bot kein Moment von allgemeinerem Interesse, außer der Rede des Abg. Dr. Held. Derselbe polemisierte gegen die Ausführungen des Abg. Dr. Grenter, und zwar zunächst gegen dessen Behauptung, daß die Volksschule Schuld trage an der immer mehr zutage tretenden körperlichen Untauglichkeit. Wenn die neue Schule in dieser und anderer Richtung bis jetzt nicht alle Erwartungen erfüllt habe, so sei gerade die Partei des Abg. Dr. Greuter daran schuld, und speziell die Art und Weise, wie der Religionsunterricht geleitet wird, könne nur das Resultat haben, Religiousheuchler oder Religionsverächter zu erzeugen. Redner apostrophierte sodann den abwesenden Unterrichtsminister und urgierte die Vorlage des Gesetzes über die Heranbildung der Geistlichen, denn so lange letztere in den Seminarien auf die bisherige Weise gedrillt werden, könne es auch in der Schule nicht besser werden. Im Verfolge seiner Rede betonte der Abg. Held die Bedeutung der Institution der Bezirksschulinspektoren, die bisher sehr ersprießlich gewirkt uxd der man jetzt eine ständige Natur verleihen wolle. Redner verlangt, daß man bei der Auswahl dieser Func-tionäre die gehörige Vorsicht walten lassen möge. Bezüglich der theologischen Facultäten mehre sich immer der Besuch der Alumnate, wogegen derjenige der Facultäten immer mehr sinkt. Die Nothwendigkeit der Regelung der Bildung der Geistlichen sei daher eine imminente. Zum Ausgleich. Am 20. März mittags fand im österreichischen Finanzministerium eine mehrstündige Konferenz der beiderseitigen Minister über die noch obschwebenden Differenzen zwischen den Beschlüssen des österreichischen und ungarischen Abgeordnetenhauses betreffs oer Ausgleichsgesetzentwürfe statt. Es wird bestimmt versichert, daß die österreichische Regierung ebenso wie die ungarische an den vereinbarten Gesetzentwürfen festhalten und die österreichische Regierung die Beschlüsse des österreichischen Abgeordnetenhauses, insoserne dieselben vom Inhalt der Vorlagen abweichen, keineswegs zu den ihrigen mache. Um in den beiden Oberhäusern die Differenzen auszugleichen, werden die beiden Regierungen in den betreffenden Oberhäusern identische Modificatiousanträge stellen. Ich lache. „Wirklich Jessie, du bist absurd. Laddie ist bewiß ein verständiges Thier, doch glaube ich mcht, daß er so gescheidt ist, das zu wissen. Wie wäre es ihm doch nur möglich, zu wissen, ob jemand im Schnee verirrt ist oder nicht?" „Weil er ihn gefunden hat und zu uns um Hilfe kommt. Sieh ihn einmal an." Ich kann nicht umhin, zu gestehen, daß der Hund ruhelos und aufgeregt scheint und sich augenscheinlich bemüht, uns durch seine Liebkosungen zu bewegen, ihm zu folgen; er blickt uns mit pathetischer Bitte in den beredten Augen an. „Warum wollt Ihr mir nicht glauben?" scheint er zu fragen. „Komm'", fährt sie fort; „Du weißt, daß Du nicht schlafen könntest, wenn nur die leiseste Möglichkeit vorhanden wäre, daß ein Mitgeschöpf deiner Hilfe bedürfen könnte. Und ich bin gewiß, -aß Laddie uns nicht täuscht." Was kann ein armer, unter dem Pantoffel seiner Frau stehender Mann thun? Ich murre ein wenig, widersetze mich und gebe endlich nach; wie ich oft gemurrt, mich widersetzt und nachgegeben hatte, und wie ich es zweifelsohne noch oft thuen werde. Der russisch-türkische Friedensvertrag wurde am 21. Mürz in Petersburg veröffentlicht. Derselbe führt den Titel „Friedens-Präliminarien". In dem Vertrage wird bestimmt: Montenegro erhält Gacko, Bihov, Roshai, Niksit, Spus, Pod-goriza uud Habljak. Die Schiffahrt auf der Bo-jaua wird durch eine europäische Kommission geregelt werden. Bis znin Abschlüsse des Vertrages , durch welchen die Beziehungen zwischen Serbien und der Pforte festgestellt werden sollen, werden die Serben in der Türkei nach dem internationalen Rechte behandelt werden. Die Serben werden dasjenige Gebiet räumen, welches bei der Türkei verbleibt. Rumänien wird seine Rechte auf Kriegskosten-Entschädigung geltend machen, die zwischen Rumänien und der Türkei festzustellen ist. Bulgarien wird ein autonomes Tributär-Fürstenthum mit einer christlichen Regierung und einer nationalen Miliz. Im Falle einer Vacanz des Thrones wird der neue Fürst von Bulgarien nach den in dem Vertrage näher angegebenen Bestimmungen gewählt werden. Die türkische, griechische uud walachische Bevölkerung soll an den Wahlen theilnehmen. Ein besonderes Reglement wird den Rechten derselben Rechnung tragen. Die Pforte wird über das Kriegsmaterial der Donaufestungen Schumla und Varna verfügen. Die russischen Oecnpationstrup-pen unterhalten Verbindung mit Rußland über Rumänien, Varna und Burgas. Nach den Durchschnittseinnahmen Bulgariens wird ein Tribut berechnet werden. Die Muhamedaner behalten ihr Eigenthum, selbst wenn sie Bulgarien verlassen. Einzusetzende Kommissionen sollen über die Fragen bezüglich des Eigenthums entscheiden. Nach Ablauf von zwei Jahren soll das bis dahin nicht reklamierte Eigenthum verkauft und der Erlös desselben zum Besten der Witwen und Waisen der im Kriege Gebliebenen verwendet werden. Die in der Türkei sich aufhaltenden Bulgaren sind den ottomanischen Gesetzen unterworfen. Die Pforte verpflichtet sich zur Feststellung der türkisch-persischen Grenze. Die von der Türkei an Rußland abzutretenden Gebietstheile sollen einen Werth von 1100 Millionen Rubel repräsentieren. Außerdem hat die Türkei an Rußland 300 Mill. Rubel bar zu entrichten. Das Nähere über die Zahlungsweise dieser Summe soll später vereinbart werden. Die Einwohner der an Rußland abzutretenden Gebietstheile sollen ihre Güter verkaufen und das Land verlassen können. Die russische Gesandtschaft iu Konstantinopel und die russischen Konsulate in der Türke: haben den „Laddie hat schou einmal einen Mann im Schnee aufgefundeu, doch war er todt," sagt Jessie, indem sie fortfchritt, um ein Fläschchen mit Branntwein zu füllen und ein Paar wollene Decken zu holen, die wir mitnehmen sollen. Inzwischen wecke ich die Dienstboten. Sie sind alle Engländer, mit Ausnahme Donald, des Gärtners, und ich sehe, daß sie alle mit spöttischem Unglauben über den Scharfsinn Laddie's die Nase rümpfen und sich innerlich gegen den Gedanken auf-lehnen, ihr warmes Bett zu verlassen und sich der bitterkalten Winternacht auszusetzen. „Macht Euch keine Sorge," höre ich den alten Donald sagen. „Unsere Gebieterin hat ganz recht. Der alte Laddie ist gescheidter als manch' ein Christenmensch, nnd er wird heute Nacht etwas im Schnee finden." „Bleibe nicht auf, Jessie," sage ich, als wir , aufbrechen. „Wir können vielleicht die ganze Nacht auf dieser Jagd nach einer wilden Gans ausbleiben." „Folge Laddie auf dem Fuße," ist die einzige Antwort, die sie gibt. Der Hund springt mit fröhlichem Bellen voran, indem er sich beständig umsieht, ob wir ihm folgen. Als wir durch das Einfahrtthor Schutz über die russischen Pilger und Mönche und deren Eigenthum in der Türkei auszuüben. Die Dardanellen sollen sowol im Falle eines Krieges als auch im Frieden den Handelsfahrzeugen der neutralen Mächte geöffnet bleiben. Die Pforte soll sortau im Schwarzen Meere keine fic-tive Blockade errichten dürfen. Die russischen Truppen habe» die von ihnen in Asien besetzten Gebietstheile innerhalb sechs Monaten, von dem Tage des definitiven Friedensschlusses an gerechnet, zu räumen. Die beiderseitigen Kommissäre werden die Auswechslung der Gefangenen in Odessa und Sebastopol regeln. Die Pforte wird die Unterhaltungskosten für die Gefangenen zahlen, und zwar in 18 Theilzahlnngen innerhalb sechs Jahren. Ueber den Ort und den Zeitpunkt des Abschlüsse-des definitiven Friedens wird man sich später einigen. Die anderen Bestimmungen des Friedensvertrages entsprechen den von mehreren Blättern bereits veröffentlichten Analysen desselben. Tagesneuigkeiten. — Verkehrsstörung. In der Strecke Obertraun der Salzkammergutbahn ist durch Schnee-lawinen eine totale Thalsperre und ein erneuter Danimdurchbruch eingetreten. Die Herstellung der Bahn wird mehr als einen Monat beanspruchen und der Verkehr auf der Strecke Aussee-Obertraun für diese Zeit unterbrochen sein. Schneefall, Thau-wetter und Lawinen sind auch Ursache der Verkehrsstörung in der Richtung Ebensee-Schärding. — Ueber die Wohlfahrt Frankreichs unter der Republik wird der „A. A. Ztg." aus Paris, 17. März, geschrieben: „Die Republik verwirklicht den alten Plan, die Seine von Paris bis Havre für Seeschiffe fahrbar zu machen; ferner den Plan, die Seine und die Rhone so zu kanalisieren, daß Marseille und Havre durch eine unmittelbare Wasserstraße verbunden werden, abgesehen von einem landwirthschastlichen Bewässerungskanal, welcher aus der Rhone abgeleitet und eben so sehr zur Sanierung der Weingärten, als zur Anlegung von Wiesen dienen wird. Post und Telegraf werden vom 1. Mai an wieder wohlfeil. Das nationale Schienennetz wird, ohne Erhöhung des Budgets, mittelst Rentenobligationen ausgebaut, welche, ohne effektive Mehrbelastung des Staatsschatzes, die obligatorische Schuldentilgung in sich selbst tragen. Letztere Neuerung wurde mit einer in der Kammer in solcher Stärke noch nicht dageweseneu Mehrheit MM- Fortsetzung in der Beilage. gehen und auf das Moor hinaustreten, durchbricht der Mond einen Augenblick die Wolken und beleuchtet mit seinem blassen Strahl die schneebedeckte Landschaft vor uns. „Es ist, als ob man in einem Bündel Heu eine Nadel suchen wollte, Sir," sagt John, der Kutscher, vertraulich; „zu glauben, daß wir in einer solchen Nacht etwas finden werden! An einigen Stellen ist der Schnee mehr als zwei Fuß hoch, und es ist gegen alle Vernunft, zu glauben, daß ein stummes Thier kommen sollte, Hilfe zu holen." „Ich weiß nicht," sagte der alte Donald, „was Eure englischen Hunde können; doch ein Schäferhund, obwol cs der Vorsehung nicht gefallen hat, ihm die Sprache zu verleihen, kan« und weiß viel mehr Dinge, als diejenigen, die über ihn spotten! „Ich spotte nicht über ihn", sagte der alte John, „ich sage nur, daß, wenn er so gescheidt ist, ich noch keinen solchen gesehen habe." „Doch, Du wirst ihn sehen, Du wirst ihn sehen", sagt der alte Donald, als er vorwärts und Laddie nacheilt, der sich nun in Trab setzt und seinen Weg geradeaus über den einsamsten Theil des kalten Moors nimmt. Der scharfe Wind schneidet uns beinahe entzwei und wirbelt uns den Beilage zum „Laibacher Tagblatt" Nr. votiert, wie sie sich bereits einer ungewöhnlichen Popularität erfreut. Auch das nationale Netz der Schulhäuser wird ausgebaut und die Unentgeltlichkeit des Elementarunterrichtes eingeführt, so daß dem Schulzwang nichts mehr entgegensteht. Die Republik findet dann noch die Mittel, den Unterhalt der Soldaten, die Gehalte und Pensionen der Offiziere zu verbessern, den Unteroffizieren eine lohnende Laufbahn zu sichern, u. s. w." Lokal- und provinM-Angelegenheiten. Aus der Gemeinderathssitzung. Laibach, 22. März. Anwesend: Bürgermeister La sch an als Vorsitzender, 2l Gemeinderäthe und der Magistratskanzleileiter als Protokollsführer. GR. Dr. Ritter v. Kalte negger erstattet namens der vereinigten Sektionen für die Rechts-, Bau- und Finanzsachen Bericht über eine Grundabtretung vom städtischen Gute Unterthnrn (Tivoli) nächst der Lattermannsallee an die dortigen Grundanrainer und stellt folgende Anträge: Der Gemeinderath wolle beschließen: 1.) Die Stadtgemeinde Laibach überläßt von dem ihr eigenthümlichen, zum Gute Unterthnrn (Tivoli) gehörigen Grundcomplexe im Wege des Tausches, beziehungsweise Verkaufes, einen nächst der Lattermannsallee gelegenen Grundtheil im Ausmaße von. 3609 Quadratmeter der krainischen Baugesellschaft ; 2.) die dortigen Grundanrainer, die krainische Baugesellschaft uud Herr Emerich Mayer, treten dagegen von ihren dort gelegenen Grundcvmplexen eine Grundfläche von 458 Quadratmeter der Stadtgemeinde Laibach als Eigenthum ab; Z.) weiters hat die krainische Baugesellschaft die im Plane bezeichneten Gruudtheile per 2^3 88 Quadratmeter derselben Grundparzelle an die Stadtgemeinde Laibach abzutreten; 4.) außerdem hat die krainische Baugesellschast als Kaufpreis für die 2896 Quadratmeter ü 50 kr., um welches Flächenmaß die Grundtauschobjekte differieren, den Betrag von 1448 fl. gleichzeitig mit der Uebergabe und Uebernahme derselben an die Stadtkasse abzuführen, überdies auch die zwischen der Stadtgemeinde und der Firma August Tschinkl Söhne bis 3 >. Oktober d. I. noch bestehenden Pachtverhältnisse anszutragen und auf eigene Rechnung zu ordnen; 5.) weiters wird bedungen, daß fowol Herr Emerich Mayer als die krainische Baugesellschaft für sich und ihre Rechtsnachfolger, also mit Gestat- Schnee ins Gesicht, daß wir beinahe davon geblendet sind. Meine Fingerspitzen sind starr, Eiszapfen hängen an meinem Schnurr- und Backenbart, und meine Füße und Beine sind naß, selbst durch die Jagdstiefeln und Lederbeinkleider hindurch. Der Mond hat sich wieder versteckt, und das Licht der Laterne, die wir tragen, reicht kaum hin, uns die Unebenheiten in der Höhe des Schnees u zeigen, nach welchen wir unfern Weg errathen önnen. Ich fange an zu wünschen, daß ich zu Hause geblieben wäre. „Der Manu denkt, doch die Frau lenkt", seufze ich in meinem Innern; und ich fange an, in Betracht zu ziehen, ob ich e» wagen dürste, die Nachforschungen aufzugeben (welche ich ja einzig unternommen hatte, um meine Frau zufrieden zu stellen, denn ich bin wie John und glaube nicht an Laddie), als ich plötzlich einen Schrei vor mir höre und Donald, welcher sich die ganze Zeit dicht an Laddie gehalten hatte, auf die Knie fallen und mit ungestümem Eifer den Schnee mit seinen Händen ausgraben sehe. Wir alle stürzen vorwärts. Laddie war bei etwas einem Baumstumpf Aehnlichein stehen geblieben, und nachdem er ein wenig gescharrt und gewinselt hatte, setzte er sich nieder und sah uns an, indem er es uns überließ, das Weitere zu thun. Was ist es, was zum Vorschein kommt, nachdem wir 68 vom 23. März 1878. tung der grundbüchlichen Einverleibung, zugunsten der Stadtgemeinde Laibach sich verpflichten, die etwa beabsichtigte Verzäunung ihrer Grenzen gegen die Lattermannsallee längs des an die Stadtgemeiude abgetretenen Grundstreifens nicht in voll geschloffener Wand, und wenn sie gemauert werden sollte, höchstens mit einer 3 Schuh hohen Mauer und einem Gitteraussatze auszuführen, ferner auf eine Entfernung von 15 Meter, von der südlichen Baumreihe der Lattermannsallee gemessen, keine Baute ohne Bewilligung des Laibacher Gemeinderathes zu unternehmen, sowie alle, wenn auch über den nachbarlichen Grund in dessen Luftraum überhängenden Baumäste der Lattermannsallee von dessen Eigen-thümer geschont werden müssen — alles;dies inso-lange, als die Lattermannsallee dortselbst zum öffentlichen Spaziergange bestehen wird. 6.) es wird gestattet, daß die Eigenthümer der daselbst an die Lattermannsallee anrainenden Grund-, beziehuugsweise Villenbesitzer in ihrer aä 5 erwähnten Umzäunung je einen Ausgang anbringen. Jedoch bleibt derselbe, so lange die Lattermannsallee besteht, auf den Verkehr von Personen beschränkt. mit Ausschluß jeder sonstigen Beimtznng für Fuhrwerk oder Handkarren, mid insbesondere des Transportes jeder Art von Bau- oder sonstigen Materialien, Geräthen, Wirthschaftsgegenständen oder Abfällen. Auch wird auf dem der Stadtgemeinde abzutretenden Grundstreifen die bisher bestandene Mnlde auch künftig dem natürlichen Abflusse des Regen- und Schuee- (Meteor-) Wassers von dem Nachbargrunde zu dienen haben, unbeschadet dem Rechte der Stadtgemeinde, dafür einen unterirdischen Wasserabzugskanal auzulegeu; 7.) die krainische Baugesellschast soll verpflichtet sein, bei Abtheilung ihres durch die Abtretung der Grundfläche mit HL6 des Planes arrondierten Baugrundes iu einzelne Baustellen die Zufahrtsstraßen derselben, nämlich die verlängerte Knaffel-gasse, in die parallel mit ihr nördlich der Linie des Planes eingezeichnete Straßenanlage anf eigenem Grund und Boden und mit eigenen Mitteln, das heißt ohne irgend eine Anfpruchnahme der Stadtgemeinde Laibach, iu der angemessenen Linie herzustellen; 8.) sämnitliche aus diesem Rechtsgeschäfte erwachsenden Kosten und Gebüren sollen die krainische Baugesellschast treffen, so daß die Stadtgemeinde Laibach von jeder diesfälligen Ausgabe befreit bleibt; 9.) der Vollzug dieses Rechtsgeschäftes ist von dem durch die Stadtgemeinde Laibach einznholenden Einverständnisse der krainischen Sparkasse, als Hypo-thekarglänbigerin, in Bezug auf die laudtäfliche den Schnee hinweggeschaufelt haben? Ein dunkler Gegenstand. Ist es ein Bündel Lumpen? Oder ist es — ach! ist es ein menschliches Wesen? Wir heben es behutsam und zart auf und hüllen es in eine der wollenen Decken, womit die Fürsorge meiner Frau uns versehen hat. „Bringt die Laterne", sage ich mit bewegter Stimme; uud John hält dieselbe, nicht wie wir erwarteten, über die hingestreckte Gestalt eines furchtlosen, wetterfesten Hochlandshirten, sondern über jene einer armen, runzligen und zerlumpten alten Frau. Ich versuche es, ihr etwas von dem mitgebrachten Branntwein einzuflößen, doch gelingt es mir nicht, da die Zähne krampfhaft fest geschlossen sind. „Es wird am besten sein, sie so rasch als möglich nach Hause zu bringen, Sir; die Herrin wird besser als wir wissen, was für sie zu thun ist, wenn das arme Geschöpf nicht schon über menschliche Hilfe hinaus ist", sagt John, indem er instinktmäßig, wie wir alle in Krankheit und Sorge es thun, an die Hilfe der Frau appelliert. So improvisieren wir eine Art von Hängematte aus den Decken, und achtsam und sorgfältig bereiten sich die Männer, ihre arme, hilflose Last über den Schnee zu tragen. (Schluß folgt.) lastenfreie Ab- und Umschreibung der sä ! erwähnten Grundstückes per 3609 Quadratmeter vom Gute Tivoli bedingt. 10.) Der Magistrat wird beauftragt: wegen Einbeziehung des städtischen Gutscomplexes Tivoli in den Rayon der Stadt Laibach, beziehungsweise wegen Ausscheidung dieses Gutskörpers aus dem Bezirke der Ortsgemeinde Unterschischka Erhebungen zu pflegen und hierüber an den Gemeinderath Bericht zu erstatten. Ueber diese zehn Anträge entspinnt sich eine längere Debatte. GR. Klnn '.beantragt, den Preis für ein Quadratmeter von 50 kr. auf 1 fl. zu erhöhen. GR. Ahazhizh beantragt: es sei der Baugesellschast eine andere Parzelle zu überlassen, überhaupt sei dieser Gegenstand insolange zu vertagen, bis die unter Antrag 10 angeregte Exkatastrierung des Gutes Tivoli von Unterschischka bewilligt sein wird. GR. Bürger erklärt sich für Annahme der SectionSanträge und bedauert, daß der Mallitsch'sche Grundcomplex nicht seinerzeit von der Stadtgemeinde angekaust wurde. GR. Dr. Supp an stimmt in der Erwägung, als der Fortbestand der Lattermannsallee nun gesichert ist und fowol Baugesellschaft als auch Herr Emerich Mayer diesen Fortbestand bücherlich gewährleisten werden, eben auch für Annahme der Sectiousanträge, findet den Preis mit 50 kr. für ein Quadratmeter den derzeitigen Verhältnissen entsprechend und spricht gegen die beantragte Vertagung dieses Gegenstandes. GR. Laßnik findet den Preis mit 50 kr. für ein Quadratmeter ganz annehmbar. GR. Horak bemerkt: wenn schon der beantragte Grundverkauf beschlossen werden sollte, so möge vonseite des Gemeinderathes dahin gewirkt werden, daß die Lattermannsallee geschont werde. Der Redner möchte der Baugesellschaft den Bau neuer, ans kleineren Wohnungen bestehender Häuser empfehlen. Der Referent GR. Dr. R. v. Kalten egg er widerlegt die Gegenanträge und bemerkt, daß, wenn der stittus huo belassen würde, die Grundanrainer die Lattermannsallee nicht schonen, sondern nach dem denselben zustehenden, unbeschränkten Rechte dort Bauten und hohe Mauern nach Belieben aufführen könnten. Durch" den Verkauf der erwähnten Fläche werde eben die Lattermannsallee erhalten; sowol die Baugesellschaft als Herr Emerich Mayer haben ausreichende Verpflichtungen, betreffend die Lattermannsallee und dortige Bautenführung, übernommen; der Preis sei annehmbar mit Rücksicht auf die von den Grundanrainern eingegangenen Verpflichtungen. Nach Schluß der Debatte constatiert der Vorsitzende die Beschlußfähigkeit der Versammlung. Die SectionSanträge 1, 2, 3, 6, 7, 8 und 9 werden bei vom GR. Dr. Suppan beantragter namentlicher Abstimmung mit 17 gegen 4 Stimmen angenommen. Betreffs des Antrages 4 wird die Sitzung unterbrochen; nach kurzer Besprechung wurde der Antrag des GR. Bleiweis: die Baugesellschaft sei einzuladen, für die abgetretene Grundfläche einen Pauschalbetrag von 1800 fl. in die Stadtkasfe einzuzahlen, einstimmig angenommen. Schließlich wurden unter Anwendung des gewöhnlichen Abstimmungsmodus auch die Anträge 5 und 10 angenommen GR. Dr. Suppan stellt im Namen der Fi-nanzseetion den Antrag: es sei den hiesigen Efsig-siedern Kanz und Mayer unter Berufung auf einen vorliegenden Gemeindebeschluß die einbezahlte städtische Gefällsstener von zur Essigerzeugung verwendetem Spiritus pro 1877, undzwar ersterem derBetrag niit 600 fl-, letzterem mit 269 fl. 65 kr., aus der Stadtkasse rückzuvergüten. Der Antrag wurde ge» nehmigt. Wegen vorgerückter Stunde wurde die öffentliche Sitzung geschlossen; die übrigen unerledigten Berathungsgegenstände wurden von der heutigen Tagesordnung abgesetzt, und wurde mit der geheimen Sitzung begonnen. Die krainische EScompte-Gesellschaft (Schluß.) Das Bilanzconto weist folgende Aktiva aus: Gründungskostenconto fl. 2774 60, Mietheconto fl. 26058, Mobilienconto fl. 2093 70, Conto du-bioso der Kreditinhaber fl. 11,325 91, Effektenconto fl. 23,71551, Münzenconto fl. 4032 81, Coupons-conto fl. 2453 80, Silberconponsconto fl. 542 82, Wechselcontofl.28858,Rimessenconto^.ft.287,565 84, Rimefsenconto ü fl. 288,369 65, Conto für bedeckten Kredit fl. 20,120, Conto für laufende Rechnung fl. 45,356 74, Steiermärkische Escomptebank in Graz fl. 13,10138, Banca Commerciale Triestina in Triest fl. 326'21, Kassenconto fl. 28,702 99, Haupt« summe fl. 731,03112; und nachstehende Passiva: Actienkapitalconto fl. 150,000, Sicherstellungsfondkonto der Kreditinhaber fl. 25,323, Reservefondconto der Kreditinhaber fl. 516 43, Girokonto fl. 501,396 07, Rimeffen-Zinsenconto ^ fl 2026 89, Rimessen-Zin-senconto ö fl. 2076 56, Zinsenconto für den bedeckten Kredit fl. 14313, Conto für laufende Rechnung fl. 20,040 56, Wechselhaus der Auglo-Oest. Bank in Wien fl. 1008 33, Dutschka L Comp, in Wien fl. 622, Reservefondconto der Aktionäre fl. 3244 09, Gewinn-und Verlustkonto fl. 24,634 06, Hauptsumme Gulden 2.731,031 1 Das Gewinn- und Berlnstconto weiset in „Soll" nachstehende Posten aus: Gründungskostenconto fl. 308 30, Mietheconto fl. 1000, Mobilienconto fl. 232'60, Zinsenconto für laufende Rechnung fl. 24,142, Spefenconto fl. 2538 42, Gehalte-conto fl. 6179 76, Stenerconto fl. 684 56, Bilanzconto fl. 24,634 06, zusammen fl. 59.719 70 — und in „Haben": Effektenconto fl. 3713 71, Münzenconto fl. 59158, Couponsconto fl. 27 63, Silberconpons-Conto fl. 115145, Wechselcouto fl. 225 29, Rimessen-Zinsenconto ^ fl. 21,332 74, Rimessen-Zinsenconto ü 26,474 94, Zinsenconto für den bedeckten Kredit fl. 1341-73, Conto für laufende Rechnung fl. 56 45, Provistonsconto fl. 4804 18, zusammen fl. 59,719 70. Herr F. M. Schmitt berichtet namens des Rechnungsrevisions-Ausschusses: daß die Rechnungsabschlüsse und Bücher geprüft und überall musterhafte Ordnung vorgefunden wurde; der Berichterstatter beantragte: die Versammlung wolle die Bilanz genehmigen und fowol dem Verwaltungsrathe als auch den Anstaltsbeamten das Absolutorinm er-theilen. Der Antrag wurde einstimmig angenommen. Dcr Vorsitzende theilte mit, daß von dem im I. 1877 erzielten Reinerträgnisse per 24,634 fl. 6 kr. statutenmäßig in Abzug kommen: eine sünf-perzentige Dividende für die Actionäre mit 7500 fl., fünf Perzent für den Reservefond der Actionäre mit 1231 fl. 7 kr. und zehn Perzent für den Verwaltungsrath mit 1590 fl. 24 kr., wornach ein Rest verbleibt mit >4,312 fl. 12 kr.; der Vorsitzende beantragt namenS des Verwaltnngsrathes: es sei hievon eine Superdividende von zehn Perzent mit 1500 fl. an die Actionäre zu erfolgen, dem Referve-fonde der Kreditinhaber ein Betrag »nt 1000 fl. zuzuführen und der Rest per 11,812 fl. 12 kr. dem Reservesonde der Actionäre einzuverleiben. Diese Anträge wurden einstimmig angenommen. Statutenmäßig hätten drei Verwaltnngsraths-Mitglieder abzutreten; das Resultat der mit Stimmzettel vorgenommenen Wahl ergab die Wiederwahl der durch das Los zum Austritte bestimmten Herren: Martin Hotschewar, Valentin Zeschko und Peter KoSler. Herr Regierungsrath Dr. R. v. Stbckl beantragte die Wiederwahl der vorjährigen Rechnungs-Revisoren, der Herren: O. Bamberg, F. Fortuna und F. M. Schmitt per Acclamation, welcher Antrag angenommen wurde. Herr Ottomar Bamberg ergriff das Wort, um die Versammlung einzuladen: dem Verwaltungsrathe, der Direktion und dem Beamtenkörper der Anstalt für die ungeachtet der traurigen Zeitverhältnisse zutage geförderten, über alle Erwartung günstig ausgefallenen Resultate der Gebarung im Vorjahre 1877 den besten Dank zu votieren. Die Versammlung erhebt sich zum Zeichen des Einverständnisses von ihren Sitzen. Der Vorsitzende dankte im Namen des Verwal-tungsrathes und Beamtenkörpers für diese anerkennende Kundgebung und versichert die Versammlung, daß Verwaltungsrath und Beamtenkörper auch Heuer bemüht sein werden, das Interesse und Beste der Anstalt und ihrer Mitglieder zu wahren. Hierauf schloß der Vizepräsident die Versammlung. — (Benefizvorstellung.) Zum Vortheile der fleißigen Sängerin und Schauspielerin Fräulein Hnemer gelangt Dienstag, 26. d. M., die beliebte Operette „Das Pensionat" und das amüsante Lustspiel „Badekur" zur Aufführung. — (Von der Rudolfsbahn.) Der Verkehr auf der Strecke Kleinreifling-Selzthal und Hieflau-Eifenerz wurde am 22. d. wieder eröffnet, und jener anf der Strecke Selzthal-Traunkirchen dürfte, mit Ausnahme der Route Aussee-Obertraun, heute frei werden. — In Ennsdorf wurde ein Mann vom Zuge überfahren, der Josef Lierfch heißen, aus Preußen gebürtig, 58 Jahre alt und Schauspieler gewesen sein soll. Man vermuthet Selbstmord.________________________________________ Witterung. Laibach, 23. März Trübe, unfreundlich, abwechselnd Regen, heftiger SW. Temperatur: morgens 7 Uhr 6 8°, nachmittags 2 Uhr -s- 8 0°6. (1877 i 60°; 1876 -j- 6 2«6.) Barometer im Fallen, 725'32 mm. Das gestrige Tagesmittel der Wärme -f- 4 5°, um 0 2° über dem Normale.________________ Verstorbene. Den 21. März. Franzis!« Balant, Dienstmanns Kind, 3 I., Rosengasse Nr. 3, Bronchitis. Den 22. März. Anna Blaschir, Private, 88 I, Petersstraße Nr. 2, Altersschwäche. Telegramme. Wien, 22. März. Die österreichische Delegation nahm den Flüchtlingskredit und die Regierungsvorlage betreffs des außerordentlichen Erfordernisses für 1878 bis Ende April an. Mit oen Beschlüssen der ungarischen Delegation bestehen nur mehr geringe Differenzen, deren Ausgleichung voraussichtlich morgen stattfindet. Telegrafischer Änrsbericht am 23. März. Papier-Rente 62 25. — Silber-Rente 66 15. — Gold-Rente 73 90. — 1860er Staats-Anlehen 111.25. — Bank-actien 7i>5.— Kreditactien 231 50. — London 119 65.— Silber 105.15. — K. k Münzdukaten 5 62. — 20-Francs-Stücke 9'56. — 100 Reichsmark 58 80. Eingesendet. In Nr. 63 des „Laibacher Tagblattes" versuchen sich mehrere (?) Vereinsmitglieder, welche den Sachverhalt, wie sie solchen schildern, und wie er sich in der letzten General-Versammlung des Marien-Brnderschastsvereines zugetrageii haben sott, beweisen können, in der Berichterstattung über die in der letzten Generalversammlnng des Marien-Bruder-schastsvereines vorgenommene Ersatzwahl in die Direktion. Da der Bericht total unrichtig ist, erlauben sich die Gefertigten, die Vorgänge in der letzten Generalversammlung des Marien-Brnderschaftsvereines wahrheitsgetreu zu schildern. Nachdem die Stimmzettel bereits ausgetheilt wurden, stellte ein Vereinsmitglied den Antrag, die Herren Horak Pirnath und Supamüt xsr »edamationem in die Direktion zu wählen. Ueber diesen Antrag ließ der Vorsitzende Herr Horak absiimmen, und derselbe wurde mit großer Majorität angenommen, wodurch, da die vorgenannten drei Herren in die Direction gewählt waren, die Abstimmung über den nachträglich gestellten Antrag, die Herren Lacheiner, Kalin und Schreiner in dieselbe zu wählen, entfiel. Glaubten die Anhänger der letzten drei Herren in der Majorität zu sein, so stand cs ihnen ja frei, die Gegenprobe zu verlangen, was sic aber wohlweislich unterließen. Eine neuerliche Abstimmung konnte also nicht vorgenom-men werden, da die erste vollkommen correct war und die Majorität für die vorgeschlagenen Direetionsmitglieder ergab, außerdem auch das Vereinsmitglied Herr Arselin gegen jede weitere Abstimmung in dieser Frage entschieden Protest einlegte. Bon einem Murmeln des Vorsitzenden war keine Rede, denn derselbe sprach ganz laut und verständlich, daß der Antrag angenommen ist, sowie er es durchaus nicht nöthig hat, sich von mehreren (?) Vereinsmitgliedern über parlamentarische Ordnung belehren zu lassen, da er durch eine Reihe von 25 Jahren am parlamentarischen Felde in verschiedenen Corporationen und Vereinen seine Thätigkeit entwickelte und wol leichter im stande wäre, dem mißmnthigen Friauler am User der Gra-daschza, der seit zwei Jahren die Normalschule des Parlamentarismus bei der Marien-Brnderschast frequentiert, darüber eine Belehrung zu erteilen. Ganz unrichtig ist auch die Behauptung, daß Herr Pirnath erklärt habe, die Wahl nicht anzunehmen, er bat nur, ihn nicht zu wählen, wodurch aber nicht gesagt ist, er werde, salls er gewählt wird, die Wahl nicht annehmen. Es ist ganz richtig, daß Herr Horak vor zwei Jahren erklärte, er werde auf die Dauer nicht die Vorstandstelle des Marien-Bruderschasts-Vereines bekleiden, daß er aber sich entschlossen hat, es doch zu thun, hat wol darin seinen Grund, daß ihm die Generalversammlung über Antrag eines Mitgliedes den Dank votierte und den Wunsch aussprach, ihn noch ferner als Vorstand des Marien-Brnderschaftsvereines zu erhalten, wozu sie auch allen Grund hatte, denn Herr Horak ivar cs, der in einer Zeit, als Herr Stepaneig durch seine Skandale die Bruderschaft fast ganz außer Rand und Band brachte, aus dringendes Bitten der Direetionsmitglieder die Leitung des Vereines übernahm und wieder Sistem und Ordnung in dieselbe einführte. Um der Neugierde mehrerer (?) Vereinsmitglieder zu entsprechen, wo sich die Stimmzetteln, welche nach der über Antrag erfolgten Wahl der drei Direetionsmitglieder werthlos waren, befinden, so theilen wir ihnen mit, daß selbe in der Verwahrung des Herrn Vereinsdireklors sind, und daß nach deni vorgenommenen Scrutiuium derselben nicht die Herren: jlalin, Schreiner und Lacheiner, sondern die Herren: Pirnath, Horak und Lacheiner als gewählt erscheinen, was selbstverständlich durch die früher vorgenom mene, über gestellten Antrag erfolgte Wahl der Herren Horak, Snpaniii und Pirnath keine Giltigkeit hat. Was die Handlungsweise des Herrn Horak anbetrifft, so wird Herr Horak sich mit Herrn Stepaneig an einem ändern Orte darüber anseinanderfetzen, eonstatieren aber wollen wir, um den Werth dergleichen Aussprüche seitens des Herrn Stepaneig zu charakterisieren, daß dieser Herr auch den früheren Direktor des Vereins, Herrn C Achtschi», und dessen Stellvertreter Herrn Pakic in gemeinster Art und Weise unredlicher Handlungen verdächtigte nnd sich bei beiden gezwungen sah, dieselben als ganz nngegründete zu widerrufen Die Bereinsdirection wird sich an das Geschreibsel des Herrn Stepaneig in den Journalen nicht zu kehren haben und dieselben am besten ganz unerwidert lassen, da es heute ja für niemanden etwas neues ist, daß Here Ste-pancig Verdächtigungen handwerksmäßig betreibt. Dies ein für allemal dem Herrn Stepaneig zur Aufklärung! Mehrere Bereiusnntglieder, welche obigen Sachverhalt noch besser beweisen können. Nachstehendes öffentliches Satissaetions Schreiben an Herrn Kasper Achtschin und dessen gekränkte Genossen wurde bei der letzten Generalversammlung des Marien-Äruderschastsvereines von einem Mitgliede vorgetragen: „Vor einigen Jahren ist ein Streit unter den Mitgliedern dieser Bruderschaft durch den Stolz und Hochmnth eines Direetionsmitgliedes hervorgerufen worden, da ein redliches Vereinsmitglied bezüglich einer Differenz eine kleine Aufklärung verlangte und statt dieser zur Antwort erhielt: „Lassen Sie's gehen, Sie verstehen dies nicht " So eine grobe Antwort muß jeden erbittern. Bald darauf kamen zweimal gezogene Serien der dem Vereinsvermögen gehörigen Lose als gezogen in öffentlichen Blättern verzeichnet ; es wurde zuerst gefragt, wie es mit den gezogenen Losen stehe, und nicht weiter gerüttelt, zum zweiten wurde gerüttelt. Da gab es Zeitungsinserate und Entgegnungen, wo dies alles unterblieben wäre, wenn nicht eine weite hinterlistige Selbstsucht von einigen, die man sich nicht denken möchte, gewesen wäre. Nun berichteten die Betreffenden, daß dies nur Fehler waren, welche sich aus Versehen von der früheren Vereinsdireetion eingeschlichen haben. Dieses hat die Erbitterung zur Folge gehabt, Streite nach sich gezogen und Ehrenmänner ties verletzt. Als Herr Anton Stepanzig in den Ausschuß und von diesem zum Vorstandstellvertreter gewählt wurde, er über die genaue und redliche Gebarung seiner Vorfahren vollkommen Kenntnis erlangte und auf einen Nutzen aus dem Vereinsvermögen nicht ausging, resignierte er aus genannte Ehrenstelle. Sein sehnlichster Wunsch ist, daß dem Herrn Kasper Achtschin als gewesenem vieljährigen Vereinsvorsteher alle Ehre für die redliche Gebarung und die vollkommenste Anerkennung für seine rastlose, aufopfernde Mühewaltung für den Verein öffentlich gezollt werde. Durch ihn oder seine Angehörigen konnte jedermann und zu jeder Stunde die Aufnahme in den Verein erlangen oder die Zahlung leisten, welche besonders für den Verein von großem Nutzen war, da auch Mägde nnd Dienstlente sehr häufig um die Ausnahme ansuchen. Es ist ohnehin die Rechtschaffenheit des Herrn Achtschin sowie auch die Wissenschaft und Thätigkeit des Herrn Paki? allgemein bekannt. Daß sich oberwähute Fehler in die Jahresberichte e>n-oeschlicheu haben, mögen die eigenen großen Geschäfte ber-aetrageu haben Fehlen ist menschlich „ . .. . Leider geht es heutigentagcs anders. Leute, die dem Vereine beitreten wollen, kommen oft nicht an die Reihe, um ihren Wunsch zu erlangen. Herr Horak der vorher der krülier« Vereiusdirection manches Uncorrecte vorgcwor-sen insbesondere bezüglich der Ausnahme kranker Personen wird selber die im Jahre 1876 erfolgte Ausnahme des kranken Jakob Schott mit der Eiuschreibgcbur per 4 fl 50 kr., welcher im Jänner l. I. gestorben ist, ferner - Aussage eines Mitgliedes die Einverleibung anderer acht Personen, die sich nicht persönlich vorgestellt haben sollen, zu verantworten haben ' Herr Stepanzig wünscht Ordnung uud ein gutes Gedeihen des Vereines, und Gott erhalte alle seine Gegner und strase ihn nicht, daß er je einen nm etwas zu bitten bemüssiget wäre, denn bis jetzt hatte er nicht noth, und daß ein jeder dies cinsehe. . ^ ^ ^ Ganz ausfallend und unrichtig benachrichtigte un» die Laibacher Zeitung" vom 12. d. M. über die Beschlüsse der Generalversammlung und über die vorgcnommcnen Wahlen Leider ob Abgang eines Kommissärs, sowol im Vorjahre als auch Heuer, hatte die Aufrechthaltung der Ordnung, die richtige Beschlußfassung der vorgetragenen Gegenstände, ja selbst die Opposition gegen die neu verbesserten Statuten, um welche die wenigsten wußten, die correcte Wahl der Direetionsmitglieder und noch manches zu bedauern. Daß Herr Horak den in so geringer Minorität gebliebenen Antrag des Herrn Arko als angenommen betrachtet, ist durchaus nicht wahr, daß diese drei Kan-didaten gewählt wurden, sondern der zweite Antrag ist als in Majorität anzunehmen, die gewählten Herren m den Ausschuß einzuberusen. ..... Die Revidenten waren auch nicht ganz einig m ihrem Vortrage, warum haben diese nur die Bücher und das übrige nicht genan geprüft? Ferner erscheint in diesem Zeitungsberichte und in dem Jahresberichte ganz falsch, daß seit dem Bestände dieses Vereines in 120 Jahren derselbe im verflossenen Jahre kräftig vorgeschritten und ein bisher noch nie erreichtes Einkommen nachweisen kann. Dieses beweist nur der Hoch-muth, die Selbstsucht und die Unkenntnis. Blicken wir zurück in die Jahresabschlüsse vom Jahre 1870 und 1864, da waren die Einnahmen und die Ersparnisse unvergleichlich größer als die diesjährigen; da sehen wir die Vermehrung des Vcrcinsvermögcns im Jahre 1870 mit 1673 fl. und im Jahre 1864 mit 1258 fl,, und im Vergleiche mit dem diesjährigen per 557 fl. 54 kr., welche aber noch dnrch die hoch gestandenen Kurse vergrößert erscheinen, tritt das Resultat deutlich hervor, daß Herr Horak stets seine ehrcnwertheu Vorgänger zurücksetzt und sich selbst emporhebt. Nebenbei sei cs bemerkt, daß in den Jahren 1863, 1864 und 1865 die Direktion nur aus sieben Mitgliedern, als: den Herren Kasper Achtschin, Vorstand; Franz Kaiser. Kassier; Michael Pakü', Schriftführer; Joh. Petriö und Matthäus Schreiner, Rechuungsrevidenten; Johann Plefchko und Anton Miklaviiü, Ausschüsse, bestand, welche nicht einmal 100 fl Remuneration hatten uud denen alle Ehre und Achtung gebürt, welche aber Herr Horak mit seinem Vorgänge tadeln wollte. Dieses verlangen mehrere ordnungsliebende, bei der letzten Generalversammlung gegenwärtig gewesene Vereinsmitglieder aus Ansuchen anderer Mitglieder. Laibach am 22. März 1878. Anzeige. Das 120 Seiten starke Buch: und Rheumatismus, eine leicht verständliche, vielfach bewährte Anleitung zur Sclbstbehandlung dieser schmerzhaften Leiden, wird gegen Einsendung von 20 kr. ö. W. in Briefmarken franco versandt von Richters Verlagsanstalt in Leipzig. — Die beigedruckten Atteste beweisen die außerordentlichen Heilerfolge der darin empfohlenen Kur. (7) 10 10 Damit jeder Kraute, Z bevor er eine Kur unternimmt, »der dt« Hoss-L nung aus Genesung schwinden sich ohne 8 Kosten von den durch Ilr. Airh't Heilmethode erzielten »derroscheoden che»»«»«» überzeugen kann, sendet Richter'» Berlagt-Anstall in Leipzig aus Franco-Verlangen gern Jedim einen „Slttest.Aurzug" kine, Erlaube mir hicmit das hochgeehrte Damenpublikum daraus hinzuweifen, daß ich mir für die beginnende Frükjnür- unä 8ommer^8ai^on ein reichhaltigstes Lager von feinsten französischen und Wiener Modellhüten sowie Strohhüten in beliebiger Auswahl vorräthig halten werde. Daselbst werden auch wie in früheren Jahren alle Usrvbiniile äs Aockes-Arbeiten angenommen, sehr elegant ausgesührt und billigst berechnet. Halte mich zu einem rKht zahlreichen Besuch bestens empfohlen und zeichne hochachtungsvoll (146,3-1 6.81öol8°" o S.L.L rs N Jn Oesterreich-Ungarn und Deutschland ist geschützt anliarlhrilischrr autirheumatischcr als Frü!vjulir8-Kur (589) 6-1 das Midmilllchm ertheilt gründlichen Unterricht Frau Sl.Lötim, Florianigasse Nr. 1, Schmalz'sches Haus. (22) 7 o o o t-» S-LNN einzige sicher wirkende Blutreinigungsmittel, I untersucht, angewendet und als heilbringend erkannt von: k. k. Regierungsrath und I o.-ö. Universitätsprofcssor Dr. E. Fenzl, Direktor des botanischen Gartens in! I Wien rc. rc, Prof. Oppolzer, Dr. Ban Kläger in Bukarest, Dr. Rust in Wien, I i Dr. Röder in Wien, Dr. Johannes Müller, Medizinalrath in Berlin; Dr. Med. I I A. Groyetl in Newyork, Dr. Raudnitz in Wien, Dr. Heß in Berlin, Dr. Lehmann I lin Wiejelburg, Dr Werner in Breslau, Dr. Mallich in GrubiKnopolje; von den I praktischen Aerzten: Hilger in Nachling, Rnßeger in Abtenau, Truchholz in Marzaly, Jankowie in RakosLlwa und vielen anderen Aerzten, !l.) bei rheumatischen Affeetionen, 12.) bei der Gicht, >3.) bei Unterlcibs-Affectioneii der Vielsitzer, 14.) bei Vergrößerungen und Anschoppungen der Leber, 15.) bei Ausschlagskraukheiten, besonders der Flechten, 6.) bei syphilitischen Leiden, 7.) als Vorbereitung beim Gebrauche der Mineralquellen gegen obgenannte Leidens 8.) als Ersatz der Mineralquellen gegen angeführte Leiden. Allein erzeugt von llHanL Apotheker in Neunkirchen. I Wn Packet, in acht Waben getheilt, nach Vorschrift des Arztes bereitet, I sammt Gebrauchsanweisung in diversen Sprachen 1 Gulden, separat sür Stempel und I Packung 10 kr. KVk»n,»»»>»r Man sichere sich vor dem Ankauf von Fälschungen und wolle 1 stets „>VIItielm8 antiarthritifcheu autirheumatifchen BlutreinigungSthee" verlangen, I da die bloS unter der Bezeichnung antiarthritifcher antirheumatischer Blntreinigungs-I thee austauchenden Erzeugnisse nur Nachahmungen sind, vor deren Ankauf ich stets I I warne. Zur Bequemlichkeit des P. T. Publikums ist der echte Wilhelms antt-I arthrittsche antirheumatische vlntretnigungsthee auch zu haben I Adelsberg: Jos. K»pferschmidt, Apotheker; Agram: Sig. Mittlbach, Apo theker; Borgo: Gius. Bettanini, Apotheker; Bruck a d. Mur: Albert Langer, Apo-Itheker; Bozen: Franz Waldmüller, Apotheker; Bruneck: I. G. Mahl; Bello-Ivär: Rud. Swoboda, Apotheker; Brixen: Leonhard Staub, Apotheker; Bleiberg:! I Joh. Neusser, Apotheker; Cilli: Baumbach'sche Apotheke und Franz Rauscher; Cor-I Imons: Hermes Codolini, Apotheker; Cortina: A. Cambruzzi; Deutsch-! iLandsberg: Müllers Erben; Essegg: I. C. v. Dienes. Apotheker, und Joses I IGobetzki, Apotheker; Fürstenfeld: A. Schröckenfux, Apotheker; Frohnleiten: B i Blumauer; Friesach: O. Rutzheim, Apotheker, und A. Aichinger, Apotheker; Feld-Ibach: Josef König, Apotheker; Görz: A. Franzoni, Apotheker: Graz: I. Purg , Ileitner, Apotheker; Guttaring: S. Vatterl; Grubisnopolie: Joses Malich: IGospic: Valentin Vouk, Apotheker; Grasendors: Josef Kaiser; Hermagor: iJos. M. Richter, Apotheker; Hall (Tirol): Leop. v. Aichinger, Apotheker; Juden-Iburg: F. Senekowitsch; Jnnichen: I. Stapf, Apotheker: Imst: Wilhelm Deutsch,! «Apotheker; Jvanic: Ed. Tollovic, Apotheker; Karlstadt: A. E. Katkic, Apotheker,! lund I. BeniL; Klagensurt: Karl Clementschitsch: Kindsberg: I. Karinöit;! Ikapsenberg: Turner; Knittelfeld: Wilhelm Vifchner; Krainburg: Karl! ITchannin, Apotheker; Lienz: Franz v. Erlach, Apotheker; Leoben: Joh. Pe-ferschy, Apotheker; Marburg: Alois Quandest; Möttling: A. Wacha, Apo theker? Mürzzuschlag: Johann Danzer, Apotheker; Murau: Joh. Steyrer;! Mitrowitz: A. Kerstonovich; Mals: Ludwig Pöll, Apotheker; Neumarkt (Stcier-> mark): Karl Maly, Apotheker; Otoöac: Edo Tomaj, Apotheker; Praßberg:! Joh. Tribuk; Pettau: C Girod, Apotheker; Peterwardein: L. C. Junginger; Rudolfswerth: Tom. Rizzolt, Apotheker; Rottenmann: Franz L. Illing.I Apoth.; Roveredo: Richard Thales, Apoth.; Radkersburg: Cäsar E Andrien, Apoth.; Samobor: F. Schwarz, Apoth.; Sebenico: PeterBeros, Apoth.; Straß I bürg: I. B. Corton: St. Veit: Julian Rippert; Stainz: Valentin Timouschek. Apoth.; Semlin: D Joannovics Sohn; Spalato: Venatio v. Grazio, Apotheker, Schlanders: B. Würstl, Apoth.; Triest: Jak. Seravallo, Apoth.; Trient: Ant Santoni; Ta r vis: Eugen Eberl in, Apoth.; Villach: Math.Fürst; Bukovar^ IA. Kraicsowits, Apoth.: Vinkovce: Fried. Herzig, Apoth.; Warasdin: Dr. A. Halter. Apotheker; Windischgraz: Jos. Kalligaritsch, Apotheker, und G. Kordik, Apotycker, Windisch-Feistriz: Adam v. Gutkowski, Apotheker; Zenag: Jos. Äceurti, Apoth.; Zara.- V. Androviö, Apoth.; Zlatar: Joh N. Pospisil, Apoth. Jahrgang. Einladung zum Abonnement auf V. Jahrgang. ..60MÜI.IL«. Wiener illustrierte Moden- und Damen^eitung. .s- Der Inhalt eines Jahrganges der „Cornelia" beziffert sich auf mindestens 1500 Original-Illustrationen, 200 Stickerei-Vorlagen, so» Schnittmuster, sowie SlUnterhaltungS-beiblätter; e« ist eine unninstötzliche Thatsache, daß die „Cornelia" da« preiswürdigste und reichhaltigste Modejournal ist. Jede Nummer besteht aus einem Hauptblatt von 8 Sei ten im größten Format, einem Unterhaltung-beiblatte von 4 Seiten, sowie einem Bogen mit zahlreichen Schnittmustern in natürlicher Größe und mil genauer Anleitung zur Selbstansertigung der eiau,inten Frauen- uud Kin-dergartcvobe. DaS Programm der „Srruclia" umsaßt - Novellen, — schichtsbilder, — Biographien berühmter Frauen, — Aussätze über weiblich- Erziehung und die Frauensrage der Gegenwart, musikalische Aussätze, Modenberichte, Aussätze über HauSwirih-schast, Rezepte sür Küche und Toilette, Räthsel und Rebus, Gesellschaftsspiele, — Korrespondenz durch de» Briefkasten. Alwnnemets werden angenommen und pünktlich nusgeführt vc>m Corneliaverlage, Wiew, VIII., im eigenen Hause. Für die Friihjahrs-Zaisou modernste Nmnenröeke. Nol'mMZ unl! Aamen-Uekerzielier (Regenmäntel) in reicher Auswahl von 8 fl. auswärts empfiehlt Grust ItöM's Damen-Moden-Handlung. ____________________(145) Hnilderttauferlde von Menschen verdanken ihr schönes Haar dem einzig und allein existierende» sichersten und besten 8 s. s. s Es gibt nichts besseres zur Erhaltung des WachöthumS al» die in allen Welttheilen so bekannt und berühmt gewordene, von medlz. «utoritäten geprüfte, mit de» glä»-»udsten nnd wundcrwirkendften Er-folgen gekrikite, von Sr. k. k. apost. Majeftik dem Kaiser Franz Josef I. von Oesterreich, König von Ungarn und Beförderung der Kopfhaare und Böhmen rc. rc., mit einem r. k. ausschl. Privilegium für den ganzen Umfang der k. k. österr. Staaten und der gesammten ungarischen Krimländer mit Patent vom l8 November l««L, Zahl 15810-18»», ausgezeichnete NMa-KMkl-Pomade, wo bei regelmäßigem Gebrauche selbst die kahlste» Stellen de« Hauptes vollhaarig werden; graue und rothe Haare bekommen eine dunkle Farbe; sie N^rkt^den Ha>arboden auf eine wunderbare Weise, der Haare >n kürzester Zelt gänzlich und für immer, gibt den: Haare einen natürlichen Glanz, diese« wird und bewahrt es vor dem Ergraue« bi, in da» höchst« «»er. MM- Durch ihren höchst angenehmen Geruch und die prachtvolle Ausstattung bildet sie überdie« eine Zierde sür den feinsten Toilettetisch. - P r e i« eine« Tiegel» sanimt Gebrauchsanweisung IN sieben Sprachen 1 fl. S« kr. Mit PostverseHung 1 fl. gg k. Wiederverkäuser erhalten ansehnliche Perzente. Fabrik und Haupt-Central-Versendungsdepot VN gros L VN Metall bei (580)2V-18 TvLl'L Parfumeur und Inhaber mehrerer ^^d"nLch^t°der*r 2osefstadl, Piaristengasse Nr. >1, im eigenen ««hm alle schriftlichen Aufträge zu richten sind und wo Aufträge au/den Provinzen gegen Bareinzahlung de« Geldbetrages oder Postuachnahm- schnellst, — ............................ sten« «ffectuiert werden Hauptdepot für Laibach einzig und allein bei dem Herrn Parfumeriewarenhandlung in Laibach. —- Wie bei jeden, vorzüglichen Fabrikate, so werden auch bei diesem schon Nach.., Fälschung-, versucht, und wird daher ersucht, sich beim Ankauf nur an die oben bezeichnete Niederlag wende» und die echte Reseda-Kräusel-Pomade von Carl Polt in Wie» au»driickli» zu verlangen, wie obige Schutzmarke zu beachten. mutigen und Niederlage,n so« Theater. Herren-Wasche, eigenes Erzeugnis, Heute (ungerader Tag) bei aufgehobenem Abonnement: Zum erstenmale (ganz neu): Jean nette, Jeanne, I c a nn e t v n. Komische Oper in 3 Acten. solideste Arbeit, bester Ltoff und zu möglichst billigem Preis« empfiehlt L. .1. UAMLMI», Hauptplatz Nr. 17. Aucb wird WäsLe genau nach Maß und Wunsch an-geferligl und nur destpasseude Hemde» verabfolgt. (23) 28 Herrn Franz Wilhelm, Apotheker in Rkunttrcheu. Wien, 13. Mai 1876. Die zur Bereitung des Wilhelms Schnecbergs Kräuter-Allop gebrauchten Pflanzen zeichnen sich durch Besitz von emollierenden und aromatischen Bestand-heilen aus. Diese verleihen dem Wilhelms Schneebergs Kränter-Allop jene heilbringende Kraft, die so viele Erfolge in allen Erkrankungen der Refpirationsorgane aufzu-weifen hat, was hiemit bestätiget wird von Eduard Feuzl m p , kaiserlicher königlicher LiegierungSrath, Li. d. r. Sinna-O^II., Snidr. d. it. Kr.-O., Off. d. mex. Suad.- O., N. d. braf. Chr.-O. n. d. belg. L.-O., PH. u. Med. Dr, ordentlicher öffentlicher Professor der Botanik an der Universität in Wien nnd Direktor des botanischen Gartens, Mitgl. der Ak. der Wissenschaft u. d. Phil. Fac. in Wien, Vizepräsident der Gartenbau-Ges. in Wien, Adjct. der M. Leop. Car. und Ehren- und Mitglied mehrerer gel. Ges. des In- und Auslandes, wirkliches Mitglied der mathematisch-naturwissenschaftlichen Klasse der kaiserlichen Akademie der Wissenschaft, Direktor deS bot. HosmuseumS, Univ.-Äartendirektor, Direktor de» k. k. botanischen Kabinetts, Hosburg I, Wien. Wilhelms Schnerliergs Sräuler-Ällop hat sich nach Ueberzengung der renommiertesten Aerzte auf eine außerordentlich günstige Weise namentlich gegen Halsentzündungen, Husten, Heiserkeit, Grippe, schnupfen, Brustbeklemmung, Berschlei-mnug, Lckwerathmigkeit, Leitenstecheu, Keuchhusten und beginnende Luugen-sncht bewährt. Preis einer Flasche sammt Anweisung fl. t 25 o. W. (595) 4 1 In Oestcrreich-Ungarn und Deutschland geschützt. Nur allein rchl erzeugt von fnanr IVillislm, Apotheker in Neunkirchen bei Wien, wo Bestellungen zu machen sind, auch zu bekommen bei nachstehenden Firmen: L«H»»eI»r tvr Lr»88»IlL; Adclsberg: I.U.Kupferschmidt,Apotheker; Agram:Sig.Mittlbach, Apotheker; Bozen: F. Waldmüller, Apotheker; Borgo: Jos. Bettanini, Apotheker; Bruneck: I. G. Mahl; Br ixen: Leonhard Staub, Slpotheker; Cilli: Baumbach'sche Apotheke und F. Rauscher; Essegg: I. C. v. Dienes, Apotheker; Froynleiten: Vin-cenz Blumauer; Friesach: Ant. Aichinger, Slpotheker; Fel db ach: Jos. König, Apotheker; Gospic: Valentin Vouk, Apotheker; Glina: Ant. Hanlik, Apotheker; Görz: A. Franzoni, Apotheker; Graz: Wend. Trnkoezy, Apotheker: Hall, Tirol: Leop. n ----------------------------------------- -m, .. ^ .. I. St, Apothel theker; Kopreinitz: Max Werli, Apotheker; Krainburg: Karl Tchauuig, Apotheker; Knittelfeld: Wilh. Vischner; Kindberg: I. S. KarinM; Lienz: Franz v. Erlach, Apotheker; Marburg: Alois Quandest; Meran: Wilhelm v. Pern-werth, Apotheker; Mals: Ludw. Pöll, Apotheker; Murau: Joh. Steyrer; Pettau: C. Girod, Apotheker; Möttling: F. Wacha, Apotheker; Peterwardei n: R. Deodatto's Erben; Radkersburg: Cäsar E. Andrieu, Apotheker; Rover edo: Richard Thales, Apotheker; Rudolfswerth: Dom. Rizzoli, Apotheker; Tarvis: Eugen Eberlin, . .. ' Apotheker; Apothtker; Apotheker; Zara: V. Androvic, Apotheker Das P. T. Publikum wolle stets speziell Wilhelms Lch»eebergS Kräuter-Allop verlangen, da dieser nur von mir echt erzeugt wird und da die unter der Bezeichnung „Julius Btttners Schueebergs KrSuter-Allov" vorkommeudrn Fabrikate unwürdige Nachbildungen si«d, vor denen ich besonders warne. Druck von Jg. v. Kleinmayr L Fed. Bamber «. Verleger: Ottomar Bamberg. Für die Redaktion verantwortlich: Franz Müller.