Nl. 149. Dienstag, 3. Juli 1900. Jahrgang 119. Zeitung. PrHuumtrattonbprtlS: AM Posiversrndung: »an,uüd>!g »<> ll halbjährig 15 li. Im Comptoir: ganz jMil, ü« ii, lialdlahs!« ll «, ssür die i.'N,,«« ,n« Hm>« gan,^«!,'!g » l< - Ins»ltion«a,bi»l: ssiir sllwe Inserale lil« zu 4 MIc» l.n d, «rößeis p,r Zeile <« »»^ I»! üll^en Wiederholungen per Zeile « k. D!e »Laibachcr Zeltung» trscheint tHgllch, mit «ulnnhme der Tonn und steiritag». Die «l»«l»istl«tl»« befinde» sich songreslplay Nr«, bir «ed«stac!ion von « bi« lv Uhr voimittaz», Unfra«l>erl!> >U>ic!e werden »ich! »ngsnommen, Mannjlliple nich! zurullgestel» 2ilntlicher Theil. Seine k. und k. Apostolische Majestät sind den 30. Juni früh nach Ischl abgereist. Seine f. und k. Apostolische Majestät haben da« nachstehende Aller hoch st eHandschreiben aller-gnüdigst zu erlassen geruht: Lieber Dr. vonKoerberl Da zwischen den gesetzlichen Vertretungen der im Reichsrathe vertretenen Königreiche und Länder und der Länder der unga« rischen Krone hinsichtlich des Verhältnisses, in welchem dieselben zu den Kosten der gemeinsamen Angelegenheiten beizutragen haben, ein Uebereinlommen im Sinne des 8 3 des Gesetzes vom 21. December 1867. R. G. Bl. Nr. 14« (§z 19, 20 und 21 des ungarischen Gesetz-artitels XII vom Jahre 1897) nicht erzielt worden ist, finde Ich auf Grund des § 3 des citierten Gesetzes (§21 des citierten Gesetzartilels) mit einer Geltung für die Zeit vom 1. Juli 1900 bis 30. Juni 1901 zu bestimmen, dass zur Bestreitung des Aufwandes für die gemeinsamen Angelegenheiten, wie sich derselbe nach Abzug von zwei Procent zu Lasten des ungarischen Staatsschatzes auf Grund des Gesetze« vom 8. Juni 1871, R. G. Vl. Nr. 49, ergibt, die im Reichsrathe vertretenen Königreiche und Länder 66 55 Procent und die Länder der ungarischen Krone 33 ,^ Procent beizutragen haben. Ich beauftrage Sie, dies zur allgemeinen Kenntnis zu bringen. Wien am 27. Juni 1900. Franz Joseph m. p. Koerberm. p. Seine l. und l. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 12. Juni d. I. den Univeisitätssecretär und Privatdocenlen Dr. Marcel! Chlamtacz zum außerordentlichen Professor des römischen Rechtes an der Universität in Lemberg aller-gnädigst zu ernennen geruht. Hartel m. p. Der Ministerpräsident als Leiter des Ministeriums deS Innern hat den Ministerialsecretär im Ministerium des Innern Dr. Hygin Ritter vonScarpa zum Bezirlihauptmanne im Küstenlande ernannt. Der l. l. Landespräsident im Herzogthume Krain hat den LandesregierungS.Conceptspraltikanten Friedrich GrafenHardegg zum LandesregierungK.Concipisten ernannt. __________ Pen 28. Juni 1900 wurde ln d« l. l. hos. und Staal»-druckerei das Xl^. Stück des «elchsgesehblatte« m deutjcher «u«. gäbe ausgegeben und versendet. Den 28. Juni 1900 wurde in der l. l. Hof. und Staat». druller,i da« I.XXXVIII. SlUcl bei italienischen Ausgabe des »icichsaeschblatteS vom Jahre 189l1. das XXXlV. uu, XXXV. StNck dei rumänische», das XXXVll. Stück der polnischen und das XXXIX. Stück der böhmischen Nusaabe des «eichsgeseh. blattes vom Jahre 1900 ausgegeben und versendet. Den 29. Juni 1900 wurde in der l. l, Hof» und Staats« druckerei das Xl^l., Xl^II. und XI^III. Stück des Rtlchsgesetzblatte« in deutscher Ausgabe ausgegeben und versendet. Nach dem Amtsblatt« zur «Wiener Geltung» vom L8. und 29. Juni und l. Juli 1900 l«r. 146. 14? und 148) wmbe die Weilerverbreitung lolaender Preslerzeug«isse verboten: Nr. 25 «Deutscher Bollsbole (Görlauer Anzeiger)» vom 22. Juni 1900. Nr. 49 «Deutsche Voltswacht» vom 20. Juni 1900. Nr. 2b «posel 2 ^oälioll» vom 21. Juni 1900. Nr. 2b «Der Gebirgsbote» vom 28. Juni 1900. Nr. 10 «0lir»n»» vom 20. Juni 1900. Nr. 9 «I^ounzllö »!»»?» vom 23. Juni 1900. Nr. 25, «Dürer Deutsche Zeitung» vom 23. Juni 1900. Nr. 72 «lilioeezkö I^ly. vom 23. Juni 1900. Nr. 25 ,p0ätip8llö l.,»!^. vom 23. Juni 1900. Nr: 72 «Pilsner Tagblatt» vom 22. Juni 1900. Nr. 22 «ll!»8 Lillu» vom 21. Juni 1900. Nr. 82 «Aaprxöä.. Nr. 13 «DekteMrez» vom 24. Juni 1900. Fünf Ansichtskarten mit der Aufschrift: «Um« Mold», ferner der Inhalt der fünf Ansichtskarten au« brm Cyllus «Vuyaßv cl« noe«»» Nummer 32«. 630. 331, 332. 333. Nr. 141 «Salzburger Aollsolatl» vom 22. Juni 1900. Nr. 172 «I^il^lnl l^!8ly» vom 23. Juni 1900. Nr. 25 «X!»6en«lcü X^my» vom 23. Juni 1900. Nr. bl) (Sonntagsbeilage) «Deutsche Nachrichten» vom 24. Juni 1900. Nr. 26 «ölonkor» vom 24. Juni 1900. Nr. 171 «Xurjer l^ovski» vom 22. Juni 1900. Nr. 36 «ciezi» vom 20. Juni 1900. Nr. 23 .iwoboä». vom 21. Juni 1900. Nichtamtlicher Theil. Ergebnisse der Stalltscisellbahn-Berwaltung im Jahre lK9!j. (Schluss.) Anlangend das finanzielle Ergebnis des Jahres 1L99, betrugen die Betriebseinnahmen der für Rechnung des Staates betriebenen Vahnen und der Wiener Stadtbahn sammt den hiemit verbundenen Nel'endienften rund 124,150.000 fl., d. i. um 3,410.000 fl. mehr als im Vol jähre. Diese Einnahmensumme setzt sich aus folgenden Posten zusammen: Transporleinnahmen, und zwar: 18W gegenüber 1898 «ulden Transport von Personen. . . . 29,624.629 -s. I,AX).1Ü0 » » Reisegepäck . . . 1,417 268 -> N.2Ü6 ' » Eilgut .... 3.670067 > IM,, 7« » . Frachtgut . . . 76,704.800 - H29.V89 111,416.164 ^. lMb93 Einnahmen aus dem Salzgeschäste 874.106 — 148.8« Antheil an dem Reingewinne der Aussig Tepliher Eisenbahn . . 463.950 — 83,663 Verschiedene Einnahmen . . . . 11,894.108 -s- 2,0l/?,bV6 Zusmnmen 124,148 326 ^ 8,410.19? Auf ein Kilometer der durchschnittlichen Betriebs» länge reduciert, betrugen die Transporteinnahmen im Jahre 1899 13.554 fl. gegen 13.415 fl. im Jahre 1898, was eine Steigerung von 139 st. oder 1 04 pCt. ergibt. Die Personenfrequenz hat im Berichtsjahre eine namhafte Steigerung erfahren, indem 02,919.000 Personenfahrten (-s- 11,372.000 -2 22 00 M. ge« genüber dem Vorjahre) und 2259 Millionen Personen Kilometer (-s- 297 Millionen - 15 13 pCt. gegenüber 1898) zurückgelegt wurden. Dagegen ist die Länge des von den Reisenden durchschnittlich zurückgelegten Weges unter dem Einflüsse des Wiener Stadt-bahnvcrlehres neuerdings, und zwar von 38 07 Kilometer im Jahre 1898 auf 35 91 Kilometer im Jahre 1899, demnach um 5 67 M. gesunken. Von den Einnahmen aus dem Pelsonenverlehre entfallen 66 02 pCt. auf Reisende dritter Classe in Personenzügen, 10 60 pEt. auf Reisende zweiter Elasse in Schnellzügen, 7 20 M. aus Reisende zweiter Classe in Personenzügen und 542 pCt. auf Reisende eister Classe in Schnellzügen. Feuilleton. Die Wiener Oper 1899/M0. Wien, Ende Juni. Ein Rückblick auf die lchte Wiener Opcrnsaison ist nicht nur für den Wiener Musikfreund von höchstem Interesse, sondern siir jeden Anhänger der Frau Musica. Zeigt er doch, wie ein Kunstinstitut, von starler Hand geführt, die höchsten Ziele erreicht. Die Größe der Oper ruht auf den Schultern eines Mannes, der überdies ein Künstler ist. Dies unterscheidet sie von vielen anderen Bühnen, deren erster Grundsah lautet: Geschäft. Der Grundsah, dem geschäftskundige Di-rectoren huldigen, lautet: Möglichst viel Sensation. Der Grundsatz des Wiener Operndireclors lautet: Möglichst viel Kunst. Eigentlich liegt der Thätigkeit des derzeitigen Directors Gustav Mahler, welcher die Oper in einem Zustande völliger Desorganisation übernommen hat, ein einfacher Calcul zugrunde. Er denkt etwa: Bisher hat man es versucht, die Leute zur Casse zu locken, indem man ihnen Sensationsaufführungen bot, fremde Sänger, einzelne Stars. Massenwirlungen auf der Scene. Und troh alledem hat sich ein rechter Erfolg nicht eingestellt. Ein Publicum, welches man an Reizuna.,,, gnvöhnt, verlangt immer stärkere, und schließlich versagt die stärkste Kost. Ein solches Publicum bekommt kinen nervösen Magen, und der Director hat es mit einer krankhaft gereizten Menge zu thun. Versuchen wir eS einmal umgekehrt. Sehen wir dieses kranke Publicum aus Diät. Mben wir ihm kräftige nnd einsache^ahruNßAlioda^wichtigstesinddle^usfüt,rungm classischer Werke. Fördern wir seine Concentration. Also Aufführung der Werke im strengsten Stil unter jenen Verhältnissen, welche die stärkste Wirkung ver-sprechen. Reizen wir es nicht durch einzelne Knalleffekte. Keine Starwntschaft, sondern em Ensemble tüchtiger Sänger sei das wichtigste. Kurz, versuchen wir es ein. mal umgekehrt: Mit jener künstlerischen Art, von welcher Oeschäftsdirectoren behaupten, dass sie der Casse nicht zuträglich ist. Das Publicum ist bereits so blasiert, dass es diese verpönte artistische Redlichkeit als angenehmes Reizmittel empfindet. Vielleicht ist es so zum reinen Kunstgcnuss zu erziehen. So hat etwa der Director gedacht und darnach gehandelt. Die vergangene Saison zeigt es wieder. So wurde auf die Aufreizung des Publicums durch viele Novitäten verzichtet. Schon Goethe bemerkte einmal zu Eckermann, dass man nur solche Novitäten ausführen solle, welche sich wirtlich dem Spielplane dauernd ein-fügen lassen, und nur in einer solchen Art, dass der regelmäßigen Theaterarbeit nicht zu viel Kräfte ent« zogen werden. So gab es in diesem Jahre vier Opernpremieren. Zwei von ihnen — «Dämon» von Rubin stein und «Iolanthe» von Cajkovsli — Opern verstorbener Meister, welche nicht der Sensation, son. dern ihres künstlerischen Wertes halber in den Spielplan aufgenommen wurden. «Es war ein» mal . . .», die Oper eines jungen Wiener Musikers, Alexander von Zemlinsky, welchrr, in früheren Jahren von Johannes Blcchms gefördert, eine große Nulle im Wiener Musikleben zu spielen berufen ist. Die Direction des Hofopemthealers hat ihren künstlerischen Sinn be-wiesen, indem sie dieses Werk, roelch s noch an keiner Vtthne aufgeführt worden war, zur Ausführung ye. bracht hat. Dazu hat Muth, Klugheit und Initiative gehört. Die vierte Premiere «Fedora» von Giordano, ein interessantes Werk der jungilalienischen Schule, wurde durch eine italienische Gastgesellschaft zu Gehör gebracht. Dle Hauptlhätigkeit der Direction lag in der künstlerischen Ausarbeitung eines gediegenen Ensembles. Vor allem waren es die Werke von Mozart und Wagner, welche in mustergültiger Weise zu Gehör ge« bracht wurden. Sie sind wahre Festtage der Oper ae-wesen. Speciell die Wagner. Aufführungen haben eine Weihe und eine Reinheit erlangt, die auf Opernbühnen ihresgleichen fucht. Die »Meistersinger von Nürnberg» wurden einer gründlichen Restauration unterzogen. Das Werk wurde neu ausgestattet, alle Striche aufgemacht, das Ganze besonders scenisch in feinster Weise belebt. Die Mozart.Aufführungen haben sich durch die Restituierung des Mozart. Orchesters wunderbar intim gestaltet. Das Ensemble wurde in außerordentlicher Weise durch das Engagement der Frau Gutheil-Schober vermehrt. Diese Künstlerin hat als Carmen im Sturme alle Hörer gewonnen. Eine geniale Schauspielerin voll Temperament und Geist und, trotz einer zierlichen kleinen Glimme, ausgezeichnete Sängerin, ist sie berufen, ein glänzender Stern des Wiener Hofopern-theater« zu werden. Die alten Sänger, der Chor und das wunder-bare Orchester haben auch in diesem Jahre Vulll»det, ück'egte. nur I67mal in die Hand nehmen müssen. Die Wette war also glänzend gewonnen. Abgesehen von linigen Gliederschmerzen hat die ungewöhnliche Anstrengung für den meisterhaften Kugelwerfer leine unangenehmen Folgen gehabt. Ein neuer Sport ist aber durch M. Daru in 5 Ll'ben gerufen, denn bei der Jugend von Po»t de Clais und Grenoble hat das 'Distanz-Kugelwerfen» eilihllsiastische Aufnahme gesunden. — (Seltsame und kostbare Kleider.) Wohl das merkwürdigste Kleid, das je erdacht worden ist, scheibt «Womans Life», wurde von einer Dame auf einem Maskenball in Baltimore getragen. Das originelle Costüm, das von seiner Trägerin, Miss Antoinette Warlitz, mit eigenen Händen angefertigt war, bestand aus nicht weniger als 30.000 gestempelten Briefmarken. Die Sammlung war die Arbeit vieler Monate, fast alle cwi-llsierten Länder der Welt hatten dazu einen Beitrag Serzsnsirven. Roman von vrmano» Gandor. (42. Fortsetzung.) Bei gutem Wetter machten beide fast jeden Nachmittag lange Spaziergänge in die Umgebung, von denen sie meistens erst abends, bei Einbruch der Dunkelheit, zurückkehrten. Niemals hatten die Wunder der blühenden Schöpfung den Professor mehr entzückt, als wie bei diesen Wanderungen zu zweien durch Wald und Heide. Bei weniger günstiger Witterung saßen sie zusammen auf der Veranda oder im Studierzimmer, Frieda mit ihrer Handarbeit, der Professor mit einem Buche, aus dem er vorlas. Das waren nun zwar keine gelehrten Werte schwerfälliger, in die Tiefe und Breite gehender Philosophie, sondern Proben deutscher Poesie, die Gottfried Theodor Hanssen seiner jugendlichen Hausgenossin vor Augen führte und denen diese mit Entzücken und gespanntester Aufmerksamkeit lauschte. Zuweilen überraschte sie ihren Vorleser mit einer Frage, die von einem tiefen Verständnis und einer feinen Auffassung des Gehörten zeugte, wie sie eigentlich nur eine gründliche Bildung und eine ein« gehende Kenntnis der Literatur zu geben vermögen. «Sie haben früher schon viel gelefen?» konnte dieser sich nicht enthalten eines Tages erstaunt zu fragen. Frieda schüttelte lächelnd den Kopf. «Solche Bücher wie diese da leine! Nur in Großvaters alten Schartelen habe ich mich hin und wieder vertieft l» «Tusebius Langermanns Philosophien!» sagte der Professor nachdenklich. «Und Sie baven Ne verstanden?» «Nlcht alles», gestand Frieda. «Aber mnges darunter habe ich hundertmal gelesen und jedesmal fand ich anderes heraus, neue Schönheiten.» «Wie Brillanten, in denen sich die Sonnen« strahlen brechen, in immer neuen Farben erfunleln!» sagte er gedankenvoll. «Haben Sie auch Nietzsche gelesen?» «Nein!» versetzte sie. «Den mag ich nicht!» «Warum denn nicht?» forschte Hanssen. Frieda lieh ihre Näherei in den Schoß sinken und blickte eine Secunde lang schweigend den Garten hinab. «Er ist ein Gottesleugner!» sagte sie ernst. «Ich habe hie und da in seine Werke hineingesehen. Er glaubt an leinen Gott, und solche Geister kann ich nicht verstehen!» Der Professor schüttelte den Kopf. «Sie irren, Frieda», sagte er dann. «Nietzsche ist lein Gottesleugner, wenn sein Glaube auch anders aussieht als der Kinderglaube der großen Menge. Nietzsche war der Lieblingephilosoph Ihres seligen Großvaters!» «Gleichviel», beharrte sie, «ich will nichts von ihm wissen! Ich mag nicht an die Theorien solcher modernen Weisen und an ihre Lehren glauben. Aus Kraft und Stoff, behaupten sie, bestehe das Weltall, und die Kraft betrachten sie als das göttliche, belebende Element. Ich glaube aber an einen lebendigen Gott, zu dem ich beten und auf den ich mich verlassen kann. Zur ,Kraft< allein lönnte ich nicht andachtsvoll empor» ffhen und noch weniger beten!» Der Professor wollte etwas erwidern, etwas zu ihrer Aufklärung, etwas zur Richtigstellung ihrer kindlichen Ansicht, aber während er das liebliche, jetzt wieder über die Arbeit gesenkte Profil des Mädchens und die klare Kinderstirn, über die sich die flimmernden Löckchen rankten, betrachtete, stockte ihm d^s Wort auf den Lippen. Mehr als je fand er Friedas Aehnlichkeit mit ihrer verstorbenen Mutter heraus; in diesem Augenblicke glich sie Zug um Zug seiner ehemalig» n Jugendliebe. Mit einem kleinen Seufzer nahm er da« Buch wieder zur Hand und las weiter — Scheffel« «Eklehard.. Die zufällige Begegnung mit Felix Wedelamp im Walde, welche dieser seiner Mutter gegenüber erwähnte, gab den Gedanken und Empfindungen des Professor» erst eine andere Richtung. Freilich constatierte er mit innerer Befriedigung, dass Frieda nnter den leck bewun. dernden Bl,cken seines Vetters zornig erröthete und sich unwillig abwandte und dass auch Felix' Bemühungen, sie „lit in die Unterhaltung zu ziehen, von ihr ganz unbeachtet blieben. Aber trotzdem lieh da« Zusammen, treffen einen Stachel in ihm zurück. Zum erstenmale fiel cs ihm ein, dass Friedas Schönheit und Anmuth auch andere Bewunderer als Felix Wedekamp finden werde und dass eines Tages einer kommen könne, der das Recht habe. sie ihm zu entsühren — und während er sich in solchen selbstquälerischen Gedanken ausmalte, wie einsam und lichtlos es dann wieder in seinem jetzt so sonnigen Hause werden musste, ward ihm das He,z so schwer, wie nie vordem oder wie nur einmal zuvor in seinem Leben — damals, als Eusebius Langermann seiner jungen Lebenehoffnung das Todes» urtheil gesprochen hatte. (yortsttzung l«l«l.l Laibacber öeituna Nr. l49. 1251 3. Juli 19^>0. geliefert. Die Marken waren auf dünnen Musselin gellebt und in Farbe und Zeichnungen sehr geschmackvoll j arrangiert. — Damen, die über ein großes Einkommen ! verfügen, zahlen manchmal ein ganzes Vermögen sür ihre > Meider. So verausgabte Mrs. Celia Wallace aus Chicago ! vor kurzem nicht weniger als 140.000 Mark für ein l einziges Eostüm. Die Brüsseler Spitze, die zur Garnitur ! verwendet wurde, kostete allein 100.000 Mark. Jedenfalls i wird aber das kostbarste Kleid der Welt gegenwärtig in Frankreich angefertigt; für wen es gemacht wird und zu welchem Zweck, ist noch nicht bekannt geworden. Vs besteht aus kostbaren Steinen und Edelmetallen. Der ^ untere Theil ist aus gehämmertem Gold und Silber; das Metall ist jedoch so dünn, dass das Kleid biegsam und leicht ist. Die Juwelen sind so.angeordnet, dass Arme, Hals, Schultern und Hände der Trägerin fast ganz mit Reifen aus Perlen, Diamantsternen und Ringen aller Art bedeckt sein werden. Die Brust wird von Sternen und Halbmonden aus Rubinen, Smaragden und Diamanten schimmern. — Auch Japan will sich im Toiletten« luzu« von der westlichen Welt nicht mehr überflügeln lassen. Die Aussteuer der Prinzessin Sada, der jungen Gattin des japanischen Kronprinzen, hat die erstaunliche Summe von fünf Millionen Mark gelostet. Der Kaiser und die Fanlilie der Braut haben dazu beigesteuert. Die Ausstattung der Prinzessin ist eine doppelte: sie besteht aus den schönsten Pariser Toiletten und den anmuthigen Trachten ihrer Heimat. — (Frau oder Mädchen?) In den Kreisen der oberen Vierhundert von Newuorl wird es bald gänzlich ausgeschlossen sein, den Irrthum zu begehen, eine verheiratete Dame mit «Fräulein» und eine Jungfrau mit «Madame» anzureden. Die Haar-, Hut- und Klelderlünstler, respective Künstlerinnen der Empire City haben sich nämlich zusammengethan und beschlossen, durch ein weithin sichtbares Merkmal an der Toilette, dem Hut oder der Haarfrisur sofort erkennen zu lassen, ob die Trägerin bereits in das Joch der Ehe geschlüpft oder ob sie der Fesseln Hymens noch ledig ist. Unverheiratete Modeschönen sollen fortan den Schleifenfchmuck und sonstigen Aufputz ihrer Kleiber, die Garnitur ihrer Hüte und die Feder - Aigrette ober die Nlumenranle in der Ballfrifur an der linken Seile haben, während die mit einem Galten versehenen Ladies diesen Extrazierat an der rechten Seite ihres Körpers, respective Kopfe« tragen. Bisher konnte man es nur am Trauring sehen, ob man es mit einer nicht mehr zu Habenden zu thun hatte; doch da dieses Symbol bei der eleganten Dame meisten« theils durch den Handschuh dem Blicke entzogen wird, kam es so gut wie gar nicht in Betracht. In Zukunft also wild man es, wie bei den Damen des Orient«, genau wissen, ob eine Schöne noch «zu haben» ist oder nicht. Local- und Prouinzial-Nachrichtm. Handels- und Gewerbekammer für Krain. (Fortsetzung. IV. Kammerrath Josef Lenarcic berichtet über die Wahl eines Vertreters in den Ausschuss der gewerblichen Fortbildungsschule in St. Martin bei Littai. In den Schulausschuss hat die Kammer infolge Be-schlusses der öffentlichen Sitzung am 26. December 189« den Herrn Josef Iallit, Handelsmann in St. Martin, zu ihrem Vertreter ernannt. Da sich aber diefer in Laibach bleibend niedergelassen hat, hat die k. l. Bezirks-Hauptmannschaft in Littai mit der Zuschrift vom 16. Februar 1900, Z. 2170, die Kammer eingeladen, einen anderen Vertreter zu ernennen. Der Berichterstatter beantragt im Namen der Section: «Die Kammer ernenne zu ihrem Vertreter im Schulausschufse der gewerblichen Fortbildungsschule in St. Martin bei Littai den Herrn Johann Walonigg, Handelsmann in St. Martin, und theile diese Er. nennung der l. l. Bezirkshauptmannschaft in Littai mit.» Der Antrag wird angenommen. V. KR. Felix Stare berichtet über das An« suchen der Gemeinden Podgora, Kompoljc und der Gemeinderäthe in Vibem um Bewilligung von vier Jahrmärkten: am 17. Jänner, 1. Mai, ,N. August und 5. December in Videm. Die Nächstliegenden, marltberechtigten Ortschaften habe» gegen die Gründung der neuen Märkte keine Einwendung erhoben. Da die neuen Märkte die Viehzucht in der dortigen Gegend außerordentlich heben und andere Märkte nicht behindern dürften, beantragt der Berichterstatter die Be» fillwortung des Ansuchens. Der Antrag wird angenommen. (Fortsetzung folgt.) — (Ernennungen im Iustizdlenste.) Der Iustizminlster versetzte der heutigen «Wiener Zei« lung» zufolge den Gerichtsadjuncten Ottolar Kokevar Edlen von Kondenheim aus Mahrenberg nach Laibach und ernannte zu Gerichtsadjuncten die Auscul« tanten Handler sur Mahrenberg und Wünsche fü, St. Nfjt. — (Ordentliche Sitzung des l. l. Landes-chulrathes fürKrain am 21. Juni 1800.) »iach Eröffnung der Sitzung und Constatlerung der Keschlusssähiglcit seitens Seiner Excellenz des Herrn liorsitzenben theilt der Schriftführer die seit der letzten 3itzung im currenlen Wege erledigten Geschäftsstücke mit, oas genehmigend zur Kenntnis genommen wird. In Erledigung der Tagesordnung wurden, wie bereits ge« neldcl, einige Lehrstellen definitiv beseht. Mehrere Recurse n Sachen der Dienstalterszulagen von Lehrern wurden ,er Erledigung zugeführt; weiters wurden mehreren ^ehramtszöglingen Slaalsstipenoicn verliehen. Ferner vurde dem Lehrplane des an der hiesigen städtischen höheren Mädchenschule zu errichtenden Hanbelslehrcurses >ie Genehmigung ertheilt. Für die Ortschaften Inner« ;oritz und Pleschiwih wurde die Errichtung einer ein» Massigen birectivmäßlgen Volksschule mit dem Standorte m Innergoritz angeordnet, und die Regulierung der Lchulverhältnisse im Bereiche der Ortsgemeinde Ober« laibach wurde durch Errichtung einer zweiclassigen Volksschule in Drenovgriö für Groß« und Klein«Ligonja. Drenovagorica und Hülzenegg; einer zweiclassigen Volks« schule in Vlatnabrezovca für dieses sowie Sap, Sinja-gorica und Aevle; einer einclassigen Volksschule in Pod« lipa und einer einclassigen Volksschule in Iaplana; ferner l>urch die Verlegung des Standortes der Volksschule in Oberlalbach von Hrib nach Oberlalbach, sowie durch Er« richtung einer vierten Mädchenschulclasse an dieser Schule bewilligt. — (Laibacher Gemeinberath.) Tagesordnung der heutigen Sitzung: 1.) Bericht der Personal, und Rechtssectlon über da« Gesuch der städtischen Spar« casse in Laibach, betreffend die Bestimmung des Zinsfußes für ein der Gemeinde Heil. Kreuz bei Landftrah zu gewäh« renbes Darlehen (Referent Plant an). 2.) Bericht des Stabtmagistrates (Referent Vaurath Duffs): n) über Dachreparaturen an den Ställen der städtischen Nrtillerie-laserne; d) über die Bauleitung bei der Kaiser Franz Iosef-Brücke. 3.) Bericht der Schulfection über den Bericht der Direction der l. l. Oberrealschule in Laibach, betreffend die Mängel bei den Heizvorrichtungen im Realschulgebäude (Referent Dim nil). 4.) Bericht der Finanzsection über das Gesuch eines gewefenen städtischen Bediensteten um Streichung einer Schuldpost (Referent Trbina). b.) Be« richt der Personal» und Rechtssection über das Urlaubs-gesuch eines städtischen Bediensteten (Referent Svetel). 6.) Bericht des Curatoriums der Kaiser Franz Joses 1. städtischen höheren Töchterschule über Personalangelegen-heiten an dieser Schule. — (Primizen.) Folgende Herren Theologen werden heuer Primizen halten: Aus dem vierten Jahr« gange: Johann Nester am 22. Juli in Iamnil bei Selzach; Karl (5 er in am 22. Juli in Sagor an der Save; Anton Cop am 29. Juli in Vresnitz; Karl Gnidovec am 22. Juli in Ajdovec; Franz Kralj am 15. Juli in der Ursulinenlirche in Laibach; Eugen Legat am 18. Juli in Brezje; Franz Majdiö am 15. Juli in Laibach; Jakob Ogrizel am 15. Juli in Slavina; Josef Pravhar am 15. Juli in Brezje; Josef Sever am 29. Juli in Nltlack; Anton Slubic am 15. Juli in Lipoglav; Valentin Zabret ani 22. Juli in Predassel. — Aus dem dritten Jahrgange: Johann Erjavec am 15. Juli in Presla; Franz Oabrsel am 22. Juli in Holmec; Jakob Katar am 22. Juli in Dobrava bei Kropp; Anton Lombar am 22. Juli in Trstenik; Anton Merkun am 22. Juli in Brunndorf; Johann Millavkik am 15. Juli ir Bischoflack; Matthias Olorn am 29. Juli in Sancl Georgen bei Krainburg; Jakob Razborsel am 15ten Juli in St. Martin bei Krainburg. — (Der hiesigen l. k. Haupt - Tabak, fabril) wurde für die projectierten Adaptierungsbauten von denen wir unlängst Notiz nahmen, seitens der l. l Landesregierung die Bewilligung ertheilt. —o. — (Im städtischen Vollsbade) wurde» vom 23. bi« 30. Juni insgesammt 634 Bäder ab gegeben, und zwar für Männer 506 (davon 349 Douche und 157 Wannen-Bäder), für Frauen 128 (davon 2k Douche« und 102 Wannen«Väder). — (Industrielles.) Der Besitzer Josef Lenarci, in Oberlaibach beabsichtigt am Gorovniscabache ein, Papierfabrik zu errichten und hat das bezügliche Gesuä um BaubcwiNigung bereits überreicht. Die commissionell Erhebung wird am 4. d. M. stattfinden. —o. — (Aufnahme in die Infanterie Cadette «schule in Karlstabt) Jünglinge vo, österreichischer, beziehungsweise ungarischer Staatsbürger schast oder bosnisch«hercegovlnischer Landesangehöriglei« welche die körperliche Eignung für die Militärerziehun besitzen, den Nachweis über die Absolvierung der vie unteren Classen einer Realschule oder eines Gymnasium (mit Otffentlichlcitsrecht) erbringen (von ungenügende Noten in Lateinisch oder Griechisch wird abgesehen), ein genügende Aufnahmeprüfung ablegen und mit 1. Sef tember im Alter zwischen 14 und 1? Jahren stehn können in den ersten Jahrgang der Infanterie-Cadetter schule in ssarlstadt aufgenommen werden. Den einzelne Classen der Mittelschulen sind dle korrespondierende Massen der nach dem XXXVUI. VchtzarMtl vo, Jahre 1868 organisierten ungarischen Bürgerschule», der Communalbürgerschule in Fiume, bann die V. bis VM. Classe der kroatischen «höheren Volksschule»» in Olocm, Ogulin, Sissel, Neugradisla und Brod hinsichtlich dei Anforderung der nachzuweisende« Vorlenntnisse sür den Eintritt in eine Cadrttenschule glrichgchaltrn. Circa 80 Aspiranten, welche den Anforderungen der Aufnahms-prüfung nicht entsprechen, können mit Zustimmung d»f Angehörigen in einen einjährigen «Vorbelsilungscure-eingetheilt werden, nach dessen Absolvierung sie in den ersten Jahrgang einer Cadettenschule aufsteigen. Solche »Vorbereitungscurse» bestehen an den Infanterie-Cabetten« schulen in Marburg und Straß. Dir Angehörigen haben in den Aufnahmsgesuchen zu erkläret», ob sie mit der eventuellen Eintheilung des Aspiranten in diesen Curs einverstanden sind oder nicht. Das Schulgelb beträgt für Söhne von Personen der bewaffneten Macht 24 X, sür Söhne von Officieren im Reserve-, nichtactiven Landwehrund im Verhältnisse «außer Dienst», dann von Hof-und Civil-Staalsbeamten (Bediensteten) 160 X, sonst 300 X jährlich und ist in zwei Raten, bei Minderbemittelten in Monatsraten, zu erlegen. Dafür erhält der Jüngling eine humanistisch'Militärische Erziehung, welche ihn befähigt, nach genügender Absolvierung der Anstalt in vier Jahren als Cadet in die l. und l. Infanterie zu treten und als Officier die höheren Fachbilbungsanstalten zu frequentieren. Die Kosten der Erhaltung der Zöglinge, bis auf jene für Wäsche, trägt das Milltäretat. Die Gesuche um Aufnahme find bis längstens 15. August dem Commando der Insanlerie-Cadettenschule in Korlstadt direct einzusenden. Alle näheren Bestimmungen sind aus der «Vorschrift über die Aufnahme von Aspiranten in die l. und l. Cadettenschulen» zu ersehen, welche vom Commando der obigen Schule in beutscher und kroatischer Sprache um 44 ll franco bezogen werden können. — (Sanitäres.) Im Sanilätsbezirle Litlai ist die Masernepidemie dem Erlöschen nahe; der Krankenstand beträgt nunmehr 23 Personen und die Krankheit ist derzeit auf fünf Ortsgemeinden beschränkt. Die Diphtheritis tritt nur sporadisch auf: von ben in acht Ortsgemeinben daran erkrankten 28 Kindern find l 8 ge» nesen und 9 gestorben. In der Ortsgemeinde Sagor ereignete sich ein Fall von E»ysip,las; der an dieser Krankheit erkrankte Mann ist gestorben. Eine Ausbreitung der Erysipsllrankheit fand nicht statt. In der Orts« gemeinde Krehnitz erkrankten vier Kinder an Scharlnch; von diesen sind zwei gestorben, während die anderen zwei genasen. Auch in dieser Ortsgemeinde blieb der Scharlach aus die obigen vier Fälle beschränkt. ik. * (Elementarschäden infolge Wollenbruches.) Am 26. Juni gieng über die Ortschaft Feiftritz und Umgebung im politischen Bezirke Radmanns-dorf ein wollenbruchartiger Regen nieder, welcher an den Feldern und Bäumen einen erheblichen Schaben anrichtete. Am härtesten wurden die Insassen von llerschdorf betroffen, woselbst das Wasser die Früchte von den bebauten Feldern stellenweise wegschwemmte ober mit Sand und Schutt derart verschüttete, dass ein weiteres Gedeihen derselben hiedurch unmöglich erscheint. —r. * (Blitzschlag.) Am 23. v. M. um halb 4 Uhr früh entzündete ein Blitzstrahl die mit einigen Centnern Klee gefüllte Harfe des Besitzers Matthias Vrence in Karnihe, politischer Bezirk Loitsch, und äscherte sie bi« auf vier gemauerte Pfeiler ein. Per Schaden beträgt 000 X, die Versicherungssumme 200 X. —r. * (Schabenfeuer.) Am 20. v. M. nachmittag« brach auf der Getreidelammer des Besitzers Johann Tancel in Oberigg, Gemeinde Iggdorf, ein Feuer aus. welche« sich alsbald auf die übrigen Wohn« und Wirt-schaftsgebäude des Tancel und auf den Stall des Nach« bars Besitzer Jakob Lilovec verbreitete und die Stallung in kurzer Zeit einäscherte. Der Schaden belauft sich auf etwa 5000 X, welchem Betrage eine Versicherungssumme von 1800K gegenübersteht. Pas Feuer entstand durch Unvorsichtigkeit zweier Kinder, welche mit Zündhölzchen gespielt hatten. —r. — (Todt aufgefunden.) Am 24. v. M nachmittags begab sich der sechsjährige Sohn der In< wohnerin Maria Gregorii in Kleinbule, Ortsgemeintx Grohgaber, mit dem achtjährigen Karl Vlrant in Grni in die naheliegende Waldung, um daselbst Schwarzbeere! > zu suchen. Nachdem sich die Knaben etwa zwei Stunder ! im Walde ausgehalten hatten, begab sich Virant nall Hause, während ihm Gregoric' vor seinem Weggänge mit« ' theilte, dass er in die in der Nähe des Waldes liegend« > Ortschaft Kleinbule zu seiner Großmutter gehen wolle ' Daraufhin begleitete ihn Vlrant bi« zur Lichtung de< , Walde«, und bann trennten sie sich. Zu Hause ange l lommen, theilte Virant der Mutter be« Knaben mit. bas< c ihr Sohn zur Großmutter nach Kleindule gegangen sei ! Vier Tage später wurde nun Gregorit in einer infolg, ! Regengüsse mit Wasser gefüllten Erdvertiefung volllomme» e entkleidet und todt im Wasser aufgefunden. Da die Leich « nackt war und die Kleidungsstücke am Boden gerollt vor , gefunden wurden, ist es wahrscheinlich, dass der Knab, > daselbst baden wollte und bereits am 24. Juni ertrank i während ihn seine Mutter, obwohl der Knabe bereiti i drei Tage vom Hause abwesend war, bei ihrer Mullsi i sicher wähnle. , —»k. Laibacher Zeitung Nr. 149. 1252 3. Juli 1900. — (Verband der Molkerei-Genossen-schaften.) Zufolge Aufforderung der k. l. Landwirtschafts« Gesellschaft wurde am 29. v. M. in Unterloltsch eine Versammlung der Vertreter sämmtlicher zwölf Inner-lrainer Mollerei-Genossenschaften zwecks gemeinfamen Vorgehens abgehalten. Mit Berücksichtigung aller Verhältnisse und besonders der Thatsache, dass die Märkte für die südösterreichischen Molkereiproducle unsere Küstenslädte sind, über welche auch der Export geht. beschloss die Ver-sammlung sowohl alle lrainischen als auch die lüften« ländischen Mollerei«Genossenschaften zum gemeinsamen Vorgehen einzuladen und einen «Verband der lrainisch-tüstenländischen Molkerei'Genossenschasten» zu gründen. Zwecks Durchführung dieses Beschlusses wurde ein Comity gewählt, welches sofort alles Erforderliche zur Verwirklichung des Beschlusses vorzukehren hat. — (Ueberfallen und angefchossen.) Am 29. v. M. gegen 11 Uhr nachts giengen die Burschen Franz Pipan und Thomas Telavec nebst mehreren anderen Burschen aus Malavas bei Iejica nach Hause. In Malavas angelangt gieng Telavec fenslerln. Plötzlich feuerte der Nesitzersfohn Franz Priin, welcher mit feinem Bruder Andreas und noch einem Vurfchen aus Stojce etwa 30 Schritte entfernt hinter einem Streuhaufen versteckt war, aus einem Jagdgewehr einen Schufs ab und traf den Tekavec mit sechs Schrollörnern am rechten Fuhballen, dann ober dem rechtcn Knie in den Oberschenkel und am rechten Oberarme. Telavec MK. Stelle stehen, worauf er mit einem stumpfen Gegenstände' einen Schlag auf den Kopf erhielt, so dass er zu Boden fiel. Er bekam sodann noch mehrere Schläge auf den Kopf und auf die rechte Hand. — Telavec und Plpan wurden ins Landesspital abgegeben, Priin aber wurde von der Gendarmerie verhaftet und dem Inquisitionshause in Laibach eingeliefert. Der Ueberfall dürfte auf Eifersucht zurückzuführen fein. —1. — (Todtaufgefunden.) Am l. d. M. wurde von zwei Fabrilsarbeitern aus Glewitz unter der ha^e der Besitzerin Johanna Pirnat i,l Gleinitz die Leiche des ungefähr 28 Jahre alten Taglöhners Franz Koderman aus Vrhpolje bei Moräutsch aufgefunden. Derselbe lag ausgestreckt auf dem Gesichte, in der linken Hand einen Cigarrenstummel haltend. Koderman dürfte einem Herzschlage erlegen fein. —l. — (Die Actiengesellschaft Leylam-Iosefsthal) gedenkt den Paviersaal bei ihrer Josefs-thaler Fabrik durch einen Zubau bedeutend zu erweitern. Die diesbezügliche Localcommission findet am 5. d. M. statt. —0. — (Eisenbahnverkehr.) Laut telegraphischer Nachricht der l. l. Staatsbahn«Direction Villach wurde auf der Strecke Unterdrauburg«Wöllan am 2. d. M. der Gesammtverkehr wieder aufgenommen. —0. .*. (Versuchter Selbstmord.) Vorgestern gegen 12 Uhr nachts wollte sich der in der «^uodli^ kavurn». beschäftigte Marqueur Franz Haller von der Hradetzlybrücke in den Laibachstuss stürzen. Der Marqueur, welcher bereits auf das Geländer getreten war. wurde von dem Sicherheitswachmanne Martin Hudoles im letzten Augenblicke bemerkt und lonnte von diefem noch recht« zeitig zurückgezogen werden. Die Furcht vor dem Militärdienste soll angeblich der Grund des beabsichtigten Selbstmordes sein. Der Sicherheitswachmann brachte den lebensmüden Marqueur in dessen Wohnung und übergab ihn den Hausgenossen. .*, ^Verloren) wurde gestern auf dem Wege von der Schellenburggasse durch die Sternallee, Herrengasse bis zur Deutschen Gasse ein goldener Knopf mit einem Diamanten im Werte von 60 k. .*. (Unvorsichtiger Radfahrer.) Der Offkiersdiener Alois Echönpass rannte am 1. d. M. auf der Rosenbacherstraße den achtjährigen Knaben Franz Habicht, Sallocherstrahe Nr. 11 wohnhaft, nieder. Der Knabe erlitt an der Stirne Hautabschürfungen. — (Brand am Karolinengrunde.) Im Anhange zu der gestern unter dieser Spitzmarle gebrachten Notiz werden wir ersucht mitzutheilen, dass dcm Matthäus Kadunc, welcher bei den Löschungsarbeiten schwere Brandwunden erlitt, sofort an Ort und Stelle ein regelrechter Nothverband angelegt wurde, worauf erst dessen Uebersührung ins Landesfpital erfolgte. — (Nach Amerika.) Im Laufe des Monates Juni wurden seitens der Verwaltungsbehörde in Littal an sünszehn Parteien Reiselegitimationen nach Amerika ausgefertigt. —i!c. .*. (Entwichen.) Am 30. v. M> ist aus der ^ Vandwehrlaserne der Corpornl Konrad Umnil entwichen. U._________ — (Cur - Liste.) In Abbazia find in der Zeit vom 18. bis 26. v. M. 171 Personen zum Eur-gebrauch eingetroffen.— InStein sind bis 26. v.M. 139 Personen zum Curgebrauch eingetroffen. Theater, Kunst und Literatur. — (<8Iov6N5ki uöltsl^».) Inhalt der 13. Nummer: 1.) Die Lehrerin und die Oeffenlllchleit, 2.) Der heil. Johannes de la Salle. 3.) Die formalen Stufen bei dem latechetischen Unterrichte. 4.) Cor« respondenzen. 5.) Literatur. 6.) Schulnachrichten. 7.) Mis« cellen. — («Ilöitoi^gici "lovarig..) Inhalt der neunzehnten Nummer: 1.) Sparen wir mit der Zeit! 2.) Dr. V. Greg 0 rii: Die Hygiene zu Hause und in der Schule. 3.) Ueber Quinquennlen. 4.) Der Rechtsanwalt des Lehrers. 5.) Verschiedenes. 6.) Correspondenzen. 7.) Vereinsmittheilungen. 8.) Mittheilungen. 9) Ludwig Stiasny: Die geistige Cultur in den Kaukasus« ländern. 10.) Die Iubiläumsselbsthilfe. 11) Amtliche Lehrstellen-Ausfchreibungen. — (<(>6rkv6ni ttlasbonik ».) Inhalt der 6. Nummer: 1.) Der Gefang auf der römischen Pilgerfahrt der slovenischen Cäcilianer im heiligen Jahre. 2.) Die Versammlung der südamerilanischen Bischöfe und die Kirchenmusik. 3.) Die Musik bei den westasiatischen Vollern. 4.) Corresftonbenzen. 5.) Verschiedenes. — Die musilalifche Beilage enthält Composition?»: von Fr. S. Spinbler,.Karl Vervar und Alois Miheliic. , — ^V^k^v vn. 5Wk5vkK.<^ Van dieser Sammlung wurde der sechste Gogen Herausgegebim. Ausweis über den Stand der Thierseuchen in Kram für die geit vom 17. bis 27. Juni 1900. Es herrschen: der «othlauf bei «chweinen im Vezirle Gurlfelo in der Gemeinde Cirlle (3 H); im Nezirle Rudolsswert in der Ge< meinde Tübernil (3 h.); die Schweinepest im Nezirle Tschernembl in der Gemeinde Podzemelj (5 H.). Erloschen: der «othlauf bei Schweinen im Vezirle Gurtfeld in der Stadt Gultfeld (2 H.), in der Gemeinde Cirlle (5 h.). In den Gemeinden Tribuöe und Ndlesii ist die Hunde-contumaz. Telegramme des k. k. Telegraphen-Korrespondenz -Bureaus. Ziehung. Wien, 2. Juli. Ziehung der Oesterr. Rothen Kreuz-Lose: 40.000 «. gewinnt Serie 586 Nr. 44 2.000 . . . 11.465 . 41 1.000 . . » 5.047 . 31 1.000 . . . 8.285 . 44 Die Vorgänge in China. Wien, 2. Juli. Ein von S. M. Schiff «Zenta» eingelaufenes Telegramm meldet, dass das Detachement von Tschi-Fu eingerückt ist. Der Commandierende an edel belobte die Hallung unserer Truppen. Einer Courierdepesche zufolge ist der deutsche Gesandte auf dem Wege nach dem Tsungli«Iamen ermordet worden. Die deutschen, englischen und französischen Ge-sandtschaften find eingeschlossen und werden von einem internationalen Detachement vertheidigt. Die übrigen Gesandtschaften sind zerstört. Die Fremdländer befinden sich auf der englischen Gesandtschaft. In Tien-Tsin erwartet man den Angriff von 30.000 Mann chinesischer Truppen. Die Befestigungswerk,: von Futschau werden bereit gemacht. Sie haben Befehl, jedes Kriegsschiff beim Einlaufen zu beschießen. Es sind Minen gelegt. London, 2. Juli. «Daily Express» meldet aus Shanghai: Die dem dortigen Consularcorps zu« gegangenen amtlichen Depeschen berichten, dass der deutsche Gesandte in Peking, als er die Gesandtschafts-straße hinabritt, von chinesischen Soldaten und den Boxern angegriffen, vom Pferde gerissen und ermordet wurde. Die Leiche wurde von den Soldaten mit Säbeln in Stücke gehauen. Das Gebäude der deutschen und sechs andere Gesandtschaften sind später in Brand gesteckt worden. Eine Anzahl einheimischer Gesandt-schaftsdiener wurde ermordet und die Leichen in die Flammen geworfen. Wilhelmshafen, 2. Juli. Kaiser Wilhelm bestimmte, dass sich die erste Division des ersten Ge» schwaders niit Beschleunigung zum Abgang nach China vorbereite. Berlin, 2. Juli. Das «Wolfs'sche Bureau» bringt folgendes Telegramm des deutschen Consuls in Tien-Tsin vom 29. Juni: Durch einen chinesischen Boten lst soeben folgende schriftliche, von Sir Robert Hart unterzeichnete Nachricht aus Peking eingetroffen: Herr von Bergen, zweiter Üegations'Secretär der deutschen Gesandtschaft m Peking, an den Commandünten der europäischen Truppen: «Die Fremden-Colonien in den Gesandtschaften belagert, Situation verzweifelt, beeilt euch!» Berlin, 2. Juli. Das «Wolff'sche Bureau» meldet, die hiesige Schantung«Eisenbahngesellschaft er« hielt heute vormittags folgendes Telegramm aus Tswtau: Die Eisenbahnarbeiten wurden infolge der politischen Wirren eingestellt. Im Gebiete zwischen dem Peiho und dem Waischien sind Unruhen ausgebrochen. Die Eiseubahnmgenieure wurden von den Aufständischen und Soldaten geplündert, konnten sich jedoch in Sicherheit bringen. Berlin, 2. Juli. Ein Telegramm vom Commandanten des Kreuzergeschwaders in Taku vom 30. Juni meldet: Ich habe einen Brief von der Gesandtschaft in Peking erhalten, dass dieselbe belagert sei, dass die Vorräthe ausgehen und dass die Lage ein verzweifelte ist. Vom Ueberbrina/r des Briefes habe ich erfahrcn. dass der deutsche Gesandte am 18. Juni ohne militärische Bedeckung auf den» Wege von der Gesandtschaft zum chinesischen Regierung«, gebäude von chinesischen Truppen angegriffen, viermal verwundet wurde und im RegierungsaMuoe gestorben ist. Sein ebenfalls verwundeter Dolmetsch sei in die Gesandtschaft entkommen. Am 25. Juni seien die fran-zösische, deutsche und englische Gesandtschaft von Truppen beseht gewesen. Der Commandeur der Schutztruppen uud die Ausländer sei n in der englischen Gesandlschaft. Die Chint'settftadt i„ Peli,,F fei niede^ebrannt, in der chinesische Truvvenmassen auf Peking ziehen. Rom. 2. Juli. Die «Agenzia Stefani» meldet.-Der Correspondent des italienische,» Kriegsschiffes «Elba» telegraphiert von Taku: Vom italienischen Detachement in Tien-Tsin wurden Schiff zlieutenant Carlotto und 6 Matrosen getödtet. 2 leicht verwundet. Der Correspondent bestätigt die Nachricht von der Er« mordung des deutschen Gesandten. Madrid, 2. Juli. Wie die Blätter melden, er« hielt die Regierung gestern vom spanischen Consul in Shanghai eme Depesche, welche ernste Nachrichten aus China enthält. Aus dem Telegramme geht hervor, dass nur noch drei Gesandtschaften in Peking unversehrt seien. Die Situation verschlimmere sich von Tag zu Tag. London, 2. Juli. Die Blätter melden aus Shanghai von gestern.- Große Abtheilungen der Ver-bündeten Men m Pekng einaMoffen Wu. nachdem sie die verelmgte Armee der kaiserlichen Truppen und Boxer besiegt hatten. Berlin, 2. Juli. Das Wolff'sche Bureau meldet aus London vom Gestrigen: Das Consularcorvs in Tien-Tsin hatte den Regierungen eiustimmig als ein« ziges Mittel zur Rettung der Fremden in Peking vorgeschlagen, dass sämmtliche Mächte der chinesischen Regierung oder den erreichbaren chinesischen Groh. Würdenträgern wissen lassen sollen, die Ahncngräber der kaiserlichen Familie in Peking würden zerstört werden, falls die Fremden, insbesondere die Gesandten in Peking, ermordet würden. Die englische Regierung war der Annahme dieses Vorschlages abgeneigt. London. 2. Juli. Die «Times» melden aus Jolohama vom 29. v. M.' Man ist in Japan all« gemein der Ansicht, dass sich aus den chinesischen Wirren die schwersten Verwickelungen ergeben werden, da sich eine in China günstige Gelegenheit zu eigennützigen Angriffen bieten werde, wenn nicht von den Mächten, welche gleichartige Interessen haben, ein klarcs Uebereinkommen zustande komme. Japan sagt, man sei auf das kräftigste an der Arbeit zn Gunsten der Politik der offenen Thür und der Integrität Chinas, würde aber davon abgehalten werden, wenn die Politik Englands weiter unklar bliebe. London, 2. Juli. Die «Times» melden aus Hongkong vom Gestrigen: Obgleich die fremdenfeind-liche Stimmung in Kanton und Umgebung noch wächst, wird sie doch durch die strengen Mahregeln des Vicekönias niedergehalten, der weitere Truppen-massen zur Verstärkung aushebt. «Daily Telegraph, meldet aus Shanghai vom 1. d. M.: Prinz Tnan bemächtigte sich der Person des Kaisers und der Kni« serin-Witwe und riss die höchste Gewalt an sich. London. 2. Juli. «Daily News» veröffentlicht eine Unterredung des Correspondenten in Tolio mit Marschall Yamagata, in welcher der letztere erklärte, dass, was auch immer von den Mächten bezüglich des weiteren Vorgehens vereinbart werde, die loyale Mitwirkung der japanischen Regierung gesichert sei. Ynnagata sügle hinzu, dass Japan Erweiterungen seines Gcbietes in nächster Ait nicht gerne sehen würde, dass aber eine Gebietserweiterung Japan« durch die Umstände auch erzwungen werden könnte. Friedrichshafen, 2. Juli. Graf Zeppelins Luft. schiff trat heute die Fahrt über den Bodensee an und landete glatt in Immensladt. Laibacher Zeitung Nr. 149. 1253 ^^ÜMli 1900. Angekommene Fremde. Hotel Elefant. Am 2. Juli. Kobu. Vesiher, Millstatt. — Korinslu, Priester, Grado. — Moline, Privat, Neumarttl. — Doberlet jun., Privat, Abbazia. — Leban, Bratina, gavnil, Private- Äratina, Priester, Vörz. — Holl, Ingenieur, Liiest. — Hramel, Ingenieur, Ossiach. — Malme. l. u. l. Lieutenant, Mitterburg. — Schmyde, Ksm., Biene. — Schwarz, s. Frau i Czalittari, Trevisini. Kstte., Trieft. — Lustig, Kfm., Ngram. — David, Kfm., Vudweis. — Derfeny. Kfm., Budapest. — Oblirchcr. Moro, Kflte., Graz. — Adler, Kfm., Berlin. — Stolna, Kassern, Kühne, Weiner, Vrucker, Kflle., Wien. Hotel Stadt Wien. Nm 2. Juli. Weimer, Kfm, Prag. — Slaza. Reifender, Linz. — Venrdel, Notar. Dorozö (llngaru). — Seidenbergrr, Ksm., Nrulilschein. — Urbancu', Gutsbesitzer, ViÜichgraz, — Navenegg, f. Frau, Schloss Smrrrg. — Sim, Sieifendcr, Budapest. — v. Lrnlh. Gutsbesitzer, Schloss Ärch. — Ullmaun. Kfm., Oedenburg. — Uhlich, llsm., Chemnih. - Zanwlo, l. u. l. Ober. lieutenant, Graz. — Keller, Pastor, Düsseldorf. — Ultar, Ober» landesgrrichlörath; Scteligo, Reiseuber, Cilli. — Klampseier, Reifender. Trieft. — Peuer, Stern, Schönaug. herzog. Reisende; Polllher, Oberländer, Kflte.; Baron Boutau, Private, Wien. — Voltmann, Student, Brunn. Verstorbene. Am 30. Juni. Gustav Fischer, Privatier, 80 I.. Lon» gressplatz 13, ^llllllzmu» ««nili». Volkswirtschaftliches. Lalbach, 30. Juni. Aus dem heutigen Marlte sind erschienen: 7 Wagen nut Heu und Stroh, 11 Wagen und ? Schiffe mit holz. «^ ^ ^ k »c i, X ü Weizen pr. «f . .-------/7 __ V»,^ pr. tF. . . 1 «.------- Korn . . .-------14 9s> liier 51. Stück . . —' k------ G«ch« » . .-------vx W Milch pr. Uit« . . — <16------ Hafer ...-------^4^ Rindfleisch I«pr. ll5 I 2K --^albsrucht ...-----------»-Kalbfleisch » l!l«—,— Heiden ...-------20 b0 SchweineNeisch . 1 20 -!— Hirse, we,ß . . .-------19 __ Schöpfenfleisch » —80------- Kuluruz ...-------14 ^ Hilhndel pr. Stllck — 90------- Erdäpfel ...-------7 _ tauben , - 3b -!— Linien pr. Liter . — 84 — — Heu pr. c, . . . . 4------------ Erbsen » . — 22-------Stroh »».... 3 90------- N^ .' - l6 - - holz.hart., pi.Cbm. b 80 - -Rmdsschmalzpr.kz 190-,— —weich., . 4 7b------- Schwe, neschnialz. 1,36------Wein,roth.,pr.Httl. —------------ Speck, frifch , 133-------—weih«, »---------------- — geräuchert » 1^4H------- Meteorologische Beobachtungen in Laibach. Seehöhe 306 2 m. Mittl. Luftdruck 736 0 mm. 2 2U.N. 73^8 W s W2V. schwach heiter ^ 9 » Nb. 734 6 218SW. fchwach heiter 3.1 7 U. Mg. 734 3 j 18 bj NNW. schwach j heil« > 0 0 Das Tagesmittel der gestrigen Temperatur 22-7°, N«. male: 19 2". VlonatsUbersicht. Der vergangene MonatIuni war mittel' warm und ziemlich nass. — Die Beobachtungen am Thermometer ergeben durchschnittlich in Celsiusgraden: Um 7 Uhr frilh 14 6", um 2 Uhr nachmittags 22 1°, um 9 Uhr abends 171°, so dass die mittlere Lusttemperatur dieses Monates 1? 9° beträgt, um 0 1° über dem Normale. — Die Beobachtungen am Barometer liefern 734' 7 mm als mittleren Luftdruck deS Monats, um 1 3 >nm unter denl Normale. — Regnerische Tage gab es 14, der Nieder-schlag beträgt im ganzen 224-9 mm. Verantwortlicher Redacteur: Anton Funtel. Ein aehr «ohtfn möbliertes MVon.emtf;2ei.nmmm*&xr mit prachtvoller Aussicht, ist mit oder ohne Verpflegung ¦ogleloh zn vergeben. (2201) 12 Näheres Blelwelsktraase Nr. 20, III. fttook links, zu erfahret). Das 19. Jahrhundert!! hat an Erfindung und Kunstfleiß alle anderen Zeiten überholen, und obgleich die Römer sowie auch der Orient in drrn Luxus, in der Toilette Zauher aftes leisteten, so bleibt das Einst doch hinter der Gegenwart zurück. 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Insbesondere noch danken wir unserem Herrn Pfarrer Iaquemar, dem verehrlen Presbyterium, der evangelischen Gemeinde, dem deutschen Turn» vereine jiir den ergreifenden Chorgesang, den freund» lichsn Spendern del jchiinen Vlumengruhe und U. Tvll — F^mili^ Hamann. Laibach, 3. Juli 1900. Vinen eniziickenden Anblick gewährt ein schöner ^ »franenmnnd. Da er für drn Ausdruck des lueililichei, Ge» « ^ sicht«s sowohl beim Sprechen wie beim dachen bcslimmcub ist,____ n V> ^> X »mmm,_____ >o ist seine Schönheit der wichtigste Factor für den an^n^hm^ <-"2ll!7^>^ss---------f>>^^—»M heil des MundeS hängt aber zum wesentlichsten Theile von der W lN ! ^ ^ »^sl l» » Beschaffenheit der Zähne ab. Selbst ein großer Mund wird W 'K ^H^-Mll-^Uj I einem Gesichte Liebreiz verleihen, wenn beim Ocffuen der Lippen M?^U,-^^^Mss^^W^M zwei Reihen schöner Zähne sichtbar werden, während die zartesten M^G Rosenlippen jeden Reiz verlieren, wenn sie nur zum Deckmantel W M schadhafter gähne dienen oder ihnen gar ein übel riechender " P W> ^> ss" Alhem entströmt. Glücklicherweise liegt es in unserer Macht,!----------------- derartige Schönheitsfehler zu beseitigen und zu verhüten. Denn durch ungewöhnlich angeneh nen Nohla/schmack Na-nentlick di, längst weisj man, dass b,e Ursachen der Zahnverderbnis und des Leute, welche dauernd oder zeitweilig au, dem Munde ri,ck,n schlechten Mundgeruchs in Fäulnisprocrssru bestehen, welche sich - und letzteres ist bei der Mehrzahl der Menschen obne Uz durch das Zurückbleiben llemer Spe.sereste in Zahnlücke und fie es selbst wissen, der Fall, - werden die ul,e7rasch.nde Wi'. hohlen gähnen entwickeln. Man muss nun diese ^äulnisprocssse lung des ««-.min schon nach lur,<>m Gebrauche verlvuren zu verhindern suchen und d,es errelcht man mit Sicherheit durch Man gewöhne sich also an tägliche Munbspülxnaen mit lio,mi,. Milndspülimgen mit Xo»mm. well dlese« Mund» und Zahn» weil man sich dadurch mit Sicherheit Mund und 5»tme asluuk wasser d.'Si„ficie«nd. d. h. fäulnishemmend wirlt. Konmm er- und schön erhält. Flasche fl. 1 -. lange ausreichsnd ist in den frischt gleichzeitig den gesammten Organismus des Mundes Nvolhelen. besseren Droguerien und Parsüm^rien länftich (llüil >) (2470) He. 16W 2. C kr. okrajna sodnija v Logatct naznanja: Prostovoljna dražba v zapuS^ina po dae 24. decembra 1899 v Ljob-ljani v Kolodvorskih ulicah h. St 16 umrlega Antona Podgornika spadajo-èega neobremenjenega zemljisöa vlcž. št. 319 kau obè. Djlenja Plaaina, ob-stojeöe iz gozda pare. &t. 1051/117, v meri dtirih oralov 1072 ätirjadkih sežnjev, sodno cenjeno na 460 K, ae je na predlog dediöev dovoiila. 7a izvräitev dražbe doloöata se d\ra Daroka, in sicer prvi na 7. julija, drugi na 14. julija 1900, vsakokrat ob 10. uri, pri tej sodniji, v sobi št. 4, 8 pristavkom, da se bode zemljišèe pri prvem roku le za alt öez cenilno vrednost, pri drugem pa tudi pod cenilao \Tedaosfjo, veadar ne pod svoto 400 K prodaio isterau, kateri najveè ponudi. Dražbene pogoje, cenilni zapisnik in zemljeknjižni izpisek sraejo isti, ki žele kupiti, pregledati pri tej sod-niji, v ubi St. 4, med opravilnimi uramt. C kr. okrajna sodnija v Log at. i, odd. H. dne 22. junija 1900. Mtibacher Zeitung Nr. 149. .______________________________1254__________________________________________3. Juli 1900. Course an der Wiener Börse vom 2. Juli 19l)l). N»«d«m °skeuen ComMa«« Die notierten Course verstehen sich in Kronenwährung, Die Notierung sämmtlicher «lctlen und der «Diversen Lose» versteht sich per Stück. Allgemein« Staatsschuld. "«" ^°" «inheitl. ««nte in »toten Mai, siovember p, «, 4 li°/„. . . 97 zy 97 70 in«ot.Febr.'«ug,pr.«.4»°/o «745 9?'«!. „EiIb,Ian..IuI!pr, 973« 9750 1«o4tr Ola»t«lose »50 ft. »'»"/, i«? — i«9 — 1»«0tl „ «0 st. 4°/» ,34 50 „5 _ »8S0er „ 100 ft. b°/„ ,5» - 161 - 18«4er „ 100 l. . . 195 — ,97 - dtl>. ., 50 ft, . ,95 — 1»?- Dom-.Psanbbr. k 1»U st. 5»/, . 298 50 — - jtaatsschuld der im Ktich«» rath» vertreten«« Aünig» reich« und zander. vesterr, «uldrente, stfr., 100 ll., pn «asf».....4°/„ „5 95 IIS 15 bto. slente in Kronenluähr,, stfr., per «lassa.....4°/, 97 4« 9? so bto. dto, dto. per Ultimo 4°/, 97 40 97 go 0esteri,I»vestitiun«-Nente,stfr., per «assa .... 8»/,°/» »410 84 3^» <«se»b»h».«<<,«t»lch»l>»e»' schltib»»««». »lisabethbahn in «.. steuerfrei. zu »4,000 Kronen . . 4«-/« —>— — -Franz. Joses-Wahn in Silber (oiv.Et.).....5'/,°/» „9^0 — — «ubolssbahn in Kronenwahr. steuerfrei (blv. Et.) . .4»/, 95 70 9« 70 »orarlbergbahn in «tronenwähl- ftniersr,. 400 «r.. . . 4"/, 9z »5 9« »5 Z» «t««t»sch»lb»«rschreib»»' ,»»«»,eft»nl».»ise»»..«ctl«n. »llsabethbahn »00 st. «udw, »00 st. <». W, ». d>///,........437 — 440 — bto. Oalzb.'Iir. »00 ft. l>. W. E. V/,.........4«» —431 - »«l. «arlUudw..«. »00 si. «W. ü»/. von »00 ft......4»» »5 4»2 »5 »eld Ware »u« Gtaatt zur Zahl»»» übernommen« Vl«ni.'Pri»r.» vbligatione». «lisabethbahn S0U u. 3000 Vl. 4»/, 2b 10°/a...... 11« »5 II« - «llsabethbahn, 400 u. «000 M. 4°/,......... l>525 11825 Franz Iosef-V., «m. 1884. (diu. Et!) Silb., 4°/,..... »« »0 U7-3U Vallzllche Karl-Ludwig.Val,n, (dlv, St.) Till,. 4°/, . , . W - 9?--«orarlbergei «ahn, - Vürsebou «nlehe», verlo«b. b"/„ 100 — ilX) 75 4°/. »rainer Lande» «nlehen . 9? »5 97 75 ««Id ware Psandbrleft ell. lodcr. allaüft, in5NI.»erl,4»/2 94 20 »5 »0 t,.esterr,Lanb«»'H>,p..«nst,4<>^ 96 60 »7 10 )est.«ung. «ant 40>/»jahi. v«l. 4°/,......... 98 5U 99 äN l>to. dt». üttjühl, verl. 4°/, . 98 50 U9 50 >p»rcaNe,l.»ft.,«0I,,v«rl.4«,, 98 75 99 72 PsenbahN'Vllorltzl«« Gbligallonen. Ferdinand» Nordbahu bto. ll b°/,...... 11985 12N ü?> Inz.-gallz, «ahn..... 10»-45 «X 4.°, °/o Unterrraiuer «ahnen , 99 50 iou — Divers» zos» (per Stück), ««rzln«lch» Lose. °/a Vobencredlt.iiose «lm. ,880 2»?-ün «»9 50 l>/u „ „ »m, 1»«9 X34-—»35-5> l>^P»nau'Vampfsch, luasl. . . — — -'- '/» Donau'Negul, Uose . . , »51 - »54 — N««rzl»»llche »os«. »udap.'Vaslllca (Dombau) b sl. 12 50 !»'5' ndltlose 100 fl...... — — -- lary-llose 40 »ü ^ ^lldliillnbi! Norbb, 1U00fl.0U -— »8N'80 «anlverein, Wiener, »l« fl. . «>» ._ «)4 _ «obcr.'Nnst., 0es«., »00 fl. T, «7« ^ ««» _ «rbt.Nnst. f, Hand. u, «, i»u ft, «^50 ««<< z., dlo, dtn, per Ultimo , . . kau-— «90 CndÜlillnl, Allg. ung,, »00 sl. . 72» — 72'l - D,puslle»lia!!l, «ll«, »00 sl, . 4,n-4^l »«compte Ges., Ndrüst., 500 N, 1425 1435 »il0«u, vefterr.unLlll, «anl, «00 sl. , 1744 1750 > Unionblllll W0 fl..... 569 50 ü?1 b(! > «erlehllbanl, «ll«,, 140 fl, , »»» - »»« ^. « Industriegüter« > nehmungen. « «auges., «llg. «st., 100 fl. . . ,«5 - ,«« -. > Egydler Ellen» und Slahl.Ind. > in Wien 100 fl..... ,80'- ie«2 — > „«tlbemü!»", Papiers, u. «.«. ,3» - «3« - > iiiesinger Ärauere! Ilx» sl. . . 810 - 330' « Montan Gesellsch., 0est,'lllpl»e 47U 5l> 473 5» l Präger «tilen.Inb.Gel, »00 sl. ,»1.2 «»«» l Salllo«Iarj. Eteinlohl,» 100 fl, n»9'— «33 — > ,,Tchlüglmühl", Papierf, »00fl, >>9u — »,u — « ,.Steyrerm" Papiers. u,V.« »»2 — »»4 b« « Trifaller Nohlenw, Gcs, 70 fl. 415-4»»— ! Wafseus, G,.0cst,!»W!e»,l00sl. 35» - »54'— l Wllggo!!Ltlhllns<,,«llg.. in Pest, 400 ltl........ ,<>,»5 ,oib l»r. «»ugtselllchast 100 ll , , ,«, — ,l,4 — ! Wienerberger Z!e«el «!»i,n Gej, 7^ — 72«— ! «evlsen. Kurze Lichten. Amsterdam....... »ou 50 »00 70 Deutjche Pliltze...... ,,»5'.>II8 75 iioudo»........ »4» »5 »4» 46 Pari«......... 9» 4ü »So? Gl. PeteKbur,...... — — — - Dalulen. Duraten........ ,, »7 1141 »0.Hra»c« Llücke..... 19 »9, 19 »1 Deuische Melchsbaülnotfn , . 118 55 118?» I!<,llf„!jche «»«lnote» . , . W 9»^ 91 ,b «ubtlNoten....... »<»»„> »5«,, : =1»- -«.Ad. Tr.r3M.vxf Js- #>• lÄÄlÄVÄ^Ä* ,1, Privat-ItapotM (Safe-UmmmuUi) : TOH Renten, Pfandbriefen, ¦•rlorllaleu, Actlen, I •»¦» • ^U^« '¦»¦¦•••j ¦^—'.¦fc i \ rj»ui,iioj : Loioa etc, nnlim und V«luteu. | T^a.-pV. -n y> d T^Twrh ni <» y - (T3- a m e la. fi. f t ||| ^nt«r •lerea««i~«r"o^lM«B d«r P»rt«l. : ¦ (»39) Loa-Veraicherung. I.albacli, SpitalgaHne. Virzlimi vir Bir-EUIl|H !¦ CiRll-Oirnit- ntf us tin-Cut«. :