Pru« dem ganzen Berichte, fo bemerkt die Grazer »Tagespost," geht hervor, daß man allen Grund hat, mit der Einrichtung de« Grazer ZtlltngtfängnisstS, da« sich in jeder Richtung erprobt hat, sehr zufrieden zu fein. iWal= und Provinzial-Augelegeuheitek. Driginal-ÄorrespondenM. ,»«, da kommt der Meister l Herr, die Roth ist groß! Die ich tief, die «eifi.r, Werd' ich nun nicht Io«." «ethc. Ärainbutfl, 12. April. Der Kampf, welcher einige Wochen hindurch zwischen den Korrespondenten de« „Slv< venSki Narod" und den Korrespondenten de« „Laib. Tag. Matt* geführt wurde, war ein nicht wenig erbitterter, und der Erfolg desselben ist, objektiv betrachtet, sehr zu ungun-ste» der Mannen de? „©Ido. Narod" ausgefallen. Schiller sagt: „So war« immer, mein Freund, und so wird« bleiben: die Ohnmacht hat die Regel für sich, aber die Kraft den Erfolg." Dit Korrtspondenten dts „Tagblatt" hatttn den vortheil, nicht dit Angreifenden, sondern nur die Ab» «ehrtndtn zu stin, und konnten infolgt dessen au« den Korrespondenzen de« „Slov. Narod" dit Art und Weist ersehen, wie man eine derartige Polemik — nicht au«führen soll. . . m alle« Sprichwort fagt: „Wenn sich zwei streittn, « d ?. 6 tte|i" bit«mal aber mußte der Dritte d-S »ad ««gtefjtn; «Mfctnb der «orrespondtnt dt« „Slov. ®n#f6at °uf hiesige geachtete Perfön-» T*' ^ w »Tagblatt" mit Entrüstung diese tt6,ie *‘Rt *“* °°n Skandal!» an, 2 aasT“1 auf tintn bestimmten Stand bini»w,„.,> « » , ™nt tent de« „Slov. Narod- Z**» Trost ist. bezog in seinem Unvnstande ditft wtnig fchmtichtÜ hafttn «vtnturtn auf dit hiesig.» «imnasiallehrer und luchte dieselben zu vertheidigen, nicht ohne erneute «ne. fällt aus hitfigt Persiinlichkeiten zn machtn. Da« «ewinsel let «rainburgtr Slovenen war nun tin klägliche«. gnx„ d« Erfolg aus der Seite de« „Slov. Narod" gewefen so hätte sich jeder gerne alS Autor bekannt, so aber haben sie dit Antwort dt« „Tagblatt" gar nicht abgtwarttt und die Autorschaft dieser anrüchigen Korrespondenzen einander in dit Schuhe gtschobtn. E« war weder die humoristisch« Ab-wehr von St erg« r noch dit Drohung dt« „Tagblatt.' noch deutlicher zn tommen, nothwendig, um diese Helden vollständig in die Flucht zu schlagen. »Der Knabe Do« Earlo« fingt an, mir fürchterlich zu werden", und „Gott schütze mich vor meinen Ftennden, vor «einen Feinden will hären ich mich selbst bewahren," dachte stch einer diefer Herren, welcher durch die weife vertheibigung im „Slov. Narod" am meisten in die Klemme kam, nnd energisch wie er ist, schrieb er an die Redaktion des „Slov. Narod," daß dieselbe keine Korrespondenz von Krainbnrg mehr aufnehmen solle. Diese Eröffnung hatte in Laibach nicht gerade dit freu, digstt Sensation hervorgernsen. Man fühlte auch in Laibach die Niederlage, man witterte Gefahr, und e« blitb nicht« andtrt« übrig, al« in Krainburg persönlich Erkundigungen einzuziehen. So hatte Krainburg da« Glück, am Ostersonntag die größttn Patrioten Laibach« (Rtdakttur Juriii, Pro. fessor suklje, Professor Ltltstin und Dr. Rijc) in seinen Mauern zu beherbergen, weicht von dtn Krainburg« Slovenen Dr. Menzing«, GoSpob Taviar, Prof. Bkaberne rc. herzlich willkommen geheißen wurden. Nachmittag« wurde im «asthause „Gehsteig" bei Krainburg Patriotentag gehalten, welchem sich fast alle Ultra-Slovenen Krainburgs an. fchloffen. Daß in dieser Versammlung tint erkleckliche Quantität htimischtn Neltar« genossen wurde, ist selbstverständlich, wa« aber darin beschlossen würde, läßt stch nur vtrmuthen, Bestimmte« ist bi« jetzt darüber noch nicht bekannt. Wie sagt doch Schill«? „Jeder, steht man ihn einzeln, ist leidlich klug und vernünftig; Sind sie in corpore, gleich wird tin Dummkopf daran«." Schließlich kam die Autorschaft diefer zur Genügt gekennzeichneten GeisteSprovukte auf ein junge«, unerfahrene«, flaumdtdeckte« Bübchen, ein neckische« Kodoldchen mit lockigtem Haar, welche« seit einiger Zeit die alte Festung Krainburg mit seiner Gegenwart unsicher macht. Diese« unreife, mit den hiesigen Verhältnissen gänzlich unvertrautt „krümmt Ttuftlchen", wie e« sich bekanntlich Unterzeichnete, wurde mit Material versehen, um sein Lichtchen leuchten zu lassen, und dasselbe griff gierig nach der Gelegenheit, den sterilen Boden der slvvenijchen Literatur mit Jauche zu begießen. Da« kühne Bübchen glaubte: in mngni« rebua et roloisae sat est, aber nullmn magnum ingenium sine mixtura de* mentiae. Der Erfolg ist btkannt. Der nnwifstnbt Studios»« Garrnachtr, welcher in einer geschichtlichen Aufgabe üb« »den größten Mann D.utschlan»»" * mit großem Selbst, btmugtfein eine Steite »on berühmten Männern, wie „«in« Urian«, „Adols ver Kühne", „Rangraf von Dassel", „Ritter Trau,mangen" ic. au« den Ritt«, und Mubtnomantn von Spieß und Kramtr ansührtt und dtm dann etr Rektor Ditft »ufgabt link« und rechts um die OhrtN schlug, wird kaum tin dümmeres Gesicht gemacht haben, als unser vübchen, als e« feinen vtrmtintlichtn klafsifchtn Stil als „gtmtint und freche Schreibweise" und als warnendes Exem-pel eines „HausknechtstileS" statuiert fand. So tin tinfäl. tigts GraSbübchen wagt e« von „kritchtn" zu sprechen, wenn zwar gerne „ein Gespräch von »rieg nnd Kriegs-geschrei — wenn hinten weit in d« Türkei — die Bölktr aus einander schlagen", aber stch selbst in da« Gefecht zu begeben, ist ihre Sache nicht. Die Bürger müssen bei diesen schweren Zeiten im Schweiße ihres Angesichtes ihr Brod erwerben, de-halb möge unser Bübchen dieselben künftighin in Ruhe lassen. Äu0 Lherkrain. In unfern Odirlande gibt es noch manche« zu regeln und zu ordnen. Da« Bad Beides, dieses TuSculuin Krains, bedarf der vielbesprochenen Gürtel-fitaßt um den See, der Einführung einer Kurtaxe, verwendet zu gemeinnützigen,, diesem Badeorte aushelfenden Zwecken, bedarf normiert« Fiakertaxen,präzifer« Maßnahmen in sanitärer uud polizeilicher Beziehung. Betreten wir dit Wochtin, da btgtgntn wir einer mehrere Jahre im Baue begriffenen BerbindungSstraße de« Oberthaleg mit dem Unterthale, deren Vollendung hauptsächlich die säumige Ro-botleistung der Verpflichteten hemmend entgegentritt. Auch die zu den Bahnhöfen in Potmart und Ratschach projektierten Straßenzüge sind seit dem Bahnbaue durch Ober» krain nur provisorisch hergestellt. Da« Unicum ein« Wrg-misert ist die sogenannte ZusahrtstraZe zum AusnahmS-gebttube in Ratschach. Das Städtchtn Radmannsdors besitzt blos eine zweiklasstge Volksschule. Alle Bestrebungen, dieselbe um zwei Klassen zü vermehren, sind erfolglos geblieben, obwol bitst Erweiterung tin stihlbart« Bedürfnis de« ganzen Bezirke« geworden ist und auch eine stärkere Beschickung der @»ül« in das Krainburg« Gimnasium davon obhängt, welch' kläglichen Anblick bietet das baufällige Schulhaus in Miller-d o r f, über dessen Neubau schon viel Aktenstaub aufgewirbelt wurde! So entbehrten tqir bisher hie und da jene« noth* wendigen Eingreifens maßgebender Faktoren, deren Mithilse zum «usschwunge heimatlicher Interessen unerläßlich ist: doppelt Schade in einem Landstriche, dessen Naturschönheiten, dessen Sommersrische und sonstige Vorzüge Scharen von Touristen, Alpeusreundeu und zugereisten Familien zum Besuche und zur Ausiedlung verlocken, wo aber Fremde die füglich erwarteten Einrichtungen, welche ihnen Comfort und Schutz bieten, im gewünschten Maße heute noch nicht an-treffen. Wir vermißten bisher öfter jene patriotische Sorg, feit, welcher ein so reizende« österreichisches Stück Erde an der grünen Save würdig gewesen wäre. Bor einigen Tagen wurde der bisherige Leiter der Grundablösungs-Lommisston zum BezirkShauptmaun in Radmannsdors ernannt, ein in den Zuständen dis Bezirkes verfierter Beamter, von dessen bewährtem Berufseifer sich eine kräftigt Förderung unserer Interessen erhoffen läßt. tS dit „Ptitfcht" schwingt! So tin Bübchen «laubt sich Glossen über erfahrene Männer zu machen! Es foll lieber etwas Itrntn, vitllticht kann aus ihm noch etwa« rotrdtn, und rotnn es wieder stilistische Utbnngtn macht, thäte ts besser, die Klassik« anstatt die Zoologie zuhilfe zu nthmtn. Unvnantwvrtlich ab« ist t« von dtn Männern, welche dem Alter nach reif sind, daß sie ihr Schicksal in die Hände eine« so unberufenen Bübchen» gelegt haben. Wa» kümmert« diese« grüne Bübchen, wenn e« billige liotbeten «rhaschen kann, ob dabei einige Existenzen zugrunde gehen I — Das ist eben der Finch, der auf der slovtnischtn Nation lastet, daß unreife Jungen, welche kaum der Schule tntlauftn find, tonangtbtnd in der Politik fein wollen n»li ihre Sprache in einer Weife regenerieren, daß stlbst die neuesten «nhän-g« dt» „Blovenski Narod" denselben nur mit Beihilfe tint« rufsifch-ferbo-kroatifcheu Lexikon- gtnau versteh«» können Diese Bemerkung ist nicht au« b« Lust gegriffen. In Krainburg kann man eitjtnigtn auf btn Fingern abzähle», welche den „SlovenSki Narod" richtig lesen können und verstehe». Sollte nun unser BÜbche» wieder einmal da« Bedürs nie fühlen, mit dem «orrespondente» dt« „Tagblatr zn polemisieren, so wärt t« gut, rotnn t« feint Angelegenheit mit dem „Tagblatt"-Konesp»»de»ten ent re deux ai ismachen würde und die Bürger Krainburgs bübsdi aus dem Spiele ließe. Da« Bübchen würde dabei nicht« verliere* und die Krainburg« Bürger würden nur gewinnen. Die Bürger „Memoiren de« Satan" von Hauff. — (Der konstitutionelle Verein) vertagte in der Erwägung, al« mehrere »llustre Mitglieder de-selben mit dringenden LandtagSberathungen beschäftigt sind, die für gejiern einberufene Monatsversammlung. — (Eingetretener Hindernisse wegen) mußte die Oper „Lenardo und Blandine," welche heute zum Besten der Volksküche im Kafino>GlaSsalon stattfinden sollte, ans Montag btn 16. April verschoben rotrdtn. — (Die zweite Borlesung des Professors Heinrich) sindtt Sonntag btn 15. d. abend« 7*/, Uhr statt. Bei dem Vortrage der Tragödie „Antigone" werden vier Vorleser fungieren. Diesem Beiträge geht btt einleitende Beleuchtung voraus, euthaltenb: Grundlage» der europäischen Bildung; griechische, deutsche Wanderungen; Folgen für die Verfassung und Dichtung; der Grundbesitz; die historische Bedeutung de« Adels; Solen; Titanei«; da« Kapitol; Klisthene«; Areopag; Alterthum; Lhristemhum; die unteren Stände; Ptrikle«; Atschilu«; Sophoklts. — Bei Lesung der „Antigone" kommen folgende Perfonen vor: Antigone, JSmene, "es Oedipu« Töchter; Kreon, König von Theben; Eurydike, feine Gtmalin; Hämon, stin Sohn; TirtsiaS, Wahrsager, rin blinder GreiS; ein Wächter; Diener; «hör, bestehend auS Greisen, Bürgern von Theben (die Bühne zeigt den Königspalast von Theben). — (Die städtische MusikvtrtinSkaptllt) entfaltet unter Leitung des «engagierten Kapellmeisters Herrn Weiß eine lobenswerthe Thätigkeit, es finden täglich Orchesterproben und Mufik-Schulübungen statt. Am Mittwoch konzertierte diese Kapelle in den titolnica« Lokalitäten, brachte tin nichts, interessantes Programm, darunter eint größt Ouverture von Kramtr, tin Flügelhorn, solo, ein prächtiges Duett von MendtlSsohn-Bartholdy, ein großes Potpourri, „Musikalisch« Landpartie* von A. Weiß, und einen Galopp, „Luzisers Höüenjahrt" von A. Weiß, zur Aufführung und erwarb fich durch präzise Leiftungen den lautesten Beifall der Zuhörerschaft. Morgen abends ton« jfiliert diese Kapelle im LlaSsalon der Kafinorestauration. 68 wird unS zum Vergnügen gereichen, von dieser heimatlichen Zivilmufikkapelle Rühmliches, LobenSwrrtheS berichten zu können. — (Btt Laibacher g touenoetein) zur Hilfe-letftung für verwundete und kranke Krieger, dann invalid gewordene Soldaten und deren Witwen und Waisen hält Donnerstag den 19. d. SR. um 11 Uhr vormittag» in bet Wohnung der Berein»vorfteherin Frau •ntonie Frei!» von 6o’i>ellt»@chmibburg (Auerlpergplatz Nr. 4, II. Stock) eine Generalversammlung ab, zu welcher die Mitglieder sowie auch Frauen und Fräulein, welche dem Vereine beizutreten wünschen, zu erscheinen eingeladen wurden. — („@loven3ti 9lerod" und BiSmarck.) Such „Slov. Narod" behauptet, Bismarck sei in erster Linie durch den Katholizismus und durch Rom, in zweiter Linie erst durch die orientalische Frage geworfen worden „Slov. Narod" diplomaiifiert, wie folgt: „Die preußischen Hofkreise find mit Rußland schon seit jeher innig verbunden, was Preußen geworden ist, ist es durch rusfische Hilfe. Rußland deckte Deutschland 1870 und 1871 den Rücken, und es ist gewiß, daß Deutschland Zuficherungen gab, Rußland bei Lösung der orientalischen Frage die geleisteten Dienste zu vergelten. BiSmarck, der Typu» eines Deutschen, hielt den Glasen gegenüber niemals Wort, und so dürfte er auch jetzt auf schiefen Bahnen fich befunden haben. Wir Slaven müffen un- über den Fall Bi-marcks freuen!" — Die europäischen Mächte dürsten eS tief beklagen, den geschulten Diplomaten deS „Slov. 9iaro6" der Konferenz in Konstantinopel nicht beigezogen zu haben, die orientalische Frage wäre bereits gelöst. EineS jedoch wolle »SlovenSki Viatob" bedenken, wenn auch BiSmarck« Körper in Barzin weilt und der Ruhe pflegt, sein Seist wird am grünen Tische in Berlin anwesend sein und auf die (Beschicke Europa'» noch fort wesentlichen Einfluß nehmen. Mag der Körper BiSmarck» auch zur ewigen Ruh« gehen, fein «eist wird in den aufgeklärten «auen Deutschland» fortleben und wirken. — (Kirche und Staat.) „©lovener (eitartikelt in überschwenglicher Form über „die dreisacheMacht der katholischen Kirche/ wie folgt: „Schon nach den gegenwärtigen Bereinsgesetzen steht dem Staate kein Recht (?) zu, fich in kirchliche Angelegenheiten zu mischen. Dem Christen steht dir Kirche höher al» der Staat; der Lhrist hat deshalb das Recht, gegen Einmischungen des Staate» in kirchliche Sachen zu protestieren. Die drei sache Macht der Kirche besteht in der Unabhängigkeit des Lehramtes (?), des Priesterthums und des HirtenomteS. Christus sagte: »«ehrt hin u. s. w." Wer wollte nun behaupten, daß Christus dabei nur den inneren Glauben (?) meinte und daß der Kirche nur daS Denken und Fühle» der »länbigen zufallen sollte, alleS andere aber der Staat zu leiten hätte? Dies wäre Ungeschlachtheit und Trottelhaftigkeit I Die Kirche ist imLehramte unabhängig (?) und ebenso in der Wahl der Mittel und Wege (?) zur Verbreitung ihrer Lehren, daS Lehramt steht nicht unter der Aufsicht de- Staate» (?). Die Kirche lehrt in allgemeinen Versammlungen, durch Briefe und Blätter, durch Predigte» und in der Schule. Dir Freiheit auf der Ranzel darf nicht eingeengt werden (?), Kanzelparagrafe sind überflüssig (?). Die Durchsicht der Hirtenbriefe vor dereu Bekanntgabe feiten« der weltlichen Behörden ist eine ungerechte Maßregel (?), daS „Plecetnm" ist ungerechtfertiget (?). Als Christus seine Kirche gründete, sah et auch nicht immer darauf, was der Staat zu feinen L« {»jungen sagen werde. Die Kirche ist dlso unabhängig im Priesterarnte (?), und in der Macht derselben liegt auch die »uStheilung der Sakramente, mithin auch jenes der Buße. Möchten doch einige Leute auch die Institution der Beichte unter Polizei-Ansficht stellen! Alles, was mit der Liturgie zusammeuhängt, die Ausschreibung von Ablässen, Jubiläen, öffentlichen Prozessionen und Gebeten, hat der Staat nicht zu berühren (?). Der Staat fürchtet sich vor diesen Dingen, welche die Macht der Kirche illustrieren. (?) Die dritte Macht der Kirche ist daS — Regieren. Der Staat will bei Bet» leihung der geistlichen Pfründen mitreden? da müßte die» ja auch der Kirche bei Anstellung von Staatsbeamten gestattet fein (?). Wer von der Kirche verurtheilt wurde, darf fich durchaus nicht an die weltliche Obrigkeit wenden, eine solche Appellation ist unerlaubt (?). Ein Individuum, daß bei Verurteilungen seitens der Kirche die Ottufuug an weltliche Behörden ergreift, versündigt fich gegen die Grundrechte der Kirche, da er die Macht des Staates über jene der Kirche stellt. Zur RegiernngSgewalt der Kirche gehören auch die Rechte bezüglich der für die Kirche noch-wendigen Personen und deren Vermögen- (?). Der Staat behauptet, daß ihm die Kirche schade, er verlangt eint-oder das andere der aufgezählten kirchlichen Rechte (?); ginge auf diese Weise die Unabhängigkeit der Kirche nicht zugrunde? Uebrigen- find alle die aufgezählten Rechte der Wille (Botte- (?)." — Der langen Rede kurzer Sinn ist: Die Kirche steht h»her als der Staat; der Staat habe kein Recht, in kirchliche Dinge fich einzurnengen; daS Lehramt stehe nicht unter der Oberaufsicht de« Staates; Hirtenbriefe, Kanzel und Schule stehen außerhalb der Grenzen des Staates; gegen kirchliche Urtheile stehe eine Berufung an weltliche Behörden nicht offen; auf das Kirchenvermögen stehe der Regierung ein Einfluß nicht zu. Wer wollte nach Durchlesung der vorstehenden Ausführungen de- nationalklerikalen BlatteS noch behaupten, daß e» in Oesterreich eine Preßfreiheit nicht gibt? „Slovenec" benützt eie in Oesterreich bestehende Preßfreiheit mit cynischer Preßfrechheit. Solche Ausführungen werden in erster Linie der ländlichen Bevölkerung aufgetifcht! Heißt das nicht, die Autorität deS Staates arg verletzen? ES ist höchste Zeit, daß der krainische Landtag die Jrrenhaussrage auf die Tagesordnung setzt und ohne Verzug die nöthige Räumlichkeit für Journalisten dieser Gattung ausmittelt I — (Vom Büchertisch.) DaS hier nächst der Hra-detzkybrücke im Mally'schen Hanse etablierte optische Institut E. Die ginger gibt unter dem Titel „Die Brille" eine Anleitung über die Wahl von Augengläsern zur Unterstützung und Erhaltung der Sehkrast für kurzsichtige, weitsichtige, schwachsichtige, lichtscheue und vom Staate operierte Augen aus (Laibach 1877, Druck von Jg. v >Kleinmayr & Fed. Bamberg). Diese 24 Octavdrnckseiten umfassende Broschüre behandelt nach dem Vorworte folgende Titel: 1.) Fisik de» Auge»; 2.) da« gesunde Auge; 3.) Reget* zur Erhaltung de« Sehvermögen«; 4.) WeUsichttgteit; 6.) Kurzsichtigkeit, angeborene und entstandene; 6.) Schwachsichtigkeit, angeborene und entstandene; 7.) Lichtscheue; 8.) Verschiedenheit der Augen; 9.) vom Staat operierte Augen; 10.) über Brillen in Bezug auf deren technische Beschaffenheit; 11.) Anleitung zur Bestellung von Augengläsern; 12.) Schriftenscala; 13.) Verzeichnis der im optischen Institute auf Lager habenden Artikel und Preise einiger der hauptsächlichsten derselben r- (Slovenische Bühne) „Slvvenec" berichtet, die letzte slovenische Theatervorstellung war gnt besucht, „Slov. Narod" erzählt des Gegentheil. „Erkläret mir, Graf Oerindnr, den Zwiespalt der Statur 1* — (Der Krainer Landtag) erledigte in der heutigen Sitzung folgende Vorlagen: 1.) den Voranschlag dts krainischtn Grunventlastungssondes pro 1878 ; 2.) den Rechnungsabschluß des genannten Fontes pro 1876; 3.) den Voranschlag der Obst. und Weinbauschule in Slap pro 1»78; 4.) den Rechnungsabschluß derselben pro 1876; 6.) den Voranschlag des Landeskulturfondes pro 1878; 6.) den Voranschlag deS ZwangS-ArbeitthauSfondeS pro 1878; 7.) den Bericht betreffend die Bewilligung höherer Umlagen für Straßenherstellungen in den Bezirken Gottschee, Rattmannsdorf, Ratschach und Jdria, und 8.) drei Petitionen durch Zuweisung an den Landesansschuß. vor Schluß der Sitzung wurde der Jahresbericht de- LandetanSschuffeS für das Jahr 1876 an die Mitglieder des hohen Hanfe- vertheilt. Rach Antrag des Abg. Dr. v. Schrty wird derselbe nach Ma terien gesondert und partienweise zur Beschlußfassung de» Landtages vorzulegen fein und die darin verkommenden Gegenstände, u. z. über Grundentlastungs-Angelegenheiten werden vom Finanzausschüsse, über Landeskultur- und Straßensachen vom volkswirthschaftlichen und über die an deren Angelegenheiten vom RechenfchaftSberichtS-Au«fchuffe in Berathung genommen werden. Nächste Sitzung Montag den 16.6. M. vormittag« 10 Uhr. Heute nachmittag« finden »u-fchußfitzungrn statt. Angekommene Fremde am 14. April. Hotel Europa. Petermichel, Wien. Atteneder, Villach. Hotel Elefant. Äodnik, Triest. — Koppa, Görz. — Koko» sLinegg nnd Horak, Wien. — Weisenburger, Mannheim. — Polak, Braunau. — Lenghel, Kanischa. Hotel Stadt Wie«. Röthel, Gotisch«. — Vogomiic, Litt» mann u. Löwensohn, Wien. — Reuter u. Lerne, Graz. Bidic, Stein. 3tt Laibach verkehrende Eisenbahnzügr. Südbahn. Nach Wien Abf. 1 Uhr 7 Min nachm. Postzug, „ 3 „ 52 „ morgen« Eilpostzug. „ „ „ 10 „ 35 „ vorm. Eilzug. » .. „ 6 „ 10 „ früh gem. Zug. „ Triest „ 2 „58 „ nachts Eilpostzug. « h » 3 „ 17 „ iiachm. Postzug. » ,, n 6 „ 12 „ abend- Eilzug. „ " „ 9 „ 60 „ abends gem. Zug (Die Eilzllge haben 4 Min., die Personenzüge circa 10 Min. und die gemischten Züge circa'/, Stunde Aufenthalt.) kronprtn» Rudolfbahn. Abfahrt 3 Uhr 55 Minuten morgens. „ 10 „ 40 „ vormittags. „ 7 „ 35 „ abends. Ankunft 2 „ 35 „ morgens. „ 7 „ 45 „ morgens. » 6 — „ abends. Telegramme. Wien, 13. April. Die „Politische (Sorte, spondenz" meldet aus Petersburg: Das Kabinett faßt die türkische Eircularnote als vollständige Ab. lehnnng des Protokolls auf und lehnt den Vorschlag der Pforte auf Entsendung eines Spezialbevollmäch. tigten nach Petersburg ohnr vorherige Annahme der Declaration Schuwaloffs ab, da alle weiteren Brr. Handlungen unnütz sind. Montenegro schiebt den Wiederbeginn der Feindseligkeiten btS zur endgiltigen Entscheidung Rußlands auf. Berlin» 13. April. Die „Kreuz-Zeitung" verzeichnet da, «eracht, c« seien Petersburger Mit-(Heilungen eingelangt, zufolge welchen gestern vormittags dem russischen Geschäftsträger in Konstan. tinopel die Weisung zugekommen sei, der Pforte den Krieg zu erklären. D»S Blatt fügt hinzu, eine anderweitige Bestätigung dieses Gerüchtes fehle. Im Reichstag fand anläßlich des SchreibenS Bismarcks eine längere Besprechung betreffs deffen Urlaubsgesuches, jedoch ohne besondere Aiitragstellung, statt. Bülow erklärte, eS werde weder bezüglich der Contrafignatur noch bezüglich der vollen Verantwortlichkeit de- Reichskanzlers während seines Urlaubes eine Veränderung eintreten. Wiener Börse vom 18. Avril. Staatsfonds, «eib I $»« «per,, «ente, Sst.PL>>? 60-60 60-70 dt», bte. »ft. in ei». 66 50 6,-6« «oft een 1884 .... 104- 10415 (ose een 1860, gerne 108 76 109— <»(« »en 1860, Fünft. mto 118 -PrLmiensch. e. 1864 . 117-60 118-60 Qrundent.-Obl. 6iebenbflrg. Union ▲otien. :t....... Devoflttnbant . . . ««cemete-Wnftalt . jkonco «8ant . . . ßanletlbenl .... Hationalbunt . . . Oeft. Bantgeselll. . Union-Bank.... 6erlebt«bent. . . . IUfälb.»a$n ... Start ünbleigbebn . tetf. «lts.-Babn . iais. ft, 3ofef«6 . 6taat«bebn .... Cübbabn............ 69-60 70-76 bte. in 88 3. ... . Kation, ö. w....... Ung. ®ob.-6reMten(t. Prtoritäts-Obl. & 70-— 71-76 66 60 66-181-188- 660 - 670 — 788 -- 786- «■16 44 71.-! 78-»8— St- lieto ho' 116— IM' 116—116 Ml—Ml' 76 101 76 76 Pfandbriefe, j »ett ro.« g- öst. Bod.-Sredit. 106 60 1(6- — »n| 3efef«.»abn . eft. »orbtoeftbabn . 6kbcne8te«t ... . Staatsbahn........... 6ttbb«|n i 6 Per,, bte. »ent Lose. »tebit »Lese......... «ubolfl. «oft________ Weohs. (3®lou.) 100 Statt 89-16 81 6« 9616 «6*0 88 60 88 76 89— 89- - 68-i- 165— 18 — 166 60 18-16 6166 ionben'io'flb. fctnl Pari« 100 Franc« . > Manzen. •eil. BHto|»$ncaten 80-Stanc«l6tOOOOOOOOOOOQC< Durch Allerh. Sr. < t. f. Majestät Patent < geschützt. < Wien, 7. Dezember ö 1858. 6 yaaoooooooooaoo Entschieden bewährt, roooooooooo Mit Bewilligung §der k. k. Hoskanzlei laut Beschluß, g Wien, 26. März 1818. oceoooooeooooeo oeooecoodooeooi„ _______________________________________________ Dieser Thee reinigt den ganzen Organismus; wie kein anderes Mittel durch, sucht er die Theile des ganzen Körpers und entfernt durch innerlichen Gebrauch alle unreinen abgelagerten «rankheitsstoffe aus demselben: auch ist die Wirkung eine sicher andauernde , Gründliche Heilung von Gicht, Rheumatismus, Kinderfüßen und veralteten hartnäckigen Uebeln, stets eiternden Wunden, sowie allen Geschlechts, und Hantaus-schlags-Krankheiten, Wimmerln am Körper oder im Gesichte, Flechien, syphilitischen Geschwüren. Besonders günstigen Erfolg zeigte dieser Thee bei Anschoppungen der Leber und Milz, sowie bei Härnorrhoidalzuständen, Gelbsucht, heftigen Nerven-, Muskel- und Gelenkschmerzen, dann Magendrücken, Winvbeschwerden, Unterleidsverstopsnng, Harn beschwerden, Pollutionen. Manncsschwäche, Fluß bei Frauen u s. w. Leiden, wie Skrofelkrankheiten, Drüsengeschwulst werden schnell und gründlich geheilt durch anhaltendes Theetrinken, da derselbe ein mildes SolvenS (anstösendeS) und urintreibendes Mittel ist. Massenhafte Zeugnisse, Anerkennungs- und BelobungSschreiben, welche auf Ber langen gratis zugesendet werden, bestätigen der Wahrheit gemäß obige Angaben. .. ,, .Zum Beweise des Gesagten führen wir nachstehend eine Weihe anerkennender Zuschriften an: Herrn Franz Wilhelm, «p-theker In 91eimtitAen Petleny bei KapoSvar, 28. Juni 1876. Die mir freundlichst gesandten zwei Packele Wilhelms antiarthritischen antirheu» matischen Blutreinigungstliee habe ich bereits verbraucht und bezeuge Ihnen hiermit, daß ich durch den Gebrauch dieses TheeS von meinen Leiden befreit wurde. Hochachtend Goldberger Mor. Herrn Franz Wilhelm, Apotheker in Neunkirchen. Gottschee,4. November 1876. Durch den Gebrauch von Wilhelms antiarthritischen und antirheumatischen Blut» reinignngSthee, welchen ich theils unmittelbar von Ihnen, theilS von Wien bezog, bin ich von einem hartnäckigen rheumatischen Leiden befreit worden. Mich Ihnen bestens empfehlend, zeichne mit aller Hochachtung (646) 6—3 Johann Biermann, k. k. BezirkSschätzungSreserent. Herrn Franz Wilhelm, Apotheker In Neunkilchen. I g l a u , Mähren, 7. November 1875. Seit acht Jahren habe ich einen wnnven Fuß, selber wir» jetzt so schlecht, daß eine Wunde neben der ändern ausgeht, so daß der ganze Fuß vom Knöchel bis zum Knie ganz entzünden und geschwollen ist und keine Hilfe dafür zu fein schien. Da wurde ich auf den Wilhelms antiarthritischen antirheumatischen BlntreinigungSthee aufmerksam gemacht und habe mir zwei Packele dieses Thees aus der Apotheke des Herrn Vincenz Jnderka gekauft, nach Verbrauch dieser verspürte ich eine bedeutende Besserung. Mit Hochachtung Henriette Miksche, Musiklehrers-Witwe, Minoritengasse Ni. 342 Bor Verfälschung und Täuschung wird gewarnt. Der echte Wilhelms antiarthritische antirheuniatische Blutreinigungs-Thee if nur zu beziehen aus der ersten internationalen Wilhelms antiarthritischen antirheumatischen Blutreinigungs-Theesabrication in Neunkirchen bei Wien, oder in meinen in den Zeitungen angeführten Niederlagen. Ein Packet, in 8 Gaben getheilt, nach Vorschrift des AHtes bereitet, samint Gebrauchsanweisung in diversen Sprachen 1 Gulden, separat für Stempel und Packung 10 kr. Zur Bequemlichkeit deS p. t. Publikums ist der echte Wilhelms antiarthritische antirheumatische Blntreinigungs-Thee auch zu haben in Laibach: 2r*eter Lassnik, AdelSberg: Jos. Kupferschmidt, Apotheker; Agram: Sig. Mittlbaeh, App« tiefer; Silit: Baumbaeh’fche Apotheke und Franz Ranscher; Hormons: Hermes Codolini, Apotheker; Görz: A. Franzoni, Apotheker; Graz: J. Burg1 leitner, Apotheker; Guttaring: 8. Vatterl; Hermagor : Jos.M.Richter, Apotheker; «arlstadt: A. B. Katkiö, Apotheker; Klage nsurt: Carl Ciemen tsehitsch; Krainbura: Carl Schauaik, Apotheker; Marburg: Alois Qua« dest; Möttling: Alfred Matter, Apotheker; Praßberg: Job. Tribut P e 11 a u: C. Girod, Apotheker; Rudolfswerth: Dom. Rlzzolli, Apotheker Samobor: F. Schwarz, Apotheker; Tarvis: Alois v. Prcan, Apotheker Triest: Jac. Soravallo, Apotheker; Villach: Math. Fürst; Warasdin: Dr. A. Halter, Apotheker; Windisch-Feistriz: Joh. Janos, Apotheker; W>" disch graz: Jos. Kalligaritsch, Apotheker. Druck von Jg. v. Äleinma»r & Fed. Bamberg. Verleger: Ottomar Bamberg. Für die Siedaction verantwortlich: Franz Müller.