Macher TliMatt. Nr. 106. Pränumerationspreise: Für Laibach: Ganzj. fl. 8 40; Zustellung ins HauS vrtlj. 25 kr. Mit der Post: Ganzjähr. fl. 12. Redaction und Expedition: Bahnhofgasse Nr. 15. Donnerstag, 9. Mai 1878. — Morgen: Isidor. JnsertionSpreise: Einspaltige Petitzeile L 4 kr., bei Wiederholungen L 3 kr. Anzeigen bis 5 Zeilen 2V kr. II.Zahr^I Die Mission des Grafen Schuwaloss ist nach allgemeiner Anschauung die Einleitung einer entscheidenden Phase in der Differenz zwischen England und Rußland. Rußland bietet Concessionen an, will aber damit auch die Frage, ob Krieg oder Frieden, entschieden wissen. Die-„Presse" erhält aus London einige interessante Andeutungen über die Concessionen, zu welchen Rußland hinsichtlich des Friedensvertrages geneigt wäre, und die ebensowol die englischen wie die österreichischen Forderungen berühren. Hienach würde man in Petersburg zugebeu, daß Bulgarien in einer der Verhältniszahl des griechischen Elementes und den Forderungen der Mächte annähernd entsprechenden Weise rednciert würde. Serbien soll nur eine unbedeutende Gebietserweiterung erhalten. Die Ausdehnung Montenegros bleibe dem Einvernehmen zwischen Oesterreich und dem Fürsten Nikola überlassen. Dagegen beharre Rußland auf der Einverleibung von Batum, und den Rumänen wolle es uur den südwestlichen Theil Beßarabiens bis Reni belassen. Die Nen-Ordnuug der Verhältnisse in Bosnien bliebe Oesterreich, beziehungsweise dem Kongresse Vorbehalten, ebenso wäre die Herstellung des künftigen Verhältnisses zwischen Oesterreich, Serbien und Montenegro dem Gutachten des Kongresses anheimgestellt. Im Foreign Office scheint man anzunehmen, daß Rußland auch uoch rücksichtlich der Einschränkung Bulgariens bis zum Balkan, ferner der Abtretung Batums und Beßarabiens sich nachgiebig zeigen werde. Für uns Oesterreicher ist es interessant, zu sehen, wie Rußland die Eoncession bezüglich Bulgariens, die ja auch uns berührt, nicht als europäische Angelegenheit zu betrachten scheint, während es die Ordnung unseres Verhältnisses zu Bosnien, Serbien und Montenegro dem Kongresse überlassen will. Für sich möchte es jedenfalls — vorausgesetzt, daß es wirklich so friedliebend ist, wie es sich augenblicklich die Miene gibt zu fein — den Antheil der Beute in Sicherheit bringen, Oesterreich aber die ihm durch die neuen Verhältnisse in Bosnien, Serbien nnd Montenegro erwachsenden Schwierigkeiten voll und ganz überlassen. Die „Presse" selbst, sicherlich unter allen Blättern das mindest russeuseiudliche, glaubt noch nicht an die Aufrichtigkeit der russischen Friedensliebe, aber sie meint, man solle Rußland „goldene Brücken zum Rückzug bauen!" In einem Wiener Telegramme des „Pester Lloyd" wird erwähnt, daß Oesterreich-Ungarn in einem Rundschreiben an die Mächte Erläuterungen geben werde zu den militärischen Vorsichtsmaßregeln, welche im Südosten der Monarchie getroffen werden. In jenem Cir-culär werde betont werden, daß jeder Gedanke an Eroberungen oder sonstige ehrgeizige Pläne jenen Maßnahmen fernliege und diese nur von der Pflicht diktiert würden, in der unmittelbaren Nähe des Reiches keine Zustände zu dulden, welche für dasselbe unaufhörlich Ursache zur Beunruhigung abgeben müßten. Parlamentarisches. Abgeordnetenhaus. Sitzung vom 7. Mai. Der Finanzminister legt das Übereinkommen mit der ungarischen Regierung inbetreff der Achtzigmillionen-Schnld vor. Dasselbe wird dem Ausgleichsausschuß zugewiesen. Abg. Tinti und Genossen stellen einen Antrag auf Abänderung des 8 55 des Wehrgesetzes, dahin gehend, daß alle aus was immer für einem Grunde vom Dienste im stehenden Heer, der Kriegsmarine oder Landwehr ganz oder zeitlich Befreiten während der Dauer ihrer Dienstpflicht, beziehungsweise ihrer zeitlichen Befreiung, eine sprechende Militärtaxe jährlich zu entrichte? haben, deren Größe und Art durch ein besonderes Gesetz bestimmt wird und welche für Invaliden-, Witwen- uud Waisenversorgung u. s. w. bestimmt ist. Der Antrag wird der geschäftsmäßigen Behandlung unterzogen werden. Es wird zur Tagesordnung übergegangen und die Spezialdebatte über das Actiensteuer-gefetz fortgesetzt. Die KZ 2 und 5, welche der Ausschuß einer nochmaligen Berathuug unterzogen hatte, wurden in nachstehender Fassung angenommen : Z 2. Von der Besteuerung ausgenommen sind: a) das Einkommen jener Unternehmungen, deren Steuerfreiheit durch ein besonderes Gesetz ausgesprochen oder deren Besteuerung durch ein besonderes Gesetz geregelt ist; d) wechselseitige Versicherungsanstalten, die nicht auf Gewinn berechnet sind. ß 5. Die Steuer wird mit zehn Perzent von dem steuerpflichtigen Reinerträge bemessen. Bei Sparkassen, Erwerbs- und Wirthschafts-Genossen-schasten, landwirthschastlichen und gewerblichen Vorschuß- und Kreditvereinen und aus Contri-butionsfonden entstandenen Vorschußkassen wird, wenn der steuerpflichtige Reinertrag den Betrag von 10,000 fl. nicht übersteigt, das erste Tausend mit vier Zehntel, das zweite Tausend mit sechs Zehntel und der weitere Betrag voll der Besteuerung unterworfen. Von der Steuer wird der Betrag der auf die betreffende Unternehmung entfallenden Erwerbsteuer in Abzug gebracht. Nächste Sitzung Donnerstag den 9. d. Englisch-französische Toaste. Die „Augsb. Allg. Ztg." meldet aus Paris, 4. Mai: Der Prinz von Wales gab gestern im Hotel du Louvre den englischen Ausstellern ein Jemlleton. Durazzo und die Altstadt der Griechen und Römer. VII. Nach der unglücklichen Schlacht von Berat blieb auch Durazzo, Dank dieser Fürsorge mit den anderen Uferschlössern, ein Refugium der Macht der Anjous in Epirus. Giovanni Scotto, der bisher Burghauptmann gewesen, wurde sein Statthalter. Nach ihm (1283) Guglielmo Berardi, der besonders wohlthätlg IN Durazzo waltete. 1296 überrumpelte es der Serbenfürst Stefan Milutiu. Aber schon im September 1305 übergab sich die Bevölkerung der Stadt wieder den Anjous. Zum Dank erhielt sie von Filipp von Tarent, dem Stellvertreter seines Vaters, des Königs Karl II. Neapel, eine Menge Rechte und Freiheiten. Mipp ernannte den Anfnsio Ferrante zum Stadt-^uptmann und ging von Durazzo erst nach emem im Herbst 1306, zurück nach Neapel. Das ganze Despotat der Anjous von Durazzo aus sUrückzuervbern, war ihm jedoch nicht geglückt. 1311 war Peter d'Argallon anjouischer Kapitän hier. Die Stadt erforderte fortwährend Zufuhren von Getreide, die sich alle in den neapolitanischen Staatspapieren verzeichnet finden. Damals folgten endlich einige Jahre der Ruhe für die hart mitgenommene Bevölkerung. Den religiösen Orden, besonders den Dominikanern, diente Durazzo in dieser Zeit als Ausgangspunkt einer eifngen und nicht erfolglosen Propaganda durch Griechenland. Im Februar 1315 erschien hier Karl von Tarent als Vicar seines Vaters Filipp, um Durazzo gegen eine Griechendrohung zu befestigen. Auch hielt es sich gegen die Byzantiner. Aber 1319 wurde es für einige Jahre wieder serbisch, und erst 1322 erlangten es die Anjous aus dieser Zwischenherrschaft zurück. Und bei diesem Geschlecht erhielt es sich nun auch. 1333 wurde es zu einem selbständigen Herzogthum erhoben und Johann von Anjou-Gravina sein erster Herzog bis 1335. Es folgte ihm sein ältester Sohn Karl bis 1348. Die Stadt war wohlgehalten in dieser Zeit und gut verproviantiert. Die Kapitäne waren seit 1333 zuerst Nicolo und Berardo di St. Giorgio. Seit dem Februar 1334 Tommaso Eapograsso aus Salerno. Im Frühjahre 1337 erschien Ludwig von Tarent als Generalvicar der Anjous. Statthalter nach seiner Abreise war Guglielmo Sansevermo. Diesen nahm der Albanesenhäuptling Graf Tanusio Thopia gefangen, während bis dahin immer das Geschick und Glück der Anjous darin bestanden hatte, mit diesen benachbarten Bergleuten nicht nur in Frieden, sondern in hilfsgenössischer Freundschaft zu leben. Statt des Sanseverino gebot seit 1337 bis 1339 Loisio Caracciolo als Statthalter in Durazzo. Ihm folgte Amelio Sanseverino und 1346 Paolo Brancaccio als Hauptmann der Burg und Filippo Roncella als Gouverneur der Hauptstadt, der letzte, von dem uns der Name erhalten ist aus dem immer wilder werdenden Chaos, in das diese unglücklichen Gegenden verfielen. Man sieht, lauter Abköinmlinge der besten Familien von Mittel- und Unteritalien administrierten Durazzo, was auch Zeugnis dafür ablegt, daß damals diese Orte als ganz in den Bereich unserer Kultur gehörig und als von höchster Bedeutung betrachtet wurden. Es dürsten auch wirklich selbst in Italien, dem doch am meisten historisch betroffenen Boden, wenige Punkte zu finden sein, die öfter von Thatsachen unserer modern-europäischen Geschichte berührt worden Bankett, zu welchem 300 Personen, darunter der Handelsminister Teisserenc de Bort, derWeltaus-stellnngscomnüssarius Krantz je mit ihrem höheren Personal, der Lordmayor von Dublin und viele andere englische Notabilltäten geladen waren. Den Vorsitz führte der Graf v. Granville, welcher den Prinzen von Wales zu seiner Linken, Herrn Krantz zu seiner Rechten hatte. Gras Granville brachte in seiner Eigenschaft als Vorsitzender einen ersten Toast auf die Königin Victoria und einen zweiten auf den Präsidenten der Republik Marschall Mac-Mahon aus. Beide wurden durch erschütternde dreimalige Hurrahs erwidert. Das Orchester spielte das „Ooä savs tbo Husen" und das Gou-nod'sche „Vivs 1a, I>'r3Ns6". Der Handelsminister Teisserenc de Bort antwortete im Namen des . Marschalls, indem er sagte, er sei glücklich, zu ' gleicher Zeit den Toast aus die Häupter zweier Nationen auszubringen, welche heute so geeinigt seien, und die beide, wenn auch jede unter verschiedener Form, dasselbe politische Ziel verfolgen: die Regierung des Landes durch das Land. Hierauf nahm Lord Granville wieder das Wort zu einem Toast auf den Prinzen von Wales, welcher mit stürmischem Beisallshurrah ausgenommen wurde. Der Prinz von Wales erhob sich zur Antwort: er zeichnete den Weg, der zurückgelegt, die Hindernisse, welche überwunden werden mußten, um seine Aufgabe zu gutem Ende zu führen, seit dem Tage, wo er die Präsidentschaft der englischen Kommission übernommen hatte; darauf fuhr er iu französischer Sprache fort, indem er einen Toast auf die französische vollziehende Gewalt und Herrn Krantz ausbrachte. Indem er dann von Frankreich in leidenschaftlich bewegten Worten sprach, erklärte er, daß die alten Zwistigkeiten, welche vormals dieses Land von England trennten, nicht wiederkommen dürfen. Ein erstesmal vor einem Vierteljahrhundert wieder vereinigt, hätten sich diese beiden Nationen hente aufs neue für immer geeinigt. „Mein ganzes Herz ist mit Frankreich (tout mon ecour S8t LV6L Iti, I?rau?s)," rief der Prinz aus, und die ganze Versammlung erstickte die Stimme desselben durch ihren Beifallssturm. „Sie alle, die hier versammelt sind", fuhr der Prinz darauf fort, indem er seine Worte betonte, „wie alle, welche mich kennen, Sie wissen, daß alle Wünsche meines Herzens der Größe und der Wohlfahrt Frankreichs gelten." Aufs neue erhob sich enthusiastischer Beifallssturm; einen Augenblick lang hätte man glauben können, man wohne einem französischen Nationalfest inmitten von Franzosen an. Herr Krantz dankte dem Prinzen, der sind, als dieses, heute in einem Winkel des Adriatischen Meeres so abgelegene und verleugnete Durazzo. Nach der Enthauptung des Herzogs Karl zu Averra am 24. Jänner 1348 durch den siegreichen und rachevollen Andreas von Ungarn erbte Durazzo des Herzogs älteste Tochter. 1308 verlor sie aber das Herzogthum an die Albanesen, mit denen man die srüher besänftigende Diplomatie der Freundschaft nicht aufrecht erhalten hatte. Carlo Thopia machte Durazzo zur Hauptstadt seines Königreichs Albanien, wie er die vereinigten Despotien umtaufte. Am 28. März 1368 kam die Nachricht nach Venedig, daß dieses wichtige Handelsemporium dem „Herrn von Albanien längs dem Meere" erlegen sei. Es war das definitive Ende der Anjous in Epirus. Zwanzig Jahre lang, bis 1388, herrschte Carlo Thopia hier, der sich auch krimus äs äowo I'raucis nannte, denn er stellte einen Stammbaum auf, der ihn dem Lilienhaufe verwandt machte. Nur für einen Augenblick störte ihn sein Schwager Balsa II-, der Herr von Vallona, in diesem Besitze. Immer hielt sich Thopia mit Venedig gut, und nur mit der Hilfe des Golfkapitäns der Republik war er im Frühlinge des Jahres 1387 im sich, nachdem er den Toast auf Lord Granville ausgebracht, dann mit einigen Geladenen in einen besonderen Salon zurückzog. Das Fest hat erst um Mitternacht geendet. Tagesneuigkeiten. — Neue Heilige. Ein komischer Anblick bot sich neulich in früher Morgenstunde deu Passanten des Parkringes in Wien dar. Zu Füßen des zwischen dem Gewerbemuseum und der Kunstgewerbeschule befindlichen Mosaikbildes der Pallas Athene kniete ein Banernweib und verrichtete andächtig ihr Gebet. Sie glaubte sich vor einem Marienbilde zu befinden und ließ sich nur schwer von ihrem Jrr-thume abbringen. Gleiche Ehre ist auch schon dem Standbilde des Bürgermeisters Zelinka im Stadtparke widerfahren. — Hochzeitsgeschenk. Bei Gelegenheit der vor wenigen Tagen in London gefeierten Ver-mälung der Tochter des bekannten ungarischen Weingroßhändlers Max Greger mit Mr. Prichard überreichte Botschafter Graf Beust der Braut als Hoch-zeitsangebinde eine prachtvoll ansgestattetc Mappe, auf deren erste Seite der geistvolle Diplomat mit Beziehung auf die Nationalität des Brautpaares folgende Verse geschrieben hatte: Luglkmä Li>ä IIullMr)' s, unian äsur "Io all, L seeollä äuLtiiiw, X Vetter olle, kor it tm8 not to ke^r k'roiL LU)-ollv s, eritieism. (England und Ungarn, eine Union allen thener, ein neuer Dualismus, doch ein besserer, denn dieser hat von keiner Seite eine Kritik zu befürchten.) Wir erwähnen hier, daß während des Hochzeitsmahls Herrn Greger unter zahlreichen Glückwuusch-Tele-grammen auch eines mit der Nachricht seiner Erhebung in deu ungarischen Adelsstand zukam. — Coufessiouslosigkeit der — Pariser Ausstellung. „Bei der Eröffnung der Weltausstellung wird die Geistlichkeit nicht offiziell vertreten sein," schreibt das „Vorarlb. Volksblatt." Die Ursache für dieses Nichterscheinen liege, wie das klerikale Pariser Blatt „Univers" ausführt, darin, daß die Kirche keine Veranlassung hat, ein Werk einzusegnen, das von Grnnd ans in einem antichristlichen Geiste geleitet wurde uud bei dessen Durchführung z. B. die Sonntagsfeier nicht ein einziges mal respectiert wurde. Der Ausstellungspalast sei ein Tempel des Materialismus, ein moderner Thurm zu Babel, der bei seinem Einsturz über Frankreich Unheil bringen werde. Ein solches Werk habe die Kirche nicht zu segnen, sondern höchstens stande, Durazzo gegen die Türken zu behaupten. So geschickt betrieb man damals in diesen wilden Zeiten selbst in Albanien die Diplomatie. Ueber-haupt, ich behaupte, je näher wir unseren Zeiten, das heißt, den sogenannt fortgeschrittensten kommen, desto ungeschickter und roher wird dieses Handwerk des gesunden Menschenverstandes geübt. Auch Durazzo sollte damals der Republik abgetreten werden, wie man ihr Avlona anbot und sie Korfu annectierte. Aber nur gegen Ersatz »on Gütern in Euböa oder auf Kreta wollte,: es die Thopia cedieren, und die klugen Staatsmänner von San Marco sahen den Augenblick voraus, da ihnen die überreife Frucht in den Schoß fallen müsse. II kallait 86ul6M6iit corii^or un pen 1a kortuns, würde sich Lessings Riccant de la Marlinisre ausgedrückt haben. Es ließe sich an diese Venetianisierung der Stadt und Festung Durazzo ein ganzes Gemälde der Staatskunst und Diplomatie der Republik von San Marco knüpfen. Uebrigens hat es in neuerer Zeit Piemont nicht viel anders und nicht viel ungeschickter gemacht. Die Italiener sind immer noch, wie dieselben Menschen des Mittelalters, so auch die besten Diplomaten geblieben. Was ihre Soldaten aus den Schlachtfeldern verlieren, gewinnen sie in den Kabinetten. in den Bann zu thun. Zudem habe die Ausstellung keinen ernsten Zweck, das Volk werde weder Nutzen noch Ehre daraus ziehen, für Paris fei sie aber weiter nichts, als eine neue Veranlassung zur Liederlichkeit und zum Skandal. Weder auf dem Champ de Mars noch auf dem Trocadero habe die Kirche etwas einzusegnen, und darum bleibe sie dem Feste vollständig fremd. — Der klerikale Dünkel verlangt also, daß man den Industrie-Ausstellungen einen confessiouellen Charakter aufprägt! — Vergiftung durch Pagliano-Syrnp. In Frankreich lenkt sich in neuester Zeit die öffentliche Aufmerksamkeit auf den Syrop de Pagliano, der in vielen Gegenden in dem Rufe eines Uuiverfal-heilmittels steht. Die große Gefährlichkeit dieses Syrups, für welchen in allen Zeitungen jahraus jahrein die ausgedehnteste Reelame gemacht wird, hat sich übrigens in einem von Dr. Boe beobachteten Falle von schwerer Vergiftung gezeigt, welche ein 24jähriges Mädchen, das wegen einer ganz unbedeutenden Erkrankung ein paar Eßlöffel dieses selbst in Apotheken feilgebotenen Areanums zu sich nahm, an den Rand des Grabes brachte. Die Symptome waren übereinstimmend mit denen einer Vergiftung durch Antimonialien. Die Verbannung dieses ans den schärften Drastieis bestehenden Trankes ist eine Forderung, der man von rechtswegen schon vor Deeennieu hätte Genüge leisten sollen. — Der Pips der Hühner ist eine unter diesem Geflügel sehr häufig vorkommende Krankheit, welche sich dnrch Mangel an Freßlust und Traurigkeit äußert. Manche Leute suchen die Heilung damit herbeiznführen, daß sie die unter der Zunge des Huhnes befindliche dünne Hornhaut ablösen, ein Verfahren, das ebenso thierquälerisch als erfolglos erscheint, nachdem die Krankheitsursache nicht in der Zunge, sondern im Kropfe gelegen ist. Als Heilmittel kauu dagegen eine Gabe von 6—7 Pfefferkörnern, mit Butter beschmiert, die man das erkrankte Thier einige Tage hindurch des Morgens schlucken läßt, empfohlen werden. Lokal- und PromliM-Allgelegenheiteu. — (Personalnachricht.) Der in hiesigen Gesellschaftskreisen in bestem Andenken stehende und derzeit in Kaschan fungierende k. k. Oberstabsarzt Herr Dr. E. Bock wurde am 6. d. in Wien in kaiserlicher Audienz empfangen. — (Morastgesetz.) Am verflossenen Sonntag wählten die Morastgrnndbesitzer der Tirnan, Gradischa, Karlstädtervorstadt und von Stesansdors zu ihren Vertretern im Hanptkulturausschusse die Grundbesitzer Hru Baudek, Gemeiudevorstaud in Ud-math, und Fr Babnik. Besitzer in Wisowik, und als Stellvertreter Herrn Franz Peterca, Besitzer in Laibach. — (Landwirthsch aftsgefellfch aft.) Das Ackerbanmiiiisterium hat dem Ausschüsse 300 fl. zur Unterstützung der Milchgenossenschast „ns.I'ohi« in der Wochein gegen seiuerzeitige Rechnungslegung übersendet. Jnbetreff der von der Gesellschaft gestellten Bitte nm Anstellung eines theoretisch und praktisch gebildeten Technikers zur Leituug der Morastkulturarbeiten auf Reichskosteu hat das hohe Ministerium bedeutet, daß der Moment zu deren Erledigung gekommen sein werde, wenn der Hanpt-knlturausschuß gewählt seiu und der Laudesausschuß im Vereine mit der Landesregierung seine weiteren Anträge stellen werde. Endlich wünscht das hohe Ministerium, daß auch in Krain Versuche mit der großen Brennessel angestellt werden, die ein ziemlich starkes Gespinnst liefert. Der Ausschuß beschließt, diesfals das Nöthige einznleiteu. Nach Mittheilung der Weltausstellungskommission ladet die französische Landwirthschastsgesellschast zum internationalen landwirthschastlichen Kongreß ein, der vom 10 bis 20. Juni in Paris stattfinden soll. Der Ausschuß beschloß, Herrn Dr. Ritter v. Gutmannsthal, als ein hervorragendes Mitglied der Gesell- schaft zu ersuchcn, dieselbe auf jenem Kongresse zu vertreten. Den Gemeindevorstehungen in Predgrad und Parje wird für die entsprechend hergestclltcn Wasserbehälter die zweite Hälfte der Reichssub-veutiou angewiesen. Der Landwirth Jakob Novak in Großratschna erhält ein Ehrendiplom für seine Bestrebungen in der Obstbaumzucht. — (Mai-Ausflüge) unternahmen gestern vormittags die Schüler der zweiten hierstädtischen Volksschule nach Oberrosenbach nnd die Zöglinge des Erziehnngsinstitutes Waldherr gestern nachmittags nach Draule bei St. Veit nächst Laibach. Der letzteren Exeursion schlossen sich viele Freunde dieses Institutes und illustre Gäste, uamentlich die Herren Oberste v. Frank des 12. Artillerieregiments und v. Hostinek des 53. Infanterieregiments, an. Dieser Ausflug gewann dadurch besonder:: Reiz, daß die unter der Direction des geschätzten Kapellmeisters Herrn Czansky stehende Regiments-Musik-kapelle der Gesellschaft vorantrat und derselben durch Production erheiternder Piecen besonderes Vergnügen bereitete. — (Eine Dien er stelle) ist beim k. k. Bezirksgerichte Gurkseld zu besetzen; diesfällige Gesuche stud beim Kreisgerichts-Präsidium in Rudolfswerth bis 4. Juui l. I. eiuzubringen. — (Brücken mauthgefälle.) Die Weg-mauth an der Reka-Bezirksstraße nächst Vrem wird vom 1. Juni 1878 bis dahin 1880 in: öffentlichen Versteigeruugswege am 23. Mai l. I. loco Vrem verpachtet werden. — (Garnisonswechsel.) Im Laufe dieses Jahres soll ein großer Garnifonswechsel stattfinden, infolge dessen unter anderen das in Rudolfswerth liegende achte Bataillon der Jägertruppe nach Capo-distria verlegt wird. — (Für Turner.) Die Turnvereine von Cilli, Marburg und Pettau werden sich in den Pfingstseiertageu in Pettau versammeln und ein Gruppenturnen veranstalten. — (Hammer Werks verkauf.) Am 22sten Mai l. I. werden die in Haidenschaft, Bezirk Wip-pach, gelegenen und gerichtlich auf 72,000 fl. geschätzte:: Kupferhammerwerke fammt t'unäus instrne-tus an den Meistbietenden verkauft werden. Dieses Etablisseineut besitzt eiu Wasserrecht von 800 Pferdekraft, uud eignet sich dasselbe auch zu auderen Jn-dustriezwecken. — (Anersperg'sche Familieubiblio-thek.) Wie sich eine in der Grazer „Tagespost" mit „r—r" signierte Stimme vernehmen läßt, besitzt Laibach eine in sich abgeschlossene, Wohleingerichtete uud wohlgewählte Büchersammlung eines innerösterreichischen Kavaliers des 17. Jahrhunderts. Es ist die Haus- und Fidcicommißbibliothek der Auersperge im hiesigen Fürstenhofe, die, von dem Grafen Wolf Engelbert Auersperg, den die Geschichte Krams heute noch den „Vater des Vaterlandes" nennt, um die Mitte des genannten Jahrhunderts nach einem wohlausgearbeiteten Sisteme angelegt, nach dessen im Jahre 1673 erfolgten Tode nur noch bis zum Jahre 1677 fortgeführt, daun aber vollends abgeschlossen wurde (da inzwischen das fürstliche Hans der Auersperge definitiv vou Laibach nach Wien und später nach Prag übersiedelte), so daß dieselbe, was Inhalt uud Umfang anbelangt, als ein wahres Unieum zu betrachten ist. Auch hat mau bei der neuerlichen Ordnung die letzte Einteilung uud Aufstellungsweise vom Jahre 1668 beibehalten, so daß die Sammlung noch als eine iutacte nach alle:: Seiten hin zu betrachten uud geeignet ist, uicht allein das Interesse des Bücherfreundes und Bücherkenners, sondern auch des Kulturhistorikers wachzurufen und zu fesseln. Die Bücherei umfaßt 3257 Werke in circa 7000 (zumeist Schweinsleder-) Bänden und ist in zwei Sälen des Fürstenhofes in fünfzehn, vom Boden bis zur gewölbten Decke reichenden stellagenartigen Schränken untergebracht. Eine interessante Beschreibung derselben und ihrer Schätze hat soeben der in Laibach domicilierende, auf historischem Gebiete thätige Schriftsteller Herr Peter v. Radics, der vom Fürsten Carlos Auersperg mit der Ordnung betraut war, in den ersten beiden diesjährigen Heften von Petz-holds neuen: Anzeiger für Bibliographie und Bibliothekswissenschaft (Dresden, 1878) veröffentlicht. — (Gegen säumige Urlauber und Reserveinänne r.) Einige offizielle Blätter bringen den Erlaß des österreichisch-ungarischen Reichs-kriegsministerinms vom 28. August 1875, Nr. 5714, in Erinnerung, wornach dauernd Beurlaubte und Reservemänuer, welche zur activen Dienstleistung oder periodischen Waffenübnng einberufen werden, jedoch dem Einberufungsbefehle uicht folgeleisten, oder die Zustellung der Einbernsuugskarteu durch Nichtbeachtung der Meldvorschristeu vereiteln, als Deserteure zu erklären uud in Abgang zu bringen sind, wen:: die Dauer des Versäumnisses bei Urlaubern über acht Tage und bei Reservemännern über sechs Wochen sich erstreckt, und wenn a) mittelst amtlicher Schriftstücke nachgewiesen ist, daß der Betreffende den Einberufungsbefehl wirklich erhalten hat, nicht durch Krankheit an der Einrückung verhindert war und sich mittlerweile anderswohin entfernt hat, oder i>) die amtliche Bestätigung über die nach tz 29, Punkt 1 l, der Instruction über daS militärische Dienstverhältnis in der Evidenzgemeinde des Einbernsenen durch Affigierung der Einbe-rufuugskarte vorliegt. Bei eiuem nicht ernierbaren Neservemanne von einen: Triyipenkörper oder einer Heeresanstalt, wo periodische Waffenübungcn der Reserve nicht vorgenommen werden, hat behufs der Herstellung einer Grundlage für die Behandlung als Deserteure vorerst oessen Einberufung zur Reserve-Waffeuübuug zu erfolgen. Als Abgangstag hat jener Tag zu gelte::, in welchem der Einberufene unter die Militärgerichtsbarkeit tritt. Letztere tritt bei dauernd Beurlaubten, sowie bei nicht in activer Dienstleistnng befindlichen Reservemännern gemäß 8 20, Punkt 7, der Instruction über das militärische Dienstverhältnis mit dem Tage der Zustellung des Einberufungsbefehles oder der legalen Veröffentlichung desselben, und wenn die Einberufung auf eiueu bestimmten Tag lautet, mit den: Tage der Einberufung ein. Die Uebersetzuug eines wegen Desertion in Abgang gebrachten Reservemanues darf erst nach seiner wegen der Desertion erfolgten gerichtlichen Abstrafung erfolgen. — (Anthropologischer Verein.) Wie man aus Graz berichtet, hat sich dort unter der Obinannschast des bekannten Alterthumsforschers Guudaker Grafen Wurmbrand und unter zahlreicher Betheiligung, namentlich aus der Professorenwelt, ein anthropologischer Verein konstituiert, welcher sich nicht nur die Erforschung der ur- und prähistorischen Zustände, sondern auch des älteren Kulturstandes zur Aufgabe gestellt hat, der sich unter dem Einflüsse der Römer in unserer Heimat ans-bildete. Der Verein will seine Forschungen übrigens nicht blos auf Graz oder die Steiermark beschränken, sondern ganz In neröst erreich in den Kreis derselben ziehen. Vom Büchertische. Von der „Bibliothek der Unterhaltung und des Wissens", deren außerordentlich billiger Preis (nur 50 Pfennig für einen stattlichen, nicht weniger als 256 bis 288 Seiten enthaltenden Band; jährlich erscheinen 13 vierwöchentl. Bände), die Anschaffung auch dem Unbemitteltsten ermöglicht, ist uns soeben der vierte und fünfte Band des gegenwärtig erscheinenden zweiten Jahrgangs 1878 zugegangen. Diese Bände bieten wie die früheren eine sorgfältig getroffene Auswahl unterhaltenden und belehrenden Lesestoffs. Wir beschränken uns darauf, nachstehend nur das Inhaltsverzeichnis des vierten Bandes zu geben: „Gepanzerte Herzen", Roman von Max v. Schlägel. — „Verschwunden", Roman von Ewald August König. — „Ebbe und Flut", Novelle von Th. Justus. — „Die weiße Geistlichkeit in Rußland", von Aug. Scheibe. — „Eine aussterbende Völkergruppe", von H. Scheube. — „Die Weine von Bordeaux", von S. Augustin. — „Der Einfluß des Menschen auf die klimatischen Verhältnisse seiner Umgebungen", von H. Weidenthal. — „Aus dem Leben der großen Schafzüchter in Neu-Seeland", von H. Zeitzmann. — Den Schluß des Bandes bilden eine Reihe lefeuswerther Miscellen. Ebenso reichhaltig und interessant ist auch der Inhalt des fünften Bandes. Bestellungen hierauf besorgt die hiesige Buchhandlung von Kleinmayr L Bamberg. Originalbericht über die Weltausstellung. Paris, 6. Mai. Der Zudrang der Besucher war gestern ungeheuer, — die Gartenanlagen haben leichten Schaden erlitten, aber kein bemerkenswerter Unfall ist vorgekommen. Das Publikum beklagt sich sehr über den Mangel an Bänken und Stühlen, die Direction der Ausstellung sucht soviel als möglich diesem Uebelstande abzuhelfen, vorgestern wurden 10,000 Stühle aufgestellt. Die französischen und fremden Aussteller, die im Rückstände, arbeiten eifrigst an der Herrichtung ihrer Ansstellungskasten, und in wenigen Tagen wird es keine leeren Plätze mehr geben. Die der Regierung feindlichen Blätter, und namentlich der „Figaro", suchen alles mögliche hervor, um der Ausstellung zu schaden, dieses Vorgehen erregt den gerechten Zorn der Aussteller. Die Ostbahn bietet alles auf, um dem Publikum die Fahrt uach der Ausstellung zu erleichtern, sie hat Spezialtrains eingerichtet, die nur auf dem Trocadero und dem Marsfelde anhalten. Witterung. Laibach, 9. Mai. Nachts Regen, dann wechselnde Bewölkung mit Sonnenschein, nachmittags Regen, schwacher SW. Wärme: morgens 7 Uhr -s- 12 6°, nachmittags 2 Uhr -s- I70°0. (1877 16 8°; 1876 -j- 10I°0.) Barometer im Steigen, 730 18 mw. Das gestrige Tagesmittel der Wärme16 2°, um 3 6° über dem Normale; der gestrige Niederschlag 7'0 mm. Regen. Angekommene Fremde am 9. Mai. Hotel Stadt Wien. Urbantschitsch, Höflein. — Eppen-stein, Frankfurt. — Rakowitz, Reis., Kuinp u. Bessinaer, Kfltc., Wien. — Kurt, Lieut., Villach. Hotel Elefant. Mozavitz, k. k. Major, Graz. — Wala-Häusel, Verwalter, Wien. — Lebar, Oberkrain. Hotel Europa. Prager, Militärintendant, und Trümmer Anna, Graz. — Ramar Josefine, Cilli Mohren. Knmer, Reisender, Kosak, Moschkertz und Mak, Triest. — Voger, Wien. Telegramme. Wien, 8. Mai. Der Ausgleichsausschuß nahm die Regierungsvorlage betreffs der Achtzig-millionen-Schuld in General- und Spezialdebatte unverändert an. London, 8. Mai. „Daily Telegraph" betrachtet die Reise Schuwaloffs thatsächlich als Friedensmission, derselbe nahm definitive Beschlüsse der britischen Regierung mit und wird versuchen, die britischen Ansichten mit den Zwecken des Zaren zu versöhnen, ähnlich spricht „Standard." Schu-waloss reiste nach einer Unterredung mit Beacous-field gestern srüh nach Petersburg und wird am 22. Mai zurückerwartet. Unter den dem Parlamente vorgelegten Schriftstücken befinden sich der Protest Rumäniens gegen den Vertrag von San Stefano, sodann die Besprechung Salisbury's mit Catargiu vom 24. April, wo der letztere unter Darlegung der Rumänien russischerseitS drohenden Gefahren hofft, Rumänien werde am Kongresse vertreten sein, und sagt, Rumänien sei entschlossen, Rußland gegenüber nicht nachzugeben. Salisbury antwortete, die Regierung wüusche ernstlich, die Integrität Rumäniens möge nicht verletzt werden; die Regierung werde alles thun, um den Vorstellungen Rumänien-Beachtung am Kongresse zu sichern. Gedenktafel über die am 15. Mai 1878 stattfindenden Lici-tationen. 3. Feilb., Selak'sche Real., Selo, BG. Jdria. — 3te Feilb., Debevc'schc Real., Slavine, BG. Senofetsd). — 3. Feilb., Stradjot'sche Real., Neverke, BG. Adelsberg. — 3. Feilb., Cepek'sche Real., Neudirnbach, BG. Adelsberg. — 3. Feilb., Strumbelj'sche Real., Tomischel, BG. Laibach. — S.Feilb., Kregar'sche Real., Dragomer, BG. Laibach. Marktbericht von L. Jaeobius L Söhne, Berlin-Hamburg. Hamburg, 4. Mai 1878. Im Effeetivgeschäfte erhielt sich iu dieser Woche für Weizen seste Stimmung und war nur wenig offeriert. Der Umsatz beschränkte sich indessen nur auf den Coufum. Roggen bei kleinem Umsatz fest. Gerste flau; Hafer flau; es gelangten in den letzten Tagen ziemliche Posten an unseren Markt. — In Termingeschäften stellt sich Weizen per Mai 1 Mrk. höher, sonst ziemlich unverändert. Roggen 1 Mrk. höher. Einfuhr vom 26. April bis 2. Mai: Weizen 3062 S. 13833 Ztr ; Roggen 2435 S. 4474 Ztr.; Gerste 284 S. 7699 Ztr.; Hafer 4100 S. 3208 Ztr; Bohnen 214 S.; Mais 116 S.; Malz 747 S.; Eier nach Berlin 441 Faß 207 Kisten, Eier nach Hamburg 207 F-cch 1020 Kisten. Weizen: Fest; Mecklenburger Mrk. 232 bis 236, polnischer Mrk. 235 bis 240, schlesischer Mrk. 230 bis 240, österreichischer, russischer und rumänischer Mrk. 225 bis 240. Roggen: Fest; russischer Mrk. 154 bis 164, Mecklenburger Mrk. 152 bis 162. Gerste: Flau; rumänische und galizische Mrk. 144 bis 165, schlesische, ungarische, böhmische und mährische Mrk. 175 bis 205, seine Mrk. 210 bis 230. Hafer: Still; russischer Mrk. 145 bis 160, böhmischer Mrk. 160 bis 190, Mecklenburger Mrk. 150 bis 160. Bohnrn: Selten, mittel nach Qualität Mrk. 160 bis 170. Erbsen: Still, Futtererbsen Mrk. 155 bis 160, Koch-erbsen Mrk. 210 bis 230. Wicken: Matt, kleine und mittel Mrk. 130 bis 135, große Mrk. 160 bis 185. Mais: Fest, rumänischer zum Export Mrk. 150 bis 154 per 1000 Kilo Netto. Kleesaat: Weiß flau, Mrk. 50 bis 75, roth ruhig, Mrk. 40 bis 52 per 50 Kilo Brutto incl. Sack. Timothe: Ruhig, Mrk. 20 bis 26 per 50 Kilo Brutto incl. Sack. Mutterkorn: Mrk. 80 bis 90 per 50 Kilo. Kant h ariden (spanische Fliegen): Mrk. 475 bis 500 pr. 50 Kilo. Spiritus: Reetis. Rübenspiritus pr. 100 Liter Mrk. 43 bis 46; rectif. Kartoffelfpiritus ü 100 Perz. Mrk. 44 bis 48. Wiener Börse vom 8. Mai. säuU. Papierrente........... Gilberrente........... Goldrente............. Staatslose, 1839. . . „ 1854. . . „ 1860. . . „ 1860(5tel) „ 1864. . . Hriiaäeatkaftungr- Obkigationen. Galizien.............. Siebenbürgen . . . -Temeser Banat . . . Ungarn ................ Aaäer« vffentkiiüe Aakeken. Donan-Regul.-Lose . Ung. Prämienanlehen Wiener Anlehen . . . Aetien v. Lanken. Kreditanstalt f.H.u.G LScompte-Ges., n.ö. Nationalbank. . . . Aetien v. Transport llnteraekmuage«. Alföld-Bahn........ Donau-Dampfschiff-Elisabeth-Westbayn FerdinandS-Nordb. branz-Iosevh-Bahn Galiz. Karl-Ludwigb Lemberg -- Czernowitz -Lloyd-Gesellschaft . Geld Ware 01 45 61-55 SS — 65-10 71 SU 7IÜU IV7'— >07 25 I1L 75 IIS — 121— 122— ISj'L5 138 5V 85 20 76— 78-79 75 104 — 7450 89 20 207 50 797 — 111— 382 -165 — 2025 125 25 241 50 120 — 422 — 85 60 76 50 78 50 80 25 Nordwestbahn . . . Nudolfs-Bahn . . . Staatsbahn .... Südbahn............ Ung. Nordostbahn . Psaaäbriefe. Bodenkreditanstalt in Gold.......... in österr. Währ. . Nationalbank.... Ungar. Bodenkredit- 10425 75-89 30 207 75 799'— 11150 384 — 165 50 2030 125-50 242 — 120 50 424'— Prioritäis-Obkig. Elisabethbahn, i.Em. Ferd.-Nordb. i. Silber Franz-Ioseph-Bahn. Galiz.K-Ludwigb,1.E. Oest. Nordwest-Bahn Siebenbürger Bahn . Staatsbahn, 1. Em. . Südbahn L 3 Perz. „ k 5 » . . Privatkose. Kreditlose .... Rudolfsstiftung. . Devisen. London ............ Gekäsorten. Dukaten........... 20 Francs . . . . 100 d. Reichsmark Silber............ Geld 103-75 11025 249 50 70 75 109 — 109 40 90 75 98 75 94 50 94 50 107 10 89 25 103 25 88-75 63 — 157— 112 50 93 75 159 75 1450 12240 5 77 9-79 6040 10580 Ware 104 — 110 75 250-71-— 109 50 109-50 91 — 99 — 94 75 95 — 107 30 89-50 103 75 89-63 25 157 50 112 75 94-— 160- 15'- 122 50 5 78 9 80 6045 106— Telegrafischer Kursbericht am 9. Mai. Papier-Rente 6190. — Silber-Rente 65.25. — Gold-Rente 7210. — 1860er Staats-Anlehen 113 75. — Bankaktien 798. — Kreditaetien 212 50. — London 122-—. — Silber 105.45. — K. k. Münzdukaten 5'77. — 20-Franes-Stücke 9 75. — 100 Reichsmark 6015. Lebensmittel-Preise in Laibach am 8. Mai. Weizen 9 fl. 26 kr., Korn 6 fl. 1 kr., Gerste 5 sl. 36 kr., Hafer 3 fl. 25 kr., Buchweizen 5 fl. 69 kr., Hirse 6 fl. 1 kr., Kukuriitz 6 fl. 40 kr. per Hektoliter; Erdäpsel 2 fl. 68 kr. per 100 Kilogramm; Fisolen 10 fl. per Hektoliter; Rindschmalz 94 kr,, Schweinsett 82 kr., Speck, srischer 70 kr., geselchter 74 kr., Butter 80 kr. per Kilogramm: Eier i'/g kr. per Stück; Milch 7 kr. per Liter; Rindfleisch 54 kr., Kalbfleisch 54 kr., Schweinfleisch 68 kr. per Kilogramm: Heu 1 fl. 78 kr., Stroh 1 fl. 78 kr. per 100 Kilogramm; hartes Holz 6 fl. — kr., weiches Holz 4 fl. — kr. per vier E.-Meter; Wein, rother 24 fl., weißer 20 fl. per 100 Liter. 80 Mdm wurden vorgestern abends vom Jahrmarktsplatze bis zur Gradischa verloren Gegen Belohnung abziigeben in der Buchhandlung von Kleinmayr L Bamberg. 1229) biete itein tzilüelik - belebe von der genebmigt und ggrantiert ist. Die vorlbeiliiülle kinriebtung des neuen ?I»nes ist derart, dgsr im bsule von wenigen Vlonüten dureb 7 Verlosungen »II« rur sielie- ren kntsebeidung kommen, darunter belindeu sieb Haupttreffer von evenluell ll.-VI. oder Luiden T>8,V50 ö. W., speriell slier: l Lewinn !> .VI 250,000, I Lew. ü VI. 12.000, 1 Kewinn g >1. 125,000, 23 Lew. r> Vl. 10,000, 1 6ewinn i> U. 80,000, 4 Lew. ü VI 8000. 1 6ewinn ü U. 60,000, 31 Lew. ü VI. 50, I Kewinn g 1^1. 50,000, 74 Lew. » VI. 4000. 2 Gewinne ^ 40,000, 200 Lew. u VI. 2400. 1 6ewinn d VI. 36,000, 412 Lew. !, VI. 1200, 3 Lewinne r> KI. 30,000, 621 Lew. ü VI. 500. 1 6ewinn i> >1. 25,000, 700 Lew. » VI. 250, 5 üewinne!> »I. 20.000. 28,015 t-ew. 5 VI. 138 6 Lewinne ü i». 15,000, etc. ete. Oie Lewinnriebungen sind plsnmsssig gmtlieb fest-gestellt. /ur nsebsten ersten Lewinnriebung dieser grossen, vom ätsste gsrsntierten Leidverlosung kostet 1 g-inres Origin»i-1.os nur Vlsrk 6 oder It. 3 50, 1 bülbes » . . 3 » » 1'75, 1 viertel » > » 1'/, » » —90. ^ile äustrUge werden sotort gegen Einsendung, posteinrsblung oder Xsebnakme des vetrgges mit der grossten Lorgtült üusgelubrt, und orblilt jedermsnn von uns die mit dem Ktagtswg^en versehenen Originsl-l^ose selbst in die Hsnde. Den Bestellungen werden die erkorderlieben smt-lielien ?Ii>nk grntis beigelugt, und n»eb jeder Siebung senden wir unseren Interessenten unaufgefordert gmt-liebe leisten. Die Lusrsblung der Lewinne ertolgt stets prompt unter Ltsstsgsrsntle und k»nn dureb direkte Zusendungen oder gut Verengen der Interessenten dureb unsersVerbindungen gn s»en grösseren PIstren Oester-reieks versnlssst werden. (222) 12—4 Unsere Lolleete wsr stets vom Liüeliv begünstigt, und kütle sieb dieselbe untkl' Vielen SNtlkNöN bkllku-lenllen Ke«Innen ottmsls ciei' kosten »aupttfelfef ru ertreuen, die den bslreffenden Interessenten direkt susbersklt wurden. Vorüussivbtiieli lisnn bei einem soletien suk der gegründeten vnternebmen übersl! sut eine sekr rege Letbeiligung mit kestimmt-keit gereeknet werden, und bitten wir dliiier, um slle LuttrLge »uslukren riu können, uns dis 8este»ungen und jedenklls vor dem IS. «I. ^l. rukomme» /.u Isssen. rin Im rin ii L 8!moa, kttnk- unü ^evI»8vlK086lirLft in Ilnmburx, kin- uncl Verlisuk aller ^rten Stgstsobli^stionen, Ki8eri-dnlrngetien und ^nleken8lo36. I*. 8. >Vir sanken disränred tür 6s.s uns ksitlisr xssodsnlrts Vertrauen, uncl inüsm ivir döi Lsxinv äsr vsusn Vsr-lo8uux Lnr Lstdsilixunx oiulLäsu, vsräsn vir uns auck fsrnsrLin dsstredsn, äurok stets prompte uuä reelle veäienunx äie volle Lukrieäendsit unserer xeedrteu Interessenten ru erlLn^en. D. O. Gtschüfts-Veriindrrung. Ich beehre mich, einem P. T. Publikum ergebenst anzuzeigen, daß ich meine KE" Auxusl)ückerei, bisher Schellenbnrggasse Nr. 6 neu, in derselben Gasse Nr. 3 (im Kosler'schen Hause) eröffnet habe. Für das mir bisher geschenkte Vertrauen dankend, bitte ich, mich auch im neuen Lvkale mit Ihrem Zutrauen beehren zu wollen, welches zu verdienen ich nach möglichsten Kräften mich bestreben werde. Nebstbei erlaube mir, auf meinen Vanigli-, Zimmet- und Kinder-Zwieback, sowie täglich frisches feines Germgebäck und echtes Kornbrod aufmerksam zu machen. Hochachtungsvoll (228) 3 - 1 1^. Herreu-Wäsche, eigenes Erzeugnis, solideste Arbeit, bester Stoff und zu möglichst billigem Preise empfiehlt t). .1. Ilainann, Hauptplatz Nr. 17. Au» wird Wäsche genau nach Maß und Wunsch an-gesertigt und nur beschaffende Hemden verabsolgt. (23) 17 ? ^»UptgSVVlNN 6V. 375,000 M. NW. vis 6s>vinns garsntisrt äsr 8tssi. Linlailiinx /ur Ikellieilixunx a» «len ^ clei' vom 8tss1e «smdui-g gsi'sntiei'ten gi-ogsen Kelll-t.ottei'is, in «elokei' üdei' 8 Millionvu 600,000 AlarL Oie Kewtnne äieser vontkeilkaften Keili-I^otterie, !we!ed6 xlsngeillitss nur 91,000 I^oss entbält, sinä l folgenäs: nämlicb I Ke«inn evsnt. 373,000 ^ls.rk, !8x6riell >ls.rlr 250,000, >25,000, 80,UO», »».«>»0, 50,000, ;r M!»t 40.000 und !k6,000, 4 wiU ÜO.OOO und 25,000, 11 mal 20,000 uä 15,000, 24 m-U 12.000 und 10,1 00, 37 ni-U 8000, 6000 uocl 5000, 7«i mLt 4«0t>, 300» und 2500, 206 msl 2400, 2000 und 1500, 4 12 mal 1200, 1356 Mül 5l>0, 300 und 250, 30.628 mal 200, 175, 150, 138. 124 und 120. 16,83!« msl »4, 70, 67, 50, 40 und 2t» LlitrL, und kommen solebs in weoißkll Nonnen in 7 ^.btlikilungkn rur Lnt- sebeiduoss. Oie e^ste Kevvinnriebung ist »mllieli kestgestellt und kostet bierru äLS ZLH2S VriZiLLllos nur Z ü. 40 Kr., äLS Iialdö vriZiNLllvs nur 1 ü. 70 Kr., Las viertel OrigiuLlIos nur 35 Kr., uud werden diese vom 8ts»1e gsi'sntiei'ten Oi-iginsl-l.o8e (keine verbotenen kromessen) gegen srsnkierte Linsentlung des Setl'sges oder gegen k'ostvo-'soliuss selbst naob den entfei'ntvsten Legenden von mIi» vei-ssnllt. deder der LotbeiliZten erbült von mir nedcii seinem OrißinLllose sueb den mit dem Staatswappen vsrsebensn Orißinslplan gratis und nseb ststtxebktbtör LisbuoZ sofort die smtliolie 2iekungslisto unsuf-gefordert ruges»ndt. M AÄI« M VerMW üsr l-mw lsü1Hoi> erkolßt von mii' direkt an die Interessenten MW prompt und unter strengster Vei-sokwiegenlieit. lede Sestellung kann man siokseb »uk eine k'osteinrsklungskarte oder per revommsndier-ten Srief maeben. LM" «ende siob dslier mit den Aufträgen der nske bevorstelienden Siebung bslber dis rum 1^. <1. vertrsuensvo» an (225) 9—2 8rmiuvl Üveli8vlivr Itnohuivr und Wvvl>8vl-t!<»nptoir in Ilawdurx. >7üosst an» 3. ^.pril d. dsttsn wisdsr wsdrsrs vaslavr Iiitsrssssiitss Vlüolc, <>6N krÜ88t«n Haiipt«6^jnn bei mir rn sv^iuvsi». v. O. Druck von Jg. v. Kleinmayr L Fed. Bamberg. Verleger: Ottomar Bamberg. Für die Redaction verantwortlich: Franz Müller.