er TaMlilt. Redaction und Expedition: Bahnhosgasse Nr. 15. ... PrauumeratiouSpreisc: 111 LaibaS: Ganzj. fl. S-40; Zustellung ins Haus vrlli. 25 Ir. Mir der Post: Bau-j-hr. fl. li. gusirtton »Preise: Sin» Dienstag, 18.Mai 188V. — Morgen: Cölestin. 13.Jahrg.^» Zur inneren Lage. Unfertig, wie die ganze innere Situation der Westhälfte Oesterreichs genannt werden kann, ist auch das Werk der Cabinetsergänzung, desfen Durchführung schon so oft als nahe bevorstehend bezeichnet, doch immer wieder verschoben werden musste, weil allem Anscheine nach dem Ministerium Taafse ebensowohl die Direktive für seine künftige Stellung abgeht, wie es anderseits an Persönlichkeiten fehlt, welche geneigt wären, unter sothanen Umständen die Verantwortlichkeit für die Führung der Regierungsgefchüfte auf ihre Schultern zu nehmen. Einzelne Ehrgeizige im Lager der feu-dal-clericalen Liga ausgenommen, welche gleich Falkenhayn den unter Umständen beneidenswerten Mi'th besitzen, für den vorübergehenden Glanz eines Portefeuilles ein keineswegs glänzendes Ge-dei kblatt in der Geschichte österreichischer Regierungen und Verirrungen einzutauschen, verfügt das Ministerium Taaffe gerade jetzt am wenigsten über die nöthige Autorität und das erforderliche Vertrauen, um hervorragendere Parteimänner zur Uebernahme eines Mandats aufzumuntern. Gleichwohl unterliegt es keinem Zweifel, dass unser gegenwärtiges Cabinet in seiner derzeitigen Zusammensetzung völlig unhaltbar geworden ist, und dass abgesehen vom Landesvertheidigungsminister Baron Horst, der zwar, dem Wunsche seines Monarchen folgend, auch unter Taaffe aus seinem Posten ausharrte, sich aber trotzdem von jeder Unterstützung der Taaffe'schen Experimente frei zu halten wusste, auch unter den übrigen Mitgliedern des Cabinets manche Persönlichkeit zu finden sein wird, welche sich — sei es nun aus eigener Entschließung oder halb moralisch gezwungen — von der ferneren Theil-nahme am Regierungsgeschäfte zurückznziehen gedenkt. So soll Baron Kriegsau seine Stelle als Finanzminister zurücklegen wollen — wahrscheinlich, weil wir Oesterreicher noch nicht bei jenem Grade politischer Reife angelangt sind, welcher erforderlich ist, um die ganz außerordentlichen, leider aber dem gewöhnlichen Unterthanenverstande verborgenen Vorzüge des von Taaffe entdeckten klerikalen Finanzgenies nach Verdienst würdigen zu können. Herr v. Stremayr ist leidend und dürfte wohl nach der Entschiedenheit, mit welcher die Verfassungspartei seine Kunst der Gesetzesauslegung in der böhmischen Sprachenangelegenheit zurückwies, wenig Neigung haben, sich noch fernerhin mit folchen heiklen Aufgaben zu befassen, bei deren Lösung man im günstigsten Falle Gefahr läuft, von der eigene» Partei als ein Abtrünniger behandelt, von den frühern Gegnern aber als ein Ueberläufer mit misstrauischen Blicken beobachtet zu werden. Die schiefe Ebene, auf welche Herr v. Stremayr durch seine Theil--nähme am Taaffe'schen „Versöhnungswerke von oben herab" gerieth, dürfte auch für Baron Conrad eine Warnung sein, sich noch beizeiten von jeder Theilnahme an diesem Werke loszusagen. Denn unleugbar ist seine Aufgabe als Unterrichtsminister eine noch weit schwierigere, als es die Aufgabe des Justizministers ist, und dürfte auch zum Ueberfluffe schon der Erfolg der parlamentarischen Jungfernrede des neuen Cultnsministers letzteren überzeugt haben, dass Schlagworte, wie „religiös-sittliche Erziehung", wohl bei den Wählern der steirischen Liechtensteine oder des Pater Grenter, nicht aber im österreichischen Abgeordnetenhause als Sturmböcke gegen unser liberales Volksschulgesetz zu verwenden sind. Endlich soll auch Graf Falkenhayn gehen. Warum? das begreifen wir nicht recht. Wahrscheinlich wird es sich bei ihm bloß nm einen Portesenillewechsel handeln. Denn ist auch Oester- reich nach der Versicherung des feudalen Mini-, sters ein bloßer Ackerbaustaat, der infolge seiner^ -, ungünstigen Lage darauf verzichten muss, sich in ^ einen industriellen Wettstreit mit dem AuSlande einzulassen, so scheint doch dem hochstrebenden Sinne des Grafen Falkenhayn daS Portefeuille des Ackerbaues zu tief zu liegen. Er strebt nach Größerem, nach Edlerem und dürfte sich allem Anscheine nach darauf capricieren, Oesterreichs Völker durch die Emanationen seines finanziellen Genies in Erstaunen und Verblüffung zu versetzen. Allerdings hat Graf Falkenhayn während der Budgetdebatte sich veranlasst gesehen, seine erste finanzpolitische Publikation als ein ungerochenes Kind zu behandeln, an desfen Vaterschaft er nicht gerne erinnert werden will, aber daS schließt doch die Vermuthung nicht aus, dass nach den Lorbeeren deS BaronS Kriegsau auch Graf Falkenhayn gleiche Erfolge zu erringen strebt. Nur wird in angeblich gut unterrichteten Kreisen versichert, dass trotz dieses Selbstbewusstseins der gegenwärtige Leiter des Ackerbauministeriums von competenter Seite doch nicht als die geeignete Persönlichkeit betrachtet wird, um die Finanzverhältnisse Oesterreichs zum Besseren zu wenden. Noch schwieriger steht eS mit einem Ersatz für die übrigen Minister, deren Rücktritt für die nächste Zeit als unvermeidlich gilt. Um nun nicht ganz cabinetslos zu sein, soll Graf Taaffe auf die Anwendung eines bei uns nicht mehr ganz ungewöhnlichen Auskunftsmittels verfallen sein. Das gesammte Ministerium werde nämlich seine Demission geben. Diese wird angenommen, zugleich aber das gegenwärtige Cabinet mit der provisorischen Weiterführung der Geschäfte betraut werden. Wir halten eine solche Versumpfung der Regierungsfrage gerade jetzt, wo die Versöhnungspolitik des Ministeriums Taaffe ihre saueren Jeuisseton. Eine treue Seele. Novelle von Levin Schücking. (Fortsetzung.) Man kam tiefer in den Herbst, und die Blätter fielen ab. In Egberts Seele begannen leise neue Keime zu sprießen. Zarte Keime einer Wohl zum Schweigen gebrachten und still gewordenen, aber nie ganz erstickten Herzenshoffnnng in ihm. Und sie wuchsen in dem Maße, wie sich sein anfänglicher Groll wider Leontine in dem seltsamen indirecten Verkehre, in den er mit ihr getreten, auflöste und in eine eigenthümliche Befriedigung verwandelte. Sie dachte sicherlich an nichts auf der Welt mehr, als an ihren Paul. Und Egbert? indem er unausgesetzt mit Paul beschäftigt war, befand er sich dadurch nicht mit ihr in einer fortwährenden Gedankenbewegung und einer bleibenden Gemeinsamkeit des Gefühles? Und durfte er nicht von dem unbewussten Einflüsse solcher Gefühlsgemeinsamkeit auf das wunderliche Seelen- und Herzensleben des Menschen, der Frau insbesondere, alles hoffen? Er war ja von Natur zum Träumer angelegt, wie hätte er nicht davon träumen sollen ? Paul ließ ihn gerne die Briefe lesen, die er von seiner Mutter erhielt. Egbert las alle mögliche Nahrung für solche Vorstellungen daraus. Zwar waren diese Briefe einer Mutter an ihren kaum zwölfjährigen Sohn keine Gefühlsergüsse und auch keine Betrachtungen über Welt und Menschen. Aber dennoch las Egbert in so manchem Worte und zwischen ihren Zeilen die beglückendsten Andeutungen tiefer innerer Uebereinstimmungen, die noch einmal eine Brücke zwischen ihnen bilden mussten! Einmal! Wann konnte dies Einmal ein-treten? Sollte er harren und warten, bis nach Jahren Pauls ganze Vorbereitung für die Universität vollendet war? Das war noch eine lange Zeit. Und so lange ließ sich sein Lehrerincognito ja auch gar nicht durchführen. Wenn die Oster-'serien kamen, gieng Paul für Wochen heim — konnte Egbert dann noch auf das Schweigen des Knaben rechnen, es von ihm verlangen? Es musste in Gottes oder des Zufalls Hand gestellt werden, wann die Heimlichkeit ein Ende finden sollte, und unterdes war nichts zu thun, als aus Paul etwas herauszubilden, was — Leontine überraschte, staunen machte, beschämte! Eingeleitet war dies ja auch bereits durch die vortrefflichen Mo- natcensuren, welche Paul erhielt und seiner Mutter sandte, und die diese in hohem Grade erfreuten und Paul fast immer ein kleines Geschenk, das ihm zugesandt wurde, einbrachten — die zierliche kleine Brieftasche mit der von Leontinens Hand eingeschriebenen Widmung ließ Egbert sich von Paul abtreten. Es war nur Eines schlimm dabei — Paul wurde als das unglückliche Mittel und so zu sagen Instrument von Egberts Aspirationen und Zu kunftsgebilden sehr angestrengt. Im Anfänge hatte er sich das gefallen lassen und immer fügsam Tüchtiges geleistet. Nach und nach erlahmte der Lerneifer, und der wissenschaftliche Trieb war in ihm offenbar überfüttert; wenn er früher in den Stunden etwas nicht verstanden, hatte er gefragt und Erklärungen verlangt. Er schien jetzt alles zu verstehen; er fragte nur äußerst selten mehr. Und das wurde schlimmer und schlimmer. Er griff nicht mehr nach den Büchern; man musste sie ihm in die Hand geben; und dann oft saß er zerstreut über ihnen, verfiel auf Allotria, verbündete sich mehr mit den ändern Knaben und nahm hitzigeren Antheil an ihren Spielen, und wie Egbert ernster und ernster ihn aus seine Aufgaben hinwieS und mit seiner Zähigkeit ihn sestzuhalten suchte, wurd Früchte zu tragen beginnt, für sehr gefährlich; um so gefährlicher, als kein Parlament vorhanden sein wird, um dem Ministerium bei der administrativen Auslegung der Gesetze auf die Finger zu sehen. Aber wir fürchten trotzdem nicht, dass man innerhalb eines parlamentslosen Provisoriums von wenigen Monaten die Verfassung zu Tode administrieren kann. Im Gegentheile werden die Landtage, in welchen die Verfassungspartei die Majorität besitzt, wissen, wie sie sich zu benehmen haben, um weiteren Angriffen der Auto-nonnsten gegenüber völlig gewappnet zu sein. Wo man in der Weise der Äutonomisten Versöhnung übt, darf man auch von verfassungstreuer Seite sich nicht weiter auf Kompromisse und Vermittlungen einlassen. Vielleicht, dass man dann unter dem Eindrücke einer energischen Opposition auch in den maßgebenden Kreisen zur Ueberzeugung gelangt, dass es doch nicht gut angehe, ein System zu organisieren, welches, trotz aller Unterstützung von Seite der Regierung, doch nur eine schwache und zum Ueberfluss in sich selbst uneinige Majorität für sich hat, während gegen dasselbe die Verfassungspartei eine fest geschlossene parlamentarische Phalanx bildet, der nur einzelne wenige Stimmen zur Majorität fehlen. In keinem Falle haben wir uns vor der Reconstruction des Ca-binets zu fürchten. Je mehr Concessionen dabei den Parteien der Rechten gemacht werden, um so unhaltbarer wird das neue Ministerium sein. Sesterreich-Ungarn. Der Umstand, dass eine Anzahl czechischer Gassenjungen zwei deutschen Professoren der Prager Universität deshalb die Fenster eingeschlagen hat, weil dieselben auf dem Festbankette der Burschenschaft „Carolina" die Nothwendigkeit der Wahrung des deutschen Charakters der Prager Hochschule betont hatten, wird von der gesummten anständigen Presse in entsprechender Weise beleuchtet. Zwar wissen die czechi-schen Blätter, von welchen die „Narodni Listy" zu dem obigen Bubenstück geradezu die Anregung gegeben hatten, dafür noch immer Worte der Entschuldigung. Aber es ist und bleibt doch immerhin bemerkenswert, dass fast zu derselben Zeit, in welcher Graf Hohenwart die „Mäßigung" der Autonomisten als Kriterium ihrer staatsmännischen Reife feierte, die akademische Jugend Czechiens sich solchen Privatvergnügungen hingibt. Im löblichen Gegensätze dazu steht der würdevolle Ernst, mit welchem aus allen vom Stremayr'fchen Sprachenerlasse bedrohten Gegenden Deutschböhmens Proteste und Verwahrungen gegen diesen Erlass zur Oeffentlichkeit gebracht werden. In Wien haben im gemeinsamen Finanzministerium unter Präsidium des Sectionschefs Reislin Verhandlungen stattgefunden, an welchen die Vertreter der drei Regierungen theilgenommen und die sich auf die Frage, unter welchen Bedingungen die Aktiengesellschaften Oesterreichs und Ungarns in Bosnien zugelassen werden, respective dieselben dort Filialen errichten können, und auf die Feststellung eines Erlasses bezüglich des Hausierhandels in Bosnien bezogen haben. Nach den getroffenen Vereinbarungen wird, wie die „Buda-pester Correspondenz" meldet, der Hausierhandel in Bosnien mittelst Erlasses nach denselben Prin-cipien, welche in Oesterreich und Ungarn maßgebend sind, gestattet werden. Die Aktiengesellschaften Oesterreichs und Ungarns werde» ihre Geschäfte ohneweiters nach Bosnien ausdehnen können, und ist die Errichtung einer Vertretung oder Filiale in Bosnien lediglich an die Verpflichtung geknüpft, beim gemeinsamen Finanzministerium nebst einer Anzeige die Statuten der betreffenden Gesellschaft zu unterbreiten, den dortigen Vertreter zu bezeichnen und für das bosnische Geschäft separate Bücher zu führen. Eine besondere Conces-sionierung ist nicht nothwendig. Außerdem wurde beschlossen, die Normen festzustellen, unter welchen in Zukunft eventuell Actiengesellschaften in Bosnien concessioniert werden sollen; das hierauf bezügliche Elaborat wird in einer späteren Berathung festgestellt werden. England. Der Widerruf Gladstones hat in England einen tiefen Eindruck zurückgelassen» und wird es dem englischen Ministerinm schwer fallen, wieder die richtige Position zu finden. Bei einem confervativen Gelegenheitsbankett in Chis-wick ließ sich Lord George Hamilton, Präsident des Handelsamtes unter Beaconsfield, über den Gegenstand wie folgt vernehmen: „Die liberale Regierung hat einen unerhörten Amtsantritt gefeiert, indem der Premierminister erstens in die Nothwendigkeit sich versetzt sah, wegen seiner Sprache während der Wahcampagne dem österreichisch-ungarischen Botschafter Abbitte zu thuu, und zweitens seine Absicht kundgegeben hat, die Verfügungen des Berliner Vertrages zur Durchführung zu bringen, obgleich die auswärtige Politik der Regierung den Hauptgrund des liberalen Appells an die Wähler gebildet hat." Türkei. Aus Wien wird geschrieben: Der Specialbotschafter Englands in Constantinopel, Herr Göschen, wird auf der Reise nach seinem Bestimmungsorte auch Paris und Wien berühren, um zuerst mit Herrn v. Freycinet und dann mit unserem auswärtigen Minister Baron Haymerle zu couferieren. Es ist zweifellos, dass diese Be- rathungen neben den verschiedenen politischen Fragen, die jetzt in Schwebe sind, sich auch aus die türkische Finanzfrage erstrecken werden, deren endliche Regelung die englische Regierung ernstlich anstrebt. Bisher wurde dieselbe mit dadurch verzögert, dass die verschiedenen Mächte, je nachdem ihre Nationalen an dem einen oder anderen türkischen Anlehen stärker interessiert sind, für dasselbe besondere Begünstigungen verlangten und dadurch ein gemeinsames Vorgehen unmöglich machten. Die diplomatische Intervention Oesterreichs hat sich bisher auf die Türkenlose und die neunprocentigen Bonds vom Jahre 1872, welche später durch facultative Konversion in Titres der fünfprocentigen türkischen Rente umgewandelt werden konnten, erstreckt. Man glaubt nun, dass Göschen die Ansichten der österreichischen Regierung sondieren will, um später seitens Oesterreichs keine Opposition zu erfahren. Da man allgemein auch die Einsetzung der vom Berliner Congresse vorgesehenen internationalen Finanzcommission erwartet, so werden die Couserenzen des Herrn Göschen wohl auch dieses Thema streife«. Vermischtes. — Für die Nothleid enden. Die „Wr. Ztg." meldet, Graf Wilczek habe dem Ministerpräsidenten 32,000 fl- als Erträgnis der Carronssel-vorftellungen und 10,000 fl. als Erträgnis des von der „Concordia" herausgegebenen Blattes „Vindobona" zur Unterstützung Hilfsbedürftiger in Görz und Gradiska und Istrien, dann Mähren, Schlesien, Galizien und Dalmcizien übergeben. Die Gesammt-summe wurde in fünf Theilbeträgen von je 7400 fl. für die Nothleidendeu der genannten Länder ihrer Bestimmung zugesührt. — Bosnisches. Der „Boh." wird auS Cajnica vom 4. d. geschrieben: „Obwohl die alba-nesische Liga wiederholt Versuche machte, ihre Stammesbrüder im Sandschak Novibazar zum Anschlüsse an die Bewegung gegen Montenegro zu veranlassen, so scheinen, bis zur Stunde wenigstens, doch nur vereinzelte Gruppen derselben diesem Rufe gefolgt zu sein. Die ganze Einwirkung der nlbane-sischen Wirren auf das Occnpationsgebiet tritt bisher in der überhandm Hinenden Unsicherheit im Sandschak Novibazar sowie im Südosten der Herzegowina, namentlich i» der Gegend von Fok>i. zutage. So plünderte kürzlich erst eine Räuberbande, bei welcher sich auch ein bosnischer Gendarm befand, mehrere Muhamedaner aus und steckte das Haus eines derselben in Brand, nachdem sie ihm 800 fl. abgenommen hatte. Dieselbe Bande richtet großen Schaden durch das Erschießen von Kühen und er gegen Egbert kälter, und ihr bisheriges zärtliches Freundschaftsverhältnis ward nun immer dem gewöhnlichen zwischen Hofmeister und Zögling ähnlicher. Egbert zerbrach sich umsonst den Kopf, was zu thun? Durch Strenge konnte bei PaulS Charakter alles verdorben werden. Und durch zu große Nachgiebigkeit auch — aber diese war nicht so gefährlich als jene» und da sie zudem mehr in Egberts Charakter lag als jene, so gab und sah er viel nach und ließ Paul auch namentlich mehr Zeit frei, sich mit den anderen Knaben oder allein herumzutreiben. Das führte denn nun zu einem erschreckenden Resultake. ES war eines Nachmittags gegen die einbrechende Dämmerung hin; die ändern Knaben, die sich in der Freistunde von 4 bis 5 draußen Herumgetrieben hatten, kamen in die Schulzimmer zurück; nur Paul war nicht unter ihnen. Egbert litt es sehr bald nicht mehr auf diesem Hochsitze in einem dieser Zimmer; er überließ seine kleine Schar sich selber und lief suchend hinaus. Draußen herrschte schon die vollständige Dämmerung; wie von einer Ahnung getrieben, wandte sich Egbert durch die Gartenanlagen dem Hinteren Ausgange, von wo der Weg ins Dorf hinabführte, zu. Und diesem Ausgange nahe gekommen, sah er Paul eben durch das kleine Gitterthor dahergestürmt kommen. Athemlos stand er bald vor ihm, aber er sah erschreckend aus; sein Kopf war mit einem Tuche verbunden, unter dem Tuche her aber strömte Blut über seine Wange, und da er athemlos war und in dem unvollkommenen Lichte alles nur noch schlimmer erschien, entsetzte sich Egbert furchtbar bei diesem Anblicke. „Um Gotteswillen, Paul, was ist geschehen, Woher kommst du?" Paul schöpfte, stehen bleibend, Luft. „Von drunten," sagte er — „ich bin den Weg heraufgelaufen und außer Athem gekommen. Dabei wischte er mit seinem Tuche die Wage ab. „Aber ich bitte dich — was ist geschehen, d^ bist verwundet?" „Es ist nur eine Beule am Kopfe — und blutet ein wenig — sie warfen wieder mit Steinen und einer traf mich, die Anna kam dazu und zog mich fort auf ihren Hof: die Burgbäuerin sollte mich verbinden. Ist das eine böse Frau! Sie hat gescholten und geschimpft, dass ich meinte, sie wollte mich schlagen, als sie mich bei der Schulter ergriff — aber mit kaltem Wasser gebäht und dann verbunden hat sie mich doch und das Bluten hat nur jetzt eben neu begonnen, weil ich gelaufen bin, um rechtzeitig in der Klasse zu sein." Egbert war außer sich gerathen bei diesen Andeutungen, dass Paul einmal wieder — ganz gewiss als Paladin Annas — mit den Jungen der Dorfschule im Gefechte gewesen war. Rathlos zog er Paul dem Gebäude zu, um hier vor allem zuerst seine Wunde zu untersuchen und für ihre Behandlung die richtige Sorge zu tragen. „Sagen Sie dem Director nur. ich sei gefallen !" sagte Paul, während sie beide durch den Garten eilten. Als Pauls Verletzung beim Lichte untersucht ward, zeigte sie sich zu Egberts Beruhigung als nicht so arg, wie er vorausgesetzt. Nachdem für die Heilung derselben alles Nöthige geschehen nnd Egbert mit Paul wieder allein war, sagte jener: „Höre, Paul, ich habe dir nicht widersprochen, als du eben vor dem Diener die Unwahrheit vorbrachtest, du seiest einfach gefallen; ich habe dir dadurch die Strafe erspart, die der Director dir wegen deiner Rauferei vielleicht dlctieren würde. Dagegen verlange ich bestimmt und fest ein Ver- Dchsen an. — Am 30. April wurde ein Trnpp italienischer Arbeiter von Räubern überfallen, jagte ober nach mannhafter Gegenwehr mit blanken Messern die Angreifer in die Flucht. Eine Patrouille des Infanterieregiments Großfürst Michael, welche zur Einbringung der Räuber ausgesendet worden, wurde in dem Orte Ozdilov angeschossen. Erst einer zweiten Patrouille gelang es, einen der Theilnehmer der Bande gefangen einzubringen. Den Schauplatz dieses Räuberunwesens bildet zumeist die Wegstrecke zwischen Han Kovac und Sveloborje." — Das Passionsspiel in Oberammergau. Wie man aus Partenkirchen meldet, ist der Fremdenzuzug ein außerordentlich starker. Aus Oesterreich erwartet man den meisten erst zu den Pfingstfeiertagen. Die Engländer haben bereits die besten Wohnungen occupiert, doch ist keine Sorge, dass alle noch Ankommenden Unterkunft finden. Die Straßen sind mit Wagen und Scharen von Touristen, die sich das seltene Schauspiel ansehen wollen, bedeckt. Die Zahl der selbständig auftretenden Personen wird auf 19b, die der überhaupt dabei Beschäftigten auf 700 angegeben. Nach der neuen Einrichtung sind die Plätze für die Zuschauer — es haben deren 5000 dort Platz — zum größten Theil gedeckt. — Verurtheilung eines Weinpantschers. Das Schöffengericht zu Gebweiler hat neulich laut der „Wcinhalle" einen Weinmacher ab-geurtheilt. Das strenge aber gerechte Urtheil dürfte manchen „Schmierer" zum Nachdenken veranlassen. Die That ist folgende: Ein Weinhändler in Mühlhausen war beschuldigt, Wein verfälscht und als Naturwein verkauft zu haben. Derselbe bestritt die ihm zur Last gelegten Thatsachen und behauptete, das von ihm verkaufte Getränk sei natürlicher, gewachsener Wein. Herr Dr. Weizel, Director der landwirtschaftlichen Schule in Ruffach, wurde mit der Untersuchung der Flüssigkeit betraut, wobei es sich herausstellte, dass dieser sogenannte Wein durch künstliche Mittel und sremde Stoffe hergestellt worden war. Der Angeklagte wurde zu 6 Monaten Gefängnis. 800 Mark Geldbuße und den Kosten der Veröffentlichung des Urtheils verurtheilt. — In Boffito, einem Dorfe in der Lombardei, ereignete sich im vergangenen Monate ein «igenthümlicher Fall. Eine Frau war gestorben und wurde begraben. Der Mann, welcher über den Verlust seiner Ehehälfte untröstlich war. hatte während des Begräbnisses entfernt werden müssen. Als derselbe nun des Abends wieder in seine Wohnung zurückkehrte, fand er die Leiche seiner Frau, welche er bereits begraben glaubte, noch im Bette liegen. Die Behörden, denen der erschreckte Mann sofort sprechen von dir, das du mir in die Hand geloben wirst. Du bist zu groß, als dass ich ewig hinter dir stehen und jeden deiner Schritte bewachen könnte. Daher fordere ich jetzt dein heiliges Gelöbnis, dass dies das letztemal War. wo du ohne mich unten im Dorfe warst und mit den Bauernjungen in Conflict kamst!" Egbert streckte ihm die Hand hin, um sein Gelöbnis entgegenzunehmen. Aber zn seiner Ueberraschung legte Paul die seine nicht hinein. Er fuhr fort, damit das Kinn seines verwundeten Kopfes zu stützen, und sah in die flamme der Lampe, die zwischen ihnen stand. ..Nun, du besinnst dich?« ries Egbert streng aus. „Wenn ich nicht da bin, während die Jungen bleiben" ... „Fahre fort — was willst du sagen?" Paul schüttelte den Kopf. „Die Burgbäuerin ist ein Drache," fuhr er nach einer kurzen Pause fort. „Sie schlägt sie, statt sie in Schutz zu nehmen." „Aber," fuhr nun Egbert fast heftig auf, „was geht dich das alles an? Ich verbiete dir aufs entschiedenste, dich darum zu kümmern und daran zu denken." (Fortsetzung folgt.) hievon Anzeige machte, hielten denselben für verrückt. Eine Besichtigung ergab jedoch, dass man wirklich vergessen hatte, den Leichnam in den Sarg zu legen. Local- und Provinzial-Ängelegenheiten. — (Also doch!) Wie man uns mittheilt, hat Herr Landespräsident v. Winkler sich bewogen gefunden, das vom Laibacher Magistrate mit Rücksicht auf die Erhaltung der Ruhe und Ordnung in der Stadt erlassene Verbot des Einzuges der Karlstädter unter klingendem Spiele und mit fliegenden Fahneu wieder aufzuheben. Der Herr Landespräsident ist eben noch zu kurze Zeit im Lande, als dass er wissen könnte, in welch' schöner Weise sich der nationale Patriotismus zu äußern gewohnt ist. Sollte aber Herr v. Winkler im Laufe feiner Amts-thätigkeit irgendwie Gelegenheit haben, sich mit den Herren Bleiweis und Bosnjak ebenso zu verfeinden, wie er jetzt mit denselben auf gutem Fuße steht, so sind wir überzeugt, dass er dann sehr bald zu der Meinung kommen wird, dass die gestörte Nachtruhe und eingeworfene Fensterscheiben nicht zu den Annehmlichkeiten des öffentlichen Dienstes gehören. Im Interesse der Autorität der Behörde ist es jedenfalls nur zu beklagen, dass unser neuer Landespräsident, wenn auch gewiss gegen seinen Willen, in unseren nationalen „Justamentnötern" den Glauben erweckt, dass es der städtische Magistrat nur auf eine Unterdrückung der armen Slovenen abgesehen hat. Heute als ihr Beschützer betrachtet, dürfte er bald in einem Wust von. muthwilligen Recursen die Con-seqnenzen der ersten Nachgiebigkeit zu beklagen haben. — (Blitzschlag.) Bei dem am Freitag, 14. d., in der Savegegend niedergegangenen Gewitter, welches auch von hier beobachtet wurde, hat der Blitz in das WächterhauS in Vizmarje eingeschlagen, die Glocke und den Telegraphenapparat zerstört und zu einem Klumpen zusammengeschmolzen. Der Wächter gieng beim Beginn des Gewitters noch einmal auf die Strecke, um nachzusehen, ob alles in der Ordnung sei. während die Frau mit ihren zwei Kindern auf dem Schöße im Häuschen saß. Plötzlich bemerkte sie eine Feuersäule und verlor gleichzeitig das Bewusstsein, derart, dass sie ihren nach kurzer Zeit herbeistürzenden Mann nach dem Verbleib der Kinder fragte, welche noch immer, von ihren Armen umschlungen, auf ihrem Schöße saßen. Alle kamen mit dem bloßen Schrecken davon. Auf der hiesigen Telegraphenstation der Rudolfbahn ertönte beim Einschlagen deS Blitzes ein kanonenschussartiger Knall. — (Uebertriebene Sparsamkeit.) Als gestern abends halb 10 Uhr die mit dem Abendzuge der Kronprinz Rudolfbahn aus Ober-krain zurückkehrenden Feiertagsausflügler nach Laibach zurückkehrten. bot ihnen der Anblick des in fast egyptische Finsternis gehüllten Bahnhofes ein Schauspiel ganz besonderer Art. Sei es nun, dass die Rudolfbahn in Anbetracht der am gleichen Tage stattgehabten glänzenden Beleuchtung der Avelsberger Grotte eine Beleuchtung ihres Laibacher Bahnhofes für überflüssig hielt, oder dass die Sparsamkeit des Sequesters sich zu derartigen außerordentlichen Maßregeln für verpflichtet erachtet, in keinem Falle glauben wir. dass die Passagiere der Bahn verpflichtet sind, derlei Sparsamkeitsrücksichten eine wohlwollende Beurtheilung zu schenken. Denn die Aufgabe dieser Bahn besteht nicht bloß darin, dass sie ihre Passagiere ohne Gefahr für ihre gesunden Glieder von Ort zu Ort expediert, sie hat auch dafür zu sorgen, dass dieselben, am Orte ihrer Bestimmung angelangt, sich nicht in halb oder gar nicht beleuchteten Bahnhöfen und Stationsgebäuden blaue Flecke stoßen. — (Das Grottenfest in Adelsberg) war von circa 5000 Personen besucht. Ein großes Contingent hatte diesmal Norddeutschland geliefert, sowie denn überhaupt die Sehenswürdigkeit unserer Kramer Gebirgs- und Grottenwelt sehr bald ein äußerst wirksamer Anziehungspunkt für Touristen werden müsste, wenn nicht leider eine ganz unzeitgemäße Speculation die Fremden vom Besuche de-schönsten unserer Alpenländer zurückschrecken würde. Wie alljährlich, so waren auch Heuer die Preise der Getränke und Speisen in Adelsberg auf eine Höhe hinaufgeschraubt, welche es recht wohl begreifen lässt, dass der Vergnügungszügler, welcher die unverschämten Preise der Adelsberger Wirte als Basi-für seine Berechnung der Lebensmittelpreise in Krain ansetzt, keine Neigung empfindet, sich längere Zeit im Lande aufzuhalten. — (Urtheil eines berühmten Sla» visten über die Reichssprache in Oesterreich) Zu Begim, dieses Jahrhundertes gab der Naturforscher Hacquet, ein geborner Franzose, der sich zuerst die mineralogisch-geognostische Durchforschung des Landes Krain angelegen sein ließ, eine Beschreibung der Südslaven heraus, unter denen er durch vierzig Jahre gelebt und zehnjährige Reisen unternommen hatte. In der Einleitung zu diesem Werke bemerkt Hacquet Folgendes: „Besteht der österreichische Staat nicht beinahe bloß aus Slaven? Nur zwei bis drei Millionen Ungarn und eben so viele Deutsche sind die einzigen Völker, welche unter die unter der österreichischen Botmäßigkeit stehenden Slaveu gemischt sind. Kaiser Carl IV. hat den Stand seines Reiches sehr wohl gekannt, da er in der goldenen Bulle Cap. III verlangte, dass jeder Kurfürst in der wendischen Sprache fertig reden solle, in der Absicht, selbige zu einer herrschenden Sprache zu machen. Auch der unsterbliche Joses II. soll bei Anfang seiner Regierung die Frage an seine Minister gemacht haben, was für eine Sprache in seinem Reiche allgemein eingesührt werden solle: Slavisch oder Deutsch? Allein es blieb bei der letzteren. Ob die-zum Vortheile deS Staates gereiche, ist «ine andere Frage: sür daS Negative sind viele Gründe vorhanden." Ueber diese Bemerkung Hacquets hat der slq-vische Sprachforscher Kopitar, ein geborner krat-ner, in einer in den Wiener Annalen sür Literatur und Kunst, Jahrg. 1811, von ihm veröffentlichten Recension des Hacquet'schen Werkes sich also ausgesprochen : „Wenn indes diese Anekdote auch wahr wäre, so kann es nur ein fliegender Einfall gewesen sein, denn bei der ersten ernstlichen Ansicht der Sache wären die Herren Wohl, außer der Opposition aller deutschen Beamten, auch auf innerliche Hindernisse seitens der Sprache selbst gestoßen. Kopitar führt als die einzigen hiebei in Betracht zu ziehenden Mundarten das Böhmische, Polnische, Serbische und Altslavische an, welches letztere allerdings nur in den Kirchenbüchern gebraucht wird, und fährt also fort: „Oesterreichs Scepter gehorchen Slaven von allen Mundarten. Welche Mundart sollte also als Reichssprache sein, dass sich niemand zu beklagen hätte?" So urtheilte ein unbefangener Slave im Jahre 1811, sonach zu einer Zeit, wo erst wenige Jahre seit der Erhebung Oesterreichs zu einem Kaiserstaate verflossen waren, einer Zeit, als es noch keine allgemeine Wehrpflicht und auch kein österreichisches Parlament gab, in welchem die Völker Oesterreichs bemüssigt sind, sich in einer Reichssprache zu verständigen. — (Ein Wolf erlegt.) Wie man un» aus Rieg mittheilt, wurde am SamStag Nachmittag bei Moos, Gemeinde Kotschen, ein 82 Wr. Pfund schwerer Wolf erlegt. — (Wiener Silberlotterie.) Diese mit drei Heiratsausstattungen, worunter Spenden des Kaisers, als Haupttreffer, und 500 Silbergewinste reich ausgestattete Wohlthätigkeitslotterie, deren Ziehung bereits am 8. Juni 1880 erfolgt, hat durch die Munificenz des regierenden Fürsten zu Liechtenstein einen weiteren wertvollen Gewinst erhalten, welcher mit Genehmigung der k. k. Lotto-direction nachträglich als Beigabe zu dem Gewinste der letztgezogenen Losnummer in den Spielplan ausgenommen wurde. Derselbe besteht aus einer kostbaren Tischplatte aus schwarzem Marmor, in welcher Blumen und Guirlanden in reicher Farbenpracht in echter Florentiner Mosaik eingelegt erscheinen. Lose k 50 Kreuzer (auf 10 Lose ein Aufgabslos) sind durch die Kanzlei des Frauen-WohlthätigkeitsvereineS der Inneren Stadt Wien, I.. Grashofgasse 4, zu beziehen, welche auch die mit Postanweisung einlangenden Aufträge effectuiert. Gedenktafel über die am 19. Mai 1880 stattfindenden Lici-tationen. 1. Feilb., Persin'fche Real., St. Veit, BG. Laibach. — 1. Feilb., Selan'sche Real., Waitsch, BG. Laibach. — 1. Feilb., Jerai'sche Real, Dornee, BG. Krainburg. — 3. Feilb., Simsii'sche Real., Kaltenseld, BG. Adelsberg. — 2. Feilb., Kodrit'sche Real., Brezovic, BG. Landstraß. — 3. Feilb., Valjavec'sche Real., Swirtschach, BG. Nen-marktl. — 3. Feilb , Vanos'sche Real., Stein, BG. Stein. — 3. Feilb., Sunkar'sche Real., Großban, BG. Land-straß. Verstorbene. Den 14 Mai. Maria Mauer, Fabriksarbeiterin, 60 I, Floriansgasse Nr. 35, Auszehrung. Den 15. Mai. Angela Kral. Dienstbotenstochter,-8'/, I., Polanastraße Nr. 18 (Kinderspital), RhachitiS. Den IS. Mai. Franz DeZman, Arbeiterssohn, 4'/« I., Glockengüsse Nr. 7, Lnn-gentnbereulose. Im Eivilspitale: Den 13. Mai. Anton Hrastar, Taglöhner, 37 I., chronische Lungentuberculose. Den 13. Mai. Joses Stegnar, Arbeiter, 20 I., Polanastraße Nr. 42 (Spitalsfiliale), Caries. Den 14. Mai. Fran-cisca Kosee, Jnwohnersweib, 50 I , Hydrops universalis. — Joses Kvas, Taglöhner, 70 I., Lommotio veredri. Den 15. Mai. Carolina Jakopin, Arbeiterstochter, 3 Monate, Atrophie. Dir Uat«r mnnedoi I^elävn ULlt raklr. ruvortr. VVls bekannt, >vlrd lvkt Ions beiden ln ruki-xor, IsietitvsrslLnäl. Weise, crtüellt, änrok Lrfslxe be- LU88vr6em Oelexenli., siel» etva nvtk. ilrLtl.Xnleltx. unsntxsltltok u. ülsorer ersllll. krsls 6. in tioek- ^ srsekisn., 920 Seit. Fr. 0er. starken ünokes Ist 2 ti. und ^virä k?oe6N Llnsenüunx v. 2 ü. 30 Kr. per ?o»t sis kseket kkaneo versandt von Oorlselielc's k. k. vniv.-Luokkknälunx, ^Vlvn I, 8teplian8piatrr 6. Wiener Börse vom 15. Mai. Allgemeine Ktaat»-l«L«lä. Papierrente . . . . .> 72 35 Silberrenre .... Goldrenke............ GtaalSlose. 1854. . ^ 1860. . . 1860 zu 100 fl. 1864. . Oraaileatlaftaag»- Obliyatioae«. Galizien............ Siebenbürgen . . . Lemeser Banat . . Ungarn.............. «Seid War« 72 S5 72 45 73-30 73 40 88 40 88 5( 123-50 184— 130 50 131 — 132 25 132 7L 174 75 175 — Aaäer« üffeatliiL« ^akeke«. Douau-Regul.-Lose. Ung. Prämienanlehen Wiener Änlehen . . . Aetiea v. Laa^ea. Eredi^anstalt f.H.u.G. Vtanonalbank.......... Netiea o. Teaaipsrt Uateraeümuage». «lföld-Babn........... Donau»Dampfschiff» Elisabetd-Wekbahn . Ferbinau^s-Nordb. . tzcauz.Iojevh.Bahn . Galiz. Karl-Vudwigb Lemberg - C,ernowiy -klovd-t->^i'c:lschafl . . 98 25. 93-75 93 — 94 SO 110 — 110 — 117— 274 80 838 - 155,— S84— 187 50 2455 98 75 93- 93 94 k 11050 110 25 117 50 275 -840 - Nordweftbabn . . . RudolfS-Bahn . . . StaatSbahn .... Südbahn............... Ung. Nordostbahn . Ksavilöriese. Bodencreditanftalt in Gold........... in österr. Währ. . NationalLank.......... Ungar. Bodenkredit. . PrioritSt,-Obkig. Elisabethbahn, i.Em ^erd.-Nordb. l. Silber ranz-Ioseph-Bahn )aliz.K-Ludwigb.1.E Oest. Nordweft-Bahn Siebenbürger Bahn StaatSbahn, 1. Ern. Südbahn * 3 Perz. »5 . . Keivalkose. Treditlose.......... Rudolfslose .... 155 50 586 — 186'-24 SO 168 —168 50 264 50 265 166—! 166 50 660 - 662 — Divisen. London .... Aekilsorten. Ducaten............ 20 KrancS .... 100 d. Reichsmark Silber............. Geld 158 50 158 56 278 50 .4^ 180 — 101 — 102 35 101 — 98 50 107 50 100— 107'5V 101'50 84 178 — 127 108-40 177 — 17 40 1,8-75 Ware 159 -159 — 279— 84 50 145 — ISO 5 0 101 75 102 50 102' 98 75 108 101- 102 5,0 8450 ,27-50 108 90 177 50 17'80 1,8 85 5-61 562 9-46'/r 9 47 58 50 58 S5 Telegraphischer Kursbericht am 18. Mai. Papier-Rent^ 72 35. — Silber-Rente 73 20. — Gold-Rente 88 50.— 1860er Staats-Anlehen 130 25. — Bank-actien 836. — Creditacticn 274 50. — London 118 75. — Silber —. — K. k. Münzducatcn 5 63. — 2g-Francs-Stücke 9 46. — 100 Reichsmark 58 50. Witterung. Laibach, 18. Mai. Trübe, unfreundlich, mäßiger Ost. Wärme: morgens 7 Uhr -t- 8 6«, nachmittags 2 Uhr -j- 8 6° 0. (1879 4-14-0°, 1878 -s-24 7" 6.) Barometer im Fallen, 732-41 Millimeter. Das Tagesmittel der Wärme am 15. -j- 16 2°, 16. 16-7°, 17. -j- 18 6°, beziehungsweise nm 2 2°, 2-4° und 4 2° über dem Normale; der Niederschlag am 15. d. 0 60 Millimeter Rege». Lebensmittel-Preise in Laibach am 15. Mai. Weizen 10 fl. 24 kr., Korn 6 fl. 50 kr., Gerste 5 fl. 39 kr., Hafer 3 fl. 56 kr., Buchweizen 5 fl. 39 kr., Hirse — fl. — kr., Kukuruz 6 fl. 50 kr. per Hektoliter; Erdäpsel 3 fl. 38 kr. per 100 Kilogramm ; Fisole« 9 fl. — kr. per Hektoliter; Rindschmalz 82 kr., Schweinjett 70 kr., Speck, frischer 60 kr., geselchter 64 kr., Butter 70 kr. per Kilogramm; Eier I?/, kr. per Stück; Milch 8 kr. per Liter; Kindfleisch 54 kr., Kalbfleisch 50 kr., Schweinfleisch 60 kr., Schöpsenfleisch 36 kr. per Kilogramm; Heu 1 fl. 95 kr., Stroh 1 fl. 78 kr. per 100 Kilogramm; hartes Holz 6 fl. 20 kr., weiches Holz 4 fl. 50 kr. per vier C.-Meler; Wein, rother 20 fl., weißer 16 fl. per 100 Liter. ALan biete ilein klüeke ilie Hanä! 400,0«« HauptAowinn im xüustigstsu I?üIIv bietet äis »llvr-neuestv xrosse Oeläverlosunx, vvslviis von äei koken liexleruuA ^onodini^t und ALrautisrt ist. Oie vortbsilliLlto Linrivirtuos äos neuen ?Ia-nes ist cker^rt, äass im I-Luke von vveniASu Uon»tsn tiurek 7 Verlosungen LL.VIßO rur sickeren LntsekeiäunA kommen, clarunter beünäeo siok HaupttrsD-r von eventuell Llark speoiol! aber 1 6o,vinn 1 6mvinn 1 6oivinn 1 üewinn 1 6oirinn 2 gewinne L 2 6ewinne s. 5 6ewinno L 2 Leninns L 12 6ewinno N. 250,OM, LI 150,000, LI. 100,000, Ll. 60,000, 50.000, 40.000, 30.000, 25.000, 20.000, L Ll. 15,000, 1 6ovv. 24 6ew. 4 6o>v. 52 6ir nüekste» ersten Oswinnöiedunx «liesor grossen, vom 8t»Lte x»r»oti«rte» üeläverlosung kostet 1 ganzes Orixin^l-Los nur Llark 6 oäer fl. 3 50, 1 kaldes „ ^ „ 3 „ „ 175, 1 viertel „ „ „ 1'/- « „ — 90. LUe ^uktriige «erden 8»Init AvAsn HInsvn-Lunx, k«8t«!i»/.»I>Iu»x oder >uvlni»kme Los Ijelruxe» mit der grössten Lor^iLIt. LUSZeküIirt, und erliiilt ^vderlnLnn von uns die mit dom LtaatsvvLp-xen versskensn Orixlnul-Lose selbst in Maden. Len LestollunAvn werden dis orkordsrlieken amtlieken klüno gratis boigviugt, und n«ok ^eder ^iekung senden wir unseren Interessenten unaufgefordert Lmtlioko lüsten. Oio ^usraklung der gewinne erkolgt stets prompt unter 8tu«.t88arantls und kann durok direete Zusendungen oder auk Verlangen der Inter-essonten durvk unsere Verbindungen an allen grösseren klätren Oesterreieks veranlasst werden. Unsere Lolloeto war stets vom 6liioke besondors begünstigt, und Kaden wir unseren Interessenten oftmals die grössten Ireüer ausberaklt, u. a. soleke von Narli 2SÜ,00», 222,000, 130,000, 80,000, 60,00», 40,000 «to. Voraussiektliek kann bei einem soleken, aut der «,»^1« xvgrllilcketen Vutvr- nekmsn überall auk eine sekr rege Letkeiligung mit Lestimmtkeit goroeknot werden, und bitten wir daker, um alle Aufträge auMkron nu Können, uns die Bestellungen baldigst und jedenfalls vor dem 31. Aal «I. 3. uukommen rn lassen. kaukmanli L 8i»i«n, Ilnuk- und w veksolxvsekLll j» IIuIIIburS, Kin- und Verkauf aller Lrten Ltaatsobligationon, HisenbaknaLtisn und ^.nlvkonsloss. I*. 8. >Vir äi»ak6n liisräurek kür clL8 uns vsitbsr xsgedsnkts Vsrtr»nsll, unä inäem vir bsi ösxinn 6sr nsusn Vsr-losnnx rur kstdsilixunx vinlLäsn, vsräsn vir uns Lucb Gründliche Hilfe sür lilsgeii- rnill Ilnki-Ieibzleiilemli!. Die Erhaltung der Gesun-Heit beruht zum größten Theile in der Reinigung und Reinhaltung der Säfte und des Blutes und in der Beförderung einer guten Verdauung. Dies zu erreichen ist das beste und wirksamste Mittel Nr. Ao^li8 ^eöensöa^mn. Dr. Rosas Lebensbalsam entspricht allen diesen Forderungen aus das vollständigste; derselbe belebt die gekämmte Thätigkeit der Verdauung, erzeugt ein gesundes und reines Blut, und dem Körper wird seine frühere Kraft und Gesundheit wiedergegeben. Derselbe ist für alle Verdauungsbeschwerden, namentlich Appetitlosigkeit, saures Ausstößen. Blähungen, Erbrechen, Magenkrampf, Verschleimung, Hämorrhoiden, Ncberladung des Magens mit Speisen re., ein sicheres und bewährtes Hausmittel, welches sich in kürzester Zeit wegen seiner ausgezeichneten Wirksamkeit eine allgemeine Verbreitung verschafft hat. (119) 15 6 1 große Flasche 1 fl., halbe Flasche 50 kr. Hunderte von Anerkennungsschreiben liegen zur Ansicht bereit. Derselbe wird auf frankierte Zuschriften gegen Nachnahme des Betrages nach allen Richtungen verschickt. Herrn Apotheker B. Fragner in Prag! Ich habe im Oktober 1878 von Ihren« „Dr. Rosas Lebensbalsam" 1 Flasche gekauft, ich habe nämlich schon viele Jahre an Magenkramps gelitten, was mich veranlasste, einen Versuch zu machen. Nach einer Zeit von 8 bis 14 Tage» hat sich dieses Leiden, Gott sei Dank, ganz verloren. Ich ersuche daher, mir vier Flaschen zu sende», um denselben als Hausmittel bei der Hand zu haben; ich kann dieses Mittel jedem derartigen Leidenden an-empsehlen. Achtungsvoll ergebenst Kart 'Mopp, Strohhutsabrikant in Dresden. Um unliebsamen Missverständnissen vorzubeugen, ersuche die P. T. Herren Abnehmer, überall ausdrücklich: Dr. Rosas Lebensbalsam aus V. Fragners Apotheke in Prag zu verlangen, denn ich habe die Wahrnehmung gemacht, dass Abnehmern an manchen Orten, wenn selbe einfach Lebe»sbalsam und nicht ausdrücklich Dr. Rosas Lebensbalsam verlangten, eine beliebige, nichts wirkende Mischung verabreicht wurde. ZA«rI»t i«t vr. R03L8 I-sbsn8bg,l8g,rn zu beziehen nur im Hanptdepot des Erzeugers B. Fragner, Apotheke „zum schwarzen Adler" in Prag, Ecke der Sporucrgasse 205—III. lilliknok: G. Piccoli, Apotheker; I. Svo -boda, Apotheker; Jul. v. Trnkoczy, Apotheker; Wilh. Mahr, Apotheker; Rudollsivert: Dom. Rizzoli, Apoth.; 8tein: Joses Moö-nik. Apoth. Sämmtliche Avotheken^und größere Material-Handlungen in Oejterreich-Ungarn haben Depots dieses Lebensbal^amä. Prager Aniversal-Haussalöe, eia sickere» unä erprobte« Mittel zur Keikung aller Entzündungen, Wunden unä Gesckiwüre. Selbe wird mit sicherem Erfolge angewendet bei der Entzündung, Milchstockung und Verhärtung der weiblichen Brust bei dem Entwöhnen des Kindes; bei Abseessen, Blutschwären, Eiterpusteln, Karbunkeln; bei Nagelgeschwüreu, beim sogmannten Wurm am Finger oder an der Zehe; bei Verhärtungen. Anschwellungen, Drüsengeschwülsten; bei Fettgewächsen, beim Ueberbeine; bei rheumatischen und gichtischen Anschwellungen; chronischen Gelenks-entzündungen am Fuße, Knie, Hand und Hüsten; bei Verstauchungen; beim Anfliegen der Kranken, bei Schweißsüßen und Hühneraugen; bei aufgesprungenen Händen und flechtenartigen Schrunden; bei Geschwülsten vom Stich der Jnseeten; bei alten Schäden, eiternden Wunden; Krebsgeschwüren, offenen Füßen, Entzündungen der Knochenhaut re. Alle Entzündungen, Geschwülste, Verhärtungen, Anschwellungen werden in kürzester Zeit geheilt; wo es aber schon zur Eiterbildung gekommen ist, wird das Geschwür in kürzester Zeit ohne Schmerz aufgezogen und geheilt. In Dosen L 25 und 35 kr. Das erprobteste und durch viele Versuche als das verlässlichste Mittel bekannt zur Heilung der Schwerhörigkeit und zur Erlangung des gänzlich verlorenen Gehöres. — 1 Fläschchen 1 fl. ö. W.__________ Druck von Jg. v. Kleinmayr L Fed. Bamberg. Verleger: Ottomar Bamberg. Für die Redaction verantwortlich: Dr. Hans Kraus.