Nr. 237. Dienstag, 18. Oktober 1910. 129. Jahrgang. Zeitung pr»«umeration»vrew: Mit Post Versendung: ganzjährig 30 X, halbjährig 15 «. Im Kontor: ganzjährig »2X. halbjährig 11 X. Für die gustcllmig ins Haus ganzjährig 2 X. - Insrrtwnsgrbühr: Für llcine Inserate bl« zu 4 Zeilen 50 d, größere per Zeile 12 b; bei öfteren Wiederholungen per Zeile « d. Nie «Laibachcr Zeitung» erscheint täglich, mit Ausnahme der Sonn-und Feiertage, Tie At>niiner «e»»lt»»n 52, Amtlicher Heil. Seme l. lind l. Apostolische Majestät haben »lit Allerhöchster Entschließung vom 10. Oktober d. I. dem Ministerialrate iui Eisenbahiliuiuisterium Eduard P ichler Edlen von Decben das Ritterkreuz des Leopold-Ordens, ferner aus Aulas; des Übertrittes in den dauernden Ruhestaud dem mit dem Titel cincZ Regiernilgsrates ausgezeichneten Zentralinspektor der österreichischen Staatsbahnen Heinrich T i ch y den Titel eines Hosrates pwie dem mit dem Titel eines Regie» rungsrates ausgezeichneten Oberinspektor der osterrei» chischen Staatsbahucu Theodor I r ö m ln e l den Orden der Eisernen Krone dritter Klasse, sämtlichen mit Nach» sicht der Taxe, allergnädigst zu verleihen geruht. Seine k. und k. Apostolische Majestät hauen mil Allerhöchster Entschließung vom 26. September d. I. allergnädigst zu gestatten geruht, daß dem ordentlichen Professor au der Akademie der bildenden Künste in Wi>n Christian Grievenkerl anläßlich seines Übertrittes in den bleibenden Ruhcsiaud der Ausdruck der Allerhöchsten Auerkeunung bekanntgegeben werde. Den 15. Oktober 1910 wurde in der k. k. Hof» und Staats» dnlckerei das I.XXV1., I.XXVII. nnd I.XXVIII. Stück des Reichsgesetzblattes in deutscher Ausgabe ausgegeben und versendet Nach dem Nmtsblatte zur «Wiener Zeitung> vom 15. und 16. Oktober 1910 (Nr. 236 und 237) wurde die Wcitcrverbrei» tung folqender Preherzcumüsse verboten: Nr. 1« «Wohlstand für Alle» vom 12. Oktober 1910. Nr. 553 «Der Tiroler Wastl. vom 9. Oktober 1910. Nr. 877 «Novuont» vom 11. Oktober 1910. Rr. 11b «Mährischer Grenzbote» vom 9 Oktober 1910. Nr. 231 .Zuaimer Tagblatt» vom 11. Oktober 1910. Rr. 215 «llklioükuin, vom 8, Oktober 1910. Rr. 39 «2omlk i >Vc>I»,» vom 7. Oktober 1!H0. Nr. 464 «Ktvvo polslli«» vom 7. Oktober 1910. Nr. 1121 «6^otll collxiounk!.» vom 8. Oktober 1910. Nr. 223 «Dito» vom 7. Oltober 1910. Nr. 41 «Monitor, vom 9. Oltober 1910. Nr. 41 1incl!6 I,i8t?» vom 10. Oktober 1910. Nr. 26 und ^8 «I^' ^siuo» (Nom) vom 26, August und , 18. September 1910. Nr. 14 «Nnv? 1,ib«i-Lek/ Xraj» von, 7. Oktober 1910. Nr. 81 <^z« Lullli)'» vom 11. Oltober 1910. Nr. ^23 «Znaimer Tagblatt, vom 1. Oktober 1910. ll. Verzeichnis nber die beim k. l. Landcsvräsidium in Laibach zu Gunsten der durch die Hochwasscrkatastrofthe s,cschädigten Äevülleruns; Nord« tirols und Vorarlbergs einszelangten Sammelergebnissc der Pfarränllcr in: Podlipa 10 15, Unterdeutschau 7 X 78 1>. Preloka 6 X 50 Ii, Snchor 10 li 15 li, zusammen 34 X 43 ll. Hiezu die im I. Verzeichnisse ausgewiesenen Spenden 594 ll 87 n, somit im ganzen 6^9 1i 3l) d. MchtamMcher Geil. Das Expose des Grafen Achrental. Man schreibt aus Berlin, 14. Oktober: Das Ex. posi des Ministers des Auswärtigen, Grasen Aehreu-thal, hat begreiflicherweise diesmal ein uuch größeres Interesse in hiesigen politischen Kreisen gefunden, als frühere ähnliche Kundgebungen. Es war von besonderer Bedeutung, wie der für die internationalen Interessen Lsterreich.Ungarns verantwortliche Staatsmann nach Überwindung einer sehr ernsten pulltischen Krisis die verschiedenen Strcbuugen iu dem seiuer Kontrolle uutcr. liegeuden Ilileressentrcise einschähle und charakterisierte. Mit voller Befriedigung kann man vom hiesigen Stand» Punkte aus feststellen, daß die warme Sprache des Mi° nisters über die Beziehungen der Dreibnnd-Mächte zu» einander und über die Wirkungen des Dreibuudver-hältuisses auf die iutcruatiounle Entwicklung eine sehr glückliche Ergäuzung in den Darlegungen findet, mit denen Graf Aehn'nthal sich im besonderen über die Stellung der Mächte zur Türkei und zum kretischen Problem äußerte. Nach beiden Richtungen stimmt fein Programm vollständig '.nil demjenigen der deutscheil Politik übereiu und das wird nicht verfehlen, überall Eindruck zu macheu, wo etwa noch irgendwelche Zweifel zu überwinden sein möchten. Der friedliche Ton des Exposes des Grafen Aehrenthal bietet den Hofsnungen auf eine Abnahme des vielfach wahrnehmbaren wirtschaftlichen Dructcs eine außerordentlich wertvolle Ermunterung. Tiefe Hoffnungen können dadurch nicht beeinträchtigt werden, daß, ebenso wie die Thronrede, das Expose auf die Notweu-digkeit hinweist, die Wehrmacht zu Lande und zur See nicht uur ungeschwächt zu erhallen, sondern auch weiter zu entwickeln. Die Art, die Osterreich°Ungarn durch dle Krise nach der Annexion Bosniens und der Hercegovina hindurchschritt, wird für alle Zeit eine dauernde Lehre bleiben, daß eine willenskräftige nnd ihres Erfolges fichere Politik uur dann dnrchzuführen ist, wenn sie sich auf genügende militärische Machtmittel zu stützen ver» mag. Gerade unter diesem Gcsichstpuuttc werden die Erfolge des Grafen Aehrenlhal allezeit als eine Auf» muuteruug zu patriotischer, weitschaueuder Opferwillig« keil wirken. Portugal und der Vatikan. Ill portugiesischen Kreisen, die der provisorischen Regierung nahestehen, wird, wie man aus Lissabon bc» richtet, die Küudiguug des Konkordats mit dem Hei« ligen Stuhle als absolute Notwendigkeit angesehen und oie Ergreifung dieser Maßnahme als nahe bevorstehend angekündigt, da ohne dieselbe das Programm der vor» tugiesischeu Republikaner vom 18. Jänner 1891, wel-ches auf Gewiffeusfreihcit und volle Gleichhelt aller Kulte lautet, uicht durchgeführt werden könne. Die Trennung von Staat uno Kirche in Porlngal uud eine Umgestaltung der diplomalischeu Vertretung beim Hei« ligen Stuhle werden dagegen als nicht unmittelbar zu realisierende, obschon ebenfalls unvermeidliche Aus» gabeu der republikanischen Regierung bezeichnet. Einen Bruch der Beziehungen znm Vatikan wünsche letztere, wenn möglich, zu vermeiden. Man will diesbezüglich in Lissabon mit Sicherheit wissen, daß dieser Wunsch auch seitens des Heiligen Stuhles selbst geteilt werde uud letzterer beschlossen hätte, sein Verhalten ganz nach demjenigen der republikanischen Regierung eiuzurichkn. Die provisorische Regierung bietet infolgedessen. Bcmü-huugcu auf, die autikleritale Bewegung einzudämmen uud namentlich persönliche Verfolgungen von Priestern und Mönchen hinlauznhalten. Die von ihr verfügten Auswcisuugen hätten den Zweck gehabt, die ausgeregten Volksmassen zu beruhigen und Ausschreitungen der-selbeu vorzubeugen. Die provisorische Regierung habe den Wunsch, deu Zusammenhaug mit dcu liberalen und selbst mit konservativen Elemeuten des Landes nicht zu verlieren. Es wird indessen daran gezweifelt, ob die radikalen Strömungen ihr dies ermöglichen werden. Feuilleton. Der Blumen Rache. Nicht immer und bei allen Menschen sind Blumen-dufte das, was sie uns sonst bedeuten, ein augenehmcr Gruß, der uus erfreut und erquickt. Ihr starker, durch, dringender Geruch läßt uns oft nicht schlafen, ruft bei Leute», die empfindlich sind, Üblichkeiten hervor, macht uus nervös, wenn er uns au jene schwere, von Blüten» bust geschwängerte Luft mahut, die ein Sterbcgemach "füllt. Man warnt auch stets, in Zimmern, die als Schlasgemach dienen, slarkriechende Blumen auszustellen. Über diese und andere Kuriositäten dieser Art berichtet die «Nllg. Wiener mediz. Zeitung" in eiucm interessan-"n Feuilleton, in dem es heißt:' Mcm hat voil jeher davor gewarnt, in Zimmern zu schlafen, in denen starlduftcude^BIumeu sich bcfiudcu, und nicht selteu wurde konstatiert, daß schwere Ohn» machten und Bewußtlosigkeit die Folgeu der Einatmung Von Blumeudüsten waren. Dr. Eartaz teilt einige solche Fälle mit. Ei„ j,l,^s Mädchen sand man eines Mor-gens tot in lni^m Zimmer, woselbst man stark duftende Llllen zurückgelassen hatte. Ein Offizier schlief in Mili-anah in einem Alkoven, der mit Lorbeerblütcn dekoriert War, seineu letzten Schlaf. Man hat viel über die Ur-sache dieser Unfälle diskutiert, aber man gelangte zu lemem bestimmten Schlüsse. Die Vergiftung rührt wahr-scheinlich von ätherischen Kohlenwasserstussverbinduugcn her. die das Nerven- uud GefähMcm vergiften. Mau muß auch damit rechnen, daß gewisse Pflanzen ihren Dust nur bei Nacht während der Dunkelheit aushauchen. Außerdem trägt auch eiue gewisse Idiosynkrasie, die manche Menschen solchen Gefahren mehr ausseht wle andere, darall Schnld. Was aber weniger bekannt sein dürfte und was noch unserer bescheideueu Meinung nach genauer Uuter-suchung milleilenswert erscheint, ist die Tatsache, daß die Blumen eiue uachhallige Wirkuug auf den Stimm« apparat habeu. Blumen und iu» allgemeinen alle Gerüche üben einen schlimmen Einfluß auf die Stimmbänder aus. Die Tatsache ist zweifellos, und wenn dieselbe auch wenig beschrieben wurde, beobachtet wurde dieselbe wie» derholt. Dr. Fauvel sagt darüber: „Sicherlich habeil Gerüche uud Düfte ciueu unglücklichen Einfluß aus die Stimme, uud ich habe fchon vor langer Zeit Ge» legenheit gehabt, dies zu bcobachtcu. Sie kennen wohl Marie Saffe, die große Sängerin. Nun gut. Marie Sasse erzählte mir, sie hätte eiues Abeuds, als sie die Asrikanerin sang, Plötzlich ihre Stimme verloren, uud zwar unter folgenden Umständen: Sie sang bei Rothschild, ich glaube mit Madame Penlo von der italieni° schcn Oper, wenn es nicht die Paiti Mir. Madame Penko, die an diesem Tage sehr beschäftigt war, bat sie, sie möge ihre Partie übernehmen. Die Sasse willigte in freundlichster Weise ein, und Madame Penlo überreichte ihrer Kollegin zum Dauk ein prachtvolles Bukett vou Parmaveilcheu, das mit eiucm konzentrierten Extrakt derselben Blüten befeuchtet war. Die Wirkung war eine unmittelbare. Madame Sasso, die den Geruch des Buketts voll durch die Nase eingezogen hatte, da sie denselben sehr liebie, erschien gleich daraus auf der Szeue und — war stimmlos." Was vollzog sich bei diesem Vurgaug? Vielleicht war es ciu Kampf der Schwingungen der Tonwcllen und der Riechwellen. Aber das ist uur eiue Theorie, und ich gebe Ihnen dieselbe, wie mir dieselbe vorschwebt. Die Tatsache ist aber uubestritleu. Ich behandle gegen-" wärtig die Frau eiues großen Parsümsabrilanteu, die au Kehlkupfreflexeu, an „Laryngismus", leidet, den ich der Atmosphäre zuzuschreibeu geneigt bin, in der sie lebt, uud den Ausdünstungen, denen sie ausgesetzt ist. Die Tatsache der Wirkung von Gerüchen ans den Kehl» köpf ist aber nicht zu beslreitcn. Aber wie kommt diese Atiou zustande? Ist sie nervöser Art? Es ist dirs mehr als wahrscheinlich. Es ist schwierig, darauf eine, Antwort zn geben. Alle Künstler sind sehr nervös, uud es darf uicht überraschen, daß sie Kehlkopfreflezc von größter Mannigfaltigkeit darbieten. Um eili vollständiges Dokument zu besitzeu uud um unfer Urteil in dieser Frage auf bestimmte Beweise zu stützen, erübrigte noch, zwei Kategorien von Leuten zu befragen,- zuerst die Küustler und dann die, Gesang» Professuren am Konservatorium. Es erübrigte uoch eine dritte Untersuchung, aber dieselbe war etwas ungelegen. Es wäre von großem Interesse, die Werkstätten und Fabriken zu besuchen, iu denen künstlich Parsüm her« gestellt wird, und zu konstatieren, ob die Ärbeiier in diesen Fabriken spezielle Schädigungen des Kchllopfes darbieten. jSchllch folgt.) Laibacher Zeitung Nr 237. 2168 18. Oktober 1910. Politische Uelierslcht. Laib ach , 17. Oktober. Im Ausschüsse des Äußeru der österreichischen De» legation erklärt? der Minister des Äußern, Gras Achrcn-thal, daß es sich beim Saudschakbahnprojelte lediglich um eine verkehrstechnische Angelegenheit handle. Nach der Vctriebseröfsnnng der bosnischen Siid- und Ost» bahneii entstand die Frage des Anschlusses an das ser. bische und türlische Eisenbahnnetz von selbst. Bezüglich der türkischen Anschlußstrecke Uvae-Mitrovica liegt der türkischen Regierung zwar ein Projekt vor, doch könne bci der Überlastung der türkischen Negierung mit Eisen-bahnprojelten nichl gesagt »verden, wann sie dein Projekte werde näher treten können. — Ans die heftigen Angriffe des Del. Kramär reagierend, welcher bei Ve° sprechung des Friedjung-Prozesses dem Ministerium des Äußern Kritiklosigkeit und Leichtgläubigkeit bezüg. lich der aus oem Auslande stammenden Dokumente vor° hielt, erklärte der Minister, Friedjung habe zn einer Zeit, wo die Spannung Zwischen der Monarchie und Serbien den Höhepnnlt erreicht hatte und Entscheidungen von' der weittragendsten Bedeutung unmittelbar bevorstanden, es als patriotische Pflicht betrachtet, die heimatliche Öffentlichkeit aus Grund des ihm Zur Verfügung stehenden Materials über die Situation zu orientieren und ihr die Kontroverse mit Serbien histo» risch-genelisch darzulegen. Unter dem Material Fried-jungs liesanden fich Berichte von mehr oder weniger beruseueu Verichterslallern, nüe sie sich in solchen Zei-ten einzustellen pflegen, und Schriftstücke, die er um so unbedenklicher verwerten zu können glaubte, als sie keineswegs im Widersprüche mit dem standen, was über die Ziele uud Mittel der damaligen serbischen Politik aus der serbischeu Presse, ja selbst aus den eigenen Enunziationcn der serbischen Regierung allgemein be» kannt war. Auch ihm treten, welche sowohl Osterreich, als Ungarn um die Früchte eiuer mit großen Opfern erkauften Errun-genschast bringen will. Das „Fremdenblalt" fieht den großen Ausstand der französischen Eisenbahner nicht so sehr als einen Lohn lamps, wie vielmehr als eine Kraftprobe des er.lre» men Sozialismus an. Deshalb könne das Ende dieses Streiks nicht das einer normalen Lohnbewegung sein. Briand, in seinen politischen Anfängen selbst Sozial ist, hat diesen Streit ein verbrecherisches Unternehmen genannt. Nun müsse auch den am weitesten links stehenden bürgerlichen Radikalen die Unmöglichkeit klar werden, zu einer Politik zurückzukehren, welche, wenn nicht eine Stütze an der äußersten Linken, so doch Fühluug mit ihr suchte. Der Fürst von Monaco hat dem Gemeiuderat ton» stitulionelle Rechte zugeslauden und in die Schaffung eines Staatsschatzes eingewilligt. Der Geueralgonver» neur und der Generalsekretär nahmen Urlaub von unbegrenzter Dauer. Die Ruhe im Lande ist gesichert. Tagesneuigleiten. — Mne unheimliche ilberraschnng.j Aus Zala- Egerszeg im ungarischen Komitale ^cila wird unter dem 15. d. gemeldet: Der Rittmeister Baron Eleiner Kemem) war gestern mit seiner Frau von seinem Urlaub zurück» gekehrt uud mit dem Nachtzug dort eingetroffen. Als er die Tür feiner Wohnnng öffnete und seine Frau als <'rste eintrat, fiel sie mit einem markerschütternden Schrei ohnmächtig in die Arme ihres Gatten. AIs der Rittmeister selbst in das Zimmer sah, bot sich ihm ein gespenstischer Anblick dar: In der Mitte des Zimmers stand ein von zwei brennenden Kerzen beleuchteter Kata» falk, auf dem in einem Sarge eiu Leichnam rnhle. Der Rittmeister brachte seine Frau sosorl in ein Hotel. Er selbst ging der unheimlichen Sache nach nnd erfuhr als» bald, daß der Leichnam die Frau seines Hausherrn Paul Dombory war. Dieser halte nicht darauf gerech, uet, daß der Rittmeister schou zurückkehre, und deshalb seine eben verstorbene Gattin in dessen Wohnuug aus» gebahrt. Der Rittmeister erstattete gegen den Haus» Herrn die Strafanzeige wegen Vesitzstörung. — lVom Klavierspiel.j Über die Schuelligkeit der Sinneseindrücke und die Raschheit der Bewegungen beim Klavierspiel ergab nachfolgende Milteiluüg, die auf einer Mufikerkuuserenz in Dublin gemacht wnrde, interessante Aufschlüsse. Demnach muß bei geuügeuder Geläufigkeit im Spiel das Auge des Ausführenden im» stände sein, 1500 Noten in der Minute zu lesen, während seine Finger gleichzeitig 2<»W Bewegungen machen; das ergibt eine Tätigkeit des Gehirns, d'ic 35W Einzel» momente pro Minute umsaßt. Bei der Wiedergabe eines Klavierstückes von Earl Maria v. Weber handelt es sich z. N. darum, in dreidreivierlel Minuten 454! Noten zu lesen; in einem Teil einer Ehopinschen Etudc wurden sogar nicht weniger als 395!) Noten in zwei» einhalb Minuten „bewältigt". Es folgt aus dieseu Zah-leu, daß der Spieler iu einer Sekuude stets eiue enorme Anzahl von musikalischen Zeichen (über 20!) gleichzeitig sieht und wiedergibt. — lNatschlägc, die nicht befolgt werden.) Der „Figaro" bringt einen Artikel von G. H. Wells, worin eine Menge guter Ratschläge und noch mehrere War» nnngen sür die eulhalteu sind, die sich nach einer Lebens» gefährlin umsehen. Der Verfasser schreibt nnter andc» iem: „Die Frau, die ein jnuger Maun von 25 bis 28 Jahren als Lebensgefährtin wählt, ist ein Wesen von gewöhnlich 21 Jahren uud darunter, ohne Erfahrung, aber süß, graziös, elegant, gut erzogen, doch nicht immer begabt. Die Männer dieses Alters haben fast immer dasselbe Ideal. Aber ich rate einem solchen Hcirats-kandidalen: Kümmere dich nicht zu sehr um die Außen-seite. Wenigstens heirate keine Schönheit, weil sie d,ch blendet. Sie raubt dir das Gleichgewicht, heiratet dich vielleicht materieller Vorteile wegen, und eine Zeit» lang bist du im siebenten Himmel. Die Menschen be> neiden dich. Aber du beginnst den Schritt in die Ehe zu bereuen, denn das Unvollkommene an ihr, die ihr anhaftenden Fehler treten dir von Tag zu Tag deut» licher vor Augeu. Sie verdecken ihre Schönheit immer mehr, bis dn sie schließlich gar nicht siehst. Aber bei eiuer häßlichen Frau, einer wirklich häßlichen Frau, stellt das Verhältnis sich ganz anders. Anfänglich stößt sie dich ab, weil sie häßlich ist. Doch kümmere dich nicht darum. Schon nach kurzer Zeit wirst du in dieser unharmonischen Häßlichkeit gewisse Einzelheilen, kleine Fragmente von Harmonie, etwas Schönes im Lächeln oder etwas Velörendes im Ausdruck der Augen ent» decken, das dich fesselt. Vielleicht ist es das Haar, das hübsch fällt, oder das Ohr, das entzückend geformt ist. Diese Beobachtung überrascht dich, nnd du bist eulzückt. Deuu diese ihre Vorzüge gehören dir allein. Ein Mann verheiratet sich oft mit einem viel zu juugeu Mäd-chen. Die Verantwortung für ihre Erziehung wird jo» mit von der Schulter des eiueu Mannes auf die eines anderen übertragen. Besteht deine Auffassung von Glück darin, daß du in deiner Nähe etwas Süße's, Uuschul» diges, deines Beistandes Bedürftiges zu haben wünschest, su ist ein zahmes Kaninchen in jeder Beziehung Die schöne Amerikanerin. Roman von Erich Vbenstein. (86, Fortsetzung.) (Nachdruck uerbuw!.) „Hallen Sie eine Sektion der inueren Organe sür angezeigt?" „Nein. Sie hätte leinen Erfolg, da die Weichteilc kaum noch erkennbar vorhanden sind. Auch wäre sie, nachdem durch die Knochenverletzungen die Todesursache zweifellos festgestellt ist, zwecklos." ' Nun wurde die Wäsche des Toten untersucht und beiseite gelegt. Es fand sich, daß alle Merkzeichen ent» fernl worden waren, sogar ans dein Kragen war der Firmaabdrnck herausgeschnitten. „Das ist sehr sonderbar!" meinte Scheidewein nach» deutlich. „Wozu gab man sich diese zeitraubende Mühe?" „Nun, der Mörder halte ja die ganze Nacht lang Zeit dazn", sagte Abram, „denn natürlich ist er, nach» dem Weller ihn in das Haus geheu sah, später wieder iu den Garten zurückgekehrt, um die Spnren seiner Tat zu verwischen. Ich denke, erst stieß er Witt in blindem Zorn nieder und ließ ihn einfach liegen. Später, als das erste Entsetzen der Überlegung wich, ging er noch einmal hinab uud vergrub ihn. Hätte Weller nicht gesprochen, so Wäre die Leiche wahrscheinlich jahrelang nicht entdeckt worden, und kam sie einmal zufällig zutage, fo hätte eben bei dem Fehlen aller Merkzeichen niemand mehr die Identität feststellen können." Der Slaalsanwall nickte. „So wird es anch gewesen sein. In einigen Jahren hätte man nur mehr Knochenreste gcsnnden, deren Be» erdigungszeiipunkt sich nicht mehr mit Sicherheit hätte feststellen lassen. Anders ist es mit den Kleiderresten. Dlese erhalten sich länger, und aus dem Monogramm der Wäsche würde sich auch nach Jahren noch die Idcn» tität haben feststellen lassen." Inzwischen gab der Untersnchnngsrichter den Auf» trag, in der Grube weiter Zu forfchcu, ob man vielleicht auch die Mordwaffe noch finde. Silas Hempel benutzte die Pause, während welcher sich alle, bis auf Scheidewein, zurückzogen, um nnn seinerseits die Leiche genau zu untersnchen. Besondere Aufmerksamkeit wandte er den Klei. duugsstückeu zu, von welchen er jedes einzelne Stück genau prüfte. Er kniete dabei auf der Erde und war so vertieft in feine Beschäftigung, daß er nichts von der Bewegung merkte, welche die Herren hinter ihm ergriff. Einer der Detektive am Hanpttor hatte nämlich dein Untersuchuugsrichter eiue Meldung gemacht, woraus Scheidewein sich nach dem Tor begab und uach wenigen Minuten mit einer schlanken, schwarzgekleideten Dame am Arm zurückkehrte. Es war Hermine Florns. Ihren verzweifelten Bitten, sie nnr einen Blick auf den toten Geliebten machen zn lassen, hatte er nichl widersteheil können. Bleich, hoch aufgerichtet und unendlich rührend in ihrer durch düsteren Gram noch geadelten Schönheit, schritt Hermine am Arm des Untersuchungsrichters hin. Ehrfurchtsvoll machten die Herren ihr Platz, „ach. dem Scheidewein dem Staatsanwalt zugeflüstert hatte: „Die Braut des unglücklichen Toten. Ich tonnte ihre Bitte nicht abschlagen, nnd wenn jemand imstande ist, noch ein Zeugnis für die Identität des Ermordeten ab» zugeben, so ist es Fräulein Florns." Herbert hatte sich ehrlich Mühe gegeben, sie von diesem Schritt zurückzuhalteu, nnt> schließlich erklärt, sie nicht begleiten zu wollen. Er hoffte dadurch, die Sache unmöglich zu machen, uud wirklich schien Hermine gestern abends ihren Plan aufgegeben zu haben. Daß sie Herbert indessen nur durch scheinbare Nachgiebigkeit hatte täuschen wolleu, bewies nnn ihr Hiersein. Nun stand sie am Rande der offenen Grube, die bisher ihres LiebstcnGrab gewesen war. Ihr angstvoller Blick suchte voll Granen ... Wenige Schritte entfernt kniete Hempel, noch im» mer in die Untersuchung der Kleidungsstücke vertieft, am Boden und dicht neben ihm — ein Zittern lief durch Hcrminens Leib und ihre Hand preßte sich krampfhaft auf deu Arm des erschütlerlen Untersuchungsrichters — dicht neben ihm, von einem Tuche halb bedeckt, lag er — Ja, er war es! Fassuugslos starrte Hermine nieder auf den schwarze», etwas krausen Spitzbart, das Haar, über das ihre liebende Hand so oft beruhigend geglitten nnr, wenn aus der weißen Stirn darunter düstere Schatten lagerten ... Silas Hempcl erhob sich soeben mit stolzem, be» friedigtem Lächeln ans seiner knienden Stellung, als hinter ihm Hcrmine Florus mit dem herzerreißenden Schrei: „Gabriel — mein Gabriel!.." besinnungslos zu Vodeu stürzte. Blitzschnell wandle er sich um, und Scheidewein einen vorwurfsvollen Blick zuwerfend, rief Hempel anßer sich: „Wie konnten Sie sie hereinlassen!" Welcher Wahn» sinn! Sie kann den Tod davon haben ..." Damit half er dem verwirrten Untersuchungsrichter, der nun selbst bedanerte, Herminens Bitten nachgege» ben zu haben, die Ohmächtige forlzuschasfeu. Als die beiden Herreu mit ihrer Last das Gittertor erreichten, stürzte ihnen Fernkorn erregt entgegen. „Also doch! Mein Gott!" „Warum haben Sie sie nicht zurückgehalten?" schnauzte ihn Hempel au. „Nun haben wir die Bescherung!" „Ich lam zu spät. Sie war schon sort, gestern abend noch versprach sie mir." „Schon gut. Besorgen Sie nun rasch einen Wogen. Sie darf sich unbedingt nicht an diesem Ort wieder« finden, wenn sie die Augen aufschlägt." (Forts, folgt.) Laibacher Zeitung Nr. A;7. 2169 18. Oktober 1910. vorzuziehen. Ich kenne mehrere Fälle, »vo jnnge Männer, die sehr junge Frauen heirateten, die sie von ganzeni Herzen liebten, trotzdem ihre ehelichen Surfen älteren Granen ihrer Bekalintschast anvertrauten. Deshalb rate ich: Verheiratet ench mit einer bedeutend älteren Fran, wenn ihr glücklich werden wollt. Nimm keine Frau mit zu großem Hang znm gesellschaftlichen Leben, damit dein Haus nicht ein Mittelding zwischen einem Museum und einem Gasthof wird. Nimm auch leine Frau, die einen übertriebenen Hang znr Reinlichkeit hat. Bist du Hotelbesitzer oder Arbeitsmann, so «nag es für dich vielleicht von Vorteil sein, das; deine Frau an der Nein-lichkeitsmanie leidet, aber gibst dn dich znm Neispiel mit Literatnr ab, so wirst du bald des furtwährenden Neinmachens, Pntzens und Ordnens deines Arbeits-zimmers überdrüssig werden. Also — die Frau, die dn wählen sollst, muß so häßlich wie möglich, ebenso alt oder älter sein als du selbst, ohne gesellschaftliche Talente und ihrer leblosen Umgebung gegenüber vei> haltnismäßig gleichgültig sein. Natürlich wird sich kein junger Mann finden, der meine Ratschläge befolgt." — Mue Vhe nach dem Tode.j Tie Vermählung zweier tuter Liebender wird ans der japanischem Stadt Ehisuoka gemeldet. Das junge Paar, das von heißer Liebe zueinander ergriffen »uar, suchte die Einwilligung der beiderseitigen Eltern zn seiner Verbindung zu gewinnen. Aus irgend welchen Gründen versagten die Eltern des Mädchens ihre Znstimmung, und das Paar mit den gebrochenen Herzen beschloß zu sterben. Die beiden nahmen ein Vout und fnhren anfs Me^r hinaus. In einiger Entfernung vom Ufer banden sie sich mit Stricken zusammen und stürzten sich gemeinsam in die See. Am fulgenden Tage, als das Paar zu Hause vermißt wurde, kam die Sache an die Polizei. Die Lcicl^n der jungen Liebenden wurden ans Land getrieben und nach der offiziellen Untersuchung den Eltern ausgeliefert. Als der Bürgermeister der Stadt die Tragödie erfuhr, war er su gerührt, daß er die beranbten Eltern vor sich rufen ließ und ihnen vorschlug, ans daß die Abgeschiedener, in der anderen Welt vereint ihr Dasein verbringen möchten, die Huchzeiisfeierlichkeiteu über den beiden Leichnamen vollziehen zu lasfen. Die Ellern waren einverstanden nnd die Training wnrde in aller Form vollzogen, sogar die pflichtmäßigen Geschenke wnr-den zwischen den beiden Familien ausgetauscht. — Mn unheimlicher Gast im Luftballon.j Die in Padua erscheinende „Liberta" erzählt ein unheimlich» humoristisches Abenteuer des englischen Luftschiffers Greeu. Green nahm eines Tages einen Engländer als Fahrgast bei einem Aufsliege mit. Als der Ballon etwa 1200 Meter huch schwebte, zog sein Gefährte plötzlich, ein großes Messer heraus und schickte sich an, die Taue, die die Guudel am Ballon hielten, dnrchznschneiden und nur mit Gewalt konnte ihn Green hindern, seine Absichten auszuführen. Noch mehr wurde Green be< nnruhigt, als fein Fahrgast nun Miene machte, über Bord zn springen, denn das hätte außer dessen Tod für ihn selber gefährliche Folgen gehabt' infolge der plötz. lichen Erleichterung nm etwa 70 Kilogramm wäre der Ballon mit grußer Geschwindigkeit in die Höhe geschnellt. Sobald Green bemerkte, daß er es offenbar mit einem! Wahnsinnigen zu tun hätte, packte er diesen bei seiner schwächsten Seite- er stellte ihm vor, wenn er durchaus sterben wolle, sei es doch angenehmer, zu zweien zu sterben, und versprach ihm, höher aufzusteigen, um einen recht prächtigen Absturz bewerkstelligen zn kön» ncn. Damit war der wahnsinnige Fahrgast einverstanden. Green zug natürlich am Ventil nnd der Wahn» sinnige merkte erst, als der Vallun schon an der Erde war, was geschehen sei. Green rechnete darauf, der Wahnsinnige würde nun wütend über ihn herfallen. Der ging ciber feelenruhig, als ob alles in Ordnung sei, davon. — Wn Rekord von goldenen Hochzeiten.) In dem Städtchen Norbeegue bei' Hazebroul in Französisch. Flandern feierten diesertage nicht weniger als zwölf Ehepaare ihre goldene Hochzeit. Ein Paar in diesem !rltenen Dutzend hat allerdings erst 49 Jahre ehelichen "lucks hinter sich, doch da ein anderes Paar unter den Mlf sich befindet, das bereits 56 Jahre Hymens Asseln getragen hat, nahm man das nuch nicht ganz «reife" Goldbranlpaar schun deshalb mit aus, um das putzend vull zu machen. Der Gemeinderal von Nur. uecqe, das etwa 3000 Einwohner zählt, hatte sich er-roten, ix>„ (^i^, Nrmilleulen zu Ehren ein großes "antctt auszurichten. An diesem Festmahl dürfte sich ^ li"' dcn Nachkommen der Jubelpaare auch deren ganze ^/'"""dtschasl beteiligen. Die Gesamtzahl der Jahre, i«;ahre junger. Dio Zunft erstattete auf kreisämtliche Aufforderung folgenden Bericht an die Werbebezirks. Herrschast in Neumarktl: Von den hiesigen Lederern lverden schwarze und weihe truckene Kalbselle, schwarze und weiße Schafselle, ^cynuerte Schasselle, Geißfclle und Kuhhäute von bei-laujlg 16 Notgerbermeistern, Pfundleder und Stiefel» schäste hingegen nur von 3 Meistern nach mitsolgenden« Muslern erzeug!, welche zum Teile nach Trieft an die, dortige Kansmannschast, znm Teil nach Kärnten nnd Graz an Spekulanten zur weiteren Versendung, ins Ausland nach Italien oder zum inländischen Konsum für Schuhinacherarbeit geliefert werden. Nach Triest wurden pro Jahr durchschnittlich versendet rnnd 200 Zentner Psnndleder, 500 Bnschen (Vu-scheu ^- 10 Stück) Kalbfelle, 500 Büschen Schaffelle und 500 Stück Ziegcnfelle, nach Kärnten und Graz aber bei 2000 Vnschen Kalbfelle, zirka 3000 Bnfchen Schaffelle und etwa 500 Stück Kuhhäute. Die Preise belieseu sich durchschnittlich sür den Zentner Psundleder anf 130 Gulden, für den Büschen Kalblcder auf 30—60 Guldeu, für den Vnfchen Schaf, leder auf 15—20 Gulden, für den Vnfchen Ziegenleder auf 15—30 Gulden nnd für 1 Kuhhant 15—22 Gulden. Die starken Schwankungen erkläreil sich ans den verschiedenen Qnantitäten; man unterschied nämlich eine geringe, mittlere uud eine bessere Sorte. Am ausführlichsten ist der dritte Ausweis gehalten. Darin ist die Rede von einer Hemmung des Handels, die nnr durch die Kriegswirren am Ansgange des 18. Jahrhunderts verursacht wurden sein konnte. Die Znnslvursteher berichten, daß von 18 Meistern schwarze und weiße trockene Kalbfelle, weiße nnd schwarze Schaf-selle, Ziegeufelle, geplanlle schwarze Kuhhäute und weißr geplankte, dann schwarz zugerichtete geschmierte sowie auch rute Kuhhäute erzeugt werden, Psundleder nud Stiefelschäfte jeduch nur von 3 Meistern. Im Berichts-jähre waren l5 Werkstätten im Betriebe, die Zahl der Meisler belief sich aus insgesamt l8. Die Znnfl zullt den Bemühungen des Kaisers nm „die Aufrechterhaltung der Manufakturen und Belebung der Nationalindustrie" vollste Anerkennung und meint, „nachdem nicht die Vermehrung der Werkstätten, sundern nur die gute Bearbeitung der Mannsallnren das Mittel zur Beförderung des Absatzeö lind znm Flur einer Manufaktur wesentlich nulwendig ist, daß bei fchon bestehenden 18 Meisterschaften eine Vermehrung derselben, viel weniger aber der Werkstätten nmso minder ratsam wäre, weil schon izt 3 Werkstätten leer stehen nnd nicht bearbeitet werden können". Das jährliche Erzeuguugsquantum wird wie folgt angegeben: Schwarz zugerichtete und weiße trockene Kalbfelle..........1230 Bnschen, weiße nnd schwarze Schaffelle, ge- schmierte Schasselle......2520 Geißfelle..........740 Kuhhäute von allen Sorten .... 635 Stück, nnd endlich Pfundleder.....250 Zentner. „Und würden", fährt der Bericht fort, „nuch mehr erzeugt werden tönneu, wenn nicht Mangel an arbeitenden Händen das Hindernis wäre, weil sich die jungen ^ Leute, da sie bei dem Mauufakturweseu keine Besreiuug vun der Mililärstellung genießeil, sich also durch leinen Vorteil gereizt finden, dem beschwerlichen, strapaziösen Handwerk der Rotgerber nicht widmen »vollen nnd lieber leichtere, mit mehr Ezzcmptiunen und Bequemlichkeiten verbundene Nahrnngswege suchen' daher wohl auch der Mangel an Händen nicht »venig zum Stillstand dreier hierorliger Werlslätte beiträgt. Die Preise des Leders waren vur der gegenwärtigen Hemmung des Kommerzes für den Zentner Pfundleder .... 130 Gulden, für den Büschen Kalbfelle.....50 für den Büschen Schasselle insgemein . l8 „ für den Bnschen Geißselle.....25 „ für das Stück Knhhanl......20 nnd zwar für das In» als Ansland gleich." Leider erfahren wir nicht auch, um »vie viel die Preise infolge oer allgemein nngünstigen wirtschaftlichen Lage znrückgesnuken waren. Schließlich bemerkl die Zunft nur noch, „daß es gewiß für jeden Mannsalluri-sten erwünscht sein muß, wenn die seit einer Zeit eingetretene Hemmung der Geschäfte nicht länger dauern möchte, weil bei dem nach und nach eintreten dürfenden Mangel des Absatzes eine vollkommene Stockung des Verkehrs und Nahrungslusigkeit allerdings sehr zu befürchten sein muß." Das klingt freilich nicht sonderlich huffnnngsfroh. Nicht uhne besundere Absicht hatten die biederen Meister ihre Lage in so düsteren Farben geinalt - sie hofften dadurch die Kriegssteuer auf ein Minimnm herabzndrük-ken, duch die Obrigkeit ließ sich nicht tänschen. Wie, wenlg Glauben sie den Angaben schenkte, erhellt ans folgender Zuschrift des Andreas Daniel Iaburnig vun Alten-fels, Pächters nnd Nezirkslommisfärs in Nenmarlll, an die Zunftvurstehung: „Da die Nuhalterey bei Revidierung der Krigssteuer Faßion dieses Handwerchs An» stände und allzngcringe Krigsbcistener.Erklärungen dem hohen k. k. I. Ö^ Gnbernio vorgelegt, ist der Auftrag ergangen, daß, so fehrne diefe Handwerch sich nicht mit einem anftcndigcn, angemeßenen nnd annehmbahren Pansch Quantum zur Krigsbcisteuer erklären dörffte, hirnber alsogleich das Prutoeollnm aufzunehmen und an das löbl. Kreisaml znr Weilern Beserderung cinzu» schicken seye. > Welcher Anslrag daherr ihiue Leorcrhaudwerch nnt , deme erinert wird, daß dasselbe binnen 24 Stunden sogewis Ihre mit ihren Handwerchs Verdinsl ange» meßeile nnd aimchmbahre Krigsbeifteuer Faßion ein» reicheil soll, als in widrigen das Protocullnm von Meister zu Meister ausgenohmeu n. an die weitere hohe Behörde eingereicht werden sull." (12. Juni 1789.) Am 8/August 179! bestätigt dann der Pächter, daß „das ehrsame Handwerch in Neumarktl die Krigs« steuer d,' 4to ^ciK^ lioinniuni mit 60 Gulden pro 1790 baar und richtig bezahlt habe." In der Folge scheinen die vaterländischen Gefühle der Ledrrer lebendiger gewurden zu seiu, denn die k. k. Kauieral-Schulddeufundslasse bestätigt am 25. Februar 1793, daß vun der Ledererzunst zn Nermarktl „aus gutem Herzen und patriutischer Zuneigung freiwillig" ein Kriegsstcnerbeitrag vun 54 Gulden geleistet wor» den ist. War also in dieser Richtung eine merkliche Sinnes» änderung wahrzunehmen, sv muß anderseits festgestellt werden, daß die Meister um su unuachgiebiger auf dem einmal eingenuiuuienen Ctnndpunkle beharrien, daß keine nene Werkstätten errichtet werde» dürfen. Josef Pullak mußte eiuen jahrelangen, zähen Kampf süh-ren, ehe er mit seinem Ansuchen, eine neue Lederer» stube erüfsuen zu dürfen, gegen den Willen der Zunft durchdrang. Die Einwendungen der letzteren bewirkten anfänglich dnrchwegs abweisende Entscheidungen aller Instanzen mit der stets wiederkehrenden Begründung, daß er sPollak) seine Werkstatt samt dem Gewerbe ver» lanft habe und sich mit „Überkummung einer neuer« liehen Gerechtsame" nicht answeisen könne. Pollak ließ sich durch diese Mißerfolge nicht ent» mutigen; mit schlagenden Beweisen widerlegte er alle Einwendungen der Znnft, so daß schließlich seinem Ge» suche stattgegeben wurde. AIs die Zunft dagegen den Rekurs ergriff, entschied das Kreisamt in Laibach unter dem 27. Juli 1808: Die Einwendnngen der Zunft, daß iu Neumarkil ohnehin schun 15 Ledrer bestehen, welche nur sür den inneren Bedarf zn arbeiten haben, und daß die Aufstellung einer neuen Werkstatt den. Hulzmangel uur noch vermehre, werden schon dadurch hinfällig, daß besagter Pollak ein wirklicher Meister ist, daß dermalen in Neumarktl statt der vurhinigen 18 nur 15 Ledrermeister bestehen, welche viel Leder auch, für Kärnten erzengen und daß die Ledrerei unter die hulzverzehrenden Professionen nicht gerechnet werden kann. So endete also dieser mit beispielloser Hartnäckig, keit geführte Kampf mit einem vollständigen Siege Pollaks. Auch innerhalb der Znnst selbst ward der Friede nicht selten durch Neid und Scheelsucht getrübt. Ein be» sonders drastisches Beispiel von Geschäftsneid möge hier Platz finden: Dem Meister Josef Mally war im Jahre 1799 die Lieferung von 1500 Stück Fellen für die k. k. Monlurkummissiun zugesprochen wurden. Da er nicht gewillt war, seine Mitmeister daran partizipieren zu lassen, machten diese selbst ein Angebot. Sie erinnerten darin an den Vorgang znr Zeit des preußischen Krieges; damals se! die ganze Znnft mit der Lieferung bedacht worden. Auch jetzt lind künftighin seien sie bereit, die Kommission luit Leder zu versehen. Um zn zeigen, oaß die Ledrerznuft „gut denket", liefere sie jedes Fell um einen Kreuzer „leichter oder Wohlseiler" als Josef Mally. Ob die Munturkommission das Angebot akzeptiert hat oder nicht, konnte nicht ermittelt werden. (Schluß folgt.) — lSnnttionierte Lllndiasssgcsehe.) Mau meldet nns aus Wien: Der vom Krainer Landtage beschlossene Entwurf des Gesetzes, »vomit einige Bestimmungen der Gemeindeordnnug für die Landeshauptstadt Laibach ab» geändert nnd ergänzt werden sowie eine nene Gemeinde. Wahlordnung erlassen wird, ferner der Entwurs des Gesetzes, womit einige Neslimlnnngen der Gemeindeoro« nung und der Gemeindewahlordunng sür das Herzug» tnm Krain von« 17. Februar 1866 außer Kraft gesetzt oder abgeändert werden, haben die Allerhöchste Sanktion erhalten. — Militärische Vclobunq.j Das Landwehrlom» mandu hat dem Oberleutnant Eugen Vreganl, dem Korpural Iuses P I e sch ga l t e r n i g, den« Gefreiten Andreas K o ch sowie den Infanteristen Martin R a n p, Leupuld G e y e r , Otto T omaschitz , Julius Nes -sel, sämtliche vom Stande des Landwehrinfaulerieregi» ments Klagensnrt Nr. 4, für die bei der Bergung der Leiche des beim Edelweißsnchen vum Eellankufei ab-gestürzten Jägers Lndwig Preiß des Feldjägerbatall-luns Nr. 9 an den Tag gelegte Unerfchrockenheil, Aus-daner und Gcschicklichkeit die belobende Anerkennung ausgesprochen. — lDas Provinzialnt) der krainischen Franzis» lauerordenspruvinz vom Heil. Kreuze, welches in Lai-bach amtierte, ist in das Kloster zu Stein verlegt worden, »veil der am 7. September l. I. nem^wählte Provinzial Pater Angelus Mleinil dafcll's« wlchnl. Üaibncher Zeitung Nr. 287. 2170 18. Oktober 1KI0. — sDctorierung des Generalstabschefs.j Gestern wurde Herr Hauplmann Alfred P l> r t sch e r , Generalslabschef der 28. Infanterietrnppendivision, in der Kanzlei des Divisionstommandos in« Beisein sämtlicher Herren des Divisiouslommandos nnd der Divisions' inteudauz dnrch Seine Exzellenz den Herrn Feld-inarschall-Lentnant Lndw. Matuschta mit deui lhln Allerhöchst verliehenen Militärverdienstkreuze dekoriert. — sDas Sommerpostamt Seebad Sistiana) ist mit 15. d. M. geschlossen ivorden. " sVereinswescn.) Das k. k. Landcsprnstdinm für Krain hat die Bildung der Vereine „Xnwlizko «1o-v ixolii lixcvntno u^1.j^^n li:,i-<>(lll" mit dem Sitze in Laibach, „Dent° scher Thealerverein in Gottschee" nnd des Zlveigvereincs „I'or v l^jub^uni 3t. 1" mit dem Sitze in Laibach znr i^enntnis genommen. —<'. — sVon der „Slovenska Matica".) Seine Er-zellenz der Banns von Kroatien, Nikola von Toma-^ic^, ist der „Slov. Malica" als gründendes Mitglied beigctreten. — 8krbee, Besitzer in Nadlesk, zn Gemeinderäten Johann Pijanecti, Besitzer in Kozar^-e, Michael Kandare, Besitzer in Dane, Johann Trnden, Besitzer in Stari Trg, Johann Kvaternil, Besitzer in Kniarata, Johann kepec, Besitzer in Gor. Iezero, Mal-thias M^i5, Besitzer in Oblo<-i<-e, Max Najee, Ober» lehrer in Iga Vas, Franz Gregors, Besitzer in Nadlest, Franz Ausee, Besitzer in Pudob, nnd Johann Haee, Besitzer in Podeerkev. — sSteinwürfe gegen einen Gendarmen.) A»n 15. d. M. UN! Mitternacht beanständeten ein patrouillie-render Gendarm nnd der Gemeindevorsteher Johann Iapelj in Iggdorf lnehrere Burschen wegen nächtlicher Rnheftörnng. Hierauf begaben sie sich in das Haus des Gemeindevorstehers. Als der Gendarm nnd Iapelj am Tische saßen, flog Plötzlich ein ziemlich großer Stein dnrchs Fenster nnd prallte an einem Kasten jähriger Taglöhner aus Böhmen durch ciuen Sicherheilswachmcmu in Haft genommen. — Gegen Mitternacht fand anf der Poljana-straße ein Rauferzeß zwischen drei betrunkenen Arbei» tern statt. Sie wurden, da sie dem Sicherheilsurgane uicht Folge leisten wollten, verhastet. — Nach Mitter, nacht provozierte auf der Wiener Straße ein Maurer einen solchen Exzeß, daß sich eiu Sicherheitswachmcmn bemüßigt sah, ihn in den Kolter abzuführen. — Gegen Morgen erstattete ein Knecht eiuem Sicherheitswäch. manne die Anzeige, daß ihm eine Frauensperson ein Geldtäschchen nut 24 X ans der Rocktasche entwendet hatte. Das Kriminalevidenzbureau stellte fest, daß das latverdächtige Mädchen mit der schon zehnmal wegen Diebereien abgestraften 35jährigen Näherin Maria Lannegger ans Pletrovii^ in Unlersleiermark identisch sein durfte. Die Diebin, welche vom Bezirksgerichte wegen Betruges verfolgt ist, wnrde bald hernach durch eiueu Sicherheitswachmann verhaftet. — Beim Tages-grauen verhafteten zwei Sicherheitswachmäuuer auf dem Jakubskai eiueu 55jährigeu Asphaltarbeiter aus Böh° meu, der kurz vorher in einem Kaffeehause au einen Tischlergehilfen einen sträflichen Antrag gestellt hatte. Einige Verhaftete wurden dein Gerichte übergeben. — ^Verhaftungen.) Der 22 Jahre alle, nach Dol, Bezirk Luitsch, zuständige uud beschäftignngslosc Tag-löhner Johann Trobie' ist verdächtig, in letzter Zeit eine Reihe von kleineren Diebstählen in Vreznica, Le° dinc und Idria verübt zu haben. Er wurde deshalb arretiert nnd dem Bezirksgerichte in Idria eingeliefert. X. — Mu unrichtiges Versteck.) Ein Bäcker in der Stadt hatte sich in der Hanslanln' ein Loch ausgesucht, worin er einen kleinen Sparpseuuig von Ml» !< ver-steckte. Sein Pfiffiger Lehrling machte einmal dieses Versteck ausfindig und nahm das Geld an sich. Danu flüchtete er sich in seine Heimat, ließ aber einen Zettel zurück, worin er seinem Meister mitteilte, er habe ciucn Selbstmord verübt. Der Polizei gelang es, seinen jetzi-gen Aufenthalt auszuforschen. — lMf die Straße geseht.) Im Gasthause des Joses Vabnik iu Fuxine geriet dicsertage der Schnei» der Franz Slrni^a aus Mariafeld mit dem 52 Jahre allen Knecht Johann ^u^tar^ einer geringfügigen Ursache wegen in Streit. Hicbei setzte Striii^a den ^u^tar^i<' so unsanft auf die Straße, daß dieser fiel »nd sich eine schwere Verletzung des rechten Beines zuzog. ' 7!. " Mnen Gaskaudelaber zertrümmert.) Sonnlag nachts haben einige Erzedenlen ans der Wiener Straße einen Gaskandelaber dnrch Sleinwiirfe zertrümmert. — u b i e, zahlreicher höherer Beamten und öffentlicher Funktionäre uud einer vielköpfigen Elitebesncherschaft ans sonstigen privaten Gesellschaftskreisen unserer Stadt die Eröffnung der Jubiläumsansstellung zu Ehren des achtzigsten Gebnrtsfestes Seiner Majestät des Kai» sers statt. Die Ausstellung soll in den in einer An-zahl von zirka dreihundert Stücken znr Ausstellung ge» langten Werken ausschließlich heimischer Maler dem Besucher eiueu in großen Zügen entworfenen Überblick dessen bieten, was der heimische Genius auf dem Ge» biete der Malerkuuft iu deu letzten achtzig Jahren, so» mit vom Jahre 1830 bis hente, geschaffen hat. Die Sammlung ist das Ergebnis der überaus mühevollen und wegen der verhältnismäßig knrzen Zeit, die den 'Sammlern zu Gebote stand, buchstäblich rastlosen Laibacher Zeitung Nr. 237 2171 18. Oktober 19W. Biencnarbeit, die sich dor akademisch» Maler Herr Nichard Iakopi 6 im Vereine mit mehreren befreun. dcten heimischen Künstlern zu dem Zwecke zur Aufgabe gestellt hatte, nm der fünften in seiner Kunsthalle tagen» den Ausstellung, deren Eröffnung in den Jubiläums, monat Seiner Majestät des Baisers fallen sollte, ebenso» sehr ein Gepräge weihevoller Huldigung gegenüber unserem Herrscherthrone wie den Charakter einer hist»' risch festlichen Revue über das während der bisherigen Lebensdauer unseres Monarchen in unserer engeren Heimat zustande gebrachte Kunslschassen z» verleihen. Die Sammlung erstreckt sich ans Kunftschöpfungeii von Meistern, die im bezeichneten Zeitraume in nnsercr engeren Heimal gewirkt haben, ohne Rücksicht auf ihre Nationalität, und umfaßt folgende vier Hauplperioden: Schöpfungen des Klassizismus, aus der Epoche der Dreißigerjahre des verflossenen Jahrhunderts stammend, wo der Barockstil aufhörte und die klassische Richtung mit Matthäus Langns in unseren Landen einsehe; Schöpfungen des R umantizis m u s , reichend vis in die Ächlzigerjahre. Arbeiten, die der Epoche des Realismn s augehören, bis ans Ende des neunzehn, ten Jahrhunderts reicheud, und endlich Werte der modernen Richtung, speziell des Impressionis m u s , aus dem ersten Dezennium unseres Iahrhundertes. Die Ausstellung ist geschmackvoll arrangiert und nmfaßl fünf Ausstellungsräume, zu denen in Kürze nach Perfizie» rung noch einiger kleinen letzten Arbeiten am Riesen» material sich noch ein sechster Naum gesellen wird. Der Eingang in die Ausstellung führt nns unmittelbar in den Hauptsaal, von dessen Stirnseite her uns die weiße Kaiserbüste, ein lni l»x! angefertigtes Skulptnrwerk des jugendlichen Künstlers Vizjak, umgeben von reichem Vlallpslanzenfchmuck und flankiert von grünen Lorbcer-kränzen mit den stilvoll ausgeführten Kaiscrinilialen lind Iubeljahreszahlen enlgegeuschimmerl. Der Hanplsaal umfaßt Arbeiten des Klassizismus, von Langus uud seinen Mitgängern, von .Karinger, Globoc-nik, Mbe, ^ubic u. a.' und iveist Porträiistisches und Szenisches auf. Der rückwärts vom Eingangsfaale gelegene Nanm bildet eine kleine Extraableilung, lvorin kleiilere, nied° liehe Arbeiten verschiedener Kunstrichtungen zur Auf. ftellung gelangt sind, namentlich von Johann Wols, den beiden >5,ubic, der Gräfin Auersperg u. a.' auch fehlen nicht Werke einiger neuerer Meister, »vie Slöhr, Weruer, Vavooti<"- u. a. Nebel, Porträts findet sich in der Extraabteilung Landschaft und Etillcben vor. Links vom Eingangssaale befindet fich ein großer, in zwei Sondcrhälflen geteilter Ranm. Die erste Hälfte ist durch eine reiche Sammlung graphischer Schüpsuugen, Skizzen und Zeichnungen der Brüder ^ubic und des Malers Kurz von Goldenstein gekennzeichnet. Hier be» findet sich auch eiue zweite Skulptur, eine Simon Gregore-Büste, gleichfalls ein Werk des bereits er-wähnten Künstlers Vizjak, ferner einige passende Öl-gcmälde von Karinger und Eduard Wolf. In der Ausstellung sind noch einige Skulpturen zn sehen. Der Zweite Ranm bietet in der Froutalansicht das große Altarbild Cyrill nnd Method von Georg knbic, dazu eine Reihe von Ölgenlälden, Fignralstucke der alten Schule, angefangen von Langns, dessen Autoporträl, Heiligenbilder und dergl. wir hier neben Schöpfuugeu von Wissiak, Eduard Wolf, Grilc u. a. antreffen. Ins-besondere ^ind noch Stephan 8ubic, der Vater der Fa» nnlie ^ubic, Künel, Roblck uud Gosar zu erwähnen. Rechts vom großen Saale hat die moderne Richtung ihre Schöpfungen postiert. Hier wechselt Fignralistil mit Landschaft und unfere bekannten Künstler Iama, Gro-har, Jalopy', ^mitek, Sternen, Vavpotn-, Magoli<'', Mysz und einige jüngere Kräfte treten uns hier ent-A'gen. Die Frontseite zeigt eine große impressionistische Arbeit von Iakopi5, das Szenenbild „Märchen" betitelt. In der Mitte ist die große Skulptur „Familieudrama" von Vernecker aufgestellt. Eine interessante Holzslulplur von 5s dem Ernste des Lebens hervorblitzt und der dar-t"' ^frcleud und erhebend wirkt. Vom Grafen handelt An ^l'^ Stück, der durch die Heirat mit der reichen l! < -^""'"' sich ""d sciue Familie sanieren soll. Im' ^''"Hchied von ähnlichen Fällen, die sich auf der Bühne oer Adirllichkril abspielen, wird die Gesuchte tatsächlich gesunden, und zwar dergestalt, daß ernste Neigung die herzen aneinander bindet, wobei die Millionen der 5"larprlnzessm eine ja immerhin nnverächlliche Zugabe btloen. Bereits im ersten Alte haben sich der flotte Hu'arenleulnant und die schwerreiche Mabel Parker glücklich geeint und man fragt sich, wo der Stoff zur Ausspinnung eines ganzen Stückes herkommen soll. Der hlezu erforderliche Konflikt wird heransgcholt aus dem merkwürdig zahmen Widerspruch der feudalen Verwand, ten gegen diese unsendale Verbindung und aus den, Zweifei, der in der Seele der Miß ivachgerufcn wird, ob ihr Bräutigam sie lediglich aus Geldspetulalion Ye,ratc. Zum berechtigten Entsetzen des Verwandten-kreises tanzt die Amerikanerin ohne Veranlassung beim Verlobungsfest Cake walt, ein häßliches Intermezzo in der sonst einheitlichen Eharaklerzeichnnng. Im dritten Akt wird nns dann eine Art sittliche Länternng der amerikanischen Exbraut gezeigt. Sie findet sich schließ» lich darein, trotz der mitgebrachten Millionen, eine schlichte dentsche Soldatenfrau zu werden und ihre ame» rikauischeu Ladyansprüche aus ein vernünftiges Maß herabzuschraubcn. Der Bräutigam dagegen bringt auch seinerseits den Beweis, daß er auch ohne das Geld sei» ner künftigen Frau auf eigenen Füßen zu stehen vermag, so daß der Nnnd schließlich von zwei Menschen geschloffen werden kann, die sich innerlich für ihn reif nnd würdig gezeigt haben. In einer Parallelverlobung, u> welcher drr amerikanische Selfmademan sich die schlichle, tüchtige deutsche Braut erobert, führt der Verfasser den» selben Gedanken in anderer Form vor, nämlich, daß sich — wie beim System der Austanschprofesforen — amerikanisches nnd deutsches Wesen ergänzen nnd ge» genseitig beeinflussen müsse. Thaddi (Roosevelt), dessen imponierende Gestalt wiederholt beschworen wird, gibt seinen Segen. — Es ist ja kein literarisches Meister, werk, aber ein durchsonntes Stückchen Leben, was lins geboten wird. Die Darstellung wurde dnrchgehends der dankbaren Ausgabe gerecht. Herr Max, Weydner bot einen prächtigen aristokratischen Offizier, der anch in seiner Seele aristokratisch ist. Wiederholl'hatten wir die Empfindung, daß das auch auf einer erstklassigen Bühne nicht anders gespielt werden könne. Dasselbe möchten wir anch von den anderen führenden Rollen sagen. Tie Mabel Parker von Fränlein Selbing war nach Erscheinnng, Toilette nnd Spiel vornehm und echt und kaum als Provinzleistung zu werten. Nach unseren« Ge> schmack wäre vielleicht etwas weniger Beweglichkeit oes biegsamen Körpers zu wünschen. Es ist schwer, alles Gute einzeln aufzuzähleu. Famos tvar der Bob Wurster des Herrn M rasch ner. Den englisch-deutschen Dia» lekl vermochte er freilich ebensowenig herauszubringeil wie seine Cousine, sonst aber war die Gestall merk. würdig echt. Der alte Graf Erossen des Herrn Hans W i n t e r b e r g war ja die routiuierte Leistung eines tüchtigen Komilers, die Eigenart des nurddeuts ch e n Aristokraten war aber kaum in eine m Zuge getroffen, das war zuviel österreichisches Blut. Öfters fragten wir uns, ob das Stück in Belgrad spiele statt in Berlin. Es bezieht sich das ans die beiden Leutnants, die nns die Herren P i st o n und H e l m e r vorführten, die sich als preußische Leutnants ebenso erstaunlich ausnahmen, wie der Wachtmeister des Herrn W a I In e r. Bei den Prenßen findet sich etwas mehr Schneidigleit und Hal» tung. Selbst dem drolligen vollsasligen Burschen Peter dcs Herrn Spiegel, der wie immer sehr gefiel, möch» ten wir diese Ausstellung nicht ersparen. Der preu» ßische Husar trägt z. B. kurz geschorenes Haar, wird auch beim höchsten Familienfest im Grafenschloß nicht in der Trilchjacke erfcheinen. Bedeutendere Aufgaben halten noch übernommen die Frl. L ü tz o w als Nelly von Erossen, Vcrta Hettler als Schwester des alten Grasen, Lotte Stelzer als seine Nichte, Wilhelm H e i m als Bräutigam der Nichte, Frl. Lilly von A ft e n als Kadett, die Herren V e r k und E z e r n i tz als Exzellenz und Rittmeister, die Damen Save und C z e r » n i tz als Tanten. Das Zusammenspiel war flott, die Stimmung d'es fehr gnt befehlen Hanfes eine Vorzug-liche, was sich in lebhaftem Beifall äußerte. Die Theatersaisou hat unter den glücklichsteil Auzeicheu be» gönnen nnd wir versprechen uns, nach den Eingangs» Vorstellungen zu schließen, von dem Kommenden das Beste. ' 1'. — sKonzcrt Jörn.) Für den Donnerstag, den 20. d. M. in der Tonhalle statt sindenden Lieder« und Arienabend des Hof. nnd Kammerfängers Karl Jörn gibt sich begreiflicherweise lebhaftes Interesse knnd. Da der Vorverlanf der Eintrittskarten schon jetzt änßerst rege ist, empfiehlt es sich für Vefncher, die solche noch nicht besitzen, sich rasch die noch wenigen guten Plätze zn sichern. — Vorverkauf in Nichard Drischels Buchhandlung. — l„Der Merkcr"j eröffnet feinen zweiten Iayr» gang mit einem besonders reichhaltigen Hefte, aus dessen Inhalt folgende Arbeiten besonders zn erwähnen sind: Osfener Brief an Felix von Weingarti'.er, von Ri> chard Specht. — Zur Verdeutschung der „Carmen", von R. Vatka. — Die Grenzen des Komponierbaren, von Julius Bittner. — Totentanz, von .Karl H a g e» >>l a n n. — Oberammergau, wie ich es sehe. Vou Ött^< E c n st. — Karl Hagcmann, von Arthu.- Nodn n z k y. — Das .Konzert. Novelle von Max M e l l. — Spruch, von Ludwig Spei del (Faksimile). — Kleine Kon-zerte,, von Max Brod. — Reichhaltige Rundschau, Wiener Theater, Berichte (französisches Mnsikfest, von Panl Stefan). — Vilderbeilageu: Kainz (nach der Ra° diernng von Ferdinand Schmntzer), Porträts von Karl Hagemanu, Theodor Streicher, Hektov Berlioz l,»:ach Kriehuver) — alle mit Faksimiles. — Musikbcilage: „Der Nacheu", von Theodor Streicher. — lPaPierblumcn. .Künstliche Vlumcn.) 2. Ansl. Eine Anleitung zu deren Anfertigung nebst Schnittmustern, mit zahlreichen Abbildungen, von Matth. Leonhardt, Preis Mark 1,80. Verlag von Otto Maier in Ravensbnrg. Ein überaus praktisches Büchlein in hochfeiner Gescheuksausstattung, nach dem jedermann, '. selbst ganz Ungeübte, die Hcrstelluug von Papierblumen erlernen kann. Die Auweisuug ist klar und dentlich nnd zahlreiche Bilder kommen dem Worte zu Hilfe. Ganz besonders praktisch sind zahlreiche Schnittmuster, welche in ganzen Buqen mit transparentem Papier beigegeben sind und die Herstellung sehr erleichtern. Wer die Herstellung von Papierblumen Zu erlernen wünscht, sann sich nichts besseres verschaffen als dieses elegante, nützliche Büchlein. Telegramme des k. k. Telegraphen-Korrespondenz-Bureaus. Dic Erkrankung des serbischen Kronprinzen. Velgrab, 17. Oktober. Über das von Professor Dr. Ehwostek um 5 Uhr früh abgehaltene Konsilium bei dem Kronprinzen Alezander wurde folgendes Bul-letin ausgegeben: Schlaf in der verflossenen Nacht wenig ruhig mit geringen Unterbrechungen; die Temperatur erhält sich zwischeu 39,3 lind 40 Grad Celsius, Puls W leicht dilrolisch. Gezeichuet Professor Dr. Ehwoslel. — Um 8 Uhr früh wurde folgendes Bulletin veröffent» licht: Der Patient befindet sich meist in einem Schlum-merzustand; er wacht leicht aus. Scnsorium uichl ganz llar. Temperatur 40 Grad, Puls 96, kräftig, etwas dikrolisch, Atmung oberflächlicher bis 30. In den Lnn» gen keine Veränderung. Belgrad, 17. Oktober. Professor Dr. Chwostek ist heule früh nach Wien wieder zurückgekehrt. Vor seiner Abreise besuchte er nochmals den Kronprinzen. Belgrad, !7. Oktober. ,Mampa" behauptet, daß Kronprinz Alexander schon vor seiner Abreise zu deu Manövern nach Ni5 ertrankt sei. Trotzdem habe er sich zu den Manövern begeben, wo dann die Krankheit star» l'er hervorgetreten sei. Die portugiesische Königsfamilic. Gibraltar, 16. Oktober. Königin-Witwe Marie Pia von Portugal begab sich heute nachmittags mit dem Herzog von Oporto an Bord des italienischen Kreuzers „Regina Elena", der nach Spezia in See ging. Die Königin-Witwe wird sich nach dem Schlosse San Rossore begeben, um dort den König und die Königin von Italien zu lrcsscu. Im weiteren Verlaufe des Nach. mittags schifften sich auch Köuig Manuel uud Königin« Mutler Ainalie aus der englischen Jacht „Victoria and Albert" ein, die Hieralls in See ging. Gibraltar, 17. Oktober. Dem König Mannet und der Königin-Mutter Amelie wurden bei ihrer Abreise volle königliche Ehrenbezeigungen geleistet. Ein schweres Grubcnnngliick. Herne (Westfalen), 17. Oktober. Um 1 Uhr 20 Min. nachmittags riß auf der Zeche „Shamrock", Schacht I, abermals das schon am Freitag bei der Kohlenförderung bereits gerissene Seil, welches nach der Wiederherstellung zur Förderung von Personen benutzt wurde. Die Körbe waren voll besetzt. Der ill die Tiefe gegangene Korb mit etwa 30 bis 35 Verglenlen dürfte tief im Sumpfe stecken und über das Schicksal dieser Bergleute läßt sich zur Zeit nichts Genaues feslstelleu' der andere Korb schnellte unter die Seilscheibe. Sämtliche Bergleute sind mehr oder weniger verletzt. Herne, 17. Oktober. Die Zccheverwaltnng teilt fol» gendes mit: Auf dem Schacht l der Zeche wurde heute gegen 1 Uhr 30 Minuten nachmittags ans noch unauf-geklärter Ursache bei der Seilfahrt der aufwärlsfahreude Korb gegen die Seilscheibe gefahren, während der nach unlen gehende Korb durch die unten verjüngten Spur» läppen unterhalb der dritten Sohle eingeklemmt wnrde. Bei dem Unglück büßten drei Bergleute ihr Leben ein. Außerdem wurden neun schwer verletzt und eine Auzcchl leicht verletzt. Der Ansstand der Eisenbahner in Frankreich. Paris, 17. Oktober. Ministerpräsident Briand be» richlete dem Präsidenten Falli^res, daß die Lage sich immer mehr und mehr normal gestalle. Aus der Nord-und auf der Westbahn sei eine bedeutende Besserung des Verkehrs zu bemerken, da die Zahl der Arbeitswilligen zunehme. Der Dienst in den Elektrizitälswcrken sei gesichert. Die Cholera. Budapest, 17. Oktober. Nach den dem Ministerium des Innern zugekommenen Berichten sind sechzehn choleraverdächtige Erkranknngen nnd sechs Todesfälle an Cholera vorgekommen. Belgrad, 17. Oktober. Ein Eisenbahnarbeiter ist an Cholera asialica erkrankt. Nom, 17. Oktober. In den letzten 24 Stunden wurden in Neapel sieben Erkrankungen nnd sechs Todes» fälle an Cholera, in der Provinz Neapel 29 Erkran» kungen und 12 Todesfälle festgestellt. Konstantinopel, 17. Ollober. Gestern wurden hier zwei Erkraulungen a» Cholera und ein Todesfall fest» gestellt. _________^_________ V(.>ra„lwurllichcr Nedaltcur: Anton F u l, t e k. ^clidachcr Zcitimg Nr. 267. 2172 18. Oktober 1910. Gutachten des Herrn Dr. Theodor Ritter von Kogcrer, k. k. Primararzt, Wien. Herrn I. Serrcwallo Trieft. Ich habe mit Ihrem Präparate «Scrravallos China Nebel 0 0 Das Tagcsniittcl der gestrigen Temperatur beträgt 8 0°, Normale 10 2°. Hinweis. Der heutigen Nummer nnserer Zeitung liegt eine Pro-speltbeilage dec Buchhandluna. Iss. v. Kleinmayr ä: Fed. Vamberss über die illustrierte Zeitschrift «Zur guten Stnndc» bei und wir möchten nicht verfehlen, unsere Leser ganz speziell auf dieses weitverbreitet,,' uud glanzvoll ausgestattete Journal aufmerksam zn machen. Abgesehen von der unübertroffenen Reichhaltigkeit dcs textlichen und illustrativen Teils dürften die neuen Abteilungen: „Neueste Erfindungen nud Vnt« deckuussen auf alleu Gebieten der Naturwissenschast uud Technil" und „Wisse», swertes aus alle« Ländern" das Interesse aller derjenigen Leser erwecken, die auch ill ihren Muscstundcn nicht nur angenehm, sondern auch geistig anregend unterhalten zu sein wünschen. uohilscm* ^j IPa^mumaI 'Quelle. Koble».sa.urorciühstea ^SB m IPmnE/l diätetisches Tal'ül^etrünk. Tg» ¦ lWllll'wl Verdauung und Stoffwechsel SSH f ¦ fördernd. 6» ;¦ ¦--------------------------------------------------- |Sg \ ¦ -MedlzlnalquollQ, in.Invert: uLL .> ¦ cliron. ,M,'Lt,'"iik:itaiTh, Stuhl- EH 11 sturlfl ATSr.jist^- 1 v ¦ »iljliM sucht, Stoil'wei-. ,s«1-Kj-:ui:;- Wf I; ^ft holtcu.KatarrhcderAiii.un^s- 888 %m _____'^i_______I -• K — ._ -Quelle. Gohaltrslclislo Ho,|- feff >\ M fiflNffffl 9uell° lhror Art' Hanj.L- /JQ ^ : d M MWIIUII katarrh, (Jallcnsloino, Fett- Ä» I ' -,| V^ sucht, Gicht, Zuelioi-haniruhr. Mg *° 1>1 HW .IUaü4=ff lt. lllTJffHS ^ Danksagung. | Da mein Sohn lange an EpiJopsie (Fallsucht) gelitten hat u. jetzt vollständig gesund iat, so gebe ich aus Dankbarkeit uuentgelt- ! lieh Auskunft, wie derselbe bebandelt wurde. • Rückporto beif. (3804) 4—1 | Frau J. Bachner Freindorfermühle b. Ebelsberg i (Ober Österreich). ( Kurse an der Wiener Dörse snach dem offiziellen Kurslüattej vom 17. Oktober M0. Die notierten ltnrjc verstewn sich in ftrn:,ol»v«t!i.unn, /Die Noticrmiy lämtli^er Aktien »nd der „lüverien Lose" uersleht sich «ei Htück Ullgemeine Staatö» schuld. «inhriiliche Rente: t°/^ lonver. steuerlrei, Kiunc» (Vlai^iov.) per lkmje . . 33 15 9» 3ü dett» (Iümi.-Iilli) per ttassc 3» 1ü 9» U5 5 »°/n i>. W. «°tcn (Fcbr.-A»l,.) per l^asie......»« 8U 9? >- t-2°/„ ll. W. Silber («Plil-Olt.) per «llsjc......u« 8N »? l8«0er Ltaatslol 500 sl. 4'Vc,le5>-?b!e»?5 18«urr „ i«<» sl, 4°/„ ^ilU - >^ü l8«4er „ ic>" st.. .3^1 3ü? »8«4er .. nU sl. , 8i!1 - üi!7 — Dom.-Vsa^dlii. k i^iU fl, b'/»^U« b0,^0lN Staatsschuld d. i. Reichs- rate vertretenen Könige reiche und Lander. Östcir. Gulbrcntc stcncrfr.. Gold per »aNe . . . , 4"/,Nb 50,15 70 t)sterr. Rente in ttronenw, stfr., per Nasse.....4"/, »3 10 »3 !« «2 9b ?»l»!chnI!>' oelschllibuugtn. tllsaveth Val»! i. G., fleucrfr., zu 10.0U0 fl.....4"/., ^'— ^'- Franz Iolepv-UalM in Silber (div. St.) . , , . b>///° >17'<01I6'4N «llliz. Karl Lubwin-Vah» (biv, Sliicte) Nrunrn . . , 4"/^ 95 ^^ «4 3l> Nüdols-Ncchn in ttronenwahr, stenerir. (div. St,) . . 4"/. 9» 3!> S4 35 r>- ?2M Zinni? ;nr Znhluug iibn» »own»«»! Eisenbahn »Vliarilä!» ßbligalionen. Äohm, Weslbalin, Em, !89b, 400, !i!>c>0 U. lO,ci!,-ül'a!,n «00 >,, lino» M. 4 ab 1«"/«......N5 «0 l^o 9!> Elilllbrty-Vllhi! 400 u. L000 M, 4»/^........!I4 75NÜ 45 ^erdinllnbö-Nordlillhn Em. 1»»6 8« !^ü »? >5 detto Em, 19U4 l)ü »-5 3>i 8t> s'fillnz Iuleph-Vllhn Em 18U4 (div. Et.) Silb. 4°/„ , , . 34 70 95 7« Halizischc Karl Ludwig - Valin (bi». St.) Lilu. 4"/„ ... 93 80 94 8» Nün-ssnliz. Vali» lia<, sl. 2, 5"/,, !04 25 l«,-» 2b i, Nv 400 u. 5WN Kr, 2>,2°/„ «t> 2t> «U'iib Aorarlbersscr Va!,» Lm. 1«8i H'4l> l"/„ bett» per Ultimo in»25 i1'45 l"/„ ungar. Rente in ftruncn- wüyr. stfr. per »asse . . 91"?l> 9, «5 ^°/n deito per Ultimo 91 75 sl 8b 3'/i"/n deltu per ttasse 5N»!> ^1'15 Ungar. Vrämicn.Nnl. !>, 100 ft. 224 75-3» 75 detto h. 50 sl 224 ?N üÜN'iü Iheist-Uieg.-iiusr 4°/......154 l«N'— 4°/» ungllr. Ornndrutl.-Oblig. »L Nb «8 N5 4"/y lioat. u. ftav, Grdentl.-Obl, v3 bo U4 50 Andere öffentliche Aulehen. Uv«n, ^llndci^Anl. (div.) 4»/„ Vi'10 »ü 1« ^os!i,-ljerceg !^lscnl>. Landes- AnlclM ^o,v,', 4>/»<>/„ . . V8 7U <»S70 >"/i, DunlN!-Rcg,-Anle,lie 1878 ,0^ b« «02 50 Wiener Verleyrs-Anl. . , 4«/„ 94 L0 «5-^0 betto IMl» 4"/i, »ll ?f, 94 75 ^lnlelien der Etad! Wien , , 100 10!(i1 10 den» (E. oder <«,) !8'4 !2c>'- ^.^, ^ dcn« (^»^,.....»,'jo «2 40 detto (Gas) v. I, i«9» . 84 ?/> 9l> ?t> detto (Eleltr.) v, 1.190U »!!?,^ »^?b detto (Inv.-A.)v,I,ii»02 »5Sl> 96 <><» Vürsebau-Anleye» uerluöb. 4"/„ 9515 ««i!, Russische Ntaatsanl. u. I. 19 '«.! 8u Geld Ware Änlss. Siaat« - Goldanletlie 190? f. 100 Kr. . , 4>/l"/„ «2 3t, »3 35 Pfandbriefe usw. Äodenir,,alln.,oN.i,5!>I.vl.4"/<, »4-8U »5'3,> Äülim, Hnpothelcub, Verl. 40/^ »k— ««'?', ^e!ttllll-Äob..^rcb,-Äl., ösleir., 45I, vcr!.....4>^,„ 101-50 -- deltu <>ii I. nerl. . , . 4"/» »6'- »7>-nred.-Inst.. i'slerr,, f.Verl,.Unt, U. oflclitl.VIrl!. «at,ä.4'>/o »2 75 32-75 Landesb, d, i»ön. Galizien nnb Lodom. 57'/, I. rnclz. 4"/» 94^ 9d>- Mäbr. Hypotdeienb. ucrl, 4°/„ 95'- »6 )l.-öst>^, Landes-HUP.-«nst.4",s. 9b 5N 9L'5, «"'^ «« - detto K,-Nchuld!ch. verl. 2'/,"/° 87'»" 88-9« detto uen......4°/o sl>- »«'- ^slevr.-nnssllr. «ant b« Jahre verl. 4«/„ ö. W. . . . - »»'U« »»^'" dctto 4"/° Kr...... N»8? !^89 Lpart., «krste öN.. 60I.t,erl,4"^ »»-85 »9 «5 EifendahnPrioritäts-Obligationen. llsterr. Nurdniestb. 200 b 4'> «66 45, Hüdüal,!, ü 3°,i, Iäm^r-Iul! 500 Fr. (per St.) . . , 203" LS9-5', Zlldblll,!! ü 5°/„ ^00 fl. S. °, O l!5'8» N6 8N Diverse Lose. Plizlubllch« Kos«. 3°/^ Vodenlredit-Luse Em. 18V0 ^U7 - 3«^ dctto Ein, 1889 !i??'- 2"2 - ->"/» Tunau-ReguI,.Lose ,00 s!, »u>- »02-- 5erv. Vläm,.«»l.p l00s>r.^/> 110 ^ 11« — zlnn»llu«licht Koft. Andap.-Basilika (Doml>llu)b N, '^8— «2- .lredillose 100 fl...... 51»'— k>«8 ^ ^lary-Losl' 4<> sl. itM. . , - 212'^ ü^' ilsener Lose 4« fl...... —'" "' ^alNh-Loje 4U fl, «M, . , , i!l>5' ^"5- «»ten Nreuz. üst. Ges. v. 10 sl, «" ^ 6< «oten K^cuz, inll,. k'.'s, v. ü sl, «? ^ü 41 Ü5 liudl'If.Lvsr 10sl...... «!'>'" ?A' ValM'Loje 40 fl. «M . , . 260 270 Türl. l^.-B, Änl, Präm,-Oblig, 400 ssr. per ltosse , . —>^ oeNl' ver ^!!rd,u , «.1l 257,<' Mei!« Komü'.-Uoie v. I, 1874 534 - 544-Gl'io, Sct!- d. ^"/„ Präm.^Lclmld d. Äude,n ..«nst, tzm, 188» 98'50 102 Ü0 Aktien. AlllNüpolt-Nnllmehnmnnlu. ,/lussiss-Tevliher Eijciib. 500 fl. ,915 1927 -. Böhmische Rnrdbuhn 150 fl. , .— .„ ^iischüehrader Eisb, 500 fi, j^M 244« 24«<,- oelto (lit. U, 200 sl, per Ult, 9»5 ,nu? -Donan - Tamvfschiffaln'tö - Gcj., 1.. l, l. prw., 500 fl, NM 11>,Z — Illin D'lx-Vodebachncr E.V. «o«r, s><7>— «Ul ^eldinands-Hturdt,. 1000 fl, NM, s>i?o 5! 9u -Nüjchau - Oderuergrr Visenbah» ^"> 2.......3512b ,,55'^'b ^cmb.'lIzerii,.Iassl)-El!enbahn Gesellschaft, 200 f>. T, , 553'- 55? lui,d, üst., Trieft, 500 fl., NM. 58,- 590 80 Ostcir, '^cordwestbahn 200 fl, 2, —-— - - d?t!u(Iit,. K) 2W N. L. p. Utt, —-— — orllg VlilerCifcnb l00fl.adgsl «2«-- 230 — ^watLeisenl', 20y sl.?, pcr Ult. 758 7^,9--ndbakn ^oa fi. Silver per UI:, l,b'7b ><«75 öüdnordde:«sche Uerbindnng-b, 200!l,NÄi......— Transport-Ges., inter».. «.-«. 200 kr....... 105 i l« — Ungar. Uestdahn (Maab-Gra^) l^W !I. N.......403— 404- Nr. Lol<,lb,-Alticn.l»el, 2»>0fl, 248 «52' Vanle». ,'lnalo-Osterr. !üanl, 120 !l, , 3,7 2!» !N8 «0 üanlorrcin, Wiener pei Kasse drtto per Ultimo 55?'?5 H58'?5 ^udenlr,-«!!«, osl,. K00 Kr. . üiof.'— «lb — Laibacher Kieditbanl 400 kr. 444' - 4l,u — >>!ei!it, lüod.-Nrrdbl, ös! , 200 N. 578 k>«4' ttrcditanstali für Handel und Gewerbe, 320 Kr., pei Nasse detto per Ultimo 869 ','5 «70 45 «reditb>'.nl, ung. allg,, «0" !l. 857 75 »?>>! 75 ^epusilenuau!, llll«., ^(w ii, , 49^ 494 Hiümnplc - Gesellschast, nieder- üsterr., 4U0ttr..... 759- 7«0 90 r'- », Nasjenverein, Wiener, ^0« fl........ 465-470 HNPott>e!enbanl, gst. 200 «r. 5°/„ 33b »3« -^anderbnnl, often,. 200 !!,, per Nasse....... 533«" 581' detto per Ultimo 535 5« l>34 b" .Mertur". Wechsclstub, «ltien „ GefeNschaft, 2<«, fl, , , «43 «n K' 18U»'— >«7» «e» Bare Nnionbanl 200 fl...... «l<,'7b e»l?5 NüiyiN'anl, bMnüische 10« ynternfli«nngen. Ännaesellsch,, alla- üst., 100 fl, 33z ^ 3ü« — VvürerKohlenberg,-Ges, i«0s!, ?ßz — ?ßg__ liiicubcilmvertchr«- Anstalt, üsi., l00 fl........ 45« - 459 — Eifcnbal,nw,-Lcihg., erste, IWsl, 201 8,,^ — ,Elt,emiihl". Papierf, n. «,-O. l<>0 sl........ 228 »ü» b0 Hleltr-Ges,, all», ästerr,. 200 sl. 41^ 50 414 50 Ncttr.-OefeNsch., intern. 200 fl, —' —-.- Hleltr.-Gescllsch,, Wr. in Liqn, -, .-.— Hirlenberger Patr.-, Zünbh. u, Met.-Fabril 4"0 ,^r. , ,14, üb» — ^iesinger Brauerei 100 fl, . . y''la,us>stahl- ss.-A.-(«. 200 sl. , . 3« 54050 1jsllgl'rMie»-Intmstrl>Gesellsch. 200 fl........8l0 - !.8b0 — ,, ,ma- Murann - Lalsso-Tarjaner Hisenw, 100 fl , . . . 704 ?ü 7vü'7b -algo-Tarj, Steinkohlen 10ü fl. «4«— oili-bv' ,.2chIüglmUHI", Papiers.,200sl, ., —-— Nchodnica", A. G, s. Peiru!.- Industrie. 500 ,«r. . . 5!1S — 550 — ,,öteurermnl,l' .Papiers.nV.O. 507- Kll'bl) Trifailer Nuhlcnw »G. 70 sl. . 242'— »44 — Tü,l, Tabaln-uie.Oes, LU0 Fr. per Kasse , . , . —-— uetto per Ultimo . , , »?8 3^l' — ^affcnf.-Ges,, üsterr., 100 fl, , ?»? - ?!,U'ü0 v'3r. VaugeseNschaft, 100fl. . . 2'2 — 8^4' — lüienerber«e ^lege>f..«!l,'Oes. 83b - 840' — Devisen. Kurze Zichtl» null Zcheck». ?l!!!ste,dan>...... 19!>'40 199'Sft Dänische Ännlpläl>e , . , 1t?'«!k> 117'»» Ualicnifche Banlplätzc . . >>4'>'5 ^ !!»'— London ..... 24050 24075 4iari6......... 95 »ll» »5 4ä Vt. Petersburg..... 254 «b» k^'^» Enrich nnd «astl . . , «5 ,7» 95'82, Valuten. 2ula:en , ..... 11 3? 1140 ^a-ffranlen-Glncie..... 1» 10 »9->2 ^»Äiaii-Stücle...... 2» »>1 2357 ^eiufche Reichsbllntiwt«" . '7 57» 117'?" ^tlllienifchf Banknote,, . 94 75 94'95 . ','»l>,< NnN',' , . . >> 5," 2'55» Ein- und Verkauf von Renten, Pfandbriefen, Prioritäten, Aktien, Losen etc.,_E>evlsen und Valuten. Los-Versiehe rung. JT. CX Mayer " Bank* und Wechslergeschäft " L/aibnch, StHtar^H.s*»«. i Priwat-Depots (Safe-Deposits) 1 u„ur elarenem Verschluß der Parte.. I »tftlimt top Risehili|i» Im liitti-»»rmt ant auf Bln-<>tt« ]