s Franko pauschaliert). Erscheint wöchentlich zweimal: Donnerstag und Sonntag früh. «AriftUttiins unb »mDoltuitg: Pikiernova »lito Nr. 5. Telephon II. — Ankündigungen werden in der Lerwaltung gegen Berechnung billigster Gebühre» entgmrngenominen. B«,»g-preis«: Für da, Inland viertel, ährig « »4.-. halbjährig K 48.-, gan,jährig K »6— Für da« Ausland emiprnhend« Erhöhung. - »in,eine Ru««ern l «rone. Nummer 39 Sonntag den 15. Mai 1921 3. [46.] Jahrgang Verjüngung. Äcin Fest ist in der deutschen Poesie mit einem so lichten LenzeSzauber umwobm wie Pfingsten. Die Srast der Sonne schmückt die junge Erde mit bunten Farben und tausend Hofsnungen a»f reichen Früchlesegen ruhen über den Auen. Aber dennoch kann kein deutscher Mensch sich der prangenden Psingstzeit so recht freuen, da die Not seines Volke» ihm schwer auf dem Herzen lastet. Unter dem Drucke der Entente, der durch Zu-reden der Bereinigten Etasten verstärkt wurde, haben sich die deutschen Mehrheitsparteien entschlossen, das Londoner Ultimatum anzunehmen. Die Entscheidung schwankte lange Zeit zwischen zwei Möglichkeiten: nämlich, ob es besser sei, den Wechsel zu unter« schreiben in der Gewißheit, ihn nicht einlösen zu können, jedoch in der Hoffnung, daß die Gegner selbst die Unmöglichkeit feiner Einlösung mit der Zeit einsehen bezw. daß besondere Zeitereignisse, ein Wandel der Menschen und Dinge, Deutschland von der untragbaren Last besreien würden; oder aber zweitens, wie ein ehrlicher Kaufmann zu sagen: das Menschenmögliche soll geleistet, jedoch eine Ver« Kindlichkeit ohne Vorbehalt und ohne Bedingung muß abgelehnt werden, komme was da wolle. Das deutsche Volk hat sich durch seine Ber. treter sür die Unterweisung unter den seindlichen Willen entschieden. Dieser Entschluß ist eine natür« liche Folge der Annahme des Versailler Diktats, die wiederum aus dem Waffenstillstand von Tom-pivgne erwachsen ist, auS der verhängnisvollen Waffenstreckung Deutschlands. Die Hoffnungen, daß sich die Leidenschaft des Hasses an der Ohnmacht Ilrühtingsöilder. (8u< der Umgebung Manders.) Von Grete Eölch, Maritor. Die unbeschreiblich zarte Lieblichkeit de» Pfingst« srühlmgS liegt über dem Land« und zieht die Mensche« au« zusammengerückten Straßen heraus in da« ewig junge frische Grün der Natur. In den Mittagstunden der Werktage lenken sie ihre Schritte durch da« süß duftend« Blütengeschimmer de« Parke« in da« der» sonnene Tal der drei Teich«. Wer kennt nicht di« zag-haste Einsamkeit der weiten blumenübersprenkelten Wiesen, die alten feierlichen Buchen, die b«waldeten runden Hügel und die ruhsamen Wasser der Teich«? Ja den Augen der Lustwandelnden, die dem Ge-trieb« der arbeitsamen Woche die FrühlingSstunden fortnehmen, glänzt hie Vorfreud« auf die langen freien Sonntage. Ihre Blicke messen den windumwehten, breit in« Land ragenden Pyramidcriberg. Schön ist eS, da obro zu stehen und über da» maiengesegnete Unterland zu schauen. D«r Berg bietet willig sein« Stirn« den brausenden Offenbarung» de« Lenze» dar. Andächtig Mannt, reckt er den mächtigen Rücken gegen den blaß-blauen Frühliug«himm«l und scheint in geruhiger Hin-gäbe zu denken: Ihr armen, törichten Menschen I Wa« quält ihr euch mit Sorgen und Erinnerungen? Seht mich an. Auch ich mußte mich begnügen. Einst ragte dis stolze Festung der .Grafen von Marburg" auf meinem Haupte empor. Manch haßerfüllter FeindeSblick »alt der trotzigen Mauerkrone. Eine sieghafte schöne Zeit schlug ihr« Wellen um mich herum. Viele Früh-tinge legten die duftenden Farben und Freuden um mein« Häng«, bi» dann die Burg al« hochlodernde Brandfackel ihre Vernichtung in» Land schrie. Wo sie eines Volkes mildern würde, haben sich eb«nfo trügerisch erwiesen wie die Erwartungen aus einen gerechten Frieden ans den Händen der Sieger. Ja, das Ultimatum geht sogar vielsach über Versailles hinaus und macht das Folterwerkzeug handlicher und würgt die deutsche Zukunft nicht bloß, wie vorgesehen war, sür «ine Generation, sondern für mehrere Geschlechtersolgen. Wenn die Bedingungen de» Londoner Diktates zur Gänze erfüllt werden sollten, so würde daS deutsche Bolt.mehr als hun-dert Jahre brauchen, um sich von diesen Fesseln wieder frei zu machen und um die wirtschaftliche und politische Unabhängigkeit wieder zu gewinnen, die eS vor dem Kriegsausbrüche befaß. Schon heute aber kann Fan sagen — und der Engländer AeyneS hat eS offen ausgesprochen — daß die Bedingungen, welche die Eutente dem deutschen Volke auserlegt, unerfüllbar sind. Die Erkenntnis hievon war die Ursache des deutschen Widerstandes und die Triebfeder der deut-schen BergleichSverfuche. Ein andere« Volk, daS nicht fo ehrlich ist wie das deutsche, hätte sich scheinheilig unter daS Joch gebeugt und die Welt zum Zeugen der seindlichen Bruta-lität angerusen, um bei gelegener Zeit den Zwang von sich abzuwerfen. Die Deutschen wollten über-zeugen, daß die ihnen zugemuteten Forderungen daS Maß ihrer Aräste übersteigen, aber die Staatsmänner der Entente warm blind und taub gegen alle Ar« gumente, da sie die deutsche Mentalität nach ihrer eigene» beurteilten und hinter jedem Worte, hinter jeder Note Tücke und Arglist witterten. Di« Entente wird sich jedoch nicht lange de» Triumphe» über ein wehrlose» Volk freuen, sie wird gestanden, steht heute die kleine Kapelle. Ich bescheid« mich mit ihr, mit der ich nun eng »erkunden die Frühlingszeiten frier«..... Ein breiter Gehweg führt baumurnraufcht auf die mäßig« Höhe de« Salvarienberge«. Und solch« Mensch«», di« »»r dem strahlenden FrühlingSprangeo noch immer wie abweisend die Rügen senken, w«il der Winter in ihrem Herzen noch nicht vom Lenze besiegt wurde, werden dort oben von der Wunderbarkeit der Ver-jüngung ergriffen. Die ganze Lieblichkeit de« Heimat-litten Landschast«bilde« liegt in unbeirrbarer Fröhlichkeit vor dem stillen Beschauer. Alle Bitternisse abstrei« send, tritt er veredelt und versöhnt au« dem winzige» Gotte«haus, dessen Ziegel in einer Zeit, al« der fin, stere Würgengel, die Pest, durch unser »and ging, von frommen Händen hinaufgetragen wurden. Die alte Heimat»liebe regt sich mit unwidersteh« lichem Drängen. Froh und über sich hinaus gehoben schreitet man bergab auf schmalem Wege, in versteckten blütenstrauchüberwucherten Gräben, durch blühend« Obst-gärten, vorbei an rrbtnumjponnenen Häuschen und alle« scheint zu sagen: Halte zu un«! werde mit un« wieder fröhlich. Sich, der Allmächtige war gnadenreich auch in diesem Jahre! .... Neckische Lüfte wühlen im Haargekräusel zweier Mädchen. Sie schreiten fröhlich lachend durch den Früh« ling. Unter «inem weißen Weingarthau« halten sie zögernd still. Forschend gleiten ihre Blicke zu den Fenstern empor, ihre Augen begrüßen die alte gutbe-kannte Laube, die cm Ende de« Weingarten« grü-'um-rankt in der Sonne träumt. »Weißt du noch ?" flüstert da» eine Mädel dem anderen zu und „Weißt du noch?" kommt e« erinnerungSfrch fast gleichzeitig von den Lippen der anderen. Und während di« Mädchen ihr« erkennen «üffen, daß sie durch die Lahmlegung der deutschen Arbeitsleistungen sich selbst den größte« Schaden zugefügt hat. Deutschland ist trotz alle« da» Herz Europa» und wenn dieses Herz geschwächt wird, so müssen alle Glieder dieses WirtschaftskörperS ver« dorren. Da» Wort vom Pyrrhussieg kann auch an den Ententestaaten zur Wahrheit werden. Wa» kommen wird, wer weiß eS zu sagen? Deutschland muß heute den Sprung in» Dunkle l«w, weil d«r Bund der Feinde e» dazu zwingt. Aber die Welt ist erfüllt von den unzähligen Fährlich-leiten gärender Entwicklung. Da» deutsche Volk kann nun mit Gleichmut allen Möglichkeiten entgegensehen. Die bitterste Rot wird e» läutern und ihm da» Vertrauen in die eigene Würde, da» e» verlsre» hatte, zurückgeben. Der ungeheure Ueberschuß der deutschen Tüchtigkeit, der sich in der Zersplitterung der deutschen Volksstämme und in der Vielheit der deutsche» Staate» auswirkte, ist durch die Unerditt» lichkeit de» Schicksals zu einer einzigen Kraft zu« sammmengepreßt worden. Die Tragik der deutschen Gegenwart, in der ganz«« weiten Welt einsam, wehrlos und ohne Freund dazustehen, wird die in diesem Volke schlummernden edlen Eigenschaste» heben und die «rdüb«l einer glücklicheren Vergangenheit, deu PartikulariSmuS nnd die Selbstbefehdung, wie Schlacken »o» ihm läsen. In Deutschland wächst ein Geschlecht heran, daS die Schrecknisse de» Kriege» und de» darauffolgend«» Frieden» zu Mensche» reinerer und besserer Art schmieden. Weder die k»U turelle noch die politische Expansion, die Aller weUS« idee, die e» zu seinem Schaden durch Jahrhunderte hindurch sür andere Völker wirken ließ, kann die Sendung de» deutschen Volkes sein, sondern da» geheim,» Wichtigkeit«» besprechen, kommt die Winzerin, auch sie umflossen «on der Freudigkeit des Frühling». „O, die lieben Fräulein! Grüß Gott, grüß Gott! Schade, daß die Herrschaft »och nicht da ist. Morgen kommen st« aber all« auf Pfingsturlaub. Auch die jungen Herr«, au« Graz", letzt sie vielsagend hinzu. „Ja, jetzt wird e« wieder lustig und lebendig da her« außen. Die Fräulein werden ja sehen, wie gemütlich e« wieder sein kann. Ein gute« Jahr ist heuer. Da» Rebholz ist s» schön ausgereift. Wem, nicht» dazwischen kommt, wird die Herrschaft mit dem Weingarten Freud« erleb«»". Di« zwei Mädel drücke» der braven Win« zerin fest di« Hand und fort geht« querfeldein, um-sungen und umklunge» von den süßen Stimmen de« Frühling« und d«r selige» Jugendzeit..... Pfingsttage, Ausflugtage. I» den trüben Winter» tagen erhoffte, ersehnte, blumenbekränzte, blauversonnt«. Die lieblich trauten, am Fuße de» Bachern Hingestreck-ten Ortschaften, im Grün verlorene Blumensträuße^ bieten reiche Gelegenheit, vergnügte Zecher zu beher-bergen, die sich am Brautschmuck der Wiesen und Wälder gesund sehen und den goldsprühenden Wein dem Sieger Frühling zu Ehren unter blühenden Bäu- men genießen wollen..... Wurmberg. Bon den eseuumsponnenen Zinne» umfaßt der Blick da» weite wunderbare Bild. Drei« undachtzig Kirchen und einundzwanzig Schlösser sind die schimmernden Gedanken, die die Vergangenheit hinein gelegt hat. verlöre» und dem stille» Zauber alter Zeiten hingegeben, geht der Wanderer durch da» starre Gemäuer, durch die spttzgiebelige» Tore, ar. dem felfea-kühlen tiefen Brunnen vorbei. D«n zwei zu lebenslang« licher Haft verurteilt« Sünder in düsterer Ergebung gegraben. Ihr Leid um d»S verlorene Leben war I Seite 2 Cillier Zeitung Nummer 3? Besinnen auf sich selbst, die Lerianerlichung seine« Wesen» und die Zusammenfassung seiner Kräfte zu» Nutzen der Volkseinheit. Die Ententevölker. die in frevelhafter Ueber-Hebung sich heute als Herren deS Erdballes dünken, find von Gefahren bedroht, deren Größe sie viel-leicht noch nicht ahnen. In ihrer scheinbaren Einig, keit von heute liegen schon die Keime zukünftiger Zerwürfnisse. Senn eine« von ihnen in die Tiefe stürzt, wird e« erst beweisen müssen, ob eS eben so viel Kraft, Gesundheit und Unverwüstlichkeit in sich trägt, um sich vom Sturze wieder zu erheben. Wie in der Natur au« der Erstarrung de« Winter« neue« Leben erbläht, so wird sich auch da« deutsche Volk au« der leidvollen Gegenwart empor-ringen in verjüngter Kraft und Wesenheit. Die lschechisch-rumiinische MiMärkonventton. Die Tschechoslowakei und Rumänien haben eine Militärkonvention abgeschlossen, über deren Zweck und Bedeutung der tschechische Gesandte in Bukarest sich folgendermaßen äußerte: ,.Die Konvention entspricht unserer Idee eines neuen Mitteleuropa. Der Zweck ist die Erhaltung des durch die Friedensverträge geschaffenen neuen Standes der Dinge. In ihren Konsequenzen be-deutet die Tatsache positiv eine enge politische Zu-sammenarbeit beider LertragSteile mit Südslawien in Mitteleuropa, wo unsere Gruppe daS entscheidende Wort haben wird. Nicht zuletzt ist beiden Berttags-staaten die aktuelle enge Verbindung eine Gewähr dafür, daß wir nicht in die Folgen der katastro-phalen Politik Deutschland« in der Frage der Sank» tionen und in den notwendig folgenden Zusammen» bruch mitgerissen werden. Den negativen Einfluß de« Vertrages erblickte ich darin, daß jede politische Kombination Rumänien« mit einem Staate, mildem wir nicht in Frieden leben würden, in Hinkunst ausgeschlossen ist. In diesem Zusammenhange ist bemerkenswert, daß unser Vertrag zu einer Zeit unterzeichnet wird, wo magyarische Berichte haltlose Kombinationen über eine Verbindung deS rumänischen und de« ungarischen Throne« und über eine polnisch-magyarisch-rumänische Verbindung ausstreuen." Au« diesen Aeußerungen geht hervor, daß sich die Tschechoslowakei durch die Konvention weitere Sicherungen gegenüber Ungarn und auch gegenüber Polen z« schaffen sucht. Einerseits bezweckt sie dadurch Bürgschaften für ihre politischen Interessen gegenüber diese» beiden Staaten, anderseits aber glaubt sie nunmehr auf Ungarn einen gentgend bnnmentief und turmhoch. Die eigenartige Schönheit de« kleinen Burghofes, die »erwitterten Steinwappen, die langen Kreuzgänge sprechen die erschütternde Sprach« menschlicher Vergänglichkeit, die der Stein überdauert, von dem über dem Abgrunde hängenden Balkon de« Turmzimmer« steht man den Schocket, da« Rennfeld, den Hochschwab und die duftigen Linien de» Kolo«. von hier aus blickten die gestrengen Herren und Ritter tber da« weite herrliche Land. Wie die Sage berichtet, hat ein Ptujer Ritter die Burg im I I. Jahrhundert aufgeführt, der er den Namen Wurmberg gegeben hatte, weil er in flammenumlohtem Kampfe einen Lindwurm erschlagen. Im 13. Jahrhundert wurde ste von König Ottokar berannt und »ernichtet, weil ihr Ritter gegen ihn ^schworen war. Friedrich der III. „von Pettau" baute ste wieder auf und in der Folge wohnten die «e-schlechter der Grafen von Schaumberg und Herberstein in ihren Mauern. Al« die Religionskriege auch unser Land mit Brand und Unrast überflogen, mußte der damalige Besitzer, Graf Stubenberg, ein Anhänger de« freien Evangelium«, Burg und Land verlassen, weil er de» neuen Glauben nicht abtun wollte. viele Stürme sind um Schloß und Berg erbraust, manch« Schicksale dort erfüllt, aber der Bau steht in stolzer gelassener Schönheit noch heute und erzählt dem Wanderer »on langverrauschten Zeiten und »iedergegan- genen Geschlechtern..... Um Maribor, die »lte schöne Stadt, schwingt der Frühling der Segenwart seinen heiteren Zauberstab. Der Himmel weitet stch strahlend über da« sonnige «tersteirisch« Land. Der Segen wirkt in Tal und auf den Höhen, di« Lerche jubelt ihr Frühling«lied im hohen «lau und die gesehene Freud« de« «erden« er. füll» die Welt. _ starken Druck ausüben zu können, u« e« zum An-schlufse an da? System der kleinen Entente zu be« wegen, dai den militärischen Rahmen für den Handel»-politischen Zusammenschluß der beteiligten Staaten unter tschechischer Führung bilden soll. Gelingt e« Ungarn diesem System anzugliedern, dann würde die Reihe an Deutschösterreich kommen und man geht mit der Annahme kaum fehl, daß den Borbe-reitungen hiezu die derzeit tagende > Konferenz der Nachfolgestaaten in Rom gewidmet ist. E» handelt sich dabei um einen zweiten TvpuS eines DonaubundeS, der sich jedoch von dem fran. zöstschen wesentlich unterscheidet. Trotzdem ist kaum anzunehmen, daß der Abschluß der Konvention mit Rumänien in offenem Gegensatz« zu Frankreich er. solgt sei. Frankreich ist zurzeit durch die reich», deutschen Angelegenheiten derart in Anspruch ge-nommen und hinsichtlich der Sanktionen auch auf die Mitwirkung seiner kleinen Verbündeten so sehr angewiesen, daß eS seine Donaupolitik vorläufig zu-rückgejtellt haben dürfte, um sie zu gelegener Zeit wieder aufzunehmen. So lange wenigsten« Take Jonescu rumänischer Minister deS Aeußern ist, besitzt Frankreich in Bukarest einen ergebenen Agenten »nd hat deshalb vorläufiz ernste Unannehmlichkeiten seitens den nunmehr durch Rumänien erweiterten Neinen Entente kaum zu besorgen. Wienerische Nachdenklichkeiten. Von Peter Igel, Wien. Der Sommer steht vor der Türe. Die Länder treffen Vorbereitungen zum Empfang ihrer Gäste. Die Wiener rechneten stark darauf, daß man sie wieder überall freundlich aufnehmen werde. Da stellte sich aber die Tatsache ein, daß man in Tirol und Salzburg, in Oberösterreich und in Steiermark den Wienern eine recht deutliche Absage zu teil werden ließ. DaS hat hier arg verstimmt. Wer die Verhältnisse in den Ländern kennt, wunderte sich nicht darüber. Der Wiener ist in den Ländern nicht beliebt. Er war eS auch früher nie-«als, als noch die Länder unter der Oberhoheit eines Reiche« standen. Man hat damals den Wiener nie recht ernst genommen. Er wurde immer al« ein LustikuS gewertet, als ein leichtsinniger Patron, und in den Kreisen der ernsten Provinzpolitiker konnte man sich niemals deS Gefühles erwehren, daß diese wienerische Heiterkeit und Unbekümmertheit am Sitze des Reiches der großen Sache des Vaterlandes nicht von Nutzen ist. Dazu hat man in den deutschen Provinzen, besonders in den Kampfgebieten Deutfchböhmens, Deutschtirols usw. di« völlige nationale Würdelostg» keit der Wiener breiten Schichten strenge ver-urteilt. Damit ist e« auch jetzt nicht besser geworden. Im Gegenteil. Man erinnere sich nur, wir man Heuer im Herbst eine Woche hindurch in Wien einen Puccinirummel gerade in jenen Tagen erlebte, als Italien die Besitznahme Südtirol» feierlich erklärte. Während man in den Alpenländern den endgültigen Entgang deutschen Landes tief betrauene, sagte der Wiener achselzuckend .Da kann man nix machen" und eilte in das Puccinikonzert. Und jetzt wundern sich eben diese Wiener, daß die Tiroler nicht entzückt sind, wenn sie hinkommen. Würdelos war auch, was die Wiener mit den Ententemissionen getrieben haben. Besonders die Frauen und Mädchen waren hinter den fremden Ossizieren wie verrückt her und noch jetzt wird f«rt-während in den Liebesinseraten der Wiener Presie von liebeslustigen Weiblichkeiten ein „Ausländer" als galanter Partner gesucht. In den letzten Wvch-n wird der Abbau der fremden Kommissionen, besonders der Reparation?« kommission, mit großem Eifer betrieben und man kann fast täglich am Westbahnhofe Angehörige dieser fremden Amtsstellen mit massenhaft zusammengekaufleu Sachen in Separatzügen sortfahren sehen. Das ehemalige KriegSministerium und die Hof-bürg, wo die fremden Aemter zu« größten Teil, untergebracht waren, werden in Folge dessen immer mehr von dieser Invasion befreit und können nun-mehr für die Zwecke Oesterreich« nutzbar gemacht werden. Man erhofft sich davon eine kleine Erleichterung in^der Wohnungsfrage. Die Haupturfache der Wiener Wohnungsnot ist bekanntlich darin gelegen, daß die Wiener HSufee seit drei Jahren keinen Heller Ge» wiun tragen. Die Hausherren sind verarmt »der haben ihre Häuser an Geschäftsleute verkauft, die in einem Hause, ohne aus Zinsen zu reflektieren, ihre leichten Gewinne sicher anlegen. Durch eine boshafte Interpretation deS Mietgesetze« macht man den Hausbesitzern nicht nur die Erhaltung ihrer Häuser unmöglich, sondern schreckt auch alle anderen Unternehmer ab, Häuser zu bauen. Da« Mietgesetz ist bekanntlich in feinen Grundgedanken (Schutz de« Mieters vor den Willkürlichkeiten de« Hausbesitzers) von der größten sozialen Bedeutung, aber e» ist töricht, auf Grund diese« Gesetzes die Ueberwälzung der Lasten auf den Mieter hindern zu wollen, denn für den Mieter wird ja da« HauS betrieben, brennt da« Licht, funktioniert die Kanalräumung, kehrt der Kaminfeger die Herde und Kamine und waS der. gleichen Dinge sind. Während früher die Miete einer Arbeiter-wohnung etwa 24 K im Monat kostete und da« Einkommen des Arbeiter« etwa 30 bi« 40 K in der Woche war (der Arbeiter mußte also eine Woche beiläufig arbeiten, um die Miete zu verdienen), kostet diese Wohnung jetzt mit den erlaubten Er-höhungen etwa 50 * im Monate. Der Arbeiter braucht also bei einem Wochenlohn von 2000 K. der jetzt der DurchschnittSlohn ist, nur eine einzige Stunde zu arbeiten, um die Miete für den ganzen Monat zu verdienen. Diese« drastische Beispiel kenn, zeichnet die wirtschaftliche Ungerechtigkeit, die in der boshaften Anwendung eines sonst sehr vernünftigen Gesetzes gelegen ist. Aber die Arbeiterschaft fchaeldet stch mit diesen Maßnahmen nur selbst ins Fleisch. Während der reiche Mensch auch jetzt gegen Ab-lösung jederzeit eine Wohnung haben kann, sind die Arbeiter nicht in der Lage, ihre Wohnung zu ver-ändern und zu vergrößern oder überhaupt zu einer eigenen Wohnung zu kommen. Neben der Wohnungsfrage gehört auch die Beamtenfrage zu den drastischen Wiener Fragen, die niemand zu lösen im stände ist. DaS kleine Oester-reich, das etwa so groß ist wie die Schweiz, hat 250.000 Beamte, während die Schweiz nur 90.000 öffentliche Angestellte besitzt. Da diese Beamten auch Angehörige, Frauen und Kinder haben, schätzt man die Menschen, die der Staat erhalten muß, aus 1,000.000 Leute, die von Staatsgehalten lebe». ES ist mithin jeder sechste Mensch in Oesterreich irgendwie ein öffentlicher Nutznießer. ES ist begreif, lich, daß sich die Beamten gegen ihren Abbau wehren, aber andererseits muß doch jedermann einsehen, daß eS so nicht weitergeht. Zu welch grotesken Situa-tionen die Ueberfülle ganz besonders älterer Beamter im Zusammenhange mit den neuen Besoldungs-gesetzen führt, kann man aus der einzigen Tatfache ersehen, daß am großen Wiener Telegraphenamt, wo früher im Frieden ein Direktor und ein Stell-Vertreter die Leitung inne hatten, gegenwärtig 31 Direktoren tätig find. Das ist natürlich ein wahnwitzige Verschwendung von hochwertigen und teueren AmtSkräften, die niemandem zu nutze ist und Unsummen verschlingt. Aehnlich verhält eS sich auch bei den Wiener Straßenbahnen und bei der Gemeinde. Um den Leute» den Dienst zu verekeln, hat «a» schon län-gere Dienststunden eingeführt, aber damit keinen Erfolg erzielt. Die Leute bleiben. Sie sitzen eben eine Stunde länger im Bureau. Gemacht wird so viel oder so wenig wie früher. Da« neueste Wiener Losungswort heißt Preis-abbau. In dieser Woche fanden folgende Preisabbau-aktionen statt: ES wurden erhöht die Preise der Zigarren, der Eisenbahnen, der Straßenbahnen. . . So etwas nennt man bein uns — Preisabbau. . . Politische Rundschau. Inland. Aus der versassunggebenden Versammlung. Unter geringer Beteiligung der Abgeordneten wurde die verfassunggebende Versammlung am, 10. Mai wieder eröffnet. Den Verhandlungen lauschten mehr Zuhörer von der Galerie «uS als Volksvertreter im Saale waren. Bon den Rednern, die bei dieser Eitzuvg zu Worte kamen, vermochte mir der erste, der klerikale Abgeordnete von Prekmurje Klekel. eine größere Aufmerksamkeit zu erzielen, d« er durch seine Ausführungen die anderen Abgeordneten zum Wider, fpnich herausforderte. Die ihm nachfolgenden Redner der klerikalen, kommunistischen, demokratischen und radikalen Partei ergingen sich bloß in Programms-tischen Bettachtungen und brachten keinerlei Material vor, daS die Erörterung zu befruchten geeignet ge-wefeu wäre. Kummer 39 Die Mandate der Radle Partei. Der Ministerrat hat beschlossen, den Jmmuni-tät«auSschuß der Konstituante zur Einberufung einer Sitzung aufzufordern, in welcher die Mandate jener Raditianer, welche durch ihre Tätigkeit die natio-nale und staatliche Einheit gefährden, als ungültig erklärt werden sollen. Die Regierung hofft, diese Maßnahme ohne besondere Schwierigkeiten durch-fähre» zu können, weil in der kroatischen Bevöl-kerung große Mißstimmung gegen Stephan Radii bestehe. Ein neuer Schulgesetzentwurf. DjS Ministerium für BolkSansklärung hat einen Ausschuß nach Bcograd einberufen, der stch mit der Beratung eines neuen SchulgejetzentwurfeS befassen soll. Dem Entwürfe liegt, wie daS Ljublja-naer Tagblatt Jutro zu melden weiß, im wesent-lichtn eine Denkschrist zugrunde, welche die in der Bereinigung jugoslawischer Lehcer organisierte slowe. nische Lehrerschaft ausgearbeitet hat. Die Haupt-i-estiinmungen der Borlaze stützen sich auf den be-züglichen Artikel der Verfassung und auf die Bor-schrifte.i d:s Vertrages von St. Germain, soweit sie den Schutz nationaler Minderheiten betreffen. Für die Errichtung neuer Schulen soll, diesem Entwürfe zufolge, für den 'ganzen Staat die Anzahl von 30 Lindern festgesetzt werden. Da« Schulwesen soll ausnahmslos verstaatlicht und auch in den Minder-heitSschulen der Unterricht in der Staatssprache er-teilt werden. Die bisherigen privaten Volks- und Bürgerschulen sollen vom Staate übernommen werden. Die Schulverwaltung erster Instanz soll der «-chulauSschuß darstellen, der jedoch keinerlei persön-l'che Angelegenheiten der Lehrerschast zu erledigen haben soll. Aus diese Weise würde sonach da» System der Schulräte fallen gelassen werden. Staatsfeindliche Staatsangestellte. In Kroatien und Slawonien gibt (8 bei den Eisenbahnen und verschiedenen StaatSSmtern Auge-stellte, welche sich privat und öffentlich im staats-feindlichen Sinne betäligen und die Arbeiten zur Festigung des Einheitsstaates zu verhindern suchen. Die Beograder Regierung hat eine strenge Unter-suchung eingeleitet; die bisherigen Erhebungen lassen die Vermutung zu, daß die Fäden der Bewegung nach Budapest, Rom und in die Schweiz reichen. Hauptversammlung des Schwäbisch-deutschen Kulturbundes. Sein einjähriges Wiegenfest begeht der Schwäbisch deutsch- Kulturbund am 5. Juni in KarlSdors (Banal). Der Ortsausschuß mit Herrn Karl Leideckcr an der Sp:tze entfaltet schon jetzt eine rege Tätigteil, um den Festteilnehmer» den Aufent-halt an der VundeStagung so angenehm als anglich zu gestalte». Die Hauptversammlung, deren TageS-ocdnung noch später bekanntgegeben wird, dürste heuer dadurch einen besonderen Reiz gewinnen, daß sie unter freiern Himmel, nämlich im OrtSparke von KarlSdors, abgehalten wild. Ein gemeinsames Mittag-essen im Hoiei Herz, daS Gedeck ohne Getränk zu 15 Dinar, wird die Gäste auch persönlich einander näher bringen. Nachmittags treten.VolkSbelustigungen aller Art in ibre Rechte und am Abende wird in fünf Gasthäusern dem Tanzvergnügen gehuldigt werden. Anmeldungen zur Teilnahme mögen bei gleichzeitiger Ueberweisung de« Geldbetrages für das gemeinsame Mittagessen tunlichst bald an Herrn Karl Leidecker in KarlSdors eingesendet werden. Die Hauptversammlung deS Schwäbisch-deutschen Kulturbundes ist eine Familienveranstaltung In jedem Sinne des Worte«; e« sind daher auch deutsche Frauen und Mädchen herzlich willkommen. Austand. Die Option für Deutschösterreich und die Vermögensabgabe. DaS deutschösterreichisch« Bundesgesetz vom 8. März 1921 verfügt, daß dem deutschösterreichi-schen Vermögenoabgabegesetz vom 21. Juli 1930 im 3. Absatz de« Paragraphen 9 der Satz beizu« füge» ist: „Personen, die auf Hrund des Friedens« vertrage« von St. Gennain die Option für Oester-reich ausgeübt haben, werden nach 8 7 so behandelt, als ob sie am Stichtage österreichische Staatsbürger gewesen wären ; Personen, die umgekehrt die Option für einen ausländischen Staat ausgeübt haben, nach § 9, beziehungsweise nach den § 11 und 13, als ob sie bereits am Stichtage und am 12. November 1918 ausländische Staatsangehörige gewesen wären." Damit ist gesagt, daß alle Deutschen, die für die deutschösterreichische Republik optiert haben, die deutschisterreichische Vermögensabgabe entrichten Tillier Zeitung müssen. Zu diesem GesetzeSnachtrage hat die Groß« deutsche Partei im Natioualrate Stellung genommen und einen diesbezüglichen Antrag eingebracht, in dem eS unttr anderem heißt: Diese Bestimmung weist eine schwere Härte hauptsächlich gegen jene Optanten aus, die sich noch im Auslande befinden, Härten, die von der dentschösterreichischen Regierung wahrscheinlich gar nicht einmal beabsichtigt waren. Man kann von diesen Leute» unmöglich die Kenntnis der österreichischen Gesetze verlangen. Es ist z. B. hinlänglich bekannt, daß die Jugoslawen bis vor kurzem nicht einmal österreichische Zeitungen über die Grenze ließen und für Bücher einen derartig hohen Zoll einHeben lassen, daß die Deutschen, die sür den deutschöster« reich^schen Bundesstaat optiert haben und noch im SHS Staate wohnen, schon aus diesem Grunde über die hiesigen behördlichen Verfügung?» nicht unter-richtet sein können. Diese Optanten würden also der ganzen Vorteile, die daS Gesetz bei Vorauszahlung usw. gewährt, nicht nur nicht teilhastig werden^ sondern sie müßten nach dem Wortlaute des zitierten Gesetzesnachtrages noch 5°/, Zinsen von eiuer Ab» gäbe zahlen, die sie gar nicht kennen, und würden überdies nach § 42 deS VermögenSabgabegesetzeS Gefahr laufen, eine Erhöhung von 5#/0, ja sogar 10% entrichten zu »küssen. Die eingangs zitierte Gesetzesstelle steht aber auch im Widerspruche mit der Vollzugsanweisung vom 20. August 1920, nach welcher die Anmeldung der Option gegenstandslos wird, wenn der Optant innerhalb der gesetzlichen Frist die.AnSwanderung nach Deutschösterreich voll« zieht. SS wird daher der Antrag gestellt: Die Bun» deSregierung wird aufgefordert, die oben zitierte Gesetzesstelle im Vermögensabgabegesetze durch ein: Gesetzesvorlage derart zu ergänzen, daß Optanten ihre vermögenLabgabebekenntnisse erst drei Monate nach ihrer Uebersiedlung nach Deutschösterreich einzubringen haben. Volksabstimmung in Salzburg. Die drei Landeshauptmannstellvertreter und sämtliche politischen Parteien des LandrS Salzburg haben an die Bevölkerung einen Ausruf herauSge-geben, in welchem sie erklären, daß sich die Salz-burger nicht von den Tiroler Brüdern beschämen lassen dürfen. Gerade zu einer Zeit, wo die französische Faust zum Schlage gegen Deutschland ausholt, wolle das Land Salzburg sein Bekenntnis zum deutsche» Volke ablegen, in der vollen Ueberzeugung, daß jedes Unrecht im Gange der Geschichte seinen Rächer finden muß. Der Tag, an welchem die Bewohner deS Landes Salzburg ihre Zugehörigkeit zum Mutter-lande bekunden werden, ist auf den 29. Mai fest-gefetz». Eine neue deutsche Regierung. Der ReiehSpräsident hat den bisherigen Reichs-schatzminister Dr. Wirth mit der Bildung der neuen Regierung betraut und ihn gleichzeitig zum Reich»-eutfchtand. Fast gleichzeitig hat Rußland ein HandelSab« kommen mit England und «in vorläufig«« Handels-abkommen mit Deutschland abgeschlossen. Zweifellos hat damit die Sowjetrepublik einen großen diplo« »atischen Erfolg errungen. Denn da» Abkommen Tillier Zeitung schließt eine de sacto-Anerkennung der Sowjetregie« rung durch England in sich. Da» Organ des deut« schen AußenhandelSverbandeS „DeutfchcrAußenhandel" fällt darüber folgendes Urteil: Besonders bemerkt zu werden verdient, daß die englische Regierung damit der bisherigen Politik seine» Bundesgenossen, Frankreichs, einen gewaltigen Strich durch die Rechnung macht. In dem Abkommen ist näulich von einer Anerkennung der allen ruf-sischen Staatsschulden keine Rede. Keine französische Regierung kann mit Rücksicht aus die 20 Milliarden Franken, die Frankreich an da» zaristische Rußland auSgeliehen hatte, daran denken, wieder in amtliche Beziehungen zu Sowjetrußland zu treten oder gar diese» anzuerkennen, solange eS nicht den französischen Gläubigern die Zinsenzahlung und Amorti-sation ihrer Anleihen garantiert. Daraus glaubte England jetzt nicht länger Rückficht nehmen zu können. Ob daS Abkommen wirtschaftlich von nennenswerter Bedeutung sein wird, läßt sich noch nicht ab-sehen. Der russische Goldvorrat ist sehr zusammen« geschmolzen — eS sollen nach fachverständigen Gut« achten gegenwärtig noch zirka 250 Millionen Gold-rubel sein — und größere marktfähige Warenvor-räte, mit denen die Einfuhr bezahlt werden könnte, hat das AußenhandelSkommissariat noch immer nicht zur Verfügung. Aber man hofft in London, im An« fchluffe an den Vertrag industrielle und Verkehr»-konzessionen aller Art zu erhalten. DaS deutsch-russische Handelsabkommen ist nur ein Provisorium; es enthält neben einem Zusatzab« kommen über die «ntgültig« Abwicklung der Kriegs-gefangenen-Angelegenheiten ein Abkommen über die Rechte der beiderseitigen Vertretungen und StaatS« angehörigen. In dtr amtlichen WittschaftSzeitung der Sswjetrepublik wurde über die Frage eines Handels-Vertrages mit Deutschland, der als dringend not-wendig bezeichnet wird, folgendes ausgeführt: Aus welcher Grundlage soll ein Vertrag abgeschlossen werden? Zollpolitische Fragen kämen kau« in Frage, da ja Rußland nach der Verstaatlichung deS Außenhandels keinen Zoll mehr erhebt und die Ein -räumung der gegenseitigen Meistbegünstigung, die d«n Kern der n«u«n sogenannten Handelsverträge bildet, hätte auch wenig Sinn, da «in Wettbewerb der ausländischen Konkurrenz auf dem russischen Markt« nicht in Frage kommt. Denn mit Ueber« schreiten der Grenze werden sämtliche Waren „natio-nalisiert" und eS kann keine Rede davon sein, daß ste etwa nach ihrer Ankunft differenziert würden. Die W«ttbewerbSmöglichk«iten sind daher für alle Ausländer die gleichen, auch ohne daß ein Meistbe« günstigungSvertrag besteht. Außerordentlich bemer« kenSwert ist, daß schwere Bedenken gegen die staat« liche Ueberwachung und Beeinflussung der deutschen Ausfuhr nach Rußland erhoben werden. Deutschland werde infolge des ungeheueren Tributs an die En-tente gezwungen fein, seine AuSfuhrpreife immer weiter zu erhöhen und diese würden die inländischen Preis« um eiu Vielfaches übersteigen. Rußland fei aber nicht in der Lage, exorbitante Au»fuhrpreife zu zahlen und sich für KriegSentfchädigungSzwecke aus« nützen zu lassen. Es fei für Rußland entschieden vorteilhafter, wenn es mit den deutschen Firmen auf Grund der freien Konkurrenz und d«z freien Spiels der wirtschaftlichen Kräfte Handel treiben könne; eine staatliche Einmischung müsse auf jeden Fall vermieden werden. Mit anderen Worten heißt daS, daß die Sowjetregierung bolschewikische Methoden im Auslande ablehnt, nenn sie keinen Profit davon hat. Freilich hat neuerdings bemerkenswerterweise die Sowjetregierung sich entschlossen, den freien Handel teilweise, — so in Getreide, Kartoffeln und Heu — wieder zuzulassen. Sollte Rußland unter dem Drucke feiner WirtschaslSnot tatsächlich die Rückkehr zum Freihandel bewerstelligen, so könnten sich die Aus-sichten für die Wiederanbahnuig von Handel?-beziehungen zwischen Deutschland und Rußland bessern. _ Unsere Vierproduktion. Die jährliche Bierproduktion in Jugoslawien ergibt 700.000 Hek-toliter, während der Jahresverbrauch aus 1,200.000 Hektoliter geschätzt wird. Bei voller Ausbeutung Ihrer Leistungsfähigkeit könnten unser« Bierbrauereien den ganzen Bedarf des Landes decken. Zurzeit mangelt es den Brauerelen an Ammoniak für das Abkühlen, sowie an der erforderlichen Fässer- und Flafchenzahl. Die Anfertigung von Fässern in der Regie der Brauereien selbst, sowie die in Aussicht stehende Steigerung der Flaschenproduktion werden diesem Mangel bald abhelfen. In unfern Bierbrauereien werden jährlich an 1400 Waggon Gerste, hauptfäch- Nummer 39 lich auS dem Banat und der Batschka verarbeitet. Hopfen wird am meisten in Petrovac (Batschka) und ^alec bei Celje erzeugt. Größere Brauereien befinden sich in Beograd, Jagodina, Nisch, Pantschewo, Be« liki Betschkerek, Zagreb. Osijek, Sifak, Mittowica (Syrmien), Daruwar. Sarajewo, Tuzla, Ljubljana, Celje, Kranj, Maribor, oisto und Laski Trg. Ja der letzten Zeit hat die Leistungsfähigkeit unserer Bierindustrie qualitativ nachgegeben. Dies erklärt sich aus dem starken Bierbedarf, der nicht gestattet, daß das Bier systematisch und vorschriftsmäßig pro« duziert wird. Das Fischereigesetz Wie auS Beograd gemeldet wird, ist ein Fischereigesetz für die Fischerei im ganzen Gebiete unsere» Staates ausgearbeitet worden. Es wird eine Hauptdirektion zur Führung der in dieses Fach einschlagenden Angelegenheiten gegründet werden. Die Südbahnfrage. Wie au« Wien ge« meldet wird, hat auch die deutschösterreichische Regie« rung ihre Zustimmung zum provisorischen Regime auf der Eüdbahn gegeben, so daß nur noch di« Ein-willigung der jugoslawischen Regierung ausständig ist. In Wien hofft man, daß Jugoslawien dem Ar-rangement bald beitreten werde, obgleich die jugo-slawische Regierung in dieser Frage noch immer k«in«n endgültigen Beschluß gesaßt zu haben scheint. Der Plan, den auf unser Gebiet entfallenden Teil der Südbahn abzukaufen, zmußte wegen der damit verbundenen finanziellen Schwierigkeiten aufgegeben werden. Eine Berkehrskonferenz. In aller« nächster Zeit wird in Budapest eine Konferenz zu« fammentreten, auf der unser Staat, Deutschösterreich und Rumänien vertreten sein werden. Auf dieser Konferenz werden die Vertreter der angeführten Staaten über die Einführung regelmäßiger Züge zum direkten Warenverkehr zwischen Deutfchöster« reich, unserm Staate und Rumänien über ungarisches Gebiet verhandeln. Ankauf von Eisenbahnmaterial. Un« sere Regierung wird in Amerika eine größere An« zahl schwerer Schnellzugsmaschinen sür den Waren« transport anschaffen. Waggons werden teilweise in Belgien, teilweise in Frankreich bestellt werde». Lagerzins. Vom 1. Juni an wird für Waren, welche zum Transport bis zur Möglichkeit der Expedition in einzelnen Stationen ausgegeben werden, die Befreiung vom Lagerzins aufgehoben, so daß derselbe auch für solche Waren zu bezahlen sein wird. Kohlenlieferung. Am 17. Mai findet in der Kanzlei des technischen Lagers der militärtech-nifchen Werke in Kragujevac die Offertverhandlung für Lieferung von 250.000 kg. Holzkohle statt. Schriftliche Offerten sind in verschlossenem Brief-Umschlag an den Leiter deS technischen Lager» zu richten. Freier Maisexport. Der Ministerrat in Beograd hat die Aushebung deS Ausfuhrverbotes von MaiS beschlossen. Für Importeure. Alle Importeure werden aufmerksam gemacht, bei Einfuhr von Waren au» Deutfchisterreich von der zuständigen Handelskammer ein Ursprungszertifikat zu verlangen, um auf diese Weise die Waren nach dem Minimalzoll zu ver« zollen. Die Ausfuhr auS Deutschösterreich ist im all-gemeinen frei und daher in der Mehrheit der Fälle eine Ausfuhrbewilligung nicht notwendig. Für die kleine Zahl von Waren, deren Ausfuhr beschränkt ist, gilt alS Ursprungszertifikat eine vom deutsch« österreichischen WareuverkehrSbureau ausgestellte KoutingeutSbestätigunz. Auch bei der Emfnhr au» der Tschechoslowakei ist ein Ursprungszertifikat not-wendig, um der Verzollung nach dem Minimalzoll-taris teilhast zu werden. Diese Vorschriften sind mit Rückficht auf den 50^igen Wertzoll aus deutsche Waren von großer Wichtigkeit. verkauf von Hornvieh in Wien. Einer Wiener Meldung zufolge wurde am 9. Mai in Wien neben dem Schweine- und «chafmarkt ein solcher sür den Verkauf von lebendem Hoxnvieh er-richtet, wie er vor dem Kriege bestände» hat. Aus« fünfte erteilt die priv. Handelsagentur, Wien I., Seilerstätte 30. Stinnes in Ruhland. Der Temps be« richtet nach dem Bolschewikenblatt Kalbeschi, Hugo Stinne», der bekannte deutsche Großindustrielle, habe die metallurgischen Werke von Brian»k gekaust. Sr habe versprochen, im ersten Jahre 70, im zweiten 200 und im dritten 1200 Lokomotiven herzustellen, den Betrieb aber so zu fördern, daß er später »000 Lokomotiven und 80.000 Waggon» liefern könne. Auch habe er zugesagt, ein Drittel de» erzielten Nutzen» der Sowjetregierung zu überweisen. Nummer 39 Eillier Zeitung Ciitc § Kuranstalt Jjad Jjadeirt § auf der Sinie Jrfaribor-JCjufomer )(ursaison vom 1. Juni bis 15. September w »A» Prospekt* verschickt und Jiuskänftejrrtei/t die^Jjadedjrektion oder persönlich die jfnnonzen- ~ ^)scstÜr/l'chß ^OhlsnSQUrsbädsr ! Jfatürliche ){ohlensäurebäder ! Hotel Skoberne Samstag den 14. IMai n Kegelbabri-Sröffnung 32) (Nachdruck verboten.) Der Australier. Roman von Hedwig «Lourths-Mahler. »Ich danke Ihnen, Herr Volkmann. Ich würde meines ueuen Besitz?« nicht froh werden, wenn ich wüßte, daß die Angehörigen des früherm Besitzer« der krassen Not preisgegeben sind." „DaS ist eine Ansicht, die Sie ehrt. Herr Jausen. Die Damen können »on Glück reden, daß sich eiu Käufer von so vornehmer Gesinnung für Schönau gesunden hat.'' Ralf« Stirn rötete sich. Er fragte sich, ob er im gleichen Sinne gehandelt hätte, wenn nicht eben Komteß Dagmar Riedberg zu den Schönauer Damen gehört hätte. „Ueberschätzen Sie mich, bitte, nicht. Schließlich handle ich doch aus egoistischen Gründen. Ich will meinen neuen Besitz nicht mit bedrückenden Gesühlen antreten, und meine Ruhe ist mir mit fünszigtausend Mark nicht zu hoch bezahlt. Und nun nicht« mehr davon. Ich bitte Sie also, schnellsten« alle« Nötige einzuleiten. Die andereu Gläubiger de« Herrn von Schönau habe ich übermorgen nach Berndors bestellt. Dort sollen sie hören, wie sie zu ihrem Rechte kommen sollen. Ich bitte Sie, sich gleichfall« einzu-finden, und wenn e« Ihnen möglich ist, schon vorher mit den Damen zu sprechen und ihnen die Ueberzeugung beizubringen, daß Schönau jetzt höher bewertet ist.» Volkmann verneigte sich. .Da« soll geschehen. Morgen werde ich ohnedie« zur Beisetzung des Herrn von Schönau hinausfahren. Danach wird sich sicher eine Gelegenheit finden, mit den Damen zu reden. Werden Sie auch der Beisetzung beiwohnen V «Ich weiß eS noch nicht.* „Es wäre mir auf jeden Fall lieb, wenn Sie anwesend sein würden, fall« noch etwa» zu be-sprechen ist." „Gut, so werde ich da sein.» Die Herrn besprachen noch einige Einzelheiten und dann sagte Volkmann liebenswürdig: »Heute müssen Sie mich aber zu meinen Damen hinüberbegleiten. Trinken Sie eine Tasse Tee mit unS. Ich habe gestern schon Vorwürfe bekommen, daß ich Sie nicht festgehalten habe." Ralf lächelte belustigt. „Solchen Vorwürfen darf ich Sie nicht wieder aussetzen. Ich werde Sie gern begleiten, aber nur auf ein halbe« Stündchen, da »eine Zeit jetzt sehr besetzt ist". Die Herren verließen daS Kontor VolkmannS und begaben sich durch den überdachten Wandelgang hinüber nach der Villa des Bankier». Baron Km ff hatte sich an demselben Tage pünktlich zur Teestunde in Villa voltmann eingesunden. Die Damen hatten ihn liebenswürdig empfangen. Da Tante und Nichte im Einverständnis waren, daß Lisa Volkmann Baronin Korff werden sollte, fand der Rittmeister eine sehr freundliche Aufnahme. Er begann auch sogleich mit Feuereifer der reichen Erbin den Hof zu machen. Frau Volkmann entschuldigte sich nach einer Weile mit einer häuslichen Angelegenheit, und zwar, nachdem sie einen verstohlenen Blick mit Lisa ge« wechselt hatte. Diese war nun, wie sie gewünscht h«tte, einige Minuten mit dem Rittmeister allein. Er saßte sogleich mit einem feurigen Blick ihre 'Hand und preßte seine Lippen mit Inbrunst daraus. »Gottlob, mein gnädige« Fräulein, daß mir daS Schicksal diese« Alleinsein beschert. Endlich kann ich Ihnen sagen, wie namenlos ich mich während Ihrer Abwesenheit nach Ihnen gesehnt habe. Warum waren Sie so grausam, so lange fortzubleiben?" Schelmisch lächelnd, aber sehr erregt s«h Lisa in sein schöne« Gesicht, in dem der flotte Lippenbart den schlaffen, weichlichen Zug um den Mund verdeckte. „ES war ja nicht mein freier «ille, Baron. Diese Reise hatte mein Onkel mir verordnet — alS eine Art Strafversetzung." „Strafversetzung? Wie soll ich daS verstehen V Mit einem heißen Blick sah sie zu ihm auf. „Onkel hatte mir einen Freier ausgesucht, den ich nicht erhören wollte — weil mein Her, ander« weitig gefesselt ist. Darüber wurde er böse und und schickte mich auf Reisen. Ich sollte in aller Eile den anderen vergessen." Diese Worte begleitete sie mit einem Blick, den er nicht mißverstehen konnte. Er beugte sich zu ihr herab. „Und ist Ihnen daS gelungen?" flüsterte er. Sie schüttelte mit einem lächelnden Seufzer den Kops. ..Nein, mein Herz ist eigensinnig, «s ist mir nicht gelungen. Zch habe «ich auch gar nicht darum bemüht, ihn zu vergessen." Er preßte abermals ihre Hand an seine Lippen. .Lisa, teuerste, angebetete Lisa, darf ich hoffen, daß ich der andere bin, der, den Sie lieben?" Är Gesicht erglühte. Sie sah nicht zu ihm auf. „Warum wollen Sie das wissen V „Weil ich Sie liebe. Lisa, weil ich mich Tag und Nacht nach Ihrem Besitz gesehnt hafte. Sie müssen eS doch wissen, daß ich Ihr Sklave bin! Quälen Sie mich doch nicht länger; sagen Sie mir, daß Sie meine Liebe erwidern, daß ich hoffen darf, diese liebe, kleine Hand fürs Leben festzuhalten." Ihre Augen strahlten verheißungsvoll zu ihm auf. Sie liebte Korff mit leidenschaftlicher Innigkeit. Ihr Kopf sank wie haltloi gegen seinen Arm. „Ist eS wahr, daß Sie mich so sehr lieben?" „Wie rinnen Sie so fragen, Lisa ? Fühlen Sie nicht, wie sehr ich Sie liebe? Sagen Sie mir, daß Sie mir angehören wollen fürS Leben, angebetete Lisa. Schnell, sprechen Sie daS beglückende Wort, ehe man uns stört. Ich ertrüge e« nicht, abermals im Zweifel von Ihnen zu gehen." Sie sah in unverhüllter, leidenschaftlicher Hingabe zu ihm auf. „Muß ich es Ihnen erst noch sagen?" fragte sie leise. Da riß er sie in seine Arme und küßte sie so leidenschaftlich, als halte er wirklich die Er-füllung feiner Sehnsucht in den Armen. Dabei dachte er aber mit eine« qualvolle» Empfinden an Dagmar. Wie ganz ander» hatte» ihre ersten, scheuen Küsse ihn berauscht. Wie viel lieber hätte er sie in seinen Armen gehalten. Aber so stark »ar seine Liebe zu Dagmar doch nicht, daß er dafür hätte Opser bringen können. Lisa Volkmann ahnte nicht, daß seine Leiden-schaft einer anderen galt, daß seine G-danken über sie hinweg zu der anderen flogen. Sie war glück-selig und fühlte sich geliebt. Keine Ahnung kam ihr, daß hinter den schönen Zügen des geliebten Manne« elende Berechnung lauerte. Glückselig erwiderte sie die Küsse, die einer anderen galten, und lauschte aus die zärtlichen Liebesworte, die er ihr ins Ohr flüsterte. Schließlich wurde Korff auch selbst warm dabei. Häßlich war Lisa nicht, und wenn sie auch ein un» bedeutende« Gesicht hatte, sie hatte eine graziöse, schlanke «estalt, klare, blaue Augen und eine« frischen Teint. Mit Dagmar konnte sie sich freilich nicht messen, aber dafür war sie eine «illionen-erbin, und Dagmar eine Bettlerin. (Fortsetzung folgt.) Kautschuk-Schuhabsatz Würfel in Kisten zu 50 Kilo, Kristall in Säcken za 100 kg waggonweis» wie auch kleinere Mengen ab Lager M a r i b o r zu billigsten Tagespreisen. ::: MAYER Gesellschaft, Maribor. »Zlatorog* Jede Person braucht fQr Beinen Bedarf im Durchschnitte 12 kg Seife jährlich, eine Familie mit 6 Personen daher 72 kg. Decken Sie Ihren Bedarf mit importierten ausländischen Seifen, so zahlen Sie dafür 360 Kronen mehr wie bei der Verwendung von ,, GZ e IN 8 e a - Seife66, welche qualitativ nicht übertroffen werden kann. Vertretung und Niederlage für Untersteier bei R. Bunc & drug, Celje, Preäernova ulica 12. ,Zlatorog' \ €t*e 6 Cillirr Zeitung flammst 39 Narodna kavarna. Täglich einer beliebten ■ Damenkapelle ■ Aasang am halb 9 Uhr abends. Eintritt frei. Sache su meinen drei Ttchtera (6, 9 and 10 Jahre) Erzieherin fflr sofortigen Eintritt. Schöne deutsche Sprache erwünscht. Klarierkenatnis beverzagt. Offerte an llma Schreiber, Peduj (Baraaya SHS), Annagasse 16. Geschäftsinhaberin wflnscbt zwecks Ehe mit intelligenten tüchtigen Geschäftsmann, mittleren Alters, in Korrespondenz zu treten. Antrftge unter .IVisch gewagt 27048" an die Verwaltung des Blattes. Gesucht schön möbliertes Zimmer bei ruhiger Familie gegen gute Bezahlung. Gemeinsamer Haushalt mit netter Dame, die eigene Wohnung besitzt, bevorzugt. Anträge unter .gemütliches Heim 27049* au die Verwaltung d. BI. Schwellenlieferung 100.000 bis 500.000 Stück prima Eiaeabahnichwellen zu kaufen gelacht. Eilige Angebote an die Verwaltung dieses Blattes unter «Normalpreis 27046.* Pelargonien in den schönsten Farben für Balköne sowie verschiedene Blumen u. Pflanzen zu haben in der Gärtnerei Zelenko, Ljubljanska cesta. Viele Millionen Comcrven «Gläser I Einkoch-Apparate | verbilligen die Hauthali-Comerren Eine neue Erfindung: Drqtr's fri«*afMI«irai „SEP'i in allen QrCßen rorrätic bei | Moritz Rauch, Celje Gla»- und Poriellanhandlung, I U ahmen für Bilder, SpiegelI and Gla« erarbeiten. PreSernova ullea Nr. 4. Es empfiehlt sich den p. t. Kunden von Celje u. Umgebung E. Peönik (A. Fornara's Nachf.) Schirm-Erzeugung Celje, Glavni trg 15. Reparaturen in eigener Werkstatt« sorgfältig und rasch. Maschinsohreibunterricht nach dem Zehnfingersystem, in Slowenisch und Deutsch, erteilt Frau Fanny Blechinger, Levstikova ul. 1. Miise, Ratten, Wanzen, Russen Erzeugung und Vewand erprobt radikal wir-konder Vertilgnaginiittel, für welche täglich Dankbrivfu einlaufen. Gegen liaut- u. Feld« mSuie 12 K; gegen Ratten 16 K; gegen Knaaen o. Schwaben extraatarke Sorte 10 K; extraatarke Wanzentinktur 16 K; Motten-tilger 10 n. >0 K; Inaektrapulrer 10 u. JO K; Salbe gegen Mentchenliuse 5 u. 12 K; Laus-aalbe für Vieh 5 u. 12 K; Pulrer gegen Kleider-u. Wleofaelüuse 10 u. 10 K; Pulrer gegen GeflOgellftuae 10 nid 20 K; gegen Ameisen 10u.2OK; Vernand per Nachnahme. UngexieferTertilgungKanstalt M. Janker, Peirinjika ulica S, Zagreb 113, Kroatien Ballen Pressen DrescHmaschinen PutzMühlen SAemaschinen HYdraulische Pressen > PFlüge MilchsepAratoren MaisRebler ObsTpressen ObstmüHlen Hellrechen HäckselmasChinen Hydraul. Oelpressen iowie tlmtliche aadere landwirtschaftliche Maschinen nnd Geräte fabrizieren und liefen, in bekannt bester Qualität und Ausführung PH. MAYFARTH & Co. WEN, II. Taborstrasse 71 Fabrik landwirtschaftlicher Maschinen. Katalog Hr. 1S2S gratis nnd franko, Vertreter erwünscht. VALENTIN SCHÜNKO Maler- u. Anstreichergeschäft CetjeiQaberje Mr. 9 empfiehlt sieb zur Uebernahme aller in «ein Fach einschlägigen Arbeiten in solider und bester Ausführung zu massigen Preisen. Zn KostenroransfklUireu stet« gern« bereit. SB V £ln Paar sehr schwere Zugpferde 16 Faust hoch, k bis 8 Jahre alt, gut eingeführt, werden zu kaufen gesucht und ein Paar schwere Pferde werden abgegeben in der Leiters-barger Ziegelfabrik bei Maribor. Zu verkaufen aus einem aufgelassenen Steinbruch ein uiukmIv geuu»uerleii Wohlthun*, sofort he-zlohbnr, mit 6 Zimmern, Küche, Keller, ferner zwei Arbeiterbaracken za. 5 Joch Baugrund, davon za. 21/, Joch Wald und das ganze Inventar, bestehend aus: Trommel-Auszug mit starkem Drahtseil, Bobntähle, Hämmer, Schmiede-Einrichtung, Geleise, Wohnung»- Inventar, 5 Mi nuten von der Station Sv. Lovrenc ob Dravi entfernt. Anzufragen bei Jos. Baumeister, Maribor, Aleksa ndrova cesta Nr. 20. ' Das Allerbeste ■m schwache Frauen, Mädchen und Kinder zu stärken, ist der Eisenhaltige Wein dos Apothekers Piccoli in Ljubljana. Salon-Anzug und weisse Stoffweste (Friedensware) ganz neu, geeignet fQr Matoranten, zweisitziger, sehr schöner fas t neuer Kinderwagen (Patent) preiswert zn verkaufen. (Josposka ulica Nr. 3, 1. Stock. Damenschneiderin empfiehlt sich den geehrten Damen. Geht auch ausser Haus. Adresse in der Verwaltung des Blattes, airass Singernähmaschine Klarier und ein neues sehr schönes einfaches und elegantes Kostüm sind zu verkaufen. Anfragen Na okopih Nr. 9, 3. Stock. LUNGENSCHWINDSUCHT.' Der Specialist für Lungen-krankheiten Dr. Peönik behandelt und heilt häufig Lungentuberkulose. 20 Jahre Erfahrung aus Heilanstalt u. Praxis. Derzeit in St. Jurij ob j. £, später Celje. Zimmerleute Tischler und Schlosser bei freier Wohnung, Lieht und Beheizung für eine Fabrik Besniens gesucht« Offerte mit Angabe der Lohnanöprüche an die Verwaltung des Blattes. t70i3 Jede sparsame Hausfrau putzt ihre Schuhe nur mit der echten und billigsten Terpentin-Schuhcreme 11 MEOSAN schwarz ♦ braun ♦ gelb ♦ naturell Fabrik chemischer Produkte Hrastnik Trarftr, Snlcgtr unb &«au*acbcr: Sertiaifagbrvderei n Celje. — Verantwortlicher Schriftleiter: Dr. Statt} Per»