Nr. 211. Montag, 22. September 1913. i32. Jahrgang. Zeitung Pr3»u«e»aN««»p»»i«: Mit ^oftvellendung: ««»zjährig 20 X, halbjährig !5 X, Im Kontor: „anzjähri« »« l, halbjährig li t. ssür die Zustellung > vier getten »0 l,, «rohere per Zeile 1» l,; bei öfteren wlederholungen per Zeile « b. Dir »llaibachri ZfiNing» rrlcheinl tägüä). mi! «»»nähme dei Lo,!»- iiiü sseienaav. Tie >>«»«»»»»»«»» befindet sich Millniiöftrahe N, lt>: t>«r ßlevakNo« Milllwiöstlake Nr, 1«, Sprechstunden der ^edaltioli von » bi« 10 Uhr vormittani. Unfrankierte Vliese werken nicht angenommen, 5,'ianullripte nicht zurückneNell», T»l»ph«« P». >«r ll«d«KN«« 32. Amtlicher Geil. . Der Ackcrbauminiflcr hat im Stande der forsttcch-nischen Beamten der Staats- und Fondsforstverwaltung dcu Forst- uud Domänenverwaltcr Heinrich Ribitsch iu Veldes zum Forstmeister «nl l>li-«o«nn, ernannt. Den ll). September 1913 wurde in der Hof» und Staats» dructerci das I^V. Stück der polnischen und kroatischen, das LVIII. Stück dcr kroatischen und slovenischen, das I.XII. Stück der slovenischen. das I.V. Stück der kroatischen nnd ruthenischen und das I^XVI. Stück der polnischen und ruthcnischen Ausgabe des NeichSgesetzblattes des Jahrganges 1913 ausgegeben und versendet. Nach dem Nmtsblatte zur «Wiener Zeitung» vom 19. Sep. tember l9I3 (Nr. 217) wurde die Neiterverbreitung folgender Preß:rzeugnisse verboten: Nr. 248 «II ttiornkio cli Vonvii» — U«Lbtt» üi Vonv^i»,» vom 8. September 19!3. Nr. 103 «1^», Vit» äi 1ri«»te» vom 14. September 1913. Nr. 17.030 Ende der Herrschaft der Aristokratie, der das Volk bis jetzt ci»c Art göttliche Verehrung zollte. Gleichzeitig l'fainncn die Eingeborenen europäische Kleidung zu tragen, indem sie von ihrer frühere» Tracht bloß das um dcn Kopf gewundene Seidenluch behalte». Politische Uebersicht. La i b ach, 20. September. Kaiser Wilhelm trifft, wie jetzt feststeht, am 23. Oktober nachmittags zum Besuch des Erzherzogs Franz Ferdinand auf Schloß Konoftischt ein, wo er zwei Tage verweilen und n» dcn Jagden teilnehmen wird. Am 25,. Oktober reist er nach Wien, um dem .Kaiser Franz Joseph einen Besuch in Schönbrunn abzustatten. Aus Budapest wird gemeldet: Zwischen Ofterreich. Nnstarn und Serbien werden wahrscheinlich in der kommenden Oklobcrhälftc die Verhandlungen zum Abschlufje eines neuen oder zur Abänderung des gegenwärtigen Handrlsvcrtrnffr«! eingeleitet werden. Die Verhandlungen dürfte» »ach dem für Mitte Oktober erwarteten Be Feuilleton. Der Ehrgeiz des Herrn Iodotus. Skizze von Aonrad F>cndr»ogec. (Nachbrucl verboten., Herr Iodokus Sticfelrist hatte nach seinen Begriffen Karriere gemacht. Er hatte als ganz kleines Schreiberlein mit dreißig Mark Monatsgehalt bei einem Winkeladvokaten angefangen und war nun, mit seinen zweiundvierzig Jahren, Burcauvorstehcr bei einer Versiehe rungsaescllschaft in der Abteilung für Brandschäden, die ihm monatlich hundertachtzig Mark auszahlte. „Siehst du, meine beste Karoline," sagte er zu seiner Frau, wenn sie, was nicht selten geschah, ein be. trübliches Gesicht machte und ihm mit allezeit locker sitzen den Tränen vorwarf, sie hätte wohl einen Mann mit höherem Einkommen verdient, „sich mal ^ nicht zu viel und nicht zu wenig, das ist dcr goldene Schnitt des Lebens. Wenn du zu wenig hast, dann bist du kreuzunglücklich und schwimmst weg vor lauter Sorgen. Hast du aber zu viel, ja, dann bist du wie ein Mensch, dcr mitten im »nächtig großen Scc sitzt, bis über dcn Hals hinaus, so daß ihm das Wasser ins Manl hi»ei»läuft u»d er jeden Augeublicl in seinem Überfluß ersaufen lann. Hast du nie von Lenten gehört, dic i» ihrem eigenen Fett erstickt sind?" So starke Ausdrücke gebrauchte Herr Iodokud Sticselrist. Dic beste Karoline aber seufzte zu dieser Logik ihres Gatten. Nach ihrer Meinung hätte der goldene Tchniti ihr dcn Lcbensanteil schr wohl ein bißchen großzügiger zulütsscn dürfen— aber das war ja das Eleud, daß dcr gutc Iodokus so außerordentlich zufrieden mit sich und seinem Schicksal war. Er hatte eben keinen Ehrgeiz wie andere Mcnschcn, wie etwa dcr Bureauvorstcher Fritz Müllcrstock, dcr bei derselbe» Gesellschaft i» der Abteilung für Lebensversicherung saß. Dem merltc man an, daß cr vorwärts strebte. Aber Iodokus? Der war eben trotz scmcr Weisheit vom goldenen Schnitt nicht gebildet genug, um zu fassen, daß man, um de Abgrenzung zwischen dem vergrößerten Serbien und den Nachbarstaaten durchgeführt ist und bestimmte Angaben über die Zahl der Katholiken im gesamten Serbien vorliegen. In Anbetracht dessen kann der Abschluß elncs Konkordats keinesfalls schon für eine nahe Zukunft erwartet werden. Der bevorstehende Vesuch des Präsidenten Pom» car<" in Madrid gibt, wie man aus Paris berichtet, Anlaß zu lebhaften Erörterungen über die Bedingungen, unter welchen eine Verbesserung der ungünstigen Han-del^bcziehmlflen zwischen Franlrcich und Spanien herbeigeführt werden könnte. Es steht die Gründung eines Komitees „Frankreich-Spanien" unter der Leitung des ehemaligen spanischen Ministers Garcia Prieto bevor, das sich das Betreiben dieser Angelegenheit zur Hauptaufgabe setzen wird. Die übertriebene Schutzzollpolitik hat Spanien keine befriedigenden Früchte getragen. Eine Reihe spanischer Staatsmänner und führender Persönlichkeiten des wirtschaftlichen Lebens zeigt sich nun von dem Bestreben erfüllt, diesem nachteiligen Zustande ein Ende zu setzen. Die französische Regierung wird der Prüfung der Bedingungen für den Abschluß eines Handelsvertrags mit Spanien mit dem lebhaften Wunsche nach Crzielung eines Einvernehmens näher treten. In jenen französischen Kreisen, die sich für die Ausdehnung des französischen Einflusses in Kleinasien, namentlich in Syrien, interessieren, weist man mit großer Befriedigung auf die Fortschritte hin, die in dieser Beziehung in Beirut zu verzeichnen sind. Neben der bereits bestehenden medizinischen Fakultät wird Frankreich dort in diesem Jahr eine Rechtsfakultät eröffnen, deren technische Ginrichtung der Lyonec Universität anvertraut wurde, deren materielle Einrichtung aber französische Jesuiten übernehmen. Die Diplome werven gleich den Diplomen der medizinischen Fakultät sowohl für Frankreich als für das ottomanische Reich gültig sein. Tllgcsncmglcitcn. — (Die erfte Berliner Droschkenkutscher!«.) Den Besuchern nordischer Großstädte fällt als deren besondere Eigentümlichkeit wohl zuerst die Frau auf dem Kutschbock auf. In Deutschland war seine Besteigung, wenigstens von Berufs wegen, bisher den Männern vorbehalten. Jetzt ist es aber einer energischen Berlinerin gelungen, in dieses maskuline Privileg eine Bresche zu legen. Die Berliner „Droschker" haben eine Kollegin erhalten. Sie l führt den Taxameter Nr. 775. Die „Droschkerin" trägt die übliche Uniform der Berliner Droschkenführer: den langen, blauen Rock und den blendenden Lackzylinder, unter dem aber eine Fülle blonden Haares hervorquillt. Das Recht, den Wagen zu führen, ist ihr vom Polizeipräsidium unter Berücksichtigung ganz besonderer Umstände verliehen worden. Sie ist die Witwe eines Droschkenbesitzers; nach dem Tode ihres Mannes verblieb ihr als einziges Erbstück zur Ernährung ihrer Familie der Wagen und das Pferd. Man hat ihr darum, nachdem sie durch eine Prüfung die nötigen Garantien der Betriebssicherheit gegeben hatte, den Weiterbetrieb des Fuhrwerks gestattet. Damit soll aber keineswegs der Präzedenzfall für einen „neuen Frauenberuf" in der Reichshauptstadt gegeben sein. Dagegen würden sich schon die Herren Troschkenführer wehren, die die erste weibliche Droschken-führerin lächelnd „Kollege" anreden, wenn sie galant sind. Meist aber lassen sie diese löbliche Eigenschaft vermissen und titulieren die neue Konkurrenz „Iroßmutter". — (Beinkleider für Pftrde.) Aus der freundlichen Musenstadt Marburg (Hessen-Nassau) kommt eine merkwürdige Kunde: Seit einigen Tagen spiegeln sich in den baß verwunderten Fluten der Lahn Pferdebeine, die nach allen Regeln der Schneiderkunst mit — Hosen bekleidet sind. Das ist weder eine Studentenfabel, noch fönst ein Witz. Es handelt sich vielmehr um eine wohlerwogene nachahmenswerte Unordnung, die einer Anregung des Marburger Magistrates entsprungen ist. Man hatte nämlich seit längerer Zeit die Beobachtung gemacht, daß die Pferde der bei Pflasterarbeiten verwendeten städtischen Asphaltwagen mehr oder minder schwere Brandwunden durch Spritzer der kochenden Tenmasse an den Beinen erlitten. Um den Tieren dagegen einen wirksamen Schutz zu verleihen, ging man kurz entschlossen daran, ihnen aus einem derben Stoff lange, bis auf die Hufe reichende Hosen anmessen zu lassen. Wohl legte die sonst so treuherzige Pferdekrcatur dem merkwürdigen Beginnen gegenüber zunächst ein leises Mißtrauen an den Tag, aber sie empfand sehr bald die Wohltat ihrer neuen Tracht und läßt es seitdem mit Ergebenheit geschehen, daß man ihr zum Gaudium der ganzen Stadt das Aussehen eines Elefanten gibt. Da übrigens die edlen Rosse bereits Strohhüte tragen, so fehlte nichts, als ein paar Kleinig' leiten: weiße Weste, Stehkragen, Krawatte -^ und der Typ des vierbeinigen Gents wäre geboren. Welche Perspektive für die Modekünstler! — (Gräßlich.) Der Matrose George Doughty von der Osborne-Marineschule in London hat diesertage 36 Stunden ohne Unterbrechung Klavier gespielt, und zwar hat er während dieser Zeit die Hände nicht einmal zum Notenwenden oder zum Essen von den Tasten entfernt. Am Schlüsse fand er sich in ausgezeichneter Verfassung, nur im Handgelenk der linken Hand verspürte er einen leichten Schmerz. Um ihm seine Zeit etwas angenehmer zu gestalten, wurde in der ersten Nacht ein Ball in dem Raume veranstaltet, in dem das wahnsinnige Spiel stattfand. Er selbst spielte dazu die Vallmusik. Am folgenden Tage fand dann eine kleine Unterhaltung in demselben Raume statt. Gegen den Schluß hin sang Dousshty seme Lieblingslieder und endete schließlich mit dein Marinemarsch und der englischen Nationalhymne. Er hat über 400 verschiedene Stücke gespielt. Seine Nahrung bestand aus einigen hartgekochten Eiern, Schokolade, Trauben und etwas Milch. Doughty ist 28 Jahre alt und befindet sich seit ungefähr zwölf Jahren im Dienste der Marine. — (Ein Bettler, der zwanzig Frauen hat.) In Ho-mel in Rußland lebt ein Mann, der es, obgleich er sich „Bettler" nennt, doch bis zu einem gewissen Reichtum gebracht hat. Er zählt heute erst 25 Jahre und ist bereits im Besitze von zwanzig Frauen und eines ansehnlichen Vermögens. Von jeher war es sein Wunsch, ohne zu arbeiten reich zu werden, und so beschloß er, sich auf das Vettelhandwerl zu verlegen. Er fand, daß die Bettelei überall in hoher Blüte stehe, daß es aber an einer entsprechenden Organisation fehle. So gründete er überall Nettlerverbände und stellte sie unter die Leitung eines energischen und gerissenen Menschen. Er selbst reiste von Verband zu Verband, prüfte und kontrollierte die Geschäfte und machte dic Bekanntschaft seiner „Mitglieder". Es fanden sich sehr viele hübsche, junge Mädchen darunter, die das einträgliche Gewerbe des Bettelns trieben und nicht vergeblich auf das Mitleid des Publikums spekulierten. Der Vorstand der Bettlerorganisation kam auf den Gedanken, in jeder Stadt dasjenige weibliche Mit-glieo zu heiraten, das ihn: das meiste Geld in den Verband brachte. Die nötigen Papiere fertigte er selbst aus, die Heiraten waren schnell geschlossen. Die jungen Mädchen waren sehr schnell bereit, ihm ihre Ersparnisse mit dem Versprechen der Ehe zu übergeben und wenn sie den Trauschein erst in den Händen hatten, zögerten sie nicht länger, ihm den größten Teil ihres Einkommens zu überlassen. — (Rache eines zurückssewiesenen Freiers.) Aus Warschau wird gemeldet: Der reiche Bauer Magdalen in dem nahe gelegenen Dorfe Kroczyce wies den Geliebten seiner Tochter, den Dorfmusiker Dusza, zurück und zwang sein Kind, einen anderen reichen Bauer des Ortes zu ehelichen. Bei der Hochzeit mußte der zurückgcwieffene Freier zum Tanze aufspielen. Während des Hochzeitsschmauses verließen die Braut und der Musiker unbemerkt das Vauernhaus Magdalcns und bald darauf brach im Hochzeitshause auf dem Dache und in den Wirtschaftsgebäuden des Magdalenschen Besitzes Feuer aus. ' Nach der Löschung des Brandes wurdc die fast verkohlte Leiche des Musikers Dusza im Brandschutte der Scheune aufgefunden. Die Braut stürzte sich, als sie vom Tode ihres Geliebten erfuhr, in einen nahe gelegenen Teich und ertrank, ehe noch Rettung möglich war. — (Rasend.) In der „Köln. Ztg." ist zu lesen: Mein Freund Himmelmann war zehn Jahre im Ausland gewesen. Als er wieder in der Heimat war, besuchte ich ihn. Ich fand ihn mißvergnügt über einem Wörterbuche sitzen, „Grüß Gott," sagte er. „gut, daß du kommst — ich kami's nicht finden." — „Was kannst du nicht finden?" sagte ich. — „Die verschiedene Bedeutung von ,rasend', weißt du." — „Verschiedene Bedeutung? ,Rasend' hat nur eine Bedeutung, eine Art Steigerungsgrad von ,wild', verstehst du?" — „Ja, hat sich was, mein Lieber. Das muß vor zehn Jahren so gewesen sein, als ich ins Ausland ging". — „Und seither?" — „Seither muß ,ra-sen' noch eine ganze Menge anderer Bedeutungen bei euch erlangt haben." — „Nicht, daß ich wüßte. Zum Beispiel?" — „Als ich gestern meiner Nichte ein Mitbringsel schenkte, sagte sie zärtlich, das sei aber ,rasend liebenswürdig' von mir. Nun bitt' ich dich: da müßte ich also auf eine ungewöhnlich wilde Art liebenswürdig gewesen sein?" — „Ja, weiht du, das ist so 'ne Sache ..." — ,.Unb dann erzählte ich meiner Nase ein lustiges Reiseerlebnis, und weiht du, wie sie's fand?" — „Na, lustig eben, oder komisch?" — „Nein, mein Lieber, ,rasend komisch'. Nun denke mal, was Komisches, das rast — ich kann es nicht begreifen." — „Hm, in der Tat ..." — „Dann traf ich weiter Leute, welche fanden, das und das sei ,rasend nett' von mir, und von einem anderen berichteten, daß er ,rasend dumm' sei, ja sogar ein .rasendes Blech' daherrede — nun denk' ich mir, du bist ein wenig Philologe, und sicher wirst du mir die sonderbare Wandlung unseres lieben alten ,rasend' gut erklären können?" — „Ja, weißt du," sagte ich, „das ist eine rasend schwere Sache . . ."______________________________ doch genau so lange im Dienst war wie der Herr Kollege, glatt übergangen wurde. Abends brachte Herr Iodokus die Nachricht mit nach Hause. Er kam ein wenig spater, weil der Herr Kollege Müllerstock noch ein Glas Vier zum Besten gegeben hatte. Zuerst hatte die unerfreuliche Tatsache den Herrn Iodokus SUefelrist doch gewaltig aus dem Gleichgewicht gebracht. Aber sehr bald stand er wieder fest auf seinen Beinen. Als er nach Hause kam, war seine ganze Enttäuschung nur noch ein schwacher, ergebener Seufzer. Was nicht an der belebenden Wirkung des Glases Vier lag, sondern in der Weltanschauung des Herrn Iodokus fest begründet war. So konnte er zu Karoline, die mit hochrotem Kopf und giftigen Augen vor ihm saß, gelassen sagen: „Ja, siehst du. beste Karoline, der Mann hat es eben verstanden, sich bei der Direktion in eln gutes Licht zu setzen. Er ist ja wohl auch ein sehr tüchtiger Kollege. Es geschieht nichts ohne Grund. Bei mir wird eben kein Grund zu einer Gehaltserhöhung vorgelegen haben und so müssen wir uns damit abfinden. Es ist das Gesetz des goldenen Schnittes — — —" Da aber wurde es Karoline zu bunt. „Höre," sagte sie mit überschlagender Stimme, „dein goldener Schnitt ist ein elender, kupferner Schnitt und du bist ein Waschlappen." Worauf sie in die Küche ging, die Tür heftig hinter sich ins Schloß warf und bitterlich weinte, daß ihre Bildung und ihre Lebensansprüche in fo grellem Mißverständnis zu den Fähigkeiten und dem Ehrgeiz ihres Mannes standen. (Schluß folgt.) Irrungen. Von O». ZV. Appleton. Autorisierte Übersehung. lslachbr«« «e^ot?») (36. Fortsetzung.) Ich weiß es nicht. Er ist mir durch diese alten Hintertreppen und Quergänge entwischt; ehe ich mir'3 versah, war er mir aus den Augen. Es tut mir sehr leid, Herr Inspektor. Schadet nichts, Thompson, ich werde ihn schon finden. Ihr Versehen ist so schlimm nicht. Ich will mich gleich auf die Suche machen — guten Abend! Nachdem Veale schnell einen kleinen Imbiß genommen hatte, ging er vor allem nach dem „Holly Bush". Er rief den Wirt beiseite. Haben Sie heute abends einem jungen Burschen einen Fünfpfundschein gewechselt? fragte er ihn dann. Jawohl, Herr. Ist etwas damit nicht in Ordnung? Zeigen Sie mir ihn, bitte. Der Wirt ging an die Kasse und holte den fraglichen Schein. Beale betrachtete ihn und nahm dann sein Notizbuch heraus. > Die Note ist gut, sagte er. Soweit Sie's anlangt, ist die Sache schon richtig. Ich will mir nur die Nummer aufschreiben und — aha, da ist ja ein Vantstempel darauf — Alliance. Hm! 's ist gut. Ich danke Ihnen. Er händigte den Schein dem Wirte wieder ein. der erleichtert lächelte und den Inspektor fragte, ob er etwas zu trinken wünsche. Nein, danke, ein ander' Mal, wenn ich vielleicht wiederkomme, um Ihnen dm Grund zu sagen, warum mich dieser Schein interessierte. Gute Nacht, Herr Brownl Gut' Nacht, Herr! Zehn Minuten später schüttelte Neale bereits dem Besitzer des „Bull and Bush" die Hand. Es ist übrigens von Frau Viddles ein Brief für Sie da, sagte ihm der diensteifrige Wirk Fräulein, rief er über die Bar, geben Sie mal den Brief her von Frau Viddles. Hier haben Sie ihn. Damit überreichte er dem Inspektor ein nicht sehr sauberes Kuvert. Beale öffnete es und las: «Lieber Herr! Ich habe getan, was Sie mir sagten, aber nichts gefunden in Bens Hosen, bis vergangene Nacht, wo ich einen Sovereign fand, und sein armer alter Vater liegt krank im Spital, was soll das bedeuten, Herr? Lassen Sie mich wissen, man hat mir gesagt, Sie wären von der Polizei, und ich hoffe ergebenst, Nen hat nichts Unrechtes getan. Ihre untertänigste Ann Biddles." Haha! sagte Beale. Ich will gleich mal hinüber« gehen und die Me sprechen. Auf sein Klopfen öffnete Frau Viddles die Tür und führte ihren Besucher in ihr kleines Wohnzimmer. Sie sah sehr bekümmert und abgehärmt aus. Haben Sie meinen Brief bekommen, Herr? fragte sie. Ja, Frau Viddles — wo ist Ven? Er ist noch nicht heimgekommen. Veale sah nach seiner Uhr, Das ist ja merkwürdig. Freilich, Herr. Laibacher Zeitung Nr. 217. 1989 ^2. September 1913. ,Drr unschiwbare Dienst.) „Mr. Schrimpfle," lasst der Großindustrielle zu dein jungen Rechtsanwalt, „ich möchte Ihre unschätzbaren Dienste in Anspruch nehmen." — „Hocherfreut", entgegnct Schrimpste strahlend, „was kann ich für Sie tun?" — „Ich liege mit einer Konkurrenzfirma in einem schwierigen Prozeß, und da möchte ich Sie bitten, die Gegenpartei zu vertreten." LM- llnd Piuvinzilll-Nachrichtcn. Verichte der Gesellschaft für Höhlenforschung in Laibach. Höhlenforschungen auf der Vclika g o r a. Von Paul Kunaver. Ende August kamen wir in Rcifnitz wictx'r zusammen, Es war eine stattliche Gesellschaft, denn zu denen, die sich gewöhnlich an den Höhlenforschungen beteiligten, gesellten sich die Herren Obering. Karl Pick, Vaurat Hilbert und der k. k. Scktionsgcologe Dr. H 1 n l e r-lechner; auch mehrere Hochschülcr nahmen an der Elftebition teil. Erst gegen Mittag marschierten wir von Reifn >tz ab, begannen bei Ncustift auf den steilen Hangen der Velika gora, auf den sogenannten „Ktriki" hinaufzu-lriechcn und betraten bei Cotc 92!i in der Nähe des Be» sitzes „Pri Len Mcter. Ihrc Wänoc bcdcclt cme sehr dicke, doch teilweise stark vcrunrciniate Sintcrlrustc. Ei» Höhlcnlchm fand sich nicht vor, alles war ziemlich trocken. Wir schlössen daraus, daß der Schacht wirklich ein verlassener Wasser-schlingcr sei» müsse. Nun sucht sich das Wasser, wie oben angeführt wurde, durch das Gestein andere Wege in die Tiefe. Noch etwas beschäftigte hier unsere Aufmerksamkeit und unsere Kräfte. Die enge Klamm hat nämlich in der urfprünglichcnRichtung eine zwar hohe, aber sehr enge Fortsetzung. Einer unserer Gefährten lag stundenlang mit dem Hammer in der Hand in dem 2 bis 1'/^ Dezimeter breite» Sprunge, der zu allem übrigen noch gewunden ist. Doch konnte er dem Hammer keine Kraft verleihen. Schließlich stieß er a» einen Felsen, wo die Enge der hohe» Pforte »»r cmen Dezimeter ausmachte. Mühselig brachte er noch einen Stein ins Rollen; »ach einigen Minuten hörten wir ihn tief unten in unbekannten Räumen aufschlagen. — Es war vergeblich weiter zu komme»; mißmutig ließe» wir vom weiteren Vordringen ab. Zum Ich hab' vor zwei Stunden in, „Holly Bush" von ihm gehört, u»d- das ist doch gar nicht so weit ab von hier, nicht wahr, Frau Nibbles? Höchstens zehn bid zwölf Minute» meiner Meinung nach? Weiter nicht, Herr. Was hat er den» dort gemacht? Einen Fünfpfundschein gewechselt. Gerechter Gott, Herr! rief sie nnd fällug die Hände über dem Kopfe zufamme». Was soll das alles bedeuten? Ich weiß es auch nicht; aber ich glaube, ich vermute es »ur, daß er in die Mordsache drunten in dem Atelier ein wenig verwickelt ist. Jeder Blutstropfen wich plötzlich aus den» Gesicht der armen Fran. Sagen Sie so etwas nicht! jammerte sie. Oh, tun Sie's nicht! Er ist »nein einziges Kind, Nen ist — oh, bitte, sagen Sie nicht, Bcn hat - Ich sage nicht, daß er etwas getan hat, aber cr weiß etwas davon — das glaube ich sicher. Wo sollte cr all das Geld herhaben? Ich weiß bestimmt, daß er zehn Pfund gehabt hat. Zehn Pfund! stöhnte sie. Jawohl — zehn Pfund. Und sein armer alter Vater im Spital! Das ist verdächtig, nicht wahr, Mutter? Aber Sie habe» ja selbst einen Sovereign in seiner Tasche gesunde»? Ja, Herr, das hab' ich, uud es hat mir beinahe 's Herz gebrochen - Sie können mir's glauben. Er roch so sehr nach Bier, wie ich's bei einem Jungen in seinem Alter nie für möglich gehalten hätte, und das machte mich argwöhnisch — wirklich. Und da dachte ick) an Ihre Worte, die ich, wie ich ehrlich gestehe» will, Herr, damals nicht glaubte. Ich ging hinauf, als er schlief, untersuchte seine Taschen und wahrhaftig, es steckte ein Sovereign drin. — Was taten Sie den» damit, Mutter? Was ich damit machte? Ei, ich steckte ihn natürlich ein. Ein Kind, das fo gefühllos sei» la»n, wo sei» Vater i»> Spital liegt, »nd ich mich schind' und plag', um den kleinen Haushalt zu erhallen! Da brauch'» Sie keine Angst zu haben, .Herr, ich hatte den Sovereign rasch in meiner Tasche. Das haben Sie ganz recht gemacht, Frau Viddles, sagte der Inspektor. Was hat er denn nachher gesagt? Gcfagt! Gar »ichts — mir wär's recht gewesen, wenn er etwas davon gesagt hätte — ich beobachtete ih» am anderen Morgen, weil ich neugierig war, was er wohl machen würde. Nun, cr fahle zuerst in alle seine Tasche» und schüttelte die Strümpfe aus. Dann kroch cr auf dc» Knicn unter's Nett — hob den kleinen Vorleger i» dic Höh', sühlle in de» Schuhe» nach, bis ich endlich sage: Wonach suchst du den» eigentlich überall rinn, Ven? Ich hab' 'n Knopf von der Hose verloren, antwor-tct cr ganz unucrfrorc». Wie mich das berührte, kann ich Ihnc» gar »icht sage». Nn», hoffentlich findest du ihn bald, sagte ich nur und ging hinaus. Ich konnt' es wirklich nicht länger mehr aushalten, Herr. Ich kann's Ihnen nachfühlen, Frau Biddles. Um übrigens aus das Geld zurückzukommen, so glaube ich nicht, daß Be» immer die ganze Summe bei sich i» der Tasche trägt. Ich vermute, wen» wir zusammen sei» Zimmer mal gründlich durchsuchte», würden wir vielleicht noch einige Goldstücke »ichr finden. lFortschung folqt.) erstenmale geschlagen, zogen wir uns auf den Schutthügel zurück. Hier wurden einige Skizzen und fthotogra-phische Aufnahme» gemacht, worauf wir den Rückweg antraten. Erst oben auf Machildensruhe, wo wir übernachten wollten, fanden wir unsere gute Laune wieder, denn tn-zwischen war aus Travnik eine Kiste voll eines belebenden Geistes angelangt, der besonders die Geister einiger unserer Mitglieder anregte. Tief in der Nacht klangen durch die Wälder frohe Lieder — was mochten sich wohl die Bären dabei gedacht haben? Am folgenden Tage führte uns der Weg durch Wälder hinab zur Karlshütte (Glaiuta). Noch ehe wir diese erreichte» (etwa fünf Minuten vor ihr), wurde rechts vom Wege ein Schlund gesichtet. Er war nicht tief, leicht geneigt, der Voden mit Erde und Baumstämmen bedeckt. Wie vom Sturm getrieben, stürzten sich unsere jüngeren Genossen hinab zum Loch. Erst jetzt wurde ein Seil zum leichtere» Begehen der steilen Abhänge angebracht. Hinter einen: Stamme entdeckten wir eine Öffnung, durch die wir leicht hinablricchcn konnten. Rufe der Nberraschung wurden laut und da erst kletterten auch die oben Gebliebenen zweifellos hinab. Eine 16 Meter lange, vier Meter hohe Halle mit einigen Tropfsteinen wurde aufgefunden. Ihre Decke bildete eine glatte nach Südoste» hängende Schicht. Den Boden bedeckte» im Südosten große Fels-blöckc und Gerölle, sonst war er mit angeschwemmtem Erdreich, teilweise auch mit Sinter bedeckt. Ihre heutige Gestalt verdankt die Höhle nicht der chemischen Wirkung des Wassers, denn die gesichtete» Schichten sind nicht so ausgcsresscn, wie es sonst der Fall sein müßte, vielmehr haben sie eine Oberfläche, die von einem Abbrüche und von großen Einstürzen zeugt. Viel Interesse erregte hier der Fund eines Skeletts. Als wir ein Stück Geweih ausgruben, schrieben wir das Skelett allgemein einem Elche zu. Der Fund wurde später dem Lantx'smuseum übergeben. In der Karlshütte konnten wir uns nicht lange aufhalten. Herr Föchcr Mlalar führte uns auf dem Waldwege eine Viertelstunde weit i» de» Auerspcrgschcn Wald, wo er uns auf ci»c» etwa fünfzehn Meter breiten Schlund aufmerksam machte. Dreißig Meter Drahtlciter wurden hinabgelassen, aber wir mußte» sie immer wieder a» andere Stellen tragen, weil es unheimlich genug von den Wä»dc» herabbröckeltc. E»dlich wurde die Leiter, we»» auch »icht sonderlich günstig, befestigt. Sie lag an der Wand und berührte alle an ihr nur »och hängenden Fclsgcschosse. An den steilen Terrassen löste sie Felsen, Erdreich, Baumstämme los, so daß fortwährend ein Knattcrii hinauf hörbar wurbc, Endlich ainn es ans Work. Drei kamcn wir glücklich unten an. Ich war der letzte und s,'cß ganzc Lawinen von Fels und Holz hin-abdonncrn. Die uolangeaaiiaencn Frcu»de entdeckte ich i» schützenden Nischen. Wir waren erst 22 Meter tief ge-lommen, aber unter uns gähnte noch der Abgrund. Es wurde» uns Drahtlcitern herabgelassen, mit denen wir unsere liebe Mühe hatten, ehe wir sie erfassen konnten. Zum Anbinden gab cs nichts; die Felsblöcke, die den steilen Voden bedeckten, boten gar leine Sicherheit. Endlich gelang cs »ns, die Leiter an die von oben hängende zu befestigen. Die Höhle bereitete unL, große Freude. Die Fclsen-röhrc, durch die wir gekommen waren, ist nach Süd-wcst gebogen und endet in einem oben mit morschen Bäumen bedeckte» Geröllboden. Ihre Südwcstwand hingegen hat eine Pfortc, durch die Steine, von uns los« gelassen, in einen unbekannten Dom sausten. Diese Pforte! Wir stände» drei auf einem schmalen Bande. Uns zur Rechten fiel Licht hinab, nicht sonderlich reichlich, aber immerhin ausreichend, um die weite, schön gewölbte Öffnung z» beleuchten. Wie dünn war doch d,e Wand »nd wie seltsam hatte das Wasser ihr Gewölbe modelliert! Überall ragten kurze Felseuzacken hervor und glitzerten, weil sie feucht waren. Unter uns verlor sich der Voden und leine Decke war hinter dem wunderbare» Torbogen sichtbar. Rechts und links lag alles im Dunkel, nur uns gegenüber leuchtete fast eine nach allen Seiten sich verlierende zerklüftete Wand. Wir kletterten noch 15 Meter tief i» den »cuen Dom. Eine gewaltige Natur empfing uns hier. Über uns leuchtete das hohe Tor, durch das wir gekommen waren; in der Höhe verloren sich die Wände, deren Ende wir trotz aller Anstrengungen nicht erblicken konnten. Sie bildeten eine» großartig hohen gotischen Dom, dessen Spih-bogcndcckc in undurchdringlichem Dunkel verblieb. So zersägte, ausgcfrcssene Wände habe ich »och niclnals gesehen. Im Süden rücke» sie so nahe zusamme'i, daß sie eine gut tcrmssicrtc Klamm bilden, dann aber finden sic in einem unbedeutende» Spalte ihre» Abschluß. 23 Meter des Bodens waren leicht aanabar; die letzten siebe» Meter mußten wir erklettern nnd dnrch Stemmen überwinden. , ... ^ _. Die Zeit drängte, Reifnitz lag »och fu»f Stuuden weit. Zur ersten Terrasse, zum Gcrölllwdcn, kehrten wir leicht zurück, dann wurde der unangenehme Gang durch den eigentlichen Schacht angetreten. Draußen war schon alles zum Ausbruch bereitet nnd bald setzten wir uns zur Karlshüttc i» Bewegung. Dort begab sich der größte Teil der Gesellschaft über die Velila gora nach Neifnitz, während uns andere ein Wagen dahin brachte Es nab cinc sausende Fahrt hinab in die Täler! Durch aroße Wälder, auf schlechten Wegen ging es dcchm. Alle Forschungen, alle Geschichten »nd Begebnisse in den stillen, verlassenen, weiten Räumen unter uns wurde» noch einmal in unserem Geiste wach. Es fiel uns schwer, von der ganze» Herrlichkeit Abschied nehme» zu müssen ... Üaibacher Zeitung Nr. 217. 1990 22. September 1913. — (Hoher Besuch in der Adrlebersser Grotte.» Freitag den 19. d. M. vormittags hat Ihre Hoheit die Herzogin Maria von Anhalt die Adelsberger Grotte besichtigt. — (Kommandoübergabe.) Seine Exzellenz Herr Feldmarschalleutnant Kusmanek hat heute einen Urlaub angetreten und auf die Tauer seiner Abwesenheit das Stationskommando an den Generalmajor Ignaz Schmidt Edlen v. F u s s i n a, das Militärstations-tommando an den Oberstleutnant des Generalstabskorps Hermann L e i d l, eingeteilt beim Infanterieregiment Nr. 27, übergeben. — (Aufstellung von Feldlanoncndivisionen bei der Landwehr.» Wie dem letzterschienenen Landwehr-Verordnungsblatte zu entnehmen ist, werden bei der k. k. Landwehr mit 1. Oktober 1913 acht Landwehr-Feldkanonen-divisioncn neu aufgestellt, und zwar mit den Standorten Nr. 13 in Wien, Nr. 21 in Prag, Nr. 22 in Graz, Nr. 26 in Leitmeritz, Nr. 43 in Lemberg, Nr. 44 in Linz, Nr. 45 in Przemysl und Nr. 46 in Olmütz. Nach dieser Aufstellung verfügt nunmehr jede Landwehrinfanterie-Truppen-division außer je einer bereits bestandenen Feldhaubitzdivision auch über je eine Feldkanonendivision; es dürfte die Ausgestaltung dieser Divisionen zu Regimentern wohl nur cine Frage der Zeit und der zu bewilligenden Geldmittel bilden. — «Herausgabe der neuen Zwanziglronennoöen.) Am 29. d. M. wird die Osterreichisch-Ungarische Bank bei ihren Hauptanstalten in Wien und Budapest sowie bei sämtlichen Filialen mit der Herausgabe der Banknoten zu 20 Kronen mit dem Datum vom 2. Jänner 1913 beginnen. Die jetzt im Umlaufe befindlichen Banknoten zu 20 Kronen mit dem Datum vom 2. Jänner 1907 werden ab 2. Jänner 1914 einberufen und eingezogen. Sie sind bis 31. Dezember 1915 zur Zahlung oder Verwechslung zu bringen, da der 31. Dezember 1915 die letzte Frist für die Einziehung dieser Banknoten ist. — (Verzollung von Spielkarten.) Die „Wiener Zeitung" veröffentlichte am 20. d. M. eine Kundmachung des Finanzministeriums vom 12. d. M., womit alle Zollämter zur Verzollung von postseitig freizumachenden Sendungen mit Spielkarten nach Maßgabe der allgemeinen Verzollungsbefugnissc ermächtigt werden. — (Aus dem Laibacher Massiftratsgrcmium.) Das Gremium des Laibacher Stadtmagistrmes beschäftigte sich in seiner jüngsten Sitzung mit einem technischen Berichte über den Bauzustand des dem Handelsmann Alois Lil-leg gehörigen Hauses Nr. 3 in der Schustergasse, das — zur Hälfte bereits demoliert — den ganzen dortigen Häu-serkomftlex verunstaltet und nunmehr auch aus sichcrheits-polizeilichen Gründen vollständig demoliert werden muß. Infolge der Vertiefungsarbeiten im Laibachflußbette sowie infolge der Demolierung des Naglasschen Hauses haben die Überreste des Lillcgschen Hauses die notwendige Stütze verloren und nunmehr besieht die Gefahr eines Zusammensturzes dieser Hausrinne. Herr Lilleg wurde beauftragt, sein „Haus" unverzüglich zu demolieren. Einem eventuellen Rekurse wurde die aufschiebende Wirkung abgesprochen. Dem Fleischhauer Josef Toni wurde die Vaubewilliaung für den Bau eines ebenerdigen Hauses in der Orelgasse erteilt. Sonstige Baubewilligun-gcn betreffen zumeist verschiedene Zubauten und Adaptierungen. Seilermeister Adami^ an der Petersstraße erhielt die Bewilligung zur Errichtung einer Seilerwerk-stätte, Pfarrer Petriö für einen einstöckigen Zubau zum Pfarrhause bei St. Peter, desgleichen Maurermeister Ogrin, die Besitzerin Franziska Venedikt, die „Zadruxna zveza" und Ingenieur Endlicher. Dem Konfektionär Bernatovi«' sowie der Modistin Maria Götzl wurde die Errichtung neuer Portale bewilligt. Das Gremium beschloß weiter, die Wasserabzugsgräben auf dem Moorgrunde reinigen zu lassen; die Arbeiten sollen in eigener Regie durchgeführt und arbeitslose Moorbewohner hiebei beschäftigt werden. Dem Fleischhauer Josef Koftrivcc wurde in der Sonnengasse die Errichtung einer Verkaufsbaracke bewilligt. Dem Besitzer des Kinematographen „Ideal" wurde die Entrichtung einer Gemeindetaxe von 2 /< für jede Vorstellung zugunsten des Armenfonds auferlegt. Auf dem Schloßberg-platcau wird im Frühjahre die Anzahl der Sitzbänke entsprechend vermehrt werden. — (Städttscheö Mädchenlnzeum.) Aufgenommen wurden 343 Zöglinge und zwar in die erste Klasse '53, in die zweite 59, in die dritte 59, in die vierte 77, in die fünfte '50 und in die sechste 45. — (Am l. k. Staatssslnnnasium in Rudolfswert) wurden bei Beginn des neuen Schuljahres 310 Schüler aufgenommen, und zwar in die erste Klasse 57, in die zweite 47, in die dritte 34, in die vierte 30, in die fünfte 43, in die sechste 47, in die siebente 28 und in die achte 24. — (Stenoa.raphieunterricht.j Im Auftrage des k. k. Ministeriums für Kultus und Unteri"icht sind soeben im l. k. Schulbücherverlage in Wien, I., Schwarzenbergstraße 5, erschienen und von diesem Verlage zu beziehen: Verordnungen, Lehrpläne und Lehrtexte, betreffend den Unterricht in der Stenographie in Osterreich, von Emll Krams all: Preis geheftet 50 k. — (Vom Vultsschuldienfte.» Wie wir erfahren, hat Se. Exz. der Minister für Kulws und Unterricht den Lehrer an der Volksschule in Neumarttl Karl Miklitsch zum Lehrer an der Vorbereitungsklasse des Staatsgymna-siums in Gottschee mit den Rechten und Pflichten eines Mungsschullehrers ernannt. — Der k. k. Landesschulrat für Kram hat die Kombinierung des Knaben- und Mädchen-Wiederholungsunterrichtes an den Volksschulen in Laufen und Kropp im Schuljahre 1913/14 genehmigt. — Der k. k. Bezirksschulrat in Gottschee hat an Stelle der krankheitshalber beurlaubten Lehrerin Olga Ionke die gewesene Supftlentin in Mitterdorf Elisabeth Hö-nigmann zur Supftlentin an der Mädchenvolksschule in Gottschee bestellt, die absolvierte Lehramtskandidatin Ottilie Zcmljak zur provisorischen Lehrerin an der Volksschule in Vasljeva Lola und den absolvierten Lehramtskandidaten Alois Krxi^nik zum provisorischen Lehrer an der sechsklassigen Volksschule in Laserbach ernannt. — Der k. k. Bezirksschulrat in Loitsch hat die gewesene Supftlentin in Ko>,turje ernannt und die definitive Lehrerin Maria M o h o r»"-i <' mit der Leitung der vorgenannten Schule betraut. — (Von den großen Übungen der Traindivisioncn.) Die großen Traintruppenübungen wickeln sich, wie uns aus Krainburg gemeldet wird, trotz der überaus ungünstigen Witterung der letzten Tage in programmäßiger Weise ab. An den in streng feldmäßigec Weise sich vollziehenden Übungen nehmen Offiziere und Mannschaften, nicht nur der Trains, sondern auch verschiedener Trup-penkategorien, wie der Pioniere, Infanterie, Vergartil-lerie u. a., teil. Am 18. d. M. gingen, nachdem ein Vortrab von Infanterie und Pionieren bereits vor einigen Tagen die nötigen Vorarbeiten, so insbesondere Weg-anlagen im Gebirge, bewerkstelligt hatte, die Traindivisionen in die Wochcin ab, von wo sie über die (rna ftrst, bei Podbrdo das Ba^atal streifend, in das Selzacher Tal ziehen, um durch dieses wieder in die Vischoflacker Ebene zurückzugelangen. Die Truppenübungen finden am 25. d. M. ihren Abschluß. — (Todesfall.» Oberstleutnant Karl Lutsch des Landwehrinfanterieregiments Jungbunzlau Nr. 10 ist Dienstag den 10. d. M. plötzlich auf dem Manöverfelde im 54. Lebensjahre gestorben. Der Verblichene hatte vor mehreren Jahren als Hauptmann im Landwehrinfan-tericregiment Laibach Nr. 27 gedient. Die Beerdigung findet heute um 3 Uhr nachmittags auf dem evangelischen Friedhofe in Wien, XI. Bezirk, statt. — (Plötzlich gestorben.) Gestern um halb 7 Uhr früh starb in einem hiesigen Kaffeehause eines plötzlichen Todes der im Jahre 1881 in Deutsch-Veneschau geborene und nach Ehristdorf, Bezirk Sternberg, zuständige Monteur Ignaz Frank. Er dürfte einem Herzschlagc erlegen sein. Die Leiche wurde in die Totenkammer bei St. Christoph überführt. lc«—. — (Besihwechscl.) Die ehemalige Geflügelzucht-anstalt in l>Nka hat diesertage neue Besitzer erhalten: Das vorn an der Straße gelegene, vormals dem Herrn Karl Hudabiunigg, bezw. Herrn Anton Krafts gehörige Haus samt einer Gartenparzclle wurde vom Gastwirt Herrn Franz (^ on 2 ck um 25.000 /< erworben. Der gewesene Kasino-Restaurateur Herr August Eder kaufte das im Hintergrund gelegene Haus samt einem Gartenteile^ während das ganze große restliche, bereits parzellierte Grundstück der „Kmetska ftosojilnica za ljubljansko okolico" verblieb. kl?—. ^- (Ein neuer Komet.) Wenige Tage, nachdem der Komet 1913 k von Metcalf auf der nordamMkanischen Winchester-Sternwarte entdeckt worden, ist bereits wieder ein neuer Haarstern 1913 s' auf der Simeis-Sternwarte von Neujmin aufgefunden worden. Nach den neuesten Beobachtungen zeigt der Komet 1913c- bereits außer einem sternartigen Kern deutlich eine Schweifentwicklung; er steht dicht am Himmelsäquator nicht weit vom Stern--bilde der Fische. Vorläufig ist der Komet 1913 <: als Ne-benfleck von der zehnten Größenklasse nur im Fernrohr sichtbar. Auch der Komet 1913 >>, der nicht, wie anfangs vermutet wurde, mit dein periodischen Kometen Westphal identisch ist, leuchtet als Nebelfleck von der zehnten Größenklasse, in mittleren Fernrohren leicht erkennbar. — (Eine saubere Tasche«tunftlerin.) Das Dienstmädchen M. S. kaufte am verflossenen Samstag auf dem Markte bei einer Elerverkäuferin Eier ein und legte die gewählte Ware nach und nach in ihr Körbchen. Inzwi-fchen ließ sie von Zeit zu Zeit, als sie sich unbeobachtet wähnte, ein Ei nach dem anderen in ihrer Rocktasche verschwinden. Die Manipulation wurde mit großer Fertigkeit und Geschicklichkeit ausgeführt. Allein ein in der Nähe stehendes Marktorgan schien dafür kein richtiges Verständnis gehabt zu haben. Die Künstlerin wurde auf frischer Tat ertappt und zur Legitimation aufgefordert. Da sie sich weigerte, ihren Namen anzugeben, wurde sie zum Amte gestellt. Ks?—. — (Marlrnachrichtcn.) Am verflossenen Samstag wurden von zwei Wippachern 1l2 Schachteln Obst und Weintrauben auf den Markt gebracht und alsbald abgesetzt. In 61 Hühnersteigen war allerlei Geflügel vorhanden. Ein Paar Brathühner kosteten 2 /< 60 k; eine Henne 2 X 80 k; eine Ente 2 /< 20 /l. Zahlreich waren Kaninchen vertreten; ein ausgewachsenes Kaninchen kostete 1 /< 20 /l, während man ein Paar junge Ka- ninchen um 1 /< erhielt. Auf dem Markte waren vierzig Körbe mit Eiern, ein Stück kostete 9 bis 10 /,. Groß war der Vorrat an heimischem Obste, denn man zählte nicht weniger als 161 Obstkörbe; besonders stark waren die Apfel, Birnen und Zwetschken vertreten, trotzdem scheinen die bisherigen Preise in die Höhe steigen zu wollen. Auf dem Markte waren ferner 23 Wagen mit Erdäpfeln (100 Kilogramm kosteten 5 /<), sowie acht Wagen mit Krautköpfen (100 Kiautküftfe kosteten 8 /<). Ein Besitzer aus der Umgebung von Bischoflack hatte auf dem Markte zehn Säcke mit Gurken, das Stück kostete 4 /l. — In der Zeit vom 15. bis 20. d. M. wurden von der Marktbehörde mittelst elektrischen Lichtes 7780 Eier untersucht und davon 26 Stück als verdorben befunden, k^—. — (Die ersten Kastanien.) Pünktlich zum kalendarischen Hcrbstbeginn stellen sich die ersten Kastanienröster ein. Auf dem Marienftlatze bietet der erste „Ma. ronimann" seine duftende Ware an. Es sind dies heimi sche und görzische Kastanien, die heuer gut geraten sind und zu annehmbaren Preisen verkauft werden. — (Überfalle.) Acht Ortsburschm in Matcna, deren Namen bekannt sind, fanden in letzterer Zeit daran ein Vergnügen, ruhige Passanten des Nachts zu überfallen und zu mißhandeln. So überfielen und mißhandelten sie am 14. d. M. einen Besitzerssohn, in der folgenden Nacht einen heimkehrenden Schusterlehrling und am 16. d. M. nachts einen Taglöhner, Alle drei Merfallenen erlitten mehrfache leichte Verletzungen. — (Während der Fahrt beftohlen.) Der verehelichten Arbeitersgattin Ursula Suhar aus St. Jakob im Rosentale wurde während der Eisenbahnsahrt Trifail-Laibach eine Geldtasche mit 43 /< 10 /, durch einen unbekannten Täter gestohlen. — (Ein Einschleicher.) Vor einigen Tagen schlich sich ein unbekannter Täter unbemerkt ins Schlafzimmer der Gasthausftächterin Theresia Klnn^ar in Matcna ein, brach einen Kleiderkasten auf und entwendete daraus 30 X Bargeld sowie eine Schachtel Zigaretten. — (Verhaftuna zweier Wilderer.) In Alpen, Ge-richtsbezlrk Kronau, wurden diesertage ein 50jährigcr Hölzer und ein >7 Jahre alter Nesitzerssohn durch die Gendarmerie verhaftet, weil sie in letzlerer Zeit im Jagdreviere der Krainischen Industriegesellschaft mehrere Wilddiebstähle begangen hatten. Beide wurden dem Bezirksgerichte in Kronau eingeliefert. — (Fahrraddiebftahl.) Vorgestern wurde einem Obermonteur aus dem MaMratsgebände ein „Puch"-Fahrrad von einem unbekannten Diebe gestohlen. Ko—. — (Verstorbene in Laibach.) Josef Starman, Pfründner, 75.Jahre; Josef Tscherne, Taglohner, 74 Jahre; Josefine Suetlw, Private, 72 Jahre; August IM, Tischlcirssohn, 1 Monat; Marianna ?aaar„ Pftündnerin, 61 Jahre; Marianna Podlipnik, Köchin, 83 Jahre; Maria C'ebular, Nesitzersaattin, 41 Jahre; Ignaz Frank, Monteur, 32 Jahre; Matthias Jakoftin, Holzhacker, 76 Jahre; Franz Stemberger, Hausbesorger, 65 Jahre. — (Auftro.Americana, Trieft.) Nächste Abfahrten ab Trieft: Dampfer „Columbia" am 25. September nach Patras, Almeria, Las Palmas, Rio de Janeiro, Santos Montevideo und NuenosMires. Dampfer „Argentina" am 27. September nach Newyork. Dampfer „Martha Washington" am 4. Oktober nach Newyorl. Dampfer „Laura" am 9. Oktober nach Neapel, Barcelona, Almerla. Las Palmas, Rio de Janeiro, Santos, Montevideo und Buenos-Aires. Dampfer „Eugenia" am 15. Oktober nach Quebec und Montreal. — (Im Caf.' „Central") findet jeden Abend ein Konzert des renommierten Elile-Damenorchesters statt Anfang halb 10 Uhr, Eintritt frei. Theater. Kunst und Ateratur. — (Gemiildeanlanf für die städtische Bildergalerie.) Die kürzlich vom Gemeinderate gewählte Kommission zum Anlaufe von Kunstwerken für die projektierte städtische Bildergalerie hat anläßlich der jüngsten Kunstausstellung im Iakopwschen Pavillon den Anlauf nachstehender Gemälde für die städtische Bildergalerie beantragt: Richard Iakofti<': „Za rdeki portret" und Franz Klemen-"i5: „Motiv iz Kosez" (je 200 /<). Das Magistrats-gremium hat in seiner jüngsten Sitzung den Anlauf genehmigt. — (Grrichtunss eineö kunfthiftorischen Museums in Trieft.) Der Gemeindcrat von Trieft hat beschlossen, den Tiözesankonvikt für 520.000 /< zwecks Errichtung eines lunsthistorischcn Museums anzukaufen. — (LeoncavalloS nenefte Oper) „Bist du da?" („Are you there") wird im Laufe dieses Monates in London in englischer Sprache aufgeführt werden, über den zukünftigen Aufführungsort Rom oder London einer weiteren drcialtigen Oper. die der Komponist in seiner tos-kanischen Villegiatur soeben ausarbeitet, ist noch keine Entscheidung getroffen. — („Porzia", Oper in drei Auszügen nach Shakespeares „Kaufmann von Venedig",) von Richard Wilde, von Otto Taubmann, wurde, zur Uraufführung für das Opernhaus in Frankfurt a. M. erworben. Die Annahme erfolgte auf Grund der bisher fertiggestellten ersten beiden Akte der Komposition; Taubmann arbeitet zurzeit an dem dritten Aufzug, dessen Vollendung zu Ostern 1914 zu erwarten ist. Laibacher Zeitung Nr. 217. 1991 22. September 1913. Telegramme des l. k. Telegraphen-Korrespondenz.Bureaus. Vom Vattan. Crtinje, 20. September. Der deutsche Major von Laffcrl, Mitglied der internationalen Grenzlommisston für Nordalbanien, hat auf der Durchreise durch Cetinje ev> klärt, die Kommission werde ihre Arbeiten Mittwoch lie-gmnen. Vcrlin, 2l, September. Die „Norddeutsche Allgemeine Zeitung" schreibt in ihrer Wochcnrundschau: Die Friedeiiosichcruna, ans dem Balkan hat in der abgelaufenen Woche einen neuen wesentlichen Fortschritt gemacht. Der endgültige Friedensuertrag zwischen der Türkei und Vnlgaricn ist zwar zur Stunde noch nicht unterschrieben. Die Ncendigung des Kricgszustandes ist aber durch das am 18. September unterzeichnete Protokoll über die Ergebnisse der Konstantinoplcr Verhandlungen schon besiegelt. Darin ist die neue Grenze der Türkei — bis auf die der topographischen Aufnahme vorbchaltcnen Einzelheiten — politisch festgestellt. Auch für andcre in Konstan tinopel behandelte Streitpunkte, besonders für die Regelung der Nalionalitätenfragc, ist nur eine grundsätzliche Lösung aufgestellt. Die hier wiederholt ausgedrückte Hoffnung auf Beilegung des türlisch bulgarischen Zwistes durch unmittelbare Verhandlungen beider Staaten hat sich erfüllt. Vcim Abschluß des Friedens scheint man in Sofia wie in Konstantinopel den Wunfch zu hegen, daß die türkisch-bulgarischen Beziehungen fernerhin auf eine sichere Grundlage gestellt werden. Konftantinopcl, 20. September. Die technischen Beiräte der türtischen und bulgarischen Delegierten arbeiteten dcn ganzen Tag an der Prüfung sekundärer Fragen und an der endgültigen Redaktion des Tcrtes des Vertrages, der 13 oder 14 Artikel umfassen wird. Über neun Artikel wurde bereits ein vollständiges Einvernehmen er zielt. Die Unterzeichnung dürfte am 23. oder 25i. d. M. erfolgen. itonftnntinopel, 20. September. Der türkisch-bulgarische Fricdensvcrtrag beginnt mit den Worten: „Beide Souveräne, in dem Wunsche, die Beziehungen auf dauerhafter lind fester Grundlage wieder herzustellen, . . . ." In der Einleitung wird nicht wie im londoner Vertrage von „ewiger" Freundschaft gesprochen. Artikel ! setzt die bereits bekannte Grenze fest, Artikel 2 regelt die Natio-nalitätcnfragc. Dcn Bewohnern der Bulgarien verbleibenden Gebiete wird eine Frist von vier Jahren gewährt, nach deren Ablauf sie entweder auswandern oder die bulgarische Nationalität annehmen können. Während die-ser vier Jahre wirb die Bevölkerung nicht zu Militär dienstcn hcrannezoncil werden. Arlilrl .'i behandelt die Ncchtc dcr Muselmanen und ihrcr Ol'mcmdcil. Die Muselmanen sollcn dieselben politischen Ncchtc genießen wie die christlichen Bulgaren. Nach Artikel 4 werden die Va-kufs von den muselmanischcn Gemeinden verwaltet werden. Im Artikel 5 wird der allgemeine Waffenstillstand festgestellt. Nach Artikel 0 wird die Räumung der den Bulgaren verbleibenden Gebiete in zwei Monaten stattfinden. Artikel 7 enthält Bestimmungen über den Austausch der Gefangenen. Gin weiterer Artikel spricht aus, daß der Friede von London so weit in Kraft bleibt, als er nicht durch dcn gegenwärtigen Vertrag abgeändert erscheint. Ein anderer Artikel bestimmt, das; dcr gegenwärtige Vertrag vom Datum kr Unterzeichnung cui in Kraft tritt. Die Forderung der Bulgaren, einen besonderen Artikel über die Errichtung und Instandhaltung von Denkmälern auf den Schlachtfeldern in den Vertrag aufzunehmen, wurde fallen gelassen. Dem Vertrage sind mehrere Zusatzprotolollc angefügt, worin die einzelnen Artikel "erläutert oder sekundäre Angelegenheiten geregelt werden. — Ein Protokoll betrifft die Zahlung für Requisitionen während dcr Okkupation seitens Bulgariens. ttonftantinopcl, 21. September. Die technischen Beiräte dcr türkischen und der bulgarischen Fricdcnsunter-händlcr sehen die Prüfung dcr sekundären Fragen fort, um die betreffenden Artikel redigieren zu können. Dieselben betreffen die Anerkennung dcr erworbenen Rechte von Privatpersonen, wicl z. N. die bestehenden Berg-werkskonzessionen. Bezüglich dcr Kriegsgefangenen wurde endgültig vereinbart, daß die Pforte Bulgarien bloß dcn gezahlten Sold zurückerstatte. Die Bezahlung dcr Ver-Pflegslostcn wird dein Haager Schiedsgerichte untcr-j breitet werden. Die bnlgarischcn Delegierten sind geneigt, die Theorie der Türkei anzuerkennen, daß nach der letzten Hanger .Konvention din Kriegführenden verpflichtet sind, die Kriegsgefangenen zu verpflegen. In eincm Zu^ satzartikel des Vertrages wird bestimmt werden, daß Bulgarien die Vertragsbestimmungen, betreffend die muselmanischen Gemeinden und Schulen, nicht durch ein späteres Gesetz wird abändern dürfen. Bezüglich der Muftis wird die Vereinbarung vom Jahre 1909 mit gewissen Abänderungen wieder in .Kraft gesetzt. Konftantinopel, 21. September. Der Delegierte der Pforte für die türkisch-griechischen Verhandlungen, Re-schid Bey, hatte gestern eine längere Unterredung mit dem Vertreter dcr griechischen Regierung, Lcvidis. Er teilte halbamtlich die Abänderungen mit, welche die Pforte zu den Artikeln des Friedcnsvcrtragsentwurfes vorschlägt. Bezüglich der Fragen der Staatsangehörigkeit, der Vakuf-güter und der muselmanischen Gemeinden seien die Modifikationen vom Ministerial noch nicht vollständig festgesetzt. Reschid Bey fügte hinzu, er reise am 23. d. M. nach Athen. Sofia, 21 September. (Meldung dn „Agence wl<-graphique bulgare".) Gegenüber der Meldung auswärtiger Blätter daß die Stadt Mclnik zerstört worden sei, ist nunmehr amtlich festgestellt worden, daß ,n Mclmk bloß drei Häuser, welche Bulgaren gehörten, sonne das Postgcbäude und die Kaserne eingeäschert worden stnd. Hingegen haben die Griechen die Stadt Strumica vollständig und die Stadt Petri5 zur Hälfte zerstört. Sofia, 21. September. Gegenüber der Darstellung, wonach der bulgarische Kaufmann Spiro Surud5jev im Spital von Salonichi an Cholera gestorben sei, hält die Agcnce tMgraphiauc bulgarc" ihre Behauptung aufrecht daß Surudxjcv auf der kleinen Halbinsel bei Volo durch Steinwürfc verletzt und in bewußtlosem Zustande nach Salonichi gebracht wurde, wo man ihn unter due Choleralranken gab, um die Spuren des an chm begangenen Verbrechens zu verwischen. Dieser Fall kennzeichne das Vorgehen der griechischen Behörden, welches auf d,e systematische Ausrottung des bulgarischen Elements abziele und wovon auch dcr Umstand Zcngms g'bt, daß 25,00 Bulgaren aus dem Bezirke Florina auf pdcn In-se.ln des Ägäischcn Meeres einem sicheren Hungertode entgegensehen. __________________ Verantwortlicher Redakteur: Anton Funtek. Angekommene Fremde. H^el „Elef«l<". Nm 20. September. Dr. Vertsche, Gutsbesitzer, s. Ge. mahlin und Sohn, Poganitz. — Schlosssr, Hotelbesitzer, Abbazia. — Ender, Hotelbesitzer, Banjalula. — Frank, Kfm., Paris. — Kratt, Kfm., Pforzheim. — Moll, Kfm., Solingen. — Pav-licel. ssfm., Mitrovica. — Tramer, ttfm., Cilli. — Burlart Fabrilant, s. Familie; von Ferrari. Bahntommissar. s. Ge^ mahlin; Vrock, Direltor; Dill, Thcatcrtheologe, s. Gemahlin; Klein, hecne. s. Gemahlin. Kflte.; llichtblau, Nurlhardt. Knorr Rotter. Fischl. Waldstein. Rsde,, Wien. — Ieszensly, Privatier s. Gemahlin. Budapest. — Falls. Private, s. Tochter, New Yorl, — Tuck. Private; Edwards. Chauffeur, London. — Samaja, Direktor, Villach, - Scrantoni, Holzhänbler, samt Neffe und Chauffeur. Gmünd (Kärnten). — Lückl. Schiffprofoß, Pola. — Poljevic. Lehrerin, Gurlfcld. — Bloos. Rso., Graz. - Upt, Rsd.. München. — Gustin, Rjd.; Vogel, Eleltriler, Laib,ch. Am 21. September, von Felszcgny, Beamter, s. Fa-milie; Mihevc. iNsd., Trieft. - Riva Rso.. Villach. - Grün-bäum, Nsd.. Karlstadt. - Witt'ch. Rso,. Pirkenhammer. — Eibuschitz. Löb. Eisner. Reischl. Grauemann, Rsbe.; Dr.Thurner. Vahnlommiffär; Reckenschuß. Kfm.. Wien, - Tllgenlamp, Rso.. Zürich. - Fr. Peßler, Fr. Schaumer. R,oe.; Sanseng. Kanzlei. vorstand, Graz. — Mulley, Privat, Oberlaibach. — Fr. Edel. Private, Kreutberg. — Murri. Giundbesiher, Seeland (Kärnten). — Pauler, Förster, Gorjanc. — Sinlovec, Oberlehrer, Stadt Steyr. — Dr. Schrecker, Bahnbeamter, Plag. Grand H«tel Uni»«. Nm21. September. Lloyd, Ingenieur; Tatter, Lloyd. Private; Ermenly. Kfm.; Schwarz. Rsb., Trieft. — herzan, Ingenieur; Navahy, Architekt; Weremer, Priv., Prag. — Bachmann, Ingenieur, Nßling. — Binder, Ingenieur. Semlin. — Haruselvicz, Apotheker, Kralau. — Lollar, Priv.. Bozen. — Frankl, Kfm.; Lulas. Rso.. Brunn. — »rünwald, Rosen, thai, Kflte.; Hrabosly, Rsb.. Graz. — Conte Zenane. l. u. t. Oberleutnant; llluzadnil. Konfektionär, Görz. — Dr. v. De> lapii, Lissa, — Marmon. Oberingemeur. Köln. — Hammer. Oberingenieur, Braunbach. — Delepis, Großgrundbesitzer, Dal. matien. — Devcic. Apotheker. Susal. — habjan. Kfm.. Dom» schale. — Etho, Rso.. Hamburg. — Seefelder. Rsd.. Teschen. — Lederer, Rsd., Agram. — Kraschna. l. l. Staatibahn »In» speltor; Dr. Fried!; Dr. Senradt; Dr. Banaiii, Pfarrer; tie» febvre, Ingenieur; Biemann, Lehrer; Tosse. Pfarrer; Licht» Witz. Deutsch, Freund, Kflte.; Fleischner. Wahlmuth. Rabbins, Deixner, Reich. Schaltern. Maravich, Pollal, Schlosser, Kofler, Kiraly, Rebitsch, galoler, Schwarz, Haas, Brach, Fräschl, Rsde.. Wien. Lottoziehung am 20. September 1913. Linz: 20 47 70 84 15 Meteorologische Beobachtungen in Laibach. Seehöhe 306 2 m. Mittl. Luftdruck 736-0 mm. ^ 2 u. N. 733 iz 19 6 SSQ. mähig teilw. bew. "" 9U. Ab. 3b 4! 14 8 S. schwach bewoltt 7U. F. 3b 6! 11 5 NNO. schwach Regm 19 3 21, 2 U, N. 36 1 14 - 4 SSO. schwach! teilw. heiter 9U. Ab. 36 8 116 SW. schwach bewbllt '22 l 7 U. F. ' 37 6 9 1 W. schwach Nebel > 8 ii Das Tagesmittel der Temvcratur vom Samstag beträgt 1b 6°. Normale 14 2°, vom Sonntag 12 b«, Normale 14 1'. Hinweis. Unserer heutigen Nummer , wr»>> bcr 2llllgli»ss «u» Uiibrniü» mit »»>. v. V»»«» l«lv«^« INnl»l,ee, bcr mil cl» w>'»>n Milch »»d Zucker zu li>riehsn ist, llusgezossc» »»b auch späirr drn Nindfr» stall Knffec «I« Fiühstiill ^Nsbk» wirb. Diele Nelvsüllailiinliriiiig lustrt >»,r halb !ovirl wir Ilchr nüdere. ü!I>eler 1','olls«!«.»' i» I^»«»»»<^»>, «»>«»„, der mil Malers ,',,,!? « ssesuube» Niuder a>,!zi^»!„ lich. Per Post da» »i-iiigstr 5> Pnlet il '/< »<« franko »ür ^ X, s. I^.Puslpnsi-» !l lü Pale! 10 X 'laulli, '/< ><»!-Palc! «> k libriaU, »xch I,si «aus-leuleu unter Marle <><>,»«lln. Haupldepols iu Wie» in de>, Äpl>!I,elen Trul<«adl'ttluft!ah ^> Iosesslüdler Nc VIII 207/13/2. 3775 3_! Prostovoljna sodna dražba nepremicnin. Pri c. kr. okrajnem sodišèu v Ljubljani sta po prošnji lastnika gosp. Josipa Tribuèa, posestnika na Glincah ät. 37, na prodaj po javni dražbi hi&i st- 20 in 116 na Glincah, „Pri Bobenèku", tvoreèi vl. št. 489 d. o. Viè, za kateri se je ustanovila izklicna cena v zneskih 20.000 K za liišo št. 20 in 10.000 K za hišo št. 116 na Glincah. — Dražba izvršila se bo v soboto, dne 27- septembra 1913, ob 9. uri do-poldne, na licu.mesta na Glincah. — Dražbeno izkupilo je plaèati v roki prodajalca. — Dražbene po-goje je mogoèe vpogledati pri c. kr. notarju Ivanu Plantanu v Ljubljani, kot sodnem komisarju. Ljubljana, dne 13. septembra 1913. Ivan Platltail, c. kr. notar kot sodni komisar. Laibacher Zeitung Nr. 217. 1992 22. September 1913. Aktlenkapital: 150,000.000 Kronen. ttHjlilifta |i|M EliliitkQeber iri \u Ktiti - Iirnirt; liwlhrang vii Irailtti, Eikimats rin Weekiiln itc. Filiale ler K. K. priv. Oesterreiclttn in Laibach Crel-ktalt für Handel und Gewerbe Prešerengasse Nr. 50. ^ Reserven: 95,000.000 Kronen. Kauf, Varkail i. Beldnnng von Wertpapieren; Blnenorirei i Verwaltn»! von Depots; Safe-Depoiltt; Mllltlr-Heiratskautionen etc. Kurse an der Wiener Börse vom 8O. September 1O18» Schlufikura Geld | Ware Allg. Staatsehuld.-------------- Proz. « i(Mai-Nov.)p.K.* Si-86 8186 « *°/o ) » „ P- U.4 81-66 81-86 ,2 k. »t. K.|(J&n.-Juli)p.K.4 8160 8180 I ,, „ p. A.4 «/60 SfflO 5 4-8*/o».W.Not.F«b.Ang.p.K.4-2 *«•— 86 20 L 4"8«/0 „ „ „ ,, p.A.4-2 86-— 86-20 ,S 4-««/0 „ Bilb.Apr.-Okt.p.K.4-2 86'— 86-10 W 4-8«/o ,, ,, ,, ,, p.A.42 ««•— 86-20 LoMT.J.1860*n500fl.ö.W.4 I6»O 1670 Lo«ev.J.1860zul00sl.ö.W.4 446— 466'— Losev.J.1864zul00sl.Ö.W____684-— 696 — Lo««T.J.1864ra Mn.ö.W____»46 — 36T— 8t.-Doman.-Ps.l20si.300F.5 — — —— Qesterr. Staatsschuld. Oe8t.Staat«Bchatz«ch.8tfr.K.4 96-66 96-76 OeBt.Goldr.rtfr.Gold.Kasae. .4 106-90 10610 „ ,, ,, ., p. Arrgt. 4 106-90 10610 Oest. Rente i.K.-W.atsr.p. K.4 «¦— 82-20 „ „ ,, „ ,,U. .4 82-06 82-26 Oeat. Rent« i. K.-W. stenerfr. (1912) p. K............ 81-70 81-90 Üeet. Rente i. K.-W. »teuerfr. (1912) p. U............ 81-70 81-90 Ocat.InTest.-Rent.Btfr.p.K.3Va 7270 72-9q Franz JoBefsb.i.Silb.(d.S.)6V4 10610 107-10 Galiz. KarlLudwigsb.(d.St.)4 8240 8140 Nordwb.,ö.u.südnd.Vb.(d.S.)4 8220 88-20 Rudolf sb.i. K.-W. stfr. (d.S.) 4 8V76 8276 Y»b SUat« z. Zahlung flkern. BUenbahn-PriorltaU-Obliir. Böhm.Nordbahn Em. 1882 4 —•— —•— Böhm. Westbahn Em. 1885. .4 84-20 86-20 Böhm. Wcstb. Em.l886i. K. 4 8420 86-20 Ferd.-Nordb.E.188«(d.S.)..4 9490 96-90 dto. E. 1904 (d. St. K___4 8660 87-60 Franx.ToBesBb.E.1884(d.S.)S4 8176 84 76 Galii.KarlLudwigb.(d.St.)S4 8260 8360 Laib-Stein Lkb. 200 n.lOOOfl. 4 9276 9176 Schlußkura Geld |Ware Pro«. Lem.-Czer.-J.E.1894(d.S.)K4 88-25 84-26 Nordwb., Oeat. 200 sl. Silber 6 100 — — ¦— dto.L.A. E. l!K)S(d.S.)K8V, 76-tO 76-80 Nordwb., Oest. L.B. 200 D.S. 5 99-86 100 86 dto. L.B.E. 1903 (d.S.) K3V» 76-76 167t dtO.E. 1885200 u. 1000 fl.S. 4 «8-— 86-- RudolfabahnE.1884(d.S.)S.4 83-60 8460 Staatseisenb.-G.500 F. p. St. 3 866— 370 — dto.Ergr.Netz500F.p. St.3 846 — 360 — SüdnorddoutscheVbdgb.fl.S. 4 82-60 8360 üng.-gal.E.E. 1887200Silber4 82 *« 83-26 Ung. Staatsschuld. Ung.Staatskassenach.p.K. 41/» 99-36 99-60 Ung. Rente in Gold . .. p. K. 4 101 36 101S6 Ung. Rentei.K.atfr.v.J. 1910 4 81-20 8140 Ung. Rente i. K. stfr. p. K. 4 8120 81-40 Ung Prämien-AnlehenälOOfl. 462— 462 — U.TheisB-R.u.Szeg.Pnn.-O. 4 29*75 808-76 U.Grundentlastg.-Obg.ö.W.4 81-20 82-20 Ändere öffentl. Anlehen. B8.-berr.Eis.-L.-A.K. 1902 47a S9-90 90 90 Wr. Verkehrsanl.-A. verl. K4 82-20 8320 dto. Em. 1900 verl. K . . . .4 8f8O 82 SO Galiziechesv. J. 1893 verl. K.4 «r-78 83 7« Krain.L.-A.v.J. 1888Ö.W..4 —— 94«? Mähri8che8 v.J. 1890V.Ö.W.4 86' 60 87-60 A.d.St. Budap.v.J. 1903 v. K.4 79«« «0-.?8 Wien (Elek.) v.J. 1800 v. K.4 8r76 82 7 t. Wien (Inveat.) v.J. 1902 v. K.4 86 26 8726 Wien v. J. 1908 v. K.......4 82-20 8820 RuBB.St.A.19O6s. lOOKp.U.6 10305 10866 Bnl.St.-Goldanl.1907 100K4Vj 8826 89-26 Pfandbriefe und Kommanalobligationen. Bodenkr.-A. öst., 50 J. ö.W. 4 8t-— 88 -- Bodenkr.-A. f. Dalmat. v. K.4 —— —— Böhm. Hypothekenbank K. . 5 /00/8 10116 dto. Hypothbk.,i.57J.v.K.4 88-76 8976 Schlußkurs Geld | Waro ernt. Böhro.Ld.K.-Schuldsch.50J.4 84-60 86-60 dto. dto. 78J. K.4 «4-2« sa-26 dto. E.-Schuldsuh.78j.4 84-26 85-26 Galiz. Akt.-Hyp.-Bk.......5 91 — 92 — dto. inh.50J.verl.K.4Vi «280 88 60 Galiz.Landesb. 51 VjJ.v.K.+Vi S2-— 93- — dto.K.-Obl.III.Em.42J.4V» so-— Bf— Istr. Bodenkr.-A. 36 J.ö. W. 5 9788 98 66 l8tr.K.-Kr.-A.i.62V,J.v K.*V> «*"— 89-— Mähr. Hypoth.-B.ö.W.u.K.4 82-96 8396 Nied.-öst.Land.-Hyp.-A.55j.4 88-76 84-76 Oest. Ilyp. Bank i. 50 J. verl. 4 82-— 83-— Oeat.-nng.BankMJ.v. ö.W.4 8680 87-30 dto. 50 J. V. K.........I 8T20 88-20 Centr. Hyp. -B.nng. Spark. 4»/» B050 9f60 Comrzbk., Peat. Ung. 41 J. 4V» 92— 93 — dto. Com. O.i. 50VjJ. K4V, 91— 92 — Herrn. B.-K.-A.i. 60 J.v.K4Vj 90- 91 — Spark.Innerst.Bud.i.50J.K4Va 90'«0 9/-60 dto. inh. 50 J. v. K. . . . 4»/4 8f25 82-26 Spark.V. P.Vat.C.O.K .. 4Vt 9060 91-60 Ung. Hyp.-B. in PestK . . 4>/i 9/fiO 92-50 dto.Kom.-Sch.i.öO J.v.K4«/i 9326 »426 Eisenbahn-Prior.-Oblig. Kasch.-Oderb.E.1889(d.S.)S.4 8140 82-40 dto. Em. 1908 K(d. S.). . . 4 80-76 8176 Lemb.-Czer.-J.E.1884 800S.8-8 7«-2fl 77-28 dto. 300 S...........4 8190 82-90 Staatseisenb.-Geaell.E. 1895 '> ii8-27*> Italienische Banknoten..... 94-20 94-40 Rubel-Noten............ 284-78 286 7« Lokal papiere nach rrlvitnoller. d. Filialed. K.K.priy.OoBt. Credit-AD»t»lt. Brauerei Union Akt. 200 K 285— 246 — Hotel Union „ 500,, 0 —•— —— Krain. Bauges. „ 2O0„12K 200- 210-— ,, Industrie,, 200,, 20 K 420— 430 — Unterkrain.St.-Akt. lOOfl. 0 ----- W— Bankrinsfuß 6% Die Notierung sämtlicher Aktien and der „Diversen Lose" vereteht sich per Stück.