(Poitnint pUlan* » goto*ini.l Deutsche Zettung — Organ für die deutsche Minderheit im Dravabanat — — kchriftleitung und SUnoaltung: PreLernova ulica 5, Telephon Nr. 21 (interarban) 1 Bezugspreise für da» Inland: vierteljährig iv Din, halbjährig 80 Din, ganz-Ankündigungen werden in der Verwaltung zu billigsten SebLhren entgegengenommen f jährig 160 Din. Für da» Ausland entsprechende Erhöhung. Einzelnummer Din 1*50 Erscheint wöchentlich zweimal: Donnerstag früh und Samstag früh mit dem Datum vom Sonntag Nummer 57 Celje, Donnerstag, den 21. Juli 1932 I 57. Jahrgang Hat sich Oesterreich in Lausanne verkauft! Der diplomatische Vertreter eines neutralen Staates, der an der Kreditaktion für Oesterreich teilnimmt, sagte dieser Tage in einem Gespräch: Man könnte meinen, daß es völlig unmöglich ist, Oesterreich recht zu tun! Noch vor wenigen Wochen wurde die Welt andauernd bestürmt, Oesterreich neue Kredithilfe zu gewähren und im Inlande konnte man nichts weniger als schmeichelhafte Worte über eine Regierung hören, die nicht imstande wäre, den notwendigen Auslandskredit zu verschaffen. Kaum ist es aber dem Bundeskanzler Dr. Dollfuß und seinen Mitarbeitern gelungen, jene Staaten, die sich an der Völkerbundanleihe beteiligt hatten, zu einer Art Fortsetzung ihrer Kredichilse zu bewegen, da regnen nur so die Anwürfe, weil man diese Anleihe aufnehme. Wüßte man nicht, daß Partei-agitation oder mißverstandener Nationalismus hier arbeitet, das Ausland, das Oesterreich neuerdings helfen soll, mühte sich fragen, wozu die ganze Aktion eigentlich unternommen wurde. Glauben denn wirk-lich Kreise in Oesterreich, daß irgend ein Staat sein Geld Oesterreich sozusagen aufdrängen will? Diese und andere Bemerkungen, die man in der letzten Zeit m ausländischen diplomatischen Kreisen über Oesterreich hören kann — und sie lauten mitunter schärfer — sollten zu denken geben. Man sollte jetzt, da sich eine laute Agitation gegen die Auslandsanleihe meldet, doch erwägen, wie sich die wirtschaftliche Lage Oesterreichs, wie sich vor allem die Währungslage des Landes entwickeln würde, wenn etwa durch eine böse Wendung die Durch» sührung der Anleihe in letzter Stunde unterbliebe. Bundeskanzler Dr. Dollfuß hat wiederholt erklärt, worum es bei den Bemühungen um die Anleihe ging: vor allem darum, daß das Vertrauen des Auslandes zu Oesterreich wiederhergestellt werde und das Inland, ermutigt durch eine solche Vertrauens-kundgebung, den Glauben an sich selbst neuerlich fasse, eine hauptsächliche Vorbedingung für den 2000 singen von deutscher Not Zum 1 I.Deutschen Säng»rbund«»seft in Frankfurt am Main (21. bis 24. Juli) Als vor einigen Tagen der stellvertretend« Vor-fitzende des Deutschen Sängerbundes, Rektor Georg Brauner, die Ziele der deutschen Sängerbewegung erörterte, sagte er ungefähr folgendes: In der Pflege vaterländischer Gesinnung mit den Zielen des Vereins für das Deutschtum im Ausland und aller mit ihm in gleichen Idealen verbundenen Or-ganisationen zusammenstehend, sieht es der Deutsche Sängerbund als seine Pflicht an, auf dem Fest die Gemeinsamkeit zum lebendigen Aus-druck zu bringen. Gleiches forderte auch der Presse-leitn des Vereins für das Deutschtum im Ausland, Fritz Kar! Badendieck, wenn er im Volksdeutschen Klub darauf hinwies, daß die enge Verknüpfung des Volksdeutschen und groszdeutschen Gedankens mit dem Sängerbundeswesen auch aus dem Frank-furter Fest zum Ausdruck kommen müsse. So werden sich auch Heuer wieder — wie vor vier Jahren bi Wien, der Lebensstätte des Prinzen von Genieland Franz Schubert — mit den Abordnungen deutscher Sänger aus Nordschleswig, aus Eupen-Malmedo, mit den Sudetendeutschen, den Deutschen aus Memelland, Lettland, Estland, Un- wirtschaftlichen Wiederaufstieg des Landes. Was die Umwandlung der kurzfristigen Kredite in lang-triftige für Oesterreich bedeutet, ist klar; wichtiger find die Wirkungen der Auslandsanleihe mit Bezug auf die Wirtschaft und Währung Oesterreichs. Der 300 Millionen-Kredit ist geradezu als Währungs-kredit anzusehen und wie nötig dieser ist, zeigt der Status der Nationalbank. Der Betrag von 300 Millionen ist der höchste, der unter den gegenwärti-gen Umständen erreicht werden konnte. Daß die Vertreter Oesterreichs in Lausanne mit den gege-denen Machtverhältnissen rechnen mußten, ist selbst-verständlich; es erging ihnen eben nicht anders, als den Vertretern Deutschlands, die schließlich auf ihre politischen Forderungen verzichten und eine Milliar-den-Restzahlung aus sich nehmen mußten, damit die Konferenz nicht scheitere, damit es zu einer Streichung der Reparationen komme und Deutsch-land der Weg zur Wiederherstellung seines Kredits eröffnet werde. Die Tatsache, daß jene Staaten, die die Völkerbundanleihe von 1922 gewährten, Oester-reich den neuen Kredit eröffnen, stellt den Umfang fest, innerhalb dessen Oesterreich wirtschaftlich ver» pflichtet ist. Was Deutschland betrifft, so ist dessen Beteiligung an der Anleihe in diesem Rahmen nicht möglich, doch wird Deutschland durch seine Haltung im Völkerbundrat das Zustandekommen der Anleihe nicht stören: es will seinerseits Oester-reich eine besondere finanzielle oder wirtschaftliche Hilfe leisten. Hierüber sind in Berlin noch keine endgültigen Beschlüsse gefaßt worden, zumal für die Gewährung eines Kredites doch die Ratifikation des Vertrages von Lausanne Vorbedingung wäre. Was die angebliche politische Seite der Aus-landsanleihe anlangt, so wäre entgegen anderen Behauptungen festzustellen, daß Oesterreich keine neuen Bindungen eingegangen hat und sich nicht verpflichten mußte, durch zwanzig Jahre — so lange soll die Auslandsanleihe laufen — auf den An- garn, Jugoslawien, Rumänien, Siebenbürgen, Süd-tirol, Nordamerika, der ehemaligen Kolonien und schließlich den Vertretern aus Oesterreich und Danzig die Sänger am 22. Juli in der Goethestadt am Main zu einer Volksdeutschen Weihestunde zusammenfinden. Hierbei werden Dr. Seyfarth (Brooklyn) als Ueberseedeutfcher, Landrat Neumann (Posen) für die deutschen Volksgruppen in Europa und Reichsminister a. D. Dr. Kegler sprechen. Mit der Uraufführung der von2000 Sängerngesungenen Kantate „Von deutscher Not" soll die Weibchunde ihren Ausklang finden. So wird die deutsche Sänger-schaft der ganzen Erde auch in diesem schweren Jahre, allen Gewalten und Nöten zum Trutz, ein Bekenntnis ablegen zu deutscher Einigkeit, zur ver-einigenden Macht der deutschen Hochziele. Aber nicht nur das allein. Auch von der ewigen Zugend des Liedes wird diese gewaltige Kundgebung des Deutschen Sängerfestes in Frank-furt Zeugnis geben. Kaum jemals ist eine von den Dichtem getragene Idee so tief und nachhaltig le-bendig in das Volk eingedrungen wie die begeisterte Liebe zum Lied. Und es ist kein Zufall, wenn im Liederschatz der deutschen Sängerschaft das Volks-lied weit an der Spitze steht, ihm aber als Dichter Hand in Hand Tichendorff und Goethe folgen. Damit ist Wesen und Leben der Sängerschaft ein- schluß an Deutschland zu verzichten. Frankreich hatte keinen Grund, eine solche Erklärung Oesterreichs abzuverlangen, da doch der Paragraph 88 d?s Ver-träges oon St Germain nach wie vor in Kraft ist. In diesem Paragraphen ist das Anschlußverbot aur-gesprochen und weder Oesterreich noch Deutschland hatten bisher die Möglichkeit, eine Streichung des Paragraphen 88 von St. Germain durchzusetzen. Damit erübrigte es sich für Frankreich von vorne-herein, die Gewährung der Auslandsanleihe an eine derartige politische Bildung zu knüpfen. Hiezu kommt, daß Oesterreich die Möglichkeit hätte, die Anleihe früher zurückzuzahlen. Es könnte also, selbst wenn die Anschlußbedingung an die Anleihe ge° knüpft wäre, diesen Termin beliebig abkürzen. Oester-reich hat sich in Lausanne nicht politisch verkauft. Seine Delegierten haben in dem Rahmen, der durch die Völkerbundanleihe von 1922 und durch den Vertrag von St. Germain gezogen ist, eine Wäh-rungsanleihe erwirkt, die Oesterreich unbedingt be-nötigt. Bundeskanzler Dr. Dollfuß konnte in Lau-sänne weit mehr erreichen, als irgendwer in Oester-reich noch vor wenigen Wochen glauben wollte und es ist heute sehr billig, aus irgendwelchen Motiven gegen diese Anleihe zu wettern, umso billiger, wenn man sicher zu sein glaubt, daß das erwünschte ver-wünschte Geld doch nach Oesterreich einstießen wird. Politische Rundschau Ausland Vertagung der Abrüstungskonferenz Die famose Abrüstungskonferenz in Genf, die bereits fünf Monate resultatlos „tagt", soll nun bis zum Ende des Jahres vertagt werden. Der Hauptberichterstatter der Konferenz der tschechvsto-wakische Außenminister Dr. Benes, hat den Wort-laut der Resolution über die Abrüstung vorgelegt, die fünf Teile enthält. Der erste Teil stellt fest, daß sich die Konferenz zwei Grundsätze des Hoover- deutig festgelegt; und gerade heute ist es das Be-kenntnis zu der dem deutschen Wesen nicht abzu-trennenden Romantik, das allein noch imstande ist, vielhunderttausend Deutsche über alle Unterschiede der Person, der politischen und religiösen Anschauung, des Standes und der Sonderinteressen hinweg für Stunden wirklich zu einen und alle gleichermaßen zu erfreuen. Sollte da nicht jedem Sänger selbst ein Probeabend zum schönen Fest werden? Doch leider findet es sich noch zuweilen, daß vereinzelt, da und dort alles Lebendige in der „Liedertafeln", der Vereinsmeierei, zu ersticken droht. Mögen diesen krankenden Vereinen zur rechten Zeit noch Führer erstehen, die im Sinne eines Dr. Hammerschmidt und Gottlieb Kiechle, aus Vereinen eine Bewegung schassen, die das einseitige Sportinteresse der Zett notwendig ergänzen und dem ganzen Volke dienen soll. Und nun: Glückauf zum I I. Deutschen Sänger-bundesfest! Möge Gott ihm ein volles, freies, ewiges Heil bringen. Und wir alle, auch die wir persönlich nicht mit dabei sein können, wollen in Gedanken wenigstens, mit unserer Seele, mtt ganzem Herzen dabei fein: beim Fest zu Ehren unsere« Goethe, unserer angestammten Treue für die deutsche Volksgemeinschaft. — li. p.— Seit« 2 Deutsche Zeitung Nummer 57 Antrages zueiaen gemacht hat, und War: 1. Es sollen wesentliche Veränderungen der Rüstungen zu Lande, zur Tee und in der Luft erzielt werden; 2. das erste zu erreichend« Ziel ist bte Verminderung der Lager von Angriffswafsen. Der peile Teil der Resolution zählt die Punkte auf,' m venen eine Verständigung bereits erzielt worden ist, wie: Verbot des chemischen Krieges, Bestimmung des Höchstkalibers für Geschütze u. s. w. Der dritte Teil befaßt sich mit dem weiteren Verlauf der Arbeit auf der Konferenz, die beschränkt se n wird auf den effektiven Stand der Heere und au die Beschrän-kungen des Heeresbudgets. Die nächste Sitzung der allgemeinen Kommission soll spätestens 4 Monate nach dem Arbeitsbeginn des Konferenzamtes, das mit seiner Arbeit am 19. September beginnt, statt- Snden. Der fünfte Teil der Resolution handelt vom küstungsmoratorium, das nach seinem Ablauf am 1. November um 4 Monate verlängert werden soll. Völierbundanleihe für Oesterreich Nach monatelangem Harren und Bangen ist es nun doch dahingekommen, daß der Völkerbund-rat am 15. Juli der Republik Oesterreich die An-leihe von 300 Millionen Schilling bewilligt hat. Die nationalen Kreise in Oesterreich sind sehr un-zufrieden, weil diese verhältnismäßig kleine Anleihe nur um den Preis einer abermaligen Preisgab« der österreichischen Freiheit erlangt werden konnte. Das Anleiheprotolvll enthält nämlich die Bedingun-gen der Genfer Anleihe von 1922, auf welche sich bekanntlich auch die Einsprüche gegen die deutsch-österreichische Zollunion gestützt hatten. Kommunistische Ueberfälle in Deutschland An Mona bei Hamburg entwickelte sich am 17. Juli eine mehrstündige Straßenschlacht, die 12 Todesopfer, ausschließlich Nationalsozialisten, und 55 Schwerverletzte forderte. Die Verluste der Natio-nalsozialisten wurden dadurch verursacht, daß auf einen geschlossenen Propagandaumzug der National-sozialisten plötzlich von den Dächern, aus den Fen-stern und Baikonen ein Kugelregen niederging. Da auch in zahlreichen anderen Orten marxistische Ueberfälle mit Todesopfern stattfanden, hat die Reichs-regierung alle Manifestationen unter freiem Himmel verboten. Die Regierung wird, falls dies notwendig sein sollte, auch eine Verordnung erlassen, wonach jedermann, der mtt der Waffe in der Hand ergrissen wird, vor ein Standgericht gestellt werden wird, dessen Todesurteile sofort durchgeführt werden sollen. Häßlich gefärbter Zahnbelag verschwindet und die ;]äint ivcrden blendend weiß nach mehrmaligem Puyen mit der beliebten Chlorodoni-Zahnpaste. Versuch überzeugt. Tube Din 8.— Aus Stadt und Land Portofreiheit im Verkehr mit den Arbeiter- Sozialversicherungsämtern auf- gehoben. Durch eine dieser Tage erschienene Ver-ordnung des Verkehrsministerium wurde die bisher bestandene Portofreiheit im Postverkehr der Ver-sicherungsinteressenten mit den Organen der Arbeiter-Sozialversicherung und den letztgenannten mit den Versicherungsinteressenten aufgehoben. Die Arbeiter-Sozialversicherungsämter machen die Versicherung?-Interessenten darauf aufmerksam, daß in Zukunft alle Postsendungen an die Organe der Sozialoer-sicherung zu frankieren sind. Unfrankiert« Sendungen werden vom Anit zurückgewiesen. Die Arbeiter-Sozialversicherungsämter sind aber berechtigt, di« Postsendungen an die Versicherungsinteressenten un-frankiert aufzugeben und wird die Postgebühr von dem Adressaten jeweils nachgenommen. Da» Silber gcld ist da! Am 16. Juli langten von Susak in Zagreb 7 Waggons mtt Silbergeld ein, das in England gemünzt worden ist. Von Zagreb wurden die Waggons in verschiedene Teil« des Staates geschickt, die meisten natürlich nach Beograd. In Zagreb blieb bloß ein Waggon mit 9 Millionen Din in 10-Dinastücken. Nach Ljubljana wurden 47 Kisten mit Silberstücken zu 10 und 20 Din geschickt^ jede Kiste wiegt 70 kg. Das neue Geld, dessen erste Sendung jetzt einge-troffen ist, wird am Ende des Monats von den Walen des Nattonalbank in den Verkehr gegeben werden. Das neue Silbergeld bereit» im Ver» kehr. Die Zlationalbank hat mit 18. Juli bei ihren Zentralen und Filialen das neue Silbergeld zu 20 und 10 Din in den Verkehr setzen lassen. Die Na- twnalbank — Filialen wechseln den Geldinstituten Papiergeld gegen MünMld bis zum Betrag! oon 20.bÖ0 Din, Psioaten bis 1000 Din ein. Im pri-raten Verkehr wird man Silberkleingeld bis zur Summe von W Du, für eine Auszahiuria annehmen müssen; Staatskassen muffen winzgelb in unbeschränkter Menge annehmen oder wechseln. Die Gesamtmenge des neuen Silbergeldes beträgt 450 Millionen Din. Mietzinsforderungen der Gemeinde Ljubljana. Der Stadtgemeinde Ljubljana sind die Mietsparteien in ihren Häusern nicht weniger als 1,699.500 Din schuldig geblieben. Der Löwenanteil an dieser Schuld entfällt allerdings auf die Militär-kasemen, nämlich 1,326.000 Din. Der verstorbene Exkönig Manuel von Portugal, der vor kurzem an einem Halsleiden gestorben ist, hat sein ganzes Vermögen, über 100 Millionen, dem Staate Portuaal vermacht. Verdient hat diesen Edelmut Portugal eigentlich nicht, denn der Vater und der Bruder des Königs wurden bekanntlich bei einem Attentat getötet, ihm selbst vertrieben die Portugiesen bald aus dem Lande. Wohlbeleibte Menschen können durch gewissenhaften Gebrauch des natürlichen „.^ra«; Zosef- Bittnivafsers aus-aiebigen Stuhlgang ohne Anstrengung erzielen. Zahlreiche sachärzlliche Berichte bestätigen, daß auch Stieren und Gicht-leidende, Rheumatiker, Stein- und Zuckerkranke mit der Wirkung des ssranz-Zofef-WafserS sehr zufrieden sind. T at ?ra»; Zosef BUlerivasicr ist in Apotheken, Trogenen und Spcjereihandlungen erhältlich. ' Celje Zu längerem Urlaub in Celje ist der Chefredakteur der Grazer „Tagespost" Herr Alfons Castelliz mit Gemahlin hier eingetroffen. Die jugosl. Staatsbürgerschaft haben erlangt Herr Vaclav Schramm und Herr Josip Schitanz aus Celje. Hauptversammlung des Bezirksgre-miums der Kaufleute in Celje. Am 12. Juli fand in Eelje unter dem Vorsitz des Obmanns Herrn Viktor Pilih, Kaufmann in Haler, die dies-jährige Hauptversammlung des Bezirkshandelsgre-miums statt. Wie dem ausführlichen Bericht des Bezirksgremiums Herrn Veble zu entnehmen ist, zählt das Gremium gegenwärtig 867 Mitglieder sowie 64 Mitglieder, welche strittig sind. Beigetreten find 28 Mitglieder, das Gewerbe haben 171 Mit-glieder niedergelegt. Lehrlingsanmeldungen empfing das Gremium 88, vorzeitig entlassen wurden 17, freigesprochen 49. Der Stand der Lehrlinge beträgt 91 männliche und 97 weibliche Lehrlinge. Hilfs-personal wurden 118 angemeldet, 140 abgemeldet. Stand 297, hievon 151 männliche und 146 weib-liche. Der Kassabericht umfaßt den Verkehr im Jahr 1931 und 1932 bis 30. Juni. Die Ein-nahmen betrugen 148.24770 Din, die Ausgaben 189.151 40 Din, so daß sich ein Defizit von 40-903 70 Din ergab. Das Gesamwermögen des Gremiums beträgt 136862-90 Din. Entsprechend der Verord-nung des Handelsministers bzw. dem Gewerbegesetz nimmt das Gremium hinfort den Namen an: Vereinigung d«r Kaufleute für di« Bezirke Eelje, Gornji Grad und ömarje pri Jelsah mit dem Sitz in Eelje." Auf Antrag des Obmanns wurde an S. M. den König ein Huldigunas- und an den neuen Handelsmi-nister Herrn Mohoric ein Glückwunschtelegramm geschickt. In der Voranschlaasdebatte wurde die äußerste Sparsamkeit zum Grundsatz erhoben. Der Voran-schlag wies 137.985 Din Erfordernisse und 128 350 Din Deckung aus. Das Defizit soll durch Ein-schränkung der Verwaltungskosten, des Kanzleilokals, der Reisespesen und durch Einengung des Erscheinens des Organs „Porocevalec" gedeckt werden. Gemeindestrahenauflage. Der Stadt-Magistrat verlautbart, daß vom 4. Juni 1932 weiter als niedrigste Gebühr für die Gemeinde-straßenauflage der Betrag von 50 Para eingehoben wird. Automobil-Zusammenstoß. Sonntag den 17. d. M. stießen zwischen 7 und 8 Uhr morgens auf der Straße von Liubno nach Luke das Frachten-automobil des Fleischermeisters H. Kozlevcar aus öostanj mit dem Personenwagen des H. Jng. Humer, Verwalter des bischöflichen Großgrundbesitzes in Vazare, zusammen; die beiden Autos sind ziemlich beschädig, während menschlich« Opfer nicht zu be-klagen sind. UnglücksfäUe. Bei einem Sturz brach sich den linken Arm die 45-jährige Arbeitersgattin Helene ötrovs au» Celje. — Der 19-jährige Fr. Selicek aus Slivnica b«i Celje wurde oon Unbekannten mtt einem Prügel so heftig auf die rechte Schütter ge-schlagen, daß ihm das Schlüsselbein brach. — In 8t. Vid bei Presecno fiel der 5i5jährige Auszügler Janez Vrhovsek so unglücklich, daß er sich das rechte Schlüsselbein hrqch. — Bei der Arbeit auf der Wiese wuroe die 76-jährige Anna Pusnik aus Lt. Rupert ob Lasko von einer Schlange in das rechte Bein gebissen. Sie wurde in das Allg. Krankenhaus nach Celje gebracht, wo auch alle anderen Verunglückten Heilung suchten. — Am vorigen Donnerstag fiel beim Spielen das 2 jährige Arbeiterssöhnchen August Pekosak aus dem Fenster der elterlichen Wohnung und brach sich das linke Bein. — Am Freitag fiel die Kleinbesitzersgattin Maria Sar'.ah aus Virstanj beim Arbeiten im Weinberg über einen Abhang herab, wobei sie sich das rechte Bein unter dem Knie brach. — Am ver-gangenen Sonntag vormittags überfuhr in der Herren-gasse ein Radfahrer den Schuhmacher und Nacht-Wächter Stephan Hojnik. Bein, Sturze wurde diesem eine Rippe auf der rechten Seite gebrochen. Er wurde mit dem Rettungsauto in das Allg. Kranken-haus überführt. Todesfälle. Am 14. Juli ist in Zgornja Hudinja 46 der pensionierte Gendarmeriewachtmeüter Herr Josef Coenk im Alter von 46 Jahren ge-storben. — Im Allg. Krankenhaus starb am 16. Juli die 10-jährige Besitzerstochter Theresia Jancic aus Droenik bei Kostrionica. — Am 17. Juli starben ebendort die 46-jährige Taglöhnerin Rosalia öerbelj aus Breg bei Konjice und die zweijährige Dienstbotenstochter Stephanie Arnsek aus ömarjeta bei Celje. — Am 18. Juli starb im Allg. Kranken-Haus die 60-jährige Taglöhnerin Franziska Oblak aus Grize bei Halec. — Am 17. Juli starb in der Kovinarska ulica II in Gaberje die 7!°jährige Private Frau Katharina Swetel geb. Sever. Totenliste für Juni I93Z. I n der Stadt: Jelocnik Bernard, 17 I., Gymnasial-schüler; Müller Hörnstein Marion, 75 I., Hofrat i. R; Dr. Wolf Christian, 43 I., Disponent; Zdooc Marie, 53 I., Eisenbahnersgattin ; Zintauer Katharina, 57 I., Damenschneiderin; Skrbinek Terese, 8 Monate, Arbeiterskind; Pubel Franziska 82 A, Private. — Im Spital: Fanfule Anna, 43 I., Private aus Celje: Padsedensek Anna. 29. I , Besitzer st ochter aus Dramlje; Sinkooic Leo-pold, 21 J, Schumachergehilfe aus Umgb. Celje-Laznik Maria, 61 I., Taglöhnerin aus Teharje -Zibret Karoline, 23 I., Dienstmädchen aus Golo-binjek: Hoyak ^Johann, 31 I., Bergarbeiter aus So. Kristos: §ilih Josefina, 56 I., Dienstbote aus Gornja Ponikoa; Vipotnik Jelena, 49 I.. Winzers-gattin aus So. Peter Sao. dol.; Hafer Rosa, 38 I., Schmiedmeistersgattin aus Teharje; Schroll Franz, 38 I , Handelsangestellter aus Celje: Kokotec Georg, 62 I., Gerbergehilfe aus Umgb. Celje; Sauhner Franz, 43 I., Taglöhner unstet!; Kovac August, 38 I., Fabrikarbeiter aus Teharje; Karo Franz, 50 I, Besitzer aus Motnik; Janezic Maria, 80 I , Gemeindearme aus Braslovce; Hedl Augustine, 23 I.. Dienstmädchen aus Celje: Cimper-man Julije, 22 I., Besitzersgattin aus Polzela; Cesar Anna, 30 I., Besitzersgattin aus So. Vid pri Planini; Orac Anna, 1 I., Keuschlerstochter aus So. ötefan; Koren Maria, 77 I.. Keuschlers-gattin aus So. Pavel pri Preboldu; Krivec Martin, 47 Arbeiter aus Novacerkev; Novak Vinzxnz, 25 I., Arbeiter aus Am brus ; Jakob Franz, 32 I., Besitzer aus Zg. Zrec«; Trampus Franz, 71 I., Gemeindearme au» 3meno; Tofant Anna, 60 I., löendarmeriwachtmeisterswitwe aus Celje; Lah Amalija, 39 I., Dienstbote aus Celje; Gorjup Branko, 5 I., Arbeilerssohn aus Teharje; Obad Helene, 24 I., Maierstochter aus Vilanje; Zupanc Josef, 34 I., Bergarbeiter aus So. Jedett. Maribor Evangelischer Gottesdienst. Sonntag, den 24. Juli findet um 10 Uhr Vormittag in der Christuskirche in Maribor der evangelische Ge-meindegottesdienst statt. ISSK Maribor in Zagreb. Der Ljub-ljanaer „Jutto" berichtet aus Zagreb unter dem 16. Juli: Heute fand das Meisterschaftsspiel um die Staatsmeisterschaft zwischen Gradjanski (Zagreb) und ISSK Maribor statt. Es siegte Gradjanski mtt 5 : 2 (2 : I). Bis zum Stand« 2 : 2 in der zweiten Halbzeit waren die Marburger ihren Za-greber Gegner vollkommen gleichwertig. Dann kam es aber zu schweren Jnzidenten auf dem Spielplatz, und zwar, wie die Zagreber Spottler sagen, wegen Nummer 57 Deutsche Zeitung Seite 3 einer Fehlentscheidung des Schiedsrichters Vasiljevic aus Beograd. Zwischen den Spielern kam es zum Handgemenge. Das Publikum drang auf den Spiel' platz ein und eine größere Polizeiabteilung mußte Ordnung machen. Das Wettspiel endete mit einem großen Skandal. Als Haltestelle beim Inselbad ist ent-gegen der Erwartung der großen Zahl von Badebesuchern, die die Autobuslinie benützen, oben auf der nach Körnten führenden Straße bestimmt worden. Die zum Bade führende Abzweigungsstraße ist leider nur bis ungefähr zur halben Länge ge-teert, die Andere Hälfte jedoch für Fußgänger mit leichtem «chuhwerk nicht gerade einladend. Sie gehört wenigstens anständig gewalzt. Der Badebe-sucher fragt sich kopfschüttelnd: Warum fährt denn eigentlich der Autobus nicht bis zur Brücke, die zum Inselbade führt? Nach im Bade gefundener Ab-kühlung muß nun der arme Badebesucher die ziem-lich steile Verbindungsstraße hinauf zur Autobus» Haltestelle wandern, wo er staubig und verschwitzt oben ankommt und nun wenn er Pech hat auch 20 Minuten auf einen Wagen warten. Vor der Eröffnung des Bades versprach die Badeverwaltung, an der Haltestelle bequeme Sitzbänke aufzustellen. Ja noch mehr. Man versprach damals ohne sich viel Kopfzerbrechen zu machen auch ein gegen Un-weiter schützendes Dach aufzustellen. Nun stehen wir mitten in der Badesaison und siehe da, auch nicht eine einzige Bank ist bis jetzt dort aufgestellt wor-den. Der Badebesucher muß sich dort die Beine in den Leib stehen und sich manchmal mit einer gehörigen Portion Geduld wappnen. Endlich kommt ein Autobus. Die Wartenden drängen nun begreif-licher Weise energisch hinein, denn es ist nicht jedermanns Sache vielleicht noch weitere 20 Mi-nuten zu warten. Würden die versprochenen Nuhe-bänke bereits ausgestellt sein, so mancher der es mit dem in die Stadt kommen nicht gar so eilig hat, würde ohneweiteres auf seiner Ruhebank mit der größten Seelenruhe den zweiten Wagen abwarten. Die Türe des Autobusses kann nur mit Mühe oon einem Badegast, der höchstens auf dem Trittbrett noch hätte Platz finden können, durch kräftiges zudrücken geschlossen werden. Der Wagen rollt end-lich seufzend und quitschend ab. Die Fahrgäste fühlen sich wie die Heringe in der Tonne. Schweißperlen erscheinen alsbald auf den Stirnen. Nun gehts bergab in der vorsichtigen Fahrt, um dann gleich wieder auf der anderen Seite hinaufzuklimmen. Aber es sollte nur ein Versuch sein, denn noch be-vor das erste Drittel der Steigung überwunden ist, kanns der Wagen nicht mehr vermachen. Die Bremsen werden angezogen. Es hilft jedoch wenig. Der Wagen rollt hübsch einige Meter zurück, er hat nur Vorderradbremsen. Nach bangen Se-künden steht der Wagen endgiltig und nun müssen die halben Badegäste aussteigen und per pedes die Steigung zurücklegen. Nun hat man Muse den Wagen zu betrachten. Die Pneumatiks der Vorder-räder sind direkt zum weinen. An mehreren Stellen ist der Gummi bis zur Leinwand abgewetzt. Falls nun während der Fahrt ein Stein so unglücklich auf der Straße liegt, daß gerade eine dieser schad-hasten Stellen mit ihm Bekanntschaft macht, so kann nur zu leicht ein plötzlicher Pneumatikdefekt entstehen, der unter Umständen gräßliche Folgen zeitigen kann. Wie man Wagen mit so stark abgenützter Pneu-matik noch für den Personenverkehr verwenden kann, frägt man sich unwillkürlich. Was sagen die hiefür Verantwortlichen dazu? Wagen, die diese Strecke befahren, sollten auch Vierradbremsen besitzen, die eine größere Sicherheit gewährleisten. Gerade diese Strecke ist sehr kitzlig, daher wird sie auch immer bei Autofahrprüfungen bevorzugt. Wenn man schon für das heurige Jahr nicht alle diese llebelstände wird beseitigen können, so möge man dolt dies auf das kommende Jahr verschieben. Aber Abhilfe tut dringend not, soll nicht heute oder morgen, einmal ein folgenschweres Unglück da passieren. Man spricht bei uns gerne viel vom Fremdenverkehr, tut ober eigentlich herzlich wenig um ihn auch wirklich zu fördern. Im nahen Ausland gibt es große Strecken asphaltierter Straßen. Wie wäre es, wenn wir wenigstens die zum Insel-bad führende Straße, oon der Stadt bis zur Brücke beim Bade, asphaltieren würde, um die ewige Staubplage los zu werden. Weiters würde es sicherlich dem Wunsche aller die städtischen Autobusse benützenden Besucher unseres schönen Inselbades «»sprechen, wenn die Autobusse bis zur Brücke verkehren würden. Die unersättliche Dra« wollte vergangene Woche gleich zwei Opfer aus einmal verschlingen. Eines Abends, so gegen sieben Uhr, suchte der 20- jährige Weber Johann Ogner Abkühlung in der Drau. Des Schwimmen? kundig, versuchte er sich in einem Kopfsprung von der in den Fluß vor-springenden Südostecke des Gasthauses Dabringer auf der Lend, das, da es zur guten Hälfte direkt in den Fluß hineingebaut ist, scherzweise im Volksmund „Klein-Venedig" genannt wird. Gerade an dieser Stelle ist eine ungefähr acht Meter tiefe Grube, weshalb gerade dort gerne Sprünge vorge-nommen werden. Ogners Sprung fiel jedoch an-scheinend etwas zu steil aus, so daß er ungewöhn-lich tief unter den Wasserspiegel sank. Es dauerte daher verhältnismäßig lange, bis Ogner wieder an der Oberfiäche erschien. Gewiegte Schwimmer, denen auch die Wasserverbältnisse dort bekannt sind, neh-men an, daß er sich nur mit großer Anstrengung dort herausarbeiten konnte und unterwegs höchst-wahrscheinlicherm«^? auch Wasser schlucken mußte. Jedenfalls war Ogner erschöpft und verzweifelt auf der Oberfläche erschienen und rief sofort um Hilfe, wiewohl das Ufer gerade dort leicht erreichbar gewesen wäre, da er mit einigen Tempis bereits Grund bekommen hätte. Am Ufer herumstehende Personen schrien nun auch aus Leibeskräften, was 'der in der Gaststube nebenan sitzende Herr J^nosz Czasar auch hörte. Rasch eilte er ins Freie und stürzte sich, als guter Schwimmer bekannt, kopfüber ins Wasser um Ogner zu retten. Er erreichte ihn auch bereits im nächsten Moment, aber der Ertrinkende klammerte sich im selben Augenblicke mit bleierner Schwere an ihn. wodurch Herr Ezasar für Momente unter den Wasserspiegel gedrückt wurde. Im selben Augenblick schrien die am Ufer Stehen-den laut auf, da sie annehmen mußten, das Herr Ezasar nun mitertrinken müsse. Da erschien der mittler-weile heimgekommene Herr Mai Dabringer am Ufer und ging rasch entschlossen bis an die Brust in den Fluß hinein. Herr Czasar hatte sich einst-weilen von der gefährlichen Umklammerung befreit und war wieder an der Oberfläche erschienen. So-fort rief ihm unser bekanntester Lebensretter, Herr Mai Dabringer zu. Ogner von sich ab gegen ihn (Dabringer) zu stoßen. Das Experiment gelang glänzend, denn Herr Dabringer konnte Ogner fassen und ans Ufer bringen, während Herr Czasar nun mühelos das Ufer gewinnen konnte. Nach Ansicht Herrn Dabringers bestand auch ohne sein Hinzu-kommen für Herrn Czasar keine Lebensgefahr, da er als guter und trainierter Schwimmer, sowie als kräftiger Mann nach kurzem Kampf mit dem Er-trinkenden, der in solchen Fällen unausweichlich ist, nicht nur sich allein sondern auch Ogner gerettet hätte. Für nicht vorzügliche Schwimmer, die nicht auch über eine kräftige Körperkonstitution verfügen, sind jedoch Lebensrettungen sehr gefährlich, da Er-trinkende über Löwenkräfte verfügen und vielfach vorerst betäubt werden müssen, bevor man zu ihrer eigentlichen Rettung schreiten kann. Die ganze Stadt weiß es, daß Herr Mai Dabringer bereits mehr als einem Dutzend Menschen das Leben gerettet hat, nur unsere Behörden scheinen bislang davon noch nicht Kenntnis erlangt zu haben, ansonsten hätten sie ihm ja eine sichtbare Anerkennung schon längst zu Teil werden lassen. Bei der Uobnitzer - Wasserfällen ab-gestürzt. Sonntag Nachmittag ereignete sich beim aroßen Fall (Lobnitzer-Wasserfälle) ein schreckliches Unglück. Bekanntlich führt dort von der Kammlinie des Bachern bis ins Tal eine HoUnese durch die Lobnitzschlucht. Unsere Bachernwanderer benützen diese Jahr für Jahr für den An- wie auch für den Abstieg, da sie ein viel bequemeres Gehen ge-stattet, als dies beim steilen Fußsteig der Fall ist, der durch die Schlucht hinaufführt. Dank der Eri-stenz dieser Holzriese ist die Lobnitzschlucht von Ausflüglern immer gerne aufgesucht. Knapp unter der Kammlinie, beim großen Fall, ist die Riese jedoch sehr steil, so daß man darin nicht aufrecht gehen sondern nur hockend rutschen kann. Die Riese dürfte naß gewesen sein, so daß di« drei Mittel-schüler, die das Experiment wagten, zu rasch her-unter glitten und dadurch aus der verhältnismäßig schmalen Riese heraus und in den felsigen Abgrund hinuntergeschleudert wurden. Wenn man sich gele-gentlich die Stelle ansieht, an der die drei Mittel-schüler abstürzten, so kann man nur schwer glauben, daß nicht alle drei dort ihr junges Leben gelassen haben. Josef Grabner war nämlich lediglich mit Hautabschürfungen und einer Quetschung am Fuße davongekommen. Milan Favai bingegen hatte bei dem >^turz den rechten Unterschenkel gebrochen. Am bösesten scheint jedoch der dritte im Bunde, der Mittelschüler Osvatic, davongekommen zu sein. Er hatte außer einer Kopfverletzung auch innere Ver-letzungen davongetragen. Volle fünf Stunden hatte die über Aviso aus Maribor herbeigeeilt« Rettung»-kolonne zu tun, bis die Verunglückten geborgen waren, worauf sie in das allgemeine Krankenhaus nach Maribor überführt wurden. Ptuj Die Militärübungen auf der Drau finden vom 15. l. M an bis Ende Oktober im Raume zwischen den beiden Brücken und 500 Meter oon der Eisenbahnbrücke abwärts statt. In dem bezeichneten Raume ist an Werktagen von 5.30 bis 11 Uhr und von 15 bis 19 Uhr jedes Fahren verboten. Die Wache ist 1300 Meter oberhalb der Holzbrücke am rechten Ufer aufgestellt, und zwar hat sie eine rot-weiße Signalscheibe. Flösser und alle anderen, die sich mit dem Fahren befassen, müssen, sobald sie die Signalscheibe >ehen, mindestens 300 Meter drauaufwärts stehen bleiben. Vom 1. Sep-tember bis Ende Oktober finden auch Nachtübungen statt, weshalb von 21 bis 2 Uhr nachts jeder Ver-kehr auf der Drau in dem erwähnten Raum ver-boten sein wird. An Sonntagen ist die Fahrt den ganzen Tag frei. 5o§tanj Schwerer Unglücksfall. Der Chemiker der Lederwerke Woschnagg Herr Jng. Wilhelm Fring» wurde am vergangenen Freitag, als er in der Ta-ninabteilung die Erprobung neuer Kessel beauf-sichtigte, durch heißes Wasser, welches aus einem Kessel unvorgesehen hcrvnrschoß, gefährlich verbrüht, so daß er in das Krankenhaus nach Slovenjgradec gebracht werden mußte. Sein Zustand ist sehr kritisch. Marenberg Pensionierung. Der in unserer Gegend in bester Erinnerung stehende Lehrer Herr Ernst Kom-post, der bisher in So. Kunigunda bei Konjice Schulletter war, ist auf eigenes Ansuchen in den Ruhestand versetzt worden. Wir wünschen dem be-liebten Schulmann, der es wie kaum ein zwetter verstand, sich überall die Herzen der Kinder und der Eltern zu gewinnen, angenehmstes Ausruhen auf dem Ruhebesitz, den er sich in der Umgebung von Maribor erworben hat. Koöevje Wert der geistigen Arbeit. In einer der letzten Nummern der Deutschen Zettung lesen wir wie schon des öfteren auch in andern Zettungen über den großen Zudrang zu den Mittelschulen. Wenn auch, wie der Arlikelschreiber meint, die Au»-sichten auf eine baldige Anstellung recht gering sind, so müssen wir täglich konstatieren, daß die geistige Arbeit gegenüber der manuellen noch recht hoch eingeschätzt wird. Abgesehen davon, daß der Beamte im allgemeinen nur halb soviel, der Lehrer mtt Abzug der großen und kleinen Ferien nicht mehr «in Viertel soviel Arbeitsstunden wie der Hand-werker und Arbeiter jährlich ausweisen kann, dabei aber Lohn für nichtgeleistete Arbeit empfängt, steht selbst die Winkelschreiberei noch in hohen Ehren. Trink- oder Schmiergelder von 50 -100 Din für «ine halbe Stunde Schreiberei sind gar keine Selten-heit. Demgegenüber fühlt sich schon heute jeder Dorfschulze dazu berufen einem Handwerker seinen Tagesverdienst vorschreiben zu müssen. Daß dem so ist beweist neuerdings am besten der unhaltbare Zustand in unserer Gemeindestube. Während bei-spielsweise dem Handwerker mttunter seine Rechnung gewaltsam gekürzt wird, werden den zwei Revisoren ohne Achselzucken für die Prüfung der Rechnungen 1000 Din bewilligt. Wie hoch noch andere Herren ihre für das allgemeine Wohl der Stadtgemeinde geleistete geistige Arbeitszeit bewertet haben, wissen wir nicht genau, aber sicher ist, daß wir eben durch diese Ueberhebung der geistigen Arbeit noch dazu bei-tragen werden, die Gemeinde an den Abgrund zu bringen. Im Interesse des Mittelstandes speziell aber des Handwerks liegt es dafür sorgen, daß unsere Kinder zumindestens eine Mittelschule besuchen können, damtt sie dem Kampf ums Dasein, besonders aber dem Druck der „Gebildeten" besser gewachsen werden als wie wir es leider heute sind. Ein Handwerker. Ljubljana Todesfall. Am 15. Juli ist in Novo inesto der frühere Präsident des dortigen Kreisgerichts Herr Hofrat Franz Garzarolli v. Thurnlack im Atter Seit« 4 oon 74 Jahren an einem Schlaganfall verschieden. Der Verstorbene, welcher vom Jahre 1912 bis zum Umsturz, wo er als Deutscher seine Stelle abgeben muszte, Kreisgerichtspräfident in seiner ^Keburtsstabt Novo mesto war, diente vorher in ökofja Loka, Metlika, Kamnik und auch in Celje. Trotz seiner deutschen Gesinnung erfreute er sich in Nooo mesto der vollen Sympathien der Bevölkerung. Als Jurist genoh er einen hervorragenden Ruf. Wirtschaft ».Verkehr Hopfenbericht aus Zalec, vom 18. Juli. Die seit Samstag öfters eintretenden Regen, haben die Pflanzen entsprechend aufgefrischt und eine merk-liche Abkühlung gebracht. Dadurch dürften zum Teile auch die vielerorts mebr oder minder merkbaren Blattläuse, welche in einigen, besonders stark be-fallenen Lagen, die Pflanzen in der Entwicklung oft empfindlichst behinderten, abgeschwemmt worden Deutsche Zeitung gn. Die Hopfen sind nun allgemein in vollster lüte, wobei auch schon in einzelnen, ftühgeschnitte-nen Anlagen der beginnende Uebergang zur Dolden-bildung merkbar wird. Infolge der schlechten Weizenernte in der Woiwodina. verursacht durch Rost und Heu-schrecken, haben die Weizenpreise in den letzten Tagen ziemlich angezogen. Verbot der Einfuhr von jugoslawi» schein Sauerwasser nach Oesterreich. Unter die Waren, die ohne spezielle Einfuhrbewilligung nicht nach Oesterreich eingeführt werden dürfen, be-findet sich seit 16. Juli auch Mineralwasser. Diese Beschränkung trifft vor allem das Radeiner Sauer-wasier, das vor und auch nach dem Kriege in großen Mengen in Oesterreich verbraucht wurde. Sport S. K. Dobrna lTrbovlje): S. K. Athletik I 3:6 (2:6). Das sonntägige Wettspiel brachte Athletik ! Nummer 57 eine unerwartete und — wir müssen es gestehen — voll-kommen verdiente Niederlage. Die Mannschaft derAthle-tiker, die in punkto Technik weitaus besser war, als ihr ganz junger Gegner, hat auf ganz leichtsinnige Art verloren. Athletik gewann das erste Spiel in Trbovlje 10 : 1 und trat dazu noch mit einigen Reserven an. Diesmal glaubte Athletik ihren Gegner — noch dazu auf eigenem Platz — ganz in der Hand zu haben und das Spiel ging logisch verloren. Der Gegner spielte nicht besser wie' Athletik, sondern spielte so gut, wie es Athletik zulieh. Und Athletik lieh eben das meiste zu. Am schärfsten zu verurteilen sind die beiden Stürmer Kuzelj und Koncan, die nicht einen Schritt schneller zum Ball machen, sowie der Tor-mann Janeschitz, welcher doch — wie schon sein Name besagt — im Tor sein mutz, aber nicht aus der 16 m Linie. Es war weniger eine schwere sportliche, sondern eine moralische 'Niederlage ersten Ranges. Athletik wird sich bemühen müssen, da» gute Renommee am Sonntag im Meisterschaftsspiel gegen Sporini klub wieder herzustellen. - SPAR- UND Y ORSCHU SS VEREIN IN CELJE = rcitlutrlerte GoiuiMHonNi-luitX mit unbcKcIirAiiUtor IIn