3K. 245, Mittwoch, 25. Oktober 1911. 130. Jahrgang. Mbllcher Zeitung Pr3«»«ner»liun»prew: Mit Posiuersrndung: ganzjährig 20 ll, hall>jührlg id X. Im llo„tor: aanzjsshrlg 2» ll, hllUbjührin 11 ll. ssür die Zustellung in» Haus ganzjährig L «I. — Inlrrlionsgrbühr: ssür Neiue Iiiserate bis zu 4 Zeilen 50 k, größere per Zeile 12 b; bei bfteren Wiederholunoen per Zeile 8 b. Tie «Llltbacher Zeitun«, erscheint tügllch, «it Nusnahme der Sonn- und sseiertage. Tie Adminifitlilio« » Öffentlichkeit nicht hervor, entwickeln aber eine lebhafte ! Tätigkeit; indessen sind die Inhaber italienischer Finnen in Salonichi, zumeist spaniolische Juden, bisher nicht belästigt worden. Wer bei ihnen kaufen will, wird nicht daran gehindert. Bei diesem Anlasse sei bemerkt, daß schul» infolge des antigriechischen Vuykuils der Schiffs, verkehr im Hafen vun Salunichi gesunken ist. Die Zahl der den Hafen anlaufenden Schiffe lzumeisl Segler) hat im Vergleich zum Vorjahre um 480 abgenommen. Von italienischen Schiffen berührten nur die Dampfer der Navigaziune nazionale den Sie selber sehen. Wohl sagt er drunten bei den Schwänen Lebewohl, aber nachher schleicht er uns durch den ganzen Garten nach und das ist doch wirklich ver» dächlig genug. Sie können selber sehen, wenn ich den Wagen drehe, so bemerkt man ihn dort drunten, wo er sich hinter den Büschen verbirgt." Die Fran ließ beim H. C. Örstcd-Denkmal den Wageil inenden lind erblickte wirklich die Gestalt des jungen Pulytechnikers. wie sie sich verdächtig hinter den Büschen deckte. Nun war Tante Berg eine Dame, die Haare auf den Zähnen halte und die sich kein X für ein II vor-machen ließ. Wäre sie 60 Jahre jünger gewesen, so hätte sie leicht erraten können, lvarum ein junger Student ihr so auf den Fersen folgte, aber jetzt, nein, Stine hatte Recht. Es lag etwas Verdächtiges in diefer Verfolgung. Ihr kamen selbst unheimliche Gedanken. „Fahr zu, Stine!" sagte sie. Aber im gleichen Augenblick sah sie vier Schritte von sich entfernt den Aufseher auf dem Weg stehen, der zwei Arbeiter iuspi-zierte, die Dünger über eine der Blumenrabatten aus» breiteten. „Dummes Zeug, alte Stine," knurrte sie. „Was sollte der Bursche uns am hellen Tag tun können? — Nein, da steckt etwas anderes dahinter. Wende den Stuhl und fahre hiuter die Notbuche, damit wir sehen können, was er beabsichtigt." Gedeckt hinter der Rotbuche stand nun Stinc mit klopfendem Herzen, bereit, beim ersten Zeichen von Ge» fahr im Galopp mit dem Rollstuhl und Tante Berg den Hügel hinab zu fahren, selbst wenn die Fahrt zum Schrecken der Gärtner, Schwäne und Möven im Stadt» graben ein Ende nehmen sollte. Aber da geschah etwas Unerwartetes. Der Student erwies sich allerdings als ein Ver-brccher — als ein Dieb. Aber er beslahl die Vögel. Vor» sichtig schlich er sich heran nnd wenn er sich unbeob» achtet glanbte, so stahl er die Semmeln, die Tante Berg für die Vögel bestimmt hatte und — eins — zwei — drei, waren sie zwischen den mageren Kinnladen ver» schwunden. „Fahre mich nach Hause, Stine! Du bist ein Dummkopf!" Acht Tage fpäter wußte Tante Berg durch ihren Neffen, den Sohn des Kuntorchefs, alles, »vas sie über die Verhältnisse des „Vogelsutterdiebes" wissen wollte. Merkwürdigerweise wurde ihm fast gleichzeitig Privat» arbeit angeboten, die ihn verhinderte, seine Tätigkeit im Park fortzusetzen und — was noch merkwürdiger war — der feine Koniorchefssohn, der ihn bisher völlig über» sehen hatte, wurde plötzlich seiu spezieller Freund und führte ihn als Gast in der Familie ein — wo besonders eine seiner jüngeren Schwestern sich für ihn zu inter-essiercn schien. Damit wäre die Geschichte eigentlich zu Ende. Aber wir müssen noch etwas erzählen. Tante Bergs bcson-derer Liebling ist jene Nichte, die den einmal so aus. gehungcrlen Studenten liebt, der jetzt Magistrats» ingenienr ist und sie hat ihre ganze Verwandtschaft samt dem Ingenieur auf den Neujahrsabend zu sich ein» geladen. Was da geschehen wird, weiß man noch nicht, wir aber prophezeien den beiden jungen Leuten ein „froh-liches Neujahr!" ^ („Fremdenblait.") Laibacher Zeitung Nr. 245____________________________2318__________________________________________25. Oktober 191! — anderseits wegen ihrer strategischen Bedeutung- für die Behauptung des ueueu italienischen Flottenslütz. Punktes Tobruk ist eine starke Einwirkung aus die Be-völkerung der Provinz durch die Eroberung uud Fest. Haltung ihrer Hauptstadt notwendig. Aus Cctinjc wird gemeldet: Anläßlich seiner Nund-reise au der Grenze hielt König Nikolaus iu Grahov<: als Erwiderung aus die Ansprache eiuer Deputation von Landleuten, die zumeist aus der Krivo^ije waren, eiue Nedc, iu der er u. a. sagte: „Die Seguuugen des Frie» deus sind allen Untertanen uuseres Staates zugute ge-kommen uud wir hoffen, sie mit Gottes Hilfe auch wei» ter genießen zu könueu. Wir durchleben schwere Tage. Die Waffen klirren vor deu Toren. Ihr habt kciuen Gruud zur Beunruhigung, denn wir siud für alle Zwi» sch.'nfälle geriistet und fürchten keine Überraschungen. Die Bevölkerung Osterreich.Ungarns kann ruhig und ungestört an der Hebung des Wohlslandes fortarbciten. Österreich.Ungarn uud Montenegro haben gemeinsame Interesfcu. Wir leben auf dem Fuße aufrichtiger Nach. barn, die sich schätzen. Mich erfüllt Verehrung uud - große Zuneigung zum Herrscher des mächtigen Nachbar« reiches, dem Kaiser Franz Josef, mit dem mich warme Freundschaft verbindet. Der .Kaiser sieht auf uus mit Wohlwollen und Liebe uud uus erfüllcu dankbare Ge» fühle. Gehet ruhig au die Arbeit! Mein väterliches Herz ist ruhig iu dem Gedanken, daß alles geschieht, um dem Vaterland den Frieden zu erhalten." Stürmischer Beifall folgte diesen Worten. An maßgebender serbischer Stelle wird erklärt: Die Kricgsministertrisc ist durch das Vcrbleibeu des Kriegsministers Steftauovw beigelegt. Nach einer Melduug aus Sofia wird die am 15./28. Oktober verfassungsgemäß stattfindende Eröff» uung des Ordentlichen Sobranje in feierlicher Weise durch den König Ferdiuand erfolgeu. Das „Neue Wieuer Tagblatt" hält die Lage in China für uugemcin gefahrdrohend. Wenn es dem Doktor Sun gelingen sollte, den Umsturz durchzuführen, so würde der von deu chinesischen Nationalisten auf ihre Fahne geschriebene Nafsenkampf, richtiger der Vernich» tuugskampf gegcu alle uichtchinefischeu Mougolcuvöllcr, vor allem die herrschenden Mandschu dcu ziemlich ge-wisseu Verlust der Mandschurei uud der Mougolei für das Ehina-Sunyalsen herbeiführen. Europa habe das grüßte Interesse daran, daß Iuanschilkai seine Missiuu durchführe, denn ganz uuübersehbar wären die möglichen Folgen, die ein allgemeiner Umsturz iu China und der Zusammenbruch der wankenden Maudschudyuastie iu Pe» kiug für die Mize Welt zeitigen köuute. TlllMlcuintcitcn. — Was ein Frcitaa der 13. kostet.) In diesem Mouale trat der uicht allzu häufige Fall eiu, daß der 13. auf eiuen Freilag fiel. Abergläubischen Menscheu mußte dieses Zusammentressen als ein kritisches Ercig. nis erster Ordnung gellen und höchste Vorsicht zur Pflicht macheu. Welchen Einfluß ein solcher Aberglaube auch auf das wirtschaftliche Leben haben kann, lehren einige Zahlen, die sich auf die Einnahmen französischer Eisenbahnen beziehen. In Paris sanken die Einnahmen der Omnibnsgesellschast am fraglicheu Tage um acht Millionen Mark; die Südbahn büßte 12^2 Millionen ein, eine andere Eifeubahugesellschast mehr als zehu Millionen. Erwähnt möge in diesem Zusammeuhangc, auch werden, daß im Jahre 1885, als der 13. März ^ aus einen Freitag fiel, die Pariser Theater 12 Millio» nen Mark weniger einnahmen als am Vorabende. — lNienen als Waffen.) Die Bienenzucht steht be» sonders im Kaukasus in hohen Ehren, obwohl sie dort immer noch in recht primitiver Weise ausgeübt wird. Man schätzt in dem etwas verwilderten Lande die Bienen aber nicht nur wegeu des Honigs uud des Wachses, die sie liefern, sondern auch — so selten das klingen mag — als Angriffs, oder Abwehrwasfen; in dieser EigeusclMt sind fie den kühneu Bergbewohnern schou oft fehr nütz. lich gewesen. Vor einigen Jahren wurde eine Bande von Straßeuräuberu und Viehdieben, die von deu Sol-daten lange Zeit vergeblich verfolgt worden war, vuu eiuer kleinen Abteilung Kosaken gezlvuugeu, sich auf eiuen felsigen Berggipfel zu flüchten; die Näubcr wur» deu sofort umzingelt und aufgefordert, sich bedingungs« los zu ergeben. 'Anstatt aber zu gehorchen, warf der Führer der Bande plötzlich drei in Tonnen verpackte Bienenkörbe, die dicht mit Bienen bevölkert waren, den Nergabhang hinunter. Die ausfliegenden Bienen stürz, ten sich in der größten Wut auf die Kosaken und stacheu sie so entsetzlich daß die tapferen Krieger über Hals und Kopf davonliefen und die Räuber Räuber seiu licßcu. Listige Angriffe diefer Art, die schon zur Zeit de^ Mithridates auf den Schlachtfeldern versucht wurdeu, machten den russischen Truppen im vorigcu Jahrhundert während ihres langwierigen svon Tolstoj geschilderten) Feldzugs gegen Schamyl, den Propheten uud Eultau der laulasi'schcu Bergvölker, oft uud viel zu schaffcu. — lHöfliche Bitte an Kirchcudiclie.j An der Stifts» kirche zu O>siach in Kärnlen ist folgende Auuouce feiu säuberlich uuter Glas und Rahmen affichicrt: „Aviso ür Kircheudicbe. Die Kirche zu Ossiach ist so arm, daß mau ihr lieber etwas gcbeu, deuu uehmeu soll. Die Opfcrstöcke habeu 100 X gekostet, uud es brächte gewiß uicht den gehofften Gewiun, wenll mau dieselben spren-gen oder gar demolieren wollte. Das Hineinleuchten mit Zündhölzchen, das Manipulieren mit Dietrichcu, der Versuch des Mün^enfanges mit Lcimrutcu, wie es leider erst unlängst dahier erfolglos versucht wurde, alle diese Dlngc sind vollständig überflüssig, vergeblich uud unnütz. Auch sonst ist in dieser Kirche lein Gold uud kein Silber zu holen. Das Opfer ist in diesen teuren Zeileu schon bedenklich schmal geworden. Die P. T. Kirchendiebe werden daher freundlichst uud höflichst ersucht, ihr Genie uud ihre Tatkraft hier nicht nutzlos iu deu Dienst ihrer etwas gefährlichen Vercicheruugspolitik stellen zu wollen, damit diese ohnehin selbst arme Kirche weuigstens davor bewahrt bleibe, die Opfcrstöcke reparieren oder gar ucu auschaffeu zu müsscu. Kirchcuvorstehung Ofsiach. 15. Juli 1911." — sUm einem tiefgefühlten Bedürfnisse) abzuhelfen, hol die Bostoncr Liga für Araueurecht eiue neue Eides» forme! für die Fraueurechlleriuucu ausgearbeitet, die in den heiligen Stand der Ehe eintreten wollen. Bisher gelobte die Vrcmt am Altar, ihrem Ehegatten zu „ge-horchen uud ihm überall hin zu folgen". Die amerila-uischen Suffragettes erblicken in diesem Gelübde einen Verrat an der Menschenwürde der Frau, vor allem rich, tet sich ihre Erbitterung gegen das Wort „gehorchen", und daher hat nun im Auftrag der Liga Miß Alice Stoue VIackwell eiue ucue Formel verfaßt, die lüuftig von jeder ehrliebenden amerikauischcu Braut gewählt werden müßte. Das Gelöbnis der Suffragettes lautet: „Ich uehme dich zu meiuem angetrauten Gemahl und gelobe, dich in Krankheit und in Gesundheit zu lieben uud zu achten, bis der Tod uus treuut. Ich gelobe, mei» nen Galten loder Gattin) zu stützen iznd zu helfen und seiue sihre) Politische Anschauungen zu verteidigen uud ^ ich willige darin ein, alle ehelichen Schwierigkeiten ohne ^Inanspruchnahme des Gerichtes zu lösen."'Besonderes Gewicht wird natürlich auf die Uuantastbarkeit der poli-tischen Anschauungen der Frau gelegt; doch da es immer, hin Männer geben köuute, die die politischen Anschauun. gen ihren Fraueu uicht unbedingt verteidigen uud am ! Ende gar ihre Gattiu politisch ungünstig beeinflussen, ist noch eine mildere Formel für alle Fälle vorgesehen. Sie lautet: „Ich verspreche, meinem Manu lFrau) bei. zusteheu und »hu lsic) iu jeder Weise darin zu unter» stützen, seiue (ihre) politischen Anschauungen zu bewahren und zu vertreten." — sIndische Ehen.) Dem jetzt in London erschienenen Bericht über die Volkszählung iu Indien entnimmt das „Journal des D^bats", daß sich dort uicht weniger als 250.000 Ehefrauen befinden, die ihr fünftes Lebensjahr noch uicht vollendet haben. 2,000.000 haben das zehnte Jahr uuch nicht erreicht, 6,000.000 befiudeu sich zwischen dem zehuten und fünfzehnten und 9,000.000 zwischen dem fünfzehnten und zunnzigsten Jahre. Wie sich von selbst ergibt, sind diese frühzeitigen Heiraten nicht auf gegen» eitigc Neigungen gegründet, souderu regelrechte'Am» delsgeschäfte, da die Sitte des Laudes fordert, daß ein Vater so bald wie möglich seiner Tochter, selbst weun sie noch ein Kind sein sollte, einen Galleu kauft. Wer sich diesem Brauche entzieht, setzt sich iu dieser Welt der allge-meinen Geringschätzung, iu der audercn den schwersten Strafen uud Dualen aus. Weuu die Hochzeit des Kindes vollzogen ist, kehrt es iu den Schoß seiner Fomilie zurück und wird erst im Alter von zehn oder zwölf Jahren seinein rechtmäßigen Gatten übergeben. Auf diese Weise befinden sich in Indien Millioueu von Müttern, die erst 13, und Grußmütter, die erst 25 Jahre alt sind. Veueideuswert ist übrigens das Los der iudischeu Frauen nicht. Jede Geburt ciucr Tochter wird als Unglück be> trachtet, da mit ihr durch die zu gewähreude Mitgist große Ausgaben verknüpft sind, und so ist cs begreiflich, daß der Kindcrmord m Indien in voller Blute steht. Als verheiratete Frau führt die Judieriu das Leben eiuer Sklaviu, die Witwe ist aber uoch unglücklicher, da uach dem Volksglauben der Verstorbeue um so seliqer ist, je mehr sciue Witwe auf Erden dulden muß. Iu Hudien gibt es aus Grund der ueucsten Volkszählung 26 Mil-lioucn Witwen, von denen 10.000 noch kciue fünf Jahre alt sind; 5000 sind jünger als zehn uud 275.000 jünger als fünfzehn Jahre. ^ollll- und Prouillzial-Nachlichtcu. Die Entwickelung des deutschen Bühneuwcfens in Laibach. Kulturbilder von P. v, Nadirs. (Alle «echte vorbehalten,) (Fortsetzung.) III. Italienische Oper. Die lrainische Landschaft, die krainischcn Herren Stände, die sich infolge „der allgemeinen Vcrwilderuna der Kmnüdianlentruppeu" im Verlaufe des 18. ^ahr« Hunderts immer mehr vou deu hochdeutschen Komüdian-ten abgewendet — sie hatten ihnen ja schou im I^ahre 1700 gegen frühere Subveutionsbeträge von 300 fl. und höher mm nur mehr die Geringfügigkeit von 2b fl., 1737 von 15 Taleru aus dem Geucraleiunehmeramte ausgeworfen " — wandten sich jetzt mehr uud mehr den italienischen Operisten zu. "' Peritzhofsen, Pragmaliea Earuioliae — Graf Barbosche Schloßbibliothel' in Kroifenbach, II., 46, 359. Der stille See. Roman dvn . Oo«rth» Mahler. (b?. Fortsetzung.) (Nachdruck Verbote».) Ruth fragte sie, ob sie mit ihr geheu wolle, oder ob sie allem geheu müsse. Da wurde das alte Fräu° leiu ganz zoruig. „Aber, wo werde ich denn — Fräulein Nuth — wollte sagen, Frau Gräfiu. Wo werde ich Sie denn allem geheu lasseu? Was soll ich denn mit meinem bißchen Lebeu aufangeu, wenu ich nicht bei Ihuen bleibe. So eine schöne juuge Frau braucht eiuen Schutz — und ich will den sehen, der Ihueu zu nahe kommt, wenn ich bei Ihueu biu. Ich gehe mit Ihucn — meinet» wegeu bis aus den Moud." Trotz ihres guteu Willeus war es uicht so leicht, das alte Fräuleiu für die Abreise flott zu machen. Sie war in ihrem Lebeu nie aus ihrer Vaterstadt hinaus» gekommen. Uud nuu sollte es so weit fortgehcu. Das alte Fräulein sah recht äugstlich aus, und es war sehr wahrscheinlich, daß Nuth ihr gegenüber viel mehr die Beschützerin als die Beschützte sein würde. Es war für Fräulein Hebenstreil nicht viel anders, als wenu andere Ücute eine Neise uach dem Monde unternehmen. Aber schlichlich U)ar sie doch fertig geworden und wenn es nun in die schrecklichste Einöde oder Wüsteuei gegangen wäre — fie hätte Nuth uicht allein gelassen. Und wie notwendig die junge Frau einen Menschen brauchte, der ihr treu ergeben war, das merkte sie erst nach einigen Wochen, als sie mit dem alten Fräulein bereits ein hübsches kleines Landhäuschen iu der Nähe einer rheinische» Stadt bewohulc. Gelegentlich einer Nheiurcise hatte Nuth das Häuscheu gcseheu, uud da es leer stand, sofort gemietet. Sie lebte dort still für sich. Der schöne große Gar» ten, der das Häuschen umgab, halte es ihr augetau. Fräulein Hebenstrcil engagierte eine Dienerin, uud der alte Gärtner, der das Häuscheu bisher für die Erben seines verstorbenen Herru verwaltet hatte, blieb iu sei-uer Wohnung im Erdgeschoß uud hielt den Garten in Ordnuug. Seine Frau giug Fräuleiu Hebenstreit mit au die Hand und ließ sich von ihr erzählen, welch eine arg vornehme Dame ihre Frau Gräfin sei. Ruth hatte in den ersten Wochen uicht Nast und Nuhe gefunden, uud Fräulein Hebenstreit seufzte manch-mal beklommen auf, wenn cs immer wieder waiter ging vou Ort zu Ort. Nun waren fie endlich zur Nuhe gekommen, und das alte Fräulein fühlte sich bald behaglich in dem hübschen kleinen Häuscheu. Aber Nuth merkte erst jetzt in der Stille, die sie umgab, wie uuglückluh sie war. Sie versuchte zu schreibcu, aber Befriedigung und Bcsreiuug brachte ihr das nicht. Auch fühlte sie sich, schon seit sie Nochsberg verlassen hatte, sehr uuwuhl. Zu-erst schob sie das auf die Nachwirkung ihres Kummers. Schließlich, als cs nicht besser werden wollte, folgte sie aber doch Fräulein Hcbeustreits herzlicher Bitte und l,eß deu Arzt kommen aus dem naheu Städtchen. Dieser brauchle uicht lange, um Nuths Zustand zu crkeunen. Nach einer ernsten Unterredung fuhr er mit lächelndem Gesicht wieder fort. Nuth >aß wie erstarrr, als er fie allein gelassen. Sie fürchtete sich, daran zu denken, was ihr der Arzt gesagt hatte. Langsam vermochte sic erst zu fassen, daß sie, ehe der uächslc Frühling ins Land zog, Mutter sein würde. Wie diese Eröffnung auf sie eiuwirkte, erfuhr kein Mcusch. Die Gewohnheit strenger Selbstbeherrschung verließ sie auch jetzt nicht. Zunächst war sie in tiefster Seele erschrocken. — Jetzt sollte sie Mutter werden, jetzt, da sie sich von dem Vater ihres Kindes getrennt hatte. Wenn ihr Kind auf )ie Welt kam, hatte es keinen Vater mehr. — Durfte denn das fein? Mußte sie Hans Rochus nicht sofort Nachricht geben? Lockend sah sie ein leuchtendes Ziel vor sich auf» steigen. Wenn er es erfuhr — mußte er sie dann nicht zurückholen — mußten sie nicht beieinander bleiben schon des Kindes wcgeu? Uud wenn sie ihm ein liebes Neines Kind in die Arme legte — ob er ihr dann nicht eines Ta^es sein Herz zuwenden würde? Band sie dieses Kind nicht mit unlöslichen Banden? Ob nicht die kleinen zar» ten Kiuderhände eine Brücke bauen konnten, auf der sich Vater und Mutter begegneten? Sie sprang auf und setzte sich an den Schreiblisch, > um ihm Zu schreiben. Aber ehe sie uoch die Anrede be- ! gönnen hatte, warf fie die Feder wieder hin uud barg , dc.s Gesicht in deu Händen. Nein — nein — sie durfte uicht neue Fesseln schla- ^ gen, jetzt, da er sich frei glaubte und die Arme nach i)em Glück ausstreckte. Er würde die Mutter semes 3in< des gewiß ohne Weigerung wieder aufnehmen — weil er es für seine Pflicht halten würde? Was aber würde ihm das Kind der ungeliebten Frau bedeuten? Eine Fessel wie sie selbst, ein lästiges Hindernis. Er würbe es nicht lieben, wie er die Mutter nicht liebte, weil cs sich zwischen ihn und das Glück stellte. «.Forts, folgt.) Üaibacher Zeitung Nr. 245_______________________________________2319_____________________________________________ 25. Oktober 1911. In Venedig war znr Zeit eine der besten und berühmtesten Öperngesellschaften, die Coinagnia des Mingotti, nnd da erschien in Laibach zuerst Angel» Min. golli und nach ihm Pietro Mingotli. Angelo Vtiiigotti betreffend, begegnen lvir in den Auszeichnungen der Landschaft einer mehrfach interessan. ten Ausführung. Als nämlich der Impressario Angelo Mingotti 174U „wegen seiner Mühenxiltung resveclu der produzierten Opera um eine Neeompens angesucht, kam es in der darüber angestellten Konferenz der Stände we. gen den ohnehin betrübten Zeiten" zu Widerspruch, da die lokalen Bedürfnisse („die Ortsnotwendigkeit") der Lustbarkeit drangehe, man diele notleidende Orte in. Lande habe nnd man durch einen solchen „Auswurf" Mkompens) viel Stände betrüben würde, anderseits aber täten es die Vorländer (Steiermark,-" Kärnten) auch mit der Bewilligung der Länder, welche gleichfalls nicht zum Besten stünden, anch würde es die Kasse der Landschaft nicht viel empfinden, da es ja nicht alle Jahre geschehe; außerdem habe die Landschaft ihm bereits das Theater gemacht, nämlich das Holz für die fliegende Bühne beigestellt. Der „Schlnß" dieser Konfercnzdebatte lautete auf Znerlennung einer Subvention von 300 fl. für Angelo Mingotti."' Was gab Angelo Mingotti im Jahre 1740 für Opern in Laibach? Es war im Karneval des genannten Jahres 1740, daß die Gesellschaft zwei musikalische Dramen, Text vom vielgenannten Poeten am kaiserlichen Hofe in Wien Metastasio, Musik vom kursächsischen und königl. pol-niichen Hofkapellmeister Johann Adolf Hasse, hier zu Gehör brachte, nämlich die Opern „Nosmira" nnd „Artaserse". Die beiden Textbücher erschienen aus der« Druckerei von Adam Friedrich Neichardl auf dem Tisch des Hauses, wie wir heute sagen würden, als Dedika-tionsexemplar für die Herren Stände, uud zwar in ita« lienischcr und gegenübergestellt auch in deutscher Sprache. Das Titelblatt der „Nosmira"'" lautet wörtlich wie folgt: Rosmira / Traiaa / Per Musica. / Da representarsi / nella sala del / Palazzo Pro-vinciale in / Lubiana, / Dedicato / All / Eccelsa Pro-vincia / del / Ducato / Di Cragno / Nel Carnevale 1740 / La Poesia e del Sig. Abbato Pietro Metastasio / Poeta di Sua Maesta Ces. e Catt. irk gli Arcadi Artino / Corasio / La Musica e del Sig. Giovanni Adolfo Hasse det / to il Sassione Maestro di Cappella di Sua Maestä il Re di / Polonia ed Elettor di Sassionia, e Maestro del Pio / Ospital dell' Incurabili in Venezia / Lubiana Nella Stamparia di Adamo Frid. Reichhardt. Dem Tilelblatte folgt die Widmung an die „Hoch» löblichen Landtständc", der zu entnehmen ist, „daß dises änderte Sing'Gespräch (guesto seeondo Drama) in dem Vorstellungs.Gezelte dargestellt lvird", und gezeichnet ist der untertänigst gehorsamste Angelo Mingotti (L'Impres. sario). Blatt 8 nennt uns die „Auftretende Personen" uud da begegnen wir in der Hauplpartie, der „Nosmira", der Angehörigen einer in Oberitalien (dem Nergamaski-fchen), zu jener Zeit aber auch bekanntlich in Kram verbreiteten Familie — nämlich der „Iuugfrau Car-lina Valvasorin". Sonst lvaren außer „^iosmira, Prin» zessin aus Cypern in Manuß ^- Kleydung unter dem Nahmen Enrimenes — Jungfrau Carlina Valvasorin; Parthenope, Königin von Parthenope, heutzutage Neapel! — Iuilgfrau Anna Negrin oder sogenannte Mestrina ^ voil Venedig; Aemilins Printz von Cnnia — Herr Dominikus Vattaglini; Arsaees Printz von Corinthus — Jungfrau Barbara Narizin von Bolonien (Bologna), Armindus Printz von Nhodus — Herr Pascal Negri, von Venedig; die neuen zwischen Spill werden vorstellen — die Jungfrau Antonia Berteli von Bolonien und der Herr Johann Micheli von Padua. Dieses Persouenverzeichnis nennt im ganzen vier weibliche Kräfte; dabei ist noch zu bemerken, daß die Trägerin der Hauptparlie, die Jungfrau Valvasorin, in Männerkleidern aufgetreten, sowie daß die Mannspartie des Prinzen von Korinth von der Jungfrau Narizin gegeben wurde, während die Königin Parthenope von der Jungfrau Negrin sowie eine Figur im Zwischen-spiel von der Jungfrau Nerteli zur Darstellung gebracht wurde. Als Veränderungen der Szenen erscheinen vorge-schrieben: In der ersten Abhandlung (Akt): Ein Garten, ein königlicher S«al, ein Audienzzimmer, ein Gebüsch; in der anderen Abhandlung: eine Straße mtt einem Triumphwagen, ein Vorhuf, ein königlicher Saal; in der dritten Abhandluug: ein Garten, ein Kampfplatz, -« Dr. Ferd. Nischoff, Zur Geschichte des Theaters in Graz, Separatdruck, S. 6 ff. "' Peritzhosfen, C. A. O., II., 46, 461. '" In je einem Exemplar in der hiesigen k. k. Stu° dienbibliolhek sowie in den Sammlungen des Museums be»vahrt. (47, SS. 4".) ! mit einem Schranken umgeben und einer Öffnung in der Mitte, mit einem Thron für die Parthenope und einem Tisch, auf diesem die Ausforfchuugsbriefe und zwc i bloße Degen zum Zwei kämpfe. Man sieht, das Szenarium war ein ziemlich mannigfaltiges, so daß auch für das Auge genügend gesorgt war und sich namentlich auch der Schlußeffell, der Zweilampf zwischen Eurimencs (Nosmira) und Arsaees bühnengerecht herausarbeiten ließ, so daß die Lösung des Musikdramas die endliche Zusammengebnng der Nosmira und des Arsaces, „da die Liebesbegebenheilen der Nosmira nnd des Arsaees — wie der Inhalt der Altion voransverkündet — die größten Anszieruugen (den größten Neiz) nnd den Zu» sammenhang des Werkes bildeten", in allseits befriedi» gender Weise erfolgen konnte. Es lauten die Schlußworte, die innerhalb der Duellschranken von den Beteiligten also sich vernehmen lassen: Arsaees (zu Eurimenes der in Mannstleidern herausgeforderten Nosmira): Ich zucke bereits meinen Degen, komme zum Streiten, aber mit entblößter Brust, und wann wird es geschehen? — Aemilius: Es reget sich in mir ein großer Zweifel von einem verborgenen Betrug! — Arsaces" Was für eine Verweilung ist dieses? — Armindus: Eurimeues, wo scynd die edle und hohe Gedanken deines Herzens? (Dove sono, Evrimine, gli alten del tuo cor nobili sensi?) — Arsaces: Was machest dn, »Ms gedenkest du? — Ar» mindus: Was für eine Furcht machet dein Angesicht er. bleichen? — Arsaces: Einschließest du dich noch nicht? — Parthenupe: Benehme ihnen den Argwohn. — Nos» mira: Ich solle meine Brust entblößen? Ich solle mich entkleiden, wo ein ganzes Volk mich beobachtet und siehet? Ach Königin ich kann nicht: Ich bin Notzmira. (Sie kniet.) — Parlhenope: Du bist Nosmira? (Sie stehet auf und steigt hernach vom Throu.) — Nosmira: Sihe, Nosmira liget zu deiueu Füßen: es weiß es die Liebe, daß ich diejenige bin nnd Arsaces weiß es auch. 7— Aemilius: Was vernehme ich! — Armindus: Was höre ich? Unerwarteter Ausgaug! — Parthenope: Stehe auf, ich umarme dich (zu Nosmira) und du, »uarum hast du geschwiegen? (Zu Arsaees.) — Arsaccs: Sie hat es mir so auferleget. — Nosmira: Es war mein Wille, mich an ihm zu rächen, um durch fein Schweigen feine Treue zn prüfen. — Armindns: Anjetzl verstehe ich es. — Aemilius: Anjetzl erkenne ich es. — Armindus: Warum du ohue zu reden soviel erduldet. (Zum Arsaces.) — Aemilius: Daß dein Hochmnth lobenswürdig seie. (Zur Nosmira.) — Arnundus: Anjetzo weiß ich, was sür eine Factel in dir brennet und den Arsaces cr-schrecke. (Hur Nosmira.) — Parthenope: Armindus sei mein Gemahl. — Armindus: Längstgewünschte Nuhe. (Surpitato nposo.) — Parthenope: Nosmira sei dein. (Zum Arsaccs.) — Arsaces: Endlich bist du mir noch zu Theil worden. — Nosmira: Mein Abgott, hintergehe mich nicht mehr. — Parthenope: Du gehe in deine Freiheit nnd herrsche an dem schönen von der Sonne bestrahlten Cnmamischen Gestad, und da ich dich nicht als Liebhaber verlange, so will ich dich als einen Freund erhalten. (Zum Aemilius.) — Chor: Leb', leb' Parthe-nope (Neapel), leb' du Schöne, du sollst leben: das Herr-liche Gestad mit neuem Liecht nmbgeben, das scheint und glänzt stäts ausgeschmückt, dieweil du es also beglückt. — „Ende der Opera", deren Erfolg gewiß auch in dem „Vorstellungs-Gezelte" der krainischen Landschaft kein geringerer gewesen, denn anderwärts, wenngleich, wie schon die kleine Probestelle hier zeigt, in dem Textbuche des Librettisten, bei allem sich darin aussprechenden ! Talente Metastasios, die Diktion sich hente zumeist lon-ventionell und steif darstellt, doch voll im Geschmacke ! der Zeit gelegen »mr, abgesehen von der meisterhasten ! künstlerischen ^mnpusilion Hasses. (Fortsetzung folgt.) — lTanktioniertcr Landtastsbeschlus;.) Wie wir cr° , fahren, hat Seine Majestät der K a i ser nut Aller-! höchster Entschließung vom 12. d. M. den m der Sitzung des lrainischen Landtages vom 19. Oktober 1910 ge° faßten Beschluß genehmigt, mit welchem dcr Stadt-gemeinde Laibach die Bewilligung erteilt wurde, em Darlehen von 200.000 Iv gegen 4'/. cr:!llhmc.> Seine Exzellenz Feld» marschall.Lenlnanl Hermann Kusmanek hat, vom Urlaube zurückgekehrt, das Stations, und Militär, stcüionskommando sowie das Kommando der 28. Iu« santerietruppendivision wieder übernommen. — lEffektelllottelie gu Gunsten der k. t. Gesellschaft vom Tillicrnen Krc«,;e.j Zu Gnnsttn des Silbernen Kreuzes wd. h. Melodien samt Text) hielt am 15. d. Äi. in der „Glasbena Matica", die das gesam» uielte nnd gegen Feuersgesahr versicherte Material ver» wahrt, unter Vorsitz des Herrn Musikdirektors M. H u -bad eine Sitzung ab, iu der über die Erfolge der im verflossenen Jahre geleistete» Arbeit berichtet wurde. Mit der systematischeii Sammclarbeil mußte für dieses Jahr - - zeitweilig — ausgesetzt werde», da ei»erseits viele Gebiete erschöpft zu sei» scheine» und auderseits das Material so gewallig angewachsen ist, daß, um uicht den nötigen Überblick zu verlieren, zunächst an die Sichtung des Gewonnenen geschritten werden mußte, weil sonst die Gefahr bestünde, daß unter dem Schein des Originellen doch zu viele bloße Varianten dem Kur» pns einverleibt und gegen die Prinzipien des Ausschusses auch honoriert würden. Man beschränkte sich also neben der Sichtung des Materials, die in den Händen des Herrn taiserl. Nates I. Franke liegt, darans, nur in jenen Gebieten die Liederschätze noch zn heben zu suchen, die bisher mehr abseits gebliebe» waren (Kärn-ten nnd Görz), und anderseits durch geschulte Sammler i» allen Gebieten kritische Nachlese zu hallen. Honoriert wird von nun an bloß solches Material, das in jeder Nichlung Neues bringt. — Trotz dieser Beschränkungen liefen im lausenden Jahre bis zu diesem Zeitpunkte volle 784 Lieder ei»; revidiert uud registriert siud bisher gegen 7000 Lieder nnd das Gesamtergebnis der fünf-jährigen Sammelarbeit beträgt bisher die stattliche An» zahl von 9007 Lieder» (Melodie»). —in— — > zinrt'annl. — sGemeindevorstandswahlen.) Bei der am 30. Ok» tober vorgenommenen Nemvahl des Vorstandes der Ge» meinde Log wurden gewählt: zum Gemeindevorsteher Franz Nus in Log, zu Gemeinderäten Anton SelMar in Lukovica und Matthias ktodlar in Log. — Bei de; am 8. Oktober vorgenommenen Nenwahl des Vorstan, des der Gemeinde St. Kanzian wurden gewählt: zum Gemeindevorsteher Anton l^intole in DobrMa vas, zu Gemeinderäten Johann Selak in Dobrava, Johann To-maöu" in Otavnik, Josef Jene in Dru5«e, Iohaun Kom< ljanec in Zloganje, Joses Zalokar in St. Kanzian, Io« hann Dulc in Tel^e, Josef Ierman5i5 in Dru^e, Paul Zupet in St. Kanzian, Peter Durjava in St. Kanzian und Anton Smrekar in Zavinjal. " lAus Eifersucht.! Gestern übersielen eine Afsi. stentensra» »nd eine Gastwirtin im Hofe eines Hauses an der Poljanaslraße eine Magd, rifsen ihr die Kleider vom Leibe, warfen sie zu Boden und schlngen mit Stöcken solange anf fie ein, bis fie ohnmächtig zusammensank. Über polizeiliche Anordmmg wnrde die Magd mit dem Nettungswagen ins Krankenhaus gebracht. Das Motiv des Überfalles ist Eifersucht. — lHühnerdiebstähle.j Dem Keuschler Bartholomews ^ebc^ek in Verje wurden kürzlich ails seinem nnversperr-ten Stalle 6 .kühner, Weilers der Keuschlerin I^'ina Kerili in Ober-Pirnu-e 4 Hühner und der Keuschleim Maria Ba«'»ik ebendori 5 Hühner gestohlen. Laibacher Zeitung Nr. 245._____________ __________________2320_______ 25. Oktober Ivii. — Diu zudringlicher Stromer.) Der 33 Jahre alte Bergarbeiter Eduard M/u" aus Gonobitz in Steier» mark ivurde aiu 14. d. M. voil der Schllbstatioilsgemeillde Lukowitz mittelst Zlvangspaffes iu seine Heimalsgemeinde gewiesen. Er zog es aber vor, in Krain zu agieren und die bellte mit zudringliche»! Vetteln zu belästigen. Am 23. d. M. wurde Vo/i<"' in Zwischenwässern arretiert und dem Bezirksgerichte iu Laibach eingeliefert. — rde,l vor 14 Tagen aus einem mwersperrten Kastell ein grüner Winter» stosfailzug mit kariertem, graubraunem Untcrfutter, eine graufärbige, gestreifte Kamnigarnhose, zwei schöne, noch nelie graugrüilsärbige,, Hüte, eine goldene kleine Taschenuhr mit Doppeldeckel und eine goldene Kette sanlt eiuem mit drei Steinen versehenen Medailloll als Anhängsel gestohleil. Der Gesamtschaden beträgt l44 X. — Mn Sack Schwämme gestohlen.) Ein unbekann° ter Dieb schlich sich eines Abends in der vergangenen Woche in die Wohnung der Besitzerin Maria Vajt in Sovodenj ein und entwendete aus einem unversperrten Kastell 4 I< Meingeld. Dann begab er sich iu das obere Stockwerk und stahl dort einen mit getrockneten Schwäm° - men gefüllten Sack im Werte von 75 X. — lKinematograph „Ideal".) Morgen letzter Tag des schönen Programmes, übermorgen Spezialabcnd mit ausgesuchtem Programm, geluugeue komische Bilder und der Schlager „Das Armband der Gräsiu" mit dem Wuuderkinde, dem sechsjährigen Fritzchen in der Haupt» rolle. Samstag „Jugendsünde", rührendes Drama (der Nurdisk Film Co.). Am gleichen Tage Eröffnung der modernen elektrischen Photographie, zwölf Bilder losten nur 80 II wuudernd genießen wir heute wie ehedem die herrlichen Schöpfungen des Meisters, der Großes und Hehres in der Kunst unserer Zeit vollbrachte. Die Philharmonische Gesellschaft eröffnete iu wür. diger Weise die Neihe ihrer musikalischen Veranstallnu. gen, indem sie ihr erstes Milgliedertonzert den Manen des große», Meisters weihte. Es zählt zu den großen Verdiensten Musikdirektors IofefZ öhrer , daß er in den letzten zwei Jahrzehnten den Musikfreuudeu die Kenntnis der herrlichen Inflru-mentalwerke Liszts vermittelte, die nach den treffenden Worten N. Wagners gleichsam eine Monumenlalisterung seiner Persönlichen Kunst bedeuten. In mnstergültigen Ausführungen entzückten das kunstsinnige Publikum die sinfvnischen Dichtungen: „Les Preludes", „Tasso", „Dante" uild die „Fcstklänge" sowie sein farbenpräch-tigcs Klavierkonzert in EZ-Dur. Eine Kuusttal von blei° bendem Werte bildete jedoch die zweimalige Ausführung des Oratoriums „Legende vou der heiligen Elisabeth", diesem wunderbaren Werke voll deutscher Poesie und Gem'ütsmnigkeit. Wir hoffen, daß auch audere bedeutende Werke Liszts in Zukunft die Vortragsordnuugen der Philhar-munischeu Gesellschaft schmücken werden. Den Abend eröffnete die sinfonische Dichtung „Fest-klänge". Wie in sciueu anderen Werken begegnen wir auch in dieser sinfonischen Dichtung der Mannigfaltigtei der Stimmung- es läßt sich jedoch nicht verhehlen, daß andere Schöpfungen Liszts auf die>em Gebiete die „Festklänge" weil überragen. Namentlich stehen „Les Preludes", „Tasso" und "die „Vergsinfonie" au Tiefe und Reichlnm der Stimmuug fuwie Kraft der Erfiu-dnng höher. Freilich befähigte ihn feine Bildung auch ln dieser Komposition neue Ideell zu bringen, auf die audcre Talente nicht vcrfieleu. Vom blendenden Glänze seines großen Genius er» strahlt das prächtige Klavierkonzert in Es-Dur, das, noch so ost gehört, immer vou neuem den Zuhörer ent° zückt. In dem Konzerte offenbart fich die glänzende Be» handlnng des Orchesters kühn und geistreich kombiniert und koloriert in Rhythmus und Harmonie. Und wie klingt uud singt das Klavier! So viel Zartheit uebeu stürmischer Kraft, so geistvolle Einzelwirkungen bei sol» cher Einheit der Gesamtwirlung! Dazu tritt der reiche Schmuck von Passagenblüten, mit dem Liszt jedes Klavierstück umgibt. Wir Hörleu das Konzert in der Tonhalle zu ver. schicdenen Zeilen von verschiedenen Künstlern, doch nie üble es auf uus einen ähnlichen blcudeuden Eindruck wie bei der Anfführung in diefem Konzerte'. Allerdings U>aren hiezn alle günstigen Vorbedingungen vorhanden: ein zahlreiches Pnbliknm in lunflfrendiger Stimmung, ein tüchtiges Orchester unter der trefflichen, bewährten Leitung Musikdirektors Z öhrer, ein ueucr, wunder-barer „Bösendorier" und eine Künstlerin, die Liszt zu spielen versteht: Fräulein Germaine S ch nitzler, die sich scholl in der letzten Konzertsaison in Laibach eines großen Erfolges erfreute. Das Konzert bietet eine Sammlung der seltensten Schwierigkeiten aller Art; die Künstlerin bewältigte sie sämtlich mit oewnndernswerter Sicherheit und Kraft; dazn gesellt sich ein durchgeistigter Vortrag, singend, glanzvoll und stürmisch mit wirksamen Steigeruugcu des Ausdruckes; Anschlag und Gebrauch des Pedals sind echt, künstlerisch. Alle Vorzüge ihrer Virtuosität trateu ferner im Vortrage der Rhapsodie Nr. IX zutage. Über stur-misches Verlangen gab die Künstlerin ein Stück von Saiut'Sai'NZ zn. Mit besonderer Freude begrüßte das Publikum die liebenswürdige, Sängerin Frau Mitzi A m brosit s ch. Ebenmäßig und rein ist der helle Sopran der Sängerin ausgebildet, der voll Wohltlang iu allen Registern mühe» los die hohe Lage erreicht. Ihre Auffassung ist durch» aus stilgerecht und vornehm. Das Gebet der heiligen Elisabeth brachte Fran Ambrositsch mit inniger Versen-ti.ng in den InHall, lvarmer Empfinduug und edlem Ausdruck zu eindrucksvoller Wirkung, die sich in rei-chem, herzlichem Beifall löste. Einer ähnlichen vornehmeil und pocsievollen Auf» fasfung begegneten wir im Vortrage der Lieder von Liszt: „Die Lorelcy", „Der du vom Himmel bist" und „Liebcsluft", das über rauschenden Beifall wiederholt werden mußte. Der Erfolg ist um fu höher zu fchätzeu, als die 70 Lieder, die Liszt komponierte, im gewöhn-Ucheu Sinne des Wortes nicht dankbar sind. ^. *" Miser Franz Ioseph-Iubiliiumstheater.) Nach dem löblichen Grundsatze: Dem Besten das Beste bereitete die Vühnenleilung die erste Klassikervorstcllung dieser Spielzeit gewissenhaft und mit rühmenswertem künstlerischen Verständnis vor und verlieh der Auffüh-rung dnrch stimmungsvolle szenische Bilder besonderes Interesse. Der erfreulich große Besuch gab Zeugnis, daß die Werke jener Heroen, die dereinst ihre flolzcu Gcistesschlachten schlugen, im Volke wurzelu, das immer gerne seinen Wissensdurst au ihren reinen Quellen stillt. Vor allen findet aber Schiller den Weg zum Her-zeu der Jugend, die sich zahlreich eiugesuuden halte; ihre Begeisterung gehört dem Jugendwerte ihres Lieb-lingsdichlers; fie erblickt in den Übertreibungen der „Räuber" Kraft, in der Sprache der Begeifleruug nnd in seinem ganzen Hauche einen Teil ihres eigenen Seins. — Die Tarstellung erbrachte den Beweis, daß den Künstlern im Frondienste des Schwankes und der Operette, der Sinn sür das Große uud Edle nicht ver-loreu giug. In diesem Sinn erfaßten Herr Heim als Karl und Herr Egerer als Franz das wahre Wesen der Kunst, indem sie die Linien, die der Genlus des Dichters vorzeichuete, lcbeusvoll geistig nachzeichneten und damit ihre schöne Begabnng uud ,hr Verständnis beknndeten. De>l Klassikern war die Kunst eme Ergän-zung des Lebens, nicht das Lebeil selbst wle den Mo> dernen, deshalb erfanden fie wohl andere Ausdrucks-Mittel und einen anderen Stil, aber der verständige Künstler wird die richtige Üoerbrückuug zwischen alter und neuer Ausfaffuug finden. Herr H e i m legte in die tönenden Phrasen seines Helden teils einen schwärme-rifchen, teils resignierten Zug, der sie^ dem Zuhörer menschlich näher brachte, ohne an dein Idealismus der dichterischen Gestalt zu rütteln; Sprache und Darftel-Innss waren maßvoll, und in edlen Umrissen erschien der Held charakteristisch. Mit hinreißendem leidenschaftlichem Schmerze spielte er die Erlennungsszene mit dem allen Moor. .<->crr Egcrcr ist rin denkender Künstler, der den ausgesprochen schurlischeu Charakter des Franz stil-gerecht im Geiste des Dichters verkörperte und aus ge-wisse Mätzchen neuerer Virtuosen der Schauspielkunst verzichtetet Erschütternde und ergrclfendc Wirkung übte die Erzählung des furchtbareu Traumes vom jüngsten Gerichte, welche die bühnenwirksame Szenerie unter-stützte. Beide Küustler fanden verdienten rauschenden Beifall. Herr Fokschauer brachte die Erzählung des Räuberkandidaten Kosinsti mit Feuer und klangvoller Sprechweise zur Geltung, Herr Kr i sch gab dcn Jam- inergreis nach bewährtem Musler. Ali dem huhlen Pathos der so unglücklich gezeichneten Amalie wird auch die Kunst einer großen Schauspielerin scheitern, des-halb bietet sie keinen Maßstab für die Verwendbarkeit einer Darstellerin. Die Träger der übrigen Rollen be-wieseil den besten Willen, der sich aber nicht immer mit ihrem Können deckte. Dem Werke wird kein Abbruch durch uxilere wohltätige Kürzuugen getan. So kann die erste Szene des dritten Altes, die Abfertigung Frau-zeus durch Amalia, ganz gnl wegbleiben, da sie eher komisch wirkt; aucl/ aus die Begegnung Karls mit Amalieu im Schlosse kann mail verzichten.' .1. — lSloveuisches Theater.) Als erste Klassikervorslel-lliilg in der Saison ging gestern Grillparzers „Sappho" in Szene, worin die Titelrolle von Frau Danilova, die des Phaon vou Herrn ßimüäek und die der Melitta von Fräulein Wintrova gespielt wurden. Frau Da nil ova legte das Hauptgewicht ihrer Dar-stelluugstunst auf die Charakterisierung der von Eifer-sucht u»ld Haß verzehrten'Frau, hätte aber diese Cha-rallerzüge besser entsprechend mildern sollen; denn es läßt sich nicht lengnen, daß die alternde Sappho durch die exklusiv scharfe Heroorkehrnng ihrer Licbesraserei dem Zuschauer nicht näher rückl, vielmehr ihn geradezu abstößt. Wir hätten also eine nachdrücklichere Betonung der in Sappho schlummernden edleren Gefühle gewünscht, die bei verschiedenen Gelegenheilen, namentlich aber in der Schlußszene, unterstrichen zntage hätten treten sollen. Überdies trugen die tiefen gulluralcu Töne, die Frau Tauilova zur ^ennzeichilung des heftigen Schmer-zes anwandle, zuweilen eine zn ranhe Färbung. Im son» jiigen hatte Frau Dauilova ihre Rolle mit gewohntem Eifer einstudiert und sich auch nach ihrem Empfinden darein vertieft. Herr 8 i m ä 5 c k war in den ersten Alten von einer mehr oder weuigcr schwankeuden Hal» lung ohne belebende Wärme, taute aber fohin um eini-ges alls und fand, wenn anch nichl immer, Töne, aus deueu Liebe und vor nichts zurückschreckende Entschlossen» heit heraustlangeu. Seiue Sprechweise Unr zuwcileu zu überhastet, auch uicht frei von unslovenischem Akzente; immerhin aber bot er im gauzen eine Leistnng, die das Gepräge eines intensiven Stndinms von einigermaßen persönlicher, obwohl uicht überall einwandfreier Note au sich trng. Fräulein Wintrova gab die Melitta in ihrer natürlichen, gewinnenden Weise mit der einer Sklavin zustehenden Unterwürfigkeit, aber auch mit dem Liebreize der Geliebten und der Liebenden. Schade, daß fie zuweilen zu leise sprach — eiu Nbelstand, dcr sich >n iyren sonst anerkennenswerten Leistungen immer und immer wieder unliebsam geltend macht. Der Nhamnes des Herrn Skrbin^ek war stellenweise zu polternd, dann wieder zu weinerlich, trug aber soust das Charak» terislikon des seiner Herrin blindlings ergebenen Skla-vcn. Unter dcn übrigen Mitwirkenden ist noch Frau Horska als Eucharis zu nennen, die, zum erstenmale in einer etnxis größeren Rolle beschäftigt, ihre Sache gar nicht übel machte. Das Szencnbllo war in An-betracht der uicht übermäßig reichen Requisiten geschickt arrangiert; die Ensembleszenen gestalteten sich lebhaft, im Jubelgeschrei des ersten Aktes vielleicht sogar zu energisch. — Die Vorstellung war entgegen der An» gäbe des Theaterzettels, der ihren Schluß wieder „nach" 10 Uhr verheißen hatte, bald nach halb zehn Uhr zu Ende. Man scheint also den hergebrachteil Theaterzettel-schlendrian trotz der sechzehn Proben, die der Aufsüh-rung der „Sappho" Vorangegangen waren, nicht los-verden zu sönnen . . . —n— Vilchcrucnhcitcn. — s„Ner.qschwallien.") Erzählungen aus dem Schwarzwald von August G anlh e r. Inhalt: Mutter, erzähl'! Die große Trommel. Der Tanznarr. Die Ent-dcckung. Bei der Hexeueiche. Bruder Leichtfuß. Das Gebet der Seppenbuben. In der Sommerfrische. Die Sorge des Remias. Lerche und Fink. Geheftet 3 K, gebunden 4 K 20 1>. — Es sind Erzählungen mil Volks» lümlichem Gruudton, die Zeugnis ablegen, für die tief-gehende Beobachtnngsgabc des echten Künstlers. Den Schwarzwald nnd seine Bewohner kennt August Ganthcr wie kaum ein anderer. — l,,Alls stillen Winkeln.") Novellen von Marthe Rcnate Fischer. Inhalt: Die Fahnenträgerin. Mem Freund August. Ratmann Wallup. Der Blinde. Die Frau von Marree. Schrie nicht das Käuzchen? Mein erster Schleier. Der alte Manu. Tahlete. Lotte. Ge-heftet 4 k 20 li, gebunden 5 tv 40 b. — Marthe Renate Fischer ist eiue vorzügliche Erzählerin, die ihre Leser zu packen und zu ergreifen weiß. Ernst und eindrucks-voll find ihre Schilderungeil, dann aber auch wieder heiter und frohgelaunt. Das hier angezeigte Vändchen wird niemand unbefriedigt aus der Hand legen. __ ^Abgeirrt.") Huchgebirgsroman von Adolf O t t. Geh. 3 X 60 b, geb. 4 1v' 80 !>. — Zu dcn beliebtesten Erzählern und den bestell Darstellern der Gebirgswelt und ihrer Bewohner gehört Adolf Ott, den man füglich neben Gaughufer stellen dars. Die sonnigen, schlichten Schildernngen des Hochgebirg.s, die natürliche, einfache Charalterfchilderuiig feiner Bewohner, der Bauern und Jägersleute, der kernigen Burschen und der lnstigen Dirndln, sind so reclü das Gebiet dieses liebenswürdigen Schriftstellers. Auch die Liebesgeschichtc ist so recht dem Leben dieser Menschen entnommen, die der Natur so viel uäherstehen, bei denen Liebe und Haß noch m,> gebändigte Gewalten darstellen. In der Hauptsache dreht es sich hier um die Liebe eines Forstgehilfcn zu einer reichen Vaucrstochter, die der protzige Bauer dem jun< geu Jäger verweigert. Aber der alte Bauer ift ganz im geheinieu ein tollkühner Wilderer und wird nun vow Laibacher Zeitung Nr. 245._______________________________________2321___________________________ 25. Oktober 1911 Geliebten seiner Tochter überrascht, der aber aus Liebe schweigt. Durch die Eifersucht einer Zigeunerin kmumt oas Geheimnis aber doch an den Tag und die Pflicht-Versäumnis wird geahndet. Alle diese Kunfliktc und Kämpfe sind mit seltener Warmherzigkeit und Anschau-lichkeit geschildert: mau sieht das ganze Leben und Trei-ben dieser Menschen, ihre Sorgen und Nöte, ihre Freu» den und Schmerzen, uud den Hintergrund bilden die Verge mil ihrer großen Szenerie. Die hier besprochenen Vücher sind durch die Buch-Handlung Jg. v. Kleinmayr H Jed. Namberg in Laibach zu beziehen. Telegramme des k. k. Telegraphen-Korrespondenz-Bureaus. Der Kaiser. Wien, 24. Oktober. Die „Korrespondenz Wilhelm" meldet: Seine Majestät. Allerhöchslwelcher heute dm Tag über in Schönbrunn verblieben isl, hat heute dort vormittags Erzherzog Franz Ferdinand in Privat» audienz empfangen. "Der Kaiser hat ferner heute den Vortrag des Generaladsutanlen General der Infanterie Freiherrn von Volsras entgegengenommen sowie den Kriegsminister und den Minister fnr Kultus und Unter» richt in besonderer Audienz empfangen. Seine Majestät laboriert an einem leichten Schnupfen, der wahrschein» lich eine Folge des Schwarzauer Aufenthaltes ift. Der Monarch isl nämlich auf dcm Balkon des Schlusses längere Zeit ohne Kopfbedeckung im Freien gestanden und hat sich dadurch den Schnupfen zugezogen. Obwohl der Schnupfen ganz leichter Nawr isl, hat sich der Kaiser bestimmen lassen, vorläufig die Fahrten nach der Hof» bürg einzustellen, damit der ohne jede Vegleiterschei» nung auftretende Schnupfen in der kürzesten Z^'it be« hoben werde. Demgemäß wnrden auch die für Donners« tag den 26. d. M. angesetzten allgemeinen Audienzen und die ihnen vorhergehende Antriltsandienz des neu er» nannten rumänischen Gcsandlen abgesagt. Die Empfänge in Schönbrunn wird Seine Majestät auch weiter fort» setzen, da, wie gesagt, der Schnupfen leichter Natur ist und den Kaiser gar nicht behindert. Sitzung des Abgcordueteuhauscs. Wien, 24. Oktober. In fortgesetzter erster Lesung der Regierungsvorlage über die italieuische Nechtsfakul» tät klagt Abg.'Dr. Va t t i st i über die Vernachlässigung der hohen alten Kultur der Italiener und der italic» Nischen Provinzen Österreichs. Der größte Feind der italienischen Universitätsfragc sei die österreichische Ne» gierung gewesen, indem sie, statt den Wünschen der Ita» liener im Verordnungswege zu entsprechen, sich bald die Obstruktion der Slov^nen, bald die chauvinistischen Auslassungen eines Alldeutschen zuuutze machte. Wenn auch der Unletrichlsminister Freitag in warmen Worten der Bewunderung für die italienische Kultur Ausdruck gab und volles Verständnis für die Notwendigkeit der kulturellen Bedürfnisse der Italiener zeigte, so sei Nedner doch nicht gewillt, ihm den Beifall zu zollen, dcr ihm von einigen Italienern gespendet wurde. Er warte auf Taten,' die Vorlage entspreche nicht den Bedürfnissen der Italiener. — Abg. Nyba r betont, die Südslaven anerkannten stets prinzipiell dir Berechtigung der For» derung der Italiener, für ihre Opposition gegen die Vorlage waren spezielle Gründe maßgebend. Nedner wendet sich schärsstens gegen die Präpotenz der Deutschen in Österreich sowie gegln das feindliche Auftreten der Italiener im Küstenlande gegenüber den Sloveneu. Nedner habe uichts gegen das Bündnis mit Italien, doch ein Küstenland, worin die Slaven sich frei ent-wickeln könnten, wäre der beste Schntzwall gegen die Aspirationen hüben und drüben. — Abg. Smodlaka erklärt, der Klnb der Dalmatiner werde sich für die gerechten Forderungen der Italiener einsetzen, und ver» langt die Anerkennung dcr Agramer Universitälsprü» fungen. Die Deutschen in Österreich müssen auf die herrschende Rolle verzichten. Es sei die höchste Zeit, daß sich die Deutschen mit den Slaven im beiderseitigen Interesse aussöhnen. — Der Ezcchc F o r m anek tritt für die Vorlage ebenso wie sür eine rulhenische Uni-versität ein und der Sozialdemokral Tomä^ek für den Standort Trieft. — Der Alldeutsche Dr. Jäger bezeichnet das Vündnisverhältnis mit Italien als Schcinbündnis und spricht sich gegen jegliche italienische Universität aus. — Hierauf wird die Verhandlung ab» gebrochen und der Antrag, betreffend die dalmatinischen Bahnen, fortgesetzt. — Nächste Sitzung morgen. Dcmissiuu des Banns. Budapest, 24. Oktober. Das Ungarische, Telegra-phen-Korrespondenzbureau meldet: Der Banus von Kroatien Dr. Toma^iü hat heute im Wege des unga» rischen Ministerpräsidenten seine Demission überreicht. Der Banus motiviert seine Demissionsabsicht damit, daß man bei der heutigen Zusammensetzung des kroatisch, slavonischen Laudtages nicht auf die Annahme des Vud» gets rechneu könne'. Dies fei zumeist der Haltung der serbisch-ckroatisclM Koalition zuzuschrelben, deren ein-gestandenes Ziel es ist, eine Persunalveränderung zu Kewirken. Die Lage hat sich in letzter Ze,t durch die persönlichen Angriffe noch mehr verschärft, die stch gegen die Mitglieder ' der Landesregierung und gegen den Vanus richteten. Wie das Ungarische Telegraphen-Kor. -respondcnzbnrean von kompetenter Seite erfährt, wird die Demission in keinem Falle angenommen werden. Brände. Ödcnburg, 24. Oktober. In der Ortschaft Nepezet-Vanya sind dreiundsiebzig Wohnhäuser und vierundacht» zig Nebengebäude und in der Ortschaft Pelesztey acht» undzwanzig Wohnhäuser und vierzig Nebengebäude abgebrannt. Zahlreiche Hanstiere sind den Bränden zum Opfer gefallen. Der italiemsch-tnrkischc Krieg. Konstnniinopel, 24. Oktober. Bei dem gestrigen di° plomatischen Empfang soll der Minister des Außeru, wie verlautet, erklärt haben, die Italiener hätten bei den Kämpfen vor Benghasi 2000 Tote verloren. London, 24. Oktober. Dem Ncnterschen Bureau wird aus Malta gemeldet: Nach hier aus Venghasi ein» gelangten Briefen hat das Bombardement drr Italiener eine furchtbare Panik unter der Bevölkerung verursacht und bedeutenden Schaden angerichtet. Zahlreiche Häuser und Gebäude sind zerstört. Die Malteserkirche ist teil» weise eingestürzt, wobei acht Malteser getötet und zehn verwundet wurdeu. Es heißt, daß das englische Konsn-lalsgebäude schweren Schaden gelitten hat und daß der Konsul verletzt wurde. Mehrere englische Staatsangehörige und Juden, die sich in das Konsulat geflüchtet lMen, seien verwundet oder getötet worden. Die Zahl der Opfer unter wr übrigen Vcvölkernng wird in den Briefen nnf 4000 geschätzt. Koustantiuopcl, 24. Oktober. Der Deputierte Ismail Hali wendet sich im „Tanin" gegen jede Ver» miitlungsaklion nnd sagt, die Ottomanen werdon die Waffen' nicht strecken, solange Tripolis nicht zurück» erstattet und die Türkei fürten Materialschaden nicht entschädigt wird. Solange dies nicht geschieht, werden die Ottomanen Italien a'ls aus der Weltkarle verschwur den betrachten. Rücktritt der kretischen Regierung. Kanea, 24. Oktober. Die kretische Regierung ist nach einer stürmischen Kammersitzung zurückgetreten. Die Revolution iu China. Tchanlchlli, 24. Oktober. Die Ausständischen haben Kiuliang genommen und den Damen niedergebrannt. London, 24. Oktober. „Daily News" melden aus Newyork: Der chinesische Revolutionär Suniatscn ist gestern hier eingetroffen. Man weiß, daß Suniatseu nur Meldungen ans Peking abwartet, um nach China ab-zureisen," von wo er seit 12 Jahren verbannt ist. Neueste telephonische Nachrichten. Nom, 25. Oktober. Die, „AgenZia Stefani" berich» tet aus Tripolis über di.e vorgestrige Frühaltacke gegen die vorgeschobenen italienischen Posten. Die Araber und Türken in dcr von den Italienern besetzten Oase grisscn die italienischen Posten von der Flanke an. Arabische und türkische Reiterei stürmte gegen die italienischen Positionen vor, wurde jedoch durch heftiges und äußerst wirksames Gewehrfeuer zurückgeworfen. Hiebei gelang es den Italienern einen Teil der Angreifer zu umzin» geln, wobei viele Araber getötet, verletzt oder gefangen genommen wurden. Gleichzeitig unternahm die türkische Infanterie einen Angriff, wurde jedoch zurückgeschlagen. Der Geist der italienischen Truppeil ist sehr gehoben. Die Araber haben beträchtliche Verluste erlilleu, nach Erzählungen von Gefangenen sollen die Verluste 100 Tote und noch viel mchr Verwundete betragen. Die Vcr» luste der Italiener sind nicht bedenlend. London, 25. Oktober. Das Unterhaus ist gestern zn seiner ersten Herbsltagung zusammengetreten. Deputier» ter Mason Liberal) richtete an den Premierminister die Frage, warum die britische Regierung der italic« nischen und türkischen Regierung nicht ihre guten Dienste zur Beendigung des italienisch-türkischen Kon» flilles angeboten habe. Äsquilh antwortete, die britische Negierung sei nicht der Ansicht, daß eine öffentliche Mit° ttilunq darüber in diesem Augenblicke das Ziel, wel» ches Deputierter Mason vor Augen habe, zu fördern imstande sei. (Beifall.)____________________ Verantwortlicher Redakteur: Anton Fu"tll7 Ausweis über den Stand dcr Tierseuchen iu Kraiu im- die Zeit vom 14. bis zum 2l. Ottober '911. Es herrscht: die Maul- und Maueujeuche im Vezirte Adelsberg in der Ormeiude Adelsberg l20 u> den Gemeinden Plmnua (19 Geh', R« et (5 Geh- ; nu Vezirte Radmamis^orf in der («emeiudc L'Ngenseld ^ Geh.); uu Vczirke Tschernembl in den Oememdeu AdleZlc !49 Geh. . Draqatusch (7 Geh,). Drasic l'U Geh.) Kalbersberg (1 Geh.), Lola ll" Geh,). Möttliug (? Geh.). ^chemberg (2 Geh.), Sc-witsch (2^ Geh,). Tributsche (17 Geh.). Tscheruembl (31 Geh.), Weuntz (2 ^ die Nä'ude im Äczirle Adelsberg m der Gememde Grafen-brunn (1 Geh.); ^ . . „ , der Notlaus der Schweine un Vezirle Lcnbach Stadt (1 Gel,); im Vezirkc Littai in den Gemeinde» Postbüchel (1 Geh.) haljua (I Geh.); im Bezirke Rubolfswert in der Gemmide'Nudol'swert (1 Geh.). Erloschen ist: die Maul° uud Klauenseuche im Vezirte Adelsberg in den Gemrilitn'n Adelsberg (! Gch.), Ht. Michael (8 Geh); im Vezirte Loitsch in der Gemeinde Altemnarlt (40 Geh,), Na-denze (10 Geh.), Adlesic (3 Geh.), Tributschc (47 Geh.), Tscheplach (1b Geh.); der Notlauf der Echlveiue im Bezirke Gurkfeld in der Gemeinde Savenstein (I Geh.); im Bezirte Tfchernembl in der Gemeinde Drasii (1 Geh.). A. k. AandeVrogierung für Arain Laibach, am ^1. Oktober 1911. Angekommene Fremde. Granv-Hotel «Union". Am 22. Oltober. Se. Durchlaucht Fürst Wiudisch-grätz. — Ebsteinfils. Fabrikant, Delle-Velfort. — Lobol, Kfm., Sagor. — Zügel, Pfarrer, Krupa, — Reiner, Pfarrer, Gott-schce. — Gnidouec, Pfarrer, Scisenberg. — Lente, Priv., Laverca. - Tome, Priv.. St, Veit. - Nimanni, Kfm.. Varth. -Schweighofer, Herz, Kaufler, Keltl, Weinberger, Deueberg, Mal'ü'vii, Hell, Vurlhard, Kaiser, Tarisl, Singer, Rsde,, Wien. — Stoeger, Rsd., Agram. — Huz'el. Nsd.. Stuttgart. — Alrssllndrini. Rsd., Trento. — Kebat, Rsd.. Görz. — Reiter. Gherssach, Rsd., Trieft. Am 23. Oktober. Neiner, Kapellmeister, Budapest. — Hummer, Sekretär, Graz. — Dr. Vculovic, Ko,izi< Pist, Agram. — Zeidlcr, Professor, Prag. — Stroh, Direktor. Wien. — Dr. Maurouic Professor, Agram. — Rona. Fa> brilant. Wien. — Zupanc, Pno., Oottschee. - Klimpfinger, Vauing.; Dr. Polorny. Inspektor, Wien. - Oblat, Kfm., Olierlaibach. — Diminid. Maschinist, Trieft. — Cedolim. Inspektor; Marini, Stefani. Kflte., Venezin. — Schober, Priv,, Graz. ^ Mayer, Schlesingcr, Schwarz, Katz, Hobersdorfer, Wlcek. Kickingcr, Hubert, Virnbauni, hamerschlag, Korn, Hawlik, Njde,, Wien. — Wagner, Sohr. Mennelstein, Dabrauz, Ianstl). Veuermaim. Nsde., Graz. - Waldstcin, Nsd., Tevlih. — Friedmann, Nst»., Agram. — Maitzcn. Nsd., Marburg. — Vratter, Rsd., Prohnitz. - Vaß, «ral, Rsde., Trieft. Hotel „Elefant". Am 21. Oktober. Hama.. Ing.; Schnitzer, Klavier« virtuose; Vühm, Nenner, Christ, Müller, Mein, Vomas. Hahn, Steiner, Doser, Rsde.. Wien. — Kubisch. Rsd., Marburg. — Haut. Rsd,, Budapest. — Tschern. Rsd.. Trieft. — Angelo. Rsd.; Buchbcrgei, l, u, l. Rechnuugsakzessist, Graz. — Diel, Beamter, Raibl. — Oberwulder, iitleiulcrchner, Priu., Dom» jchale. — Sturm, Besitzer, Seizach. — Glück, Kfm., Prag. — Wemmiiller. Kfm.. Nürnberg. ^ Höchner, Kfm.. Stuttgart. — Schmih, Kfni., Köln. — Adalbcroth. Kfm., s. Sohn. Leipzig. Meteorologische Beobachtungen in Laibach. Seehöhe 306 2 m. Mittl Luftdruck 736 0 mm. Z N ZZ^ ft Wind de«Vel«W «. 2U. N. 730 4 II LGZO.^wach Regen 9U. Ab. 732-7 8 9! W. mäßig . 25. 7 U. F. > 732-9 ' 7 7! NO. schwach bewölkt 166-4 Das Taaesmittel der gestrigen Temperstur beträgt 10-1', «?ri:ial> 8 9". Dr. Eugen Gallatia ist zurückgekehrt und ordiniert wieder. (4229) 3-2 Hinweis. Uiisercr hcntigen Numulcr lGesamtauftag!') liegt eine Einladung zum Abonnement auf die Zeitschrift Aatur bei und wolle mau sich der bcigca/benen BesteNtnrte bedienen. Außer Fleisohnot nun auoh Kaffee- und Zuokerteuerung. Die Hausfrauen haben jetzt schlechte Zeiten durchzumachen. Dio Proiso für Fleisch sind so hoch, daß os schwer ist, oin gutes Stück Fleisch iii den Topf zu bekommen. In den letzten Monaten ist nun auch der Kaffee ganz wesentlich teurer geworden, und um die sparsame Hausfrau ganz in Verlegenheit zu setzen, soll sie nun auch für den Zucker viol mehr bezahlen wie sonst. In solchen schlechten Zeiten sei auf den altbewährten Kathreiuers Knoipp-Malzkaffee ganz besonders hingewiesen. Der echte Kathreiner in den bekannten üriginalpakoteu, die den Namen und das Bild «Pfarrer Kneipp» als Schutzmarke und den Namen «Kathroiner» tragen, ist für den Bohnenkaffee der beste Ersatz und auch dor wohlschmeckendste Zusatz. Bei Vorwendung dos Kathreiner benötigt man viel woniger Zucker, als wenn man reinen Bohnenkaffee trinkt oder sich irgend eines Kaffoesurrogatos als Zusatz bedient. Man spart also durch den Kathreiner Zucker und Kaffee und damit oin hübsches iStück Geld. Wenn die Hausfrauen für das Fleisch auch oinen derartig guten Ersatz hätten, dann wäre dio Teuerung wohl leichter zu ertragen. (4201a) Danksagung. Für die uns allseitig bewiesene tröstende Teil» nähme anläßlich des Hinscheidcus unseres lieben Bruders, bezw. Schwagers und Onkels, des Herrn Alfons Schober ^rivcrtievO sowie für die ehrende Begleitung zur letzten Ruhe. statte und die schönen Krcnizspeilden, erstatten den wärmsten und besten Dank auf diesem N^'ge die trauernd Hiuterbliebcuen. Laibach, am 24. Oktober 1911. Lmbacher Zeitung Nr. 245. 2322 25. Oktober 1911. Aktienkapital: 150,000.000 Kronen. Kais, Varkiuf und BelehnuDo von Wert- >apliran! BBrsenordres; Vorwaliung *•¦ Bipoti, Safe-Depoilti etc. He des K. K. pi Oesterreichischen (175o) in Laibach___________ Credit-Hnstalt für Handel lä Ue Franz-Josef-Straße Nr. 9. Reserven: 95,000.000 Kronen. Eseompte von Wschsuln u. Oavlitiii; Seift <;inlä|en geg. ElnlacsbOchcr u.ira Konti KorrtBt; MliitBr-HuisalikaulioBan eto. Kurse an der Wiener Börse vom 84. Oktober 1O11. Sihlußkiire field | Ware Allg. Staatsschuld. " Pro». a (Mai-Nov.)p.K.4 9f3t 91-66 g **/• >. ii P- U.4 9i-3t 9i-6t 2 k. st. K. (Jan.-Juli) p. K.4 9f3t> 9ibt ¦ „ „ p. A.4 91-16 91-66 5 4-a»/,».W.Not.F«b.AnK.i..K.4'2 9436 94'66 JŠ 42"/,, ,, „ „ ,, p.A.4'2 94-36 9466 .5 4-2% „ Bllb.Apr.-Okt.I,.K.4-Ü 9486 94-st W 4-2. ii ., ,,U..4 91-36 91-66 Oest.InveBt.-Eent.Btsr.p.K.SV; 79-80 «0 — Franz .loEeff-b. i.Silb.(d.S.)&>/< U2-2b H3-zt Galiz.KarlLuclwigeb.id.St.i4 92- 93- Nordwb.,ö.u.8üdnd.Vb.(d.S.)! 91-41 92-4t Rudolfsb.i.K.-W.Etfr.(d.S.)4 91-60 92-tO Vom Siaatez. Zalilnng filiern. Eisenbabii-Friurit&ts-Obli^. Böhm. Nordbarm Km. 1882 4 114-71 116-76 Buhm.WcslbDhn F.m. 1885..4 9266 93-6t Böhm.W'cBtb.Km. l8!)5i.K. 4 92-40 93-4( Ferd.-Nordb.K.18Hü(d.S.). .4 94-00 S6-90 dio. K. li't)4(d.St.)K... .4 96-Z6 .«6-^f FranzJo*cfVb.E.l&84(d.S )S4 93-70 94 7t Galiz.KarlLudwigb. (d.gt.)S4 92-96 S3 90 Laib.-Steinl.kb.üO0u.iCO0fl.4 92-60 93-6C Lem.-Czer.-J.E. 184-zo Wien v.J.JSOh v.K.......4 92-30 93 3t IUiH8.St.A.1906f.l00Kp.U. f) 10326 103-76 Bul.St.-Goldanl.lßO/IOOKlVj 93-76 94-7t Pfandbriefe und KonininnaloLligationen. H(ulenkr.-A. Pst., uOj. o. W. 4 92-G6 93-66 Hodenkr.-A.f. Dalinat. v.K. 4 9976 100-76 Bülini.HypothekenbankK . . 5 100-6C 101-60 d1o. Hypothbk., i.67 J.v.K.4 94-60 9490 dto. Lb K.-SchuldBch..f:0j.4 93-— 94- dlo. dto. 78J.K.4 98-- 94-- dto. E.-SchuldBch.78J. 4 98-— 94-- SchluCknrs Geld | Ware Proz. *~~ Galiz.Akt.-Hyp.-Bk.......5 U0-- —— dto. inh.öOj.verl.K. 4V» *&'$<> 9S90 Goliz.LandcBb.51'/jJ v.K. 4Vj W- 10(J'~ dto. K.-übI.llI.Em.42j 4>/, 98-26 99-26 Istr. Kodcnkr.-A.86j.ü.W. 6 101- 102-— Istr.K.-Kr.-A.i.62VjJ.v.K. 4>/5 99-76 100 26 Miihr.Hypoth.-B.ü.W.u.K.4 98-60 94-60 Kicd.-ost.Land.-Hyp.A56J.4 9376 94-76 Oest. Hyp.-l.innki.50j.verl. 4 93-60 94-60 OeBt.-ung.HanköOj.v. o.W. 4 9646 97-46 dto. nOJ.v. K..........4 9710 98-10 Centr.Hyp.-B. ung. Spark. 4'/? ss'26 99'*6 Comrzbk., Fest. Ung. 4lJ. 4'/» *8""> P97Cl dto. Coni.O. i.S0»/jJ-K4Vj 9S-Zf 99'*6 Herm.B.-K.A.i.ftOJ.v.K4'/, 98-76 9976 S[ark.InncrBt.Bud.i.60J.K4V2 »*'— "¦- dto. inh.fOJ.v.K.....4V« S2-- S3--- Siark.V.P.Vat.C.O.K.^'/j 98-- 99- Uitg.Hyp.l!.inPeBtK...4V3 Bf 60 99-60 dto. Kom.-Sch.i.50j.v.K4V2 s^*° 9S"W Eisenliahn -Prior.-OMig. Kasch.-Odcih.E.i889id.S. S.-J 90-66 91-66 dto. Em. 1908 K (d.S.)... 4 SO 66 91-66 Lemb.-Czer.-J.E.1884300S.36 S6S0 S6-S0 dto. 800 S............* 91-10 92-10 SloatFeisenb -Gesell. E. 18U6 id. St.) M. 100 IM........9 S9-- 90- Südb. Jan.-J. 500 F. p. A. 2'fi 203-40 264-40 Uute]krainerB.(d.S.)Ö.W. .4 94- se- Diverse Lose. Hodenla.öst.E.i8H>al00fl.SX 29T- 803- llctto E. 1889 ä 100 fl-----3X '72-26 278-26 Hyiioth.-B.ung.Pruni.-Schv. J, 100 II................4 260-76 266-76 Serb.Prümien-Anl.alOOFr. ü 122-76 128-76 Bud.-.Kasilica(Domb.)5ll.ö.W. 86-26 39-2t Crcd.-AuBt.f.H.u.G.lOOn.o.W. 496-- 607 — Laibach. Präm.-Anl. 20 fl.ö.W 82-— 8S- Schlusikura Geld | Wart; % RotenKreuz.öst.G.v.lOfl.ö W. 7i-6C 77-60 detto ung. G.v. . . ösl.ö.W. 47- 61- Tilik.E.-A.,Pr.-O.400Fr.p.K. 234-40 237-40 Wiener Kommunal-Lose vom Jah.ro 1874.....lOOfl.ö.W. 603-- 616-- Gfcwinstsch. der 3°/„ Pr.-Sch. dei Bod.-Cred.-Anst.E. 18H0 7176 7776 Gewinstsch. der 3% Pr.-Sch. derBod.-Cred.-Anst.E. 188i) //fl-— 129--Gcwinstsch. der 4°/n Pr.-Sch. der ung. Hypotheken-Bank 60-60 66-60 Transport-Aktien. Donau-Darops.-G. 600 fl. C. M. UZT- 1183 - Ferd.-lNordbahn 10C0 fl. ü. M. 4990-- 601V- Lloyd, üsterr........400K 664- «67- Staats-Eisb.-G. p. U. 200 II. S. 726-— 727- Südbahn-G.p.U. ...50QFrs. 10760 108-60 Bank-Aktien. Anglo-ÖBterr.Bank 12011.18K 82326 8242t Bankver.,Wr.p.U. 200fl.30 „ 636 76 63776 Bod.-C.-A.allgöat. 300KS4 „ 1277 ~ 12S3-- Crrdit-Anst. p. U. 320K32,, 636-26 63726 Credit-B.ong.allg. 20011.42 „ SSr- 832-Eskompteb. steier. 200sl.32 ,. 612- -•- EBkompte-G.,n. ö. 400K88 ,, 770- 77J-- Lüriderb.,b'st.p.U. 200flü8 ,, 636-- 637-- I.aibaiherKreditb. 400K28 ,, 466— 469- Oest.-ungar.B. 140OK 9080 ,, 1983— 1992-- Unicnbar.kp.U. . . 200H.32 „ 616-60 617-60 Verkel.rsbaiik,Dllg.l4Ofl.2O ,, 372- 873-60 Zivnosten.bonka 10011.14,, 179-— tSO- Indnstrie-Aktien. licri-n.Hültw. ()., öst. 400K 964-— 9676t HirtenbcrgP.,2.a.M.F. 400 K I196-— 1200-- Königsh.Zement-Fabrik 400 K 362-- 863-— LengenfelderP.-C.A.-G. 250 K 24»- 246-- Montanges.,öHterr.-alp. iOOfl. HIT— 81S-- SchluOkrirv Geld | Wa.-t Perlmooser h. K. n. P. IOOfl. 448-- 460 bO PragerEis«uind.-Gesell. 500 K 2741 — Z7B1 — Rimamor.-Salgö-Tarj. lOOfl. 652 2« 693 2» Salgö-Tarj.Stk.-B.....IOOfl. 671 - 672 — Skodaweike A.-G. Pile. aooK 669 60 67060 Waflen-F.-G..österr... IOOfl. 738- 743 — Wcstb. Bergbau-A.-G. IOOfl 669- 672 — Devisen. Kurze Sichten nnd Soheeks. Deutsche Bankplätze....... //7™-» r/7»«* Italienische Bankplätze..... 96-07* 56-27* London.................. 24186 i4l-€6 PariB ................... 9f9& 96 10 Valuten. Münzdukaten............. 11-40 tv« 20-Francs-Stücke.......... 19 22 1924 20-Mark-SIUcke........... za-66 tieo Dputsche Reichsbanknoten .. irr** //7»»* Italienische Banknoten..... 96-06 96-26 Rubel-Noten ............. *•»*"« r*eio Lokalpapiere nach Pii valDotier. d. Filiale d. K.K. priv.OcHt.Credit-Anstalt. Brauerei Union Akt. 200 K 0 226- 236 Hotel Union ,, nOO ,, 0 —•— —-- Krain.Banges. „ 200 „12K 200-- 210 ¦-¦ ,, Industrie „ 1000 ,,80,. 1920- (970 — Stablw.Weißens.,, 300 ,,30„ 725-- 77fl-• Unterkrain.St.-Akt. IOOfl. 0 70 84 fiankzinsful} 4% Die Neuerung sämtlicher Aktien und Atii „Diversen Lose" versteht sich per Stück