MbacherOIeitultg. Nr. l. Pränumelationspreie: Im'si^l^^lt^W. -N. ,1, baü' ^l. 5.5«. if«? die Zustel'.ill« i,,,,«.Dmt^, halbj. 5.0 l< Mil eer Post nanzj. st. ,5, -Y'albj, fl.?.h0,. Montag, 2. Jänner' -^UMti Hns gebli bl bi« lo Zeilen : lmal<>o lr., ^^M^Mlr.,«m. l si.! sonst pr. Zeile im. n lr., üm. 5 lr.< ^/M^»o l/u. s. w. ^nscrtionsstsmpil jcdesm. »o tr. «871. Amtlicher Tbeit. ^^ <^cr l. l ^inanyninisler hat die bei dem Rech-nuncj«dcpartcmel!t dcr Centraldirection der Tabalfabriken und Einlgsungsälntcr systemisirlc Finanzrathsstclle dem ^sherlgct, Vorstände desselben, Rcchnnngsrathc Vincenz ^ lto und die' N chnungslachsstelle dcm mit dcm Titel und Charakter cilics Rechn nngsrathes ausgezeichneten tlsten Ncchnungsosficialcn Heinrich Waage verliehen. «»«»».,..,,, .^^ ......... ^„,,..„.. ,„^.».«^»„».«_^_,_._ Nichtamtlicher Theil. ZVit'l«, 30. December. . -l'dpsl." übcr die Sauctionirung deS tiroler Land-dcoocttheidigullgsgesetzcs laulet vollständig: .. ^" einigen Journalen begegnen wir dcm Versuche, zwlschcn dem so.ben Allerhöchst sanctionirten LandeS-^erthridiFungsges^ö für Tirol und Vorarlberg und den uestlhenden Rcichsgesehcn einen Widerspruch zu consta-lren Wir hätten geglaubt, daß die Thatsache der tais. "°nctton allein hinreichen sollte, um eii,c solche Annahme auszuschließen, da man doch voraussehen muß, , baß sich dieselbe nur innerhalb des Rahmens bewegen ' werde, welchen ihr die bestehenden RcichSgcsctze einräumen. H^ch ganz abgesehen hievon hätte ein Blick auf d»e Ul^,sgcsctzc sclbst genügt, um das Irrige der er« wahnlel, Suppositionen sofort erkennen zu lassen. Der wtllel 3 dc: EinlcitlN'.g dcs WchrgcsctzeS vom 5. De-cemb«r I8(^. N. O. Bl. N-. 151 sagt ausdrücklich: ».^eber die Org a n i s i ru n g und Verwen -°""« oer in Tirol und Vorarlberg in Gemäßheit des «lsenwimigen Gesetzes wehrpflichtigen Mannschaft, welche °".Ergänzung des Jägerregiments nicht benöthigt wird, ,owle über die Erfüllung der Verflicht in dcr Land. weyr daselbst werden die näheren Ge sti m m uugc n »m Wege der Landesgesetzgebung erfolgen." D eselbc Bestimmung ist auch in dem F 35, des Aesetzl^ üdcr die Landwehr vom 13. Mai 1869 (R. G. , "l. N>, 68) aufgenommen wordc». _, s^'ide diese Reichs gcsetze schaffen Ausnahmen für Mo! nnd Vorarlberg, deren detaillirte Durchführung lm Wt^ z,^ Landesgesetzgebung zu erfolgen hatte und segNtvörtig auch erfolgt ist. Daß übrigens schon bci oer Vr.athung des Landwehrgesctzes die Absicht vor< waltete, der Landesgcsetzgebung in Bezug auf die Landes-»kNY:!^;ung in Tirol nnd Vorarlberg einen anaemes-'tl'cn Spielraum zu gewähren, geht ohne Berücksichtig »u>!8 d,?< V^gen Art. 3 auS dem ganzen Landwchrgesctzc y"vm.. welches, von der allgemeinen Norn im 8 3" ^'^'^^, es' unterließ, irgend welche Anordnungen für diese beiden Piinder zu treffen, welche doch bci dcr cigcn-ltiumlichen Lage und den besonderen Verhältnissen in bcnsclh^ unvermeidlich gewcsen wären. Wüg den viel angefochtenen Z 4 dcs soeben Aller-» '^"»l slltlctionirtcn Tiroler Landcsvcrtheidigungsacsetzcs anbelangt, so enthält dcrfclbc die genaueren Bcstim-'wUli^n s,h^ hic Verwendung der Laxdesschützcn in »nd auß^^ der Landcsgrenzcn, welche nach dcm obcu ci' urttn 'i^ g ^^ ^^ Landesgcsctzgebung vorbehalten ^ die Landtage von Tirol und Vorarlberg die ^'''Endung der Lcmdcsschützcn außerhalb dcs Landes UN Zili'.e alter Landcsgcpflogcnheiten zu vcrclausnlircn 'lch bclnuhtci,, sc, hatte sich schon die frühere Regicrung zu t'mr Mcidlsilation dcs ß 4 und zwar in der Rich-^uny bcf'iuimt gefunden, daß die Verwendung der ?cn>' besichli!.,, ^^,ß^. Arides nur ansnahmswrisc, ans bc »ondc?^ N^f h^g Kaisers und nur bis zur Hälfte sta«t< Nndsn lonne. . ^icser Modification tint der ^audtag von Vorarl- f '^ b?i, während dcr'Tiroler Landtag auf seincr Fas^ ung. wclchc die Vcrmentmm; der Landcsschützen außer- ?"'" btt ^andesglen^n von der Zustimmung dcs Vand- ^'' abhängig machte, behantc. . > ,. Di: l. nnd l. Regierung stand daher vor der Alter- ""we. e^wcdcr die frühere Vorlage ohne Aussicht' auf ^Mg ?rneucrt im Landtage von Tirol einzubringen vocr du^t) Annahme dcs Gesetzes in der vom Vauolage ""Min Fy,,„ ^^ bliche Regelung dcr ^andwchruer- ^m^sc j„ <^z,.^ h?vbeizuführen. Die Nothwendigkeit ^' ^'hlrren trat um so dringender hervor, nls die Ver- stü!^'"U des Provisoriums uue Art gesetzloseu Zu- '""des l„ Ps,z,,mie!'z crklärtt, Mil dic Landksverthkid' > MWj/dnunq vom Jahre 1864 nach den AestilnnsNw» 'gelbes Wrhrgesetzcs in vieler Beziehung nicht mehr Nnwendung finden tonnte, dcm neuen Gesetze jedoch ob Mangelt« der Allerhöchsten Sanction noch tcine bindende Kraft innewohnte Wägt man die Vortheile, welche für die Wehrkraft dcS Reiches in einem seiner wichtigsten Theile durch die nunmehr erlangte Möglichkeit der schleunigen und voll« ständigen Organisirung der tirolischcn Landwehr gewon» ncn werden, gegen die aus der Fortsetzung der bisherigen Controversc entspringenden Nachtheile gewissenhaft ab. fo werden die Motive, von o^ncu sich die Regierung bci ihren» Schritte leiten ließ, cben so evident werden, als die formelle Berechtigung derselbe, hiezu vom Standpunkte der bestehenden Reichögcsctze — immer vorausgesetzt, daß sich die öffenlliche Kritik nur an die Frage selbst hält und ihr leinen anderen als den ihr sachlich innewohnenden Charakter beilegt. Eine solche rein sachliche Kritik wird auch erkennen lassen, daß die Vehauptuug, Tirol genieße iu Folge des Landesvertheidigurlgsgesetzes cinc begünstigte Stellung den andere»' Bändern gegenüber. iusofcrne nicht ganz treffend ist, da gleichzeitig für Tirol der von seinem Vandtage votirtc Landsturm sanctionirt wurde, eine In» stitution, welche die anderen im Reichöralhe vertretenen Königreiche und Bänder nicht besipen und wclchc im Kriegsfalle in Tirol außer der normalen gefctzlichen Leistung weitere 60.000 Mann unter die Waffen ruft. Von >cr ostasilltischen Erpedilion. Gesandtschaftliches Tassebuch vom 21. October bis 4. November 1870, während des Aufenthaltes in Buenos-Ayres und Montevideo. Am 21. October. Nachdem vorgestern, wie bereits erwähnt, der VertragStcxt festgestellt worden war, erübrigte noch die Anfertigung einiger Uebersetzunac» die heute bereits vollendet muren, so daß nunmehr au die Coftie der Reinschriften gegangen wird. Der Ministerresident dcs norddeutschen Bundes, Herr v. Le Maistre. gad ;u Ehrcn der f. t. Mission ein Diner, dcm der Minister des Aeußcrn nnd mehrere Mitglieder dcs diplomatischcn Corps beiwohnten. Ebenso fanden am 2 3. u»d am 2ö. October ähnliche Diners bcim Minister der auswärtigen Angc» lcgrnheiten Herrn Tejcdor und beim italienischen Gesandten ßmttc dc la Crocc statt. An diesem Tage be» suchte ich in Begleitung dcs Herrn S. Estiada, der im auswärtigen Dienste der argentinischen Republik steht, vcrfchiedene dcr hicsigm öffentlichen Wohllhäligteitsan-staltcn, als: die Krantcnhäus r, das Waisenhaus, das Findclhaus lc., ferner, die medizinische Lehranstalt. Am 2 6. besichtigte ich das Nationalcollegium, die Bibliothek und das berühmte ^»iuscum von BuenoS-Ayrcs, wclchcs von dem gefeierten deutscheu Gelehrtcn Herrn Vurmeistlr geleitet ist. Dic argentinische Regierung hat, auf mein Ansuchen, dcr l. t. Mission eine reichhaltige Smumlung hier erschienener osfkicllcr Veröffentlichungen, insbesondere statistische Publicationen, für die österreichisch ungarische Regierung zur Vcifügung gestellt. Dicsc Sammlung enthält unt.r Anderem die letzten Jahrgänge dcr Berichte der cinzelocn Ministerien an den argentinischen National-congrcß und cinigc englische und sranzösischc Special« wcrkc sowohl über diese Republik, als über Paraguay. Jene Publicatiolil!! nnd Werke werden durch die Expedition in die Hcimat gebracht, das bezügliche Ver^cich-uiß aber wird demnächst d?m f. t. Ministerium des Aeußern eingesendet werden. Am 2 7. October fand die Unterzeichnung dcS mil der argentinischen Republik abgeschlofs.licn Freund-schaff. HandelS> und Schifffahrtsvertvages statt. Mit der Uelmbnngmig nach Wien deS fi>!,' dic l. l. Rcgie-rung bcstimilltcu Exemplar,!' dcsagtcü Vertrages lieaich lragte ich den Legationssecietär Aaron Traultcubcrg. Deiftlbc rcit! sul Hcrr Parrauiciui den ihui abverlangten Vrricht über die Handels» und Schiffalirlöverhältnissc in dirscr Republik. Am 2U. übersandte ich Namens der l l. Regierung dem hiesigen Ministerium des Aeußtin ein Ej'em< MrdeS ..Novara "»Werkes in dreizehn Bänden mit der Widmung für die argentinische Nationalbibliothef. Am 30. überreichte mir Herr Franz Mosser, eln Triestiner. der hier Handelsgeschäfte betreibt, eln Ela« borat über Handel und Schiffahrt dieser Länder, wel» ckes er die Gefälligkeit hatte über Aufforderung der Mission anzufertigen. Dem Director dcr hiesigen Mi« litiiralademie, Obersten Johann F. v. Ezetz, einem ge« boreneu Ungar, verdanke ich die Mittheilung eine« von ihm für die argentinische Regierung ausgearbeiteten Me-moire'S über die Äckerbaucolonien in der Provinz Santa Fs. Ä m 31. hatte ich die Ehre von dem Präsidenten der Republik empfangen zu werden und mich von Sr. Excellenz zu verabschieden. Ich stattete sodann den argentinischen Ministern so wie den Repräsentanten der fremden Mächte meine Abschiedsbesuche ab. Die letzten Nachrichten von dem Aufstande in der Provinz Entre RioS bestätigen die bereits gemachten Mittheilungen über die Erfolge der Waffen der Regie« rung und die Vortheile, welche diese über die Parteigänger deS Lopez Jordan davongetragen haben. Aucb spricht man viel von Unterhandlungen. welche mit dem oben geuannte« Parteichcf gepflogen werden sollen. Dcm Vernehmen nach verlangt jedoch Herr Sarmiento vor allem die unbedingte Unterwerfung seines Gegners, eine Forderung, auf die Lopez Jordan kaum eingehen wird, so daß jene Unterhandlungen vorderhand wenig» stenS nur sehr geringe Aussicht auf ein befriedigendes Ergebniß bieten. Sehr ungünstig lauten die Nachrichten über die Zustände in Montevideo. Diese Stadt ist feit einigen Tagen von dem ungefähr 7000 Mann starken Heer dcr Vlancos unter General Aparicio von der Landseitr her belagert. Die in der Hauptstadt befindlichen Trup> vcn der Colorados werden auf über 3000 Mann geschätzt. Wenn auch numerisch schwächer, sind doch die RcgierungstruMn an Bewaffnung und Geldmittel« den Aufständische« überlegen. Letzteren mutigclt es an Waffen, an Artillerie und an Fußvolk. Ihre zahlreiche Reiterei bedarf großer Vorrälhc an Pferdefutler, die m dcr Um^ebuna der Hauptstadt schwer aufzutreiben sind. so daß sie durch den Abgang des nöthigen FulterS sich plötzlich veranläßt sehen könnten, die gegenwärtig besetz ten Positionen aufzugeben uud sich wieder in das Innere dcs Landes zurückzuziehen, wie dies schon einmal im Monat September d. I. dcr Fall war. Ob dieser Zustand sich verlängern kann, ob durch die Gewalt der Waffen oder ob ihm durch die Ergeb' nisse der im Gange befindlichen Unterhandlungen beide» Parteien ein nahes Ziel gesetzt werden wird. dieS sind Fragen, die sich jetzt nicht beantworten lassen. Den, Vernehmen nach und wie es auch die Thatsachen be weisen, herrscht in beiden Lagern ein wenig kriegerische» Geist; man glaubt, daß die Belagerer, die übrigens mil llur vier schwachen Feldgeschützen ausgerüstet sind, einen crnstcn Angriff auf Moutcoidco nicht beabsichtigen und überhaupt nur dann einen derartigen Versuch wagen würden, wenn es ihnen gelänge, innerhalb der Mauern dicscr Stadt einen Theil der Vcsatzungslruppen auf ihre Seite ;u bringen und im Einverständnisse mit diesen vorzugehen. Eben so wenig scheint die Besatzung geneigt zu sein, einen ernsten Ausfall zu unternehmen. Die hiesigen Truppen halten sich hinter den Stadtmauern und hinter den provisorischen Vertheidigung«?-werken, die an den Zugäugen der Stadt in aller Eile hergestellt wurden. Das flache Land ist grüßtenlheils in Händen der Blancos oder jedenfalls nicht uuter der Botmäßigkeit der Cenlralrcgierung. Man spricht zwar von einigen lausend Mann. die im Innern sich um die Fahne der Regierung gcschaart haben und im Anzüge auf die Hauptstadt begriffen sein sollen. Allein diese Angaben sind vielfach widersprechend und zu unbestimmt, um ihnen Glaubwürdigkeit beilegcu zu köunen. Eine Thatsache ist es. daß mehrere Mittelspersonen sich gefunden habeu. dic darauf hinarbeiten, einen Vergleich zwischen den Blancos und den Colorados zu Staude zn bringen. Auch unter ocu fremden Handelsleuten kam das Project zur Sprache, die respective« Consuln oder diplomatische,, Vertreter zu einem gemeinschaftliche» Schritte bei der Regierung deS Präsidenten Gaille zu vermögen um diese aufzufordern, einen Ausgleich mit den Belagerern zn treffen und auf diese Weise einem Zustande ein Ende zu machen, unter welchem die fremden und einheimischen Handelsinteresfen leiden mü> sen. Die deutschen Kaufleute wollen sich. wie ich höre. an einem ähnlichen Schritte nicht betheiligen »nd wird 2 derselbe, wie es jetzt den Anschein hat. kaum ',u Stande kommen. Trotz dlesn ungünstigen Verhältnisse hat die vie-«ieruna von Uruguay vor wenigen Tagen in Gucros» Ayres ein Anlehen von 2'/^ Millionen harter Dollars abgeschlossen nnd die rotcnweiscn Einzahlungen auf das' selbe haben bereits begonnen, Wenn einerseits die Regierung dadurch die Mittel erhält, um ihren Truppen den Sold pünktlich auszahlen zu können, so erblickt sie andererseits da>in einen Anlaß, ihre Anforderungen gegenüber den Älancos höher zu spanne«. Diese Foide» runden beziehen sich thatsächlich uns nichts Anderes, als auf d« Theilung der Gewalt mit der jetzt ausschließlich herrschenden Pattci. Ein gefüllter Staatsschatz ist aber in diesen Landern das mächtigste Reizmittel, um die Persönlichkeiten, die eben am Ruder sind, zu bestimmen, die Gewalt nicht aus den Händen zu geben. Insofeine ist also das Zustandekommen des voreiwähnten Anle-hens dem Gelingen der Ausgleichsbcsttebunaen zwischen den streitenden Parteien nicht förderlich. Am 1. November, dcm Tag«! meines Abgan« ges von BuenoS Ayres, erschien bei mir eine Deputation der hier befindlichen Dalmatiner. Der Wortführer, Herr Dr. Vortol^zzi aus Ragnsa, danlte Namens seiner Mitbürger für die Sorgfalt, welche die l. und k. Regierung der hiesig/n Colonic zuwende und wovon sie lurch Anhersel'dung einer eigenen Mission socken den VeweiS geliefert habe. Dr. Aoilolazzi illnneichte mir ein Album mit einer Widmung, welche siebzehn Unter' schiiften trägt, darunter dic mchrcier Schifföcapitäne aus Dalmntien. Ich dankte fur diese ftatliotische Kundgebung und velspiach dieselbe zur Kenntniß der l. und t. Rc^ gierung zu dringen. Mehrer: der hier erscheinenden öffentlichen Blätter haben sich wiederholt mit den der t. und k. Mission hier gestellten Aufgaben beschäftigt und dieselben in gün« stiger Weise beurtheilt. Es wuroc die Hoffnung ausgesprochen, daß tüuflighin die Handelsleute der Monarchie diesen reichen Mündern ein regeres Inleicssc zuwenden werden, und daß nach und nach darauf hingearbeitet werden würde einen directcn Handelsverkehr zwischen nn-seren Häfen am Adrialischen Htcere und jencn am ^a-Plala»Slromc in Gang zu bringen. Am heutigen Tage ist eS die von Herrn Hector Varcla rcdigirte «Tribuna" und das in englischer Sprache erscheinende Blatt „The Standard," welche der l. und t. Mission theilnehmendc Nachrufe widmen. Am Nachmittag schiffte ich mich in Begleitung des l. t. Legalionsrathcs und meines Personaladjutan» ten am Bord des Dampfers „Amerika" ein und langte am Morgen des 2. November auf der Rhede von Monte-video an. Ich ließ sofort den Minister des Aeußern Herrn Herrera y Obes von meinem Eintreffen benach» llchtlgcn und ihm meinen Besuch auf den nächstfolgenden Tag ankündigen. 3. November. Für den vacanten Posten eines l. und l. Consuls in Montevideo hatte ich schon bn meinem ersten Aufenthalte hlcr den Vertreter des an» gesehenen Hauses MoUmann und Comp.. Herrn Edmund Wagcnlnecht in Auesicht genommen, w.lchcr sich bereit citlärle, das Ehrenamt cmes Consuls zu übernehmen. Kraft der mir ertheilten specieUcn Ermächtigung er« nannte ich Herrn Wugcntnechl vorläufig in provisorischer Eigenschaft zum österreichisch ungarischen Consul für die Rlpubnt Uruguay mit dem Sltze in Montevideo. Um 2 Um Nachmittags begab ich mich ins Regie« lungsgebäude zum Mmiller des Aeußcrn. Ich brachte die feit längerem gegen einen österrei« ch,sch'ungarischen SlaalSangehöligen hier anhängige Pro-ceßsachc zur Sprache, um aus deren endliche Regelung zu dringen. Hierauf verlangte ich die Erlheilung des üblichen Exequaturs an den ncuernanntcn Consul Herrn Wagen« lxechl. Der Minister machte mir in beiden Angelegen» l heilen befriedigende Znsicherungen. Die Regierungen von Nord »Amerika und Brasilien, dann jene von Frank' reich, Italien, Spanien uud Portugal sind hier durch ^egauonen vertreten. Die englische Negation hat lhlen «?itz m Buenos-Kyles. Ich staltete am 3. und am 4. November den Mitgliedern des diplomatischen Corps meine Be» suche ab. Politische Uebersicht! Laibach, 1. Jänner. Warrens Corrlspondenz" vom 29. December mel> det, daß an diesem Tage die A ntwo rt auf die jüngste Depesche deS Grafen Bismarck in dem Ministerium des Aeußcrn in Berlin übergeben worden ist. Dieselbe wird von dort nach Versailles geschickt werden und man glaubt nicht, daß irgend etwas über den Inhalt jener Antwort bekannt werdcn wird, bevor sn in die Hände d«S norddeutschen Bundeskanzlers gelangt ist. Ein Leitalt'lcl der „Kölnische», Zeitung" üler Bismarck's Dcpcschr nach Wttn sagt: Solche Worte hätte,, längN schon prlußischeiscilS nach Wien gerichtet werde«, miissen. Die Deutsch Oestcrrcichcr waren wahrend des Krieges unsere besten, ja unsere einzigen aufrichtigen Freunde. Sll'ch die deutschen Schweizer wendeten sich von unS ab, seitdem wir Elsaß ohne Pollsabslimmung begehren. Die größte Friedrn5bi!rgschaft werd? es sein, wenn Preußen und Oesterreich endlich sich aufrichtig als belicunkete Mächte, die nahtocrwandte Interessen haben, betrachten möchten. De: Gnndeskanzlci möge nur nicht anch vergessen, was zur Beruhigung des sc>iN' dinuvischen Nachbars noch erforderlich ist. (Ausführung des Prager FriedenSartikrls Über Nordschleswig,) Der Reichsfi n anz min isle r Herr v. L6nyay ist am 28. December in Florenz eingetroffen, um mit dem italienischen Finanzminister gewisse schwebende Verhandlungen zu einem Abschlüsse zu bringen, welche seit dem letzten Friedensschlüsse mit Italien noch ungeordnet geblieben sind. Es heißt, daß von Lcite der ita lienischen Regierung einige Ansprüche an unsere Mon-archie erhoben worden sind, die nach den Ausichlcn des Rcichsfinanzministcriums nicht haltbar sind und darum eine Bewilligung nicht erwarten können. Wie bereits erwähnt, wurde in Folge erhobener Beschwerden wegen Zurückhaltung der Transportmittel in Preußen der österreichische Vertreter in Berlin von Seile des Ministeriums des Aeußcrn angewiesen, auf der Rücksendung der österreichisch-ungarischen Waggans durch einen Befehl der obersten Militär - Be-Horde zu bestehen. Wie wir nun aus verläßlicher Quelle erfahren, wurde diese Reclamation als vollkommen bc-gründet anerkannt und unter gleichzeitiger Entschuldigung an den t. und t. Gesandten nunmehr pre»>ßischer» scitö die Ermittlung und Rücksendung der fraglichen Waggons angeordnet, Die Darmstädter erste stammer nahm am 29. December einstimmig die Bun de Sv ertr äge an. Der Präsident Graf Erbach-^ürslenau erklärte, cr stimme bei, weil dic Macht der Thatsachen stäiker sei, als seine Ansichten. Fürst Isenburg'Vierstein und Fürst Isenburg»Büdingen pflichteten dieser Motivirung bei. Oer Ausschußbericht betont, daß man in der Bundesverfassung Grundlagen, die den Anschlnß an Oesterreich ermöglichen, vermisse; daS entsprechende Band zn finden, sei der Zukunft vorbehalten. Dic Kammer nahm so» dann einstimmig das norddeutsch,.' Strasgcsstz an und bewilligte 3,36 N 000 ft. zur Fortführung des Krieges. Auch die Stuttgarter clslc Kaimmr hat o.'n Vcr-fassnn^oerträgen mit 26 gegen 3 Simmen zugestimmt. Der Äusschnß der baicri scheu Abgeordnetenkammer hat die Anträge Iöras bcttcffs des Vcrsaillcr Mnd> nisses mit 12 gegen 3 Stimmen angenommen, wuS leinc günstige Perspective für die Aufnahme im Plenum der Kammcr n öffnet. D^r Münchener Correspondent der „Kreuzzeituna." meint nun auch. daß die VcrfassungS-uerträge nur von der baierischen Ncichsralhslamlmr angenommen, von der zweiten Kammer aber höchst wahrscheinlich abgelehnt wcldcn. Die clerical? Majo, rität sei entschieden dagegen, die Abneigung findet in der geradezu höhnischen Perzöaerung der Entscheidung ent-spicchcnden Ausdruck. Nach derselben Conespondenz ver-pflichtet die baierische Verfassung die Regierung nicht (?). die Zustimmung der Kammern zu den Vertrag!» ein^u» holen. Der König sei in seiner auswürligeu Politik durchaus unbeschränkt, zu thnn und zn lassen. waS ihm beliebt. Deshalb bleibe der Vertrag über den Eint»ill in den Bund auch nach Ablehnung dlr Kammer rechts» verbindlich. Nur zu dcr VclfassungSändernng sei eine Zustimmung von zwci Dritteln dcr Kammer erforderlich, eine Einwirlnna, auf die Fragestellung könne vielleicht das Versäumniß nachholen. Dic „Norddeutsche Zeitung" greift Jörgs Anträge an. Die Kammermajorilät vergesse wohl nicht, daß Jörg im Juli Baicrn und Deutsch» land, freilich vergeblich, schädigen wollte; so sei cs auch jetzt. Die „Corr. Warr." schließt aus den von Madrid über daS Attentat gegen Prim eingelaufenen Tele» grammen auf anarchische Zustände in der spanischen Hauptstadt, die nicht dazu geeignet flnd, einm frohen Regierungsantritt des jungen Königs zu ermöglichen. Znr Ergänzung dcr bereits vorliegenden Nachrich-ten theilen wir noch folgende Madrider telegraphischen lspcschen mit. wenn dieselben auch theilwcisc Bekanntes melden: Madrid, den 28. December. 7 Uhr Abends. Als General Prim heute Abend« aus der Sitzung der con-stiluirenden Cortes in sein Hotel zurückkehren wollte, wnrde er in seinem Wagen von mehreren berittenen Individnen überfallen, welche in nächster Nähe mehrte Pistolenschüsse auf ihn abfeuerten. Dcr Conseils»Prä» sident wurde an dcr rechten Hand uud an der linken Schulter ernstlich verwundet. Auch sein neben ihm sitzender Adjutant wurde so schwrr verletzt, daß die Am« putalion eines Armes nothwendig wird. Die Mörder haben sich zu Pferde gcflüchtct. Madrid, den 28. December, 9 Uhr 30 Minu. ten Abends. Nach dem Mordanfalle, welcher auf del» Conseils'Präsidenten Plim gemacht wurde, versammelte sich unter dem Vorsitze des Regenten ein Ministcrrath im Palais des Kriegsministers. Zum provisorischen Präsidenten des Conseils wnrde Topctc bestimmt, dcr auch vorübergehend das Portefeuille des KricaMnni-steriumS und definitiv daS Ministerium des Aenßcrn übernimmt. Herr Ayala, zur „Union liberale" gehö» rend, wird Colonialminister. An die Stelle Prim'S. welcher nach Carthagena zum Empfange dcS Königs abgehen sollte, begibt sich jetzt Topcte in derselben Ms-sion dorthin. Das Attentat wird der ,epul'lilan!sche>.Pastej zur ^ast gelegt. Es gereicht jetzt der ..Union lib^le" zürn politischen Vortheil, welche im conservativen St-mr zur Ausnutzung desselben schreiten dürfte. Obgleich der Zustand dcs MarschaÜS Plim i.icht cin lebensgefährlicher ist. so dülfte derselbe ihn peima-nent unfähig machen, sich politischen Geschäften :.uzu< wenden. Die Madrider Cortes haben einen Antrag aus Mißbilligung beb Attentats auf Prim mit 200 Stim-men und ein beantragtes Vertrauensvotum für die Rc> gierung mit 14! gegen 3 Stimmen ankommen. In der Cortessitzung vom 27. December sagte Piim bei der Debatte über die Civilliste des Königs, cr werde, um die Freiheit nnd das Vaterland zu retten, sich über dic Verfassung hinaussetzen. Weiter sa^'c cr, er werde dc> > König seine Demission übei'gcben, da er ins Priool-lebm zurückzukehren wünsche. Dcr „Constituü'onnel" vom 19. setzt dcS bisher in der französischen Presse üblich« Bcschönigungs-System beiseite und sti^irt offen und ehrlich die militärische ^ age in folgenden Worten: „Paris ist gegenwättiq von jeder Hilfsarmee isolirt. Während ciner mehr oder minder langen Pcriode wird Paris niäts von außen her zu crwallcn hal.cn. Diese zeitweilig,: Isolirung wird cs indessen nicht enlmuthi^cn. Wir haben im Gegentheil dic Gewißheit, die allgemeine Gesinnung d^r Bevölkerung treu wiederzugeben, wcnn wir von unseren militärischen Führern eine verdoppelte Thätigkeit nnd Kraftanstrcügllng fordern. Wir müssen gestehen, der erste Versuch dcr Hilfsavmee war unvollständig vorbereitet und ist nicht genügend von dcr Parifcr Armee nnlerslützt worden." In Vyon ist dcr neulich von Clubistcn an einem Nationalgarbe Olierstcü tn'ganaene Moid das Signal ;n eim'gischer Repression geworden. Der Prüfet von Vyon hat cinc Proclamation ellassen, welche den traurigen Vorfall nach G bilhr brandmarkt nüd sowohl öffenllichc Ver-sqmmlnngen als üff ntlichc Kundgebungen wclchcr A>t immer verbatet. Dcr ermordete Olicrst ölrnand wuldc auf öffcntlichc Kosten begaben und seine drei Kinder von dcr Sladt Vyon adoptirt. Scii'.c Viiwc erhält einc lebenslängliche Pension. Das Lcichcnbegängniß war rcin civil, und wohnte dcr anwesende Gambella demselben bei. Ans verläßli^cr Qncllc gibt nnn auch dcr ..Ob' server" dic von C hi scl h nrsl bereits wiederholt usficlös gemachte Versichcruna, daß die Kaiserin Eugenic sich von allen bonapaltistischcn Intriguen fern halte. Auf dcm lctztcn Conseil, welches am 4. September Morgens früh in den Tnilcrien slatlfand, machte die Kaiserin nach einer ihr zugegangenen Chiffr.depcsche Mitlhcilnng oon dcr Kapitulation bei Sedan nnd dcr Gefangennahme des Kaisers. Nach einer lebhaften Discussion ricth ein Mitglied dcs Conseils dcr ssaiscrin, dic Osficicre dcr Garnison sofort zufammruberufen zu lassen und sich ihrer Unterstützung zn versichern. Die Kaiserin c, widerte, sie zweifle zwar nicht, daß die Osficicre einem solchen Ansuchen in loyalcr Weise folgen würdcn, aber sie weigerte sich entschieden, des Kaisers, der Regentschaft oder der Dynaslic w.gen eincn Tropfen Blut« im sM-Mlriegc vergießen zu lassen, Seoher hat dic Kaiser,» ganz die nämliche Haltung beobachtet und jrdcn Antrag sich in die Angelegenheiten Frankreichs einzumischen, b^. iiäüdig abgelehnt. Der Einzug des Königs Victor Ema > nuel in Rom ist nun definitiv auf den 12. d. M. festgesetzt; cs werden in Rom bereits großartige Vor> Weitungen zu dessen Empfang getroffen. Uebrigens hat dcr König dcm Municipium von Rom seinen Wunsch ausdrücken lassen, daß scin Einzug in Rom nicht durch glänzende Feste, sondern durch reiche Almosen an die Armen gefeiert werde. KricgZchronik. Die officiöse Berliner „Proninzial-Colrespondent" äußert sich über den Beginn der Beschießung von Paris in nachstehender Weise: „Es handelt sich hier noch nicht um die Beschießung der Sladt, ja noch nicht unmittelbar um die Beschießung dcr Forts, wohl abcr um dic wnlsam.: Einleitung dazu. Oer MonttAoron ist cinc Höhe im Osten von Paris, welche nahe vor dem Fort RoSny liegt. Dic Fran» zosen haben doit zur Sicherung und Verstärkn^ dieses Forts Verschanzunacn angelegt, von denen aus sie thcll« weist auch ihren Aussall am 21. inS Werk setzten. Es gilt bei dem jetzigen Angriff zunächst, ihnen oicsc bedrohliche Stellung zu entreißen. Sobald dies aber gelungen ist, wird nicht blos das Vorachcn g^n die nächsten Forts wesentlich erleichtert, sondern möglicher-weise auch ci' Beschießen naheliegender Theile on Stadt selbst ermöglicht sein. Die Vorbcreitunacn zur kräftigen Durchführung der gewaltigen artillcristifchcn Auf-gäbe sind seit Anfang December, von dem Augenblicke an, wo mit dcr Niederlage dcr ttoirc-Armcc dic Ocfahr einer Störung von Anßcn zurückgelrclrn war, m umfas-sendsttr Weise vervollständigt worden, nnd in dicfem Augenblicke ist vor Paris einc Zahl schwerer Fcstnngs-geschützt aufgestellt, wie sie vielleicht uoch niemals um einen Punkt vereinigt war. DaS Werk, das jetzt unternommen wird, gehört zu den größten und schwierigsten der ganzen Kriegführung 3 Die FollZ sind an > l,ut t> ttbildigt. äs wild dahkl imiiuihil, schwere >.,nd liarte Kämpfe kosten, bis ourck, die Einnahme ein ger ^or!i< eisi die Möglichkeit ^.ewosnen wlrd, Paris seios, )en lolled vtinichiendtn E,!>sl lines Vonidüidemenl^ e-i pft>,! ^ zu lassen. ^lt große Aufgabe wird jedoch jryl um so sichere l durchgeführt werden, je weniger die VclligcrmWarmtc von irgend einer Veite noch einen Angriff 00.1 Außen! her zu besorge!, hat. ' i Während die zweite tirmec unter dem FM. Prinz! Friedrich Karl und die Mit ihr vereinigte Almecabthei-! lung des Oroßherzogs von Mecklenburg die Wacht nach Süden und Westen (an der Loire und Sarthe) hallen und die erste ^im.c nntcr General 0. Manteusscl jeden. Angriff vom Nordcn abwehlt — werden die dritte und ^ vierte Armee unter unserem Kronprinzen und dem Krön-! Prinzen von Tachscn dic vermeintlich „heilige Stadt" endlich zum Äcwußlscin ihrer Nettungelosigteit und lhres tiefen Falls bringen. Mit dcr Hauptstadt wird dann hoffentlich bald auch Frankreich sich in sein unab'! wendbareö Geschick sügen." Eine der l^lenlsamsttn Nachrichten vom Kriegsschauplätze ist dic Gcschung Dijono dnrch Gari» bald,. Dijon ist als wichtiger Eisenbahn- nnd Straßen-Inoltl.punlt zwischen Douds, Saöne und Rhone und ^ zwlschcn dcr rbcrcn Loire uon bedeutender Wichtigkeit. Wcll'tv tonnte von Dijon aus die Uebcrgänac des Doubs und der oberen Loire, sowie die Aushänge des Moroan-und ^>te-d'Or.OcbirgeS beobachten, den ganzen Lüdoslen Manttclchs in Schach halten, die Belagerung von Vcl-son dccken ln>d endlich die DeMm dcr Bogesen, sowie öle -lwbindunll.cn der vor Paris und an der Loire »tehenoen deutschen Armeen mit dem eigenen Lande lM. Durch die Räumung DijonS wmdc in dieser «ezuhung Manchcs geopfert, und es müssen wohl höchst gewichtige Gründe gcwesen sein. welche General Welder veranlaßt haben, so viele Vortheile aufzugcbm. Oer amtliche Bericht des Ober Generals Faidhcrbe ml den General-Commissär der Vertheidigung über das treffen bei P out-Noyelles lautct: "Dlc Armee hatte seit zwei Tagen ihre Canlouni-rnngcn in Corbie und den längs dem linlcn Ufer cincS tlcmcn Baches. Namens Hallte, der sich bei DaonrS in »n die Sommc ergießt, verstient licgendc:, Dörfern bezogen^ Sie hatte als Schlachltci rain die das linke Ufer die-!es Vacheo cinsäumcnden Höhen gewählt, es dcm Fcinde, oer von Amiens kam und vom rechten Ufer aus vor' brechend an uns zu gelangen sucben mußte, überlassend, das lleme Thal zu durchschreiten. General Faidherbe hatte den Truppen cingcschärft, ln den Dörfern nur leichten Widerstand zu leisten, mit «lnlgen Tirailleurs etwa, und sich sofort auf die beherrschenden Anhöhen in ihrem Rückcn zurückzuziehen. Dieser Befehl wurde pünktlich ausgeführt, und argen 11 Uhr standen sich die beiden Heere gegenüber, durch das enge, aber sumpfige Thal von einander geschieden, und beschossen sich über die Häuser hinwcg. indem von jeder Seite 70—80 Fcuerschlünde ins T'ksfcn gcführt wurden. Die feindlichen Pliintler, welche in die Dörfer ein-gedrungen waren, tauschten auch Flintenschüsse mit den Unseren aus. ! Gegen halb 4 Uhr, als das Geschissener von bei» deo Seiten schwächer geworden, wurde nnscrcr Infan'' ttne auf der ganzen Linie Befehl crlhcilt, sich auf den! «mnd zu stürzen, um ihn aus den Dörfern heraus- und! 'n dle dahinter befindlichen Stellungen zu we'fen. Die-! 3' - "°l'l den Versuch' macheu werdc,' de„ K^'.ipf ^ c>. . ""Nnnchmcn, was cr indeß unlcrlicß. Nnr einige' ." si '?"^ wnrden von weitem austauscht. Na«. ^ snn e w^'""" ihren Licg co.stalirt haltc, dc^g ^ nnd Albert. ^ Cantonnirnngen zwischen Corbies Unse^ junge» Truppen haben vicl vm' der Sttenqc ^ der Inhrcezett und den unter solchen Umständen unver ' mc.dl.chcn ^ntdcwmgcn ^-litten. Daö Brot. wclchcs "l's dem ^chlachtfelde, an sie vertheilt wurde, war l Miolsn M'd m Folg? dcsstn nicht csibar. Die Verluste! t0n:^n nach odciflachlichcr Schätzung auf zweihundert i 'l.odle und tausend bis zwölsh„ndcrt zum größte», Thcil "''Hl Vcrwundetc veranschlagt werden. Dieienigen dcs Feindcs, dem nnscrc ausgezeichnet! ''eomttc Altillcric nnd t'üö höchst lebhafte Fcu-r ul'scrcr «Mllcristcn stark ;ngcsctzt l).ili?i, müsst,,, sind uns nicht' bekannt. Gefangene und Verwunbrtr f'sieben m >wf?s?n Händen, Einige Tl Faidherbe/ ' Telegramm (Auszug). Orntlul Faidherbe 2N Herrn Testel-n und den Htin Präfecten dcS Nordens. Albert. 24. December. 8 Uhr 50 Min. Abends. Die Armee hat sich in Marsch gesetzt, zu dem Zwecke, um Albert herum Cantonnlrungen an Stelle der Dörfer, die sie früher innehatte und die während dcr Schlacht zur Hälstc verbrannt worden sind, zu beziehen. Gcz,: Faidherbe. Ein officicller Gericht auS Versailles repro-tmcilt cincn in Vendöme aufgefundenen Ärief, der die Loire-Armee als aufgerieben und demoralisirt bezeichnet m Folge der furchtbaren Wilkung dcr preußischen Artillerie. «Sie macht mit Kanonen," heißt es in dem Briefe, „was wir mit Gewehren, nämlich Pe» lotonfcuer." „Was wird Gamlxlta anfangen?" heißt eS in dem Schreiben weiter. „Der Minister spielt ein hohes, gewagtes Spiel; Einer muß doch zuletzt dcr Bc siegte sein. Wcnn man di,- Chancen dcr kriegführenden Parteien abwägt, so bcfürcbte ich, daß Frankreich dieser Gcsicgle sein wird; die gesunde Vernunft heißt mich so sprechen." Dagegen unterliegt ee aber auch kcinem Zweifel, daß die A rmee des Großl,erzogS von Mecklenburg in Folge der kopflosen Führung total ruinirt ist. Nicht nur daß das elslc baicrischc Corps, daö aus 8000 Mann zusammengeschmolzen war, nach Ctampcs zurückgezogen wurde, auch die hanseatische Grigadc ist aus dcr Ge» fechtSlinie gczageu worden nnd soll in Chartres rcorgani« sirt wcrdcn. Die Baicrn «llcin verloren seil dem Itcn December 223 Officicre und 4950 Mann. Die Ver» lustc der 22. Divisiou sind dem entsprechend, auch das 90. (mecklenburgische) Regiment hat schrecklich gclilten. Die preußischen Blätter stellen wieder einmal die Verlustlisten zusammen. Nach dicsen Resumes hat die norddeutsche Cavalleric (ausschließlich der sachsischen und hessischen) in den Schlachten (die Verluste durch Krankheiten werden nicht bctannlgcmacht) verloren: 5 Oberste, 10 Major,, l9 Rittmeister. 119 Lieulcnante, 12 Fähnriche, 10 Wachtmeister, 3 Vice-Wachtmch'tcr, 2 Htabs-trompcte,. 204 Untcrosficierc, 50 Trompeter. 1582 Ge-meine, 4 Aerzte, l Lazareth-Gchilfen, an Todten und Verwundeten; 14 Offlciere, 2 Fähnriche und 497 Mann an Vermißten. In Betreff der Artillerie wciscn die Verlustlisten für die Feld- und Feslnngs Artillerie eincn Gesammt» betrag nach an Todten und Verwundeten von 4 Obersten, 3 Oberstlieutcnanlcn, 10 Majoren, 5)5 Hanpl-leutcn, !57 Lieulcnantcn. 10 Fähnrichen. 9 Feldwebeln, 8 Vice-Feldwebcln, 336 Unlerofficicren. 5U Spiellcutcn, 3332 Mann. 13 Aerzten und Lazarclhgehilfcn, 3 Stabs-trompctern, 1 Roßarzt; an Vcrmißtcn 1 Lieutcnant. I Untcrosficiel, 12 Mann, - Die Piounicre haben bisher verlort«: 21 Osfuicrc, 2 Fähnriche, !38 Mann, I Aizt; an Vermißten außcrdcm 2 Lieutenants, 4 Mann. — Die Jäger haben an Todten und Vcrwundclen (', Majore. 16 H>.niptleute, 71 Licutcnantc. l l Fähnriche, 16 Fclowcbil. 1 Vice Feldwebel, 219 Untcrosficicrc. 2352 Gcmcinc, 3 Aerzte. Lazarclhgchilfen; vcrmißs werden zusammen 95 Mann. ßagesneuigkeiten. — lVoltsschulen.) Nach § 16 der Ministerial-Verordnung vom 12. Inli 1869, betreffend die UebergangS' beslimmungcn zur Durchführung des BoitöschulgesctzeS sollen die verschiedenen Bezeichnungen: Trivialschule, Haupt' schule aufhören; weshalb in dem hauvlberichlc Über den Zustand der Volksschulen für 1869/70 in die bemfsenden Rubnten der Volksschule die TchUleranzahl nach den Geschlechtern getrennt und daneben die Zahl dcr Classen cmfzu^ nehmen sein wird. Der Hauptbericht soll mit Vermeidung aller Details, die Gegenstand specieller. Amtichandlungen sind, nur allgemeine Wahrnehmungen enthalten. Dahin gohören: I. Die Wahrnehmungen lider den Schulbesuch unter Angabe der Ursachen des gunstigen oder »mgiinstigcn Erfolges desselben; 2. daö Veihaltiüß der Lehrkräfte zur Schüleranzahl; 3. die Behandlung dcr Lchvgegenstände, speciell auch des Turnunlevnchles und Angabe der beim Unterrichte verwendeten Lehr- und Lesebücher; 4. die Wahr-nchmnugeu über die Leistungen und die Haltung der Lehrer und Lehrerinnen und Bezeichnung ihrer Nebenbeschäftigungen ; 5. die Abhaltung der Lehrerconfercnzen, Zahl und Ergebnisse derselben; 6, dic Wahrnehmungen liber die mit der Schule verbundenen Institute; 7. der Zustand der Schulgebäude, ucuuenllich mit Rücksicht daranf, ub dieselben sür die vorhandene SclMeranzcchl genügen und bei wie vielen daher eine Vermehrung der Lehrzimmer nothwendig ist; 8. die vorhandenen Lehrmntel und zur Ausbewahrung der^ selben erforderlichen Kästen ; 9. die Beschaffenheit der Schul-ciurichtung; 10. die Schnl- und Lehrvibliolhclen; 11. die Wahrnehmungen llber die Schulstiftungen nnd die Perfol-virung derselben; 12. Benennung dcr vorzüglichsten Echnl' befördercr unter Angabe der verdienstlichen Handlungen derselben; 13. Darlegung der Fortschritte, welche während des Schuljahres 1869/70 im Vollöschnlwesen erzielt worden sind; 14, Wahrnehmungen Über die vorhandenen Privcu« 'schulen; 15 Anträge bex VtzMsfchulbehyrbe. insofern« dieselbe« di< uügeunnlen Beshällnisse del Tchulen betreffey. Diese Dale» des ,haup>l.crichies zusammenzustellen, ift zu« nächst die Aufgabe de,x B^ziilsschuli-spe lorcn. — ((fin Priva 1 br i ^' f a us Karlsru he), in den dem „Wr. Tgblt." Einsicht gestattct war, enchäll eine grausige Notiz, die es, so unglaublich oder '.c?ni,isten2 so stark Übertrieben sie klingt, doch nicht mit Scwveigcn Uher« gehen kann. In Karlsruhe — erzählt der ^.ief wörtlich — sei in der Christnacht ein Eisenbahnzug mit 2b 1 Ver< wundeten angekommen und von diesen, seien in Folge der fürchterlichen Kälte nicht weniger als zweihunderlvierzig er« froren gefunden wnrden. Wic gesagt, daß „Wr. Tgbl." erzählt die Notiz weiter, ohne sich verhehlen zu können, daß sie die Grenzen des Glaubbaren weil Überschreitet, und daß sie viel wahrscheinlicher klänge, wenn ste die 240 am Leben und nur eilf erfrieren ließe. Vielleicht ist's auch so, und wahrhaftig, schauerlich genug bliebe es auch mit den Eilf. Locales. — l^Sparcasse.) In der Donnerstag den 29ten December stattgefundenen Versammlung wurden verschiedene Beiträge flir wohlthätige und gemeinnützige Zwecke votirt, so 300 ft. für die durch Hagel beschädigten Vewohner des Bezirkes Seisenberg, 300 fl. als Theatersubvention, 100 Gulden für die Beelhovenfeier in Laibach, 50 fl. über Ansuchen des katholischen Vereins zur Bekleidung armer Schulkinder, 2000 fl. dem Armeniniiitute, 50 ft. der Kiuderbewahranstalt. Die vom LandesauSschusse angeregte Unterbringung des Museums in dem von der Svar-casse neu zu erbauenden Realschulgebäude wurde nach längerer Debatte abgelehnt. Schließlich erfolgten die Neu« wählen der Vereinöfunctiouäre, wobei die Herren: Anton Samassa zum Präsidenten, V. Seunig zu dessen Stellvertreter, und zwar beide Herren per Acclamation; die Herren: Bürgermeister Tr. Euppan, Dr. Recher, Malilsch und Domherr Eavaschnigg zu Curaloren, endlich die Herren: I. C. Mayer, Dreo, Hudovernig, Stedry, Pregl, Dr. Schrey, Nedange uud F. t. Souvan zu Directoren gewählt wur« den. Ueber Antrag des Herrn Dr. Stöckl wurde den frühe« reu Functionä'ren, von welchen die Herren Holzer und Krischmann eine Neuwahl nicht mehr anzunehmen erklärte», der Dank des Vereines für die ausgezeichnete Mühewaltung ausgesprochen. — (Dr. Constantin v. Wurzbach,) Regie« rungsralh und Vorstand der administrativen Bibliothek im Ministerium, unser hochgeschätzter Landwann, liegt seit 8 Wochen schon an einer Herzkrankheit iu seinem Landhause in Ober-St. Veit bei Wien darnieder, und es ist sehr zu befürchten, daß, wenn derselbe auch, wie zu hoffen steht, hergestellt werden wird, er sich doch für längere Zeit jeder schriftstellerischen Beschäftigung werde enthalten müssen, wo^ dnrch die Ausgabe des bereits begonnenen 23. Bandes fei' nes werthvollen biographischen Lexicons des österreichischen Kaiserstaateö verzögert werden dürfte. — (Oesterreich isches Museum in Wien.) Neu ausgestellt ist in diesem stets an Werth zunehmendem Cenlralpunttc gewerblicher und künstlerischer Production un« ter andern auch ein Messingleuchter auS der Fabrik Sa> massa in Laibach. — (Fleischtarif pro Jänner.) Das Pfund Rindfleisch bester Qualität von Mastochsen lostet 27 kr,, mittlere Sorte 23 kr., geringste Sorte 19 kr.; von Kühen uud Zugochsen kosten die drei Sorten Fleisch 24, 20 und resp. 16 kr. — (Die Sylvestcr tn eipe), welche der Laibacher Turnverein am Samstag in Ehrfelds Glassalon veran» staltet halle, rechtfertigte wieder im vollsten Maße den allen gnlen Rnf, den diese Ieier seit Jahren genießt; ja wir möchlen sie fast als die gelungenste bezeichnen, welche bisher stattgefnndeu. Eiu überaus zahlreicher Kreis von Turnern nud Gästen hatte sich eingefunden, so daß der Raum sie kaum zu fassen vermochte, und wenn irgend eine Klage laut werden darf, so ist es die. dciß Viele nicht mehr Platz fanden. Der Sprechwart Dr. v. Elöckl eröffnete die Kneipe mit einer warm empfundenen, sehr beifällig aufgenommenen Ansprache. Die Sitte, daß beim Scheiden des allen Jahres die Genossen sich zusammenfinden, um das uene im frohen Freundeskreise zu beginnen, sei eine berechtigte; Mancher habe Ursache, auf das scheidende Jahr mit voller Bcfriedi« gung. also frohen Sinnes zurückzublicken, und wo dieser Grund nicht vorhanden, da sei doch die Hoffnung da, daß das kommende Jahr Besseres in seinem Schoße berge. In dieser Lage befinden sich auch der Turnverein nnd seine Gesinnungsgenosseu, sie können nicht mit Befriedigung auf das abgelaufene Jahr zurückblicken, im Gegentheil, es sei Vieles geschehen, waö das Herz mit banger Sorge erfüllte, aber doch dürfe man hoffen, daß es besser und bald besser werde. Auf den blutgetränkten Schlachtfeldern Frankreichs beweise das deulsche Volt, was ernster Wille und Einigkeit vermögen, darnm solle» auch die Genossen einig und fest zusammenstehen, dann werde das erstrebte Ziel gewiß erreicht werden. In diesem Si»uc begrüße er die Ver. sammlung mll einem herzlichen ..Gut Heil." Die nun folgenden Producliouen »«»erhielten die Anwesenden auf« beste nnd fanden durchgehend« rauschenden Beifall, so daß sich Mitwirkende sowohl als Arrangeure für ihre wirklich große Mühe aufs reichste belohnt fanden. Wir wollen hier nur der von Geist und Witz sprühenden „Kneip' zeitung," die diesmal Feind sowohl als Freund erbarmungslos geißelte, und des Neujahrsprologes gedenke», welche 4 vielen, ja demonstrativen Veifall fanden. Ein kleines Pro» messenspiel, dessen sehr zahlreiche Gcwinnste aus lauter Spenden von Freunden dcS Vereins bestanden, ergab rin hübsches Ertriiqniß fUr die Unkosten des Abends und man» cher hübsche Treffer erhöhte noch die gute Laune des gllick« lichen Gewinners. Den Herren des Comitä, welche, wie ge> sagt keine Muhe fcheuten, sowie allen Mitwirkenden gebührt jedenfalls für das hübfche Arrangement und die Durch' führung der Feier der Dank des Vereines und aller An> wesenden. — (Tagesordnung) der morgen Nachmittag statt' findenden Gemeinderathssitzung: l. Allfällige lInterpella-tioneu. 2. Auslosung der im Monate März 1871 aus' tretenden 10 Gemeinderäthe, Bestimmung der Wahltage und Wahlcommtssionen. 3. Bortrag der Rschtssection wegen Abnahme der Pflastermauth au den Linien der Ruoolföbahn. 4. Vorträge der Finanzsection : a) über den städt. Voranschlag für das Jahr 1871, d) in Betreff des städtischen Zuschlages zur Verzehrungssteuer, ' leruommen, mit einem Faß Wasser von Haus zu Haus^ zu fahren und das Vieh zu «ranken. Die Postverbinoung^ wurde dadurch hergestellt, daß der Postbote es unternahm^ ! zur Eisenbahnstation zu reiten, doch brauchte er um den! .Weg, den er sonst in dreiviertelstunden macht, zurück-l zulegen, volle zwei Stunden. Die Eisenbahnzügc verkehren ' seit gestern wieder, doch dürfteu auch diese bald wieder eingestellt fein, denn so eben fängt es neuerdings an ganz gehörig zu fchneien, und ich muß, soll der Brief morgen in kaibach fein, schließen. (Wir erhielten dieses Schreiben, wie gesagt, erst am 31. December. D. Red.) Neueste Post. (Original'Telestramme dcr „Laibacker Zeitung.") Bordeaux, >. Jänner. Nachrichten aus Paris vom 3O December melde» die Räumung des Pl>lteau's vo«'Avruu «ach Geschütz» wegschaffn»^ und die fortgesetzte Beschießung der Forts Htoissy. Noöny. Vtogeut, welche jetzt schwächer wird. Faidherbe nahm seine Opera tionen wieder auf. Bern, ». Jänner. (Qff«ciell.) Zehntau» send Franzosen marschiren auf Pont Noidc. Gs circulirt ein Gerücht von einem Zusammenstoß bei Herimoncourt. Verlin, >. Jänner. (Dfficiell.) Gine Truvpenabtheiluug Manteuffel'ö zersprengte am 3>. December die aus der Gegend von Briare bis Montimaux vorgedrungenen Fein-desstreitkläfte. Die Beschießung von Mezieres bat begonnen. Berlin. 31. December. Ossiciell wird aus Al-liert, 30. December, berichtet: Am 20. December schlug Oberstlieutenant Pestel mit scincr fliegenden Colotme, welche nus drei Compagnien und drei Escadronen bc° stand, drei Mobilgaroc-GalMain', ndcutetc dlci Fahxcn und tlllhm zehn Officicrc und 230 Mann gefangen. Dies-scils wlndcli sechs Mann vciwimdel. Versailles, 30. December. Vor Paris wurde am 30, December auf dem nobertcn Monl-Ävron eine große Mclis>c von Arlillcricimmitiol! und zwci oeriwgcltc Vicrundzwcu^igpfi'mdct' vorgefmidcn. Zwei Compagnien drangen tns zum Dorf Noöny vor: dlcsscitö Ein Verwundeter. Bordeaux, 31. December. Nach Pariser Nachrichten vom 29. Debcmbcr richtttcn die Preußen am 28. ciittli wüthenden Angriff gegen die Forts )toa.cnt, NoSny mid das Plateau von Ävl'on, dcmaelirtcn ihie Äclagc,-lumMatlerien lmd versuchten daS OombardclMlU, wurden alicr mit bedeutenden Verlusten zurückgewiesen. Der Geist von Paris ist ausgezeichnet. Bordeaux, 31 December. E« wird veifichrrl, daß 15.000 Preußen Montags in Gapaumc eingerückt sind. Mittwoch gingen 6000 Preußen ssegen Ccronne und Douai ali. Französische dauern sagen, die Preußen citlciren laut, sie seien des Kncges müde. Iiu Arron dissement Ilaudun ging ein BuUon niedei. Es wird versichert, ein neuer um Samstag erfolg/ tcr Sturmangriff auf Vclfort sei gescheitert; dcr Verlust der Preußen beträgt 1400 Mann. Am 21.December brachte man auf si'mfzia. Wägen Verwundete nach Chatenois; beinahe alle waren durch den Frost umgekommen. Puutrut. 31. December. Neue deutsche Truppen lrafen vor Gelfort ein. General Trcokow ist am 24. December auf einer Necognosciruna. m Delle angekommen. Bei Grandoillars werden deutscherseits Vcrschanz-zunfien erriechtet. Madrid, 30. December. Malschall Prim ist seinen Wunden erlegen. F l orcnz. 30. December. König Victor Emauml, welcher erst am 12. Jänner nach Nom zu geb/n bead' sichtete, tritt schon beute seine Neise dorthin an. Dle uerheelends» Ueberschwemmungen oer Tiber viele» dem Könige hiezu me Veranlassung Da die Reisc, als ein Act der Hilfeleistung der Oeorangten aufgefaßt wird, so soll jeder ossicielle Prunk bei dem Empfange des Mon» aichen untelbkioen. (Corr Warr.j 5elenraphtscher Wechsclcours oom 31. December. öperc. Melulliqueb 56.45, - 5perc, Metalliquec« mit Mai-lmd November.Ziusrn 56.45 - 5pcrc. Nalioual-Aulehen 65.45. - 1860er Slacts-Anlchcu 92.40. - Vanlactien 729 - Credil-Acliiii 246.3'>. — London 124 25. — Silber 121.75. — K, t, Vtllnz-Dncaten 5.89. — Napuleond'or 9.96'/,. Handel und VolKswirthschajtliches. Verlosung. (l. S l a a l s I o t t e r i e.) Bei der am 29, December vor yeiiommcucii ersten Slaatslotteric silr c,emeinsc,mc Mililär-Wohl-thätigleitSzw,'^ wurden i» dcr Vorziehlmg »achsüryendr 10 Ee-rieii gczossm, und zwar: Serie 2«»! (Nr. 2«501—28600), E>, 5>12 (5>1101 .51^)0), S. 79l (Vtr. 79001-7810!»), S. 794 (Nr. 793l'I ?l»l00), 3. 862 (Nr. 86101-86200), S 100? (Nr. 10<»60l'100700). S, l122 (Nr. 112101^ I12W0), S 1176 (Nr. 117501-11?en 22 Vor- »nd Nachtrrfter: Nr. 195212 195213 195215 195?16 55470 55472 197606 19/608 32974 3^976 160904 160906 19843? 198439 6016? 60169 97182 97184 133816 133848 18823? und 188239 gewiunm je ein ganzes i!oö dc« Prcimien:)li,lehenö vom Jahre 1864 im Nomiualwerlhe ooii 100 fl. Fciurr gewinnen je 3000 fl.: Nr. 43316 d 18330l; je 1000 fl.: Nr. 4l»94 39112 63214 67609 7462? 7?540 178414 und 1930?1. ^aii'Nch, 31. December. Aus dem heutigen Martlc sind r-schienen: 7 Wugm mit Holz. Durch lcl! ii iltS-greise. ! ft. lr. ft. !r. >ft. lr.>?., , Wci;n! pr. M^'.» 5 20^6 30 Vuün pr. Psund 45'- Korr-Saat „ 4 —! 4 28 Eier pr Sliln — 3 - Onsic .. 3 1(V 3 30 Milch pr. Maß -10 Hafer „ 2 10 2 32 Niudslelsch pr, Pfd, 23-, hüttifiüch! .. ------4 55, ilaldsieisch „ »24------> ylideu .. 3 - 3 65 Schwciüesteijch „ 20 Hirse ., 3 l0 3 52 Schupsenfleisch „ -16 Knlinutz „ -------< 4 — Hähndcl pr. Stück .. 30 Erdnvsc! „ ^._^------- Haude« ,. -15, -- L'l'scl' ,. 5 20------- Hm pr, Zlüiuer 165 — Elb'>ü ., 5 3(>!— Stroh „ 1 40 ^ ssls"l'l! " 5.'.0,------- Holz, hart., prülfl, ,, - g 50 N!iidftv 44'------- - 'tvc!ch(s, 22" „ ,. »; ßg Schlueiiuschliial^ „ - ^l6 — — Wein, rother, pr Spcck, sl'ijch, .,-32— Eimer 12- ^erciuchen „ — 44^------- - lt>,'ißer ,. ____!10 - Theater. Heute: .Nrisrn. Lustspiel. ______Morgen: l» Mädchen in Uoiform. ttottu;ichu»»ss vo,» :t». Dcccmber. Wieu: 76 12 71 20 00. ^_______G ra z: 15 46 1 85 4. ! ^ , ^ Z » <» « , ! ^ 5:"" !6ll Mss. 325^,!) "^"4« wuidW trM 31 .2 „ N. ^26 Zl- -.33 windstill lrilbc ^ ^" .10., Ab. .v26.88 - 4« lvmdstill trilbc Schure , 6 N. Mg. 32? L0 — 5 8 windstill trilbe /. ^ ,. ')i. 327 85 -4.1 windüill trübe ''" i1l>„M. 328.35 -5.., windstill trübe ^^"" An l-eiden Tagen geschlossene Wollrudclte. Das vuracstrige Tagremitlel dcr Wäiluc - 4.3", nm 2.0°, das aefiriqc - 5 2", um 2 9" unler dem Normale. Prraulwortlicher Redacteur: Ignaz v. Klei u m a y r. tZn«'l^n?»^»'z^s ^iell. 30. December. Die PlN)sioguom!>,' drr Vijrse war hmle annähernd dieselbe >vic gestern. Druct der mamentan nngilustigen G^ldverljältnisft auf deu Cours dcr Al»»t^lli1l N«i/i> Kpieleffecteu. detaugloser Umsatz im Gloszcn nnd Ganten, relatiu seste Hallnug dcr im Schrcmlm gehaildeltm Äulngepapierc waren d,c charalt-ristischeu Merkmale der gestrigen ui:d sind die hervortretenden Clgruschasteo der heutigen Bürse. Einige in Nebeiwapiereu theils ;u Ounsin. »Heils zll Ungunslen der heulige» Notirungeu vorgefallene Vcränderungeu, unter welche» das Fallen der Hanoelöliant-Acllell bi« 94 die bedeutendste, fallen bcl Beurtheilnug der allgemeinen Vürsrillagc nicht in's Grwlcht. H. Allgemeine Staatsschuld. ,^llr 100 si. O,l>, ^...., ^liiheitllchr Staatsschuld zu 5 p^'t.: in Nuten verchi«!.Mai-November 56 50 56.60 „ „ „ Frbruar.Aussusl 56 45 56.50 , silber „ Iauner-Inli 6565 65.75 „ „ Aprll-Ocwber. 65.45 65,55 Btrueralilehen r>i ^ 75 25 75 50 Z^lermcn' ... . ^ - »' Waare Äucsio-öslerr. Buill avgrst, . 193 50 193.— Anc>lo-mlgar. Bani .... —.— —.— Bankverein.......200.— 201,— Voden-Ereditausillll .... — — ...... CrcdüanflcU: s Handel u. Gcw . 246.70 246 90 Crcdualtstalt, allglin. nngar. . 82.50 8!l — Eüconiptc-Grscüschaft, n. lj. . . 555. «90, — ^ranco-ijsterr. Voul . . , . 96.25 96.75 >)cmrallicmt...... 54.5c. 85,50 Handewbant.......9450 95.50 Mlioualbant......729 — 730.— Niederländische Vanl .... 22725 22775 ^creinslicml...... , 90— 91.50 Vertehrsbanl.......128.— 125.— »5. Actien von TranSportnnrernct,- Mllngen. Oeld Waar, ,'llfüld-Fiumaner Vahn . . .166 75 169.25 Aöhm. Wrstbahn.....239.50 240 50 (5arl'l.'ndw,g-Bahn.....238.25 238.75 ! Donan.-Dampfschifff. Gesellsch. . 546 ^ 546 - Cilisaketh-Weftbahn.....214.25 L14 75 Elisabelh-Wesibuhu (Linz - Bnd- weiser Strecke).....182.75 183 25 Ferl»in.l!ld«-Nordbah:' . . . .2050 2055.^ Wnft'rcheu-Varcser-Bahn . 153 - 159.— ,s^,au..Idm-Cn-dil"?l,!sla:t Geld Üvaarc! !,irloi)öa'.' zl: 5 pCt. in Silb?l 106 10 106 40 !,lo.i,!I3I.riickz.zu5pCt.Ulö.W, 67.25 87.50 'lialilmnlb. ans ö. W. verlosb. zu 5 pCt........92.75 93 25 Una. Vod.-Errd.-Nilit. zu 5'/« pCt. 88 75 5 103 st. N, W. Geld Waarl Ä'.lZ.-Nestb. in S. o?rz. (l. Gmiss.) 93 ^ 93 25 ssirdinllnoS-Nordk. in Gilb vc>r^. 104.50 104.75 Franz-Josephs, Vlchli .... 93.80 94 — 5.Äcuk-!'i-!m, K. i. G.vcrz.i. Vm. 101 50 102 -'>,i"-r. No, wchlxzhn. . , . ^3 25 '^3 50 l Hel:, Waare Kieliend. Hahn in Silbn uerz. . 66 75 87-Staatsb. G. 3°/«ä5,00Fr, „!.Em. 134.— 135. -Sildb. O. 3"/, « 500 Frc. „ . . 113 50 114 Siidb.-G. « 200 ft. z. 5"/, für 100 ft. V9.30 89.50 Südb.-Nung 6", (187».!..?4) ,'. 500 Frr«......_... __^__ tlng. Ostbnhu......85.50 85 75 «. ^>rivat!ofe (per Stillt.) Ercditanstlllt f. Haudcl „. Gew. Gelb Wailtt zn 100 ft. ö W......16^ ^ ^^... ^ Rudolf-Stiftung zn 10 si. . . 14 __ 15.^ > '-Vechse! (3M^u) Geld Waa:. ^ ^ngsbnia sur 100 st südd. W. 103 50 10-< 60 ' Frautfun a.M. 100 fl. dcl,c> 10."» d<) 1"3 90 Hcimbnrg, für 100 Ätarl Bauco 91 40 91 60 Voudou, silr 10 Pfnnd sttrlmq 124.15 124 3^ Pans, fiii 100 Franco . . / —.. . ^.- K. Nünz.Ducatn. . b si. 88 ?,. 5 ft. 89 lr. Mpolronsb'or . . 9 .. ^5^ ,. 9 .. 96j „ , Vcrcin?lhn!cr . . . 1 „ «3j „ 1 . 84 ,' silti^r . . '21 , 75 , 132 . - „ Kraiuischc Gruildcntlastullgs - Obligation?:,, Pri« »Mnotinmss: 66 Geld, Waare.