kriaumrrLliour prcisr: Für Laiüach: ^U-dng . . . , ft. 4„ ir, V'-röi.Zdrj^ d . 4 ^ 20 « Bi-n-!ijtzng. , . r , 1» , Ä!'. der Poit: ^»il^drtz . . . 11 ft. - ,1. . . 5 SU * ' ,5 ^ ^Hrllurig :2s Hävs vierter-2d7ig LH ^ L'2NaNrch ;» fr. -rs^2^MLrn « fr. er Ar Iso. Anonyme Mittheilungen icrrden nicht 'beröckfichtigt; Mannscripte nicht zurückgesendet. r> 5 d a k I j o n: ^.rd.'.^o^asse l'i. rrrrrrition und Znsrratrv Surccru: ttonLretzPl.'.n Nr. 81 fBi'.LbanLlurg ocn :1. v.KicinmavrLF. Bamberg), Zusrrlioasjirtisk: »iür ins ciül'.v^tige Pclitzrtt- ü kl zwciiuai.ger ^iuiL^Nunz ^ 5 kr rreima! » 7 kr. »»„ttieveftemrcl jede»ma> so kr. Äei grp^Lren Inseraten lind öft-rkt Linschalrung eursprkchender Rab,tt. Donnerstag, 4. Zuli 1872. — Morgen: Domitius. 5. Jahrgang. ^lk Charakteristik der Jesuiten und ihres Stifters. i. . Ist cs nicht ein merkwürdiges Zusammentreffen, gerade am Papstfest vor cincm Jahre der ^uwpheinzug des neuen Reichsgrüuders in der "vrddeutscheu Kaiserstadt vor sich ging und Heuer -aus dasselbe die Jesuitmdebalte im Reichstag traf! es nicht seltsam, daß znin freundlichen Andenken an den l«^. Juui dem specisischen Papstorden, °e» Urhebern des Unfehlbarkeitsdogma's die saculta-^e Ausweisung decretirt wird, die man ihnen für emi ,^ail längst schriftlich uns mündlich, wohlmeinend und darum warnend in Aussicht gestellt M. ZA werden bei dieser Berathung eines — ^usnahmsgesetzes wieder Glimmen zu ihrem Lob ertönen, welchen wir ohne weiters beipflichten, z. B. Welch stanncnswerthe Ausopferung vom ersten bis Zum letzten Mann sie im letzten Kriege bewiesen! Wir zweifeln sogar nicht, daß, wenn sie sich fort-dauerd auf die Krankenpflege verlegten, kein vernünftiger Mensch iin Staate ihnen etwas anhabcn würde Gestehe man nur: die berühmte und gefürchtete Gesellschaft zählt nach wie vor ihrer ersten Aufhebung sehr viele gescheidte und opferfreudige Männer, wenn auch keine Drnkcr, die au einen Duns Scotus und Bonaventura, die Frauciscaner, an einen Albertus Magnus uud Thomas von Aquin, beide Dominicancr, hinanrcichen. Loyola'ö Jünger ^ben sich am meisten geschadet, weil sie sich in zu viel unkirchlichcs eingelassen, allzu viel künstliches ausgeklügelt haben nnd vom einfachen evangelischen Handel abgewichcn sind. Sic haben unvorsichtige Echriftsiellcr im Fache der Moral, weil sic alles .Endige einschachteln, systematisiren und schemati-wollen, sie sind eben Mathematiker; aber an Feuilleton. Tagebücher meiner Nilreise. Bmi An,»; WaUner. II. Serie. !). Stromabwärts. B»»i 20. bis 25. Jänner 1872. ^ Da wir beschlossen hatten, den morgigen Tag uivq" ""ch der Wüste zu widme», um wo sv ^ Gazelle zu erlegen, deren Spuren wir getroffen, ohne eines der schüchternen »acht ^ ^ Gesicht zu bekomme», war ich »ach Mitter-wcnig^erstaunt, durch die plötzliche Be> !"hre» ""lercS Schisses geweckt zu werden. Wir ^cht stromabwärts, ehe ich aber darüber l'chc ^'"Nachdenken kommen konnte, was die nächt-heftiak» bedeuten habe, prallten wir mit einem liche,, an einen Felsen. Mit der gewöhn- Fab!! ,?'0^! "'"bischer Schiffer hatte man und D ''A s-st 6°"ug am Ufer angekettet, Scklak- ? während alles im tiefen ^afc lag, los und trieb mit dem Strom. Wir ihre Unsitte glauben wir am allerwenigsten, dem widerspricht schon ihre strenge spartanische Erziehung. Sollten bei den Reichstagsverhandlungen die veralteten Borwürfe über die jesuitische Lehre vom Königsmord austaucheu, so kanu man darüber nnr die Achsel zucken. Es muß damit nicht so gefährlich stehe», weil Philipp II. von Spanien den berühmten Jesniten Mariana sogar als Prinzenerzieher bestellte, denselben Mann, der in seiner Schrift „äs 16^6 et i6Kis illsiidutiolig" den verzweifelten Fall, wie ein Bolk von seinein Tyrannen sich befreien möge, zur Sprache brachte und, wenn man will, die endgiltige gewaltsame Erledigung des Throns zur Doctrin erhob. Dabei schrieb dieser freisinnige Prinzenlehrer freilich auch „vsl ^ovisruo äs ig, vomMnm äs ^6su8'°: über die Fehler feines Ordens von seiner Gründung an, d. H. «ehler, die in der Ordensregel gelegen, mu solchem Nachdruck, daß die öffentliche Stimme sich erhob: jetzt sei es um die Jesuiten geschehen, und nach seinem Tode der Ordensgeneral die Tchrift als unecht in Abrede stellen zu müssen glaubte. Aehnlich haben auf Grund prophetischer Autoritäten oder alttrstamentlicher Anschauung auch Luther und Melanchthon bezüglich der Beseitigung ungläubiger, christusfeindlicher Könige sich geäußert, und niemand trägt es ihnen nach ; ja Milton, der Sänger des „verlornen Paradieses," verfaßte zur Rechtfertigung des Königsmordes, verübt an Karl I., seine bekannte Apologie „kro po-pulo welche ihn allerdings selbst bei- nahe aufs Schassot führte, wie in jüngster Zeit den Umstürzer der Vendome-Sänle sein Rasen gegen bereits todte vder entthronte Tyrannen. Dieser Borwurf bricht den Loyoliten nicht den Hals, wohl aber der Umstand, daß sie mehr ein internationaler politischer Orden sind, — sowie ihre sonstige Selbstüberhebung. Wohl könnte man fragen: was die Jesuiten berechtigte, sich nach dem Stifter des Christenthums zu nennen? Wir wüßten auch nicht einen Zug von Aehnlichkeit herauszufinden. Geschah es vielleicht aus Uebermuth, damit das Wort des Herrn in Erfüllung gehe: „Um meines Namens willen werdet ihr Verfolgung erleiden." Hätten sie sich Jllnminaten, Liberale oder wie immer genannt, die Eisersucht der Welt wäre weniger erwacht, aber daß sie für sich den Namen Jesu beanspruchten, war eine arge Unklugheit, wofür sie büßen mögen. Offenbar werden die klericalen Blätter nicht ermüde», das Gesetz gegen die Jesuiten als einen Angriff gegen die katholische Kirche auözuposauuen. Dagegen ließe sich geltend machen, daß die Kirche mehr als fünfzehnhundert Jahre bestand, ohne der 8. zu bedürfen, und auch ohne sie, ohne den Hast zu theilen, den dieselben sich aufgeladen haben, kanu die Christenheit füglich Jahrtausende forbestehen. Bedenklich ist es, daß selbst Clemens XIV, aussprach : ihre Anwesenheit sei mit dem Frieden der Kirche unverträglich. Wer sich näher unterrichten will, lese die Rechtfertigung ihrer Aufhebung in der noch im Auftrag des jetzigen Papstes erschienenen Denkschrift des vaticanischen Bibliothekars ?. Thei ner, der seitdem der Rache des schwer beleidigten Ordens zum Opfer fiel. Wir erinnern nnS nur zu wohl, daß die Jesuiten sich kaum i» den llrcan-tonen der Schweiz eingenistet, als der SonderbundS-krieg losbrach. Wir wälzen die Schuld nicht allein ans die Freimaurer, ihre Gegner, sondern auf jene charakteristische Fremdländerei, welche sic mit dem deutschen Wesen verfeindet und unverträglich erscheinen läßt. Es ist ihre absolute Herrschsucht, die sie zn gefährlichen Werkzeugen hierarchischer Omnipo-tenz machte. Sie allein haben ohne Rücksicht auf die Deutschen de» schrankenlose» Gehorsam gegen die wälsche Curie in ihre Regel ausgenommen, sich hatten wieder einmal einen Augenblick glücklich über-standeu, wo die Gefahr nur durch ei» halbes Wunder abgewendet wird. Eine Slnnde lang wurde die „Aida" wieder flott gemacht nnd eben so lange stromanswärts gezogen. Es ist beispiellos, mit welchem Leichtsinn diese Lente ihr Leben u»d das derjenigen, die sich ihnen anvertrauen, anss Spiel setzen. Unter zehn Unfällen, die auf dem Nil Vorkommen, habe» »e»» stets ihren Grund i» der unverautwort-lichen Fahrlässigkeit der Schiffer. Was ich beim Anschauen der tropischen Natur manchmal recht schmerzlich vermisse, ist der Duft der Blnmen. Seit Cairo, wo man das prachlvollste Bouquet aus de» schönsten Kindern Floras für wcnige Groschen kauft, habe ich nicht das winzigste Blümchen durch ganz Oberegypten und Nubien zu Gesicht bekommen. Die Lupinen am Wege blühe» freilich in den schönsten Farbe», aber der Wohlgeruch fehlt, es ist gemaltes Feuer. Freilich, wie sollte sich der arme Bauer, der jeden zollbreit urbare» Landes zu seiner Erhaltung braucht, den Luxus erlauben können, eine Blume zu pflauze»? Allei» auch reiche Leute, die Besitzer großer Gürten, z. B. der österreichische Consul in Luxor, kenne» denselben nicht. Mau fühlt erst recht schmerzlich die wundervolle Schönheit der zarten Blnme, den süßen Dust derselben, wenn man ihn durch viele Monate entbehren muß. Zwei Tage nutzlos, oder vielmehr erfolglos, zu Wasser und zu Laude der Jagd geopfert. Sowohl die Gazellen als die Krokodile scheinen es müde ;u sein, den Fremden zur ewigen Zielscheibe zu diene», u»d so mußten wir uns mit wilden Taubeu begnügen, deren Zahl wahrhaft Legion ist. In der Nähe von Jmbrie liegt in der lybifchcn Wüste ei» kleines Dorf, Beliana, dessen Umgegend das Ziel unseres Ausfluges bildete. Eine weite Thalsohle fanden wir vollkommen bedeckt mit bunten, sehr hiibscheu kleinen Schmucksteinen.' Sie sehen wie geschliffen aus und bestehen aus Achat, Earncol, Jaspis uud ändern netten Halbedelsteinen, welche die Weiber am Faden gereiht um den Hals trage». Da weit und brei: kein Berg sich findet, in dem solche Mineralien Vorkommen, so müssen selbe mit dem Wüstensandc, aus dem sie glitzernd zutage liege», ans weiter Ferne hieher getrieben sein. Der Raum für diese» Fund-ort, an welchem man Taufende von Ceulueru dieser zierlichen Steinchen zusammen lesen könnte, ist genan begrenzt, uud außer dieser davon bestreuten Stätte nicht ein einziges weiter zu finden. spuren von Gazellen überall, diese selbst nir- aber sactisch den Papst selber uuterthänig gemacht und wohlweislich das Regiment in der Kirche erobert. Sie haben die evangelische Verheißung an sich genügend erfüllt: wer sich selbst erniedrigt, soll erhöht werden ; sie hatten sich anfangs zu unterst an die Tafel gesetzt und sind nun bis zu oberst vor-gerückt. Ihre Widersacher haben ihnen grausame Namen erfunden und Vergleiche angestelll, j. A. daß sic wie Trichinen den Leib der Kirche durchziehen, in alle Muskeln und Gelenke eindringen und sie steis und unlenksam machen, ja den fürchterlich gequälten Leib nicht mehr zur Ruhe kommen lassen. Das ist stark; aber mit Parasiten aus dem Pflanzenreich dürfen wir sie gleichwohl vergleichen. Haben sie nicht wie ein Schmarotzergewächs sich nm den Baum gelegt, den die Hand des Herrn im Garten Gottes gepflanzt, um dem Stamme den letzten Saft auszusaugen und die innerste Kraft zu brechen. Sie selber wuchern dabei üppig fort. Es läßt sich nicht leugnen, daß sie die besten Kräfte an sich ziehen; aber die übrige» um die Christenheit hochverdienten Orden gehen darüber zugrunde. Mag das große Ganze verwittern und zerfallen, sie halten sich an die Theile, errichten ihre pythagoreischen Ordensschulen, erziehen den ihnen verfallenen Theil der Menschheit nach dem formalen Schema, und übrig bleibt als Hoffnung der Zukunft der eingepferchte, wohldreffirte Jesuitenzögling. Aber schon Pythagoras, der zuerst eine Fülle mechanischer Religion^ regeln aus dem Orient nach Europa brachte, stieß aus heftigen Widerspruch und wurde unge-achtet aller an sich selbst geübten Strenge noch zu-ictzt mit seinen Jüngern aus Kroton vertrieben. Wir haben Mariana's Buch über die Fehler seiner Ordensgesellschaft von der ersten Gründung an nicht gleich zu Händen. Gott sei es geklagt, daß er den Menschen oder doch wenigstens den Gelehrten nicht tausend Jahre Lebenszeit gönnt, wir können bald nicht mehr alle Literatur bewältigen. Ob der genannte Geistesman», der auf Befehl Philipps III. ein Jahr im Gefängnis schmachtete und hier zur 'Abfassung seiner Schrift über die Regierung des Jesuitenordens und dessen verkehrte Einrichtungen Zeit fand, wohl den ersten Grund in gewissen herzlosen und knechtischen Statuten Loyola'S selbst gefunden hat? Dieser war ein Soldat und wurde — eiu geistlicher Herzog von Alba, ebenso «llge-bieterisch und unerbittlich. Von der Armee übertrug er das Princip der strengsten Mannszucht auf die Geister, als ob diese gleich leiblichen Individuen sich ohne eigenen Willen unisormiren und dem Ge-neralcommando unterwerfen ließen Er war ein Baske, kein Deutscher: der »dsolut-us äowi»g,tu8 der spauischen Monarchie war damals das Schreck-bild für alle anderen Staaten, wo man eine gleiche gends zu beschleichen, steigt einmal eines der zierlichen Thiere auf, so ist es in flüchtigen Sätzen auch schou mit Windeseile verschwunden. Füchse, Schakale, Hyänen und Aasgeier findet man dagegen in Menge. Herr Baron von B., unser jagdpassionirter Reisegefährte, hat gestern den ganzen Nachmittag und den heutigen Tag im heißen Sonnenbrand auf einer Sandinsel, in einer tiefen Grnbe eingescharrt, auf Krokodile gelauert, von denen eö hier wimmelt. Wir zählten gestern, ehe das Boot dahin fuhr, zu gleicher Zeit zehn Stück, die sich, theils halb aus dem Wasser ragend, theils auf den Felsblöcken und den Sandbänken, sonnten. Da sie, sobald Herr von B. den Boden betrat, alle langsam untertanchten, und trotzdem, daß er bis nach Sonnenuntergang lauerte, nicht wieder znm Vorschein kamen, ließ er sich heute mit dem Morgengrauen hinaus an die Lieblingsstellen der Ungeheuer führen und verbarg sich in der tiefen Grube, welche unsere Araber zu diesem Zwecke in der Nacht hergestellt hatten. Auf den Rath der letzteren wurde der rothe leuchtende Tarbusch, den alle Europäer tragen, mit einem weißen Turba» vertauscht, weil das Krokodil „seine Landsleute nicht fürchte/' Allein vergebens brachte der Unterdrückung aller Volksrechte fürchtete, aber etwas von freier Verfafsuag und Selbständigkeit des Einzelnen glücklich für eine bessere Zukunft rettete. Nur unter den Romanen konnte solch ein Orden entstehen, die germanische Race erträgt geistigen Despotismus und scholastische Gleichmacherei weniger; auch stößt uns die Gliederung i» innere und äußere, in eingeweihte Mitglieder und solche mit Vorbehalt ab. Ihrem Ursprung gemäß sind die Jesuiten Gegner jeder freien Entwicklung, unduldsam gegen alles constitutionelle Leben, also der modernen verfassungsmäßigen Staaten, während sie am Hofe der französischen Könige bis zu ihrer Aufhebung sich ganz wohl befanden. Wieder sind die Jesuiten schon kein bloßer Orden mehr, sondern eine maßgebende Partei in der Kirche, die durch ihre Disciplin und Organisation Papst und Bischöfe von sich abhängig macht. Der Begründer des englischen Staatswesens, die Erfinder der allgemeinen Menschenrechte waren keine Jesuiten. „A. Z." Politische Rundschau. Laibach, 4. Juli. Inland. Daß das Ministerium Auersperg keine Popularitätshascherci treibe, beweisen die jüngsten Statthalterernenuungen, die im Gegentheile beinahe schon die Sucht, sich unpopulär zu machen, an den Tag legen. Insbesondere ist es die Versetzung des Statthalters von Oberösterreich, Kon-rad von Eybesseld nach Wien, die allgemein verblüfft. Bekanntlich war Konrad als Landespräsident in Krain ein eifriger Beschützer der reichs-und verfassungsfeindlichen Bestrebungen der Nationalen und Klerikalen; als Statthalter von Oberösterreich leuchtete er allen seinen College» voran in unermüdlichem Eifer für das Hohenwart'sche System, suchte die Verfassungspartei durch allerhand Nergeleien und Maßregelungen, endlich durch Gründung der kläglichen Mittelpartei zu schädigen, veranlaßte die Auflösung der Linzer Handelskammer und verhinderte sonach die Vertretung des Handels- und GewerbestandcS im Landtage, welcher durch des Statthalters eifrigste Bemühungen und durch Unterdrückung einer ganzen liberalen Curie selbst eine reaktionäre Zweidrittel-Mehrheit erhielt. Dieser Schützling Rudigiers ist nun berufe», das vorgeschrittene Centrum der Monarchie und noch dazu während der Weltausstellung zu leiten. Man muß nur einen außerordentlichen Mangel an administrativen Talenten annehmen, um die sonderbare Toleranz der Regierung gegen Männer begreiflich zu finden, welche die leider nicht seltene Tugend besitzen, für und gegen die Verfassung zu sein, je nachdem gerade der Wind weht. Der constitutionelle Staat wird sich auf die Länge mit solchen Orga- Schütze in Tantalusqualen acht Stunden in der Tropengluth zu, rings umher schwammen die Bestien lustig um ihn herum, aber alle suchten zum Ausstei-gen entweder geschützte Stellen an den jenseitigen Klippen, oder sie tauchten, im Begriff ans Land zu steigen, sofort wieder in die Tiefe, wenn sie den fremden Gegenstand zu bemerken schienen. Die Re-genpseiser, Vögel, die sich stets in der Nähe dieser Amphibien aufhalten, erhoben ihr Helles, tönendes Warnungsgeschrei und strichen ohne die mindeste Furcht um die Schützen herum. Todtmüde und erschöpft kam Baron B. zurück, ich aber habe die Ueberzeugung gewonnen, daß ich nur dann ein Krokodil zum Schuß bekommen werde, wenn es sich zu diesem Zweck zu mir aufs Schiff bemüht, ein Fall, der übrigens selten Vorkommen soll! — Der Wind bläst, was er blasen kan», aus Norden, und wir brauchten bis Jbrim, eine Strecke, die man ohne Gegenwind bequem in zwei Stunden zurück-legeu kan», einen vollen Tag; der Mond beleuchtete schon die Ruinen der ehemaligen römischen Bergfeste, als wir anlegten, so daß sic von dem FelS-kamm hoch oben, wie ein verlassenes Geisterschloß auf uns herab sah. Die Wellen schlagen wie em- uen, deren hervorragendste Tugend die Gesinnungslosigkeit ist, nicht behelfen können. Die „Montags-Revue" schreibt: „Das Winter-ministerium, dein der Sommerausgleich in Aussicht gestellt wurde, sieht heute seine Stellung befestigter als je, und es kann mit Ernst und Gewissenhaftigkeit a-i die Arbeiten gehen, die es in der Thronrede in Aussicht gestellt hat. Es behauptet freilich weder über den Parteien zu stehen, noch das Privilegium des reinen Oesterreicherthums zu besitzen. ES steht enge zu der Partei, welche den Geist und das Wort der Verfassung auf ihre Fahne geschrieben hat; wenn es sich der Natur der Sache nach nicht immer mit den Parteizwecken ideutificiren kann, den Staatszwecke» der Partei ist eö niemals ungetreu geworden. Es coquettirt nicht mit de» Tendenzen, welche die Schlupfwinkel nationaler Selbstsucht und individueller Begehrlichkeit zu den Fundschachten des wahren Oesterreicherthums stempeln möchten, aber es hat — der galizische Ausgleich ist Zeuge davon — den österreichischen, den Reichs-standpunkt nicht verleugnet. Das Ministerium Auersperg bedarf keiner Phrase, mit der es sich dem hohen Del und verehrungswürdigen Publicum im Tone der Jahrmarktsharrangue empfiehlt. Seine Freunde und seine Gegner kennen die Thronrede, welche seine politische Thätigkeit eingeleitet, und deren Programm es unversehrt aufrecht erhalten hat." Unter den eingelanfenen Wahlnachrichten aus Ungarn ist die über die Wiederwahl Koloman Tisza's, eines der Führer der Linken, in Debreczin die bedeutendste. Ein anderes Ereignis von großer Bedeutung für das ungarische Parteilichen wird gleichzeitig sig-nalisirt. Die Jugendfreunde Deak und Ghyczy sollen sich auch iu der Politik nunmehr auf halbem Wege begegnet sein nnd die Bildung einer großen liberalen Partei beabsichtigen. Wenn daneben das Ministerium Lonyay in die Brüche gehen sollte, um so schlimmer für dieses. Die Linke hat ihren Anhänger» auf dem Lande die Ordre ertheilt, gegen jede deakistische Wahl womöglich zu petitioniren, theils um die Constituirung des Abgeordnetenhauses zu verzögern, theils auch damit in die Verifications-Commissio-nen, die nur aus Abgeordnete», deren Wahl uube-anständet ist, gebildet werden, auch Anhänger der Linken ausgenommen werden müssen. Der glänzende Sieg der Dcakpartei in Ungarn übt seine Wirkung weit über die Grenzew Oesterreichs hinaus. So schreibt z. B. die „Spencr'sche Zeitung", wir lassen dahingestellt, mit welchem Recht, dem Sieg der Deak Partei einen bedeutenden Einfluß auf die auswärtige Politik zu, indem sie sagt: „Die welfisch-ultramontane Presse fühlt sich auf pörte Meereswogen an unser Fahrzeug, ihr Grollen verscheucht den Schlaf. Wir haben die Aussicht, vielleicht zwei, drei Tage ruhig liegen zu bleibe», den» bei dem starken Gegenwind ist selbst mit unsere», Dutzend Ruderer nicht an Vorwärtskommen zu denken. Wir beschlossen also den Versuch zu mache»-in die Höhleugemächer einzudringen, welche in die glatte, vor Jbrim liegende Felswand ziemlich roh in Mitte des Berges eingehaueu siud. Es ist dies für sechzigjärig: europäische Beine und ArlUk keine leichte >eit. Unsere Araber kletterten bereit wie Eidechsen a» dem steilen Gestein auf uud bis für uns die LandungSplauke herbei gebrE und unter den Eingängen an der Wand befesE wurde. Wir mußten an derselben auf allen Bicre> hinaufkriechen, wie es die Matrosen am Mast bei Befestigung des Segels mache». noch fehlende Stück wurde» wir in der . Schlinge eines festen Strickes sitzlings gezogen. Diese Tempelgrotten scheinen der "7^ Zeit anzugehören, denn der Eingang ist mir wie Thn rpfosten, ohne Säulcnverziernng, roh m Sandstein gehauen, und nur über demselben Hier oglypheu geschmückt. Die ei»n;cl»en .lbthet ihrer ganzen Linie, von der „Augsburger Postzeitung" bis zur „Hannover'schen Landeszeitung" her-unter, durch die glänzenden Wahlsiege der ungari--Mn Deak-Partei hart betroffen. Die Hoffnung, durch eine oppositionelle Mehrheit die jetzigen staatsrechtlichen Verhältnisse Ungarns und damit den Rückhalt für die jetzige deutschliberale und deutschfreundliche Politik der westlichen Reichshälfte umgestürzt iu sehen, muß abermals vertagt werden. Das unausgesetzt mit fieberhaftem Eifer angestrebte Bünd-nis Oesterreichs mit Frankreich und Rom gegen Deutschland wäre seiner Verwirklichung im entgegengesetzten Falle um einige Etapen näher gewesen. An ihrer Bestürzung über die unerwartete Wahlniederlage der Oppositionspartei gehen mehrere Wel-fcnblätter so weit, derselben die Ablehnung des Bünd-n^es mit den südslavischen Völkerschaften zum Vor-!^fe zu machen. Der welsisch ultramontanen Partei ^7 es natürlich unverständlich, daß die magyarische Eke sich aus Haß gegen die Rechte nicht mit den Todfeinden der magyarischen Herrschaft über Ungarn verbünden wollte, wie sie selbst dies in Deutschland mit den auswärtigen Reichsseinden wiederholt gethan hat und bei der nächsten Gelegenheit wieder thäte." Ausland. Im deutschen Reiche feiert, nachdem der Vertrag mit Frankreich zu Stande gekommen, momentan die Politik; Kaiser Wilhelm ist in Ems, Fürst Bismarck noch in Varzin, und ^eichstag wie Landtag haben ihre Sessionen abgeschlossen. Das einzige interessante, was von dort- ;u melden, ist die Einführung des Jesuiten-Kietzes auch in den neuen Reichslanden. Für Loth-^nge„ ist dieses Gesetz von besonderer Wichtigkeit. -6N Metz besteht als Hauptheerd der deutsch-seiud-tlchen Bestrebungen ein Jesuiten - Collegium mit ?00 Zöglingen, welche ganz in der Richtung gebildet werden, wie zu französischer Zeit. Diese ultramontane Anstalt wird nunmehr aufgehoben. Die Drohungen, die Se. Heiligkeit jüngst gegen das deutsche Reich ausgestoßen, haben natürlich den freudigsten Widerhall in dem Herzen der Franzosen gesunden. Gilt ihnen doch jeder Bundesgenosse für gut genug, sobald er mir gegen das verhaßte Deutschland zu marschiren verspricht. Der Pariser Korrespondent der „National-Zeitung" schildert die Momentane Stimmung der Pariser gegenüber dem römisch-deutschen Conflict in folgender charakterisi-render Weise: „Man kann es nur natürlich finden, daß die Drohungen des heiligen Vaters gegen die deutsche Legierung daher nicht allein eine große Sensation, ändern auch eine aufrichtige Befriedigung hervor-^usen haben. Selbst diejenigen, welche nichts weniger als katholische, päpstliche oder kirchliche Ge- sind oh,,e alle Verbindung zu einander, die Oeff-Nungen hängen wie Adlerhorste in der Luft. Zwei dieser Kammern sind nnverziert und schwarz vom Schmutz der Fledermäuse, in zweien hat sich aber die recht saubere Malerei, besonders die geschmackvolle Verzierung der Plafonds noch ganz gut erhalten, ja die geflügelte Sonncnscheibe zeigt sogar Noch die Spuren einstiger reicher Vergoldung. Links nnd rechts hat die Natur Höhlen in den Berg gefaben, welche von den künstlichsten fast nicht zu -"^scheiden sind, eine Menge runde Oeffnungen Ausläufer von unterirdischen 'Gängen sein, tz^itden großartigen Festungswerken von Jbrim, H^.^lchen uur mehr die Außenmauern stehen, in dich. standen, rings um den Berg wächst in ^ e„ Büsche der Sodomöapsel, der auch in ^ findet, mit seiner gleißend schönen gelben Äbr?n sinnungen hegen, acceptiren den Papst und die schwarze internationale Schaar als Bundesgenossen gegen den gemeinsamen Feind Deutschland. Wie mir ein radicaler, absolut atheistischer Deputirter sagte, indem er sich dabei vergnügt die Hände rieb: „Wir sind noch nicht fertig, aber der Papst und die Jesuiten werden Euer Gebäude jetzt untermini-ren, und wenn wir dann bereit sein werden, wird es nur eines Rucks bedürfen, um das Werk zu vollenden." ES scheint, daß die Franzosen sich wieder in einer großen Täuschung bezüglich der deutschen Verhältnisse befinden. Die italienische Regierung, hat einer Mitteilung der „AugSb. Allg. Ztg." zufolge, ein Rundschreiben erlassen, in welchem sie das Schreiben des heiligen Vaters an den Cardinal Antonelli und die darin enthaltenen Anschuldigungen und Schmähun gen getrost der einsichtigen Würdigung der Cabinete überlassen und auf jede Beleuchtung und Wieder legung der behaupteten Thatsachen verzichten zu wol len erklärt. Keine Provocation und keine Ungerechtigkeit werde sie verleiten, aus der ehrerbietigen und maßvollen Haltung herauszutreten, welche sie dem Oberhaupte der katholischen Christenheit gegenüber zu bewahren und zu bethätigen sich zur unverbrüch lichen Pflicht gemacht. In den englischen Blättern kommt das Gefühl der Erleichterung über die Erledigung der „Alabama"-Streitfrage in Betreff der indirecten Ansprüche zum lebhaften Ausdrucke. Dagegen be fchäftigt man sich jetzt mit einer anderen Seite der mislichen Angelegenheit, nämlich mit den direkten Forderungen. Daß diese begründet sind, hat England selbst zugegeben, und es wird daher in seine Tasche greifen müssen. Wieviel es zahlen soll, das festzw stellen, ist von nun an die ganze Ausgabe des Schieds gerichtes. In Spanien hat das neue Ministerium gethan, was es thun mußte; es hat die reactiouären Cortes aufgelöst und Neuwahlen ausgeschrieben Die Mitglieder der Majorität der Cortes haben in einer Versammlung am 26. Juni eine Protestation gegen das Auflösungs-Project unterzeichnet, mit Bezugnahme auf ihre Erklärung vom 15. Juni wodurch sie der Regierung ihre Unterstützung zur Regelung der Finanzlage und der Militärgesetze versprochen hatten. gewiß nicht zu hoch gegriffen, und wir erhalten also eine Gefammtzahl von 15.061 Ausstellern für Oester-reich-Ungarn. 15.061 Aussteller für Oesterreich-Un-garn, da- drückt eine Theilnahme der Industriellen, Landwirthe, Künstler rc. Oesterreich-UngarnS für die Weltausstellung 1873 in Wien aus, wie sic glänzender uicht erwartet werden konnte. — Entdeckung eines merkwürdigen ofsilen Vogels. Da bisher aus der Kreidezeit der Erde noch kein fossiler Vogel gefunden worden, wird die Entdeckung eines solchen durch Herrn Marsh besonderes Interesse erregen. Er schreibt darüber an Herrn Dana, daß er den größeren Theil eines Ske-leteS von einem großen fossilen Vogel gefunden, welcher mindestens fünf Fuß hoch ist und der in der oberen Kreide des westlichen Kansas vorkam. Dieses interessante Exemplar eines wirklichen Vogels unter« cheidet sich sehr bedeutend von jeder bekannten, jetzt lebenden und ausgestorbenen Form dieser Klaffe und bietet ein schönes Beispiel eines umsasienden Typus. Die Knochen sind fämmtlich gut erhalten. Der Ober-chenkel ist kurz, aber die anderen Theile des Beine» md bedeutend verlängert. Die Fußwurzelknochen scheinen von einander getrennt gewesen zu sein. Eine auS-ührliche Beschreibung des SkeleteS wird Herr Marsh nach erfolgter Rückkehr geben, und als Namen dieses neuen Vogels schlägt er Hösxerorms rsZLlis vor. und den scharfen Stacheln. Etwas über wie schieben sich gewaltige Felsenwände leiu,- ^"Eercoulissen zusammen und verbergen ihre so , "'ckisch unter dem Wasser, die Straße daß dem leichtfertigen Schiffer ret-"Moies Verderben droht, wenn er den schlimmen «e>»d nicht kennt. (Fortsetzung folgt.) Zur Tagesgeschichte. — Weltausstellung 1873. Der Anmeldungstermin sür die Weltausstellung Wien 1873 ist mit 30. Juni abgelaufen, und von da ab werden keine weiteren Aumeldungen angenommen. Die Anmeldungen haben ein glänzendes Resultat ergeben. Die Gesammtzahl der angemeldeten Aussteller der österreichisch-ungarischen Monarchie beläuft sich aus nichts weniger als aus 14.061, und zwar sind eingelaufen: bei der AuSstellungS-Commission in Wien 5112, — Prag 536, — Reichenberg 725, — Eger 271, — Pilsen 97, — BudweiS 56, — Brünn 723, — Olmütz 299, — Troppau 660, — Krakau 200, — Lemberg 90, — Brody 130, — Czernovitz 61, Linz 410, — Salzburg 52, — Innsbruck 154, — Bozen 192. — Roveredo 165, — Feldkirch 95, — Leoben 108, — Graz 239, — Marburg 65, — Klageufurt 287, — Laibach 170, — Triest 188, — Zara 115, — Spalato 132, — Ragufa 39, — Cattaro 56; bet der königlich ungarischen Com Mission in Pest haben sich 2501 Aussteller gemeldet. Diese Gesammtzahl Oesterreich-UngarnS wird später noch vermehrt werden durch die Zahl der Aussteller für die fünf temporären Ausstellungen. 1. Lebende Thiere: Pferde, Rinder, Schafe, Schweine, Hunde rc.; 2. todteö Geflügel, Wildpret, Fleisch, Fette, rc. 3. Producte der Milchwirtschaft; 4. Leistungen des Wein- und Gartenbaues (frisches Obst, frisches Ge müse, Blumen u. s. w.): 5. der Land- und Forst wirthschaft schädliche Pflanzen. — Wenn wir die Zahl der Aussteller für diese fünf temporären Ausstellungen rund mit 1000 veranschlagen, so haben wir die Ziffer Local- und Provinzial-Angelegenheiteu. Local-Chroni!. Konstitutioneller Gerein in Laibach. Der Ausschuß beehrt sich hiemit, die Vereinsmitglieder zur 41. Versammlung einzuladen, welche heute abends um 8 Uhr, im Clubzimmer der Cafiuorestauratiou (3.Zimmer gassenseitS) stattfindet. Tagesordnung: 1. Neuwahl des Vereinsausschusses. 2. Die unterkrainer Bahn. 3. Die Jnseratensteuer im Abgeordnetenhaus«. 4. Der Herbst'sche Entwurf einer Wahlreform. — (Humane Spende.) Das hohe k. k. Landesgerichts - Präsidium hat dem krain. AuShilsS-beamten- Kranken - Unterstützungs - Vereine 20 fl. ge- icudet. — (Lotterie der philharmonischen esellscha ft.) Die Sammlung der Gewinnste nimmt den erfreulichsten Fortgang. Dank dem regen Eifer, mit welchem insbesondere die dem Lotterie-Comitä angehörigen Damen ihre Aufgabe erfaßten, ist bereits eine sehr nahmhaste Zahl von Gewinnsten »gesagt worden. Immerhin aber wird es noch ein gutes Stück Arbeit geben, bis die nothwendige Anzahl vollständig beisammen ist, so daß wir die bethei-ligten Damen und Herren nur bitten können, in ihrem bisher so erfolgreichen Wirken unverdrossen fortzufahren. Bei diesem Anlasse theilen wir auch noch mit, daß von allen bisher aufgelegten Drucksorten noch Exemplare vorräthig sind. Für jene Mitglieder des Comits'S, welche die eine oder die andere Drucksorte etwa noch nicht erhalten haben oder noch weitere Exemplare wünschen, stehen dieselben jederzeit in der Handlung des Herrn Kar in ger am Haupt« platz in beliebiger Zahl zur Verfügung. - (Dr. Johann Zindler), prov. Di-rector des StaatS-Real- und Obergymnasiums in Rudolfswerth, wurde zum wirklichen Director dieser Lehranstalt ernannt. . ^ . — -Concert-Programm.) Nachsolgende» ist das Programm des ConcerteS zum besten der durch Ueberschwemmung Verunglückten in Böhmen, welche» der Gottscheer Männergesangs-Verein am 7. Juli d. I. im Sale des GasthofeS „zur Post" veranstalten wird: 1. F. I. Kunkel: „Mein Vaterland," Chor. 2. A. Reichart: „Ich kenn ein Aug'," gesungen von Frau Antoinette Haus. 3. Fr. Kücken: „Abschied," gesungen von Herrn Dr. Böhm. 4. Fr. Abt: „Ich seh' Dich in jeder Blume/ gesungen von Frl. Josefine Kremann. 5. I. HermeS: „Der Traum der Liebe," Soloquartet, gesungen von den Herren Papa, Haus, Tomitsch, Dr. Böhm. 6. G. Meyerbeer: Cavaline aus der Oper „Robert der Teufel," gesungen von Frau Antoniette Haus. 7. R. Schumann: „Die beiden Grenadiere," gesungen von Herrn Dr. Böhm. 8. G. Verdi: Cavaline aus der Oper „Rigoletlo," gesungen von Frl. Josefine Kremann. 9. Herbeck: „Kärntner Volkslieder," Quintett, gesungen von den Herren Papa, v. Fladung, Haus, Tomitsch, Dr. Böhm. 10. F. Kunsch-mann: „Der kleine Hans," Duett, gesungen von Fr. Antoinette Haus und Frl. Josefine Kremann. — Dem Concerte folgen 2 Tombola's, darnach Tanz. — (Waffenrecht der Gendarmen.) Das Waffenrecht der Gendarmen, bisher nur durch Vorschriften festgestellt, soll im neuen Gendarmerie-Gesetz durch einen eigenen Paragraph geregelt werden. Nach diesem wird den Gendarmen im Dienste das Recht zugestanden, von ihren Waffen Gebrauch zu machen: im Falle der Nothwehr zur Abwendung eines gegen ihre Person gerichteten thätlichen Angriffes — zur Bezwingung jedes thätlichen Widerstandes, wodurch ihre Dienstleistung zu vereiteln beabsichtigt wird — zur Vereitlung von Fluchtversuchen in VerhastungS-und EscortirungSsällen. — (Aus dem AmtSblatte.) Ankündigung über die Ausgabe von Seite des militär-geographischen Institutes angesertigter Specialkarten von Ungarn. — ConcurS zur Besetzung einer Lehrerstelle an der Volksschule zu Wippach ; Gesuche bis Ende d. M. an den Bezirksschulrat!; in Adelsberg. — Kundmachung wegen Verleihung zweier Stiftung--platze in den Militär-Bildungsanstalten; Gesuche bis 10. August 1872 an den krainischen ^'andesausschuß. — Kundmachung, betreffend die Verleihung eines Privilegiums an Guido JütgerS. — Kundmachung über die Abhaltung der Staatsprüfung aus der StaatSrech-nungSwissenfchaft; Gesuche bis 18. d. an die Prüs.-Commifsion in Graz. — Ausschreibung der Körnerlieferung für die Bergdirection Jdria. Offerte bis 31. d. an die Bergdirection Jvria. Wirtschaftliches. EineVertiefungderAckerkrume pflegt, wie Fiedler in der „Schlesischen landwirthschastlichen Zeitung" in einem Artikel über Ackerbestellung schreibt, besonders dann von großem Vortheile zu sein, wenn nach derselben solche Früchte angebaut werden, welche an und für sich stets eine starke Düngung zu erhallen pflegen. Unter diesen Früchten stehen obenan: der Raps, die Runkelrübe, die Möhre, die Cichorie, wohl auch die Kartoffel. Ferner wird die Luzerne auf ihr zuträglichem Boden eine tiefe Cultur wohl am höchsten befahlen; selbst auf ganz sandigem Boden, welcher in seinem Untergründe Sandmergel mit wenigen Kalk« percenten beherbergt, kann sogar ein Rajolen bis 18 Zoll Tiefe für die Luzerne von großem Nutzen sein, jedoch muß man auf den heraufgebrachten rohen Untergrund über Winter einen guten Compost bringen lasten, welcher im Vereine mit den WilterungSein-flüssen die Oberfläche derart in Lösung bringt, daß der Luzernesamen beim keimen die nöthige Nahruug findet; später eilen die Wurzeln in die gelockerte Tiefe und nach kurzer Zeit ist der Acker dicht bestanden. Aufruf nit die 1'. 1'. Herren rorrespoildireudril Mitglieder des österreichischen Vereines der Freunde der Naturwissenschaften. Die hohe k. k. niederösterreichische Slallhalterei hat dem gründlich motivirten Ansuchen dcS Gesellig, ten um Vertagung der diesjährigen Generalversamm. lung und Verlegung derselben aus daS nächstkommende Jahr (Ausstellungs-Jahr) Folge zu geben befunden. Der Gefertigte ladet daher die k. ^1'. Herren Mitglieder höflichst ein, die Ausfüllung der Blanqnette, welche eben in Versendung kommen, eifrig fortzusetzen und allmonatlich anher einzusenden. Die bereit» im Vorjahre eingelangten wissenschaftlichen Abhandlungen werden eben fachlich geordnet und in ein harmonisches Ganzes gebracht, um den an den Verein gestellten Anforderungen nach Thunlichkeit zu entsprechen. BeilntlSerkläruiigeu und sonstige Zuschriften wollen adrefsirt werd-ii: Praterstraß- Nr. 78 Wien; von wo auch die Siaiuien und Blauquerie verlangt und versenket werden. Der Vertreter des österreichischen Vereines der Freunde der Nalurwisscnschaslen: C. A M a y r h o s e r. Witterung. Laidach, 4. Juli. Nachts halbheiter. Morgens Nebel. Bormittags Sonnenschein. Um '/,2 Uhr Gewitter aus Nordwest mit etwas Regen. Wärme: Morgens 6 Ubr -j- 1l ,.8 nachmittags 2 Urr -s- 16.6' 6. il-<71 -f- 26.1"; 1870 23.8".) Barometer im Fallen, 736.18 Millimeter. Das gestrige Tagesmiltet der Wärme -f- 15.5', um 3.5" unter dem Normale. Der gestrige Niederschlag 3.50 Millimeter. ÄlWtlimmeuc Fremde. Am 3. Juli. KardoS, Siosok. — Tribut, Commis, Lack. — Pauli, Pfarrer, Borfcht. — Kalolik, Beamte, Triest. — Humel, Berg-Beamie, Sagor. — Jost, Lehrkr. Sagor. -- Eiscnstiiller, Kai,sin., Ungar». — Dcpauzhcr, Trnst. — Bndlik, Kansm.. Böhmen. — Löallerstein. Fabrikant, Fürth. — Außeneg, Postmeister, Lees. — Papctti, Pri-vale, Fiume. Ar»»il» L» i^,i. Lulelschrg, Kmisin , Wien — Poller, Kansm., Wien. — Dr. Ruva», Finale. — Ofeliheiiiler, Triest. — Schuh, Kansm.. Wie» — Ehrenrcich, Guli>-besitzeii. Ponovitsch. — Braune, Kansm., Gotischer. ÄcrftorbcnL. > Den 3. Juli. Der hochwll'dige Herr Alois Prharc, Pens. Pfarrer, all bO .nihre, in der Sladl Nr. 201 insolge des Lungenödems. Dein Hern, Paul Skale, Lehrer der Thieiheilkunde und Hausbesitzer, scin Sohn Hcinrich, Schüler der ersten Klasse des Waldhkrr'schcn JnstllulS, alt 7 Jahre, in der Polanavorsladl Nr. 46 an dir chronische» Gehirnentzündung. Verlosung. (18 5 4er EtaalS-Losc) Bei der am I. Juli 1872 im Beisein der Staatsschulden - LottliolS-Lonimission vorgenoinmcnen 36. Bkilosuiig der Serien des vikrperceiillgen Slaatr-Lotlo-AiileheiiS vom Jahre 1854 per 50 Millionen Gulden Convenlions Münze wurden »achstehmd verzeichiiete 28 Serien gezogen, nud zwar: Nr. 451, 473, 4U0. 573, 64«, 656,705, 1337, 1130, 1549, 1802,1810, 1848, 2033, 2203, 2216, 2318, 2^90, 2597, 2599. 2616, 2722, 2914, 2988, 3082, 3595, 3616 n»d Nr. 3765. Die Berlosmig der in de» obigen gezogenen 28 Serien eiilhalleiic» 140» Gewinn-Nummern der Schuldverschreibungen wird am I. Lcio-ber 1872 vorgeiiomnien werden. (Lred > t-L v s e.) Bei der am i. Hali >872 slali-gesundenen Ziehung der Credit-Lose wurden nachstehende Serien gehoben: 318, 57.', 643, 13^!, 118!», 1513, 1765, 1783, 1919, 2274. 2324, 347?. 3526, 4013, 4176. Ge-wiilliste: Serie 1189 Nr. 2 gewinn! 200.000 fl.; S. 3526 Nr. 93 gem. 40.00«» fi.; S. .324 Nr 43 gew. 20.000 fl ; S. 1765 Nr. 5 gew. 5> >i>> st.; S. >783 Nr. 38 qew. 5000 fl., S. 2324 Nr. 19 gew. 3000 fl.; S. 4176 Nr. 63 gew. 3000 fl ; S. 4176 Nr. 22 > ew. I500fl.; S. 34^9 Nr. 54 gew. >500 fl.; L. 40 3 Nr. 60 gew. 1500 fl., S. 1l32 Nr. 67 gew. 1500 fl.; S. ,577 Nr. 97 gew 1000 sl.; S. 1513 Nr. 97 gew 1000 sl.; S. N89 Nr. 23 gew. >000 fl.; ». 1765 Nr. <3 g?w. 1000 sl.; S. 577 Nr. 13 gnu. 1000 fl.; S. 1132 Nr. i4 gew. tOOUfl.; S. 318 Nr. 87 gew. Il.OO sl.; endlich ^cnniiiicn 400 fl.: S. 4013 Nr. 47, S. 4013 Nr. 66, S. 3526 Nr. 69, S. >765 Nr. II, S. 1919 Nr. 24. S. 232-i Nr. 49, S. 4013 Nr 88. S. 1>89 Nr. 29, S. 1765 Nr. 2o, S. 1919 Nr 81, S. 4176 Nr. 45, S 2274 Nr. 58, S. 2324 'Nr. 23, S. 2S24 Nr. 57. S. >344 Nr. 73, S. :U79 'Nr. 90, S. 2324 Nr. 59, S. 2274 Nr. 84, L. 11.6 Nr 62, S. 3526 Nr. 97. S. 1765 Nr. 32, S. Il89 Nr 15, S. 417» Nr. 98, S. 1919 Nr. 39. S. 643 Nr. 42. S. 643 Nr. 18, S. 577 Nr. 77. S. 1543 Nr. 35. S. 318 Nr. 67, S. 15,3 Nr. 36, S. 3479 Nr. 72, S. 1513 Nr. 21. Arbeiter und Fachcollegen. Wir geben Euch hienlit bekannt, daß unser Strike nach 17tägiger Dauer beendet ist, indem die Herren Jakob NaglaS, Joh. Maliall und Doberlet L Harlsch die For dcruilgen bewilliget und den Bertrag unterschrieben haben. Wir fordern die »ach Laibach zureisenden Gehilfen ans, nnr bei oberwahuten Geschäften iu Arbeit zu treten, so lange wir nichts näheres bekannt gebe». (389) Mit Brudergruß für die Laibacher Tischlergehilsen Knrl Nvtar. Coücctiv-Aiycigcr. Ausgenomine n werden: 4 Wohnungen mit 3 bis 6 Zimmern sammt Zugehör, ein Zimmerherr; eine der italienischen Sprache etwas mächtige Dienstmagd, eine Kindsmagd, ein Ltubenmädrhen, eine Wasserträgern:. — Dienst suchen: zwei Ladendienerinnen, eine Herrschaftsköchin. — Auskunft ertheiltdas ^,ii>«»ii««ii-I1i»i'e»u, Hauplplatz, Hs.-Nr 313. (388) Soeben erschien bei A. 8«I,!iler in Leipzig: Zweite verbesserte Auflage. Unttmchtshcftr für dtn grsammtln M-schinkiibliu heransgegeben von 6. V. ^Vsitrel, Jngenienr und Director des Technicum Mittweida Chemnitz. I. Lfg. elegant broch. Preis 30 kr. Dieses ausgezeichnete, billige Werk, mit zahlreichen Abbildungen und Coiistructionszeichnungen liegt in Buchhandlung ;nr Einsicht auf. (387) A U A K U A U wegen Auslosung des Geschäftes 20 PCI. unter dem EiliktUlsspreis sammtlicher SS« i^« » - «,<»«,- »1,17-, und s,,r« » II- und !>>^i^«?»i- und HV»>I->»»»»I»,I»1, !>>« I,»i- nnd Hnii»n„«»!i^,>It^> und Bon heute an werde ich wie bisher jeden Auftrag zum Anferligen der Kleider zn oben ge nannten herabgesetzten Preisen entgegennehmen und prompt ansfiihren. (38 l —3) K N U U W U U Wiener Börse vom 3. Juli. ijirrc-Rente. öft-V-r. »r«. dto. sst.luEilv. r von 1«i-1 . e »ou IM0. gauj« e voll rsso, Srämirllsh. v. St«i«r««r p!,^sr. jöruren. Kra>^ u. it»I>e»Iand l> , .'Lgarii. i,us . Äost. u. Sin«, i ^ Si-»-i>dürji. . S ^ HäLUiualbaul . . . Itnio» - B»»k . . . Lredilanftalt . . . N. v. itu^lv-österr. Zlallt Ocß. Svde,il.rc!!.-'<'-. OeK. Hyp»i-.-!0au: . Lteier. üecompl.-Bt. prallt» - tluftna . . «all. Ferd.-Norl-H. . bildb-hll-Sesellsch. . -als.Stisadkt^B-hu. ik«rl»^iidw>g-Äahu vlkbenb. Eisenbahn. . LtaatSdahn. . . . iats. graiij'Josrlsi!.. Züllf!..Barc!» E.'». tltSld-Ulllli. L^hu r-r»L<1i>riuke>. «iatioa. ö.w. »evlo»b. I»g. Lod.-Sreditallfl. TUg.-st.Bod.-Lredii. dt». Geld 0t 75 71.IL !«. W1.7S irv..->o I«5.7S War^! VÜ.50 105— 127.— 146- Sl.- SL.— 85.75 82.- 84.-- 79.- 86 82.cv 85.- 79.5^ L53 L82.25 332.70 1020 SOi'75 26,'.-98.-262. 141.50 2095 20..— 251.— 244.25 183. -346 50 217.-187.-182.— Südd.-Oes. z:l5ü0^-dto. --tordb. (100 11. 2M.) SrLb.-B.(200s'1.ö.rü., StaalSbahn pr. StaatSb. pr. S!. 1867 -?udo:söb.i30.)j1.ö.LV.) r;ranz^Ios.,2ü)sr.S.) r»oov. ^red^r :oo fl. ö. Lv. Dü«.-Darnpfsch..-^cj. zu 100 EM. . Lri^ster 100 ft. . , drs. soft. ü.W. Ofeuer . - . . . .. ? „ Palsth . ^ 49 , >L>ar^ . E 40 ^ Ot. 40 ^ '.Mudischqru.j LO ^ cr-aldjiciu . io ^ Ke^cviH . ^ ' Ge^d Warc 94.75 95.rL 11S.50 116- 103.80 104.-93.25 93.75 131.- !31 50 126.25 127.-95.80 96.^ 101.60 101.S0 191.50 191 ^ 855.-282.75 382.90 1,30 310.25 262.— 102. 263. 142.-2097 207.20 251.50 2-14.50 ^7^vI^i>-d.IV0».,udd.L> ü>7 - Il iiHl-ioost. , ^ 188 — --oudou 10 Pf Steri 182 50 ^^^^ 100 92.50 92.70 89.75 90.25 103.75 104.25 88.75! 89. §ats.M2n».Luforell 20-yraucSlwa. . lverem-thaler . . Silber. 99.-120.50 58. - 31.50 40 28.50 36 — 29.— 24. -^2 50 16. 14.50 9 ) 60 121.50 59. -33-41 - 38.- so.- 25.-23-1?. ^ 15 S0 93.20 93-20 »S.2S Ni.IS >N H «.!>» t«s.bo> ^ 108 5>0!^ Der telegrafische Wechselcurs ist uns bis zu>" Schlüsse des Blattes nicht zugekoimnen. Limck d,a gg». v. ^ Va»brr- tn Laibach. «rrlkgrr für die «rdictkm vrra«twoliklck>: Ot I°M-r B°«berg