PrS»»«eralt<«s-Pr«ise Für Üaibact: »anzjährig . . 8 fl. 40 ft. Halbjährig . . 4 „ 20 „ Vierteljährig . 2 „ 10 „ Monatlich . • • — <- 70 „ Mit der Post: Ganzjährig...............12 fl- Hilbjährig............... 6 " Vierteljährig............ 3 -• Für Zustellung ins HauS viertelj. 25 tr., monall. 9 kr. Nnze ie ttummern 6 It. Laibacher Redactiou Bahnhofgaffe Nr. 152. 33 «rvedittou- L 3nfereten-vurea»: Tongreßplatz Nr. 81 (Buchhandlung von 3g. v. Klein-mehr & Fed. Bamberg.) J«sertio»s-reise: Für die einspaltig^ & 4 fr., bei toiebg ((Haltung Anzeigen bis 5, Änonyme Mitlbeilungen werde» nickt berücksichtigt; Manuscripte nicht zurülkgeseudet. Bei größeren Insel» öfterer Einschaltung chender Rabatt. Für complicierten Satz bejea-bete Vergütung. Nr. 253. Freitag, 5. November 1875. — Morgen: Leonhard. 8. Jahrgang. ©ine Wendung in der Lricittpolili!. In St. Petersburg scheint die Politik des ruhi aen Abwartens gegenüber den Wirren auf der Bal-kanbalbinsel nicht länger zu behagen. Beweis dessen die vielbesprochene und commentierte Kundgebung Gortschakoffs im russischen „Regierungsanzeiger", die anfangs nur im telegraphischen Auszüge bekannt, allerdings darnach angethan war, alle Welt tu allar-mieren. Wenn auch der aufregende Charakter dem nun in seinem Wortlaute vorliegenden Artikel nicht innewohnt, so kündigt er nichts destoweniger eine veränderte Haltung Rußlands an und ist somit als neue Phase der politischen Sachlage im Orient zu betrachten. _ In den letzten Tagen des September waren die Ergebnisse der Verhandlungen der Consular-commissitm in Mostar mit den Jnsurgenlensuhrern betonnt geworden. Die Führer der Aufständischen stellten bekanntlich das Verlangen, daß die von der Pforte verheißenen Reformen für die bedrängte Raiah keinen Werth befaßen, falls nicht die Mächte für die getreue Durchführung derselben die Gewähr auf sich nähmen. Diese Gewähr der Mächte wurde damals von den in Konstantinopel weilenden Vertretern der Nordmächte als „gegenwärtig unzulässig" erklärt und gleichzeitig veröffentlichte das „Journal de St Petersbourg" jenen officiösen Artikel, worin jedes Drängen, jeder wie immer geartete diplomatische Druck auf die Entschließungen der Pforle als untbunlich zurückgewiesen, dagegen das vollste Vertrauen der Mächte in die Absichten des Sultans ausgesprochen wurde.__________________ Heute jedoch muß sich die Anschauung in den maßgebenden Kreisen der Großmächte entschieden geändert haben. Das ^eht unzweifelhaft aus mehreren Kundgebungen der letzten Tage hervor. Der „Timet " wird aus Mostar gemeldet, die Consuln der Großmächte hätten sich übereinstimmend dahin ausgesprochen, daß die Pforte allein nicht' imstande wäre, die Ruhe in Bosnien und in der Herzegowina wie’ der herzustellen. Stünde diese Nachricht vereinzelt, so würde ihr wenig Gewicht beizulegen sein; es wäre dies eben die Anschauung der Consuln, die den Ereignissen zwar naht stehen, deren Ansicht jedoch nicht die der von ihnen vertretenen Regierungen zu sein braucht. Aber daS Unheil der Consuln gewinnt durch gleichzeitige officiöse Meldungen ein ganz besonderes Interesse, da es die nackte Erklärung des intimen Organes des peterburger CabineteS, der „klägliche Stand der Dinge in der Türkei" müsse jedenfalls eine Ende finden, bestätigt. lieber die Genesis der „gegenwärtigen diplomatischen Auseinandersetzungen" verbreitet ferner eine, wie es den Anschein hat, Eingeweihte wiener Corre-spondenz der „Schlesischen Presse" einiges Licht. Denv zufolge haben bereits am 29. v. M. zwischen den Botschaftern Deutschlands und Rußlands und einem als Vertreter des abwesenden Grasen Andrassy fungierenden österreichischen Diplomaten Besprechungen über die orientalische Angelegenheit stattgefunden. Nachdem der Conferenzvorschlag des englischen Cabinets beseitigt und allerseits an der Notwendigkeit eines einheitlichen Vorgehens der Nordmächte festgehalten wurde, so handelte es sich blos mehr um die Form, in der dasselbe stattzufinden hätte. ES sollen zwei Ideen angeregt worden fein, und zwar eine identische Note ober eine Collectivnote der drei Kaiserstaalen. „Obgleich," schließt die erwähnte Correspondenz, „ein definitiver Beschluß hierüber , noch nicht gefaßt wurde, so ist matt doch über den Zweck der Action im Reinen. Derselbe geht dahin, i die Garantien zu präcisieren. welche für die wirkliche Ausführung der von allen Seiten als höchst nothwendig erkannten Reformen im Orient zu leisten wären." Damit stimmt nun die Note des russischen ! „Regierungsanzeigers" vollkommen überein. Weit entfernt davon, ein isoliertes tbätiges Einschreiten Rußlands zugunsten der Aufständischen anzukündigen, verherrlicht die Note die Dreikaiserallianz und ist bemüht, Rußland bei den Christen des Orients gleichsam zu entschuldigen und den Beweis zu führen, durch das Bündnis der Mächte sehe sich der Czar keinesfalls gezwungen, seinen Sympathien für die christlichen Bewohner der Türkei zu entsagen. In den Schlußsätzen endlich sucht der Artikel den Insurgenten und ihren Freunden in Europa darzn-! legen, daß die neueste Jrade (Erlaß) des Großherrn der Rajah alles gewähre, was man billigerweise verlangen könne und daß die christlichen Unterthanen der Pforte alle Ursache hätten dem Sultan und den ihm befreundeten Mächten zu vertrauen. Wörtlich schreibt der „Regierungsanzeiger": „Natürlich bezweifelt niemand die Aufrichtigkeit des Wunsches Sr. Majestät des Sultans, die gegenwärtige elende Lage seiner christlichen Unterthanen zu verbessern. Die Regierungen aller Großmächte nehmen die neue Jrade als einen untrüglichen Beweis Feuilleton. Die Kindersterblichkeit. Ueber dieses Thema veröffentlicht Dr. Winternitz , h _ L. TgPst " folgende zeitgemäße Betrachtungen: Die Welt Hat sich nicht blos, was die politische O , und die socialen Verhältnisse betrifft, in den lebten Decennien sehr geändert, auch inbezug auf w berrfchenden Krankheitscharakter ist eine wesentliche Aenderung in der menschlichen Gesellschaft ein« «treten Früher waren eS die Blattern, welche als die aefürchtetste Krankheit des Jahrhunderte« nicht mit Unrecht galten; denn wir haben keinen Begriff »on den Verheerungen, welche diese Krankheit ange-richtet bevor die großartige, leider noch immer nicht ttaem'ein anerkannte Entdeckung Jenners derselben Q'n >4ict gesetzt. Pockennarbige, infolge von Blattern üüöuata oder ganz blind geworden, sieht man nun-«,k>r sehr selten, während vor Einführung der cYmDfuttg das Perzentoerhält,tis derselben ein sehr deutendes war. Dafür aber nehmen die Erkran-, ° „ an Skrophulose und Tnbcrculose in beinahe unglaublichen Progressionen zu. Erstaunt fragen wir uns, woher das kommt, welchen Ursachen diese für das neunzehnte Jahrhundert charakteristischen Krankheiten zuzuschreiben sind? Der Ursachen, welche diese Wirkung Hervorbringen, gibt es wol mehrere. Außer angeborener Anlage können noch Agentien, welche in der Wohnung, der Bekleidung, der Beschäftigung liegen, entweder für sich allein oder in Uebereinstimmung mit einander diese Krankheiten zur Entwicklung bringen, auch klimatische Einflüsse mögen Dispositionen erzeugen, die hauptsächlichste Ursache jedoch ist in der Ernährung im allgemeinen, ganz besonders aber in der Ernährung der Säuglinge zu suchen. In seinem Berichte auf der Naturforscherversammlung zu Innsbruck: „lieber die Sterblichkeit der Ncugcborttcn und Säuglinge" führt Dr. Wasser-fuhr an, daß in Deutschland neben durchschnittlich 4 °/o Todtgeburten, im Maximum 33,u6 °/0, im Minimum lti.46 % der lebend geborenen Kinder bereits in ihrem ersten Lebensjahre wieder sterben; ein Verhältnis, welche« in einzelnen Provinzen und Orten, noch mehr in anderen Ländern um bedeutende« überschritten wird. Man kann ferner behaupten, daß 35 bis 40 °/0 aller, überhaupt in der ganzen Bevölkerung sich jährlich ereignenden Todesfälle auf Kinder unter fünf Jahren treffen. Dabei stellt sich heraus, daß die Sterblichkeit der außerehelich geborenen Kinder jene der ehelichen nahezu um das doppelte übersteigt. Als die häufigsten Todesursachen müssen Erkrankungen der Verdauungsorgane angenommen werden, welche nach Umständen 40 bi« 70 % und mehr oller Todesursachen bei Kindern unter einem Jahre umfassen; und wieder sind es die außerehelichen Kinder, bei denen Ernährungskrankheiten doppelt so oft die Todesursache bilden als bei ehelichen. Berücksichtigt man, abgesehen von allen anderen Verhältnissen, die Art der Ernährung, so ergibt sich, daß bei 100 Todesfällen höchstens 20 auf sogenannte .Brustkinder", d. i. solche, welche Mutter- oder Ammenmilch zur Nahrung erhalten, entfallen, während über 80 Todesfälle für die sogenannten „Wafser-kinder" zu verzeichnen sind. Und darin liegt auch zum großen Theile die Antwort aus die Frage, warum unsere Zeit so reich gesegnet ist an Skro-phulofe und Tuberculofe. (Fortsetzung folgt.» der beständigen Fürsorge des Sultans für das Wohl dieser Untertanen mit Wohlwollen auf. Beispiele nicht ferner Vergangenheit aber, welche klar darthun, daß ähnliche, den Christen wohlwollende Willens« Äußerungen des Sultans erfolglos blieben und daß die verhältnismäßig nichtssagenden Rechtx, welche die Christen einiger Ortschaften der TürKi genießen, ihnen gezwungener Weife auf Verlange« der europäischen Diplomatie zugestanden wurden, geben der öffentlichen Meinung Europa'S Anlaß, -er neuen Illide des Sultans nicht mit dem Vertrauen ent» geaenzukommen, das ihm als Ausdruck des Mitgefühl» Lr. Majestät für die bedrängte Sage seiner christlichen Unterlhanen gebührt^. D«S Vertrauen diefrr letzteren aber zu derartigen Acten der Regie, rung ist in dem Grade erschüttert, daß es der Pforte schwer werden dürste, dasselbe sogleich ohne freundschaftliche Milwirkung der europäischen Labinette wieder herzustellen. Und diese Mitwirkung werden die Cübinette ohne Zweifel der Pforte nicht versage«; Mjrttfeit# wird auch die Pforte nicht ««angeln, diesen Cabinetten greifbare Beweise ihrer festen und unbeugsamen Entschlossenheit zu geben, die jetzigen feierlich übernommenen Verpflichtungen hinsichtlich der Christen zu erfüllen und somit der anormalen Lage, die Europa so viel Befürchtungen ein» flößt, eine Grenze zu setzen. Jedenfalls darf man sich versichert halte«, daß der klägliche Stand der Dinge, wie er bis jetzt in der Türkei den Interessen der Pforte, ihrer Unterthanen und Europa'S zum Schaden gewährt hat, ein Ende finden muß." (Schluß folgt.) Politische Rundschau. Laibach, 5. November. JAland. Der „Dziennik PolSki" verharrt bei seiner Meinung, daß Minister ZiemialkowSki feinen Posten verlassen müsse. Wenn er trotz des Backenstreichs, welchen Galizien erhalten, noch im Cabinet verbleibe, so würde er nicht eine einzige Stimme im Lande für sich haben. Gleichgiltiger verhalten sich „CzaS" und „Gazeta Narodowa" zu dieser Frage. Die letztere will erfahren haben, daß Dr. ZiemialkowSki, als er sein EntlassungSgesuch einreichte, bereits gewußt habe, dasselbe würde nicht qngrnommen. werden. Man hätte ihm einen Wink gxgebrn, daß der Kaiser seinen Rücktritt nicht wünsche. Der Polenclub scheint inzwischen sein unzweideutigstes Mißbehagen dem im Amte verbliebenen Minister bekundet zu haben. Der Minister fKr Galizien sei Betulich, heißt eS, zu der Sitzung des Clubs, in welcher einegeheime Berathung über den Wildauer'schm Antrag stottfofid, nicht eingeladen worden. Die „Gazeta Narod-wg" weiß nicht, was in dieser Sitzung beschlossen worden, aber sie constatiert, daß die Lage der polmjchui Delegation ungemein schwierig ist, und daß die letztere daS fatalste Fiaöco erleben würde, wenn ste zu halben Maßregeln griffe. Es bleibe ihr jetzt nichts mehr zu thun übrig, als offen in entschiedene Opposition zn treten, sich mit allen übrigen anticentralistischen Fraktionen zu vereinigen upd zugleich mit ihnen den Reichsrath zu verlassen. In der Mittwoch-Sitzung des A b g e o r d . n e t e n h a u s e s überreichte der Handelsminister die in Paris abgeschlossene internationale Meter-eonvention, ferner einen Handels- und Schiffahrt«, vertrag mit dem Königreiche Hawaii. In einer dritten Zuschrift zeigte Ritter v. Chlmnecky die von ihm bereit» angekündigte Zurückziehung der Vor-tage, betreffend die Fusion der Nordwestbahn an. Da» Hau» setzte hierauf die Specia^dedatte über das Gendarmeriegesetz fort. Der Wttdauer'fche Schvl-aufsichtS-Gesetzentwurf, bezüglich dessen vorgestern «ine Ausschußsitzung stattfand, dürfte erst in der nächsten Sitzung des Abgeordnetenhauses zur Verhandlung gelangen. Der Ausschuß für den Antrag Wildau« hat beschlossen, in die Specialdebatte de« beantragten Gesetzentwurfes einzugehen, jedoch den durch die kaiserliche Verordnung gegenstandslos gewordenen § 3 fallen zu lassen. Im Fortschrittsclub begrün« bete der Abg. Fux den Antrag betreffs der Abrüstungsfrage und plaidiertc für die sofortige Einbringung Diese» Antrages. Ueber Antrag des Freiherrn v. Walterskirchen wurde beschlossen, vorerst Privatbesprechungen hierüber zu pflegen und sodann eine besondere Sitzung anznberaumen. In der SamStag-Sitzung des Clubs der nationalen Partei in Agram kam es zu einer sehr ernsten Auseinandersetzung zwischen dieser Partei und der Regierung. Anlaß hiezu gab bas Ergebnis einer Abstimmung, welche in der vormittags ab-gehaltenen LandtagSfitzung bezüglich der von Sec-lionSchef Zivkovik erfolgten Beantwortung einer Mckamc'tchen Interpellation stattgefunden halte und wobei achtzehn Mitglieder der Regierungspartei mit1 Mokante gegen die Beantwortung stimmten, so daß diese nur mit der geringen Majorität von fünf Stimmen zur Kenntnis genommen wurde. Infolge dessen erhob ZivkaviL im Club energische Einsprache gegen diese Manier, die Parteiregierung in Stich zu lassen; auch forderte er alle jene auf, welche die Regierung nicht ernsthaft unterstützen wollen, offen in das Lager der Opposition überzugehen, nicht aber in den Reihen der Partei zu intriguicren. Nach längerer Debattte über die Gebote der Parteibis» ciplin votierte der Club der Regierung einstimmig sein Vertrauen und gelobte, sich künftig der DiS-ciplin besser zu fügen. Altsland. Die Nachricht, daß die deutsche Gesandtschaft in Rom und die italienische in Berlin zum Range von Botschaften erhoben werden sollen, ist in Berlin mit wenig Sympathie vernommen worden. Die „Vossische Zeitung" ist der Ansicht, daß eher daran gedacht werden sollte, die bestehenden Botschaften in die einfachere und minder kostspielige Form von Gesandtschaften zurückzuführen, als eine neue Botschaft zu creieren, die nur mehr Pomp entfalten, aber keinen größeren diplomatischen Nutzen gewähren könne. Wenn man heute mehr als je ans das Sparen angewiesen fei, um neue Steuern fern-zuhalten, so sei es doch das nächste, an überflüssigen Ausgaben zu sparen. Hoffentlich werde diese Anschauung im Reichstage die gebührende Vertretung finden. Da wäre denn wiederum ein Streitpunkt für die parlamentarische DiScussion. Glücklicherweise mindert sich hingegen die Gefahr, baß die Gtrafgesetznoveüe einen Conflict verursachen möchte, denn alle Anzeichen deuten daraus hin, daß derselben durch den BundeSrath ihre Krallen gestutzt werden dürften. Frankreich war in den letzten Tagen nahe daran, feinen Finanzminister Leon Say zu verlieren. Thatfache ist, daß der Finanzminister, der im Schöße des CabinetS herrschenden Zerwürfnisse müde, daran gedacht hat, sich zurückzuziehen. Allein die hervorragendsten Persönlichkeiten der Finanz, an ihrer Spitze Herr v. Rothschild, hatten mit dem Präsidenten der Republik mehrere Unterredungen, in welchen sie dem Staatsoberhaupte auseinander ittzen, daß die Bank- und Börsenwelt das Verbleiben des Herrn Leon Sah im Ministerium im Interesse des Stande» der öffentlichen Fond», namentlich beim Herannahen der Kmnmersesfton, für unerläßlich hält. Auf der anderer Seite hätte auch der Minister des Aenßern erklärt, daß et in dem Augenblick, da so wichtige Finanzfragen mit bet Türkei gepflogen werben, nur sehr ungern feinen Lollegen aus dem Mini-sterium scheiben fetten würde. Unter dem Eindruck dieser verschiedenen Schritte hätte der Präsident der Republik lebhaft in Herrn Leon Say gedrungen, fein PortefeuUe zu bchaUen, und der Finanzministrr hätte schließlich auch darein gewilligt. Gestern ist in Versailles die hoffentlich letzte Session der französischen Nationalversammlung eröffnet worden. Die dreimonatliche Vertagung der Kammer hat nicht nur in btt Bevölkerung, sondern auch unter den Deputierten selbst die Erkenntnis zur Reife gebracht, daß die Nationalversammlung keine Existenzberechtigung mehr habe unb daß die neue Verfassung so bald wie möglich in» Leben gerufen werben müsse. Eine Folge dieser Erkenntnis ist es denn doch auch, daß sowol die Regierung als auch die Republikaner sich in dem Wunsche begegnen, alles zu vermeiden, was die Auflösung verzögern könnte, unb sich ledig, lich auf legislatorische Arbeiten, also in erster Linie auf die Schaffung «ineS neuen Wahlgesetzes, zu beschränken. Allerdings werden die verschiedenen Par. teten mit seht verschiedenen Hoffnungen an diese Arbeit gehen. Buffet will die arrondisiementSweise Wahl im Sturm durchsetzen, während die Republikaner alle Ursache haben, auf dem Listen-Scru» tinium zu bestehen; denn sollte Buffet doch gestürzt werden, so gilt e« in erster Linie, sich auch gegen die eventuellen Nachfolger desselben sicherzustellen, was nur dann geschehen kann, wenn das allgemeine Stimmrecht uneingeschränkt von localen und anderen Einflüssen, wie dies nur beim Listen-Scrutiniuw der Fall ist, zur Geltung kommen kann. Die orientalische Frage spitzt sich feit Verlautbarung der russischen Erklärung wieder merklich zu. Nach einem Telegramme der .Times' aus Mostar, 30. Oktober, ist es die einstimmige Ansicht der Conjularcommission, baß die Pforte unter den gegenwärtigen Verhältnissen nicht imstande sein werde, das Land zu pacisicieren. Irgend eine Form der fremden Intervention werde unumgänglich nothwendig sein. Die Nachrichten von der lieber-sendung einer identischen Note der drei Großmächte nach Konstantinopel wird auch von dem in orientalischen Dingen gut unterrichteten „Kelet Nepe* bestätigt. Wie diesem Blatte aus Wien geschrieben wird, haben das wiener und berliner Cabinet dem Petersburger Hofe eine mäßige Concession insofern« gemacht, als in der Note von der Pforte eine G a -rantie für die Ausführung der Reformversprechungen gefordert wird, von welcher Forderung die beiden Mächte in dem frühem Stadium der Angelegenheit nichts wissen wollten. Durch diese Concession wurde aber underntheUS wieder erreicht, daß Rußland wenigstens nicht die Autonomie der Herzegowina verlangte, welche Forderung zu stellen tt noch vor einigen Tagen große Lust zeigte. Palästina droht die Gefahr, von den $ot’ monen überschwemmt zu werden. Dr. SawNi der Ches-Redacleur der Religions Tract ©ocitti), der neulich eine Rundreise durch Utah machte, berichtet, daß die Mormonen, ihres Hader« ullt den Behörden der Vereinigten Staaten müde, eine Mofftnouswundttung au» Utah vorbereitet». Wie Dr. Manning annimmt, werden sie wahrscheinlich da» Jordanthal zu ihrer neuen Heimat wählen. Die „Heiligen" könnten sich darauf berufen, daß König Salomo kraft seiner Vielweiberei der erste Mormone war. Wie aus Rio Janeiro gemeldet wird, Hot die Freilassung der gefangenenSifchöfe große Sensation errtgt. Die Ultramontanen triumphierten in der ungemeffenften Weise, die Gegenpartei aber war im höchsten Grade ungehalten über die von der Regierung und dem Kaiser ergriffene Maßregel. Da-Ministerium wurde in der Deputierienkammer ver-schiebentlich interpelliert, doch wußte der Minister de« Innern, Baron Cotegipe, sich und seine College» in einer langem Rede glänzend zu verthtidigen. Wie es heißt, sollen nunmehr brasilianische Staatsmänner sich nach Rom begeben, um mit dem Vatikan selbst ein Einvernehmen hinsichtlich bet Cöfung de» kirchlichen Conflict» herbeizuführen. Auch der Bischof von Olinda will eine Reife nach Rom an« treten. In Central-Asien droht außer dem Aufstande in Khokand eine neue Verwicklung. Rußland hat nämlich an den Khan von Kaschgar die Aufforderung ergehen lassen, die Sklaverei in seinem Lande abzuschaffen. Offenbar sucht die russische Regierung einen Vorwand zur Einmischung. In England erregt die Nachricht lebhafte Unruhe. Wäre Rußland, sagt die „Morning Post," einmal im Besitze von Kaschgar, so hätte e» eine Angriffsfront gegen Indien. Uebrigen« finden die Ruffeit vorläufig in Khokand zu thun. Der Aufstand soll sehr ernst f«n. Sein Ziel und Zweck geht au« einem Briefe hervor, den t>tt Führer der Rebellen, Abdurrhaman -Nobaschi, bar* einen gefangenen risfischen Offizier « den General Kaaffmsnn schickte, ©drin heißt e«: „Da« sümmlliche seßhafte und nomadisierende Volk hat sich erhoben und große Heere ausgestellt, von dkven eine« nach Taschkend zieht; alle Köpfe sind tön Kopf geworden, der de« Feindes der Russen, -üch unseren religiösen Satzungen müssen wir uns «ft euch schlagen, so lange ihr nicht geworden seid, »,S wir sind: JSlamiten; bi* dahin werden wir bekriegen, so lange, als nicht der eine oder andere Heil zu Staub geworden ist." Zur Tagesgerichte. _ Eisen bahnsrevel. Der am 3. d. nach Prag entgangene Personenzug der Franz Josefsbahn ist mkolge Bahnfrevels^wischen Göpfritz -Schwarzenau (in Nieder--sterreich) tim 12'/, Uhr nachts entgleist. Eine Schiene fctS äußeren Schienenstranges war kunstgerecht ausgehoben; die Nägel und Schrauben wurden unversehrt aus den Schwellen daneben vorgtfunbtn. Man zählt fünf Todtc unv neun Verwundete. __ Der Untergang der „Magent a". Das »dmiralfchiff der französischen Mittelmeerflotte. die „Ma-Q« jst vor ein paar T^gen auf der Rhede von Toulon in die Luft geflogen. Ein touloner Blatt, die „Sentinelle »u Midi", schilfert die Katastrophe wie folgt: Toulon ist soeben Zeuge eines furchtbaren Unglücks gewesen, die „Ma-lenta", eines unserer herrlichsten Panzerschifse, welches erst aestern'm unseren Hafen eingelaufen war, ist heute nachis rtn Raub der Flammen geworden. Das Feuer ist, wie es teißt zwischen 12 und 1 Uhr nachts m der Schiffsküche ausaebrochen; aller Anstrengungen ungeachtet konnte dem Elemente nicht Einhalt gethan werden, und vier Stunden «enügten. um nichts von »Uftm herrlichen Schiffe übrig iu lassen, welches noch gestern so stolz an der Spitze un-Le§ Evolutionsgeschwaders segelte. Um 3 Ubr 35 Minuten E,brte man einen furchtbaren «nall: die Flammen hatten die Pulverkammer erreicht, und ein Regen von Feuer, von Geschossen, von Trümmern aller Art fiel auf den Tbeil ^ SD?fliiri£fcn-SierteIS nieder, welcher zwischen der Rbede und der Grofse-Tonr gelegen ist Der große Platz de« Po> Waons war mit verkohlten Holzscheiten, verbrannten Parieren und .«lcid-rfetzen übersäet; wir sahen dort sogar ■ heueren Panzernagel, der von der Hitze gekrümmt emen »nge branntt. Eine Panzerplatte war bis auf den trar und no ^ Mivitzre. zwischen dem Arsenalthor und Boulevar erj^A^serne, geschleudert und wenigstens (Zentimeter tief in das Pflaster eingeteilt worden; * 'fiten etürflugtln in der Gegend von Polygons nieder-!üf fl »ein Infolge der Explosion war die Stadt mit ^em Schlage in die tiefte Dunkelheit gehüllt; nicht eine fltiSflamme blieb brennen. Diese Katastrophe war für Ton-/° * If)rt von verheerender Wirkung: im Hafen sind den a giben, den EaföS und Pnvatwvhnungen alle Spiegel b 'tenftet zertrümmert worden; die Auslagen der Läden aüi jetzt unter dem Schuhe von Schildwachen. In der rfn Stadt ist vielleicht nicht ein einziges Haus verschont M^ben' ver Handelshafen unb der Mourillon haben be-,C qeiitteit, Fenster und Thüren wurden dort zertrüm. ri" Fensterläden aus die Straße geschleudert. Bor 4 Uhr m ' jjanze Stadt und die Borstädte auf den Beinen, tta' "01t den «ais genoß die Menge tief ergriffrn das W tflid) schöne Schauspiel des Brandes. Zn diesem Augen* toirf <4 Uhr morgens) ist von dem ganzen großen Schifte nur'noch ein Stummel des Fockmaste« sichtbar. Lal- uno Plo»inziil-Angelegei>heiteii. __ (ganctioniertes LandeSgesey.) Mit .. .jct)tr Entfchließiing vom 26. Oktober d. I. wurde der 8 trat ne r Landtage beschlossene Gesetzentwurf, womit EL«, die Landesgesetze. betreffen» die vfsentlichen BolkS-len u«d die «echtSoerhültnisse de« LehrstandeS. ändert werden, fanc.ioniert. 9 __ (Sßo in kraintfchen Lande».kehrerver» • \ AuS Lehrerkreife» kommt uns folgende Zuschrift ju: *,.nLt einigen Tagen flattgehabtt diesjährige (Seneralcer- innq deS krain. Landes-Lehrerverein« war trotz des künftige" Wetter« und der gemeinen nationalen Hetzereien cie gesetzeStreue Lehrerschaft recht gut besucht. Der- selben wohnte auch der als Schulfreund allgemein bekannte Herr Äezirkshauptmann v. F l a d u n g bei, welcher unterstützendes Mitglied des Vereines ist. Die Versammlung wurde vom Vereinsobmanne Herrn Professor L. R. von <8 a r i b o l d i eröffnet, der in längerer Rede die Thätigkeit des Vereines und dessen günstigen finanziellen Stand schilderte. woraus Herr Kassier EppiL an die Verlesung des Rechenschaftsberichtes ging. Nun folgte ein Vortrag des k. k. Bezirksschulinspectors Job. Sima über die Wichtigkeit der Vertretung der Lehrerschaft im Bezirksschulrathe. Redner berührte zuerst allgemeines, zog eine Heine Parellele zwischen den Rechten der Lehrer von einst und jetzt und beleuchtete, welchen Anforderungen ein Abgeordneter der Lehrerschaft entsprechen miiffe und wie er seine Wähler vor Willkürlich-leiten ungebildeter und anmaßender Dorfbewohner zu schützen habe. Schließlich betonte er die Notwendigkeit der Ausstellung von Ersatzmännern für die Vertreter der Lehrer im Bezirksschulrathe, da es sich nicht selten ereigne, daß letztere wegen Erkrankung u. s. w. ihrer Pflicht nicht nach-zukommen vermögen, weßwegen ihre Amtsgenoffen gewifser-massen in ihren Rechten verkürzt würden. Eine diesbezügliche, der bestehenden Lücke vorbeugende Resolution fand einstimmige Annahme. Von den Anträgen, die nun vonjeite einzelner Mitglieder der Versammlung gestellt wurden, ver-dienen besonders jene des Herrn Lehrers (fcerin aus Sagor erwähnt zu werden, welche die Herausgabe aller Sandes» schulgesetze und eines Lehrerschematismus durch den Verein und die Regelung der Rechtsverhältnis der altern Lehrer betreffen, welche sich bei der Bemessung der Ruhegehalte nach mancher Richtung hin benachteiligt sehen. — In den neuen Ausschuß des Vereines wurden gewählt die Herren: Prof. R. v. i< ©riindfleuerregulitrung) Die Arbeiten der von der dtntrnfcetifwiission an« ihrer Mitte in die Provinzen entsendeten fliegenden LotnrnissioNen schreiten ebenso die die Einschätzungsarb^iten in den SchätzUNgS-bezirken zivar [afiglani, aber betrtioch Adeihlich vorwärts. Nur in Galizien scheinen die ©teuerresoemarbtiteu das ©tabinm der provis»rifchen, also bcii Reclatuatloneü offen stehenden Tarife immer noch nicht überschritten zu haben. Und Galizien hat wahrlich keinen Grund, sich mit den belegten Operaten zu beeilen. ES besitzt, namentlich in seinen Latifundien, einen crtragsfähigen Boden im Ausmaße von mehr als hundert und zwanzig Quadratmeilen, der gar keine Grundsteuer zahlt. Außerdem führt dieses Grönland bisher eine Steuerquote von 4 Millionen Gulden ab, während das viermal kleinere Mähren 5 Millionen und Böhmen — um ein Viertel kleiner als Galizien — drüzehu Millionen zahlt. Es ist daher durchaus nicht zu verwundern, wenn Galizien diese Steuerlosigkeit so lange et« möglich auszudeuten trachtet und so wie es sich früher getfett die Einführung des Katasters sträubte, nunmehr der angebahnten Steuerreform alle möglichen Hindernisse in den Weg legt. Werden die galizischen, vorläufig provisorischen Tarife nicht den Verhältnissen zu den anderen Kronländern entsprechend geändert, so gestalten sich die Misverhältniffe für die westlichen Provinzen noch viel greller und empfindlicher. Auf eine radicale Aenderung dieser Tarife zu bringen, ist aber nur dem Reichsrathe möglich, indem er die von ihm in die Centralcommission entsendeten Mitglieder anf die zutage getretenen Unzukvmlichkeiten aufmerksam macht und eine ernste Prüfung derselben fordert. Die aus dem Grundbesitze gewählten Abgeordneten werden deshalb gut thun, wenn sie diese hochwichtige Frage im Reichsrathe mit Nachdruck anregen und dahin wirken, daß die lieber-bilrdung der westlichen Länder nicht auf lange Jahre hinaus beschaffen werde. Denn wird die Centralcommission ihre Entscheidung gefällt haben, dann gibt es bis zu den künftigen Steuerreformen für die überlastetet Lättder keine Abhilfe mehr. Eine bedeutende Steuerüberwälzung von Galizien auf die westlichen Provinzen hängt gefahrdrohend in der Lust; nanientlich das Abgeordnetenhaus möge dafür sorgen, daß sie nicht wirtlich herabfällt. Wir machen hierdurch auf die im heutigen Blatte stehende Annonce der Herren Kaufmann & Simon in Hamburg besonders aufmerksam. Es hanbeit sich hier um Original» Lose zu einer so reichlich mit Hauptgewitinen ausgestatteten Verlosung, daß sich auch in unserer Gegend eine sehr lebhafte Beteiligung vorausfetzen läßt. Dieses Unternehmen verdient das volle Vertrauen, indem die besten Staats-garantien geboten sind und auch vorbenanntes Haus durch ein stets streng reelles Handeln und Auszahlung zahlreicher Gewinne allseits bekannt ist. Wichtig für Viele 1 In allen Branchen, insbesondere aber bei Bezug der allgemein beliebten Original-LosS rechtfertigt sich das Vertrauen einerseits durch anerkannte Solidität der Firma, andererseits durch den sich hieraus ergebenden enormen Absatz. Von ganz besonderem Glücke begünstigt und durch ihre Pünktlichkeit und Reellität bekannt, wird die Fitina Adolf’ Haas * Co. ln Mtambtil* jedermann besonder« und angelegentlichst empfohlen. Witterung. ______ bäi Üädfc, 5. Röveinber. MorgetiS utiti börmifftag? trübe, nachmittags im Westen gelichtet, schwacher NNW. Temperatur: morgens 6 Uhr + 14' nad)mittags 2 Uhr + 41* C. (1874 + 4 4«; 1873 + 11 6»0.) Barometer 737 5ü Mm Da« gestrige TageSmittel bet Temperatur + 0 5» um 5*9* unter Verlosung. “ ^ (1860er@taats(ofe.) Bei der am 2. Nov. votge* »ommenen 31. Verlosung bet @764 1880 2 K)3 2331 2544 2696 2711 3)28 3344 3567 3S28 3703 3781 4119 4642 5279 5391 5476 5960 5976 f.986 6169 6623 6796 6978 7725 7Ö4o 7881 796a 84C9 8654 9218 9274 9462 9991 10074 10099 10254 10978 1l066 Ü305 11440 12161 12637 12819 13i82 13778 13997 14009 14085 14583 14588 14741 14832 14855 15458 15796 16051 16360 164CÖ 16717 17015 17562 18554 18898 18953 19084 19686 19733 uub 19930 die nachfolgend auf- geführten Äewinnnmmern mit den nebenbezeichneten ®e= rolmifkn iu österreichischer Währung gezogen» uu$ itnat fiel der Haupttreffer mit 300,000 fl. auf Serie 13,77h Nr. 7, der zweite Treffer fliU 50,000 fl. auf Serie 15,796 Nt. 11 imb bl# dritte Teefftr nfit 26,000 fl. auf Serie 13382 Nr1. 12. Ferner gewannen je 10,000 fl.: ©. 9703 Nr. 19 und S. 1764 Nr. 12; je 5000 fl.: S. 369 Nr. 7, S. 493 Nr. 3. S. 927 Nr. 1, S. 8667 Nr. 10, S. 3703 Nr. 9. S. 6978 Nr. 9. S. 7840 Nr. 9, E>. 7963 Nr. 6, S. 12819 Nr. 6, S. 13778 Ne. 14, S. 140«'S Nr. 15, S. 14588 Nr. 9, S. 14832 Nr. 14 unb S. 16360 Nr. 8 unb 20. Endlich gewannen je 1000 fl.: S. 28 Nr. 10 unb Nr. 18, S. 493 Nr. 18, S. 640 Nr. 1 unb Nr. 17, S. 1372 Nr 8 uub Str. 11, S. 1762 Nr 3 S. 2331 Nr. 18, S 2696 Nr. 2, S. 5279 Nr. 11 «nd Nr. 15, S. 5986 Nr. 13, S. 6978 Nr. 11, © 770* Nr. 3, S. 7840 Nr. 19, S. 9274 Nr 6, S. 10074 Nr 3 mib Nr. 9, ®. 10254 Nr. 1, S. 10978 Nr. 7, S. 11305 Nr. 2, S. 12637 Nr. 12, S. 13778 Nr. 17. S. 14009 Nr. b. S. 14583 Nr. 11 und 13. S. 14588 Nr. 6, E. 14832 Nr. 12 und endlich S. 18554 Nr. fr. — Auf alle übrigen in den oben angeführten verlosten 80 Serien enthaltenen und hier nicht besonders verzeichneten 1550 Gewinnnummern der Staatsschuldverschreioungen fällt der geringste Gewinn von je 600 fl. österr. Währung. Die LuS-zahlung der vorstehend verzeichneten 1600 Treffer erfolgt drei Monate nach der Ziehung, das ist: vom 1. Jänner 1876 angesangen bei der k. k. Universal-StaatSfchuldenkasse in Wien, Stadt, Singerstraße Nr. 17, unter Abzug ver zwanzigperzentigen Lewinnststeuer. Theater. Heute: Javotte. Komische Oper von I. Hopp. Musik von E. Jonas. Morgen: Robert der Teufel. Broße Oper in fünf Acten von ffiiaconto Meyerbeer. Telegramme. Berlin, 4. November. Das hiesige Stadl gericht eröffnete den Concurs über sämmttichen Be sitz Stroußberg«. — Die Vermögensbeschlag, nähme des verstorbenen Kurfürsten von Hessen wurde aufgehoben. Versailles, 4. November. Die Nationalver sammlung beschloß am Montag die zweite Lesung des Wahlgesetzes vorzunehmen. In Deputiertenkreisen wird das Durchdringen des ArrondissementS-Seru tiniums für sehr wahrscheinlich gehalten. Petersburg, 4. November. Die Existenz einer russisch«» Circularnole an die Unterzeichneten Mächte des pariser Vertrages wird amtlich demen tiert. DaS Einverständnis der Mächte ließe einen derartigen Schritt als höchst unmotiviert erscheinen London, 4. November. Der diplomatische Agent Großbritanniens in Perok (Malakka) wurde auf malaiischem, von Siam abhängigen Gebiete ermordet. Wiener Börse vom 4. November. Staatsfonds. ©eit Ware bptxc. üente, öst-P-p. 69 *0 10-- btc. ttc. öst. in Eilb. 74' - 7410 8ofc eon 1854 . . . . 104*50 H5'— Sole Von 1860, «an« 0o(t een 1860, Fünft. 111-60 111-75 11? - 117-51) Prämirusch. V. 1864 . 133.50 134'- Qrandent.-Obl. Siebeubürg. 79- <9-75 Ungarn 81*75 82-25 Actien. Ünglo-Bank Örcbitanftalt 9860 98-80 1L-6 80 197 - Derositenbank. . . . 133 — 135 - EScompte-Anstall . . 67..- 675*— franco-Bank . . . . SO - 30-25 ßanbcl6ban! 49 50 »u-— «ationalbanf . . . . 928 929- Oeft. Bankgesells. . . —.— llnion-Bank 8170 81*^0 Verein«« lank itZerkeyr^baur 79 — 79 50 Mföld-Bahn . . , . 11 # 75 118 25 »arl Ludwiabahn . . Sais. Elis.-Babn . . Kais. Fr. 3ofef6& . . 196 - 196-5U 166-- 163-50 157 158'- StaalSbahn 878.50 27t*-— Südbahn 104 - 104-25 Pfandbriefe, «citj öa« Allg. oft. Bod.-Cndit. 100—IlGO'SO Mo. in SS 3..........89 75 90-76 ! Nation. 6. SD..........96 50 96 55 Ung. Bod.-Eredilailst, 88'20 86.40 Prioritäts-Obl. ■ran} 3oftfe.8afjn > )cft. 'Jlcrbtoeftba&n Eicbenbürgrr ... SlaalSdabn .... Eübb.-Bei.zn 500 Fr. 1 bto. SBonü Lose. Credit» Volt..........I6i ä5 Rudolfs - üoft . . . 13*85 Weche. (3Mon.) «ug6b.iuofl.iiitid.2D '■ranff. IOC Marl, .lemburg „ „ ionton 10 Pfd. Steil. Pari» 100 Franc» Münzen. ftaij. Müuz-Ducalti! 5-371/a]5-381/a w-FrancSstück... 8-07 9-07 >/j Preuß. jtaffeni*cir.e . V66” V68“ eiltet . . .l104-10ll0v85 Telegruphischer Lursbericht am 5. November. Papier-Rente 70 Silber-Rente 74’— — 1860. t Staats-Änleben 111-80.— Bankaclien 930. — Lredit 197 20 — London 113 15. — Silber 104-30. — Ä. k. Mün,-ducaten 5 387,.— '^»Francs Stücke 9-08.- 100 flteir> mark 56.15. Augekommene Fremde am 5. Ätovember. Hotel Ttadt Wien. Bauer L. und Bauer L. F., Ischl. — Krailsheim, fifm.; Tachner, Reif ; Rappaport, Theaterfecretär, fatnmt Frau, und Eichhorn, Wien. — Dr. Deperis, Ädvocat, Görz. — Krenn jammt Frau, Gottschee. — Waller, Kfm., Marburg. — Miksch, Marine-Ingenieur, sammt Frau, Pola. — Dr. Ritter v. Jrpan, und £eniur, k. k. Auscultant, Rudolfswerth. H«tel Europa. Fräß-Ehrfeld, Klagensurt. — Prieger, k. t. Oberstlieutenant. — Saiz. Baierischer Hos. Buiar, Schätzungsreferent, lammt Tochter, Loitsch. Mohren. Klnmski, Handelsm., St. Peter. — Wierenhavern, Befchästsm., ffiörj. Verstorbene. Den 4. November Karl Waschnitius, Beamte der priv. österr. Nationalf-ant, 36 I., Kapuzimrvorstadt Nr. 13, Blutzersetzung.— Franz Stopar, Schneiders-Kind, 8 Tage, Stadt Nr. 256, Fraisen. Gedenktafel über die am 8. November 1875 statt, findenden Licitationen. 3. Feilb, Vogelnik'sche Real., Laibach, LG. Laibach. — 2. Feilb., Zernel'sche Real., Strukel-dors, BB. Laas. — 2. Feilb.. Zennel'sche Real., Ponique, BB. Laas. — 2. Feilb-, Cernivc'sche Stal., Dragovsckek. BB Littai. — 2. Feilb., Juvan'sche Real.. Älenif, BW Littai. — 2. Feilb., Jalovc'sche Real., Kalce, VS. lLurkfeld. 2 Feilb., «leiberqwerk zu Knapvvse, LG. Laibach. — 1. Feilb . ZniderSH'sche Real., BrUndl, «G. Gurk-feld. 1. Feilb., Äremkar'sche Fahrnisse, Laibach, LG. Laibach. E wird für bie Herrschaft Rupertsbos bei Rudolfs, werth tn Unlerkrain mit Beginn 1876 gegen gänz. ljche Verpflegung und einen angemestenen Ge. halt ausgenommen. Verlangt werden Kenntnis kes Schreibe»- und der slovenischen Sprache und eine mehrjährige Thätigkeit im praktischen Forst-dienste. Bewerbungen um diesen Dienstposten sind bei der Administration der genannten Herrschaft einzubringen, wo auch anfällig gewünschte 9lu6tUiifte crthcilt werden. (673) 3—2 Einladung “VlE, zur stictljcUiggeg an den neu tcginnenben Ziehungen der groß«, eem Ctoalt 6«Sleig «nehmlgten Mb lUMtlftm Geldverloofung. Unter fortwährend«! Garantie und Aussicht btO etaatf» stehend, find tei diesem Unternehmen sowohl »ußrrsti 6olibitit als gute Einrichtung bereit bereinigt, um bie Xbeilnahmt empsehleniwerth z» machen, «msomehi, »a bie erforderlichen Losten gegenüber den dafür gebotenen Bartheilen nur un> bebeutenb jn »ennen find. P^* *»» Crlptuafloolt werben anaoepeht« Uebei bie Hälfte der Loose weiden innerhalb sieben «btheilungeu ober SlaQeu mit Gewinnen gezogen, nämlich eoent.: 375,000 «.218,750 Weichematl Prämie fim.# 280000 Bulben s. W. Gktoien , ISftOOO töetoinu , 80000 Gewinn , 60000 Gewtu» „ 50000 Kewiu» „ 40000 Gewinn „ 36000 Gewinn« , 30000 Gewinn „ 34000 2 Gewinne „ 80000 1 Gewinn „ 18000 in Allem «1,700 Gewinne, Z» bei Ziehung etjlet (ilafj. (tnbung 6 t« planmäßigen ertragt«: 8 Gewinne Rm-t 15000 9 Gewinne , 18000 , lOOOO , 6000 . 4800 „ I 4000 . 3600 12 Gewinne »6 Gewinne 5 Gewinne 40 Gewinne 1 Gewinn 204 Gewinne 4 Gewinne 1 Gewinn 412 Gewinne 8400 > 1800 1500 1800 _______________«to. etc. t oeisendr» mit gegen 9t» mbung be« planmäßigen »ettaae»: . ctnze Original-Loose füt ThlrD ober fl. 3.50, »albe 3ebem Theilnehmer werd«» ooe ual bie mit dem Stsetewep» pen oerichenen Oel«ln»Uo»ie unter Beifügung be« amtlichen Ber-lo»sung»plane« pünktlich «uge|mbet{ bi« amtlichen Gewinnliste», sowie kit »»„ahlun, bet »eWt ge, M»tt so£ Zirhwi ■uftiigc füt die erste Betleofung Sinfenbung be« Betrage» ober unter Nachnahme nehme» wir entgegen . , i „ „ i.f»; 1 Da« vertraue», welche« stch diese Loose so rasch erworde» habe», läßt un» bebeutenb« Austräge erwarte», solche werbe» di» zu de» Neusten Bestellungen eelbit nach den entfernteste» Gegenden ‘ wt**ieeeieiWd. jegen bi« zum 15. Novemb. Man beliebt stch baldigst und direkt Adolph Haas & Co., StaatSeffecten'Handluna in Hamburg. 3» unset ftet» com Glück begünstigte» Geschäft fielen in tnije» Zwifchen-räume» bie großen Gewinne uon U JSO.ÜOO, 180,000, ll*,000, »9.000, 00,000, »0,000, 40,000, »6,000, »0,000 u. oiele anbei,. Der letzte größte Gewinn fiel am 6. Cd. in unser Debit. 17)1/ WWer-pi J K fl füt einen *0 Tl. solide» Reise-Pelz, mit cAtcm siebenbürger Jett gefüttert, und (678)3-2 t)/ | f| für einen r^U guten ^nfmerfton-Hintecroi, mit filott gefüttert und ab gesteppt, zahlen will, bemühe stch nur zu M. Nemann Agram, Laibach, Fiume, Jelaiic-Platz. Luckmann'sches Haus. Corso. Man biete dem Glücke die Hand 3 »5,000 R. - Mark oder 318,750 fl. Hauptgewinn im günstigen ('alle bietet die aller-ncueete gro»#e Geld - Verlosung, welche von der hohen Regierung genehmigt und garantiert ist. Die vorteilhafte Einrichtung des neuen Planes ist derart, dass im Laufe von wenigen Monaten durch 7 Verlosungen 41,900 Gewinne zur sicheren Entscheidung kommen, darunter befinden sich Haupttreffer von eventuell R.-M. 395,000 oder Gulden 3 i 8,950 S. W., speciell aber Gewinn Gewinn Gewinn Gewinn Gewinn Gewinn 1 Gewinn 3 Gewinne 1 Gewinn 2 Gewinne 1 Gewinn M. 250,000, M. 125,000, M. 80,000, ti'1,000, 50.000, 40.000, 36.000, 30.000, 24.000, 20.000, 18,C00, M. M. M. .». M. M. M. M. 8 Gew. 9 Gew. 12 Gew. 36 Gew. 40 Gew. 204 Gew. 412 Gew. 512 Gew. 597 Gew. 18,800 Gew. etc. M. 15,000, M. 12,000, M. 10.000. M. 6000, 4000, 2400, im 600, 300, 131 etc. Die Gewinnziehungen sind planmässig amtlich festgestellt. Zur nächsten ersten Gewinnziehung dieser grossen, vom Staate garantierten Geldverlosung kostet 1 ganzes Original-Los nur Mark 6 oder fl. 3 50, 1 halbes - . .3 . . V75, 1 viertel - » . !'/, » ' —"90’ Alle Auftrüge werden sofort gegen Einsendung, Posteinzahlung oder Nachnahme des Betrages mit der grossten Sorgfalt ausgefuhrt und erhält jedermann von uns die mit dem Staatswappen versehenen Original-Lose selbst in Händen. Den Bestellungen werden die erforderlichen amtlichen Pläne gratis beigefügt und nach jeder Ziehung senden wir unser» Interessenten unaufgefordert amtliche Listen. Die Auszahlung der Gewinne erfolgt stets prompt unter Staatsgarantie und kann durch directe Zusendungen oder auf Verlangen der Interessenten durch unsere Verbindungen an allen grüsseren Plätzen Oesterreichs veranlasst werden. Unsere Colleete war stets vom Glücke begünstigt und hatte sich dieselbe unter vielen anderen bedeutenden Gewinnen oftmals der ersten Haupttreffer zu erfreuen, die den betreffenden Interessenten direct ausbezahlt wurden. Voraussichtlich kann bei einem solchen auf der wwlhlewlen HhmIm gegründeten Unternehmen überall auf eine sehr rege Betheiligung mit Bestimmtheit gerechnet werden, und bitten wir daher, um alle Aufträge »usfllhren zu können, uns die Bestellungen baldigst und jedenfalls vor dein 15. Nov«*»nl»er »I. j. zukommen zu lassen. (672) 12 —e Kaufmann tV Simon, Hank- und Wticlisolgesclifirt In Hamburg, Ein- und Verkauf aller Arten Staatsobligationen, fcisen-bahnactien und Anlehenslose. P. B. Wir (lunkvn hierdurch für .Im, uns seither geschenkte Vertrnueii und indem wir bi'i Beginn der neuen Ver-loMing mr tintlieiligung einlnilen, werden wir uns »non fernerhin beitieben, durch etets prompte und reell« volle Zufriodouhuit unserer geehrten Bedienung die IntercHHenten zu erlangen. g» Druck 60« Jg. d. »Itinmeot * geb. Oamlerg. Strftfltr Ott» mar Bamberg. Jlfilr bie iRefcactioit DetontiDortlid): Franz SSpitaler.