Nr. 15tt. Donnerstag, 3. Juli 189ft. W9. Jahrgang. MbacherWZeitung. Vlalb<äl,r!a fi, 75U. Im llomptoll: ^, Die «Laibacker Zettung» erschein« iilsslich mtt «»«»ahme der sonn« und Feiert»,«, Die »mlniftlati»» »»nziahrig si. li, hllllijähr!» ss, ü'b<>. Für t>!e ^uslrllung in« Hau« ganzMrlg fl. l. - Insertlonsaebür: ssiir V brfindl! sich llo»arel«plllh », dir «ldact!«» Ullhnhofzasje »4, Sprechstunden der «edactioli tüulich von Ncinr Inlerale bi« zu 4 geile» 2b lr,, grützere prr N">s N lr,: l>ei üsteie» Wiebeiliolungen p,r Znlc » tr. ^ IN bi« l» Uhr vormittag«, — Uüsianlierte «riefe werden nichl angenommen und Vlanulcrlpte nlchl zuruDirection für Kram hat den Assistenten Rudolf Vesel zum Official 'n der zehnten Rangsclasse und den Rechnungspralti» kanten A!rxander Inglic zum Assistenten in der ensten Rangsclasse bei dem k. k. Landrszahlamte in Schach ernannt. Nichtamtlicher Weil ^ Die Eisenbahnen der Erde. Das vom königlich preußischen Ministerium der öffentlichen Arbeiten herausgegebene «Archiv für Eisenbahnwesen, enthält in seinem neuesten Heft« für Juni eine größtentheils auf amtlichen Quellen beruhende Zusammenstellung über die Eisenbahnen der Erde. Dieser interessanten Statistik entnehmen wir im Nachstehenden jene Daten, die uns von allgemeinem In« leresse zu sein scheinen. Die Länge sämmtlicher bis zum Jahre 1888 auf der Erde vorhanden gewesenen Eisenbahnen betrug 271.771 Kilometer, eine Länge, welche mehr als da« I4sache des Umfanges der Erde am N-quator aus« wacht und die mittlere Entfernung des Mondes von der Erde (384420 Kilometer) um 187.351 Kilometer. °lso um die Hälfte übertrifft! In der Zeit vom Ende t>es Jahres 1884 bis zum Ende des Jahres 1883 hat die Länge der Eisenbahnen um 102.899 Kilometer, alfo durchschnittlich in einem Jahre um 25.729 Kilo-meter zugenommen. An diesem Gesammtzuwachs ist Amerika mit weit über die Hälfte, nämlich mit 64.547 Kilometer, betheiligt, und insbesondere ist in den Vereinigten Staaten die Länge der Eisenbahnen in dem genannten Zeitraum von 201.735 Kilometer auf 251.292 Kilometer, also jährlich um mehr als 12.000 Kilometer gewachsen. Sonst haben in Amerika noch Britisch.Nordamerila (Dominion of Canada), die Argen» tinische Republik und Brasilien den größten Zuwachs mit 4902. 3156 und 2615 Kilometer geliefert. Nächst Amerika hat Europa in dieser Zeit den bedeutendsten Zuwachs mit 24.419 Kilometer auf-zuwrisen, und hieran sind insb'sondere Frankreich und Deutschland am stärksten, nämlich mit 4048 und 4047 Kilometer, belheiligt; dann folgen Oesterreich-Ungarn mit 3656 und Russland mit 4643 Kilometer. Sehr rührig hat sich d<>r Eisenbahnbau in Italien mit ein-m Zuwachs von 2286 Kilometer oder 22 6 Procent ge zeigt. Hiernächst sind Rumänien mit 673 Kilometer — 54 Procmt. Schweden mit 927 Kilometer — 14 Pro» cent und Spanien mit 985 Kilometer — 11 3 Pro» cent zu erwähnen, während in dm industriell am mei» sten entwickelten, mit Eisenbahnen bereits reichlich ausgestatteten Ländern die Zunahme natürlich eine verhältnismäßig germgere war. z. V. in England 1526 Kilometer -- 5 Procent. Vollständiger Stillstand ist seit mehreren Jahren infolge der duich die Ober» flächengestaltung bereiteten Schwierigkeiten in Norwegen eingetreten. In Asien hat Britisch-Indien mit 4809 Kilo. meter den stärksten Zuwachs aufzunmsen; die transkaspische Eisenbahn (Kisil.Nrwad bis Samarkand) hat eine Verlängerung von 1202 Kilometer. Japan einen Zuwachs von 734 Kilometer ergeben; China weist nur sehr geringe Fortschritte auf; neu hinzugetreten ist Persien mit einer kleinen Linie. In Afrika stehen Algier und Tunis mit 915 Kilometer Zuwachs obenan; in Egypten ist nach längerem Stillstand erst seit vorigem Jahre eine Erweiterung des Netzes in Aussicht ge» nommen worden. Australien, der jüngste Erdtheil, hat mit 4656 Kilometer — 38 4 Procent die Verhältnis» mäßig stärkste Erweiterung bcs Eisenbahnnetzes aus» geführt; an derselbm find Queensland mit 1165 Kilo» meter, Neu-Südwales mit 298, Südaustralien mit 910 und Victoria mit 811 Kilometer betheiligt. Ein Vergleich der Eisenbahnlänge zur Flächen« große der einzelnen Länder ergibt, dass auf je 100 Quadratkilometer Fläche in Belgien 16'4 Kilometer Eisenbahnlänge kommen, im Königreiche Sachsen 15-5, in England mit Irland 10 1, in Elsaß-Lothringen 10 Kilometer; das deutsche Reich im ganzen genommen Hai <-6, Frankreich 7 2 Kilometer Eisenbahnen uuf je 100 Quadratkilometer Bodenfläche. Bei dem Betriebe der Eisenbahnen werden gegenwärtig fast ausschließlich Locomotioen all Vewegungsmittel angewendet. Cin Vergleich der Anzahl der Locomotive« mit der Länge der in Betrieb befindlichen Eisenbahnen ist daher ebenfalls nicht ohne Wert. Am größten war im Verhältnis zur Bahnlänge die Zahl der Locomotive« in England: 15.552 Loco« motiven auf 31.521 Kilometer Bahnlänge; ihm zunächst stand Deutschland, welches 1887/88 auf 39.157 Kilometer Bahnlänge 12.811 Locomotive« hatte. In Frankreich kamen 1887 auf 33 515 Kilometer Eisen-bahn 9747 Locomoliven, in Oesterreich-Ungarn 1886 auf 23 007 Kilometer Bahn 4610. in Italien 1887 auf 11.761 Kilometer 2256. in Spanien 1887 auf 9422 Kilometer Bahn 1616. in Belgien 1886 auf 3171 Kilometer Staatsbahn-n 1792 und auf 1446 Kilometer Pnvatbahnen 540, in den Niederlanden 1887 auf 2522 Kilometer Bahn 657. in der Schweiz 1887 auf 2812 Kilometer Vatm 650, im europäischen Rllssland ohne Finnland 1887 auf 26 968 Kilometer Bahn 6591. in Schweden 1685 ouf 6682 Kilometer Vatm 717 und in Norwegen 1886 auf 1562 Kilo-meter Bahn 139 Locomotioen. Nicht von allen Slaaten. namentlich nicht von den außereuropäischen, liegen zuverlässige Angaben vor. Nach einer durchschnittlichen Schätzung dürfte die Anzahl d-r Locomotioen auf den europäischen Eisenbahnen 60.785 Slück und auf den sämmtlichen Eisenbahnen der Erde 103 687 Stück betragen haben. Wird die Leistungsfähigkeit einer Locomotive im Durchschnitte zu 300 PferdekräftkN angenommen und in Betracht qezo-gen. dass ein Pferd auf der Schienenbahn 7- bis lOmal so viel Last forlb'wsgen kann als auf einer guten Straße, so ergibt sich, dass durch die Eisenbahnen und die auf ihnen thätigen Locomotiorn eine Beförderung»» kraft von etwa 220 Millionen Pferden in den Dienst der Menschen gestellt ist. Entsprechend hoch ist der Betrag der auf die Eisenbahnen verwendeten Anlagekosten. Diese betragen in Europa für 1 Kilometer Eisenbahn durchschnittlich 296.208 Mark. also für die Ende 1888 in Betrieb gewesenen 214.252 Kilometer Eisenbahnen rund 63.463.000.000 Mark. In den außereuropäischen Ländern berechnen sich die Nnlagelosten für 1 Kilometer Eisenbahn im Durchschnitte auf 162.165 Mark, Imisseton. Der Mlünritiitstraum. Sie alle, meine Damen und Herren, haben ge« N"ss bereits manchen gruseligen Traum erlebt. Ist es Hm nicht schon irgend einmal passiert, dass Sie. n'cyts Böses ahnend, eines schönen Abends durch die vauptallee in Tivoli spazieren giengen und den Har. «wNlen des Froschconcertes am nahen Teiche lauschten als urplötzlich vom Springbrunnen herab eine "eiengroße Klapperschlange auf sie losstürzte? Gott ""^" natürlich zurückweichen, aber — weiß Stakt ^ ^ Zufall manchmal will — von der s?in- <2:H" t°m"tt ein leibhaftiger Gorilla und lenkt em m -?"k fieradewegs auf Sie. Da Sie auch die-ft^.UUa nicht gerne begegnen möchten — vielleicht .' " ^ Gläubiger von Ihnen — versuchen Sie 5'"en «weg. entdecken jedoch die überraschende geo-Up^'che Thatsache, dass Sie sich auf einem winzigen Alande befinden. Natürlich wollen Sie sich durch M"""men retten, aber in dem Augenblicke, da Sie ? ^ ^ entledigt haben, taucht aus dem Wasser nn Slcherhettswachmann hervor und erklärt Sie wegen argermserregender Toilette für arretiert. Unter dem Gejohle eines urplötzlich aus dem -^ooen hervorgewachsenen Rudels von Schusterjungen werden Sie zur Polizei geführt und entdecken zu Ihrem Entsetzen m dem journalhabenden Beamten Ihre — Vraut. Da Sle sich begreiflicherweise sehr schämen, wollen Sie den Sachverhalt darlegen, merken aber zu Ihrem Erstaunen, dass Sie die Sprache verloren u. s. w. u. s. w. . . . Da« alles oder Aehnliches ist Ihnen jedenfalls schon passiert. Aber glauben Sie mir, der Schrecken dieses Traumes ist nichts gegen den des Maturities-traumes. Sie haben vom Maturitätstraume noch nichts gehört? Oh, meine Damen, fragen Sie nur Ihren Bruder, den Juristen, oder Ihren Cousin, den Tech-niler, und die werden Ihnen genau sagen, was das ist. Der Maturitätstraum ist das unselige Uebel, mit dem jeder behaftet wird, der jenes erste ernste Examen durchgemacht hat. das die Gymnasialzeit abschließt. Wem immer von den Studienfreunden ich davon er« zähle, in jedem fand ich einen Leidensgenossen. Aber nicht nur, dass jeder ihn träumt — es träumt ihn auch jeder gleich, jeder mit denselben abstrusen Einzeln-heiten, mit demselben wilden Kampfe zwischen Phantasie uud Vernunst, mit derselben furchtbaren zitternden, graufcn Angst. Es ist eine seltsame Erscheinung, dass der Gegen» stand unserer Prüfungsträume immer oder fast immer die Maturitätsprüfung ist. niemals dagegen oder nur selten eines der höheren Examina, zu denen d,e späteren Studien geführt haben. Das zeigt, dass jene erste große Prüfung, welche aus dem Schüler den freien Studenten macht, aus dem allgemeinen Bildungsstudium zum Fach» und Berufsstudium hinüberfuhrt, zu den bedeutendste« und bleibendsten Eindrücke« des ganzen Lebens gehört. Nur der Hochzeitstag, so wurde mir von Leuten berichtet, die denselben eigenhändig durchgemacht haben, hinterlässt einen noch tieferen und noch mächtigeren Eindruck. Auf die Frage, ob die Traum . Erinnerung daran ebenso grausig sei. erhielt ich jedoch meist ausweichende Antworten, oft ein verlegenes, nur zu beredtes Schweigen, einmal sogar die Bemerkung: «Nicht nur die Erinnerung im Traume.» Doch ich bin nicht Ehemann vom Fach; lasstn wir daher den Trauungstraum jenen zur Blarbeitunq, die das ungeneidete Glück genießen, ihn zu kennen. Hier will ich den Maturitätstraum malen. Vielleicht bin ich fürderhin seiner los. nachdem ich ihn aufs Papier gebannt, in den Spalten der Zeitung angenagelt, vor aller Welt in der schandbaren Bosheit ge-brandmarkt habe. Und manch einer mag. wenn er hier das Eonlerfei dcs ihm wohlbekannten Kobolds erblickt, mir Dank wissen für das tröstliche Bewusstsein. Le,-de„Sge,wssen zu haben die Hülle und Fülle. Denn es steht fest, dass von Ihnen allen, meine Herren, die Sie grgen das Ende Ihres zweiten DrcenniumL vor der be-wussten Commission standen, nur wenige von meinem Traume verschont sind. Lesen Sie gefälligst und sagen Sie. ob dem nicht so ist ... ... Ich finde mich plötzlich in einem großen Saale. An einer der Längsseiten steht ein mächtiger Tisch, mit grünem Tuch überzogen. An dem Tisch auf der einen Seite sechs bis acht Herren, die ich von irgendwo und irgendwann kennen muss; auf der an-deren Srite ich. ich ganz allein. Ein unbestimmte« Ve« Laibacher Zeitung Nr. 150. 1246 3. Juli 1890. also Ende 1888 auf die n^ 357.519 Kilometer in Betrieb gewesenen Eisenbahne > anf rund 57.977.000.000 Mark. Das gesammte auf die Ende 1888 auf der Erde in Betrieb gewesenen Eisenbahnen verwendete Anlagekapital ergibt sich hiernach zu 121440.000.000 oder rund 121V« Milliarden Marl. Eine Unterredung mit König Milan. Von einer Persönlichkeit, welche vorgestern von König Milan empfangen wurde, geht der «Pol. Corr.» nachstehendes Resume' einer mit letzterem gehabten Unter» redung zu, deren Veröffentlichung mit ausdrücklicher Ge» nehmigung König Milans erfolgt. König Milan knüpfte an den von ihm gelegentlich des Bankettes der Hochschul' Professoren gehaltenen Toast an und commentierte sein dortiges Auftreten durch die Aeußerung: «^s n« tai'3 p»3 uus politicly militants ollsQsivo, ma politics 68t zmrsmeut 66lsll8ivs.» Diese defensive Politik erscheine in erster Linie zur Wahrung seiner eigenen Rechte, dann aber auch wegen des Königs nothwendig. Als er — König Milan — im vorigen Jahre aus Constantinopel zurückgekehrt sei, habe ihm der Ministerpräsident General Oruic gedankt, weil er sich bemüht habe, in den diplomatischen Kreisen den schlechten Eindruck zu zerstreuen, den seine Abdankung und der Regierungsantritt der ra-dicalen Partei erzeugt habe. Auch die Opposition hielt dem König seine allzugroße Connivenz gegen die Radi-calen vor. Als aber die Skupschtina zusammentrat, unterließ die Regierung die gesetzliche Durchführung jener Maß» regeln, durch welche seine constitutionelle Stellung geschützt worden wäre; es begannen die Angriffe der Presse auf ihn, und gerade jene Blätter, welche Beziehungen zur radicalen Partei unterhielten, suchten sein moralisches Bild zu verzerren. So veröffentlichte ein Bel» grader Blatt alsbald nach seiner diesmal erfolgten Ankunft in der Hauptstadt einen Schmähartikel gegen ihn, und bevor er nach Oabac gieng, wurde von einem dor-tigen radicalen Blatte, dessen Redacteur ein Staatsbeamter ist, ebenfalls ein Schmähartikel gegen ihn veröffentlicht, um ihn von der Reise dorthin abzuhalten. Die Aeußerungen des Gesandten Simic gegenüber einem un« garischen Journalisten hätten das Gefäß zum Überlaufen gebracht, und sein Austreten bei dem Bankette der Hochschulprofessoren sei nur ein Act der Selbstverthei« digung gewesen. Sein Lebenlang ein Mann des Kampfes, werde er seine Rechte nicht schmälern lassen. Die Anschauung, dass jene Abwehr seinerseits der Beginn einer Action sei, wies König Milan mit größter Entschiedenheit zurück; Männer, welche derartige Actionen planen, Pflegen dies nicht im vorhinein anzukündigen. Uebrigens habe er durch seine Abdankung klar bewiesen, dass er seine active politische Rolle aufzugeben ent» schlössen sei. Die Anschauung, dass er eine politische Action plane, werde von seinen Gegnern verbreitet, welche ihn um jeden Preis aus Belgrad entfernen möchten, da sie befürchten, dass er nach Eintritt der Großjährigkeit des Königs Alexander diesen durch seine väterlichen Rath« schlage beeinflussen könnte. Der König betonte dann neuerdings, dass er nur zum Zwecke seiner Selbstvertheidigung handle, da er überzeugt sei, dass die Radicalen sich seiner mit allen Mitteln zu entledigen suchen. Gegen die in Belgrad verbreitete Version, dass eine Stelle seines Toastes beim Bankette der Hochschulprofessoren gegen den Regenten Ristic gerichtet sei, protestierte der König in entschiedenster Weise und fügte hinzu, das« Ristic selbst vom Gegentheil überzeugt worden sei. Obgleich er (der König) mit RiM seinerzeit nicht immer eines Sinnes gewesen, erkenne er dennoch an, dass derselbe der hervorragendste Mann Serbiens sei. Er habe — fuhr der König fort — gar leinen Anlass zu Klagen gegen die Regentschaft, die ihm gegenüber stets correct vorgegan» gen sei. Die auswärtige Lage Serbiens, namentlich dessen Beziehungen zu Oesterreich-Ungarn berührend, sprach der König die Ueberzeugung aus, dass das Verhalten der österreichisch'ungarischen Regierung durch die Motive Po» Mischer und wirtschaftlicher Natur veranlasst sei und einerseits die Antwort auf die Demonstration bei der Leichenfeier Kacanski's. anderseits auf die serbisch-rumä-nische Handelsconvention bilde. Letztere nannte der Kö„ig «la pw8 Franäo dätiZy» der Radicalen, welche nach seiner Ansicht Serbien hierbei eine faul? Rolle spielen ließen. Die Rumänen wollen Serbien in einen Zollkrieg mit Oesterreich-Ungarn hineinhetzen, um dann selbst mit dem Wiener Cabinet Frieden zu schließen. Serbien müsse die rumänischen Kastanien aus dem Feuer holen. Er sei während seiner Regierungszeit gegen einen Handelsvertrag mit Rumänien gewesen, da beide Länder gleichartige Producte erzeugen, einander somit nichts bieten können. Die Radicalen schaden durch den gegenwärtigen wirtschaftlichen Zustand sich selbst. Er sei — führte der König dann aus — stets für die Pflege der besten Beziehungen mit Oesterreich Ungarn gewesen, und zwar schon deshalb, weil Serbien wirtschaftlich mit diefer Nachbar, monarchic gehen müsse. Im weiteren Verlaufe sprach der König sich scharf und abfällig über einzelne Mitglieder der radicalen Partei aus, die, durch ihn erhoben, ihn nun bekämpfen. Uebrigens habe ihn, wie bereits betont, nur das aggressive Vorgehen der Radicalen gegen seine Person aus der selbstauferlegten Reserve hinausgedrängt. Mit stillschwei' gendem Bedauern habe er bisher die innere Politik der Radicalen beobachtet und die Vernachlässigung der Armee wahrgenommen, da er sich darüber llar war, dass er diesen Gang der Dinge nicht hindern könne. Erst die Angriffe gegen ihn aus dem Munde hochstehender Radi-calen zwingen ihn zur Selbstoertheidigung. Der Gewährsmann der «Pol. Corr.» bemerkt zum Schlüsse, dass der König, der sich eines guten Aussehens erfreut, seine Ausführungen mit dem Ausdrucke voller Ueberzeugung, jedoch ohne alle Erregung vortrug. Politische Ueberlicht. (Bei den Landtagswahlen in Miihren) gewannen die Deutschen die drei im Jahre 1884 an die Czechen verlorene Landgemeindenbezirle Auspiy, Kro. nau und Proßmtz wieder und behaupteten Weißkirchen und Ostrau gegen die czechische Partei. Hierüber herrschte namentlich in Proßmtz große Aufregung. Das Volk sammelte sich abends an, so dass Kavallerie und In. fanterie die Menge zerstreuen musste. Viele Personen wurden verhaftet. Dagegen gewannen die Czechen und Polen in Schlesien vier neue Landgemeindenbezirke. (Sanitäre Vorsichtsmaßregeln.) In der Sitzung vom 28 Juni beschäftigte sich der Oberste Sanitätsrath zunächst mit den seit seiner letzten Sitzung eingelangten officiellen Nachrichten über den Stand der Cholera in Spanien, demu zufolge sich diese Krankheit von dem ursprünglichen Infectionsherde in Pllcbla Nugat nach den benachbarten Orten Monti« chelvo, Gandia, Fenallel. Beniganim, Palma. Carca-a/nte. Cuatrefunda, Brnicula. Albaida und Rotoua verbreitet hat, und nahm die Mittheilungen über die von der k. k. Seebehörde in Trieft getroffenen Maß-nahmen wegen sanitäts - polizeilicher Beaufsichtigung der aas Spanien einlanaenden Seeprovenienzen zur Kenntnis. (Kriegsminister Bauer auf Urlaub.) Se. Excellenz der Reichs-KrieaMinister FIM. Frei-Herr von Bauer trat am 2. Juli einen Urlaub an. Für die Dauer desselben leitet Se. Excellenz der Herr Srctionschef FMÜ. Ritter von Merkt die Dienstgeschäfte des Nttchz-Kricgsministeriums. (Das Reichsgesehblatt) veröffentlicht die sa»ctioniertetl Gesetze, betreffend das Verbot gewisser privater Bezeichnungen auf aichpflichtiqen Fässern und ^treffend den Verkehr mit den in Ungarn geaichten Fässern in Cisleithanien. (Zur Situation.) Die «Montagsrevue, ver« weist auf das Beispiel Ungarns, wo sich die Kroaten und nunmehr auch die Siebenburger Sachsen mit den Magyaren versöhnt haben und wo nun auch der Kossuth-Gedanke zu ersterben anfange. Sieht man von der schwächlichen Agitation unter den Slouaken ab. so werde Ungarn vom staatsrechtlichen Streite bald ganz erlöst sein. In Oesterreich sei man noch nicht so weit, aber alle Hoffnung beruhe auf dem böhmischen Aus' gleiche. Au der Thatsache, dass die Landesausstellung Deutsche, Böhmen und Magyaren friedlich vereinigen werde, muss die Suada der Grigr zerschellen. (Handelskammer in Ragusa.) Der Han-delsminister hat der Wiederwahl des Matteo de Natali zum Präsidenten und des Pietro Ramadanovic zum Vicepräsidenten der Handels« und Gewerbekammer m Ragusa für das Jahr 1890 die Bestätigung ertheilt. ' " " (Verordnung des k. k. Iustizmini- steriums.) Der Iustizminister Dr. Graf Schönborn hat am 17. Im.« an alle Gerichte in Aezua a. die k/^"2 ^ ^- ^ festlich ^te ri" U^^ ',"^""5 Agende Verordnung er-lassen: «Den k. k. Gerichten wird zum Behufe der Beobachtung der Gegenseitigkeit zur dass ,mch e.ner Erklärung der fürstlich monteneqrini^ schen Regierung Erkenntnisse und Entscheidungen der «^ . V^k l"" den Behörden in Montenegro nicht vollstreckt werden.» . lZollbeiratH.) Das Statut für den zu acti-vierenden Zollbetrath ist, wie wir seinerzeit meldeten der ungarischen Regierung mitgetheilt worden. In den Mngsten Tagen tst nun eine Note ans Budapest in Wien eingelangt, in welcher die ungarische Regierung eröffnet dass sie gegen das Statut keine Einwendung zu erheben fmdet. "">v,,..u (Der deutsche Reichstag) aenebmiate in erster und zweiter Lesung die Vorlage Gerichtsbarkeit in Samoa und enchmi ? ^ den zwe.ten Nachtragsetat betreffs der ErlMmna k r Aeamtengehalte. Der Reichstag gene migte ,7n« iu ^"A.^ung den dritten Nachtraqsetat über ru,, 73 Millionen. - Die Reichstagscomm ss on ür dä« Kais^Wilhelm-De.'lmal beschloss. di7Nscheidu,a der ""läßlich der Platzfra.e^K^ser fühl sagt mir, dass die Herren nichts Vutes gegen mich im Schilde führen. Jetzt ergreift einer von ihnen — ich erkenne in ihm deutlich den alten Landes-Schulinspector — das Wort und richtet an mich die Frage: «Was wissen Sie über die Verwendung des rauchlosen Pulvers im zweiten punischen Kriege? ...» Ich weiß natürlich nichts darüber. Zweiter punischer Kriegj? frage ich mich. Hat denn jemals ein erster stattgefunden? Ich hülle mich in ein hartnäckiges Schweigen, dieweil die Herren von der Prüfungscommission mir ihre leeren, stieren Blicke in den Leiv bohren . . . Und jetzt beginnt der Kampf zwischen Vernunft und Phantasie. Dunkel zuerst dämmert es in mir anf; dann wird die Erinnerung klarer und jetzt — es ist lein Zweifel: Ich habe ja schon vor vielen Jahren mein Maturitäts - Examen gemacht! Warum also sitze ich da, und mit welchem Rechte inquirieren mich die Herren? Zum Kuckuck! Das lasse ich mir nicht ge< fallen. Was geht mich der dreißigjährige Kri^g an — oder fragten sie nicht nach dem peloponnesischen? . . . Mittlerweile sehen sie mich noch immer mit ihren todten, glanzlosen Augen an ... Ach was! Ich werde ihnen einfach sagen, dass ich schon längst . . . Aber um Himmelswillen! Was ist das? Ich habe zufällig zu Boden geblickt und entdecke, dass ich keine Schuhe anhabe! Ich bw in bloßen Socken erschienen! Ein tödlicher Schreck ergreift mich. Ich fange an. mich zu mustern, und — bei Gott, ich habe auch kein Hemd an! Hinter dem Frack und der ausgeschnittenen Weste sieht die bloße Brust hervor. Und wie braun noch dazu mein Hals ist! Natürlich, ich musste auch im heurigen Sommer sechs Wochen lang wie besessen auf dem Veldeser See herumrudern und mich von der Sonne verbrennen lassen! Wie kann nur ein Mensch von virr-unddreißig Jahren so kindisch sein, wie ein junger Maturant? . . . Natürlich schäme ich mich bis in die Seele hinein vor den Herren. Aber sonderbar! Sie scheinen meine defecte Toilette gar nicht zu beachten; wenigstens starren sie mich noch immer so ruhig an ... Ich versinke in ein tiefes Nachdenken. Sehen die Herren von der Commission nicht, wie mangelhaft ich bekleidet bin, oder sollte es, seitdem ich vor Jahren die Maturitätsprüfung abgelegt habe, in der Zwischenzeit üblich geworden sein, ohne Hemd und Schuhe zum Examen zu gehen? ... Ja. so wird es sein, sage ich mir ... «Geben Sie doch die Cigarre aus dem Munde,» donnert mich jetzt plötzlich der Vorsitzende der Com« mission an, und die Professoren secundleren ihm in dumpfem Chor: «Heraus die Cigarre! Das ist unanständig! ...» Wer? Ich? Eine Cigarre? . . . Aber, alle Heiligen, es ist so. in der That. Ich habe eine brennende Virginia im Munde! Während ich mir noch den Kopf darüber zerbreche, wieso die Cigarre in meinen Mund gekommen ist, sagt der Vorsitzende mit unheimlicher Stimme: «Sie haben meine Frage noch immer nicht beantwortet. Ich frage Sie also nochmals und zum letztenmal«:: Welches Gewicht hätte der Eiffel-Thurm, wenn er massiv gebaut wäre. und zwar aus lauter Eiweihstoff, Albumin, N^ ^ 0z N^, specifisches Gewicht 0.732985? . . .» Na, denke ich mir, jetzt wird die Sache zu dumm; d,e wolle-, mich wirklich examinieren. N^n^wa7 ich an, den Hlrrcn ,n ruyiqer und klarer w^, «..« einanderzusetzen, dass ich ganz widerr chMch^h 2' dass ich schon vor sechzehn Jahren de Mit schul' vor zwölf Jahren d,e Universität absolviert f.^^l« ich alle die Dinge, um die sie mick ^' 7 "°^'.?^s ^schwitzt habe, das« ich ern e^ weilHOberinspector der LujtballkH'' ^iWest Vorsi^ j" der nichts gilt? Alle Examina' aus i^m ^ "ng annulliert wordeu . . .. ^. «Q^, ? - ^" ^ ichfang^ Mir früher sagen müssen. Jetzt habe ich alles ve gesen.»-.Uud S.e müssen doch gefüllt, die mich Wtilch anblicke, m,7i,a,'b r>u. rufen: -Uj. der alte Mn,ch,. ^ ' Än»Ach» ik trit mir °,„ d,e S.irn; die K>.>i° !chwm.7V7ch^ ck »in um mich, wahrend der Vorsitzende mit der M ene eine« Rh°d»ma,,chu« «erlündel: °Wrd w bi° Classe zurückversetzt.» ' Jetzt aber habe ich die Stimme wiedergefunden. «Was?, donnere ,ch «m d'e erste Classe? Unter diese dummen Jungen? Ihr seid za alle miteinander vei » Laillücher Zeitung Nr. 150. 1247 3. Juli 1890. (Frankreich.) Die Pariser Blätter beschäftigen sich bereits mit dem Datum der Parlamentsferien. Die Festsetzung desselben hängt ausschließlich von dem Umfange der Budgetdebatte ab. Falls die Kammer neben den directen Abgaben, welche filr die Auguste Session der Generalräthe genehmigt sein müssen, auch die 700-Millionen-Anleihe erledigen wollte, so dürften die Ferien kaum vor Ende Juli b'ginnen; begnügt sie sich hingegen mit den directen Abgaben, dann könnte der Schluss der ordentlichen Session schon um den 14. Juli erfolgen. (In Serbien) wirkt die jüngste Rede des Königs Milan noch immer nach und sie dürfte den Radicalen noch manchen Schade« bereiten. Es ist kein Wimder, wcnn infolge dessen Nachrichten über die an' gsblich bevorstehende Action des Königs, wie über Gegenmaßregelll der Radical?« verbreitet werden. Es heißt, dass die Regentschaft auf Andringen der Ra» dicalen Vorstellungen bei Milan erhoben hätte. (Der Vlbschluss der Brüsseler Lon ferenz,) Wie man aus Brüssel meldet, hat der hol» ländijche Bevollmächtigte bei der Antisclaverei.Coufercnz wohl die Grueralacte der Konferenz, nicht aber die aus die Erhebung von Einfuhrzöllen im Gebiete des Congolisckeiis bezügliche Zusatzerllä'ruua. unterzeichnet. (Fürst Ferdinand von Bulgarien) lieh eine telegraphische Verbindung zwischen dem Postamt und dem «Hotel National» in Karlsbad herstellen und «suchte um Verlängerung des Nachtdienstes auf dm Telegraphenamte s^wie um sofortige Zustellung der an ihn cilllangenden Depeschen. Zwischen dem Fürsten Ferdinand und Sofia herrscht ein reger telegraphischer Verkehr. (Deutsch.französisch er Grenz conflict.) Von der Grenze bei Epinal wird g'meldet: Zvei frail' Msche Grenzbewohner wurden bei .Holzsammeln in dem Grenzwalo von der deutschen Grenzwache angeschossen, wovon einer verletzt wurde, weil sie auf Anrufen nicht zurückgegangen. (Der schweizerische Bundesrath) sehte die Volksabstimmung über die Revision der Bundes-versassung behufs Einführung der staatlichen Unfall-und Kraukenversicherung auf den 26. October, den Tag der Nationalrathswahlcn. fest. (Das Panama-Unternehmen.) Einer Mittheilung des «Paix. zufolge ist die Mission Nona-Parte Wyse's. welchlr bei der Regierung von Eolum« b" die Erstreckung der Concession filr' den Bau des -Panama.Canals durchsehe,, sollte, beinahe vollständig gescheitert. Tagesneuigleiten. Se. Majestät der Kaiser haben, wie die «Salz. burger Zeitung» meldet, der freiwilligen Feuerwehr in Bad-Gasten, 50 st. und. wie die «Grazer Zeitung» meldet, den durch Brand verunglückten Bewohnern von Unter-Uengdorf 400 fl. zu spenden geruht. ^- (Micliewicz'Fcier in Wien.) Die am Samstag in Paris exhumierte Leiche des Adam Mic-liewicz wird über Frankreich, Schweiz, Tirol und Alien nach Krakau geführt. In Wien bildete sich ein ^olencomite', bestehend aus den Vertretern der polnischen greine, und es wurde beschlossen, dass heute um 6 Uhr abends, tvodie Leiche von Wien weggeführt wird, die Doch noch ehe ich geendet habe, packen mich vier lräftlge Arme. Oh. ich erkenne euch wohl. ihr zwei wchuldlener. So schnöde handelt ihr an mir? Habe ich oas um euch verdient, die ihr so viel an mir verdient yaot?! .... Ich will mich gegen ihre Umarmung wehren. Aber o Schreck, die Glieder sind mir gelähmt! ^cy rann mich nicht rühren! Also will ich wenigstens protestieren . „... /9ch gehe nicht in die erste Classe! Nein, ich will uM! Ich h,„ Wähler, ich bin Oberinspector! DaK ist ^Schande für einen Rechtsstaat.'. Das alles will ?ck t " zurufen. Aber auch die Zunge ist gelähmt! ^ fange an zu lachen; doch ich bringe keinen i^ ,h"vor. Eine dumpfe, wahnsinnige Verzweiflung raubt "" "'^' ^ mir schlichlich die Besinnung lick, ^./°"6e ich so daliege, weih ich nicht. Plöy. "^? "l'vüre ich einen Schmerz am Kopfe. Ich greife Auvt und — erfasse den Fuß des Nachlla'stens. ^ven höre ich meine Uhr tickeu; wahrhaftig, ich °m aus dem Bette gefallen. Vor mir sehen meine «irren Augen einen frühen Sonnenstrahl, der durch eine rend der Vorstellung Feuer unterhalb der Bühne aus. Infolge der aufsteigenden Rauchwolken ergriff da« zahlreich versammelte Publicum eine Panik; es entstand ein furchtbares Gedränge nach den Ausgangen, wobei viele Personen erheblich verletzt wurden. Das Gallerie.Publicum flüchtete durch die Fenster der oberen Stockwerke und suchte mittels Rettungsleilern die Straße zu gewinnen. Mehrere Frauen stürzten und erlitten schwere Verlehun« gen. Die herbeigeeilte Feuerwehr löschte den Brand. — (Aus den Hochalpen.) Herr Demeter Diamantidi aus Wien, Mitglied des österreichischen Nachdnill vtlbolt«, Derstoßen und verlassen. Roman von Emile Vllchebourg. (57. ssorts-hung.) «Glauben Sie vielleicht, dass auch der Gesuch Ihres Gatten bei der Marquise von Saulieu die Folge einer Einflüsterung dieses Paulo war?» mischte Herr von Premorin sich in das Gespräch. «Das kann sein; mit Bestimmtheit will ich es nicht behaupten. Der Zweck meiner heutigen Hierher-kunft ist in erster Linie derjenige, an die Frau Marquise die Frage zu stellen, ob Sie seit dem vierundzwanzigsten September meinen Gatten wiedergesehen haben?» Frau von Saulieu verneinte überrascht. «O. dann ist er todt. todt!» klagte die unglückliche Frau. während Herr von Premonn und die Marquise sich einen bedeutungsvollen Blick zuwarfen. «Erklären Sie uns doch. weshalb Sie dies mit einer solchen Bestimmtheit behaupten, Frau Daraß,» sprach der Marquis. «Wir verstehen Sie nicht!» «Sie werden es nur zu bald begreifen. Am vier-undzwauzigsten September nachmittags hat mein Mann mich verlassen und ich bekam ihn seither mcht wleder zu Gesicht.» _ Uud die Frau brach in Thrä'ucn aus. Herr von Premorin aber sp>ach ruhig: «Meine gute Frau. regen Sie stch nicht unnöthig auf. Bis jeyt ist es durchaus nicht erwiesen, dass Ihr Gatte wnklich todt ist. Hat er Ihnen nicht etwa von einer längeren Reise erzählt, welche er vorhabe?» Alpenclubs, schreibt, dass die GchneeoerlMnisse in den Hochalpen heuer außerordentlich günstige find, so dass Hochtouren schon jetzt ohne jede Gefahr und Beschwerde unternommen werden können. — (Eine Mordthat.) Au« Pressburg wird telegraphiert: Im Bisztornitzer Hotler nächst Trencin wurde eine schreckliche Blutthat vollbracht. Eine herumziehende Zigeunertruppe hat einen alten Mann, angeblich einen Bettler, ermordet, den Leichnam zerstückelt und dann, wie berichtet wird, den der Truppe gehörigen Vären al« Futter vorgeworfen. Die Unmenschen wurden verhaftet, — (Sibirische Eisenbahn.) Die Kosten der sibirischen Eisenbahn, der längsten auf der Erbe, werden auf nicht weniger als eine Milliarde und 200,000 Rubel berechnet; dazu kommen noch 22 Millionen Rubel für die Vorarbeiten. Und wenn dieser ungeheure Schienenweg wirklich ausgesührt würde, ergäbe sich für die ersten Jahre ein Betriebsdeficit von 10 Millionen Rubel. — (Cin Erfolg.) Aus Budapest wird ge-schrieben: Einer unserer heivorragendsten Schriftsteller hat eine Flugschrift gegen das Lottospiel herausgegeben. Der Erfolg blieb nicht aus. Unmittelbar nach Erscheinen der Flugschrift erhielt der Verfasser folgenden Vrief: «Sehr geehrter Herr! Ihr Meisterwerk gegen das Lotlospiel habe ich gelesen, und dankerfüllt ergreife ich die Gelegenheit, um Ihnen fiir den ausgezeichneten Erfolg ihre« Vuches zu danken. Ihr Werk besteht aus S3 Seiten. 44 Vlätt,ln und erschien am 27. März. Ich habe die Nummern 88, 44 und 27 gesetzt und gewann in der letzten Ziehung 600 fi.» —Wenn nur jeder Schriftsteller ein so nützliche« Buch schreiben würde! — (Selbstmord eines R < chter «.) Wie au« Prag telegraphiert wirb, hat sich in Asch der dortige Geziilerichter, Herr Wenzel Mat key, im Kleiderschrank erhingt. Er soll die That in einem Anfall von Geiste«-störung verübt haben. — (G-störte Process ion.) Die katholische Procession in Gent zu Ehren des Peter-Paul-Tage« wurde unmittelbar, nachdem sie die Kathedrale verlassen, von einem Pöbelhaufen angegriffen und zersprengt. Der Venter Bischof Stilleman « musste mit seinem Elerus in die Domlirche flüchten. Die Polizei intervenierte. Zahl« reiche Personen wurden verwundet. — (Hitze in Nordamerika.) Seit den ersten Tagen der vorigen Woche herrscht in den nördlichen Diftricten der Vereinigten Staaten von Nordamerika un-qemein große Hitze. Das Thermometer stieg bis auf 96 Grad Fahrenheit. In Chicago steigerte sich die Hitze sogar auf 102 Grad. In jener Stadt staiben 25 Personen am Sonnenstich, und viele wurden ohnmächtig. In Vl. Louis starben neun Personen. — (In Warschau) ist vorgestern nachts die berühmte polnische Schauspielerin Marie Wisnowsla in ihrer Wohnung ermordet worden. — (Der Diamant des Nizam.) Aus London wird berichtet: Der Nizam von Hyderabad laufte jilngst in Madras für 165.000 Rupien einen prachtvollen Diamanten, der vor dem Schleifen 67'/, Karat und nach demselben 24'/« Karat wog. Kenner bezeichneten ihn als einen der besten und reinsten Steine. Der Nizam wirb ihn in seiner Krone tragen. — (Unter Künstlern.) «Vruder, borg' mir fünf Gulden.» — «Niemals!» — «So ist denn Freundschaft nur Chimäre? Du nanntest mich doch immer dein zweites Ich!» —«Eben deshalb! Ich kenne mich!» «Nein, niemals! Ich wusste auch gar nicht, aus welchem Grunde er sich zu irgend einer Reise, sei sie nun länger oder liirzer, hätte veranlasst sehen sollen. Um zu reisen, bedarf man vor allem des Geldes, und an dem Tage. an welchem Pierre mich verlassen, gab ich ihm zwölf Sous. Da« war alles Bargeld, welche« er bei sich trug. Wohin hätte er damit reisen sollen? Nein. ich zweifle keine Secunde mehr. dass mein Mann tobt ist. und eine innere Stimme flüstert mir zu, wer einzig sein Mörder ist!» «Sie glauben —?» «Dass jener Paulo ihn tödtete; ja, da» glaube ich! Er hat sich seiner entledigt, weil er ihn störte. Paulo weih. wo die Enkelin der ssrau Marqmse ftch aufhält, und will allein daraus Vortheil ziehen.» «Haben Sie Ihren Verdacht der Polizei mit-getheilt?» forfchte der Marquis. «Ich kann Paulo nicht anklagen, folglich theilte ich der Behörde „ur da« Verschwinden meines Gatten mit, weiter nichts!» «Und es ist nichts ermittelt worden?» «Nein. nichts — nichts!» Frau von Saulieu saß tief bewegt. «Ich beklage Sie tief,» sprach sie nach secunden« langem Schweigen. «Haven Sie auch einen Mann verloren, der der Theilnahme nicht würdig war. die Sie ihm zollen, so war derselbe doch immer Ihr Gatte. Sie haben ein Recht auf meine Unterstützung; ich w,ll. dass Sie in Zukunft keine Noth mehr leiden, und Sie können monatlich auf eine Pension von hundert Franc» rechnen.» Laibacher Zeitung Nr. 150. 1248 3. Juli 1890. Local- und Provinzial-Nachrichten. — (Fahrgeschwindigkeit der Eisen« bahnen.) Der Handelsminister hat an die Verwaltn»«« gen der österreichischen Eisenbahnen einen Erlass, betreffend die Einführung von Eontrolvorrichtungen zur Bemessung der Fahrgeschwindigkeit der Eisenbahnzüge, gerichtet. Der Minister weist in dem Erlasse darauf hin, dass die meisten größeren Eisenbahn-Unfälle in der letzten Zeit durch vorschriftswidrig schnelles Fahren der giige, insbesondere in Strecken mit größeren Gefallen oder mit erheblich verschiedenen Niveauverhältnissen, beziehungsweise dllrch vorzeitige Einfahrt von Zügen in die Sta» tionen herbeigeführt worden sind. Er empfiehlt den Bahn» Verwaltungen die Einführung der bei ausländischen Vahnen schon vielfach in Verwendung stehenden elektrischen Con< taclvorrichtungen, welche entweder in gleichmäßigen Ab» stünden von je ein Meter Länge augebracht oder ei»e im größeren Gefalle liegende Theilstrecke begrenzend, durch die Räder des fahrenden Zuges niedergedrückt werden, dabei einen elektrischen Stromkreis schließen und mittels desselben an einem Registrierapparate sichtbare Zeichen hinterlassen. Die Bahuverwaltungen werden aufgefordert, bis Ende Juli 1890 die von ihnen in Aussicht genommenen Controleinrichtungen der Aufsichtsbehörde zur Ve< gutachtung vorzulegen. — (Dr. Theodor Petritsch f) Aus Rann schreibt man uns: Am 28. Juni ist hier im besten Mannesalter und inmitten seiner Berufsthätigkeit Herr Dr. Theodor Petritsch, k. k. Gerichtsadjunct in Rann, an Apoplexie verschieden; feine irdischen Ueberreste wur» den nach Laibach überführt und dort in der Familien« gruft beigefetzt. An seinem G^abe weinen Thränen des Schmerzes und der Trauer die trostlose, tiefgebeugte Witwe und vier unmündige Kmder, denen er ein fürsorglicher und liebevoller Vater gewesen. Der Verewigte, Sohn eines mit zahlreichen Kindern gesegneten k. k. Landesgerichtsrathes, war bei seinem Fortkommen größtentheils auf sich selbst angewiesen, musste daher schon in seinen jungen Jahren viel Ungemach erleiden, das ihm auch am Abende seines Lebens nicht erspart geblieben. Nach Absolvierung der Studien und Erlangung des Doktorgrades widmete er sich der Justiz, der er sich ganz geweiht, so dass er nicht bloß mit den geltenden Gesehen innig vertraut, sondern auch bestrebt war, sich auf der Höhe der juridischen Wissenschaften zu erhalten. Dank feiner umfassenden Bildung, waren seine Entscheidungen mit juridischem Scharfsinn durchdacht und richtig begründet. In der Gesellschaft war Petritfch gerne gesehen und beliebt, denn er besaß die Gabe. sein Gespräch mit zumeist geistreichen Einfällen und Bemerkungen zu würzen. Bei feinem offenen Charakter hatte er viele aufrichtige Freunde. Dr. L. — (Die k. k. gewerblichen Fachschulen) in Laibach veranstalten mit Beginn der nächsten Woche eine Schulausstellung im landschaftlichen Redoutensaale. Die Ausstellung, an welcher sich sowohl die Fachschule fü< Holzindustrie als auch jene für Kunststickerei betheiligen werden, hat den Zweck, dem Publicum die Fortschritte zu zeigen, welche von den Zöglingen in den beiden verflossenen Schuljahren sowohl in den theoretischen als auch in praktischen Fächern gemacht wurden. Der Eintritt ist unentgeltlich. — (Schnee.) In den Tiroler und Schweizer Alpen stellte sich der Monat Juli unter Donner und Blitz mit einem ergiebigen Schneefalle ein. Die Berge Die arme Frau erschöpfte sich in Dankesworten, «Tag und Nacht, Frau Marquise, will ich beten dass der Himmel Ihnen Ihr Enkelkind wieder zuführe!» versicherte sie ein» um das anderemal und empfahl sich dann unter Thränen und Knixen. Als die Marquise sich mit Herrn von Premorin wieder allein sah, sah sie diesen forschend an, als wollte sie in seiner Seele lefen, welchen Eindruck die stattgehabte Scene auf ihn geübt hatte. «Glauben Sie, dass jener Daraß wirklich ermordet ist?» forfchte sie nach einer Pause. «Ja, und zwar, wie der Instinct diese arme Frau ganz richtig vermuthen läfst, durch den Italiener Paulo!» lautete seine Entgegnung. «Und von jenem Menschen, welcher ein gemeiner Verbrecher zu sein scheint, soll ich das Glück meines LebttiS, soll ich das Kind meiner armen Gabriele in Empfang nehmen? Ich zittere, wenn ich daran denke!» «Theure, alte Freundin, der Himmel wird Sie nicht verlassen. Sie sehen, dass alles, was jene Frau uns gesagt hat, mit meiner ursprünglichen Meinung üb reinstimmt. Daraß war im Weg, er musste ent-felni werden. Er ist in Paris oder in der Umgegend von Paris ermordet worden, und man möchte den Elaub-n erwecken, dass er in einem Hamburger Ho» spital gestorben sei. Ich bin jetzt mehr denn vorher davon überzeugt, dass dieser deutfche Brief eine Fälschung ist. und zwar eine von dem Italiener Paulo vollzogene Fälschung. Hüten wir uns vor diesem Elenden, seien wir vorsichtig und warten wir die Dinge ab, die kommen werden!» (Fortsetzung folgt.) sind bis über die Waldgrenze hinab mit Schnee bedeckt. Infolge der gesunkenen Temperatur haben glücklicherweise die durch Regengüsse in den letzten Tagen bedrohlich aufgetretenen Hochwässer der Gebirgsbäche und des Rheins nachgelassen, so dass die Überschwemmungsgefahr verschwunden ist. — (Unglücksfall) Am 28. Juni gegen 2 Uhr nachmittags begab sich der ?0jährige Gemeindediener Lorenz Iereb aus Uuteridria nach Mitterkanumla, wo er dem Besitzer Matthäus Velikajne einen Vor« ladnngszettel einhändigte. Bei dieser Gelegenheit äuß?rie er sich, dass er in Oberkanomla noch einige Zustellungen zu beforgen habe und auch dahin gehen werde, obwohl er sich etwas unwohl fühle. Um 4 Uhr nachmittags verließ Iereb das Haus des Velilajne und schlug eine» an einem steilen und felsigen AbHange vorbeiführenden Fußsteig ein. Unterwegs wollte sich Iereb von einer am AbHange stehenden Esche einen Stock abschneiden; als derselbe nun einen Ast zu sich zog und denselben schon etwas angeschnitten hatte, dürfte er das Gleichgewicht verloren haben und stürzte in den circa 25 Meter tiefen Malinc-Graben, wo er mit zerfchmettertem Schädel auf' gefunden wurde. — (Vier Tage ohne Nahrung.) Cin fünfjähriger Knabe Namens Johann Smon wurde, wie man uns aus Cilli fchreibt, letzten Freitag zu einem dortigen Arzt gebracht. Der Kleine, der Holzerleute Kind ist, war am 22. v. M. auf die Planina gegangen, um Erdbeeren zu pflücken, hatte sich verirrt und konnte trotz eifrigsten Nachforschen« nicht gefunden werden, bis endlich am 26. v. M., alfo 4 Tage später, der fürstlich Winolsch« gräh'sche Waldheger um 9 Uhr vormittags auf dem höchst, gelegenen Theile der Alpe auf den Knaben stieß, der, bloß mit einem Hemdchen bekleidet, bewnsstlos dalag. Der Kleine war durch 9b Stunden ohne Nahrung und in seinen sehr nothdürftigen Kleidern allen Unbilden der Witterung, inebesondere auch den wiederholten Hagelschlägen aus» gesetzt; trotzdem ist Hoffnung vorhanden, ihn am Leben zu erhalten. — (In Veldes) sind in den letzten Tagen u. a.Fürst Ernst Win d i sch-G r ätzund GrafWelsers-heimb, österreichisch-ungarischer Gesandte in Brasilien, zum Curgebrauche eingetroffen. — (Promenade-Concert.) Heute abends 6 Uhr findet in der Sternallee ein Promenade«Concert, ausgeführt von der Musikkapelle des 17. Infanterieregiments, statt. Das Programm wurde wie folgt festgestellt: 1.) Dorner-Marsch von Ziehrer; 2.) Ouvertüre zur Oper 1^3 viamlln» äs Ia oouromo von Auber; 3.) Tadolini-Walzer aus der Oper «Der Liebestrank» von Donizetti; 4.) Phantasie aus der Oper «Der stie» gende Holländer» von Richard Wagner; b.) «Iuristen-ball», Polka fran^.; 6.) Italienifche Serenade von Jung. mann; 7.) «Die Post in den Alpen», Galopp von Oebel; 8.) Dormus-Marsch von Scharoch. — (Für Ausflügler.) Gewiss wird es den Besuchern unserer freundlichen Umgebung angenehm fein zu vernehmen, dass das alte Gasthaus auf dem schönen Sattel des St. Katharina-Berges (zum Alizi«!) wieder eröffxet worden ist und die jungen Wirtsleute bestrebt sind, den Besuchenden in jeder Weise entgegenzukommen. — (Laibacher freiwillige Feuerwehr.) Die diesjährige Hauptversammlung der Laibacher freiwilligen Feuerwehr, welche für kommenden Sonntag anbe« räumt war, wurde eingetretener Hindernisse wegen auf Sonntag den 13. Juli verschoben. Die Tagesordnung bleibt dieselbe, wie sie bereits bekanntgegeben worden ist. — (Defraudation.) Der Defraudant Busan, früher Postofftcial in Zengg, welcher nach Amerika geflohen war und von dort ausgeliefert wurde, ist gestern vom Agramer Gerichtshofe zu vier Jahren fchweren Kerkers verurtheilt worden. — (Touristisches.) Bergführer Johann Kla nett i k aus Mojstrana hat am 24. Juni d. I. zum Hundertstenmale den Triglav bestiegen. — (S e l b st m o r d.) Der gewesene Besitzer Mathias Zajc in Vizmarje hat sich gestern erhängt. Das Motiv, welches den 80jährigen Greis zum Selbstmorde getrieben, ist nicht bekannt. — (Die Artillerie von Klagenfurt) ist gestern zu den Schießübungen nach Gurkseld ab» marschiert. Neueste Post. Original-Telegramme der «Laibacher Ztg.» Prag, 2. Juli. Die auf der Tagesordnung der heutigen Sitzung des Stadtverordneten - Collegium« stehende Wahl zweier Delegierten in den Landes-schulrath wurde über Antrag des Dr. Podlipny und unter Zustimmung der meisten Altczechen vertagt. Dr. Podlipny legte dar, dass, wiewohl das Gesetz über die ZweitheillMg des Landesschlllrathes noch nicht rechtskräftig ist, anerkennen die Innaczechen doch dessen Rechtzgiltigkeit und wollen sich an dcr Delegiertenwahl betheili'gen, doch hätten sie wenigstens eine vertrauliche Vorberathung aller Parteien behufs Einigung über die zu wählenden Persönlichkeiten gewünscht. Troppau, 2. Juli. Vei den heutigen Landtags, wählen in den Städtebezirken ist die deutfch - liberale Listr vollständig durchgedrungen. Es wurden gewählt: in Wagstadl: Dr. Karl Zimmer; in Iägerndorf: Doctor Emil Rochowanski; in Freudenlhal: Friedrich Kurz. weil; in Freiwaldan: Dr. Pohl; in Bielitz: Superintendent Haase. Sarajevo. 2. Juli. Der serbische Consul Marin» kovic wurde gestern abends auf dem Marktplätze in Pristina durch einen Fliutrnschuss von einem unbekannten Thäter ermordet. Es wird ein politischer Rache-act vermuthet. Berlin, 2. Inli. Der Reichstag hat sich nach Er-ledigunq der Tagesordnung vertagt. Valencia, 2 Juli. In der Provinz sind gestern 14, in der Stadt leine Erkrankungen an Cholera gemeldet wordei». Belgrad, 2. Juli. Der serbische Consul in Pristina, Marintomi, wurde, wie ein Telegramm seiner Gattin anzeigt, um 1 Uhr nachts ermordet. Details fehlen. Der serbische Consul in Skoplje wurde angewiesen sich sofort nach Pristina zu begeben, während der serbische Gesandte in Constantinopel beauftragt wnrde, eine strenge Untersuchung und vollste Gemigthung zu verlang«'«. Angekommene Fremde. Am 1. Juli. Hotel Mlldt Wen. Tanzer, Präger, Felle, Ille,, Valler. Veheim. Kaufleute Wien. - Kalwoda. Hauptmann, Klosterneübura. -Hostel.c Lchrerm Fiume - Ionle. Finanzwache-Tommissär, Pontafel. — Hirsch, Kau mann, Weipert - Urban^ ünk Wust, Pnwte, Steinbüchel. - Mama^,'Fium^° Tchn"?. ^!r^?n?'W^s"" U- Reibach. Kaufleute: Vackbaum, Horcil und Weckler, W,en. — Mavict, Naen - Ul,alt, ncn: 12 Waa.cn mit Getreide, 18 Waaen mi! ^ ' ^ Ä^ 22 Waam und 3 Schiffe mit Holz (1Z Klafters """ ^' _____^________Durchschnitts-Preile. Weizen pr. Heltolit. "ss^? ^89 Butter pr Kilo ^3?i ^^' Korn . b 20 5 36 Eier pr. Stilck ' ' __ ? Gerste . 3^58 4 29 Milch pr Liter' ' _ « H"U ^. ' 2'" 3!57 Rindfleisch pr. Kilo -'59 II yalbfrucht .-------^-Kalbfleisch . _k« Heiden . 5W 6,27, Schweinefleisch . _U H".se ' 4 71 4 44 Schöpsenfleisch . ^.3» jtuluruz . 4 87 4 81 Hälmdel pr Stuck «? Erdäpfel 100 Kilo 4 50--Tauben . ^'?« ^ ^ Uinsen pr. Hclwlil 11-----------Heu pr M.Etr 1 5? " ^ Erbsen . 12-----------Stroh '. '' j ?«'" 55» ölen » 9-----------Holz. hartes vr Meteorologische 3 ^1/3 I ' -——------ ____..__.' "' ^'^ llber den, Normale. Verantwortlicher «edacteurl I. NagliI Farbige Seidenstoffe von 60 kr. bis^lV^ ^Alc-V »l°" und gemustert (ca. 2500 versch. Farben und Desstns) - vers.roben- und stückweise porto- und oll-frei das Fabnl.DeM 0. Nonnsdoi-jr ,. ,nd l boNiesrran) /Uriel». Muster umgehend. Vriefe tosten 10 !r Porto _______________^___________________(6) li—6 1249 Course an der Wiener Dorse vom 2. Juli 1890. «°«dm, o^«««, «°ur«bl<> oefttll.Nmenrente, N>:uelfre> . <„,«> 1^>1 go Varnnlltile GlleubahU' Vchulbvlrschrtiilluoe». «Mllbethbalm in V. steuerfrei . 1,575,11««,, zranz.^oscph'Nllhn in kllber . 11750118«» «°tllrlber«ei «llhn in Vilber ^ ^. ^_ «lllabetdbal,,! ^00 fl, LM. . . «3»-^ »42 - detto Lii,z-V»l,w» !>b °"l° Paplcnente 5°/« - - - »« »s> KW - «°. d»o. c»nnll. Etilcle , , g? 40 !>8 10 >> ° elil>ahn,Prloi!««tc,! , . —-_ -— »°. Elc>atl.Ol)llgllt. »,1.1«?« ,<» _ ,,4,- «°. «LnK^dml-^bl.-Oli.ionst. —-. —- «°, V'üm.Aol. K100fl,e. W. 188?^'»9 8» N>.'9 — lug?5 5°/<. sieirilche...... _._ __ ^ L°/, lloatisckr und slavonische . fi. . ,z,.zs, „z 5^ dt°. «Inleiht 1878 . . zn« «5 10? eb «nlth^n der Stadt Vör» . . ,,„- — . Nnlehrn d, Ltablnemtinbl Wien 105.^ g <^s> Plaul.^slnl. d. Ewbtzem. Wien 14g hf, 147 ^ Vvl!>llI>c»^N!>!ehsn verl«», !»"/« yg__ 99-^5 Pfandbriefe (für 1W fi.), V°t.encr, all«, »ft. 4°/„ « »«5" 117 50 dlo, » 4'/,°,„ . . . ».«f; dto. PrHm..H>ch„ldverschi.«°/, ,n« z„ «09 — Och. Hyplllhelenbanl lvj. L0°/, ,o<«5 — - Osft..l!l!g, U»nl verl, 4'/,«/» . ,u, «5 «>I 'b dellu » 4°/<> . . ,oozo ,00 7" bcllo 50jühr. » 4«/« . . lN0 »0 wl,-7<>! Pliorititts-Obliglttisnen (fti 100 ft,). ^erblnllild» Vlorbbnh» Km. 188S «>o 80 l«l 8« !tm. I«"» »0U ft. V. 4'/,-/» . loo— lvoib! «eld ' Ware Oesterr. 9i°rdn>eslbahn , , , ,<>g 80 >0? e,^ 5taat«blll,n.......l98 75 — — Nüdliahn it 8°/».....ls.ll'— i^li'bN » ^ 5°/n.....<«««>' .L«st 40 ft. . . - 57 50 58-95 Lalbacher Präm.'Änlsh, «0 fi. »».^ »» . vfenei Lose 40 fl..... 5» — A Valffv-Lose 40 fl...... 5°._ „.7^ Noihcn l^reuz, «N. «es. v.. l0 fi, ,ß hy ^ ys, Nubolph.iiose IN fi..... ,g.^,, 2,, 5,> klllrl»liole 4 3>..»enole'Ll>se 40 fl, , , . „.75 ßz.7^ Wllldstr!n.li°,e »0 fl..... ,g 7° 4^7^ Nlnb«!ch^iHH.Üo!e »0 ft. . . buz«, «L°. Vew..Lch. d.8°/n PrHm,.Hchulb. «is fi, 58!,- 595 — Hiro» u. irr l«)l»Il. l«i» — »ll, - s Veld ware d^ntbeletib,,»». »oun. ,b°/«!l. »8 25 ?u — Uilnberbanl, 5ft, 200 fi. ». . . «8» 8U 238 40 0,s»» ,1^ 5^> . Weslbllt,» 200 ss. , , , 389 .- 841 — Äuschtlehllldei «til, 50" fi. IN ,15<> ,,e« dto, slit, »,) 20l» fl, «» 50 iS» b» donau. Daulpslchlffsllhrl »Gel., Oefteir, b<"> ft »U. . . . ,7l», _ ^4 DillU'Ei!. (V,^l!b, Z.) »U0 fl, 3, 19» — ,<><,-— L>!l«»U°bel!l,. il!ldl,, I000fl. IM. z?»^ zs?s>, Val.Vall'Ludw.'V. 20o .. ljemb. > «lztlnow,»Iassy. «isen» bahN'Gesellsch. 2Uu fi. H. . . ,«g ^z »»0 2!> dIllyd,<>ft.»ung..tNeftbl»0ft.«M, ,ß, — ,y? -Oefteri. stordweftb. 20u fi. Vilb, «,, »l, „ 5 75 dto, (lit. «,) sou ft. 8. . ,z- .. „, _ Hrau-Duier ^!,»8 ?z Lüo-iliordo.iUerb.'O.iwafl.CÄ ,75 ., „4 — I,rllmw»y-Gt!.Mc.,l7()fl,ö, i» _...!____ » neuc 0«fi.e «t b» >96 — Hndustrlt'ActltN lv« 3tü«l). Vauae',, »ll«. Oeft. 1«n fi, . 8« — »4 — »8 5« '«lbemühl., Nlipleii. u. V.-G- il — 5b 50 Uiesinger Nraueiei 100 fi. . . 9«-7b »» 2K lN°nl»N'«e!ell,, »fteri.'»lpinl 98 7b »»b bill«« «i!en>Ind,.»eI, 200 fl, 4'-. - »!8 — 3llly°>I»lj Strinlohlrn »0 fl, 448 - 4 >> — »schlüglmühl». 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