Nr. 75. Samstag, 8. April 1915. 13 l. Jahrgang. Mbacher Zeitung P»»»»»»«»«tt««»p»«!«, Mit Poftvtlsendung: «anMrig »0 «, h„IbM8 il K, Ful die Hustelluu» i«KHau« ganzjährig L «. — I»s»»<»«n»g«bÄl,r: <^ii, l!,!»? Instwle bi« zu vier Zeilen «v b, größere per Zeile 12 k; bei öfteren Niederholungtll pcr Zeile « l>. Di« «Laibacher «eitu«g» erlchewt lüglich. «il »n»«al,n« be» T«»n und Feltriag«, Die Av»i«»ft,«t»<«» KH»»^! ftch Milloiiiftlahe Nr. 1«: dir Pedal»«««, Willo^strahe Nr. i«, Sp«chftunben bei Nedallion »on « bii '» Bö? vormittags. Unfrnnlnlie Vricsr werden nicht angenommr», Vlanussriple nichl zu^ckgefteNt. Telephon-Uv. dev Nedaktiou 52. Amtlicher Geil. Verordnung des Handelsministers, des Ackerbauministers und des Ministers des Innern vom 26. März 1915, ^reffend das Verbot der Verwendung von Kartofftl-slürle, ttartoffelftärlemchl und Mehl jeder Art zur Herstellung von Seife. 5^Auf Grund der Kaiserlichen Verordnung vom 10ten Avon 1914, R. G. Bl. Nr. 274, wird für die Dauer ^" durch den Kriegszustand verursachten außerordent-"chen Verhältnisse verordnet, wie folgt: s 1. Die Verwendung von Kartoffelstärke, Kartoffelstärle-Mehl und at,deren Erzeugnissen aus Kartoffeln, ferner bon Mehl jeder Art zur Herstellung non Seife ist verboten. 3 2. Die politischen Behörden können behufs Kberwa chung der Einhaltung dieser Verordnung durch amtliche Organe oder durch eigens hiezu beauftragte, hinsichtlich der Wahrung des Geschäftsgeheimnisses eidlich in Pflicht genommene Sachverständige in allen Geschäftsräumen der Scifenerzcuger Nachschau pflegen und in die Ge-sch.äftsaufzeichmmgen Einsicht nehmen. Die Unternehmer sind verpflichtet, den im ersten Absah erwähnten Aufsichtsorganen die verlangten Auskünfte zu erteilen. §2. Übertretungen diefer Verordnung und der auf Grund derselben erlassenen Vorschriften weroen> sofern nicht strafgerichtlichc Ahndung eintritt, von der volitischcn Ve- Aroe erster Instanz mit Geldstrafen bis zu fünftausend ^kronen oder mit Arrest bis zu sechs Monaten geahndet. Falls die llbertretung von einem Gewerbetreibende egangen wird, kann außerdem, sofern )ie Voraussctzun- zutr tt ^ ^^ ^^ ^ ^"' ^' ^er Gewerbeordnung sii / '^' die Entziehung der Gewerbeberechtigung uer->"8l werden. s 4. Diese Verordnung tritt mit dem Tage ihrer Kundmachung in Wirksamkeit. Heinold irl. p. Schuster iu. p. Zenker ru. p. Den 1. April 1915 wurde in der Hol- und Ttaatsdiuclcrei das XXXIX. Stück des Neichsgesetzblilttcs in deutscher Ausgabe ausgegeben und versendet. Nach dem Amtsblatte zur «Wiener Zeitung» vom 1. April 191b (Nr. 74) wurde die Weiterverbreitung folgender Preh' erzeugnisse verboten: Dic in Prag erschienene Druckschrift: «koejalintieli» llui-doviill,, 8vk?i VI». LtruöuL 6ejiu^ voill« llÄueouLnil« revoluee. ^«,lllllä»te!8tvi «Ulaä^eli I'rouclu». V^ti«KI» llnintinlcaruH MchtclmMcherTeic. Die Politik Bulgariens. Der bulgarische Ministerpräsident Dr. Radoslavov hat bekanntlich jüngst die oppositionellen Parteiführer Malinov, Ge.^ov, Danev ferner als Vertreter der Äau-ernbündler die Deputierten Stambolijfki und Valalov uild den Führer der unifizierten Sozialisten, Sakasou, einzeln empfangen, um sie, ihrem Wunsche entsprechend, über die Politik der Regierung im Zusammenhang mit der internationalen Lage zu orientieren. Nie der „Pol, Korr." aus Sofia berichtet wird, haben die russofthileu Parteiführer Malinov, Ge^ov und Danev in ihren Unterredungen mit dem Ministerpräsidenten es als eine Notwendigkeit bezeichnet, daß Bulgarien den sofortigen Anfchluß an die Dreiuerbandmächte suche und in Erfüllung ihres Wunsches eine Aktioli gegen die Türkei, unternehme, welche in erster Linie t>ie Besetzung, Thraziens zum Ziele hätte. Im Gegensatz hiezu hat der Führer der unifizierten Sozialisten 5ie Fortsetzung der strengen und loyalen Neutralität Bulgariens bcfürwor tet; desgleichen sind die beiden Führer der Vauernbünd-ler in entschiedener Weise dafür eingetreten, daß dic Bewahrung strenger und loyaler Neutralität für Bulga- rien, abfolut notwendig sei und daß sich die Regierung durch die Lockungen der Drciverbandmächte keineswegs in ein Abenteuer hineinziehen lassen dürfe. Da der Ministerpräsident Dr. Radoslavou vor kurzem in einer Versammlung dcr Regierungsdeftntierten die Erklärlmg abgegeben hat, das liberale Kabinett sei fest entschlossen, seine bisherige Politik dcr Neutralität so langc fortzusehen, als dies mit dm Interessen Bulgariens irgendwie vereinbar sein wird, ist bei dem Umstände, daß b'-sonders die Vauernbündler die weitaus stärkste Gruppe der Opposition im Sobranje bilden, der Beweis erbracht, daß die große Mehrheit des bulgarischen Volles dic von der Regicnmg verkündete Politik gutheißt und den Bestrebungen der .^ussofthilen abhold ist. Überdies sind die Beziehungen Bulgariens zur Türkei trotz aller Versuche der russophilen Presse, dieselben zu vergiften, sehr herzliche und dcr Gedanke einer Mion gegen die Türkei wird von der Bevölkerung entschieden zurückgewi-'snu Die seit einiger Zeit von den Eltrem-Rnssoph'ilcn betriebene Bewegung für eine gemeinsame Aktion der Opposition zu Gunsten dcr Drew erb andmächtc, bezio hungsweise einer Aktion gegen die Türkei ist mm als endgültig gescheitert anzusehen. Tagcslmliglcitcn. — nipfer-draht von 4,2 Millimeter Stärke hergestellt; sie umfaßt 13N.00N Masten. Nur etwa 16 Kilometer sind als Kalnl ausgeführt. Es stehen drei Stromkreise zur Verfügung, so txrtz drci (Ncsprächc gleichzeitig geführt wcrden tonnen. Nobcnhcr können auf dcn cin^clncu Teilstrecken Telegramme befördert werden. Die Fernverbindung foll demnächst dcr öffentlichen Benützung übergeben werden. Die ß^sprächsgebühr beträgt 20 Dollar 70 Cent für die ersten drei Minuten und 6 Dollar 75 Cent für ^cde weitere Minute. — (In einer fonderbarcn Lagc) . befinde! sich gegenwärtig das kleine Walscrtal bei Oberstdorf, düs die Feuilleton. Brot! Bon ßrnst Aiffauer. Verkündigung. ^le können uns nicht zwingen mit Wehren, »le wollen uns mit Hunger verheeren. Veinde bei Feinden steh'n in der Nunde, ^ängt über die Grenzen Elend und Not? Ich will euch singen die Frühjahrskunde: Als're Erde ist mit uns im Bunde; 'chon wächst im Boden oas neue Nrot. Mahnung. Gftcrrt die Speife und wahrt und ehrt! Brot ist Schwert. Gebet. Die Bauern ha^ ^ Samen gesät. Nun tretet zusagen und wet das Fruchtgebet: «rde unsres Landes fie können uns nicht zwingen mit Wehren; sie wollen uns mit Hunger oerh.öcen. Stehe du auf in Erntezorn! Aühe dicht das Gras, trage reich das Korn! Liebste Erde auf Erden, rrhSre unsern Psalm: Lass sie zu schänden werben an Ah« und Halm! (.Nonner Zeitung".) Spionenjagd. Von Kaul Koso,lh«l?ll. (Schluß.) /.Ja," sagte der Mere von den beiden mit ruhiger Stimme, „das haben wir uns auch gedacht. Wir waren besorgt um Sie. Darum sind wir hier stehen geblieben, um in der Nähe zu sein, falls Ihnen etwas passierte." Dann schlugen die Drei, wie auf Verabredung, den Weg ein, der landeinwärts über dic Bosquetts nach Marine Parade führte, wo did Hotels lagen. Am Rande der Anlagen blieb der Detektiv stehen. „Die Herren wohnen vermutlich in Queens Hotel?" „Allerdings, mein Herr!" ^ „Dann müssen wir uns hier trenne»». Ich wohne in Mrs. Ayres' Boarding House. Gute Nacht." - .Gute Nacht!" Eine Aitlang blieb der Detektiv regungslos stehen. Die beiden Gestalten schlu^ gen die Richtung nach dem Aquarium Theatre ein, neben dem das Hotel lag. Er hörte noch deutlich ihre langhallenden Schritte auf dem fliesenbelcgten Bürg^ steig, als er sie schon längst nicht mehr sehen konnte. Dann ging er den Weg zurück, den er gekommen war. Mit dem Boot — so überlegte er — hcrtte es zweifellos eine besondere Bewandtnis. Umsonst konzentrierten nicht zwei erwachsene Männer mitten in der Nacht ihr ganzes Interesse auf einen so alltäglichen Gegenstand. Man hatte von kleinen Marconiftationen gelesen, von Spionen an abgelegenen Stellen der Küsten^ stildte heimlich errichtet. Wo sie Depeschen abfingen und aussandten. Wenn nun — womöglich — er dachte daran, daß er nichts von der Innenseite des Bootes gesehen hatte, und seine Schritte beflügelten sich. Dort unten wuchtete etwas Schwärzliches durch das Dunkel der Nacht. Fast wie ein Felsblock. Et wuhte: das war das Boot. Wieder legte er sich auf den Boden nieder, umlroch das Boot, die Kreise allmählich verringenro. Schließlich mochte er in einem halben Meter Abstand von dem Boot angelangt sein und hob langsam den Kopf. Im nächsten Augenblick hätte or fast einen Schrei ausgestoßen. Auf dem Boot saßen, die Rücken ihm zugewandt, die beiden Männer. Nein, Diesmal sollten sie ihn nicht wieder überlisten. Er kroch ein Stückchen fort. Dort drüben, »venige Meter entfernt, stand eine Neine Stranobaiacke. Man mochte sie im Sommer als Verkaufsbude beimh^n. Er (roch in ihren Schatten und legte sich nieder. Vom Boden stieg Feuchtigkeit auf. Er wickelte sich fester in seinen Mantel und spähte unausgesetzt zu den beiden Männern hinüber. Mmählich hatten sich seine scharfen Augen an die Dunkelheit gewöhnt. Die Umrisse der Gegenstände traten deutlicher hervor. Em leichter Morgenwind erhob sich und lüftete den Nebelschleier. Und da sah er etwas, was chn in ratloses Erstaunen sehte. Einer dcr dclden Männer saß — das erkannte er erst jetzt — nicht mit dem Rucken, sondern mit dem Gesicht zu chm hinüber mw starrte ihn an. Unausgesetzt. Kein Zweifel: er beooach-tete ihn schon lange. Es vergingen nahezu zwei Stunden. Dann erhoben sich die beiden Männer und schlugen den Weg cm, der zur Stadt führte. In gebührender Entfernung folgle ihnen der Detektiv. Die beiden gingen durch Regents Road in der Richtung zum Bahnhof. Einmal ^»lleben sie vor dem Laden eines Barbiers stehen. Dcr ^tetnv wunderte sich darüber: war doch das Schaufenster noch oicht verhängt. Da fiel fein Blick cmf das dlanlpolierte messingene Varbierb«?en, und im nächsten Moment «. Laibach.r Zeitung Nr. 75_________________ __________576__________________________________3. April 1915 Vreitach.zur Iller entsendet und durch die Brcitachklamm, das Waiser Schänzle, Niezlern, Mittelberg und andere schoilc Punkte zahlreichen Wanderern wohlbekannt ist. Das Walscrtal gehört politisch zu Österreich, ist aber vom Mutterlande durch .ziemlich hohe Pässe, von denen daö Gentscheljoch der bedeutendste ist, getrennt. Dagegen öffnet es sich durch den Breitachflus; gegen Bayern hin. Deshalb wurde es durch Staatsuerlrag zwischen Österreich und Bayern uom 2. Dezember 1«!)l an das deutsche Zollgebiet angeschlossen. Damals konnte niemand ahnen, in welchen Zustand dieses (55ebirgstal bei einem kriege wie dem gegenwärtigen uerseht würde. Die Walserer sind nämlich durch die jetzigen iniegsmaßrcgcln uon der Zufuhr uon Lebensmittoln abgeschnitten. Österreich verbietet die Ausfuhr uon (Getreide, Mehl und Fleisch in das Tal, weil es fremde» Zollgebiet ist; das Deutsche Neich tut das gleiche, weil das Tal dem Auslande angehört. Das Seltsamste ist, dah der im Walsertal stationierte bayrische Zollbeamte darüber zu wachen hat, das; von keiner Seite Lebensmittcl eingeschmuggelt loerden. Er hat also mich für sich nnd seine Familie die Hinlanl^allnng von Nahruiigsluilieln zu überwachen. Wer hat nun hier für das NoUvendige zu sorgen: Österreich, zu dein das Walscrtal politisch, oder. das Deutsche Neich, zu dem es zollpolitisch gehört? (Welche Wenstreckc durcheilen die Hände eines Mnschinenschreil'ers?) Nach dem Urteil Sachverständiger durcheilt die Haud einer mit der Feder schreibenden Person, die nicht über ungewöhnliche Fertigkeit verfügt, bei ihrem den Tag ausfüllenden Schreibwerk im Jahre eine Strecke von Ul.WN Kilometern. (5in geschictier Maschincn-schreibcr dagegen legt nach neuerdings angestellten Versuchen mit der Belvcgung seiner Hände gerade die zehnfache Wegstrecke zurück, das heiht seine Hände beschreiben im Jahre eine Strecke uon nicht weniger als 16N.0l)l) Kilometern. — (Der Papst ißt Kricnsbrot.) In der Haushaltung des Quirinals ist auf Befehl des Königs von Italien das dunkle Kriegsbrot, das in Ita'lien infolge der Weizennot eingeführt ist, als ausschlichliche Zuspeise eingeführt worden. Die linder des Königs hal>en diese Neuheit mit Begeisterung aufgenommen; besonders der Kronprinz Umberto iht, wie das „Giornalc d' Italia" schreibt, das dunkle Brot mit großem Vergnügen, und auch seine Schwestern, denen es minder gut schmeckt, trösten sich mit dem ßkdan-ken, bah sie das gleiche Arot wie die Soldaten essen. Wie im Quirinal, bildet im übrigen auch für die 170 Bewoh- ner des Vatikans das italienische Kriegsbrot die ausschließliche Brotnahrung. Auch der Papst hat bestimmt, daß ihm lein anderes Brot gereicht wird als das Kriegsbrot, da er nicht will, daß zu seinen Gunsten eine Ausnahme gemacht werde. Bei der Gelegenheit weist das genannte Blatt darauf hin, daß für den persönlichen Gebrauch Benedikts XV- ein Bäcker der Stadt Rom jeden Morgen das Frühstücksbrot in einer verschlossenen Büchse nach dein Vatikan schickt. Den einen Schlüssel der Büchse besitzt der liefernde Bäcker, während sich der zweite Schlüssel in den Händen des päpstlichen Kämmerers Faggiani befindet. Lolal- und Provinzilll-Nachrichtcu. Ostern. Die Kirche begeht mit festlichem Gepränge die Auferstehung des Herrn. Die hellen Glocken tragen die frohc Botschaft von Stadt zu Stadt, von Land zu Land. Im Erdboden weben verborgne Kruste; die ersten Keimc gucken hervor. Die Natur will nicht zurückbleiben in der hehren Zeit, da der Herr auferstanden; fte bricht die Eisfesseln, Frühlingsboten drängen hinauf zu Loben, Licht nnd Luft. Und fromm betende Menschen be.ucgeil sich zwischen den sprießenden Saaten, »nd ihre Augen haften an den Spitzen der Gctreidekeime: Wir ftrciscn dich, o Herr, der du uns unser tägliches Brot wachsen läßt! Ja, die Erde dampft, dic Erde regt ihre Kräfte, um uns das tägliche Vrot reifen zu lassm! Gebeugt von der Last der Sorgen, haben fleißige Menschen die Saaten bestellt; sie haben mit inniger Andacht das lcbcns-erhaltende Gut in den Schoß der Erde gesenkt, und gor manche Träne rieselte in die Furchen des aufgeackertcn Bodens: der Same wurde lion ihr benetzt, durch sie geheiligt, geweiht. . . „Herr, gib uns unser tägliches Ärot!" sprachen die Lippen, „Herr, gib uns unser tägliches Vrot!" beteten die Herzen. Und tief unten in der Seele regte sich leise die Hoffnung, die Zuversicht, da> hcn muß, wenn er dann nicht mehr das berauschende Lied vom Brote hört, das sonst die zwitschernden Lerchen in der Luft, die grünenden Halme singen, dann weiß ei' erst, was er mit dem Fleckchen Erde verloren, das >r sein Eigen genannt. Und so, wie wir unsere Schote schützen wollen, so schützt diese Scholle uns vor drm Verderben. Mag tückische Krämerhier mit zynischem Grinsen auf uns lauern, mag sie aus wohlgcfüllten Spei' chern schöpfen, um ihren eigenen Gelüsten zu fronen, während sie nns dem Hungerlode überantworten will, auf daß die Kultur, die Menschlichkeit gefördert und gerettet werde - das Vrot auf unseren Feldern sprint, wächst, gedeiht. Das Vrot ist auferstanden! Und so sind denn auch unsere Herzen auferstanden' Wir feiern das hohe Fest des Hcrrn nicht in der alles umfassenden Glückseligkeit der vergangenen Ta^c, aber wir begehen es ungebeugten Mutes, in unerschütt^r-tem und unerschütterlichem Gott- und Selbstvertrauen. Und wir begehen gleichzeitig ein Osterfest der stolz und stark zu Kaiser und Thron stehenden Völker, ein Osterfest unserer Zusammengehörigkeit. Und hoch in die bl.iu-cnden Lüfte schwingt sich unser Schwur, festzuhalten, zu-sammenzuhultcn, durchzuhalten! Jeder von uns lst z.l allen Opfern bereit, die die großen Ziele der großen Zeit uns auferlegen. Auch der Verzicht auf so manche Bequemlichkeiten, auf die sonst üblichen Genüsse d"r Osterzeit sowie des Alltagslebens überhaupt gehört zu dieser Opferwilligkeit. Leise und langsam wächst das Saatgut, das Vrot auf unseren Feldern, aber es wächst mit jedem Tage, es wird gedeihen und reifen. Bis dahin heißt es mit dem Vorhandenen sich bescheiden, weise maßhalten. Wir grüßen die goldig flutenden Sonnen strahlen, die grünenden Halme unserer Saaten als dic Gewähr einer lichteren Zeit nach düsteren Tagen; wir grüßen stc als eine Ostergabe der Natur, der Vorsehung, die es nicht zulassen will, daß wasfensialrende Tücke über unseren Kampf ums Recht triumphieren sollte; wir lau schen bewegten und dankbaren Herzens dem geheimniß vollcn^Regen der allerhaltenden Erde, die auferstunden ist, um uns selber auferstehen zu lassen . . . blickte er in diesem Becken das Spiegelbild seines eigenen Kopfes. Da wußte er: die anderen beobachteten ihn. Der Schnellzug nach London setzte sich eben langsam in Bewegung. Die beiden sab/'N iich nach ihm um und beschleuiligtcn ihre Schritte. Er tat dasselbe, und im nächsten Augenblick sprangen alle drei gleichzeitig auf den ausfahrcndcn Zug. Er war allein in seinem Abteil. Er wartete etwa eine Stunde, 6ann trat er auf den Korridor hinaus. Niemand war zu schen. Langsam ging er an den Kuftees entlang und blickte aufmerksam hinein. Der Wagen war fast leer. Man mochte im Speisewagen sein. An den Wänden des Korridors tobten rote Zettel: „Hinaussehen auf Brücken verboten!" Eben fuhr der Zug donnernd über die Narebrücke, als der Detektiv kraft seiner Amtseigenschaft zum Fenster hinausblicktc. Da sah er aus dem nächsten Wagen einen Kopf herausragen, und zwei Augen funkelten ihn an. Als der Zug in die Halle von Liverpool Street Station einlief, stand Mr. Stamford Parry schon auf den, Trittbrett und sprang im nächsten Augenblick auf den Bahnsteig. Im selben Moment erschienen die beiden Spione am Ausgang des nächsten Wagens. Parry winkte mit einer umnerllichen Handbcwcgung einen Policeman herbei und ging auf die beiden Spione zu. Di^ beiden machten eine Bewegung, als ob sie auf ihn zustürzen wollten. „Im Namen des Gesetzes," sagte er laut und zog seine Erkennungskarte. Im nächsten Augenblick fuhr er zurück. Die beiden Herren hatten ihre Hände geöffnet, und zwei Lcgitimationslartcn von Scotland Aard, in Farbe, Größe und Text genau der seinen gleich, grinsten ihm entgegen. Dor Policeman sah s> ach ei nun der die drei Karten an und sing a>r zu lachen. Bis er blau im Gesicht war. „Gentlemen!" würgte er endlich mühsam heraus, „Sie scheinen sich vergriffen zu haben. Die drei Herren sind ja Kollegen von der politischen Polizei!... Gegenseitig verhaftet! What a fun!" Die drei Herren sahen sich an und machten, so respektlos es klingt, dumme Gesichter. „Tja," begann endlich der ältere der beiden „Spione", „tja, Herr Kollege — wie ich sehe. sind Sie also gar kein Spion, wie wir vermutet hatten. Na — wir ebenfalls nicht, darüber sind Sie wohl auch beruhigt. Da wird es wohl das Einzige sein, wir fahren alle drei mit diesem selben Zuge nach Great Yarmouth zurück!" Dornröschens Ehe. Roman von Ernst Eckstein. (11. Fortsetzung.) (Nachdiucl uerbole».) „Das nenn' ich mir in der Tat einen Erfolg!" sagte er liebevoll und küßte sie auf die Stirn. „Solch ein Publikum möchte, der deutsche Poet sich aus jeglicher Scholle wünschen. Aber nun komm! Es muß schon gegen fünf gehen. Noch einmal, Wilma: dein und mein, so lange wir atmen! Einstweilen noch schweigen wir. Ich will dcinem Vater von Klein-Hcnnersthal aus schreiben und in aller Form deine Hand erbitten. Heute ~ ich weiß nicht, aber es widerstrebt mir. . ." „Ja, du hast recht. Und es ist auch so wundervoll, sich eine Zeitlang mit dem Geheimnis zu tragen . . ." „Schwärmerin!" Sie schlugen den nächsten Weg nach dem Schlosse ein. „Unv sag' mal," sagte er nach einer Pause, „glaubst du denn auch, daß dein Papa so kurzerhand einwilligt? Bin ich ihm nicht vielleicht doch etwas zu alt für seine Wilma?" „Ach, Torheit! Du und zu alt! Und wenn selbst! Das würde dann nur eine Schwierigkeit geben, wider die man zu kämpfen hätte. Ich fände das in gewisser Beziehung sogar wünschenswert. Man sonnte sich dann gleich im Ansang beweisen, daß man fest aneinander liält, der Welt und dem Schicksal zum Trotz. Aber es ist gar nicht daran zn denken. Papa hat mich lo»l Hcrzcn lieb. Das allein würde ausreichen, und wärst du noch zehn Jahr«, älter." Felix und Wilma setzten nun ihre gleichgültigsten Mienen auf. Und merkwiirdig: jetzt, nachdem iie ihre Sache so schnell ins Neiue gebracht, fiel ihnen das nicht halb so schwer als zuvor. Selbst Frau von Spangenü^rg konnte aus diesen ruhig-vergnügten Gesichtern nichts Verräterisches herauslesen. Man saß noch bis gegen zehn Uhr zusammen. Alle waren bei unvergleichlichster Laune. Tante Aurelie klappte sogar ihivn Flüge! uuf und spielte die Ouvertüre zum „Tannhäuser" und ein'.'n Hho-pinschen Walzer. Felix hatte scheinbar noch nie einem Musikstück mit so unverkennbarer Andacht gelauscht. Man konnte bei diesen Klängen so wundervoll seinen eigenen Gedanken nachhängen. Als Felix von Nuyter mit Frau von Sftangenberg den Wagen bestieg und voll unsäglichem Glücksgefühl hinaus in die mondhelle Nacht fuhr, reichte Herr Üangs- dorf seiner Schwester zärtlich die Hand und murmelte dankerfüllt: „Das war ein reizender Tag. Ich hätte gar nicht gedacht, daß ich unwirscher Kerl noch so genuhfähig bin." 6. Kapitel. Am folgenden Morgen brachte ein reitender Bote Rnyters den entscheidenden Brief. Doktor Langsdorf glaubte zu träumen. Aber ein Blick in das ruhig lächelnde Antlitz Wilmas, die wie durch Zufall dabei stand, bebehrte ihn, daß alles hier in vollkommenster Ordnung war. „Kind, Wilma," sagte er aufgeregt, „spring mal hinauf! Nuf mir die Tante!" Und Wilma gehorchte. Tante Aurelie wall just im Begriff, ihren Morgen-rock mit einem großkarierten Sommerkleid zu vertauschen. Tann wollte sie in den Gemüsegarten. „Hat's denn so große Eile?" fragte sie unmutig. Denn sie liebte es nicht, wenn etwas Ungewöhnliche? ihr Programm kreuzte. „Sehr große Eile," versetzte Wilma. So schürzte sich Tante Aurelie die hochgolbe Halsbinde und stieg, nun selber etwas neugierig, nach dein Erdgeschoß. Wilma aber, außer sich vor Glückseligkeit, warf släi in die Kissen des Divans, bedeckte ihr Antlitz mit beiden Händen, und zog, heimlich erschauernd, die Schultern hoch. Doktor Lanasdorf hatte sich unterdes gesammelt. Der Brief, den er trotz seiner maßlosen liberraschmM mit gutem Verständnis durchgelescn, war ja ein ganz vernünftiges Aktenstück, gegen das sich nichts einwende» ließ. Die Sache kam freilich sehr unerwartet. Hie beiden hatten sich kaum ein paarmal gesehen, und Flammen, die so plötzlich emporlodcrn,sind häufig nur leicht verflackerndes Strohfeuer. Anderseits machte Felix von Nullte einen gediegenen, ernsten, unanfechtbaren Eindruck - -Herr Pfarrer Tumbling hatte erst aus zuv-rlässiaM Quelle gehört, daß er in jeder Beziehung ein untadlig" Kavalier sei ... Und Wilma liebte ihn! Sie ^ltano allerdings noch im sechzehnten Lebensjahr, ^ber 77 u lieber Gott! Ihre selige Mutter war auch erst ^tzey' gewesen, als stc mit Langsdorf drüben in der S""yelm Dorfkirche den Bund fürs Leben schloß . . - U"d "ver Zeitpunkt der Heirat ließ sich ja reden. - -(Fortsetzung folgt.) Laibacher Zeitung Nr. 75 ______________________577_______________________________________3. April 1915 Und so ist denn unser Osterfest ein Fest der grünenden Hoffnung, ein Fest der mannhaften Opferfreudigst, ein Fest des Gort- und Selbstvertrauens und vor allein ein Fest der Tat! — (Unerlaubter Verkehr mit Getreide und Mahl- prodlltten.) Von verläßlicher Seite sind dem Ministen nn des Innern Mitteilungen zugekommen, wonach in zahlreichen Fällen die Veräußerung sowie der Abtransport von Getreide und Mahlprodulten entgegen der Bestimmung txs § 3 der Kaiserlichen Verordmulg vom 21sten Februar 1915, R. G. Nl. Nr. 41, o h n e Bewilligung der Politischen Behörden, meist geheim und bei Nacht stattfindet. Ein solcher Vorgang stellt einen Mißbrauch dar, der um so gefährlicher wäre, als dadurch eine eigenmächtige Verschiebung der Vorräte vorgenommen und deren Verbergung ermöglicht würde. Überdies würde auf diesem Wege die Verbrauchsregelung in der bedenklichsten Weise gestört und eine Disposition über dic gesperrten Vorräte unmöglich gemacht. Derartige Gcsetzwidrigleltcn bilden nach s 32, Punkt 2, resp. Punkt 4 der zitierten Kaiserlichen Verordnung gerichtlich mit Arrest bis zu sechs Monaten zu ahndende Übertretungen, bezw. mit Arrest bis zu einem Jahre zu strafende Verssehen unt> es kann neben der Freiheitsstrafe auch eine Geldstrafe ois zu 2000 X, bezw. bis zu 20.000 /< verhängt werden. — (Das Mniährig-Freiwilligenrecht Landsturmpflichtiger.) Die Militärverwaltung hcrt anläßlich der Heranziehung der in den Jahren 1895 und 1896 geborenen Wehrpflichtigen zum üandfturmoienfte die Verfügung ge° troffen, datz diese 2andfturmpflichria.cn. wenn sie bei der Musterung zum Dienste mit der Waffe geeignet erkannt wurden und im Schuljahre 1914/15 jenen Jahrgang einer der im Wehrgesehe diesbezüglich bezeichneten Lehranstalten als öffentliche Schüler besuchten, dessen ordnungs-nähisse Absolvierung die Zulafsung zur Ergänzungsftrü-fung begründet hätte., zu dieser Prüfung vorzeitig zugelassen werden. Weitere Voraussetzungen find die Erbringung des Nachweises dcrrübcr, dah die Betreffenden auch die vorangehenden Klassen oder Jahrgänge der in Betracht kommenden Lehranstalten als öffentliche Schüler absolviert haben, und die Übernahme der Verpflichtung, bei erfolgreicher Ablegung der Prüfung sich freiwillig in das gemeinsame Heer oder in die Landwehr assentieren zu lassen. Im übrigen find die Gefuche nach Maßgabe dcr diesbezüglichen Bestimmungen der Wchrvorschriften einzubringen, und zwar bei dem Militärkommando, in dcsscn Ncrcich sich der Belvcrber ständig aufhält. Ein Tur° nus dieser Prüfungen hat bereits am 22. März seinen Anfang genommen, der zweite Prüfungstermin beginnt am 1^. April d. I. Die Prüfungen finden an den derzeit aufgestellten Infantcriekadettenschulen, writers an den MUitär-Oberroalschulen in Marburg und Preßburg sowie cm der Kavalleriekadettenschule Mährisch-Weißkirchen (derzeit Mödling) statt. Bewerber, dic den Anspruch auf die ZuerkennunI des bedingten Einjahrig-Freiwilligen-rechtes haben, sind — sofernc sic auch weiterhin die Ab-lcgung der Ergänzungsprüfung anstreben — nicht zurückzuweisen. Den im Jahre 1895 geborenen, zum Landsturm-dienste mit der Waffe herangezogenen Wehrpflichtigen, welche tcincn Anspruch auf bedingte Zuertennung der Begünstigung des einjährigen Präscnzdienstcs besitzen, son° dern das Einjährig-Freiwilligcnrecht durch Bestehen der Ergänzungsprüfung erst nach Eintritt der aktiven Dienstleistung crloerben, ist für die Wahl des Trupvenkörvcrs ein Zeitraum von acht Tagen nach Bestehen der Ergän-^unasprüfung zur Beibringung der Aufnahmsbcwilligung dc8 betreffenden Truppenkörpcrs einzuräumen. Solche Wehrpflichtige, die als Landsturmpflichrige zu Spezial-truppen eingeteilt sind, können nach Erwerbung der Begünstigung des einjährigen Präscnzdienstcs nur dann bei Spczialtrnppcn als Einjährig-Freiwillige belassen werden, wenn die für den betreffenden Truppentörpcr vorgeschriebene Maximalaufnahmszahl nicht überschritten wird und die Bestimmungen dcr Wchrvorfchriften (I. Teil) über spezielle wissenschaftliche Befähigung dies nicht ausschließen. Einjährig-Freiwillige, die den einjährigen Prä-scnzdienst auf Staatskosten ableisten wollen, können bei dcr Kavallerie, Neitendcn Artillerie und Traintruppc nicht belassen werden. - (Vom Kriegshilfsbureaau.) Wie noch in aller Erinnerung steht, begann die Tätigkeit des Kriegshilfs. bureaus auf dem Gebiete des Verkaufes zu Gunsten der Kriegsfürsorge mit dem Anbote der schwarz-gelben Kokarde, eines geschmackvollen Erzeugnisses der Wiener Posamcn-ticrergenossenschaft. Viele Hunderttausendc dieser gefälligen Abzeichen wurden in ganz Öfterreich abgesetzt in den ehrwürdigen Farben des Kaiserhauses, aber auch in Iu° sammenstcllung der österreichischen, der ungarischen und der reichsdeutschen Farben. Die Kokarde bildete den Ausgangspunkt der ganzen weiteren Abzeichenbcwegung. die nicht nur der offiziellen Kriegöfürsorge, sondern auch dcr privaten Industrie und dem Gewerbe gar manche hübsche Einnahme verschaffte. Auch jetzt noch sieht man vielfach die Kokarde, die im Herbst an jeder Brust prangte, da und dort in einem Knopfloch; aber sie ist durch die langen Winterlnünate well geworden und bedarf dringend cincr Erneuerung. Jetzt, wo die warme Jahreszeit her-anlommt. wü dcr Winterrock zu Hause bleibt und man sich blanl der Frühlingssonne zu erfreuen beginnt, wird die Kolarde sicher wieder einen kleinen Aufschwung neh« men. Da3 Kriegshilfsbureau hat noch einen nicht allzu großen Vorrat, und in gar manchem Geschäfte und in mancher Tabaktrafik dürften sich auch noch unverkaufte Kokarden befinden. Man tut ein doppelt gutes Werk. wenn man sie kauft, weil man nicht nur der Kricgsfürsorge po?iv. ^2^r«Nonlt! na lueHkk llwukrlu^ft »to^oös ariuaäy. P02IVY nh äsisli iy prav muoß03t6vjluä naäg, in!»-^b, pg, ^^ ZtklHöi W0^6. V llßllsm palitiöuoiu "^u. ki z^y okoli 30.000 prsdivaiesv. 8v j« ^8^»ilo n»ä 300 proZtovoljcyv V8»lc6 «taragti. iHudljkng., ßlaviitt mokto äyiolß, greo vnvß», naöß^g. iivljyi^a, p». u6 «ms x^nstati 2» äeislo, ^ 2 Uajdoljaiiu xßlsäalu pi-sänjaöiti v«6iu ärußim oboiuHN. 8 svajiiu ve6en^6iu in 8 »vojilui rg.2no-^«tiumi irtvg.mi ^6 telcoiu vo^ue pr»v ^udi^n» p08V6äoöill>,, 6a js plltrijotiöuo in 22 dll^o»t 6vN<>-^U6, n^ßß «iNvuo ärillVß, Uk6 V8S vnvta «ryäiööy X^t.0 poxivljoilll) Pl6div8.loy Q2.80 Lole I^udhkny, ^,.^""8l>öt,6vi1iw pi-jZtopijo v vr8to c. kl. pronto- 2U2NH ^tri^kopati-ijowlca öuv8tva. vsalcli^ ^ ^ äo86^1 17. Ißw 8voj6 8wro»ti IN »« ouu »Po»«dnyßH 25 vojuo «wido, )6 äodro 6uz«1. Vipoxal^No ^^ ^ -^ ^, ^. vi>08tovoljni »ti-el« «. IN kr. ö»«tmkov ?llß1a86 I>ro»wvolj<:6v sprsisiu» invgtni m»8l. 8tl2t 1)Udl^U8ki (V0j2öllj uraä V öl6»tN6M äomu) 'U PK vHo V0ä8tv« <:. ^^ Pltt8tovoljnin «trolcev V »tan äoinobran8ki vo^zöuioi, I. n»ä8tloi)j6, vr»t» «l. 63, Hor 80 äob« wäi n»wnönyjz» poj»»nil». V I.jndlj»ni, äns 1. aprii» 1915. Aufruf. Im Lande Kram werden seit zwei Monaten k. i. freiwillige Schützen geworben, welche innerhalb der engeren Heimat zur Entlastung der an den Grenzen der Monarchie stehenden Armee verwendet werden sollen. Der Aufforderung wurde auf dem flachen Lmidc durch zahlreichen Beitritt m aufopfernder Weise entsprochen. So haben beispielsweise in einem einzigen politischen Bezirke mit rund 30.000 Bewohnern sich übe, 300 Freiwillige jeden Alters gemeldet. Auch in Laibach sind einige Anmeldungen erfolg,, doch ist die Anzahl derselben leider weit hinter dm E>> Wartungen zurückgeblieben. Die Landeshauptstadt, das Zentrum unseres öffentlichen Lebens, darf jedoch hinter dem flachen Lande mcht zurückbleiben, sondern muß — wie bisher in jedem Belange -— allen anderen Gemeinden mit gutem Beispiele vorangehen. Die Bevölkerung Laibachs hat im Laufe des Krieges durch ihr Verhalten und durch Opfer jeder A,rt, ihrem Patriotismus und ihrer treuen Anhänglichkeit an unsere Heimat und unseren altehrwNrdigen Staat schon wiederholt glänzend Ausdruck gegeben. Es ergeht nun an die Bewohner der Landeshaup'-stadt hiemit neuerlich die Einladung, ihre bekannten österreichisch-patriotischen Gefühle durch zahlreichen Beitritt zu den k. k. Freiwilligen-Schützen zu betätigen. Jeder, dcr das 17. Lebensjahr erreicht hat und sich waffenfähig fühlt, ist willkommen. Die k. k. freiwilligen Schützen stehen unter d»'r Verwaltung der kaiserlichen Armee und unter dem Befehle von k. und t. Offizieren. Amneldungen werden beim Stadrmagistrate 'Militäramt im „M.'stni dom") und bei der Oberleitung dcr l. l. Freiwilligen Schützen falte Landwehrkascrne, ers'cr Stock, Tür 63) entgegengenommen, woselbst auch nähere Auskünfte erteilt werden, Lalbach, am 1. April 1915. Der Bürgermeister: Dr. ZV«,» T«oii«r m z» Einnahmon zuführt, sondern diese und die Geschäftsleute uor Schaden durch übrigbleibende Kokarden bewahrt. Das >lricgshilfsburcau benützt auch den Frühling, um dem Publikum verschiedene Stöcke anzutragen, die mit dem Monogramm dcr offiziellen Kriegsfürsorge, dem goldenen kaiserlichen Adler mit dem roten Kreuz in Email auf der. Brust geziert sind. Ein dunkler Damenstock kostet 3 K. ein lichter 4 X. Ein Touriftcnstock mit eiserner Spitze 3 ic 50 l,, ein Malaccastock 5 X und ein Zuckerrohrftock « K. Bestellungen sind an dic technische Vetriebszcntrale des Kriegshilfsburea-us, Wicn I., Hoher Markt Nr. 5. zu richten. — (Der Öftcrreichlsche Fluttcnvereln) hat a>>. 5i: Eltern und die Schuljugend folgenden Aufruf gcrilyw. „Traget mir ötappcilbänder mit heimischen Schifss-namen! Lehnt überall fremde Kappenbänder ab! Kaufet nur Bänder, welche vor dein Namen die Buchstaben S. M. S. (Seiner Majestät Schiff) oder S. M. TB. (Seiner Majestät Torpedoboot) tragen. Heimischy Kap-ftenbänder sind: S. M. S. Viribus Unitis, E. M. S. Tegetthoff, S. M. S. Prinz Eugen, S. M. S. Kaiserin Elisabeth, S. M. S. Albatros, S. M. TB. Krale, S. M. TB. Aligator usw. usw. — Es ist tief beschämend Bänder mit Namcn von feindlichen Schiffen zu tragen, die gegen unsere Söhne und Brüder kämpfen." Die Finnen Bencoikt, Perschc, Kcnda und Magdw wollen in "-tnotischcr Bereitwilligkeit die Bestrebungen des "^itenvereins unterstützen und haben den Verkauf der echten Kappenbänder von österreichisch-ungnrischen Kriegss^'^en übernommen. Ein Teil des Reinertrages fücht dem Krieasfürsorgeamte zu. Sämtliche Bänder nrlt Namcn unserer Torpedoboote sind eine Spende der k. u. k. Marincsektion an den österreichischen! Flottenvercin. Der Gesamterlös für diese gespendeten Bänder wird dem Kriegsfürsorgeamt gewidmet werden. — Es ist zu wünschen, daß diese von berufener' Stelle erfolgte Anregung lebhaften Anklang fände. Der Preis dcr Kappenbänder beträgt eine Krone. -- (Spende für das Rote Kreuz.) Herr Professor Dr. Vinzenz Scunig, Oberleutnant in der Evidenz, hat zum ehrenden Andenken an seine verstorbene Muttc^, Frau Nina Sennig, den: Roten Kreuze 50 X gewid.'.e'„ — (Sitzung des t. t. Landesschulrates vom 29. M«,,.> Beschlüsse wurd'n gefaßt inbctreff der Heranziehung dcr Schuljugend zu landwirtschaftlichen Arbeiten. - Ei.^ quieszierlc Lehrerin wurde noch weiter im Ruhestande belassen. — Der wirkliche Lehrer Johann Krajc^ an dcr Staatsreal schule in Idria »vurde unter Zuerkc .nuna des Titels „Professor" definitiv im Lehramte bestätigt. — Mehrere Schulneldbefrelungöfiesuche sowie mehrere T'^ziplinarfällo w'.rden der Erledigung zugefügt. ^ lAnunmne Eingaben an den Landeöau'.'ichlch.» Es geschieht häufig, daß an den Landesausschuß oder direkt an den Landeshauptmann anonyme Eingaben gelangen, worin mancherlei Wünsche und Anliegen vorgebracht werden. Wir werden um die Bekanntgabe der Mitteilung ersucht, daß der Landesausschuß Eingaben, die der Schreiber nicht unterzeichnet, nicht berücksichtigen wird. Jedermann, der sich an den Landcsausschuk over an den Landeshauptmann wendet, wiid dringend auf-gefordert, seine Eingabe auch zu fertigen und icmc Adresse deutlich anzugeben. Nur in solchen Fällen ijt es möglich, sich mit dessen Eingabe zu befassen. — (Bevorstehende Erhöhung der Druckpreise.» Nie in vielen anderen Industrien hat sich auch im Buch- und Stcindruckgcwerbe die seit dem Kriege eingetretene Ve.-teuerung aller Rohstoffe, die bei einzelnen Materialim 100 Prozent! und mehr beträgt, schwer fühlbar gemach:. Da die Buch- und Stcindruckereien, die die Erhöhung der Rohstoff- und Regiekosten bisher allein trugen, h'ez» nicht länger imstande sind, steht, wie wir hören, in ganz Osterreich eine entsprechende Regelung dcr Druckpreisc bevor, die sich übrigens auf das unumgänglich notwendige Ausmaß beschränken soll. — (Vcrä'ldenmsten im Finanzdirnfte.) Der mit dem Titel und Charakter eines Hofratcs bekleidete Oberfinanzrat Anton Lenar5i-gre«zc zwischen Pruth und Dnjestr schlugeil unsere Trappen einen überlegenen Angriff der Russen zurück. In zehn bis fünfzehn leihen l,intereinander griff der Feind tagsüber an mehreren Stellen der Schlachtfrunt an. Vio zum Abend währte der Kampf. Unter schweren Verlusten wurde der Gegner überall zum Rückzüge gezwungen und wich namentlich vur dem südlichsten Abschnitte fluchtartig zurück. In Pulen und in Westgalizien leine Veränderung. Ein Nachtangriff der Russen an der unteren Nida scheiterte im wirtuuaMollftcn Feuer der eigenen Stellungen. Der Stellvertreter des i>.hefs des Generalstabes-v. Hoser, FML. Belobung der l. Knvallcric-Truppcndivisiou. Wien, 2. April. Aus dem Kriegsftressequartier wird gemeldet: Armeeoberkommandant sseldmarschall Erz herzog Friedrich erließ folgenden Vefchl: „Ich spreche der vielbewährlcn 4. Kavallerie-Truppendivision, insbesondere ihrem hervorragenden, zielbewußten und energischen Kommandanten Generalmajor Otto Verndt, sowie besonders dcm Dragonerressiment Nr. 9 für das heldenmütige Verhalten und unerschrockene zähe Aus harren geaenübcr dem überlegenen Feinde in den Kamu-fen am 28. März meine Bewunderung und vollste Anerkennung alls. Ich bringe diese Anerkennung mit nm so größerer Befriedigung und Freude zum Ausdruck, als die 4. Kavallcric-Truppendk'ision schon wicdccholt nnd durch ihren heldenmütigen Kampf am 28. März neuci> dinqs in beispielgebender Weise dargetan hat, was unsere Kavallerie selbst tin Gebirge zu leisten vermag, wenn sie, von modernen: Rcitergeist beseelt, unerschrocken, unv sichtig und initiativ geführt wird und wenn Führer und Reiter von dem Gedanken und unbeugsamen Willen durchdrungen sind, sei es mil dem Säbel oder mit dem Karabiner, jeden Feind, ajich überlegene Infanterie, jeden Schritt Vodens nur durch Vlut erkaufen zn lassen. Dieser Befehl ist sofort in» ganzen Armeebcreiche der Mannschaft in ihrer Mllttersprache zu vcrlautbaren." — Das Dragonerregiment Nr. 9 ergänzt sich aus Ostgalizien und» besteht größtenteils aus Nuthenen. Unsere Reitertruppcn. Wien, 2. April. Am 2U. März fand die erste Generalversammlung der unter dem Protettorate dos Erzherzogs Karl Franz Josef stellenden Wiener Meilen vcreilligung «Viribus unitis" stcrtt. Der Vereinigung gehören außer dem Thronfolger mehrere Mitglieder des Herrscherl)auses an. Der Präsident Geheimer Rat Franz Graf Clam-Gallaß hielt eine Rede, worin er darauf hinwies, daß der gegenwärtige Krieg die Notwendigkeit der Pferdezucht in jedem Lande gezeigt habe. Eine rationelle Pferdezucht sei nur dann möglich, wenn Reituno Fahrsport gehoben und gefördert werden. Redner warf sodann einen turzen Rückblick auf das von unseren berittenen Truppen im gegenwärtigen Kriege bisher Ge« fistele, wobei er unter Anführung eines Artikels des Feldmarschalleutuants von Lahusen hervorhob, daß unsere Reiterei zu Äeginn des Krieges, obwohl der feindlichen Reitere an Zahl bierfach unterlegen, überall offensiv nrit altbewährtem Elan vordrang, wobei in größeren Verbänden Tagesleistungen von über achtzig Kilometer und oft durch einige Tage nacheinander vollbracht wurden. Das; es im allgemeinen zu Attacken größeren Stiles nicht kam. beweist nur, daß die feindliche Kavallerie trotz numerischer Stärke fast überall unseren Reiterangriffen auswich. Redner verwies insbesondere auf die Attacke der 6. Eskadron des 11. Dragoner-regiments unter Rittmeister Fiedler, welcher als Nach-richtendetacheiuents-Kommandant ein großes russisches Regiment angriff, wobei er den Heldentod fand. Unfere Kavallerie hat sich. loenn sie auch manchmal durch übergroße Strapazen einen Teil ihrer Pferde verlor, a-uch als Fußtruppe mit dem Karabiner bestens bewährt, zum Beispiel die Husaren bei Limanova, das 6.Dragoncrregi-ment und die Regimenter der vierten Kavallerio-Trup-pendivision jetzt in den Karpathen. Daß a>uf einer Front von Hunderten von Kilometern ein Einholen von Nachrichten durch Umreiten der Flügel, wie es in den Friedens-manöver?: geschah, nicht stattfinden konnte, kann mnn der Kavallerie nicht zur Last legen. Daß die Kosaken unsere Grenzen nicht überfluteten und unsere Mobilisierung in Galizien sowie unseren Aufmarsch nicht gestört haben, wie stets befürchtet worden loar, haben wir nebst unseren Grenzirnppen einzig und allein der Kavallerie zu verdanken, welche sich der überlegenen feindlichen Armee entgegen warf und unseren viel später als beim Feinde bewirkten Aufmarsch mit heroischer Selbstaufopferung deckte. Die Kosaken haben uns also nicht nur nicht überschwemmt/ sondern sind gegen die „roten Teufel", wie sie unsere Reiterei benennen, in lvcnig schneidiger Weise vorgegangen und haben sich möglichst hinter ihre Infanterie verkrochen. Redner verwies sodann auf die Rolle des Pferdes in der Artillerie und Trainlruppe und hob heruor, daß für die Entwicklung der Pferdezucht auch in joueu Kronläuoern gesorgt wcrdcn müsse, die bisher dieser Zucht nicht gebührende Aufmerlsamkeit schenkten. Redner spricht sich weiters gegen den Kult aus, der mit den ausländischen Pferden getrieben werde, da das inländische Pferd dem ausländischen in jeder Beziehung gewachsen sei. Redner schloß mit der Hoffnung, daß. wenn die Vereinigung ihre nächste Generalversaininlung abhält, unserem Lande bereits ein dauernder ehrenvoller Friede beschieden sein möge. Sven Hedin im Siandort unseres AnnceoberlommHnduö. Wien, 2. April. Aus dem Kriegspresseauartier wird gemeldet: Der berühmte Tibetforscher Sven Hedin ist gestern im Standorte dcs Armeeoberkommandos eingetroffen. Er wurde abends uom Chef des Genoralstabes empfangen lind nahm an der Abendmahlzeit teil. Heute vormittags empfing der Armeeoberkommandant Feldmarschall Erzherzog Friedrich und Erzherzog Karl Irznz Josef den interessanten Gast. Beim Gabelfnihsrück, dcm er zugezogen wurde, war auch der zu kurzem Besuche im Standorte des Armeeoberkommandos weilende Sohn des Armceobcrkommandnnten Erzherzog Friedrich anwesend. Über Einladung des Feldmarschalls begibt sich Sven Hcdin morgen an die Front, um Zeuge der im Gange befindlichen Kriegs creignisse zu sein. Eine deutsche Auszeichnung für die Erzherzogin Auguste. Budapest, 2. April. Dem „Pester Lloyd" zufolge hat der deutsche Kaiser der Erzherzogin Auguste dic höchste Auszeichnung, die in Deutschland für charita-tives Wirken verliehen werden kann, nämlich die erste und dritte Klasse der Medaille zum Noten Kreuz verliehen. In dem begleitenden Handschreiben spricht der Kaiser in herzlichsten Worten seine Anerkennung für das segensreiche Wirken der Erzherzogin aus. Österreichische Orden fiir deutsche Generale. Wien, 2. April. Aus dem Kriegspressequarlier wird gemeldet: Armceoberkommandant Feldmarschall Erzherzog F r i e d r i ch hat an den General der Infanterie von Linsingen und all den General der Kavallerie Freiherrn von Pflanzer-Valtin cmläßlich der Verleihung hoher Auszeichnungen durch Seine Majestät den Kaiser Glückwunschtelegramme gerichtet. Das uf die Herstellung des richtigen Verhältnisses Rücksicht nimmt. Die Kommunalvcrbände werden deshalb auch gegen ihren Antrag Weizenmehl neben Roggenmehl zugewiesen erhalln und haben durch Erlatz geeigneter Vackvorschriflen bafür zu sorgen, daß ein möglichst nahrhaftes Mischbrot heraestelli wird. Reines Weizenbrot sollte dagegen nur ausnahmsweise gegessen werden. Der Reichskommissär,-bezeichnet Michaelis, Unterftaatssetretär." Ci«> neues Verfahren zur Erzeugung von Hefe als Futtereiweiß. Berlin, 2. Aftril. Dem Institut für Gäruugsgewerbe in Berlin ist es gelungen, ein Verfahren auszuarbeiten, welches die Massenerzeunung von Hefe als FuttcrciwM unter ausschließlicher Verwendung von Zucker und schwefelsaurem Ammoniak ermöglicht. Das Verfahren kann sofort von jeder Prcßhefefabrik aufgenommen wer den und ist von allergrößter Tragweite. T>er Seekrieg. Die Tätigkeit der U-Voote. London, 1. April. Das Reuter-Vureau meldet. Der Dampfer „Emma" nus Havre wurde gestern aus der Höhe Veachl) Head ohne vorherige Warnung von einem Unterseeboote torpediert. Das Schiff sank sofort. Aon der 19 Mann zählenden Besatzung sollen 17 ertrunken lein. London, 1. Aftril Neuter-Meldung: Der torpedierte Dampfer „Crone of Castile" war mit einer Ladung ^lehfuttcr auf der ssahrl von Neufundland nach Havre ^Nnffen. Als das Unterseeboot in Sicht kam, rief der Kapitän Freiwillige als Heizer vor, denn die chinesi-^?k" Heizer waren so erschrocken, daß sie keine Arbeit "''leu konnten. Der Kapitän hoffte, dem Unterseeboote A! entkommen. Aber nack einer, Jagd von einer^halben -wnde wurden eine Kajüte und die Nrücke des >Hchiffe3 von Schüfsn getroffen. Die Besatzung erhielt eine halbe Stunde Zeit, um das Schiff zu verlassen. Sie wurde ""ch sechsstündigem Rudern gerettet. Dic Deutschen hat-!^n zwei Stunden gebraucht, um den Dampfer durch Schüsse zum Sinken zu bringen. Das Unterseeboot, das d"s Schiff zum Sinten brachte, war ,.U 28". Die Nulw !5"' war übermalt, abcr in der Nähe wahrnehmbar. Der Dampfer lief höchstens zwölf Knoten. Der Offizier des Unterseebootes rief den Engländern zu, er habe binnen vier Tagen sieben Schiffe in den Grund gebohrt. Der Tmnpfcr „Flaminiau" hatte dieselbe Geschwindigkeit wie d^ie „Crone of Eastile". Der Steuermann schätzt di? Schnelligkeit des Unterseebootes auf 17 Knoten. Ms o»e Besatzung das Schiff verlieh, lag der dänische Damp-I" ..Finlandia" nahe bei und nahm die Schiffbrüchigen London, 2. April. (Reuter-Meldung.) Der englische Dampfer ..T^k^ Sea" wurde auf der Höhe von Vcachy Head ohne vorherige Warnung durch ein deutfches Unterseeboot zum Einten gebracht. Das Schiff sank innerhalb orel Minuten. P^ der 1« Mann starken Besatzung sind elf ertrunken. Ha na, 2. Aftril. Der „Nicuwe Courant" meldet aus London: Ein unbekannter französischer Dampfer wurde ,m .Kanal torpediert. Zwei Insassen und zwei Leichen wurden nach Dover gebracht. Die meisten Insassen scheinen ertrunken zu sein. (Notiz des Wolff-Bureaus: Es han- delt sich anscheinend nm den Ter Luftkrieg. Feindliche Flugzcnge über deutsche« Städten. Mühlheim in Baden, 1. April. Heute um halb 6 Uhr abends erschien ein feindlicher Flieger über der Stadt und warf eine Bombe ab, die mir geringen Schaden verursachte. Neuenburg am Rhein, 1. April. Um 7 Uhr abcnds übcrsioa, ein feindlicher Flieger die Stadt. Er warf zwei Bomben ab, durch die indes nur unwesentlicher Schade angerichtet wurde. Ein deutsches Luftschiff über Baillenl. Paris, 1. April. Dem „Temps" zufolge Hai ein deutsches Luftschiff in der Nacht vom 31. März Bailleu! überflogen und zwei Bomben abgeworfen, ohne einen Schaden zu verursachen. Das Luftschiff flog sodann in der Richtung Armenticres-Hazebrout weiter. In ueioen Orten wurde Alarm geschlagen und die Beleuchtung gelöscht. Frankreich. Die Versorgung der Zivilbevölkerung. Paris, 1. April. Der „Temps" berichtet: Der Finanzausschuß des Senates erörterte gestern die Gesetzes-vorläge über die Eröffnung von Ergänzungskrediten für den Handelsministcr zwecks Kaufes und Verkaufes von Getreide und anderen Lebensmitteln für die. Versorguug der Zivilbevölkerung. Der Ausschuß hat hierüber die Minister Vivian«, Ribot. Delcass^, Millerand und Thomson vernommen. Ein Antrag auf Aufhebung des politischen Nelanerungs' zustanbcs. Lyon, l. April. Die Ieitnng „La depeche de Lyon" berichtet aus Paris: Der Kammerausschuß für Straf- und Zivilgesetzgebung beschloß, den Antrag des Deputierten Meunicr, betreffend die Aufhebung des politischen Bela-'gerungszuftandes in der inneren Zone Frankreichs, in Verhandlung zu ziehen. Meunier, der den Bericht über den Antrag ausarbeiten soll, wurde beauftragt, sich gleichzeitig mit der Regierung in Verbindung zu setzen. Ein ähnlicher Antrag Meuniers wurde früher von der Kammer einstimmig abgelehnt. ! l General Pan. Athen, 2. April. General Pan ist gestern abends aus Salonichi hier cinaetroffen. Belagerungszustand in Cochinchina «nd Touting. Saigon, 2. April. Der Generalaouverueur von Indochina verhängte über Eochinchina und Tonking den Äelagerungszustand und ordnete die Mobilmachung aller Klassen der Reserve uud der Aktiven an. England Die englischen Verluste. London, 2. April. „Daily Telegraph" veröffentlicht die britischen Verluste vom 24. Februar bis 26. März: Danach verloren die Briten auf allen Kriegsschauplätzen .iW'Offiziere und 4490 Mann an Toten. Die Gesamt-uerluste für diese Zeit betragen 108l Offiziere und 18.794 Mann. Die Gesamtverluste der Marine während des letzten Monates belaufen sich, soweit sie veröffentlicht wurdeu, in deu Käinpfen im ostlichen Mittelmce? auf 220 Mann, wozu noch l82 Manu vom Hilfskreuzer „Bayano" und sechs Mann vom Minensucher „Tern" kommen. Die Gesamtverluste an Offizieren auf dem westlichen Kriegsschauplätze betragen seit lO. März 900. i Ein Pockarbciierbataillun. London, 2. April. Kriegsminister Lord Kitchener billigte den in der nächsten Woche zur Ausführung sselangenden Plan, daß die Dockarbcitcr in Liverpool militärisch organisiert werden. Das Dockarbciterbataillon wird bei dem Vivcrftoolcr Regiment aufgestellt, das die Regierungsarbeilen im Hafen verrichtet. Lord Derby wird zum Bataillonskommandeur ernannt werden. Die Mannschaft wird in jeder Beziehung unter dem Militärgesetz stehen, aber nur in der Heimat verwendet werden. Tic erhält Arbeitslohn und Armeesold und verdient mindestens 42 Schillinge wöchentlich. Nur Mitglieder der Tockarbciter-Gewerkschaft können in das Bataillon eingestellt weiden, das streng nach den Gcwertschaftsregeln verwendet werden wird, also auch nicht zum Streikbruch. Lord Derby erklärte, daß diese Organisation nichts mit dcm Wvchenendestreik in Birtenhcad zu tun habe. Einschriinlung der ttohlrnausfuhr. London, 2. April. Die Kominission, die die Ursachen für die Preissteigerung der Steinkohle zum Gebrauch im Haushalte feststellen soll, empfahl, die Ausfuhr von Kohle nach den neutralen Ländern einzuschränken. General Paget. Rom, 1. April. („Agenzia Stefani.") „Giornale d'Italia" meldet: Der englische General Paget ist anf seiner Rückreise von Sofia und Athen gestern früh hier eingetroffen nnd hat nach einer längeren Zwiesprache mit dem englischen Botschafter gestern abend die Reise nach London fortgesetzt. Das Blatt fügt hinzu, man habe gesagt, Paget käme mit einer Mission nach Italien, doch seine Abreise stoße jede solche Annahme um. Rußland Die Verwendung der zlriegsn.cfann.enen. Petersburg, 1. Aftril. Der Min ist errat hat den vom Kriegsdinisterium vorgelegten Entwurf, dre die Beschäftigung von Kriegsgefangenen in Industriebetrieben bezweckt, die für die Regierung oder die Öffentlichkeit von Wichtigkeit sind, genehmigt. Bedingung ist, daß die Zahl der Kriegsgefangenen nicht 15) v. H. der gesamten Arbeiterschaft des in Frage kommenden Unternehmens übersteigt. Mit cincm Drittel des Lohnes der Gefangenen wird ein besonderes Kapital gebildet, das nach dem Kriege M' Begleichung der Gefangenenrechnungeu auf Grundlage der Gegenseitigkeit dienen soll. Japan «nd China. Entsendung einer japanischen Division nach der Mandschurei. Basel, 1. April. Einer Privarmeldung aus Petersburg zufolge wurde die 17. japanische Division nach der Mandschurei geschickt. Die frühere Garnison verbleibt vorläufig noch dort bis zur Erledigung des chinchsch-ja-panischen Konfliktes. Für die ständige Verteidigung Tsingtaus wird eine Garnison aus der 10. und 14. Brigade sowie aus einem gemischten Regiment gebildet. Die bereits dort weilenden Truppen bleiben bis zum Friedensschluß. Keine Fortschritte in den Verhandlungen. London, 2. April. Das Reutcr-Vureau meldet n,s Pekiug vom AI. März: Währcud der letzten Tage machte Aktlenkapital: 150,000.000 Kronen. Bilttiifeg«! H|«a ElBligibOtlitf «n< lm Kwt»-l»rreot; CiwIkruH vu -Me-dllille, eine Auszeichnung, die dem Wert nach dem Nobel-Preis gleichgeachtet wird, dem Berliner Professor Engler. Der deutsche Gesandte von Lucius nahm die Medaille für den abwesenden Professor Engler aus den Händen des Königs entgegen. — (Die Verpachtung der städtischen Wiesen.) Die gestrige Kundmachung des Stadtmagistrates, betreffend die Verpachtung der städtischen Wiesen im Versteigerungswege, ist dahin richtigzustellen, datz diese Wiesen am Gruberkanal zwischen der Landlvehrkaserne und dem städtischen Echlachlhause in der Katastralgemeinde Poljana-vorftadt gelegen sind, wo sich auch die Pachtlustigen em-sinoen sollen. — (K. l. österreichische Klasscnlotterie.) Die Ziehung der fünften Klasse der l. k. österreichischen Klasscnlotterie dauert 22 Tage, und zwar vom 6. April bis 3. Mai 1915. Lose sind erhältlich bei der L ail> ach er Kredit-bank, Geschäftsstelle der l. k. österreichischen Klassenlotterie, m Laibach. Bei dieser Geschäftsstelle gekaufte Lose wurden verlost: Nr. 68.435 mit 30.000 X, Nr. 130.169 mit 10.000 X, Nr. 157.211 nut 10.000 X, Nr. 68.425 mit 5000 X und mit 2000 X: Nr. 19.987 19.994, 46.292, 81.517, 85.174, 36.359, 57.392. Die P. T. Reflektanten, werden auf das heutige Inserat aufmerksam gemacht. — (Der Verein fill Kinderschuh und Iua.endfin!ura.e im Gcrichtöbezirle Idria) wird am, 18. d. M.. um halb 9 Uhr im Grui'dliuchsamte des Idrianer Gerichte seme Hauptversammiu'.:^ für das Jahr 1914 mit der ,i'lichen Tagesordnung o'halten. — (Sanitäts - Wochenbericht.) In der Zeit vom 21. bis 27, v. M. kamen in Laibach 12 Kinder zur Welt (12,48 pro Mille), darunter 2 Totgeburten; dageqcn starben 24 Personen (24,96 pro Mille). Von den Verstorbenen waren 14 einheimische Personen; die Sterblichkeit der Einheimischen betrug sonnt 14,56 pro MUlc. Es starben an Typhus 1 (ortsfremd), an Tuberkulose 6 (unter ihnen 3 Ortsfremde), an verschiedenen Krankheiten 17 Personen. Unter den Verstorbenen befanden jich 10 Ortsfremde (41,60 ^) und 16 Vcrsoncu aus Nn-stalten (66,60 L). Infettionserlrankungen wurden gemeldet Scharlach 2, Typhus 4, Trachom 5. Alle gemeldeten Infektionskrankheiten betreffen ortsfremde Personen. ^ iWaggonbeftellunss für ZivilMer.» Die Interessenten werden darauf aufmerksam gemacht, daß wlc im Frieden die für Zivilsendungen benötigten Waggon? in den Verladestationen anzusprechen lind. — (Eine Wiener Damcnlapelle) wird von heute an jeden Abend in: Caff' „Central" konzertieren. — iEin armes Dienstmädchen) hat eine Geldtasche mit lOI /v und einigem Kleingeld uerloren. — (Ein herrenloser Ochse) wurde eingefangen. Ausstellung „Griimer". Josef Petelinc, Fabrilsnie- derlage von Nähmaschinen, Laibach, neben der Franzis-lanerbrücke, links hinter dein Wasser, drittes Haus, ludet das P. T. Publikum aus der Stadt und vom Lande, die Hausfrauen und Näherinnen ein, die äußerst nutzbringende Ausstellung aller Arbeiten in Augenschein zu nahmen, die nur auf Gritzncrs Zcntralbobin, Nuudspnl- und Ringschiff-Maschine, auf Kugellauf, hergestellt werden. Selbe stickt, stopft Strümpfe und Wäsche, fältelt, säumt ein und faßt ein. Jede Käuferin wird gratis unterrichtet. Die Hausfrauen bekommen den notwendigen und praktischen „Neform"-Schnitt zu billigem Preis mit Gebrauchsanweisung, mit dessen Hilfe jede ohne Fachkenntnis auf Gritzners Maschine alles selber herzustellen v:r-mag. Grihners Maschine ist überaus notwendig und darf ill keinem Hause fehlen. Über drei Millionen sind davon schon in Gebrauch. Erhältlich von der einfachsten bis zur prächtigsten Ausstattung, auch als Schreibtisch. VillizM Preise, zehnjährige Garantie. — Die Ausstellung ist Sonntag den 11. April von 8 bis 12 Uhr und am Ostermontag den 5. April vormittags zu sehen bei Josef Petelinc, Laibach, Sv. Petra nasip Nr. 7, neben der Franziskancrbrücke das dritte Haus. Theater. Kunst nnd Literatur. — (Ein Operettenabend) wird vom Kleinen Theater am Ostermontag um halb 8 Uhr abends veranstaltet werden. Hiebci tritt zum erstenmale Fräulein Stephanie Leftu^eva auf, die zwei Jahre an dcr Tricster slowenischen Bühne im Soubrettenfache beschäftigt war und dann ihre Studien in Wien vervollkommnete. Auch die geschätzte Sängerin Frau Maria Per^lova wurde zur Mitwirkung gewonnen. Das Programm des Operettcn-abends lautet: 1.) Der Einakter „Rendezvous" vom Hofschausftieler von Zeska. 2.) Ofterettennummcrn, vorgetragen von Fräulein Leftu«eva; Lieder, vorgetrageil von Frau Per^lova, und Couplets, vorgetragm von Fräulein Vera D anil o v a. NO. schwach, heiter > 0-0 Das Tagesmittel'der! Temperatur von Donnerstag betrügt 4 3». Normale 6 9°.' Das Tagesmittel der Temperatur von Freitaa beträat b 7», Normale 7 1». Nlcitung von Herrn Joses Vcdral, und der acmlschte Chor Lieder von Dr. G.. 5trek, Dr. A. Schwab, E. Ada-mi<5, I. PaviU^ und Vilko Novaks kroatische Vosssliedn mit Klavier- und Harmoniumbegleitung singen. Die Hälfte des Neinertrages ist für die verwundeten Krieger in Laibach bestimmt, die andere Hälfte dem Vereine selbst gewidmet. Zn der zwanztsknncrkircrie Am Oftersonntag: Rheinb erger, orchestrierte C-Dur-Messe, Graduate und Sequenz von Singenbcrgcr, Offertoriuni „Terra tr'muit" von C. Greith. ^i a.nmovtiictfel Nelxlktevr Dlwl, 5> u n l e l. ——¦—^^ i _____ Gesucht wird ; Fräulein zu drei Kindern von 5, 6 uud 7 Jahreu für einige Stunden täglich. Wenu sie im Hanse mithelfen will, auch für standig. 791 Anträge an die Administration dieBer Zeitung, wo auch die Adresse zu erfragen ist |-------------------------------------------------------- Dame sucht Wohnung mit zwei bis drei Zimmern gamt Znpeb&r ! Adresse erbeten an die Administration dieser Zeitung. 769 ¦¦"BF Mädchen ; wünscht zu heiraten. | Ernst gemeinte Antrage samt Photogra Iphie erbeten unter „Ornfl Qott 1999" an die Administration dieser Zeitung. 770 2-1 TO*- G. FLUX 1 Laibaoh 1 HBPPengassB Nr. 4,1. Stach links , beüörülicli bewilligtes WoIidmes-, DieBSt-i und StellenvermittinnssbureaB empfiehlt und plaoiert nur be»»«'6* I Dienstpersonal aller Art für Laib»011 und auswärts. Gewissenhafte, faon-| kundige, möglichst rasche Besorgung zugesiohert. Bei auswärtig«« Anfragen bitte um BeisohJuü fle* 1 Süokportos. Motorrad 3V, Pferdestärke, Puch-System ^ > erhalten, ist bei Johann Bnggenig, ! Laibach, Rudolfsbahnstraße wr. iu verkaufen« Laibacher Zeitung Nr. 75___________________________581_______________________________ 3. April 1915 o _ __________________ IJJLCLASSE: 1S-K • E-GLASSE:8K>H {»LAIBACH • komenbkeoa-ul.^ Va f/ QffiF-ARZT:pRirwmjE PR FRJDERGANC ijj Für Landwirischafts-, Realitäten- und (Ycschäftd- bescher! Äußerst, sslänzcude (^cleqmheit bieict der in ocr ganzen Monarchie sowie im Auslande verbreitete „Neuer Wiener Generalanzeiger", Wien, I., Wollzelle !N, bejt-organisiertes Fachblatt siir Realitäten- lind Geschäftsverkehr, jedem Ncabitäten-, Landwirtschafts- und Go schäftsbesiher, den Verkauf eines Objektes rasch und diskret ohne Vermittlunxshonorar oder Provision oder Beteiligung rasch zu finden. Das l>cweisen die piclcn Dant-und Anerkennungsschreiben, welche dem genannten Blatte von Realitäten-, Landwirtschafts- und Geschäftsb'.'sil«rn sowie Bürgermeisterämtern und Stadtgemeinden zugehen. Trotz des Krieges beste Erfolge. Ernste Käufer erhalten vollkommen kostenlos jede Auskunft über die im „Neuer Wiener Generalanzeiger" angekündigten verkäuflichen Objekte. Probcnummern werden gratis versendet. Siehe auch das Inserat in der vorliegenden Nummer dieser Zeitung. / BNZia (iwtil K5TBB \ / IN SEINER HHIaLTBEWShRTtA /ANALYTISCHEN ^^^ EÄMIUEH- I (KiaUffBIHEIT^B MmST I A _l?jfj, ¦¦ /j ii in —^^^^-^ BUederUge bei dou Herren Miohael Kaatner, Peter Laasnlk und A. Šarabon in Lalbaoh. 79 40—9 Günstige Gelegenheit!! Mehrere vollständig? neue und garantiert ungebrauchte „OLIVER"- Schreibmaschinen Modell V. und VI, »ind tief unter dem Preise abzugeben. Anfragen befördert unter Chiffre „Oünatige Gelegenheit*4 die Admin. dieser Zeitung. 534 11 Einziger Sehutz gegen Infektionen u. Ungeziefer ist Seiden- Wäsche! solche /erstff und Seide naeh Jttefer empfiehlt Jt. Per sehe Laibaefi. Ui 8 Šter. 104/1915. 728 3-4 Poziv. Podpisana c. kr. notarska zbornica pozivlja b tcm vsc one, kteri menijo, da smejo na podlagi § 25. n. r. vsled svoje postavne zastavne pravice plaèilo svojih terjatev proti due 1. decembra 1914 zamrlemu c. kr. uotarju Gustavu Omalien v Mokrouogu iz njegove kaveije zalitevati, da iBte oglaee tekom Sestih mesecev, t. j. najualje do 4. oktobra 1915. 1. pri nji, ker bi se po preteku tega èasa drugaee brez ozira na njih terjatve izroèila njegova kaveija postavnim dediiem. C. kr. notarska zbornica za Kranjsko. V Ljubljani, dne 29. marca 1914. Zbornièui prodseduik: Ivan Plantan s. r. ^jHMIfW «Ijui iu( ui i ui u Erklärung. Die von meinem Vater Herrn Franz Jure a in den slovenischen Zeitungsblättern veröffentlichte Warnung, mir zu kreditieren, dürfte auf den Einfluß von dritter, mir nicht geneigter Seite zurückzuführen sein. Die Warnung ist grundlos, da ich mit Ausnahme einer Schuldpost von K 150— weder Schulden habe noch solche mache und auch keinen Kredit in Anspruch nehme. Das Vormundschaftsgericht wurde um Abhilfe für mich bereits in Anspruch genommen. 762 Josef Jnrca. Amtsblatt. 7b4 Z. 6884 Kundmachung ^er l. l. Landesregierung für Krain vom N. Vlärz 1915>, Z. «884, betreffend die Re- lelnng des Verkehres mit Klauentiere» aus Noonien» Herzegovina nach Krain. Auf Grund des letzten offiziellen Tier« seuchenauswrises der Landesregierung in Sa» ^ajevo wird infolge der Erlässe des l. t. Acker-bauunnifteriums vom 31. Dezember 1909, 9-46,338/6858, und uom 24. März 1915, 9- 12.260, unter Aufrechthaltung der Vosnien. Herzegovina gegenüber geltenden allgemeinen ^eftimmungen der h. ä. Kundmachung vom ". Juli 1895. g, 9837, hinsichtlich der Einsuhr Von Tieren aus Vosnien-Herzegovina nach Kram Nachstehendes vel fügi: ä. Wegen des Bestandes der Maul» und Klauenseuche in den Bezirken Vanjalula. Bileca, Vrtlo. Bugojno, Gaclo. Gratanica, Gradatac, ^leoesmje, Sarajevo, Tesanj, Tuzla. Vlasenica und gvornit ist die Einsuhr von Nlauentieren und wegen Bestandes drr Schweinepest in den «ezirlen Banjalula, Bosnisch Noui und Travnlt lst die Emfubr von Schweinen aus den ange» sUlirten Nezirlen nach Kram verboten. ll. Ilus den wegen Verseuchung nicht gesperrten übrigen Bezirlen Bosniens und der v«zegovma ist die Einfuhr von lebenden über ^""« 'chweren Schweinen mittels Eisenbahn A«^ u -^" Schlachtung, jedoch nur in die e!t tt.. ^' """ folgenden Bedingungen ^ . ^>'k b« der Ausladung gesund befundenen Schweine smd auf Wac,en mit Pferdebespannung '."d°s stadt'jche Schlachthaus in Laibach zu Uberfthrm wo sie längstens binnen 46 Stunden der Schlachtung zu unterziehen sind. Nach allen übrige» Orten »rains ift die «msuhr lebender Schweine aus Bosnien.Her-zegovma verboten. ^ ..«. ^ Transporte von lebenden Schweinen, unter welche» solche mit einem geringeren tr«»A'^ ^k6 sich h^,^U ^,^ t.ran«porte von Klauenwren, unter welchen ° ' der tlerarztl'cken Untersuchung in der Ue> st'mmungs. (Auslade-) Etation Lch ^ ^„ vau einer ansteckenden Tlerlranlhrit konstatiert werden sollte, werden auf Kosten des Versenders in die Aufgabestation zurückgesendet werden. I). Die Einsuhr von geschlachteten Schweinen aus nicht gesperrten Nezirlen sowie aus seuchen» sreien Gemeinden der jeweilig gesperrten Be-zirle Bosniens und der Herzegovina ist nur im ungeteilten Znstande und mit noch anuaf» tenden Nieren und dem intakten Nierenfette im direkten Eisenbahnverkehre, und zwar gleich« falls nur nach dem Schlachthause in Laivach gestattet. Derlei Transporte müssen mit vor» schtistsmähigen, amtlich ausgestellten Zertifikaten gedeckt sein. Übertretungen dieser Kundmachung werden nach dem Gesetze vom 6. August 1909, R. G. Bl. Nr. 177. bestraft. Diese Verfügungen treten unter gleich« zeitiger Behebung der hierortigen Kundmachung von, 2. März 1915, Z. 4919, sofort in Kraft. K. k. Landesregierung für Krain. Laibach, am 30. März 1915. Razglas e. kr. deielnc viade za Kranjnko % dne 30. marca 1915, ätev. 6884, o prometu 8 parkljato živino iz Bosne in Heroego- vlne na Kranjsko. Na podlagi zadnjega uradnega izkaza dezeine vlade v Sarajevu se vsled razpisoT c. kr. poljedelskega ministrstva z dne 31. decembra 1909, ät. 46.338/6858, in z dne 24. marca 1915, St. 12.260, zankazujejo glede uvoza živine iz Boane in Ilercegovine na Kranjßko, med tem ko ostanejo a tukajšnjim razglaßom z dne 27. julija 1895, št. 9837, zaukazane splogne odredbe nasproti Bosni in Hercegovini še ? veljavi, nastopne odredbe: A. Kadi kuge na gobeu in parkljib v okrajib Uanjaluka, Bileèa, Brèko, Bugojno, Gaèko, Graèanica, Gradaèac, Nevesinje, Sarajevo, Tešanj, Tuzla, Vlasenica in Zvornik je uvoz parkljate živine in radi svinjsko kugo v okrajih Banjaluka, BoRniški-Novi in Travuik je nvoz praSièev ist navedenib okrajer na Kranjßko prepovedan. B. Iz drugib okrajev Bosne in Herce-govine, ki radi kužne bolezni niso zaprti, dovoljen je po železnici uvoz živib preaièov v teži 120 kilogramov za takojšnji zakol, toda le v nesto Ljobljano pod nastopnimi pogoji: Prešièi, ki se pri izkladauju apoznajo ne8umljivimi, morajo se prepeljati na vozovih vpreženih s konji v mestno klavnico iu tam najkasneje tekom 48 ur sakiati. V vse druge kraje ua Kraujskem je uvoz živih prešièev iz BoBne in Hercegovine prepovedan. C. Prevozi živib preaièev, v katerih se nabajajo taki, ki imajo težo pod 120 kilogramov, kakor prevozi parkljate živine, mod katero bo na postaji, kamor bo namenjeni, da se jib izloži, pri živinozdravniškem pre-gledu najde le o n sluèaj kake kužne bolezni, bodo bo odpoblali na stroške odpošiljavca na poBtajo, od koder so prižli. D. Iz okrajev, ki niso zaprti, kakor tudi iz neokuženib obèin vsakoèasno zaprtib okrajev Bosne in Hercegovine dovoljen je le uvoz zaklanih, nerazsekanih prešiuev, pri kojih bo nabajajo še ledvice in cela ledvièna maflt, po železnici in tudi samo Y klavnico v Ljubljano. Taki prevozi morajo biti izkazani z uradno izdanimi certifikati. Prestopki tega razglasa se kaznujejo po zakonu z dne 6. avguatal909, drž.zak. št. 177. Te odredbe stopijo takoj v moè; tukajšnji razglas z dne 2. marca 1915, it. 4919, je pa razyeljavljen. C. kr. deželna vlada za Kranjsko. Ljubljana, dne 30. marca 1915. 732 ^0. Ill 11S2/15/4 Edikt. Über Antrag der Firma Wenzl Hof. felner. Ges. m. b. H. in Wien, lmd anderer wurde im Sinne des § 1 der kaiserlichen Verordnung vom 17. September 1914, Nr. 247 R. O. Bl., die Bestellung einer Auf. sicht über die Geschäftsführung des Johann Zeleznitar, Inhaber eines Mamlfaltur- und Modewarengeschäft^ in Idria, bewilligt, und zur Beaufsichtigung der Geschäfts-führung wird Herr Valentin Üapajne. Kaufmann in Idria, bestellt. K. k. Landesgcricht Laibach. Abt. 11!.. am 31. März 1915. 759 8ll, 12/15/11 Beschluß. In der Msgleichsangelegenheit der Christine und des Anton Peölin, Gemischtwarenhandlung iu Aich, wird an Stelle des abtretenden Anton Videmsek Herr Johann Knhar, Besitzer in Aich Nr/45, zum Ausgleichsverwalter bestellt. K. t. Landesgencht Laibach, Abt. III., am 31. März 1915 591 3 — 3 T 10/15—3 Amortizacija. Po prošnji Ivana Kožuha, tesar-skega mojstra v Ladji, zastopanega po dr. Ivan Tavèarju, uvaja se po-stopanje v namen amortizacije baje izgubljeue, na ime Ivan Kožuh ge glaseèe vložne knjižice «Mestne hra-nilnice ljubljanske» v Ljubljani šte-vilka 88.098 v znesku 1U0 K. lmetnik te vložne knjižice se torej pozivlja, da uveljavi svoje pravice v 6 me8ecih, ker bi se sicer po preteku tega roka izreklo, da ista nima veè moèi. C. kr. deželno sodišèe v Ljubljani, odd. Ill, dne 10. marca 1915. 738 f'jliu. 199, kg. ^ I 57/2 Löschung einer Firma. Gelöscht wurde im Register am 24. März 1915 infolge Zurücklegung der Gewerbebefugnis: Sitz der Firma: Laibach, Wortlaut der Firma: G. Giulini, Betriebsgegenftand: Chemische Fabnl. K. l. Landes- als Handelsgericht Laibach, Abt. III., am 24. März 1915. Laibachcr Zeitung Nr. 75 _____________________________582___________________________ 3. April 1915 Wäsche für Institutszöglinge vorrätig. Anfertigung von Brautausstattungen Gegründet 1866. Wäsche für Baby vorrätig. Herren-, Damen- u. Kinder- Wäsche 1^** eigener Erzeugung *^P$ die wegen ihres vorzüglichen Schnittes, dauerhaften Stoffes, exakter Arbeit und mäßigen Preises weit bekannt ist, empfiehlt C. J. HAMANN Wäsche-Lieferant Kaiserl. und Königl. Hoheiten, Offiziers-Uniformierungen, Institute, Klöster usw. LAIBACH. Wäsche nach Maß wird raschest angefertigt. Daselbst die erste Mische Wasch- und BiiQelanstalt Motorbetrieb. ErflBtc Schonung d. Hasche. Itoste Maschinen. Alle bis Mittwoch einer Woche sugesandten Wäschestücke sind am Samstag derselben Woche fertiggestellt. Bekannt redlichste Bedienung. Dr. Gustav Jägers Wollwäsche :: Tetra-Wäsche. Bade-Wäsche :: Dr. Lahmanns Gesundheitswäsche Sportartikel. H743 19 Bettfedern, Daunen und Kapok, Herren - Hüte. 764 St. 4988. Razglas. Viled razpisa c kr. dezeine vlad» z dno 29. nwrc* 1916, it. 6560, prepoTeduj© podpisani mestni magistrat na poditavi doloèila § 54. obrtnega reda Taem imetnikom goirtilniških in krfrnarskih obrtor t Ljubljani, to je hotelov, gostiln, kavaru, slašèièarn, zgauijaxn, izkuhov, trjjovin itd., ki so sploh r poseeti konceaije za žganjetoè ali za na-alrobno prodajo žganih opojuih pijaè, vsako toèenje žganih opojnib pijaè osebam oboro/en« sile (vojakom), Täteyäi äarze in onoletne proBtovoljce, po 5. uri popoludoe. Tuuradni rtrglasi z dne 17. oktobra 1914, št. 19.370, z dno 4. norembra 1914, št. 20.498, iu z dne 19. januarja 1916, St. 905, zadeT»joè dajanje pijaè in jedil rojakom ter rrediter žganjetoèa v obèe, ostanejo neizpremenjeii. Za toèno izpolujevanje tega ukaza, ki stopa z dnem 2. aprila 1915 t Teljaro, so dotièni imetelji obrtov (zakupniki, namostniki) osebno odgororni ia itnajo za iluÈaj n«-poiluänosti prièakoTati najatrožjega kaznovanja. isJIestxii rrLSig'istrsit tt Ijj-ulTdIJsiiiI, dne 1. aprila 1915. — ¦» ¦—»— Z. 4988. Kundmachung. Infolge des Erlasset der k. k. Landesregierung rom 29. März 1915, Z. 6560, findet der gefertigte Stadtmagistrat auf Grund der Bestimmungen des § 54 G. 0. das Verabreichen you gebrannten geistigen Getränken an Militärpertonen des Mannachaftsstandes (einschließlich Chargen und Einjährig-Freiwilligen) nach 5 Uhr nachmittags in allen Gast-und Schankgewerbebetrieben der Stadt Laibach, sonach in allen Hotels, Gasthäusern, Kaffeehausern, Auskochereien, Konditoreien, Branntweinschänken, sonstigen Verkaufslokalen, insoferne die Inhaber überhaupt in» Besitze einer Konzeasion, betreffend Ausachank oder Kleinverkauf gebrannter geistiger Getränke, aind, strengstens zu verbieten. Dieses Verbot tritt mit 2. April 1915 in Kraft. Hiedurch werden die hierortigen Kundmachungen vom 17. Oktober 1914, Z. 19.570, 4. November 1914,^ Z. 20.498, und 19. Jänner 1915, Z. 905, betreffend die Verabreichung von Speisen und Getränken an die MilitärmannBchaft sowie die allgemeine Regelung de§ Brannlweinsehankefl nieht berührt. Für die Einhaltung dieser Anordnuuj Bind die betreffenden Gewerbetreibenden persönlich verantwortlich, und werden Übertretungen der strtngtten Ahndung unterzogen werden. Stad-tzn-agletrait iix XAiToacli, »¦ 1. April 1916. Wer etwas kanfen, eventuell verkaufen, mieten oder vermieten will, Personal, Vertreter, Teilhaber, Kapital oder eine Stelle sucht, Jder_ inseriere in der „Laibacher Zeitung" wobei Auskünfte and Kosten bereitwilligst mitgeteilt werden. Die Gastwirtschaft der K. K. priv. Schiesstätte in Unter - Rosenbach empfiehlt sich dem geehrten Publikum bestens. Warme und kalte Getränke. kalte Speisen 75s; werden in vorzüglicher Gute gereicht. 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