Nr. 78, Donnerstag, 8. April 1915. 134. Jahrgang. Mb acher Zeitung N»5»n,«»»,««»»»p»»<«: «lit Poftvtlsenbung: ganzjährig 8« X hiltjühlig iz K. Im Uontor: zanzjährig » ll, hUlbjöhiig 11 X. Für die h^stellung in« Haus ganzjährig » «,. — z«ftr«o»»g«bül,f: siür llelnc Inserate bi« zu uier Zeilen 8« d, «rohere per Zeile 1» d; bei öftere» Wiedeiljolungen per Zelle 8 k. Die «Laibacher geitm,«» «rscheint »«glich, mil Ausnahme dn Sonn und Fe<«r>«wift»at»>«n befindet sich Nillo«!öftraße Nr, 1«; die ««dak««« MilloölGrahe Nr. i«. Sprechstunden der «cdaltiu» von » bi« lU NHr vormittag«. Unlranlleric Vliese werden nicht angenommen, Manuskripte nicht zurüilgestellt. Telephon-Ur. dev Vedaktton 52. Amtlicher Geil. Ukaz trgovinskega ministrstva v sporaznmu z mini-strstTom za notranje stvari, ministrstvom za javna dela, ministrstvoni za železnice in ministrstvom za dež. bran z due 29. marca 1915. 1. (drž. zak. St. 83) o aufgelassen wurden folgende Gewerbebetriebe: Maria , Pnch, Obst- und Gemüsevcrtauf, Grada-^'-icagassc 20, ! Friedcrike Bürger, Gast- und Schanlgewcrbe, Wiener ! Straße 10; Gertrud Vevc, Handel mit Schulutcnsilien, Unters Mo, 120; Maria Twar-Ku^te>>i5, Vrot- und Zuckerwarenverkauf, Resselstraße 7; Gertmd Acvc, Greislcrci, Unter-Ki^ka 120; Heinrich Maurer, Spcze-reiwarenhandcl, Unter-äMa 120; Gertmd Vcvc, Hn>ldel mit Wein und Bier in geschlossenen Flaschen, Unter-^i^ka 120; Maria Nurja^ Flaschenbierverkauf, Grajska ftlanotll 1; Josef Zor, Schuhmachcrgeiverbe, Poljanastraße 13; Maria Kolar, Gast- und Schankgcwcrbe, Pe-> tersstraße 83; Maria Vurja, Lebensmittel-, Zuckrrwluen-und Sodawasserverkauf, Grajska'planota 1; Mnlvine Weisz, Handel mit Wäschcartikeln usw., Schellenburg-gasse 1; Maria Umberger, Gast- und Schankgewcrbc, Alter Markt 1; Josef Vodnik, Gast- und Schantgewerbc, Unter-3iAa'89; Maria Vukovic, Eßwarcn-, Kaffee- und Tecvcrkauf, Poljanastraße 35; Viktor Herfort, Taftc-zierergewerbe, Petersdamm 71; Franz Pirc, Frächter-gcwerbe, Udmatcr Platz 4; Johann Laftajnc, Handels-agentur, Petersdamm 2l. l?o—. — ^Sanitäts ° Wochenbericht.) In der Zeit vom 28. März bis 3. April kamen in Laibach 12 Kinder zur Welt (l2,48 pro Mille), darunter 1 Totgeburt; dagegen starben 33 Personen (34,32 pro Mille). Von den Verstorbenen waren 2l einheimische Personen; die Sterblichkeit der Einheimischen betrug somit 2l,84 pro Mille. Es starben an Typhus 1 (ortsfremd), an Ruhr 1 (ortsfremd), an Tuberkulose 3, infolge Schlagflnsses 2, infolge einer Stichwunde 1, an verschiedenen Krankheiten 25 Personen. Unter den Verstorbenen befanden sich 12 Ortsfremde (36,30 ^) und 19 Personen aus Anstalten (57,50 A>). Infektionskrankheiten wurden gemeldet: Scharlach 1, Typhus 8, Trachom 2, Genickstarre 2. Alle Infektionskrankheiten betreffen ortsfremde Soldaten; unter der einheimischen Zivilbevölkerung gelangte keine Infektionskrankheit zur Anzeige. — (Berichtigung.) Im Aufsatze „Die moderne Weidewirtschaft in Kram" ist statt 100 Millimeter rich-tig 1000 Millimeter und statt „Feldgroßluirtschaft" richtig „Feldgraswirtschaft" zu lesen. Ivan Koschula, ein zeitgemäßes Drama, dessen Schauplatz Galizien ist, das im Kriegsjahv 1914 spielt, kommt Freitag am Spezialabend im Kinn „Ideal" zur Vorführung. Die Hauptrolle, die eines ruthcmschen Hausierers, spielt Rudolf Schildkraut. Dieser Hausierer ist eine Vollgestalt an Individualität. Wirtliches Leben, verfilmte Wahrheit. Dieses Programm ist auch für Jugendliche zugänglich. — Heute letzter Tag des herrlichen Dramas „Die Verbannten". 80s Der Arteg. Telegramme des k. k. Nelegraphen-Korrespondenz Zureaus. Österreich-Ungarn. Von den Kriegsschauplätzen. Men, 7. April. Amtlich wird Verlautbart: 7. April 1915. A« her Front in den Karpathen dauern die Kü«ps« fort. Die Zahl der auf den Höhen östlich des Aaborcza.Tales gemachten Gefangenen hat sich noch um weitere 930 Mann erhöht. In den Kämpfen wurden "uch zwei Geschütze und sieben Maschinengewehre er-^nn' ^l"'ches Kriegsmaterial erhelltet, darunter über '""" bewehre. In Südostaalizien nur stellenweife Ge. Miutzlamvf. I» Weftgalizien und in Russch-Polen keine Veränderung.. ^ ,^ südlichen Kriegsschauplätze wurde ^ ""^' ^' "l°lyte neuerliche Beschießung der offenen Stadt Orsowa durch ein kurzes Bombardement Belgrads beantwortet. Der Stellvertreter des Chefs des General-stabcs: v. Höfer, II^. Heldewod des Kommandanten de?« Infanterieregiments Nr. 39. Wien, 7. April. Aus dem Kriegsftressequartier wird gemeldet: Der Kommandant der dritten Armee General der Infanterie von V oro ev i 6 hat unter dem 5. April folgenden Armeelommandobefehl erlassen- Oberst Silvio ^ftieh von Vraccioforte, Kommandant des In- fanterieregiments Nr. 39, ist am 5. April im Angriffe an der Spitze seiner braven Soldaten gefallen und hat biemit den wahren Heldentod gefunden. Mit dem Obersten von Spieß, der sich durch heldenmütige Tapferkeit als Truftpenlommandant bereits den Orden der Eisernen Krone dritter Klasse mit der Kriegsdctoration und das Ritterkreuz des Leopold-Ordens mit der Kriegsdekoration erworben hat, verliert die Armee einen der hervorrugcud-sten Soldaten und Truftpenführcr. Indem ich mich vor dem Heldcntume des Gefallenen in Bewunderung verneige, erweise ich ihm die Ehrenbezeigung der ganzen Armee. Lebensmittelvorsorge in Nussisch-Polen. Wien, 7. April. Aus dem Kriegspressequartier wird gemeldet: In Erkenntnis der Tatsache, dah die wichtigste und dringlichste Angelegenheit für die Bevölkerung des Okkupationsgebietes iu Russisch-Polen dermalen die Lcbensmittelfrage bildet, an deren raschen Lösung die Orgaue der k. und l. Militärverwaltung mitarbeiten müst sen, hat das Etappentommando an alle Krcislommandos uud deren vorgesetzte Armee-Etappenlommandos eine Reihe von Vorschriften erlassen, die eine ausreichende Approuisillnierung der besetzten Gebiete Nussifch.Polens sicherstellen sollen. Diese Anordnungen betreffen unter anderem die fallweise vorläufige Siftierung des Abschu-bes von Lebensmitteln in das Hinterland, die Sperrung der wichtigsten QebenSmittelvorräte innerhalb der Kreise. die Aufnahme aller Lebensmittelvorräte in den Kreifen und daraufhin den Ausgleich innerhalb der Kreise zwischen den Gemeinden. Aus den Zusammenstellungen muh der Überschuß, beziehungsweise Abgang an LebcnZmitteln in jedem Kreise zu ersehen sein. Der Verbrauch an Lebens-mitteln ist durch strenge Bestimmungen zu regeln, der notwendige Ausgleich zweckentsprechend zu verfügen. Die auf« genommenen Vorräte müssen dem Eigentümer nach einem amtlichen Schätzungspreis bar bezahlt werden. Die Anlage von Lebensmittclmagazinen und die Bildung von Appro-visionierunnskommisfionen wird empfohlen. Die unentgeltliche Abgabe von Qebensmitteln an wirklich arme be« dürftige Leute, wird angeordnet. Ausfpeischäuser, Suppen» anstalten und sonstige Naturalverpflegsstationen sind zu errichten und zu fördern. Alle Verlautbarungen, betref. fend die Approvisionierungsaktion, müssen in gemeinverständlicher Weise in polnischer Sprache und unter Hervorhebung des Grundsatzes erfolgen, oatz die östcrreichifch-ungaiischc Militärverwaltung ihre vornehmste Pflicht darin erblickt, die Armen und Schwachen zu schützen und der Not des Volkes nach besten Kräften abzuhelfen. Nachrichten über die in Prgemysl Gefangenen. Wien, 7. April. Vom gemeinsamen Zentralnachtveis-bureau des Roten Kreuzes (Auskunftsstelle für Kriegs- Laibachcr Zeitung Nr. 78 _______________________606__________________________________8. April 1915 nefanaenc) erhalten wir folgende Mitteilung- „Da sowohl bei nns als auch in Ungarn zahlreiche Personen Nachrichten über in Przemysl gefangene Angehörige verlangtet!, haben sich sowohl das österreichische wie das ungarische Rote Kreuz an die Russische Note 5lreuz-Gesellscl)aft in Petersburg mit der dringenden Vitle um el)este Übermittlung lion Nachrichten und um umlichste Unterstützung der Nesangenen gelvendet. Hierauf ist heute folgende Antwort aus Petersburg eingelangt: Das Telegramm beantwortend, teilen wir mit, das; wir, alle möglichen Maßregeln ergreifen, um Äustünfte über die in Przenchsl (Äcfan-geiwn zu sammeln. Sobald wir sie erhalten, werden wir sie sofort mitteilen. Ebenso wird möglichste Unterstützung geleistet werden. Präsident des Zeutralburcaus: Po-(- i nt oli. — Es wird selbstverständlich die Pflicht der hiesigen Auskunftsstelle für Kriegsgefangene sein, sobald diese Auskünfte an sie gelangen, mit aller nur tunlichcn Beschleunigung die Angehörigen der Gefangenen hievon in Kenntnis zu sehen." Die Bodenlrebitanftalt. Wie«, 7. April. In der heutigen Sitzung der prili. Bodenkreditanstalt wnrde die Bilanz für l!)14 vorgelegt, die ciucn Reingewinn von 12,831.93? Kronen aufweist, der sich abzüglich des Gewinnvortraa.es aus 1913 auf 12 Mill. 018.119 K stellt, also um 2,762.076 Iv geringer als im Porjahre ist. Der Bruttogewinn beträgt 19,017.401 X, gegen ^0,982.976 1< im Vorjahre. Der am 30. April stattfindenden Generalversammlung soll die Verteilung einer Dividende von 17 Prozent gegen 20 Prozent im Vorjahre vorgeschlagen werden. Dcm außerordentlichen Reservefonds werden 1,750.000 I< Zugewiesen, dcm Pcnsionsfonds eine außerordentliche Zuwendung von 150.000 X. An Tantiemen werden 931.312 K verteilt, und auf neue Rechnung 820.62b K vorgetragen werden. Dem Institute dürften durch den Krieg keinerlei wesentliche Beeinträchtigungen erwachsen. Einberufung des ungarischen Reichstages. Budapest, 7. April. (Meldung des ungarischen Kor-respo»de»zburcaus.) Ministerpräsident Graf Tisza hat das Präsidium des Abgeordnetenhauses in einer Zuschrift verständigt, dah Seine Majestät nach seinem Vorschlage den vertagten ungarischen Reichstag mit köuig-lickem Handschreiben auf den 19. April einberufen hat. Der Flecktyphus. Wien, 7. April. Vom Sanitätsdepartement des Ministeriums des Innern wird mitgeteilt: Vom 28. März bis 3. April 1915 wurden im österreichischen Staatsgebiete 4"1 Erkrankungen an Flecktyphus festgestellt. Hievon entfallen: Je ein Fall in Talerhof, Kalsdorf, Altneudorf und Köflach, je zwei Fälle in Knittelfeld und Wurmberg. 169 Fälle in Wagna, 7 in St. Michael (Bezirk Leoben) und 4 Fälle in Wolfsberg. Deutsches Reich »o« de» KrießsschaupUtze«. Berlin, 7. April. Großes Hauptquartier, den 7ten April 1915. Westlicher Kriegs schau platz: Die von uns vorgestern besetzten Gehöfte von Dne Grachten, die der Feind mit schwerstem Artillerie« und Minenwurffeucr zusammenschoß, wurden gestern abend's aufgegeben. In den Argonnen brach ein Angriff im Feuer unserer Jäger zusammen. Nordöstlich von Verdun gelangte em französi« scher Vorstuß nur bis an unsere Vorstellungen. Östlich und südöstlich von Verdun scheiterte eine Reihe von Augriffen unter außergewöhnlich schweren Verlusten. An der Coml'rcshöhc wurden zwei französische Bataillone durch unser Feuer aufgerieben. Vei Aillu gingen unfere Truppen zum Gegenangriff vor und warfen den Feind in scine alten Stellungen zurück. Auch bei Apremont hatte der Feind leinen Erfolg. Ebenso iwd andere französische Angriffe bei Flirey völlig gescheitert. Zahlreiche Tute toderlen das Gelände vur mifcrer Front, deren Zahl sich noch dadurch vermehrt, dah die Franzosen die in ihren eigenen Schützengräben Gefallenen vor die Front ihrer Stellungen werfen. Am Oftrande des Priesterwaldes schlug eines unserer Bataillone im Bajoncttlanlpf ftarle Kräfte des 13. französischen Regimeitts zurück. Am Hart mannsweilcrlopf wird seit geftem Nachmittags trotz star« le« Schneefturmes «elümpft. - Ostlicher Kriegsschauplatz : Vei einem Vurstuße in russisches Gebiet bei A«dr« zejewo, dreißig Kilometer südöstlich von Memel, vernichtete unsere Kavallerie ein russisches Nataillon, vo« dem der Kommandeur, fünf Offiziere und 36« Mann gefangen genommen, 13V getötet und 15N schwer verwundet wurden. Ein russisches Bataillon, das zur Hilfe eilte, wurde zurückgeschlagen. Wir verloren sechs Tute. Russi. sche Angriffe östlich und südlich von Kalwaria sawu pe-stn» unsere Stellungen zft'!ch von Augustow wurden nl,. qczmcscn. Sonst ereignete sich auf der Oftfront nichts ^wesentliches. Odl^l? ^eereslcituna,. Die Kämpfe zwischen Mosel und Maas. Berlin, 7. April. Aus dem Großen, Hauptquartier wird dem Wolff-Vureau über die Kämpfe zwischen Mo-scl und Maas geschrieben: Acreits vor Ostern war zu crleimc», daß die Franzosen zu eiuer ume» großen Unternehmung gegen die von den Deutschen befestigten Maashöhe», die (5otes Lorraincs, schreiten würde». Wie aussichtslos ein bloßer Frontalangriff sein würde, hat-tcu die Erfahrungen des Winters gezeigt. Der ueuc Versuch wurde deshalb gegen beide Flanken der deutscheu Kräfte zwischen Mosel und Maas unternommen und eine ueuc Armee hicfür, wie die Gefaugencu aussagen, gebildet. Nach dcu erstcu tastend versuchten, gleichzeitig von unseren Fliegcru beobachtctcu Verschlcbuugcu hinter der französischen Front »nd den ciulciteudeu Iufanterie-tampfen im Pricstcrwalde und westlich davon begann am 3. April eine heftige Tätigkeit der französischen Artillerie im Norden bei dem viclumstiitlcueu Combrcs und auf der Eüdfront zwischen Mosel nnd Maas. Dio deutschen Vorposten gingen, als sich die feindliche Infanterie entwickelte, planmäßig vou Ncgnieville und Fey cu Have auf die Hauplstelluug zurück. Ostcrmoutag den 5. Apill begauu der eigentliche Augriff der Franzosen auf die Südfrout; zuuächst nördlich Toul, dauu auch im Pric^ sterwnlde, gleichzeitig am Nordflügel südlich Oruc sowie Mischen Les Gtangs und Combres. Ein Erfolg war dcu Franzosen nirgends beschiedcu. Wo kleine Trupps au einzelnen Stellen bis au die deutschen Gräben oder selbst in sie hiueiugelangteu, wurdeu sie überall wieder hin ausgeworfen. Am heftigsten entbrannte der Kampf un zwei Punkte». Zwischen Meuthe und Aftremout kamen iil dem waldigen Gelände dio Franzosen nahe au die deutschen StellmM» und wurdcu vom vernichtenden Feuer auf kurze Entfernung eiupfange». Vcsouders östlich vou Flirey entwickelte sich eine regelrechte Schlacht. Teu französischen Schuhen, die, geschickt jede Gcländcfalle ausnützend, vorgiuge», folgten starke Reserven, um deu Augriff »ach Norden vorzutragen. Hier fand die deutsche Artillerie gute Ziele uud gelangte zu gewaltiger Wirkung. Nach kurzer Zeit waren die Reserven in wilder Flucht, während der Schützcnaugriff im deutschen Gc-wehrfcucr verblutete. Vci Flirey selbst war es nötig, im nächtlichen Kampfe zum Bajonett zu greifen, um die deutsche» Grabe» zu behaupten. Sobald der Infanterie' kämpf am 5. April erloschen war, verstärkte sick) auf beiden Seite» die Tätigkeit der Artillerie' mit welchem Erfolge für die deutschen Geschütze, geht aus einer Vc-obachtuug hervor, die am 6. April gemacht wurde: Hu» dcrte von Leichen wurden aus dcu französischen Grabe» nach vorwärts hinausgcworfeu. Am 6. April scheiterten bei Flircy drei neue französische Augriffe. Auch im Prie-stcrwaltt griff der Feiud von neuem au. Hier warf sich dem französischen 13. Infanterieregiment ciu rheinisches Nataillou, die „Wucht am Rhein" singend, mit der blauten Waffe cutgcgen und schlug den Fci»d in die Flucht. Südlich von Örnc entwickelte sich ein neuer Kampf, der fi'ir uns günstig steht. I» der Mitte der Stellungen läugs der Maas war nur Artillerie tätig. Bisher haben die Franzose» mir neue Mißerfolge i» dcm schon oft umstrittenen Gebiet Zu vcrzeichucu, doch schoiut cs, als seien ihre Angriffe noch nicht zu Eude. Die Verluste der Russen bei Mcmel. Berlin, 7. April. Das Wolff-Burcau meldet: Die Russen geben in ihrem Generalstabsberichte vom 4. April an, daß sie bei ihrem Plüuderungszuge uach Memel nur 149 Tote, Verwundete und Vermißte verloreu hätten. Es wird hiegegeu folgendes festgestellt: Bei Memel wurden 300 Russen bcgrabeu. Bei Memel und Polangen 505 Russeu gcfaugen. Hievou wurdcu 3 Offiziere und 300 Maun über Tilsit abbefördert. Der Rest ist noch in Memel zum Teile im Arbeitsdienste verwendet, zum Teile verwundet im Lazarett. Auszeichnung des Generalobersten vo» Kluck. Berlin, 7. April. Dem Generalobersten von Muck ist der Orden Pour le mörite verliehe» worden. Die deutschen Lazarette an der französischen Front Kopenhagen, 7. April. Im hiesigen Samariter« verein hielt Dr. Lui Fräntl gestern einen Vortrag über die deutfchen Lazarette an der französischen Front, die er vor kurzem besucht hatte. Der Vortrageude lobte besonders den praltischeu Ordnungssinn der Deutschen. Die deutsche Heeresleitung habe bedeuteude Spezialiten für die Lazarette herangezogen, so daß die Behandlung der Verwundeten außerordentlich sorgfältig sei. Das Verhältnis der in den französischen Orten zurückgeblie« veneu Eingeborenen zu den deutschen Soldaten sei das beste. Hie Schweiz. Die Vcrwundetenlifte der Kriegführenden/ Berlin, 6. April. Das Internationale Komitee von Roten Kreuze in Genf ersucht das Wolff-Vureau zu er- * Aus der gestrigen Nummer wiederholt, weil nur in einem Teile der Auflage enthalten. klären, daß es mit dcr unlängst durch die Presse geaangc-nen Liste der gesamten Verwundeten der Kriegführenden Staaten, die angeblich vom Roten Kreuze in Genf aufgestellt worden sein sollte, schlechterdings nichts zu tun habe und daß es niemals Verlustlisten, nicht einmal Kriegsge-fangenenlisten veröffentlichte. Ei»» Kongreß der italienischen Sozialisten. Vern, 7. April. Wie der „Vund" meldet, tagte zu Ostern eiu von 15 Sektionen beschickter Kongreß der iro,-licnischen^ Sozialisteu iu der Schweiz. Der Kongreß nahm eiue Frieoensresolutiou, ferner eine Resolution zu Gunsten des Gciiosscnscliaftswesens au. Ver Seekrieg. Torpediert." London, 6. April. Das Reuter-Bureau meldet: Aus Blyth wird gemeldet, daß der englische Segler „Acantha" gestern in der Nordsee auf der Höhe von Longton torpediert wurde. Die gesamte Mannschaft 13 Mann wurden durch einen schwedischen Dampfer gerettet. Ein Kampf mit Küstenbatterien." Amsterdam, 6. Apr.il. Das VIatt „Tijd" meldet aus SIui.3: Gestern lvaren den ganzen tagsüber englische Kriegsschiffe zu sehen. Die Deutschen unternahmen mit Flugzeugen Auftlärungsfahrten. Um halb 6 Uhr abends eröffneten glvei Kreuzer das Feuer gegen den Hafen und wie cs scheint auch gegen die Kulsfabriten, lösten jedoch nur cimge Schüsse. Die Deutschen unterhielten eine Stunde cm heftiges Feuer mit den Küstenbatterien. „U?9" als verloren ausgewiesen. Verlin, 7. April. Tao Wolff Bureau meldet Z. M. Unterseeboot „U 29" ist von seiner letzten Unternehmung bisher nicht zurückgekehrt. Nach cmer vo» dcr britische» Admiralität ausgehenden Nachricht vom 26. März soll dus Voot mit der ganzen Besatzung untergegangen sein. Es muß daruach als verloren betrachtet worden. Der stellvertretende Chef des Aomiralstabes: v. Vehncke. Berlin, 7. April. Die gesamte Presse widmet dem verloreueu „U 29", dessen Führer dcr bekannte Weddiugen war, warme Nachrufe, worm der Trauer ilber den Tod Weddingeus, der als Mensch und Held in deu Gedanken des deutscheu Volkes fortleben werde und gleichzeitig der Zuversicht Ausdruck verliehen wird, daß die Lücke, die der Tod gerissen, vou ebenfo opferfreudigen ErsalMannschaften ausgefüllt werden wird, die alle mit nie versagender Treue den Kampf gegeu deu verhaßten Feiud fortführe» werdeu, der die Tüchtigkeit der Tauchbootflotte jedeu Tag gründlich zu spüren bekommt. Tie Versenkung der russischen Narte „Hermeß". London, 7. April. „Daily News" meldet über die Versenkung der russischen Varke „Hermeß" durch „U 31": AIs das Schiff 80 bis 40 Meilen von St. Catherine Point war, erspähte die Besatzung ein Unterseeboot, das sich von rückwärts näherte. Das Unterseeboot fuhr sehr schnell heran und feuerte zur Warnung Gewehrschüsse ab. Der Kapitän des Unterseebootes forderte die Varke auf, die Flagge zu zeigen und befahl, als er sah, daß sie russischer Nationalität luar, der Besatzung, binnen zehn Minuten das Schiff zu verlassen. Der Kapitän der Barke wurde eingeladen, an Bord des Unterseebootes zu kommen. An Bord der „Hermcß" wurden Bomben gelegt und zur Explosion gebracht. Das Schiff sank nach wenigen Augenblicken. Das Rettungsboot wurde 40 Minuten lang vom Unterseeboot geschleppt, bis der Dampfer „Olvine" in Sicht kam, der dann torpediert wurde. Die Veschädigungen der „Velridge". Kopenhagen, 6. April. Das Ritzau-Bureau meldet aus Christiania: Die Sachverständigenkommission zur Untersuchung der Havarien dcs norwegischen Dmnpfers „Vclridgc" hat vor einiger Zeit ihren Bericht erstattet, der del» Ministerium des Nußern uud dem Vertcidi^ ssungsministerium vorgelegt wurde. Die Sachverständigenkommission gelangte, wie das Nlaitt „Sozialdemo-traten" mitteilt, einstimmig zu dem Ergebnis, daß die „Nelridge" von einem deutfchen Unterseeboot getroffen worden sei. Die Veschädiguua dcs Schiffes ist sehr erheblich. Dic Ausbesserung wird wahrscheinlich ciiu: Vicr^ telmillion Kronen kosten. Voraussichtlich wird die Regierung dic Angeleaenhcit der deutscheu Regierung übermitteln. Zwei skandinavische Dampfer angehalte». London, 7. April. „Daily Mail" meldet: Der schwedische Dampfer „Japan" und der norwegische Dampfer „Stafn" wurden zur Untersuchung ihrer Ladung nach Leith gebracht. Laibacher Zeitung Nr. 78________________ 607____________________________________8. April 1915 Die luneriianischc Note an England. London, 6. April. Die Note dcr Vereinigten Staaten, betreffend die englischen Maßregeln auf dcr See zur Verhinderung allen Handels mit Deutschland, die heute veröffentlicht wurde, betont, datz die englische Vlockade, so wie sie in der englischen Verordnung definiert ist, ein No-bum darstelle, da sie den freien Zugang zu vielen neutralen Hafen hindere, die zu blockieren England lein Recht habe. Sie sei ein ausgesprochener Einbruch in die Souverän itätsrechte dcr Nationen, deren Schiffe diesen Eingriffen in den Verkehr ausgesetzt sind. Die Note anerkennt, das; in den Bedingungen des Teekrieges eine große Veränderung eingetreten ist. Sie drückt daher die Meinung aus, daß es leicht sein tverde, jeden, legitimen Ver-tchr mit neutralen Häfen freie Ein- nnd Ausfahrt durch den Vlockadckordon zu gewähren. Die Note spricht die Genugtuung der Vereinigten Staaten über die Versicherungen dcr englischen Regierung hinsichtlich der Art, wie die Blockade durchgeführt werden soll, aus und gibt der An-ncchmc Ausdruck, daß d.3>< -"cMrung leine amtliche Erklärung zu der Beden" -^^gab, daß sich dcr deutsche Kreuzer „Dres-der 5->ä!, " chilenischen Gewässern befand, als er auf KrienKs^ «"" Scm Juan Fernandez von den britischen ,ill,^ ^ . serslört wurde, wird dies allgemein für nn« cL« s . "' Die Presse fordert einstimmig, daß Chile die "erlangen soll, und betont, daß me Legierung s^^ Neutralität bewahrt. T>,e amerikanische Gastfreundschaft gegenüber dem Dampfs ..^m^ Eitel Friedrich". t.i> ^°"^"'., ^ April. Archibald Hurd besftöt-^t lm «Txnly Telegraph- die Gastfreundschaft, welche die ^eremlgten Staaten dem Dampfer ..Prinz Eitel Fried-"ch gewahrten Statt das Schiff wegen Versenkung des Dampfers „Rye" unter Arrest zu stellen, sei der Kapitän "s Held gefeiert worden. „P^nz ^itel Friedrich" habe n^^ ^ ^"^' Lebensmittel und Kohlen an Bord "«"men lärmen, und man habe auch nicht vergessen, ,neh- rere tausend Flaschen einzulagern. Durch die Ausbesserung dcr Maschinen und Reinigung des Schiffskörpers habe dcr Dampfer an Geschwindigkeit gewonnen. Inzwischen mußten die britischen Kreuzer, die auf den „Prinz Eitel Friedrich" lauerten, in Sturm und Wetter auf offener See kreuzen.'Hurd erinnert an den Fall des Kriegsschiffes ..Alabama", das infolge der Nachlässigkeit der britischen Regierung entkommen sei, die später der Regierung der Vereinigten Staaten über drei Millionen Pfund Entschädigung zahlen mußte. Hurd fragt, lvas die amerikanische Regierung sagen würde, wenn die britische int Falle, daß die Vereinigten Staaten mit Deutschland Krieg führten, ähnlich vorgingen, dem „Prinz Eitel Friedrich" Unterschlupf gewährten und hicbei über die genauen Bestimmungen des Völkerrechtes hinausgingen. T>ic Kohlenversorgung britischer Kreuzer. Washington, 7. April. Die Zollbehörde von Ncwyort berichtet, daß britische Kreuzer Kohlen und Lebensmittel aus Schiffen, die von Newyork ausgereist waren, entnommen hätten. Daraufhin teilte dcr Admiral der englischen Flotte dein englischen Botschafter Springrice mit, daß seine Schiffe durchaus keine Vorräte aus amerikanischen Häfen empfangen hätten. Vorräte seien im Überfluß aus Halifax und Bermuda erhältlich, aber, da die Kriegs-fchiffe häufig abgelöst werdcu, bringen sie selbst Vorrats mit. Der Botschafter teilte dies dem Staatsdepartement mit und fügte hinzu, daß die britischen Kriegsschiffe den Befehl erhalten haben, keine Vorräte aus neutralen Häfen einzunehmen. Neuirnlitätsmasznahmrn Amerikas. Amsterdam, 7. April. Wie aus eingetroffenen ameri-ürnischen Zeitungen hervorgeht, meldete die „Associated Preß" vom 24. März aus Washington: Alle britischen Kreuzer, nicht nur die in den aincrikanischcn Gewässern, pandern auch in der Karcnbischen See, im Stillen Ozean und im Süden des Atlantischen Ozeans, erhielten den Befehl, keine Vorräte aus neutralen Ländern aufzunehmen, um einen Neutralitätsbruch zu vermeiden. Hiczu schreibell die „Newyort Times": Die Bedeutung dieser von dcr britischen Admiralität ausgegebenen Anweisung scheint darin zu liegen, daß sie mit der Veröffentlichung der Nachricht zusammenfällt, wonach die amerikanische Negierung ihre Scepatrouillen in Boston, San Juan und Newyorl verstärke, um zu verhindern, daß Schiffe ohne ^eslaricrunaspapierc abfahren. Wie die „Associated Preß" weiter unter dein ^1. März alls Washington meldete, hat der MaTineselretär eine Untersuchung darüber angeordnet, ob amerikanische Werften Unterseeboote für die Kriegführenden an der Küste des Atlantischen oder Stillen Ozeans bauen. Die Anordnung wurde durch den Bericht veranlaßt, daß die Fore Ribcr-Werft Unterseeboote für dic britische Flotte herstelle. (fin »enes Tauchlwotfystcm. London, 7. April. „Central News" meldet aus Washington: Der Staatssekretär des Marineamtes, Daniels, hat mit der Electric Road Company einen Vertrag unterzeichnet zur Lieferung eines neuen Unterseebootes, das als das größte seiner Art 2l)U Fuß lang und 18 Fuß breit sei und 1l)W Tonnen Wasserverdrängung haben soll. Das Schiff soll durch Dieselmotore angetrieben werden, auf der Oberfläche eine Schnelligkeit von 25 Knoten, nnter Wasser eine solche von 10 bis 12 Knoten haben. Die Armierung wird geheimgehalten. Das Unterseeboot wird jedoch eine besonders große Anzahl von Lancierrohren führen. Der Nnternnng des Kreuzers „Mebfchidie". Konstantinopel, 7. April. Ein Offizier dcr „Mcdfchi-die" hebt in einer langen Erzählung über den Untergang des Kreuzers mit Bewunderung die Tapferkeit und Kaltblütigkeit des Kommandanten, der Offiziere und der Mannschaft der „Medschidie" hervor, die nach der Explosion der Mine, an die das Schiff geraten war, alle auf ihren Posten verblieben, um die an Bord befindlichen belveglichen Gegenstände noch rechtzeitig in Sicherheit zu bringen und die übrigen zu zerstören. Die Boote wurden nicht früher bestiegen und die Nettungsgürtel nicht eher umgenommen, als bis der Kom» mandant die Umnöglichleit, länger an Bord zu verweilen, einsah ulld den Befehl dazu gegeben hatte. Die Offiziere und die Mannschaft wurden von ottomanischen Torpedobootzerstörern gerettet. Einem von ihnen erteilte der Kommandant der „Medschidie" den Befehl, einen Torpedo gegen den Kreuzer abzuschießen, dessen Hinterteil noch aus dem Wasser hervorragte, da das Schiff in einer Untiefe gesunken loar. Konftantmopel, 7. April. Das Flöt ten kom itoc hat eine Subskription eröffnet, um den gesunkenen Kreuzer ..Medschidie" durch ein neue» Schiff zu ersehen. Aus mehreren Provinzen kommt die Anregung, als Ersahschiff einen Dreadnought desselben Namens zu bauen. Der Luftkrieg. Die Landung des französischen Fliegers bei Pruntrut.* Bern, 6. April. Der bei Pruntrut niedergegaugeuc französische Flieger kam mit zwei Etappen aus Paris. Er sollte wahrscheinlich das Geschwader m Elsaß verstärken, verirrte sich aber im Nebel. Der Führer harte dcu Fluß Allaine mit Doubs verwechselt. Beim Niedergehen glaubte cr französische Soldaten zu erblicken. Dieser Irrtum ist auf die blauen Mantel zurückzuführen. Mit deutschen Fliegern und deutschen Flugzeugen kam der französische Flieger überhaupt nicht in Berührung. Das Luftschiff überflog Ajoie und insbesondere Pruntrut. Vcim Überfliegen dcr Schweizer Grenze bei Facy wurde der Flieger von schweizerischen Truppen beschossen. Vor der Landung verbrannte der Flieger alle Papiere. Der Apparat tragt die Buchstaben M. F. (Moris Farman) Nr. 361. Ein Luftfahrzeug ins Meer gestürzt? Amsterdam, 7. April. Die Blätter melden aus Mmuiden: Gestern meldete die Küstenwache, daß bei Nordwyt ein großer Ballon oder ein Luftfahrzeug, vermutlich mit Bemannung, auf dem Meere treibe. Sofort ging von Nordwyk ein Rettungsboot und von Amuiden 2 Torpedoboote ab. Die Nachforschungen blieben jedoch ergebnislos. Später meldete der in Mnmiden eingetroffene Dampfer „Niobe", daß er beim Maaslcnchtschiff ein großes Tauchboot sah, das in nördlicher Richtung fuhr. Frankreich. Wegen eines Artikels über einen Zevpclinftug über Paris verhaftet." Paris, 6. April. Dem „Matin" zufolge wurde der Korrespondent des „Berliner Lokalanzeigcrs", Vehrenö, ein Schweizer von Geburt, wegen eines Artikels über einen Zeftpelinslug über Paris in Paris verhaftet. Fortdauernde Agitation in Marokko. Paris, 7. April. Nach einem Berichte des „Tenrfts" über die» Lage in Marokko dauert die Agitation in deu Gebieten von Fez und Taza mit ziemlicher Heftigkeit fort. Bauden vou Berberreitern belästigen die Wach Posten und suchen deu Giscnbahnbau zu stören. Eine aus Taza eiugetroffene mobile Kolonne unternahm mehrere Streifziigc. Man wartet das Aufhören dcr Regenperiodc ab, um energische Vorstöße Zu unternehmen. England Die Zeichnung auf die Tchahscheine. London, 7. April. Gcstcru begann die Zeichnung auf die 15 Millionen Pfund Sterling Schahscheine. Ins gesamt wurden 34,430.000 Pfund Sterling gezeichnet. Die aufgelegten 15, Millionen wurden zugeteilt zum Satze von durchschnittlich 3,1 Prozent. Propaganda für den Gintritt in die Armee. London, 7.April. Zwischen dem 11.und 25.d.M. follen in London 2000 Verfammlungen abgehalten werden, um für den Eintritt in die Armee Propaganda zu machen. " Gin Fluchtversuch deutscher Internierter. London, 7. April. (Reuter.) Einige in Maidenhead internierte Deutsche machten einen Fluchtverfuch. Sie hatten sich die Erlaubnis erbeten, Gartenarbeiten verrichten zu dürfen, was ihnen auch gewährt wurde. Sie begannen daraufhin große Blumenbeete anzulegen, aber schließlich entdeckte man, daß diese einen Tunnel verbargen, der mit Holz gestützt war und fogar unter dem Fundament einer großen Steinmauer hindurchging. Eine Antialkoholpropaganda in Südafrika. Kapstadt, 7. April. In Südafrika ist eine Propaganda zur gänzlichen Einstellung des Verlaufes alkoholischer Getränke während des Krieges ins Leben gerufen worden. Rnmänien. Die Rückreise von der Goltz-Paschas. Bukarest, 7. April. Generalfeldmarschall von der Goltz-Pascha ist bei der Durchreise nach Konstantinopel hier angekommen. Eine Vismarckfeier in Vukareft. Vukarest, 7. April. Gestern fand hier eine von der hiesigen deutfchen Kolonie veranstaltete Bismarck-feier statt, der Generalfeldmarschall von der Goltz Pascha, dcr deutsche Gesandte Freiherr von Busche-Haddenhausen, der österreichisch - ungarische Gesandte Laibacher Zeitung Nr. 78______________________ 608 8. April 1915 Graf Czeruiu und die Mitglieder des österreichisch-ungarischen und des deutschen Konsulates sowie beider Kolonien beiwohnten. Serbien. Französische Militärärzte und Infanterieoffiziere für Serbien. Halunichi, 7. April. Ungefähr 40 französische Militärärzte und mehrere französisches Infaittcrieoffiziere sind nach Ni^ abgereist. Die Türkei Äußerungen des Sultans. Verli«, 7. April. Das „Berliner Tageblatt" veröffentlicht eine Unterredung des Konstantinopeler Korrespondenten mit dem Sultan, der uuter underem erklärte: Ich bewundere auf das höchste die Tapfer« leit der deutschen und der österreichisch»ungarischen Truppen. Die. deutschen Offiziere haben auch hier an den Dardanellen hervorragenden Anteil an der glücklichen Bewachuug. Der Sultan fuhr, zu seiner Umgebung gewendet, fort: Ist es nicht ein ungeheures Unrecht, daß Rußlaud Konstantinopel haben will, nur um sein Getreide auszuführeu? Aber das wird ihnen nicht gelingen. Davon bin ich durchdrungen. Sie haben es selbst mit angesehen, die Dardanellen sind nicht zu nehmen. Halil Bei in persönlicher Mission des Sultans an den deutschen Kaiser. Verlin, 7. April. Der Präsident der türkischen Kammer Halil Bei, der bekanntlich jüngst im deutschen Großen Hauptquartier weilte, teilte dem Vertreter des „Berliner Tageblatt" mit, daß er den Aufenthalt in Deutschland benutzt habe, um sich einer persönlichen Mission des Sultans an den Kaiser zu entledigen. Den Eindruck seines Besuches faßte Halil Bei in den Satz zusammen, die Türkei sei stolz darauf, ihre Waffenbrüderschaft mit Deutschland und Österreich-Ungarn betätigen zu köunen. Halil reist Anfang nächster Woche gemeinsam mit Djavid Bei nach Konstantinopel zurück. Griechenland. Keine Abtretung griechischen Gebietes. Athen, 6. April. („Agence d'AttMes".) Das Preh-bureau veröffentlicht folgendes Komnmniqu«: In Kenntnis der seit ihrer Konstituierung vorgefallenen Ereignisse erklärt die Regierung, daß der König niemals der Einleitung von Verhandlungen behufs Abtretung griechischen Gebietes an eine auswärtige Macht zugestimnrt habe, da er niemals hierauf bezügliche Vorschläge genehmigt hatte. Die Regierung findet sich verpflichtet, diese Mitteilung zu veröffentlichen infolge der letzten Informationen, die Peniselos in dm Blättern erscheinen lies;. Japan und China. Der gefährlichste Punkt der Verhandlungen überwunden? London, 7. April. Aus Tientsin wird vom 5. d. go-meldet: In den Verhandlungen zwischen China und Japan werden jetzt die japanische,: Forderungen besprochen, daß China über 50 Prozent seiner Kriegslnunition von Japan kaufen oder ein chinesisch-japanisches Arsenal errichten soll. Die Tatsache, daß diese Forderung gestellt wurde, sollte eine hinreichende Antwort auf die Erklärungen, die Premierminister Okuma abgab, bilden. London, 7. April. Der Korrespondent des „Daily Telegraph" meldet aus Peking: Der gefährlichste Punkt der Verhandlungen zwischen Japan und China ist, wie man annimmt, glücklich überwunden. Als Beweis für die günstige Gestaltung der Dinge führt der Korrespondent die Tatsache an, daß ein japanischer Transport-dumpfer, der für Taku bestimmt war, die Territorial-fiewässer gar nicht verließ und die Truppen wieder ausgeschifft wurden. Die japanischen Forderungen mit dem Prinzip der offenen Tür unvereinbar. London. 7. April. Die „Times" melden aus Peking ' vom 4. d.: Die gestrige Konferenz befaßte sich mit den Einzelheiten über das Abkommen bezüglich der Mandschurei. Die Sitzung verlief ohne Schwierigkeit. Der Korrespondent des Blattes fügt hinzu, die Reuter-Meldung über die Unterredung mit dem Grafen Okuma stehe so wenig im Einklang mit den Tatsachen, daß die Richtigkeit bezweifelt werde. Fest stehe zweifellos, daß die japanischen Forderungen, wie sie China überreicht wurden, mit dem Prinzip der offenen Tür und der Gleichberechtigung unvereinbar feien und die britischen Interessen berührten. Man erwarte jedoch, daß Japan seine Haltung ändern werde, und hoffe, daß die Mitteilung über Olumas Standpunkt wenigstens annähernd Errett fei. Inzwischen seien die Zeiten in Chma Fischer geworden Die Regierung habe den Zwü- und Militärbehörden den strengsten Befehl erteilt, alles zu vermeiden, was Japan als Vorwand dtcnen könnte, emen Streit anzufangen. Die bisherigen antijapanischen Kundgebungen seien geringfügig gewesen und sofort unterdrückt worden. Die Anwesenheit japanischer Truppen in vier verschiedenen Provinzen biete dauernde Reibungs-möglichleitcn. Ehe nicht die neu hereingebrachten Truppen entfernt würden, lasse sich keine Abnahme der Spannung erwarten. Die Vereinigten Staaten von Amerika. Amerikanische weittragende Geschütze für Rußland. Amsterdam, 7. April. Hier eingetroffen«: amerikanische Blätter bringen folgende Meldnng der „Associated Preß" aus Seattle von: 23. v. M.: Achtzehn weittragende Geschütze amerilanischen Fabrikates, die der russischen Armee geliefert werden sollen, warten in Vancouver auf Verladung, ebenso 384 Lastenauto. Die Geschütze sind von demselben Typ wie die früher versendeten, die wahrscheinlich bei der Belagerung Przemysls verwendet wurden. Die Ausfuhr von Kriegsmunition. Amsterdam, 7. April. Nach Newyorker Vlätter-meldungen sprachen die Mitglieder der dort abgehaltenen Konferenz der methodistisch-bischöslichen Kirche die Ansicht aus, daß, wenn die amerikanische Regierung sofortige Schritte täte, um die Ausfuhr von Kriegs« munition uud Kriegsvorräteu an die kriegführenden Völker Europas zu verhindern, der Krieg bald beendet sein würde. Die Klassenlotterie. Wien, 7. April. 200,000 X gewinnt Nr. 3l.967, 30.000 /c gewinnt Nr. 4101. 25.000 X Nr. 40.152, 20.000 /< Nr. 135.227, 10.0M X Nr. 98.547, je 500lH Kronen gewinnen die Nummern 3tt.741, 138.626 und 153.791. Todesfall. Salzburg, 7. April. Maler Frmiz von Pau singer ist heute im Alter von 76 Jahren gestorben. Geburt einer Prinzefsin. Berlin, 7. April. Die Kronprinzessin ist heute nachmittags um 4 Uhr von einer gesunden Prinzessin glücklich entbunden worden. Die Kronprinzessin und die Prinzessin befinden sich wohl. Berlin, 7. April. Das Wolff-Vureau veröffentlicht folgende Mitteilung: Seine kaiserliche Hoheit der Kronprinz lafsen wegen überaus großer Belastung der Feldpost uud des Feldtelegraphen bitten, etwa beabsichtigte Glückwünsche an höchstseiue Person unterlassen zu wollen. Graf von Bismarck «Bohlen, Hofmarschall. Stürme an der amerikanischen Küste. Uundon, 6. April. „Daily Telegraph" berichtet aus Ncwyort: In dem furchtbaren Sturm, der Samstag an der atlantischen Küste wütete, sind etwa sechzig Schiffe verloren gegangen, darunter der holländifche Dampfer „Prince Maurice". Der Hochseeschleppdampfer «Eduard Luckenbach" aus Newyork ist mit 16 Mann Besatzung bei Virginia Cape gesunken. Drei Schoner find an verschiedenen Punkten der Küste aufgelaufen. — (Verlustlisten.) In der vom k. und k. Kriegsministerium ausgegebenen Verlustliste Nr. 145 sind aus Kram folgende Angehörige des bos.-herc. Infanterieregiments Nr. 2 ausgewiesen: a) Offiziere: Ober- leutnant Gandini Siegnmnd, verw.; Fähnrich in der Reserve Knafeljc Leo, verw.; Leutnant in der Reserve Dr. Tolazzi Thomas, lriegsgef.; d) Mannschaft: Inf. Graäiö Franz, tot. — In der Verlustliste Nr. 146 sind ausgewiesen: vom Infanterieregiment Nr. 1? (4./3. Grenzschutzkomp.): ErsRes. Cerne Anton, nerlv.; ErsRes. Hribernil Panl, uerw.; ErsNes. Valant Io-hann, verw.; vom Infanterieregiment Nr. 27: Inf. Biedermann Anton> 9. K., verw.; TitGefr. Diabl Karl, 10. K., verw.; Inf. Guggi Johann, 9. K., verw.: Inf. Hasenberger Isidor, 9. K., verw.; Inf. Hasenhüll Julius, 8. K., tot; Inf. Lamftrecht Friedrich, 9. K., verwundet; Inf. Nathofcr Johann, 9. K., kriegsgef.; Ins. Nuckhofer Matthias, 9. K., tot; Gefr. Zöchling Ferdinand, 5. K., verw.; weiters aus Krain Angehörige folgender Truftpenkäifter: des Landwehr infantc-rieregiments Nr. 4: Oberleutnant Fornbacher Ni' charo, lriegsgef.; Fähnrich in der Reserve Milaö Io-hann, verw.; ErsRes. Ierdla Thomas, 2. EK., kriege gef.; Inf. Knapiö Lorenz, 3. K., tot; ErsRes. Korcn Josef, 3. EK., tot; Fnf. Petz Roland, 6. K., tot; Ers. Ref. Pfeifar Josef, 10. K., tot; Inf. Pirc Johann, '!. K., tot; Zgf. Podlesnik Maximilian, 1. EK., tot; Inf. Puc Johann, 5. K., kriegsgef.; Inf. Smukavcc Johann, 11. K., tot; ErsRes. Surca Johann, 4. EK., tot; Trag tiers. Trobec Anton, 5. K., tot; ErsRes. Zajc Franz. 3. EK., tot; ErsNes. Zalasnik Anton, 2./4. K., derw.; vom Landwehrinfanterieregiment Nr. 27: Inf. Zmitek Martin, 5. K., tot; vom Feldjäger bat a ill on Nr. 8: Jag. Kunauer Alois, 1. K., vcrw.i vom Felojägerbataillon Nr. 20: Mandel Ig-naz, 4. K., verw.; ErsRes. Vidmar Anton, 4. K., kieyc-gefangen. Verantwortlicher Redakteur: Anton Funtel. Meteorologische Beobachtungen in Laibach Seehöhe 306 2 m. Mittl. Luftdruck 736-0 min > l Z^Z Z2!_______________________^- V! 2 U. N. ! 72ß^8 "W^VI SW^tarl l bewölk """" l 9 'I.Nb. 26 3 10-1 SW. schwach 8> 7 U. F. > 25-11 8'b> «O. mäßig > » j 1->- Das Tagesmittel der gestrigen Temperatur beträgt 9 7», Normale 8 1". Regen gestern vormittags und heute früh. Vine österreichische Vpezialität. Magenleibenden empfiehlt sich der Oebrauch der echten «Molls Seidlitz» Pulver> als eines altbewährten Hausmittels von den Magen kräftigender und die Verdauungstätigleit nachhaltig steigernder Wirkung. Eine Schachtel Iv 8-—, Täglicher Versand gegen Post Nachnahme durch Apotheker A. Moll, l. u. l. Hoflieferant, Wien I., Tuchlauben U. In den Apotheken der Provinz verlange man ausdrücklich Molls Präparat mit deffen Schuh» marke und Unterschrift. 5212 » Günstige Gelegenheit!! Mehrere vollständig neue und garantiert ungebrauchte „OLIVER"- Schreibmaschinen Modell V. und VI, sind tief nuter dem Preise abzugeben. Anfragen befördert unter Chiffre „Günstige Oelegeuheit« die Admin. dieser Zeitung. 634 13 Für die vielen Beweise innigster und liebevoller Teilnahme an dem schmerzlichen, unerseh. lichen Verluste unserer innigstgeliebten Gattin, bezw. Mutter, Schwester, Schwägerin und Tante, der Frau Anna Fobes, geb. Zrnckler fur die überaus schönen Blmnenspenden und die zahlreiche ehrende Beteiligung am Leichenbegängnisse entbieten wir auf diesem Wege insbesondere den ehrw. Schwestern des „Elisabeth. Sanato. riums" und den chrw. Schwestern vom Orden des heiligen Vinzcuz für ihr stets in jeder Weise bewiesenes hingebungs» und aufoftferungsbereites Wirken den aufrichtig tiefgefühltesten Dank. WieN'Laibach, am 6. April 1915. Die tieftrauernd Hinterbliebenen. Laibllchcr Zeitung Nr. 78____________________________609__________________________________8. April 1915 Mmt&Uatt. ?ö0 Št. 177 a. o. za 1. 1915. Razglasilo. Po § 60 zakona z due 26. oktobra 1887, jkž. e*k. št. 2 z 1. 1888, je c. kr. deželna «•mißija za agrarsko operacije na Kranjakem T zvrfitev: 1.) Nadrobne razdelbe pod vlož. št. 61 *¦ o. Laže, s. o. Seuožeèe vknjiženih skupnih z«nljižè, 2.) nadrobno razdelbe pod vlož. St. 50, °S 317 in 341, k. o. Orehek, b. o. Poatojna T*ojiŽenih menjalnih seuožeti, 4.) uadrobuo razdelbe pod vl. št. 52, k. °-Laèe, B. o. Senožeèe vknjiženih skupnib ^nnljigè postavila gospoda c. kr. komisarja II, *ot c. kr. krajnega komisarja za agrarske °Peracije. Uradno poßlovanje tega c. kr. krajnega *On»isarja se priène takoj. S tem dnevom slopijo v veljavnost dolo-èila zakona z dne 26. oktobra 1887, dož. zak. št. 2 iz 1 1888, gledè pristojnosti oblastev, potem neposredno iu posrcduo udeleženih, kakor tudi izrecil, katera ti oddado, ali poravnav, katero sklenojo, iiaposled glede zaveznosti pravnih naslednikov, da morajo pripoznati zaradi zvršitve agrarske operacijo UBtvarjeni pravni položaj. V Ljubljani, dno 26. marca 1915. C. kr. deželna komisija za agrarske operacije na Kranjskom. Z. 177/A. O. üe 1915. Kundmachung. Gemäß § 60 des Gesetzes vom 26. Oktober 1887, L. G. Bl. Nr. 2 äo 1«88, hat die t. l. Landestommission für agrarische Operationen in Kram behufs Durchführung: 1.) der Spezialteilung des unter G. E. g. 51 K. G. «c,ze, G. B. Senosetsch verge-währten Gemeinschaftsgrundes, 2.) Tpezillltcilung der unter G. E. Z. 50, 52, 317 und 341, K. G. Nußdorf, G. P. Adels-beig vergewährten Wechselwiesen, 3.) Spezialteiluug der unter G. E. Z. 52, ss. G. Laze, O. B. Senosetsch vergewahrten Ge» meinschaftsaründe als l. l. Lokallommissar für agrarische Operationen den Herrn l. l. Lokal' lommissär II bestellt. Die Anltswirksamkeit dieses k. k. Lokal» lommissärö beginnt sofort. Von diesem Tage angefangen treten in Ansehung der Zuständigkeit der Behörden, dann in Ansehung der unmittelbar und mittelbar Be« teiligten, sowie der von denselben abzugebenden Erklärungen oder abzuschließenden Vergleiche, endlich in Ansehung der Verpflichtung der Rechtsnachfolger, die behufs Ausführung der Agraroperationen geschaffene Rechtslage anzuerkennen, die Bestimmungen des Gesetzes vom 26. Oktober 1887, L. G. Bl. Nr. 2 äo 1886. in Wirksamkeit. Laibach, am 26. März 1915. K. l. Landeskommission für agrarische Opera» tionen in Kram. 774 3—1 Nc I 252/15/3 Amortizacija. Po prošnji Pierine Kraigher, trgov-èeve hÈere v Postojni, uvaja se posto-panje r namen amortizacije nastopne po prositeljici baje izgubljene vložne knjižice Kmetske posojilnice Ijubljan-ske okolice, registrovane zadruge z neomejeno zavezo v Ljubljani št. 6003, glaseèe se na ime Pierine Kraigher z vlogo 4987 K 39 v. Imetnik te knjižice se torej pozivlja, da uveljavi svoje pravice v 6 mesecih, ker bi se sicor po preteku tega roka izreklo, da ista niraa reè moèi. 0. kr. okrajno sodišèe v Postojni, odd. I., dne 20. marca 1915. Kundmachung >er k. k. Landesregierung für Kram vom 3. April 1915. Z. 7410, betreffend die Regelung der Mnfnhr von Uteh und Fleisch ans den Ländern der heil. nngarischeu Krone nach Krain. », Das t k. Ackerbaumiuisterium hat mit der Andmachung vom '^9. März 1915, Zahl l2.li8, womit die Einfuhr von Vieh und fleisch uus den Ländern der heil. ungarischen Krone Nach t,^ im Reichsrate vertretenen Königreichen Und Ländern bis auf weiteres geregelt wird, "»f Grund der §§ 4 und 5 des allgemeinen Aerseuchengesetzes vom 6. August 1909. R. G, A>- Nr. 177, und der Mimfterialverordnung "°M 10. Februar 1910, R. G. Bl. Nr. 36, nachstehendes verfügt: I. In Gemäßheit des 8 I, Absah 1, des l. Teiles der Ministerialverordnung vom 31. De» zember 1907, N. G. Nl. Nr. 282, und »ach Maßgabe des 8 1. Absatz 2 und 3, sowie des § 4, Punkt 2, desselben Teiles der zitierten Verordnung ist wegen Bestandes von Tierseuchen in den Ländern der heil. ungarischen Vrone die Einfuhr der jeweilig in Betracht kommenden Tiergattunqen aus den in den °ffiziellen, periodisch erscheinenden, den k. t. poetischen Behörden I. Instanz und den Beschau» «erüizten zukommenden ungarischen, beziehungs» ^nse kroatisch-slavonischen Tierseuchenausweisen Arseucht angeführten Gemeinden und deren "tachbargemeinden „icht gestattet. II. Wegen des Bestandes von Tierseuchen in den Grenzbezirlen, und zwar: ll) der Maul- und Klauenseuche in den Stuhlrichtcrbezirlen Visö (Komitat Märamaros), Miava, Szenicz > Komitat Nmtra), Malaczka, (Komitat Pozsony), Sopro« (Komitat Sopron), Trencsen einschließlich der gleichnamigen Stadt»-gemeinde (Komitat Trencsen), Köszeg einschließlich der gleichnamigen Stadtgemcinde, Nemetujvar (Komitat Vas) in Ungarn ist die Einfuhr yon Klauentieren i d) der Schweinepest in den Stuhlrichter» bezirken Okürinezö (Komitat Märamaros) in Ungarn und in dem Bezirl Ivanec (ttumitat Varajdin) in Kroaticn-Slavbnien ist die Ei»' fuhr von Schweinen aus dm bezeichneten Gebieten nach den im Reichsrate vertretenen Königreichen und Ländern verboten. III. Wegen erfolgtcr Einschleppung von Tierseuchen ist verboten: ») Wegen Einschleppn«« der Maul' und Klauenseuche die Einfuhr von Klauentieren: Nus Ungarn: aus den nachstehenden Stuhlrichterbezirken: Erselujvär einschließlich der gleichnamigen Stadt» gemeinde, Nnitra einschl. der gleichnam. Stadt» gemeinde, Bagsellne (Komitat Nyitra). Nagy» szombat einschließlich der gleichnamigen Stadt» gemeinde, Szempez einschließlich der Stadt» Mneinden Bazin und Modor (Kouulat Pozsony), Igal, Tab (Komitat Somogy), Tamas (lkomitat Tolna). d) Wegen Einschleppung der Schweinepest die Einfuhr von Schweinen: l. Nus Ungarn. aus den nachstehenden Stuhlrichtcrbezirken: Zombor (Komitat Bäcs.Bobrog), SillöS (Ko< mitat Baranya), Adony, Sä,rboglz,rd (Komitat Fejer), Rimaszombat einschließlich der gleichnamigen Stadtgemeinde (Komitat Gömör-Kis» hont). Piteruasar (Komitat Heues), Balafsa» gyarmat, (Komitat Nögräd), Dunavecse, Vacz einschließlich der gleichnamigen Stadtgemeinde (Komitat Pest°Pilis.Solt»lliislun). Alsüdada einschließlich der Stadtgeweinde Nyirrglihkza (Komitat Szabolcs), Cscnger (Komitat Szat» mär), Bänlak, Töröklanizsa (Komitat Torontäl). 2. Aus Kroatien.Slavonien: aus den Bezirken Stara Pazova ein-schließlich der Stadtgemeinden Karlovci und Petrovaradin, gemun (Komitat Sriem). Die Einfuhr von frischem Fleisch ist nur zulafsig, wenn die Sendungen durch Zertifikate des Inhalts ausgewiesen werden, daß die be treffenden Tiere bei der vorschriftsmäßig gepflogenen Beschau sowohl in lebendem Zustand als auch nach der Schlachtung don einem be° hördlichenTierarzte gesund befunden worden sind. Durch die gegenwärtige Kundmachung wird die Kundmachung des l. l.Aclcrbaumim« steriums vom 14. Jänner 1915. Zahl 1245 («Wiener Zeitung» vom 15. Jänner 1915. Nr. 11), bezw. die h. o. Kundmachung vom 19. Jänner 1915. Z. 1606, außer Wirksamkeit geseht. Übertretungen dieser Vorschriften werden nach den Bestimmungen des allg. Tierseuchengesetzes v. 6. August 1909. R. G. Bl. Nr. 177, geahndet. drž- zak- fit- 177. ter mini" driT?? >cUkaEa z dne 10. februarja 1910, Kl 6t-36, ukazalo tako: (drž. zak. fit sän" *** ?i $T"?? 1M? »ttTek i. in 3., ter § 4 toèka 2 i8tega dela ogrske krone prePoveda8no uvažati v8ako. ©EJV L V V2^ ži^°«ke Trste iz okuženih oMin in njih ^^^ obèi c kt i!-AUra^m^ Perio<ü«no izhajaoèih, offfe^°h?nim ?hlMt™"> prve Btojnje in ^glednjm živinozdravnikom poSiljanih ograkih, ¦3ST h™Sk°-8la?0Dllkih ^kizih o živin! II. Zaradi obstojeèih živinskih kug ¡ mej-nih okrajih, in eicer: a) zaradi kuge t gobcu in parkljih t županij8kih okrajih Vib6 (županija Marama-roa), Miava, Szenics (žup. Nyitra), Malaczka (župauija Pozsony), Sopron (županija Sopron), TrencBen z mestno obèiuo istega imena (županija Troncsen), Köszeg z moatno obèino ietega imena, Nemetujvar (županija Va8) na Ogrskem je uvoz parkljate živine; b) zaradi svinjske kuge v županijskih okrajih Okörmezö (županija MaramaroB), na Ograkem in v okraju Ivanec ^županija Varaždin) na Hrvatsko-Slavonskem je uvoz prašièev iz navedenih pokrajin t kraljevine in dežele, zastopane v državnem zboru, pre-povedan. m. ^aradi zanešenih kug je prepovedano: a) Zaradi zanešene kuge v gobcu in na parkljih uvoz parkljate živine : i fz Ogrsko: iz aledeèih županijskih okrajev: Ersokujvar z meatno obèino istega imena, Nyitra z mcatno obèino istega imena, Vagsellye (žup. Nyitra), Nagyazombat z mestno obèino iatega imena, Szempez z mostnima obèinama Bazin in Modor (županija PozBOny), Igal, Tab (žup. Soinogy), Tamas (župauija Tolna). b) Zaradi zaoešene svinjfcke kuge nvoz prašièev: 1. Iz Ogrske: iz sledeèih županijakih okrajev: Zombor (županija Bacs Bodrog), Siklos(žup. ßaranya), Adony, Sarbogard (žup. Fejor), Rimaazombat z meatno obèino istega imeaa (županija Gömör-Kishont), Petervaaar (županija HeveB), Balassagyarm&t (županija Nograd), Duna-vecae, Vacz x meatno obèino ißtega imena (županija Peet-PiliB-Solt-Kißkun), Alsödada z mestno obèino Nyiregybaza (županija Sza-bolcaJ.^Caenger (županija Szatmär), Banlak, Törökkanizsa (županija Torontal). 2. Iz Hrvaške in Slavonije: iz okrajev Stara Pazova z mestmma obèinama Karlovci in Petrovaradin, Zemun (županija Sriem). Uvažanje avežega mesa je dopuBtno le tedaj, kadar je pošiljatvam pridejano potr-dilo, da je dotièno živino po predpisu ogle-dal oblaatveni živinozdravnik v živem in zaklanem Btanju, ter je našel popolnoma zdravo. S tem razglasom bo razvoljavljeni raz-glasi c. kr. poljedelskega ministrstva z dne 14. januarja 1915, št. 1245 (Wiener Zeitung a due 16. januarja 1915, štev. 11), oziroma tukajšnji razglas z dne 19. januarja 1915, štev. 1606. Prestopki teh prepovedi Be kazuujejo po predpiaih obèoega zakona o iiviuskiu kugah z dne 6. avgusta 1909, drž. aik. St. 177. V Ljubljani, dne 3. aprila 1915. Laibacher Zeitung Nr. 78____________________________610___________________________________8. April 1915 _________________ Wur echt ™nnied^ t • '¦— T—¦Wi Schachtel MnirS CöirllrflHr^JTlffWB und jedes Pulver A. Molls Iflull OwlUIUxAAilAdA^ijfl Schutzmarke und Unter- * "l^^jj^^l^^^^^j Bchrift trägt. 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Ruska moderna, prevela Minka Govekarjeva, E 4•—, najelegantnej« v platno vezana K 6-—, po pošti 20 h veè. Sienkiewioz H., Mali vitez. Roman z mnogimi lepimi podobami. 3 zvezki, borširaui K T —, lièno vezani K 950. Sienkiewioz H., Bodbina Polaneikih. Roman z mnogimi lepimi podobami. 3 zvezki, broSirani K 10'—, lièno vezani E 16"—, v en zvezek vezani E 13'—. Marry at, Morski razbojnik, K 2-50, vezano E 3'70, po pošti 10 h veè. Dr. Sorli, Pot za razpotjem, vezana knjiga E 3—, po pošti 10 h ve^. Dr. Šorli, Novels in örtloe, elegantno vezane E 360, po pošti 20 h ve«. Meiko Ksaver, Ob tlhih veöerih, E 3 50, vezano E 5—. Meöko Ksaver, Mir Boiji, K 250, vezano E 350. Maister Rndolf, Poezije, E 2 —, vezane E 3 —, po pošti 10 h veè. Aikero A., Primož Trubar, E 2 —, elegantno vezan E 3 —, po po§ti 10 h voè. Aikero A., Baiade in romanoe, E 2-60, elegantno vezane E 4—, po pošti 20 h veè. Aikero A., Lirske In epske poezlje, E 260, elegantno vezane E 4•—, po pošti 20 h veè. Aikero A., Nove poezije, E 3 —, elegantno vezane E 4-—, po poftti 20 h veè. Aikero A., Öetrti zbornlk poezij, E 350, lièno vezana knjiga E 450, po pošti 20 h veè. Gankar Ivan, Ob zorl, E 3—, po pošti 10 h vec\ Oolar, Pisano polje, E 180, vezano E 280, po poäti 10 h ve^S. Mole, Ko bo ovele roze, E 2—, vezano E 320, elegantno vezano E 350, po pošti 10 h vec". Sohelnlgg, Narodne pesmi koroikih Slovenoev, E 2*—, elegantno vezaue K 330, po pošti 20 h veè. Banmbaoh, Zlatorog, poslovenil A. Fnntek, elegantno vezan Kl-, po poSti 10 h veè. Jos. Stritarja zbrani spisi, 7 zvezkov (prvi zvezek razprodan) E 30-—, v platno vezani K 38 60, v polfrancoski vezbi E 4340. Levstlkovi zbrani splsi, 5 zvezkov E 21—, v platno. v polfrancoski vczbi K 29"—, v najfinejši vezbi E 31'— vezani E 27—, Fnntek, Godeo, E l'5O, elegantno vezan E 250, po pošti 20 h vec". Majar, Odkritje Amerlke, E 2—, po pošti 20 h veè. Brezovnik, SalJivi Sloveneo, 3. za polovico pomnožena izdaja E 180, po poöti 20 h vesi. Brezovnik, Zvonöekl, E 150, po poäti 20 h veè. Tavöar I. dr., Povesti. 5 zvezkov po E 270, v platno vezani po E 330, v polfrancoski vezbi po E 450. Ony de Maupassant, Novele, iz francošèine preložil dr. Ivo Sorli, E 3 —, vezane K 4"—. ZupanÖiö Oton, Samogovori, broširani E 3'—, vezani E 4*—. !GELD! an Personen aller Stände (anch Damen) schnell und diskret, Ratenrückzahlung. Pawelec, Bankgeschäft, Wien, XVI., Lerchenfeldergürtel 23. Mtalhip zu Tier und lechs Zimmern Bamt Zugehör im Zentrum der Stadt sind sofort beziehbar. Anzufragen bei Herrn Krapei. Na-rodna kavarna. 195 20 HnApothekers PICCOLlfgjŠfzfT^ hLWrVxfeviV^a^.rt^k^W^feM \{7j/ NACH WLsLff^n. - TinktuP 1 Fläsohohen 20 Heller. *&6 Bnhige, standige Partei snoht %nm Angnsttermin Wohnung mit 2 bis 3 Zimmern samt Zugehör. Anträge untor „lVohnungs 14" »n die Administration dieser Zeitung- 7yj * " Druck »nd «erla« von Iz. v. ltleinmoyr H Fed. «amber g.