Nr. 230. Dienstaa. '. Oktuber 1913. 132. I"liraann. Laibacher Zeituna ?/« b°?^b^ 7i^ ^ ^ o ^°s ». Halbjahr,« ,l> li ,1m «°n!°l: aanzjähri« b!« zu m« geile» l>« k. «rökere per «eile ,2 l>! bri öftmn w.ebfrlolm.yni p7r ^tils « b. lis »Laibllcker Zsilung» sslchriiil lüglilt, mi< «»»»ndmc dlr Noun- u»l, Ysiellagr. Tic Admtnlft»««»« befind«» sich Milloi'öslllltik ^r, lß- dlc »»»»ktton Milloiiöslraks Nr, 1«. Tprsibstünden der Mtblllüim r>l>n « b!« l<> Uhr oormitlng«, Unfranlssrlf Vlirss wrrbr» uickl angrnommsi,, Manustripls nichl zurückufftlUt. Neleubon Ur. der Redaktion 52. Amtlicher GeU. Seine k. und k. Apostolische Majestät haben laut Allerhöchsten Handschreibens vom 29. September d. I. dem Scltwnschef im k. k. Justizministerium Dr. Franz Ritter H o ni ,n a uon A m m anshof dlc Würde eines Geheimen Rates taxfrei allcrgnädigst zu verleihen geruht. Seine k. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließ,,»a vom 28. September d. I. dem Setticmöchc.s im Eiscnbahuministeriuin Dr. Karl Freiherr» Rnmler von A i ch e » w c h r den Orden der Eisernen Krone zweiter Klasse mit Nachsicht der Tare allergnädigst zu verleihen geruht. Nach dcm Amtsblatte zur «Wiener Zeitmig» vom 4. Oktober 1913 (Nr. 230) wurde dic Wciterverbreitung folgender Preß-erzeuanisse verboten: M Nr. 10 «^lnvvnslli Lr»nill>. Nr. 3!> «K!»«lvn3li7 lii-^» vou> 2t^. Scpteuibcr I'.»I3. Nr. 266 .ö»8. vom 28. September Il»I3. Nr. 31 <^IIiä«nk>ielc, '^6lln^ pro mlüäenoe i pllun^» vom 3. Oltobei N>13. Duppelnuminer 12 «V2l» vom 2i). Septcin» bei 1»l3. Nr. 213 «Dito. vom 24. September I913. Nr. 708 «Der Tiroler Mastl» vom 28, September 1813. Nr. 39 »I/Xwenire ävl I^voriltoi-e» vou> 25». Septem» der 1913. Nr. 267 und 268 «^nrrior« c!«1I» 8vr»,» Nr. f. «Vniuä, ^)'ZI«nlla, vom 1. Oltobcr I9l3. Da? in Lmldslron erschienene, von Franz Swwitschel ver» fahtc Gedicht: «Der Nerahof», Nr. 1 «Roloimkl r. li, 8ti-»/>) «k«.l-l)u» vom 1. Oktober 1913. Nr. 32 ,'I'r^buu»» vom 27. September 1918. Flugschriften: «Do ulvni»Ht polnllied und «(^dlop)' ra-tujm)- sie. Nr. 23 «Die Bllchmfactel». Nr. 875 «Ni-vu,t,»llll Rivö» vom 23. September 1U13. MichtamtNcher Gei^^ Die Türkei und Griechenland. Nach einer der „Pol. Korr." aus Paris zugehenden Mitteilung werden dort die mehrfach laut gewordenen Pessimistischen Ansichten über die Entwicklung, welche die Meinungsverschiedenheiten zwischen der Türkei und Griechenland nehmen könnte,,, nicht geteilt. Den Gegen ständen, i'ibcr welche »och ein Ausgleich zwischei, Athen und Konstantinopel anzustreben ist, tonne die Pforte, wie man betont, lcincswcgb ci»e Wichtigkeit beilegen, welche unter Umstände» den Versuch der Durchsetzung der türkischen Forderungen mit bewaffneter Gewalt rechtfertigen würde. Desgleichen wird es für durchaus unwahrscheinlich angesehen, daß in den führende» türkischen Kreisen tatsächlich der Gedanke erwogen werde, wegen der Angelegenheit der Inseln an die Waffen zu appellieren. Unlcr den einander widersprechenden Nachrichten, die über die Intentionen der türkischen Regierung in dieser Hinsicht a»s Konstantinoftcl ausgingen, wird der Lesart, daß sie nicht vorhabe, die Insclfragc bei den bevorstehenden Verhandlungen in Athen in offizieller Form zu betreiben, größere Glaubwürdigkeit beigelegt. Es mag allenfalls in der Absicht der Pforte liegen, in vertraulicher Form auf die Stimmung des Athener Kabinettes Einfluß zu nehmen; man glaubt jedoch damit rechnen zu lulmcn, daß sie nicht versuchen wird, sich über die Londoner Vereinbarung, durch welche die Regelung der Zugehörigkeit der Insel» dc» Mächten überlassen wird, hinwegzusehen. Mag es sich aber mit den Pläne» der türkischen Regierung wie immer verhalten, so beharrt man in Paris iedessalls bei der Anschauung, daß ein neues lnegerischee. Unternehmen nicht zu den Eventualitäten gehört, die von den maßgebende» Persönlichkeiten am Bosporus ins Ängc gefaßt wird. Politische Uebersicht. 5iaibach, 6. Oktober. Man berichtet aus London: In dc» Kreise» der Gesellschaft wird dem bevorstehenden Besuche des Erzherzogs Franz Ferdinand in (5na.lcmd mit großein und sympathischein Interesse entgegengesehen. Über die Vorgeschichte diese Reise ist bekannt, daß der Erzherzog einer Einladung Folge gibt, die an ih» vom Herzog von Portland gelegentlich dessen Aufenthaltes in Konopifcht gerichtet worden ist. Im Zusammenhang daunt nahm Honig Georg Anlaß zu einer freundlichen Aufforderung mi den Erzherzog, während des Vcrwcilcns in England Iagbgast des Monarche» in Windsor zu sein. Aus Belgrad wirb gemeldet: Das Regierungsorgan „Saniouftrava" stellt in einem „Notwendige Nbercin-stimnnmg" betitelten Artikel fest, daß der i» der Form eines frcimdschastlichcn Rates vom österreichisch unffari schen diplomatische» Vertreter gemachte vollkommen freundschaftliche Schritt anläßlich der Ereignisse an der scrlnsch.nlblmischcn Grenze der Ausdruck der Notwendig. lcit für die Erhaltung des Friedens und für die Beseitigung der Mißverständnisse war, welch letztere für die weitere Entwicklung und Pflege der nornmlen korrekten Nachbarbcziehungen von Bedeutung sein könnte. Das Blatt sagt: Tatsächlich ist das Bestreben nach Vermeidung einer neuen in ist eine hübsche Idee!" rief die schöne Frau, und hastig nahm sie das Herz, das sie zu hüten ucrspro chcn halte, aus der Nmst, hielt es betrachtend ein wenig in ihr'-r kleinen weihen Hand nnd warf es dann, fröhlich auflachend, i» die dnnkte Nacht, in die Einsamkeit, i» das Vergessen. „Was hast du mit meinem Herze» getan? fragte der Dichter, als er die schöne Frau nach langer Zeit wieder traf. Mit ihre» Icuchtcnde» Ange» n»d den, blühc»dc» Mund lachte sie ihn, entgegen, als sie erwiderte: „Ich habe es aufgehoben, so gnt aufgehoben, »»ein lieber Freund, daß ich felbst es nicht wieder finden könnte!" Da spürte der Dichter, daß sein treues Herz ihm nu» für immer verloren sei und aus der Wunde, die schon ein wenig vernarbt aewcsc», begaimen aufs neue wilde Ströme heißen Blutes hervorzubrechen. AIs Donna Livia die kleine Romanze zu Ende ge-lese» hatte, da hob sie ihren Blick zu dcm Dichter, der traunwerlore» nebe» ihr saß, und sprach lachend: „Die Geschichte ist graziös, aber ich glaube nicht, daß sie wahr sein könnte . . . Doch ich danke Ihnen, daß Sie mir Ihr Herz geschenkt haben! Ich werde es Ihnen treulich bewahren! . . . Wenigstens so lange, bis ich Sie wiedergesehen habe, nm cs Ihnen unversehrt zurückzustellen!" Dann reichte sie ihn, ihre weihe Hand zum Kufsc und blickte träumerisch aus die leuchtenden Rosen. Lange, nachdem der Dichter das Haus verlassen hatte, stand eine weißgekleidete Frauengestalt beim Fenster, um dem Dichter mit ihrem kleine» Tiichlein zu winke», bi? er ihren Blicken entschwunden war. Eines Morgens, viele Monate später, traf sie ihn, s^cve» »ach Rom zurückgekehrt, an, Fuße des Hügels oer Trinit« dci Monti zufällig wieder. Es war Winter geworben, das Wasser im Brunnen des Bernini war zu Eis gefroren, die Landschaft lag erstarrt unter einer dich-tl°!i Tchiiccdeckc, Aber dcm Dichter erschien die Frau, in ihre kostbare» Pelze gehüllt, das Gesicht von der frische» Luft gerötet, schöner den» i» de» Sommertaften. „Was haben Sie mit meinem Herzen getan?" fragte cr, uni seine Bewegung zu verbergen, in leicht spöttischem Ton. „War die Geschichte also doch wahr? . , . Wohin haben Sie es geworfen?" „Welches Herz, mein lieber Freund , . , und welche Geschichte?" „Die, die ich einstens für Sie schrieb, die Zukunft vormlsahnend! . . . Erinnern Sie sich denn nicht mehr?" Verneinend bewegte sic dc» slops und die große», azurblauen Augen blickten ihn verwundert fragend an: „Ich weiß von keiner Geschichte, die Sie für mich geschrieben haben, mein Freund," sagte sie. „Aber lassen >iil die Torheiten nnd sprechen wir lieber von etwas Interessanterem! Haben Sie noch immer Ihr schönes Pferd oder haben Sie cs schon verkauft?" Laibacher Zeitung Nr. 230. 2112 7 Oktober 1913. Tllgcsncnintcitcn. — «Auch ein Tienftbotenvcrtraq., Lcr berühmte russische Maler Repin geht nicht nur in der Kunst, sondern auch im Leben seine eigenen Wege. Die Wirtschaft in seinem Hause führt seine Freundin Fran Nortmiann, die eine begeisterte Anhängerin der strengsten vegetarischen Kost und ebenso begeistert für die Verbesserung der Lasse der häuslichen Dienstboten ist. Wie Frau Nordmann ihre Ideale im Leben verwirklicht, zeigt folgender Dieustver trag, den sie mit ihrer Köchin abgeschlossen hat: „Ich Natalie Borisovna Nordmann, zahle Ihnen Avdotija Fedorovna Sinina, l5 Rubel monatlich für achtstündige tägliche Arbeit, ausgenommen zwei Freitage und zwei Sonntage im Monat, an denen Sie frei sind. Sie sind dafür verpflichtet, alle häuslichen Arbeiten zu verrichten, d. h. Kochen, Plätten, Zimmer aufräumen, Nähen, Stopfen, Lampen mit Petroleum einfüllen, Einkäufe für die Kucke zu machen, Ihr Arbeitstag dauert in der Regel von 8 bis 5 Uhr, ausgenommen die Zeit, die Sie für Frühstück und Mittagessen benötigen. Tie Arbeitszeit könneil wir nach gegenseitiger Vereinbarung auch so feststellen, baß Sie von Zeit zu Zeit auch die Vormittagsstunden frei haben, namentlich im Sommer, während der BaÄezcit. Für jeden Besuck, den wir bekommen, erhalten Sie l0 Kopeken. Sie bekommen bei uns im Hause morgens vegetarisches Frühstück und Tee und um 3 Uhr vegetarisches Mittagessen. Für Überstunden bekommen Sie 10 Kopeken die Stunde. Mittwochs nach 5 Uhr, sind Sie unser Gast. und wir laden Sie ein, mit un» zu Mittag essen, und Abende zu verbringen. Sie haben das Recht, nach uns unsere Zeitungen, Zeitschriften und Biicher zu leseil und unsere Arzneien zu benutzen. Falls Sie aus irgend welchem Familiengrunde den Entschluß fassen, uns zu verlassen, müssen Sie uns rechtzeitig kündigen, damit wir die Möglichkeit haben, eine andere Person für die Arbeit vorzubereiten." — ie neueste Futuriftenidee.» Aus Moskau wird berichtet: Ein Haufttvertreter der futuristischen Richtung in der Malerei und Fanatiker der Farbenwirkung um jeden Preis. Herr M. Larionov, ist auf eine eigenartige Idee verfallen: er will die Mode der Vemalnng des Gesichtes einführen. Bemalt wird ja zwar das Gesicht auch jetzt schon, aber die Bilder, die sich die Damen auf die Wangen pinseln, sind Herrn Larionov offenbar nicht schön genug; er will, »vie er erklärt, dafür Sorge tragen, daß das Gesicht fortan mit möglichst grellen Falbenflecken betupft werde. „Die linke Wange", erklärt der Futurist, „lasse ich beispielsweise unbemalt. Aber auf meine rechte Wange male ick einen grünen Kreis mit gelben Strahlen. Das Publikum Moskaus wird sich nach und nach an diese Malereien gewöhnen müssen. In den nächsten Tagen gedenke ich mich mit einem bemalten Gesicht in die Malschule zu begeben. Ich werde über die Kuzneclij-Brücke schreiten . . . nicht allein: mit mir wird eine ganze Gruppe bemalter Maler durch die Stadt ziehen.' Wenn der Moskauer Polizei der Sinn für Humor abgehen sollte, dürfte diese Wanderung leicht im Polizei-amte oder in einer Irrenanstalt ein unrühmliches Ende finden. — (Könnte beinahe wahr sein!) Es war Mitternacht. Der Einbrecher hatte das Haus so leise wie möglich betreten, aber er trug leine Gummisohlen und seim Schuhe machten daher etwas Lärm. Er hatte eben die Tür des Schlafzimmers erreicht, als er jemanden sich im Bette bewegen hörte, als ob er aufstehen wolle, und er mackte halt. Eine weibliche Stimme drang an sein Ohr. „Wenn du nicht deine Stiefel ausziehst, wenn du nach Hause kommst," hörte er, „wird es dir schlecht gehen. Seit drei Stunden regnet es ununterbrochen, und du wagst cs, mit deinen kotigen Stiefeln über den Teppich zu laufen. Gleich gehst du nach unten und ziehst sie aus!" Er ging ohne ein Wort der Erwiderung nach unten, aver seine Stiefel zog er nicht aus. Statt dessen ging cr sofort wieder in die Nacht hinaus, und sein Genosse, der auf ihn gewartet hatte, sah eine Träne in seinem Auge glitzern. „Ich kann in dem Hause nichts stehlen," sprach ci, „Es erinnert mich an moin eigenes Heim." — — — (Das Glixier.) Einen merkwürdigen Sportliebhaber hat man diesectage im Pariser zoologischen Garten entdeckt. Die Wärter hatten schon seit längerer Zeit beobachtet, daß oic großen Schildkröten des Gartens plötzlich ungewöhnlich lebhaft geworden waren. Man konnte stch das nicht erklären, bis man vor kurzem die überraschende Entdeckung »nachte, daß cin elegant gekleideter Herr den Schildkröten ein von ihm erfundenes Elixier zu trinken gab. Der Herr, der offenbar geistig nicht ganz normal ist, erklärte, daß er hoffe, durch sein anreizendes Mittel die Schildkröten dahin zu bringen, daß sie es im Laufeu mit Windhunden und Gazellen aufnehmen könnten ... ^ (Tcr Klub der Miilmerfcindinnen.) Vor etwa 4 Jahren wurde in Philadelphia, der Stadt der Bruderliebe, ein Klub junger Damen, die die Liebe aus ihrem Lebensftrogramm zu streichen und zeitlebens unuerhcira-tet und jungfräulich zu bleiben beschlossen, ins Leben gerufen; bei der Aufnahme in den männerfeindlichen Verband mußten die Mitglieder einen fürchterlichen Eid leisten: die Eidesformel war eine pathetische Hymne auf die Ehelosigkeit und hatte als Leitmotiv den Kehrreim: „Nie will ich einem Manne angehören!" Drei Jahre lang ging alles gut. Der Klub erhielt Zuzug durch neue Feindinnen Hymens, und die Schar der für die große Sache Begeisterten wuchs beängstigend. Eines schönen Tages aber geschah es, daß Miß Brown, die Präsidentin des Klubs, um nichts zu suchen, so für sich hinging und dabei in eine der Hauptverkehrsstraßen von Philadelphia und hier unter die Gummiräder eines Autos geriet: wäre nicht in diesem kritischen Augenblick ein netter jungn. Mann, Tottor seines Zeichens, hinzugesprungcn, so hätte der Klub an jenem Tage seine Präsidentin eingebüßt. Miß Brown, das herbe Mädchen, konnte den Lebensretter nicht so rasch, wie sie »lach den unerbittlich strengen Klubsatzungen gemußt hätte, aus ihrem Gedächtnis streichen: sie dachte sogar sträflich oft an ihn, sah ihn schließlich, und nicht ganz ohne Absicht, wieder, fand ihn interessant und bedauerte dann im stillen Kämmerlcin unter bitteren Tränen den Ehelosigleits schwur. Aber was sind Schwüre, was sind heilige Eide für ein junges Mädchen, das einen Lebensretter und Doktor dazu interessant findet?! Und es kam, wie es kommen mußte: Miß Brown setzte sich mit einem eleganten Salto über sämtliche Satzungen des Klubs hinweg und verlobte sich mit ihrem Doktor Jonathan. Dieser „schamlose, schmachvolle Verrat" rief unter den anderen Mitgliedern des Klubs geradezu Entsetzen hervor: es fanden zahlreiche Versammlungen statt, es wurden grauenvolle Reden gehalten, es wurde geflucht und geschimpft, und wenn Resolutionen töten könnten, wären Miß Brown und ihr Zukünftiger schon nach der ersten Protestversammlung zu Brei zerschmettert gewesen. Nachdem man stch aber ein wenig beruhigt und sich die schneidigen Beschlüsse vom Herzen geredet hatte, faßte man noch einen allerletzten Beschluß, und dieser war heroischer als die anderen alle zusammen-genommen: sintemal und alldieser — ungefähr so hieß cs dort — der Klub nach dem fürchterlichen Schlage, der ihn getroffen, doch nicht mehr seines Lebens froh werden könne, so sei es ain besten, daß cr sich wieder auflöse, und es werde den bisherigen Mitgliedern empfohlen, den Spuren der Miß Brown zu folgen und sich ehestens gleichfalls einen Mann zu suchen, wenn auch nicht gerade unter den Rädern eines Automobils. Der gute Rat wurde dann auch mit solchem Eifer befolgt, daß sich der ehemalige strenge Klub der Männerfeindinnen für mehrere Monate geradezu in eine Heiratsagentur verwandelte: es waren gar nicht so viel Männer da, wie hier „mit Kußhand" untergebracht werden können . . . ________ - » Aus Radmannsdorf wird uns geineldet: Das Allerhöchste Namensfest Seiner Majestät des Kaisers wurde festlich begangen. Um 8 Uhr früh wurde in der Stadtpfarrkirche vom Herrn Pfarrdechanten und Ehrenkllnonikus Johann Novak mit Assistenz ein feierlicher Gottesdienst mit Tedcum zelebriert, an dem die gesamte Staatsbeamtenschaft, die Lehrerschaft mit der Schuljugend, die Gemeindevertretung, die Gendarmerie, die Finanzwache und zahlreiche Andächtige teilnahmen. Nach dem Tedeum wurde die Volkshymnc angestimmt. Das Amtsgebäude nebst einigen Privathäusern waren beflaggt. Im Laufe des Vormittags erschien Herr Pfarr-dechaut Kanonikus Novak in der Amtskanzlei des Herrn Bezirkshauptmannes und brachte im Namen der Delanatsgeistlichkeit und der Bevölkerung die tiefgefühltesten Glückwünsche zum Allerhöchsteil Namensfeste sowie die Versicherung der unwandelbaren Treue und Ergebenheit mit der Bitte vor, sie vor die Stufen des Allerhöchsten Thrones gelangen zu lassen. Aus Adelsberg wird uns berichtet: Aus Anlaß des Allerhöchsten Nnmensfcftes Seiner Majestät des Kaisers fand in der hiesigen Pfarrkirche ein vom Vsarrdechanten, Herrn Matthias Erzar, unter geistlicher Assistenz zelebriertes Hochamt statt, bei dem alle öffentlichen, sowohl staatlichen als autonomen Ämter, ferner die Gendarmerie, die Finanzwache, die Feuerwehr usw. korporativ vertreten Ware». Desgleichen wohnte der Feierlichkeit die SchuljuWid unter Führung des Lehrpersonals bei. Irrungen. Von C». M. Appleto». Autorisierte Übersetzung. <>k<>a,biu »etc Beale,, also eine Woche vor dem Morde. Aber was zum Teufel soll das alles bedeuten? Selbst Millionäre pflegen keine Fünfpfund-Noten an ihre Laufjungen zu verschenken. Ans Stiles Brief geht auch hervor, daß er Thornhill ebensogut ausgepreßt hat, wie Frau Doylc, und nun hat auch noch Niddles einen Bissen abbekommen. Was heißt das? Was wissen sie? Ich will morgen nach Harrow hinuntergehen und Frau Elliot sprechen. Vielleicht kann sie etwas Licht in die verteufelte Angelegenheit weirfen. Und dann will ich mir den Herr,» Thornhill laufen. Vierzehntes Kapitel. Am anderen Morgen zeigte in Harrow ein entgegenkommender Postbote^ Herrn Bcale den kürzesten Weg zur Villa der Frau Elliot. Das Haus stand in einer angemessenen Entfernung von der Straße zurück und machte mit seiner Einfahrt, dem Rasenplatz, dcm Buschwerk und anderen gefälligen, wenn auch eintönigen Anhängseln der besseren Vorstadtvillen einen freundlichen Eindruck. Er klingelte und gab seine Karte ab. Frau Elliot war zu Hause und wollte ihn empfangen. Bald l/urauf trat eine stattliche Dame ein: sie war im wahren Sinne des Wortes eine vornehme Erscheinung, groß, aufrecht lind streng, mit stahlblauen Augen. Sie musterte den Inspektor mit stolzen, Blick. Er sprang sofort auf und verbeugte sich. Er war in Wirklichkeit etwas betreten, als er sagte: Guten Morgen, gnädige Frau! Ich ersche aus Ihrer Karte, begann sie, daß Sie der Oberinspektor der Kriminalabteilung von Scotland Yard sind. Beale verbeugte sich wieder. Ich habe den Vorzug, diesen verantwortungsvollen Posten zu bekleiden, erwiderte cr, nun gleichfalls linen etwas steifen Ton annehmend, und ich habe vermutlich die Ehre, Frau Elliot vor mir zu sehen? Sie antwortete mit einer leichten Verbeugung uud winkle ihm, einen Stuhl zu nehmen. Bitte, setzen Sic sich, sagte sie dann und, nachdem sie selbst ihm gegenüber Platz genommen hatte, fuhr sie forl: Da ich sonst leine Besuche von Polizcibcamt^n zu bekommen Pflege, darf ich wohl mit Recht annehmen, daß Ihrc Anwesenheit hier mit dem Ende — dem sehr w gi-schcn Ende meiner Tochter in Zusammenhang steht? Das ist richtig, gnädige Frau, antwortete Veale, i» einem gewissen Sinne wenigstens. Daraus darf ich wohl weiter schließen, daß der Mörder noch nicht gefunden worden ist? (Fortsetzung folgt.) Laibacher Zeitung Nr. 230. 2113 7. Oltobcr N,I3, Aus ^ oilsch wird uns geschrieben: Ali?. Anlaß des Allerhöchsten Namcnsfcstcs Seiner Majestät des Kai' sers wurde in der hierortigcn Pfarrkirche uom Herrn Pfarrer Johann Erjavcc ein feierliches .Hochamt zelebriert, welches mit dem Absingen der Vollshymnc endete. An dieser kirchlichen Feier beteiligten sich: Tic Staatsbeamten schaft, die Gemeindevertretung, die Lehrerschaft mit der Schuljugend und eine große Anzahl von Andächtigen aus allen Kreisen der Bevölkerung. Alle öffentlichen und einige Privatgebäudc waren beflaggt. Aus Gurkfeld wird uns berichtet: Anläßlich des Allerhöchsten Namensfcstes Seiner Majestät de» Kaisers wurde in der hiesigen Pfarrkirche vom Herrn Stadtpfarrcr Kurent ein Festgottesdienst zelebriert, an dein sich die gesamte Beamtenschaft, der Primarius des hiesigen Gcmeindesftitales, Herr Dr. T r e n z, die Lehrkörper der Bürgerschule sowie der Volksschule mit den Schulkindern, Abteilungen der l. l. Gendarmerie und der Finanzwachc, Deputationen des unisormicrtcnBürger-lorps und der freiwilligen Feuerwehr, Vertreter der Stadtgcmcinde und viele sonstige Andächtige beteiligten. Die öffentlichen und viele private Gebäude waren beflaggt, » Aus 3 schcrnembl wird uns berichtet: Anläßlich des Allerhöchsten Namensfcstetz Seiner Majestät des Kaisers wurde um 8 Uhr früh in der hiesigen Stadt-Pfarrkirche ein feierliches Hochamt unlcr Äbsingung der Kaiserhynine zelebriert, dem die Beamten der k. k. Bc-zirlshauptmannschaft, zahlreiche Vertreter aller hierorts bestehenden Ämter und der Stadtgemcinde sowie, die Gendarmerie und die Finanzwachabteilung, die von ihrer Lehrerschaft geführte Schuljugend und die Feuerwehr beiwohnten. Dw Gebäude, in denen die staatlichen Ämter untergebracht sind, und einige andere waren beflaggt. Aus Gottschec wird uns berichtet: Das Namens-fest Seiner Majestät des Kaisers »vurde hier durch einen uom Herrn Psarrdechantcn mit Assistenz zelebrierten Fcstgottcsdicnst mit Tedcum gefeiert, dem die Staatsbeamten, die Lehrkörper sämtlicher Lehranstalten mit der Schuljugend, die Gemeindevertretung, die Gen darmcric, die Finanzwachc, Abordnungen sonstiger Kor-porationen und zahlreiche Andächtige aus allen Kreisen der Bevölkerung beiwohnten. Laibachcr Gcmcindcrat. Der ^aibachcr Gemeinderat trat gestern abends unter dcm Vorsitze des Vinssermeisters Dr. T a v <° a r zu einer aiißclordcnllichcn Sitzung zusammen, auf deren Tagesordnung sich als einziger Bcratungsgcgeiistand der Bericht der Personal- und Rcchtsscktion, betreffend den Landtagsbcschluß hinsichtlich einiger Abänderungen des Gesetzentwurfes in betreff Einhclning ri»cr Kanalgcbühr in der Stadt Laibach, befand. Als Referent fungierte Genicindcrat Dr. N o u a l, welcher zunächst die bisherigen Verhandlungen in betreff Einführung einer Kanalgebühr kurz rekapitulierte und sodann den Intentionen des lrainischcn Landtages gc mäß eine teilweise neue Texlicrung des Gesetzentwurfes »i Vorschlag brachte. Die wesentlichsten Bestimmungen des abgeänderte» Gesetzentwurfes haw, imnmebr folgenden Wortlaut: § 1. Der Landebhauptstad! Laibach wird für die Dauer von zehn Jahren, nnd zwar uom 1. Jänner 1914 bis einschließlich 1923 zwecks Anlegung neuer und Erhaltung der bestehenden städtischen Kanalanlagcn die Ein Hebung einer jährlichen Kanalgebühr von den Eigen iümcrn der Gebäude, welche mit den städtischen Kanälen verbunden sind, bewilligt. s 2. Für Gebäude, für welche in Laibach eine Miet-zinsauflagc cingchobcn wird, wird diese Kanalgcbühr in der Weise bemessen, daß der Landeshauptstadt Laibach die Bewilligung erteilt wird, vom 1. Jänner !9l4 bis einschließlich 1923 eine jährliche Umlage von '2 Hellern von jeder Krone des Mictzinsbctragcs cinzuhcbcn, und zwar von Mietzinsbclrägcn, welche 100 /< jährlich übersteigen. Für Gebäude, welche der Mictzinsauflagc nicht unterworfen sind, ist die Kanalgebühr mit 10 Hellern jährlich von jedem Quadratmeter verbauter Grundfläche, vervielfacht mit der Anzahl der Etagen, zu bemessen' Keller und Dachbodenräume werden nicht als Etagen angeschen, von welchen die Kanalgebühr zu entrichten wäre, außer wenn sie als Wohnungen, Werkstätten, Waschlammcrn oder Küchen benützt werden oder zu solcher Benützung bestimmt sind. s 3. In allen Gassen, wo Straßcnkanälc bereits bestehen, ist jeder Eigentümer von Gebäuden verpflichte^ auf eigene Kosten die Gebäude zu kanalisieren und mit dem Straßcnlanal zu verbinden, und zwar binnen einem Jahre von dem Tage der Inlrafttretung dieses Gesetzes an; >n den Gassen aber, wo die Straßenkanälc erst er-richtet werden, binnen einem Jahre nach Herstellung dieser Kanäle. Für die Hausknnalisicrung und die Her. stelluna. der Verbindungskanäle ist vor deren Ausführung im Sinne der Bauordnung eine Naubcwilligung zu erwirken. Sollte dcr Eigentümer des Gebäudes im gesetz-lichen Zeitraume diefcr Verpflichtung nicht nachkommen, ist die Sladlgcmemdc berechtigt, die erwähnten Arbeiten aus Kosten des Eigentümers zu bewirken. tz 4. Von der Entrichtung der Kanalgebühr sind befreit die humanitären nnd Wohltätigleitsanstalttü, jcr ner die Arbeitcrhäuscr, welchen im Smuc des Arbeiter-wolinuna,5gesctzes vom 8. Juli 1902. R. G, Vl. Nr. 144, Erleichterungen zustehen. Die Entscheidung darüber, welche Anstalten als humanitäre und Wohltätiglcitsan-staltcn anzusehen sind, steht dein Gemcinderale zu. Die weiteren Paragraphen betreffen Bestimmungen über die Art und Weise der EinHebung der Kanalgcbühr. Die näheren Bestimmungen über die Durchführung dieses Gesetzes sind vom Landesausschussc und dcr Landesregierung nach Anhörung der Gemeinde zu treffen. In dcr Generaldebatte ergriff zunächst Gemeinderat Pammer das Wort, welcher hauptsächlich auf dm Umstand verwies, daß die Einhcbung der Kanalgebühr insbesondere für Handeln lind Gcwcrbslcntc eine schwere Last bedeute, Redner und seine Gesinnnngsgcnossen müßten gegen diese neue Umlage stimmen. Gemcinderat Pam-iner stellte den Antrag, daß ein neuer Entwurf ausgearbeitet werden möge, der eine gerechtere Verteilung dcr Last herbe,führen würde. Vizebüraenneistcr Dr. Triller erklärte, daß der Gcmeinderal sich den Intentionen des Landtages akkom-niodicrcn müsse, da nur auf diese Weise das Zustandekommen des Gesetzes sichergestellt werden könne. Würden die Anregungen des Gcmcindcrates Pammer Berücksichtigung finden, dann würde dcr angestrebte Effekt nnr in geringem Maße erreicht werden. Der Gesetzentwurf, betreffend die Einhcbung der Kllnalgcbühr, wurde sodann in der von der Sektion beantragte» Fassung sowohl in dcr General- als anch in der Sftezialdebatte genehmigt. Gcmcinderat K r i st a n brachte sodann »ainens der vom Gcmcinderatc bestellten Thealcrkommission cinc» Dringlichlcitsantrag, betreffend die Fortführung der slo-uenischen Vorstellungen im hiesigen Landesthcater, ein. Vom Intendanten des kroatischen Landcsthcaters in Agram, Scttionsral von Trc^eoBranjsli, sei ein Antrag eingelangt, wornnch die Intendanz des kroatischen Landesthcaters geneigt sei, die Leitung der Opcrn, Operetten- und Dramenaufführungen im Laibachcr Landestheater für die Saifon 1913/14 unter dcr Bedingung zn übernchmcn, daß ihr vo» der Stadtaemcinbc Laibach cine Subvention vo» 31.0W 7V bcwillinl n»d cl>cntucll c>»c 30^ igc Elhöhnna der Eintiittöaebühr acstaltct werde. Sowohl die Solisten als anch Orchester »no (5hor »milden uom Agramcr Theater beigestellt werden, bei Dramcnaufführunge» unter der artistifchen Leitung des Herrn Nor^tnit das noch verfügbare Personal des slovenischen Theaters verwendet werden. Es würden ctwa acht Vorstellungen monatlich, darunter vier Opern-vorstcllungcn, stattfinden. Angesichts der Krisis im hiesigen sloucnlschcn Theater sei eine solche Lösung mit Freuden zu begrüßen. Sie würde allerdings nur ein Provisorium bedeuten. Unbedingt müßten geeignet Schritte unternommen werden, um eine Grundlage für eine dauernde Erhaltung des slovenischen Theaters in Laibach sicherzustellen. Gemeindcrat P a m m c r sprach sich energisch gegen dicsc Anlrägc aus, dic eine schwere Belastung dcr Ge-mcindc involuicrten und überdies ohne jedwede Vorne-ratung in dcr Finanzscltion in das Plenum gebracht worden seien. Redner protestiere namens seiner Gesinnungsgenosse» gegen die Vorlage und gab die Erklärung ab daß die Dcnlschcn an dcr Verhandlung nicht weiter teilnehme» wollen. Die Mitglieder des deutschen gc-meinderätlichen Klubs verließen sodann den Saal. Gcmeindcrat Pustoslem^el wünschte Aufklärung darüber, welche Stellnng der Landesausschuß zu dem Arrangement einnehme. Gemcinderat Dr. Zajec erklärte namens des Klubs dcr Slovcnischcn Volksparlei, daß dcr Klub mit ruhigem Gewissen für den Dringlichlcitsantrag stimmen werde. Die Bewilligung einer Subvention bedeute leine neue Belastung dcr Gemeinde, da ja das slovenische Theater bisher schon eine Subvention von 32.000 /< bezog. Dcr Landesausschuß habe sich bereits für das Arrangement ausgesprochen und bereit erklärt, dem In> tcnda.ilcn vo» Trc^ccVranjski das landschaftliche Thea-tcrgcbäude zum Zwcclc dcr Vcraustaltung slovenischer Aufführungen zur Verfügung zu stellen. Der Klub dcr Slovenischen Vollspartci begrüße es mit Genugtuung, daß die Thcatcrfrage wenigstens in dieser Form cinc Lösung sindct. Gemcinderat Reisner reagierte auf die Erklärung des Gcmcindcratcs Pammer und stellte fest, daß die Bewilligung einer Subvention lein Novnm fei und daß dcr Gemeinde dadurch keinerlei neue Lasten aufgebürdet werden. Sollten übrigens die Vorstellungen aus irgend einem Grunde sisticrt werden, so entfällt automatisch auch die Subvention, die ja in monatlichen Postezipando-raten zur Auszahlung gelangen soll. Der Beginn der Vorstellungen sei für Mitte Oktober in Aussicht genommen. Nachdon noch dcr Antragsteller Gcmcinocrat Kri -st a n seinen Antrag zur Annahme empfohlen hatte, wurde zur Abstimmung geschritten. Das Abkommen mit der Intendanz 0(6 kroatischen Lanoestheaters wurde einstimmig genehmigt. Schließlich wurde über Antrag des Gemeinderates K r i st n n zwecks Unterstützung der ohne Engagement in Laibuch verbliebenen Mitglieder des slovenischen Theaters ein Sustcntationsbcitrag von 1500 /^' bewilligt und dcr Aürgenneister mit der Verteilung diesem Vctiacies betraut. Sodann wnrde die öffentliche Sitzüm; um , Uhr abends geschlossen. «Die Beförderung der Tlanlsbran^en.j Im Sinne der von der Regierung gegen Schluß der Soinmer-session des Reichsratcs am 19. Juni abgegebenen Erklärung, daß sie bereit sei, durch Besetzung dcr freien systemisicrtc» Dienststellen und Vermeidung nicht gerechtfertigter Interkalarien und ad personaln-Ernennungen die Vcfördcrungsvcrhältnifsc dcr Staatsangestellten im Lause >r allernächsten Zcit wesentlich zu verbessern, sind in den Nessorts während der Monate Juli, August und September zahlreiche Beamte ad personam in die nächsthöhere Rangsllassc befördert worden. Hicbci wurde, wenn auch aus den von der Regierung i» der Sitzung des Staats-angestelltcnausschusscs vom 24. Juni dieses Jahres dargelegten Gründen die Zeitvorrückungsfriste» der Dienst-Pragmatik nicht vorweggenommen werden tonnten, zur Behebung dcr Vorrückungsstoctuiige» de» Beförderungen cin möglichst weiter Maßstab zugrunde gelegt. So nxit sich bisher überblicken läßt, wurden seit dem 24. Juni d. I, durch diese Aktion allein 2300 Beamte ad ftersonam ernannt, bczw. in eine höhere Rangsllassc versetzt, womit cin Mehraufwand von rund einer Million Kronen jährlich verbunden ist. Die Altion ist noch nicht ganz zu Ende geführt weil in einigen Dienstzweigen aus technischen Gründen eine Verzögerung sich ergeben hat, Die beteiligten Zentralstellen haben für die eheste Tnrchfiihrung dcr erübrigenden Beförderungen Vorsorge getroffen, Überdies ist für die tnnlichst rasche Besetzung der sich ergebenden freien Stelle» Sorge getragen. — -1 <- des In-fanielicregmients Nr. 97; aus dem gleichen Anlaß wurde dem Hanptman» Anton Schwarz i»es Insan-u^te«>i<" ließ in seinem Hause Nr, 59 in der Rosenkranzgasse die alten Türpfosten durch neue ersetzen; in seinem Hause Nr. 22 zu Pungrt wurde das alte Gewölbe entfernt, neue Türpfosten hergestellt und die Wasserleitung installiert. Im Hause des Telegraphenaufsehers Michael Iakofäiö wurde die Stallung zu Wohnzweckeil umgebaut. Das einstöckige neue Gebäude des Vinzenzuereines in der Kankervorstadt (in der Nähe des Friedhofes) ist im Rohbau fertiggestellt und unter Dach gebracht; in diesem Gebäude befinden sich eine kleine Hauslapellc und ein geräumiger Turnsaal, den der Turnverein „Orel" in Krainburq benutzen wird. Das einstöckige, villenartig aufgeführte Haus des Hausbesitzers und Fleischhauers Franz Iezer>ek, wohl der schönste und stilgerechteste Neubau in der Kanlervor-stadt, ist im Rohbau fertig und erhielt diesertage auch schon das Dach. Der Hausbesitzer und Handelsmann Josef Likozar ließ im Magazine, da6 zu seinem Hause Nr. 127 gehört, das alte Gewölbe niederreißen und ein neues aufführen, außerdem daselbst ein neues Auslagefenster herstellen. — Das einstöckige Wohnhaus des Baumeisters Josef Fuso in der Kankervorstadt wurde vor kurzem vollkommen fertiggestellt und von Wohnftarteien bezogen. —^. — (Idria im Dunkeln.» Durch die niihalteildel» Regengüsse der letzten Tage schwollen der Nilavabach und die Idrijca derart an, daß die Turbinen des Elektrizitätswerkes Kogov^et, das für die Stadtbeleuchtun,, zu sorgen hat, nicht arbeiten konnten. Weil der vor kurzem montierte Dieselmotor auch fehlerhaft und infolgedessen nicht betriebsfähig ist, war ganz Idria Sonntag abends und nachts in tiefe Finsternis gehüllt. Aber auch in der Nacht auf den Sonntag hatte plötzlich die elektrische Beleuchtung versagt, weil während eines heftigen Gewitters ein Blitzstrahl in die elektrische Leitung gefahren war. — Derartige Zwischenfälle machen sich in Idria insbesondere aus dem Grunde unangenehm fühlbar, weil fast in allen Privatwohnungen die elektrische Beleuchtung eingeführt ist. ^>'^ — (Bauernfänger.) Am vergangenen Dienstag kam ciii Besitzer aus St. Iobst, Bezirk Oberlaibach, nach Lai-bach, um Einkäufe zu machen. Als er aus dem Geschäfte des Franz Stuftica an der Maria Theresienstraße trat, gesellte sich ihm ein etwa 30 Jahre alter Mann zu. knüpfte mit ihm ein Gespräch an und erzählte ihm, daß er auch in der dortigen Gegend zu Hause sei. Über Einladung des Fremden begaben sich die beiden ins Gasthaus „Pri levu". Bald darauf kam ein zweiter fremder, bei 35 Jahre alter Mann ins Gasthaus und setzte sich, jedenfalls verabredet, zum selben Tisch. Die zwei Fremden begannen mit drei kleinen Kegeln und einer Kugel zu spielen, ließen einer dem anderen gewinnen und bewogen schließlich auch den Bauer dazu. Das Spiel gestaltete sich aber von da an ganz anders, denn die zwei Fremden ließen den Bauer niemals gewinnen. Erst als er schon 70 X verspielt hatte, erkannte er, daß er zwei Gaunern in die Hände geraten war. Er wollte nicht weiter spielen, worauf sich die beiden Spielkünstler aus dem Gasthause drückten. Sie hatten, wie die Wirtin erzählt, im Juli d. I. in ihrem Gasthause einem Bauer auf gleiche Art 58 /^' abgenommen. — In der Nacht auf den 30. v. M. übernachteten beide im Iermanschen Gast-Hause in der Bahnhofgasse und trugen sich im Meldebuche als Leo Not>i5, Mechaniker aus Brozato, und Franz NadiZar aus Hrastje bei Krainburg ein. — NadiXar wurde von einem Wachmanne auf der Miklo^iostraße verhaftet. Er behauptet, von Trieft gekommen zu sein, wo seine Frau mit Kindern wohne, und gibt selbst zu, daß er dort wegen Hasardspieles abgestraft und aus Trieft ausgewiesen worden sei. Den Komplicen, mit dein er im Gasthause „Pri lcvu" gespielt, kenne er nicht und er sei dort nur zufällig mit ihm zusammengekommen. Er wurde dem Bezirksgerichte eingeliefert. — (Ein zärtlicher Ehegatte.» Der 31 Iahw alte, erst seit einem Jahre verheiratete Arbeiter Anton Dem^ar in Neudorf bei Krainburg lebt mit seiner Ehegattin in Unfrieden. Er ist stark dein Trunle ergeben und vertrinkt in der Regel seinen ganzen Verdienst. Kürzlich kam Den^ar wieder berauscht nach Hause und vergriff sich nach einein kurzen Streit tätlich an seiner Ehegattin, indem er sie zuerst an die Wand schleuderte, dann zu Boden warf, würgte und mit Fußtritten bearbeitete. — (Ein Gewalttätiger.) Sonntag nachmittags kam der beschäftigungslose Taglöhner Anton Stern aus Predaßl in die Gendarmeriekaserne zu Gorenja uns und verlangte in frechem Tone ein Paar Schuhe, da seine schon zerrissen seien. Als er natürlich abgewiesen wurde, begann er zu exzedicren, schlug auf den Tisch und beschimpfte den anwesenden Gendarmen so, daß sich dieser gezwungen sah, ihn zu verhaften und ihn vorläufig in den Gemeindearrest zu stecken. Dort erzedierte Stem weiter, zerschlug eine hölzerne Pritsche und schlug mit einem Brette so lange aufs Fenster, bis er ein dort angebrachtes Drahtnetz zerriß. Stern wurde dem Bezirksgerichte in Bischoflack eingeliefert. — (Unfälle.» Der Fabrilsarbeiter Karl Probst erlitt vor einigen Tagen während der Arbeit in der Eisengießerei zu Aßling durch fließendes Eisen schwere Brandwunden am rechten Bein. — Bei der Laibachregulierung verunglückte der 16 Jahre alte Taglöhner Florian Kurak dadurch, daß cr ausglitl und sich den linken Arm brach. — Ein ähnliches Unglück ereilte am I. d. M. den 63 Jahre alten Maurergehilfen Franz Gogola, der während der Arbeit in Veldes ausglitt und sich das linke Nein brach. — Ein Taglöhner i» Lack bei Mannsburg geriet unter einen rollenden Vuche»lloh und zog sich eine schwere Verletzung des linke» Beines zu. — Der 50 Jahre alte Keusckler Josef Prosen in Podsmerek stürzte zu Hause über die Stiege und brach sich das rechte Bein. — Als der 53 Jahre alte Knecht Leopold Kolar an der Ahacljeva ccsta auf den Heuboden Viehfuttcr hole» ging, fiel er vo» der Leiter und zog sich schwere Verletzungen am Körper zu. — Der an der Petersstraße wohnhafte Taglöhner Josef Iapelj wollte diesertage auf dm Heuboden schlafe» gehen, stürzte aber vo» der Leiter und brach sich de» rechten Arm. - Die 14 Jahre alte Waise Emilie Kuhar begoß sich vorgestern zu Haufe in der Kirchcngassc mit heißem Fett und zog sich schwere Verbrühungen des rechten Armes zu. ^- (Wieder ein versuchter Varacteneinbruch.) Wie »och erinnerlich sei» dürfte, wurde i» der vorige» Woche in die Verlaufsbaracke an, Staats bah »Hofe i» Unter-^i^ka eingebrochen. Der Täter stahl daraus verschiedene Tabakfabrikate, Eßwaren :c. im Werte von mehreren Hundert Kronen. In der Nacht auf de» Sonntag stellte sich der Dieb wieder ein. Er versuchte in die Baracke am Staatsbahnhofe einzubrechen, indem er die Holzleisten wegriß und de» geschlossenen Balken mit einem Stemmeise» gewaltsam zu öffnen versuchte, dürfte aber in irgend einer Weise verscheucht worden sein. — (Verhaftungen.) In der Deutsche» Gasse wurde ein Arbeiter verhaftet, weil er dringend verdächtig ist, der Verkäuferin A»»a Bcmovcc anläßlich eines Besuches ei» Geldtäschchen mit 10 /< gestohlen zu haben. In der Brunngasse verhaftete ein Wachmann einen betrunkenen Fialer, der in eine dortige Schusterwerlstätte gekommen war und vo» einem Gehilfe» unter Drohungen mit gezogenem Messer ei»en Geldbetrag z» erpresse» suchte. — I» Selo wurde der schon oft abgestrafte Arbeiter Josef Prepeluh wegen Kontrahierung betrügerischer Schulden verhaftet. — Vorgestern verhaftete ei» Wachmann auf dem St. Jakobsftlatze den Maurergehilfen Johann Scur aus dem Bezirke Udinc wegen zudringliche» Äcttelns vo» Haus zu Haus. — (Verhaftuna. eines Fahrraddiebes.) Am vergan> genen Freitag wurde im hiesige» Versatzamte von einem Detektiv ei» jüilgerer Bursche angehalte», der ein Fahr» rad versetze» wollte. Der Angehaltene gab zuerst einen falschen Namen und Wohnort an u»d behauptete, daß das Rad sein Eigentum sei, das er W momentaner Geldverlegenheit versetzen wolle. Später aber gestand er, das Fahrrad im Hofe des hiesigen Zweiten Ttaatsyymna-siums gestohlen zu haben, aus ?.eje bei Drachenburg zu stammen und Franz Vevc zu heißen. Er war am 16. September nach Laibach gekommen, um das Gymnasium zu besuchen, hat aber die Aufnahmsprüsung nicht bestanden. Hierauf logierte er sich bei einer Frau in der Peters' straße unter der Vorgabe ein, er sei Student der sechsten Klasse des hiesigen Staatsgynulasiums. Schließlich wurde cr, als sich die Quartierfrau von der Unrichtigkeit seiner Angaben überzeugte, delogiert. Seitdem ging er ziel- und beschäftigungslos umher, bis ihn das Schicksal der Arretierung ereilte. Das gestohlene Fahrrad gehört einem Studenten der fünften Klasse des Zweiten Staatsgymnasiums. Vevc wurdr dem Bezirksgerichte eingeliefert. — (Kino „Ideal".) „Seine Kammcrjungfer", ein französisches Lustspiel in drei Akten nach dem Vaudeville Nelly Roziers, wird vo» heute bis Donnerstag ab 7 Uhr im Kino „Ideal" vorgeführt werden. Es ist dies das beste Lustspiel dieses Jahres. Sensationell ist die herrliche Aufnahme des Kratersees auf der Insel Hawaii. Überhaupt muh bei diesem Programm jedermann Laibacher Zeitung Nr. 230. 2115 7. Oktober 1913. auf leine Rechnung kommen. — Freilag der erste An» torenfilm uon Leo Tolstoj „Der lebende Leichnam". Lao ABC der Gesundheit macht die nngehinderte, regelmäßige, leichte Tätigkeit des Darmes und tägliche Befreiung desselben von den angesammelten Verdauungsrückständen zum obersten Gebote. Das Gefühl des Wohlbehagens erfüllt uns, wenn der Verdauungsaftparat gut funktioniert, anderseits fühlen wir uns krank und schlaff, sind mißgestimmt und reizbar, wenn die Darmtätigkeit träge ist oder zeitweilig ausseht. Saxlehncrs Hunyadi Junos Bitterwasser, das in diesen Jahren schon auf eine fünfzigjährige Verbreitung zurücksehen kann, erweist sich in allen diesen Fällen als angenehmer, prompter und sicherer Helfer. Niemand, der dieses beste der natürlichen Bitterwässer etwa noch nicht kennen sollte, versäume es, an sich selbst einen Versuch zu machen. 2W1 3-2 Theater. Kunst mnd Meratur. ** lKaiser Franz Ioseph.Iubiläumsthellter.» Am verflossenen Samstag wurde das preisgekrönte Drama „Tantris der Narr" von Ernst Hardt, „Tristan und Isolde" in moderner Bearbeitung, gegeben. Gottfried von Straßburg hat in seiner vollendeten epischen Dichtung die duldende Liebe, all der die Welt Rache nimmt, Richard Wagner in seinem gewaltigen Tondrama die hoffnungslose Liebe, die den Todeskeim in der Brust trägt, geschildert und die Liebe Tristans und Isoldes ans der engen Vorstellung romanmähiger Auslegung in den Weltenraum verlegt. Hardts Dranu. ist eigentlich eine Fortsetzung des „Tristan"-Frag,nents, aus dem er einzelne Mschnitte in sein Drama aufgenommen hat. Auch seine Gestalten stehen im Banne einer ihr Tenten, Fühlen und Handeln beherrschenden Gefühlsmacht; cin Ringen, Suchen, Sehnen entrollt sich, dessen Befriedigung sich dieser Welt verschließt. Freilich hat Hardts Dichtung den Schmelz lind Duft der großen Liebesphilosophie und auch den naiven Humor, der Gottfrieds Dichtung vergoldet, abgestreift. Wir möchten, kurz gesagt, behaupten. Richard Wagner habe sich in seinem Tondrama vom Körperlichen losgcrnngcn, Hardt habe das Sehnen geistiger Art auss Körperliche herabgedrückt. Er hat die Charaktere modernisiert und jeder Empfindung das subjektive Ethos zuerkannt. Das Werk ist dramatisch meisterlich aufgebaut, enthält mächtige Stcigernngen, die allerdings durch dialogisch weit ausgesftonnenc Zcrfasc Nlngcn geschwächt werden. Die Sprache enthält viel Schwung und Schönheit und trägt der leidenschaftliche?, Empfindung in hohem Maße Rechnung. Die Aufführung gereichte der vcrstä»dnisi»»igen Spielleitung des Direktors Herrn Schramm zur Ehre; sie zählte zu den besten Vorstellungen, die bisher das Publikum erfreut hatten. Die stimmungsvollen szenischen Bilder waren von starker Wirkung, die Volksszene», insbesondere die Szene, wo Isolde den Siechen preisgegeben werden soll. pak-kend und ergreifend. Die Darstellung dcr Isolde legte ein schönes Zeugnis für die Begabung und schauspielerische Intelligenz des Fräuleins Hart ab. Haltung und Sprache waren voll frauenhaften Adels. Sie findet Übergänge und Steigerungen für die verschiedenen He^ lenstmmlungen und den richtigen Pathos für den heroischen Trotz, mit dem Isolde ehrlich und unehrlich für lhre Liebe kämpft. Ihre Bewegungen sind maßvoll nnd überschreiten nicht die Schönheitslinic. Hie und da wäre die Steigerung der Leidenschaft wirksamer vorzubereiten und emc zu starke rhythmische Akzentuierung dcr Deklamation abzuschwächen gewesen. Aus Herrn Holgcrs Gestaltung des Tristm, trat dcr ritterliche Sinn und unbeugsame Wille, der durch Siechen und Narrenkleib sein Ziel erreichen will, überzeugend hervor. Die Ausbrüche leidenschaftlicher Verzweiflung für die rein lyrischen Szenen gaben Herrn Holger Gelegenheit. schöncsEmpfin-den mit kräftige» Mitteln zu vereinen. Der stark ins Tyrannische modernisierte König Markl. dessen blindes Vertrauen in Hardtscher Beleuchtung grausamen, eifersüchtigen Wüten weicht, fand i» Herrn Ferst! cincn verständigen Sprecher und kräftigen Vertreter. Allerdings wäre der Umschwung von finsterem Haßgesühlc zu versöhnlicherer Anschauung in schärferen Umrissen zu zeichnen gewesen. Herr Direktor Schräm m charakterisierte dcn finstern Ritter Dcnovalin mit ruhigem, kaltem Ernste. Den weisen und gefühlvollen alten Narre» brachte Herr 5t o ft a l packend und ergreifend zur Geltung. In die kleineren Rollen teilten sich mit schönem Erfolge die Fräulein de Polany nnd Linhart sowie die Herren Würz, ZI ob er, Nöhm und Torelly Das Publikum verfolgte die treffliche Aufführung mit größter Spannnng, spendete nach den Aktschlüssen herzlichen Beifall und ehrte die Darsteller durch wiederholte Hervorrufe. Die Operetten «Der Vogelhändler" und „Der Obersteiger" gehörten geraume Zeit zu den beliebtesten Rc-ftntoirstücken, bis sie durch andere Werke der losen Muje obgleich diese ihnen an Wert nicht gleichkamen verdrängt wurden. Ihr Wert liegt hauptsächlich in der volks» tümlichcn Lyrik und in der GcschicNichkeit, mit der Heller dem fortlaufenden Gesangsvortrag ganz selbständige Tänze, namentlich Walzer lind Pollas sowie fesche Märsche unterlegte. Zndem instrumentiert Zeller mit Geschmack; sein Stimmsah, besonders in den wirksam aufgebauten Ensembles, ist sorgsam und würde auch einer komischen Oper zur Zierde gereichen. Der gesunde, wenn auch derbe Humor des Librettos wird von, Humor der Musik noch weit übcrtroffen. Die Singstimmen sind der natürlichen Stimmlage glücklich angepaßt und dankbar behandelt. Natürlich erfordert diese Operette gleich ihren älteren Vorgängerinnen nicht nur Darsteller, sondern auch stimmbegabte Sänger, und über diese verfügt die Ope» rette der deutschen Bühne. Fräulein Ehrenfeld, eine schlanke, elegante Bühncnerschcinung, besitzt eine junge, klangvolle, unverbrauchte Sopranstimme von heller Färbung, die, gut geschult, in allen Registern ansgeglichcn, in den hohen Lagen Schlagkraft besitzt und auch die Ensembles beherrscht. Fräulein Ehrenfeld hat auch schauspielerische Begabung, die natürlich noch weiterer Reife bedarf. Herr Ausim verfügt über einen weichen lyrischen Tenor, der sich für die dankbaren Lieder des Fürsten Roderich sehr vorteilhaft erwies. Die reizvollen Zwicgesänge mit Fräulein Ehrenfcld übten schöne Wirkung und rissen das Publikum zu lebhaftem Beisalle hin. Der jugcildliche Gesangslomiler, Herr Marlow, gestaltete den Obersteiger mit natürlichem Humor ohne lästige Nkrtreibung. Er hat eine lleine, jedoch sympathisch ansprechende Stimme, die er geschmackvoll zu verwerten weiß. Besonderen Beifalls erfreute er sich nach dem ohrengefälligcn Walzcrlicde von der schönen Mül» lerin. Der Charakterkomikcr. Herr Torelly, bildet eine rühmliche Ausnahme in diesem Fache, denn er besitzt auch eine ganz angenehme Stimme. Er charakterisierte den Bergt» reltor Zwack mit Laune und richtigem Maßhalten in dcr Komik. Fräulein Wolf ent-srpach in der vom Librettisten schablonenhaft ausgestalteten Figur der komischen Alten auch gesanglich und erheiterte durch drastische Komik. Gegen die Soubrette, Fräulein Heller, dcr di,e dankbare, anmutige Rolle dcr Nelly anvertraut war. verhielt sich das Publikum ablehnend. Sie besitzt nicht jene künstleischen Eigenschaften, die dieses Fach erfordert. Ihre Erscheinung, ihr Spiel nnb ihr Gesang, der zudem rhythmisch unsicher war, entbehrt jeglichen Reizes. Es muß daher für dieses Fach sowie für die dritte Soubrette, die durch Fräulein Zampa ungenügend vertreten ist, ein Ersatz geschaffen werden. Die Herren Dei sen hofer und Stöger blieben den beiden blödelnde» Salineubcamten nichts schuldig; Herr Steiner entwickelte als Wirt einen t'lberschuß an Stimme. Eine besondere Ancrleninmg ver» dixmt der (5hor, der stiminlräftin und schneidig einariff. Das Orchester hielt sich sehr brav. Die Inszenierung bnrch Herrn Torclly machte sich lim das Gelingen der lustigen Veranstaltung verdient, die kräftig einschlug, das Publikum rasch in die richtige Opcrettenstimmung brachte und freundliche Anerkennung fand. Mit den vorhandenen, stimmlich bcgabwi Mitgliedern, die sympathisch ansprechen, läßt sich nur Gutes für die Spielzeit erwarten. Es wird — wie es ja gewöhnlich unausweichlich ist — noch eine den Wünschen des Pnblikums entsprechende Ergänzung stattfinde» und da»n wird die deutsche Bühne eine vortreffliche Operette besitzen, die auch verwöhnte Kenner befriedigen soll. .7. -- «Vorstellungen im Landrsthcntcr.» Am verflossenen Samstag veranstalteten einige slovenische Schauspieler im Landestheatcr eine Aufführung des dreiaktigcn Lcl'ei'sbildes „Ein Fehltritt" von Emile de Girardin. Dcs Theater war sehr mäßig besucht, die Logen blieben mit geringen Ansnahme» leer. Das ausgeführte Stück, das in moderner, recht tüchtiger Art den Fehltritt einer Ehegattin behandelt, dic ihren Gemahl, einen Pariser Bankier, aus unüberlegten, jugendlichem Leichtsinn mit dein Banktcilhabcr, einem herzlosen Spanier, hinlcrgan. gen, wofür sie hernach schwer zn büße» hat, fand dank der vortreffliche» Leistungen dcr Frau Bul^elova und des Herrn D a n i l o, die sich in die schwierigen Hanptrollcn teilte», vielen Beifall. Gut waren Frau I u-vanova und Herr G r o m, wenn vom Mangel der erforderlichen wcltmännisclicn Ebeganz abgesehen wird. Recht herzig und gewinnend bei gutem Spiel war die Ncine Silva, die echtes Thcaterblut zeigt. ^ Am Sonnlag abends wurde das lustige Vollsstück „Die Herren Söhne, von O Walther nnd L. Stein aufgeführt. Der Besuch war noch schlechter als am Vorabend, so daß die Veranstalter von den beiden Aufsührungsabendcn nicht nur keinen Nutzen, sondern sogar einen materiellen Schaden habe». — Das Publikum auittierlc die vielen heiteren Szenen mit anerkennendem Beifall. In die Rollen teilten sich die vorgeschritteneren Zöglinge der Danilo-schc» Schauspiclerschule sowie die in Laibach weilenden gewesenen Mitglieder der slovenischen landschaftlichen Bühne, so daß das Stück im großen ganzen annehmbar gut über die Szene ging. Die Regie führte an beide» Abenden Herr D a n i l o. — (Aus der deutschen Thcaierlanzlei.» Heute gelangt die mit großem Acifallc aufgenommene Operettcn-neuhcit «Prinzeß Gretl" zur dritten Aufführung. Infolge Einberufung des Herrn Marlow zur Militärbienstlei' stung muhte eine Änderung in der Besetzung plahgreifen. Die Rolle des Hirschfeld wird Herr Torelly, die Rolle des Pedell Herr Sander spielen. — Donnerstag findet die Erstaufführung des am Wiener Hofburgthcater mit großem Erfolge gegebenen Wiener Luftspieles „Ein Paar nach der Mode" von Raoul Auernheimer statt. — (Das erfte Konzert der „lAasbena Matica") in dcr laufenden Saison wird Dienstag den 2l. d. M. unter Mitwirkung der Konzertsängerin Frau Paula Lov ^ e und des Violinvirtuosen Herrn Iaroslav ss o» cian stattfinden, — (Druckfehlerberichtigunss.) In unserer gestrigen Notiz über den zu schaffenden slovenischen Schauspieler-llub in Laibach soll es richtig heißen: Herr Professor Rcisner gab Aufklärungen über den augenblicklichen (nicht: angeblichen) Stand der slovenischen Theaterftage in Laibach._________________________________________ Telegramme des l. l. Telegraphen-Korrespondenz-Bureaus. Todesfälle. Prag, 6. Oktober. Anläßlich des Ablebens des Fürsten Schwarzenberg erhielten die Fürstin und der Sohn des Verblichenen von Seiner Majestät dem Kaiser M wärmsten Worten abgefaßte Kondolenztelegramme. Writers kondolierten Erzherzog Franz Ferdinand und Gemahlin, Erzherzog Franz Salvator und Gemahlin und Erzherzog Friedrich und Gemahlin. Bad Ischl, 6. Oktober. Heute nachmittags ist hier der Oberst im Ruhestände Graf Karl Schaffgotsch gestorben. Vom Valkan. Belgrad, 0. Oktober. (Aus amtlicher serbischer Quelle.) Nach den letzten hier eingelangten Berichten wur^ den die bulgarischen Komitadschis nnd der Rest der albanischen Banden im Departement Monastir vollständig vernichtet. Es wurde» dort die Behörden wieder ringt' setzt, und es herrscht nun Rnhe. Im letzten Kampfe bei Prizren wurde der Feind von unseren Truppen von Prizren und den von Tetovo kommenden Verstärkungen i»s Kreuzfeuer genommen. Bei Vrani^te wurden die Albaner vollständig geschlagen. Sofia, li. Oktober. Die „Agence t^graphinuc bul gare" meldet: Infolge des albanischen Aufstanbes und dcr von den Serben braonncnen blutigen Unterdrückung, dic unber einer allgemeinen Niedermetzelung der bulgarischen und albanische» Bevölkerung, besonders in den Gebieten von Kalkandele», Gostivar und Gora vor sich geht, treffen Truppen von Bulgaren aus diesen Gegenden, die durch Flucht ins Gebirge 1)em Tode entronnen sind. auf bulgarischem Gebiete ein. Die Flüchtlinge ei zählen, daß ihre Heimat jetzt ein wüstes Trümmerfeld sei. Belgrad, tt. Oktober. In einer Unterredung mit einem Mitarbeiter der „Politila" erklärte Ministerpräsident Pa^U', daß ihm in Wien ein aufmerksamer und sogar herzlicher Empfang bereitet worden sei. Beiderseits habe sich der beste Wille für die Herstellung freundschaftlicher Beziehungen zwischen beiden Staaten gezeigt, In-> wieweit die Verhandlungen von Erfolg begleitet sein werden, wird sich bald erweisen. Es scheint mir. fügte der Ministerpräsident hinzu, daß dies nicht schwer sein wird. Bezüglich des albanischen Aufslandcs und des drohenden türkisch-griechische» Konfliktes gab Ministerpräsident Pa^i<- der Ansicht Ausdruck, daß mit Rücksicht auf die allgemeine Ermüdung Komplikationen werden vermieden werben können. Belgrad, l>, Oktober. Nach Meldungen serbischer Blätter werden sowohl uon der Türkei als auch von Bulgarien Mobilisierungsvorlehrungen in großem Mah-stabc und mit größter Eile getroffen. Aus diesem Grunde haben sich Griechenland nnd auch Serbien genötigt gesehen, entsprechende Gegenmaßnahmen zu verfügen, um sich gegen alle Eventualitäten zu sichern. Die Verschärfung der Beziehungen zwischen der Türkei und Griechenland erwecke steigende Besorgnis. London, 6. Oktober. Wie das Reuterbureau erfährt, sind in London Telegramme eingelangt, welche mitteilen, daß dcr auf der Fahrt von Konstantinopel nach Rom und London befindliche Kommandant des Kreuzers „Ha-inidic", Rcuf Bei. den Auftrag habe. Kriegsschiffe anzukaufen sowie Offiziere und Mannschaften zur Verstärkung der ottomanischen Marine anzuwrrbc». Begnadigung. Wien, 6. Oktober. Dcr zum Tode verurteilte Buch. Halter Emil Altmann, der bekanntlich seine drei Schwäger die Bauunternehmer Nergcr, auf offener Straße durch Rcoolverschüsse getötet hatte, ist von Seiner Majestät dem Kaiser begnadigt worden. Der Oberste Gerichtshof hat über ihn eine lebenslange Kerlerstrafe verhängt. „Dor kbe&d« Lddmam" 4 Tagi SDTO^DIAL naoh Leo Tolstois berühmtem Werke. Von Freitag den 10. bis Montag den 13. Oktober 1. J. Bei allen Vorstellungen. Vorstellungen täglich um 4, 5>/„ 7, 8>/„ Samstags um 3, 420, 5W, 7, 8»/s und Sonntags um 10V- und ab 3 Uhr nachm. Preiserhöhung 10 h mit Ausnahme des II. Platzes. Laibacher Zeitung Nr. 230. 2116 7. Oltober ltti 5 Die Cholera. Budapest, 6. Oktober. Aus der Provinz sind dem Ministerium des Innern gestern und heute 2.) neue Cyo-leraertrankungen gemeldet worden. Vrände. Wien, 6. Oktober. Tie Blätter melden aus Gaolonz: Gestern abends äscherte ein Brand eine Glashütte in Reinowitz ein. Ter Schaden wird auf 600.090 Kronen geschätzt. Bei den Löscharbciten wurden mehrere Personen verletzt. Innsbruck, 6. Oktober. In der vergangenen Nacht ist im San Pelagrin-Tal das Hotel „Manzoni" voll' ständig abgebrannt. In dem Hotel waren keine Gäste mehr anwesend, doch war der Betrieb noch aufrecht. Das ganze Objekt wurde bis auf die Mauern zerstört. Schnee. Königsberg in Preußen, 6. Oltober. Heute hat hier starkes Schneetreiben eingesetzt. Eisenbahnunglück. Dvinsl, 6. Oktober. Ler aus Kiev nach Petersburg fahrende Schnellzug stieß bei der Einfahrt in den hiesigen Bahnhof mit der von einem Postzuge losgekuppelten Lokomotive zusammen. Vierzehn Personen wurden getötet, siebzehn schwer und elf leicht verletzt. China. Petersburg, tt. Oktober. Tie Petersburger Tclegra-phenagentur meldet aus Peking: Beim dritten Mahlgange wurde Iuanschilkai mit 507 Stimmen zum Präsidenten der Republik gewählt.__________________ Verantwortlicher Redakteur: Anton F u n t e k. | China-Wein mit Eisen -i Hygienische Ausstellung Wien 19O6: \ Staatspreis und Ehrendiplom zur goldenen Medaille. >? B Appetitanregendes, nerven- \ ffl stärkendes und blutverbes- ijj> MB serndes Mittel für Sy Mi Rekonvaleszenten === ^5 ä^^^^^ ===== und Blutarme ^ fPPBPfi von ärztlichen Autoritäten ^ ifŽClsiH bestens empfohlen. ¦5 --|rrr" Vorzüglicher Geschmack. S3 rVtwiVinr ;, i- Vielfach prämiiert. jjjj! ^ši^ Über 8000 ärztliche Gutachten. & J. SERRAVALLO, k. u. k. Hoflieferant, Trieste. Marktpreise in Laibach , im Monate September 1^j1!i. Weizen.....q X2^- — Paprila. . . . icss K 320 Roggen ...» > 18 50 Kümmel .... » — 96 Gerste.....» » 1? 50 Wein.....I . — 96 Hafer...... . 19 50 Vier...... . —48 Mais.....» > 18 50 Vranutwem. ... 1 80 Weizenmehl Nr. 0 . , 3") 40 Rum...... . 3 20 Roggenmehl . . » » 31 — ssognal. . . . » » 3-80 Weizenmehl Nr. 2 » »3440 Essig.....» . —30 . 3 . .33 60 Tafelöl. ..... 1 50 Maismehl . . . » »24— Schweine. . . y »124' — Weizenbrot, . . lcz » — 44 Kälber. ...» » 122 - Roggenbrot. . . » » - 38 Rindfleisch . . . » 190 — Gemischtes Brot. » » — 36 Schafflcisch . . » > 120 — Reis.....» » — 48 Schweinefleisch. » » 164 - Gerste...... . . -40 Ziegenfleisch. . , »100 — Gries...... »—38 Kalbfleisch . . . . 141 - Fisolen...... »-36 Geselchtes Fleisch . »210 — Linsen.....> » — 76 Salami. . . . » » 200 — Erbsen ......— 40 And, trock. Würste » »260- — Nusgesch. Erbsen. » .— 56 Specl . . . . » . 185- — Hirse.....» » — 32 Schweinefett. . » » 190 — Heiden.....» .— 24 Butter , . . . 1^ ' 3 60 Türlen.Mehl , . » »-72 Käse.....» ' 1 96 Kartoffeln ....»— 06 Heu.....^l ' 7 — Gemüse l Kraut, — 08 Kuluruzgrieß . » » 32 — Rüben usw.) , . »—06 Klee.....» » 8 50 Sauerlraut. . . , » — 10 Stroh ....»» 550 Saure Rüben. . , »—08 hartes Holz . . m' » 11 — Kaffee...... . 2 68 weiche« Holz. . » , 7 50 Tee....... . 5 50 Steinlohle . . q > 3 36 Kakao...... » 5 50 Kohle .... . . 10- Zucker...... , — 86 Kols...... » 4 36 Salz...... . —-24 Petroleum . . Iil » 38 — Pfeffer...... . 2 20 Vrennöl. . . , » . 70 — 3'«7 24 — 15 Steckenpferd- """"' Ailienmilchseife nach wie vor unentbehrlich für eine rationelle Haut- u. Schön-heitspflegs. Tägl, Auertcuuungsschr. i», 80 li überall vorrät. Angekommene Fremde. H,iel ,,«lef«nt". Am 6. Oltober. Schober, Hausbesitzcnu, Villach. Rochc, Theate,.direltor, Klagenfurt. - Vrauso, Arzt, s. Gem., Nesfe und Ehauffeur; Schweida. 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Ol» tober für Tteiermart. ttärnten und Krain: Veränderlich, etwas lühl, ostliche mäßige Winde. — Für Ungar,,: Unwesentliche Tcmperaturänderung, stellenweise Regen zu erwartcu, [ Das MDbeletablissement Franz Doberlet j ; Laibach, Franziskanergasse Nr. 8 j 5 empfiehlt Möbel jeder Art in solider ! ! Ausführung und zu billigem Preise \ f 1062 24 f Killderfterlllichkcit !>!!»,»t all, w!-!M drr Tniistliüs! vo» Aülisss!!!» mil »»-. V. V>-»> ll»!»»««, d>r mit ri» wsiiin Milch u»d Zurlri z» vciiM» ill, «»igsznnr» u»d ailch lpälrr t>en niiidcsl, slaü ülassee »lö ssrilhsliicl N>'NN>e>i wirb, Dleie Vlesvrolinstnalirüüss suslcl »!>!' lmll> iuvirl wir jrdf cmbtrs, lUc>n d»r Wohltat dos Atalzlses habl» jich »«»^„df Miütfr »bolzenlN, ebenjo h»»der!c Ha»eflo»c», dir Wal^lcrfciitistült slnliilifle», Niaiilc erzirlen die beste» Elsolssc. 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Schl'ißkura Geld | Wore Allg. Staatsehnld.-------------- Proi. s |(Mai-Nov.)p.K.4 8126 Sr-tn B *%) j ,. i> P-U.4 81X6 8146 K k. st. K.|(Jän.-Juli)p.K.4 *r?e «/-40 l „ ,, p. A.4 «/« */ -4B 5 4 9*/a».W.Not.r«b.Aa«.p.K.4-2 44'20 «4 4« 5 4-8% ,, „ „ ,, p.A.4-8 S4-4C 8446 S 4-S*/0 „ 8ilb.Apr.-Oltt.p.K.4'a J4-4S «b'i « 4* „ „ ,, „ p.A.4 2 S4 46 84 6H Lo*«T.J.1860za500fl.ö.W.4 /600 i6*0 Lo8eT.J.1860»nl00fl.ö.W.4 496—446 — Loeev.J.lSMrulOOHAW___686-— «9S-— LoMT.J.lM4ra ÖOfl.ö.W.... 148— t«0 — 8t.-Domän.-Pf. 120 0.300 FS —•- —— Otsterr. Staatsschuld. Ueit.StaatBBchatzach.stsr.K.4 »ff-fi» 3«-70 Üeit.Goldr.itfr.tiold.KoJBe. .4 tO47t 10496 ., ,, ., ,, p. Arrgt. 4 10476 104 96 0*«t. Rentei K.-W.stfr.p K.4 81 Go 8IS0 ,, „ ,, „ ,,U. .4 81-70 8190 O«it. Rente i. K.-W. iteaersr. (1912) p. K............ /, 7«-/0 7670 dto.E. 18S6200U.1000B.S.4 86-— 86-. Rudoliebahn E. 1884(d. S.JS.4 84S6 84 36 SlaaUeiscnb.-G.500 F. p. St. 3 360-— »66 — dto. Ergr-Neti 500 F. p. St. 3 »46 — t47 — SüdnorddeutecheVbdgb. fl.S. 4 82-90 S»öO Ung.-gal. E.E. 1887 200 Silber 4 8236 8»-i6 Ung. Staatsschuld. Ung.StaatskM8enBch.p.K.4'/, flS-6'6 99S0 Ung. Rente in Gold. ..p. K.4 99-76 B9-96 Ung. Rente i.K.Btfr.v.J. 1810 4 *o-?a 80 96 Ung. Rente i. K. «tfr. p. K. 4 «0-7» 80 96 Ung. Prämien-AnlohenäiKXXl. 469-— 469 — U.Thei88-R.o.Szeg.Pnn.-O.4 289-60 29H-6C U.GnindentlaBtg.-Obg.ö.W.4 8116 8216 Andere öffentl. Anlehen. B«.-herx.Eis.-L.-A.K. 1902 4V, 90— 9i — Wr. Verkehrsaul.-A. verl. K4 81-66 S2 6t> dto. Em. 1900 verl. K . . . . 4 81-76 82 76 Galiiischea v. J. 189S verl. K. 4 82-66 83-66 Krain.L.-A.v.J.lH88ö.W.. 4 —— 9<-80 Mährische« v.J. 1890v.ö.W.4 86-6C 87-60 A.d.St.Bndap.v.J. 1903v.K.4 79-60 80-60 Wien(Elek.) v. J. 1900 v. K. 4 8r90 82 90 Wien (Invest.) v.J. l»O2v. K.4 8626 86-26 Wien v. J. 1908 v. K.......4 82-20 8120 Rues. St.A.1906 f. 100Kp.U.6 102-80 10826 Bnl.St.-Goldanl.l907 100K4Vj 8626 87-16 Pfandbriefe nnd Kommnnalobligationen. Boi!enkr.-A. öst.,50 J. ii.W. 4 8V80 82 80 Bodenkr.-A. f. Dalmat. v. K.4 -— —— Böhm. Hypothekenbank K. . 5 /00/« /0//6 dto. Hypothbk.,i.67J.v.K.4 8* 7t 89 76 Schlulikarti Odd | Ware riui. Böhm.Ld.K.-Schuld9ch.5O.].4 84-16 86-16 dto. dto. 7HJ.K.4 84— 86 — dto. E.-Schuldst:h.78j.4 84-— S6- Galiz.Akt.-Hyp.-Hk.......5 90-7* 91-/6 dto. inh.50 J.verl.K.4V, S226 83-26 Galiz.Landeib.51'/,Jv.K.4V, »*- •"*•- dto.K.-Obl.in.Em.42j.4»/2 90- 9f— [Htr. Bodenkr.-A. 3«5 J. ». W. 5 B8-- 99 — Istr. K.-Kr.-A.i.52V,Jv.K.4V, — — 8V60 Mähr. Hypoth.-U.ö.W.u.K.4 83-66 8466 Nie/, 90- 91- Spark.lnner8t.Bnd.i.50j.K4V2 90- 9f- dto. inh. 50 J. v. K. . . . 4l/< «/«0 82-60 Spark. V. P. Vat. CO. K . . 4V, 9080 91-60 Ung. Hyp.-B. in Pest K . . 4«/» 9/-«ö 92-60 dto.Kom.-Sch.i.50J.v.K4V, 9126 94-26 Eisenbahn-Prior.-Oblig. Ka8ch.-()derb.E.l889(d.S.)S.4 8120 82-20 dto. Em. 1908 K (d.S.). ..* #0*0 81-40 Lemb.-C7,er.-J.E.18H4 800S.3-6 786« 76-60 dto. 300 S...........4 «/-.98 81-96 Staatseiaenb.-Geacll.E. 1*85 <it UO-Mark-Stücke.......... 1#87 236M Deutsche Roichsbanknotcn . . 117'7/m MVti* [talicnJHcho Banknoten..... 94-40 94-bO Rubel-Noten............264-__ *«»• — Lokalpapiere BMhfrivttnotler.d. PllUled. KK.priv.6Mt. Credlt-AaaUlt. Hraueroi Union Akt. 200 K 136— U6-~ Hotel Union ,, 500,, 0 —— — ¦— Krain. Bauges. ,, 200,, 12K 100— 1I0-— „ Indu«trie ,, 200..20K 410— 4S0-— Unterkrain. St.Akt. 100 fl. 0 —— «0 •-- Bankiinsfufl «% Die Notif.runj sämtlicher AJcticn and dei „Diversen Lose" versteht sich per Stack.