ClnbatherIeitunH. .M KKH. Freitag am »». Inli »8H3. D^"'"' ai I'ach'e r"^i tuna" erscheint, mit AnZnahine l>er Sunn- nnc> Feiertage, tagllch. nnv fostet sammt i?en Beilagen im Comptoir ganzjährig >i si., halbjährig 5ft. 30 lr., mil Kren^l'and im (5o,nptmr ganzjährig !2 si,, hall'jähri^ s» ft. sin- die Zustellung i»'s Hans-sino Halbja hrig :^<» lr. »nhr zu entrichten. Mit der Post Portofrei aan,jährig, nuter Krcnzl'and »nd gedruckter Adresse !.'> si., halbjährig 7 si. 30 kr. — Inse r t i o » 0g eb ü hr siir eine Spaltenzeile oder den Raun, derselbe», ist sür einmaligt Einschaltuna 3lr., siir zweimalige 4 sr., für dreimalige s, l'r. E. M. u. s. w. Zn diesen Gebühren ist in,ch dcr Iüsertionsstäuipel pr! U» kr. snr cine jedesinalige Einschaltung hiüjlu zu rechnen.' Inserate bis 12 Zeilen kosten 1 st. 30 sr. sür 3 Mal, l fl. lcsi, znm Ober-Ingenieur erster Klasse für den allgemeinen Vandienst in der Lombardie ernannt. Verordnung der M inistericn d cs Inn ern und der Justiz uom 1. Juli 1867. wirksam für alle Kronländer, in welchem das Forst-gcsctz vom 3. Dezember 18K2 Gesetzeskraft hat ^ — betreffend die Erfordernisse zur Veeidigung für den Forst- und Iagd-Schutzdicnst. Da das öffentliche Interesse dringend erheischt, daß die mit der Beeidigung für den Forstschutzvicust uach deu §§. 83 und 64 des Forstgesctzcs uom 3. Dezember 4862 und mit der Beeidigung für dcn Iagdschntzdienst nach dcn M 3 und 4 der Verordnung dcr Ministerien des Innern und der Justiz vom 2. Jänner 18>'4 (N. G. V!. Nr. 4) verknüpften wc° sentlichen 3lechtc, nur vollkommen vertrauenswürdigen Personen zugestanden werden, so wird auf Grund der uou Sr. k. k. Apostolischen Majestät mit Allerhöchster Entschließung vom 14. Juni 1867 ertheilten Ermächtigung verordnet i Allgemeine Erfordernisse znr V e c i- digung. 6ur den Forst- nnd Iagdschutzdienst dürfen von den politischen Behörden nin' Personen vo>' nnbe-scholocnem Benehmen in Eid und Pflicht genommen werden. §. 2. Besondere Erfordernisse. Insbesondere ist noch für die Beeidigung für den 6orft. und Iagdschutzdienst euüueder: u) die mit gutem Erfolge abgelegte Staatsprüfung fur das Forstschuß- und technische Hilföper. sonale, oder ^^.^"n.ckgcleg^ Alter von 20 Jahren crfor° ^ Personen, welch^wegen^s Verbrechens eines mls Gewaltthätigkeit gegen dir Per,?. ^Ande. rc,l verübten Vergehens, oder cincr solche, Uebe.tre-tung. ferner ciucs aus Gewinnsucht enispringendl'N oder dcr öffentlichen Sittllchkeit zliwldcv!nllfci,dr,i Ver> gehens oder einer Uebertretling dieser Art schuldig erkannt, oder bloß wegen Unzulänglichkeit der Beweismittel fteigcfprochen worden sind, enrl>ch Personen, welche wegen einer anderen Gesetzesübttttetling zn einer wenigstens sechsmonatlichen Freiheitsstrafe uer° Nlthcilt worocn sind. dürfen für den Forst.- und Iagv-schuiMenst, ohne besondere Bewilligung der politischen Landcsstclle, welche nnr i» sehr rücksichtswürdigcn Fällen zn ertheilen ist, nicht in Eid und Pflicht gc> nommen werden. Die Zulassung ^,r Veeidigung kann wegen Schwache des Wabrnehmungs. und Emmernngsver, mögens, wegen Hang znr Trunkenheit, znm Spiele zn Nanfbändcln nnd Exzessen. wegen Verdachtes der Bestechlichkeit oder des Schleichhandels, überhaupt we> gcn solcher physischen oder moralischen Gebrechen ver-weigert werden, die nach dem Dafürhalten der Be> Horden zur Ausübung des Forst- nnd Jagdaufstchts« dicustes mit dem Nechte einer obrigkeitlichen Person und Zivilwache minder geeignet oder ganz nnsähig machen. Die für den Forst, und IagdschutMnst beeide-ten Personen ucrlicrcu iiu Falle t'es Eintrittes eines der im §, 3 festgestellten Anoschließungsgründc die durch die Beeidigung erlangten Nechte einer obrigkeitlichen Person nnd Zivilwachc Kraft des Gesckes. Uebrigcnö kann nach Maßgabe dcr Bcsümmnn-gcn des ^, 4 wegen eingetretener physischen oder moralischen Gebrechen auf den Vcrlnst dieser Nechte er< kannt werden. §. 6. Die zur Becidignng sür den Foist- nnd Jagd-Schntzdienst bernfcncn untersten politischen Behörden haben auch über die Zulassung znr Eidcöablegnng nnd über den Vcrlnst der mit der Bceidignng erwor-bcncn Nechte (§. 6) zu erkennen. Gegen diese Erkenntnisse findet da« Nechtsmittcl des Rekurses nach den Bestimmungen des §. 77 des Forstgesctzes statt. Jedem anf dcn Forst- und Iagd«Schutzdicnst Beeideten ist eine schriftliche Bestätigung des geleisteten Eioes zu erfolgen, welche ihm znr Legitimation zu dienen hat. §. 8. Die untcrstcu politischen Behörden haben über alle iu ihrem Bezirke befindlichen, auf oen Forst-und Iligd-Schunmcnst dcrioelcn Personen genaue Vormerke zu führen und in steter Euioenz zu erhallen. Die Dicnstgcbcr oder deren Stellvertreter sind bei Vermeidung einer Ordnungsstrafe von 2 ft. bis ld st. E. M. verpflichtet, jede Veränderung in dem Stande ihres anf dcn Forst- nnd Iagdschnydknst beeideten Dicnstpcrsonalcs innerhalb einer Frist von längstens (> Monaten zur Kenntniß der betreffenden politischen Behörde zn bringen. Freiherr v. Bach m. l<- Gras N" das du ix. n. RichlmMcher Cheil. Oesterreich. Wien, 29. Juni. Von Seiten Ihrer Maje> släten des Kaisers und dcr Kaiserin befinden sich kostbare Geschenke für die erlauchte Braut des Erzhcr< zogs Ferdinand Maj' anf dem Wege nach Brüssel und bestehen dieselben in einem prachtvollen Diadcme, in Halsbändern, Armbändern nnd eincni Bnsenstraußc von Brillanlcu. Die Frau Erzherzogin Sophie, dir Mutter, des Bräutigams, übersandte der Prinzessin Charlotte unter anderen Geschenken auch eine antik gefaßte Broche. welche das von Meisttrhanc» gemalle Porträt des Erzherzogs Fcrdinand Max enthält. — Der Dekan des juridischen Professorenkollc> ^.iums iu Prcig hat jüngst in dcr Axla den Nechts» Hörern zwei neue U»tlrri'chls°Mi,üsteria!erlässe mitge-tl'cilt, I„ denselben wird den Studirenden zur strcu-^» Pfticht auferlegt, gleich in den ersten Tagen des ^amljaln-es den akademischen Pflichten um so gc-'"Menhaftcr nachzukommen, als eine wiederholte Nicht' deachtmig dieftr"Anordnung den Betreffenden beim U»,uche,i »in, ^c Befreiung von dcr Zahlnng der Hiolicgisiigcldcr. Ertheilnng ' vo„ Stipendien nnd an-ocrer Begunstiglmge» zi,^. Grundlage der Vcurtheilnng dienen wird. Der l'ci Weitem umfassendere und wich. tigere Erlaß normirt in definitiver, keinen Zwcifcl zulassender Weise die Ableitung der rcchtshisloiischcn Staatsprüfung und erläutert il/re Bedeutung für die Fortsetzung dcr rcchts> und 'stciatswissenschaftlichen Studien. Als Hauplgrundsat) wurde darin aufgestellt, daß ohne Ablegnng dieser Prüsnng eine Inskription in das 3. Jahr der juridischen Studien absolut un> möglich sei. Wien. 7. Juli. Nach dem zn Folge dcr Ge< setze vom 9. Februar und 2. Augnst die unentgeltliche Erwerbung einer Sache, wenn sie durch den crst nach der Wirksamkeit dieser Gesetze cingctrclenen Tod einer Person bedingt ist. den Vestimimmgcn dieser Gcsettc unterliegt, so hat einer neuerlich erftosseuen Ano/d-nung gemäß, dcr Erwerbcr der Sache innerhalb oer im §. 44 dieser Gcscpe festgesetzten Frist von acht. rücksichtlich dreißig Tagen deu Erwcrbungsfall dem zur Gcbül> rcnbcmcssnng bestimmten Amt anzuzeigen. widrigens die im §. 80 dieser Gesetze festgesetzte nachthcilige Folge einzutreten hat. Von dieser nachtbeiligen Folgc werden Diejenigen losgezahlt, welche bis Ente De> zcmbcr 1867 die bisher unterlassene Anzeige nachträglich erstatten. Die betreffende Verordnung ist vom 23. Juni d. I. datirt. " Nachdem das bcrcits im Jahre 1827 erlassene nud im Jahre 1837 erneuerte Verbot dcr Uebertra-gnng des Kau- und Kübeltabaks aus Tirol nnd Vor« arlberg in andere Kronländer, im lombardisch'veuetia' nischcn Königreiche nicht verlautbart worden ist, so ist dessen Kundmachnng daselbst gleichzeitig im Wege des Ncichsgssctzblattcs veranlaßt worden. Bezüglich dcr bisher stattgcfuudcncn Urbertragnngen dieftr Tabak-gattllngen hat daselbst das Gefällsverfahreu nicht einzli« treteu. Als Maßstab zur Strafbcmcssnng bei Ueberttc« tungen dieses Vcrbots, welche nach §.319 uub 320 des Gefällsstrafgesehcs als schwcrc Grfällsübcrlretnug zu bestrafen sind, ist von nun an der Unterschied zwischen dem Verschleißprcise der genannten Tiroler» und Vorarlberger Tabukgattungcn und dcr analogen Sorten des andern Kronlandcs anzunehmen. Wien. 8. Juli. Die „Wr. Ztg.« vom 8. d. bringt den Staatsvcrtrag zwischen Oesterreich, Frank» reich, Großbritannien, Preußen, Nußlaud nnd der Schweiz, iu Betreff dcr Regelung der völkerrechtliche!, Stellung des Fürsttnlhums°Ncuciiburg. — Dcr hochw. Bischof von WaitM, Aug. NoS-kovünyi, der früher schon eine Fnndation gemacht, dnen Interessen im Belauf von 2000 ft. jährlich zu Kirchen- nnd Pfarrbautcn und zur Unterstützung ar« mer SchnIIshrcr vrrwcndet werden, hat neuerdings ein Kapital von 19.000 fi. fnndirt, ans dessen Zinsen gering dotirtc Laudgeistlichc und K^plänc Zuschüsse erhalteu sollen. (Pesth-Ofencr Ztg.) — Sc. k. Hoheit dcr dnrchlaucht. Herr Erzher« zog Ferdinand Mar trafen am 3. Mends halb 19 Uhr von Brüssel in Leipzig ein, übernachteten daselbst nnd reisten am 4. Früh 8^ Uhr über Dresden wci» tcr nach Wien. — Die k. k. Akademie der schönen Künste in Mailand schreibt für einbeimische und fremde Kunst« ler die Bewerbung um einen Mylius'schcn Preis im Betrage von 1l'N0 ^'irc aus für das beste Genrebild „Nnhe während dcr Ernte in einer lombardiseben Cam-pagnk" darstellend. Die Vilder müssen bis 30. Juni 1868 eingesendet sein. __ Das Karls > Monument au der steinernen Brücke in Prag, von dem es bisher fraglich war, ob es Eigenthum der Universität bleiben oder aber in dlis der Stadt^cmeinde übergehen soll. wird nach cinem Beschlusse des akademischen Senats als Uni-ocrsitäls'Eigenlbum forterbaltcn werden. Wegen der Vilduug eines Fondes zur Erbauung des Monnmen« tcs sind bercits die nöthigen Maßregeln eingelcüet. — Das bis zum 6. früh reichende Bulletin übcr das Befinden des Feldmarschalls lantct: Se. Erzellenz schlief wieder gut wäbrend der vcrfiosscncn Nacht. Uebrigens bietet dcr Zustand keine Verän-derung. Da die Krankheit Sr. Erz. dcn Cbaraktcr eines regelmäßigen und normalrn Vcrlallfi's angenommen bat. so wird von beute an kein tägliches Bulletin ^erscheinen, doch sollen du- etwaigen besonderen Vcran» dcrungcn gemeldet werden. OHH Pcsth. 1. Juli. In dicscm Aiigenblicke sieb! man hier mit Spannung der Entscheidung einer hoch» wichtige!-. Frage entgegen. Se. Eminenz der Fürst' primas bat nämlich an die hohen kirchlichen Würdenträger dcs Landes die Aufrage gestellt. ob es zweck mäßig und wünschenswert!) sci, die Leitung des Pesthcr geistlichen Seminars unter die Leitung dcr P. P. Jesuiten zu stellen, und wenn ja, unter welchen Be-dinguugcu dieß zu geschehen hätte. Das Seminar, welches i>n Genusse dcr Güter des ehemaligen Pau-lincrordeüs slew, verfügt über bedeutende matciicllc Miltcl, von welchen ein nicht unansehnlicher Theil zur Hebung dcr Natioual-Litcratur verwendet wurde. Es z fragt sich nun. ab das Seminar anch unter dcr neuen ' ^citnng. in Folge deren es wahrscheinlich nach Ofen übersiedeln würde, diesclbe Nichtuug zu verfolgen in dcr Lage ware, andererseits spricht sich hie und da auch die Bcsorgmß aus. daß die tüchtigsten Köpfe wahrscheinlich für dcn Jesuiten.Orden gewonnen und dem Klerus dcs Landes, welcher sich durch scinc In-telligenz bisher einer so hohen Popularität erfreut, entzogen wurden. Wic man sieht, knüpft sich an die Frage nebst dem speziell klerikalen auch noch cin na> tionales Interesse und wird daher die Entscheidung jedenfalls in ten weitesten Kreisen ungewöhnliche Theilnahme erregen. Italienische Staaten. Der „Monitore Toscano" theilt folgende tele graphische Depesche mit: Livorno, 2. Juli 1857. 7 Uhr 20 Min. Morgens „An Se. Erzcllcnz Baldasscroni! Die Nacht ist ruhig verlaufen. Die Bevölkerung ist zu ihren Beschäftigungen zurückgekehrt. Gestern warcu alle Kaufladen geschlossen. Im Allgemeinen sind sie hcnle wieder geöffnet, und wenn es noch uicht alle sind, so glaube ich dieß dcr noch frühen Stunde zuschreiben zu müssen. Die Verwundeten befinden sich sämmtlich besser. Se. kgl, Hoheit der Erbprinz wird heute um 8 Uhr die, Kasernen besnchcn. Ferraro da Gravo." Dem „Corrierc mercantile" zufolge wäre in Li-vonw auch aus dcn Fcnstcru mehrerer Häuser auf die Soldaten geschossen worden' eben so sollen in in mehreren Straßen einzelne Karabinieri meuchlings mit Dolchstichen ermordet worden sein. Dcr Hafen war gesperrt worden. Die Behörde sieht sich, obwohl die Ruhe ganz» lich wieder hergestellt ist, noch immer zur Vornahme von Hausnutersuchungln veranlaßt. Man spricht von der Beschlagnahme einer gedruckten Proklamation, aus der deutlich hervorgehen soll. daß dcr dreifache Anf-standsvcrsnch auf Vcfehl Mazzini's ausgeführt wor» dcn sei. Ueber die aufrührerischen Vorgänge in Genua bemerkt cin Genueser Korrespondent der ,,Armonia". daß die Bewegung durchaus keine isolirte war, wie Manche gern glauben machen wollen. Die an so vcrschicdcnen Pnnkten dcr italienischen Halbinsel bei« nahe gleichzeitig stattgehabten Ereignisse, die Mengen der aufgefundenen Waffen und Munitionsgcgenstände. die Brandavparate. die Orte endlich, an denen dicsr Gegenstände entdeckt wurden, all dies ist ein deutlicher Beweis, daß cin weit verzweigtes Einvcrständniß statt' gehabt haben mußte. Den Ansbrnch des Aufstandrs in Livorno erzählt derselbe Korrespondent in folgender Weise: „In Äuoino begann die Bewegung am 30. Inni gegen 7 Uhr Abends mit dcr Entwaffnung uud Ermordung zweier Karabinicri von Dreien, rie in Folge eines Streites zwischen einem Kutscher uno ci> nigcn Engländern über die Bezahlung des Fahrpreises hcvbcigccilt waren. Dcr Wortwechsel hatte viele anscheinend bloß Ncngicngc herbeigelockt; die Kara-binicn nahmen dcn Kntseycr in Schutz, ohne jedoch gegeu die Engländer irgendwie ungebührlich zu vcr> fahrcu. Unter dcn Neugierigen befanden sich aber auch die Verschwornen. die Partei für die Engländer nahmen, lie Karadinicri entwaffneten und zwei von ihncn mit den weggenommenen Säbeln tödteten. Der Vorgang fand in der Nähe ciner Hauplwachc Statt, der kommandirende Offizier ließ sogleich 40 Mann ausrücken. an dcrcn Spitze cr die Unordnung unter» drücken wollte. Einer von deu Empörern, dercn Zahl mittlerweile zngcnommcn hatte. schlug mit seiner Pi> stole auf ihn an; dem Offizier gelang es. die Pistole mit seinem Degen auf die Seite zu drücken. Dic von den Empörern angegriffenen Soldaten feuerten, und nun entstand ein hitziger Kampf, in welchem die Angegriffenen zersprengt wurden. Sie flüchteten in ein HauS, um sich dort zu sammeln; der Besitzer die> ses Hauses ist als der Mitschuld verdächtig fcstgc-j nommcu woroen. Hm Soldat wurde im Kampfe gctödtct, mehrere verwundet. Von dcn flüchtigen Mcu> tcrern wurden mehrere, mit Dolchen und Pistolen, wic die Meuterer in Genua bewaffnet, ergriffen und 7 dcrselbm sogleich füsilirt. Auch an anderen Punkten kam cs zwischen Soldaten und Aufständischen zum Gefechte, so, daß von beiden Parteien wohl dreißig Manu gefallen sind; die Zahl dcr Vcrwuudctcn ist uoch gröücr. „Mau versichert — schreibt dcr „Eor. mercantile" — daß die kleine Bandc, die dns Fort Diamante überfiel, bei ihrem Rückzüge ungefähr 20 Gc-wehre zurückgelassen habe, welche alle ausländisches Fabrikat seien. Die Soldaten dcs Forts versichern ferner, daß sie uutcr den Angreifenden Franzosen und Schweizer erkannt haben. Der größte Theil dcr mit Beschlag belegten Gegenstände ist englisches oder belgisches Fabrikat." Auf cine Interpellation, die der Abgeordnete Ncvcl in dcr Sitzung dcr zweiten piemontesischen Kammer vom 1. Juli au das Ministerium über die Ereignisse vou Genua richtete, gab der Minister Na-tazzi folgende Ausknuft: „Die Behörde hatte bereits scit einigen TagAl Nachricht von den revolutionär.-» Umtrieben in Genua. Mau war benachrichtigt worden, daß die Bewegung in dcr Nacht vom ! uischcn Legion angeworben, cincn Theil derselben auf dcm uach Tuuis abgeheuden Dampfer „Eagliari" ein. geschifft, an dessen Vord sich füc Rechnung cineS Pri-vathanscs Waffen verschiedener Art befanden. Auf offener See hätten sich sodann die Mazzinisten dcs Schiffes und der Waffen bemächtigt nnd wären theils nach livorno, theils nach Ponza gegangen, wo sie, wie bekannt, überall unterlagen. Gleichzeitig mit dieser Expedition hatte dcr Genueser Putsch unter der ) Leitung Mazzini's selbst stattgefunden , der seitdem wieder spurlos verschwunden ill. Derselbe Korresondent schreibt: «Die Französische Polizei hat an dcr Französisch-Piemontesischen Grenze ein uach,Nizza bestimmt gewesenes Waffcudcpot cut. deckt und mit Beschlag belegt. Man glaubt, daß das in Paris gegenwärtig in Untersuchung stehende Komplott dcr Italiener mit den Mazzimstisehen Nevo-lutionsversuchen in Italien zusammenhängt." Eine ganz ähnliche Ansicht spricht eine vom 4. d. M. dalttte Vrüsscller Korrespoocnz der «Kölnischen Ztg." ans. Sie sagt: „Der Mazzimstischc Aufstandsvcrsuch ist gänzlich mißglückt. Es handelte sich diesmal um eine, weitverzweigte Verschwörung, deren Sprossen bis nach Frankreich hineinragten. Nährend eine Mentcrbande zu Genua die, beiden dortigen Forts zu nehmen suchte, landete in Liuorno dcr Dampfer „Caglian" mit einer Anzahl bewaffneter Aufrührer, welch? größtentheils der aufgelösten Englisch - Italienischen Legion angehörten. Der genannte Dampfer ist Ei' genthum einer Gesellschaft, welche dcn Seeoienst zwischen Genna und Tunis besorgt und war durch Uebernnnpwng in die Hände der zahlreich auf demselben befindlichen Insurgenten gerathen. Letztcrc hatten offenbar anf die Hilfe dcr Bevölkerung" gc> rechnet, welche sich jedoch vollkommen ruhig verhielt, so daß die Verhaftung der gelandeten Anfrnhrer schnell, wenn auch nicht ohne einiges Blutvergießen, vorgenommen werden konnte. Der „Oagliari" hatte mittlerweile die auf der Iüssl Ponza festgehaltenen Neapolitanischen Gefangenen (oon denen nur eine gelinge Zal)l wegen politischer Vergehen daselbst bc° findlich) deficit, lind seine also verstärkte Mannschaft szviff S^pri an. Indessen wave» bcreils zwei Neapolitanische Dampffregatten nnterwegs, welche den ^ „Eagliari" ohne Kampf nahmen, wahrend die gclan- ! ^dete Mannschaft von der Gendarmerie im Vcrcin ! niii der Stadlgardr größtenlheils verhaftet, zum gc° ringen Theile zersprengt wnrde uno tbeilweisc sich cl'gab. Es ist anch hierbei natürlich nicht ohne einiges Blutvergießen und einige Verluste von Selten der Insurgenten abgegangen. Dic Bevölkerung hat sich überall vollkommen friedlich nnd den Aufrührern gegenüber abgeneigt verhalten; in Neapel selbst iit auch nicht ein Versuch zn einem Aufstande gemacht worden, nnd hat daselbst fortwährend ungestörte Rnhe, geherrscht. — Der „Opinione" zufolge war Mazzini wirklich in Gcnna; anch in Albano wurde er gesehen. Miß White, welche, wic die »Armonia" meldet, dic Weisung erhalten hat, Picnwnt zn verlassen, dc» fand sich am 4. uoch in Geuua, Sie hat sich ihr blondes Haar schwarz gefärbt, in der Hoffnnng nicht erkannt zn werden. Dcr „Indipendentc" vom -!. crfährt indeß, Miß White sci verhaftet worden, und habe r Advokat Brofferio wnrde von ihr auf telegraphischem Wege ersucht, ihre Vertheidi« gung zu übernehmen, Frankreich. Z Paris, 2. Inli, Algerische Blätter melden. ^ daß am 28. die Mssnf'sche Divission auch das letzte Bollwerk der Beui'Neni. das Dors Tauna. wo der ^ Kyle Landwehrschwarm der uoch ununterworfcnen ^ Stämme stand, genommen hat. Von dcn am 24. Inni verwundeten 2ö Offizieren sind 12 so schwer verletzt, daß ihr Wiederaufkommen höchst zweifelhaft ist. Nicht bloß durch persönliche Tapferkeit haben die Kabylcn sich ansgezeichnet. sie bewährten sich nicht minder als vorzügliche Scharfschützen und Männer, welche Vcr-haue und kascmattirte Werke von solcher Stärke an> znlcgcn wissen, daß die Franzosen mehrere derselben erst nach mehrstündigem Kampfe mit Hilfe der Artillerie z» nehmen im Staude waren. ^ Paris, 4. Juli, Gestern Abends nm tt Uhr ' war die Eitö in großer Aufregung. In der dort ge» legene» Polizei > Präfektnr hatte sich ein furchtbares ^ Unglück ereignet. Bekanntlich werden dort gegenwär- ' tig eine große Anzahl von Gebäuden niedergerissen, an deren Stelle die nenc Polizei > Präfektur errichtet ^ werden soll. Eine vier Stockwerk hohc Mauer war i stehen geblieben, während allc sie umgebenden Gc< z bände niedergerissen waren. Anf dieser Mauer be» ^ fanden sich zehn Arbeiter, um sie abzubrechen, als sie plötzlich zusammenstürzte und neun der Arbeiter mit sich hinabriß nnd untcr ihre Trümmer begrnb. Ein schmales Stück dcr Mauer war stehen geblieben, ein Albeiter, der sich gerade Darauf lnfand. wnrde so vor dein Sturze bewahrt. Die ganze Polizei - Präfrkmr war sofort anf den Beinen, und Nettungsarbeitcn bc> gannen mit großem Eifer nnter d^r Oberleitung dcs Polizei.Präfcltcn. Einer der Arbeiter wurdc todt nnlcr dcn Trümmern hervorgezogen, drei schwer und vier leicht verwundet. Der nennte blieb vcrsehwnnden, und man hat ilm trotz aller Müde noch nicht wiedergefunden. Von den nuten an der Mauer stehenden Arbeitern, ungefähr dreißig an dcr Zahl. wurdc keiner verwundet. Das Unglück würde, wcnu cs einige-Mi> niittn früher passin wärc, noch viel größer gewefen sein; denn kurz vor dcm Einsturz dcr Mauer besau» oen sich ungefähr 60 Mann anf derselben. Die uer» unglückten Arbeiter sind fast lauter Familienväter. Das Wehklagen ihrer Frauen und Kinder, die auf die Nachricht des stattgehabten Unglückes herbeieilten, wlN'hsrzzcrreißend. Paris. 5. Inli. Aus Neapel wird vom 3. d M. berichtet, daß die Insurgcnteubandc gänzlich zersprengt ist; bei dcm letzten Kampfe hatte sie 100 Todte. Staatsrath Frcmy ist zum Gouverneur des oi-l> enthalt außerhalb Nußland über die in ihren Pässen vermerkte Frist hinaus zn verlängern, solle,i sie ge> haltcn sein, ihre Anträge inu Fristoerläxgerung an diejenigen Negiernngsbehörden zn stellen, die ihnen ihre Pässe ausgestellt haben. Die Kiewer St. Wladimir »Universität darf in Zukunft anch ohne Gymnasialvorbildung von Allen bezogen werden, welche die betreffende Prüfung bei der Universität selber bestehen. Türkei. Von der montenegrinischen Grenze schreibt man der „Agr. Ztg." unterm 27. u. M.: Gestern nm 9 Uhr Nachmittags erschienen 10 Pcrja-niken des Fürsten Danilo in dem kleinen Dorfe Ver° cclli. nahmen den Pop Gjnro Popovic und seine» älteren Sohn fest, bmiden »no führten sie auf den Markt in V,r nnd erschossen selbe ohne Untersnchnug und Kommunion; hierauf hingen sie die Körper der-selben bei den beiden Ertremiläten auf. Man lenn! nicht die Schuld der beiden Unglücklichen, über deren Hinrichtung ohne Prozeß die Herzen Aller vor Enl< setzen erstarrten. Man befürchtet weitere ähnliche Hinrichtungen. Amerika. — Amerikanische Blätter berichten über das Ende dcs nordamcrikanischcn Freibeuters Kapitän Crabbe folgendes: Es gelang ihm, die kleine Stadt Caborca zu besetzen; später jedoch, als die Mexikaner ihm einen energischen Widerstand entgegensetzten, sah er sich gc> nöthigt, sich in einem Hause dc/Stadt zn vcrschan< zen. Nach dem 8. Tage brachen die Bürger dnrch die Mauern der Hänscr nnd trieben den Feind in cm Eckgcbände, dessen Dach ein Papago-Indianer mit einem flammenden Pfeil in Brand steckte. Die Flibustier ergaben sich mm anf Gnade und Ungnade und wurden nm .-mdcrn Morgcn in Gruppen von jc 10 , ^,.^" ^'^" erschossen. (5rabbc schrieb noch einen ^>tt an icino Fran nnd qinq dem Tode M't NM entgegen. Mau band ihn. die Hände über den, Kops an cmem Psahl fest, b„„ ^„ Gesicht z»ge> kehrt wurde, woraut gegon H,,,^rt Angeln seinen Lclb dnrchbolmen. Von allen Leuten Crabbc'ö ent> kam nur cin 17jährigcr Jüngling, dem anf die Fürbitte des Kommandanten Garci<, das Leben geschenkt wnroe. Eine Anzahl Kranker vom Crabbc'schcn Korps lag im Hause eines Mr. Dnnbar; am 18. April drangen die Mexikaner in's Haus und schössen sie alle nieder, Dic Mexikaner ließen sich durch ihre Wuth so weit fortreißen, daß sie das amerikanische Gebiet überschritten, nm zwei Verwundete, dcnen cs gelungen war, sich dorthin zu flüchten, zu erschießen. Tagsueuigkeiten. ! Ein schwerer Schlag .droht der französischen und der europäischen Literatur. Veranger ist anf den Tod krank, seine Freunde zweifeln an seinem Aufkommen. Der greise Dichter ym ocrcits die Ve» sinmmg verloren. > Am 1. d. M. wnrdc in Schwaz cine KleinliN' derbcwahranstalt eröffmt. I Wir hatten seiner Zeit gemeldet, daß wegen des im März 1848 an der Fürstin Sulkowsla vcr° übten Mordes ein gewisser I. Franke aus Glciwitz im Oktober v. I. vor das Schwurgericht in Glci-witz gestellt, dic Verhandlung aber wcgcn einiger noch näher zu erhebender Umstände abgebrochen wurde. Vor zwei Wochen wnrdc die Verhandlung wieder anf> genommen, nnd Franke, trotz seines Längnens. für schuldig erklärt, den Mord "dcr Fürstin angeordnet uud dem Mörder die Waffen hierzu geliefert zu haben , weßhalb dcr Gerichtshof das Todcsnrthcil übcr ihn verhängte. (Dcr Mördcr, Namens Obst, ist vor einigen Jahren im Gefängniß, ehe das über ihn vcr> hängte Todesnrtheil vollzogen werden konnte, gestorben,) Wir erwähnten auch bercils daß Franke seiner Zcit an dcr ungarischen Insurrektion Theil genom> men hatte, später im Pcsthcr Ncugebäudc in Haft saß, nnd am 29. April 1855 der Haft entsprang. Nach seiner Gcfangennchmnng in Glciwitz war er von östcrr. Polizeibcamteu, die eigens dahin reisten, rekognoszirt worden. Aus dem nach seiner Flucht aus Pcsth erlassenen Steckbriefe geht hervor, daß Franke uuter den verschiedensten Namen, wie Skrze-tulski, Vörös, Neumann, Frankowsky sich umherge. iricbeu hatte. Er stand in Ofen iu Untersuchung, weil der Verdacht auf ihm lastete, daß er cinc Frauensperson erdolcht habe. Nachdem dcr GIciwitzcr Schwurgerichtshof das Todcsurthcil über ihn gefällt ^ hatte, brach Franke trostlos znsammc!, und drohte, menu man ihm Fesseln anlegen sollte, so würde man ihn am andern Morgen als Leiche finden. Er hat sich jedoch wie die „Brcsl. Ztg." meldet, bereits wie> der beruhigt, nimmt speise und Trank zu sich, und will die Nichtigkeitsbeschwerde einreichen. I In der ncncstcn Nummer der „Natnr" ist ein nenes Radikalmittel gegen die Seekrankheit enthalten. Der deutsch »griechische Apochekcr in Athen. Herr H,'. Lmidcrer, hat gefunden, daß das Chloroform aUe bis» her angeführten Mittel weit übertreffe. Es stillt, sagt er, in einer Gabe von 10—12 Tropfen mit Wasser genommen, dcn Brechreiz so gründlich, daß die Patienten sich demnach aufrecht erhalten können und das Schaukeln Des Schiffes gewohnt werden. Je nach ?er Individnalität aber kann cs sich ereignen, daß einzelne Personen gezwungen sind. noch einige Tropfen mehr zn nehmen, um nach der so getroffenen natür« lichen Dosis schon nach wenigen Augenblicken fähig zu sein, sich Wind und Wetter auszusetzen. ^ In Weimar wird seit einigen Tagen dem Theater gegenüber in aller Stille bereits das Pflaster aufgerissen und eine viereckige Vertiefung für das Postament dcr Goethe'Schiller-Slame gegraben. Das großc Dichterfcst im September wird ungefähr drei Tage füllen. Hauplmomente desselben bilden die feicr» liche Grnndslcinlegnng znm Karl.Augiisl-Dcnkmal. cin Zug nach der Fürstcngrnft, die Enthüllung dcr Sta< tuen Wicland und Goethe > Schiller, cin Banket auf dem Nathhanse, ein Ansftng nach dcr Wartburg und ein großes thüringisches Volksfest in Tiefurt, wo nntcr Andcrm die Goethc'schen «Fischer" im Freien gegeben werden. Das Theater wird, anßer dem Dingelstcdt'scheu Fcslspicl, während der Fcstabcnde na« türlich Werke von Goethe, Schiller und Wieland („Oberon") vorführen. I Bei dcr großen Theilnahme, welche die Un. glückökatastrophe im Hancnsteincr Tunnel erregt hat, dürfte cs für unsere Leser von Interesse sein, zu er> fahren; daß in cincr dcr nächsten Nnmmern der »Gar> tcnlanbc" eine authentische bildliche Darstellung des furchtbaren Unglücks in fünf schön ausgeführten, >2 Zoll hohen uud 8 Zoll breiten Abbildungen, an Ort und Stelle vom Historienmaler Jenny in Solo thurn mit porträtsähnlichcr Trcne aufgenommen, vcr> öffenllicht werden wird. Herr Jenny war bei Auf» fiiidung, Wiederbelebungsversuchen, Sccirnng und M-gräbniß der Unglücklichen sclbst gegenwärtig und ist also jedenfalls im Stande, cin durchaus getreues Bild dieses fnrchtbarcn Ereignisses zn licfcrn. Dcr Tcrt — mich offiziellen Berichten nnd eigener Anschanung — ist einer sachkundigen Fcdcr in Solothurn anvertraut. l Durch die „Leipziger Allg. Ztg." erhalten wir Kenntniß uon dcr Echndnng cincs Mittels, um dcr so schr überhandnehmenden Fälschung der Leinenwa« rcn dnrch Beimischung baumwollener Fäden vorzubeu» gru. Das Mittel besteht in dem von einem Dreö' vener. Andrich, crfnndcncn Linarin, von dem cm Paar Tropfen auf die zu untersuchende Leinwand hin< "ichen, die Baumwollenen Fäden wtiß und anffal. lend von den übrigen dunklcrn nnd vollkommen durch, sichtig werdenden lcincncn Fäden erscheinen zu lassen. Nein leinene Ware erscheint gleichartig gefärbt und dnrch,ichlig, wie geöltes Papier. Das sächsische Ministerium des Innern hat der Erfindung cin fünfja> rigcs Priuileginm gegrben. ! Am Schlüsse des verflossenen Jahres befanden sich in der k. k. Armee 663 goldene und 2446 silberne erster und 4450 silberne T^pferkeits-Medail' len zweiter Klasse. Davon entfallen fünf silberne Tavferkeits'Medaillcn erster Klasse anf Generale, die vom Gemeinen an dienen. Telegraphische Depeschen. Paris, 8. Inli. Die „Assemble nationale« wurde anf 2 Monate suspcndirt, weil sie in einem Artikel nachzuweisen suchte, daß die Wahlen in Frank« reich nicht frei waren. Die „Estaffctte" wurde ver» warnt, weil sie gesagt hatte, das Pariser Wal'lresul. tat sei dcr politische Ausdruck von ganz Frankreich. London. 7. Juli. Untcrhans. ^ord Palmer« ston erklärt auf cine Interpellation Berkeley's, die Ncgicrung sei gegen das Projekt des Suezkanals, weil dieser Egyptcn von der Türkei trennen nnd bri« lisch Indien gsfährden würde. Telegraphisch liegt folgende Nachricht vor: In Tunis wnrde ein Israclit, weil er dcn Namen Mohameds gelästert, sogleich enthauptet nnd sein Rumpf durch die Gassen geschleppt. Die euro» päischen Konsuln haben gegen dieses Verfahren pro-testirt._______________________________________ Handels- und Geschäftsberichte. Gräflich Saint« Gcnois'sche Anleihe. Vci der am 4ten l. M. stattgehabten dritten Vrrlosnng wurden folgende Nummern gezogen: j Nr. 69279 gcwinnt 70,000 fi.; Nr. 47880 >3000fi.; Nr. 23418 1000 ft.; Nr. 34712 u. 54395 n 500 ft.; Nr. 52244, 57115, 59058 und 72128 ü 250 fi.; Nr. 17026. 22612, 33442, 4823« und 63828 l'< 200 fi.; Nr. 2504, 6891, 9849. 17135, 17656,24310, 28656. 28932, 29537. 38213. 44588. 46499, 49199, 53260. 59304 und 64871 ;»'i2ftfi ;' 65 ft, gewinnen: Nr. 1117. 1408. 1492. 3323 4350' 6897. 8065. 901 l. 10063. 10518 10751 10832 10918.11299,11588.11970.12855 13222 13449 15047,15474,16337, 16578. 174,4, 17606' 1915!)' 19307, 19833,19906. 20226. 20568 2071:/ 21020 .21363.22048,22050, 23046, 23080 23110' 23509' 23646,23866,25260, 26432. 26467 26582' 26909' 27603,27864,28412. 30411. 31206, 31816' 32163' > 32621,33062, 33356, 33659, 34011 34250 34849' ! 35561, 35588, 35710, 35818, 35830, 3585,' 35895' 36031.36065,36116,36961.37102 37428 37442 «37758,38961,39263, 40772, 41526 41792' 4227(>' ,42277,42670,42708, 43271, 43821, 4385s/ 4452!)' ! 44786, 44805, 45781, 47482, 48636 49582 5064i' 50976,51682,52068,52082,52936 53179 53332 ^54159,54211.54233, 54604, 5476(/ 5478i' 5493. Hafer.......... 15» ^ ^ ?., Kukurutz........ ^ — ^ ''» Druck und Verlag von I^ilaz v, K!^'lnn««nr ^ F^ B«mv"ertt in" Laiba^ H,' v r s e u d e v i ch t aus denl Nbendblattc dcr östcn-. kms. Wiener Zeitung. Wien 8. Juli, Mittags ^ Uhr. Das Geschäft siill, im Ganzen jedoch die Stimmung besser, Papiere fest. VanbAfticn besonders beliebt. Devisen zu den gestrigen Kursen allseitig ausgeboten. National - Aulehen zu 5'/« so °/l» ^«5 7. Anlehcn v. I. 185'l 3. L. zu 5 °/« 95 7, ~W Lomb. Venct. slulcheu zu 5"/« W-W 7, Slaatsschuldvcrschreibungen zu 5"/» 83'/» ^L^- detto ^ . 5'/."/« 73 V.-73'/, detto „ ^V« „. Niulz, „ 7, "/„ W------ Oedenbinger dctto detto „ 5"/» 95------ Pesther detto delto „ 4°/, 95------ Mailänder dctto ditto „ 4"/, 94------ Gnmdcntl.-Oblig. N. Oest. „ 5 "/.. 8« 7,-K8 V, dctto Nugarn .,'5°/« 81 '/«—82'/, detto Galizien ,, 5"/, 80^.-81 detto dcr nbrigen Kronl. zn 5 "/« 8« 7, - 87 Vanlo - ObÜgatione» z» 2 7, V» «>3 V.~-, 5 "/« 89 7,-90 Glogguil^r dcttu ,.5"/« 82 7,-83 Donau Damftssch.-Oblig. „5 7« 86------ Lloyd detto (in Silber) „ 5 "/« 92—N3 3"/„ Priorität^ Oblig. der Staats-Eife»bah,>- Gesellschaft z>, 275 Frails pr. Stuck ll0 lll Aktie» der 9!aiio»a!banf 1<)!6 -1«17 5"/„ Pfandbriefe der Nat.'onalbans «^monatliche 99 7.-99 7, Aktien der Ocsterr. Kredit-Anstalt 24l —24l 7, „ N. Ocst. Esko!»pte-M's. «23-l2^7. „ „ Aildlveis-Linz-Güiiiüdücr- Eisenbalm 232—234 „ „ Nordbahu 192—192 7, ,, „ St^atseiftnl',-Gesellschaft zu 50U Franks 2«l'/,-28l V. „ ., Kaiftn»-Olisabeth-Bahn zu 200 ft. nut 3ft M. Eiiizahlunq !00 7.«^W0 7, „ „ Sild-Nordde!>—1N6 7. „ Thciß-Vahil 1N0 7.-UW7. „ Lomb.-Beuet. Eisenbahn 249 7,^250 „ Kaiser Frauz Josef Orientbahi, 193 7.—193 7^ „ Trieste- Lost 102 7,-103 „ „ Doiiai!-Daüipfschissfal'rts- Gesellschaft 580^582 „ „ detto <3. Eülijfion --------- „ deS Lloyd 403-405 „ der Pesther Kettcüb.-Gesellschaft 7U—72 „ „ Wiener DanN'fui,-Gesellschaft 60—62 „ Pveßb. Tyn,. Eiscnb. l. Emiss. 27—28 dettu 2, Emiss. !», Pnorit, 37—38 Esterhäzy 40 fi. i,'ose 83—83 7, Windischg'-ah ,. 28 7,-28 7. Waldstein „ 30 7,-30 7. Keglemch ^ 14 7« 15 Sal in „ 40 - 4i) 7. Et. GenoiS „ 37 V. - 38 Palssv „ 39-397, Elary „ 38"/.—39 Telegraphischer Kurs' Bericht dcr Staatspapiere vom 9. Juli 1857. Etaat>zsch!lldverschreil'!Mgen . zu 5pHt. st. in EM. 83 15.1« detto ans der National-Anlcihe zu 5 „ in VM. 85 3/iü Darlehen mit Verlosung v. I. ^Z<>. für N>0 fi- 144 , VM. init Ratenzahlung......2s,2 ft. in EM. Aktien dcr Kaiser Fcrdinauds-Nordbahn getrennt ,ui «000 st. (5M. . . . l900 ft. in CM. Atitü dcr Elisabcthl'ahn zu 200 st, mit 307.. Einzahlung pr. Stnck . . . 200 fi. >>i CM. Aktien Süd-Rord-Äahn-Verbmduiig zu 20l) fi. mit 30°/, Einzahlung Pr St. 2,2 l/2 fl. in CM, Aktien dcr österr. Douau-Dainpfschifffahrt zu 500 fi. CM........ "80 ft. i» CM. Gi uiidcntlaNungs-Oligatiouen von Galizini und Sicl'cnbürgei! 5 ''/„..... 80 V2 ft- >« G^>,'. WcchftlKnrö vom 9. Inli 1667. Amsterdam, für 100 Holland. Nthl. Guld., 8« 1/8 2 Monat. Augsburg, für 100 ft. (5urr., Guld. . 104 1/2 llso. Frankfurt a. M., für ,20 st. südd. Ver- einswähr. im 24 1/2 fl. Fuß, Guld . 103 5^8 3 Monat. Hamburg, fnr »00 Mark Vanko, Guld. 7« 5/8 2 MDnat. London, für 1 Pfund Sterling, Gnld. . 10.9 1/2 Vf. 3 Monat. Pavis, für 300 Francs, Guld. . . . 121 5/8 Vf. 2 Monat. Bukarest, für 1 Guld,, Para , . . 263 31 T. Sicht K. t. vollw. Münz-Dukatcn, Agio . 7 3/4 Gold- und Sill'cr-Kursc vom K. Juli 1867. Geld. Ware. Kais. Münz-Dukatcn Agio.....7 1/2 7 3/4 dto. Nand- dto. „ .....7 7 V^ Gold !i! marca ,......10tt'/, — Napoleonsd'or „ .....8.8 8.8 Sonvcrainsd'or „ .....14.6 14.N Fricdrichsc>'or „ .....8,38 8.38 Gngl. Souereigues „ .....10,12 10.12 Russische Impcriale „ .....8,20 8.20 Silber-Agio ..... 41/8 43/8 Thaler Preußisch-Curraut .... 1.32 1.321/2 Gisenbahu- u«d Post - Fahrordmmg. Schnellzug llaili a cl> l Laibach Uhr M>„. Uhr !Min. uon Laibach nach Wien . . Fluh — - /s /j5 von WifN nack Laidacl, , Al'cndß 9 Kž? - Persttuenzuss von Laidach linch Wi»>,i . Vorin. .- — IN dto dto . Abends — — ic» /,5 von Wien nach liaibach . Ztacl'M. 2 ?9 — dt^ bto . Früh 2 ,!« — — Die Kassa wird iu Minuten vor 0er Abfährt geschlossen. Brief - Courier vo» Laidüch nach Trieft . . Abends __ — 3 3<^ „ Trieft « Laibach » Flüh ^ /fa __ — Personen-Courier von Laidach nach Trieft . . Abends — — IQ — , Trieft « Laibach . Früv 2 h" — — I. Mattepost von Laibach n,ich Trieft . Früh — — 3 Z« » Triest ^ Laibüch , Abends 6 II. Mallepost vc», Lalbach nach Trieft . . Abends — — H ,5, » Trieft » Laibach . Früh g Z<, __ _ Ä ll z e i g e dcr hier angetontmenen Fremden Dei, 9. Juli 1857. Hr. Gl'af Cl'l'iilieville, ui,d — Hr. Baron Schulter, k. k. General.-Majore, — Hr. Schenk, k. k. E^peditcx-, — Hr. Roth, Kaufc>jcr, — Hr. Zanaiim, Grundbesitzer, — Hr. M.ttello, Ilicieüieur, u,>d — Hr. Goio^pi, ann'iik. Rentier, von Tricst. — Hr. D>. 3)?0!cllti»!, (Äillndbesißer, von Padlia. — Hr. Kcr sevani, Gutsbesitzer, von Dornberg. — Hr. Müller, franz. Kanfmann, von Graz. ZTI'li«." "(i) Die von der hohen Behörde konzeffionirte Geschaftskanzlei des Johann Anton Schuller zu Laibach, St. Petcrs-Vorstadt Nr. 89. Vermittelt Käufe und Verkäufe von Land-gütern, Häusern lc. übernimmt die Verfassung i von erlaubten Aufsähen, Gesuchen, Bittschriften an seine k. k. apost. Majestät oen Kaiser und an die hohen Behörden, besorgt die Zcitungs-An-kündigungen, und sichert in jeder Beziehung die redlichste prompte Bedienung, Vorläufig werden zum Verkaufe angekündigt : ein großes Gasthaus mit ausgezeichnet schönen großen Garten, reizender Fernsicht, großen Gelaß, und an den Bahnhofe angrenzenden 2 Joch Aecker in Laibach, lmi 38.MM si.; ein nettes Haus daselbst mit schönen Garten um Il.MW; ein Landgut in Süden Krams mit 724 Joch Grund-Komplex, darunter lilw Joch üppiger Hochwald, sammt Weingärten um 45.MW ft.; dann andere wcrthvolle Landgüter und Häuser jeder Größe. Dagegen werden : ein Landgut mit 5W Joch 'Ackerland und den ensprechendcn Wald-Komplexe; ein Landgut mit schönen Waldstande im Preise von 4N WO ft. wo möglich in der Nähe der Eisenbahn Linie; ferner Bretter, Faßdauben und Holzstämme jeder Gattung zu kaufen gesucht. Z. l!42. (2) Anzeige. Ich habe die Ehre, dem verehrten Publikum anzuzeigen, daß ich von 8. d. 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' ^ D ^zN ^.atoaoy besindet sich die Haupt-Niederlage obia/r Pulver einzig und allein in dcr Npothelc U X zu»! „goldenen Hirsch" der Frau ^ll««!- M«»>'«»'- <^ M W k^^M^ Die Buchhandlung von Igna; v. Meinmayr sr F. Vamdcrg in Laib ach empfiehlt die auf der, Mz^H^ der heutigen Heilung beiliegenden Anzeige, ausführlich angekündigten Werke: „AllHemeNte deutsche Reat-Gueyklopädie" „Nnsere Zeit" zc. mit dem Bcmerien, daß sie darauf Bestellung annimmt.