PrSr»umerati«uS - Preise: Für Lai bach: Nanzjährig . . S fl. 40 kr. Halbjährig . - 4 „ 2«) „ Vierteljährig . 2 „ 1v Monatlich... — „ 70 „ Mit der Post: Ganzjährig..............12 fl. Halbjährig.............. g . Vierteljährig 3 „ Kür Zustellung inS Haus »tertelj. 25 kr., monatl, S kr. Einzelne Nummern 6 kr. Laibacher Tagblatt Anonyme Mittheilungen werden nickt berücksichtigt ; Manuskripte nicht zurückgesendet. Redaett«» Bahnhosgaffe Nr. ISS. 8rpe»m««s- LJuser«te«- vureau: Longreßplatz Nr. 81 Handlung von Jg mayr L Fed. Jusertt-ns-retse: Für die einspaltige L 4 kr., bei wiederholter > schaltung k 3 kr. Anzeigen bis S Zeilen SO kr. Bei größeren Inseraten und öfterer Einschaltung entsprechender Rabatt. Für complicierten Satz besondere Vergütung. Nr. 95. Mittwoch, 26. April 1876. — Morgen: Peregrinus. 9. Jahrgang. Die österreichisch-ungarischen Verhandlungen. (Schluß.) Die Frage hat ihre materielle und formelle Seite, und nach beiden Seiten hin ist der Anspruch Un-garnS vollkommen unberechtigt. Wie man heute von ungarischer Seite den erwähnten Anspruch er« hebt, so könnte man mit demselben Rechte von öfter, reichischer Seile gleiche Ansprüche gellend machen. Die Bier- Zucker- und Branntweinsteuern, wie sie die österreichische Reichshälfte erhebt, sind ebenso viele ProductionSsteuern, wie jene Abgaben, mit denen Ungarn seine Weinproduccnten u. s. w. belastet. Würde man den Grundsatz aufstellen, daß jeder Producent dem Consumenten die von ihm zu entrichtenden Abgaben im Preise auflastet, und daß demgemäß eine Austheilung der Steyereingänge noth-wendig erfolgen müsse, dann könnte Ungarn von dieSs^ts eine Gegenrechnung vorgewiesen werden, die ihm die Lust zu ähnlichen Abschweifungen aus das Gebiet des Steuerwesens verleiden würde. Denn nach demselben Grundsatz, nach welchem Ungarn sich durch den Verbrauch österreichischen Bieres u. s. f. verkürzt erachtet, müßte und könnte man sich hier durch den Consum ungarischer Weine, ungarischen Getreides, Viehes, ungarischer Wolle u. s. f., kurz aller Produkte, in denen der Confument die Abgaben des Producenten zu tragen hat, übervortheilt halten, und Oesterreich könnte es wol auf den Versuch ankommen lassen, wessen Zollschranken bei der Einführung der Zwifchenzoll-Linie eine höhere Lin nähme aufzuweisen hätten, ob die österreichischen oder die ungarischen. Aber nicht blos die materielle Berechtigung fehlt Ungarn bei diesem Begehren, es hat auch nicht den mindesten rechtlichen Anspruch auf diese wie auf die von ihm geforderte neue Form der Rückvergütung der Ausfuhrsteuern. Als 1867 über den Ausgleich berathen wurde, hatte man, nach den verschiedenen Bemühungen den richtigen Quotenschlüssel zu finden, von österreichischer Seite zuletzt ein Quoten-Verhältnis von 69 zu 31 unter der Bedingung vorgeschlagen, erstens daß da» Erträgnis der Zölle vorweg zur Bestreitung der genkeinsamen Ausgaben verwendet werden soll, jedoch mit der Beschränkung, daß aus diesem Erträgnis auch die Steuerrestitu-tionen, welche bei der Ausfuhr von steuerpflichtigen Gegenständen über die Zoll-Linie zu leisten sind, zu bezahlen sein werden; zweiten« daß daS Beitragsverhältnis nach dem DurchschnittSerträgnisse der direkten Steuern und indirekten Abgaben in den Jahren 1860—1865 ermittelt werden soll, nachdem jedoch aus den indirekten Abgaben jene auSgeschieden worden sind, welche beide Reichshälften entschieden ungleich belasten. Bevor die nngarische Deputation diesen Vorschlag beantworten konnte, hatten die beiderseitigen Ministerien sich unter einander über den Quotensatz 70 zu 30 geeinigt, in welchen dann schließlich auch die österreichische Delegation willigte, nachdem sie die eben erwähnten Bedingungen noch einmal und mit allem Nachdruck erneuert hatte. Die Beträge, um welche sich Ungarn somit heute verkürzt glaubt, wurden im Jahre 1867 bei der Feststellung der Quote in wesentlichem Ausmaß in Anrechnung gebracht. Wenn e« sie heute auf Grund der Erneue» rung de« Zoll- und Handelsbündnisses wieder fordert, dann verlangt es unter diesem Titel eine Lei» stung, die es unter anderm Titel, jenem der niedri-gen Quote von blo« 30 Perzent Beitrag zu den gemeinsamen Lasten, schon empfangen hat. Da« formelle Recht wäre ganz auf Seite Un» garnS gewesen, wenn es bei der im nächsten Jahre herantretenden erneuerten Feststellung der Beitrag«-tsuote diese seine Ansprüche gestellt und begründet haben würde. Dann wäre dies ein Anlaß gewesen, den Quotenschlüssel einer neuen Prüfung zu unterziehen und in diesem die Ausgleichung für die vermeintliche Benachteiligung Ungarns zu finden. Heute stellen sich jene beiden Fragen als reine Machtfragen dar, und billig darf man sich wundern, daß jene» Ungarn, zu dessen stolzesten Traditionen be» kanntlich das starre Festhalten an dem Buchstaben de« Rechtes zählt, sich mit einem kühnen Sprunge nicht blo« über den Geist, sondern auch über den Wortlaut der bestehenden Gesetze hinwegzusetzen Miene macht. Es scheint nach allem ausgemacht, daß von den ungarischen Ministern nicht einmal soviel zu erlangen war, das Uebereinkommen über die Quote, das vor Ablauf des nächsten Jahres zur Erneuerung gelangen muß, einfach zu verlängern; wir haben daher alle Ausficht, die ungarische Forderung nach dem sogenannten Verzehrungssteuer-Präcipuum im nächsten Jahre bei den Verhandlungen über die Bei» Feuilleton, Amerikanischer Schneepflug. Ueber neue, gewaltige Schneeblokaden auf der Pacificbahn in Nevada und den gegen sie ins Feld geführten Schneepflug meldet man von San Francisco : Als der von San Francisco kommende Bahnzug in der Früh des 10. März in die Sierra vordrang, wurde er bei Colfax in einen dichten Schneefall gehüllt. Es ging nun nach einem der höchsten Punkte des Gebirges, Cape Horn, und der Zug schwankte auf der schmalen Bahn unter der furchtbaren Gewalt des Sturmes an Abgründen vorbei, so daß jeden Augenblick der Sturz in die Tiefe befürchtet wurde. Aber man kam glücklich zum Gipfel, wo der Sturm noch heftiger tobte; es ging nun bergab, der Wind ließ nicht nach, und um 4 Uhr morgen- hielt man vor einer Lawine, welche die Bahn sperrte, sich hoch an die riesigen Felsen anlehnte und sich in die bodenlosen Abgründe erstreckte. Als der Tag anbrach, fand sich der Zug zu Alta, 208 Meilen von San Francisco, halb im Schnee begraben. Man grub sich durch den Schnee nach einer nahen Bahnrestauration durch, wo man einige Erfrischung traf und erfuhr, daß der große Schneepflug in einigen Stunden nach Alta zurück-kommen werde. Der Schnee siel inzwischen ohne Aufhören. "Endlich vernahm man durch den Sturm das schrille Pfeifen des „Riesen-Schneepfluges der Sierra", und nach einiger Zeit stürmte derselbe mit neun Locomotiven auf einem Seitengeleise unter dem Jauchzen der Passagiere heran. Der Eommandeur dieses SchneezugeS, Rate Webb, ist zur Winterszeit Dictator in den Gebirgen. Er bestimmt den Abgang aller Züge oder ihr Anhalten ganz nach Belieben, um jedes Hindernis für den Schneepflug zu vermeiden. Der Pflug gleicht einem zweistöckigen HauS, und wenn sich derselbe mit 8 oder 9 Locomotiven hinter sich in Bewegung setzt, wird die Glocke auf jeder der letzteren und dir Dampfpfeife in Thätig-keit gesetzt, so daß sich der Zug unter einem wahren Höllenlärm vorwärts bewegt. Allmälig wird die ganze Dampfkraft in Anwendung gebracht und zuweilen geht der Zug mit einer Geschwindigkeit von 60 bi« 80 Meilen in der Stunde, der Schnee zer-theilt sich vor ihm und wirbelt in dichten Wolken um die Wagen. Gegen Mittag setzte sich der Schneezug mit seinen Locomotiven in Bewegung, der Passa- gierzug, gezogen von drei Locomotiven, folgte und so ging es eilig durch die langen Schneeschuppen der Bahn, um gefahrvolle Kurven, über hohe Brücken und an tiefen Abgründen, und spät nachmittag» fuhr man langsam durch Blue Cannon und Emigrant Gap, wo der Schnee 15 bis 20 Fuß hoch lag und Schneerutsche zu fürchten waren. Erst am Tage zuvor hatte dorr der Schnee, der vom Gebirge herabstürzte, einen Zug fast vollständig begraben, so daß eine starke Mannschaft zur Rettung ausgeschickt werden mußte. Bei Emigrant Gap wartete auf einem Seitengeleise ein Emigrantenzug mit Männern, Weibern und Kindern auf die Passage des Zuges vom Westen; die armen, halb erfrorenen und verhungerten Menschen begrüßten ihre Erlösung mit lautem Zuruf, der Schneepflug fuhr nun voraus, und die Reise ging jetzt ziemlich ungehindert, obgleich der Schnee noch auf weite Strecken ziemlich hoch lag. Als man zu Ogden ankam, war man 48 Stunden verspätet. Und diese Reise ist noch eine sehr schnelle und gute in einem solchen Winter und bei solchen Schneemassen. UebrigenS sind die Schneeschuppen in den Gebirgen und die Schneepflüge jetzt auf der Pacificbahn so gut, daß Störungen der Fahrten von der Dauer von Wochen, IragSquotr in veränderter Gestalt wieder auftauchen zu sehen. Nimmt man hiezu, daß ungeachtet der uns neuerdings zugemulheten Opfer von den Herren Ungarn nicht einmal eine kleine Verbesserung des politischen Gehaltes des Ausgleichswerkes zu erlangen ist, daß bei ihnen der bezüglich der Dauer des ab-zuschließenden Vertrages für die Zukunft vorgeschlagene fünfundzwanzigjährige Zeitraum auf ent-schirdrnr Weigerung stößt, so ist nicht abzusehen, ob nicht die gänzliche Scheidung einem solchen Ver-tragSvrrhältniffe vorzuziehen sei. Dir beiden Häuser be» österreichischen ReichSrathes werden es sich wol zu überlegen haben, ob sie abermals sich einer nicht von ihnen geschaffenen Zwangslage fügen und Ver> «inbarungen zustimmen können, die einer empfindlichen Mehrbelastung unserer Reichshälfte gleich-lommen._________________________________________________ Politische Rundschau. Laibach, 26. April. IM«»-. Nach Meldung der „Budap. Corr." ist der Standpunkt der österreichischen Regie r.u n g, wie ihn der Ministerpräsident TiSza in der Confrrrnz mit ungarischen Parteiführern aus-klnandersetzte, folgender: Betreffs des Zolltarif« sei «ine Einigung erzielt, die Zollrestitution sei dir österreichische Regierung geneigt zuzugestehen, betreffs der Bank fordere fie Noieneinheit; in der VerzehrungS-stemrfrage gebe sie aber nicht nach und wolle die Verhandlung darüber mit der Regelung der Quotenfrage vereinen. Wenn die Partei der Meinung ist, daß dies zu wenig, sei er, sagte TiSza zum Schluffe, brrrit zurückzutreten. Die Parteimänner erklärten schließlich, zur Regierung Vertrauen zu habrn. Ebenso sprachen sich die meisten und hervorragendsten Ab-grordneten mit Rücksicht auf dir allgrmrine Lage und speciell diejenige Ungarns dahin aus, daß eher «ine theilweise Vertagung der gerechten Aspirationen drr Nation als eine Demission de» Eabinrttrs geboten scheine. Die Mittheilungen Tisza's an seine Partei haben übrigens das, was bisher über die Resultate der Confrrenzen bekannt war, bestätigt. In der Zolltarif-Frage sind bis auf einige unwesentliche Punkte Lir Eabinrttr rinig; bezüglich der Zollrrstitutionen wird Ungarn durch eine Pauschalsumme entschädigt; bezüglich drr Bankfrage schweben noch die Verhandlungen mit der österreichischen Regierung einerseits und der Nationalbank andererseits; in der Verzeh-rungSstrurr-Fragr beharrt die österreichische Regierung auf dem Standpunkte der absoluten Negation, und Ungarn wird sich wol nunmehr bequemen, diese Frage nur in Verbindung mit der Quote zu verhandeln. ES wird selbstverständlich hüben und drü-brn an Stimmen uicht fehlen, welche sich gegen wie sie in früheren Jahren im Winter vor kamen, nicht mehr zu befürchten sind, selbst nicht beim furchtbarsten Schneewetter. Dr. Gerhard Rohlfs, der ausgezeichnete Afrikareisende, der ebenfalls in der Sierra Nevada verschneit gewesen und acht Tage lang auf Rettung harrte, ist, nachdem er die Vereinigten Staaten von Boston bis San Francisco bereist hat, mit dem bremer Dampfer „Habsburg" nach Europa zurückgekehrt. Er hat mit großem Erfolg vielleicht fünfzig deutsche und während der letzten Tage vor den In-stituten von Aale und Vaffar auch englische Vor-träge gehalten. Dr. Rohlfs war in den besten amerikanischen Kreisen ein willkommener Gast und seine Briefe an die berliner „National - Zeitung" enthalten — schreibt die „New-Yorker Tribüne" — das bei weitem Beste und Verständigste, was noch Über die Vereinigten Staaten in Deutschland publi. ciert worden ist. Merkwürdig grnug, hat seine Schilderung der Organisation des Feuerdepartement» in New-Aork und unfern anderen Hauptstädten ihm dir Anklage drr Urbrrtrribung von einigen deutschen Blättern hirr, wie in Deutschland zugezogen. Seine Angabe, daß die Pferde in den Ställen durch eine elektrische Vorrichtung von den Halftern befreit und diese Ausgleichsbasis erklären werden; allein voraus« gesehen kann werden, daß nach der Rückkunft der ungarischen Minister eine definitive Vereinbarung erzielt werden wird. Schon vor einiger Zeit wurde gemeldet, daß Baron Rodich, da er weder in Dalmatien die Ljubissa-Affairr zu applanieren noch in seiner Intervention bei den Insurgenten den gewünschten Erfolg M erreichen vermochte, seine Demissionals Statthalter von Dalmatien zu geben sich gedrängt fühlte. Seither wurde brreits als sein designierter Nachfolger der wiener Stadtcommandant Baron Ma« roikiL genannt. Wie nun dem „Kelet Nepe ' aus Wien geschrieben wird, habe der Kaiser die Demission Rodich'S „inIden schmeichelhaftesten Ausdrücken abgelehnt". Die militärische Besetzung Dalmatiens soll, wie dasselbe Blatt meldet, um 10- bis 12,(XX) Mann vermehrt werden. DaS nächste Militär-Verordnungsblatt wird bereits das Mai-Avancement veröffentlichen. Unter den Ernennungen befinden sich, wie verlautet, auch jene der Generalmajore Greiner und Ziegler zu Feldmarschall-Lieutenants und der Obersten Du-moulin, Hoffinger, Hankenstein, Kraus, Müller, Nagy, Nemethy, Ralkoviä und Schmid zu Generalmajoren. Ausland. In londoner Blättern wird tele-graphisch in Abrede gestellt, daß die Tür kei bereits anMontenegro die Erklärung habe ergehen lassen, sie werde das Land mit Krieg überziehen. Gleichzeitig wird erwähnt, daß Mukhtar Pascha sich im Jrrthum befunden, als er von einer außerordentlich großen Betheiligung von Montenegrinern an den Kämpfen am Duga-Paffe gesprochen. Indessen steht Mukhtar Pascha mit seiner Behauptung nicht allein. Auch der in Dalmatien erscheinende „Avvenire" versichert, daß an jenen Kämpfen allerdings 7000 Montenegriner in voller Ausrüstung sich betheiligt hätten. Der „Pester Lloyd" bezweifelt die Kampfbereitschaft Monte» negroS nicht und setzt die Diplomatie durch folgende Frage in Verlegenheit: „Haben dir Kaisermächte die Mittel, einen gewaltsamen Ausbruch der lange angesammelten politischen Leidenschaften in Belgrad und Cetinje zu verhindern, und sind sie einig über die Haltung, die sie einer solchen Eventualität gegenüber, falls sie sich wirklich nicht ausschließen lassen sollte, einnehmen würden? Das ist die Frage, die wir fort und fort wiederholen müssen, denn hierin liegt der Kernpunkt der gesammten Situation, und die Beantwortung dieser Frage bildet die Bedingung zur Beurtheilung drr diplomatischen Action sowol, als ihres möglichen Erfolges zunächst für das türkische Reich und in weiterer Folge für ganz Europa." Von Interesse ist, daß die ,National-Zritung," anderen Blättern sich anschließend, mit besonderem daran gewöhnt werden, von selbst an ihren Platz vor der Maschine zu laufen, scheint vielen deutschen Lesern unglaublich, die in Amerika weder Menschen noch Thieren eine besonders hohe Intelligenz zu-trauen. Daß aber hier, wo sich jeder von der Wahrheit überzeugen kann, die (New-Aorker) „StaatS-zeitung" diese Sache in Zweifel ziehen konnte, war denn doch in der That ein starke« Stück! Es handelt sich da um eine Sache, so wohlbekannt und so einfach, daß sie in Syrakus in feinem eigenen Stall von einem reichen Privatmann zur Anwendung gebracht worden ist, drr mit einem Löschapparat an einem leichten Wagen während des letzten Jahres zweimal Brände vor Ankunft der Maschine untrr-drückt hat. In Berlin, wo sie endlich eine unserer Maschinen rinführten, werden fie diesen Apparat in zehn Jahren wahrscheinlich auch nachmachen, voraus-gesetzt, daß die deutschen Pferde einer DiSciplin fähig sind, die den unseren Vergnügen zu machen scheint. — Hoffentlich werden die europäischen, resp. die drutschrn Psrrdr ihren transatlantischen Eollegrn brwrisrn, daß auch sir „mit ElektricitSt" zu behandeln und in der Richtung dreffurfähig find! Nachdrucke betont, daß Deutschland kein kalter Zuschauer bei der weiteren Entwicklung der orientalischen Dinge sein könne. Es heißt in jenem Artikel: „Man muß sich darüber immer mehr klar werden, daß, wenn Deutschland keinen Vortheil im Osten zu suchen hat, es doch Nachtheile zu scheuen hat, die aus dem einseitigen Uebergewicht irgend einer Macht an der gesammten Grenze Ost-Europas entspringen könnten. Deutschland ist um seiner selbst willen weit mehr, als es England oder Frankreich jemals waren, daran interessiert, daß in Ost-Europa ein politisches Gleichgewicht erhalten bleibe. Für Deutschland kehrt sich jener alte Satz: „Theile und herrsche," zu seinem Gegentheile um: den berechtigten Einfluß, den e» sucht, kann es nur in der Versöhnung der europäischen Gegensätze finden." Nach den republikanischen Blättern selbst der gemäßigten Linken zu urtheilen, ginge das Cabinet Ricard beim Wiederzusammentritt der Kammern einer Krisis entgegen. Der letzte Präsecten« schub har allseitig Verstimmung hervorgerufen, weil die Präsecten der moralischen Ordnung nicht beseitigt sondern nur republikanischen Departements aufgehalst wurden. Der „Moniteur" meint freilich, e» müsse einmal eine Stetigkeit in die Verwaltung kommen. Die Republikaner entgegnen hierauf aber: erst Säuberung der Verwaltung und dann Beständigkeit. Man glaubt eben, daß die Regierung mit all' ihren Instructionen und Decreten den alten Kampf-präfecten ihre gewaltsame und reactionäre Natur nicht auStreiben könne. Die Ankündigung, daß noch einmal s-chzig Versetzungen vorgenommen werden sollen, wird unter diesen Umständen die öffentliche Meinung kaum beruhigen.__________________________ Zur Tagesgeschichte. — Ungarweir^ Der Rebenstand in Ungarn kann Berichten aus Pest zufolge nach der Ueberwinterung im allgemeinen rin günstiger genannt werden und läßt sich daher wieder ein gutes Weinjahr hoffen. Wohin aber dann mit den großen Weinmengen, da eS doch bekannt ist, daß Ungarn nicht im stande ist, stch einer halbwegs günstigen Ernte zu entäußern. Die aus der Provinz einlaufenden Berichte enthalten beinahe gar nichts als den Nothschrei: „Viel Wein und keine Käufer I" Zu Pest-Ofen wird das Hauptgeschäft nur in billigen Weinen gemacht, und zwar meist nach Niederösterreich, Steiermark, Kärnten und Krain. — Lin Hund als Selbstmörder. Vor einiger Zeit, schreibt der „Schweizerbote" aus dem Laufenthal, trieb sich hier ein herrenloser Hund umher. All' fein Bemühen, sich einem neuen Herrn zuzugesellen, blieb erfolglos. Endlich erbarmte sich ein Eisenbahnwärter seiner und nahm ihn in Obdach; allein Elend und Noth hatte das arme Thier schon zu einem wirklichen „Lumpenhund" gemacht und bald erhielt er auch hier den blauen Abschied. Kurz daraus legte er sich, der Folgen wohl bewußt, quer auf eine Eisenbahnschiene, von wo er gar nicht fortzubringen war. Die nächste heranfahrende Locomotive schnitt dem Thiere den Kopf und ein Bein ab, welche neben den Schienen gesunden wurden, der übrige Körper wurde aber vollständig zerfetzt. Offenbar hatte das Thier den Tod gesucht. Lokal- und Provinzial-Angelegenheiteu. Original-Correspon-enr. Gottschee, 24. April. (Der Herr Landespräsident in Bottschee. — Unsere Volksschule. — Todesfall.). Vorgestern nachmittags herrschte hier eine ungewöhnliche Ausregung; vor den Häusern wurde gefegt, Gotischer bemühte sich ein Festtagsgewand anzulegen und allrnthalbrn standen Gruppen Neugieriger umher, die den Herrn LandeSpräsidenten erwarteten. Bis Reif-niz waren ihm der Herr Bezirkshauptmann Dollhoff und der Herr Bürgermrister Braune entgegengefahren. Um b Uhr kam der Herr Präsident an, stieg im Gasthause „zur Post" ab und wurde von den Beamten, der Gemeindevertretung und der gesammten Lehrerschaft empfangen. Gegen S Uhr abends brachte ihm der Chor der „Liedertafel" ein Ständchen, für welche Aufmerksamkeit er mit hrrzlichen Wortrn dankte. Tag« darauf besichtigte er die Bemter, daS Spital, daS Gymnasinm, über dessen stattlichen Bau, den die Gemeinde aus eigenen Mitteln bestritt, rr srine volle Anerkennung aussprach, und unser Schmerzenskind, die Volksschule. In Bezug auf letztere wäre es hohe Zeit, daß endlich geordnete Zustände eintreteu würden, denn jo wie jetzt, kann es nicht lange mehr sortgehen. Zwei Lehrer und eine Lehrerill sollen vier Klassen versehen, in deren jeder sich über 100 Schüler befinden I Darunter müssen begreiflicherweise beide Theile leiden: die Lehrer reiben sich aus und ermüden vorzeitig; ein ermatteter Mensch kann aber nicht krästig wirken und folgerichtig können die Schüler nicht das leisten, was unter günstigeren Umständen von ihnen verlangt werden könnte. Den Nachmittag benützt- der Herr Landespräsident dazu, die nahegelegene Glasfabrik zu besuchen; seine besondere Aufmerksamkeit erregten die »nächtigen Kohlenlager, die zu derselben gehören. Der etwas regnerische Tag verhinderte leider den projectierten Spaziergang nach der Steinerriese. von wo aus man eine hübsche Aussicht auf Stadt und Umgebung genießt. Doch auch fo machte unser Städtchen, wir gestehen cs gerne, einen recht günstigen Eindruck aus den Landesches, und er äußerte auch wiederholt seine Zusrieden-heit Heute früh reiste er, begleitet vom Herrn Bezirks-Hauptmann, weiter nach Tschernembl. Der durch seine guten, launigen Einsälle hier wohlbk-kannte Kamiusegermeister Josef Asoli ist gestorben und hinterläßt eine Witwe mit vier unmündigen Kindern. — (Einstellungsbefchluß) Der verantwort, liche Redacteur des „Tagblatt" erhielt heute vormittags von der Rathskammer des k. k. Landesgerichtes in Laibach folgende Zuschrift: Da Herr Matthäus Krek mit der Einlage Äo xr. 24. April l. I-, Z. 438 l, von seiner unterm 22sten Mai 1875, Nr. 4499, gegen Franz Spitaler wegen Vergehens gegen die Sicherheit der Ehre überreichten Anklage zurückgetreten ist, beschließt die Rathskammer des k. k. Landes-gerichtes Laibach nach Z 227 St. P. O., daß das diessällige Strafverfahren einzustellen sei und daß es von der in dieser Strassache auf den 29. April l. I. vor dem Weschwornen-gerichte angeordneten Hauptverhandlung abzukommen habe. Gegen diese Entscheidung findtt nach H 114 St. P. O. kein weiterer Rechtszug statt. Rathskammer des k. k. Landesgerichtes Laibach am 25. April 1876. Kapretz m., x. — Dem Privatankläger Herrn Matthäus Krek wird nach § 390 St. P. O. der Ersatz aller infolge seines Einschreiten- ausgelaufenen Kosten ausgetragen, wogegen ihm nach § 392 St. P. O. die Beschwerde an den Gerichtshof zweiter Instanz offensteht. — (Personalnachricht.) Herr v. Skene, Reichsrathsabgeordneter, Güter- und Fabriksbesitzer aus Mähren, ist zum Besuche seiner Frau Tochter, der k. 1. LandeSpräfi-dentensgattin, Edlen v. Widmann, in Laibach eingetrofsen. — (UnglückSfälle.) Der Lederhändler Slivar fuhr vorgestern zwei Herren nach Neumarktl, wobei er selbst kutschierte. Als bei der Rückkehr spät abends einer der Herren eine Pistole lud, ging der Schuß los und die Kugel drang dem Herrn Slivar derart tief ins Bein, daß sie bi« jetzt noch nicht herausgenommen werden konnte. — Bürgermeister Klinar in Aßling erlitt am 18. v. infolge Scheuwerden» seiner Pferde durch Druck und Quetschungen derartige kür-perliche Verletzungen, daß er sofort starb. — (Der Arbeiterbildungs-Verein) hielt am 23. d. im Glassalon des Gasthauses „zum Stern" eine Generalversammlung ab. Aus den einzelnen Sectionsberich-len gehl hervor, daß die Bereinsmitglieder dem Unterrichte, welchen Herr Hail leitete, im Vorjahre zahlreich und flei-ßig beigewohnt haben, und die Vereinsbibliothek 183 Bände zählt; im Lereiiisiahre l875 14 neue Mitglieder beigetre« ten sind und die Rechnung sür das Vereinsjahr 1875 richtig befunden wurde. Die Versammlung drückte dem abtreienden Vereinsobmanne Herrn Perz sür dessen Mühewaltung bei Leitung der Vereinsangelegenheiten ihren innigsten Dank aus. Hieraus wurde zu den Neuwahlen der Bereinssunctio näre geschritten. Gewählt wurden: Protiva zum Ob-wann, Stopar zum Obmann-Stellvertreter, Hail zum Schristsührer, Meutschek zum Schristsührer-Stellvertre-ter. Jeglitsch zum Kassier, I. Schrank zum Kassier-Stellvertreter, Degwald zum RechnungSsührer. Perz, Le ntfche k, Hubmairr, Petri k. Schrank, Weiß, Müller, Skos und Gruber zu AuSfchußmit» gliedern. Der neugewählte Obmann Protiva begrüßte den Ausschuß und richtete an drnsrlbrn die Mahnung, si» bei den AuSschußsitzungen vollzählig einfinden zu wollen und dankte der Versammlung für daS ihm entgegengebrachte Vertrauen. Schriftführer Hail lobt den Eifer und guten Willen des neugewählten Obmannes. Ein Antrag, betreffend die Feier eines Frühlingsfestes, wurde dem Ausschüsse zur Vorberathung zugewiesen und hieraus die Versammlung geschloffen. — (Wandernde Loncertifien.) Ehemalige Mitglieder des grazer Stadttheaters unternehmen in Gesell-schast eine Kunstreise nach Marburg, Lilli, Tüffer, Römer-bad, Neuhaus und andere Orte und werden auch in Laibach cvncertieren. — (A>us dem Amts blatte.) Kundmachungen, betreffend die Verleihung d-r Sallocher Studentenstiftung; Gesuche bis 20. Mai an den hiesigen Magistrat; die Anlegung eines neuen Grundbuches für die Gemeinde Verbou. — (Ueberfchwemmung.) Der Gailfluß iji infolge anhaltender Regengüsse ausgetreten und hat namentlich in den Ortschaften Vorderberg und Bodenhof in Kärnten an Häusern und Wiesen großen Schaden angerichtet. Leider wurde die brennende Frage der Gailregulierung wieder auf die lange Bank geschoben. Die krainische Handels- Md Gewerbekammer. (Schluß.) «ammersecretär Murnik theilte den die Zeit vom 1. Jänner bis 17. Februar l. I. umfassenden GeschästS-bericht mit. Von den Erledigungen heben wir folgende hervor: 1. Mittheilungen von Holzpreisen an die Telegraphen-direction in Triest. 2. Mitteilung an die hiesige Militärverpflegs-Bezirks-Verwaltung inbetreff der Errichtung einer Preßhesefabrik und betreffend die Fleischconservenerzeugung in Laibach. 3. Erstattung des TernavorschlagkS sür die Directoren-und Lensorenstellen bei der hiesigen Nationalbank. Filiale. 4. Mittheilungen an hierländische Firmen, betreffend Lieserungen von Möbeln sür die istrianer Bahn, von Mes-fingkapseln sür das Militärärar, von Monturs- und Rü-ftungssorten sür die Landwehr und tiroler Landesschützen. 5. Aeußerunge" inbetreff der angesuchten Marktconcef» sionen sür St. Martin. Ü. Eingabe an das Handelsministerium um Abhilfe gegen die von fremden Kaufleuten in Laibach veranstalteten Warenausverkäufe. 7. Eintragungen neuer Firmen in daS Firmenprotokoll. 8. Ansuchen an die Postdirection in Triest um Verlängerung der Amtsstunden bei der hiesigeu Fahrpostabthei-lung bis 7 Uhr abends und wegen Auszahlung der Postanweisungen von 8 Uhr vormittags an. Hierauf nahm die Kammer unter anderem folgende «eschäftsstücke zur Kenntnis: 1. Die der Gemeinde Lees erthe.lte Marktconceffion. 2. Die Jntiu.ationen der Postdirection in Triest, wo. mit den Wünschen der Kammer Rechnung getragen wurde. 3. Mittheilungen. betreffend: eine Anleitung zur Ein. sührung des metrischen Maßes beim Holzgeschäste, deuTara-taris sür die in Laibach eingeführten verzehrungssteüM stich-tigen Gegenstände, die Registrierung der Handelsmarken in England. Die Kammer erstattete hierauf den Vorschlag wegen Besetzung einer BeifitzerSstelle beim Handels-, beziehungsweise KreiSgerichte in RudolsSwerth. Kammerrath T r e u n erstattete hierauf Bericht über die Revision der Kammer-Wahlordnung, an wel» cher folgende Aenderungen vorzunehmen wären: 1. Die Gewerbesection soll in der Folge anstatt auS zwei aus drei Abtheilungen bestehen, u. z. 1. Adtheilung: Großindustrie; 2. »btheilung: Montangewerbe; S. Abthe,-luna: die übrigen Gewerbe. 2 Die Hahl von 24 wirkllchen Kammermitgliedern sei beirnbehalten und der Handelssection sollen 12, der Groß-induslric 4, den Montangewerben 2 und den übrigen Gewerben 6 Vertreter zugewiesen werden. 3 Nur jenen Personen stehe das active Wahlrecht zu. welche eine Handelsunternehmung, ein Gewerbe oder einen Bergbau wirklich betreiben. 4. Es seien vier Wahlkörper zu bilden. 5 Als mindester LensuS sr» sestzusetzen: für den Han-delSstand in Laibach 10 fi. SO k.. »nd au, dem flachen Lande 8 fl 40 kr ' für die Großindustrie 100 fl.; für d»e Montan» aewerbe 4 fl. und sür d.e übrigen Gewerbe 4 fi. 20 kr. 6 Jedem Wahlberechtigten, der m mehreren Wahl» körpern wahlberechtigt ist, stehe es sre», sich zu entscheide», in welchem Wahlkörper er fein Stimmrecht auSüden will. 7. Von den drei Vertretern des Gewerbestande« hätte auf jede «btheilung der Gewerbefection je rin Vertreter,u entfallen^ ^ Wahlberechtigten der Großindnftrie und der Montangewerbe haben den ganzen Kammerdezirk zu um,affen, während jene der Wahlberechtigten der Ha«, delriection uud jene der drei »bthrilungrn der «rwerbr-seetion, wie bisher, nach Steuer»«,irkrn abgesondert ,u «r-fassen wären. 9. Die Listen der Wahlberechtigten in der Handelssection und in der dritten Abtheilung der Gewerbesection sür den Stadtbezirk Laibach, seiner die Listen sür die Groß» iudustrie und das Montangewerbe seien in der Kammer-kanzlei in rlaibach; jene der Wahlberechtigten sür die Han-delssection und für die dritte Abtheilung der Gewerbesection sür die übrigen Bezirke bei den betreffenden k. k. Bezirks-bauptmaunschaften aufzulegen. 10. Die Zustellung der Legitimationskarten und Stimmzettel habe auf dem flachen Lande durch die Bezirkshaupt» Mannschaften und in Laibach durch den Stadtmaaistrat ru geschehen. 11. Es sei nicht nothwendig, die Stimmzettel versiegelt einzusenden. 12 Ueber die Giltigkeit der Stimmzettel, auf welchen eine Aenderung der urfprünglich angelegten Namen erficht-lich ist, entscheide die Wahlcommisfion. 13. Die Ausschreibung von weniger Personen, als zu wählen waren, begründe keine Ungiltigleit des Stimmzettels. Nach Antrag einiger minder wichtigen Aenderungen wurden dir vorstehenden 13 Anträge von der Kammer angenommen und die Sitzung geschloffen. Witterung. Laibach, 26. April. Morgens ganz bewölkt, später theilweise heiter, nach-mittags trübe, schwacher SW. Wärme: morgens 7 Uhr 4- 108», »achmittags 2 Uhr -j- 17 6» 6. (187S -j- 13 6»; 1874 -s- 215° 0.) Barometer im Fallen 733 75 mm. DaS «estrige TageSmittcl der Wärme -s-15 0°, um 4 7» über dem Normale. Äugekommeue Fremde am 26. April. Hotel Stadt Wie». Manli, Reis.; Huffelmann, Kfm. ll. Michol, Wien. — Böhm, Ingenieur, Pola. — Putrt, Marburg. — Hersort, Beamter, Laibach. — Sic, Graz. - Kiderej, Züriz. - Alsing, Elberfeld. Hotel Elefant. Wiesner, Brünn. — Lengiel, Kfm., Ka-nischa. — Neumann, Lzakathurn. — Schreiber, Fürsten-seld. — Eichholzer, Ksm., Paris. — Loloredo, Triest. — Schwarz, Wien. Hotel Europa. Hiuchler, Weinhändler, Fünskirchen. — Glaß, Dr. Med., Graz — Faigel, Grigendona. — Kurz» taler, Domzale. Kaiser von Oesterreich. Vidiz, Wien. Sternwarte. Emilie Edle von Franken, Surkseld. vtohren. Künstel, Fdria. Verstorben^ Am 25. April: Leopoldine Slabina, Schneiders» Kind, b Mon., 8 Tage, in der Stadt Nr. 184, Fraisen. — Johanna Zupaniik, Fiakers-Kind, 2 I. 11»/, Mon., Polana» Vorstadt Nr.39, Bauchskropheln. -Maria Keber, Arbeiter-. Kind, 7 Wochen, Hühnerdorf Nr. 37, infolge Erdrückung während eines epileptischen Anfalles. — «ppollonia Lirer, Inwohnerin, 56 I., Cwilspital, Gebärmutterkrebs. Telegramme. Wien, 25. April. Dir hier wieder eingetrof-frnen ungarischen Minister hatten eine einstündige Lonferenz mit dem Grafen Andrafsy. Morgen findet eine gemeinsame Eonferenz unter dem Vorsitze des Kaiser« statt. Petersburg, 25. April. Der „ReichSan-zeiger" veröffentlicht eine officielle beruhigende Er» klärung über den Orient und betont besonder« da« Einverständnis der Großmächte bezüglich der Pari» fication. Telegraphischer Lurrbericht am 26. April. Papier-Rente 64 20 — Silber-RerUe 68-40 —1860« StaatS-Anlehen 109 50. — Bankaktien 871. — Lredit 140 70 — London 120 -.— Silber 10375 — K. k. Müuz. ducaten 5 66»/,. — LO-Kranc« Stücke S-59. - 100 «reich», mark 59.—. Dorsch-Kberthran-Drt au» ia Norwegen, gelb 1 O-sche 60 kr., wafferhell, geschm«»-^«» geruchlos 1 Masche «lt «isenjoSür i' Flasche 1 fl. Mchungen zu vermeiden, wird jede Flasche kamen im Glase eingeprägt haben. kLkrivl piovvli, Apotheker, Wienerstraße. Laibach. Um meine» i (68) 10-3 obönsrnu -doru äruötvsnilcov mvSösnslcog» rävoö» rs umvsövnjs vojskov 30. «prils 1876 c>opülu6ns ob 11. un v mvstich ävorLvi. I7»S-SO^ai7«>^ , 1. 1>elno porocilo in slllep rsöun» rs I. 1878. 2. Volitev novexs prexleciovslnex» vcibor» i» pr«b>e6ov»nj« letnex» r»6un» rs I. 1876. 3. Volitsv petik llruitveniliov voästv» n»me»to Ivtos vsleit »re^snj» ir8topiv§ik. 4. possmemi n»«veti. LLVvLteljstv« meävanskex« rävoä» r» umeöäenje vojskvv v LjubMvi. ^s. 1^. Lors.lL. Linladung zur allgemeinen Versammlung der Mitglieder der biirgerk. Mikitär-^equartierungs-An^llkt in Laibach, welche am 30. April 1876 vormittags um 11 Uhr im großen städtischen Rathhaus-Saate abgehalten werden wird. Programm der zum Bortrage kommenden Gegenstände: 1. Jahresbericht und Rechnungsabschluß Pro 1875. 2. Wahl eines neuen Revisionsausschusses zur Prllfung der Jahresrechnung von 1876. 3. Wahl voü sünf in diesem Jahre durch daS LoS zum Austritte bestimmten Directions-Mitgliedern. 4. Andere allsSllige besondere Anträge. Won der Mection der büryerl. Militär Pequartternngsanstalt m Laibach. Is. LloraL. Claviere gute, überspielte, sind auszuleihen oder billigst zu verlausen, sowie auch sehr gute neue zum Fabrikspreis stets zum Ber-kause am Lager bei (241) 2—1 August Humpvl. Llaviermacher, Wienerstratze Nr. «1, FrShlich'scheS Hans. Zur Nachricht! Guter schwarzer tzegtzarder Wein, über die Gasse der Liter mit 28 kr., zu haben bei (1341) jkranr Wirt«»«!. Zur gefälligen Beachtung! Da ich das jetzt innehabende Verkaufsgewölbe in der Spitalgasse zum Georgi-AuSziehtermin räumen muß, so erlaube ich mir die x. t. Nähmaschinen-Känser darauf aus-merksam zu machen, diese kurze Zeit noch zum Ankaufe einer Maschine zu benützen, da sich kaum je wieder eine so schöne Gelegenheit bieten dürste, um einen so spottbilligen Preis, wie jetzt bei mir, zu einer sehr guten NSHuiaschme zu kommen. Faltenapparate, Nadeln, Nähmaschinenbestand theile, dann Shirtings, Oxford, Hemdbrüste find gleichfalls noch vvrräthig und werden, da die Zeit drängt, auch sehr billig abgegeben. Auch bemerke ich ausdrücklich, daß nur einige Greifer-Maschinen da sind, welche schon gebraucht wurden, daß aber die echten Howe. Löwe ,c. alle ganz neu find und erst kürzlich bezogen wurden. Unterricht wird er-theilt und Garantie geleistet. M gütigen Zuspruch bittend, zeichne hochachtend ________________ (237) 5—2 rükmts x»rissr vsuo kein »uäerss LlittsI kiltt l klLvoo a 50 Irr. de! Lsrru ^rx-tdeker (215) 5-2 zeäsr unä dektixstsr Lrt deseitixt ä»nernä ä»s de- Srust- und Lungenkrankheiten, welcher Art dieselben auch sein mögen, werden mittelst des nach ärztlicher Vorschrift bereiteten WM UÄW Mk-W von Franz Wilhelm, Apotheker in Neunkirchen, am sichersten beseitigt. Dieser Saft hat sich auf eine! außerordentlich günstige Weise gegen Hals- und Brustschmerzen, Grippe, Heiserkeit, Husten und Schnupfen bewährt. Biele Abnehmer bestätigen, nur diesem Säst hätten sie angenehmen Schlaf zu verdanken. Dorzügliit' bemerkenswerth ist dieser Saft als Präservativ bei Nebeln und rauher Witterung. Zufolge seines äußerst angenehmen Geschmackes ist er Kindern nützlich, ein Bedürfnis aber lungenkranken Menschen; Sängern und Rednern gegen umflorte Stimme oder gar Heiserkeit ein nothwendiges Mittel. Zahlreiche Zeugnisse bestätigen obige Angabe. Desgleichen wurde dieser Saft von vielen Aerzten des In- und Auslandes empfehlenswertb befunden und häufig verordnet. Zum Beweise des Gesagten sUhre ich nachstehend anerkennende Zuschriften an: Herrn Franz Wilhelm, Apotheker in Neunkirchen. Zeugnis. Mein sechsjähriger Sobn Franz litt seit acht Wochen an einem so heftigen Krampfhusten, daß ich fürchten I mußte, er werde einmal ersticken; dabei magerte er ganz ab und wurde so schwach, daß er sich kaum mehr aus den Füßen erhallen konnte. Da wurde mir der Schneebergs Kräuter-Allop geratheu, uiM, Dank diesem herrlichen Mittel, schon nach Verbrauch der ersten Flasche batte der Husten abgenommen, und nach der zweiten Flasche bekam das Kind ein besseres Aussehen, kam wieder zn Kräften und ist seitdem vollkommen gesund. — Auch mein älterer Sohn wurde durch dieses Mittel von einem hestigen Husten und Heiserkeit in einigen Tagen befreit. Ich stelle daher mit innigem Danke für die schnelle und wunderbare Heilung meiner Kinder dieses Zeugnis aus und wünsche, daß es zum Wohle der leidenden Menschheit recht weit bekannt und allgemein an- ^ gewendet werde. — Flatz, den 6 März 1855. z Anton Zuft. Loren; 8-t>«ib«nr-is, Bürgermeister. ! Herrn Franz Wilhelm, Apotheker in Neunkirchen. j Euer Wohlgeboren! j Ich ersuche Sie, mir gefälligst sobald als möglich noch vier Flaschen von Ihrem berühmten Kräuter-Allop zu schicken, ich finde durch den Gebrauch von zwei Flaschen, daß wein Brust- und Halsleiden sowie bedeutende Kurzathmigleit von Tag zu Tag besser wird, daher wende ich mich diesmal an Sie selbst, in der Meinung, von dem allerfrischesten zu bekommen. Beiliegend 5 fl. CM. ^Zn oller Hochachtung zeichnet sich Münchret am Ostrang, den 23. FeLrnar 1859. Keioriiki Ko-ii, Wund- und Geburtsarzt. Nur dann mein Fabricat, , wenn jede Flasche mit diesem Siegel versehen. V W gegvo knirmä lWgenbrMeii« llirimvm vkk »i.u)5 fzskiemloii 1S7L «,u «aä »»ckirl ?k»nc,r par si>Lcnr n >. 2L XnH MM O dieser Schutzmarke verfallen gesetzlichen Strafen. Um Verwechslungen mit Täuschungen zu vermeiden, ersuche ich, Huf die Emballage 'der Flaschen des Wilhelms Schneebergs Kräuter-Allop zu achten, welche nebigen verkleinerten Abbildungen entspricht, auf welcher Imeiu nebenstehender Namenszug in lolliei larke ersichtlich ist. Alle jene Envelopes, welche nicht nebigen Abbildungen gleich sind und meine'Uuterschrist nicht führen, sind als Falsificate zu betrachten. M GMW UW Preis einer Flasche nebst Anweisung 1 fl. 25 kr. ö. W. Die Verpackung wird mit 20 kr. berechnet. ttLupl-vopol bei fnanr Mliklm, kpoltisksi' in siounlrir'vlivn. Der echte Wilhelms Schneebergs »riiuter Allop ist noch zu bekommen bei meinen Herren Abnehmern in in Adelsberg bei I. « »upferschmidt, Apotheker; »' Rudolfswerth nur bei Dom. RizzoU, Apotheker; in Agram bei Sig. Mittlbach, Apotheker, vetreffs Nebernahme von Depots wollen sich die Herren Geschäftsfreunde an mich wenden.^ E n bei Wien «Niederösterreich.) Dom. RizzoU, gefällig^ brieflich »««L III»»!«,, Apotheker. Druck von Jg. v. «leinmavr » Fed. »amterg. Verleger Ottomar Bamberg. Für die Redaktion verantwortlich: Franz Spitaler.