Laibachki Taablntt. iebaction und Expedition: Bahnhosgasse Nr. 16. Nr. 7. Cränumcratieneiittilt: Für Laibach: Ganzj. fl. 8-40; Zustellung in» Hau« »rtlj. 26 !r. Mir bet Post : Ganzjähr. fl. 12. Vom Tage. — ,. . A « „ . _ „ 9itf ert to b «)>r ei 1 e: Ui»- . „ _ - Freitag, 10. Janner 1879. — Morgen: Hyginus. 12.Jahrg. if ÄtCSffiiK Die Frage über die Organisation Bosniens und der Herzegowina steht derzeit in maßgebenden Kreisen Wiens auf der Tagesordnung. Die «diesfälligen Gesetzentwürfe dürften den beiden Parlamenten zur parlamentarischen Behandlung vvrgelegt werden. Die „Bohemia" erfährt über diese Angelegenheit aus Wien nachstehendes: „Was die den oecupierten Provinzen zu gebende Verwaltungsform betrifft, so scheint das maßgebende Organ über dieselbe noch immer nicht schlüssig geworden zu sein. Freilich hat diese Säumnis auch ihr Gutes, insofern sie dazu führt, der militärischen Verwaltung im Lande einen größeren Spielraum zu eröffnen und rücksichtlich oer Institutionen an das Bestehende anzuknüpfen und der Praxis wie der Intelligenz der militärischen Chefs es zu überlassen, eine Reform heraus^ zubilden, die auf diesem Wege viel lebenskräftiger und dem Bedürfnisse entsprechender ausfallen dürste, als alles, was Dekrete und Verordnungen zu leisten im stände wären. Diese Methode wird namentlich von Personen, welche Land und Leute aus eigener Anschauung kennen, als die richtige und zweckentsprechende bezeichnet. Jenen Stimmen gegenüber, welche Anstoß daran nehmen, daß die Verwaltungsstellen in den Händen von Militärs liegen, wird zu bemerken sein, daß im türkischen Reiche fast alle Gouverneure dem Militärstande angehörten, und vielleicht werden diese Anwälte auch einräumen, daß im österreichischen Offizierskorps mehr Bildung, mehr Sinn für Recht und Billigkeit und mehr Duldsamkeit für die verschiedenen Con-sesstonen und Nationalitäten zu finden ist, als bei allen Paschas und Kaimakams zusammen." Jnbetrefs der Kabinetsfrage sind mit den Grafen Potocki, Taaffe und Coronini Verhandlungen im Zuge; Freiherr v. Pretis soll sich bereit erklärt haben, bei einem Ministerium Coronini als Finanzminister zu verbleiben. Die Grazer „Tagespost" fügt der auch von uns gebrachten Meldung, daß FZM. Freiherr Josef v. Philippovich diesertage in Wien einem Marschallsrathe beiwohnen und über den Feldzug nach Bosnien und in die Herzegowina mündlichen Bericht erstatten werde, die Bemerkung bei: es sollten über den Occupatiouszug auch andere, wohlinformierte und unbefangene hoch-gestellte Militärs gehört werden. Die Repatriierung der Flüchtlinge aus Serbien nach Bosnien und in die Herzegowina erfolgt diesertage. Der Handelsvertrag zwischen Oesterreich-Ungarn und Italien gelangt in der italienischen Kammer demnächst zur Vorlage. Das Berliner Kabinet projektiert die Abhaltung eines Fürstenkongresses behufs gemeinschaftlichen Vorganges gegen die Umsturzparteien. Der Grazer „Tagespost" wird aus Wien mitgetheilt: „Die Thatfachc, daß die russische Regierung — trotz der bestimmt ausgesprochenen Absicht, ihre Truppen zum festgesetzten Zeitpunkte zurückzuziehen — noch immer neue Nachschübe auf die Balkan-Halbinsel dirigiert, habe zwei Mächten Anlaß zu vertraulichen Anfragen, beziehungsweise Vorstellungen gegeben. Die russische Regierung hat nun nicht nur bei den betreffenden Mächten, sondern bei allen betheiligten Staaten durch ihre Vertreter erklären lassen, daß die Nachricht von jenen Nachschüben, deren volle Richtigkeit sie zugesteht, durchaus keine bedrohliche Be- deutung habe und absolut nicht als Symptom einer aggressiven Tendenz Rußlands auSzvlegen fei. Man halte (si fabula vera) nur an dem Prin-zipe unbedingt fest, daß die volle Truppenstärke, wie sie zur Zeit der Einschließung Konstantinopels bestand, unbedingt bis zu dem Tage aufrecht* erhalten werden müsse, an welchem die Unterzeichnung des definitiven Friedensvertrages stattfindet, da man die hierin liegende Pression auf die Türkei für absolut nöthig hält. Dieses Prinzip befolgend, ergänze man alle durch Rückbeförderung und Krankheit entstehenden Lücken der russischen Armee." Zur Occupationsfrage. Der Reichsrathsabgeordnete Dr. Bareu-ther erstattete seinen Wählern in Asch Bericht über die Thätigkeit des böhmischen Landtages, deS Reichsrathes und der Delegation. Bei dieser Gelegenheit behandelte der genannte Abgeordnete auch die Occupatiou Bosniens und der Herzegowina. Der Redner stellte sich die Frage: „Ist der Erwerb der beiden Länder für Oesterreich, für dessen vitale Interessen wünschenswerth oder nicht? Ja oder Nein. (Rufe: Nein!) Sie nahmen mir das Wort aus dem Munde, auch ich antwortete mit einem entschiedenen „Nein." Ich weise diesen Erwerb zurück, weil wir im Innern viel zu unfertig sind, um uns in solche gewagte Unternehmungen einzulassen; ich perhorresciere ihn, weil er die Gefahr eines größeren Verlustes herauf-beschwört, und ich halte ihn endlich als ein um so schwereres Unglück, als er die nationalen Gegensätze, unter denen unser Land leidet, noch schärfer macht. Wenn ein Feind Oesterreichs absichtlich darauf ansgegangen wäre, um uns in arge Verlegenheiten zu verwickeln, er hätte keinen besseren Feuilleton. Der Eintag-Baron. Humoreske von Otto Moser. Das alte abgegriffene Sprichwort: „Wers Glück hat, führt die Braut heim," ist eins der wahrhaftigsten, welche sich im Volksmunde erhalten haben. Vorzugsweise bewährte es sich wol m der Lebensgeschichte des geheimen Obertribunalraths Baron Habakuk von Piependeckel. Sem Vater war ein Landedelmann, der auf einem verschuldeten Gute saß und den lieben Gott tagtäglich bat, ihm keine Mißernte zu schicken, und die heftige Gemüthsart feiner Gemalin, einer ge= bornen von Spundenudel, zu zähmen, um nicht m ewiger Sorge leben zu müsfeu, durch Hungers-notl) oder Weiberlippen ruiniert und umgebracht i},1 rot™en- Das rabiate Wesen der gnädigen Frau Mama des kleinen Habakuk brachte jedoch demselben schon bei seinem Eintritte in die schnöde Erdenwelt den ersten Schimmer des Glücks entgegen, welches semem Erzeuger vielleicht nur deshalb vom lieben Gott nicht beschießen worden war, um feinem Sproßlinge desto reichlicher zugute zu kommen. Dessen Mutter purzelte nämlich «ries Tages, als sie eben mit ihrem Gatten ein kleines Rencontre gehabt hatte und zur Abkühlung in den Garten gehen wollte, oben an der Schloßtreppe über den dort auf sonnigem Plätzchen ruhenden Hausmops und mit diesem treuen Wächter sänuntliche Stufen hinunter bis auf die steinerne Flur. Die Folge war, daß der Hausmops sich das rechte Hinterbein zerstauchte und jämmerlich heulend, so gut es gehen wollte, sich ans dem Staube machte, denn die Furcht vor der Schloßherrin, welche er so unverschuldet zum Fallen gebracht hatte, überwog den Schmerz. Die Baronin von Piependeckel aber gebar vor Schreck den kleinen Habakuk, dessen Eintritt in die Welt eigentlich um mehrere Wochen später hätte erfolgen müssen. Dies schien nun eben fein Glück zu sein, und doch war es eins. Die gute Dame hatte nämlich immer, und zwar siebenmal nach einander, schwere Niederkünften gehalten, in deren Folge keins der Neugebornen auf dieser 'Erdenwelt hatte Boden fassen können. So kam der kleine Habakuk auf die Welt, er wußte selbst nicht wie; und da der Fall seiner gnädigen Frau Mama an ihrer Gesundheit keine Schädigung verursacht hatte, war alles eitel vergnügt. Am meisten war dies aber wol der Baron, indem nach Verstandenem Wochenbette seiner Frau sich herausstellte, daß durch die Katastrophe der böse zänkische Geist gänzlich von ihr gewichen war und einer sanften, freundlichen und liebevollen Gesinnung Platz gemacht hatte. Ein zweiter Glücksfall folgte bald nachher. Eine alte jungfräuliche Tante, welche bisher mit Piependeckels auf Hofton gestanden, weil sie fürchtete, von dem Baron angepumpt zu werden, hatte bei der Nachricht von der Geburt eines kleinen Junkers und den damit verbundenen bedenklichen Umständen einen Besuch abgestattet und an dem Kleinen, wie sie sich ausdrückte, wegen seines Mopsgesichtchens so viel Wohlgefallen gefunden, daß sie sich zur Pathin desselben anbot. Natürlich wurde diese Ehre nicht zurückgewiesen, und Tante Salome stand Gevatter und hätte von diesem Tage an den Kleinen vor Liebe und Zärtlichkeit lieber gleich aufgefressen. Sie ließ es sich nicht nehmen, weiter für ihn zu sorgen. Er kam mit der Zeit auf ein Gymnasium und lernte viel, eigentlich mehr als er brauchte, indem er nach dem Wunsche der Tante in den Staatsdienst treten sollte, wo noch aus der Zeit ihrer Jugendblüte einige Anbeter, denen Fräulein Salome's Herz begehrlicher gewesen war als ihre Hand, sich in hohen Stellungen befanden und der alten Flamme ihre Freundschaft erhalten hatten. 'Alte Liebe rostet nicht. tFvrtsetz»»- folgt.) Plan aussinnen können, als den, uns die Bosna und Herzegowina aufzuhalsen. Kaum daß wir uns von den Schlägen der Jahre 1859 und 1866 erholt, kaum daß wir einen nach keiner Seite hju befriedigenden Ausgleich geschlossen, in einer Zeit, wo das Deficit in unserem Staatshaushalt wieder chronisch zu werden droht, wo die unselige Katastrophe des Jahres 1873 noch immer ihre verheerenden Spuren zieht, in einer solchen Zeit sollen wir daran glauben, daß für uns eine neue Aera politischen Aufschwungs herangebrochen sei durch die Acquisition von Länderstrecken, von denen unser Konsul in Serajewo selbst berichtete, daß sie finanziell ausgesogen und heruntergekommen seien? Haben wir die Mittel, uns dort in eine so unendlich schwierige und kostspielige Administration einzulassen ? Sollen wir Millionen investieren eines Hinterlandes von Dalinazien halber, etwa deshalb, weil uns Dalmazien schon allein zwei Millionen im Jahre kostet? Können wir unsere kommerziellen Beziehungen, unsere Handelsstraßen im Orient wirklich auf keinem billigeren Wege erreichen? Nicht durch Zersplittern, sondern durch weises Sammeln unserer Kräfte und durch ein festes Schutz- und Trutzbündnis mit unserem natürlichsten und mächtigsten Bundesgenossen werden wir unsere Interessen wahren können, die in dieser Beziehung dieselben sind, wie jene des deutschen Reiches. Am allerwenigsten ist es zu begreifeu, wie eine Politik gut geheißen werden kann, die in unserem eigenen Hause die slavische Frage durch Heranziehung ihr verwandter Elemente erst recht ins Rollen bringt. Ich wünsche nichts inniger, als daß ich mich irrte. Wie die Dinge stehen, dünkt mich aber, der richtigste Weg sei hier der, rückgängig zu machen, was geschehen." Rußland und der Batican. Die päpstliche Curie kleidet ihre Hauptforderungen an Rußland in folgende fünf Punkte: Die katholischen Geistlichen, welche von der russischen Regierung nach dem letzten polnischen Aufstande abgesetzt und verbannt wurden, ohne daß sich bereit direkte Betheiligung an der Erhebung nachweisen ließe, solle» begnadigt und wieder in ihre Aemter eingesetzt werden. Der sogenannte katholische Verwaltungshos, der, der Behauptung der Curie zufolge, unbefugterweise sich in die inneren Angelegenheiten der katholischen Kirche in Rußland einmische, soll aufgehoben werden. Der Verkehr zwischen den Erzbischöfen und dem heiligen Stuhle soll ein direkter und ungehinderter sein. Die russische Regierung hätte die Promulgierung der letzten Concilsbeschlüsie zu gestatten. Endlich solle dem Papst das Recht eingeräumt werden, eine Nuntiatur in Petersburg zu errichten. Die russische Regierung hat diese Forderungen der Curie abgelehnt, infolge deffen die Verhandlungen zwischen Petersburg und dem Vatican abgebrochen wurden. Fürst Urnssoss, der russische Unterhändler, hat Rom bereits verlassen. Maßregeln gegen die Pest. Die russische Regierung ergriff nach Ausbruch der Meuschenpest ohne Verzug strenge Maßregeln zur Hintanhaltung der Ausbreitung dieser schrecklichsten aller Krankheiten. Der Petersburger „Regierungsbote" berichtet unter», 8. d.: „Die gestrige außerordentliche Konferenz des Medizinal-rathes und mehrerer Departementschefs, unter Vorsitz des Ministers des Innern, beschloß , angesichts des ansteckenden Charakters der Epidemie im Jenotajewski'schnr Bezirke eiue strenge Quarantäne anzuordnen, erprobte hygienische Maßnahmen zu «greifen und die Zahl der Aerzte im Gonvernement Astrachan sofort zu verstärken. Der Gouverneur von Astrachan telegrafierte, daß wol neue Erkrankungen im Dorfe Wetljanka nur in geringer Zahl vorgekommen seien, daß jedoch die Epidemie ihren früheren ansteckenden und »»heilbaren Charakter behalte. Der Handels- und Postverkehr der Moskauer Verkehrslinie wurde eingestellt und wird über andere Wege geleitet." Tagesneuigkeiten. — Truppen Verpflegung in Serajewo. Die „Bohemia" meldet: „Nach einer Verfügung des Reichs-Knegsmmisters bleiben die im Bereich des Generalkommandos in Serajewo dis-loeierten Truppen mich jetzt im Fortbeznge der Etappeiiverpflegnng und beziehen überdies eine Snb-sistenzzulage i» Höhe der bisherigen Feldzulage. Die zuwachsenden Offiziere und Militärbeamten erhalten bis Ende März de» Feldausrüstnngsbeitrag." — Oesterreichische Mission i» Persien. Der k. k. Genie-Oberlieutenant Ernst Baron Leithner, Mitglied der Militärmission nach Persien, hat an seinen Vater, Herrn Anton Baron Leithner, Sectionsrath beim f. ungarischen Staatsrechnungs-hofe in Pest, ei» Telegramm übersendet. Die Depesche ist in Teheran ai» 5. Dezember »m 2 Uhr nachmittags aufgegeben und am 7. Dezember um 2 Uhr früh in Pest angekommen. Das in französischer Sprache abgefaßte Telegramm meldet, daß die Mission am 5. Dezember wohlbehalten in Tehe* ra» eingetroffe» ist. _ — Dy » amitbomben. Die neue Zeit ist hinsichtlich der Erfindung neuer Mordgeschosse groß. J't Petersburg sowol wie i» Nikolajeff wurden in jüngster Zeit mit Dynamitbomben eingehende Versuche »»gestellt, welche, wenn auch noch nicht beendigt, bisher ein „günstiges Resultat" ergebe» haben. Diese Dynamitbombe», denen man eine wahrhaft verheerende Wirkung nachrühmt, sollen als Ersatzmittel für die Torpedos zum Zerstören feindlicher Schiffe verwandt werden. Die Bombe explodiert im Momente des Aufschlages (auch auf dem Wasser) und übt, selbst wen» sie nicht direkt de» Schiffskörper trifft, auf die nächste Umgebung eine den Torpedos gleiche Wirkung aus. Mau vermag sie, ohne Gefahr des Explodierens für beit Angreifer, auf 200 Schritt Distanz gegen das Angriffsobjekt zu schlendern, und sollen die schnellfahrenden Thor-nycroftboote, anstatt mit den sehr thenren Torpedos, mit solchen Dynamitbomben ausgerüstet werden. Die erforderlichen Wurfvorrichtungen und die Construc-tion der Bombe selbst werden sehr geheim gehalten. — Explosion einer Kanone. Ans Jsmid wird über das Bersten der 38 Tonnen wiegenden Kanone an Bord des Thurmschiffes „Thunderer" folgendes berichtet: „Die Zahl der Opfer beträgt im ganzen 52. Zwölf Personen wurden auf der Stelle getödtet, darunter die Lieutenants Coker und Daniel. Letzterer, der sich in der Kajüte unterhalb des Thurmes befand, wurde durch die Erschütterung getödtet. Was die Verwundeten betrifft, so bezweifelt man das Wiederaufkommen von 15 bis 20. Viele sind erblindet. Die Explosion wird einem Sprunge in der Kanone zugeschrieben. Der Thurm wurde durch die Explosion in Stücke zertrümmert, aber sonst erlitt das Schiff keine andere wesentliche Beschädigung. Am Samstag nahm an Bord des „Thunderer" eine Untersuchung über die Ursache des Unfalls ihren Anfang. Es heißt, das Kriegs-ministerium hatte diese Monstregeschütze mit besonderer Sorgfalt prüfen lassen. Eines derselben wurde über 200mal abgefeuert, ehe es in Dienst gestellt wurde. In der Kanonengießerei in Woolwich mißt man das Unglück einem Fehler bei dem Laden des Geschützes zu. Es wird behauptet, die Ladung sei nicht gehörig eingerammt worden. Die Ladung der beiden 38 Tonnen wiegende» Kanonen a» Bord des „Thunderer" geschieht durch hydraulische Maschinen. Admiral Sir G. Hornby meldet auf telegrafischem Wege, daß die Verwundeten in dem Palast in Jsmid mt-tergebracht und die Todten auf dem dortigen Friedhofe beerdigt worden sind Ans Anordnung der Admiralität wird sich der „Thunderer" nach Malta begeben, wo der Thurm repariert werden und das Schiff eine neue, 38 Tonnen schwere Kanone erhalten wird. Lotml-undprovin)ial-Dlgelegenheiten. Heneral'versamrntung des konstitutionellen Vereins für Kram Sonntag am 12. Jänner d. 3., 11 Ufte vormittags, im blauen (Enjinofaal'e. Tagesordnung: 1.) Geschäftsbericht. 2.) Rechnungsabschluß 3.) Bericht über den Schnlpfennig. 4.) Neuwahl des Ausschusses und der Rechnmigsrevisoren. 5.) Allfällige Anträge. — (Znr Rekrntenstellung pro 1879.) Der hiesige Stadtmagistrat erließ unterm 7. d. M. nachstehende Kundntachnng: „In Bezug auf die bevorstehende Stellung des Jahres 1879 wird knitd-genmcht: 1.) daß die angefertigten Verzeichnisse der znr diesjährige» Stellung berufene», i» den Jahren 1859, 1858 u»d 1857 geborite» einheimischen Jünglinge vom 10. bis 25. Jänner l. I. im Magistrat» liehe« Amtslokale (Expedit) zur Einsicht aufliegen werden, und daß jedermann, der a) eine Auslassnug oder unrichtige Eintragung Anzeigen, oder b) gegen die Reelamation eines Stelluitgspflichtigen oder gegen dessen Ansuchen um die Enthebung von der Präsenz-dienstpflicht Einsprache erheben will, berechtigt ist, dieselbe in der vorerwähnten Frist einzubringen und deren Begründung nachzuweisen, dann 2.) daß die Losung für die Stellungspflichtigen der ersten Alters» klaffe am 17. Febrnar l. I, vormittags 10 Uhr, im städtischen Rathssaale vorgenoinmen werden Wird, wobei das persönliche Erscheinen dem Betreffenden freigestellt bleibt." — (Ernennung.) Der Rechnnngsprakticant und Reserve-Lieutenaut Herr Vittcenz Ieric wurde zum Rechnungsassistenten beim hiesige» Finanz-Rech-»uugsdepartemeiit ernannt. — (Ans dem Armee-Ve rordnuug S -blatte.) Die Lieutenants in der Reserve Otto v. Fladiuig und Alois Poljauec des Dtocaner Infanterieregiments Nr. 79 wurden, elfterer itt den Stand des steirischen Landwehr-Schützenbataillons Cilli Nr. 20, letzterer in jenen des steirischen Laud-wehr-Schützenbataillons Marburg Nr. 21, und der Assistenzarzt Dr. Anton Zizek des Garnisonsspitals Nr. 8 in Laibach in den Stand des steirischen Land-wehr-Schützenbataillons Graz Nr. 22 übersetzt. — (Sachverständige bei G rundschätz n»ge».> Das k. k. Oberlandesgericht in Graz hat zu bestimmen befunden, daß von den k. k Bezirksgerichten in Krain zu den im Laufe des Jahres 1879 vorkommenden Entschädigungsverhandlungen aus Anlaß der ausgesprochenen Enteignung zum Zwecke der Herstellung und des Betriebes von. Eisenbahnen nachgenamtte Sachverständige zugezogen werden können: Filipp Dobner, Eifenfabriks-Gesell-schafter in Laibach; Franz Witfchl, Landesingenieur in Laibach; Weitzel Stedry, pens. k. k. Ober-Juge-niettv, Haus- und Realitätenbesitzer in Laibach; Franz Kotnik, Fabriks- nnd Realitätenbesitzer in Verd, Bezirk Oberlaibach; Ignaz Markus Jelousek, Ziegelsabriks- und Realitätenbesitzer inOberlaibach; Leopold Dekleva, Müller und Grundbesitzer itt Buje, Bezirk Adelsberg; Matth. Premron, Grundbesitzer tu Ubelskn, Bezirk Senosetsch; Franz Kautschitsch, Grund-bescher in St. Veit, Bezirk Wippach; Binceuz Mally, Müller, Lederer und Realitätenbesitzer ut Krainburg; Joses Koschier, Realitätenbesitzer tu @cheje, Bezirk Krainburg; Johann Gnsel, Reult-tätenbesitzer und Produktenhändler i» Bischoflack; Alfons Freiherr v. Zois, Fabriks- und Realitäten-besitzet itt Schaltenoorf, Bezirk Radmannsdorf; Josef Ovin, Gutsverwalter in Radmanusdorf ■ Michael Rasinger, Postmeister und Realitätenbesitzer in Wurzen, Bezirk Kronau; Adolf Obresa, Realitätenbesitzer und Holzhändler in Zirkniz, Bezirk Loitsch; Johann Onderka, t. f. Bergrath und Ma-schienen-Jnspektor in Jdria. — (Die Jahresversammlung des L a i b a ch e r T n r n v e r e i n s) findet morgen Abend um 8 Uhr im Gasthauslokale „zur alten Schnalle" statt. Nach Erledigung der Tagesordnung wird eine gesellige Unterhaltung stattfinden. — (Zur Bereinsstatistik.) Im Jahre 1875 bestanden in Krain 127 Vereine, und zwar 5 Actienvereine in Laibach, 3 Bildnngsvereine in Laibach, 7 Casinobereine (je 1 in Laibach, Adelsberg, Gottschee, Gurkseld, Krainbnrg, Loitsch und Rudolfswerth). 3 gewerbliche Fachoereine in Laibach, 5 Feuerwehrvereine (je 1 in Laibach, Laibach-Um-gebung, Tschernembl und 2 in Gurkseld), 2 Gcsangs-vereine (je 1 in Gottschee und Gurkseld), 1 Geselligkeitsverein in Laibach, IG Kranken-Untcrstützungs-und Leichenbestattungsvereine (6 in Laibach, 1 in Adelsberg, 3 in Krainburg, 1 in Littai, 2 in Loitsch, je 1 in Radmannsdorf, Stein und Tschernembl), 5 landwirthschastliche Vereine (4 in Laibach und 1 in Tschernembl), 4 Lehrervereine (2 in Laibach und je 1 in Radmannsdorf und Tschernembl), 28 Lesevercine (1 in Laibach, 11 in Adelsberg, 1 in Gottschec, 2 in Krainburg, 5 im Bezirke Umgebung Laibach, 1 in Littai, 1 in Loitsch, 1 in Rudolfswerth, 3 in Stein, 2 in Tschernembl), 3 Musikvereine in Laibach, 3 Pensions- und Alterversorgungsvereine in Laibach, 8 politische Vereine (3 in Laibach, l in Gnrkfeld, 3 in Krainburg mid 2 in Stein), 7 Schützenvereine (1 in Laibach, 2 in Adelsberg, 2 in Gottschee, 1 in Littai und 1 in Rudolfs-Werth), 2 Sparkassevereine (1 in Laibach und 1 in Sagor-Littai), 2 Spar- und Losankaufsvereine (je 1 in Stein nnd Tschernembl), 4 Turnvereine (2 in Laibach, je 1 in Adelsberg und Radmannsdorf), 1 Stadtverschönerungsverein in Krainburg, l Vor-schußkasseverein in Laibach, 6 wissenschaftliche Vereine in Laibach, 10 Wohlthätigkeitsvereine (9 in Laibach und 1 in Rudolfswerth) und 1 Verein in Radmannsdorf. ' — (Landschaftliches Theater.) Die schauerliche Raubmordgeschichte „Der polnische Jude" mußte gestern als Nothnagel in Verwendung kommen, nachdem die in Operetten beschäftigten Weiblichen Gesangskräfte zweiten Ranges noch nicht so viel Muße fanden (?), ihre Partien in „Fatt-mtza" und „Methusalem" zu studieren. Die Ausnahme der Räubergeschichte war keine unfreundliche, die Herren Direktor Ludwig und Ehrlich machten dieselbe genießbar. Wohlthuend wirkte die an-muthige Operette „Caunebas", namentlich das von Frl. Mafia mit Feuereifer vorgetragene Trinklied. Es ist hohe Zeit, daß das Theaterrepertoire eine andere Form annehme. Unser Publikum stellt sich mit einem Repertoire, also lautend: heute „Eduard und Kunigunde" und morgen „Kuuigund' und Eduard", d. H. heute „Eannebas" und morgen „Salon Pitzelberger" und so fort, nicht zufrieden. Wir rufen der Bnhnenleituug mit Jzzet Pascha zu: „Ein bischen anffrifchen!" — (Raub, oderMenchelinord?) Unter diesem Stichworte bringt die „Deutsche Ztg." folgenden, derselben aus Krems zugekommenen Bericht: »Der Hausierer Paul Lackner, 25 Jahre alt, gebürtig ans Krain, wird seit dem 4. d. vermißt. Am Samstag übernachtete er im Gasthofe „zum ßchfett" in Stein. Am Sonntag um halb 5 Uhr rf er den Gasthof, um sich über Mautern v m .•lr4°9en6ut9 iu begeben. Des Morgens wurde uc Lnieftasche des Lackner, welche nur Reifedocn-mente enthielt, am Ausgange der Brücke in Mautern, nächst dem sogenannten „Mertens-Garten", anfgefunden. Auf der Brücke find Blutspuren wahrgenonimen worden. *u§ verläßlichster Quelle ^fahren wir. daß der Vermißte nahezu 100 fl der Brieftasche hatte und eine goldene Uhr «« silberner Kette bei sich trug. Sein Hausier- bündel enthielt Schnittwaren im beiläufigen Werthe von 150 fl. Man nimmt nun an, daß Lackner, welcher die Brücke von Stein nach Mautern passieren mußte, auf derselben meuchlings angefallen, ausgeplündert und dann in leblosem Zustande über die Brücke in die Donau geworfen wurde. Die Sicherheitswachen von Krems nnd Stein haben die energischesten Maßregeln getroffen, um die Thäter zu eruieren. Heute abends gelang es dem Wachmann Böhm, ein Individuum anszugreiseu, welches eine goldene Uhr, silberne Kette nnd eine Barschaft von 60 fl. bei sich hatte. Ans Befragen gab dieser Mann lächelnd an, die Uhr sei nur von „Trompetengold", doch bald darauf erklärte ein Goldarbeiter, die Uhr sei wirklich von Gold. Hebet den Erwerb des Geldes gab der Unbekannte die widersprechendsten Auskünfte. Dem Wachmann fiel es sofort auf, daß der Verdächtige, welchen er vor wenigen Tagen in zerrissenem Arbeiterkittel auf der Gasse traf, heute neue und anständige Kleidung trug, deshalb arretierte er ihn. Die Untersuchung wird hoffentlich in Balde Licht in die Sache bringen. Der Vater des Vermißten weilt zur Zeit in Krems. Als Thatfache sei constatiert, daß seit wenigen Jahren dies bereits der fünfte Raubanfall ist, der an jener Brücke begangen wurde." Zur Laudtagssefsiou 1878. (Aus der 11. Sitzung.) (Fortsetzung der Rede des Abg. Dr. ü. Schrei).) Ein weiterer Uebelstand, meine Herren, wird sich ergeben, wenn Schnlerweiternngen Vorkommen. Wir j werden in der Regel jene Rücksichten obwalten sehen, i welche das Zusammenleben des Lehrers durch eine | Reihe von Jahren mit der Schulgemeinde begreiflich macht, daß jener Lehrer, welcher an der Schule bisher gedient hat, nämlich an der einklasfigen, wenn er auch ein sogenannter alter Lehrer ist, wenn er auch nur die sogenannte Consistorialprüfung abgelegt hat, nicht aber die Lehrbefähigungsprüfung, in der Regel als Oberlehrer präsentiert wird. Und da tritt der Fall ein, daß Lehrer, welche nur diese Prüfung haben, welche — beiläufig gesagt — auf das Lesen, Schreiben und Rechnen allein sich beschränkt haben, vorgezogen werden anderen Lehrern, welche als zweite Lehrer an dieser Schule eintreten, und viel befähigter sind als der Oberlehrer. Dieses alles scheinen sachliche Gründe zu sein, welche es rechtfertigen, eine Aendernng der bestehenden Präsentationsrechte in Betracht zu ziehen. Und wenn ich auch zugebe, daß damit einem bisher bestehenden Rechte der Gemeinde präjudieiert wird, und weint ich selbst zugeben könnte, daß die Autonomie ein Postulat der Freiheit ist, so muß ich sagen, ich kenne noch ein zweites Postulat, welches für die Freiheit eben so wichtig ist, nämlich die Hebung des Schulwesens. Wenn je, so kann hier der bekannte Spruch: „Bildung macht frei!" an die Spitze gestellt werden, und cs kmui gesagt werden, daß die Hebung des Schulwesens die erste Stufe ist, welche zur Freiheit führt, die erste Stufe zur Unabhängigkeit, zur Selbständigkeit der Bevölkerung, zum selbständigen Denken und zur Erkennung ihrer wahren Interessen. Wird durch diese Maßregel die Anstellung geeigneter Lehrkräfte erreicht, so wird damit das Schulwesen, die Bildung gehoben, und jeder Schritt, der diesen Zielen entgegenführt, wird für die Gestaltung freiheitlicher Verhältnisse von großer Bedeutung und Tragweite sein. Allein ich möchte schließlich doch auch in Bezug auf diese Frage mir das Gesetz vor die Augen nehmen, um zu entscheiden, ob wirklich den Orts-schnlräthen außerdem, daß ihnen das Präsentationsrecht entzogen wurde, eine solche Fülle von Gewalten abgenommen worden sei, daß man sich darüber beklagen könnte. Ich bitte, den § 3 in die Hand zu nehmen, und Sie werden den Wirkungskreis des Ortsschulrathes mit einem Umfange und Inhalte dotiert finden, daß Sie nicht bestreiten können, daß die vollständige Gebarung des Schul- wesens, insoweit es die betreffende Schulgemeinde betrifft, in der Hand derselben geblieben ist. Wenn der Herr Abgeordnete Svetee eingewen-det hat, daß durch die Aenderung des vorliegenden Schulaufsichtsgesetzes, wie sie der vorliegende Gesetzentwurf proponiert, der Einfluß der Regierung ein ausschließlicher geworden sei, und wenn er diesfalls die Zusammensetzung des Landesschulrathes und BezirkSschulrathes kritisiert hat, erlaube ich mir, ein Doppeltes zu entgegnen. Abgesehen von der Frage, ob es nicht ein richtiges Prinzip sei, daß in Bezug aus die Verwaltung der Schulaugelegenheiten eine Einheit obwalte, welche sich eben in der Leitung der Schule durch die k. k. Landesschulbehörde ausdrückt, muß ich doch, wenn die Zusammensetzung des Landesschulrathes und BezirkSschulrathes beurtheilt wird, vor allem entwenden, daß an dem diesfälligen Gesetze im wesentlichen nichts geändert und nichts zu ändern beabsichtigt wird. Der Laudesschnlrath ist mit der einzigen Ausnahme, daß dort das Eintreten eines Abgeordneten der Stadt Laibach proponiert wird, der gleiche geblieben, wie er bisher war. Es ist ganz unrichtig, zu behaupten, daß unter 11 Mitgliedern des Landesschulrathes in Zukunft 7 Regierungsorgane fein werden. Der Landesschulrath besteht nur, wie er bisher bestanden hat, aus dein Herrn Landeschef, zwei Abgeordneten des Landesausschusses, einem Referenten für die administrativ-ökonomischen Schulaugelegenheiten, ans den Mittel-schulinspektoren, zwei Geistlichen, zwei Mitgliedern des Lehrerstandes und einem Abgeordneten der Gemeindevertretung der Stadt Laibach. Wenn ich die Zusammensetzung des Landesschulrathes nach Kategorien theilen wollte, muß ich sagen, Nichtregierungsorgane sind die zwei Landesausschüsse, rie zwei Vertreter der Geistlichkeit, zwei Lehrer und der Abgeordnete der Stadtgemeinde Laibach, also 7 Mitglieder unter 11. Wie man behaupten könne, es handle sich da um einen präponderierenden Einfluß der Regierung, kann ich nicht begreifen. An dem Bezirksschulräte und att dessen Zusammensetzung ändert das neue Gesetz gar nichts. Derselbe besteht aus 6 Mitgliedern, von denen 5 keine Regieruugsorgaue sind, und zwar 1 Geistlicher, 2 Lehrer und 2 durch den Landesausschuß bestimmte Mitglieder. Der Herr Abgeordnete Svetee hat unter anderem angeführt, es wäre doch viel zweckmäßiger, statt dieses Gesetz einzuführen, den frühem Zustand herznstellen, wo bei der Landesschulbehörde eine Art Mitwirkung seitens des fürstbischöflichen Cousisto-riums stattgefunden hat. Das freilich, meine Herren, wäre Ihnen recht. Gegen eine Rückkehr früherer Tage hätten sie gewiß gar keine Einwendung zu machen, wenn es dabei bliebe, daß die beiden Gewalten in die Verwaltung des Schulwesens ganz unbeschränkt sich theilen würden. Ich bitte, meine Herren, ob das ein freiheitliches, autonomes Prinzip ist, darüber wollen Sie selbst die Hattd an's Herz legen. Der Herr Abgeordnete Svetee hat auch erwähnt, daß es keine Eile sei, dieses Gesetz zu be-rathen, denn weder die Gemeinden noch das Land habe sich darüber ausgesprochen. Ich glaube, meine Herren, daß es nicht Ausgabe des Landtages ist, abzuwarten, ob in irgend einer oder der anderen gesetzgeberischen Frage sich ein Wnnsch nach Regelung der Verhältnisse in der Bevölkerung ausspricht. Da hat der hohe Landtag in erster Linie den Beruf, voranzugehen mit Anträgen, welche er für noth-wendig erkennt. Wenn Gesetze vorgekommen sind, welche sich nnf Petitionen der Gemeinden gründen, so muß ich sagen, daß, so weit es mir bekannt ist, mich die Aenderung gesetzlicher Verhältnisse des Schnlwesens in der Bevölkerung gewiß ans Zustimmung rechnen kann, und daß es sehr leicht möglich wäre, hier Petitionen hervorzurnsen, wenn ein Abgeordneter Zeit hätte, auf Urlaub zu gehen, um Petitionen zu sammeln. (Schlich folgt.) A«s dem Berichte der Handels- und Gewerbekammer für Krain pro 1875. (Fortsetzung., In der Putzpulverfabrik in Stein erzeugten 9 Arbeiter 89,600 Kilogramm weißes und rotheS Putzpulver. — In Selo und Waitsch nächst Laibach wurden von 16 Arbeitern aus 39,5200 Kilogr. Schweinefleich 39,200 Kilogr. Salami erzeugt. Dampfmühlen bestehen zu Laibach 1, Gottschee 2 und Reifuiz 1; Wassermühlen: im Steuerbezirke Stadt Laibach 1, Adelsberg 24, Feistriz 47, Senosetsch 24, Wippach 45, Gottschee 43, Großlaschiz 33, Reifniz 47, Gurkseld 39. Land-straß 66, Nassenfuß 74, Ratschach 35, Bischoflack 73, Krainburg 79, Neumarktl 16, Laibach-Umgebung 146, Oberlaibach 47, Littai 87, Sittich 49, Jdria 47, Laas 31, Loitsch 51, Kronau 20, Radmannsdorf 77, Rudolfswerth 83, Teisenberg 18, Treffen 20, Egg 71, Stein 107, Möttling 26 und Tscher-nembl 40, zusammen 1566 Wassermühlen mit 4677 Mahlgängen. Aus 53.724,932 Kilogramm Frucht wurden 42.240,679 Kilogr. Mehl und 1.800,996 Kilogr. Kleie erzeugt. In der Kaffeesurrogatfabrik in Laibach waren 72 Arbeiter beschäftigt, 1.008,000 Kilogr. Stoffe zu verarbeiten und 896,000 Kilogr. Feigen- und Surrogatkaffee zu erzeugen. — Bei der Canditen erzeugung wurden 17 Arbeiter verwendet, und producierten dieselben aus 15,000 Kilogramm Obst und Zucker 14,000 Kilogr. candierte Südfrüchte. — In den 11 Brauereien zu Laibach, Senosetsch, Hutterhäuser bei Gottschee, Bischoflack, Krainburg, Unterschischka, Oberlaibach, Steinbüchel und Mannsburg standen 67 Arbeiter in Verwendung; dieselben erzeugten aus 22,349 Kilo; gramm Hopfen und 25,616 Hektoliter Malz 40,<>89 Hektoliter Bier. — In den 7 Essigsiedereien zu Laibach, Bischoflack, Unterschischka, Waitsch und Stein erzeugten 30 Arbeiter 9000 Hektoliter Essig. — In der Zeit vom 1. September 1875 bis Ende August 1876 bestanden in Krain 4294 bäuerliche Branntweinbrennereien, u. z. im Finanz-Con-trollsbezirke Adelsberg 694, Krainburg 360, Laibach 890 und Rudolfswerth 2350; zum eigenen Hausgebrauche wurden erzeugt 276 Hektoliter Branntwein. Die k. k.Tabak-Hauptfabrik in Laibach beschäftigte 1010 Arbeiter; dieselben erzeugten im Jahre 1875: 51.323,360 Stück Zigarren, 4.953,000 Zigarretten, 611,188 Kilogr. Rauchtabak, 56,982 Kilogr. Gespinste und 263,594 Kilogr. Schnupftabak. — Die in Laibach, Altfriesach, Kummerdorf, Lichtenbach, Neufriesach, Bischoflack, Krainburg, Neumarktl, Ulmmt, Bresowiz, Hofdorf, Moste, Sgosch und Vigaun bestehenden Schafwollspinnereien und Webereien beschäftigten 440 Arbeiter und erzeugten 15,600 Stück Tuche, Loden und Sommerstoffe , 2500 Stück Decken und Kotzen und 16,800 Kilogr. Filze für Papierfabriken. iFertfttzuiifl folgt.) Gedenktafel über die am 14 Jänner 1879 stattfindenden Licitationen. 3. Feilb., Net'sche Real., Kokric, BG. Krainburg.- — 3. Feilb., Novak'sche Real., St. Kantian, BG. Nassenfuß. - 3. Feilb., Jenko'sche Real., Topolc, BG. Feistriz. — 3. Feilb., Srijau’jd)e Real., Möttling, BG. Möttling. — 3. Feilb., Orlie'sche Real, Möttling, BG. Möttling. — 2. Feilb., Zun'sche Real., Terboje, BG. Krainburg. — 2. Feilb., JaneziL'sche Real., Verhnik, BG. Laas. — 2. Feilb., Nagode'sche Real., Adelsberg, BG. Ädelsberg.— 2. Feilb., Petriö'sche Real., Gradische, BG Wippach. — 2. Feilb, Terbijan'sche Real., Branica, BG. Wippach. — 2. Feilb., Trost'sche Real., Podraga, BG. Wippach. — 2. Feilb-, Koßel'sche Real., Oberleibniz, BG. Radmannsdorf. — 2. Feilb., ©Jarinfif’sche Real., Pudob, BG. Laas. Angekommene Fremde am 9. Jänner. Hotel Stadt Wie». Friedrich, Fritsche, Part, Giesenbier, Just, Rauslte., und Arbeiter, Reis., Wien. — Steiner, Retz. — Urbantschitsch, Höflein. — Eerne, Lieut., Preßburg. Hotel Elefant. Blasich, Kapitän, Triest. — Münzberg Josefine, Bleiberg. — Vellusig, Kfin, Flitsch. — Ro bibn, Villach. Laierischer Hof. Kerechen, Berlin. — Wittenburg, Bres lau. — Degischer, Defereggen — Urbaner, Lienz Sternwarte. Laurencii und Laureniic I, Oberseld. — Mazik, St. Mnrriit. — Jaklit, Gutenfeld. — Bajec, Visnje. Mohren. Grundnar, Lavrem'ik, Kuttin Johann, Kuttin Simon, Stoiir, Schivez und Funa, Tolmein. — BevUu', Fröhlich Wnton, Fröhlich Martin, Fröhlich Valentin, Stouai, Benedikik, Beudijave und Tola, Saloch. — Pi° nini und Peiinini, Tirol — Raschitz, Moräutsch. — Radic, Schuhmacher, Triest. Telegrafischer Kursbericht am 10. Jänner. Papier-Rente (52-10. - Silber-Rente 63 30 —Gold-Rente 73 95. — 1860er Staats Anlehen 116 75. — Bankaktien 789. — Kreditactien 225—. — London 116 65. — Silber 100.—. — K k. Münzdukaten 5 51. — 20-Franes-Stücke 9 33. — 100 Reichsmark 57 55. Witterung. Laibach, 10. Jänner Trübe, schwacher Ost. Temperatur: morgens 7 Uhr — 5 6', nachmittags 2 Uhr — 3 6" C. (1878 — 2 6«-1877 + 11-6" C.) Barometer im Steigen, 72615 mm! Das gestrige Tagesmittel der Temperatur — 5 9», um 3 3» unter dem Normale; der gestrige Niederschlag 5-00 Millimeter Schnee. Theater. Heute (ungerader Tag): Ja, so sind wir! Lustspiel in 4 Auszügen von Julius Rosen. WF“ (firvhrrri-Urrlmuf. In einem sehr bedeutenden Marktflecken OberkärntenS, in lohnreicher Gegend und großem Bezirke als einzig bestehende Gerberei gelegen, ist eine mit Wasserkraft versehene Gerberei mit neuer Einrichtung, Wohnhaus und Werkstätte wegen Uebersiedlung unter sehr guten Bedingungen sogleich zu verkaufen. Nähere Auskunft ertheilt der Eigenthiuner selbst. Andreas Huber, (20) 7-3 Gerbermeister in Tarvis. *EB u ■c-e m <»S \ Verstorbene. Den 9. Jänner. Martin Pueelj, 47 I, Sträfling, Kastellstrafhaus Nr. 12, Lun-genschwindsucht. — Maria Tursik, Taglöhnerskind, 11 Mon., Reilschulgasse Nr. 1, Auszehrung. Herren-Wäsche, ^WD eigenes Erzeugnis, solideste Arbeit, bester Stoff und zu möglichst billigem Preise empfiehlt C. J. Hamann, Hauplplah Nr. 17. Auch wird Wäsche genau nach Maß und Wunsch angefertigt und nur bestpassende Hemden verabfolgt. (23) 115 Herzoglich braunschweigische Landes-Lotterie, vom Staate genehmigt und garantiert. Dieselbe besteht aus 87,000 Original-Losen und 45,000 Gewinnen: Mit nur 50 kr. Diese, vom Magistrate der Stadt Wien zum Besten des Armenfondes veranstaltete Lotterie enthält Treffer von 1000, 200, 1 Dukaten 100, 100 1 Gulden 100, 100 | in Gold, 100, 100 i Silber i) Wiener Commuual-Lose, deren Haupttreffer als Preis eines Original-Loses sind zu gewinnen I «O » Dukaten effektiv in Gold. 3000 Treffer 1"*' 60,000 fl. Die Ziehung erfolgt nnter Kontrolle des Magistrates am 25. Februar 1879. Bei auswärtigen Aufträgen wird frankierte Einsendung des Betrages und Beischluß von 30 kr. für FraNeo-Zusendung der Lose und s. Z. der Ziehungsliste ersucht. (593) 12—-5 ffecteelstnk der UNION-BANK, Wien, Graten 13. 200,000 fl. beträgt, und viele andere Kunst- und Werthgegen-stände in Gold und Silber, zusammen 1 Haupttreffer ev 450,000, 1 „ ä 300,000, 1 „ ä 150,000, 1 „ ä 100,000, 1 „ ä 60,000, 3 „ ä 40,000, 3 „ ä 30,000, 1 „ ä 25,000, 5 „ ä 20,000, 12 „ ä 15,000, Rcichsmi Die erste Ziehung findet statt am 10. und 17. Jänner 1879, zu welcher ich Original Lose Ganze Halbe Viertel 1 Haupttreffer ä 22 ä 2 „ a 4 rf a 61 ,, ä 6 a 107 „ ä 213 „ ä 523 a 847 „ ä u. s. w. 12,000, 10,000, 8000, 6000, 5000, 4000, 3000, 2000, 1000, 500 Achtel fl. 10 fl. 5 fl. 2 50 fl. 1-25 gegen Einsendung des Betrages oder Postvorschuß versende. Jeder Spieler erhält die Gewinnlisten gratis! Willi. Basilius, Obereinnehiner der braunschweigischen Landes-Lotterei (609) 10—8 in Braunschweig. Druck von Jg. v. ffil eiitwatjr & Fed. Bamberg. Verleger: Ottomar Bamberg. Für die Redaction verantwortlich: Franz Müller.