^"!cht existiert. Es herrschte übrigens auf ^rew sl ^ die Tendenz vor, die Bedeutung des lelb? '''^ über Gebür aufzubauschen, weil man das« ^antt ' Partei.Interesse auszunützen gedachte. Graf schliß ^^ die gegenwärtige Majorität sollten natürlich llaa ^"' dass "^"" ^^ ""^ kostspieligen Plänen dt,"' Welche Szlavy nicht hätte billigen können, und sass, ^arn wollte man einreden, dass die „Ver/ ly^'gspartei" ihr bester Bundesgenosse sein würde, lllnn "^^ zur bosnischen Politik eine andere Hal» t>^ kwurhmen ^l)lle. Es verfieng aber weder das ^tia"? ^ andere, die Märchen über die dies« ^Naa "cgierung fanden keinen Glauben, und die ""', wollen von der Linken nichts wlssen. ___________ Im Reichsrathe hat die Berathung des Zoll« tarifes begonnen, welche längere Zelt in Anspruch nehmen dürfte. Von Seite der Opposition trat man mit gewohnter Heftigkeit gegen diese Vorlage auf, welche von nicht wenigen Mitgliedern der Partei im Stillen freudig begrüßt wird. Sie können sich freilich den Luxus gestatten, grgen die Vorlage zu stimmen oder wenigstens bei der Abstimmung sich zu absentieren, da ja die Majorität ohmhin gesichert ist; aber sie wissen recht wohl, dass ihren Wählern es nicht convenieren könnte, wenn die Vorlage abgelehnt würde. Se. Exc. der Handelsminister hat sehr richtig hervor-gehoben, dass die Vorlage eine möglichst harmonische Förderung der Interessen der Industrie und Land' wirtschaft nnd jene des Staates darstelle, da ja die Erhöhung der Staatseinnahmen eine politische Noth« wendigkeit sei. Die Verordnung Sr. Exc. des Iustizministers betreffs der slovenischen Sprache regelt eine offene Frage in einer Weise, welche alle Parteien befriedigen kann. Verfuchc, die Gerichte zum Wideistande gegen diese im Geiste des Staatsgrundgcsctzes gehaltene Verordn nung aufzureizen, erscheinen wohl als aussichtslos. Ueberhaupt denkt man heute auch in deutschen Kreisen viel unbefangener über derartige Angelegenheiten und sieht nicht mehr in der factischen Durchführung des Princips der Gleichberechtigung eme Verletzung deutscher Interessen. Die Partei mag noch auf dem alten Standpunkte stehen, die Bevölkerung aber hat ihn jüngst verlassen, und wenn in einem Präger Vereine ein Redner den Kampf gegen die Slaven als Hauptaufgabe der Deutschen hinstellt, so mag er vielleicht im engsten Kreise Beifall finden, im Volke gewiss nicht, welches unzweideutig genug seine gegentheilige Anschauung kundgibt.___________________________ Neichsrath. 226. Sitzung des Abgeordnetenhauses. Wien, 1. Mai. Der Herr Präsident Dr. Smolka eröffnet um 10 Uhr 15 Minuten die Sitzung. Auf der Ministerbank: Se. Excellenz der Herr Ministerpräsident nnd Leiter des Ministeriums des Innern Graf Taaffe, Ihre Excellenzen die Herren Minister: Dr. Freiherr v. Ziemialkow ski, Graf Falkenhayn, Dr.Prazäk, Freiherr v. Conra d -Eybesfeld, Dr.Ritter v. Dunajewski und Frei-Herr v. Pino. Auf der Bank der Regierungsvertreter: die Herren Sectionsrälhe Freiherr v. Kalchberg und Schuck. Se. Excellenz der Herr Unterrichtsminister Frei-Herr von Conrad-Eybesfeld übermittelt einen Gesetzentwurf, betreffend die Eröffnung von Nachtrags-crediten zum Staatsvoranschlage pro 1882 für den Bau des Hauptgebäudes der Wiener Universität, dann für die Hristellung eines Zu« und Aufbaues auf das pathologisch ^ anatomische Institutsgebäude in Wien, ferner für den Ankauf eines Baugrundes behufs Erweiterung des im Baue begriffenen Krakauer Univer-sitätsgebäudes, endlich für den Beginn des Neubaues für dir Staatsgewerbeschule in Reichenberg. Abg. Dr. Monti zeigt in einer Zuschrift an den Präsidenten an, dass er sein Mandat als Reichs-rathsabgeordneter niederlege. Das Haus schreitet zur Fortsetzung der Berathung über den allgemeinen Zolltarif. Nach dem eingehenden, beifällig aufgenommenen Schlussworte des Referenten Dr. Meznit beschließt das Haus einstimmig das Eingehen in die Special« debatte. Tarifklasse I enthält die Tarife für je 100 Kilo« gramm. Colonialwaren. Tarifpost I bestimmt für Ea« caobohnen und Schalen 24 fl. (bei der Einfuhr zur See 20 fl,) Abg. Dr. Hallwich frägt, ob die Regierung beim Chocolade-Export eine Restitution für Cncaozoll zu gewähren geneigt sei. Sectionsrath Freiherr v. Kalchberg erklärt, dass die Nothwendigkeit der Restitution nicht vorliege, da durch den neuen Zolltarif dle österreichischen Pro-ducentrn auf gleiche Stufe mit den französischen Fabrikanten gestellt werden u»d voi den deutschen sogar noch einen Vorsprung haben; außerdem sei für den österreichischen Chocoladefabrilanten nicht so sehr der Export als vielmehr die Eroberung des inländischen Markte» von Bedeutung. Sollte sich die Nothwendigkeit der Restitution ergeben, fo werde die Regierung dieselbe in Erwägung ziehen. Tanspost Cacao sammt der Anmerkung über die Einsuhr zur See wird angenommen. Referent Meznik begründet hierauf Tarifpost 2, Kaffee per Metercentner k) roh 40 fl. (zur See 37 fl.); d) gebrannt 50 fl., und theilt die Hanoelsbelichte über den Stand der Kaffeepflanzungen und die günstigen Conjuncture» mit, welche ein weiteres Sinken der Kaffeepreife erwarten lassen. Feuilleton. h Der Stellvertreter. "iaylung au« dem Nachlasse von K.«. »altenbrunner. (19. Iortschuna.,) Das getäuschte Gericht. ^ttlln^. Age darauf folgte Neujahr. Gegen °" Tin? Vlna.,' auf vertraulichem Wege Nachricht ^ den, M erhallen. Zur Feier des TageS wurde ^b°n «I "e" Herde Veronicas ein Kuchen gebacken, ^chnM ^"^ ein Stück zur Seite behielt. — Am ^b dns^' w" die Mutter zu einer Nachbarin gieng Ul be», /'"en Feiertagsbesuch machte, eilte Burgi lsanae,,^ - lgenen Kuchen zu dem ihr wohlbekannten " n,ü??" Auselms. den sie einschmeichelnd bat, ^"khrl ' b kleine Stück Kuchen — weil heute ? Ajün ^ b"" armen Anselm zukommen lassen, ^zlllel^lhat zwar anfangs Einsprache, konnte ^lslrhA °en süßen Bitten der schönen Dirne nicht ^'den ^' schielt den Kuchen, der ihm von solchen ^ "ach k> ^ppelt kostbarer Leckerbissen war. Als ^htte "" Entfernung des Wärters hineinbifs, ge- ^"8. b-s? kleines Fleckchen Papier. Er zog es "'U'ncenz '"h. ^ ""d las darauf die drei Worte: ln. "Prä^. '" Sicherheit." ick^ ö5'a" Mädel!" rief Anselm in seiner ein- ^"n , ' "7- «Es ist alles in bester Ordnung, und Cr ^N n^«?"""ch handeln." Um ^nd Ä en Morgen kam er abermals ins Verhör. ^n M)U ","" der Anklage des Todtschlages 'N't df' ,"den Umständen, und ebenso musste Unterstellung einer Beraubung Stoiber- mayrs die Untersuchung auch nach dieser zweiten Richtung hin aufrecht erhalten. Es stand daher mit Anselm noch schlimm genug. Da» Gericht stellte neuerdings eine scharfe Frage an ihn. Mit einer Miene der Gutmülhigleit und zugleich der Schlauheit äußerte sich jetzt Anselm wie folgt: „Die Herren müssen mir erlauben, dass ich heute den wahren Sachverhalt erzähle. — Nach dem schreck' lichen Vorfall mit Stolbermayr ist Vincenz gleich am anderen Morgen, voll Bestürzung, zu mir gekommen, hat mir erzählt, was geschehen ist, und hat mir auch den Streithandel, orn cr ummtlelbar vorher nut dem Bauer gehabt hat, genau beschrieben. Der ganze Ver-dacht hat sich auf den armen Vmcenz gewälzt; er ist eingezogen worden und alle Umstände haben sich wider ihn vereinigt. Er ist in der giöh'rn Gefahr gewesen, vielleicht auf viele Jahre abgeurtheilt zu werden und seinen ehrlichen Namen zu verlieren. Ich aber b«n von seiner Unschuld überzeugt gewesen, weil ich weih, dass mich Vincenz nicht anlügt. Aus Freundschaft und aus Dankbarkeit gegen ihn hab' ich nachgedacht, wie ich ihm in seinem schweren, unverschuldeten Unglück helfen kann. Ich habe dan» das — freilich wohl verwegene — Mittel ersonnen, dass ich seine Sache einstweilen auf mich nehme." Die Gerichtsbeamten sprangen nach dieser unerwarteten Erklärung von ihren Sitzen empor! Anselm fuhr fort: „Ich weiß, dass ich groß gefehlt habe, es ist mir aber nichts anderes übrig geblieben, um Vincenz zu helfen." „Also alles von dir ist nur List und Betrug?" rief der hoch erzürnte Gerichtevorstand. „Ich habe mich statt seiner gestellt — erklärte Anselm — damit er frei wird, und es ist. Gott sei Dank! glücklich gelungen. Die Herren dürfen e» aber nicht bereuen, denn er ist schuldlos, und er hat nicht mehr gethan, als was er hier vor Gericht ausgesagt hat. Was aber mich anbelangt, so ist die ganze Anklage, die ich gegen mich selbst gemacht habe, von Anfang bis zu Ende erfunden." In der lärmenden Unterbrechung, die auf diese Worte Anselms entstand, sprach er mit gehobener Stimme: «Ich bin an jenem Tag gar nicht auf dem Pyhrn gewesen, sondern weit davon entfernt, aus meinen Reviergängen in den Laussagriibrn. und habe dort auch den Abend und die Nacht zugebracht, wie es mir die Zeugen beweisen müssen, die ich nennen kann. So gut, wie Vincenz, bin natürlich auch ich unschuldig, und ich bitte das hohe Gericht, mich nicht zu hart dafür zu strafen, dafs ich aus Menschlichkeit den Veifulljttn befreit »nd zu einer solchen Täuschung meine Zuflucht genommen habe. Mein vorwurfsfreie» Vorleben wird meine Strafbarkeit in den Augen der Herirn grwiss mildern." — Uebrigens schloss er seine denkwürdige Erklärung: „Wie es geschehen ist, dass Stolbermayr sein Leben verloren hat und beraubt worden ist. das weiß nur Gott allein!" Die heftige Erregung der Beamten des Gerichte» dauerte eine Weile; dann wurde Anselm unter der schwersten Androhung noch einmal aufgefordert, die reine und vollständige Wahrheit zu sagen. „So wahr mir Gott helfe — wiederholte er — es ist so, wie ich jetzt gesagt habe!" Hierauf erhielt er die weitere Aufforderung, die Personen aus den Laussagräben zu nennen, die sein „Alibi" beweisen sollten. Aliselm „annte zwei — drei bekannte Männer. Als das Protokoll geschrieben war, wurde er m doH Gefängnis zurückgeführt. (Fortsetzung solgt.) Laib««« Zeitung Nr. 101 8«2 3. Mai 1832^ Als Referent der Ausschussminorität. welche per Melercentner Kaffee beantragt a) roh 24 ft.; b) gebrannt 30 fl., spricht Dr. v. Plener; er besorgt, dass die Zoll-erhähllng die Ausdehnung des Eonsumtionsgebietes für Kaffee hindern, die Verlheuerung eines unentbehr-lichen Lebensmittels und damit eine Verschlechterung der allgemeinen Ernährung nach sich ziehen werde. Auch aus politischen Gründen werde die Linke nicht für den Kaffeezoll stimmen, da sie dem gegenwärtigen System nicht die Mittel zur Fortsetzung seiner Politik gewähren will. (Beifall links.) Finanzminister Dr. R. v. Dunajewski widerlegt die in der Generaldebatte von mehreren Seiten und heute vom Minorilätsreferenten erhobenen Ein« Wendungen, indem er betont, dass man sich davor hüten solle, Vorhersagungen über die Wirksamkeit des Zolltarifes zu machen, da bekanntlich die bisherigen Vorhersagungen nicht eingetroffen seien. Die Behauptung, die Vorlage sei unter dem Dictate Ungarns zustande gekommen, müsse entschieden zurückgewiesen werden. Dem Vorwurfe gegenüber, dass die Negierung ihr Programm auf Herstellung des Gleichgewichtes im Staatshaushalte noch nicht durchgeführt habe, erklärt der Minister, dass daran nur die Schwierigkeit der Aufgabe Schuld trage, und dass dieselbe eben nur schrittweise zu lösen sei. Es sei in dieser Richtung gewiss schon vieles zur Besserung geschehen. Auch Freiherr v. Pretis sei in derselben Lage gewesen und er habe trotz wiederholter Versicherungen auf baldige Herstellung des Gleichgewichtes doch immer wieder den Staatscredit in Anspruch nchmen müssen. (Sehr richtig rechts.) Aus den heutigen Ausführungen des Minori-tä'tsreferenten habe der Minister die betrübende Wahr« nehmung gemacht, dass die Minorität nicht auS wirtschaftlichen, sondern aus politischen Gründen gegen die Vorlage stimme. Darüber seien alle Parteien einig, dass die Einnahmen des Staates vergrößert werden müssen, und die Regierung hofft, dass die Richtigkeit des von ihr vorgeschlagenen Weges wenigstens bei der V völkerung gerechte Anerkennung finden werde, denn hier im Hause handle es sich nicht mehr darum, ob Finanzzölle eingeführt werden sollen, sondern von wem. (Lebhafter Beifall und Händeklatschen rechts.) Abg. Reschauer befürchtet, dass trotz aller Versicherungen der Kuffeepreis steigen und dadurch besonders die Bevölkerung des böhmischen. Erzgebirges leiden werde. Abg. Dr. v. Plener repliciert auf die Nusfüh-rungen des Finanzministers. Abg. Dr. v. Vuöetit beantragt eine Erhöhung des Differentialzolles für Kaffee bei der Einfuhr zur See von 3 auf 5 fl. Abg. Fürst Alfred Liechtenstein berichtigt dem Abgeordneten Plener gegenüber, dafs seine Gesinnungsgenossen durch die Majorität nicht erkauft worden seien, sondern dass der eine Herzenswunsch auf Notierung des Wahlrechtes an die Fünf-Guloen> Männer in Erfüllung gegangen sei und dass der zweite Wunsch, betreffs des Vollsschulgesetzes hoffentlich zum großen Theile erfüllt werden dürfte. Nach einigen thatsächlichen Bemerkungen des Abgeordneten Wittmann und von Plencr wird die Erhöhung des KaffeezolleL nach dem Ausschuss-majoritäts'Antrage mit namentlicher Abstimmung mit 165 gegen 138 Stimmen angenommen. Die Tanf-post 3, betreffend Thee p r 100 Kilogr. 100 fl. (Einfuhr zur See 90 fl), wurde ohne Debatte angenom« men. — Nächste Sitzung morgen. Dem Berichte des Legalisierungs^ . erfolgen, und empfiehlt, die Feststellung besM" " Beruhigung den erwähnten Factoren überlesend, . Landtage, im tz 4 des Gesetzentwurfes eine 1^ Bestimmung aufzunehmen, welche dem Landtag,^ verfassungsmäßige Berathung diefer ErforderlM nerhalb der von den erwähnten Factoren festaM Bedeckung wahrt. Vom Insurrections-Schauplatze. (Officiell.) FZM. Baron Dahlen meldet unter dewH April abends: Auf Mestrovac-Planina und w"^ Brdo sollen noch einzelne Banden von 100 vl» ^ Mann stehen, deren Actionsraum indessen bulA . setzung der Grenze eng beschränkt ist. Kleinere ^ anfalle, Plänkeleien einzelner Patrouillen lonirnen " mentlich im Foianer Bezirke und im Narenta«^ noch häufig vor; gegen diese stellenweise auftaM ^ Räuberbanden werden von Seite der Stationsconw den mit Rührigkeit Slreifungen angeordnet. ^^ ^ü vom 25>, bis 27. April von den Garnisonen ^'»^ mit» Tarc'li» eine combinieite Strcisulig gegeu 7^, mic, Umoljane und Zelene Njive vollführt, l'kl cher die von Tartin gege» letztgenannten ^^,c^> gegangene Abtheilung erii dreiviertklstnndiges ^^, mit beiläufig 50 Insurgenten auf der Ajclasnlca^ nina bestallt», dieselben zersprengte und ihnen n>ey ^ Verluste beibrachte. Auch be>m Rückmärsche uvel Nadopolje fand ein kleiner Zusammenstoß s^ s« j„ Das Stalioüscummaildri Futa meldet, da, ^, Mazovce am 26. Äpr,l beiläufig 30 Insurgent' ^, Schafe und 60 Rinder weqgetricden haben. D^< tachement Hum ordnele noch in der Nacht en'^. ^ fung an, wobei den Räubern nach kurzem ^.^ sämmtliches Vieh wieder abgenommen und sel^ sprengt wurden. _____^ Ans Ragusa schreibt der „Pol. Eorr." ihr militärischer GrcnzhäiMN haben sich zwar wieder kleinere ^,^ gentengruppen daselbst gezeigt, welche sich ^ ^ darin gefallen, aus unmäßigen Entfernungen ^ fchüsse auf einzelne Posten oder auf Leute ^"sF die unter Bedeckung zu den Quellen bei UnM" ß jeden Tag drei Gulden. Nun lässt M) "'^ ^ landesübliches, mageres, kleines, l"»'^"'^^^, Felshänge oder Steinstufen hinankeuchendrs 4>' M Manlthier nicht mehr ausladen, als ein V"» ^ 0 zwei Pfosten odcr fünf bis ftch« 5^ "> ^ einigen Baustellen muss sogar das Wasstr 5' ^. ü" löschei, durch Maulthicre oder Esel aus der 0 schwere Kosten zugejührt werden. .^ <,.: se. Die umfassendste Aauthätigkeit tr'" °c ^' koice zutage, an welchem bisher durch,ew ^> Wachhaus markierten und sonst ganz o?el . eine förmliche Militärcolonie in der Nm,^ B griffen ist. Um die Wichtigkeit dieses nenr ^U°ibachet Zeitung Nr. 101_________________________________ 8S3____________________________________3. Mai 1888. dllsz dlüi ^"bpunrtes zu charakterisieren, sei bemerkt, der fast ,7^h"aW Erhebung der Krivosije. von «in sckm l "" erreichenden Felswand der Pazua bedels m^ ""^ zahllosen gewaltigen Steinblöcken Velw l,^ ^^ "°ch Südosten abzweigt, im nice ,5 - ^ N00 Meter sich erhebt und bei Lede-leiben f,, I" - ^" hochragenden Golivrh, von dem. WnüN^n "ese. schartenartige Schlucht getrennt, «ona ... "' ^^er diesen die Krivosije beinahe dia. Wald»." M."lfenden, theils karstartigen, theils be-e>n au«, ^'^srücken führt die Hauptcommunication, h'lMsi?' °">°ng« in 42 Serpentinen die Verghänge v°n 5im^".^ ^"tweg von Risano durch das Desili nach ^ " "^" d,e Hochebene von Dversno (Dragalj) iil,tts.<,. ."'°"tenrgri,nschen Grahovo. Dieser Reitweg dech n <5. « erwähnten Gebirgsrücken an der nie. d« ,.,?.' nämlich etwa 200 Schritte unterhalb haus ss'? -" Ielsluppe. auf welcher sich das Wach. Wach ? " "^ot. Letzteres sperrt und beherrscht daraus ^,..H°uptcommunication der Krivosije, und bGn m '."" ^ bie besondere Sorgfalt, welche jetzt ^tvende wi ^'^ Einrichtung und Befestigung zu-niit SH,' ^17- Das einstöckige, ovale, weißgetünchle, urWl,^ 'V^^^en versehene kleine Wachhaus, welches < und ^ ""l für einen Unterofficiersposten bestimmt "wliali!<5°. 2,.t>le Krivoi,janer während ihrer drei-hatten? Wirtschaft geradezu vandalisch verwüstet nebst V ' "unmehr soweit in Stand gefetzt, dass darin Llovb w "°lhe auch die Feldpost und der Feldlele- E^ü? »efunden haben. ihn ml/3 ^ Wachhauses stehen seit 10. April Nullen " vollendet, welche einem Bataillon ge-lilnf^ ^""terlünfte bieten. Außerdem sind Nothunter-Meilen ^c?^^ächern f"r die bei den Befestigung«, den, sH„, '^"sligten Leute eingerichtet worden. Bei Atbeiteln "whiten fehr empfindlichen Mangel an zum ü^'/'"" ba die Landesbewohner in der Bocca leiste,, "Agenden Theile als Thiertreiber Dienste von ausw' ^ b'e Geniebirection von Cattaro Arbeiter I°"ger a '^« ""^ ^war insbesondere italienische Hand-lnujz nu, ^^°' kommen lassen. In erster Linie barste,, A.- k Geniedirection bedacht sein, den kost-Pferde ,,^ "l in diesem Gebiete, das fiir Menschen, schatten n Bauausführung nöthige Wasser herbei« eine l^"/r >3u diesem Behufe wird unterhalb Cerkvice Eistei^ '.'"^ in den Felsen gesprengte Verliefung als Fassungsraume von 264,000 Litern denen P..' .sinnreiche Vo,kehrungen, um auf verschie-eine i„j7 /'"kn das Regenwasser aufzufangen und über iu hj. "leseisteineil auegelegte Kläre in die Cisterne ll)iarl°.» ' ^"b im Werle. Und da sich auch schon ^selli !, ^ ^^ Kleinhändler mit ihrem mobilen, auf 8class Ebenen Warenlager bei den Baracken nieder-bnlt» ' ^aben, diese Militärcolonie ihren Bewohnern y^'e ziemlich erträgliche Existenz zu bieten, läiia,. H '" b" Herzegowina hat schon seit Nlek" ..als drei Wochen kein ernsterer Zwischenfall dutch. Waffenruhe gestört. Vorige Woche wurden' itoh„^"'6e Colonnen der Divisionen Schauer und !dahy l größere siebentägige Streifungen über das d°n I-'^^^^, die Vabll'Planina und einige andere südlicheren ^'^" seltener berührte Gegenden der send^..Herzegowina ausgeführt, ohne dafs die streifen.,»? ^ilungen beträchtlicheren Insurgentenhaufen ti<^ w"en. Alles deutet darauf, das« die Banden, W ^"Htert durch die letzten Niederlagen, sich auf. ktjch^ und zu zerstreuen begonnen haben. Dagegen E,! '"""" mehr Leute bei der Feldarbeit. Mrs/ lüngster Zeit sieht man im Lager und auf ^anle,, ,A^ ^lildaten, zuweilen auch Officiere, in ftez w,,^"noschuhen). ^^-^ ^^. cg^.^^ ^^ ^0, °«N, uh f^kn die Truppen zur Erklärung aufgefor-Wtuiw I ° "" Hinblicke auf die eigenthümliche Ge-Wzbl^t« mit unabsehbarem Gerölle und kantigen p'Nlen " "bersäeten Karstbodens die Betheilung mit "d dtr'c. ^ >" die Landesbewohner in Süddalmazien u>nt.s V^llowina tragen, wünschen. Mehrere Ne-^«hlos/ N "" Mannschaft auch in der Heimat derlei . ^>'!er V^^"he zu tragen pflegt, so die Re-^ l> w ^' ^' 22 und 43. die Sanitätsabtheilung , e Im'-.,^^" um die Betheilung mit Opanken. > vy. ?"'^ veranlasste hierauf sofort die Bestel. >' Di/?/^ Paar Schuhen der erwähnten Gat-?'der E^^/eferung derselben verzögerte sich jedoch !Muna "?en, so dass jetzt erst 3000 Paar zur Ver-^^^Man^lonnten. ,. ^"3"° "^" militärische Fragen. V""Mer ^?"^chuss der französischen Nbgeord-.^/cher i^" ylelt am 25. v. M. eine Sitzung, an ib^ ^am^ ""/ ^ von 22 Mitgliedern the,lnahmen. K" legt") ? ^hrte den Vorsitz. Ein jeder von da^setzul,.' ?"' Standpunkt über die Hauptfragen: «-' H"r N" Dienstzeit auf drei Jahre u. s. w. ied^" Ki A"«/"° l'lbst gab folgende Erklärungen zuv? "ur , ", ""Hänger der dreijährigen Dienstzeit, ten . k'nez ,^" der Voraussetzung, dass man sich ^tw sichere ^.'U"' Corps von 35.000 Unterofficie. die^ do,, selche f^ die Cadres einer activen ei,. ' ^«hufe m.'.^ Wann erforderlich seien. Zu "N. Mit . 'se man das ganze Iahrescontingent "l'i'ger Ausnahme der Familienstühen. Diese aus der Zahl der Stellunglpflichtigen zu be< zeichnen, müsse die Aufgabe der Revisionsräthe sein. Gegenwärtig — fuhr Herr Gambetta fort — werden die 35,000 Unterofficiere wie folgt rekrutiert: 8000 durch freiwillige Engagements, 12,000 au« der zweiten und dritten Klasse, 15.000 aus der vierten Klasse. Wenn nun infolge der Herabsetzuna der Dienstzeit auf drei Jahre die vierte Klasse wegfällt, so muss man sich diese 15,000 Unterofficiere anderweitig beschaffen. Das kann nur mit Hilfe der Einverleibung drs ganzen Iahrescontingentes auf drei Jahre geschehen. Dasselbe betrug in den letzten acht Jahren durchschnittlich 143,000 Mann. nach Abzug der Familienstühen würde es sich auf 133.000 Mann belaufen. Drei Iahres-llafsen würden dann nach Abzug der alljährlich ein» tretenden Wegfälle zusammen 377,720 Mann ergeben. Rechnet man dazu den permanenten Bestand, Gendarmerie u. f. w.. der sich auf 120.000 Mann be. läuft, fo gelangt man zu dem in dem Budget vor« gefehenen Gefammteffectiv von 497,720 Mann. Für dieses Effectiv gilt es, die Cadres zu befchaffen. Noch sprach sich Herr Gambetta gegen das System der Unterofficiersschulen aus; die beste Schule für den Nnterofficier, fagte er, fei das Regiment. Die übrigen Mitglieder des Ausschusses waren sehr getheilter Meinung; die einen erklärten sich für das Los, die an-deren für ein gemischtes System von Prüfungen und Ausscheidungen durch die Vtevisionsräthe. Gerichtssaal. Wien, I.Mai. (Ringtheaterprocess.) In der heutigen Sitzung wurde die Vernehmung von Theaterbesuchern forlgesetzt, welche über die schaurigen Scenen berich. teten, die sie an dem Unglücksabende erlebten. Manche dieser Erzählungen interessierte durch lebhafte Dar» stellung; manche brachte auch bemerkenswerte neue Momente. Im ganzen aber boten sie nur eine Wiederholung dessen, was längst aus den Iournalmitthei-lungen über die Katastrophe bekannt ist. In proces-sualer Hinsicht leidet das Verfahren daran, dafs die Beweismomcnte nicht plastisch hervortreten, weil das» jenige, was für die strafgerichtliche Beurtheilung wefentlich ist, aus den Nusfagen nur mit Mühe zu-sammengefasst werden kann. Dem Präsidenten gieng heute eine Zuschrift der Schauspielerin Marie Mar-berg zu, worin dieselbe angab, über den Umstand, wer am 8. Dezember die Regie führte, eine bestimmte Mittheilung (offenbar zugunsten Iauners) machen zu können. Der erste, heute vernommene Zeuge, Getreide-Händler M 0 rberger, schildert, wie er mit seiner Frau aus der zweiten Gallerie ungestüm durch den Qualm und das Gedränge ins Freie zu gelangen suchte, wie er seine Frau dabei verlor und endlich auf einen Balkon gelangle, von wo er verzweifelnd herab-schrie, dass man Llcht bringen möge, die Stiege sei voller Menschen. Nach einigen Minuten breitete man das Sprungtuch aus, er sprang hinab und flehte wieder um Licht, damit seine Frau und die anderen Leute gerettet werden könnten. Es war umsonst; man glaubte ihm nicht und hieß ihn einen Narren. Später fand er seine Frau todt im allgemeinen Krankenhause. Sehr bedauerlich, dass keiner der vielen Zeugen, welche ähnliche Erfahrungen machten, anzugeben weih, an welche der Personen von der Polizei und Feuerwehr er seine Aufforderung richtete. Offenbar hatte Aufregung und Dunkelheit die meisten verhindert, die Leute, mit denen sie sprachen, genau ins Auge zu fassen. Der Oberlieutenant Franz Rohr, gleichfalls ein Theaterbesucher, war, wie er mit nicht glücklich ge-wählten Worten sagt, an der Spitze der Flüchtenden. Er versichert, dass er selbst glaubte, alles habe sich gerettet. Der Zahnarzt Adolf Müller war m>t Frau. Schwester und Mutter im Parket. Bei der Flucht musste er seine Mutter, welche schwer zu Fuße war, fast hinaustragen; Frau und Schwester ver-schwanden ihm indessen von der Seite. Auf der Treppe wurde er mit der Mutter von der nachstürzenden Menge niedergeworfen: die Leute schritten über ihn, ein Mensch trat über sein Gesicht, ein anderer lag längere Zeit auf ihm. Als sich derselbe dann erhob, konnte er gleichfalls mit feiner Mutter den Weg fort-sehen. Er wollte nochmals zurück, um Frau und Schwester zu suchen, aber der Rauch machte es un. möglich. Sicherheitswachmänner, an die er sich wandte, sagten ihm, alles sei gerettet. Es ergab sich übrigens später, dass die beiden Frauen gerettet waren. Der Gefreite im Sanitätscorpl, Wilhelm Wil-linger gibt an: oafs er nach 7 Uhr noch in die zweite Gallerte drang und dass er eine Frau mit einem sitzenden Kinde in sitzender Stellung fand, d,e er rettete. Er habe sodann nochmals hmauf wollen, um weitere Rettung zu versuchen, sei aber von der Wache zurückgewiesen worden. In der That erschien in den Zeitungen ein mit Johann Mayer unterzeichnetes Danlschreiben an Willinger. welches stch aus den erwähnten Rettungsact bezog. Willinger, der da« ulals noch Osficiersdiener war. ist mit Rücksicht auf diese Verdienste avanciert. Frau Mayer tonnte troh der Recherchen der Po. lizei nicht gefunden werden. Der Präsident glaubl, das» die Frau mit einem Pseudonym unterzeichnete. Au» diesem Factum würde hervorgehen, das« eil noch nach 7 Uhr möglich gewesen wäre, Rettungen zu vollbrin« gen. Dr. Fialla gibt jedoch sehr deutlich zu ver-stehen, dass er die angebliche muthige That de« Zeu» gen für eine Erfindung und das Danlschreiben für unecht halle. Der Nedactionsdiener des «Extrablatt", Josef Svoboda, war der erste, welcher den Brand wahr-nahm, eine Anzeige an die nahe gelegene Polizei« direction und hierauf an sein Blatt erstattete. Der Mechaniker Eduard Schleppn it macht über da« Verhallen Nitsches Aussagen, welche den Präsidenten veranlassen, die bestimmte Vermuthung auszusprechen, dass dieser die Gaichähne abgedreht habe. „Ich mache Sie aufmerksam", sagte der Präsident zu Nitsche, „dass Breilhofer dieser Handlung angellagt ist. Es lst Gewissenssache, dass Sie die Wahrheit sagen". Nitsche erwiederte: .Gott ist mein Zeuge, dass ich das Gas nicht abgedreht habe". Ueber die Frage, wer die Schlüssel zu den Gasmessern hatte, entspann sich zwischen Breithofer und Nitsche eine scharfe Dis-cujsion. Aus der Aussage des Fabrikanten Fürst ist der Umstand zu erwähnen, dass der Zeuge sich glück-lich rettete, die anderen Personen aber, die mit ihm in derselben Loge waren, nur durch den Umstand, dass sie noch ihre Winterröcke anzogen, im Qualm erstickten. Die kurze Verzögerung war ihr Unheil. Noch andere Gerettete machen Mittheilungen über ihre Eindrücke. Die Vernehmung einiger Garderobiers und Billeteurs erweist neuerdings, wie gleichgiltig die Bediensteten gegen das Schicksal der Theaterbesucher waren. Gagesnmigkeiten. — (Trauung.) Am Sonntag, den 7. b. M., findet in Wien in der Hof- und Pfarrkirche zu Sanct Augustin die Vermählung des Fräuleins Kat ink a Engel, der Schwester des Eigenthümers des „Wiener Salonblatt". Herrn M. Engel, mit Herrn Dr. Ludwig Ganghofer statt, dem bekannten Verfasser des auch hier mit so großem Beifall gegebenen Vollisluckes „Der Herrgottschniher von Ammergau". — (Iur russischen Kaiserkrvnung.) Kronstadt wirb in diesem Jahre eine so große Zahl von ausländischen Luxueyachten begrüßen lönnen, wie nie zuvor i sie bringen die hohen Gäste für die Krönungsfeier nach Nussland. So wird der Kvnig von Schwedrn mit seiner Yacht dorthin kommen, um über Petersburg nach Moskau zu gehen. Auch das Elternpaar der Kaiserin wird zu Schiff nach Kronstadt reisen. Gleichzeitig bringt die Prächtige Vacht „Danebroz" den König von Griechenland mit seiner Familie, den Prinzen und die Prinzessin von Cumberland und den Prinzen von Wales mit dessen Gemahlin. — (Sturz von der Vend0me-Saule.) Ein Selbstmord unter eigenthümlichen Umständen erregt zur Zeit Sensation in Paris. Am Donnerstag hatte sich am Fuße der Venbüme-Säule eine größere Menschenmenge infolge des fonderbaren Gebarens eines Mannes angesammelt, welcher sich abwechselnd tief über das Gitter, welches die oberste Plattform umgibt, neigte und bann wieder zurückschnellte. Plötzlich aber schwang sich der sonderbare Gymnastiker über das Gitter, der Körper wirbelte in der Luft fünfmal um sich selbst und fuhr dann in die Spitzen des Gitters unten auf dem Platze, wo er am Halse aufgespießt hängen blieb. Der. Selbstmörder war sehr anständig gelleidet und hatte jede Möglichkeit, seine Identität festzustellen, sorgfältig aus dem Wege geräumt. — (In Marseille) sind über 700 Pilger angekommen, worunter 400 Priester sich befinden. Dieselben wollen sich nach Jerusalem begeben. Sie sind mit Zelten versehen, um in den Ebenen Syriens lagern zu können. Von Mitternacht an wurden Messen gelesen in der Kirche Notredame de la Garde, wo der Vischof die Kreuze und die Banner der Pilger segnete. — (Eine jugendlicheHeldin.) Anna Loftus, ein INjährigeS Mädchen, reticle sich am 23. v. M. nachts zu London aus einem brennenden Hause in Stockport. Kaum der Gefahr entronnen, erinnerte sie sich, dass ihre siebenjährige Schwester in dem in hellen Flammen stehenden Gebäude zurückgeblieben sei. Sie beschwor die Um. stehenden, Hilfe zu leisten, aber niemand wagte e», sich in das Feuer zu stürzen und sein eigenes Leben für da» eines andern in die Schanze zu schlagen. Rasch entschlossen, tauchte das Mädchen ihr Umschlagetuch in» Wasser, hüllte sich darein, und war im nächsten Augen« blick in dem Flammenmeere verschwunden. Mit un-beschreiblicher Aufregung sahen die Zuschauer dem Au«, gange deS furchtbaren Wagnisses entgegen und schon bemächtigten sich aller die schlimmsten Vefürchtungen. als das brave Mädchen, ihre Schwester in den Armen, wiedererschien und vor dem Vrandplahe ohnmächtig zusammenbrach. Schwere Brandwunden im Gesicht und an den Armen machten es nothwendig, die hrloenmüthiae Retterin in das Hospital zu bringen, wo sie die sorg. samste Pflege fand, so das» sie gegenwüllia. außer oller. Vefahr «llürt wird. Latb«cher Zeitung Nr. 101 864 3. Mai 1982^ Locales. Aus dem l. l. LandeSschulrathe für Kraw. Auszug aus dem Protokolle über die außerordentliche Sitzung des k. l. LandeSschulrathes für Krain vom 15. April 1882. Nach Eröffnung der Sitzung durch den Herrn Vorsitzenden trägt der Schriftführer die feit der letzten Sitzung erledigten Geschäftsstücke vor, was zur Kennt-nis genommen wird. Hierauf werden zwei Interpellationen gestellt und vom Herrn Vorsitzenden beantwortet. Sohin wird zur Tagelo^nung übergegangen. In Betreff der successiven Erweiterung des Lehr« gebiete» der slovenischen Unterrichtssprache an hier-laubigen Gymnasien werden zufolge h. Ministerial-erlasse« vom 4. Juli 1881, Z. 8701, höhernort« Anträge erstattet. Die von der Gymnasialdirection in Gottschee vorgelegten Schulgeld > Befreiungsgesuche werden erledigt. Einem Gymnasialprofessor wird die zweite Dienst» alterszulage zuerkannt und flüssig gemacht. Vier Lehrstellen an allgemeinen Volksschulen werden definitiv beseht. Dem Gesuche eines gewesenen Aushilfslehrers um nochmalige Zulassung zur Ablegung der Lehr-befähigungsprüfung wird keine Folge gegeben. — (Se. l. l. Hoheit Erzherzog Wilhelm) ist gestern abends um 6 Uhr mit dem Lilzuge der Südbahn nach Gürz abgereist. — (Das Leichenbegängnis) des am 30sten v. M. verstorbenen gewesenen Handelsmannes Herrn Jakob Fridrich fand gestern Dienstag, den 2. d. M. nachmittags 4 Uhr vom Trauerhause aus statt. Der Sarg war mit vielen schönen Kränzen sinnig geschmückt; auf einer der prachtvollen Schleifen, welche einen mächtigen Kranz zierte, las man die Widmung: „Die trauern« den Gesinnungsgenossen". Dem Sarge folgten entblößten Hauptes die vier Söhne des Verstorbenen, die Herren Alois Fridrich, Eparkassedirector und Handelsmann; Karl Fridrich. Mercantildirector; Gottfried Fridrich. t l, Vezirlscommissär. und Lambert Fridrich. Fabrils-buchhalter, sowie die gesummte Familie des Herrn Handelsmannes Kastner. In der langen Reihe der Leidtragenden bemerkte man Herrn k. l. Negierungsrath Grafen Chorinsky, zahlreiche Beamte der k. l. LandeS» regierung, viele Gemeinderäthe, den Präsidenten der krainischen Sparkasse. Herrn A. Dreo, und außerdem eine Reihe den besten Gesellschaftskreisen der Stadt angehvrigen Damen und Herren, -x- — (Laibacher Lotterie» Nulehen.) Gestern vormittags 10 Uhr fand im städtischen Rathhaussaale die Ziehung des Laibacher Lotterie'Anlehens statt. Der Haupttreffer von 20,000 st. fiel auf die Losnummer 53.537. 1500 st. gewann Losnummer 30,675. Je 500 fl, gewannen die Losnummern 7325 und 24.813. Die übrigen gezogenen Nummern gewannen je 30 st. -x- — (Das Beftkegelschieben) zum Vor« theile des „Aaroäm äom" im Gasthause „zum Stern" nimmt einen sehr regen Verlauf. In zwei Tagen wur« den 600 Serien geschoben -X- — (Krainische Sparkasse.) Im Monate »pril wurden eingelegt von l 387 Parteien 298.043 fl.. rückbezahlt wurden an 1192 Parteien ein Kapital von 195.571 fl. Die E,nlagen übelsteigen die Auszahlungen um 102.472 fl. — (Vorträge.) Wie uns der bekannte Gelehrte und Afrikareisende Dr. Emil Holub mittheilt, gedenkt er, sowie kürzlich in Trieft. Klagenfurt und Marburg, auch hier in unserer Stadt zwei Vorträge zu halten, falls sich eine rege Theilnahme fllr dieselben kundgeben würde. Der unermüdliche Forscher arbeitet schon seit zwei Jahren an den Vorbereitungen zu einer neuerlichen Afrika. Expedition und sammelt eben an dem Reste der hiezu nöthigen Geldmittel; die ganze Summe beträgt 50.000 fl. und etwa 9000 fl. fehlen noch an derselben. Es ist zu erwarten, dass die wissenschaftlichen Kreise unserer Stadt diese in Aussicht stehenden hochinteressanten Vorträge des berühmten Reisenden mit Freuden begrüßen und durch ein seinerzeitiges recht zahlreiches Erscheinen zu denselben auch ihr Scherstein Ueitragen werden zur hoffentlichen redlichen Lösung des rigentlichen Reiseproblems Dr. Holubs. an dem er wäh« rend seiner letzten Reise verhindert war. sowohl durch das Umschlagen eines seiner Boote in den Mutschila» Aumsinga-Stromschnellen des Zambesi und durch das Malaria-Fieber, welche Umstände ihn veranlassten, nach Europa zurückzukehren. — (Von der Laibacher Volkslüche.) Die letzten zwei Tage brachten der hiesigen Voltslüche, die im allgemeinen blos ihre bestimmten Besucher hat, eine Fülle „fliegender Gäste", welche sich zumeist sehr an» «tlennend über alles Gebotene äußerten; es waren die« lelben fast durchgängig Händler vom Jahrmärkte, denen d'.e Näh« der Volksküche sehr angenehm War. Infolge ^ ^ ungewöhnlichen und unvorhergesehenen Andran. m-k. K...^°" "x"^ Uhr kein Fleisch, sondern nur mehr Suppe und G-muj« zu haben, jedoch gaben sich die späteren Väste auch mit der kräftigen Suppe und dem wohlschmeckenden und trefflich bereiteten Gemüse zufrieden, und sprachen dieselben diesem einfachen Diner recht wacker zu. -i- — (Krainischer Fisch erei-Verein.) Im Monate Mai ist nach dem Fischereigefetze für Krain der Fang und Verkauf aller Edelfischgattungen und der Edellrebse erlaubt. — (Wüthender Hund) Vorgestern wurde in Oberlaibach ein wüthender Hund eingefangen, welcher bereits sieben Rinder gebissen hatte. Im Sinne des Gesetzes wurde in der Umgebung von Oberlaibach auf vier Kilometer die Hundecontumaz angeordnet. x- — (Die Eröffnung der Local'Tele« graphen station inOftöina) bei Trieft für Staatsund Privatcorrespondenzen mit beschränktem Lagdienste hat, wie uns aus Trieft mitgetheilt wird, am 1. Mai stattgefunden und wird dieselbe bis Ende Oktober d. I, in Thätigkeit sein. — (Landschaftliches Theater in Lai« b a ch.) Samstag, den 6. Mai. abends halb 8 Uhr findet eine musilalisch-declllmatorische Akademie zur Unterstützung dürftiger Studierender des k, k. Obergymnasiums und der l. l. Oberrealschule in Laibach, aufgeführt von Schülern der beiden Lehranstalten unter Leitung ihrer Musiklehrer, der Herren A, Foerster (Ge-sang) und I, Gerstner (Violin), und unter gefälliger Mitwirkung der k. l. Militärkapelle Großfürst Michael von Nussland statt. Das Programm lautet: 1)G. Ros« sini: Ouvertüre zur Oper „Semiramis", aufgeführt von der l. l. Militärkapelle unter Leitung ihres Kapellmei-sters Herrn K Czerny. 2. a) F. Mendelssohn-Vartholdy: „Ruhethal", d) R.Schumann: „An den Sonnenschein", c) F. Mendelssohn-Bartholdy: „Die Waldvögelein", ge-mischte Chöre. 3) S. Gregoröiö: »V popeiniim^' noöi", Declamation; vorgetragen von H. Pfeiffer. 4.) Delphin Alard: Zweite ß^mpliouiß concertant,«?, für zwei Vio» linen (E. Pfefferer und Ad. Haussen) und Orchester. 5) Anton Foerster: „^abraUm^'a.", Männerchor mit Quartett, und Baritonsolo (Soli: I Kunovar, A Bilc, A. Drular und I. WruS). 6) H. W. Veit: ..Abend« gruh", Phantasie für das Pianoforte (A, Foerster jun.). 7.) Fr. V.Schiller: „Die Piccolomini". Vierter Auftritt des ersten Aufzuges (Octavio Piccolomini: I. Wrus/ Mlix Piccolomini: A Drukar; V. Questcnberg: A Velar). 8.) Max Bruch: Normcmnenzug, für Baritonsolo (H, Franke). Männerchor und Orchester. 9. u) NlfonS Czibulla: Stefanie. Gavotte, d) F. Mendelssohn-Aar, tholdy: KriegSmarsch der Priester anL „Athalia". Vio< linen-Ensemble mit Clavierbegleitung. 10) A„t Focrster: Vuclniku v 8P0M1N, Liederlranz für gemischten Chor, Männerquartett (H. Kovai, V. Vidergar. I. Lesar und A, Velar) und Orchester. — (Gierkes mechanisches Theater), welches, wie belannt, gegenwärtig in unserer Stadt weilt, erfreut sich fortwährend eines sehr guten Besuches, Die Vorstellungen bieten aber auch gar vielerlei und sind stets abwechslungsreich arrangiert, so dass viele Personen sich die Sache mehreremale anschauen. Man erblickt da sozusagen die Welt im kleinen, und alle An-sichten, alle Figuren sind naturähnlich und wahrheits« getreu dargestellt. Im „Golf von Neapel" sehen wir alle möglichen Schiffe sich ab und zu bewegen, während am Gestade das geschäftige Treiben der Menschen zu Fuß. zu Pferd und zu Wagen ein lebendige« Bild gc» Währt. Sehr gut durchgeführt ist auch der „Brand von Moskau"; es überrascht hiebei insbesondere der Einmarsch der Franzosen und das Einstürzen der brennenden Ge» bäude. Aeuherst interessant ist ferner die Miniatur« Automatengesellschaft, welche alle jene gefährlichen Posen ausführen, welche wir im gewöhnlichen Leben von leben« den Akrobaten ausführen zu sehen gewohnt sind. Und alle Bewegungen werden von diesen „kleinen Künstlern" präcise und so allerliebst durchgeführt, dass das Publi-cum in der Regel zu applaudieren anfängt — und dann bedankt sich der kleine Automat aufs graciöseste, wie ein wirklicher Künstler. Die Mechanik aller Figuren ist wahr« haft bewunderungswürdig. Den Schluss des Anendes bilden hübsche Wandel-Dioramen (nach Art der Nebelbilder). — Die Vorstellungen finden nur mehr diese Woche statt, am Donnerstag sind zwei Vorstellungen, bei welchen der Kinder wegen nicht geschossen werde» wird. -i- Neueste Post. Original.Telegramme der „Laib. Zeitung." Paris, 2. Mai. Am Sonntag fanden in jenen Orten, wo bisher die Regierung die Maires ernannte, die Wahlen derselben statt. Dir Republikaner verloren nahezu 300 Stellen. Die Kammer nahm ihre Arbeiten wieder auf. Der Iustizminister legte einen Geschentwurf wegen Unterdrückung obscöner Publicationen vor. London, 2. Mai. Im Ober- und im Unterhause theilte die Regierung mit, dass Parnell, Dillon und O'Kclly freigelassen winden; die Freilassung auwrer Verhafteter, insoweit sie nicht an Verbrechen theil-nahmen, werde sorgsam erwogen. Forster demissionierte, weil er die Verantwortung für diese Mahregeln ablehnte. Das Coörcitivgesetz werde nicht mehr ango wendet, die Regierung werde jedoch Maßregeln zum Schutze des Lebens und Eigenthums in Irland be-antragen. Konstllntinopel, 2. Mai. Der Premier-Michel Said Pascha wurde seines Amtes enthoben und Mou^ rahman Pascha zu seinem Nachfolger ernannt. Innsbruck, 2. Mai. Die solenne LmweiW des Monuments bei Spinges fand gesterr, günstigt von herrlichem Welter, unter Bethe, >M einer ungeheuren Volksmenge statt und gestaltete!^ zu einem wahrhaft großartigen patriotischen H: Demselben wohnten dcr Statthalter, der Fü'M^ von Brixen, der Landeshauptmann. General!" Ochsenheimer mit vielen Osficieren und eine große u zahl voil Kölperschaften und Vereinen bei. Ueber Bitte des Fürstbischofs, den erneuten Ausdruck der "> wandelbaren Treue des Tiroler Voltes zur AllerW sten Kenntnis zu bringen, erstattete Baron «z> mann direct die Meldung und ist demselben l^ des Cabinets Sr. Majestät des Kaisers e,n ^ legramm des Inhalts zugekommen, dass Se. ^ . jestät der Kaiser die anlässlich der Enthüllung , Monumentes in Spinges kundgegebene Vttjlcherm» der unwandelbaren Treue und loyalen Gesinnung hiebei Versammelten mit wahrer Befriedigung i Kenntnis zu nehmen und den Auftrag zu erlye geruht habe, dem Fürstbischöfe von Ärixen son" " anwesenden Körperschaften, Vereinen und M"^ Betheiligten den besonderen Allerhöchsten DM kanntzugeben. ^.^ Budapest, 2. Mai. In der heutigen v'»"« des Abgeordnetenhauses reichte Iustizminister n<. ^f cher dem Iustizausschusse zugewiesen wuroe. V" wurde der Gesetzentwurf über die Madrider ^" tion eiidgillig votiert. Das Haus gieug lob^M Verhandlung der Vorlage, betreffend die Mg" ^ der zur gemeinsamen Gesetzgebung gehörigen ""^ nisse in der mit Kroazieu und Slavonien ilN " 1881 vereinigten Mililärgrenze, über. , hji Berlin, 2. Mai. Das Herrenhaus l,atM ^ noch ausstehenden Artikel des Kuchengesetzes nay ^ Fassung der Commission au und genehmigte d<^^ Gcjch mit 87 gegen 32 Stimmen. — Za deM""'^ ml tz3 anstalt ^deutsche Unwersilät" zu setzen..""^ Staatkulliversilät", erklärte der CullusmmiM' ^ Regierung verstehe unter deutsche Universität eb^,, eine innerhalb der Neichsgrenzen liegende UM^e >, ^, Freiburg, 2. Mai. Der DomdecaN ^ . wurde vom Domcapltel einstimmig zum Erzbl!" gewählt. Derselbe hat die Wahl angenommen». Handel und JolkswirtschaMe^ !Nud«lfSwert, 1. Mai. Dlc Durchschnitts-Preise l" sich auf dem heutigen Markte wie folgt: ^^-^"« Weizen pr, Hektoliter 8 6b Eier pr. Stück . > ^, ° Korn „ — — Milch pr. Liter . > ^4» Gerste „ _. — Rindfleisch pr. Kllo - ^ ü« has« „ 3 ü« Kalbilcisch „ ^ i» Halbfrucht „ 7 bU! Schweinefleisch „ ^. ^ Heiden „ 5 21 Schöpsenfleisch « ^ U Hirse „ ti 67 l Hähudel pr. Stück > ^. M Kukuruz „ 6 ölj Tauben „ ^ ^ Erdäpfel pr.Meter.Itr. 2 40 - Hcu pr. 100 Kilo - ^. ^ Linsen pr. Hektoliter ^ __ Stroh 10U „ -, , Erbsen „ __ - Holz, hartes, pr.subil" ^ ?I Fisolen „ __ — Meter ... - ^ ^ iMildsschmalzpr.Kilo — 80 —weiches, „ ,,. iS ^ Schweineschmalz . __ 80 Wein, roth., pr.Heltoln ^ Spcct. frisch, „ _ gy ^ weißer, Spcct, arriiucherl, „ — 80 Meteorologische Beobachtun^n^alb^ 2. 2 . N. ! 737-32 ^.22 4 SW. mäßig thcilw. belv' u . Ab.> 737 94 -i-14 3 windstill lMr FlH TaMbcr Somicuschcin und leichte Äciuöllnilg a"^ ^ abends aa„z ausnchrilcrt. herrliche Mondnacht. ^"^. ^. mitlel dcr Warme 4> 15i i)" um 4 5° über dem noi«^^ ___ ^ _____ ' btls Verantwortlicher Redacteur: Ottomar B aM^< > Danksagung. ^^, M Iiir die vielen ilns wahrhaft troftbrlnst"' ,, M Beweise dcr Theilnahme sowie für die M - ^ig ^ schönen Kranzspenden und die n u ^ aiil Leichenbcssäugnissc des Herrn > Jakob Fridrich, ^ gewes. Haudelsnmnlics, W sageu hiemit tiefgefühlten Danl > > die trauernden Hinterbliebene"' » W Llllbach, 3. Mai 1862. ^^^^D