Nr. 58. Dienstag, 10. März 1808. 127. Jahrgang. Mbacher Zeitung A^numtrattonspreiS: Mit V ostvrr s r« b» ng : ßn :zu k. halbjäliriss 15, li. Im nontor - na»zi«I,li<, >"! li> halbjälirin 11 k, ssür die Zust^Nunss ins Hau« yanzMlin 2 K, - Inseriionicsscbuhr: sssir llrinr Insern!!' bis zu 4 Zeile» 50 li, sslösicre per ^lcilr lli k; bei bftere» Wiedclliolunge» per Zeile k d. Die «Laibllcher Zrilunss» erscheiiU lüsslich, mit Ailexalime der Cum, »üb ^eierlaffe. Die Adminiftlatlon befindt! sich No»nrss,plnv ^lr, 2, die Mrdaltion Talmaüngasis Nr, 1l», Tdrechstunbr!, bei Nebnlüon don « bis 10 Uhr vor miNantl. Unfranlierle Briesr wr,de„ „icht angenommr,!, Manullriv^ nich! zurüllgeslell». I«l«ph«n°!«», >«r ««»altion 238, Amtlicher Heil. Seine f. und k. Apostolische Majestät haben >nit eigeuem Allerhöchsteiu Handschreibell vom 5. März d. I. den wirklichen Geheimen Nat Artur trafen Bylandt N heidt zum Kanzler des Ordens der Eisernen ,^rone allergllädigst zu ernennen geruht. Seiile f. mW t'. Apostolische Majestät geruhten allergnädigst das nachstehende Allerhöchste Befehl schreiben zu erlassen: Ich ernenne Seiile königliche Hoheit den Prinzen ll l r i ch von W ü rtte nl berg zum ^iajor iin Dragonerregiment Baiser Ferdinand A'r. l. 23ien, am !5. März 1008. Franz Joseph m. p. Der k. k. Laildespräsideilt im Herzogtnine .^rain hat dem Mitgliede der freiwilligen Feuerwehr in Wippach Johann Mesesnel, Kessel schnned und Eichmeister in Wippach, die mit der Allerhöchsten Entschließung vom 24. November l!)l1s> gestiftete Ehreninedaille sür 25ijährige ver dienstliche Tätigkeit auf dein Gebiete des Feuer wehr und Netinngswosens zuerkannt. Dm 7. März 1908 wurde in der l. l. Hof. und Staats-dructerei das ('XXIX. Stücl der italienischen Nnsgnbe des Reichsgesehblattes des Jahrganges 1907 ausgegeben und versendet. Den «, März 1908 wurde in der l. l. Hof. und Staats, oruckerei das XIX. Stück des Reichsgeschblattes in deutscher Ausgabe ausgegeben und versendet. Nach dem Nmtsblattc zur «Wiener Zeitung» vom 7. und ^ März l<10« (Nr, bli und 5«) wurde die Weiterverbreitung folgender Preszerzeugnisse verboten: Nr. 5 «Wohlstand für Alle. vom I.März 1908. Nr, 57 «('nrriorc, äolin, ttora» odt». Mailand vom 26. Fc» bruar 1908 lMoramausaabc'». Nr, 97 .1^' I^m^neip^iono» vom 29. Februar 1908. Nr. 9 «Deutsche Vollsstimmc» vom 29. Februar 1908. Zweite Auflage Nr. 7 «kocdoaes!» vom 14. Februar 1W8. Nr. 9 .I^ulunk. vom 27. Februar 190». Nr. 10 »^nmtur» vom 1. März 1908. Nr. bl) «U<,»88.8ssl!ro» vom 2!<, Februar 1908. Nr. 19 »Vudwciscr Zeilung» vom Ii. März 1908. Nr, 19 «Lcitmeritzcr Wochenblatt» vom 4. März 1908. Nr. 36 «Aaroclne, »lnva» vom 29. Februar 1908. Nichtamtlicher Geil. Die Erhöhung der OfsizierSstagcn. Ans Budapest wird der „Pol. >torr." von einem berufenen Gewährsmanne geschrieben: Die Wiener Blätter besprechen die.Haltung der ungari-scheu Delegation in der eit bis zum Zusammentritt der nächsten Delegationen dem Neifeprozeß dieser ^rage ruhig gönnen, nicht aber denselben dnrch leidenschaftliche Nekri-minationen erschweren und nur verlaugsamen möge. Vricfwcchscl zwischen dem deutschen Kaiser und Lord Twcedmouth. Die „Neue ^reie Presse" bezeichnet die „Time5"-Meldung über den Briefwechsel zwischen >t'aiser Wilhelm und !^ord Tweedmouth als eine Bombe, die bestinnnt war, in London selbst, besonders aber in Berlin Perwüstungen anzurichten. Das Attentat sei jedoch mißlungen. Die „Times" habe weder den Marineminister, noch den deutschen Kaiser, noch Deutschland, sondern sich selbst getroffen. Die Meldung sei ein neues seichen des fanatischen Deutschenhasses, dem sich die „Times" ergeben hat. der oft genug in seiner Blindheit den ^ilveck verfehlt, oft genng aber doch auch Tchaden stiftet. Die französischen Journalisten und Politiker Feuilleton. Blüten, die nicht Früchte werden. Von Adolf Stl-lvlt, Marienbad. (Nachdruck verböte») ^elch sonderbarer Winter! Tagte es nicht ?"' KaK'uder. verrieten es nicht die kurzen Tage, lch würde glauben, der Frühling sei schon ins Land lMommen, so warm und wohlig weht der Tüd-'"'nd zum ^>iis<^ herein. Nnr weit. weit da hinten M den Gipfln der Berge schimmert es weiß- im ^.ale aber rings, so weit mein Ange blickt, das ^mkl> (V>;.s,„ d^. ^ich^,, ,,„d das matte Brann (!!'"'- ^"' ^u's^'n. Auf einer habe ich gestern ein l>,,?'/,!^ümchen gefunden, ein ganz kleines, eben . "Ulhtes Gänseblümchen. Uno hente morgen, als l/ 5Um Fenster hinaus blickte, wahrhaftig, ich . ""to meineil Angen kaum! Selbst der alte >iirsch-.."!un hat sich täuschen lassen. Da vorne an der u>;elK'n Spitze des dünnen Ästchens sitzen dicht Voneinander kleine weiße Blüten. Und dmt '"U'drr, uud dort noch einmal! An fünf Stellen ''"l'Ie ich solche Blüten. Wie kommt es m,r. daß ""ch ihr Anblick melancholisch stimmtV Sie passen M W Mit zur Witterung; sie vertragen sich so Ion mit dem blanen .Bimmel, der goldigen Sonne ^'Ud dem lauen Südwind. Und doch----------------- -Mne Vlüt^u, die nicht Früchte lverden! .. blicke ich ciii^ ^^ .^1'ichenfenster, so sehe ich. ""' ""en vernachlässigten ,s^of hinlveg. die Rück front eines schwarzen, verrußten Hintergebäudes. Ich kenne sie alle, welche da wohnen, kenne sie alle mit ihren großen Hoffnungen und kleinen Freuden, mit ihren Wünschen lind Hoffnungen. Iin Souterrain hanst ein Schuster. Ich kaun ihn nicht sehen- ich höre nnr an stillen Tagen sein fleißiges Hämmern zu mir hinüberdringen. (5r ar beitet auch für mich. Gleich, als er das erstemal kam. I)abe ich ihn liebgewonnen, den kleinen, be scheidenen, verhutzelten Alten mit der leisen Stimme und den träumerischen Augen. Wie froh er war, als ich nnr bei ihm ein paar Schuhe an messen ließ, bei ihm. der wohl seit Jahren nnr elende Flickarbeit nnter den Händen gehabt hatte, lind der Gedanke an diese Freude ließ mich die Spöttereien meiner freunde über das plnmpe Schilhwerk willig ertragen-, ich glaube, ich hätte mich sogar mit ein Paar Hühneraugen abgefunden. Als seine anfängliche Schüchternheit überwuu den war, wnrde er zntranlich. lind einmal im lFrzählen drinnen, hörte er nicht so. bald auf. (5r kennt nnr ein Gesprächtsthema: seinen Sohn. sei-nen Alois! Wie seine Augen leuchten, wenn er von dem Inngen erzählt. (5r sagt noch immer „mein Junge", obgleich der Alois wohl schon ein Vierziger sein mag. Vor fünf Jahren ist ei' nach Amerika ansgewandert- seitdem, hat er von sich nichts hören lassen. Aber das geniert den Alten wenig. ..Was soll er auch schreiben? (5r weiß, daß ich nicht lesen kann. Aber es geht ihm gut: iu Amerika geht es allen Leuten gut. Und nächstens wird er mich holen kommen, das hat er mir bei der Abfahrt versprochen. Nun, man darf nicht nn-gednldig fein. Das ist eine lr>eite ^ahrt, nnd da kann einer nicht so leicht abkommen. Nnn. wenn es anch noch ein paar Wochen dauert. Er Nn'rd schon kommen!" Seit drei Jahren höre ich immer nnd innner wieder dasselbe Lied aus dem Munde des Alten. Blüten, die nie Früchte werden- aber was liegt darau. wenn sie nur duften nnd dos Herz erfrenen! Im eilten Stock wohnt eine Niiwe mit ihrer Tochter. (5in bleiches, zartes Mädchen mit schmalen Wangen, deren zierliches Köpfchen die Last der brannen Haare kanm erträgt. Die kenne ich auch gut. Im Herbste mnßte ich sie lynchen, als der böse Husten anfing, der Hnsten, der nicht aufhören will nnd den sie mit wahrer Engelsgeduld erträgt. Ich vertröste sie anf den Frühling nnd den Sommer und bill glücklich dan'lber, daß sie meinen Trostworten glanbt. Ich werde ihr einen Ast vom >lirschbanm abbrechen, den, welcher die meisten Blüten trägt, und ihr ihn bringen. Sie wird sich frenen darüber, wird sich keine Gedanken machen über die Blüten, denen sie gleicht, den Blüten, die nicht Früchte werden. Sie ahnt nicht, daß sie es nnr einer Lanne der Natnr zn verdankeil hat, das; sie überhaupt noch einmal Blüten sieht. Denn wenn der Frühling kommen, wenn der Kirschbanm wieder blühen wird. diesmal znr rechten Zeit nnd in voller Maienpracht, dann wird er seine Blüten über ihr Grab streuen. (Schluß folgt.) Laibücher Zeitung Nr. 58. 504 ' 10. März iW8. sind lange nicht so gehässig; was dort Deutschenhaß kultiviert, sind nur noch Outsider. Tie „Zeit" würde wünschen, daß Kaiser Wilhelm mit privaten Kundgebungen etwas znrück-haltcndcr wäre. Wenn sein Brief auch den harmlosesten Charakter hätte, werde doch die von dm Feinden Deutschlands geschürte Diskussion hierüber das Ergebnis zeitigen, daß England an eine Einschränkung seiner Ausgaben für die Flotte nicht mehr denken Wirt». Der Fall zeige deutlicher als je, daß es mehr als zur bloßen Etikette gehört, wenn die Monarchen aus ihrer konstitutionellen Zurückhaltung nicht heraustreten und politische Äußerungen lieber den verantwortlichen Negierungen über» lassen. Die „bsterr. Volkszeitung" glaubt nicht, daß der von der „Times" angestiftete „Rummel" irgendwelche Folgen haben wird. Die Sache sei zu plump angezettelt, als daß ihre wahre Natur verkannt würde. Der Zwischenfall lehre jedoch, daß man den englischen Friedens- und Freundschafteversicherungen nicht zu viel trauen darf. Das .',Itt. Wiener Extrablatt" glaubt, die Tendenz des Ausfalls der „Times" in dein Umstände erblicken zu sollen, daß gerade jetzt wieder Monarchen^usammenkünfte angekündigt werden. Kaiser Wilhelm will seine Verbündeten besuchen. Diese Reiselust passe dem „Iingoblatte" nicht in den Kram. Nun sei zufällig König Eduard auf der Durchreise in Paris. Was liege da näher, als den französischen Besuch König Eduards gleich von vornherein gegen die beabsichtigte Entrevue auszuspielen? Aber die politische Welt, die mehr auf die Tatsachen, als auf die Hypothesen militärischer Korrespondenten angewiesen ist, weiß recht gut, daß Lord Asquith das freundschaftliche Einvernehmen mit allen Mächten untei-strichen hat. Das „Neue Wiener Journal" nieint, der Brief Kaiser Wilhelms wäre mehr geeignet, in Deutschland schmerzliche Überraschung hervorzurufen, als in England. Der VerhctzungMersuch der „Times" gegen Deutschland findet kein Echo, weil jede Grundlage lu'ezu fehlt. England kann nur in seinein Stolze bekräftigt werden, wenn der deutsche Kaiser, „als geheimer Agent sich in die Privatkreise englischer Minister drängt". Das „Deutsche Tagblatt" erklärt, die Aus--lassungen der „Times" vei-folgen den Zweck, die Entschließungen des englischen Parlaments im Sinne einer sehr starken Ausdehnung der maritimen Rüstungen zu beeinflussen. Das „Vaterland" findet es bedauerlich, daß man in London über die sensationelle Angelegenheit nicht sofort volle Klarheit verbreiten will. Ms zum Montag wird sich der Brief zu einer Welt-affiire ausgewachsen haben. _________ Politische Uebersicht. Laib ach, 9. März In der „Wiener Zeitung" vom 8. d. M. gelangte das kaiserliche Patent zur Verlautbarung, mit welchem der Landtag für Istrien für den 1-l. März nach Eapodislria einberufen wird. In dieser Session, welche nur wenige Tage umfassen wird, soll mit Rücksicht darauf, daß die Landtagsperiode schon am 20. Juni endet, die bereits im Herbst vom Landtag in Augriff genommene Aktion zur Reform der Landtagswahlordnung noch zum Abschlüsse gebracht werden. Über den den Aus gang der am 7. d. M. erfolgten L a n d ta g s w ah len in Gargle radisca wird gemeldet: In der Wählerklasse der Städte, und Märkte wurden im ganzen 742 gültige Stimmen abgegeben', hievon entfielen auf Andreas Gaberüöek, Druckercibcsitzer in Görz lslovcnisch-Iiberal), 451 Stimmen und anf Leopold Ionko,Großgrundbesitzer in Flitsch, 2K7 Stimmen. Vier Stimmen waren zersplittert. Gewählt er-scheiut somit Gabcr«öck. — Bei den Landtagswahlen aus dem slovenischen Großgrundbesitze haben 12tt Wahlberechtigte gültig gewählt. Von den abgegebenen Stimmen entfielen 124 auf Ignaz Kovaö, Bürgermeister in .Leidenschaft, 78 auf Franz Obljubek, Bürgermeister in Quisca, und 70 auf Dr. Alois Franko, Advokaten in Görz. Die Genannten erscheinen somit gewählt. Alle drei sind Kandidaten der vereinigten slovenisch-liberalen und der Agrarpartei. >lova" erhielt auch die Stimmen der Slovenischen Volkspartei, deren zwei anderen Kandidaten, Anton Zuchiati und Anton Moseti'5, mit 50, bezw. 4l) Stimmen in der Minderheit blieben,- 12 Stimmen waren zersplittert. In einer Betrachtung über die Spra ch e n -frage in Böhmen fühi-t Universitätsprofessor Dr. Eduard Pfersch e im „Neuen Wiener Tag-blatt" aus, daß getrachtet werden müsse, einen Mittelweg zu finden, der zwar den theoretischen nationalen Anspn'lchen der Czechen entgegenkommt, ohne jedoch praktisch den Teutschen nationales lind materielles Unrecht zuzufügen. Den Ausgangspunkt dieses Mittelweges muß jedenfalls eine amtliche Übersetzung bilden, die von den in nicht landesüblichen Sprachen verfaßten Eingaben herzustellen ist. Vorläufig sei es nur, wünschenswert, mit aller Entschiedenheit hervorzuheben, daß ein Ausweg aus den sprachlichen Wirren in Böhmen möglich ist, der von keiner Partei ein, Opfer der Ehre und der Prinzipien fordert. Professor Pfersche hält die Aussichten auf das Zustandekommen eines solchen Gesetzes für nicht ungünstig. Tagesneuigleiten. — (Seltenes Obst.) Die Erbbeeren sind jetzt sehr selten und die Preise, die man augenblicklich für solche Treibhausfriicht« bezahlen muß, sind sehr hoch. Ebenso sieht es mit den Weintrauben, für die die Preise bis zu 20 X betragen. Die köstlichen Muskateller Trauben, die man im September für 1 bis 2 X laufen kann, finden trotz ihres gegenwärtigen hohen Preises großen Absatz. So verkaufen die englischen Züchter im Winter über 30 Tonnen. Etwas billiger sind Birnen; aber es gibt auch unter diesen Früchten Arten, die nicht jeder erschwingen tann. Viele prachtvolle Früchte kommen im Winter aus der Kaptolonie und aus anderen tropischen Gegenden, besonders Pfirsiche und Pflaumen. Für die Pfirsiche aus der .^aplolonie muh man etwa ein bis zwei Kronen bezahlen; Pflaumen losten das Dutzend etwa halb soviel. Eine der köstlichsten Pflaumen ist die Burbanlpflaume, die nach dem Amerikaner genannt ist, der zuerst Pflaumen mit anderen Früchten zu kreuzen versucht hat. Eine ebenso prachtvolle Frucht stammt aus Südafrika: die Portwcinpflaume, die ihren Namen von ihrem roten Fleisch hat. Die Liste wäre unvollständig, wollten wir nicht den Zimmtapfel, der auf Madeira wächst, erwähnen. Er ist verhältnismäßig billig und wird etwa mit einer Krone für das Stück bezahlt. — (Die enttäuschten Steuerzahler.) Eine amüsante Szene spielte sich in Puechabon. Departement Herault in Frankreich, ab. Der ganze Distrikt hatte vor einigen Monaten stark unter Ueberschwemmungen zu leiden. Als der Präsident der Republik der Ortschaft einen Vesuch abstattete, versprach er, der Bevölkerung dadurch zu helfen, daß die Negierung den Einwohnern einen Teil der bezahlten Steuern wieder zurückerstatten würde. In der vergangenen Woche ließ der Steuerempfänger der kleinen Kommune bekannt' machen, daß die Steuerrückzahlung vor sich gehen würde. Voller Freude bewaffneten sich die guten Leute von Puechabon mit ihren Steuerzetteln und zogen nach dem Stadthaus, wo ihnen zu ihrer Enttäuschung mitgeteilt wurde, daß der von der Ncgierung zu leistende Netrag sich pro Steuerzahler durchschnittlich auf fünf Centimes belaufe und im günstigsten Falle zehn Centimes erreiche. Damit die Bewohner aber dieses Vorteils überhaupt teilhaftig werden tonnten, muhten sie vorher eine gestempelte Quittung über den Betrag — in Frankreich sind Quittungsformulare stempelpflichtig — für den Preis von zehn Centimes erwerben, so daß sich diese Steuerrückzahlung für die meisten noch als ein Danaergeschenk erwies. Die gekränkten Steuerzahler verfaßten eine Petition an die Regierung, in der sie unter flammendem Protest auf die ihnen zuteil gewordene Behandlung hinwiesen. — (Belohnungen für Einbrecher.) Wohl selten kommt es vor. daß den Einbrechern für eine Aus< Übung ihrer Tätigkeit eine Belohnung versprochen wird, und man sollte meinen, daß die vor einiger Zeit in London erschienene Annonce einen Strom von Einbrechern herbeiziehen würde, denn die in Betracht kommenden Bewerber mußten der Vinbrecherzunft angehören. Es handelte sich darum, einen von einem Fabrikanten angefertigten Geld-schrank aufzuknacken, und die in der Kasse befindliche Summe von mindestens 4000 Mark sollte dem erfolgreichen Einbrecher gehören. Den Bewerbern war gestattet, im geheimen zu arbeiten, und es wurden ihnen fünfzehn Stunden für die Arbeit zugestanden. Die einzige Bedingung war, bah kein Dynamit oder sonst ein Erplosionsstoff benützt werden durste. Diese Anlündigung hing wohl drei Monate lang im Schaufenster des Geldschrantfabrikanten, und dennoch hatte sich in der ganzen Zeit nur ein Mann gemeldet, der einen Versuch machen wollte, sich des Geldes zu bemächtigen. Doch stellte sich heraus, daß dies nicht ein Einbrecher, sondern ein ehemaliger Angestellter der Firma war, und so wurde er nicht zugelassen, seine Geschick-lichleit zu erproben. Es war eine vollkommen verfehlte Sache für die Unternehmer, doch kann man wohl annehmen, dah, wenn das Inserat auch die Einbrecher nicht, so doch sicher neue Kunden anzog. — Eine ähnliche Sache trug sich einst bei Gelegenheit einer Ausstellung in London zu, die an der Stelle, wo sich jetzt der Kristallpalast befindet, Bei uns in Amerika. Von Kate van Neeler. (6. Fortsetzung.) (Nachdruck v«boten.) Ja, prangend, denn selbst eine verstimmte und enttäuschte Tante mußte zugestehen, daß Iua-nita eine reizende Ersciieinung war und sich wohl, selbst ohne den goldenen Glorienschein, neben Dili-annas tadelloser Schönheit behaupten konnte. „Goldener Glorien sä>ein!" In richtiger Ideen-Verbindung sielen die Augen der beobachtenden Tante auf das flimmernde Goldköpfchcn der lustig mit dem Onkel plaudernden Amerikanerin, blieben einen Augenblick erschreckt darauf lüften, wanderten dann zu Diliannas wundervollen, silberblonden Scheiteln und kehrten verstört wieder zu dem leuchtenden Ton der kunstvollen Wellen nnd Puffen, die das schmale, zarte Gesichtchen Iuanitas lnnrahmtcn. Kein Zweifel, das war gefärbtes Haar! Natürlich, Iuanita hatte ja früher ganz dunkles gehabt, ganz dunkel wie der Pater, der ein echter Brasilianer war, und jetzt? Gräßlich, eine Dame der Gesellschaft, ihre Nichte, lief mit gefärbtem Haar einher! Wie eine Theaterprinzessin, eine Kunstreiterin oder gar noch etwas Schlimmeres! Die Generalin hatte als Frau stets in kleinen Garnisonen und sehr Vonreh mm Regimentern gelebt, viel mit dem streng soliden Landadel dei Tstprovinzen verkehrt, und so waren ihre Sitten und ihre Auffassung des Anstandes doch allinäh-lich, trotz der geborenen freien Amerikanerin, recht kleinstädtisch, solide und vornehm geworden, und all jene Extravaganzen der Mode und des Be-nehmens, die der Großstädter mit lächelndem Achselzucken als unvermeidliche Übel der Zeit betrachtet, trugen in ihren Augen noch fast den Stem» pel unverzeihlicher Fehler. Iuanita färbte sich ihr Haar, Iuanita — ihr von Mißtrauen geschärfter Blick sah nun noch weiter — half entschieden dem Teint nach, nnd auch die Purpurroten Lippen, die so verführerisch lächeln konnten, waren vielleicht von Natur aus nicht so purpurn, so leuchtend rot, wie sie jetzt über den lveißen Zähnen schimmerten. Schrecklich, schrecklich! DergleiclM Falschheiten, mußte sich Iuanita für den hiesigen Aufenthalt entschieden abgewöhnen! Mer mitten in diesem nun schon zum dritten Male gefaßten Vornehmen, der Nichte etwas abzugewöhnen, stockte die Mneralin und wurde sich der Mißlichkcit solcher Abgewöhnungen einer freien Amerikanerin gegenüber erschreckt bewußt. Es gab Mädchen, bei denen es nicht sehr leicht und angenehm war, die Erzieherin und Tadlcrin zu spielen, und Iuanita schien ihr zu dieser Sorte zu gehören. Gut, vorläufig wollte sie also weder ein Urteil fällen, noch mit einem Einwand kommen, das machte sich auch vielleicht auf die Dauer alles anders; aber ihre Warmherzigkeit und ihre stolzen, glücklichen Hoffnungen auf diese Nichte hatten doch gleich im Anfange sehr bedenkliä>e Stöße erhalten. Und wenn sre auch im Laufe des Abends mit Be- friedigung anerkennen mußte, daß Iuanita eine Fülle allerliebster Eigenschaften, besonders sehr schlagfertigen l^i'st, Witz und eine gewisse leichtherzige Gutmütigkeit besaß und einen sehr amüsanten, originellen Eindruck machte, so sprangen dazwischen doch so viele Eigentümlichkeit^ hervor, und das ganze Auftreten zeigte ein so cnergisck>es, sicheres Selbstbewußtsein, daß die Generalin innerlich nicht aus dem Kopfschütteln und Entsetzen herauskam. Am meisten beängstigte sie der (Hedanke an ihren Schützling Honkenbruck, den projektierten Eroberer dieser selbstherrlichen, unfehlbaren jungen Dame. Honkenbruck, der über die Frauen so streull gefaßte Ansichten hatte, Allsichten, die selbst nach ihrem Geschmack manchmal noch etwas zu weit in6 Mittelalter griffen, und nun dieses übermoderne, kecke Persönchen! Es war einfach undenkbar! Ihr zweiter Heiratsplan kam gleichfalls, noch ehe er überhaupt ins Treffen geführt werden konnte, bedenklich zum Wackeln. Und eben sagte Iuanita mit einem koketten, girrenden Auflachen, das der feinfühligen Tante mit seinem Eoubrettenton direkt aus die Nerven fiel: „O, ich habe eine große Erwartung auf da" Leben bei euch, in diese kleine Stadt mit das viele Militär, wo es gibt so viele Material für Flotation. Bei uns in Amerika ist es höchste Mode zu sein gewesen in Deutschland und zu haben wcie Verhältnisse mit deutschen Offizieren." Laibachcr Zeitung Nr. 58. 505 10. März 1908. stattfand. Vei dieser Gelegenheit stellte ein gewisser Hobbü ^ ein wahres Talent unter den Schlossern — einen Geld schrank aus. der ein Schloß seiner Erfindung irug. Er verkündete kühn. daß der Schrank 5000 Mail in barem Gelde enthalte, die jeder nehmen könne, der den Schrank zu öffnen vermöge. Natürlich zog diese Summe eine Menge Leute herbei, doch keinem gelang es, sie sich zu verdienen. Es war übrigens derselbe Hobbs, der den Leitern der Bank erklärte, sie vermöchten nicht, ihn aus den Schatzkammern öcr Bank fernzuhalten. Er behauptete, das; jeder, der eine seiche Gcschicklichlcit wie er in der Behandlung von Schlössern habe, innerhalb einer Stunde bis zu den Kassen-lciumcn der Bank vordringen könne. Zuerst wurde er verlacht, doch schließlich sagten sich die Autoritäten, daß selbst 5ne bloße Möglichkeit schon entsetzlich genug wäre, und beschlossen, die Probe aufs Exempel zu machen. Eines Morgens bewies er in Gegenwart einiger Direktoren der Bank, nur mit einem kleinen Schlüsselbund bewaffnet, daß seine Worte lein leerer Schall gewesen. In der halben Zeit, die er festgesetzt, hatte er sämtliche Türen, die ihn von den Gcldkammcrn trennten, geöffnet. — (Furchtbare Verbrechen in Indien.) Die in Bombay erscheinende Zeitung „Pioneer Mail" bringt die Nachricht von einem Verbrechen, dem man in der Stadt Bangalore auf die Spur kam. Einc Bande von fünf Männern, die von der Polizei festgenommen wurde, gestand, jung« Leute an sich gelockt, vergiftet, ausgeplündert und bann mit durchschnittenem Halse vergraben zu haben. Man hat bis jetzt sieben Leichen aufgefunden. Einer der Ermordeten ist nach Ansicht der Aerzte offenbar lebendig begraben worden. Die Mörder erklären, sie seien bei der Betäubung dieses Opfers gestört worden und hätten den jungen Mann deshalb schnell verscharren müssen. Einen anderen jungen Mann löteten die Mörder, indem sie ihn unter Wasser hielten, bis er tot war. Die Ermordeten sind in allen Fällen ilmgc, reiche Leute. Augenscheinlich sind die Opfer Eingeborene; man könnte also an ein Wiederaufleben der berüch-t'ssten Bande oder Sekte der Thugs denken, denen im ersten Drittel des vorigen Jahrh. Tausende zum Opfer fielen, ^ (Ein chinesisches Interview.) Wu Tingfang, der berühmte chinesische Diplomat und Spaß Vogel, dessen Scherze in ganz Amerika von Mund zu Mund Uhen. lehrt wieder als Gesandter nach Washington zurück »»d hat gleich bei der Landung in San Francisco den Sturm der Interviewer in seiner lustigen Art abgeschlagen. „Sie finden in mir ein offenes Buch", erklärte er feier lich, und das Interview begann: „Werden Sie über den Ausschluß der Chinesen von Hawai in Washington verhandeln?" Nu:«„Haben Sie in der letzten Zeit viel Ncgcn gehabt?" — „Aber besteht nicht zwischen China und Japan eine Reibung wegen der mandschurischen Vahn?" Wu: „Spielt man noch Ping Pong in Washington?" — „Was halten Sie von Rooscvclts Fcldzug gegen die Trusts?" Wu: >^ch habe die größte Bewunderung für Mr. Nooscvelt, und ^ bedauere nur, daß es nur wegen meines Alters nicht ^vglich ist, mit ihm zusammen zu ringen und zu boxen, ^bcr dafür bringe ich ein paar hübsche Anekdoten mit, ">e ihm viel Spaß machen werden." ^- Und obwohl sich °'e Interviewer im Schweiße ihres Angesichts stnndcnlang abmühten, in diesem „offenen Buch" zu lefen, waren sie 6'n Ende genau so klug als wie zuvor. — (Der normale Mensch) verzehrt alle Jahre ctlva das Vierfache seines eigenen Gewichtes. Das wären °ls" bei I.W Pfund Körpergewicht im Jahre l>00 Pfund "bcnsmittel aller Art oder etwa 825 Gramm täglich. LolaI- und Promnzial-Nachlichtcu. Einc neue Maturitätspnifuugs-Vorschrift für Gymnasien nnd Realschulen. In der jüngst im Unterrichtsministerium durchgeführten Mittrlschul-Enaucte war die Maturitätsprüfung^ Frage Gegenstand lebhafter Erörterung. Nach eingehender Debatte einigte sich die große Mehrheit der Teilnehmer dahin, daß die Maturitätsprüfung an Gymnasien und Realschulen zwar beizubehalten sei, aber in einer von der bisherigen abweichenden, lvescntlich vereinfachten Form. Wie wir vernehmen, hat Sc. Exzellenz Minister für Kultus und Unterricht Dr. Marchet, gemäß seinem in der Enquete gegebenen Versprechen, bereits eine neue Prüfungsordnung für die genannten Schulen herausgegeben, die schon für das laufende Schuljahr Geltung hat. Die wesentlichen Neue-rungen, die zugleich Erleichterungen darstellen, sind folgende: Vei der schriftlichen Prüfung entfällt am Gymna-sium die Uebcrsetzung aus der Unterrichtssprache ins Lateinische, an Realschulen die Uebcrsetzung aus dem Französischen in die Unterrichtssprache, an beiden Schulen die mathematische Arbeit. Für die Uebersehung aus dem Lateinischen in die Unterrichtssprache wirb die Arbeitszeit von zwei Stunden auf drei erhöht, auch ist die Benützung eines Schulwörterbuches hier wie bei den Prüfungen aus den modernen Sprachen an Realschulen gestattet. Für den Aufsatz in der Unterrichtssprache werden den Kandidaten beider Schulen drei verschiedenartige Themen zur freien Wahl vorgelegt. Die mündliche Prüfung erstreckt sich für öffentliche Schüler und Privatisten auf vier Gegenstände, und zwar an den Gymnasien auf Latein oder Griechisch, die Unterrichtssprache. Geographie nnd Geschichte, jedoch beschränkt auf Vatcrlandstunde (d. i. Geschichte und Geographie der österreichisch-ungarischen Monarchie, Verfassung, Verwaltung und Statistik unter besonderer Berücksichtigung der österreichischen Reichshälfte), ferner Mathematik. Einc eigene Prüfung aus Physik, von der bisher nnr die besseren Schüler befreit waren, entfällt, dafür wird unter einem bis auf weiteres angeordnet, bah im zweiten Semester der achten Klasse in 1 Stunde wöchentlich zusammenfassende Wiederholungen in der Schule stattzufinden haben. An den Realschulen erstreckt sich die mündliche Prüfung auf ein Sftrachfach, Geographie und Geschichte, jedoch beschränkt auf Vaterlandslunde. wie am Gymnasium, auf Mathematik und Physik. In dcn Eprachsächcrn dürfen die Literaturgeschichte als solche und die sogenannten Realien nicht Gegenstand besonderer Prüfung sein. Aus welchem Sprachfachc geprüft wird, hängt nebst den Ergebnissen der schriftlichen Prüfung auch von> der Wahl des Kandidaten ab. In der Mathematik werden bloß Anflösungsausgabcn gestellt: dabei sind Aufgaben auszuschließen, die eine nur durch ungewöhnliche Uebung erlangte Gewandtheit in algebraischen Umformun-gen und in geometrischen Konstruktionen oder die Kenntnis vieler, bloß gcdächtnismäßig festzuhaltender, namentlich praktisch belangloser Einzelheiten und Formeln verlangen. In der Prüfung aus der Physik wird an Realschulen von den theoretischen und expcrimentellen Begründungen abgesehen und gleichzeitig eine planmäßige Wiederholung des Prüfungssioffes angeordnet. Ungünstige Ergebnisse der schriftlichen Prüfung bilden kein Hindernis für die Zulassung zur mündlichen Prüfung, .. ' "Verhältnisse?" Die (^eneralin erblaszie, nnd >m>' blicke irrten angstvoll über das beinahe etwas lMdenfroh lächelnde Besicht ihre5 Mannes lind Nlx'r Dilionnas in Mistbilliquuq fast erstarrende Mo. ,,Li>^' Iuanita, mit deinem Teutsch mus'.t "u dich ^twa^ in acht nehmen. Unter Verhältnissen ."Neht man hier leichtfertige Liebeleien, an die '^ ju,M> Dame nnserer Kreise, die in meinem "U'se zuin Besnche ist, nicht denken darf." ^, , "^, liebe Tante, ich meine ja nicht für hei ^"n. wie die deutsche Mädchen immer deulen" n, lin'r^, m, flüchtiger, spöttischer Blick nach Dili-^/"/ ^'N'n sli,!„i,ie ^urückhaliuuq entschieden van bon?'"Nen Amerikanerin nicht unbemerkt geblie ü»^ ' ^ ' "'^ »leine für da5 Amüsement. Vei ,^,>',,"' Amerika ist man nichi so steif nnd lang "3^»lit den Begriffen!" ,H,'^^' ^neral lachte bei diesem wiederholten ^ ^ un^ m Amerika" heimlich in sich hinein. »,i/^ ^'U'e /N'an. die mit ihren eigenen Waffen, l>,, ^M'm schönsten, altbewährten Trumpf geschla al^ V .'^'' ^ würde 'l)r nichts übrig bleiben, ^ "'Nem Teufelchen gegenüber Beelzebub ,',n spie lwis/"^ 'n der Verzweiflung zn den, von ihm so / '' "Ahnten (^egensab „bei nn5 in Deutschland" d^ ^'"U das geschah, wollte er diesen Besuch, sec,'/' ^? "'lht ganz einwandlos schien, doch nach "' -^ ^"'"s'g schnappte die bestürme Tante i ^ust. Nuu sprach dieses Mädchen sogar von Amüsement, wo sie von heiraten sprechen sollte, nnd nannte ihre Begriffe, mit denen sie ^nm ersten mal hervorzutreten wagte, steif nnd langweilig! >^ie zwang ein frostiges Lächeln auf ihre Lippen. „Liebe Inanita, wir siud hier nicht bei nn5 in Amerika, sondern ", der (General spitzte die Ohren, nnd richtig, glatt lind klar fiel es von den amerikanischen Lippen seiner teuren (Gattin — „Ix'i uiX' in Deutschland, nnd da wäre es nnr ooch lieber, wenn du dich etwao nach den steifen lang. weiligen Begriffen, die hier herrschen, richten woll test/' Ihr Ton war dabei " 1>> ^'»eneralin von Wo-oeten, ganz kommandensenhaft. nnd beinahe er schrak sie selbst, das', erzu strenge geklungen habeu könnte. Mor. Inanita schien für den l^eneralinnen. ton kein Verständnis zn haben. >3ic lachte nn bekümmert nnd schüttelte das goldblond gefärbte, eigensinnige Köpfchen. „O nein, liebe Tante, ich bin eine freie Amerikanerin nnd tue nach meine Belieben. Dn brauchst feine ÄnMm ',n haben, man findet hier in Deiltschland alles sehr a,ul unl-richtiq, wa5 wir inn, wenn wir haben vielem (>',eld. Ich habe schon beobachtet das überall, »nd meine amerikanifche ^reundiimen, wo waren in Deutsch land, sagen das auch. Wir dürfen tun a,cmz an dere Dinsten wie die deutsche Mädchen, weil loir sind freie Amerikanerinnen. Dn bist doch selbst eine, liebe Tante'/" (Fortsetzung folgt.) doch muß ein Kandidat, drr in einem Gegenstände bei der schriftlichen Prüfung keinen entsprechenden Erfolg erzielt hat, aus diesem Gegenstand« mündlich geprüft werden. Ist die mündliche Prüfung abgeschlossen, so wird auf Grund des von der Kommission gewonnenen Gesamten^ druckcs unter Einbeziehung der Ergebnisse der schriftlichen Prüfung und unter Würdigung der Semestralleistungen des Kandidaten im letzten Jahre über seine Reife zum Besuche einer Hochschule entschieden. Der Beschluß wirb entweder mit Stimmcneinhelligleit oder mit Stimmenmehrheit gefaßt. In derselben Art wird auch bei der Bestimmung des Kalküls „reif mit Auszeichnung" vorgegangen. Da es sich bei der Prüfung nichi in erster Linie um die Leistungen in einzelnen Lehrfächern, sondern um das Urteil über die Gesamtleistung des Kandidaten handelt, so entfallen die bisher üblichen Wiederholungsprüfungen in einzelnen Gegenständen. Die Reprobation erfolgt entweder auf ein halbes oder ganzes Jahr. Im ersteren Falle behalten die bei der früheren Prüfung erlangten günstigen Noien im Schriftlichen ihre Gültigkeit. Das Reifezeugnis wird in Hinkunft keine Noten aus den einzelnen Gegenständen, sondern lediglich die Erklärung der Reife und ihres Grades enthalten. Ueber die Durchführung der Prüfung werden gleichfalls mannigfache Bestimmungen getroffen, so beispielsweise, daß, so oft es angeht, die mündliche Prüfung die Form eines freien Kolloquiums anzunehmen hat, daß dem Kandidaten zur Ueberlegung der vorgelegten Fragen eine Zeit vor der mündlichen Prüfung zur Verfügung steht u. a. Du?ch die gebotenen mannigfachen Erleichterungen wird nicht nur die physische Anstrengung bei dem Prüfungsakte wesentlich gemindert, sondern es sind auch alle jene Momente, die psychische Depressionen und Aufregungen bei den Kandidaten erzeugen, beseitigt, da alles nur gedächtniZ-ma'ßig zu reproduzierende Wissen in allen Gegenständen im ausgiebigsten Maße eingeschränkt ist. Klagen, daß die spezielle Vorbereitung zur Reifeprüfung ungewöhnliche, hygienisch bedenkliche Forderungen an die Kraft der Kandidaten stelle, dürften in Hinkunft nichi mehr laut werden. Anderseits bietet die Prüfung auch in ihrer gegenwärtigen Form dem Kandidaten hinreichende Gelegenheit, seine .geistige Reife für das Studium an der Hochschule zu erweisen und siercid? die» mrln' nli, n-iis«',' mm ?lnß-drucke zu bringen. Die neue PrüfunaMrdnuna, läßt lcmcrlri Dispensen bei der mündlichen Prüfung zu. Zu dieser Maßnahme führte die Erwägung, baß durch die bisherigen obligaten Dispensen aus Geschichte und Physik an Gymnasien, die nur den besseren Schülern zugute kamen, eine ungleiche Behandlung der Schüler stattgefunden hat und daß dadurch gerade jenen Schülern ein größeres Arbeitspensum auferlegt wurde, die häufig gerade infolge geringerer Begabung größerer Schonung bedurft hätten. Was dagegen die vom Vorsitzenden gewährten fakultativen Dispensen anlangt, so wurden diese den Examinanden erst unmittelbar 00? der Prüfung bekanntgegeben, also zu einer Zeit, wo der lange, schwierige Weg der Vorbereitung schon zurückgelegt war und sohin der Nachlaß der Prüfung für den Kandidaten kaum mehr von einer Bedeutung war. Demgegenüber erschien es als das Richtigere, die sämtlichen Kandidaten der Prüfung im gleichen Maße zu unterziehen, dafür aber eine wesentliche Einschränkung des Prüfungsstoffes, wie schon erwähnt, eintreten zu lassen. Wenn es ferner nicht an Stimmen fehlen wird, welche dcn Ausfall der schriftlichen Arbeit aus der Unterrichtssprache in die lateinische am Gymnasium, der mathematischen an beiden Anstalten, auffallend finden, so muß demgegenüber bemerkt werden, daß das Lateinschreiben als solches im Lehrziele der Gymnasien nicht mehr dieselbe Rolle spielt wie ehedem und daß auch erfahrene Philologen anf diese Leistung bei der Maturitätsvrüfüna >,n di'ilick, ten leinen Anstand nehmen. Was aber die Auflassung der schriftlichen Arbeit aus der Mathematik betrifft, so bietet die neue Art der Prüfung aus diesem Gegenstände, der sich jedei Kandidat unterziehen muß, die sichere Gewähr, daß b^e Kandidaten mit den gleichen mathematischen Kenntnissen die Mittelschulen verlassen Iverden wie bisher. Uebrigens hatten sich bei de? schriftlichen Prüfung aus diesem Gegenstände Urbelstände ergeben, welche die Auflassung dieser Prüfung als rätlich erscheinen ließen. Die allgemeinen Grundsähe, die zu wesentlichen Ab änderungcn der bisher geltenden Maturitätsprüfung?» Ordnung geführt haben, werden erst nach der Revision der Lehrpläne, die bereits in Angriff genommen ist, und durch dic geplante Neuordnung des Prüfungs- lmd ssiassifi-lationswesens völlig verständlich werben. Ein wichtiger Grundsatz wird dabei fein, baß bei der Festlegung und Verteilung des Unterrichtsstoffes auf die einzelnen Klassen auf die geistige und körperliche Entfaltung des Schülers in der betreffenden Altersstufe die gebotene Rücksicht genommen werde. Es wird beispielsweise nicht mehr tunlich sein. daß ein schwieriger Lehrgegcnstand, wie Latein, auf den Laibacher Zeitung Ni. 58. 506 10. März 1908. untersten Stufen in der Schule durch mehr als eine Stunde täglich betrieben und dadurch die Arbeitslust der Schüler gemindert werde. Und was das Prüfungswesen anlangt, so soll speziell bei der Maturitätsprüfung nicht mehr das Gewicht darauf gelegt werden, welche Note der Kandidat aus einem oder dem anderen Gegenstande errungen hat; es soll nicht mehr das Wissen oder Nichtwissen des Kandidaten aus möglichst vielen Disziplinen erforscht werden, sondern es sollen einige für die Erweisung der geistigen Rcife besonders wichtige Gebiete den Gegenstand der Reifeprüfung bilden und bei der Prüfung aus denselben nicht die Gedächtnislraft des Prüflings erforscht, sondern durch eine umfassende Behandlung des Prüfungsgebietes ergründet werden, ob der Kandidat die geistige Reife besitzt, deren er für ein erfolgreiches Studium an einer Hochschule bedarf. Die Vorschriften sind als Separatabdrucl im k. l. Schulbücherverlage um den Preis von 20 k erschienen. — (Fürst und Fürstin Otto Windisch-gräh in Abbazia.) Man meldet aus Abbazia, 8. b.: Fürst Otto Windischgrätz ist mit Gemahlin Erzherzogin Elisabeth und dem Prinzen zu dreimonatlichem Aufenthalte hier eingetroffen und in der Villa Irene abgestiegen. — (Errichtung eines Regierungs-jubiläumsfonds ehemaliger Einjährig-Freiwilliger.) Der k. u. l. Notar Doktor Oskar Czibulla in Sterzing (Tirol) nimmt das diesjährige Regierungsjubiläum Seiner Majestät des Kaisers zum Anlaß, um in einem Aufruf sämtliche ehemaligen Einjährig-Freiwilligen sowohl des l. u. t. Heeres als auch jene der beiden Landnxhren zur Bildung von Komitees behufs Errichtung eines „Allgemeinen Rcgierungsjubiläumsfonds ehemaliger Einjährig-Freiwilliger Viribus unitis" aufzufordern. Dieser Fonds bezweckt, bedürftige Angehörige der anderen Wehrpflichtkategorien im Frieden und im Kriege zu unterstützen. Die Ergänzungsbezirlslommanden wurden angewiesen, den zu bildenden Komitees jedwede angemessene Förderung zuteil werden zu lassen und ihnen über Ersuchen insbesondere mit der Angabe der Domizile und Adressen der im Auslande sich aufhaltenden Reserve-gagisten, Reservelabetten und Gleichgestellten an die Hand zu gehen, " (Staatssubvention) Seine Exzellenz der Herr Ackerbauminister hat der l. k. Landwirtschaftsgesellschaft in Laibach zur Bekämpfung der Rebschädlinge mit Ausnahme der Reblaus für das Jahr 1908 eine Staats-subvention von 2000 l< bewilligt und die l. l. Landesregierung für Krain ermächtigt, diesen Betrag der genannten Gesellschaft flüssig zu machen. —r. * (Verleihung von militärärztlichen Stipendien.) Nie man uns mitteilt, werden mit Beginn jedes Wintersemesters seitens des l. u. l, Reichs-kriegsministeriums vom 1. Studiensemester an Stipendien an solche Hörer der Medizin der inländischen Universitäten verliehen, die sich verpflichten, sechs Jahre als Berufsmilitärärzte, unbeschadet der wehrgesehlich zu erfüllenden Dienstpflicht, im t. u. l. Heere aktiv zu dienen. Das Stipendium beträgt vom 1. Studiensemester an jährlich 480 Kronen, nach Ablegung des ersten Rigorosums jährlich 720 Kronen und vom 9. Stubiensemester an bis zur Erlangung des Doktorgrades jährlich 1008 Kronen. Bewerber um ein solches Stipendium, die an einer Universität noch nicht immatrikuliert sind, haben ihr diesfälliges eigenhändig geschriebenes und gehörig gestempeltes Gesuch bis längstens 10. August 1908 direkt an die Militärärztliche Applilations-schule in Wien. IX.. Währingerstraße 25. zu richten und demselben beiz u schließen: 1.) den Heimatschein, 2.) den Tauf-(Geburts-)schein. 3.) die Zeugnisse über die zwei letzten Gymnasialsemester und 4) das Maturitätszeugnis in beglaubigter Abschrift. Gleichzeitig hat sich der Bewerber durch einen k. u. l. Stabs- ober Oberstabsarzt auf seine physische Tauglichkeit untersuchen zu lassen, worüber ein Zeugnis durch den Aussteller direkt an die militärischen Behörden eingesendet wird. Das Gesuch hat ferner die Erklärung zu enthalten, daß dem Bittsteller die Verpflichtung zur sechsjährigen Dienstleistung als Verufsmilitärarzt im l. u. l. Heere bekannt ist und daß er sich derselben unterwerfe. Schließlich ist im Gesuche die gewählte Universität anzugeben und der Unterschrift die genaue Adresse beizufügen, unter welcher die Zustellung der Erledigung des Gesuches erbeten wird. Gesuchsteller, welche die Matura mit Auszeichnung abgelegt haben, werden, wenn sie auch sonst vollkommen entsprechen, in erster Linie berücksichtigt. —r. — (Konlursausschreibung für die t, u. t. Marinealademie in Fiume.) Mit Beginn des nächsten Schuljahres (16. September) werden in der l. u. l. Marinealabemie in Fiume voraussichtlich zirka 35 Zöglingsplätze (ganz- ober halbfreie Aerarial-, dann Zahl- und Stiftungsplätze) zu besetzen sein. Der Eintritt findet nur in den 1. Jahrgang statt. Die allgemeinen Bedingungen fül die Aufnahme sind: Die österreichische oder ungarische Staatsbürgerschaft, die körperliche Eignung sowohl für die Militärerziehung als auch für künftige Kriegsdienste zur See, ein befriedigendes sittliches Betragen, das vollendete 14, und nicht überschrittene 16. Lebensjahr, die mit befriedigendem Gesamterfolg zurückgelegten Vorstudien, und zwar: die vier unteren Klassen einer öffentlichen Realschule, eines Gymnasiums oder einer diesen Schulen gleichgestellten Lehranstalt der österreichischungarischen Monarchie. Auf Aerarialplätze haben Anspruch: Söhne von Offizieren, von Militär-, Hof- oder Zivil-staatsbeamten. Als Zahlzöglinge können Söhne von Angehörigen der österreichisch-ungarischen Monarchie überhaupt aufgenommen werden, wenn sie den vorgeschriebenen Bedingungen entsprechen. Das Belöstigungspauschale für einen Zahlplah beträgt derzeit 1600 X. jenes für einen halbfreien Platz 800 X jährlich: von diesem Velöstigungs-pauschale. welches in zwei Raten, am 16. September und 16. März im vorhinein beim Marinealademickommando zu entrichten ist. werden alle Auslagen für den Zögling in der Anstalt bestritten. Diejenigen Aspiranten, welche unter den Kompetenten zur Aufnahme fürgewählt werden, müssen sich in Fiume einer Aufnahmsprüfung unterziehen. Diese umfaßt: ll) deutsche Sprache, l-,) Mathematik, c-) Geographie und Geschichte, —. " (Stellungslommission im Jahre 190 8.) Wie man uns mitteilt, hat das Ministerium für Landesverteidigung genehmigt, daß im laufenden Jahre die ständige Stellungslommission ausnahmsweise im Monate März amtiere. Im Einvernehmen mit dem l. u. l. 3, Korps' lommando in Graz hat die l t. Landesregierung für Krain angeordnet, daß im laufenden Monate die ständige Stellungslommission in Laibach am 12. und 20. zu amtieren hat. —r. * (Personalverfügungen im Dienstbereiche der Staatseisenbahnverwal-tung,) Julius Seidl, Rcvident der österreichischen Staatsbahnen, k. l. Staatsbahndireltion Villach, wurde zum Kassenrevisor bei dieser Staatsbahndireltion, ferner Friedrich Hinterlechner. Oberrevident der österreichischen Staatsbahnen und Vorstand-Stellvertreter bei der Abteilung für die Einnahmenlontrolle der l. l. Staats-bahndireliion Linz, zum Vorstand-Stellvertreter bei der Abteilung für die Einnahmenlontrolle der l. k. Staats-bahndircltion Villach ernannt, Adolf Pictsch. Assistent der österreichischen Staatsbahnen. t. l. Staatsbahnbirellion Villach, wurde in den Amtsbereich der t. l. Staatsbahn-direltion Olmüh. ferner Josef Gleisner. Assistent der obigen Staatsbahnen. l. l. Staatsbahndireltion Prag. in den Amtsbereich der l. l. Staatsbahndireltion Villach versetzt. — Erledigte Stelle: Vorstandstelle bei der Abteilung für den finanziellen und Rechnungsdienst der k. l. Staatsbahndiielrion Villach (VI. Dienstllasse). Ein-reichungstermin: 14. März 1908. —r. — (Universitätsvortragsabend des VollsbildungsvereinesAlademija.) Samstag abend um 8 Uhr hatte sich im großen Saale des „Mestni Dom" ein zahlreiches Publikum eingefunden, um dem Vortrage des Universitätsprofessors und Abgeordneten Dr. Gjuro Murmln beizuwohnen, der das Thema „Slo-denen und Kroaten in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts" angekündigt hatte. Der Vortragende entrollte in markigen Zügen ein Bild des Illyrismus von seinen ersten Weckrufen bis an sein Ausllingen. Ein volles Jahrhundert ist über die bewegte Zeit hinweggerollt, in der Vodnil sein hohes Lied der Stammeseinigung erklingen lieh. unter Slo-venen und Kroaten Ideen wachrufend, die unter ihnen eine ein halbes Jahrhundert andauernde kulturelle und politische Bewegung zeitigten. Auf diesen Ideen festigte etliche zwanzig Jahre später die kroatische Studentenschaft ihre nationalen Prinzipien, auf diese Grundlagen stützte Ljubevit Gaj seine Einigungsideen, seinen Illyrismus. Doch war der zisleithanisch-füdslavische Boden für die Ziele der Bewegung als einer sprachlichen und politischen Einigung un-günHig und es beschränkte sich der Illyrismus diesseits der Kulpa auf ein lediglich kulturelles Gebiet, während er in Kroatien und dessen Ntzbenländern nicht nur ein kulturelles, sondern auch ein politisches Gepräge aufwies. Ueberhaupt stieß die illyrische Idee, die in Kroatien zwei, drei Jahrzehnte nach Vodnil mit allem Feuereifer verfochten ward. unter den Slovenen selbst bald auf zahlreiche mehr oder minder offene Gegner, fand in den breiten Massen nicht mehr das richtige Verständnis und wurde v»n den wenigen Verfechtern, meist Klerikern, höchstens dafür ausgenützt, den endlosen Federkriegen wegen der endgültig anzunehmenden einheitlichen Schreibweise durch Annahme der Gajischen Schriftzcichen ein Ende zu machen. Dies wurde denn auch erreicht, muß aber auch als der einzige Erfolg der ein halbes Jahrhundert früher mit Sturm und Drang ins Leben getretenen Einigungsideen bezeichnet werden. --Der Umstand, daß gerade die begabtesten und besten Mä'N' ner, wenn es galt, etwas für den Illyrismus zu tun, passiv blieben und die im Stamme selbst sich fühlbar machende, oft in purer Megalomanie wurzelnde Heterogenität der sich auf den engherzigen Standpunkt eines Krainers, eines Kärntners, eines Steirers. eines Küstenländers stellenden Slovenen trugen wohl zum geringen Erfolge des Eini-gungsgedanlens nicht Unwesentliches bei. Vei den Kroaten stand es in dieser Hinsicht' allerdings um einiges besser, sie rührten sich energischer, blieben nicht bei der Festsetzung ihrer Schriftzeichen, sondern erwachten in einheitlicher natio< naler Arbeit einzeln und in geschlossener Vercinsorgcini-sation; doch sahen auch sie ihre nationale und politische Wiedergeburt erst unter Iela^-i.', Slovenen und Kroaten waren seit jeher homogene Vollsstämme und die geringfügigen natürlichen Hindernisse einer völligen kulturellen und völkischen Einheit hätten bei einigem wahren Verständnisse schon in den Großväterzeiten vollauf ausgeglichen und hinweggeräumt werden können. Nun hatten weder jene, für den Gesichtspunkt der Einigung so bedeutungsvollen Zeiten, die man als sogenannten Illyrismus ersten Datum» bezeichnen kann, wo Primus Trubar und seine Genossen, am Hebel der Stammeseinigung arbeitend, slovemsche Bibeln und Postillen unter Slovenen sowohl als Kroaten verbreiteten, zu irgendeinem erwähnenswerten Resultate geführt, noch waren die großen Einigungsideen aus deM Anfange des 19. Jahrhunderts zu einem namhaften, über die Lösung der Schriftzeichenfrage hinausgehenden positiven Endergebnisse gelangt. War also die ganze» kulturell poli-tische Bewegung durchwegs unfruchtbar, ganz einflußlos auf die Ideengestaltung der Nachzeit geblieben? . . . Nicht ganz! Wohl hatten die Jahrzehnte hindurch währenden Bestrebungen — gleichwie durch längeres Reiben dennoch endlich Funken zu sprühen beginnen — sowohl diesseits als jenseits der Kulpa leuchtende Funlenzüge — ja, ein strah--lendes Licht der Erkenntnis gezeitigt, daß die Erreichung kultureller und völkischer Einigung zweier so homogener Vollstyften, wenn nicht auf dem Wege des Illyrismus, so doch sicher auf dem Wege der Erkenntnis echter Brüden lichteit zu erreichen ist! — Professor Dr. Kurmin. gegenwärtig Dekan der philosophischen Fakultät in Agram, ^ auch ein gewiegter Politiker, welche Eigenschaft in seinem Vortrage mit bedeutender Scharfe in den Vordergrund trat. Der Vortragende wurde am Schlüsse seiner Ausführungen lebhaft alllamiert. — Dem Vortragsabend wohnte auch der Bürgermeister. Herr Reichsraisabgeorb-neter H ri b a r , bei. 15. — (Volkstümliche Vorträge beL Kasino-Vereines in Laib ach.) Samstag, den 14. d. M-, findet der dritte der angekündigten Vorträge statt. P"' marius Dr. Emil Bock wird das Thema „Die Geschichte der Brille" besprechen. Der Vortrag wizd von zahlreichen, vorzüglich ausgeführten Lichtbildern begleitet sein, welche teils nach dem vom Vortragenden verfaßten Werke „Die Brille", teils nach historischen Gemälden angefertigt wurden. Der Vortrag, der zugleich kulturhistorische Bedeutung hat. verspricht daher sich besonders interessant zu gestalten-Beginn des Vortrages um 8 Uhr abends. Ort: gioß^ Saal des Kasino-Vereines. — (Einen Vortrag über Weinbau) h^ Sonntag, den 8. d. M.. nach der Frühmesse der Herr Weinbauinspeltor B. Slalicty aus Nudolfswert ^ Schulgebäude in Treffen. Daran nahmen gegen 100 M'"/ gartenbesiher teil, die dem Vortrage mit Aufmerlscnnlel folgten. Zuerst besprach der Herr Vortragende die ssein^ der Weinrebe, besonders die Reblaus und die Peronosp"^' ferner den Vorgang bei Anlegung neuer Weingärten uN" zuletzt das neue Neingesetz, welches am 1. Dezember v- 2' in Geltung trat und bekanntlich den Zweck verfolgt, gute Ware vor schlechter zu schützen. Die gediegenen und doch populär gehaltenen Ausführungen erläuterte der Herr Min-bauinspeltor mit praktischen Demonstrationen, photographischen Bildern und Zeichnungen an der Schultasel. Nach I^stündiger Dauer schloß er seinen Vortrag und bank e den Zuhörern für ihre die ganze Zeit an den Tag geleg ^ Aufmerksamkeit. ^' — (Der Laib acher Le h re r v« r e i n) veranstaltet Mittwoch, den 11. d. M.. um 8 Uhr abends '" der Restauration des Hotels „Sübbahnhof" (A- Seid) einen Vereinsabend, bei welchem Herr Lehrer L. Iele" über die schulhygienische Ausstellung " London vortragen wird, Gäste sind willkommen! Laibacher Zeitung Nr. 58. ___________507____________________________________________10. März 190«. — (Vor trag.) Hcutc abend 8 Uhr wird im evan-'gelischen Gemeindesaal Herr Vikar Volz über „Gottfried Keller" sprechen. -— (Frachtbegünstigungen,) Anläßlich des infolge verschiedener Elcmentarlatastrophen des Vorjahres in mehreren Bezirken Krains und Istriens eingetretenen Notstandes wurden seitens der österreichischen Staatsbah-nen und der im Betriebe derselben stehenden in Betrachi kommenden Lokalbahnen Frachtbegünstigungen für die wichtigsten Futtcrmitiel beim Bezüge durch notleidende Gemein-ben zugestanden. Die bezüglichen Verlautbarungen erfolgten im Verordnungsblatte für Eisenbahn und Schiffahrt vom gestrigen Tage. ^ (Zwei-Millionen fonids zur Ve-lämftfung der Tuberkulose,) Das Kuratorium bes Zwei-Millionenfonds hat in seiner am 29. Februar abgehaltenen Sitzung nachstehenden Verteilungsmodus beschlossen: Von dem jährlichen Erträgnisse des Fonds sind auf 15 Jahre hin zwei Drittel als fixe jährliche Beiträge für die jetzt bestehenden Vereine bestimmt. Ein Drittel soll frei bleiben, damit neu entstehende Landeshilfsvereine beteilt werden können; über dieses letztgenannte Drittel wird bas Kuratorium von Jahr zu Jahr Beschlüsse fassen müssen. Dabei wurde als selbstverständlich angenommen, daß die jetzt bestehenden Vereine auch noch an diesem Drittel participieren, Auf Grund dieses Verteilungsschlüssels wird der L a n d e s h i l f s v c r e i n für Krain durch die nächsten 15 Jahre einen fixen Jahresbeitrag von 4500 X bekommen. Aus dem frei bleibenden Drittel erhält er überdies für das heurige Jahr noch den Betrag von 2000 X. Dieser Vcrteilungsmodus gestaltet sich für Krain noch etwas günstiger, als nach der Dele-giertenversammlung der Landcshilfsvereine vom 24. November 1907 angenomnren werden konnte. — (Verlegung eines Teiles der Rudolfs-bahn straße.) Jener Teil dieser Straße, der sich von der Koliseumgasse bis zur evangelischen Kirche hinzieht, erfährt in der nächsten Zukunft eine neue Richtung, so zwar. daß der alte Teil aufgelassen und ein neuer durch die Mitte der Gartenfläche angelegt wird. Zu diesem Behufe sind die Vttschüttungsarbciten bei der dortigen Grube bereits im Zuge. Das nötige Erdmateriale wird von der ehemaligen Nennbahn des slov. Vichclellubs zugeführt. An der hiedurch freigewordenen südöstlichen Fläche wird der Großhändler I. Knez ein Privatgebäude aufführen lassen. x. — (Vermehrung des Wasser röhrst ranges.) In den letzten drei Wochen wurde mit der Zuführung des Rohrmateriales für die Legung des zweiten WasserleitungZhauptrohrcs begonnen. Das Materiale wird auf dem städtischen Grunde an der Maria-Theresia-Straßc abgelagert. x. — (Reservierter Bauplatz.) Der an der Rudolfsbahn- und Nleiweisftraße liegende Grund wurde vor kurzem eingezäunt und ist als Baugrund reserviert, x. — (Besitz Wechsel.) Der Gastwirt Josef C o i i,' hat bas Haus der Frau Anna Dermastja Nr. 23 in der Wallocher Straße gekauft. — Der Tischlermeister Alois Trink hat das Haus Nr. s> in der Linhartgasse läuflich erworben. — Die Besitzung Stemerhof in Nischoflack ist in den Besitz des Realitätenbesitzers daselbst Franz DoIenec übergegangen. — Das Teflovecschc Haus neben dem Gymnasium in Krainburg ist ins Eigentum des Laibacher Baumeisters Josef Fuso gelangt. (i. ~^ (Todesfall.) Der Oberlehrer in Niederdorf bei Reifnih, Herr Franz Oregora<'. ist am 8. d. M. plötzlich gestorben. Er war in Ibria im Iah« 1802 geboren und diente im Schulfache seit dem Jahre 1888. (,. ^ (S chwu rger ichts verhau dlu ng.) Am 7- d. M. fand unter dem Vorsitze des Herrn Landesgcrichts-Bizepräsidenten Josef Pajl eine Verhandlung gegen den 17 Jahre alten Franz Zabret und gegen den 16 Jahre alten 3ranz Lap, beide Grundbesitzerssöhne aus Topole. Gerichts-bezirk Stein, wegen eines Sittlichkeitsdeliltes statt. Als Ankläger fungierte Herr Staatsanwaltsubftiiut Dr. Her-Mann Neuberger, die Verteidigung führte Herr Advo-lat Dr. Vladimir R a v n i h a r. Die geheim durchgeführte Verhandlung wurde vertagt, weil noch weitere Zeugen einvernommen werden sollen. — Hiemil ist die Schwurgerichts-Mon beendet. —1. -^ (Schwurgerichtsverhandlungen in ^ udolfswert.) Am 2. d. M. gelangten drei Fälle zur Verhandlung. Angeklagt waren: Anton Krumer aus Kutna. "< mit Fasten verschärften Kerlers. Am 3. d. M. hatte ,^h Agnes cirtaliö aus Ranne. Bezirk Landstraß, wegen Verbrechens des Betruges zu vcrautworlen; sie wurde freigesprochen. Am 4. b. M. befand sich auf der Anklagebank ^lois Lesar aus Goriöa Vas. Bezirk Gottschee, dem das "brechen der Amtsveruntreuung zur Last gelegt wurde. Das Urteil lautete auf sechs Monate schweren, mit Fasten verschärften Keilers. Am letzten Tage. d. i. am 5. d. M,. wurden zwei Urteile gefällt, und zwar erhielt Franz Povhc aus Zalola, Bezirk Gurlfeld. wegen eines SittlichteitZ-deliltes 18 Monate schweren, mit Fasten verschärften Kerkers und Josef Marin aus Mittergrah. Bezirk Gottschee. wegen Verbrechens der schweren körperlichen Beschädigung 6 Monate schweren, mit Fasten verschärften Kerkers. N. — (S chu l c r w e i t e r u n g.) Das Schulgcbäudc in Jauchen, politischer Bezirk Stein, erhält einen Iubau für Unterrichtszwecke und die Oberlehrerswohnung, Die bezüglichen Arbeiten werden im nächsten Monate in Angriff genommen werden. x. * (Zur Volksbewegung in K r a i n.) Im politischen Bezirke Gottschee (42.306 Einwohner) fanden im verflossenen Jahre 241 Trauungen statt. Die Zahl der Geborenen belief sich auf 1334, jene der Verstorbenen auf 968. barunter 367 Kinder im Alter von der Geburt bis zu 5 Jahren. Ein Alter von 50 bis zu 70 Jahren erreichten 181, von über 70 Jahren 199 Personen. An Tuberkulose starben 133, an Lungenenizünbung 40, an Dipl,--theritis 19. an Scharlach 0. an Masern 40. an Typhus 12. durch zufällige tödliche Beschädigung 20 und durch Selbstmord 3 Personen: alle übrigen an sonstigen verschiedenen Krankheiten. —r. — (Masken fest in R u d o l f s w e r t.) Unter dem Titel „Vrtna vcselica" veranstaltet- am Faschings-dicnstag die ('italnica in Rudolfswert in ihren eigenen Lokalitäten ein Maslenftst, das sich eines sehr guten Besuches erfreute. Die Lokalitäten waren geschmackvoll dekoriert. Der Tanzsaal glich einem wirklichen Garten. In dem an den Tanzsaal anstoßenden Zimmer befand sich ein Nüsett, das eine reiche Auswahl an kalten Speisen bvt. Das gleich daneben befindliche Zimmer stellte eine Gartenlaube dar. Grüne Laubgcwinde und Girlanden hingen nieder und die darin befestigten bunten Lampions belebten und vervollständigten den reizenden Eindruck. Darin war dcis Kaffeehaus installiert. Die übrigen Zimmer, deren Wände mit Grün sinnreich besetzt waren, dienten als Gast-hauölolalitäten. Um halb 9 Uhr fand der korporative Einzug der durchaus sehr hübschen Masten statt. Unmittelbar darauf wurde der Tanz eröffnet, dem bei der unermüdlichen Tätigkeit des Rudolfswerter Salonorchesters mit allem Eifer bis in die frühen Morgenstunden gehuldigt wurde. Um 11 Uhr mangelte es an Sitzplätzen. Die Unterhaltung war eine recht animierte und ungezwungene. Zur Erheiterung der Gäste stimmte Herr Direktor Richard Dolenc mehrere beliebte Volkslieder an und fand unter den Gästen zahlreichen Anschluß. Die Abgabe der Salven markierte das .Knallen der Bouteillenpfrovfen, Alle Gäste verließen das Maslcnsest mit dem Gefühl, wieder einmal einen recht vergnügten Abend verbracht zu haben. N. ** (Fa sch i ng s n a ch z ü gler,) Einem alten Gebrauche folgend, veranstalteten die Teilnehmer an den Tanzübungen des Laibacher Deutschen Turnvereines Samstag im großen Saale des Kasino ein Schlußlränzchen. Es nahm einen reizenden Verlauf; anmutige junge Damen und flotte Tänzer, zumeist in schmucken Trachten und Kostümen, vereinigten sich im gemütlichen, zwanglosen Vereine zum fröhlichen Abschied von der lustigen Karnevalszeit. Nie gewöhnlich wies auch die Veranstaltung ein gutes Familien Publikum auf, das an der Freude der Jugend regen Anteil nahm. Die Reigen, vom Leiter der Tanzübungen, Herrn Valentin Cerer, der durch eine ehrende Widmung ausgezeichnet wurde, mit Geschmack und Umsicht geleitet, zahlten 50 Paare. — (An der Lehrerbildungsanstalt in Capobistria) wurde gestern der regelmäßige Unterricht wieber aufgenommen. Aus den seitens mehrerer Abgeordneter mit dem Statthalter Prinzen zu Hohenlohe gepflogenen Besprechungen ergab sich, baß die Regierung bereit ist. den berechtigten Wünschen, zumal betreffs der Unterrichtserteilung in der Muttersprache, nach Tunlichleit Rechnung zu tragen, sowie die angestrebte Verlegung der slavischen Abteilung der Anstalt nach Möglichkeit zu beschleunigen. — (Geraubte 360 Kronen.) Das gestrige „Agramer Tagbl." meldet: Der Gastwirt Franz Pregl aus Littai befand sich in der verflossenen Nacht um 12 Uhr am hiesigen Staatsbahnhofe, um mit der Bahn nach Vrbo-vec zu reisen und fragte da zwei Unbekannte, die ihm nachgingen, um ein Gasthaus. Die beiden führten den Gastwirt in die Naro^eva ulica und unterwegs sagte einer der Begleiter zu Prcgl. dieser habe seine Geldbörse verloren. O nein. erwiderte Pregl. griff in seme Rocktasche und zog seine Geldbörse mit 360 Kronen heraus. Im selben Augenblick riß ihm einer von den beiden Strolche!, die Geldbörse aus der Hand, worauf beide davonliefen und in der Nacht verschwanden. * (Eine schwierige Verhaftung.) Gestern abend erschien im Hause des Herrn Weinlich ein betrunkener Eisenbahnarbeiter. Als er von der Hausfrau nach seinem Begehren gefragt wurde, beschimpfte er sie und lärmte so lange, bis er von einem Hausinsassen auf die I Straße gesetzt wurde. Da der rabiate Arbeiter noch immer eizedierte und das eiserne Gitter zu beschädigen versuchte, wurde ein Sicherheitswachmann herbeigerufen, der den Ex-zebenten verhaftete. Dieser widersetzte sich dem Sicherheitsorgan, warf sich in der Fürstenhofgasse auf die Straße und schlug mit Händen und Füßen herum, bis endlich Sullurs lam und er in den Arrest abgeführt wurde. * (Einsturz einer Skalpe.) Vorgestern nacht ist die in der Kastellgasse zwischen dem Hause Nr. 7 und 8 befindliche Slarpe in einer Länge von mehreren Metern auf den Gehweg gestürzt. Die Sicherheitswache verständigte hievon sofort das städtische Bauamt, — (Die Laib acher Vereinslapelle) konzertiert heute im Kinematographen „Edison", und zwar bei den Vorstellungen um 4, 5, 6, 7 und 8 Uhr. — (Todesfall.» Wie wir soeben bei ^chlus'. des VIatk's noch erfahren, ist unser hochgeachteter Mitbürger der Kaufmann, Haus- und Nealitatenbesiher Herr Peter ^ a s; n i f heute vor mittaa. nach langem 3iechtum gestorben. Theater, Kunst und Literatur. ** (Deu < sche Nü hne.) Gestein fand eine Wieder holung der Operette „Die Dollarprinzessin" statt. Das Theater war gut besucht und die braven Darbietungen fanden wieder verdiente Anerkennung. Die Vorstellung beehrte Herr Landespräsident Freiherr von Schwarz mit seiner Gegenwart. — (Aus der slove nischen Theater-ianzlei.) Heute (gerader Tag) geht das Vollsstück „Das grobe Hemd" von K. Weis mit Herrn Ignaz Bor 5tnil aus Agram in der Hauptrolle zum erstenmal in Szene. — (Konzert S l a o j a n 5 t i j.) Der Kartenverkauf für dieses Konzert hat begonnen und findet in der Tabaktrafik Ke5arl in der Schellenburggasse statt. ** (Konzert Slezal.) Morgen abend findet im großen Saale der Tonhalle der Liederabend des berühmten Hcldentcnors der Wiener Hofoper unter Mitwirkung des Klaviervirwosen Emmerich Kris statt. Herr Slezal ist nicht nur einer der hervorragendsten Opernsänger, sondern hat sich auch als Konzertsänger die Gunst des Publikums im Sturme erobert. Mit voller Begründung wird daher seinem Lieberabende große Anteilnahme entgegengebracht. Telegramme des k. k. Telegraphen-Oorrespondenf-Bnreaus. Der Brief des Kaisers Wilhelm. London. 9. März. (Oberhaus.) Das Haus ist in der Voraussicht der Erklärung Tweedmouths dicht besetzt. Auch die Tribünen und die Galerie der Diplomaten sind überfüllt. Lord Tweedmouth spricht unter lautloser Stille und in sichtbarer Ergriffenheit. Er erklärt, er wolle jeder an ihn gestellten Anfrage zuvorkommen. Dann sagt er: Es ist Tatsache, baß ich am 18. Februar einen Brief von Seiner Majestät dem deutschen Kaiser erhalten habe. Dieser Brief ging mir auf dem gewöhnlichen Wege der Post zu. Der Brief war privat und persönlich. Er war sehr freundlich gehalten und sein Ton ganz ungezwungen. Ich zeigte ihn Grey, der mit mir einer Meinung darüber war. daß der Brief als Privatbrief und nicht als amtliches Schreiben zu behandeln sei. Demgemäß sandte ich Sr. Majestät am 20. Februar ein Antwortschreiben, das in demselben Sinne gehalten war. wie sein eigener an mich gerichteter Brief, nämlich in einem freundlichen, zwanglosen Ton. Alles, was ich weiter sagen kann, ist: Ich bitte das Haus, sich versichert zu halten, daß ich der festen Meinung bin. dah der von mir verfolgte Weg ein guter und darauf berechnet war, bas zu tun. was Sie ja alle so sehr wünschen, nämlich, alles zu tun, was in unseren Kräften steht, um zwi< schen dem Deutschen Reiche und uns das gute Einvernehmen zu scstiaen! Die Donau-Adria-Vahn. Belgrad. 9. März. Die Adriabahn soll auf serbischem Boden von der Donau nach Merdarre an der serbisch-türkischen Grenze und bann auf türkischem Boden über Pristina und Vrizrond nach San Giovanni di Medua und mit einer Zweiglini« zu einem montenegrinischen Hasen führen. Eetinje. 9. März. Das Amtsblatt „Glas Crno gorca" erklärt bezüglich der Aeußerungen des Ministers des Arußern Freiherrn von Aehrenthal in den Delegationen, daß der Berliner Vertrag Oesterreich-Ungarn nicht das Recht gebe. eine Bahn durch das montenegrinische Küsten gebiet zu bauen, sondern dieses Rechi Montenegros von einem Einvernehmen mit der Nachbarmonarchie abhängig mache. Außer dieser Bestimmung des Berliner Vertrages bestehe kein Uebereinlommen zwischen dem Fürstentum? und ! der Monarchie und könnte auch gar nicht bestehen. Laibachcr Zeitung Nr. 58. 508 10. März 1908. Verlin, 9. März. Die „Nationalzeitung" schreibt: Gegenüber anders lautenden Mitteilungen ist daran festzuhalten, baß ein Ausflug des Kaisers Wilhelm von Korfu in das Innere von Albanien, insbesondere nach Ianina, nicht beabsichtigt ist. Damit verlieren die politischen Kombinationen, die sich mit einem derartigen Besuche beschäftigen, ihre Grundlage. Es bleibt dabei, daß der Aufenthalt des Kaisers auf Korfu lediglich dem Zwecke der Erholung dienen soll. RoMtsctier Jßffljelplle" schafft Appetit, (862)5"2 fMert die Verflaonng ifl regelt den Stoffwechsel. Angekommene Fremde. Grand Hotel Union. Am 8. März. Landesberg, Ina,,; Imsly, Hirsch, Demes, Haas, T>önt, Lürin, Perto, Nsdc.; Sondet, Fabrikant; Gruber, Rund, Kflte.; Mm, Elektrotechniker. Wien. — Wolf. Hirsch» berger, Stratzburg. — Kosnit, Wachtmeist., Wr»Neustadt. -Bergauer, Direktor; G. Lauric; Weiner, Rsdr., Trieft. -Thill, Privat, Tobelbad. - Dr. Surmm, Professor. Aa.r>im. — Heh, Rsdr., Nürnberg. — Lentek, Notar. Vischoflack. — Goldschmidt, Rsdr., München. — Stcfanoff. Gutsbesitzer, Scharloff. — Etzle, Rsdr., Graz. — Iarc. Professor, Kram-bürg. — Pollanz, Ing., Villach. — Laurii, Laibach. — Ar» melini. l. t. Finanzwachloinmissär, Gotlschee. Am 9. März. Planinsek. Schönstein. - Pfeiffer, Kfm., Tliest. — Weiß, Deller, Leichncr, Ritschl, Reißer. Kflte.; Nistor, Ing., Wien. — Linau, Kfm., Budapest. — Lovsin. Woch.'Feistrih. — Goriany, Gutsbesitzerin, Rupertshof. — Lustina, Brauereibesitzer; Zimmermann, iifm., Straßburg. — Kanzler, Ing., Graz. — Toporis, Adjunkt, s. ssrau. Rudolfs« wert. — Iänchen, Müdling. — Kogej, l. t. Notar, s. Fran, Laas. — Simawina, Zara. — Dr. Rodler, Gutsbesitzer, Feistlitz b. Marburg. Hotel Elefant. Am 7. und 6. März. Gräsin Erdödy, Private; Adler L., Adler R.. Finlcnthal, Vellak. Engl. Lebenhard, Müller, Freund, Süß, Mayer. Fried, Winter, Glo«au, Fonda, Engel, Tauber, Ullrich, Reiß, Eigl. Budansky, samt Frau, Seliguillmi, Frantit. Heiß. Lustig, Vraun. Puschinjag, Wciningcr, Ksttc., Wien. — Dr. Vlodig. l. t. üommlssar; Rizzoli, Privat; Finizio, Schütz, Hachl, Üflte,, Trieft. -- Gradapln, Nfm., Pordenone. -- Trcntini.Kfm,, Cittanuova. — Hamimo, Ierniani, Braoetti, Kfltc.. Macerata, — Valentini, Rastelli, Fratriceli, ttsite., Codroipo. — Hincbury, K'm., Semenau. — Lebitsch, Beamter, Domschale. Verstorbene. Am 7. März. Vladimir Nusar, Privatbeamtenssohn, 8 I., Petersstrahe 50, Vitium cor^i». — Dorothea v. Milost, Beamtenswitwe, 68 I., Miklosicstraße 5, U«rbu8 LriMii. — Anton GostiZa, Arbeiter, 83 I., Nadetzkystraße II, ölu,ru,8mu8 Lenilis. Am 8. März. Heinrich Klansek, Albeiterssohn, 20Mon., Schießstättgllsse 15, Tuberkulose. Am 8. März. Karl Tertnik, Iuwohnei, 6b I., Iapelj« gasse 2, Marasmus. — Maria Letnar, Keuschlerstochter, 50 I., Radetztystraße 11, Blödsinn, Darmlatarrh. Im Iivilspitale: Am 4. März. Anton Otrin, Arbeiter, 26 I., Pneumonic. Am 5, März. FranzLajovc, Faßbinder, 62 I., ^rtoi-io-geioroki». Am 6. März. Jakob Keber, Inwohner, 84 I., N^n-earäitis, ^lHr»,8mu3 «onili». — Anton Mach, Privatier, 6!) I.. Deželno gledališèe v Ljubljani. Ät. 80. Par. Danes v torek dne 10. maroa 1908: Gostovanje gospoda Igoacija Borštnika iz Zagreba: Prviè : Ob svojem kruhu. (Das grobe Hemd.) Ljudska igra v ätirih dejanjih. Spisal K. Weis. Za slovenski oder priredil Fr. Kobal. Zaèetek ob pol 8. Konec ob 10. Meteorologische Beobachtungen in Laibach. Seehöhe W6 2 in, Mittl. Luftdruck 736 0 mm. ^ -'T ^Z? X^- Ansicht K^!ß Z «H D^ z^ Wwb btsHimn.el« z^ ^^Ü?^ 736 6 i 10 0^W^^t«t^Mw7Wer 9U. Ab. 7339 75, W. mäßig bewölkt ___ 101 7 U. F. j 728 3 > 6 4^ lSW. mäßig i . ,00' Das Tagesmittel der gestrigen Temperatur 6 6°, Nur» male 2 b°. Wettervoraussage für den 10. März für Steiermarl und Kärnten: Größtenteils bewölkt, schwache Winde, schr kühl; für Krain: größtenteils bewölkt, schwache Winde, kühl, Mor» gennebel; für das Küstenland: Wechselnd bewölkt, mäßige Winde, kühl, gleichmäßig anhaltend. , ---------------- Seismische Berichte und Beobachtungen der Laibacher Erdbebenwarte tgrgründet uo» der Krai». Tparlassc !«!»?). (Ort: Gebäude der l. l. Staats.Oberrealschule.) Lage: Nördl. Breite 46° 03'; Östl. Länge von Greenwich 14« 31'. Bodenunruhe:* Die Bodenunruhe zeigt von gestern auf heute an den beiden kurzperiodischen Pendeln eine bedeu« tende Zunahme; sie ist am 4 - Selunbenpendel «stark», am 7 »Seluudenpcndel «mäkig star!» bis .stark». Das 12'Se» lundenpendel zeichnet heute, am 10. März, „ ö. w. Noten (Febr, Nua, per «assc......99 80100 — 4-L"> ö, W. Ziibcr («pril-lllt/, per Kasse ,.....ö9 »b <0<> 05 i»«»er Staatslose 50« ft. 4"/^15» .».o >54 50 >^0er ,, 1U0 fl. 4"/^l!i3 50.il? l0 I8«4er ,, 10> st. . . 263 - !iS7 - 18«4tl .. 50 llt,schul>. «tlschrcibungen. Elisabetli-Vahn i. 0 ft.....4"/^>lb 3b t16'35 ssranz Ioscpb-Bahn in Silber veil0 ttr......4689047090 delto iiinz-Budweis 200 fl, ö. W. O, 5'///„ .... 434 - 43«'-detto Taljburg L,rol 200 fl. ö. W, 2. 5»/„ . . . .42«'15 428-15 »icnKtal Vahn 200 u. «ooo Kr. 4"/„.........194 bollüb 50 Geld Ware l>»m Staate ;nl Zahlung über» nommlnt lisenbahn'Plioritäl« Gbligllliannl. Vohm. Westbahn, Em, 189b, 40<1, 2U0» U. 10.000 Nr. 4",'„ 97 Sb 98 60 Elisabeth-Nahn «00 u. 3000 M. 4 ab I0"/„......114-60 i lb'So Llifabeth-Pahn 400 u. 2000 Vl, 4"/„........114 «b 115 85 Ferdinanbs-Nordbahn 12-35112 55 4"/„ unssar. Nente in Krone»- währ. stfr. per Nasse . . 9445 94-65 4'"„ dcitu per Ultimo 94 45 94 s>5 5'/,"/„ detto per Kasse 84-70 «4-30 Ungar. Prämien.«»!, ll 10« f>. 19! — >»5- -dctto il 50 fl. 19! - !85- Theis, «cg.-Loic 4"/n . . , . 149 75 9ß!it, -»"/„ iroat. », slav, Grdentl. Obl, 95 25 »ß-25 Andere öffentliche Anlehen. Vosn, ^andeö-Anl. (div.) 4'V« 91'8b 92 85 Voin.-hcrccg, Eisenb. -Lande«- «nlchen ldw.) 4>///„ - - «9 - 99 85 5"/„ Tonau ^eg. «nlcihe 1878 103-75 —- Wiener Verlchlö Anl. . . -!"/„ 97 45 98-45 detto 1W0 4" „ 97 .<5> 9» 45 Vlnlchen der Stadt Wien . .10! 90!N2«l' detto (E. oder G) 1874 12130 «22 ^l> btlto (1894).....9Ü» !,81ft dctto lInv.-«,)V,I.1!»0L 9S7b 97-75 Vörscbau-Nnlehen vcrlosb. 4"/„ 97 — W — Nn!sisckc Staalsanl. u. I. 19UU f. 100 Nr. p. K, . . 5"/„ 90-75 «1-^5 detto per Ultimo . . b"/„ !<0-?5 9»-25 Vulg. Llaais-Hypothelar-Aul. 1W2......«"/„ILtbv 122-50 Veld Ware Anlg. Staats - Oolbanleih« 1!)«7 f. 100 Kr. , . 4>/2"/n 88b« «!» 50 Pfandbriefe usw. V°dc»tr.,alla,öst,i, 5NI,«l.4"/„ 96-20 97-- Nühm. Hliputhclenb. ucrl. !"/« 98 90 99-90 Zentral Äod,Nicd,-Äl., üstcrr.. 45I verl.....4>/,"/<> 10150 102 50 delto !!.'> I. »eil. . . . 4"/o 98 - 99--Kred. Inst., östeir.. f.Verl.-Unt. u. öffcntl. Mrl), Kat. ^. 4"/„ 96-75 97-75 Landcil,. d. ftön. Galizicn n»d Lodom. 5,7'/, I. rüclz. 4"/„ 94 75 N5'75 Mohr. Hnpolhclenli. uer!. 4"/« »8 10 9« >0 i>i,-üsterr, Landeö-Hyp, Nnsl.^/» 9825 89'25 dcllu inll. 2"/n Pr. verl. »>/,"/» 89-- -- detlo K-Schnldsch. verl. 3>/i"/<> 89- 90-— dctto verl......4"/° 9810 89-10 Osterr.-unaar. Panl 50 Jahre »eil. 4"/« ü. W..... 98-15 99->0 detto 4"/n Kr. .... 88-50 99 50 Eparl., Erste öst., «0I. verl. 4"/« gy-ob 100-05 Eifenbahn-Prioritäts-Obligationen. ^stcrr. Norbwcstb. 200 sl. E, . 102-85 1U3-85 Eiaatslmhn !<0 ssr..... 404- 408-— Eiiduahn il 3"/,, Jänner-Juli l<«0 Fr. lper Et,) . . . 299-15 30!-1b Elidliahn k 5"/„ i00 fl. E. ll. G 122-2« 123-20 Diverse Lose. l>«riin»liche fose. 3'Vn Vooenlredit Lose , 18«!> 271-50 277 50 5"/„ Tonan>«eaul,-i,'ose 100 fl, 2«i-5« 267-bo Eerb. Prlm. Unl.p. 100 Fr.2"/n 101 — 1N7-— zlnoerzlmllche 3«ft. Vubap.-Vasilila lTombau) !> sl. 22-- 24-- Nrcditlofc 10» fl...... 454'— 4«4-— Clarh-^ose 4<» sl. KM. . . , 1b3'— 159' Ofcncr Luse 40 fl..... 234'- 244-- Palffy-Lojc 4N fl. KM. . . , IUO-75 19675 iltotc» Kreuz, üst. Ges. v. 10 fl. 5!'- 55' Nolcu Kreuz. ung. esv . . 5» fl. L8-7b 3N-?b »iudolf-Losc 10fl...... 68'- 72'— EalmLuse ns!, Cm, 188U 77>— 82' - Altien. ^«»»port'ynltlnehmnngtn. Aussia-Tepliycr Eiscnb. 500 sl. 245N-— !i47N-- Vuhmischs Nuldl'nhn 15« sl. , »W-— ««?-.. Vuschliehmder Eisb, 5>00 sl, .NM, 2U!!, -. li822' - betto (üt, ll» 200 fl. per Ult. 11I8 — 1120---Tunau - Dampfschiffahrt« - Oes., 1.. l, l. Pliv., 500 fl, KM. I035-— 1N41-- D»x Vudenbacker lt, Ä. i0N Kr. 573-- b?«-- Fcr'dinands-Äiordd, 1000 fl. KM, 52U0>— 5330--Kalchan - Oderociger Ciscnbah» 20« fl. S....... 365 — 366 - Lemb.-Lzern,- Iassn Cisenbahu- Oescllickast. Ü00fl, O. , . 570'- 573'- Llo!,d, us«., Tricst, 5>l,0 f!.. KM. 4I8-- 4Ü,— üstcrr, Nordwrstbal», 200 fl, S, 434- 435-^ detto (!>!,. !i) 200 fl, E.p U>t. 425-- 427'— Piall-Tuf.erltisenb, 100fl.abäst. 2!«-- 21?- TtlllltKeiscn!,. 200 fl. T. Per Ult, 672 50 67350 Lüdliah» 5!«0 sl, Silber per Ult, 149-25 15025 E!!d»olddc»!s<1,e Acrliindunnlb. 200f>, ttM...... 408— 4!U'- Transport Ocs,, intcru., N.-V 20« Kr........ 173— 175'— Unaar. Wcslliahn »Naab-Oraz) 2»0 fl. S....... 407'— 410-- Wr. ^olalb.-Altirii Ocs. 2'- K.X2-— M»tr. Vod. «rebul. üst. 20N sl. b20'- 525'-Kreditanstali fiii Handel und Gewerbe, 160 fl., per Kasse —'— —'— dctto per Ultimo 643'7b 644'75 Kreditbanl, nnss. alla., liNO sl. 7?5'?b 77675 Lcpusitenbanl, alla., , . . . 612'- 61S'— Osterr.-unaar. Vanl 140« Kr, 171«-— 1728'— Geld Ware Uniunbanl 200 fl...... 554'75 b55'7b llniunbanl, böhmische 100 fl. . 243'— 244'-^ Lcrlchrsdanl, alla., <usil>t»ßn,s,eiellsch,, alla. üst., 100 fl. 121'— 122'— BrnzerKol)lc»lurab,«es. lONfl. 73?'— 7^«'— Eisenbahnuellehr«-Anstalt, üst., 100 f!........ 418-— 421'- (tiIenbahnw,Leil,n., erste. ION fl, 213'— 217— „Elbemüh!", Papicrf. u. V.-V, 100 fl........ 194-— 1!»7-b0 ltlcltr, «es. allss, üstcrr,, 200 fl, 423'- 427- Elcltr.-tticssllich, iulern. 200 fl. 589-— 58!'— Llclti. «csclllch , Wr. in Liq», 21!»' 222'— Hirtenlicrsser Patr-, Zündh. u, Mct.-Fabril 4»<> Kr. . . 962'— 972' - Llesinger Brauerei 100 fl. . . L4b'— 248 — Munta„-«rs., üst. alpine 100 fl. 6b8 b0 «b»bl> ,,Poldi-Hütte", Ticaclnukstahl- F.-«.«. 200 sl..... 472'— 4»»'— PiaacrEIsen-Iudustricolesellsch. 200 sl........ 2659'—26S6 5O üiima- Mnran» - Salao Tarjaner Eiscnw, !00f!..... 5^)'7b b4l'?b- EalssuTarj. E!ci»lul,lcn 100 sl. 57»'— 574 — ,,Sch>iinlmül,I", Papiers,,2N0fl, 32N-- 330'^-,,Schudnica", N, <^, f. Petrol,- Industrie, !>on Kr, . . . 485'— 445— .,S!enrermlW",Papieis.».V.G. 444-— 448-- Tiiflli!er Kuhlenw,.W, 7« sl. . 263'— 26» bO lull. Tabalressie-Gel, 200 Fr. per Kasse...... —'- — — dettu per Ultimo . , . 406— 410 — Waffenf.-Ocl.,üsterr., loosl, . »«!-— böS--^ Wr. Äaugesellschaft, I0»sl. . . ibl- 15»'^ Wienerberae Zieaclf.-Ult.-Ges. 729— 73O«0- Devisen. Kurze Lichten unb Zcheck«. ?lmsterdam....... 199-— 199 «0 Deutsche Banlplave .... 117-57^ 11?'??^ Italienische Bantplöhe . . . 95-6?^ 95,80 iionbll»........ 240 72' 24! — Pari«......... 9562' 95'8» Et. Petersburg...... —— -^ Wrich uud Masel..... 9b-45 »'«>' Valuten. Tulatcn........ ,1-35 1'"^ liossraulsiiEtnllc..... 190!» 1» <' 2« Marl-Ttuise...... 23-50 23 5« Dentsche lliciclManlnoten , . ll? «« 1'?"" 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